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| Kultur, Bildung | Inhaltsangaben Kurzbeschreibungen Zusammenfassungen | |
Photographien 1970-1997. Sonderausgabe Jim Rakete Broschiert, Februar 2007 Verkaufsrang: 227153 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Jim Rakete, der Mann mit dem magischen Namen (kein Pseudonym!), Jahrgang 1951 und gebürtiger Berliner, begann bereits als Sechzehnjähriger die nächtliche Rock-Szene Berlins zu photographieren. Seine Leidenschaft für den Rock'n'Roll und das Bühnenleben der Stadt sollte ihn von da an nicht mehr loslassen. Sie überlebte auch Jim Raketes höchst erfolgreiches Intermezzo als Musikproduzent von Nina Hagen, Nena und vielen anderen Repräsentanten der"Neuen Deutschen Welle". Zwar pflasterten Goldene Schallplatten buchstäblich seinen Weg, letztendlich hat er jedoch das stumme visuelle Medium den Tonträgern vorgezogen. Seine Photosammlung, die wir 1997 erstmals in Buchform der Öffentlichkeit vorstellten, ist einzigartig. Sie umfaßt von Jimi Hendrix über Samuel Beckett bis zu Wigald Boning so ziemlich alle Größen und Größenordnungen, die auf den deutschen Theater- und Musikbühnen in den letzten drei Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts gastiert haben.
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Architektur und Atmosphäre Gernot Böhme Broschiert, Oktober 2006 Verkaufsrang: 66300 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Architektur im Rahmen einer ästhetischen Theorie der Atmosphären: Wie Bauen als Erzeugen von Räumen leiblicher Anwesenheit zu konzipieren ist. Ein Neuer Humanismus in einer Architektur, die mehr ist als eine visual art.Das Buch konstatiert, dass mit und nach der Postmoderne etwas Grundsätzlicheres geschehen ist als nur eine Pluralisierung der Stile, ein Wiederzulassen des Ornamentes und des historischen Zitats. Der Autor spricht von einem Neuen Humanismus in der Architektur. Anders als bei Vitruv, bei dem der Mensch das Grundmass für die Architektur abgab und insofern dessen Geometrie bestimmte, sei der Mensch heute als Benutzer, als jemand, der sich in und in der Umgebung von Gebäuden in bestimmter Weise befindet, zum Bezugspunkt des Bauens geworden. Das eigentliche Thema der Architektur, behauptet Böhme, ist der Raum und zwar der gestimmte Raum, also die Atmosphäre. Das Buch führt umfassend in die Ästhetik der Atmosphären ein, studiert die Rolle nicht-materieller Elemente, wie L icht und Ton, in der Architektur, problematisiert die traditionelle Auffassung von Architektur als einer visual art, führt das Atmosphärenkonzept in Fallstudien durch (z.B. Stadtplanung und Kirchenbau) und widmet sich schliesslich den kritischen Aspekten einer Architektur der Atmosphären: der möglichen politischen und ökonomischen Manipulation durch eine Architektur, die zum Bühnenbild gerät.
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Grundfragen der Kulturgeschichte Silvia Serena Tschopp, Wolfgang Weber Broschiert, Dezember 2006 Verkaufsrang: 144618 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Silvia Serena Tschopp und Wolfgang Weber geben einen klaren Überblick über den Kulturbegriff, über den Gegenstandsbereich, die Methoden sowie die Quellen und Medien der Kulturgeschichte. Präzise arbeiten sie die dazu jeweils wichtigsten Debatten und Kontroversen heraus und erschließen das weite Feld durch eine ausführliche Bibliographie.
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Wahnsinn: Eine kleine Kulturgeschichte Roy Porter Broschiert, Mai 2007 Verkaufsrang: 237573 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Roy Porter (1946 - 2002) war eine Koryphäe der Medizingeschichte. Er beschreibt im vorliegenden Buch, was gemeint ist, wenn wir "Wahnsinn" sagen. In einem großen Bogen, den er aus der Antike bis in die Gegenwart spannt, berichtet er über die sich radikal verändernden Auffassungen von Wahnsinn, über den Umgang mit den Kranken und den hilflosen, zum Teil erschreckenden Bemühungen, sie heilen zu wollen. Mit fulminanter Sachkenntnis und britischem Humor gewährt der Autor wieder einmal tiefe Einblicke in das Gruselkabinett der Medizingeschichte. "Leicht zu lesen, geistreich und - das Buch passt in die Hosentasche. Das grenzt an ein Wunder." Oliver Sacks, Professor für Neurologie (New York) "Porter schreibt nicht nur einen Ideengeschichte. Als Sozialhistoriker interessiert ihn der Umgang der Gesellschaft mit Menschen, die als 'geisteskrank' bezeichnet wurden. [...] Gegen den Wahnsinn scheint kein Kraut gewachsen." Robert Jütte, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Porter in Hochform 5 von 5 Punkten Genau wie schon im Titel "Geschröpft und zur Ader gelassen" zeigt sich Porter auch hier in Höchstform bei der Schilderung eines gesundheitlichen Zustands und seiner gesellschaftlichen Bewertung und (Nicht-) Behandlung im Lauf der Jahrhunderte. Zusätzlich zu den höchst informativen, in Porters flüssigem und leichtverständlichen Stil - und von Christian Detoux kongenial übersetzten - verfassten Kapiteln enthält der Band ausgewählte Illustrationen, die den jeweiligen Umgang der Gesellschaft mit den bedauernswerten Kranken um so nachdrücklicher belegen. Der Band hat mich sehr gefesselt und mich außerordentlich nachdenklich gestimmt. Fazit: Medizingeschichte auf höchstem Niveau, unterhaltsam und intelligent, auch und gerade für den Laien äußerst empfehlenswert. |
Ästhetik: Für die Sekundarstufe II
Taschenbuch, Januar 1986 Verkaufsrang: 237268 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Die Wörter und die Bilder 5 von 5 Punkten Wohl jeder kennt die Verwirrung, die René Magritte durch seine Pfeife ausgelöst hat, die keine Pfeife ist - oder doch?
Dieser kleine und sehr preisgünstige Reclamband versammelt eine Unzahl von Texten, in denen es um Ästhetik geht, um Wörter und Bilder, also eigentlich um die für jeden immer wieder relevante Frage, wie man die Welt wahrnimmt, wie die Natur uns als eine Welt erscheint und wie der Mensch - selbstverständlich in erster Linie der Künstler, aber etwa auch das "Lesende Kind" bei W. Benjamin - sich selbst eine Welt machen - erschaffen kann.
Zu dieser Spannung zwischen Natur und Kunst, Inspiration und Nachahmung, Tradition und Moderne kann man in nahezu jedem der hier versammelten Texte etwas Hochinteressantes entdecken. So preiswert und kompakt gibt es nichts Vergleichbares auf dem Markt! |
Ordnungen der Sichtbarkeit: Fotografie in Wissenschaft, Kunst und Technologie Peter Geimer Taschenbuch, August 2001 Verkaufsrang: 78316 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. In den letzten Jahren zeigt sich in den Geistes- und Kulturwissenschaften ein zunehmendes Interesse an Fragen der Bildlichkeit, der Repräsentation und der Visualisierung. Die einzelnen Beiträge des Bandes diskutieren die Debatten um die fotografische Eroberung der Sichtbarkeit an Beispielen aus Medizin, Physik, Anthropologie, Spiritismus, Rechtsprechung, Literatur und bildender Kunst. Indem die künstlerischen, wissenschaftlichen und sozialen Aspekte der Fotografie hier erstmals in...
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Kompendium Kulturgeschichte: Theorien, Praxis, Schlüsselworte Ute Daniel Taschenbuch, Mai 2001 Verkaufsrang: 178354 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Während die Grenzen einzelner Wissenschaften immer undeutlicher werden, gewinnt eine noch junge »Disziplin« gerade dadurch zunehmend an Kontur: die von den anglo-amerikanischen cultural studies beeinflußte Kulturwissenschaft, die sich nun auch mehr und mehr an deutschen Universitäten etabliert. Das Kompendium Kulturgeschichte trägt dieser Entwicklung Rechnung, indem es das die aktuellen Debatten der Geschichtswissenschaft prägende Themenfeld der...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Kulturgeschichte - mehr als nur die Geschichte der Kultur 5 von 5 Punkten Ute Daniels "Kompendium Kulturgeschichte" sollte, soviel lässt sich bereits vorwegnehmen, in keiner geisteswissenschaftlichen Bibliothek fehlen. Das Buch umfasst sehr verschiedene Themen, die sich zum Teil mehr, zum Teil weniger direkt mit dem Gebiet der Kulturgeschichte befassen, doch genau das ist sein Vorteil, denn die auf der wissenschaftstheoretischen Ebene interdisziplinäre Ausrichtung macht es nicht nur für Kulturhistoriker interessant, sondern bietet einen weitgefassten Ausblick, der am Ende eines jeden Kapitels mit aktuellen Literaturangaben zum weiterlesen einlädt. Zudem sind besonders die Kapitel zu den einzelnen Autoren mit vielen Zitaten aus deren Werken versehen, so dass der Charakter reiner Sekundärliteratur erfreulicherweise aufgeweicht wird. Zum Teil sind auch längere Beispieltexte beigegeben, Querverweise im Text lassen Kontexte leicht erkennen und nachschlagen. Die ersten 90 Seiten stehen unter dem Titel "Kulturwissenschaftliches Wissen I" Die dabei behandelten Autoren, Nietzsche, Simmel, Dewey, Weber und Cassirer, sind zwar keine Kulturhistoriker, sondern primär Philosophen und Soziologen, doch skizziert Ute Daniel hier die Bedeutung ihrer Ansätze für die Kulturgeschichte, wirken sie doch zum Teil noch heute nach. Anschließend werden auf weiteren 90 Seiten so verschiedene Autoren wie Hans Georg Gadamer, Michel Foucault oder Pierre Bourdieu behandelt. Dazu kommt, dass Ute Daniel deren Gedanken nicht für sich stehen lässt, sondern in den Kontext zugehöriger wissenschaftlicher Richtungen wie (Post)Strukturalismus und Postmoderne einordnet und die Entwicklungslinien dieser Ansätze verfolgt und erklärt. Der zweite große Teil des Buches behandelt dann die eigentliche Kulturgeschichte. Nach einem kurzen Abriss zu deren eigener Geschichte (Voltaire, Burckhardt, Lamprecht u.a.) werden auch hier verschiedene Ansätze (Annales-Schule, Mentalitätsgeschichte) behandelt und mit Norbert Elias, Carlo Ginzburg und Natalie Zemon Davis einige zugehörige Autoren vorgestellt. Insgesamt wird hier der weite Rahmen deutlich, in dem sich die Kulturgeschichte bewegen kann und bewegen muss. Aus diesem Grunde sind auch die folgenen Betrachtungen zu den verschiedenen Bindestrich-Geschichten (Alltagsgeschichte, Geschlechtergeschichte u.a.) sehr hilfreich. Abschließend behandelt das Buch unter einem kulkturhistorischen Gesichtspunkt wichtige Schlüsselwörter, z.B. Tatsache, objektiv, subjektiv, Historismus und Sprache, um nur einige zu nennen. insgesamt lässt sich sagen, dass das Buch einen umfassenden Überblick über die theoretischen Ansätze der Kulturgeschichte gibt, daher dem interessierten Laien und besonders Studierenden sehr zu empfehlen ist. Schließlich ist Geschichte mehr als nur Vergangenes, entsteht sie doch erst durch uns und durch die Beschäftigung mit ihr. Dazu lädt dieses gut und flüssig geschrieben Buch auf jeden Fall ein. |
Wendezeit. Bausteine für ein neues Weltbild Fritjof Capra Broschiert, 1992 Verkaufsrang: 142361 Fritjof Capra setzte mit diesem Buch einen Markstein in der Diskussion um die Zukunft der Menschheit. Wirtschaftskrise, Energiekrise, Rüstungskrise, Umweltkrise - wie viele Krisen soll unser Jahrhundert noch verkraften? Weiterleben kann die Menschheit nur wenn, sie lernt, von Grund auf anders zu denken und zu leben.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
An der Wende der Gezeiten, hoffentlich... 5 von 5 Punkten Nachdem ich von "Das Tao der Physik" sehr begeistert war, habe ich mir nun dieses Buch zugelegt. In "Wendezeit" gelingt Capra eine sehr einleuchtende und überzeugende Analyse der gegenwärtigen Probleme der Menschheit (diese Probleme haben sich seit Erscheinen des Buches leider nicht geändert) und zeigt Wege auf, wie diese zu lösen wären. Grundlage seiner Thesen ist die "Systemtheorie" - eine Theorie, die versucht, die Wirklichkeit als ein Gefüge organischer Systeme zu verstehen und die auf dem Grundsatz beruht, dass nichts in der Welt vom anderen unabhängig ist. Hauptursache für das heutige Dilemma ist für Capra die falsche geistige Einstellung, die hinter den heute in der Welt vorherrschenden westlichen Idealen steht (Beherrschenwollen der Natur, Gewinnmaximierung zu jedem Preis, etc.). Diese Ideale entwickelten sich aus der "kartesianischen Trennung" von Geist und Körper und der newtonischen Vorstellung der "Weltmaschine". Um die heutigen Probleme lösen zu können, kann es daher nur einen Weg geben: ein radikaler Ideenwechsel ("change of ideas") weg von Trennung und Vereinzelung hin zu einer Welt- (und Gesellschafts)-Sicht, die den Zusammenhang alles Existierenden zur Grundlage hat. Wir brauchen nicht weniger als eine "Wende der Gezeiten", die hoffentlich (die Hoffnung stirbt zuletzt) nicht mehr lange auf sich warten lässt...
Weitere Lesermeinungen |
Theorien der Populärkultur: Dreißig Positionen von Schiller bis zu den Cultural Studies Thomas Hecken Broschiert, Juni 2007 Verkaufsrang: 209109 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Was meinen Sie zu diesem Artikel?:
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Das Alte Testament Christoph Levin Taschenbuch, Februar 2001 Verkaufsrang: 176916 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Kein anderes Buch hat Religion und Kultur der westlichen Welt beeinflußt wie die Bibel und ihr größerer, Juden und Christen gemeinsamer Teil: das Alte Testament. Christoph Levin beschreibt seinen Aufbau, die Bildung des Kanons und die Überlieferungsgeschichte der Texte. Er stellt das Alte Testament als Teil der Kultur und Religionsgeschichte des Alten Vorderen Orients dar und zeigt zugleich, daß es als Heilige Schrift des Judentums und nicht als Geschichte Alt-Israels entstanden ist. Eine Zeittafel und Literaturhinweise runden diese allgemeinverständliche Einführung ab.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Die Suche nach dem, "was die Welt im Innersten zusammenhält" 5 von 5 Punkten Das kurze Büchlein von Chr. Levin ist nicht nur für "Laien" äußerst informativ, sondern auch für Theologiestudierende. Für Laien bietet es einen soliden und kurzweiligen Überblick über die Bücher des Alten Testaments. In erster Linie werden hier nicht wissenschaftliche Forschungsdetails dargestellt, sondern ein gelungener Zugang zur Geschichte, Lebenswirklichkeit und zu den Gründen für die Entstehung der einzelnen Bücher aus Glauben für den Glauben vorgestellt. Dies geschieht auf der Basis einer fundierten, aktuellen, wissenschaftlichen Grundlage.Für Theologiestudierende bietet es eine ideale Wiederholungsbasis des Examensstoffes. Es werden zwar keine Forschungsmeinungen diskutiert(!), doch ist jedes wichtige Thema angesprochen. Zu beachten ist, daß Herr Levin besonders im Bezug auf die Datierung und Umfang des JAHWISTEN, der Datierung des Amosbuches und dem Sitz im Leben/Datierung des Hoseabuches Sondermeinungen vertritt! Gerade aber die Forschungsposition Chr. Levins ist über dieses Buch schnell und in seinem gesamten Verständnis des Alten Testaments zu erkennen. Das Buch ist mit sehr viel Liebe zum Thema geschrieben und das macht das Lesen so fruchtbar. |
Kleine Weltgeschichte der Wissenschaft Hans Joachim Störig Broschiert, 1. Oktober 2007 Verkaufsrang: 228752 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Generationen sind mit Hans Joachim Störigs Einführungen in die Philosophie- und Wissenschaftsgeschichte groß geworden. Nun gibt es die "Kleine Weltgeschichte der Wissenschaft" in einer vollständig überarbeiteten Neuausgabe -- für eine neue Generation von Lesern..
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Wissenschaftsgeschichte - auch verstanden als Säule unserer Kulturgeschichte! 5 von 5 Punkten Obwohl Wissenschaft ein zentraler Teil unserer Kultur verkörpert, ist dass Wissen über diesen Themenkreis wenig verbreitet.
In zwölf Kapiteln stellt der Autor seinen Lesern/Leserinnen ein gewaltiges Panorama der Wissenschaft vor, basierend auf einer methodischen Einleitung und einem kurzen Blick auf die Anfänge der Wissenschaft in frühgeschichtlicher Zeit, ehe er die Tür zur Geburt der Wissenschaft im antiken Griechenland öffnet. Der imposante Bogen schliesst die Leistung der Antike ein, befasst sich mit den Errungenschaften des Islams, beleuchtet das abendländische Mittelalter und leitet über zu den Wurzeln der modernen Wissenschaft an der Wende von Mittelalter zur Neuzeit. Sein Eckpunkt findet der vom Autor skizzierte Bogen mit der Evolution der Wissenschaft im 19. Jahrhundert und einem Kapitel über die Geisteswissenschaften im 19. Jahrundert. Das 20. Jahrhundert kommt nur punktuell zur Sprache.
Es sprengt den Rahmen dieser Würdigung, auf alle bekannten Namen und behandelten Wissensgebiete zu verweisen.
Angesichts des bescheidenen Preises darf das Fehlen von Illustrationen nicht bemängelt werden. Andererseits wertet ein nützliches Register dieses beeindruckende Handbuch auf, das in keiner Bibliothek fehlen sollte. |
Tod und Jenseits im Alten Ägypten. Sonderausgabe Jan Assmann Taschenbuch, Februar 2003 Verkaufsrang: 93517 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der Mensch ist das einzige Wesen in der Natur, das um seine Sterblichkeit weiß. Und die Kultur ist "die Welt, die sich der Mensch errichtet, um mit diesem Wissen leben zu können". Auch wenn vor dem Tod alle gleich sind, er niemanden verschont, gibt es doch ein großes Spektrum an individuellen und kulturellen Möglichkeiten, mit ihm umzugehen. Dass sich die Gesellschaft im Alten Ägypten besonders intensiv mit der Vergänglichkeit des Lebens beschäftigte, sehen wir heute noch an den Überresten ihrer Totenreligion -- den imposanten Grabmälern, Pyramiden, Sarkophagen und Grabbeigaben. Mehr als 15 Jahre Arbeit hat der renommierte Ägyptologe Jan Assmann in dieses imposante Werk einfließen lassen, und mit kundiger Hand geleitet er den Leser durch eine Galerie altägyptischer Todesbilder und -riten. Vor allem bei den neun Todesbildern (vom "Tod als Zerrissenheit" bis zum "Tod als Geheimnis") gelingt es Assmann immer wieder, spannende Vergleiche zur griechisch-römischen und jüdisch-christlichen Vorstellungswelt anzustellen. Dabei wird auch deutlich, welche Bilder von Tod und Jenseits für die Entstehung unseres Monotheismus aufgegeben werden mussten. Trotz aller Detailliertheit und Ausführlichkeit, mit der uns Assmann die ägyptischen Totenkulte vor Augen führt, vergisst er doch nie die Generalthese seiner Untersuchung: "Das Wissen um unsere Sterblichkeit ist ein Kultur-Generator ersten Ranges". Und es ist bei vielen Kulturen zu beobachten, dass -- wie bei den Ägyptern -- die spezifische Bewältigung des Todes in alle anderen Bereiche der Kultur ausstrahlt. Hier könnte man allerdings fragen, ob die Beeinflussung nicht wechselseitig ist. Wenn etwa die soziale Eingebundenheit des Einzelnen auch nach dem Tod von überragender Bedeutung ist, wirkt dann nur die ägyptische Totenreligion auf die Sozialbeziehungen oder nicht auch umgekehrt? Genau das ist das Interessante an Assmanns Buch und macht es nicht nur für eingefleischte Ägypten-Fans lesenswert: Dass er die ägyptische Todesobsession nicht als Sonderfall behandelt, sondern von diesem Beispiel ausgehend immer wieder die generelle kulturelle Bewältigung des Sterbenmüssens beleuchtet und so einen Beitrag zur allgemeinen Kulturtheorie leistet. --Christian Stahl
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Tod im alten Ägypten 4 von 5 Punkten Diese sehr ausführliche Darstellung der altägyptischen Todesreligion bietet ein breites Spektrum der gedanklich exzellenten Zusammenfassung zum Thema Tod im Alten Ägypten. Jan Assmann macht in seinem Werk seine ausserordentlichen Kenntinsse der ägyptischen Kultur geltend und zeigt in diesem Ausnahmewerk erstmals eine dichte Wiedergabe der verschiedenen Aufassungen, der in der ägyptischen Vorstellung herrschenden Todesbilder. Er zeigt auf , wie viele verschiedene Vorstellungen nebeneinander und miteinander funktionierten und spielgelt ihre für die heutige Kultur erhaltenen Elemente (in Christentum und Judentum) wieder. Anhand dieser Todesbilder und denen im zweiten Teil ausführlichen Beschreibungen zu den Todesriten, sowie den ausführlichen Textbeispielen lässt sich ein Stück weit nachvollziehen, dass der elaborierte Totenkult zwar nur der ägyptischen Oberschicht vorbehalten war, aber die Vorstellungen vom Tode in allen Breiten der Bevölkerung ihren Zugang hatten. Ein wahres opus magnum, dass aber nicht immer für den Laien leicht zugänglich ist, aber dessen Reiz erhalten bleibt, wenn man sich nur einzelne Abschnitte zu Gemüte führt. |
Schöne Neue Körperwelten: Der Streit um die Ausstellung
Gebundene Ausgabe, März 2001 Verkaufsrang: 195382 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Seit 1995 sind die plastinierten Ganzkörperleichen, Organe und Körperscheiben des Heidelberger Anatomen und Professors Gunther von Hagens nun schon in einer Wanderausstellung zu sehen. Egal ob in Japan, Österreich, der Schweiz oder Deutschland überall ist der Besucherandrang und das Presseecho enorm. Aber auch die Kritik und Proteste gegen die Zurschaustellung der echten Toten. Verstößt deren Exposition gegen die Menschenwürde? Hat die Ausstellung aufklärerische Wirkung oder bedient sie vor allem Neugierde und Voyeurismus? Verletzt sie religiöse Gefühle? Der Band Schöne neue Körperwelten gibt einen Überblick über die unterschiedlichen Positionen und Meinungen bezüglich der Ausstellung. 16 Autoren aus den Fachbereichen Anatomie, Philosophie, Rechtswissenschaft, Medizin, Theologie, Kunst- und Sozialwissenschaft erläutern in ihren Texten die strittigen Punkte des Körperweltenkonzeptes. So geht beispielsweise Ernst Benda, der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichtes, in seinem Text der Frage nach, ob die dauerhafte Konservierung von Leichen gegen die Bestattungspflicht in Deutschland verstößt. Der Theologe Ulrich H.J. Körtner befasst sich mit den anthropologischen Grundfragen, die durch die Ausstellung aufgeworfen werden. Klaus Bergdolt kritisiert in seinem Beitrag vor allem die künstlerische Manipulation der Leichname, die die Körper zu Arbeitsmaterialien werden lässt. Im Gegensatz dazu erklärt Gunther von Hagens selbst, warum er die Leichen als Läufer, Lassowerfer oder Schachspieler positioniert hat und was er mit den jeweiligen Positionen zeigen möchte. Am Ende des Buches werden die Ergebnisse der Besucherbefragungen vorgestellt, die im Rahmen der Ausstellungen durchgeführt wurden, sowie die Auswertung der Besucherkommentare in den Gästebüchern. Dort fanden sich Aussagen wie "Ich wäre gerne ein Ganzkörperplastinat" oder "ob ein toter Körper verwest oder der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wird, ist letztlich egal." Das 360 Seiten umfassende Buch enthält 20 farbige Abbildungen der Ganzkörperplastinate und bietet einen umfassenden Überblick über den Stand der aktuellen Diskussion. Auch für Nichtkenner der "Körperwelten" ist das verständlich geschriebene Buch eine gute Möglichkeit sich eine Meinung zu der umstrittenen Ausstellung zu bilden. --Britta Müller
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Kontroverse Lektüre 5 von 5 Punkten Das Buch bietet Befürwortern und Kritikern der bekannten Ausstellung "Körperwelten" von Prof. Gunther von Hagens ein Sprachrohr. Die Ausstellung wird hierbei beleuchtet aus rechtlicher, ethischer und künstlerischer Sicht. Auch der Erfinder der Plastination, Prof. von Hagens, erklärt hier sehr genau seine Beweggründe und seine Ziele in puncto Körperwelten. Ein sehr empfehlenswertes Buch sowohl für Kritiker, Befürworter und auch Interessenten der erfolgrecihsten Ausstellung der Welt |
Bild, Darstellung, Zeichen: Philosophische Theorien bildlicher Darstellung Oliver Robert Scholz Taschenbuch, Januar 2004 Verkaufsrang: 69531 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Bilder prägen zunehmend alle öffentlichen und privaten Lebensbereiche. Dieser "Bilderflut" steht eine große praktische und theoretische Inkompetenz gegenüber. Was sind Bilder? Wie stellen Bilder dar? Was heißt es, Bilder zu verstehen? Das Buch verbindet eine Untersuchung dieser Fragen mit einem kritischen Durchgang durch prominente Bildtheorien und arbeitet schrittweise eine Gebrauchstheorie bildhafter Darstellungen aus. In den kritischen Teilen zeigt sich: Ob ein Gegenstand als Bild fungiert, liegt weder allein in seinen inneren Eigenschaften noch in Ähnlichkeitsbeziehungen zu dargestellten Realitäten noch allein in seiner kausalen und intentionalen Entstehungsgeschichte begründet. Positiv ergibt sich: Etwas ist nur dann ein Bild, wenn es als Element eines analogen Zeichensystems im Rahmen besondere sozial geregelter Handlungs- und Interaktionsmuster ("Bildspiele") verwendet und verstanden wird. Das Buch, das sich seit seinem ersten Erscheinen im Jahre 1991 in Forschung und Lehre bew ährt hat, wurde für die Neuauflage vollständig überarbeitet und auf den neuesten Stand gebracht. Es richtet sich an alle, die mit Bildern und dem Verstehen von Bildern zu tun haben.
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Kunst Geschichte Wahrnehmung: Strukturen und Mechanismen von Wahrnehmungsstrategien
Broschiert, Mai 2008 Verkaufsrang: 175770 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Wahrnehmung hat viele Gesichter. Sie prägen das künstlerische Schaffen. Die Wahrnehmung von Kunst ist vom Wissen des Betrachters abhängig. Diese einfache Erkenntnis hat der geisteswissenschaftlichen Forschung in den letzten Jahren ein weites Feld eröffnet. Weit davon entfernt, eine anthropologische Konstante zu sein, ist Wahrnehmung kulturellen und zivilisatorischen Veränderungen unterworfen. Diese Faktoren bestimmen nicht nur die Rezeption, sondern auch die Produktion von Kunst, weil diese auf bestehende Konventionen reagiert, indem sie bewusst oder unbewusst bestehenden Gewohnheiten folgt oder diese durchbricht. Wie entstehen Wahrnehmungsparameter, wie verändern sie sich, wie geht die Kunst, wie gehen die Künstler mit diesen Prozessen um? Der vorliegende Band versucht, den wissenschaftlichen Diskurs zur Kunstwahrnehmung in seiner Breite offen zu legen. Er lässt Forscher aus unterschiedlichen Fachdisziplinen zur Sprache kommen und trägt damit der außerordentlichen Komplexität des Themas Rechnung.
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Mythos 007: Die James-Bond-Filme im Fokus der Popkultur
Broschiert, Juni 2007 Verkaufsrang: 241231 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Geschüttelt, nicht gerührt!" Die James Bond-Serie besitzt einen Ausnahmestatus unter den Phänomenen der Popkultur. Als langlebigste, kontinuierliche Reihe der Filmgeschichte hat sie mehrere Generationen ihrer eigenen Epigonen überlebt. Die bisher 22 Filme bestimmen nicht nur maßgeblich das Erscheinungsbild des modernen Actionkinos. Über fünf Jahrzehnte hinweg reflektieren sie selbst ein Stück Zeitgeschichte und dokumentieren gesellschaftliche und politische Veränderungen im Zeichen der Popkultur. Der Mythos 007 hat sich nicht nur als wegweisend für das internationale Filmgeschehen erwiesen, sondern auch die unterschiedlichsten kulturellen Inhalte und Diskurse aufgegriffen: Von Männlichkeitsbildern und im Lauf der Jahre veränderten Frauenrollen, Luxusvorstellungen, Attraktion und Schattenseiten der Technik bis hin zur Mode. Verkörpert von sechs unterschiedlichen Darstellern, wurde das Konzept in regelmäßigen Abständen erfolgreich aktualisiert. So beschränkt sich die Serie nicht a uf die ständige Wiederholung eines einzelnen Musters, sondern lebt von den Wechselspielen zwischen Spektakel und Reduktion. Auf opulente Ausstattungsorgien folgen stets kleinere, an klassische Politthriller angelehnte Missionen. Die Hauptdarstellerinnen verwandelten sich von schutzbedürftigen Sidekicks in gleichberechtigte Partnerinnen. Die überlegte Mixtur aus Variationen (Ausflüge in andere Genres, ironische Brüche) und Kontinuitäten ("Wodka Martini, geschüttelt, nicht gerührt") bestimmt bis heute das Universum der James Bond-Filme. Momentan konstruiert die Serie mit dem nach fünfzig Jahren verfilmten Debütroman "Casino Royale" und der Besetzung des neuen Darstellers Daniel Craig ihre eigene imaginäre Vorgeschichte. Grund genug einen genaueren Blick auf die filmhistorischen wie popkulturellen Hintergründe und Muster der Serie um den populärsten Geheimagenten der Kulturgeschichte zu werfen. Die weit gefächerten Ansatzpunkte reichen vom Faszinosum des popkulturellen Archetyps Jame s Bond und seinen Verkörperungen auf der Leinwand, über das Spiel mit Standardsituationen und Dramaturgien bis hin zu den unterschiedlichen Inkarnationen der schillernden Gegenspieler und ihrer exklusiven Technologie. Neben der Pop-Mythologie der Serie und ihren Motiven widmen sich einzelne Beiträge außerdem dem innovativen Set Design von Ken Adam, den eingängigen Soundtracks, den pophistorischen Bezügen der frühen Filme und den virtuellen Spielplätzen der 007-Video-Games. Abgerundet wird der Band durch eine aktuelle und ausführliche Filmographie, die die Einzelfilme in einen Gesamtkontext stellt.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Im Geheimdienst der Popkultur 5 von 5 Punkten Den vier Autoren dieses Bandes gelingt es auf wirklich kurzweilige Weise, den Beweis zu führen, dass sich zu einem populären Thema wie dem Trivialmythos 007 wahrlich nicht nur Triviales schreiben lässt. So münzen sie ihre kultur-, literatur- und politikwissenschaftlichen Hintergrundkenntnisse fortwährend in originelle Einfälle und Interpretationen zu den Bond-Filmen um, und doch kommt die Unterhaltung für den Leser nicht zu kurz, der hier nicht nur zuverlässig Fakten zu den einzelnen Filmen nachschlagen, sondern sich auch in einzelnen Kapiteln einen Überblick über Bond-Darsteller, technische Spielereien, Filmmusik und vieles mehr verschaffen kann. Und wenn man dies besonders aufmerksam tut, erfährt man schließlich auch von Cord Krüger in dessen Artikel über die Bond-Schurken, wer heute wirklich die Welt regiert...
Weitere Lesermeinungen |
Philosophie der Gerechtigkeit: Texte von der Antike bis zur Gegenwart
Taschenbuch, September 2005 Verkaufsrang: 117777 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Das Standartwerk zum Thema Gerechtigkeit 4 von 5 Punkten Das Buch führt den Leser in alle wichtigen Theorien von der Gerechtigkeit ein. Es werden die verschiedenen Antworten auf die Frage nach Gerechtigkeit im eigentlichen Sinne aufgeführt und unterschiedliche Definitionen von 'Gerechtigkeit' erklärt und begründet. Der Leser entdeckt auch neue Aspekte, welche meist nicht sofort mit dem Begriff "Gerechtigkeit" assoziiert werden. Da alle bedeutenden Theorien der Gerechtigkeit von der Antike bis zur Gegenwart aufgeführt werden, vermittelt der Band einen eindrucksvollen Überlick über die Theorie- und Indeengeschichte dieser Thematik. Zu Empfehlen ist dieses Buch für jeden, der sich einen Überblick über das Spektrum der Theorien zur Gerechtigkeit verschaffen will. Der Band ist auch bestens als Basislektüre zum Einstieg in das Thema oder als Nachschlagewerk geeignet! |
Politik der Bilder Jacques Ranciere Taschenbuch, Februar 2005 Verkaufsrang: 135161 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Unsere Zeit huldigt wieder einem Kult der Bilder, wo das Bild Darstellung und sinnliche Gegenwart (des Anderen, des fleischgewordenen Wortes) ist. Wenn jedwedes Motiv ästhetische Würde hat, Formen des Höheren und Niedrigen ununterscheidbar vermischt werden und keine Übereinkunft des Sichtbaren mit einer Ordnung besteht, gilt es, die Heterogenität der Bilder aufrechtzuerhalten. Die Bilder werden zu Vorgängen, die die Zusammenhänge in der Welt des Sehens, Sprechens und Denkens neu verteilen: ob ein Still aus einem Godard-Film, die Frage nach der Darstellbarkeit der Shoah, Installationen zeitgenössischer Kunst, ein philosophischer Diskurs oder das Industriedesign.
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Got me?: Hardcore-Punk als Lebensentwurf. Trust-Kolumnen 1986-2007 Dolf Hermannstädter Broschiert, 3. März 2008 Verkaufsrang: 234640 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
I got you! 5 von 5 Punkten Dolf Hermannstädter - den Namen kenn ich doch! Richtig, das ist doch der Kerl, der im Trust-Fanzine diese abgefahrenen Kolumnen schreibt Genauer gesagt schreibt er nicht nur die Kolumnen, sondern ist Chef und Mitbegründer des Verlags, der seit 1986 das Hardcore/Punk Fanzine Trust publiziert. Nun hat er seine Kolumnen, die sich seit dem über 20jährigen Bestehen angehäuft haben geballt zusammengefasst und in seinem Buch Got me? veröffentlicht.
Die Kolumnen des gebürtigen Augsburgers zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie sich nicht typischerweise mit Musik beschäftigen, sondern vielmehr das alltägliche Leben durchleuchten. Mal sozialkritisch mal mit beißender Ironie aber immer mit Köpfchen lässt Dolf die Leser an seiner Gedankenwelt teilhaben und fordert diese gleichzeitig zum Nachdenken auf. Und das gelingt ihm zweifellos...
Der Mann hat definitiv was zu sagen und mit dem Trust-Fanzine einen passenden Weg gefunden, sich mitzuteilen. Und das Ganze Non-Profit aber dennoch gehaltvoll - so etwas gibts nicht oft! Got me? |
Gott trifft Hüttler in Vaduz: Eine kleine Kulturgeschichte Eckhard Henscheid Gebundene Ausgabe, 3. September 2008 Verkaufsrang: 242042 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden »Eckhard Henscheid ist einer der wenigen großen und originellen Erzähler seiner Generation, aber auch ein begnadeter Polemiker, der zu so funkelnden, krachkomischen Hasstiraden fähig ist wie nur wenige andere.« Uwe Wittstock, Literarische Welt Goethe, Hegel, Papst Alexander VI., Kant, der heilige Franz von Assisi, Lili Marleen, Nero, Edmund Stoiber, Lenau, Beckenbauer, Hüttler, Eva Braun, Elsa von Brabant und nicht zuletzt Gott selbst bilden das zentralgestirnlich figurierende Personal von Eckhard Henscheids kleiner Kulturgeschichte, die uns eben diese erschöpfend, ja richtiggehend neu erklärt. Behandelt wird, im Grund- wie im Aufriss, die Problematik des New Yorker WTC-Anschlags wie die Thematik der deutschen Wiedervereinigung im Verbund mit der gleichzeitigen Reichspogromnacht; gestreift die immerhin ziemlich parallele Frage nach der auch fortan geltenden Theodizee; und gründlich durchgenommen bereits im Eingangsessay das Geheimnis, was es mit dem Jahr 1492 auf sich hat. Wer wissen will, wie ein subatomares Meson-Neutrino-Teilchen oder ein Windows-System für Visual Control Objects funktioniert, wie ein Holidaycheckup-Sieselschlump geht oder gar, was die Neue Mitte ist, der wird in diesem Buch garantiert nicht fündig. Alle anderen Menschheitsfragen aber finden sich an seinem Ende gelöst. Mit Ausnahme der Logik der Primzahlen. Und des Mysteriums der Trinität natürlich. Die bleibt weiterhin mysteriös. Aber der Autor will, im Hinblick auf einen möglichen Folgeband, dranbleiben. Wir heißen euch schon mal hoffen.
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