Tieropfer, Menschenopfer

Tieropfer im Früh-Mittelalter
Trotz der beginnenden Christianisierung wurden besonders im Frühmittelalter noch viele heidnische Rituale praktiziert. Dazu gehörten immer auch Tieropfer. Auch in der Bibel, besonders im Alten Testament, sind Tieropfer ja an der Tagesordnung. Widder und Kälber werden am laufenden Band rituell getötet und Stammvater Abraham hätte sogar seinen eigenen Sohn Isaak als Menschenopfer dargebracht, hätte Gott nicht im letzten Moment verzichtet und sich mit einem Tieropfer begnügt.

Im  Geschichtspark Bärnau in der Oberpfalz ist dies drastisch dargestellt. Ich nehme an, dass man nicht nur einfach ein Schaffell über einen Ast gehängt hat, sondern dass das Schaf tatsächlich hier getötet wurde. Den Tierfreunden sei versichert, dass dies durch den sehr gut geführten und organisierten Geschichtspark sicher entsprechend unserer heutigen Ethik auf eine dem Tierschutz entsprechende Art geschah.

Eine solche Ethik kannten die heidnischen Völker in früheren Jahrtausenden nicht, im Gegenteil: Je mehr das Opfer leiden musste, um so größer war die Wirkung. Das galt sicher auch für Menschenopfer! Welche Qualen man einem Menschen zufügen kann, zeigen die Bilder aus dieser  Folterkammer in Tschechien.

Das Blut des Opfertieres floss in einen darunterliegenden Tümpel, auch andere Abfälle der Schlachtung landeten dort, was zur Folge hatte, dass sich Tiere, die diese verwerten können, prächtig vermehrten. Dieses Wurm-Ballett wird von Schlammröhrenwürmern vollführt, offiziell heißen sie Gemeiner Schlammröhrenwurm, lateinisch Tubifex tubifex, oder Gemeiner Bachröhrenwurm:

Früher lag am  Fluss Eger in  Marktleuthen unser Schlachthaus. Blut, Darminhalt und andere Schlachtabfälle flossen in den Fluss. Mir wurde berichtet, dass es an dieser Stelle ebenfalls Massen dieser Röhrenwürmer gab. Die Fische im Fluss profitierten sicher von den eingebrachten Nährstoffen. Heute rätselt man über den Rückgang der Fischzahlen in den Flüssen trotz Kläranlagen und guter Wasserqualität. Der Grund liegt sicher auch daran, dass solche für Fische hochwertige Nährstoffe nicht mehr in die Flüsse gelangen, statt dessen ausgeschwemmte Düngemittel aus der Landwirtschaft, die eigentlich für Pflanzen bestimmt sind, nicht für Fische.
Slawische Gottheit Svantovit (Svantevit) Am nachgestellten Kultplatz des Slawen-Dorfes findet man auch eine hölzerne Stele, die den slawischen Gott Svantovit (Svantevit) darstellt. In der slawischen Mythologie war er der Kriegsgott und an der Ostsee und der Elbe wurde er sogar als die oberste Gottheit verehrt. Er hat vier Köpfe entsprechend den vier Seiten der Stele. Bei anderen slawischen Stämmen ist Perun die oberste Gottheit. Sehr wichtig war auch der Schöpfergott Svarog, der auch für das Licht zuständig war. Besonders im Gebirge wurden aus diesen Mythen oft Sagen wie die um den Riesen Rübezahl, einen der Elementargeister, die sich um die Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer zu kümmern hatten.

Die Opferung diente vor allem dazu, die Götter zu "besänftigen", weil sie vielleicht wegen irgendetwas erzürnt waren. Menschenopfer waren bei den Slawen nicht üblich. Man bürdete seine Bitten einem Tier auf und opferte dieses. Das Aufbürden von Schuld und Sünden stammt mehr aus dem jüdischen Glauben, wo der Sündenbock und das Opferlamm die Menschenopfer ersetzten. Dass man im Alten Testament vor allem Lämmer, Schafböcke oder vor Moses Kälber opferte, liegt an den  esoterischen oder astrologischen Zeitaltern. Sündenböcke und Opferlämmer entsprechen dem Sternzeichen Widder, das Kalb dem Sternzeichen Stier. Da die Zeitalter mit dem Frühlingssternbild alle ca. 2100 Jahre wechseln, führte Jesus die Fische ein, wodurch der Fisch das Symbol der frühen christlichen Kirchen wurde. Die Lehre von den Zeitaltern des Frühjahrssternzeichens hatte Jesus in  Ägypten gelernt, wo er wahrscheinlich zum großen Teil aufwuchs.  Symbole des Widders und des Stiers findet man dort auf Schritt und Tritt. In unseren Tagen wechselt das Zeitalter von den Fischen zum Wassermann. Wassermänner kann man schlecht opfern, es gibt so wenige!

Die Welt, die Menschen und Gott:  Mein Weltbild
Abraham bringt Isaak als Menschenopfer Eine drastische Darstellung eines Menschenopfers finden wir bei dem venezianischen Maler Tizian (Tiziano Vecellio, auch Titian): Stammvater Abraham bringt seinen Sohn auf Anweisung Gottes als Menschenopfer dar. In letzter Sekunde schreitet Gott ein und begnügt sich mit der Opferung eines Tieres, das zufällig in der Nähe steht. Schockierend? Da wir mit solchen Szenen aus dem Alten Testament der  Bibel von Kindheit an vertraut sind, fällt es uns gar nicht mehr auf, wie grausam auch die Wurzeln unseres christlichen Glaubens sind.


Abb:
Werbematerial von
allposters.de


Weitere
 Kunst-Reproduktionen von Tizian bei allposters.de





 Bildergalerie
 Tod und Tötung

Fotos und Reiseberichte mit Bildern, Kuriositäten

Geheimnisvolles aus Geschichte und Gegenwart
Die Sonnenaktivität und ihr Einfluss auf unser Klima Schwarze Löcher am CERN in Genf? Historisches Uranbergwerk bei Weißenstadt im Fichtelgebirge
Klimawandel und Globale Erwärmung Nuklearer Abfall und Atomkraftwerke Alte Bergwerksstollen bei Fichtelberg im Fichtelgebirge
Der Mond in Astronomie und Astrologie Bevölkerungswachstum und Überbevölkerung Historisches Bergwerk in Schwarzenbach (Saale)
Wassermann-Zeitalter, New Age, Frühlingssternbilder Frühlingssternzeichen in Ägypten Die Kontinentale Tiefbohrung in der Oberpfalz
UFOs, Spinnerei oder Realität? Hexen Teufel Feng Shui, Lehre des gesunden Wohlbefindens Das Tunguska-Ereignis, eine Explosion 1908 in Sibirien
Maria Magdalena, die Frau von Jesus Christus? Die stigmatisierte Resl von Konnersreuth Die Erde "eiert" um die Sonne Kometen, Asteroiden
Der Neandertaler, unser Vorfahr? Leonardo da Vinci Pharao Tutanchamun, Leben und Grab Anti-Gravitation = Ausschaltung der Schwerkraft
Glaube, Religion und Gott (mein Weltbild) Legendenbildung Fantasy-Roman meiner Tochter Labyrinthe Energieerzeugung durch Perpetuum mobile