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| Kultur, Bildung | Inhaltsangaben Kurzbeschreibungen Zusammenfassungen | |
Kompendium Kulturgeschichte: Theorien, Praxis, Schlüsselworte Ute Daniel Taschenbuch, Mai 2001 Verkaufsrang: 200666 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Während die Grenzen einzelner Wissenschaften immer undeutlicher werden, gewinnt eine noch junge »Disziplin« gerade dadurch zunehmend an Kontur: die von den anglo-amerikanischen cultural studies beeinflußte Kulturwissenschaft, die sich nun auch mehr und mehr an deutschen Universitäten etabliert. Das Kompendium Kulturgeschichte trägt dieser Entwicklung Rechnung, indem es das die aktuellen Debatten der Geschichtswissenschaft prägende Themenfeld der...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Kulturgeschichte - mehr als nur die Geschichte der Kultur 5 von 5 Punkten Ute Daniels "Kompendium Kulturgeschichte" sollte, soviel lässt sich bereits vorwegnehmen, in keiner geisteswissenschaftlichen Bibliothek fehlen. Das Buch umfasst sehr verschiedene Themen, die sich zum Teil mehr, zum Teil weniger direkt mit dem Gebiet der Kulturgeschichte befassen, doch genau das ist sein Vorteil, denn die auf der wissenschaftstheoretischen Ebene interdisziplinäre Ausrichtung macht es nicht nur für Kulturhistoriker interessant, sondern bietet einen weitgefassten Ausblick, der am Ende eines jeden Kapitels mit aktuellen Literaturangaben zum weiterlesen einlädt. Zudem sind besonders die Kapitel zu den einzelnen Autoren mit vielen Zitaten aus deren Werken versehen, so dass der Charakter reiner Sekundärliteratur erfreulicherweise aufgeweicht wird. Zum Teil sind auch längere Beispieltexte beigegeben, Querverweise im Text lassen Kontexte leicht erkennen und nachschlagen. Die ersten 90 Seiten stehen unter dem Titel "Kulturwissenschaftliches Wissen I" Die dabei behandelten Autoren, Nietzsche, Simmel, Dewey, Weber und Cassirer, sind zwar keine Kulturhistoriker, sondern primär Philosophen und Soziologen, doch skizziert Ute Daniel hier die Bedeutung ihrer Ansätze für die Kulturgeschichte, wirken sie doch zum Teil noch heute nach. Anschließend werden auf weiteren 90 Seiten so verschiedene Autoren wie Hans Georg Gadamer, Michel Foucault oder Pierre Bourdieu behandelt. Dazu kommt, dass Ute Daniel deren Gedanken nicht für sich stehen lässt, sondern in den Kontext zugehöriger wissenschaftlicher Richtungen wie (Post)Strukturalismus und Postmoderne einordnet und die Entwicklungslinien dieser Ansätze verfolgt und erklärt. Der zweite große Teil des Buches behandelt dann die eigentliche Kulturgeschichte. Nach einem kurzen Abriss zu deren eigener Geschichte (Voltaire, Burckhardt, Lamprecht u.a.) werden auch hier verschiedene Ansätze (Annales-Schule, Mentalitätsgeschichte) behandelt und mit Norbert Elias, Carlo Ginzburg und Natalie Zemon Davis einige zugehörige Autoren vorgestellt. Insgesamt wird hier der weite Rahmen deutlich, in dem sich die Kulturgeschichte bewegen kann und bewegen muss. Aus diesem Grunde sind auch die folgenen Betrachtungen zu den verschiedenen Bindestrich-Geschichten (Alltagsgeschichte, Geschlechtergeschichte u.a.) sehr hilfreich. Abschließend behandelt das Buch unter einem kulkturhistorischen Gesichtspunkt wichtige Schlüsselwörter, z.B. Tatsache, objektiv, subjektiv, Historismus und Sprache, um nur einige zu nennen. insgesamt lässt sich sagen, dass das Buch einen umfassenden Überblick über die theoretischen Ansätze der Kulturgeschichte gibt, daher dem interessierten Laien und besonders Studierenden sehr zu empfehlen ist. Schließlich ist Geschichte mehr als nur Vergangenes, entsteht sie doch erst durch uns und durch die Beschäftigung mit ihr. Dazu lädt dieses gut und flüssig geschrieben Buch auf jeden Fall ein. |
Die ZEIT-Welt- und Kulturgeschichte in 20 Bänden. 14: Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit: 14 Theo Sommer, Angelika Franz, Gunter Hofmann Gebundene Ausgabe, Januar 2006 Verkaufsrang: 129231 Bei Amazon z.Zt. leider nicht lieferbar! |
Dieser Band richtet seinen Blick auf die Zeit des Zweiten Weltkrieges, seine Voraussetzungen und seine Folgen - und die besondere, traurige Rolle Deutschlands in der Weltpolitik.
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Popliteratur (eva wissen) Thomas Ernst Broschiert, 4. Oktober 2005 Verkaufsrang: 89811 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Popliteratur ist zu einem feststehenden Begriff geworden. Handelt es sich dabei lediglich um die moderne Variante der Hochkultur oder nur um ein Etikett, das vor allem die Bestseller einiger jüngerer deutschsprachiger Autoren bezeichnet? Das Buch erklärt die Ursprünge der Popliteratur im Dadaismus und der Beat Generation, beschäftigt sich mit den durchaus politischen Hintergründen der ersten popliterarischen Texte Ende der sechziger Jahre und beschreibt die Bedeutung des Pop in der bundesdeutschen Literatur der letzten Jahrzehnte. Ausführlich wird der aktuelle Boom und die darauf bezogene Debatte reflektiert.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
kurze und prägnante Einführung in die Popliteratur 5 von 5 Punkten Dieses Buch besticht durch Übersichtlichkeit, prägnante Formulierung und stellt eine interessante Einführung in die Popliteratur dar. Angefangen bei Begriffsdefinition wie "Popliteratur" sowie "Dadaismus", gibt der Autor kurze soziale und geschichtliche Hintergründe zu den literarischen Stömungen und Bewegungen. Er verfolgt die Literatur bis heute. Dabei werden selbstverständlich die Autoren und (meist nur) ihre wichtigsten Werke erwähnt. Das Buch ist sehr reich und informativ illustriert.
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Die ZEIT-Welt- und Kulturgeschichte in 20 Bänden. 13: Erster Weltkrieg und Zwischenkriegszeit: 13 Peter Sager, Dietrich Geyer, Michael Winter Gebundene Ausgabe, Januar 2006 Verkaufsrang: 136606 Bei Amazon z.Zt. leider nicht lieferbar! |
Dieser Band schildert eindrucksvoll die ernüchternde Bilanz des Ersten Weltkriegs, die labile Konsolidierung Europas in der Zwischenkriegszeit, den Aufstieg der Sowjetunion und die gleichzeitigen Entwicklungen in Asien und Amerika.
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5000 Jahre Geometrie: Geschichte, Kulturen, Menschen Christoph J. Scriba, Peter Schreiber Gebundene Ausgabe, November 2004 Verkaufsrang: 97634 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Schon lange bevor die Schrift entwickelt wurde, hat der Mensch geometrische Strukturen wahrgenommen und systematisch verwendet. So entstehen beim Weben und Flechten einfache zweidimensionale Muster und ohne dreidimensionale Körper wie Quader, Würfel oder Pyramide ist keine Bautätigkeit denkbar. Das vorliegende Buch gibt einen faszinierenden Überblick über die geometrischen Vorstellungen und Erkenntnisse der Menschen von der Urgesellschaft bis hin zu den komplexen...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Tiefschürfende Übersicht zur Geschichte der Geometrie 5 von 5 Punkten Dass die Pyramiden, Zikkurate und anderen Monumentalbauten der frühen Hochkulturen ohne vertiefte Geometriekenntnisse nicht möglich gewesen wären, ist ein Gemeinplatz des Mathematikunterrichts: Wie diese Geometrie betrieben wurde, welche Themen behandelt wurden, welche Lösungen gefunden wurden und von wem, warum, in welchem Zusammenhang - das bleibt meist im Dunkeln. Hier setzen Scriba und Schreiber ein, deren Standardwerk zur Geschichte der Geometrie inzwischen in überarbeiteter Auflage vorliegt.
Die "Wahrheit" oder auch nur Folgerichtigkeit, logische Geschlossenheit der Mathematik gilt den meisten als zeit- und kulturunabhängig. Um so spannender ist es zu sehen, wie die verschiedensten Kulturen jeweils Mathematik betrieben, welche konkreten Probleme die Mathematiker alter Zeiten angingen und welche Lösungen sie fanden. Die Entwicklung der Geometrie als eine gewachsene Wissenschaft wird aufgezeigt, die Brücke zu Nachbargebieten der Mathematik immer wieder geschlagen. Besonders der enorme Fortschritt, den der Übergang von der "klassischen" zur heutigen analytischen Geometrie bedeutet, wird deutlich - neben vielen anderen Fortschritten.
Nicht nur die westliche Geschichte von Ägypten über die klassische Antike und das islamische Mittelalter bis heute wird betrachtet, sondern auch die Geometrie anderer Kulturkreise gleichberechtigt dargestellt. Die griechischen Vorstellungen von Mathematik und insbesondere Geometrie, die unsere Vorstellungen bis heute dominieren, erscheinen damit nicht mehr als alternativlos und können fruchtbar diskutiert werden.
Wer Mathematik in Schule oder Uni zu vermitteln hat, wird sich über die Fülle des Materials aus allen Kulturkreisen freuen: Mathematik auch einmal anhand von konkreten Fragen, Originalquellen und ungewöhnlichen, eben historischen Formulierungen zu präsentieren, hat viel didaktischen Nutzen: Viele Aufgaben, die seit Jahrtausenden immer wieder präsentiert werden, kann man hier in ursprünglicher Form sehen.
Die Autoren decken die Geschichte der Geometrie kompetent in einer umfassenden Übersicht ab - für einzelne Fragen und Epochen bieten sie damit einen guten Startpunkt. Der Text ist verständlich formuliert, trotzdem bleiben die verhandelten Themen komplex und anspruchsvoll. Das jeweils Grundlegende sollte auch für interessierte Oberstufenschüler verständlich sein. Die zahlreichen Übungsaufgaben (!) werden aber spätestens in der 2. Hälfte des Buches nur mit einiger universitärer Vorbildung zu lösen sein. Ein guter Index und zahlreiche Literaturverweise machen das Buch auch zu einem idealen Nachschlagewerk; als Alternative fiele mir nur das sechsbändige "Lexikon der Mathematik" aus dem Spektrum-Verlag ein.
Als Ergänzung lohnt sich der Band "4000 Jahre Algebra" aus der gleichen Reihe.
Kurz: Wer sein didaktisches Handwerkszeug erweitern will, oder sich für die Geschichte der Mathematik und speziell der Geometrie interessiert (und sei es auch nur in Teilen), ist hier bestens bedient. Einfach ist die Lektüre nicht - aber lohnenswert, da hier eben nicht nur an der Oberfläche gekratzt wird.
Sehr empfehlenswertes Buch zur Mathematikgeschichte 5 von 5 Punkten In "5000 Jahre Geometrie" wird die Entwicklung der Geometrie von den Anfängen in der Steinzeit über Mesopotamien, die Hochblüte in Griechenland, die Überlieferung und Weiterentwicklung im Orient und den arabischen Ländern, die Entdeckungen im europäischen Mittelalter und der Renaissance bis hin zu den Erkenntnissen und Anwendungen der Geometrie im 19. und 20. Jahrhundert dargestellt.Dabei wird nicht nur die reine Geschichte der Geometrie dargestellt, sondern auch Bezug auf die kulturellen und sozialen Geschehnisse der jeweiligen Zeit genommen. Außerdem ist von den Wechselwirkungen der Geometrie mit anderen Wissenschaften wie Architektur, Kunst, Musik und Religion zu lesen (wobei die offensichtlichen Verbindungen mit Naturwissenschaften und Technik natürlich nicht übersehen werden). Das Buch ist sehr leicht zu lesen, im Gegensatz zu vielen anderen Büchern zum Thema Mathematik wird im Text auf übertriebene Formeldarstellung verzichtet. Durch diese Art der Darstellung ist das Buch auch für Nichtmathematiker sehr lesenswert. Das heißt aber nicht, daß keine Formeln vorkommen, in den Aufgabenteilen zu den Kapiteln finden sich alle Formeln, die das Mathematikerherz begehrt :-) |
Faszination Berg: Die Geschichte des Alpinismus Peter Grupp Gebundene Ausgabe, März 2008 Verkaufsrang: 225901 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Klettern und Extrembergsteigen liegen gegenwärtig im Phänomen der Moderne. Trend. Bergwandern ist seit langem ein Breitensport.Weltweit sind Millionen von Menschen in alpinen Vereinen unterschiedlichster Art organisiert. Doch was bewegt den Mensch zum Bergsteigen? Und worin unterscheidet sich der Bergsteiger vom Wanderer? Trotz einer fast unüberschaubaren Fülle an Publikationen fehlt bislang eine umfassende Dar-stellung, die als historischer Überblick systematisch Antworten auf diese Fragen bietet. Dem Historiker Peter Grupp ist es nun gelungen, die vielschichtigen Aspekte des Phänomens Alpinismus aufzudecken und zu einem eindrucksvollen Gesamtbild zusammenzufügen. Er verfolgt zunächst die Entstehung des Alpinismus und dessen wichtigsten Entwicklungsstu-fen weltweit von den Anfängen bis zur Gegenwart. Anschließend beleuchtet er alle Facet-ten des Alpinismus von den Spielarten des Bergsteigens und seine Techniken über die un-terschiedlichen Bergsteigertypen, ihre soziale Verortung und ihre Motive bis hin zur Organisation des Bergsteigens mit Vereinswesen, Ausrüstung, Hütten- und Wegebau. Eben-falls in den Blick genommen werden die Rolle von Wissenschaft und Sport, aber auch von Kommerz und Medien sowie die Verflechtungen des Bergsteigens mit Gesellschaft, Wirt-schaft und Politik. Mit einem Überblick über die Spiegelungen des Bergsteigens in Literatur, Kunst und Film und einem Ausblick auf seine mögliche Zukunft endet der informative Band.
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Rhythmik für alle Sinne. Ein Weg musisch-ästhetischer Erziehung Susanne Peter-Führe Taschenbuch, Januar 2001 Verkaufsrang: 184744
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
nicht schlecht 4 von 5 Punkten Dieses Buch bietet einige Praxisbeispiele, die man im Kindergarten gut umsetzten kann und gibt Grundinformationen über die Lernfelder und Ziele in der Rhythmik.
Sehr gutes, überschauliches Praxisbuch mit vielen Spielideen 5 von 5 Punkten Da ich mich neu in dem Bereich der Rhythmik bewege, war ich sehr froh ein Praxisbuch gefunden zu haben, dass mir viele verschiedene Spiele anbietet. Die Spiele sind nach Themen gegliedert, für die sich Kinder besonders interessieren (z.B. Indianer, Jahreszeiten,...). Zusäztlich zu den Spielen werden noch Lieder zu jeweiligen Thema angeboten. Man kann viele Spiele kombinieren, aus dem Thema heurausgreifen und einzeln spielen oder sich auch nur Anregungen holen. Das Buch ist anregend, praxisnah geschrieben. Es bietet auch für Therapeuten und Erzieher, die nicht aus der Rhythmik kommen, die Möglichkeiten rhythmisch zu arbeiten,da es gut verständlich geschreiben ist und die Spielideen genau erklärt sind. |
Der ästhetische Imperativ. Schriften zur Kunst (FUNDUS, Bd. 166) Peter Sloterdijk, Peter Weibel Gebundene Ausgabe, 15. August 2007 Verkaufsrang: 73117 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Schriften von Peter Sloterdijk wecken stets höchste Erwartungen, weil die elaborierte Sprache des Autors sowie seine Kunst des Positions- und Perspektivenwechels oft ebenso überraschende wie überzeugende Einsichten und Durchsichten eröffnen. Umso mehr darf der Leser von der hier erstmals vorgelegten Auswahl von Sloterdijks Schriften zur Kunst Außergewöhnliches erwarten. Indem Sloterdijk die ihm eigene Methode der Diskursverfremdung auf die Betrachtung von Kunstwerken und -gattungen ausweitet, erscheinen die neu beschriebenen Objekte unter einem jäh veränderten Licht. Die Grenzen zwischen Philosophie und Literatur, Argumentation und Erzählung werden verflüssigt; auch die Kunstobjekte selbst scheinen in Bewegung zu geraten. Unter Sloterdijks Blick wandeln sich bekannte ästhetische Phänomene zu Quellen von Überraschung. Durch ihre Rekontextualisierung gewinnen sie eine zweite Existenz. Wie unbekannte Wesen treten die Gegenstände seiner theoretischen Prosa vor den Leser; zugleich zeigen sie sich in einer Nähe und Vertrautheit, wie nur ein neuer Blick sie gewähren kann. In seinen Erkundungen berührt Sloterdijk alle klassischen und modernen Gattungen der Künste, von der Architektur bis zur Musik, von der Malerei zum Film, vom Design zur Typographie. Er durchstreift alle Felder des Sichtbaren und Unsichtbaren, des Hörbaren und Unhörbaren die historische Spannweite seiner Beobachtungen reicht von Delphi bis Hollywood. Er reflektiert über die Bedingungen aktueller Kunstproduktion, vom Sponsorenwesen bis zum Museumssystem, von der Entwicklung der Medien bis zu den Metamorphosen ästhetischer Subjektivität. Entscheidend ist aber immer die unnachahmlich überraschende Gangart, dank welcher sich der Autor von den ausgetretenen Pfaden des Kunstkommentars entfernt. Durch die Prismen von Sloterdijks Denken wahrgenommen wird die Kunst als eine heterodoxe Form des Wissens erfahrbar.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Geburtstagsgeschenk eines alten Freundes 5 von 5 Punkten Alles, was paradox ist, sei ganz normal, sagt der große Niklas Luhmann sinngemäß. Stoße man bei einer persönlichen Beobachtung der WELT oder bei der Beobachtung eines BEOBACHTERS (also: bei einer Beobachtung 2. Grades) auf eine Paradoxie, so sei man vollkommen und gerechtfertigt auf dem richtigen Wege des Verständnisses. In diesem Sinne paradox ist alles, was mit dem Autor Peter Sloterdijk zusammenhängt: Von den 82 Millionen Deutschen kennen ihn persönlich gewiß nur wenige, aber dennoch ist er uns allen so bekannt wie ein Bunter Hund: Wer hat nicht schon mindestens einmal das "Philosophische Quartett" gesehen!; wer hat nicht, sofern er sich überhaupt für Bücher interessiert (solch ein Wesen würde dies hier gar nicht zu Gesicht bekommen), mindestens einmal eines seiner vielen Bücher in der Hand gehabt beim Stöbern in seiner Stammbuchhandlung!; selber habe ich die Reihe seiner Bücher in meinen Regalen eben durchgezählt und bin bis dreißig gekommen; und dennoch wäre es falsch und oberflächlich, zu sagen, er sei so etwas wie ein Vielschreiber, das ist er keineswegs. Für mein Bauchgefühl schreibt er eher selten; jedenfalls muß ich immer viel länger auf ein neues Buch von ihm warten, als mein inneres Wünschen es hartnäckig fordert. Die Zahl der Bücher, auf die ich gerne verzichten würde für jedes Buch, das ich mir von ihm noch wünsche, bevor ich als Leser abtreten muß (viel wird daran nicht mehr fehlen, mit meinen 78 Jahren), diese Zahl ist Legion. Und zu den Paradoxalitäten, die sich mir sofort beim Aufklingen seines Namens aufdrängen, gehört auch, daß man ihm, als gewöhnlicher Leser, nichts zu seinem 60. Geburtstag schenkt oder schenken kann, nein, er selber geht hin und schenkt seinen Lesern etwas: Dieses neue, wunderbar (haptisch) aufgemachte kleine Buch, das so bescheiden daher kommt und dennoch 522 Seiten auf die Waage bringt. Ich sage bewußt "Waage" und meine diesen metaphorischen Vergleich tatsächlich Inhaltsschwer: Diese 22 Essays wird niemand, der sie liest, auf die leichte Schulter nehmen können und dürfen. Sie wiegen wirklich und tatsächlich schwer: Inhaltlich und formal. Dieser Autor hat wieder getan, was eigentlich gar nicht geht: Er hat sich selber wieder übertroffen. Er ist im formulieren nicht nur so gut wie immer: Er ist besser. Er hat nicht nur wieder Themen an Land gezogen, die wenige anpacken, nein, es sind Themen, denen die Meisten gar nicht gewachsen wären. Das sei Lobhudelei, werden Sie, verehrter Leser, jetzt sagen; ich sage dazu nur: Fangen Sie, bitte, an mit Lesen, und Sie werden mir ganz kleinlaut zugeben: Bis hierher sei kein Wort übertrieben gewesen.
Entscheidend, für mich jedenfalls, ist aber die Heuristik dieses Mannes bei seinem Schreiben. Um diesen Satz zu begründen muß ich etwas ausholen: Als ich im Sommer '83 in Wiesbaden an den beiden Schaufenstern der ehrwürdigen Buchhandlung Vaternahm vorbeiging, dachte ich, es trifft mich der Schlag wegen der offensichtlichen Unverschämtheit eines mir vollkommen unbekannten Autors. Hatte der Buchhändler doch mit Hilfe zweier Gummisauger die beiden Suhrkampbände eines Peter Sloterdijk an seine Scheiben gehängt, auf denen der, für meine Begriffe, schier unüberbiertbar unverschämte Titel prangte: "Kritik der zynischen Vernunft". Das Weitere kann ich mir hier ja schenken; Sie kennen es ja auch. So ging das dann Jahr um Jahr: Man kam an den Büchern dieses Mannes intellektuell einfach nicht mehr vorbei. Als er sich dann auch noch outete (auf welcher Seite welchen Buches weiß ich gar nicht mehr), daß er ein Anhänger und ein Gedankenverwerter des (damals) größten lebenden deutschen Soziologen sei, da kannte meine Gier, neues von ihm in die Finger zu bekommen, wirklich keine Grenzen mehr. Ich Rede von den Gedankenwelten Niklas Luhmanns. Dieser Peter Sloterdijk hat wie wenige Wissenschaftler begriffen, was es mit dem gewaltigen Paradigmenwechsel in der Soziologie (und Philosophie) auf sich hat, den der ursprüngliche Jurist, der sich konsequent zum Soziologen gewandelt hatte, nämlich dieser Niklas Luhmann, bewirkt hatte mit seinem Denken, seinem Schreiben und mit dem Erschaffen seiner grundlegend neuen Gesellschaftstheorie. Sieht man nämlich einmal von den unmittelbaren Schülern des Niklas Luhmann ab (die selbstverständlich die Gedanken ihres Meisters vertreten und weiterentwickeln), so tun sich die Vertreter anderer Wissenschaften, als gerade der Soziologie, ziemlich schwer in der Aufnahme und der konsequenten Umsetzung Luhmannscher Denk- und Beobachtungsweisen. Ich möchte hier nur ein Beispiel nennen für das Gegenteil: So wie Dietrich Schwanitz die umstürzenden Gedanken Luhmanns in seine Literaturwissenschaft eingebaut hat und damit und dadurch viel neues zu sehen bekam und seinen Lesern nahebringen konnte, genau so hat Sloterdijk gezeigt, das ein jeder, der wirklich die Moderne neu denken will, es tatsächlich nur kann, wenn er die hochkomplexe Fülle Luhmannschen Denkens und Luhmannscher Begrifflichkeiten anzuwenden und umzusetzen weiß.
Und damit bin ich auf dem Punkt dessen, was ich hier bekräftigen möchte: Sloterdijk ist dieser moderne Denker, der bei aller unübersehbaren Eigenständigkeit klar davon ausgeht: Ohne Luhmann im Hinterkopf läuft bei der Beschreibung unserer Wirklichkeiten gar nichts mehr. Nehmen Sie dies, lieber Leser, als die gewichtige Grundlage meiner Empfehlung an Sie, das neue Buch von Peter Sloterdijk "Der ästhetische Imperativ" zu lesen.
Rudi K. Sander
Weitere Lesermeinungen |
Die ZEIT-Welt- und Kulturgeschichte in 20 Bänden. 15: Zeitalter des Ost-West-Konflikts: 15
Gebundene Ausgabe, Februar 2006 Verkaufsrang: 150039 Bei Amazon z.Zt. leider nicht lieferbar! |
Dieser Band führt in die Ära des Kalten Kriegs, schildert Ängste und Sehnsüchte der Menschen in der geteilten Welt, das Ende des Ost-West-Konflikts und die daran geknüpften neuen Hoffnungen.
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In Control - Das Buch zum Ian Curtis Film Anton Corbijn Gebundene Ausgabe, 10. Januar 2008 Verkaufsrang: 65354 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Control: The Ian Curtis Film"ist Anton Corbijns jüngstes Projekt und in gewissem Sinn ein Kulminationspunkt seines bisherigen Schaffens. Corbijn, als Photograph der Pop- und Musikszene weltberühmt, dreht nach mehr als 75 Videoclips zur Zeit seinen ersten abendfüllenden und selbstproduzierten Film."Control", der bei den Filmfestspielen in Cannes Premiere hatte, handelt von Ian Curtis (1956 bis 1980), dem Leadsänger, Gitarristen und Songwriter der legendären Rock Band Joy Division. Mit seinen Songs, die von Depression, Gewalt und Entfremdung erzählen, seiner sinister dunklen Stimme und seinen Bühnenauftritten - tänzerischen Einlagen, die den epileptischen Anfällen des tatsächlich Kranken sehr nahe kamen - wurde Curtis in den drei Jahren, die Joy Division existierte (1977 bis 1980), zum Helden der Post Punk-Ära. Sein Selbstmord mit 23 Jahren am Tag, bevor die Band zu ihrer ersten Amerika-Tournee aufbrechen sollte, bestätigte noch den Mythos vom jung sterbenden Rockstar. "Closer to C ontrol"i st das Buch zum Film, Anton Corbijns visuelles Tagebuch vor, während und nach den eigentlichen Dreharbeiten. Handschriftliche Notizen, Zeichnungen und jede Menge Photographien, darunter Stills, die er selbst mit einer 35mm-Kamera vom"making of"des eigenen Films aufnahm, dokumentieren den kreativen Entstehungsprozeß von Corbijns Regiedebut, auf dessen Ergebnis man gespannt sein darf.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Sehr schönes Begleitbuch zum Film 4 von 5 Punkten In diesem Buch befinden sich zahlreiche Bilder, die während des Drehs zum Film 'Control' entstanden sind, und Corbijns Gedanken hierzu.
Ein sehr schöner Begleitband zum Film mit vielen tollen Bildern. Er gibt einen Einblick in Corbijns Arbeit man erfährt viel Hintergrundinformationen. Gut gelungen!
Eindruckvolles Meisterwerk! 5 von 5 Punkten Anton Corbijn's Bildband zu seinem Joy Division Film "Control" ist trotz
des teuren Preises ein Muss für jeden Fan. Das Buch ist gross in einem langen
Format gedruckt. Auf einer Seite ist jeweils ein Tagebucheintrag Corbijn's
auf der anderen ein Bild. Es sind grossartige Schwarzweiss-Bilder, beein-
druckend, jedes erzählt eine Story für sich. Danke an Corbijn für dieses
Buch, welches den Film nochmals in Erinnerung bringt und mehr bringt als
eine DVD, weil ein Buch fassbarer ist und man schneller Zugriff zu gewissen
Szenen hat und dieser Bildband wirklich gelungen ist, sozusagen ein Buch
für die Ewigkeit. |
Vorschule der Ästhetik Jean Paul Broschiert, März 1990 Verkaufsrang: 218939 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Nach jahrzehntelangen Überlegungen über die Prinzipien der Kunst, den Gegensatz zwischen Klassik und Romantik, die Wirkungsweisen von Humor, Ironie und Witz entwickelt Jean Paul (1763-1825) eine philosophisch reflektierte Theorie der modernen Dichtung. Historisch gehört dieser Text zur Frühromantik, in die von Herder und Jacobi mitgeprägte Strömung eines spirituellen Realismus.
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Das Jahr ohne Sommer: Die großen Vulkanausbrüche der Menschengeschichte und ihre Folgen Jelle Zeilinga de Boer, Donald Theodore Sanders Gebundene Ausgabe, Juni 2004 Verkaufsrang: 37792 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Autoren untersuchen in neun Fallstudien die Beziehung zwischen den Vulkanausbrüchen und der Geschichte der Menschheit. Sie beschreiben nicht nur die unmittelbaren Folgen, sondern auch die längerfristigen sozialen Nachwirkungen. Es gelingt Ihnen hervorragend, eine bemerkenswerte Verbindung zwischen der Naturwissenschaft Geologie und den gesellschaftswissenschaftlichen Aspekten zu schaffen. Die ausgewählten Beispiele reichen von dem historischen bekannten Ausbruch des Vesuvs, der uns in einzigartiger Weise Einblicke in antike Welt gewährt, bis zum jüngsten und best dokumentierten Ausbruch des Mount St.Helens in Amerika.
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Die ZEIT-Welt- und Kulturgeschichte in 20 Bänden. 07: Europa im Mittelalter: 7 Rüdiger Krohn, Ulf von Rauchhaupt, Tobias Hürter Gebundene Ausgabe, Dezember 2005 Verkaufsrang: 93789 Bei Amazon z.Zt. leider nicht lieferbar! |
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Gut lesbar 4 von 5 Punkten Dieser 7. Band (der auf 20 Bände angelegten Reihe) zeigt deutlich die Stärken (und auch Schwächen) dieses Monumentalwerks: Der Band ist reich bebildert (fast jede Seite enthält ein Bild); klar in viele große Kapitel und Unterkapitel gegliedert und auch für den Nichthistoriker verständlich geschrieben. (Mir scheint überhaupt, dass sich diese Reihe weniger an den historischen Spezialisten als vielmehr an den interessierten und aufgeschlossenen Laien wendet). Der Leser erfährt auf 6 Seiten Wichtiges über die Pest: dazu wird Boccaccio zitiert; es gibt eine "Infobox" (wie bei vielen anderen Kapitzeln). Ergänzt wird das alles durch die "Zeit-Aspekte" (hier zB "Nibelungenlied"; "Inquisition"; "Zünfte".... Dass offensichtlich nichtdeutschsprachige Historiker nicht zu Wort kommen, scheint mir doch eine gewisse Schwäche zu sein. Summa summarunm: trotz mancher Einwände lesens- und preiswert! |
Zungenkuss. Du nennst es Kosmetik, ich nenn es Rock 'n' Roll: Du nennst es Kosmetik, ich nenn es Rock'n Roll Kerstin Grether Broschiert, April 2007 Verkaufsrang: 160440 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Über Pop schreiben bedeutet sich zu verwandeln, und sie fängt im Alter von 15 Jahren damit an. Ihre Texte sind frech, anrührend, witzig und präzise. Die ehemalige Spex-Redakteurin Kerstin Grether schreibt bis heute die Frauen in die Musikgeschichte zurück und wurde darüber selbst zu einer Ikone der Popkulturgeschichte ihrer Generation. Sie erzählt von rockigen Begegnungen mit Kultstars wie Nick Cave und den Ramones und dechiffriert die süße Plastikwelt der Casting-Kids. Ob Kurzgeschichte oder Reportage, Essay oder Rezension - immer kommt es zu spontanen Zungenküssen mit dem Leben, seinen Stars und Liedern und dem Ideenmut der Gegenwart: dazu gehören auch Filme,TV-Serien, Romane und Theorien. Zungenkuß erlaubt sich die gegenwärtige Musikgeschichtsschreibung jenseits gängiger Antagonismen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Oberflächlich! 2 von 5 Punkten Der Klappentext und die ersten Seiten bewegten mich dazu, das Buch erwartungsvoll zu kaufen. Ich dachte, da hätte ich ein bisschen Popliteratur im Rucksack - so was wie Stuckrad-Barre, Kracht oder Diedrichsen. Ich muss gestehen, dass ich zu Beginn der Lektüre amüsiert war und das Buch im Urlaub zunächst als eine angenehme Lektüre empfand. So manche Begegnung, die die Autorin beschreibt, ist interessant und irgendwie auch lesenswert. Trotzdem bleiben fast alle Text oberflächlich, die Sätze sind oftmals nichts anderes, als Platitüden und ganz einfach zum großen Teil schlecht geschrieben. Denn letztendlich haben sich nicht die sprachliche Größe, dass sie den Leser über mehr als 350 Seiten tragen können. Irgendwann nervt der Stil dieser Kerstin Grether, die sich selbst zu ernst nimmt und viel zu oft in den Mittelpunkt rückt. Es sind Texte bei denen man es dabei hätte belassen sollen, dass sie in einem Magazin erschienen sind. Der Kauf des Buches lohnt sich nicht.
ICH nenn es Rock`n` Roll! 5 von 5 Punkten Ich hatte das große Vergnügen, dieAutorin auf der Buchmesse live zu erleben. Sie war der Top-Act der "Langen Lesenacht" in der "Moritzbastei" und machte uns wieder wach und euphorisch. Mit echten Rock`n`Roll- Gutenachthgeschichten. Spannend und Informativ.
Daraufhin habe ich mir das Buch "Zungenkuß" gekauft und mein guter Eindruck konnte sich halten. Schnelle Poppoesie der Extraklasse wechselt sich ab mit tiefgründiger Analyse von Phänomenen der Popkultur und klasse Bands, wie z.B. Tocotronic, Tomte, Yeah Yeah Yeahs, Strokes oder Brit-Pop. (Hierzu gibt es einen gut recherchierten Text, der von den 60er Jahren bis heute alles Wissenswerte über Musik aus England enthält in Form einer Reisereportage). Ich finde Miss Grether am besten, wenn sie über Gitarrenhymnen und Lieblingslieder schreibt. Aber auch Romane, Diskurstheorie und Kulturpolitik kommen nichT zu kurz.
Alles in allem empfehle ich dieses Buch allen Musikenthusiasten und solchen, die es werden wollen, und vielleicht auch deiner Freundin, damit sie einen besseren Musikgeschmack bekommt - und etwas lernt über Powerladys, Powerakkorde und vor allem über den Unterschied zwischen Kosmetikpop und ROck`n Roll. Oder auch einfach nur als unterhaltsamen Lesestoff - für lange Bahnfahrten ,z.B. von Leipzig nahc Marburg! |
Die Kunst der Gesellschaft Niklas Luhmann Taschenbuch, März 1997 Verkaufsrang: 203323 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Unter dem Titel 'Die Kunst der Gesellschaft' setzt dieses Buch eine Reihe von Publikationen fort, die der Ausarbeitung einer Theorie der Gesellschaft dienen. Die Einleitung zu dieser Serie ist unter dem Titel 'Soziale Systeme' 1984 erschienen. Ferner liegen inzwischen vor: 'Die Wirtschaft der Gesellschaft', 'Die Wissenschaft der Gesellschaft' und 'Das Recht der Gesellschaft'. Das Gesamtunternehmen - 'Die Gesellschaft der Gesellschaft' - sucht Distanz zu vorherrschenden Gesellschaftstheorien, die ihren Gegenstandsbereich durch mehr oder weniger normative, jedenfalls integrative Einheitskonzepte zu beschreiben versuchen. Luhmann macht deutlich, warum es sich empfiehlt, die Gesellschaftstheorie umzuschreiben und die Einheit der Gesellschaft nicht in ethisch-politischen Forderungen zu suchen, sondern darin, daß bei extremer Verschiedenheit von Funktionen und Operationsweisen in Systemen - zum Beispiel Religion oder Geldwirtschaft, Wissenschaft oder Kunst, Intimbeziehungen oder Politik -trotzdem vergleichbare Sachverhalte entstehen. Das Theorieangebot ist danach im Kern: Klarheit der Außenabgrenzung und Vergleichbarkeit des Verschiedenen.Niklas Luhmann ist Professor für Soziologie (em.) an der Universität Bielefeld.
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1926: Ein Jahr am Rand der Zeit Hans Ulrich Gumbrecht Taschenbuch, September 2003 Verkaufsrang: 191216 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
auf der suche nach der wirklichkeit von gestern 5 von 5 Punkten man kann dieses buch lesen wie die geburtstagsbücher - freilich viel tiefgehender - und so wichtige persoen und ereignisse dieses jahrgangs wieder wahrnehmen. man kann sich dem jahr 1926 auch nähern wie etwa der lebenswelt im mittelalter, mit dem vorteil, dass das entstehende bild aufgraund der quellenlage viel plastischer wird, allerdings aufgrund der selektion etwas subjektiver. die darstellung reicht von der damaligen wahrnehmung von Dingen, die im kellektivgedächtnis gut verankert sind, wie autos, fahrstühle, fernsprecher, fliessband etc.,zu der beschreibung von freizeitvergnügen wie reisen,stierkampf usw. bis zu eher elitären diskussionen.Darüberhinaus kann man natürlich mit dem autor gegen den autor nach dem subjekt der geschichte fragen - mithile von Heidegger u.a. oder s.o. auch nur die beschreibung der damaliegen uni-praxis geniessen. |
Die Ethnographie popularer Kulturen: Eine Einführung (Uni-Taschenbücher M): Eine Einführung Bernd Jürgen Warneken Broschiert, 1. November 2006 Verkaufsrang: 177670 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Kultur unterer Sozial- und Bildungsschichten ist ein zentrales Thema der Europäischen Ethnologie, der Empirischen Kulturwissenschaft und der Volkskunde. Der vorliegende Band ist der erste ausführliche Überblick über diese "Ethnographie popularer Kulturen". Er verbindet die Behandlung der historischen und der Gegenwartsforschung mit der Diskussion aktueller Aufgaben. Im Unterschied zu Einführungen, die bei Theorien, Gegenstandsbereichen oder Methoden ansetzen, geht das Buch an drei klassischen Leitmotiven der ethnographischen Unterschichten-Darstellung entlang: an den Zuschreibungen Primitivität, Kreativität und Widerständigkeit.
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Persische Briefe Charles de Montesquieu Taschenbuch, April 1991 Verkaufsrang: 209766 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
2 Perser gegen den Staat 4 von 5 Punkten Ich muss meinem "Vorschreiber" widersprechen. Er hat zwar vollkommen recht, was das Werk Montesquieus betrifft, leider beschreibt er jedoch nicht den Inhalt der Perischen Briefe sondern vom "Geist der Gesetze".
In den Persischen Briefen geht es um 2 Perser die Paris besuchen und enorme Kritik an der damaligen französichen Gesellschaft und Politik üben. Auch die Kirche und der Papst werden nicht verschont wobei der Papst sogar als "Zauberer" und der Klerus als "Leute die immer nehmen und nie geben" beschrieben werden.
Eines der wichtigsten Werke der Aufklärung 5 von 5 Punkten . Das Werk entstand in einem Zeitraum von ca. 20 Jahren. Es ist in 31 einzelne Bücher und in diesen nochmals in 45 Kapitel untergliedert, welche (Natur)-Gesetze in Bezug zu Staatsformen herleiten. Er führt in diesen drei Herrschaftsformen, Demokratie, Monarchie und Despotie, auf verschiedene Gegebenheiten eines Volkes zurück. Ausgehend vom in England bestehenden Parlamentarismus, den Montesquieu mit der in Frankreich bestehenden absolutistischen Herrschaft der Könige verglich, entwarf er eine Einteilung in verschiedene Gewalten, die sich gegenseitig kontrollieren sollen.Inhalt: In den ersten zehn Büchern beschreibt Montesquieu, dass es sinnvoller ist, nicht nur von der Natur der jeweiligen Verfassung auszugehen, sondern auch von deren Prinzipien; das heißt, er analysiert die politische Ordnung verschiedener Staatsformen. Er unterscheidet dabei in Republik, Monarchie und Despotie; wobei er nur die ersten beiden als „gute" akzeptiert. Die Republik, welche er als Demokratie und Aristokratie für möglich beschreibt, muss nach dem Prinzip der Tugend funktionieren. Diese Tugend definiert er als Liebe zur Gleichheit, bei der man das Gemeinwohl seinem eigenen überordnen muss. Doch geht Montesquieu davon aus, dass Republiken nur in Stadtstaaten möglich sind. Bei der Monarchie hingegen lautet das Prinzip „Ehre", was sie deutlich von der Despotie unterscheidet. Die Monarchie wird durch das ehrbare Streben nach Anerkennung und Ansehen getragen und ist für mittelgroße Territorien anwendbar. Die Herrschaft eines einzelnen ist durch Gesetze klar festgelegt und dieser „Amtsträger" wird durch diese auch kontrolliert. Die Staatsform, die Montesquieu absolut verachtet ist die Despotie, welche mit dem Prinzip des Terrors („Furcht") funktioniert. Sie ist allerdings die einzige, die seiner Meinung nach bei großen Reichen funktioniert. Diese Kritik, die sich über das ganze Buch erstreckt, ist auch als deutliche Ablehnung des französischen Absolutismus zu verstehen. Er beschreibt weiter die verschieden Einflüsse der jeweiligen Staatsform und deren Prinzipien auf Bereiche wie das Militär, die Wirtschaft, etc. Im elften Buch, dessen sechstes Kapitel weltbekannt ist, untersucht er anhand der englischen Verfassung, wie politische Macht begrenzt und geregelt werden soll. Willkür soll/darf nicht möglich sein, denn nur in gemäßigten Verfassungen, welche Macht durch verschiedene Gewalten beschränken und bremsen. Die drei entscheidenden Kräfte seiner Staatsvision bezeichnet Montesquieu als: ,,die gesetzgebende Gewalt, die vollziehende Gewalt in Ansehung der Angelegenheiten, die vom Völkerrechte abhängen, und die vollziehende Gewalt hinsichtlich der Angelegenheiten, die vom bürgerlichen Recht abhängen". Jene Begriffe, die heute unter den Schlagwörtern Legislative, Exekutive und Judikative allgemein bekannt sind. Bis heute ist diese Trennung gültig. In den folgenden Büchern untersucht Montesquieu die Beziehungen der persönlichen Rechte der Bürger zu den Gesetzen. Sehr interessant sind Montesquieus Gedanken zum Einfluss von Klima und Umgebung auf die Entwicklung eines Volkes. So geht er zum Beispiel davon aus, dass Menschen, die warmen Klima ausgesetzt sind eher zur Trägheit neigen, als Menschen in nördlicheren Gefilden, da die Kälte „ihre Haut zusammenzieht und ihre Sinne schärft". Dieser Theorie wird heute kaum noch Beachtung geschenkt, da sie widerlegt gilt. Ab dem 20. Buch schreibt Montesquieu über Wirtschaft, bzw. Handel zwischen und innerhalb von Völkern. Er erkennt dies als zivilisatorischen Fortschritt an und führt dabei an, das Handel zu Frieden führt, da er Abhängigkeit schafft. Er untersucht u. a. Handelsgesetze und das Geldwesen, immerhin mit der Absicht Relationen zu erkennen und diese dann zu verdeutlichen. Auch erkennt er Religion durchaus als Hilfe für die herrschende Politik an und hält den Herrscher für gut beraten, der sich die Gesetze der Religion zu Nutze macht. In den Büchern 27 bis 31 stellt er die Entstehung der französischen Gesetze, Sitten und Bräuche im geschichtlichen Werdegangs Frankreichs dar. Er zeigt dabei, wie sich Volk und Gesetze einhandgehend entwickeln, allerdings immer in Abhängigkeit von Religion, Klima, Geologie und Denkweisen. Er vertritt somit keine Determinations-Theorie, sondern beschreibt, wie sich eine Gesellschaft gemäß dieser Vorlagen entwickelt hat, bzw. entwickeln kann. Wirkung: Der Einfluss von Montesquieus Hauptwerk ist heute noch spürbar: Die Idee der Gewaltenteilung ist unmittelbar mit dem modernen Demokratiebegriff verbunden. Seine Idee prägte die amerikanische Verfassung, deren Väter sich auf ihn beriefen; sowie auch die konstitutionalistische Bewegung des 18. und 19. Jahrhunderts. Die Beurteilung vom „Volksgeist(-willen)" und staatlichen Institutionen prägten die vergleichende Politikwissenschaft und auch die (politische) Soziologie nimmt ihren Anfang in seinen Vergleichen und der Suche nach Verhältnissen. |
Das Alter. Eine Kulturgeschichte
Gebundene Ausgabe, Oktober 2005 Verkaufsrang: 168711 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Wurden die Alten in früheren Zeiten respektiert und blieben bis zum Tod bei ihren Familien? Ab wann war man überhaupt alt? Wie stand es mit der Sexualität im Alter? Diese und andere Fragen beantworten Pat Thane und andere namhafte Historiker und entwerfen so eine spannende Mentalitäts- und Kulturgeschichte des Alters von der Antike bis heute. Über 250 Abbildungen zeigen dazu eindrucksvoll, wie alte Menschen in den verschiedenen Epochen in der Kunst dargestellt wurden und werden.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Falten und Weisheit 5 von 5 Punkten Früher wurden die Menschen nicht so alt wie heute. Früher durften die Menschen in ihren Familien alt werden und sterben. Früher hatten die nachfolgenden Generationen Achtung und Respekt vor den Alten. Mit diesen und ähnlichen Legenden räumt das Buch auf. Chronologisch hintereinandergeschaltet erzählen Aufsätze verschiedener Historiker und Kulturgeschichtler von Besonderem und Gleichem, das die Sicht auf das Alter und die Alten bestimmte von der Zeit der Griechen bis heute. Das Gleichbleibende ist vor allem die Ambivalenz, denn Alter ist beides, Weisheit und Verfall, Erfahrung und Verzweiflung, persönliche Geschichte und Vergessen. Davon berichten auch die Bildtafeln: Gemälde und Skulpturen von realen und fiktiven Persönlichkeiten bis hin zu allegorischen Zeichnungen und Fotografien der neueren Zeit. Bewiesen wird: Alter ist nicht nur Schicksal allein, sondern auch das, was der Einzelne daraus macht. Das gilt für den Römer der Zeitenwende ebenso wie für einen Europäer des 21. Jahrhunderts. In der Fülle der Bücher zum Thema Alter, die aus aktuellem Anlass auf den Markt kommen - denn zum ersten Mal wird sich die Bevölkerungspyramide auf den Kopf stellen - nimmt das vorliegende allein durch seine Gestaltung als Kunstband eine Sonderstellung ein und durch einige Bilder, die den Gedanken aufblitzen lassen: Vielleicht schafft man es, im Alter SO auszusehen. |
Wege zum Bild: Ein Lehrkonzept für künstlerisches Gestalten Ulrich Klieber Gebundene Ausgabe, Februar 2007 Verkaufsrang: 28637 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden »Wege zum Bild« ist kein Lehrbuch für Gestaltung im klassischen Sinne, sondern möchte durch eine Fülle von Beispielen einen Weg zur eigenständigen künstlerischen Gestaltung aufzeigen. Vielfältige, farbig illustrierte Aufgabenstellungen werden als Angebot, Hilfestellung und als Katalysator verstanden. Durch das freie Erproben verschiedener Arbeits- und Handlungsstrategien sollen die Wahrnehmungsfähigkeit und der souveräne Umgang mit dem Material, mit Linie, Fläche und Farbe geschult werden. Die breite Palette der gezeigten praktischen Arbeiten macht deutlich, wie vielfältig die künstlerischen Lösungswege sind. Sie lädt zum Experimentieren mit verschiedenen Materialien ein, vor allem aber zum Überschreiten der Grenzen der Malerei. Neue Generation der Gestaltungslehre, außergewöhnliche Anregungen zum Entwickeln individueller Gestaltungsideen, mit zahlreichen Übungen und reichhaltigem Anschauungsmaterial.
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