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Bildergalerie

Besonderes aus meiner Fotosammlung
zu Themen, Teil 10

von Erwin Purucker

Engel und
Götterboten



Geköpfte Engel auf einem Grabmal in der Toskana Entweder hier hatte jemand etwas gegen Engel oder sie waren so schön, dass ihre Köpfe abgeschlagen und mitgenommen wurden, um sich daheim an ihnen zu erfreuen. Das Foto entstand auf einem Friedhof in der Toskana. Kopfloser Engel in Maria Kulm in Tschechien
Engel scheinen öfters ihre Köpfe zu verlieren. Hier könnte allerdings auch der Frost seine kalten Hände im Spiel gehabt haben. Dieser kopflose Engel aus Porzellan steht auf dem Friedhof von Maria Kulm in Tschechien.

Engelchen auf dem Stadtfriedhof in Bayreuth Engel werden mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften dargestellt: Erzengel St. Michael, Heiliger
Das Engelchen links singt inbrünstig und andächtig aus seinem Liederbuch. Schade, dass man es nicht hören kann! Bestimmt wird aus ihm mal ein Friedensengel. Ich fand es auf dem Stadtfriedhof in  Bayreuth, wo übrigens auch der Komponist Franz Liszt und der Dichter Jean Paul begraben sind. Kindliche Engel oder Putten findet man oft in Kirchen oder auf Friedhöfen.
Im krassen Gegensatz dazu steht zum Beispiel der wehrhafte Erzengel Michael. In der katholischen Kirche wird er als St. Michael oder Heiliger Michael verehrt. Er ist der Bezwinger des Teufels und ist meist schwer bewaffnet dargestellt. Auf diesem Relief in der katholischen Kirche St. Maria in Hof an der Saale, trug er auch ein Schwert, das offenbar abgebrochen ist und sein Schild ist fast zu einem Spielzeug verkümmert. Mit den Füßen steht er aber brutal auf Satan und zwingt diesen nieder. Besonders verehrt wird er auch in der Klosterburg St. Michael in  Bamberg.

Auferstehung der Toten

Auferstehung


Auf einem Friedhof in Nizza an der Cote d'Azur erweckt ein Engel am Jüngsten Tag die Toten zum Leben. Früher stellte man sich die Auferstehung und das Leben nach dem Tod tatsächlich körperlich vor. Deshalb trieben die  Ägypter auch so großen Aufwand, um die Körper der Verstorbenen durch Mumifizierung zu konservieren. Heute denken wir bei einem Leben nach dem Tod wohl eher an ein geistiges nicht-körperliches Dasein außerhalb von Raum und Zeit.

Seht das Brot, die Engelspeise! Thomas von Aquin

Was essen Engel?


Dieser Engel in Silber und Gold, ebenfalls in der katholischen Stadtpfarrkirche St. Maria in Hof an der Saale zeigt einen Schriftzug aus dem Lauda Sion (Lobe Zion) von Thomas von Aquin, geschrieben um das Jahr 1264. Ein lyrischer hymnischer Gesang zu Fronleichnam:

Ecce Panis Angelorum! (Seht das Brot, die Engelspeise!)

Himmlischen Wesen hat man schon immer Vorlieben für bestimmte Speisen zugeschrieben. Die griechischen Götter mochten vor allem Ambrosia. Nach Homer macht es sie unsterblich, weshalb sie darauf achten, dass es die Menschen nicht bekommen.

Wenn wir "engelsgleich" sagen, dann meinen wir natürlich die lieblichen, friedlichen göttlichen Wesen, aber wie wir oben gesehen haben gibt es auch andere. Die Definition und die Abgrenzung zu anderen übermenschlichen Wesen ist unklar. Die Bibel spricht von Anfang an von einem Gott. Moses hat den Ein-Gott-Glauben eingeführt, oder hat er ihn von Echnaton in Ägypten übernommen? Trotzdem lesen wir in der Luther-Bibel, 1. Mose, 6. Kapitel, 4. Vers, dass "die Kinder Gottes zu den Töchtern der Menschen eingingen und diese ihnen Kinder gebaren, aus denen Gewaltige in der Welt und berühmte Männer" wurden. In manchen Übersetzungen ist hier sogar von "Göttern" die Rede. Wenn es aber nur einen Gott gibt, was anderes können sie dann gewesen sein, als Engel? Martin Luther drückt es noch drastischer aus: "... da die Kinder Gottes die Töchter der Menschen beschliefen ..." Wenn sie das konnten, sind sie nicht nur geschlechtslose Geistwesen. In diesem Vers entstehen daraus "Tyrannen auf Erden", die Elberfelder Bibel spricht von "Riesen". Wie passt das zu unseren lieben Engelchen? Es bleibt nichts anderes, als die Engel ins Reich der Mythen und Sagen einzuordnen. Wesen, die vom Himmel kamen, und solche, die Gott näher stehen als die Menschen, gab es in vielen Kulturen lange vor der Bibel, von Hermes, dem Götterboten bis zu den

Nornen und Walküren der nordischen und germanischen Mythologie.

Wenn wir heute von Wesen hören, die vom Himmel kommen, denken wir natürlich auch an  Aliens und Ufos.
Die drei Nornen Urd, Verdandi und Skuld
Die drei Nornen Urd, Verdandi und Skuld,
gemalt vom dänischen Maler Johann Ludwig Lund (1777–1867)

Engels-Skelett, Tod

Engels-Skelett, Tod


Dieses Relief fand ich an der Wallfahrtskirche in Maria Kulm (Chlum Svaté Maří) in Tschechien. Die genaue Bedeutung des Engels, der nur noch ein Skelett besitzt, kenne ich nicht. Vielleicht ist es der Tod höchstpersönlich, er muss ja auch Flügel haben, um schnell von einem Ort zum anderen zu kommen. Vielleicht ist "Gevatter Tod" auch eine Art Engel, der Teufel ist ja auch nichts anderes als ein "gefallener Engel". Grundsätzlich findet man solche erschreckenden Darstellungen an und in Kirchen, um den Menschen Angst zu machen. Angst davor, was passiert, wenn sie ihre Sünden nicht beichten und bereuen, nicht gottesfürchtig und "kirchenfürchtig" sind, keinen Ablassbrief kaufen usw. Man kann diese Methoden der Kirche in früheren Jahrhunderten, besonders die Hexenverfolgungen, nur als Mafiamethoden bezeichnen. Das geflügelte Skelett auf dem Relief zeigt einem anderen Toten ein Buch. Vielleicht ist es das große Buch, in dem alle unsere Missetaten aufgeschrieben werden.

Flügel


Engel kommen vom Himmel, also können sie fliegen.

Engel können fliegen, also müssen sie Flügel haben.

Was keine Flügel hat, fliegt nicht. Das dachten wohl früher die Künstler, und so stellten sie sie meist mit mehr oder weniger großen Flügeln dar. Dass das kaum funktionieren kann, lehrt uns nicht erst die moderne Physik. Schon Dädalus und Ikarus dürften diese Erfahrung gemacht haben. Sie sind wahrscheinlich weniger weit gekommen, als in der Sage erzählt wird.

In dem Bild des italienischen Malers  Domenichino, Himmelfahrt der Maria Magdalena, von 1610 wird die Physik gänzlich auf den Kopf gestellt. Mit ihren kleinen Flügelchen hätten die Putten keine Chance sich selbst in die Lüfte zu schwingen, geschweige denn, die gewichtige  Maria Magdalena in den Himmel zu erheben. Aber mit Gottes Hilfe...
Himmelfahrt der Maria Magdalena
Gerahmte Bilder und Poster

Melancholischer Engel


In dem Bild Die Melancholie im Garten des Lebens stellt Matthias Gerung im Jahre 1558 einen traurigen oder zumindest nachdenklichen Engel dar, der als zentrale Gestalt in einer geschäftigen Gartenlandschaft sitzt. Oder sollte man in Zeiten der Emanzipation und im Chaos der weiblichen Hauptwort-Formen besser Engelin sagen?

Vielleicht hat sich der Maler von  Albrecht Dürers Kupferstich von 1514 Melencolia I inspirieren lassen. In der mittelalterlichen Temperamentenlehre wird die Melancholie dem Planeten Saturn zugeordnet. Diese Lehre setzt die im Mittelalter gebräuchliche medizinische Einteilung der vier Körpersäfte in Beziehung zum Temperament eines Menschen:
  • Blut: Sanguiniker (heiter, aktiv)
  • Schleim: Phlegmatiker (passiv, träge)
  • Gelbe Gallenflüssigkeit: Choleriker (reizbar, leicht erregbar)
  • Schwarze Gallenflüssigkeit: Melancholiker (traurig, nachdenklich)
Die  Astrologie wiederum brachte die Stellung der Tierkreiszeichen und Planeten in Verbindung zu den Temperamenten.
Die Melancholie im Garten des Lebens - Matthias Gerung
Gerahmte Bilder und Kunstdrucke nach Themen

Berühmter Engel

Auf dem Monumentalfriedhof Staglieno bei  Genua in Italien steht dieser Engel aus Marmor. Der Gesichtsausdruck und die Gestik wirken fast modern. Er stammt jedoch aus dem Jahr 1882 von dem italienische Bildhauer Giulio Monteverde. Die Statuen auf diesem Friedhof wurden größtenteils im Stil des bürgerlichen Realismus gestaltet, im Gegensatz zum weit verbreiteten Historismus dieser Zeit. Der Friedhof insgesamt ist im klassizistischen Stil gehalten.
Engel auf dem Friedhof Staglieno bei Genua

Blaue Fee mit Flügeln

Sind alle menschenartigen Wesen mit Flügeln Engel? Das kann man natürlich fragen. Aber der Begriff Engel ist nicht so eng und allgemeingültig definiert. Im allgemeinen versteht man sie als die körperliche Erscheinung von Geistwesen. Im Christentum sind sie die Diener und Boten Gottes, aber die Grenzen zu Esoterik oder sogar Heidentum verschwimmen. Feen und Elben sind oft auch mit Flügeln dargestellt. Sind sie verwandte der Engel oder darf man den Begriff nur in Verbindung mit dem christlichen Gott verwenden? In dem Spielfilm A.I. – Künstliche Intelligenz, einer modernen Form des Märchens von  Pinocchio von Carlo Collodi (Carlo Lorenzini), ist die Blaue Fee in einer Form dargestellt, die in unserem christlichen Umfeld sofort an einen Engel erinnert, mit zarten Schmetterlingsflügeln.
Die Blaue Fee aus Pinocchio erscheint David in A.I. – Künstliche Intelligenz Die Blaue Fee aus Pinocchio von Carlo Collodi

Engel im antiken römischen Pompeji
oder doch ein kindlicher Eros


Dieses Relief habe ich in Pompeji fotografiert. Wir identifizieren es natürlich sofort als Engel. Das hat mich gewundert, da das antike Griechenland und die Römer als Mittler zwischen Gott und den Menschen ihren Götterboten Hermes sandten, der meist mit dem römischen Gott Mercurius (Merkur) gleichgesetzt wird, und diese tragen ihre Flügel am Helm bzw. an den Stiefeln.

Meine Skepsis war berechtigt. Bei diesen Abbildungen handelt es sich nämlich um einen Putto. Wir kennen natürlich auch die Putten, kleine Engelchen, die vor allem in Barock-Kirchen überall herumsitzen. Bei den alten Römern im antiken Pompeji allerdings waren diese Kinder-Engel vor allem Liebesgötter, kindliche Eros-Figuren, die auf den griechischen Einfluss zurückgehen.

Auch die  griechische Siegesgöttin Nike wurde teilweise mit Engelsflügeln dargestellt. Als römische Victoria diente sie als Vorbild für die Siegesengel Europas, die als Erkennungszeichen einen Palmenzweig und einen Siegerkranz tragen.
Relief eines Engels (Putto) in Pompeji



Trauriger Engel
Gemälde In Wahrheit gibt es die Liebe von  Elvira Amrhein
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... Ach, übrigens, wissen Sie, wo das

Zentrum der Engel

liegt?

Ich hab's entdeckt:
In Marktleuthen im Fichtelgebirge!

Rechts das Beweisfoto
(englisch auszusprechen!).
Das Zentrum der Engel im Fichtelgebirge





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