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| Kultur, Bildung | Inhaltsangaben Kurzbeschreibungen Zusammenfassungen | |
Ästhetik des Erscheinens Martin Seel Taschenbuch, Mai 2008 Verkaufsrang: 113201 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Man kann zum Himmel blicken, um in Erfahrung zu bringen, ob es bald regnet, oder aber, um den Anblick einer besonders dramatischen Wolkenformation zu bewundern. Die Fähigkeit zum ästhetischen Empfinden begleitet den Menschen fast permanent und zeichnet ihn aus. Aber wie unterscheidet sich ästhetische von nichtästhetischer Wahrnehmung? Fragen wie diese rund um die Bedingungen und Formen ästhetischer Rezeption stehen im Zentrum von Martin Seels neuem Buch. Nach einem kurzen Überblick über die Geschichte der Ästhetik als philosophische Disziplin von Baumgarten bis Adorno versucht sich Seel auf mehr als 180 Seiten am ambitionierten Entwurf einer Theorie der Ästhetik, die den Begriff des Erscheinens in ihren Mittelpunkt stellt. Denn gemeinsam sei allen ästhetischen Objekten, dass sich ihr "Erscheinen von ihrem begrifflich fixierbaren Aussehen, Sichanhören oder Sichanfühlen mehr oder weniger radikal abhebt". Neben der urphilosophischen Aufgabe der Begriffsklärung und -definition beschäftigt sich Martin Seel aber auch mit ganz konkreten und aktuellen Beispielen moderner und postmoderner Kunst: mit der Objektkunst eines Duchamp, der Sprache einer Jelinek, Regisseuren wie Marthaler oder John Woo oder der immer wieder diskutierten Frage nach dem Verhältnis von Kunst und Gewalt. "In der Wahrnehmung der unfaßlichen Besonderheit eines sinnlich Gegebenen gewinnen wir eine Anschauung der unverfügbaren Gegenwart unseres Lebens." -- Die Sprache von Seels Werk ist leider durchweg zu komplex und schwerfällig, als dass sie dem Leser auch ästhetisches Vergnügen bereiten könnte. Das ist schade, weil dieses an sich spannende Thema dadurch wohl einem Fachpublikum vorbehalten bleiben wird. Und doch gilt für die Ästhetik des Erscheinens das gleiche wie für frühere Bücher des Gießener Philosophen (wie beispielsweise Versuch über die Form des Glücks: Wer sich mit diesem Bereich der Philosophie befassen möchte, wird an der ebenso grundlegenden wie gründlichen Auseinandersetzung Seels kaum vorbeikommen. --Christian Stahl
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Patente der Pharaonen: Neueste Entdeckungen zur Hochtechnologie der alten Ägypter Erdogan Ercivan Gebundene Ausgabe, März 2006 Verkaufsrang: 64547 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Natürlich sind wir heute die Besten und Klügsten, sind Vorreiter in Sachen moderner Technik, glänzen mit Erfindungen, Innovationen. Ist das wirklich so, oder mögen wir nur nicht so recht glauben, dass es Vieles an heutigen Errungenschaften bereits im alten Ägypten gab? Dieses Buch hebt spannend und enthüllend die Grenze von Epoche und Zeit auf. Wer hätte gedacht, dass der Traum vom Fliegen schon wenige Jahrhunderte nach Christi Geburt geträumt wurde. Der erste Kaiser Kao Yang experimentierte mit zum Tode verurteilten Gefangenen, denen er an Rücken und Arme Bambusmatten als Flügel anknüpfen ließ... Der Stoß vom 30 Meter hohen Turm wurde zynischerweise auch noch als Freilassung der Gefangenen bezeichnet. Und vor 2000 Jahren kannten die Chinesen bereits Miniatur-Heißluftballons und Flugdrachen, die auch für militärische Zwecke verwendet wurden. Ein drittes Beispiel mögen Aufzeichnungen von Pharaonen sein, die bei Darstellungen des menschlichen Körpers von 46 Gefäßen sprechen. Die 46 Chromosomen liegen nahe, bewahren sie doch die Erbinformationen des Menschen auf. Und es gibt weitere verblüffende Beispiele! Da scheint es noch einen großen Forschungsbedarf zu geben: auf den fehlenden interdisziplinären Informationsaustausch im 19. Jahrhundert führt der engagierte Autor zurück, dass merkwürdige Kunstgegenstände und Abschriften von alten Dokumenten, die Archäologen fanden, nicht entsprechend bewertet werden konnten. Da gab es Objekte, die sich einfach nicht zuordnen ließen. Eines der wissenschaftlichen Tabuthemen bleibe die Entdeckung von ,Out of Place Artefacts'...künstlich hergestellte Gegenstände an seltsamen Orten. Den Spuren dieser Relikte zu folgen gleicht einem Kriminalroman und Erdogan Ercivan ist ein brillanter und neugieriger Autor. Egal, ob Lampen aus Speckstein, Licht, Blutgruppen, Dampfmaschinen oder gar Sexspielzeug, das gab es alles schon mal im alten Ägypten oder vergleichbaren Kulturen und auch Uransalze wurden von den Pharaonen vermutlich als tödlicher Gräberschutz verwendet. Tief in die Recherche-Kiste wurde da gegriffen. Fundierte Zusammenhänge entstehen und auch als Laie begreift man schnell: das ist ein Wissenschafts-Thriller, da mag Vieles unglaubwürdig und fantastisch klingen, aber die Spurensuche überzeugt. Es könnte ...sein, dass die unsere Gesellschaftsform bestimmenden modernen Kenntnisse in Wissenschaft und Forschung nur die Wiederholung eines verlorenen Wissens einer untergegangenen Hochzivilisation sind. Wenn dem wirklich so ist, muss ein großes Stück Wissenschaftsgeschichte neu geschrieben werden. --Barbara Wegmann
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 21 Bewertungen)
Was will man denn noch? 5 von 5 Punkten Es ist schwierig gegen die etablierte Wissenschaft zu bestehen, selbst dann, wenn man wie Ercivan eine Unzahl von Funden präsentiert, die es eigentlich nicht geben dürfte, und dennoch nicht viel passiert.
Da gab es im alten Ägypten geniale Geister die schon vor Jahrtausenden Gegenstände besaßen, die wir eigentlich erst im 20. Jahrhundert entdeckt haben.
- Fahrzeuge, die wie aus Geisterhand um die halbe Welt fuhren
- Flugapparate die schwerer als Luft waren, und Menschen transportieren konnten
- Künstliches Licht, das aus unbekannten Energiequellen versorgt wurde
- Magnete im Gestein und Metallen, womit die vier Himmelsrichtungen anvisiert wurden
- Medizinische Kenntnisse die es gar nicht geben dürfte
- Künstlich hergestellte Gegenstände in Millionen Jahre alten Gesteinsschichten
- Riesen und andere Geschlechter, die wieder ausgestorben sind
Was will man denn noch entdecken, um eine alternive Sichtweise zur herkömmlichen Schulweisheit zu entdecken?
Ein phänomenales Buch das jeden Cent wert ist.
Bravo Herr Ercivan!
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Warum Denken traurig macht: Zehn (mögliche) Gründe George Steiner Gebundene Ausgabe, 13. September 2007 Verkaufsrang: 29040 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Anwesend waren Traurigkeit, tristitia oder tristesse in George Steiners Prosa seit jeher: als Gedanke, Thema und Gestimmtheit. Nun aber stellt er sie, von Schelling ausgehend, in den Mittelpunkt einer Meditation über Glanz und Elend der Reflexion. Grundiert ist alles Denken durch Schwermut, die in jedem Gedanken vernehmbar bleibt und sich fortpflanzt so die von Steiner gewählte kosmische Analogie wie das Hintergrundrauschen als Echo des »Urknalls «. Zweiflerisch ist dieses Denken und durchdrungen vom Gefühl seiner Vergeblichkeit. Es ist unberechenbar und heillos individuell, verschwenderisch und kreisschlüssig, eingeschränkt in den Grenzen der Sprache, axiomatisch, neurophysiologisch determiniert. Es ist, als »Großes Denken«, weit entfernt von Mehrheitsentscheidungen und allgemeiner Anerkennung. Es ist aussichtslos, führt schließlich auf nichts. Und doch ist es die einzig menschenwürdige Anstrengung. George Steiners Schrift ist eine Variation in zehn Sätzen auf ein Thema von Schelling, das Produkt einer persönlichen Ästhetik, ein Stück Gedankenmusik, ein logisches Gedicht.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Aller tiefgründigen Dinge sind Zehn! 5 von 5 Punkten Dieses Buch ist tiefgründig und regt zum Nachdenken an!
Und beim zweiten Mal lesen versteht man Dinge, die beim ersten Lesegenuß noch gar nicht auffielen!
Sehr empfehlenswert!
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Jakobsweg: Geschichte und Kultur einer Pilgerfahrt Klaus Herbers Broschiert, Februar 2006 Verkaufsrang: 131678 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der Pilgerweg nach Santiago de Compostela erfreut sich weit über den Kreis frommer Pilger hinaus zunehmender Beliebtheit. Klaus Herbers beschreibt anschaulich, wie der Jakobuskult seit dem 8. Jahr-hundert im Westen Spaniens entstand und zum Bollwerk gegen das muslimische Spanien wurde. Er erläutert die historische Funktion der Jakobswege als Kulturstraßen Europas und stellt ihre wichtigsten Stationen vor.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Geschichte des Jakobswegs vom 9. Jh. bis heute 5 von 5 Punkten In der Beck'schen Reihe "Wissen" ist 2006 der Band 2094 "Jakobsweg" von Klaus Herbers, einem Professor für mittelalterliche Geschichte an der Universität Erlangen-Nürnberg, erschienen. Wie alle Bände dieser exquisiten Reihe behandelt er ein Thema - auch wenn es etwas komplexer ist - kurz und bündig auf knapp über 100 Taschenbuchseiten. In 8 Kapiteln geht er der Geschichte und Kultur dieses Pilgerwegs nach. Das 1. Kapitel behandelt, wie der Apostel Jakob, Sant'Iago, der Legende nach nach Santiago de Campostela kam. Der Karriere einer Stadt "am Ende der Welt" und dem Bollwerk gegen den Maurenstaat auf der iberischen Halbinsel ist das 2. Kapitel gewidmet. Kapitel 3 befaßt sich mit den Gründen für eine Pilgerfahrt nach Santiago de Campostela und den vier Wegen durch Frankreich nach Spanien. Durch diese Pilgerfahrten wurde der Jakobsweg zu einer "Kulturstraße Europas" (Kapitel 4). Den Gefahren und Riten unterwegs widmet sich Kapitel 5 "Unterwegs nach Santiago de Campostela". Die Kapitel 6 bis 9 behandeln den Niedergang zu Beginn der Neuzeit (aufgrund des Abschlusses der Reconquista und des Aufkommens des Humanismus) und den Neuanfang im 20. Jahrhundert. Insgesamt zeigt das mittlerweile in 7. Auflage vorliegende, interessant geschriebene Buch prägnant die historische Bedeutung des Jakobswegs dar.
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Ästhetik des Performativen Erika Fischer-Lichte Taschenbuch, Juni 2008 Verkaufsrang: 106068 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Spätestens seit den 60er Jahren lassen sich zeitgenössische Kunstwerke nicht mehr in den Begriffen herkömmlicher Ästhetiken erfassen. Anstatt Werke zu schaffen, bringen die Künstler zunehmend Ereignisse hervor, die in ihrem Vollzug die alten ästhetischen Relationen von Subjekt und Objekt, von Material und Zeichenstatus außer Kraft setzen. Um diese Entwicklung verstehen zu können, entwickelt Erika Fischer-Lichte in ihrer grundlegenden Studie eine Ästhetik des Performativen, die den Begriff der Aufführung in den Mittelpunkt stellt. Dieser umfaßt die Eigenschaften der leiblichen Kopräsenz von Akteuren und Zuschauern, der performativen Hervorbringung von Materialität sowie der Emergenz von Bedeutung und mündet in eine Bestimmung der Aufführung als Ereignis. Die Aufhebung der Trennung von Kunst und Leben, welche die neueren Ausdrucksformen anstreben, wird hier ästhetisch auf den Begriff gebracht.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Nicht nur für TheWis 5 von 5 Punkten Kunstwerke sind keine Werke im alten Sinn mehr. Seit den späten 60ern sind Performances, politische Manifeste oder auch (traditionelle) Theateraufführungen nicht länger nur als "Text" lesbar, in dem diese oder jene Bedeutung zu stecken hat. Vielmehr sind sie darauf angelegt, als performative Vorgänge die Wahrnehmung des Rezipienten vom "Werk" fort und auf sich selbst zu lenken, auf ihre Materialität, ihre Entstehungsbedingungen etc.
Der alte Satz "Was will uns der Regisseur sagen" ist somit quasi ungültig geworden. Erika Fischer-Lichte stellt die Aufführung an sich ins Zentrum performativer Ãsthetik und meint damit den tatsächlichen Moment, in dem wir alle in einem Raum sitzen und somit erst "Bedeutung" entsteht.
Dieses Buch hilft jedem Theaterwissenschaftler, Aufführung als Entstehungsmoment durch leibliches Aufeinander-Reagieren zu verstehen. Aufführungsanalysen können unter performativen Folien mehr "entdecken", als das eingliedrige semiotische Analysemuster. Wobei das Performative das Semiotische nicht destruiert, im Gegenteil: wenn eine Geste nur bedeutet, was sie eben bedeutet - anstatt als Zeichen auf etwas anderes zu verweisen -, dann kann sie letzlich vielmehr, eigentlich alles mögliche bedeuten, was der Zuschauer in diesem ästhetischen Freiraum zu assoziieren vermag.
Performativität kann helfen, die Bedingungen von Sinnstiftung und Wahrnehmungskonditionen besser kennen zu lernen. Und es hilft dabei, sich selbst als aktives Element zu begreifen und die Sinne für die nÃchste (Massen-)Veranstaltung wie Theater, Rockkonzert, Fussballspiel o.ä. entsprechend zu schärfen. |
Cucina e cultura: Kulturgeschichte der italienischen Küche Peter Peter Gebundene Ausgabe, Oktober 2006 Verkaufsrang: 6952 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden In diesem farbigen Portrait einer Jahrtausende alten vitalen Kochkunst wird von antiken Symposien und päpstlichen Renaissance-Gelagen erzählt, von berühmten Kochbüchern und einfachen Fischgerichten, vom Siegeszug der Nudeln und von den Wurzeln der Cucina Povera, der gesunden Landküche mit ihrer legendären Mittelmeerdiät. Denn gerade die regionale Vielfalt von den Alpen bis zur Stiefelspitze erweist sich als unerschöpflicher Fundus für kulinarische Kreativität. Die italienische Küche ist heute so lebendig und erfolgreich, weil sie sich immer wieder an ihrem reichen kulinarischen Erbe inspirieren kann. Über 2500 Jahre, bevor Pizza und Pasta global wurden, praktizierten süditalienische Griechen die erste Hochküche Europas. Der internationale Delikatessenhandel des Römischen Reiches ermöglichte erlesene und kreative Rezept-Fusionen. Die sizilianischen Araber machten Zucker und Orangen, Reis und Nudeln, Artischocken und Auberginen im mittelalterlichen Italien heimisch. Der Risotto der Dogen Venedigs Risi e Bisi oder das Pfefferfleisch des Renaissance-Architekten Brunelleschi werden heute wieder in venezianischen oder toskanischen Osterien nachgekocht, während die jungen Starköche des Südens wie selbstverständlich an eine spanisch eingefärbte Cucina Barocca anknüpfen und Fische mit Zwiebelmarmelade und kandierten Tomaten würzen. Diese Geschichte der italienischen Küche spannt einen weiten Bogen von der Zeit der Römer bis zur heutigen italienischen Globalküche. Zwar ist dieses Buch kein Kochbuch, sondern eine Kulturgeschichte, doch werden natürlich auch zahlreiche Rezepte vorgestellt - von den Schlemmereien der alten Römer über die Küche des Adels und der Päpste bis zum weltweiten Siegeszug der italienischen Küche in den letzten Jahrzehnten.
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Der rote Elvis. Dean Reed oder Das kuriose Leben eines US-Rockstars in der DDR Stefan Ernsting Gebundene Ausgabe, Oktober 2004 Verkaufsrang: 72649 Das kuriose Leben eines US-Rockstars in der DDR. Für die Amerikaner war Reed ein Deserteur, für die DDR-Bürger wurde er zum Urbild des "American way of life". Das Leben Dean Reeds war reich an Widersprüchen und Rätseln, die Grenzen zwischen Pop und Propaganda verliefen fließend. Nachdem er Anfang der siebziger Jahre seinen Wohnsitz in die DDR verlegte, avancierte der "singende Cowboy" aus Colorado zum Vorbild für die Freie Deutsche Jugend, mit deren Chef Egon Krenzer befreundet war. Er wurde zum Prototyp einer staatlichen Popkultur, die jungen Menschen im ehemaligen Ostblock einen Hauch von Glamour und weiter Welt vermitteln sollte. 1986 ertrank Dean Reed auf mysteriöse Weise. Die genauen Umstände seines Todes wurden von Erich Honecker persönlich vertuscht. Aber in der DDR kursierten schon bald Verschwörungstheorien aller Art. Stefan Ernsting erzählt eine Geschichte, die zwischen amerikanischen Pop-Mythen, Propaganda und politischer Intrige oszilliert und einen Blick in die mitunter recht bizarre Pop-Kultur der DDR ermöglicht. Das Buch wird ergänzt durch zahlreiche Fotos, eine ausführliche Diskographie und eine Filmographie.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Der singende Cowboy 5 von 5 Punkten Deutschland am Anfang eines neuen Jahrtausends. Ossishows vermitteln einen sentimentalen Blick auf die Zeit als es noch ein zweites Deutschland gab. Auf Berliner Flohmärkten sammelt sich das sozialistische Strandgut. Zwischen alten Amiga-Platten finden sich auch Alben des amerikanischen Countrysängers Dean Reed, dem unbekanntesten Superstar aller Zeiten, der im kalten Krieg zum sowjetischen Propagandamaskottchen avancierte und 1986 im Zeuthener See bei Berlin ums Leben kam. Lange Zeit hatte man den Mann aus Colorado vergessen, aber seit Tom Hanks einen Spielfilm über den berühmtesten Amerikaner, der östlich der Mauer daheim war, angekündigt hat, ist seine Geschichte in aller Munde. Dean Reed spielte in 18 Filmen mit, produzierte 13 LPs und gab Konzerte in 32 Ländern. Er protestierte international gegen Atomkraft, Militär Juntas oder den Krieg in Vietnam und gab Konzerte in Ländern wie dem Irak, Libanon, Nicaragua, Kuba oder Bangladesch. Dean Reed lebte in Chile, Mexiko, Argentinien, Spanien und Italien und hatte Kontakte zu hochrangigen Oppositionellen in verschiedenen Ländern, KGB-Agenten und Politikern wie Salvador Allende, Daniel Ortega oder Yassir Arafat. Obwohl er von den westlichen Medien ignoriert wurde, soll ihn ein Drittel der Menschheit dereinst für den größten Popstar der Welt gehalten haben. 1972 ließ sich Dean Reed in der DDR nieder, wo er mit offenen Armen empfangen wurde. Dank seiner Staatsbürgerschaft genoß er die volle Reisefreiheit, pries aber in Interviews die Vorzüge der Mauer. Der Stasi galt er als zuverlässiger Informant und den obersten Strategen des Warschauer Paktes als Geschenk des Himmels. Der gutaussehende Sonnyboy ehelichte seine Showbiz-Kollegin Renate Blume und das Paar verlieh dem DDR-Alltag einen Hauch von Glamour. Er gab bei "Ein Kessel Buntes" den Einheizer und drehte eine Reihe von Filmen für die Defa. Bei keinen anderen Weltstar verliefen die Grenzen zwischen Pop und Propaganda so fließend. Dean Reed ließ sich als Cowboy feiern, der für das Gute in den Kampf ritt, aber stets brav zurück in den Osten kehrte. Sein Erfolg in den Siebzigern und sein späteres Scheitern an den eigenen Ansprüchen steht stellvertretend für das Scheitern der DDR-Kulturpropaganda und einer staatlichen Popkultur, die jungen Menschen hinter dem eisernen Vorhang einen Hauch von weiter Welt vermitteln sollte. Der seltsame Tod von Dean Reed markierte den Anfang vom Ende einer Kulturpolitik, die nur von Placebo-Künstlern getragen wurde. Sein Selbstmord wurde von Erich Honecker persönlich als Unfall vertuscht um die eine Legende zu erhalten, die bis in die Gegenwart fortwirkt. Der Mythos Dean Reed suggerierte aber, daß sein Tod kein Zufall gewesen sein konnte. Widersprüchliche Aussagen und Verschwörungstheorien ließen zusätzlich den Verdacht aufkommen, daß der Mann aus Colorado nicht einfach nur ein naiver Schlagersänger zwischen den Fronten des kalten Krieges gewesen war. "Der Rote Elvis" entwickelt sich von der pophistorischen Recherche zur Spionagegeschichte und geht den zahlreichen Gerüchten nach, die sich um Dean Reed ranken. In Interviewausschnitten kommen Verwandte, Freunde, Kollegen, Fans und ehemalige Mitarbeiter hochrangiger Abteilungen der letzten DDR-Regierung zu Wort um ein realistisches Bild von Dean Reed zu zeichnen und seinen Erfolg zu erklären. Das Buch wird ergänzt durch Filmographie, Discographie und Liste aller bekannten TV-Auftritte."Ein gutes, ein kluges Buch." (ARD) "Ein Buch, das mit einigen Ostlegenden und ideologischen Mythen aufräumt" (ZDF) "Stefan Ernstings Buch über Dean Reed zeigt Widersprüche auf und idealisiert nichts. Distanz ist seine Stärke." (Intro) "Der Autor fördert bisher wenig bekannte Fakten zu Tage und widerlegt weit verbreitete Legenden, was der Faszination Dean Reeds jedoch keinen Abbruch tut. (Chemnitzer Zeitung) "Mit dieser Biographie stellt Stefan Ernsting sein Gespür für ungewöhnliche Themen unter beweis." (Weser Kurier) "Der Tod Dean Reeds wirkte wie der Vorbote eines anderen Untergangs. Der Untergang eines Systems, der drei Jahre später folgen sollte." (arte) "He was popular because he was playing Elvis and Beatles songs when no-one else was playing that stuff in the East', says Stefan Ernsting, who has written a biography of Reed." (BBC) "Ernsting ist ein schmaler Mann mit kurzen Haaren. Er trägt Jeans, Sportschuhe und ein rotes T-Shirt." (Berliner Zeitung)
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Troia und Homer: Der Weg zur Lösung eines alten Rätsels Joachim Latacz Gebundene Ausgabe, April 2005 Verkaufsrang: 95972 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Troia und Homer, die beiden Namen stehen für eines der großen Rätsel der Weltgeschichte: Gab es den Troianischen Krieg, wie Homer ihn in der "Ilias" erzählt? Gab es überhaupt einen Ort namens Troja? Und wo liegt er? Der Homer-Spezialist und Troja-Kenner Joachim Latacz führt uns ein in die Detektivarbeit der Altertumsforscher und präsentiert ebenso überzeugend wie spannend die Beweise und Indizien der modernen Forscher, die es nunmehr als sicher erscheinen lassen, daß Homers Troia historisch ist. Ein großes Lesevergnügen!
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)
Geschichtswissenschaft auf den Punkt gebracht 5 von 5 Punkten Es geht um das Problem, ob Homers Troja-Epos eine historische Basis hat. Anstatt schwadronierend von unbewiesener Behauptung zu unbewiesener Spekulation zu springen, wie es in manchen Veröffentlichungen Usus ist, schildert der Verfasser Schrittchen für Schrittchen den Weg zur geschlossenen historisch-archäologischen Beweiskette. Das tut er so mitreissend und plastisch wie es sonst nur bei den angelsächsischen Historikern zu erleben ist. Archäologie, Linguistik, Versanalyse und Wirtschaftsgeschichte bauen die Brücken über die eine lückenlose Beweiskette entsteht. Das zu verfolgen macht Spaß und lässt das Herz des historisch interessierten Lesers richtig hochschlagen.
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Geheimes Wissen David Hockney Broschiert, September 2006 Verkaufsrang: 145812 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Ein Wunder, was für ein Realismus, welche Ähnlichkeit", so staunten die Zeitgenossen Raffaels über das Porträt von Papst Leo X. im Jahre 1516. Nicht nur das Gesicht des Papstes, auch sein Gewand und die Details sind außerordentlich realistisch und plastisch dargestellt. Wie war Raffael diese selten zuvor erreichte Ähnlichkeit gelungen? Hatte er sich ausschließlich auf sein Können und Augenmaß verlassen? Oder hatte er vielleicht Hilfsmittel dafür verwendet? Diese Fragen ließen den bekannten Pop-Art Künstler David Hockney nicht mehr los. Zwei Jahre lang untersuchte er zahlreiche Gemälde verschiedener Maler zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert. Immer mehr gelangte er dabei zu der Gewißheit, dass Maler wie Leonardo da Vinci, Dürer oder Caravaggio Spiegel und Linsen für ihre künstlerische Tätigkeit verwendet hatten. Geheimes Wissen schildert, wie Hockney zu seinen spannenden Entdeckungen kam. Über hundert Werke aus unterschiedlichen Epochen stellt er hier einander gegenüber und zeigt Entwicklungen und Veränderungen in der Malweise von Gesichtern, Gewändern oder perspektivischen Räumen auf. Anhand der Beispiele erklärt er, warum er glaubt, dass zahlreiche dieser alten Gemälde keine Freihandskizzen als Grundlagen haben, sondern abgepauste Projektionen, die mit Hilfe von alten optischen Geräten wie der Camera lucida oder einfachen Spiegel-Linsen entstanden. Neben Hockneys ausführlichen Bildanalysen enthält der Band Textdokumente zur Funktionsweise optischer Projektionsinstrumente, sowie den Briefwechsel, den Hockney im Laufe dieser zwei Jahre mit verschiedenen Fachleuten und Experten geführt hat. Alle besprochenen Werke sind farbig in hervorragender Qualität abgebildet, häufig mit mehreren Detailansichten. Ein Buch, das zum genauen Hinsehen verführt. Die Bilder der alten Meister werden zu geheimnisvollen Dokumenten ihrer Entstehungsgeschichte. Allerdings sollte man dabei nicht vergessen, dass eine Projektion allein noch kein Gemälde macht. --Britta Müller
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Spannende Wiederentdeckung alter Techniken 5 von 5 Punkten Dieses Buch ist nicht nur schön gemacht, sondern liest sich auch noch spannend wie ein Krimi. Ich war richtig begeistert und habe von Seite zu Seite mehr gestaunt.Der Künstler David Hockney entdeckt die optischen Hilfsmittel der alten Meister wieder, belegt dies anhand typischer Beispiele quer durch die abendländische Kunstgeschichte und erprobt die Techniken auch fürs eigene Werk. Das Buch lebt von der Gegenüberstellung verschiedener Kunstwerke, die die von Hockney gemachten Entdeckungen eindrucksvoll belegen. Der erste Teil, ein Bildteil, der die These vorstellt, ist von ausgezeichneter Wiedergabequalität. Ich finde ihn glaubwürdig, und er zeugt auch von großem künstlerischem Einfühlungsvermögen und Respekt vor den Werken. Der zweite Teil, die Wiedergabe des Briefwechsels von Hockney, in der er seine Gedanken entwickelt und mit Wissenschaftlern und Kunsthistorikern darüber korrespondiert, ist genauso aufregend. Man sieht wie in der "Werkstatt" die Idee zunächst entsteht und dann entwickelt und ausgearbeitet wird. Sogar ein philosophischer Ausblick in die Zukunft der darstellenden Kunst wird am Ende gewagt. Die genaue Wiederentdeckung der optischen Hilfsmittel alter Meister konnte in dieser Form nur von einem Praktiker gemacht werden, der sich mit der Problematik der Portraitmalerei persönlich auseinandergesetzt hat. Hockney betont, daß durch das Aufdecken der Techniken das Werk der alten Meister keineswegs geschmälert wird, sondern lediglich legitime Hilfsmittel und Handwerkszeug offengelegt werden. Das Wissen darum erweitert aber die Sichtweise auf die Machart der Werke und bereichert so den Leser dieses Buches ganz gewaltig. Da hat ein Künstler, ein Praktiker eben, im Revier der Kunstgeschichte gewildert und eine schöne Erkenntnis zutage gefördert. Eine überaus originelle, geradezu frappierende Erkenntnis, die auch für Laien anschaulich dargelegt wird. Sie ist dem berühmten Ei des Kolumbus so ähnlich, daß leider einige gelehrte Kunsthistoriker ähnlich empfindlich darauf reagieren. Dem unvoreingenommenen Leser wird dadurch klar, daß es sich hier um ein Querdenkerbuch handelt. Ein Buch, ideal für alle diejenigen, die gerne und viel ins Kunstmuseum gehen; denn es verändert den Blick auf die Werke der Renaissance bis zur Jahrhundertwende und erweitert den Gesichtskreis. Es macht Lust auf ein neues Wiedersehen mit altbekannten Kunstwerken.
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Laokoon: Oder: Über die Grenzen der Malerei und Poesie. Mit beiläufigen Erläuterungen verschiedener Punkte der alten Kunstgeschichte Gotthold Ephraim Lessing Sondereinband, 1986 Verkaufsrang: 160762 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Laokoon oder Allein mit Lessing 3 von 5 Punkten Lessings "Laokoon" gehört zu den wichtigsten Beiträgen des 18. Jahrhunderts zur Auseinandersetzung über das Verhältnis zwischen Malerei und Poesie. Eine fehlende Systematik ist dem Entstehungshintergund des Werkes geschuldet. Zweimaliges Lesen ist daher Pflicht, um alle wichtigen Positionen Lessings zu erfassen.Die Reclamausgabe weist jedoch einen Makel auf, welche das Buch für viele Schüler oder Studenten nutzlos macht. Die Ursache dafür ist, dass die vielen oft halbseitigen lateinischen und griechischen Zitate unübersetzt bleiben. Somit werden latein- und griechischunkundige Leser allein gelassen und können der Argumentation Lessings an diesen Stellen nur schwer folgen. Wer jedoch über sehr gute lateinische und griechische Sprachkenntnisse verfügt, wird ein Problem weniger haben.
Laokoon oder Allein mit Lessing 3 von 5 Punkten Lessings "Laokoon" gehört zu den wichtigsten Beiträgen des 18. Jahrhunderts zur Auseinandersetzung über das Verhältnis zwischen Malerei und Poesie. Eine fehlende Systematik ist dem Entstehungshintergund des Werkes geschuldet. Zweimaliges Lesen ist daher Pflicht, um alle wichtigen Positionen Lessings zu erfassen. Die Reclamausgabe weist jedoch einen Makel auf, welche das Buch für viele Schüler oder Studenten nutzlos macht. Die Ursache dafür ist, dass die vielen oft halbseitigen lateinischen und griechischen Zitate unübersetzt bleiben. Somit werden latein- und griechischunkundige Leser allein gelassen und können der Argumentation Lessings an diesen Stellen nur schwer folgen. Wer jedoch über sehr gute lateinische und griechische Sprachkenntnisse verfügt, wird ein Problem weniger haben. |
Decorative Arts 60s. Sonderausgabe (Klotz)
Taschenbuch, März 2006 Verkaufsrang: 159447 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die "Swinging Sixties" waren eine Zeit beispielloser Experimentierfreudigkeit in Architektur und Design. Durch neue Materialien und unkonventionellere Lebensformen gab es eine Explosion außergewöhnlicher Stile. Taschens Nachdruck der "Decorative Art" Jahrbücher der 60er gibt faszinierende Einblicke in diesen oft waghalsigen Prozess. Von Architekturentwürfen des Weltraumzeitalters bis zu Keramiken der Craft Revival-Bewegung - "Decorative Art" stellt die Stilvielfalt eines...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Kenner werden sabbern!!! 5 von 5 Punkten Allein die Bilder in diesem Buch (leider zu viele nur s/w) regen Speichel- und Tränenfluß des 6Ts-Begeisterten an. Wenn es einem schon nicht beschieden ist, in diesem Ambiente leben zu dürfen, so hat man hier wenigstens die Möglichkeit sich über Abbildung und Imagination zu stimulieren. Eins ist sicher: Wäre die Bebilderung auch noch in Farbe, könnte sich ein echter Fan das Buch kaum ansehen. ;-P Dasselbe gilt übrigens auch für seinen Nachfolger Decorative Art 1970s, ein prima Doppelpack mit 100% Herzkaspergarantie!! |
Schriften zu Kunst und Literatur Niklas Luhmann Broschiert, April 2008 Verkaufsrang: 38987 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die traditionelle Frage an die Kunst war und ist die nach ihrem Wesen die ehrwürdigen Antworten, die gegeben wurden, waren jedoch von kurzer Halbwertszeit. Denn Kunst verändert sich ganz im Gegensatz zu den Wesensdefinitionen ihrer Beobachter.Im Jahr 1976 stellt allerdings der Wegbereiter der Systemtheorie eine neue, überraschende Frage: ¯Ist Kunst codierbar?® Dahinter steht die völlig anders ansetzende These, daß Kunst sich im Unterschied zu wirtschaftlichen, politischen oder wissenschaftlichen Operationen durch die spezifische Codierung ihrer Kommunikationen auszeichne. Dieser Neuansatz hat zu einer äußerst fruchtbaren und weltweit wie interdisziplinär geführten Diskussion geführt. Dieser Band versammelt Luhmanns maßgebliche Beiträge zur Systemtheorie der Kunst und Literatur und einige unpublizierte Texte aus dem Nachlaß. Eine Skizze dieses Ansatzes und seiner Wirkungsgeschichte bietet dabei das Nachwort zu dieser Textsammlung.
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Was ist ein Bild?
Broschiert, März 2006 Verkaufsrang: 82472 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Wer nach dem Bild fragt, fragt nach Bildern, einer unübersehbaren Vielzahl. Sie läßt es fast aussichtslos erscheinen, einen gangbaren Weg der Debatte zu finden. Welche Bilder sind gemeint? Gemalte, gedachte, geträumte? Gemälde, Metaphern, Gesten? Spiegel, Mimikry, Echo? Verbinden diese Bilder Gemeinsamkeiten? Worin könnten sie bestehen? Welche wissenschaftlichen Disziplinen scheinen geeignet, an diesem Diskurs teilzunehmen? Dieser Band will einen Überblick geben, der die Klärung von Grundlagen mit Gesichtspunkten der Nutzanwendung verbindet.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Bildwissenschaft 5 von 5 Punkten Trotz einer weit zurückreichenden kunsthistorischen Tradition steht die "Wissenschaft vom Bild" noch am Anfang. Sie ist befindet sich quasi noch in den Startlöchern. Um über Bilder und deren Bidlichkeit zu reden, sind Gesichtspunkte, Fragen und Begriffe notwendig. In diesem Buch sind Aufsätze verschiedener Autoren wie Lacan, Boehm oder Merlau-Ponty versammelt, die sich zur Frage des Bildes und der Bildlichkeit äußern. Viele der Aufsätze wurden nicht in dem Bewußtsein geschrieben, das für diese Publikation konstitutiv ist: Das Bewußtsein der "Bildwissenschaft". Diese steht noch am Anfang. Vielleicht dient ihr diese Publikation als Katalysator. |
Gesamtausgabe 02. Ursprung und Gegenwart 1 Jean Gebser Taschenbuch, August 1999 Verkaufsrang: 178579 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Ursprung und Gegenwart" ist das Hauptwerk Jean Gebsers, das hier im 1. Teil vorliegt. Gebsers Werk ist ein geistes- und kulturkritischer Dialog mit der Welt, in der wir leben - mit ihren Traditionen, Erwartungen und Verstiegenheiten. Die Fülle der Ausblicke und Belege prägt ihm überdies den Stempel eines erstrangigen Kompendiums abendländischen Denkens auf.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Einsicht in die Kräfte des Neuen 5 von 5 Punkten Diese Schrift ist dem Werden des neuen Bewusstseins gewidmet, das Jean Gebser das integrale oder aperspektivische Bewusstsein nennt. Der erste Teil trägt den Titel „Die Fundamente der aperspektivischen Welt". Der zweite Teil versucht dann, die „Manifestationen der aperspektivischen Welt" darzustellen. Wozu seine Ausführungen letztlich dienen sollen, das deutet Gebser in den „Grundlegenden Betrachtungen" im Kapitel I des ersten Teiles an: „Wir können nur eins tun: In der Betrachtung aller Äußerungen unserer Zeit so weit und so tief vorzustoßen, dass uns die dämonischen und zerstörenden Aspekte nicht mehr bannen, so dass wir nicht nur sie sehen, sondern hinter und unter ihnen die unermesslich starken Keimlinge des Neuen wahrnehmen, für das die einstürzende Welt den Humus liefert. Diese Keime und Ansätze müssen sichtbar und einsehbar gemacht werden. Und die Einsicht in die Kräfte, die zur Entfaltung drängen, hilft ihrerseits diesen Kräften, sich zu entfalten." Um das Neue konkret machen zu können, muss man sich des Vergangenen erinnern. Nur so werden die Fundamente ersichtlich, auf denen das Neue steht. Nur so kann man das wirklich Neue vom nur scheinbar Neuen, das nur eine maskierte Manifestation des Alten ist, unterscheiden lernen. Deswegen widmet Gebser den ersten Teil seiner Schrift den „Fundamenten der aperspektivischen Welt". Es handelt sich dabei um den „Versuch einer Diaphanik". Dies ist weder neue Welterkenntnis, noch ein neues Weltbild, noch eine neue Weltvorstellung, sondern der Versuch, den Menschen als Ganzes und die Strukturen, die ihn konstituieren, durchsichtig zu machen. Der sich heute vorbereitenden Wandlung, dem sich heute vorbereitenden Sprung ist der zweite Teil der Schrift gewidmet. Gebser zeigt auf, dass das neue Bewusstsein sich bereits zu manifestieren beginnt, aus der Latenz in akute Wirksamkeit tritt. Diese Wandlung ist keine „Denkwende", denn weder ist es ausreichend, nur das Denken zu ändern, noch wird eine bloße Änderung der Bewegungsrichtung vom Abgrund wegführen, dem uns der blinde Fort-schritt entgegenzulenken scheint. Erforderlich ist das, was Gebser eine Mutation nennt: eine sprunghafte (also diskontinuierliche) Wandlung, die aus der Ganzheit entspringt, aus der Gegenwart des Ursprungs. „Nur wer um den Ursprung weiß, hat Gegenwart und lebt und stirbt im Ganzen." (Schlussworte des ersten Teiles)
Weitere Lesermeinungen |
Philosophie der Gerechtigkeit: Texte von der Antike bis zur Gegenwart
Taschenbuch, September 2005 Verkaufsrang: 177422 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Das Standartwerk zum Thema Gerechtigkeit 4 von 5 Punkten Das Buch führt den Leser in alle wichtigen Theorien von der Gerechtigkeit ein. Es werden die verschiedenen Antworten auf die Frage nach Gerechtigkeit im eigentlichen Sinne aufgeführt und unterschiedliche Definitionen von 'Gerechtigkeit' erklärt und begründet. Der Leser entdeckt auch neue Aspekte, welche meist nicht sofort mit dem Begriff "Gerechtigkeit" assoziiert werden. Da alle bedeutenden Theorien der Gerechtigkeit von der Antike bis zur Gegenwart aufgeführt werden, vermittelt der Band einen eindrucksvollen Überlick über die Theorie- und Indeengeschichte dieser Thematik. Zu Empfehlen ist dieses Buch für jeden, der sich einen Überblick über das Spektrum der Theorien zur Gerechtigkeit verschaffen will. Der Band ist auch bestens als Basislektüre zum Einstieg in das Thema oder als Nachschlagewerk geeignet! |
Kleine Weltgeschichte der Wissenschaft Hans Joachim Störig Broschiert, 1. Oktober 2007 Verkaufsrang: 124882 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Generationen sind mit Hans Joachim Störigs Einführungen in die Philosophie- und Wissenschaftsgeschichte groß geworden. Nun gibt es die "Kleine Weltgeschichte der Wissenschaft" in einer vollständig überarbeiteten Neuausgabe -- für eine neue Generation von Lesern..
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Wissenschaftsgeschichte - auch verstanden als Säule unserer Kulturgeschichte! 5 von 5 Punkten Obwohl Wissenschaft ein zentraler Teil unserer Kultur verkörpert, ist dass Wissen über diesen Themenkreis wenig verbreitet.
In zwölf Kapiteln stellt der Autor seinen Lesern/Leserinnen ein gewaltiges Panorama der Wissenschaft vor, basierend auf einer methodischen Einleitung und einem kurzen Blick auf die Anfänge der Wissenschaft in frühgeschichtlicher Zeit, ehe er die Tür zur Geburt der Wissenschaft im antiken Griechenland öffnet. Der imposante Bogen schliesst die Leistung der Antike ein, befasst sich mit den Errungenschaften des Islams, beleuchtet das abendländische Mittelalter und leitet über zu den Wurzeln der modernen Wissenschaft an der Wende von Mittelalter zur Neuzeit. Sein Eckpunkt findet der vom Autor skizzierte Bogen mit der Evolution der Wissenschaft im 19. Jahrhundert und einem Kapitel über die Geisteswissenschaften im 19. Jahrundert. Das 20. Jahrhundert kommt nur punktuell zur Sprache.
Es sprengt den Rahmen dieser Würdigung, auf alle bekannten Namen und behandelten Wissensgebiete zu verweisen.
Angesichts des bescheidenen Preises darf das Fehlen von Illustrationen nicht bemängelt werden. Andererseits wertet ein nützliches Register dieses beeindruckende Handbuch auf, das in keiner Bibliothek fehlen sollte. |
Die einsame Lust: Eine Kulturgeschichte der Selbstbefriedigung Thomas W. Laqueur Gebundene Ausgabe, 22. Februar 2008 Verkaufsrang: 164603 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Thomas W. Laqueur, Historiker an der Universität Berkeley, schildert die Geschichte der Masturbation und ihrer Verfemung. Seine scharfsichtige Analyse offenbart erschreckende (Ab-)Gründe.
Von der Antike bis in die frühe Neuzeit wurde die Onanie moralisch eher wie eine Nebensache behandelt. Erst im Zeitalter der Aufklärung wurde damit begonnen, sie regelrecht zu verteufeln, mit Auswirkungen, die über Sigmund Freud und Nancy Friday bis in die Gegenwart reichen.
Warum schiebt sich im oder um das Jahr 1712 (also zu Beginn der Aufklärung) das Problem der Selbstbefriedigung aus der fernen Tiefe des moralischen Gesichtskreises in den ethischen Vordergrund? Über Jahrtausende hinweg war es von anderen Themen der Ethik des Körpers in den Schatten gestellt worden. Doch all dies änderte sich innerhalb von Jahrzehnten. Nicht nur in Europa, sondern überall, wo das Thema des modernen, begehrenden Subjekts virulent wurde, stieß man auf das Problem und die neuen Verlockungen dessen, was zuvor größtenteils unausgesprochen geblieben war. Die Selbstbefriedigung ist die Sexualität der Moderne und des Bürgertums, dessen Kind sie ist. Sie ist die erste wahrhaft demokratische Form von Sexualität. Warum also wird nun zum ersten Mal überhaupt die Regulierung einer Weise der sexuellen Befriedigung zu einem solchen Anlass zur Besorgnis?
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Mythos Vogel. Geschichte, Legenden. 40 Vogelporträts Claus-Peter Lieckfeld, Veronika Straaß Gebundene Ausgabe, Juli 2002 Verkaufsrang: 161779 Gewöhnlich versandfertig in 9 bis 12 Tagen. Der Vogel in der Natur- und Kulturgeschichte, in Wissenschaft, Mythologie und Brauchtum; Porträts von 40 in diesem Zusammenhang wichtigen Arten von Adler, Storch und Lerche bis Rabe, Taube und Eule.
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Ästhetik der Inszenierung: Dimensionen eines künstlerischen, kulturellen und gesellschaftlichen Phänomens
Taschenbuch, August 2001 Verkaufsrang: 159901 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
| Performanz: Zwischen Sprachphilosophie zur Kulturwissenschaft
Taschenbuch, November 2007 Verkaufsrang: 94437 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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