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| Kultur, Bildung | Inhaltsangaben Kurzbeschreibungen Zusammenfassungen | |
Das Kunstwerk: Über das Lesen von Bildern John Berger Gebundene Ausgabe, August 2005 Verkaufsrang: 12742 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Acht Kurzkurse des bedeutenden englischen Kunstkritikers über das vergleichende Sehen, die Augen der Maler und die Einsamkeit des Betrachters.
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Die Kultur des Krieges John Keegan Taschenbuch, Januar 1997 Verkaufsrang: 47965 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden «John Keegan ist der lesenswerteste und zugleich originellste Militärhistoriker der Gegenwart. In seinem neuen Buch ... werden die Erkenntnisse der Anthropologie, Ethnologie, Psychologie und Geschichte zu einer ebenso knappen wie erschöpfenden Synthese zusammengezogen, die wohl als die bemerkenswerteste Darstellung der Kriegführung gelten kann, die je geschrieben wurde.» Michael Howord, «The New York Times Book Review» «Das Buch bietet nicht zuletzt eine realistische Einschätzung, welche Rolle Gewalt und Auseinandersetzung in der Welt, die wir unseren Kindern hinterlassen, wahrscheinlich weiterhin spielen werden.» Donald Cameron Watt, «The Observer»
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Ein wichtiges Buch 5 von 5 Punkten Keegan den ich nicht immer schaetze, da er wie Craig oft zu einseitig englisch urteilt, hat hier sein wichtigstes Buch geschrieben. Er beschreibt das Krieg nicht von rationalen Entscheidungen sondern oft von sozial gewachsenen Denkweisen abhaengig ist. Waehrend man bisher in die Handlungsweisen der Militaerfuehrung Fehler und nicht Fehler suchte, beschreibt er wieso manchmal ein bestimmter General oder Kriegsherr gar nicht anders ( rational) handeln konnte, da er eben kein allein stehender Gigant ist, sondern vom sozialen Umfeld, eben dem denken und fuehlen und Zustand der Armee und des Volkes abhaengig ist.Etwas was man auch vielen Hitlerbiographen ins Stammbuch schreiben sollte, die der Nachkriegspropaganda aufsitzen, Hitler als alleinstehenden boesen Giganten zu sehen. Wenn heute Amerika jeden einzelnen Soldaten mit viel Aufwand zu retten versucht und immer mehr Hilfstruppen und Schattenkrieger anwirbt, dann ist das nicht rational sondern zeigt die Schwaechen einer Grossmacht auf. Genau auf das weist Keegan hin. Das Buch soll eben keine Schlachten beschreiben sondern erzieht zum Umdenken.
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Vom Geist der Gesetze Charles de Montesquieu Taschenbuch, Dezember 1994 Verkaufsrang: 77876 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Montesquieu geht in seinem Werk von der antiken Lehre der drei Staatsformen aus: Demokratie, Monarchie und Despotie. Jede dieser Formen untersucht er in ihrer Abhängigkeit von natürlichen, insbesondere geografischen Bedingungen. Er bejaht die Verschiedenheit der Staatsformen, weil er sie auf ein wechselndes Naturverhältnis der gesetzlichen Institutionen zu den lokalen und sozialen Bindungen zurückführt. Darüber hinaus entwickelt er eine Fülle...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Liebe zur Demokratie bedeuet Liebe zur Gleichheit (Montesquieu) 5 von 5 Punkten " Vom Geist der Gesetze" (De l'esprit des loix) ist das Hauptwerk des französischen Staatstheoretikers Charles de Secondat, Baron de Montesquieu( 1889-1755) .
Dieser untersucht , ausgehend von der antiken Lehre der drei Staatsformen( Demokratie, Monarchie, Despotie) , jede dieser Formen in ihrer Abhängigkeit vor allem von natürlichen , besonders geographischen und klimatischen Bedingungen.
Montesquieu geht davon aus, dass das entscheidende Moment in der Geschichte , von dem das Wohl und Wehe der Völker abhängt, nicht etwa Wille und Willkür einzelner herrschender Persönlichkeiten ist, sondern das Wesen der gesellschaftlichen und staatlichen Zustände an sich.
Der Staatstheoretiker konstatiert , dass Staat und Gesetze nichts willkürliche Gemachtes und nichts willkürlich Veränderliches sind, sondern sie vielmehr erwachsen aus den natürlichen Bedingungen, wie Boden, Klima, Sitte, Bildung, Religion.
Für Montesquieu ist das richtige Gesetz dasjenige, das dem Charakter und dem geschichtlichen Entwicklungsstand des betreffenden Volkes am besten angepasst ist. Insofern gibt es kein abstraktes und überall passendes Ideal oder Schema des besten Staates.
Grundsätzlich gilt für Montesquieu, dass die Vernunft vor aller Gesetzesbildung steht.- Die Gesetze sind die Bezüge , die sich zwischen ihr und den unterschiedlichen Wesen finden, sowie die Bezüge dieser unterschiedlichen Wesen zueinander.-
Der Philosoph weist darauf hin , dass in der Monarchie Tugend nicht das Prinzip der Regierung ist. Der Charakter der Höflinge ist gekennzeichnet durch Ehrgeiz mitten im Müßiggang, Niedertracht mitten im Streben, Gier , ohne Arbeit reich zu werden, Wahrheitsscheu, Schmeichelei, Verrat, Falschheit, Vernachlässigung aller eingegangenen Verpflichtungen, Verachtung der Staatsbürgerpflichten, Furcht vor der Tugend des Herrschers, Hoffnung auf seine Schwächen und noch mehr als das die dauernde Spöttelei über die Tugend, so der große Franzose.
Das Benehmen bei Hofe besteht in der Verleugnung der eigenen Größe zugunsten der entlehnten Größe, gibt Montesquieu zu bedenken.
Bei depotischen Regierungen herrscht als Prinzip der Terror.
Despotische Herrscher lassen sich von Wut und Herrschsucht leiten. Frieden im eigentlichen Sinne gibt es in Despotien nicht, es gibt stets nur Ruhe kurz vor der nächsten feindlichen Besetzung, so der Denker.
Montesquieu präferiert, trotz allgemeiner Überzeugungen, die mit seiner Vorliebe nicht unbedingt im Einklang stehen, sobald er auf die politische Freiheit in Beziehung zu Verfassung zu sprechen kommt, seine Neigung für bestimmte Staatseinrichtungen deutlich zu artikulieren, unter den alten Völkern für die römischen und unter den neueren für die Staatstheorie und Verfassungspraxis der Engländer.
Hier ist es vor allem die der politischen Freiheit günstige, in England zu diesem Zeitpunkt mehr als anderswo verwirklichte Teilung der Gewalten, die Montesquieu in den Mittelpunkt rückt.
Bleibt anzumerken, dass Montesquieu die theoretische Gewaltenteilung nicht geschaffen , sondern sie aus John Lockes Staatstheorie entnommen hat ( vgl. Rezension Helga König : John Locke " Zwei Abhandlungen über die Regierung)).
Montesquieu hat sie lediglich modifiziert. Sein eigentliches Werk ist es die dritte Gewalt ( Judikative) gleichberechtigt neben die Legislative und Exekutive zu platzieren. Es geht ihm dabei in erster Linie darum , dass die richterliche Unabhängigkeit gegenüber den andern beiden Gewalten im Staat gewahrt bleibt.
Er weiß, wenn dies nicht geschieht, so ist Despotie und Vernichtung der Freiheit die unausbleibliche Folge.
Der Begriff der Gewaltenteilung kommt in seinem Werk allerdings noch nicht vor.
Empfehlenswert! |
Kursbuch Medienkultur: Die maßgeblichen Theorien von Brecht bis Baudrillard
Taschenbuch, Dezember 2004 Verkaufsrang: 20249 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Das Medium ist die Botschaft. Gelegentlich hat man ja das Gefühl zu verstehen, was Herbert Marshall McLuhan vor fast 40 Jahren damit meinte. Unlängst wieder eine kleine Hilfestellung im Fernsehen - Boris Beckers reklamedienliche Feststellung Ich bin drin!". Die Zeiten einer visionären Medienwissenschaft, wie sie der legendäre kanadische Literaturwissenschaftler betrieben hat, sind gezählt. Und trotzdem behält McLuhan Recht, weil sein Slogan so etwas wie die analytische Übereinkunft aller an Kommunikationstheorien interessierten Denkrichtungen formuliert: Medien stellen das, was sie speichern, vermitteln und verarbeiten jeweils unter die Bedingungen, die sie selbst schaffen und sind. Zuerst teilen sie sich also immer selbst mit. Das ist die Chance der Wissenschaft, denn das macht Kommunikationskanäle zu systematisierbaren Objekten - das ist aber auch der Fluch der Herausgeber von Medien-Readern, denn die müssen der Verschiedenheit der theoretischen Zugangsweisen zum Komplex "Medienwissenschaft" gerecht werden, etwa den aus der Systemtheorie, aus der Kybernetik, der Soziologie oder den Geistes- und Kulturwissenschaften. Die fünf Herausgeber dieses Readers, allesamt Medienwissenschaftler an der jungen Weimarer Bauhaus-Universität, versuchen es denn auch nur mit einer vorsichtigen und sicher korrigierbaren Kanonisierung". Ziel ihrer Textauswahl ist es, eine Topographie von Fragen zu verzeichnen, die die Richtung medienwissenschaftlicher Arbeit [...] bis auf weiteres bestimmen wird. Die Auswahl ist klug getroffen, das Buch übersichtlich und sinnvoll strukturiert. Es unterteilt sich in 9 Themenkreise wie Wahrnehmung", Technologien des Unbewußten", Zeit der Kybernetik" oder Formationen des Wissens". Die vier bis fünf Texte pro Rubrik sind darüberhinaus mit Einleitungen versehen, so daß sich auch diejenigen zurechtfinden dürften, die mit dem Kursbuch Medienkultur die Fährte aufnehmen wollen. --Nikolaus Stemmer
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Gelungener Einstieg zum Bewusstwerden unsers Handelns 5 von 5 Punkten Interessant wird in diesem Buch eröffnet, was in den Wirren des Alltags verborgen bleibt: so werden die Hintergründe und die Beeinflussung der Medien enthüllt, aber auch Theorien der großen Geisteswissenschaftler dargelegt und verständlich erläutert. Ein rundum gelungenes Buch sowohl für Einsteiger als auch für solche, die mit der Materie vertraut sind. |
Kollektives Gedächtnis und Erinnerungskulturen: Eine Einführung Astrid Erll Taschenbuch, April 2005 Verkaufsrang: 93627 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Erinnerungskulturen als kulturwissenschaftliches Leitthema von interdisziplinärem Interesse. Die Debatten um das Berliner Holocaust-Mahnmal oder zur europäischen Identität beweisen es: Das Thema "Erinnerung" prägt heute mehr denn je Politik und Gesellschaft. Ziel des konkurrenzlosen Fachbuchs ist es, die interdisziplinäre und internationale Erinnerungs- und Gedächtnisforschung sowie hilfreiche Analysekategorien darzustellen. Fragen, wie z. B. Welche Forschungstraditionen und Konzepte beherrschen die Diskussion, wie unterscheidet sich der Gedächtnisbegriff in den Einzeldisziplinen, auf welche Weise kann die gedächtnisbildende Wirkung der Literatur und der Medien beschrieben und analysiert werden, werden ausführlich beantwortet.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Wohltuend klarer Überblick 5 von 5 Punkten Angesichts eines riesigen Wusts an Publikationen zu den Themen Gedächtnis und Erinnerung, die gerade in den letzten Jahrzehnten großes kultur- und geisteswissenschaftliches Interesse erregt haben, ist es nicht leicht, sich einen strukturierten Überblick über dieses diskursive Feld zu verschaffen.
Diese Publikation bietet einen sehr gut verständlichen Einblick in die forschungsrelevanten Fragestellungen und Theorien. Neben einführenden Überblicken über die zentralsten und einflussreichsten Modelle (z.B. von Halbwachs und Assmann) befasst sich unter anderem ein großes Kapitel mit der Rolle der Literatur als kulturelles Gedächtnissystem.
Auch das Layout überzeugt durch schlichte Sachlichkeit.
Insgesamt ein rundum überzeugendes Buch, gerade als Einstig in das Thema Gedächtnis habe ich bis jetzt kein übersichtlicheres Werk gelesen! |
Ästhetische Praxis in der Sozialen Arbeit: Warnehmung, Gestaltung und Kommunikation
Broschiert, Oktober 2004 Verkaufsrang: 123624 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ästhetische Praxis in der Sozialen Arbeit kann eine Videoproduktion von Jugendlichen über ihre Lebenssituation im Stadtteil, Theaterarbeit in der Sozialpsychiatrie oder ein Kunstprojekt in einem Altersheim sein. Ästhetische Erfahrungsebenen ergänzen aber auch kognitive Zugänge zur Problembearbeitung in psychosozialen Gesprächsgruppen oder sind Teil des professionellen Repertoires in der Bildungsarbeit. In unterschiedlichsten Arbeitsfeldern hat ästhetische Praxis das Ziel, Differenzerfahrungen zum Alltag, zum Selbstverständlichen zu ermöglichen. Dabei geht es sowohl um die Überprüfung gewohnter Wahrnehmungs- und Deutungsmuster als auch um die Erweiterung von sprachlichen Ausdrucksebenen in Gestaltungsprozessen und -produkten. Gestaltungen sind aber auch die vielschichtig anregende Grundlage für Bewusstseinserweiterung in intersubjektiven Kommunikationsprozessen. Die AutorInnen zeigen die spezifische Bedeutung von Bildender Kunst, Literatur und Schreiben, Musik, Neuen Medien, Spiel, Tan z und Theater auf. Darüber hinaus wird ästhetische Praxis als Antwort auf die gesellschaftlich geprägten Formen der Ästhetisierung und Mediatisierung thematisiert. Das Buch ist als Grundlagentext für die Ausbildung und als Hilfsmittel zur Praxisreflexion für Fachkräfte der Sozialen Arbeit konzipiert. Mit Beiträgen von Birgit Dorner, Lisa Ehm, Thomas Grosse, Burkhard Hill, Jutta Jäger, Ralf Kuckhermann, Alfons Limbrunner, Frank Matzke, Birgit Mayer, Peter Scheiner.
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Grundbegriffe der Kulturtheorie und Kulturwissenschaften
Taschenbuch, September 2005 Verkaufsrang: 10767 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen. Leitfaden durch die Fülle kulturwissenschaftlicher Begriffe und Theorien. In über 150 Beiträgen informiert der Band über die wichtigsten Ansätze, wie z. B. Dekonstruktivismus, Gender Studies, Postkolonialismus und Kultursemiotik sowie die zentralen Begriffe wie etwa Erinnerung, Ritual und Ethnizität. Für die mühelose Orientierung im Grundstudium Bibliografie bei jedem Lemma, Auswahlbibliografie im Anhang. Einziges Kompakt-Nachschlagewerk zum Thema$Für die mühelose Orientierung im Grundstudium Bibliografie bei jedem Lemma Auswahlbibliografie im Anhang
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Geschichtswissenschaft und Diskursanalyse Philipp Sarasin Taschenbuch, Juli 2003 Verkaufsrang: 171526 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Während der Bezug auf Semiotik, Diskurstheorie und Dekonstruktion in vielen Geisteswissenschaften längst zu den intellektuellen Selbstverständlichkeiten gehört, steht der linguistic turn in der Geschichtswissenschaft immer noch im Verdacht, den Historikern den Sinn für die Wirklichkeit zu rauben. Führende Vertreter des Fachs wähnen sich "am Rande des Abgrunds", befürchten "das Ende der Geschichte als Wissenschaft" und verfassen eine "Defense of History". ...
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Die Geschichte der Null Robert Kaplan Taschenbuch, Juni 2003 Verkaufsrang: 144616 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Nach Meinung des Verlegers der amerikanischen Ausgabe steht Die Geschichte der Null "in der Tradition" von Dava Sobels Bestseller Längengrad. Wahrscheinlich deshalb, weil das Buch sowohl lyrisch geschrieben als auch zu wenig illustriert ist. Es wäre zutreffender, es so zu beschreiben: Es steht in der Tradition von etwas, was alt genug ist, eine Tradition zu haben -- ein Kuriositätenkabinett, eine Naturkunde im alten Sinne. Robert Kaplan ist Mathematiklehrer und widmet sich mit seinem Kabinett dem -- Nichts. Wie kam es dazu, dass wir ein Symbol für Null haben? Wer benutzte es als Erster? Für gewöhnlich wird die Erfindung (oder die Entdeckung) der Null um 600 v. Chr. den Indern zugeschrieben. Kaplan schenkt jedoch den Experimenten der Sumerer, der Babylonier und der alten Griechen mit dem Abakus, dem Rechenbrett, Positionssystemen und abstraktem Denken mehr Aufmerksamkeit. Es ist ihm klar, dass sein Ansatz umstritten sein wird: Lassen sich nicht all unsere Errungenschaften auf Indien zurückführen? Wurden die Null und die Variable nicht in der Tat hier geboren -- der Zwillingsnachwuchs des Sunya und des offenbar urindischen Verständnisses der Leere als etwas Aufnahmefähiges? Letztendlich fand dieses Wissen dann doch seinen Weg zu den alten Griechen. Kaplans Meditationen über die Null beschränken sich nicht auf ihren Ursprung. Er sinnt auch über die "Null des Selbst" nach, über Infinitesimale, die Null der Maya und das Nichts des Selbstmords. Dabei beweist er "eine sinnliche Freude an Silben", eine Liebe zu Worten wie auch zu Zahlen, die dieses Buch zu einem Labsal für beide Gehirnhälften macht. --Mary Ellen Curtin
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
Mathematische Philosophie oder Philosophische Mathematik 5 von 5 Punkten Das, wovor jeder Mensch am meisten Angst hat, das Nichts, die Null, hält noch gar nicht so lange Einzug in die Welt der Mathematik. Kaplan widmet dem ein ganzes Buch und verbindet dabei die mathematische Zeitentwicklung mit der philosophischen Betrachtung der Zahl Null. Nicht nur Mathe-Freaks kommen auf ihre Kosten.
Das Buch ist gehört nicht zu denen, die man einfach mal durchliest und dann zur Seite legt. Es verführt immer wieder zum Zugreifen und Stöbern und bietet weit mehr als 247 Seiten über mal eben gar Nichts.
Weitere Lesermeinungen |
Bild-Anthropologie: Entwürfe für eine Bildwissenschaft Hans Belting Gebundene Ausgabe, November 2005 Verkaufsrang: 126197 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Meister des Bildes 5 von 5 Punkten Hab erst vor kurzer Zeit dieses Buch gelesen weil ich auf der Suche nach dem Thema Bild und Tod war. Natürlich fand ich es beim Hans Belting thematisiert - und wie! Ausserdem behandelt dieser Meister des Bildes unserer Zeit in seinem Buch auch andere Themen wie "Medium-Bild-Körper", Dantes Bildtheorie, Verkörperungen in frühen Kulturen, Photographie etc. mit zahlreichen Fotos (leider nur in s/w) die dieses Theoretische Meisterwerk schön ausgleichen.
Wer was zum Thema des Bildes erfahren will, dann sollte er Herrn Belting nicht umgehen (siehe andere Belting-Bücher). Und wenn man diese Arbeit(en) nicht informativ findet, dann sollte man es lieber sein lassen.
Dieses Buch ist eine wirklich gute Arbeit die sich leicht liest und, vom Haussofa aus, Einblicke in eine interessante und manchmal mystische Bilderwelt gewährt!
Ein Buch für Wissenschaftler, Akademiker, Common people und diejenigen die es besser wissen wollen! Empfehlenswert! |
Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit: Mit weiteren Materialien Walter Benjamin Broschiert, April 2007 Verkaufsrang: 69607 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die neue Reihe Suhrkamp Studienbibliothek ist ideal als erste Orientierung für Theorieeinsteiger und schafft eine fundierte Grundlage für Lektürekurse an Schulen und Universitäten. In informativer und leicht lesbarer Form erschließen die von renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern stammenden Kommentare den historischen und theoretischen Hintergrund der Werke. Alle nötigen Informationen sind in kompakter und übersichtlicher Weise gebündelt.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Die Kunst und ihre Wahrnehmung im Zeitalter der Massenmedien 5 von 5 Punkten Fotografie und Film verändern die Art und Weise, wie wir unsere Umwelt wahrnehmen. Davon handelt Walter Benjamins 1936 erschienener Aufsatz "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit". Erst in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die Bedeutung dieser Schrift entdeckt. Die Reproduktionstechniken, die damals als modern galten, sind heute zwar längst überholt, doch Benjamins Diagnose unserer Wahrnehmung unter dem Einfluss der Massenmedien ist aktueller denn je. Ungeachtet des rasenden technischen Fortschritts unserer Zeit spricht der Text Fragen an, um die sich bis heute niemand drücken kann, der sich für Kunst und Medien interessiert. Zugegeben: Den reinen Lesegenuss bieten die knapp 50 Seiten nicht. Wer aber die Anstrengung nicht scheut und sich durch den Text hindurcharbeitet, wird mit tiefen Einsichten in das Wesen der Moderne belohnt. Er versteht, wodurch sich eine antike Götterstatue oder ein Rembrandt-Gemälde von einem Man-Ray-Foto unterscheiden und welche Bedeutung Charlie Chaplin oder Mickey Mouse für die Filmkunst haben.
Suhrkamps Studienbibliothek: Aura vs. Convenience 5 von 5 Punkten -
"Die gesamte Wirklichkeit ist die Welt. Das Bild ist so mit der Wirklichkeit verknüpft; es reicht bis zu ihr. Es ist wie ein Maßstab an die Wirklichkeit angelehnt". Soweit Ludwig Wittgenstein im Tractatus zum Verhältnis Bild und Realität. Und weiter: "In Bild und Abgebildeten muss etwas identisch sein."
Grundsätzlich, sagt Benjamin, ist das Kunstwerk immer reproduzierbar gewesen. Alles vom Menschen gemachte konnte und kann von Menschen nachgemacht werden. Die technische Reproduzierbarkeit jedoch ist etwas Neues. Über Guss und Prägung, vom Holzschnitt der Graphik zum Druck der Schrift, vom Kopierer zum Scanner zum Brenner. Paul Valery hat bereits in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts gemutmaßt, dass wir mit Bildern und Tonfolgen versehen werden wie mit Wasser, Gas und Strom. Auf ein Zeichen werden sie sich einstellen, kommen und uns wieder verlassen. Welch ein Weitblick, weit in das Jahr des Internets, der Zeichen von "@ und www".
Und doch fehlt etwas, auch wenn die Reproduktion höchstvollendend ist: "das Hier und Jetzt des Kunstwerks - sein einmaliges Dasein an dem Ort, wo es sich befindet." Diese Aura, diese wirkliche Echtheit ist nicht zu reproduzieren, das Einmalige entfällt und damit der Wert, die Wertschätzung. Es ist ein Gefühl, nicht einer Zuwendung mit Bedacht, sondern ein Wissen um Wiederholung und Wiederbeschaffung. Und diese Haltung gegenüber dem Einmaligen, der Aura schwindet zu Gunsten einer Massensicht mit Reproduzierbarkeit. Jedoch: Die Echtheit einer Sache ist der Inbegriff des Tradierten, sie berichtet von der Dauer und enthält eine "geschichtliche Zeugenschaft." Das Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit lässt eben genau diese Aura verkümmern. Eine Gesellschaft im 21. Jahrhundert verschließt sich der Erinnerung und noch neuen Werten, ihr Ziel scheint Convenience zu sein.
Der Verfall dieser Aura beruht auf zwei Umständen, die beide mit dem Phänomen der Massen im heutigen Leben zusammenhängen: einmal: das Anliegen, die Dinge räumlich und menschlich (Einebnung der gesellschaftlichen, bildungsrelevanten Unterschiede) näherzubringen und zweites gelingt dieses durch die Überwindung des Einmaligen durch die Aufnahme von deren Reproduktion. Das Bedürfnis, die Dinge im Bild, im Abbild habhaft zu werden, ist ungebrochen. Mit der Konsequenz, das "Dauer und Einmaligkeit ersetzt werden durch Flüchtigkeit und Wiederholung." Die Folge ist, dass der Mensch sich nicht mehr zu einem Kunstwerk bewegt, sondern dieses zu ihm als Abbild. Der Mensch lässt sich vereinsamen, allerdings organisiert, wie Hanna Arendt es mal formulierte. Sind Bilder aus der technischen Reproduzierbarkeit allzeit und für jedermann vorhanden, so kann man nach Hobbes folgern, dass dieser Fortschritt Feindschaft gebären muss, da die Unterscheidbarkeit aufgehoben wird in der Gleichheit der Fähigkeiten und der Gleichheit der Hoffnungen. (vgl. Sloterdijk, 2000: Die Verachtung der Massen).
Feindschaft wird in der letzten Stufe Krieg bedeuten können, der dann jedoch in der Ästhetik der Schlacht vorgedacht wurde in der immer besseren technischen Reproduzierbarkeit von Abbildern der Kriegsgeschichten am PC. Der Mensch hat durch den Verlust des Einmaligen die Aura desselben nicht kennengelernt, er identifiziert sich mit der Wiederholung und mit den Scheinwelten, die eo ipso ohne Wert sind. Dieser fehlende Wert definiert den Menschen, der dann seinen Spiegelneuronen das Feld überlässt, auf der Suche nach eigenen erhofften Werten.
Benjamins kurzes Essay wurde im Jahre 1936 veröffentlicht. Es ist ein Meilenstein in der Kunstgeschichte und gehört mit zum Inhalt seiner Aufsätze: Illuminationen. Es verbindet Ästhetik der Kunst mit der Philosophie des Lebens. Andre Breton sagte: "Das Kunstwerk hat Wert nur insofern als es von Reflexen der Zukunft durchzittert wird." Dieses ist deutlich aus dem Essay Benjamins zu hören. Zu den zitternden Reflexen gehört auch das bewegte Bild als Film, in der Kombination Bild und Bildung: "Ich kann schon nicht mehr denken, was ich denken will. Die beweglichen Bilder haben sich an den Platz meiner Gedanken gesetzt", konstatierte Georges Duhamel bereits 1930. (s. a.: Menasse, 2006: Die Zerstörung der Welt als Wille und Vorstellung)
Denken Sie an den 11.September. Sie werden spüren, was gemeint ist. Das Bild: ein Maßstab an die Wirklichkeit angelehnt.
Ein, wenn man sich öffnet, nachdenklich machendes, nicht nur die Kunst betreffendes Werk des W.B.
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Was ist Kultur?: Eine Einführung Terry Eagleton Taschenbuch, September 2001 Verkaufsrang: 191270 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Oops -- he did it again. Terry Eagleton hat es mal wieder geschafft: Der britische Literaturtheoretiker mit Hang zu bissigem Humor und Klassenkampf hat mit seinem neuen Buch Was ist Kultur? einen Volltreffer gelandet. Eagleton greift ein hoch komplexes Thema auf, das gewaltig nach einer theorielastigen Tour de Force riecht, und macht es mit Witz und Verstand zu einem eingängigen, amüsanten und lehrreichen Buch. So geschehen bereits in Literary Theory (dt. Einführung in die Literaturtheorie), einem Kultbuch für Studenten der Literaturwissenschaft, oder in seinem späteren Werk, Ideology. An Introduction (dt. Ideologie. Eine Einführung). In Was ist Kultur untersucht Eagleton nun den Kulturbegriff im geschichtlichen, philosophischen und politischen Kontext. "Kultur in der Krise", "Kulturkriege" und "Für eine gemeinsame Kultur" heißen seine Kapitel. Dabei schafft Eagleton es, den Gegenstand seiner Untersuchungen so alltäglich wie möglich zu machen und gleichzeitig die philosophischen Ebenen, die er aufzeigt, zu beleuchten. Im Plauderton arbeitet sich der Autor von den etlichen Bedeutungen des lateinischen Wortes colere über den Kulturbegriff des englischen Dichters Matthew Arnold bis hin zu den postmodernen, pluralistischen "Lebens-Kulturen" voran. Dabei erklärt er gekonnt nebenbei, worin der Unterschied zwischen der Kultur der Navajos und der Kultur der Mütter für moralische Reinheit liegt: was wiederum die Frage aufwirft, wie weit oder eng der Kulturbegriff sinnvollerweise sein sollte. Tatsächlich ist die Kernthese von Eagletons Buch, "dass wir im Augenblick zwischen einem entmutigend weiten und quälend engen Kulturbegriff gefangen sind und es unser vordringliches Ziel auf diesem Gebiet sein muss, über beide hinauszugelangen". Für Eagleton ist die Klärung des Kulturbegriffs ein wichtiger Schritt hin zu einem sinnvollen sozialen und politischen Engagement. Für seine Leser ist sie außerdem ein intellektuelles Vergnügen. --Selina DeNiro
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Was ist Kultur? 5 von 5 Punkten Was ist Kultur? "Die Einheit des künstlerischen Stils ... eines Volkes" (Nietzsche), "erlesenes Getue" (Marcuse), eine "künstlich erzeugte Illusion" (Yeats)? Der bekannte Literaturtheoretiker und Kulturkritiker Terry Eagleton verfolgt in seiner neuen Publikation sowohl historische, politische als auch philosophische Kontexte, die zu Ausformungen des Kulturbegriffs führ(t)en. In dem schmalen Band finden sich sowohl grundlegende etymologische Hinweise als auch Analysen zu kulturtheoretischen Schriften von Goethe, Schiller,... bis in die Gegenwart. Am Schluss der Abhandlung: ein beherztes Plädoyer für eine gemeinsame Kultur. |
Die imaginierte Weiblichkeit. Sonderausgabe: Exemplarische Untersuchungen zu kulturgeschichtlichen und literarischen Präsentationsformen des Weiblichen Silvia Bovenschen Taschenbuch, Mai 2003 Verkaufsrang: 209038 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden »Hier geht es nicht um die Eliminierung irgendwelcher weißer Flecken auf der kulturhistorischen Landkarte. Nicht darum, vergessene Weiblichkeitsformen aufzustöbern. Was die Autorin vorlegt, ist nicht weniger als deer große Wurf einer neuen Kulturgeschichte.« Renate Möhrmann, Die Zeit, 16. November 1979
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Die Verwandlung der Lust: Eine Geschichte der abendländischen Sexualität Robert Muchembled Gebundene Ausgabe, März 2008 Verkaufsrang: 2202 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Bändigung der Sinne und die Entfesselung der Moderne Der renommierte Pariser Kulturhistoriker Robert Muchembled erzählt die Geschichte der Sexualität vom 16. Jahrhundert bis zur sexuellen Revolution der sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Die Geschichte der Sexualität ist aber auch eine Geschichte ihrer Unterdrückung und Sublimierung. Die körperliche Lust, so Muchembled, wurde verwandelt und machte die Menschen kreativ und innovativ. Ab dem 16. Jahrhundert wurde die Sexualität im Abendland vonseiten der Kirche und des Staates zunehmenden Restriktionen unterworfen, Lust wurde geächtet, Sex durfte nur in der Ehe stattfinden und wurde auch hier auf Fortpflanzung reduziert. Allerdings, und das ist Muchembleds überzeugende These, wirkte sich diese Überwachung des Körpers und der Seele, die Michel Foucault beschrieben hat, unerwartet positiv aus. Die unterdrückte Lust wurde gleichsam verwandelt und entwickelte sich zum versteckten Motor, der Europa zu großen innovativen künstlerischen, kriegerischen und ökonomischen Leistungen verhalf und es schließlich zur Weltmacht aufsteigen ließ. Robert Muchembled beschreibt die Geschichte der Sexualität während der letzten fünfhundert Jahre und auf der Grundlage vielfältiger Quellen, die einen faszinierenden Blick in das Alltagsleben der Menschen geben. Erste umfassende Geschichte der Lust im modernen Europa.
»Robert Muchembled schreibt eine Geschichte der Sexualität und stürzt Michel Foucault damit vom Thron.« Pascal Bruckner
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Tristesse Royale: Das popkulturelle Quintett Joachim Bessing Taschenbuch, Juni 2001 Verkaufsrang: 78485 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Sehr geehrtes Konsumvolk, liebe wohlstandsverwahrloste Jugend Deutschlands, dieses Buch ist für euch geschrieben. Ihr, die ihr Bücher übers Internet bestellt, IKEA-Katalog und WOM-Journal zum Blättern mit auf die Toilette nehmt und für einen höheren Überziehungskredit sogar etwas sparen würdet - dieses Buch ist für euch. Die fünf Wortführer der Tristesse Royale, die sich im Fin-de-siècle-Jahr 1999 im schönen Hotel Adlon getroffen haben, halten euch gnadenlos den Spiegel vor. Wollt ihr wissen, was diese "Stilgötter" von euch halten? Nun denn: Nehmt und lest! Lest von der Meinungslosigkeit unserer Gesellschaft, vom ewigen Re-Modeling der Marken, Popbands und Gesichter, von der "ironic hell", die das Fernsehen und die Werbung aus unserem Leben gemacht haben. Lest von der "Drei-Wetter-Taft-Welt", in der alles sehr schnell gehen muß. Lest von der Gefahr, die von den Werbebildern für unsere Selbtsverwirklichungsvorhaben ausgeht. Ganz oben auf der Liste des Leids, die uns das popkulturelle Quintett zusammengestellt hat: die Ironie. Das ist nicht leicht zu verstehen, dann was sie da betreiben, sieht ganz nach bitterstem Zynismus aus. Vielleicht ist das aber auch ein strukturelles Problem: Wer die perversen Verhältnisse unserer konstruierten Arbeits- und Vergnügungswelt beschreiben will, muß zwingend ironisch vorgehen. Wie auch immer: Die saloppe Kulturkritik mitsamt der dekadenten Pose dieser "Betrifft-mich-nicht-Wichte" enthält "mehr Debatte als ein ganzjähriges Zeit-Abonnement", wie ein Kritiker schrieb. Wem Pierre Bourdieu, dem Denker der feinen Unterschiede, zu schwierig, die Pop-Gazette Spex zu theologisch und Max Goldt bzw. Wiglaf Droste zu linksliberal sind, der sollte sich dieses Buch beschaffen - als Erbauungsliteratur auf dem Heimweg vom Einkaufen, als Nachschlagewerk (ca. 800 Einträge im Sachregister), als Vademecum für ästhetisch unsichere Tage. Es ist, wie es an einer Stelle heißt, "bigger than life and twice as ugly". --Nikolaus Stemmer
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 51 Bewertungen)
Strategien einer neuen Ästhetik 4 von 5 Punkten Eines vorab: Wer dieses Buch als bloßes Gesprächsprotokoll liest, unterläuft die Komplexität und Ästhetik, die hier vorliegt. Erwähnt seien nur in aller Kürze die kursiv gedruckten Regieanweisungen, die teils surreale Momente enthalten sowie die Rahmung des Geschehens durch den Hinweis "Der Vorhang öffnet sich" am Anfang und "Roll back the credits,please" am Ende. Daher sind die Protagonisten nicht mit den realen Autoren zu verwechseln. Sie übernehmen vielmehr erzählerische Funktionen innerhalb des Theaterstückes.
In diesem Theaterstück geht es nicht nur um das "Sittenbild einer Generation", sondern um ästhetische Positionen am Ende eines Jahrtausends. So werden Fragen nach dem richtigen Aussehen einer EC-Karte ebenso gestellt wie Kommentare zur Ästhetik der DDR gegeben, welche in ihrer blassen Farbigkeit mit der damals aktuellen Prada-Kollektion verglichen werden. Dabei stellt der Text vor allem anderen den Ennui einer Generation aus. Sie ist dermaßen gelangweilt, das sie sich, "wenn es der Sommer 1914 wäre...freiwillig melden würden". Im Anschluß an Martin Walsers Rede zum Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, in dem er sinngemäß eine Literatur fordert, die Auschwitz auch vergessen kann, liegt hier ein Statement zur Themenlosigkeit einer Generation vor. Alles ist a priori Pop oder Rock und das Problem ist der Konsens.
Dabei ist leicht zu übersehen, dass vor allem ein längerer Monolog über die Spirale, auf der sich die Menschheit bewegt, enggeführt ist mit Spinozas "sub specie aeternatis" und Nietzsches Ursuppe. Zu unterstellen, hier läge keine Literatur vor ist schlichtweg Ursache ungenauen Lesens. Die Spirale lässt sich beispielweise als Intertext zu Döblins Berlin Alexanderplatz lesen: Dort irrt der Protagonist auf einem Spiralweg durch Berlin, bis er im Irrenhaus landet und dort geläutert, beziehungsweise im Rahmen eines säkularisierten Passionsweges, erlöst wird. Daran knüpft Tristesse Royale an und überführt den Topos des entfremdeten, gefallenen Ichs in eine neue literarische Moderne.
Dieses Buch ist demzufolge auf zwei Arten lesbar: oberflächlich, als amüsantes Statement am Ende der neunziger Jahre, aber auch in die Tiefe gehend, als Stellungnahme zu literarischen Positionen zu ebendieser Zeit. Und so bewertet der Text auch: "Das Problem ist die Form, die Rollenprosa".
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Kunst: Eine philosophische Einführung Georg W. Bertram Broschiert, Oktober 2005 Verkaufsrang: 15388 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Hervorragender Einstieg in die Philosophie der Kunst 5 von 5 Punkten Georg W. Bertram schafft es in seinem Buch mit klarer, unverschnörkelter Sprache auch einem Laien die Kunst aus dem Blickwinkel der Philosophie näher zu bringen. Er erklärt warum Kunst niemals Kunst an-sich sein kann, also eine Betrachtung der Kunst in einer vollkommenen Objektivität, sondern zeigt warum Kunst immer nur für-uns sein kann, also immer nur eine Interpretation sein kann, die nur die unsere ist. Gleichwohl gibt Bertram uns nicht die Antwort auf die Frage: "Ja, was is denn also Kunst für-uns?" sondern läßt offen wie wir zu der Antwort auf diese Frage gelangen. Als Hilfestellung führt er einsteigerfreundlich die Theorien Kants, Hegels, Adornos und Heideggers zur Kunst an. Mein Professor für Ästhetik hat mir dieses Büchlein auf meine Frage nach einem Einsteigerwerk empfohlen und ich kann bestätigen: Es ist wirklich gut! |
Photographien 1970-1997. Sonderausgabe Jim Rakete Broschiert, Februar 2007 Verkaufsrang: 22432 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Jim Rakete, der Mann mit dem magischen Namen (kein Pseudonym!), Jahrgang 1951 und gebürtiger Berliner, begann bereits als Sechzehnjähriger die nächtliche Rock-Szene Berlins zu photographieren. Seine Leidenschaft für den Rock'n'Roll und das Bühnenleben der Stadt sollte ihn von da an nicht mehr loslassen. Sie überlebte auch Jim Raketes höchst erfolgreiches Intermezzo als Musikproduzent von Nina Hagen, Nena und vielen anderen Repräsentanten der"Neuen Deutschen Welle". Zwar pflasterten Goldene Schallplatten buchstäblich seinen Weg, letztendlich hat er jedoch das stumme visuelle Medium den Tonträgern vorgezogen. Seine Photosammlung, die wir 1997 erstmals in Buchform der Öffentlichkeit vorstellten, ist einzigartig. Sie umfaßt von Jimi Hendrix über Samuel Beckett bis zu Wigald Boning so ziemlich alle Größen und Größenordnungen, die auf den deutschen Theater- und Musikbühnen in den letzten drei Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts gastiert haben.
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Dritter Entwurf eines Manifestes für den Affirmationismus Alain Badiou Broschiert, 1. Oktober 2007 Verkaufsrang: 76260 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Den gängigen Erzählungen vom Ende der Kunst, vom Ende des Werkes, vom Ende der Repräsentation und vom Ende der Metaphysik setzt Alain Badiou die Skizze eines Manifestes entgegen, das mit diesen selbst Schluss zu machen sucht. Gegen die postmoderne Kunst, die aus sich jeglichen Bezug auf ein Universales ausstreicht und sich in der Darstellung von partikularen Begehren und endlichen Körpern ergeht, setzt die Affirmation an, um die Kunst wieder als möglichen Ort überzeitlicher Wahrheiten zu behaupten. Damit geht eine Neubestimmung der Kunst einher, die den Begriff des Werkes, des Subjekts und der Schönheit erneut in sie einträgt und, gegen jede Rückkehr romantischer Formalismen, Kunst als proletarischen Aristokratismus zu denken versucht: als privilegierte Stätte einer Wahrheit, die sich an alle richtet. Wir müssen und können folglich erklären, dass es in der Kunst etwas gibt, was in dem armseligen Jahrhundert, das gerade beginnt, nicht mehr vorhanden ist: die monumentale Konstruktion, das Projekt, die schöpferische Kraft der Schwachen und die Absetzung von etablierten Mächten. Wir müssen uns gegen alle wehren, die nur zu einem Ende kommen wollen, gegen die Kohorte der letzten Menschen, die erschöpft und parasitär sind, gegen ihre widerliche »Bescheidenheit«. Alain Badiou, Philosoph, lehrt an der École Normale Supérieure sowie am Collège International de Philosophie in Paris."
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Die Aktualität des Schönen: Kunst als Spiel, Symbol und Fest Hans-Georg Gadamer Broschiert, Januar 1977 Verkaufsrang: 57510 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
| Die Ästhetik des Wortes Michail M. Bachtin Broschiert, 14. Februar 2005 Verkaufsrang: 132662 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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