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Seite 10

Der Abschied von den Toten. Trauerrituale im Kulturvergleich - Hg. von Jan AssmannDer Abschied von den Toten. Trauerrituale im Kulturvergleich
Hg. von Jan Assmann, Franz Maciejewski und Axel Michaels

Broschiert, 30. September 2001
     Verkaufsrang: 261766      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 34,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Inhalt: Jan Heestermann: Der Tod im vedischen Ritual David Knipe: Die Rolle des Körpers in hinduistischen Begräbnissen Monika Horstmann: Totenrituale der Sikhs Stuart Blackburn: Bestattungsrituale in Arunachal Pradesh, Indien Rita Langer: Buddhistische Totenrituale in Sri Lanka Niels Gutschow: Totenrituale in Bhaktapur Johanna Buss: Das Doppelleben der Verstorbenen im newarischen Totenritual Alexander von Rospatt: Altersrituale unter den Newar Christoph Emmrich: Letzte Riten der Vayracaryas von Lalitpur Idith Zertal: Trauma und Trauer in Israel Franz Maciejewski: Trauer ohne Riten – Riten ohne Trauer. Deutsche Volkstrauer nach 1945 Niels Gutschow: Stadtzerstörung und Gedenken: Hamburg-Dresden-Berlin-New York Eberhard Haas: Das Orpheusmotiv und das Ende der DDR Jan Assmann: Der rituelle Abschied von den Toten in Ägypten Laurent Coulon: Trauerrituale in den Osirisgräbern von Karnak Andrea Kuscharek: 70 Tage – Altägyptische Trauerphasen und Trauerriten Stefan Maul: Altorientalische Totenriten



Kleines Glossar des Verschwindens: Von Autokino bis Zwischengas. Lauter Nachrufe - Kleines Glossar des Verschwindens: Von Autokino bis Zwischengas. Lauter Nachrufe

Broschiert, Mai 2007
     Verkaufsrang: 187175      Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen.

Preis: € 6,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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In unserer Lebenswelt verschwinden mehr Dinge - und das mit ihnen verbundene Stück Leben - als neu hinzukommen, und wir vergessen überdies, was uns entschwindet. Das können ganz unspektakuläre Dinge sein, eine bestimmte Bewegung, eine Geste der Höflichkeit, eine von der Not erfundene Speise, Markenartikel und unterschiedliche Dienstleistungen und natürlich all die technischen Gegenstände, die inzwischen jede Biographie nach ihren jeweils neuesten Gerätschaften lesbar machen. Daß die Welt enger wird mit jedem Tag und alles sich anscheinend immer ähnlicher, ist die Erfahrung, die hinter dem "Kleinen Glossar des Verschwindens" steht. In den Beiträgen von Peter Nadas, Adolf Muschg, Brigitte Kronauer, Judith Kuckart, Peter Esterhazy, Ulrike Draesner, Moritz Rinke u.v.a. wird das Verschwundene noch einmal beschworen, Zäune, Hakenleisten, Radio Beromünster, die Stenorette oder das Taschentuch.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Schönes Geschenk..      4 von 5 Punkten
Das kleine Glossar des Verschwindens ist eine Sammlung von kurzen Geschichten oder Essays verschiedener Autoren, die sich um Erinnerungen an heute verschwundene oder veränderte Dinge des Alltags drehen. Die meisten dieser Geschichten sind leicht konsumierbar und besonders dann geeignet, wenn man zwischendurch auf der Bahnreise z.B. mal die Nase voll hat vom aus dem Fenster gucken. Meist interessant, wenn auch nicht alles herausragend. Es bezieht sich weniger auf die achtziger Jahre (wie ja oft bei derartigen Büchern), vieles hier ist bereits in den 50ern oder früher angesiedelt, was das Buch auch für ältere Leute interessant machen dürfte. Trotzdem ist es eigentlich für alle Altersgruppen geeignet. Sensationen oder brüllwitzige Texte sollte man hier nicht erwarten, aber Lesespass ist gegeben. Z.B. über das Verschwinden der Langspielplatte, wo man eigentlich meinen sollte, hier wurde schon genug drüber verfasst..schöner Text. Das Buch ist eigentlich mit 6 Euro momentan nicht zu teuer, geschenk- aber auch selberlesetauglich auf jeden Fall.

Viel verschwindet nicht      2 von 5 Punkten
Der Titel erweckt beim Käufer/Leser wohl falsche Erwartungen. Auch wenn es sich um ein KLEINES Glossar handelt, kommt hier im Titel nicht klar genug zum Ausdruck, dass hier ein Bändchen mit einigen Kurzgeschichten über Vergangenheitserlebnisse diverser Autoren vorliegt, dessen stolzer Anschaffungspreis mir überhöht erschien.


Wie können wir denn leben?. Aufstieg und Niedergang der westlichen Kultur - Francis A SchaefferWie können wir denn leben?. Aufstieg und Niedergang der westlichen Kultur
Francis A Schaeffer

Broschiert, 1995
     Verkaufsrang: 141539     

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Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Die Kulturkritik der besonderen Art.      5 von 5 Punkten
Mit „Wie können wir denn leben?" wirft Schaeffer eine Frage auf, die sich quer durch sein ganzes Buch zieht und die am Ende direkt in unserem eigenen Leben endet. Er spannt den Bogen der (westlichen) Kulturgeschichte beginnenden im antiken Rom, über das Mittelalter und die philosophischen Strömungen der Neuzeit. Er entwirft das Bild eines zerfallenden Roms, in das hinein das Christentum als herrschende Lehre aufsteigt, das aber schon bald beginnt, sich von seinen (biblischen) Grundaussagen zu lösen, in dem es die Erlösung des Menschen durch Gott zumindest teilweise in die Sphäre des Menschen selbst hinein verschiebt. Was kultur- und philosophiegeschichtlich über die Jahrhunderte folgt ist ein sich beschleunigender Prozess der Lösung der Gott-Mensch-Beziehung, dem zuletzt die Reformation entgegen tritt, ohne ihn jedoch aufzuhalten oder gar abzulösen.
Am Ende steht der Mensch, der Gott für tot und die Wahrheit für abgeschafft erklärt hat, am Abgrund der Absurdität, zur Maschine degeneriert, funktioniere diese nun mechanisch oder biologisch.
Was dieses Buch so spannend macht, ist nicht nur die Tiefe seiner Betrachtungen, ist nicht nur das paradigmatische Hinwirken auf den christlichen Glaubens als Antwort, sondern ist gerade auch die in unsere Zeit vordringende Frage: Vor welchen Alternativen steht eine Gesellschaft, deren höchste Werte „persönlicher Friede" und „Wohlstand" heißen?


Geheime Geschichte der Mongolen: Herkunft, Leben und Aufstieg Dschingis Khans - Manfred TaubeGeheime Geschichte der Mongolen: Herkunft, Leben und Aufstieg Dschingis Khans
Manfred Taube

Gebundene Ausgabe, Mai 2005
     Verkaufsrang: 103721      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Dschingis Khan war einer der größten Feldherren der Geschichte. Ihm war es Ende des 12. Jahrhunderts gelungen, die mongolischen Stämme zu einen und zur "Weltherrschaft" zu führen. Die "Geheime Geschichte der Mongolen" berichtet von seiner Herkunft, seinem Leben und seinem politischen Aufstieg, verschweigt aber auch nicht seine Niederlagen, Zweifel und Charkaterschwächen.
Mit dieser Ausgabe liegt das älteste und bedeutendste mongolische Literaturdenkmal endlich wieder in deutscher Sprache vor.




Schönheit der Uniformität: Körper, Kleidung, Medien - Schönheit der Uniformität: Körper, Kleidung, Medien

Broschiert, August 2005
     Verkaufsrang: 150304      Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen.

Preis: € 24,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Zur Ästhetik der Gleichförmigkeit
Uniform und Uniformität werden meist mit hierarchisch organisierten Ordnungsmächten wie Militär und Polizei in Verbindung gebracht und lösen negative Vorstellungen aus. Dagegen verstehen die Autorinnen und Autoren Uniformität als ein soziokulturelles Phänomen, das – als Kehrseite zur Individualisierung – einen wesentlichen Einfluss auf gegenwärtige gesellschaftliche Prozesse ausübt. Das Buch widmet sich Formen serieller Gleichförmigkeit von Kleidung und Körper in Institutionen wie Kirche und Wirtschaftsunternehmen (Corporate Fashion), dem jugendlichen Modekonsum sowie der Bildermacht von Uniformen in den Medien. Anhand der »Massenindividualisierung « in der Mode beleuchtet es die Paradoxien des modernen Konsums, der auch subversive Gegenstrategien zur Vermeidung von Uniformität über kurz oder lang einverleibt. Mit Beiträgen von Daniel Devoucoux, Sven Drühl, Elke Gaugele, Regina Henkel, Heike Jenß, Dagmar Konrad, Jürgen Link, Gabriele Mentges, Birgit Richard und Alexander Ruhl.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Uniformität aus verschiedenen Blickwinkeln      5 von 5 Punkten
Dieses Buch ist ein Muss für jeden, dem das Thema Uniform interessiert. Es wird nicht einfach nur abgehandelt, sondern beleuchtet verschiedene Blickwinkel und Bereiche, wie die der Stewardess-Uniform oder die Uniform in den Medien am Beispiel von Madonnas Video American Life aber auch die Massenindividualisierung in der Mode. Die einzelnen Beiträge sind von verschiedenen Autoren und geben somit der Thematik eine unglaubliche Vielfalt, die die Herausgeber G. Mentges und B. Richard sehr gut geschafft haben zusammenzufassen. Die vielen guten Literatur- und Bildnachweise geben einem die Möglichkeit sich auch danach noch mit Thema Schönheit der Uniform und darüber hinaus zu beschäftigen.


Die alten Römer bitten zu Tisch, Weizenbrei und Pfauenzunge: Das Imperium des Goumets, Delikatessen aus aller Welt - Helmut SchareikaDie alten Römer bitten zu Tisch, Weizenbrei und Pfauenzunge: Das Imperium des Goumets, Delikatessen aus aller Welt
Helmut Schareika

Gebundene Ausgabe, September 2007
     Verkaufsrang: 233832      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Die kulinarische Reise zu den alten Römern vermittelt auf amüsante und gleichwohl fundierte Art und Weise die Ess- und Trinkkultur, die Tischsitten und -gebräuche vor 2000 Jahren. Und dazu gehörte viel mehr als die altbekannte Tatsache, dass sich die Römer zum Essen legten. Wussten Sie zum Beispiel, dass die Fischstäbchen in Pompeji erfunden wurden? Oder dass am Tiber das erste Glashaus zum Gurkenanbau entstand? Oder dass das römische Nationalgericht schlicht Getreidebrei war? Lassen Sie sich verführen zu einem nicht ganz alltäglichen kulinarischen Streifzug und kosten Sie von der reichen Kulturgeschichte des Essens und Trinkens im alten Rom.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Eine Mischung ganz nach meinen Geschmack.      5 von 5 Punkten
Das ist Lesestoff für den man alles andere stehen und liegen lässt. Schareikas Untersuchungen über die Esskultur der Römer ist wirklich köstlich - lehrreich und unterhaltsam zugleich, dabei hervorragend präsentiert. Eine Mischung ganz nach meinen Geschmack.
Neben den einschlägigen römischen Textquellen, angefangen beim Kochbuch des Apicius über Catos und Columellas Abhandlungen über Landwirtschaft bis hin zu Martials Epigrammen, kommen den archäologischen Befunden, die durch zahlreiche Abbildungen veranschaulicht werden, besondere Bedeutung zu. Dabei spannt Schareika einen weiten Bogen über die Küche des kleinen Mannes, die Ration des Legionärs, die Haute Cuisine der oberen Zehntausend bis hin zu den Zusammenhängen der Lebensmittelproduktion und -versorgung des römischen Imperiums. Auf diese Weise erhält der Leser einen umfassenden Einblick in einen wichtigen Teil der römischen Alltagskultur. Für besonders Experimentierfreudige bietet der Band auch einige Rezepte und Menüvorschläge zum Nachkochen - sozusagen eine kleine kulinarische Archäologie.
Und da wären wir auch schon beim Stichwort: Archäologie. Schareikas Untersuchung verdeutlicht eindrucksvoll, wie wertvoll archäologische Befunde für die Rekonstruktion und Interpretation der Vergangenheit sind. Dies bezieht sich nicht nur auf Gebäudefunde, sondern auch auf damit verbundene Funde von Alltagsgegenständen (Geschirr, Besteck), Kunstwerken (Wandmalereien, Mosaike) und sogar organischen Überresten von Lebensmitteln. Für jemanden, der in seinem Studium hauptsächlich den Umgang mit edierten Textquellen erlernt hat, ist es überaus interessant zu sehen, welche Erkenntnisse sich mit Hilfe naturwissenschaftlicher Methoden aus diesen Funden gewinnen lassen. Dabei stößt man auch auf so manche Merkwürdigkeit. So kam in der römischen Küche z. B. auch bleiernes bzw. bleibeschichtetes Kochgeschirr zum Einsatz. Offensichtlich war man sich der Schädlichkeit des Schwermetalls nicht bewusst. Über den Grund der Verwendung bleihaltigen Geschirrs ist sich die Forschung jedoch nicht ganz im Klaren. Möglicherweise schätzen die Römer den durch den Kontakt mit Lebensmitteln entstandenen süßlichen Geschmack.
Neben den kulinarischen Geheimnissen der römischen Küche führt Schareika den Leser zudem in die wirtschaftlichen Zusammenhänge der antiken Lebensmittelproduktion und Vermarktung ein. Dabei werden Qualitätsunterschiede verschiedener Spezialitäten wie z. B. des zu damaliger Zeit sehr beliebten Würzmittels garum (Fischsoße), welches heute in Europa praktisch unbekannt ist, dargestellt. Bemerkenswert ist, dass dieses "römische Maggi" als asiatische Spezialität Núoc-Mân auch hierzulande wieder erhältlich ist und unsere modernen Speisen bereichert. Es wäre interessant zu erforschen, wie dieses Produkt und seine Herstellungsweise, die nach Schareikas Angaben genau den antiken Rezepten entspricht, seinen Weg nach Asien gefunden hat, oder ob es sich hierbei um eine zufällige Parallelität handelt.
Neben den fachhistorischen Informationen haben mir die im Selbstversuch getesteten Rezepte Lust auf mehr gemacht. Für den historisch interessierten Feinschmecker ist Schareikas Abhandlung ein unbedingtes Muss, auch wenn man weder Weizenbrei noch Pfauenzunge mag. Guten Appetit.


Von der russischen Seele - Gabriele Krone-SchmalzVon der russischen Seele
Gabriele Krone-Schmalz, Galina Dursthoff

Gebundene Ausgabe, 1994
     Verkaufsrang: 262010     

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Gabriele Krone-Schmalz hat in den Schriften bedeutender russischer und deutscher Lyriker und Romanciers nach den Geheimnissen der russischen Seele geforscht. Entstanden ist daraus ein h÷chst anregendes Lesebuch.



Rauchen Sie? Verteidigung einer Leidenschaft - Imre von der HeydtRauchen Sie? Verteidigung einer Leidenschaft
Imre von der Heydt

Gebundene Ausgabe, August 2005
     Verkaufsrang: 243564      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 17,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Etwa 17 Millionen Menschen in Deutschland und schätzungsweise 1,1 Milliarden Menschen weltweit teilen eine große gemeinsame Leidenschaft: Sie alle rauchen. Voller Lust, mit Liebe zum oder im blauen Dunst – oder wegen ihres Lasters beschimpft. Der moralische Druck auf die Raucher wächst. Sind Zigaretten, die noch bei den Stars aus Hollywood zum schönen Leben gehörten, tatsächlich so gefährlich? Die Warn- und Verbotspolitik nimmt zunehmend absurde Züge an, die im krassen Widerspruch stehen zu einer Gesellschaft, die sich als modern, aufgeklärt und demokratisch versteht. Mit puritanischem Eifer wird überwacht und bestraft, als seien wir im vorbürgerlichen Zeitalter. Hat der rastlose Eifer gegen das Rauchen ganz andere Gründe? Viel Rauch um nichts? Rauchen Sie? Verteidigung einer Leidenschaft lädt ein zu einem »Tanz mit dem statistischen Teufel«, ins »Horrorkabinett der Inhaltsstoffe« und wirft einen kritischen Blick auf die vermeintlich erdrückende Beweislast der Mediziner. Rauchen Sie? Verteidigung einer Leidenschaft fragt nach den moralischen Wurzeln der modernen Anti-Raucher-Bewegung, beleuchtet die moderne Medizin und ihren Gesundheitswahn und berichtet vom amerikanischen Kreuzung der alt-neuen Puritaner gegen das Rauchen. Rauchen Sie? Verteidigung einer Leidenschaft blickt zurück auf die Historie des Rauchens, als der medizinische Triumphzug des Tabaks und die Verbreitung des Rauchens in Kriegs- und Pestzeiten neben grausamer politischer Verfolgung stand, bis zur Rücknahme der Rauchverbote im Zuge der demokratischen Revolution von 1848. Zugleich schreibt Imre von der Heydt über die Verführungen und die Annehmlichkeiten des Rauchens. Er plädiert für einen offenen und toleranten Umgang mit der Zigarette. In diesem faktengesättigten, informativen und bissig-ironischen Buch verbinden sich Kulturgeschichte und Gesellschaftskritik zur amüsanten Lektüre.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 20 Bewertungen)

Gut geschrieben      5 von 5 Punkten
Klasse Buch!!! Diese zwei Wort sind vielleicht etwas zu kurz um dieses Buch zu beschreiben, aber es sollte genügen. Jeder Raucher, der sich seine Leidenschaft (Sucht) nicht madig machen will, sollte es unbedingt gelesen haben...

Man kann es weder als überflüssig noch als kurios bezeichnen. Es passt in unsere Zeit, genauso wie die Moralapostel der Nichtraucherlobby!

Ich finde es eher kurios, daß die immer selben Rezessenten immer die selben gleichlautenden, negative Kritiken zu Büchern verfassen die sind mit pro-Rauchen beschäftigen.

Also wenn Sie mich fragen, ist es schon äußerst unwahrscheinlich das überzeugte Nichtraucher Bücher lesen, die aus Sicht der Raucher und für die Raucher geschrieben wurden/werden. Das macht einige Kritiker hier doch sehr unglaubwürdig. Ich kaufe mir schließlich auch kein Buch über Rennsport, wenn mich diese Sportart nicht interessiert.

FAZIT: Raucher: lest das Buch und amüsiert euch - Nichtraucher: kommt mal runter von eueren hohem Ross, wir sind nämlich nicht die oft beschworenen Massenmörder...


 Weitere Lesermeinungen


Kleine deutsche Kulturgeschichte von 1945 bis heute: Eine west-östliche Erzählung vom Kriegsende bis heute - Hermann GlaserKleine deutsche Kulturgeschichte von 1945 bis heute: Eine west-östliche Erzählung vom Kriegsende bis heute
Hermann Glaser

Gebundene Ausgabe, Februar 2004
     Verkaufsrang: 279722      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 22,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Hermann Glasers "west-östliche Erzählung von deutscher Kultur seit Ende des Zweiten Weltkriegs" beginnt mit der Stunde Null -- mit jenem Zeitpunkt um Mitternacht auf den 09. Mai 1945, um genau zu sein, an dem "an allen Fronten" die Waffen schwiegen, wie es der Wehrmachtsbericht des Oberkommandos der Deutschen Wehrmacht formulierte. Inwieweit auch die deutsche Kultur eine Stunde Null besaß, die man mit Begriffen wie Kahlschlag oder Trümmerliteratur besetzte, wurde in zahlreichen Büchern schon hinlänglich diskutiert. Eine "kleine Kulturgeschichte" wie die von Glaser aber fehlte in der deutschen Buchlandschaft bislang noch völlig.

Von der Inventur-Lyrik Günter Eichs und dem "Lichtblick der Künste" im Nachkriegsdeutschland ausgehend spannt der Honorarprofessor für Kulturvermittlung an der TU Berlin den Bogen über die Zeit des westdeutschen Wirtschaftswunders und nationalsozialistische Altlasten bis hin zur Postmoderne mit ihrer "Offenbarungsliteratur". Dabei schweift der Blick immer wieder zum deutsch-deutschen Verhältnis im Kalten Krieg, dass in die Berliner Republik des wiedervereinigten Deutschland führte. Hier übt Glaser Kritik an einer arroganten Haltung, die das "ethische Potential, das die friedliche Revolution in der DDR in das vereinigte Deutschland eingebracht hatte", ungenützt verpuffen ließ.

So ist Glasers Kleine deutsche Kulturgeschichte ein beizeiten kulturkritisches, immer aber spannend zu lesendes und essayistisch orientiertes Panorama einer wechselvollen Politik-, Kunst- und Literaturperiode geworden, die selbst der mit Gewinn lesen kann, der dachte, er habe die ganze Zeit doch selbst erlebt. --Isa Gerck

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Kleine Kulturgeschichte - ganz groß      5 von 5 Punkten
Nicht zum ersten Mal beschäftigt sich Hermann Glaser mit der Kulturgeschichte der Bundesrepublik Deutschland. Seine "neue" Kulturgeschichte ist eine lesenswerte Ergänzung zu seinen früheren Arbeiten. Wer bei Glaser eine Beschreibung der "hohen" Kultur sucht, wird vielleicht enttäuscht sein. Glasers Kulturgeschichte ist eher eine Geschichte politisch-kultureller Strömungen in den beiden deutschen Staaten. Dieses Thema behandelt der Autor mit Einfühlsamkeit und Präzision. Kriegsende, Nachkriegszeit und die Gründung der beiden deutschen Staaten sind Wendepunkte, ohne die die weitere Entwicklung der beiden deutschen Staaten und auch der heutigen Bundesrepublik nicht zu verstehen sind. Diesen Entwicklungen widmet Glaser fast die Hälfte seines Buches. Besonders gründlich ist Glasers Beschreibung der 68er Generation, wobei deutlich wird, wie das Fehlen einer entsprechenden anti-autoritären Bewegung in der ehemaligen DDR eben zu den heute beobachtbaren Phänomen in Ostdeutschland geführt hat. Zum Schluß widmet sich Glaser der Postmoderne. Dieser häufig inflationär benutzte Begriff bekommt bei Glaser Kontur. Auch sein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung Deutschlands enthält viele Ansatzpunkte, die eine gründliche Diskussion wert sind. - Ein lesenswertes Buch, auch für diejenigen, die meinen, schon alles über die geschichtliche Entwicklung Deutschlands nach 1945 zu wissen!



Zungenkuss. Du nennst es Kosmetik, ich nenn es Rock 'n' Roll: Du nennst es Kosmetik, ich nenn es Rock'n Roll - Kerstin GretherZungenkuss. Du nennst es Kosmetik, ich nenn es Rock 'n' Roll: Du nennst es Kosmetik, ich nenn es Rock'n Roll
Kerstin Grether

Broschiert, April 2007
     Verkaufsrang: 194904      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Über Pop schreiben bedeutet sich zu verwandeln, und sie fängt im Alter von 15 Jahren damit an. Ihre Texte sind frech, anrührend, witzig und präzise. Die ehemalige Spex-Redakteurin Kerstin Grether schreibt bis heute die Frauen in die Musikgeschichte zurück und wurde darüber selbst zu einer Ikone der Popkulturgeschichte ihrer Generation. Sie erzählt von rockigen Begegnungen mit Kultstars wie Nick Cave und den Ramones und dechiffriert die süße Plastikwelt der Casting-Kids. Ob Kurzgeschichte oder Reportage, Essay oder Rezension - immer kommt es zu spontanen Zungenküssen mit dem Leben, seinen Stars und Liedern und dem Ideenmut der Gegenwart: dazu gehören auch Filme,TV-Serien, Romane und Theorien. Zungenkuß erlaubt sich die gegenwärtige Musikgeschichtsschreibung jenseits gängiger Antagonismen.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

langweilig und wenig ambitioniert      2 von 5 Punkten
Der Klappentext und die ersten Seiten bewegten mich dazu, dieses Buch ("Zungenkuss. Du nennst es...") erwartungsvoll zu kaufen; ich steckte es in meinen Rucksack, dachte, ich könnte doch ein bisschen Popliteratur im Zug lesen - so was wie Stuckrad-Barre, Kracht oder Diederichsen. Und ich gebe zu, ich war beim ersten Durchblättern amüsiert, freute mich auf die Texte. Aber nach ungefähr drei Stationen im Zug ließ die erste Freude schnell nach. Da ist zwar so manche Begegnung, die irgendwie interessant ist, aber fast immer sind die Texte durchschnittlich, oberflächlich und nicht so, dass sie in ein Buch gehörten. Es ist eben mittelmäßiger Musikjournalismus, der eben nicht in ein Buch gehört.
Und wieso denkt denn jeder Zweite, er könnte schreiben und will dann noch unbedingt ein Buch veröffentlichen?
Ach, und überhaupt, wieso lassen sich die Renomierten unter den Verlagen auf so was ein?
Aber zum vorliegenden Buch: Es ist, das kann man abschließend sagen, langweilig und wenig ambitioniert. Kaufen? NEIN!


ICH nenn es Rock`n` Roll!      5 von 5 Punkten
Ich hatte das große Vergnügen, dieAutorin auf der Buchmesse live zu erleben. Sie war der Top-Act der "Langen Lesenacht" in der "Moritzbastei" und machte uns wieder wach und euphorisch. Mit echten Rock`n`Roll- Gutenachthgeschichten. Spannend und Informativ.
Daraufhin habe ich mir das Buch "Zungenkuß" gekauft und mein guter Eindruck konnte sich halten. Schnelle Poppoesie der Extraklasse wechselt sich ab mit tiefgründiger Analyse von Phänomenen der Popkultur und klasse Bands, wie z.B. Tocotronic, Tomte, Yeah Yeah Yeahs, Strokes oder Brit-Pop. (Hierzu gibt es einen gut recherchierten Text, der von den 60er Jahren bis heute alles Wissenswerte über Musik aus England enthält in Form einer Reisereportage). Ich finde Miss Grether am besten, wenn sie über Gitarrenhymnen und Lieblingslieder schreibt. Aber auch Romane, Diskurstheorie und Kulturpolitik kommen nichT zu kurz.
Alles in allem empfehle ich dieses Buch allen Musikenthusiasten und solchen, die es werden wollen, und vielleicht auch deiner Freundin, damit sie einen besseren Musikgeschmack bekommt - und etwas lernt über Powerladys, Powerakkorde und vor allem über den Unterschied zwischen Kosmetikpop und ROck`n Roll. Oder auch einfach nur als unterhaltsamen Lesestoff - für lange Bahnfahrten ,z.B. von Leipzig nahc Marburg!


Geschichte der Apotheke: Von der magischen Heilkunst zur modernenPharmazie - Friedemann BedürftigGeschichte der Apotheke: Von der magischen Heilkunst zur modernenPharmazie
Friedemann Bedürftig

Gebundene Ausgabe, Oktober 2005
     Verkaufsrang: 123690      Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen.

Preis: € 39,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Von der Heilkräuter-Sammlung zur Internet-Apotheke      5 von 5 Punkten
Die Geschichte der Pharmazie ist ein bedeutender Teil der Medizingeschichte. Dieses Buch schlägt einenreich illustrierten historischen Bogen von den frühen Hochkulturen an Euphrat und Tigris über die Heilkunst des Hippokrates, die mittelalterliche Klosterapotheke und die Alchemie bis zur modernen Apotheke der Gegenwart. Dabei berührt es alle wichtigen Stichworte eines Themas, das heute viele Menschen beschäftigt.
Die Pharmazie vom Altertum bis in die Gegenwart
Für Apotheker, Mediziner, Krankenkassen

Tolle Qualität, kurzweiliger Text      5 von 5 Punkten
Ich habe das Buch gestern geschenkt bekommen und bin total begeistert! Arbeite seit 6 Jahren in der Pharma-Branche und habe eine Menge wissenwerter Fakten und Hintergründe zur Entwicklung der Pharmazie bekommen - kurzweilig, toll bebildert und einfach ein Vergnügen! Warum hier bei Amazon noch steht, dass es erscheint verstehe ich nicht. Habe hier reingeschaut, um den Preis zu erfahren. Tolle Preis-Leitung.


Dandys - Virtuosen der Lebenskunst: Eine Geschichte des mondänen Lebens - Günter ErbeDandys - Virtuosen der Lebenskunst: Eine Geschichte des mondänen Lebens
Günter Erbe

Gebundene Ausgabe, August 2002
     Verkaufsrang: 207850      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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In unserer glitzernden Medienwelt, in der Schein mehr gilt als Sein, kommen die Attitüden des Dandys, die früher nur in exklusiven Kreisen Resonanz fanden, wieder in Mode. Der Dandy, der modebewusste Beau, in der Regel ein Aristokrat und Müßiggänger, beherrschte zu Anfang des 19. Jahrhunderts die elegante Männerwelt und erlebte im Fin de siècle eine Renaissance. Welche Faszination ging von ihm aus? Von der Regency-Epoche über die Ära des ...

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Nicht nur Pose...      5 von 5 Punkten
Ein Buch, dass nicht nur etwas über einen Lebenstil erzählt, sondern auch über die Menschen, die in ihrer Zeit durch persönliches Beispiel ein kleines Stück der Welt verändert haben. Das Buch erzählt die Geschichte der großen, im 19. Jahrhundert berkannten Dandys, ihrer Kleidung und Mode, ihren Clubs und ihres gesellschaftlichen Lebens. All das erlaubt eine neue, positivere Sicht auf den Begriff des Dandys, als es nach heutigem Sprachgebrauch üblich ist. Es geht nicht nur um Äußerlichkeiten. Es geht auch um Überzeugung und Einstellung. So sind die meisten der Dandys nicht nur durch ihre Kleidung berühmt, sondern auch durch ihre Wirkung in Politik und Literatur.

Weiterhin erhält man durch die Darstellung des Außergewöhnlichen auch einen interessanten Blick auf das "every day life" in Frankreich und England dieser Zeit. Auch ökonomisches kommt nicht zu kurz: Der wahre Dandy ist irgendwann in seinem Leben einmal Pleite, im Exil oder beides.

Auch sehr unterhaltsam für die Liebhaber von kurzen Biographien, denn diese bieten den Schwerpunkt der Abhandlung.

Es gibt sie noch - die guten Bücher!      5 von 5 Punkten
Ein Buch, wie man es sich zu diesem Thema wünscht. Der Facettenreichtum des Begriffs wird in aller Ausführlichkeit dargestellt und im Gegensatz zu den zusammengestümperten Anthologien, mit welchen die Verlage uns in der Regel quälen, durch treffende Beispiele belegt, die zur weiteren Beschäftigung mit den Protagonisten verführen. Das es sich dabei um ein Sachbuch handelt, vergißt man bei dem hohen Unterhaltungswert des Themas und dem guten Stil des Autors sehr schnell. Seit H. Gnügs Buch "Der Kult der Kälte" ist im deutschen Sprachraum zu diesem Thema nichts mehr in vergleichbarer Qualität geschrieben worden. Ein Buch, das es sich zu lesen lohnt.



Lector in fabula: Die Mitarbeit der Interpretation in erzählenden Texten - Umberto EcoLector in fabula: Die Mitarbeit der Interpretation in erzählenden Texten
Umberto Eco

Taschenbuch, Januar 1998
     Verkaufsrang: 234962      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,73 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Das Problem der Interpretation, der interpretatorischen Freiheiten und Abweichungen, das sich durch Umberto Ecos gesamten wissenschaftlichen Diskurs zieht, ist auch Thema des vorliegenden Buches. Der »lector in fabula«, der Leser, »der immer ganz nahe, der immer dem Text auf den Leib gerückt oder ihm auf den Fersen war, ist nunmehr im Text selbst untergebracht. Eine Art, dem Leser Glaubwürdigkeit zuzugestehen, ihn aber zugleich einzuschränken und zu kontrollieren«. Das Spiel der Interpretation der aktiven Mitarbeit des Lesers - ist demnach im Kunstwerk selbst angelegt, ohne daß es letztendlich von ihm bestimmt werden kann. So setzt der Leser das »Nicht-Gesagte« oder das »Schon-Gesagte« voraus, er füllt Leerstellen aus und schreibt sogar »Phantom-Kapitel«. Doch die Bedingungen und Möglichkeiten der Auslegung einesTextes hat derAutor vorgegeben.Ecos Studie bereitet dem Leser, der geistige Anstrengung nicht scheut, höchstes intellektuelles Vergnügen und gibt ihm sozusagen das Werkzeug in die Hand, sich in der Rolle des Lesers zu analysieren.



Kopfhörer: Kritik der ungehörten Platten - Kopfhörer: Kritik der ungehörten Platten

Broschiert, April 2008
     Verkaufsrang: 186647      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 11,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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"Man muss Phil Collins nicht gehört haben, um zu wissen, dass er scheiße klingt." Denken Sie an eine bekannte Platte, an ein legendäres Album. Sie kennen es. Vom Hörensagen. Selbst nie gehört. Sie glauben zu wissen, wie die Scheibe klingt, klingen müsste. Sie glauben über die Band, die Musik, die Anhänger oder gar den poptheoretischen Zusammenhang Bescheid zu wissen. Und sicher gibt es gute Gründe, warum Sie die Platte nie gehört haben... Sie schreiben dennoch einfach eine aus dem Blickwinkel: Kenn ich nicht, schreib ich aber trotzdem drüber. So haben sich die Autoren dieses Buches dem Thema "Platten" genähert. Völlig selbstsicher und behauptend. Anmaßend. Voller Ehrfurcht. Entlarvend. Analysierend. Mit dem mangelnden Respekt vor vermeintlichen Meilensteinen der Musikgeschichte. Entstanden ist eine Sammlung, die offenbart, dass der gemeinen Plattenkritik kaum zu trauen ist. Viel Spaß beim Nichthören.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

"Man muss Phil Collins nicht gehört haben...      5 von 5 Punkten
um zu wissen, dass er scheiße klingt". Und man muss nicht lange lesen, um zu wissen, dass die Buchidee famos und ihre Ausführung köstlich ist. Nicht nur bekommt der gemeine Plattenkritiker stellvertretend für die Labersäcke dieser Welt ordentlich sein Fett weg. Auch haben wir Teil an Ungemach und Hochgefühlen, die Autoren und Musiker miteinander verbinden. Da wird der Indie-Schluffi-Tocotronic-Fan in Adidas-Jacke analysiert und die Beklemmung im Angesicht von Uriah Heep. Da wähnt sich Hans Hoff Tokio Hotel ganz nah - auf einem Magdeburger Klo. Und Seppo Defekt referiert zu "Never mind the Bollocks". Von alten Schinken bis Neuerscheinung, sie sind (na ja, fast) alle dabei und müssen ein bisschen leiden, manche sogar zweimal. Das Buch ist ein großer Spaß.


 Weitere Lesermeinungen


Metzler Lexikon Kunstwissenschaft. Ideen, Methoden, Begriffe - Ulrich PfistererMetzler Lexikon Kunstwissenschaft. Ideen, Methoden, Begriffe
Ulrich Pfisterer

Gebundene Ausgabe, Dezember 2003
     Verkaufsrang: 65922     

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Begriffe und Methoden der Kunstgeschichte in historischem Zusammenhang Das Lexikon erläutert die zentralen Leitideen, Methoden und Hilfsmittel der Kunstgeschichte bis hin zu jüngsten Forschungsansätzen. In etwa 120 Stichwörtern, z.B. "Original und Fälschung", "Repräsentation", "Kunsthändler und Kunstmarkt", "Manierismus", "Ende der Kunst", wird dabei auch die wissenschaftsgeschichtliche Entwicklung der Disziplin ausführlich dargestellt. Damit steht das Werk außer Konkurrenz. Die Autoren erläutern Begriffe und Theorien aus der Zeit vor der eigentlichen Begründung der Kunstwissenschaft im 19. Jahrhundert, beginnend mit der Antike. Auf diese Weise erfährt der Leser mehr über die historischen Voraussetzungen heutiger Diskussionen über Kunst und erkennt zugleich die Andersartigkeit der damaligen Kunstbetrachtung. Damit unterscheidet sich das unter Mitarbeit von 50 renommierten Kunsthistorikerinnen und Kunsthistorikern entstandene Handbuch wesentlich von bisherigen, großenteils personen- und sachkundlich orientierten Nachschlagewerken.



Die alten Griechen - Konrad AdamDie alten Griechen
Konrad Adam

Gebundene Ausgabe, September 2006
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Die griechische Antike ist die Wiege der europäischen Kultur. Diese vergangene Welt – ihre Philosophie und Sprache, ihre künstlerischen Formen und ihre Literatur – ist uns auf seltsame Weise vertraut und fremd zugleich. Konrad Adam lässt diese Epoche lebendig werden. Er spürt der Faszination der griechischen Philosophie nach, stellt uns den Dichter Homer vor, erklärt die Bedeutung der Göttermythen und die präzise Logik der griechischen Sprache. Wir nehmen an den Wahlen zur Volksversammlung teil, lauschen Sokrates’ Gesprächen mit seinen Schülern und gehen ins Theater, wo eine Tragödie von Aischylos gegeben wird. Wir erfahren, was ein Scherbengericht ist, wie die spartanische Erziehung aussah, wer den ersten Marathon lief – und wie man Sophistik betreibt. Am Ende erweist sich, dass das alte Griechenland uns viel näher ist, als wir es für möglich hielten. Und dass wir uns selbst nicht mehr verstehen, wenn wir die griechische Kultur vergessen. Eine aufregende Reise in die Welt der Antike – ebenso unterhaltsam wie lehrreich.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Ausflug in Europas Vergangenheit      3 von 5 Punkten
"In Athen, sagte Sokrates einmal, könne jedem tagtäglich alles passieren."

Konrad Adam hat eine Einführung in die Welt des antiken Griechenlands vorgelegt. Von der Demokratie über den Götterhimmel bis hin zu Schauspiel, Literatur und Kunst, von den Mythen bis hin zum Körperkult spannt er seine Betrachtungen.

Dabei ist sein Schwerpunkt nicht das statische Griechenlandbild, das uns so viele Altphilologen vermittelt haben, sondern gerade die Extreme, die die griechische Antike kennzeichnen. Helden und Feiglinge, Demokratie und Tyrannei, versponnene Philosophen und praktische Erfinder und natürlich die einmalige Liebe zur Kunst in all ihren Ausprägungen, das alles bringt uns der Autor näher, lässt uns Leser erleben, warum ihn die griechische Kultur so fasziniert. Da kennt sich der Autor aus, da spürt man seine Liebe zum Gegenstand des Buches, da kann er uns die Antike näher bringen.

Weniger gelungen sind seine Bezüge zur heutigen Zeit. Dabei drängen diese sich auf, wer denkt nicht im Kapitel "die Lust am Körper" an modernen Schönheitswahn. Doch da wird Adams seltsam unbeholfen. Wenn er auf die heutige Zeit zu sprechen kommt, für die die Griechen doch in so vieler Hinsicht die Grundlagen gelegt haben. da liest er sich plötzlich wie ein pensionierter Oberlehrer.

Das mag an seiner Liebe liegen. Wer liebt, mag Mängel der Geliebten gar nicht sehen und Adam verbringt ein ganzes Kapitel damit, die griechische Männergesellschaft und ihre Geringschätzung der Frauen hinwegzuerklären. Nicht mal der alte Kalauer ist ihm zu dumm, dass Euripides in seinen Stücken ein Feind der Frauen gewesen sei, nicht aber im Bett.

Noch auffälliger wird es im Kapitel über die Natur und die Ansicht darüber. Kein Klischee ist ihm da zu abgegriffen, da redet er über Technik und Naturwissenschaftler wie ein grüner Fundi der Achtziger Jahre und zeigt, dass er davon soviel Ahnung hat, wie der durchschnittliche Techniker von griechischen Hexameter: nämlich gar keine. Dabei böte gerade die Entwicklung der Mathematik und Naturwissenschaften spannenden Stoff zur Genüge.

Am problematischsten ist allerdings Adams erstes Kapitel. Er fängt mit der Sprache an, und wärmt die alte Humanistenbehauptung neu auf, dass die griechische Sprache besonders logisch sei und ohne sie die ganze Antike nicht verstanden werden könne. Nun haben mittlerweile auch die Liebhaber des Lateinischen, Französischen, Spanischen und mancher anderen Sprache ebenfalls aufgrund grammatikalischer Besonderheiten den Anspruch darauf erhoben, besonders förderlich für die Logik zu sein. Ob das zutrifft? Mir scheint diese ganze Diskussion reichlich abgehoben, so nimmt es nicht Wunder, dass nur die Angloamerikaner für das Englische diesen Anspruch nicht erheben. Dabei hätten sie mit dem Wortreichtum ebenfalls Argumente an der Hand. Doch die Neigung, sich in philosophischen Haarspaltereien und Grabenkämpfen aufzureiben, ist weder bei Engländern noch Amerikanern sonderlich verbreitet.

Dabei zeigen die deutschen Übersetzungen von Homer und Sappho, von Euripides und Aischylos in Adams Werk, wie lebendig und verständlich deren Werke auch auf Deutsch wirken - auch wenn Übersetzungen, gleich aus welcher Sprache, natürlich nie die Schönheit des Originals erreichen können.

Eigentlich schade, dass dem Buch so ein Kapitel vorangestellt ist, dass erstens nur verständlich ist, wenn man wenigstens Grundkenntnisse des Altgriechischen hat und zweitens abschreckt, weil es den (falschen) Eindruck erweckt, ein Buch voller verschrobener, abgehobener Theorien vor sich zu haben.

So ist das Buch eines, das gleichermaßen durch den Kenntnisreichtum und die Liebe des Autors fasziniert, wie durch altbackene Gegenwartsbezüge.

(C) Hans Peter Roentgen


Der Weg in die europäische Kultur      5 von 5 Punkten
Beim ersten Anlesen überkommt es einen vielleicht, als nähme der Autor sich etwas zuviel vor, will er vielleicht das Griechische überhaupt derart in den Vordergrund stellen, so denkt man, als Vorbild für alles, was uns heute vielleicht fehlt?

Doch dann beim Weiterlesen wird es einem klar. Hier hat einer die Überzeugung gewonnen, daß man aufs Griechische überhaupt nicht verzichten kann.
Das wußten bereits die alten Römer und nicht zuletzt war die griechische Sprache lange Zeit Weltsprache im römischen Reich, d.h. es sprachen die Gebildeten griechisch und die Schüler quälten sich schon damals mit dem herrlichen Homer herum.

Da Wilhelm von Humboldt seinerzeit den Gymnasiasten lieber nur Griechisch und Mathematik empfehlen wollte (ein herrlicher Gedanke!), alles andere könne kürzer treten, ist es heute wohl an der Zeit und nicht abwegig, sich wieder mit den alten Griechen zu befassen.

Man könnte sich die Ilias oder die Odyssee wieder einmal zu Gemüte führen (im Original mit nebenstehender Übersetzung nazürlich!) oder einen der griechischen Tagödien- bzw. Komödiendichter in den entsprechenden schmalen Bändchen oder den einen oder anderen Philosophen wie Sokrates, Platon oder Aristoteles. Das würde schon einiges bringen. Übrigens liest sich Aristophanes, der Komödiendichter, heute noch genauso frisch wie damals und die Anspielungen auf Religion oder politische Umstände, Eigenarten der Menschen wie Hybris, Dummheit, Bigotterie etc. finden heute noch Verständnis, will sagen, wir verstünden uns und unsere heutige Welt vielleicht einweng besser nach derartiger Lektüre bzw. nach Anschauung eines Schauspiels.

Alles ist menschlich, die Griechen haben ihren Götterglauben in die menschliche Sphäre gebracht, nur die Mythen waren heilig und tabu für Außenstehende, heute noch vergleichbar etwa mit der Eucharistie der katholischen Kirche (u.U. ein heiliges Relikt aus dieser Zeit?).

Dorer und Ionier, zwei griechische Stämme, die wichtig sind, werden vorgestellt, der Gegensatz somit zwischen Sparta und Athen dargestellt, die Entwicklung hin zu einem Staatengebilde (zu mehreren Staatengebilden natürlich), wo jeder Bürger das gleiche Recht hatte (und die gleichen Pflichten, wie z.B. den Kriegsdienst im Verteidigungsfall), die Entwicklung hin zur Demokratie in Athen, die sich bildende gedankliche Welt unter Zuhilfenahme auch fremder Leistungen wie Schrift oder Astronomie anderer Völker hin zur Philosophie und schließlich die Entwicklung der klangreichen schönen Sprache, das alles wird immer wieder in diesem Buch betont.

Eine Menge an sprachlichen und bildnerischen Beispielen wird gezeigt und ihre Bedeutung bis zum heutigen Tage deutlich gemacht. So ist ein bewegliches Werk entstanden, das mit Freude und Erstaunen gelesen werden kann von allen, die es wünschen.
Wetvolle Hinweise am Schluss des Buches regen zum Weitermachen an.
Konrad Adam ist somit ein verdienstvolles Unterfangen gelungen, eine Stütze für alle Wohlmeinenden in bezug auf gute Bildung zu schaffen. Der Ursprung unserer europäischen Kultur in fast allen Belangen wir großartig behandelt.


Das Generationen-Spiel: Wie die Heim-Medien die kulturelle Evolution designen - Timothy LearyDas Generationen-Spiel: Wie die Heim-Medien die kulturelle Evolution designen
Timothy Leary

Taschenbuch, Januar 1994
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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Andere Sicht, andere Sprache und ein paar kurze Gedanken      3 von 5 Punkten
Die drei kurzen Texte von Timothy Leary sind interessant: Sie sind schnell gelesen, die triviale Sprache voller Neologismen reizt, die Ideen sind nicht ohne Reiz. Schnell liest man Learys Meinung zu den Heimmedien, wie sie die heutige Kultur prägten und wie sie sie in Zukunft prägen werden. Man findet immer wieder Gedanken, die einem zu ein paar weiteren - eigenen - verleiten. Doch letztlich nichts Neues; das meiste, was Leary schreibt hat man schon irgendwo anders mal gehört, der Kontext und die Sprache ist dagegen neu. Sein Optimismus in Blick auf die mediendurchtränkte Zukunft ungewohnt.

Bleibt man ein wenig länger an seinen Ausführungen hängen, muß man jedoch feststellen, daß sie doch zu sehr im Nebulösen hängen bleiben und sich nicht wirklich bestätigen lassen. Dennoch ist das kleine Heftchen als eine ein klein-bißchen intelligente, ein klein-bißchen amüsante, ein klein-bißchen neue aber nicht wirklich relevante Abendlektüre zu empfehlen. Wer Spaß hat, sich auch einmal unkonventionelle Theorien zu Gemüte zu führen, ist mit diesen drei kleinen Texten sicherlich gut bedient. Solange man nicht erwartet, eine fertige Theorie vorzufinden, sondern lediglich mal Abwechslung vom üblichen "schweren Gefasel" sucht, der findet im "Generationen-Spiel" viele kleine Ansätze, wie man den Komplex der Medien und Gesellschaft auch mal sehen kann. Eigene Wege der Gedanken keinesfalls ausgeschlossen.



Die Sprache der Göttin. Das verschüttete Symbolsystem der westlichen Zivilisation - Marija GimbutasDie Sprache der Göttin. Das verschüttete Symbolsystem der westlichen Zivilisation
Marija Gimbutas

Gebundene Ausgabe, 1995

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Der Aufbau der geschichtlichen Welt in den Geisteswissenschaften - Wilhelm DiltheyDer Aufbau der geschichtlichen Welt in den Geisteswissenschaften
Wilhelm Dilthey

Taschenbuch, 3. März 2006

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Bildende Kunst und Literatur (Studienausgabe) Bd. 10 von 10 u. Erg.-Bd - Sigmund FreudBildende Kunst und Literatur (Studienausgabe) Bd. 10 von 10 u. Erg.-Bd
Sigmund Freud

Taschenbuch, Dezember 2001

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