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Patente der Pharaonen: Neueste Entdeckungen zur Hochtechnologie der alten Ägypter - Erdogan ErcivanPatente der Pharaonen: Neueste Entdeckungen zur Hochtechnologie der alten Ägypter
Erdogan Ercivan

Gebundene Ausgabe, März 2006
     Verkaufsrang: 22063      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Natürlich sind wir heute die Besten und Klügsten, sind Vorreiter in Sachen moderner Technik, glänzen mit Erfindungen, Innovationen. Ist das wirklich so, oder mögen wir nur nicht so recht glauben, dass es Vieles an heutigen Errungenschaften bereits im alten Ägypten gab? Dieses Buch hebt spannend und enthüllend die Grenze von Epoche und Zeit auf.

Wer hätte gedacht, dass der Traum vom Fliegen schon wenige Jahrhunderte nach Christi Geburt geträumt wurde. „Der erste Kaiser Kao Yang experimentierte mit zum Tode verurteilten Gefangenen, denen er an Rücken und Arme Bambusmatten als Flügel anknüpfen ließ...“ Der Stoß vom 30 Meter hohen Turm wurde zynischerweise auch noch als „Freilassung der Gefangenen“ bezeichnet. Und vor 2000 Jahren kannten die Chinesen bereits Miniatur-Heißluftballons und Flugdrachen, die auch für „militärische Zwecke“ verwendet wurden. Ein drittes Beispiel mögen Aufzeichnungen von Pharaonen sein, die bei Darstellungen des menschlichen Körpers von 46 Gefäßen sprechen. Die 46 Chromosomen liegen nahe, „bewahren sie doch die Erbinformationen des Menschen auf.“ Und es gibt weitere verblüffende Beispiele!

Da scheint es noch einen großen Forschungsbedarf zu geben: auf den fehlenden interdisziplinären Informationsaustausch im 19. Jahrhundert führt der engagierte Autor zurück, dass „merkwürdige Kunstgegenstände“ und „Abschriften von alten Dokumenten“, die Archäologen fanden, nicht entsprechend bewertet werden konnten. Da gab es Objekte, die sich einfach nicht zuordnen ließen. Eines der wissenschaftlichen Tabuthemen bleibe „die Entdeckung von ,Out of Place Artefacts'...künstlich hergestellte Gegenstände an seltsamen Orten“. Den Spuren dieser Relikte zu folgen gleicht einem Kriminalroman und Erdogan Ercivan ist ein brillanter und neugieriger Autor.

Egal, ob Lampen aus Speckstein, Licht, Blutgruppen, Dampfmaschinen oder gar Sexspielzeug, das gab es alles schon mal im alten Ägypten oder vergleichbaren Kulturen und auch Uransalze wurden von den Pharaonen vermutlich „als tödlicher Gräberschutz“ verwendet. Tief in die Recherche-Kiste wurde da gegriffen. Fundierte Zusammenhänge entstehen und auch als Laie begreift man schnell: das ist ein Wissenschafts-Thriller, da mag Vieles unglaubwürdig und fantastisch klingen, aber die Spurensuche überzeugt. „Es könnte ...sein, dass die unsere Gesellschaftsform bestimmenden modernen Kenntnisse in Wissenschaft und Forschung nur die Wiederholung eines verlorenen Wissens einer untergegangenen Hochzivilisation sind.“ Wenn dem wirklich so ist, muss ein großes Stück Wissenschaftsgeschichte neu geschrieben werden. --Barbara Wegmann

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 21 Bewertungen)

Was will man denn noch?      5 von 5 Punkten
Es ist schwierig gegen die etablierte Wissenschaft zu bestehen, selbst dann, wenn man wie Ercivan eine Unzahl von Funden präsentiert, die es eigentlich nicht geben dürfte, und dennoch nicht viel passiert.

Da gab es im alten Ägypten geniale Geister die schon vor Jahrtausenden Gegenstände besaßen, die wir eigentlich erst im 20. Jahrhundert entdeckt haben.

- Fahrzeuge, die wie aus Geisterhand um die halbe Welt fuhren
- Flugapparate die schwerer als Luft waren, und Menschen transportieren konnten
- Künstliches Licht, das aus unbekannten Energiequellen versorgt wurde
- Magnete im Gestein und Metallen, womit die vier Himmelsrichtungen anvisiert wurden
- Medizinische Kenntnisse die es gar nicht geben dürfte
- Künstlich hergestellte Gegenstände in Millionen Jahre alten Gesteinsschichten
- Riesen und andere Geschlechter, die wieder ausgestorben sind

Was will man denn noch entdecken, um eine alternive Sichtweise zur herkömmlichen Schulweisheit zu entdecken?

Ein phänomenales Buch das jeden Cent wert ist.

Bravo Herr Ercivan!


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heimweh to hell - Linus Volkmannheimweh to hell
Linus Volkmann

Taschenbuch, Oktober 2003
     Verkaufsrang: 157349      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Popliteratur, und zwar brilliante      5 von 5 Punkten
Der dritte Geniestreich von Linus Volkmann setzt sein geistiges Erbe fort. Wieder gibt es hier einen Epilog (eine etwas traurig-skurrile Geschichte über einen gefangenen Ameisenbären, den die Einsamkeit und Langeweile quält) und einen Prolog (über das Ende der unmöglichen Liebe zwischen Pauli und dem Bibermädchen, welche in Linus' erstem Buch begann). Dazwischen lernen wir King Cobra und seine kleine Schwester King Hörnchen kennen, die beide höchst erfolgreich immer knapp am scheitern vorbeirammen und trotzdem nicht wirklich glücklich werden. Der Rest vom Buch widmet sich unseren Lieblingslosern Robbe & Bürzel, die wie immer das andere Geschlecht begehren und sich dies nicht anmerken lassen. Schon gar nicht vor dem anderen Geschlecht! Geschrieben ist dieser Teil auch wieder im simplen Dialogstil, was die Sache noch lebhafter und nachvollziehbarer macht.
Linus Volkmann schafft es, seine Bücher wie eine endlose Fortsetzungsgeschichte mit immer neuen Episoden aneinanderzureihen, ohne dass es langweilig wird. Endlich hat es jemand verstanden, seine Leserschaft glücklich zu machen, indem er ihnen mehr von dem gibt, was sie wollen (ich gehe davon aus, dass man es durch den Genuss eines Buches dieser "Reihe" nicht dabei belassen kann und sich schleunigst die anderen zwei dazukauft).
Wer sich ein wenig in der Popkultur auskennt, wird zweifelsohne ein wenig mehr Spaß an diesem Buch und all seinen versteckten Zitaten haben. Außerdem gilt es noch zu erwähnen, dass Ole Kaleschke zu jedem "Kapitel" zeichentechnisch etwas beigetragen hat, so dass ich mir beim ersten Durchblättern alle diese Bilder angesehen habe und sofort Lust bekam, das Buch zu lesen. Im Endeffekt habe ich diesem Verlangen auch nachgegeben und war schnell durch, weil es so luftig leicht, locker und fließend geschrieben wurde. Wenn jeder Mensch dieses Buch gelesen hätte, wäre die Welt ein schönerer Ort!

3 von 5 Einsen und Nullen für heimweg to hell      3 von 5 Punkten
"heimweg to hell" erzählt drei sehr nette Geschichten in einem einfach lesbaren Stil und eignet sich somit perfekt als Weihnachtsgeschenk für Menschen, die sonst nicht so viel lesen.

King Cobra durchtanzt 3 tägige Partynächte, trinkt Wodka ohne Eis, erzählt von seinem One-Night-Stand und ist einfach extrem cool. Aber auch seine kleine Schwester - King Hörnchen - hat es faustdick hinter den Ohren und gibt ihr Geld lieber für Feuerwerkskörper als Weihnachtsgeschenke aus. Es ist bewundernswert, wie gut sich Linus Volkmann (der Autor) in diese Charaktere einleben kann und sie dabei so ehrlich und erfrischend beschreibt, als ginge es um ihn selbst.

Die zweite tragisch und zugleich komische Geschichte handelt von Nerds (Strebern) in der Robe und Brüzel die Hauptrolle spielen. Am liebsten hinter verschlossenem Vorhang bei Pizza und Starwars über weltbewegende Themen diskutierend - aber trotzdem insgeheim den Drang nach Extrovation, Coolness und Liebe verspührend verbringen die beiden Geeks ihren tristen Alltag - der witzig in Dialogen festgehalten wurde.

Last but not least ist da noch das Herz zerreißende Märchen vom Bibermädchen und ihrer großen Liebe - Pauli, dessen Name in keiner Highscore diverser Computerspiele ala "Elevator Action" fehlen darf. In düsteren, verrauchten Spielehallen fühlt er sich zu Hause und erobert dennoch das Herz des kleinen Bibermädchens.

eine Delikatesse für alle Lese-Leckermäulchen!      5 von 5 Punkten
Neue Abenteuer aus dem wundersamen Leben von Robbe, Bürzel, Pauli und dem Bibermädchen - wo sie sind, ist immer was los, und ein Ereignis jagt das andere. Manchmal auch nicht. "Heimweh to hell", seine putzigen Stars zwischen Chaos Computer Club, Zungenküssen und Paraguay stolpern mitunter ratlos, aber beschwingt durch ihren Alltag. Glitzerndes Nachtleben, Liebe und das Ende der Liebe. Das alles wärmt mein Herz. Dieses Buch macht glücklich und schön und muss dringend gelesen werden!

brillant      5 von 5 Punkten
Schon bei den ersten Sätzen der Eingangsgeschichte mit dem Ameisenbär lag ich am Boden vor Lachen. Das sind absolut brillante Stories mit hintergründigem, nicht derbem Spitzenhumor. Es wimmelt nur so von aberwitzigen Abenteuern, Beschreibungen und Einfällen. Bin immer noch entzückt und begeistert von dem Buch, ähnlich wie bei Rocko Schamonis "Risiko des Ruhms", kann es nur unbedingt weiterempfehlen

brillant      5 von 5 Punkten
Schon bei den ersten Sätzen der Eingangsgeschichte mit dem Ameisenbär lag ich am Boden vor lachen. Das sind absolut brillante Stories mit hintergründigem, nicht derben Spitzenhumor. Es wimmelt nur so von aberwitzigen Abenteuern, Beschreibungen und Einfällen. Bin immer noch entzückt und begeistert von dem Buch ähnlich wie bei Rocko Schamonis "Risiko des Ruhms", kann es nur unbedingt weiterempfehlen.



Der ästhetische Imperativ. Schriften zur Kunst (FUNDUS, Bd. 166) - Peter SloterdijkDer ästhetische Imperativ. Schriften zur Kunst (FUNDUS, Bd. 166)
Peter Sloterdijk, Peter Weibel

Gebundene Ausgabe, 15. August 2007
     Verkaufsrang: 112990      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 25,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Schriften von Peter Sloterdijk wecken stets höchste Erwartungen, weil die elaborierte Sprache des Autors sowie seine Kunst des Positions- und Perspektivenwechels oft ebenso überraschende wie überzeugende Einsichten und Durchsichten eröffnen. Umso mehr darf der Leser von der hier erstmals vorgelegten Auswahl von Sloterdijks Schriften zur Kunst Außergewöhnliches erwarten. Indem Sloterdijk die ihm eigene Methode der Diskursverfremdung auf die Betrachtung von Kunstwerken und -gattungen ausweitet, erscheinen die neu beschriebenen Objekte unter einem jäh veränderten Licht. Die Grenzen zwischen Philosophie und Literatur, Argumentation und Erzählung werden verflüssigt; auch die Kunstobjekte selbst scheinen in Bewegung zu geraten. Unter Sloterdijks Blick wandeln sich bekannte ästhetische Phänomene zu Quellen von Überraschung. Durch ihre Rekontextualisierung gewinnen sie eine zweite Existenz. Wie unbekannte Wesen treten die Gegenstände seiner theoretischen Prosa vor den Leser; zugleich zeigen sie sich in einer Nähe und Vertrautheit, wie nur ein neuer Blick sie gewähren kann. In seinen Erkundungen berührt Sloterdijk alle klassischen und modernen Gattungen der Künste, von der Architektur bis zur Musik, von der Malerei zum Film, vom Design zur Typographie. Er durchstreift alle Felder des Sichtbaren und Unsichtbaren, des Hörbaren und Unhörbaren die historische Spannweite seiner Beobachtungen reicht von Delphi bis Hollywood. Er reflektiert über die Bedingungen aktueller Kunstproduktion, vom Sponsorenwesen bis zum Museumssystem, von der Entwicklung der Medien bis zu den Metamorphosen ästhetischer Subjektivität. Entscheidend ist aber immer die unnachahmlich überraschende Gangart, dank welcher sich der Autor von den ausgetretenen Pfaden des Kunstkommentars entfernt. Durch die Prismen von Sloterdijks Denken wahrgenommen wird die Kunst als eine heterodoxe Form des Wissens erfahrbar.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Geburtstagsgeschenk eines alten Freundes      5 von 5 Punkten
Alles, was paradox ist, sei ganz normal, sagt der große Niklas Luhmann sinngemäß. Stoße man bei einer persönlichen Beobachtung der WELT oder bei der Beobachtung eines BEOBACHTERS (also: bei einer Beobachtung 2. Grades) auf eine Paradoxie, so sei man vollkommen und gerechtfertigt auf dem richtigen Wege des Verständnisses. In diesem Sinne paradox ist alles, was mit dem Autor Peter Sloterdijk zusammenhängt: Von den 82 Millionen Deutschen kennen ihn persönlich gewiß nur wenige, aber dennoch ist er uns allen so bekannt wie ein Bunter Hund: Wer hat nicht schon mindestens einmal das "Philosophische Quartett" gesehen!; wer hat nicht, sofern er sich überhaupt für Bücher interessiert (solch ein Wesen würde dies hier gar nicht zu Gesicht bekommen), mindestens einmal eines seiner vielen Bücher in der Hand gehabt beim Stöbern in seiner Stammbuchhandlung!; selber habe ich die Reihe seiner Bücher in meinen Regalen eben durchgezählt und bin bis dreißig gekommen; und dennoch wäre es falsch und oberflächlich, zu sagen, er sei so etwas wie ein Vielschreiber, das ist er keineswegs. Für mein Bauchgefühl schreibt er eher selten; jedenfalls muß ich immer viel länger auf ein neues Buch von ihm warten, als mein inneres Wünschen es hartnäckig fordert. Die Zahl der Bücher, auf die ich gerne verzichten würde für jedes Buch, das ich mir von ihm noch wünsche, bevor ich als Leser abtreten muß (viel wird daran nicht mehr fehlen, mit meinen 78 Jahren), diese Zahl ist Legion. Und zu den Paradoxalitäten, die sich mir sofort beim Aufklingen seines Namens aufdrängen, gehört auch, daß man ihm, als gewöhnlicher Leser, nichts zu seinem 60. Geburtstag schenkt oder schenken kann, nein, er selber geht hin und schenkt seinen Lesern etwas: Dieses neue, wunderbar (haptisch) aufgemachte kleine Buch, das so bescheiden daher kommt und dennoch 522 Seiten auf die Waage bringt. Ich sage bewußt "Waage" und meine diesen metaphorischen Vergleich tatsächlich Inhaltsschwer: Diese 22 Essays wird niemand, der sie liest, auf die leichte Schulter nehmen können und dürfen. Sie wiegen wirklich und tatsächlich schwer: Inhaltlich und formal. Dieser Autor hat wieder getan, was eigentlich gar nicht geht: Er hat sich selber wieder übertroffen. Er ist im formulieren nicht nur so gut wie immer: Er ist besser. Er hat nicht nur wieder Themen an Land gezogen, die wenige anpacken, nein, es sind Themen, denen die Meisten gar nicht gewachsen wären. Das sei Lobhudelei, werden Sie, verehrter Leser, jetzt sagen; ich sage dazu nur: Fangen Sie, bitte, an mit Lesen, und Sie werden mir ganz kleinlaut zugeben: Bis hierher sei kein Wort übertrieben gewesen.

Entscheidend, für mich jedenfalls, ist aber die Heuristik dieses Mannes bei seinem Schreiben. Um diesen Satz zu begründen muß ich etwas ausholen: Als ich im Sommer '83 in Wiesbaden an den beiden Schaufenstern der ehrwürdigen Buchhandlung Vaternahm vorbeiging, dachte ich, es trifft mich der Schlag wegen der offensichtlichen Unverschämtheit eines mir vollkommen unbekannten Autors. Hatte der Buchhändler doch mit Hilfe zweier Gummisauger die beiden Suhrkampbände eines Peter Sloterdijk an seine Scheiben gehängt, auf denen der, für meine Begriffe, schier unüberbiertbar unverschämte Titel prangte: "Kritik der zynischen Vernunft". Das Weitere kann ich mir hier ja schenken; Sie kennen es ja auch. So ging das dann Jahr um Jahr: Man kam an den Büchern dieses Mannes intellektuell einfach nicht mehr vorbei. Als er sich dann auch noch outete (auf welcher Seite welchen Buches weiß ich gar nicht mehr), daß er ein Anhänger und ein Gedankenverwerter des (damals) größten lebenden deutschen Soziologen sei, da kannte meine Gier, neues von ihm in die Finger zu bekommen, wirklich keine Grenzen mehr. Ich Rede von den Gedankenwelten Niklas Luhmanns. Dieser Peter Sloterdijk hat wie wenige Wissenschaftler begriffen, was es mit dem gewaltigen Paradigmenwechsel in der Soziologie (und Philosophie) auf sich hat, den der ursprüngliche Jurist, der sich konsequent zum Soziologen gewandelt hatte, nämlich dieser Niklas Luhmann, bewirkt hatte mit seinem Denken, seinem Schreiben und mit dem Erschaffen seiner grundlegend neuen Gesellschaftstheorie. Sieht man nämlich einmal von den unmittelbaren Schülern des Niklas Luhmann ab (die selbstverständlich die Gedanken ihres Meisters vertreten und weiterentwickeln), so tun sich die Vertreter anderer Wissenschaften, als gerade der Soziologie, ziemlich schwer in der Aufnahme und der konsequenten Umsetzung Luhmannscher Denk- und Beobachtungsweisen. Ich möchte hier nur ein Beispiel nennen für das Gegenteil: So wie Dietrich Schwanitz die umstürzenden Gedanken Luhmanns in seine Literaturwissenschaft eingebaut hat und damit und dadurch viel neues zu sehen bekam und seinen Lesern nahebringen konnte, genau so hat Sloterdijk gezeigt, das ein jeder, der wirklich die Moderne neu denken will, es tatsächlich nur kann, wenn er die hochkomplexe Fülle Luhmannschen Denkens und Luhmannscher Begrifflichkeiten anzuwenden und umzusetzen weiß.

Und damit bin ich auf dem Punkt dessen, was ich hier bekräftigen möchte: Sloterdijk ist dieser moderne Denker, der bei aller unübersehbaren Eigenständigkeit klar davon ausgeht: Ohne Luhmann im Hinterkopf läuft bei der Beschreibung unserer Wirklichkeiten gar nichts mehr. Nehmen Sie dies, lieber Leser, als die gewichtige Grundlage meiner Empfehlung an Sie, das neue Buch von Peter Sloterdijk "Der ästhetische Imperativ" zu lesen.
Rudi K. Sander


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Die Geschichte der Null - Robert KaplanDie Geschichte der Null
Robert Kaplan

Taschenbuch, Juni 2003
     Verkaufsrang: 186939      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Nach Meinung des Verlegers der amerikanischen Ausgabe steht Die Geschichte der Null "in der Tradition" von Dava Sobels Bestseller Längengrad. Wahrscheinlich deshalb, weil das Buch sowohl lyrisch geschrieben als auch zu wenig illustriert ist. Es wäre zutreffender, es so zu beschreiben: Es steht in der Tradition von etwas, was alt genug ist, eine Tradition zu haben -- ein Kuriositätenkabinett, eine Naturkunde im alten Sinne.

Robert Kaplan ist Mathematiklehrer und widmet sich mit seinem Kabinett dem -- Nichts. Wie kam es dazu, dass wir ein Symbol für Null haben? Wer benutzte es als Erster? Für gewöhnlich wird die Erfindung (oder die Entdeckung) der Null um 600 v. Chr. den Indern zugeschrieben. Kaplan schenkt jedoch den Experimenten der Sumerer, der Babylonier und der alten Griechen mit dem Abakus, dem Rechenbrett, Positionssystemen und abstraktem Denken mehr Aufmerksamkeit. Es ist ihm klar, dass sein Ansatz umstritten sein wird: Lassen sich nicht all unsere Errungenschaften auf Indien zurückführen? Wurden die Null und die Variable nicht in der Tat hier geboren -- der Zwillingsnachwuchs des Sunya und des offenbar urindischen Verständnisses der Leere als etwas Aufnahmefähiges? Letztendlich fand dieses Wissen dann doch seinen Weg zu den alten Griechen.

Kaplans Meditationen über die Null beschränken sich nicht auf ihren Ursprung. Er sinnt auch über die "Null des Selbst" nach, über Infinitesimale, die Null der Maya und das Nichts des Selbstmords. Dabei beweist er "eine sinnliche Freude an Silben", eine Liebe zu Worten wie auch zu Zahlen, die dieses Buch zu einem Labsal für beide Gehirnhälften macht. --Mary Ellen Curtin

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

Mathematische Philosophie oder Philosophische Mathematik      5 von 5 Punkten
Das, wovor jeder Mensch am meisten Angst hat, das Nichts, die Null, hält noch gar nicht so lange Einzug in die Welt der Mathematik. Kaplan widmet dem ein ganzes Buch und verbindet dabei die mathematische Zeitentwicklung mit der philosophischen Betrachtung der Zahl Null. Nicht nur Mathe-Freaks kommen auf ihre Kosten.
Das Buch ist gehört nicht zu denen, die man einfach mal durchliest und dann zur Seite legt. Es verführt immer wieder zum Zugreifen und Stöbern und bietet weit mehr als 247 Seiten über mal eben gar Nichts.


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Hot Topic: Popfeminismus heute - Hot Topic: Popfeminismus heute

Broschiert, Oktober 2007
     Verkaufsrang: 113969      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Der Reader über Frauen zwischen Feminismus und Pop, Prekariat und Boheme
Seit der konservative Backlash offen in Form von neuem Gebärzwang und alten Hausmütterchen-Doktrinen zutage tritt, besinnt sich sogar der Mainstream wieder auf die Notwendigkeit des Feminismus. Dabei wird gerne übersehen, dass es abseits des gemäßigten Feuilleton-Bekenntnisses zur Geschlechtergleichheit eine Menge junger Frauen gibt, die sich den radikalen ¯Luxus® eines feministischen Bewusstseins leisten und dies in verschiedensten Formen leben. In der ¯Hot Topic®-Anthologie porträtieren diese Frauen ihre Lebensrealitäten zwischen Abtreibung, Indie-Mutterschaft, Prekariats-Boheme, queerem Coming-of-Age, Schönheits-Terror und Exotinnendasein im Musik- und Medienbusiness. In Anlehnung an die Vielzahl anglo-amerikanischer Textsammlungen, die hierzulande immer noch ihresgleichen suchen, destilliert dieser anekdotisch angelegte Reader die gesellschaftspolitische Aussage aus dem privaten Erleben und knüpft damit d
ort an, wo vor beinahe 10 Jahren der bis jetzt einzigartig gebliebene Band ¯Lips Tits Hits Power® aufhörte.Aus dem Inhalt: Reproduktion, Abtreibung und Verhütung / Queere Strategien und Coming out / Grrrl-Zines / Drag Kings in der Populärkultur / TV-Serien und Feminismus / Mädchenzeitschriften, Szeneorgane und (Anti-)Solidarität / Weibliche Einflussbereiche in der Punksubkultur / Ladyfest als Ladyspace / Das Leben der Lo-Fi-Boheme / Gender und Feminismus zwischen Ost und West / Weiße Männlichkeitskonstruktionen im Rock und Pop /Mode als PolitikumMit Beiträgen von Christiane Rösinger, Pauline Boudry, Clara Völker, Sarah Diehl, Rosa Reitsamer und Vina Yun und mit zahlreichen Illustrationen.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Prädikat: äußerst lesenwert!      5 von 5 Punkten
Größtenteils sehr unterhaltsam geschriebenes, weniger wissenschaftliches, weil persönlich inspiriertes Sammelwerk mit Beiträgen zu feministisch angelegten Lebensentwürfen und aktueller Popkultur. Leider immer noch alles "heiße Themen", was bei der Lektüre der teils ziemlich selbstironischen Texte - so locker sie daher geschrieben sein mögen - unweigerlich bewusst wird (wenn es das nicht schon vorher war). Doch auch ernstere, seit der zweiten Frauenbewegung aktuelle Themen wie sexualisierte Gewalt, Schwangerschaftsabbruch und Essstörungen finden Beachtung. Ein gelungenes Buch, welches einen guten Überblick verschafft zum aktuellen Stand der Dinge aus feminstischer Sicht.


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Jakobsweg: Geschichte und Kultur einer Pilgerfahrt - Klaus HerbersJakobsweg: Geschichte und Kultur einer Pilgerfahrt
Klaus Herbers

Broschiert, Februar 2006
     Verkaufsrang: 179102      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Der Pilgerweg nach Santiago de Compostela erfreut sich weit über den Kreis frommer Pilger hinaus zunehmender Beliebtheit. Klaus Herbers beschreibt anschaulich, wie der Jakobuskult seit dem 8. Jahr-hundert im Westen Spaniens entstand und zum Bollwerk gegen das muslimische Spanien wurde. Er erläutert die historische Funktion der Jakobswege als „Kulturstraßen Europas“ und stellt ihre wichtigsten Stationen vor.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Geschichte des Jakobswegs vom 9. Jh. bis heute      5 von 5 Punkten
In der Beck'schen Reihe "Wissen" ist 2006 der Band 2094 "Jakobsweg" von Klaus Herbers, einem Professor für mittelalterliche Geschichte an der Universität Erlangen-Nürnberg, erschienen. Wie alle Bände dieser exquisiten Reihe behandelt er ein Thema - auch wenn es etwas komplexer ist - kurz und bündig auf knapp über 100 Taschenbuchseiten. In 8 Kapiteln geht er der Geschichte und Kultur dieses Pilgerwegs nach. Das 1. Kapitel behandelt, wie der Apostel Jakob, Sant'Iago, der Legende nach nach Santiago de Campostela kam. Der Karriere einer Stadt "am Ende der Welt" und dem Bollwerk gegen den Maurenstaat auf der iberischen Halbinsel ist das 2. Kapitel gewidmet. Kapitel 3 befaßt sich mit den Gründen für eine Pilgerfahrt nach Santiago de Campostela und den vier Wegen durch Frankreich nach Spanien. Durch diese Pilgerfahrten wurde der Jakobsweg zu einer "Kulturstraße Europas" (Kapitel 4). Den Gefahren und Riten unterwegs widmet sich Kapitel 5 "Unterwegs nach Santiago de Campostela". Die Kapitel 6 bis 9 behandeln den Niedergang zu Beginn der Neuzeit (aufgrund des Abschlusses der Reconquista und des Aufkommens des Humanismus) und den Neuanfang im 20. Jahrhundert. Insgesamt zeigt das mittlerweile in 7. Auflage vorliegende, interessant geschriebene Buch prägnant die historische Bedeutung des Jakobswegs dar.


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studium kompakt - Pädagogik: Umgang mit wissenschaftlicher Literatur: Eine Arbeitshilfe für das sozial- und geisteswissenschaftliche Studium - Joachim Starystudium kompakt - Pädagogik: Umgang mit wissenschaftlicher Literatur: Eine Arbeitshilfe für das sozial- und geisteswissenschaftliche Studium
Joachim Stary, Horst Kretschmer

Taschenbuch, September 1994
     Verkaufsrang: 17224      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 15,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

völlig ausreichend für Otto-Normal-Verbraucher      5 von 5 Punkten
Das Buch der beiden Autoren Stary und Kretschmer, beide lehren an der Freien Universität Berlin, hält für den Preis alles das was es auch verspricht.
Es ist klar und gut durchstrukturiert, was dem Lesen nur zugute kommt.
Stary und Kretschmer geben Tipps zum Lesen, zur Bearbeitung und schließlich zur Verarbeitung des Gelesenen. Dabei gehen Sie z.B. auf allg. Lesemethoden, Karteisysteme, Gruppendiskussionen, Argumentations-Strategien, die Technik des Exzerpierens u.v.a. ein.
Als kleines Schmankerl haben Sie noch ein „Abkürzungsverzeichnis“ abgedruckt (Es kann für Studenten von großer Bedeutung sein solche „abbreviations“ zu kennen und vor allem zu beherrschen.).
Meines Erachtens ein gelungenes Buch zum Einstieg. Wer sich allerdings noch intensiver mit der Materie auseinander setzten möchte (z.B. Germanistikstudenten) dem wird dieses Buch nicht reichen um seinen Wissensdurst zu stillen.


Schriftkunde: Basiswissen - Elke von BoeselagerSchriftkunde: Basiswissen
Elke von Boeselager

Broschiert, Dezember 2004
     Verkaufsrang: 190939      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,80 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Schrift, Informationsmedium seit mehr als 5.000 Jahren, begegnet uns heute in erster Linie in gedruckter Form. Doch kaum jemandem ist bewusst, dass zwar viele Buchstaben auf der heutigen PC-Tastatur schon seit über zwei Jahrtausenden genau so geschrieben werden, die Druckschrift aber erst 500 Jahre alt ist und die Maschinenschrift gar erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts ihren Siegeszug antrat. Deshalb ist die Schriftkunde, auch Handschriftenkunde oder Paläographie genannt, eine der wichtigsten historischen Hilfswissenschaften. Sie schafft nicht nur die Grundlage zur Entzifferung von Schriften in ihrem jeweiligen Kontext, sondern leistet einen wichtigen Beitrag zu Erkenntnissen für die Kultur- und Bildungsgeschichte. Zum ersten Mal wird nun eine deutschsprachige Einführung in die Schriftkunde vorgelegt, die auch die Entwicklung der neuesten Zeit berücksichtigt. Von Beginn des Schreibens bis zum modernen Bürobetrieb, von der Gänsefeder bis zum Laserdrucker werden organisatorische sowie technische Voraussetzungen für Schrift erläutert. Dabei ist es das Ziel, das Basiswissen für das Entziffern schwieriger Schriften bereit zu stellen. Zahlreiche Abbildungen geben einen Überblick über Schriftentwicklung und zeigen, dass die Lesbarkeit einer Schrift keineswegs nur von ihrem Alter abhängt. Grundlagen der Schriftgeschichte, Methoden zur Entzifferung von Schriften und eine Auswahlbibliographie eröffnen den Einstieg in die faszinierende Welt des Schreibens  und des Lesens.



Kulinaristik: Forschung - Lehre - Praxis - Kulinaristik: Forschung - Lehre - Praxis

Broschiert, Juni 2008
     Verkaufsrang: 154850      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,80 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Die Kulinaristik (von lat. culina = die Küche) ist ein Fächer und Branchen übergreifender Beitrag zu den Kultur- und Lebenswissenschaften. Die versammelten Beiträge des Bandes schreiben Visionen, Forschungen und Initiativen ihrer Umsetzung in die Praxis fort, die insbesondere im Umfeld der 2000 gegründeten Deutschen Akademie für Kulinaristik entstanden sind. Die Autoren sind Wissenschaftler und renommierte Vertreter der Gastronomie, der Lebensmittelwirtschaft, der Medien, der Freien Berufe und Kulturinstitute. Sie beleuchten Themen und Kontexte von der kulturellen Verankerung des Ess- und Trinkverhaltens, des Kochens und der Gastlichkeit bis hin zu rituellen, gastronomischen, geschlechtsspezifischen, kulturpolitischen, philosophischen, ökonomischen, theologischen, semiotischen und kommunikativen Aspekten des Zusammenhangs von Kultur, Kommunikation und Küche. Beiträge von Tilman Allert, Eva Barlösius, Wolfgang-Otto Bauer, Regina Bendix Angelos Chaniotis, Trude Ehlert, Dietrich Harth, Ines Heindl, Irmela Hijiya-Kirschnereit, Guido Fuchs, Wolfgang Fuchs, Hans-Ulrich Grimm, Peter Kupfer, Harald Lemke, Jörg Maier, Gerhard Neumann, Peter Peter, Klaus Pfenning Klaus Pilger, Roland Posner, Cornelia Ptach, Gerhard Rechkemmer, Gisela Schneider, Hans Stefan Steinheuer, Frank Thiedig, Bernhard Tschofen, Alois Wierlacher.



Grenzgänge der Ästhetik - Wolfgang WelschGrenzgänge der Ästhetik
Wolfgang Welsch

Taschenbuch, Oktober 1996
     Verkaufsrang: 129156      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,60 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Wolfgang Welsch beleuchtet neue Szenarien des Ästhetischen, Ästhetisierungsprozesse, ethische Implikationen der neuen Ästhetik; er stellt Diagnosen aufgrund markanter Phänomene der Gegenwartskunst und untersucht Konstellationen der Wahrnehmung; er eröffnet Ausblicke, die sich vor allem durch die Anwendung der neuen Medien ergeben. Ästhetik, einst eine exklusive Spezialdisziplin, avanciert zur universalen Philosophie am Ende des 20. Jahrhunderts.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

sehr kluge sammlung      5 von 5 Punkten
welsch hat die gabe, schwierige philosophische sachverhalte anschaulich und verständlich zu präsentieren. das macht ihn zu einem guten lehrer und seine schriften zu gutem lehrstoff. sehr empfehlenswert.


Ideen: Eine Kulturgeschichte von der Erfindung des Feuers bis zur Moderne - Peter WatsonIdeen: Eine Kulturgeschichte von der Erfindung des Feuers bis zur Moderne
Peter Watson

Gebundene Ausgabe, Oktober 2006
     Verkaufsrang: 173162      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 49,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Vom Abenteuer des Denkens, Entdeckens und Erfindens. - Die große Kulturgeschichte der Menschheit.
Leseschmöker und Denkabenteuer, Fundgrube und Ideen-Kompendium – Peter Watson bietet nach »Das Lächeln der Medusa« erneut Geistesgeschichte zum Anfassen.
Beginnt die Ideengeschichte der Menschheit, als die Frühmenschen erstmals Feuer machen, vor ca. 1,8 Millionen Jahren? Oder schon mit dem ersten Faustkeil vor etwa 2,5 Millionen Jahren? Warum entwickelte sich vor 40 000 Jahren eine komplexe Sprache? Wie kamen das Minus- und das Plus-Zeichen in die Vorstellungswelt, und wie entstand das Bild vom Paradies? Peter Watson lädt ein zu einer Expedition durch die abenteuerliche Welt menschlicher Ideen. Vom ersten Feuer, dem ersten Werkzeug und den ersten Worten über die Geburt der Götter, die ersten Gesetze und die Entwicklung großer Zentren von Wissen und Weisheit bis hin zu den umwälzenden Ideen der Moderne: das Größte und das Kleinste, das Selbst-Bewusstsein des Individuums und die Entdeckung des Unbewussten. Dabei ordnet Watson die riesige Materialfülle nach drei zentralen Ideen, die für ihn die Geschichte der Menschheit prägen: die Seele, mehr als die Idee von einem Gott, Europa, mehr als das Gebiet auf der Landkarte, und das Experiment als Motor aller Entwicklung. Wie schon in seinem erfolgreichen Standardwerk »Das Lächeln der Medusa« über die Ideen des 20. Jahrhunderts gelingt es dem begnadeten Wissensvermittler, den Leser in den Kosmos des Denkens und Erfindens zu locken. Voller Staunen verfolgt man das Auftauchen und Verschwinden von Ideen, Denkern und Kulturen, erkennt ungeahnte Zusammenhänge und sieht schließlich die eigene Welt als Produkt eines gewaltigen Prozesses aus Mut, Erfindungsgeist und Erkenntnislust.
• Das Standardwerk zur Ideen- und Kulturgeschichte • Ideales Geschenk für Bildungshungrige


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Gigantisches Werk      5 von 5 Punkten
Dieses Buch ist ein Konzentrat der menschlichen Kulturgeschichte, der Geschichte der Ideen. Auf jeder Seite wird eine Fülle von Informationen geliefert, dass das Leserhirn fast überlastet ist. Es wird nicht reichen, dieses Buch nur einmal durchzulesen, sondern man wird es immer wieder gerne zur Hand nehmen, um Entwicklungen und Strömungen besser zu verstehen. Trotz aller Abzweigungen und Nebenwege gelingt es dem Autor in der komplexen Materie einen roten Faden beizubehalten und dem Leser die Entwicklung der menschlichen Ideen nahe zu bringen. Ein sehr empfehlenswertes Buch für alle, die Interesse an Geschichte haben.


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Kulturgeschichte Ägyptens und des alten Orients: Leben und Legende der vorchristlichen Seele - Egon FriedellKulturgeschichte Ägyptens und des alten Orients: Leben und Legende der vorchristlichen Seele
Egon Friedell

Gebundene Ausgabe, August 1998
     Verkaufsrang: 139032      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Dieses letzte zu Lebzeiten des Autors publizierte Werk erschien zuerst 1936 in Zürich. Es bildet einen in sich geschlossenen Bestandteil der von Friedell als Pendant zur 'Kulturgeschichte der Neuzeit' geplanten dreibändigen 'Kulturgeschichte des Altertums', die infolge seines tragischen Todes unvollendet blieb.
"Es gibt wenige kulturgeschichtliche Werke", schrieb die 'Deutsche Tagespost' nach Erscheinen der Neuausgabe, "die uns so tief erschüttern und zugleich bereichern. Ein erstaunlich reiches, sicheres Wissen bildet die Grundlage; dazu kommt, daß Friedell mit den ... Erkenntnissen vieler Wissensgebiete an den mächtigen Stoff herangeht, den er letzten Endes als Philosoph überschaut und als Dichter in einer erstaunlich flüssigen Form gestaltet. Es geht ein gewaltiger Entrümpelungs- und Entstaubungsprozeß vor sich, und am Ende steht dieses geradezu leuchtende Werk eines Gelehrten und Weisen."
Egon Friedell (bis 1916 Friedmann) wurde am 21. Januar 1878 in Wien geboren. Er studierte Philosophie und Germanistik und promovierte 1904 mit einer Arbeit über 'Novalis als Philosoph'. Als Dramatiker, Kabarettist und Theaterkritiker, als Freund von Peter Altenberg und Alfred Polar gehprte er zu den bestimmenden Persönlichkeiten des Wiener Kulturlebens. Von 1922 bis 1927 war er Schauspieler bei Max Reinhardt in Berlin und Wien, dann freier Schriftsteller. Berühmt machte ihn seine 'Kulturgeschichte der Neuzeit' (3 Bände 1927-1931). Kurz nach dem deutschen Einmarsch in Österreich nahm sich Friedell am 16. März 1938 das Leben.


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Kein Geschichtsbuch      5 von 5 Punkten
Es ist von Atlantis die Rede, sogar vom "okulten Atlantis". Und den wilden, noch unberührten Naturvölkern werden geheimnisvolle Fähigkeiten bei der Beherrschung ihres Lebensraumes nachgesagt. Rudolf Steiner wird zitiert, und viel wird über Gott und sein Wirken auf der Erde diskutiert - und das alles allein schon im ersten Kapitel, in der Einleitung, die eigentlich nur etwas zur "Mär der Weltgeschichte" sagen will. Dazwischen erfährt man auch etwas über Kant, die Saurier, Oswald Sprengler und das Verhältnis von Volk und Rasse.

Hätte man nur diese Einführung zwischen zwei Buchdeckel gepresst und als eigenständiges Werk verkauft, wäre das alles wohl im Ozean der esoterischen Welterklärungsliteratur unbemerkt untergegangen. Aber zum Glück folgen hier noch vier weitere Abschnitte, über Ägypten, das Antike Mesopotamien, das alte Israel und Kreta mit einigen Ausflügen zum frühen Griechenland. Und da merkt man dann doch, dass man es bei dem Autor nicht mit einem Träumer, sondern mit einem unglaublich gebildeten Arbeitstier zu tun hat.

Nicht nur gibt er für jede der genannten Kulturen eine prägnante Übersicht der Kulturgeschichte. Er erläutert die Kultur auch aus einer besonderen, sehr lebensnahen Perspektive. Er bringt seine eigene Lebenserfahrung in die Interpretation von Funden und Texten ein. Na gut, dadurch ist vieles Spekulation. Aber auf der anderen Seite wird auch vieles klarer als in anderen Büchern, weil es unser eigenen Erfahrung näher ist. Friedell versteht Menschen, und dieses Verständnis setzt er ein, um uns die Vergangenheit besser verständlich zu machen. Fast möchte man von Weisheit sprechen.

Außerdem erfährt man eine Fülle von Fakten über die Geschichte, und auch über die Geschichtswissenschaft, also die Entwicklung unser Wahrnehmung der Antike bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Nicht alles entspricht heute noch dem aktuellen, wissenschaftlichen Stand. Aber mein Eindruck ist, dass unser heutiges Bild der Geschichte der Menschheit eher breiter geworden ist, als genauer, als tiefer. Und so liest sich das alles auch heute noch unglaublich spannend.

Am Ende habe ich sogar die kuriosen Stories über Atlantis nicht mehr ganz so abwegig gefunden. Aber was solls. Vielleicht ist Kulturgeschichte eben doch keine exakte Wissenschaft.


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Sound Signatures - Jochen BonzSound Signatures
Jochen Bonz

Taschenbuch, März 2001
     Verkaufsrang: 236461      Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen.

Preis: € 11,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Was ist Pop? So wenig originell diese Frage ist, so originell, vielfältig und überraschend können die Antworten ausfallen, wenn man sie den Richtigen stellt: Schriftstellern wie Thomas Meinecke, Andreas Neumeister und DJs Wie Dirk von Lowtzow (Tocotronic) oder Hans Nieswandt; Journalisten wie Diedrich Diederichsen, Ulf Poschardt, Pinky Rose, Sascha Kösch oder Moritz von Uslar; Wissenschaftlern wie Gabriele Klein oder Eckard Schumacher.
Alle Autorinnen und Autoren gehen in den vorliegenden Originalbeiträgen anhand der Beschreibung eines Gegenstands, einer Person, einer Moderichtung, eines (Schreib-)Stils der Frage nach, was Popkultur eigentlich ist. Diese Phänomenologie der derzeitigen Popkultur bildet insofern auf ebenso unterhaltsame wie erhellende Weise ab, wie in der Gegenwart Kultur wahrgenommen wird und als symbolische Ordnung funktioniert; und nicht zuletzt wird der Begriff selber einer Revision unterzogen, indem er - ganz nebenbei - in unendlich viele Teilchen zersprengt wird.


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pop mit "pop-mitteln" erfassen?      2 von 5 Punkten
gänzlich "unschuldig" sei "der/die/das" pop: eine scherbe aus dem identifikationsangebot des popkulturellen warenladens, in dem sich jeder eben seinen splitter heraussuchen kann. pop ist alles und nichts. wer es nicht erkennt, ist nicht pop.

denn pop ist polykontextuell, polyvalent und postmodern. alles klar? natürlich.

ähnlich sinnvoll wäre es, eine abhandlung über lyrik in alexandrinern und hexametern zu verfassen.

oder aber auch: was! für! ein! schmarrn! (um in der notation der poetry! slams! zu bleiben)

Ein willkommener Einstieg in die Poptheorie      4 von 5 Punkten
"Sound Signatures" ist ein Sammelband, der sich, wie es längst nötig geworden ist, mit Pop beschäftigt. Phänomenologisch werden "splitterartig" wichtige Facetten beleuchtet: es geht um Popkultur, Popart, Popmode und vor allem um Popmusik. Allein Diedrich Diederichsens Aufsatz "Wo bleibt das Musikobjekt?" ist den Kauf des wohlfeilen Buches wert.



Werke in 20 Bänden mit Registerband: Werke in 20 Bänden und Register, Bd.13, Vorlesungen über die Ästhetik I.: Bd 13 - Georg Wilhelm Friedrich HegelWerke in 20 Bänden mit Registerband: Werke in 20 Bänden und Register, Bd.13, Vorlesungen über die Ästhetik I.: Bd 13
Georg Wilhelm Friedrich Hegel

Taschenbuch, Dezember 1986

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Wanderbüchlein des Johannes Butzbach, genannt Piemontanus, Prior zu Maria Laach. Aus dem Leben eines fahrenden Schülers im 16. Jahrhundert - Johannes ButzbachWanderbüchlein des Johannes Butzbach, genannt Piemontanus, Prior zu Maria Laach. Aus dem Leben eines fahrenden Schülers im 16. Jahrhundert
Johannes Butzbach

Gebundene Ausgabe, 1989

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Werke in 20 Bänden mit Registerband: Werke in 20 Bänden und Register, Bd.14, Vorlesungen über die Ästhetik II.: Bd 14 - Georg Wilhelm Friedrich HegelWerke in 20 Bänden mit Registerband: Werke in 20 Bänden und Register, Bd.14, Vorlesungen über die Ästhetik II.: Bd 14
Georg Wilhelm Friedrich Hegel

Taschenbuch, Februar 2008

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Kunst als Erfahrung - John DeweyKunst als Erfahrung
John Dewey

Taschenbuch, 24. Mai 2006

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Mimesis. Kultur - Kunst - Gesellschaft - Gunter GebauerMimesis. Kultur - Kunst - Gesellschaft
Gunter Gebauer, Christoph Wulf

Broschiert, April 1992

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Werke in 20 Bänden mit Registerband: Werke in 20 Bänden und Register, Bd.15, Vorlesungen über die Ästhetik III.: Bd 15 - Georg Wilhelm Friedrich HegelWerke in 20 Bänden mit Registerband: Werke in 20 Bänden und Register, Bd.15, Vorlesungen über die Ästhetik III.: Bd 15
Georg Wilhelm Friedrich Hegel

Taschenbuch, Mai 2008

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Methoden der Interpretation - Methoden der Interpretation

Taschenbuch, Januar 1985

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