|
|
||
Bildergalerie
Besonderes aus meiner Fotosammlung
|
Hölle und Fegefeuer,
|
|
|
Mit der Angst der Menschen vor dem Leben nach dem Tod, mit Höllenqualen und dem
Fegefeuer genauso, wie mit dem altägyptischen Totengericht oder dem Hades der
Griechen und Römer, konnte man über Jahrtausende die Menschen in Angst und
Schrecken versetzen. Luzifer, Satan, Teufel und Schlimmeres
herrschen dort und bringen den gestorbenen Menschen die größten Qualen bei.
Diese Angst wurde vielfach benutzt, um Reichtümer anzuhäufen,
von den Priestern und Einbalsamierern des alten Ägypten über die Ablassverkäufe
der katholischen Kirche bis zu manchen modernen Glaubensgemeinschaften und
Sekten. Schon Martin Luther prangerte diese Praktik scharf an.
Wir sind so geschaffen, dass niemand weiß,
was nach dem Tod passiert, kein Priester, Schamane, Wahrsager oder
Heilsbringer, niemand!
Drastische Darstellungen gibt es zu Hauf, vom alten Ägypten bis zum Mittelalter: |
|
|
|
|
Wohl die drastischste Darstellung
Luzifers, der Menschen frisst:
Auf diesem Mosaik an der Kuppel des Baptisteriums in Florenz in der |
Nebenan in der Kuppel des
Die Flügel deuten wahrscheinlich an, dass es sich dabei um gefallene Engel handelt. |
|
|
|
Weitere Bilder aus der Kuppel des Doms zeigen eindringlich die Qualen der
Hölle,
gegen die alle |
|
|
In der
Frauenkirche in München
(Dom zu Unserer Lieben Frau) hat der Teufel höchstpersönlich sogar einen
Fußabdruck hinterlassen! In dem kleinen Zeitraum zwischen der Fertigstellung des
Baues und der Weihe konnte der Teufel das Gotteshaus betreten.
Weiter als bis zu dieser Stelle wagte er sich nicht und von dort war kein
einziges Fenster zu sehen. Er lachte über die Kirche, da man
offenbar die Fenster vergessen hatte und stampfte dabei mit dem Fuß auf.
Später bemerkte er von außen, dass er sich getäuscht hatte. So entfachte er
einen Sturm, um die Kirche zum Einsturz zu bringen, was ihm jedoch nicht gelang.
Eine andere Version der Legende erzählt, dass der Baumeister der Kirche einen Pakt mit dem Teufel schloss, damit dieser ihm beim Bau helfe. Als Lohn sollte Satan die Seele des ersten Menschen erhalten, der die Kirche nach Fertigstellung betrat. Der Baumeister verweigerte jedoch den versprochenen Lohn mit der Begründung, dass der Bau ohne Fenster fehlerhaft sei. Zum Beweis führte er ihn an diese Stelle. Aus Wut stampfte der Teufel auf und verursachte dabei den Fußabdruck. Heute weiß man, dass diese Legenden vom Teufelstritt erst später entstanden sein müssen. Am Anfang war nämlich von hier doch ein Fenster zu sehen. Erst durch eine Umgestaltung im Jahr 1620 wurde dieses durch einen barocken Hochaltar verdeckt. Als die Kirche wieder vom Barock zur Neugotik umgestaltet und dieser Hochaltar entfernt wurde, war das Fenster wieder sichtbar. Die Sagen müssen also in diesem barocken Zeitraum entstanden sein. |
|
|
|
|
Der Teufel
oder
Satan
ist übrigens nicht so alt, wie man glauben könnte. Er erschien nämlich erst mit
dem Ein-Gott-Glauben, also den monotheistischen Religionen.
In den Natur-Religionen aber auch in den Mythen der
Griechen und Römer konnten viele Götter sowohl gut oder böse sein, deshalb
musste man sie besänftigen. Im Christentum gibt es nur einen Gott, und der ist
nur
gut. Deshalb entstand der Teufel oder Satan als Gegenpol und ist das
personifizierte Böse.
Den Namen Satan könnte man möglicherweise vom Gott Seth der ägyptischen Mythologie ableiten. Obwohl er der Beschützer der Oasen war, verursachte er Stürme und Unwetter und wurde als Gott der Dunkelheit und des Chaos bekannt. In |
|
| Abb.: Creative Commons-Lizenz von Jeff Dahl |
|
Die Puritaner, die sowieso in allem Weltlichen teuflische Aktivitäten sahen,
setzten die alte Berg-, Wetter- und Fruchtbarkeitsgottheit
Baal
mit Satan gleich.
Baal hatte im Altertum große Bedeutung vom Nahen Osten bis zum alten Ägypten, wo er im Neuen Reich als kriegerischer Gott auftaucht und oft mit Seth gleichgestellt wurde. Baal wird vielfach in der Bibel erwähnt, z.B. im Viele Ortsnamen im Nahen Osten erinnern ebenfalls an den Gott. Am bekanntesten ist wohl Baalbek im |
|
| Abb.: Gemeinfrei |
|
Vom Aussehen her kommt dem Teufel wahrscheinlich der
griechische Hirtengott Pan
am nähesten. Er wurde nämlich auch mit Ziegenbeinen und Hufen, oft sogar mit
Hörnern dargestellt.
Zwar war er der Gott der Natur, des Wassers und der Höhlen, der Musik
und der Fruchtbarkeit, aber er verführte die Menschen auch zu Trinkgelagen oder
gar Orgien. Er war oft lustig und umgab sich mit schönen Mädchen, dann aber
auch plötzlich furchterregend und aufbrausend. Das Wort
Panik
kommt heute noch davon. Seine Verehrung reichte weit über Griechenland hinaus.
Sogar in Nord-Israel, am Jordan-Quellfluss
Banyas
gibt es ein Pan-Heiligtum an einer Quelle. Insgesamt wurde er aber nicht als
böse angesehen.
|
|
| Abb.: Gemeinfrei |
|
In der Unterwelt herrschte bei den alten Griechen jedoch ein anderer:
Hades
ist der Gott der Unterwelt, des ebenfalls Hades hieß. Er begehrte
Kore,
eine Tochter des Zeus zur Frau und entführte sie.
Daraufhin wurde ihre Mutter, die Fruchtbarkeitsgöttin
Demeter
so traurig, dass sie nichts mehr wachsen ließ. Bevor alle Menschen verhungern
würden, erzielten Zeus und Hades eine Übereinkunft, dass
Kore
nur einen Teil des Jahres als
Persephone
in der Unterwelt leben solle, den Rest als
Kore
bei ihrer Mutter
Demeter.
Daraus entstanden die Jahreszeiten. So lange sie bei Demeter weilt, ist Sommer.
Persephone entspricht der Proserpina in der römischen Mythologie und oft wurde sie auch mit der Isis der ägyptischen Mythologie gleichgesetzt. |
|
| Abb.: Gemeinfrei |
|
Auch die geheimnisvolle Figur
Baphomet
erinnert in mancher Hinsicht an den Teufel.
In den Templerprozessen des 14. Jahrhunderts wird er vor allem in
Erst im 19. Jahrhundert wurde er als Dämon mit gehörntem Ziegenkopf, weiblichen Busen und einem |
|
| Abb.: Gemeinfrei |
|
Auch in meiner Heimatstadt Marktleuthen im Fichtelgebirge in Oberfranken gibt
es ein Symbol des Teufels.
Eine Felsformation in einem kleinen Park wird im Volksmund
Teufelsstein
genannt. Der Überlieferung nach handelt es sich um eine heidnische Kultstätte,
weshalb die Kirche nahe des Felsens eine Kapelle errichten ließ, um den
heidnischen Einfluss zu neutralisieren. Hier sollen einst auch Heiden getauft
worden sein. Die Kapelle ist leider nicht erhalten, nur der Name des Ortsteils
Kappel
erinnert noch daran.
Weitere Bilder: |
|
|
|
|
|
Der
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|