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Bildergalerie

Besonderes aus meiner Fotosammlung
zu Themen, Teil 9



von Erwin Purucker

Hölle und Fegefeuer,
Satan, Luzifer,
Antichrist
und Teufel



Drastische Darstellungen gibt es zu Hauf, vom alten Ägypten bis zum Mittelalter:
 
Luzifer frisst Menschen Ein fledermausähnlicher Teufel frisst Menschen
Wohl die drastischste Darstellung Satans, der Menschen frisst:
Auf diesem Mosaik an der Kuppel des Baptisteriums in Florenz in der  Toskana tut dies nicht nur der Teufel, sondern auch Schlangen, die ihm aus verschiedenen Körperöffnungen kriechen.
Nebenan in der Kuppel des  Doms in Florenz erledigt das Menschenfressen ein fledermausähnlicher Luzifer.
Die Flügel deuten wahrscheinlich an, dass es sich dabei
um gefallene Engel handelt.

Folterkammer Hölle Höllenqualen
Weitere Bilder aus der Kuppel des Doms zeigen eindringlich die Qualen der Hölle,
gegen die alle  mittelalterlichen Folterkammern auf der Erde blass erscheinen.

Mit der Angst der Menschen vor dem Leben nach dem Tod, mit Höllenqualen und dem Fegefeuer genauso, wie mit dem altägyptischen Totengericht oder dem Hades der Griechen und Römer, konnte man über Jahrtausende die Menschen in Angst und Schrecken versetzen. Luzifer, Satan, Teufel und Schlimmeres herrschen dort und bringen den gestorbenen Menschen die größten Qualen bei. Diese Angst wurde vielfach benutzt, um Reichtümer anzuhäufen, von den Priestern und Einbalsamierern des alten Ägypten über die Ablassverkäufe der katholischen Kirche bis zu manchen modernen Glaubensgemeinschaften und Sekten. Schon Martin Luther prangerte diese Praktik scharf an. An die Hölle, den Satan und  Hexen glaubte aber auch er.
Ein Satz aus Umberto Ecos Der Name der Rose bringt diese Praktiken auf den Punkt: »Lachen tötet die Furcht und ohne Furcht kann es keinen Glauben geben. Wer keine Furcht vor dem Teufel hat, der braucht keinen Gott mehr.« Während die Kirchen die Hölle und das Fegefeuer in einer jenseitigen Welt suchen, die wir nach dem Tod und der Auferstehung erreichen werden, und das Weltgericht am Jüngsten Tag entscheiden wird, ob wir Richtung Hölle oder Himmel gehen müssen, vermuteten Gruppen in kleineren Sekten, z.B. bei den Katharern oder Albigensern, die Hölle auf Erden. Der Körper sei ein Seelengefängnis und wenn man jemanden tötet, befreit man ihn daraus. Dass dies eine sehr gefährliche Überzeugung ist, braucht wohl nicht erläutert zu werden. Heute ist Satan für viele wohl eher eine Metapher für das Böse in uns. Eine Verführung durch den Teufel kann wohl heute kaum jemand als Entschuldigung anführen, wenn er Böses tut. Aber wir sind so geschaffen, dass niemand weiß, wie die jenseitige Welt aussieht und was nach dem Tod passiert, kein Priester, Pfarrer, Schamane, Wahrsager oder Heilsbringer, niemand!  Mein Weltbild: Die Welt, die Menschen und Gott

Teufelstritt


In der Frauenkirche in München (Dom zu Unserer Lieben Frau) hat der Teufel höchstpersönlich sogar einen Fußabdruck hinterlassen! In dem kleinen Zeitraum zwischen der Fertigstellung des Baues und der Weihe konnte der Teufel das Gotteshaus betreten. Weiter als bis zu dieser Stelle wagte er sich nicht und von dort war kein einziges Fenster zu sehen. Er lachte über die Kirche, da man offenbar die Fenster vergessen hatte und stampfte dabei mit dem Fuß auf. Später bemerkte er von außen, dass er sich getäuscht hatte. So entfachte er einen Sturm, um die Kirche zum Einsturz zu bringen, was ihm jedoch nicht gelang.

Eine andere Version der Legende erzählt, dass der Baumeister der Kirche einen Pakt mit dem Teufel schloss, damit dieser ihm beim Bau helfe. Als Lohn sollte Satan die Seele des ersten Menschen erhalten, der die Kirche nach Fertigstellung betrat. Der Baumeister verweigerte jedoch den versprochenen Lohn mit der Begründung, dass der Bau ohne Fenster fehlerhaft sei. Zum Beweis führte er ihn an diese Stelle. Aus Wut stampfte der Teufel auf und verursachte dabei den Fußabdruck.

Heute weiß man, dass diese Legenden vom Teufelstritt erst später entstanden sein müssen. Am Anfang war nämlich von hier doch ein Fenster zu sehen. Erst durch eine Umgestaltung im Jahr 1620 wurde dieses durch einen barocken Hochaltar verdeckt. Als die Kirche wieder vom Barock zur Neugotik umgestaltet und dieser Hochaltar entfernt wurde, war das Fenster wieder sichtbar. Die Sagen müssen also in diesem barocken Zeitraum entstanden sein.
Der Teufelstritt in der Frauenkirche zu München


Der Teufel als Ausrede


Menschen tun manchmal Böses oder Verbotenes. Wenn sie dabei erwischt werden, schieben sie die Schuld gern auf andere. So schob Adam die Schuld auf Eva: »Sie hat mir den Apfel gegeben!« Aber auch Eva braucht einen Sündenbock: »Die Schlange war's, der Teufel!«

Es ist nichts anderes als das kindliche Spiel: »Der hat gesagt, ich soll's tun, sonst bist du feige!« Wir möchten nicht, dass solch böses Tun unsere eigene Idee ist, also schieben wir's auf böse Mächte, die uns dazu verführt haben.
Der Sündenfall im Paradies von Michelangelo Buonarroti
Abb.: Der Sündenfall und die Vertreibung aus dem Paradies
von Michelangelo Buonarroti (gemeinfrei)


Gott Seth


Der Teufel oder Satan ist übrigens nicht so alt, wie man glauben könnte. Er erschien nämlich erst mit dem Ein-Gott-Glauben, also den monotheistischen Religionen. In den Natur-Religionen aber auch in den Mythen der Griechen und Römer konnten viele Götter sowohl gut oder böse sein, deshalb musste man sie besänftigen. Im Christentum gibt es nur einen Gott, und der ist nur gut. Deshalb entstand der Teufel oder Satan als Gegenpol und ist das personifizierte Böse.

Den Namen Satan könnte man möglicherweise vom Gott Seth der ägyptischen Mythologie ableiten. Obwohl er der Beschützer der Oasen war, verursachte er Stürme und Unwetter und wurde als Gott der Dunkelheit und des Chaos bekannt.

In  Edfu am Nil buk man einmal im Jahr einen Nilpferdkuchen, schnitt ihn auf und aß ihn, was die Vernichtung des Seth darstellen sollte.

 Meine Fotos und Informationen aus Ägypten
Der ägyptische Gott Seth
Abb.: Creative Commons-Lizenz von Jeff Dahl

Baal


Die Puritaner, die sowieso in allem Weltlichen teuflische Aktivitäten sahen, setzten die alte Berg-, Wetter- und Fruchtbarkeitsgottheit Baal mit Satan gleich.

Baal hatte im Altertum große Bedeutung vom Nahen Osten bis zum alten Ägypten, wo er im Neuen Reich als kriegerischer Gott auftaucht und oft mit Seth gleichgestellt wurde.

Baal wird vielfach in der Bibel erwähnt, z.B. im  Buch der Richter, 2. Kapitel, Vers 13: »Denn sie verließen den Herrn und dienten Baal …«. Im  Karmel-Gebirge in Israel fand nach der  Bibel, Erstes Buch der Könige, Kapitel 18, Vers 19 ein Wettstreit zwischen Baal und dem Propheten Elija statt. Wie viele alte Götter wurde Baal später von der Kirche später zu einem Dämon gemacht, einem bösen Geist aus der Unterwelt.

Viele Ortsnamen im Nahen Osten erinnern ebenfalls an den Gott. Am bekanntesten ist wohl Baalbek im  Libanon.
Die Gottheit Baal
Abb.: Gemeinfrei
Neben Ortsnamen haben sich verschiedene Versionen von Baal bis in unsere Zeit erhalten. So zum Beispiel Baal-Sebub, der Herr der Fliegen, und lt. Bibel,  Zweites Buch von den Königen, der Gott von Ekron. Er heilte Krankheiten, die von giftigen Fliegen übertragen oder verursacht wurden. Von der Kirche wurden diese mythischen Gestalten ins Reich der Dämonen verbannt, um den Menschen Angst zu machen und ihnen gleichzeitig Hilfe gegen sie und Erlösung von ihnen zu versprechen. So geistert Baal-Sebub als folkloristische Gestalt Belzebub oder Beelzebub auch heute noch durch Deutschland, wo er in manchen Gegenden mit Knecht Ruprecht gleichgesetzt wird, dem Gehilfen des Heiligen Nikolaus. Hier finden wir das gleiche kirchliche Prinzip: Knecht Ruprecht macht den Kindern Angst, der gute Nikolaus beschützt, erlöst und beschenkt sie.

Wir betrachten diese Geschichten heute als Kindermärchen und Sagen. Für viele Menschen im Mittelalter war das angsteinflößende Realität. Bis Humanismus und Aufklärung diese dunklen Wolken des Mittelalters im einfachen Volk vertreiben konnten, vergingen viele Jahrhunderte. Als der englische Schriftsteller William Golding 1954 seinen Roman Herr der Fliegen (Lord of the Flies) schrieb, nahm er indirekt auch auf Baal-Sebub Bezug. Die Geschichte handelt von angeborenem agressivem Verhalten des Menschen, dargestellt anhand einer Gruppe von sechs- bis zwölfjährigen Kindern, die auf einer eigentlich paradiesischen unbewohnten Insel stranden. Ob man diese angeborene Gewaltbereitschaft nun der Evolution mit Mutation und Selektion zuschreibt, oder dem Wirken dämonischer Wesen, bleibt jedem selbst überlasssen.

Hirtengott Pan


Vom Aussehen her kommt dem Teufel wahrscheinlich der griechische Hirtengott Pan am nähesten. Er wurde nämlich auch mit Ziegenbeinen und Hufen, oft sogar mit Hörnern dargestellt. Zwar war er der Gott der Natur, des Wassers und der Höhlen, der Musik und der Fruchtbarkeit, aber er verführte die Menschen auch zu Trinkgelagen oder gar Orgien. Er war oft lustig und umgab sich mit schönen Mädchen, dann aber auch plötzlich furchterregend und aufbrausend. Das Wort Panik kommt heute noch davon. Seine Verehrung reichte weit über Griechenland hinaus. Sogar in Nord-Israel, am Jordan-Quellfluss Banyas gibt es ein Pan-Heiligtum an einer Quelle. Insgesamt wurde er aber nicht als böse angesehen.

 Nord-Israel
 Griechenland
Der griechische Hirtengott Pan mit Daphnis
Abb.: Gemeinfrei

In der Unterwelt herrschte bei den alten Griechen jedoch ein anderer: Hades ist der Gott der Unterwelt, die ebenfalls Hades hieß. Er begehrte Kore, eine Tochter des Zeus zur Frau und entführte sie. Daraufhin wurde ihre Mutter, die Fruchtbarkeitsgöttin Demeter so traurig, dass sie nichts mehr wachsen ließ. Bevor alle Menschen verhungern würden, erzielten Zeus und Hades eine Übereinkunft, dass Kore nur einen Teil des Jahres als Persephone in der Unterwelt leben solle, den Rest als Kore bei ihrer Mutter Demeter. Daraus entstanden die Jahreszeiten. So lange sie bei Demeter weilt, ist Sommer.

Persephone entspricht der Proserpina in der römischen Mythologie und oft wurde sie auch mit der Isis der ägyptischen Mythologie gleichgesetzt.

Hades


Hades entführt Persephone
Abb.: Gemeinfrei

Baphomet


Auch die geheimnisvolle Figur Baphomet erinnert in mancher Hinsicht an den Teufel. In den Templerprozessen des 14. Jahrhunderts wird er vor allem in  Südfrankreich als "Götzenfigur der Tempelritter" bezeichnet. Eine Abbildung aus dieser Zeit ist nicht erhalten. Auch ist nicht auszuschließen, dass sich "Zeugen" unter der Folter irgendetwas ausdachten, um die Qualen zu beenden und das Ende zu beschleunigen. Dies würde die sehr unterschiedlichen Beschreibungen des Baphomet erklären.

Erst im 19. Jahrhundert wurde er als Dämon mit gehörntem Ziegenkopf, weiblichen Busen und einem  Pentagramm auf der Stirn von Schriftstellern des Okkultismus wiederentdeckt und bekanntgemacht. Eliphas Levi Zahed fertigte eine Phantasie-Zeichnung nach alten Berichten an, in die er die verschiedensten geheimnisvollen mystischen Symbole einfließen ließ. Nach ihm verbindet Baphomet Gut und Böse, Mensch und Dämon, Frau und Mann, Mensch und Tier. Das ganze gipfelte 1885 im sogenannten Taxil-Schwindel, in dem den Freimaurern vorgeworfen wurde, in geheimen satanischen Zeremonien und Riten Baphomet zu verehren. Ein Vorläufer heutiger Verschwörungstheorien.
Der Dämon Baphomet
Abb.: Gemeinfrei

Xenu


Die modernste Realisierung eines Teufels schuf wahrscheinlich der amerikanischen Schriftsteller Lafayette Ron Hubbard in der Mitte des 20. Jahrhunderts. In einem Science-Fiction-Roman beschreibt er Xenu als Herrscher einer galaktischen Konföderation vor 75 Millionen Jahren und baut ihn in der Folgezeit zusammen mit Vulkan zu einem Teufel aus, wie wir ihn uns heute durchaus vorstellen. Er hat damals "überschüssige und aufsässige Bevölkerung" zur Erde fliegen lassen, um sie dort zu vernichten. Vielleicht sind wir Nachkommen der wenigen Überlebenden und haben damals die Dinosaurier ausgerottet? Ob die zeitliche Übereinstimmung mit dem Aussterben der Dinos Zufall ist?

Wahrscheinlich wäre sein phantasievolles aber etwas wirres Werk längst wieder in Vergessenheit geraten, wäre nicht aus L. Ron Hubbards Werk Dianetics (Dianetik) von 1950 im Jahr 1953 die Scientology-Kirche (Scientology-Sekte) entstanden. In Dianetik beschreibt er Psychotechniken, die Scientology in abgewandelter und weiterentwickelter Form noch heute benutzt.

Xenu ist allerdings nicht der 'offizielle Teufel' der Scientologen!

Teufelssteine


Auch in meiner Heimatstadt Marktleuthen im Fichtelgebirge in Oberfranken gibt es ein Symbol des Teufels. Eine Felsformation in einem kleinen Park wird im Volksmund Teufelsstein genannt. Der Überlieferung nach handelt es sich um eine heidnische Kultstätte, weshalb die Kirche nahe des Felsens eine Kapelle errichten ließ, um den heidnischen Einfluss zu neutralisieren. Hier sollen einst auch Heiden getauft worden sein. Die Kapelle ist leider nicht erhalten, nur der Name des Ortsteils Kappel erinnert noch daran.

Weitere Bilder:
 www.fichtelgebirge-oberfranken.de...
Der Teufelsstein im Fichtelgebirge
Der  Arbeitskreis für Heimatforschung Marktleuthen begab sich vor kurzem in die Hölle unter dem Teufelsstein. Dort suchte man jedoch nicht Satan, sondern den sagenumwobenen Augenbrunnen, der bis ins 18. Jahrhundert hinein von weither angereiste Pilger von Augenkrankheiten befreit haben soll. Man fand jedoch nur Baumwurzeln, die vergeblich nach heilsamem Wasser suchten. Die Hölle unter dem Teufelsstein

Asmodäus (Asmodeus)


In der jüdischen Mythologie finden wir einen weiteren Dämon, der das Böse symbolisiert und als Teufel taugt: Asmodäus oder Asmodeus. Erwähnt wird er im apokryphen Bibel-Buch Tobit. Als böser Geist Aschmodai verhindert er dort die Heirat der Sarah. Sieben mal hat sie es versucht, aber alle Männer starben, "bevor sie zu ihr eingehen konnten".

Da er auch Schätze bewacht oder bei der Schatzsuche hilft und außerdem in der geheimnisvollen Kirche Ste-Marie-Madeleine in Rennes-le-Chateau als Teufel abgebildet ist, nahm man das als eines der Indizien, dass der Heilige Gral bei Rennes-le-Chateau in Südfrankreich versteckt oder zumindest vorübergehend dort gewesen sei. Nach einer Legende soll  Maria Magdalena nach Jesu Kreuzigung nach Südfrankreich geflohen sein. Dan Brown behauptet in seinem Buch Sakrileg sogar, sie hätte ein Kind von ihm gehabt. Historische Belege gibt es dafür nicht, aber mehrere Orte in Südfrankreich behaupten, sie hätte für den Rest ihres Lebens hier gelebt, z.B.  Saint-Maximin-la-Sainte-Baume, dort kann man sogar ihren Schädel betrachten.

Mir fällt dazu nur der Ausspruch eines ehemaligen Kölner Dompropstes ein: »Weltweit gibt es zwölf Schädel des Heiligen Johannes, aber nur zwei davon sind echt.« (!)
Asmodäus, Asmodeus oder Aschmodai in Rennes-le-Chateau - Dämon aus dem apokryphen Bibel-Buch Tobit

Asmodäus in Rennes-le-Chateau

Antichrist


Der Begriff Antichrist stammt aus der Bibel, und zwar aus dem neuen Testament. Er wird aber oft sehr weit gefasst und ganz allgemein für Gegner Gottes gebraucht. Im hebräischen Tanach steht er als Anti-Messias, Martin Luther nennt ihn in seiner Bibel-Übersetzung Widerchrist, jedoch wird dieser auch nur zweimal ausdrücklich erwähnt, nämlich in den  Briefen des Johannes (1. Johannes,2. und 4. Kapitel und im 2. Brief des Johannes). Im prophetischen Buch  Die Offenbarung des Johannes, das den Krieg zwischen guten und bösen Mächten und zwischen Licht und Finsternis am Ende der Zeiten, die Apokalypse, beschreibt, kommen jedoch viele Dämonen und andere finstere Wesen vor, die man oft mit dem Antichristen gleichsetzt. In Offenbarung, Kapitel 12, Vers 9, wird der droße Drache, die alte Schlange gestürzt, die da heißt Teufel und Satan... In Kapitel 20, Vers 2, wird er allerdings nur für die nächsten Tausend Jahre gefesselt. Die Zeit ist längst um! Hat er verschlafen?

Viele Menschen, vor allem grausame Herrscher, wurden oft im Nachhinein als Antichrist beschimpft. Auch Hitler musste dafür herhalten. Sicher gab es vorher massenhaft Menschen, die genauso grausam waren, sie hatten nur nicht die Möglichkeiten, so viele Menschen umzubringen wie Hitler. Besser waren sie deshalb auch nicht!

In neuerer Zeit befasste sich damit zum Beispiel Friedrich Nietzsche mit seiner Kirchenkritik Der Antichrist und im Jahr 2009 war es Lars von Trier, der mit seinem Film Antichrist für Aufsehen sorgte.
Der Film Antichrist von Lars von Trier

Belial oder Beliar


Beschäftigt sich man erst mal mit dem Thema, findet man immer weitere Figuren. Vor allem wird auch in der Bibel oft von "Teufeln" gesprochen, also gibt es offenbar in der Hölle mehrere! Ein solcher ist zum Beispiel Belial. Im lateinischen Bibeltext, der Vulgata, steht statt Beliar auch Diabolus, während die Septuaginta in altgriechischer Alltagssprache hier wieder Belial erwähnt, genau so wie die  Qumran Schriftrollen vom Toten Meer. Er gehört normalerweise zu den Dämonen, man kann ihn aber auch als Allegorie auf eine hochgradig negative Unheilsmacht und die Mächte der Finsternis verstehen.

Im Mittelalter kursierte die Legende, dass der Teufel Belial vor Gott trat und eine Gerichtsverhandlung verlangte, in der die Taten von Jesus Christus untersucht werden sollen. Dieser habe sich unrechtmäßig und anmaßend in die Angelegenheiten der Hölle eingemischt. Seine Klage wurde jedoch vom Richter Gott abgewiesen.

In dem Gedicht Das verlorene Paradies von John Milton (1667) tritt Belial als Freund von Satan auf, neben anderen zwielichtigen Gestalten wie Mammon und Beelzebub. Im Okkultismus und Satanismus unserer Zeit gilt Belial als einer der vier Erzdämonen.
Belial (Beliar) und die Dämonen von Therano Antonius Ruttel de Parmenchingen

Beelzebub


Heute ein sehr volkstümlicher Begriff, der teilweise sogar mit dem Knecht Ruprecht (Rupprecht), dem Gehilfen des heiligen Nikolaus, gleichgesetzt wird, ist der Beelzebub nach der Bibel,  Evangelium des Lukas, Kapitel 11, Vers 15, "der oberste der Teufel", woraus auch die Redensart entstand "Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben".

In unserer Mundart wurde der Begriff zum Ausschimpfen der Kinder benutzt: "Pelzbou!" oder "Pölatz!". Man spielte damit auf den Ungehorsam an, der auch Beelzebub zum Gefallenen Engel machte.

Im Zuge der Hexenverfolgung tritt manchmal ein Beelzebock auf, eine Anspielung auf die ziegenbockähnliche oder schafsbockähnliche Gestalt des Teufels.
Beelzebub als gefallener Engel von Gustave Dore

Die Hölle


Dass die Hölle unter der Erde liegt und dass es dort unerträglich heiß ist, diese Vorstellung hat ihren Ursprung sicher in Erfahrungen mit Vulkanen. Lava aus einem Höllenschlund ist selbst für uns, die wir die Zusammenhänge zumindest einigermaßen begreifen können, ein unheimlicher Anblick. Den Menschen früher blieb nur, darin ein Wirken höllischer, dämonischer und auf jeden Fall übernatürlicher Mächte zu sehen. Das Versprechen, beim entsprechendem Verhalten nicht vom Grab in die heißen Tiefen, sondern in den Himmel zu fahren, ist ein Erfolgsrezept der Kirchen. Rechts eine Vulkan-Hölle, erschaffen von Peter Jackson und eine Gasquelle im  Egertal, denn auch Erdbeben gehören zu den geheimnisvollen und unheimlichen Dingen, die den Menschen zu allen Zeiten (zu Recht) Angst machten. Bei uns im Egerland gibt es gottseidank nur sogenannte Schwarmbeben, durch die sich die Spannungen in der Erdkruste immer wieder ausgleichen können.

Aber warum hat ein liebender Gott eine Hölle und das Böse mit erschaffen? J. R. R. Tolkien lässt es in  Der Herr der Ringe den Zauberer Gandalf in den Minen von Moria so ausdrücken, dass auch das Böse seine Rolle zu spielen hat in der Welt. Und ohne den (manchmal bösen) Gollum hätte Frodo sein Ziel wahrscheinlich nicht erreicht. Mag man Menschen wie Adolf Hitler,  Rudolf Heß, Hermann Göring oder Joseph Goebbels als das personifizierte Böse oder gar den Teufel selbst ansehen, möglicherweise hatten sie aber auch ihre Rolle zu spielen: Ohne Hitler hätte der Zweite Weltkrieg vielleicht zehn oder zwanzig Jahre später stattgefunden und wäre ein Atomkrieg gewesen. Vielleicht gäbe es in diesem Fall die Menschheit heute nicht mehr. Das soll natürlich keine Entschuldigung oder Schönfärbung sein, näheres unter  Die Welt, die Menschen und Gott.
Die Hölle: Vulkane, Magma und Lava in Mordor?
Der Herr der Ringe:  Poster und Kunstdrucke, auch gerahmt


Gasquellen im Egertal in  Tschechien

Die Hölle auf Erden

Spricht man von der Hölle auf Erden, meint man das oft im übertragenen Sinn, wenn man Situationen beschreiben will, die kaum schlimmer und grausamer vorzustellen sind. In der realen Welt kommen dem feuerspeiende Vulkane als Ausgeburt der Hölle wohl am nächsten. Wer mag zum Beispiel den großen Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 nach Christus veranlasst haben, bei der Pompeji und andere Städte rund um den  Golf von Neapel von glühender Asche verschüttet wurden? Eine Strafe Gottes oder ein Werk des Teufels? Oder, atheistisch ausgedrückt, einfach die Naturgesetze und geologische Konstellationen? Das Unheil kam von unten, also ist es klar: Luzifer (Lucifer) war's, der Sohn der Aurora.
Der Ausbruch des Vesuvs im Jahr 1872
Der Ausbruch des Vesuvs im Jahr 1872
Foto: Giorgio Sommer (gemeinfrei)

Nicht ganz so spektakulär wie ein Vulkanausbruch, aber besonders geheimnisvoll für die Menschen in früheren Jahrhunderten sind aus dem Boden austretende Gase, Dämpfe oder heißes Wasser. Die oben gezeigten Gasquellen im Egertal sind kalt. In der südlichen Türkei gibt es Austritte von brennbaren Gasen, die sich entzünden und schon seit urdenklichen Zeiten brennen. Es handelt sich um die brennenden Steine von Chimaira (Chimaera) im südlichen Kleinasien. In der Antike sollen die heute relativ unscheinbaren Feuer wesentlich größer gebrannt haben, so dass sie Schiffe nachts zur Orientierung benutzen konnten. Beim brennbaren Anteil der Gase handelt es sich um Methan. Nicht ganz so heiß sind die ausströmenden Dämpfe der  Phlegräischen Felder. Sie haben ihren Ursprung in Magmakammern im Untergrund, die Verbindung zum nicht weit entfernten Vesuv haben. Die Alten Römer nutzten die heißen Dämpfe für ihre Thermen in  Baiae. Heiße Dämpfe der Phlegräischen Felder am Golf von Neapel


Die Teufelsbibel oder der Codex Gigas


Der Schriftsteller Richard Dübell machte mit seinen historischen Romanen
  • Die Teufelsbibel
  • Die Wächter der Teufelsbibel
  • Die Erbin der Teufelsbibel
ein Buch bekannt, das vermutlich im frühen 13. Jahrhundert in Böhmen angefertigt wurde: Den Codex Gigas. 92 mal 50 cm groß und 22 cm dick, also wirklich gigantisch, enthielt es 320 Pergamentblätter, von denen acht herausgerissen wurden. Nach einer Odyssee in verschiedenen Klöstern landete die Teufelsbibel Ende des 16. Jahrhunderts im Kuriositäten-Kabinett von Kaiser Rudolf II. in Prag. Im Dreißigjährigen Krieg wurde es von der schwedischen Armee konfisziert und liegt seitdem in der Königlichen Bibliothek in Stockholm. Was das Buch so geheimnisvoll macht, ist eine Abbildung des Teufels und die Tatsache, dass man nicht weiß, was auf den fehlenden Seiten stand und warum sie entfernt wurden. Viel Raum für Spekulationen auf große Geheimnisse.
Die Teufelsbibel, der Codex Gigas


Wo der Teufel wohnt

An einer Stelle in der Offenbarung des Johannes steht es: »Und dem Engel der Gemeinde zu Pergamon schreibe: Das sagt, der da hat das scharfe zweischneidige Schwert: Ich weiß, wo du wohnst: Da des Satans Thron ist, und hältst an meinem Namen und hast den Glauben an mich nicht verleugnet auch in den Tagen, in denen Antipas, mein treuer Zeuge, bei euch getötet wurde, wo der Satan wohnt.«  (Offenbarung Kapitel 2, Vers 12 und 13)

Als des Satans Thron wird oft der Pergamon-Altar betrachet, der heute im Pergamonmuseum auf der Museumsinsel in Berlin steht. Sieht man die beiden Seitenarme als Armstützen an, hat der Teufel tatsächlich gigantische Dimensionen. Der Römer Lucius Ampelius rechnete um das 2. Jahrhundert nach Christus den Altar zu den miracula mundi, den Weltwundern. Die Reliefs und Friese stellen den Kampf der griechischen Götter gegen die Giganten dar. Himmlisches gegen Irdisches. Das erinnert tatsächlich auch an die Apokalypse in der Offenbarung des Johannes.
Der Pergamonaltar im Pergamonmuseum in Berlin


Mephisto


Dieser Name für den Satan wurde durch Johann Wolfgang von Goethe weltberühmt. Worauf er sich bezieht, ist nicht sicher, aber man kann ihn auf das lateinische mephitis zurückführen, was die schädlichen Ausdünstungen der Erde bezeichnet. Außerdem hieß die römische Göttin der übelriechenden Ausdünstungen Mefitis, was den Mephisto (Mephistopheles) und Satan wieder in Verbindung mit unterirdischen vulkanischen Erscheinungen bringt.

In Goethes zweiteiliger Tragödie über Dr. Faust tritt Mephisto als Verführer auf, der Faust gegen Überlassung seiner Seele das junge und schöne Gretchen und eine Erlösung von seiner Ruhelosigkeit und Unzufriedenheit verspricht. Faust hat deswegen auch seine Schwierigkeiten bei der Gretchenfrage in Marthens Garten: »Nun sag, wie hast du's mit der Religion?« Sich selbst lässt Goethe Mephisto so beschreiben:

Ich bin der Geist der stets verneint.
Und das mit Recht, denn alles was entsteht,
ist wert, dass es zu Grunde geht.
Drum besser wär's, dass nichts entstünde.
So ist denn alles was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz 'das Böse' nennt,
mein eigentliches Element.


In dem Schauspiel lässt sich der Teufel Mephisto ganz leicht am Verlassen des Zimmers hindern: Durch ein  Pentagramm auf der Türschwelle.

Im Faust, der Tragödie zweiter Teil, treten Mephisto und Dr. Faust als Allegorien auf das Geld, den Geiz und die Habgier auf. Als Ur-Figur benutzte Goethe wahrscheinlich einen Wunderheiler, Alchemisten, Zauberer, Astrologen und Wahrsager vom Anfang des 16. Jahrhunderts, Johann Georg Faust.
Der Teufel Mephisto


In unserer Bibel, in der Offenbarung des Johannes, Kapitel 20, der Apokalypse, wird

der Drache, die alte Schlange, welche der Teufel und der Satan ist,

von einem Engel gefesselt in einen Abgrund geworfen und für tausend Jahre eingesperrt. Nach tausend Jahren passierte nichts. Nach 2000 wird wohl auch nichts passieren, obwohl schon um die Jahrtausendwende wieder viele den Weltuntergang prophezeihten.

Den Engel, der den Teufel bändigt, hat  Albrecht Dürer mit 26 Jahren in seinen Holzschnitten zur Apokalypse dargestellt. In der Abbildung mit der Bezeichnung Die Fesselung des Drachen und das Neue Jerusalem am Abgrund hält der Engel den Schlüssel in der Hand und die Hölle hat einen Deckel mit einem Schloss!
Albrecht Dürer: Das Neue Jerusalem und der Abgrund


Diese Bilder vom Teufel und der Hölle wirken wie Märchen, wie eine harmlose bunte Folklore, deren eigentliche Bedeutung weit in der Vergangenheit liegt und uns heute nichts mehr angeht. Wir sind ja über sowas erhaben, oder? Vergessen wir nicht: Die Teufel und seine Erscheinungsformen stehen für das Böse und das Destruktive in der Welt. Es gab ihn nicht nur bei den Nazis und im Klu-Klux-Klan, sondern ebenso über Jahrtausende in den Kirchen von der Inquisition über die Hexenverfolgungen bis zu den Konquistadores. Und man braucht nur einmal bewusst die Nachrichten zu hören, um sofort zu merken:

Der Teufel ist unter uns, jeden Tag! Lassen wir ihm keine Chance!

Vielleicht hat die Bibel recht und eines Tages wird das Gute und Friedfertige siegen. Heute müssen wir noch gegen Hass und Terror kämpfen, und wir sind noch weit von einem Sieg entfernt! Die Mittel sind umstritten: Gewalt mit Gegengewalt bekämpfen oder "Liebet eure Feinde"?


Teufelsaustreibung, Exorzismus

Was wir heute wahrscheinlich als Geisteskrankheit bezeichnen würden, interpretierte man nicht nur im Mittelalter, sondern über viele Jahrtausende und in vielen verschiedenen Kulturen als eine Besessenheit von Dämonen, bösen Geistern oder gar dem Teufel selbst. Zur Behandlung der "Patienten" gab es Teufelsaustreibungen, die Exorzismen. Im apokryphen Buch Tobit, Kapitel 6, Vers 8, gibt der Erzengel Raphael die Anleitung: »Wenn ein Mann oder eine Frau von einem Dämon oder einem bösen Geist gequält wird, soll man das Herz und die Leber eines Fisches in Gegenwart dieses Menschen verbrennen; dann wird er von der Plage befreit.« Auch wenn sich die Methoden inzwischen verfeinert haben, wäre ein Vergleich der Erfolgsraten mit heutigen Methoden sicher interessant. Als Schocktherapie hatte sicher auch ein Exorzismus unter Umständen heilende Wirkungen.

In der Bibel finden wir Teufelsaustreibungen nicht nur im Alten Testament. Nach dem Evangelium des Markus hat Jesus der Maria Magdalena sieben Teufel ausgetrieben. Nachdem bei Matthäus Jesus einem Stummen den Teufel ausgetrieben hatte, konnte dieser wieder reden. Die jüdischen Pharisäer warfen ihm daraufhin jedoch vor, »die bösen Geister durch ihren Obersten auszutreiben«. Wer will, findet immer ein Haar in der Suppe.
1973 war der Exorzismus in aller Munde, als der Spielfilm Der Exorzist in die Kinos kam. Teufelsaustreibung, Exorzismus in dem Spielfilm "Der Exorzist"
Die vierzehnjährige Linda Blair in dem Spielfilm Der Exorzist von 1973.
In den härtesten Szenen wurde sie gedoubelt von der 29jährigen Eileen Dietz.


»Weib, du hast den Teufel im Leib!«,

so werden Frauen beschimpft, die agressiv, chaotisch oder vielleicht auch nur frivol auftreten, im Sinne von Teufelsweib. In Roman Polanskis Spielfilm Rosemaries Baby von 1968 wird das im Gegensatz dazu für die eher zurückhaltende, liebevolle Rosemarie Woodhouse, gespielt von Mia Farrow, bittere Wahrheit. Glaubt sie am Anfang der Schwangerschaft noch, die satanistischen Nachbarn hätten es auf ihr (menschliches) ungeborenes Kind abgesehen, wird das Grauen geschickt nach und nach gesteigert. Sie bekommt Appetit auf rohe Hühnerleber und blutiges Fleisch, der Frauenarzt gibt ihr eine seltsame Kräutermixtur und selbst ihr eigener Mann scheint in die Verschwörung verwickelt zu sein! Erst zum gruseligen Showdown, als man ihr das Neugeborene vorenthalten will, erfährt der Zuschauer indirekt, dass es sich bei ihrem Sohn Adrian um den Sohn des Teufels selbst handelt. Rosemaries Entsetzen verwandelt sich innerhalb kurzer Zeit in Besorgnis, Unsicherheit und schließlich doch in Liebe zu dem Baby, von dem alle sagen, es hätte die Augen seines Vaters.
Mia Farrow in Rosemaries Baby
Mia Farrow in Rosemaries Baby


Schreckgestalten


Eine weitere teufelsähnliche Gestalt, die vor allem in Bayern und Österreich Kinder wie Erwachsene zum Gruseln bringt, ist der Krampus. Er ist eine Schreckgestalt, die vor allem in der Vorweihnachtszeit in traditionellen Krampusläufen angstverbreitend durch die Städte zieht. Die frühe Dunkelheit im Dezember machte es diesen mit Tierfellen verkleideten wilden Gesellen leicht, die Menschen zu erschrecken. Halloween im Juli wäre längst nicht so gruselig, einfach weil's zu hell ist. In unseren modernen Zeiten mit elektrischer Beleuchtung in fast jedem Winkel werden solche Aktionen immer beliebter. Die Sehnsucht nach Geheimnisvollem und Unbegreiflichem ruft wohl in unserer rationalen Welt die Renaissance dieser alten Bräuche hervor. Der Krampus taucht oft zusammen mit dem Nikolaus auf und diente wohl ursprünglich auch als Drohgestalt für die Kinder. Erziehungsmethoden mit Angst und Gewalt waren vor noch nicht allzulanger Zeit ganz normal. Dem gleichen Zweck diente wohl auch der bekanntere grobe und wilde Knecht Ruprecht, wo anders Pelznickel und bei uns in Oberfranken der Pelzmärtel. Vielleicht ist auch das neue Phänomen der Horrorclowns eine Art Fortsetzung der Grusel-Gestalten. Krampuslauf in Marktredwitz im Fichtelgebirge
Krampuslauf in Marktredwitz im Fichtelgebirge


Auch die Philosophen haben sich mit Satan befasst. Als Beispiel keine schwere Kost wie Kant oder Nietzsche, sondern etwas aus den unterhaltsamen, teilweise poetischen Schriften von Arthur Schopenhauer:
... daß diese Welt kein Werk eines allgütigen Wesens sein könnte, wohl aber das eines Teufels, der Geschöpfe ins Dasein gerufen, um am Anblick ihrer Qual sich zu weiden ...
Jeder möge für sich selbst entscheiden, welcher Philosophie er Glauben schenkt. Wichtig dabei ist, dass wir uns damit nicht selbst schaden und mit düsteren Gedanken in Depressionen verfallen. Dafür ist die Welt dann doch zu schön und zu interessant.
Arthur Schopenhauer
Arthur Schopenhauer,
Abb.: GNU-Lizenz


Wem es hilft, der kann natürlich einfach sagen:
»Ich glaube an Gott und die Erlösung. Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg?«
(Erster Brief des Paulus an die Korinther, Kapitel 15, Vers 55)
Wenn Glaube das Leben erleichtert oder verbessert, hat er auch einen Sinn!







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Hölle, Satan, Luzifer, Teufel
 Engel, Götterboten und Gott
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Fotos und Reiseberichte mit Bildern, Kuriositäten

Geheimnisvolles aus Geschichte und Gegenwart
Die Sonnenaktivität und ihr Einfluss auf unser Klima Schwarze Löcher am CERN in Genf? Historisches Uranbergwerk bei Weißenstadt im Fichtelgebirge
Klimawandel und Globale Erwärmung Nuklearer Abfall und Atomkraftwerke Alte Bergwerksstollen bei Fichtelberg im Fichtelgebirge
Der Mond in Astronomie und Astrologie Bevölkerungswachstum und Überbevölkerung Historisches Bergwerk in Schwarzenbach (Saale)
Wassermann-Zeitalter, New Age, Frühlingssternbilder Frühlingssternzeichen in Ägypten Die Kontinentale Tiefbohrung in der Oberpfalz
UFOs, Spinnerei oder Realität? Hexen Teufel Feng Shui, Lehre des gesunden Wohlbefindens Das Tunguska-Ereignis, eine Explosion 1908 in Sibirien
Maria Magdalena, die Frau von Jesus Christus? Die stigmatisierte Resl von Konnersreuth Die Erde "eiert" um die Sonne Kometen, Asteroiden
Der Neandertaler, unser Vorfahr? Leonardo da Vinci Pharao Tutanchamun, Leben und Grab Anti-Gravitation = Ausschaltung der Schwerkraft
Glaube, Religion und Gott (mein Weltbild) Legendenbildung Fantasy-Roman meiner Tochter Labyrinthe Energieerzeugung durch Perpetuum mobile