|
| Kultur, Bildung | Inhaltsangaben Kurzbeschreibungen Zusammenfassungen | |
Jakobsweg: Geschichte und Kultur einer Pilgerfahrt Klaus Herbers Broschiert, 6. März 2007 Verkaufsrang: 163523 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der Pilgerweg nach Santiago de Compostela erfreut sich weit über den Kreis frommer Pilger hinaus zunehmender Beliebtheit. Klaus Herbers beschreibt anschaulich, wie der Jakobuskult seit dem 8. Jahr-hundert im Westen Spaniens entstand und zum Bollwerk gegen das muslimische Spanien wurde. Er erläutert die historische Funktion der Jakobswege als äKulturstraßen Europas" und stellt ihre wichtigsten Stationen vor.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Geschichte des Jakobswegs vom 9. Jh. bis heute 5 von 5 Punkten In der Beck'schen Reihe "Wissen" ist 2006 der Band 2094 "Jakobsweg" von Klaus Herbers, einem Professor für mittelalterliche Geschichte an der Universität Erlangen-Nürnberg, erschienen. Wie alle Bände dieser exquisiten Reihe behandelt er ein Thema - auch wenn es etwas komplexer ist - kurz und bündig auf knapp über 100 Taschenbuchseiten. In 8 Kapiteln geht er der Geschichte und Kultur dieses Pilgerwegs nach. Das 1. Kapitel behandelt, wie der Apostel Jakob, Sant'Iago, der Legende nach nach Santiago de Campostela kam. Der Karriere einer Stadt "am Ende der Welt" und dem Bollwerk gegen den Maurenstaat auf der iberischen Halbinsel ist das 2. Kapitel gewidmet. Kapitel 3 befaßt sich mit den Gründen für eine Pilgerfahrt nach Santiago de Campostela und den vier Wegen durch Frankreich nach Spanien. Durch diese Pilgerfahrten wurde der Jakobsweg zu einer "Kulturstraße Europas" (Kapitel 4). Den Gefahren und Riten unterwegs widmet sich Kapitel 5 "Unterwegs nach Santiago de Campostela". Die Kapitel 6 bis 9 behandeln den Niedergang zu Beginn der Neuzeit (aufgrund des Abschlusses der Reconquista und des Aufkommens des Humanismus) und den Neuanfang im 20. Jahrhundert. Insgesamt zeigt das mittlerweile in 7. Auflage vorliegende, interessant geschriebene Buch prägnant die historische Bedeutung des Jakobswegs dar.
Weitere Lesermeinungen |
Schriften zu Kunst und Literatur (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) Niklas Luhmann Taschenbuch, 20. April 2008 Verkaufsrang: 282978 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die traditionelle Frage an die Kunst war und ist die nach ihrem Wesen - die ehrwürdigen Antworten, die gegeben wurden, waren jedoch von kurzer Halbwertszeit. Denn Kunst verändert sich - ganz im Gegensatz zu den Wesensdefinitionen ihrer Beobachter. Im Jahr 1976 stellt allerdings der Wegbereiter der Systemtheorie eine neue, überraschende Frage: "Ist Kunst codierbar?" Dahinter steht die völlig anders ansetzende These, daß Kunst sich im Unterschied zu wirtschaftlichen, politischen oder wissenschaftlichen Operationen durch die spezifische Codierung ihrer Kommunikationen auszeichne. Dieser Neuansatz hat zu einer äußerst fruchtbaren und weltweit wie interdisziplinär geführten Diskussion geführt. Dieser Band versammelt Luhmanns maßgebliche Beiträge zur Systemtheorie der Kunst und Literatur und einige unpublizierte Texte aus dem Nachlaß. Eine Skizze dieses Ansatzes und seiner Wirkungsgeschichte bietet dabei das Nachwort zu dieser Textsammlung.
|
Zwischen Pop und Dschihad. Muslimische Jugendliche in Deutschland Julia Gerlach Broschiert, 6. September 2006 Verkaufsrang: 298547 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Gerlach warnt vor einem "Konzept des gefährlichen Islam", das zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung werden könne. Klug legt sie die Perspektive der "anderen" Seite dar, sie setzt auf Information an Stelle von Panikmache und Pauschalverdacht. (Berliner Zeitung)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
ein guter Beitrag zur Verständigung zwischen den Kulturen 5 von 5 Punkten Ein Buch wie dieses sollte jeder einmal gelesen haben. Es fehlt in der Gesellschaft an dem nötigen Verständniss für andere Kulturen und Religionen. Eine differenzierte und komplexe Betrachtung ist nur mit dem nötigen Wissen möglich. Im Buch werden viele interessante Einblicke in die Lebenswelt der jungen Muslime aufgeführt.
Weitere Lesermeinungen |
Einführung in Populäre Musik und Medien Christoph Jacke Broschiert, 8. Oktober 2009 Verkaufsrang: 244579 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Dr. Christoph Jacke ist Professor für "Theorie, Ästhetik und Geschichte der Populären Musik" im Studiengang "Populäre Musik und Medien" im Fach Musik der Universität Paderborn und Popmusikjournalist.
|
Ein Lied mehr zur Lage der Nation: Politische Inhalte in deutschsprachigen Popsongs Sebastian Peters Gebundene Ausgabe, 15. März 2010 Verkaufsrang: 353498 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Popmusik ist ein Seismograph ihrer Zeit - und damit immer auch politisch, selbst da (oder gerade dann), wenn sie nicht politisch sein will. Sebastian Peters analysiert das Verhältnis von Popmusik und "Zeitgeist" anhand einer wahren Fülle von Beispielen - von den "unpolitischen" Schlagern der Nazi-Zeit und der folgenden sehnsuchtsvollen Wirtschaftswunderjahre über die Rock-Rebellion der Sechziger bis zum "Diskurs-Pop" der Hamburger Schule und dem Sound der Wiedervereinigung.
|
Knappe Zeit: Kunst und Ökonomie des befristeten Lebens Harald Weinrich Gebundene Ausgabe, 1. Februar 2005 Verkaufsrang: 194578 Gewöhnlich versandfertig in 10 bis 12 Tagen. Über allem das Ticken der Lebensuhr - Harald Weinrichs geistreiches Buch "Knappe Zeit" Von Martin Meyer Zeit und menschliches Handeln scheinen in umso grösserem Missverhältnis zueinander zu stehen, je effizienter wir die Prinzipien der Zeitökonomie zu beherrschen glauben. Das Dilemma des modernen Menschen besteht darin, dass uns die Beschleunigung unseres Lebens keinerlei Zeitgewinn zu erbringen scheint. Der Romanist Harald Weinrich hat Stimmen und Schriften gesammelt und zu einer Kulturgeschichte aus den Beständen der Wahrnehmung von knapper Zeit vereint. Moderne Menschen sind Wesen in Bewegung - ihr Antrieb ist eine Arbeit, deren mobiler Charakter entsprechende Kompetenzen wünscht. Handlungen laufen unter Druck, Fristen fordern rasche Reaktion, im Wettbewerb siegt - zumeist - die Agilität, und wer nun immer noch zu spät käme, den bestrafte die Geschichte. Oftmals ist die Bewegung gerichtet. Sie steuert auf Ziele, jedenfalls auf Stationen zu, woraus sich alsgleich neue Chancen entwickeln. Manchmal läuft die Bewegung freilich für sich selbst, als ein Kreisen vor Ort, woraus wir ein eigentümliches Grundrauschen heraushören - den so genannten Betrieb einer verwalteten und verriegelten Welt, dessen Hektik auch deshalb etwas Beruhigendes hat, weil uns inzwischen jede Stockung oder Stille als Zeichen des Störfalls irritierte. "Rund um die Uhr" herrschen Aufmerksamkeit und Präsenz; schon im Sprachbild wird das Unaufhörliche solcher Tätigkeiten sofort fassbar. Die Zeit ist dabei nicht die Sache per se, doch das Medium, das erkennen lässt, "wo" wir stehen, wie "weit" wir sind. Zeit zu "haben", wäre eine Art von Kapitalerweis, während die weitaus häufigere Erfahrung des anderen - dass die Zeit wegbricht, die Räume "eng" werden, die "deadlines" überschritten sind - realistisch die Situation des Schuldners beschreibt. "Le temps mange la vie." So hatte schon Charles Baudelaire lakonisch kurz zusammengefasst, was ihm an den urbanen Verdichtungen des 19. Jahrhunderts aufgegangen war: Das menschliche Leben schien kaum mehr dafür geeignet, die Abenteuer und Beschleunigungen, die es selbst hervorgezwungen hatte, sinnfällig und sinnenfreudig zu verdauen. Als eine Wirklichkeit der Übergänge und Streifungen begegnete die Moderne als Verschnitt von Zeiten und Rhythmen, die keine Entspannung mehr brachten, im Gegenteil ihre Zeugen in die Rolle der ewigen Passanten drückten - eilig unterwegs; aber wohin und wozu? ABLEITUNGEN AUS DER STERBLICHKEIT Eine andere und frühere Form von Zeit-Bewusstsein bildet das factum brutum der Sterblichkeit: dass irgendwann, und eher früher als später, alles vorbei sein wird. Wenn Harald Weinrich in seinem Buch "Knappe Zeit. Kunst und Ökonomie des befristeten Lebens" an die drei Parzen erinnert, die unseren Faden zuerst spinnen, dann halten und schonen und schliesslich zerschneiden, so macht der Verweis auf die Mythologie den vor-geschichtlichen Grund des Umgangs mit der Zeit transparent. Lebenszeit ist immer nur Spanne, Frist, von daher in der Regel knapp und dicht, von daher - dies wäre nun ihr besserer "Sinn" - umsichtig zu pflegen und zu nutzen, sei es im Sinne eines höheren Schöpfers, sei es aus eigener Einsicht und Umsicht gegenüber dem Geschenk, manche würden auch sagen: der Last, des Daseins. Aber Weinrich ist von seinem Temperament her kein Dramatiker. Was der Münchner Romanist vor uns ausrollt, ist ein im Ganzen eher auf die Heiterkeit gerichtetes Schriftband aus Autoren und Stimmen, die das Thema der Zeit unter dem Aspekt ihrer Kürze behandeln - von Hippokrates und Dante über Lessing, Goethe und Schiller bis zu Balzac, Proust, Heidegger und Blumenberg. Was lernen wir daraus? Dass jenes Faktum des Endens und Verlöschens den menschlichen Geist quer durch die Epochen dazu veranlasst, es zu kommentieren, oftmals im Lichte einer Art von Pädagogik, die Zeit umso mehr und klüger zu nutzen. "Kurz ist das Leben, lang ist die Kunst." Das stellt - in einer Sammlung von insgesamt 87 Aphorismen oder Sentenzen - der griechische Arzt Hippokrates fest, und er meint zunächst bloss dies, dass ein Missverhältnis herrsche zwischen der Kunst des Heilens und der gelingenden Möglichkeit ihrer Applikation. Denn während jene als Wissen und Praxis viel Lernzeit erfordere, sei es für ihren Patienten vielleicht bereits zu spät gewesen. Worauf dann Theophrast etwas schärfer ergänzt: "Kaum hat man zu leben begonnen, da muss man schon sterben." So ist es, worauf das Leben um das "richtige" Leben zu erweitern wäre, wozu natürlich gehörte, die "Ausgaben" oder Investitionen der Lebenszeit angemessen vorzunehmen. Die Philosophen der Schule der Stoa argumentieren hierbei rigider und "moralischer" als ihre Konkurrenten aus den Gärten des Epikur. Das "Carpe diem" des Horaz klingt kecker und freier als der Befund des Seneca, dass die Zeit "res omnium pretiosissime" sei, weshalb man immerzu auf die vernünftige Rendite achten möge: sich nicht in Lüsten und Nichtigkeiten zu ergehen, sondern den Ernst und die Grösse der Gedanken zu pflegen. Noch Leon Battista Alberti, der grosse Humanist und Theoretiker der bildenden Künste, schreibt dieses Pflichtenheft von den erfüllten Stunden weiter, da er die Ökonomie des Haushalts als ein Regelwerk des Haushaltens mit der Zeit definiert - gerade dort, im familiär-beruflichen Ambiente der Ordnungen und Gebote, sei keinerlei Zeit zu verlieren, und damit man nicht aus der Übung komme, möchten Musse und Schlaf zugunsten steter Beschäftigung gemieden sein. Hier also bildet sich, selbst im katholischen Milieu, ein Ableger jenes Protestantismus heraus, dessen "Geist" der Askese bekanntlich Max Weber als Triebsatz des modernen Kapitalismus erkannte. RECHNEN UND SCHAFFEN Zeit ist Geld. Im Wortlaut des Autors: "Remember that time is money!" Benjamin Franklin ist kaum dreissig und noch Druckergeselle, als er seine "Necessary hints to those that would be rich" verfasst und darin den Sand im Stundenglas energisch zu kapitalisieren empfiehlt. Das eine ist tatsächlich das Geld, und es ist nicht dazu da, es zu "geniessen", sondern, richtig verwendet, weiteres Geld zu schaffen. Das andere betrifft die Voraussetzungen des Umgangs mit dem Geld, die - wie wiederum Max Weber gesagt hätte - Fragen der Lebensführung berühren. Franklins Ratschläge sind Adressen an das gebildete Publikum, zumal bei der Erziehung der Jugend darauf zu achten, dass jeder Tag mit Pensen, sei es der praktischen, sei's der theoretischen Arbeit, erfüllt sei, damit sich nicht bald schon das Leid aus versäumten Gelegenheiten einstelle - gleichsam das "weltlich" gewordene Unheil des Sünders aus Nachgiebigkeit gegenüber allzu irdischen Genüssen. Zeit ist so auch ein Check für gelingende oder verpfuschte Zukunft. Dass der Teufel wenig Zeit habe, sein Werk zu verrichten, erklärt die christliche Lehre mit der Botschaft von der Erlösung der Welt durch Jesu Opfertod. Gleichwohl und umso eifriger ist der Versucher bei seiner Sache, die Menschen zum Bösen zu verleiten. Lohnt sich aber ein Dasein wider das Gute, wenn der kurzen Lust die unendliche Qual, dem gegen andere eroberten Profit "später" die ewige Nacht aus Eis und Schmerzen folgt? Himmel und Hölle befinden sich im Jenseits der Zeiten und Fristen, doch können Minuten eines Menschenlebens darüber entscheiden, wohin es die Sterblichen dereinst verschlägt. Keiner hat dies eindrucksvoller zur Erzählung von der Komödie unserer Schicksalsmöglichkeiten gestaltet als Dante. Und während der Schiedsspruch über die Todsünder ohnehin nichts mehr erhoffen lässt, bietet nun das neu entdeckte Zwischenreich des Fegefeuers eine bunte Palette von Strafen für uns Durchschnittstäter: Dort entspricht das Mass der Strafe den Verfehlungen im Diesseits - der Faulpelz zum Beispiel schmort dann in der trägen Materie des langen, langen Wartens. Die grossen Verführer zum Bösen sind seither auch Meister der Beschleunigung gegen das Gefühl der Langeweile. Weinrichs Interpretationen und Lesarten zu Goethes "Faust" verstehen das Drama rechtens im Zeichen der knappen Zeit: Eile ist geboten, für Mephisto wie für den Doktor seines Überdrusses an der Gelehrsamkeit. Noch lamentiert dessen Famulus "Ach Gott, die Kunst ist lang / Und kurz ist unser Leben!", da sinnt der Herr bereits nach einer Flucht aus so viel Bücherstaub. Was Faust sich wünscht, ist Daseinslust - gedrängte, stark erlebte Zeit. Der Teufel kommt, erfüllt den Wunsch, vorausgegangen ist die Verjüngungskur für den alternden Philosophen. Dabei erinnert sich auch Mephisto der Sentenz des Hippokrates: "Doch nur vor einem ist mir bang': / Die Zeit ist kurz, die Kunst ist lang." Fortan steht alle Handlung unter Dampf - Faust endlich jenen Augenblick geschenkt zu haben, in welchem das "Verweile doch!" ausgerufen wäre, als Triumph im Jetzt und als Gleichgültigkeit gegenüber jedem weiteren Lebenstag. GOETHES LEBENSKUNST So sehr und rücksichtslos hätte sich Goethe selbst niemals an eine einzige Erfüllung verloren. Was dessen Diätetik des Umgangs mit Zeit und Lebenszeit empfiehlt, ist vorausschauende Balance zwischen Glück und Pflicht, zwischen Kairos und Kalkül. Aus Goethes privaten Notizen ist eine Maxime erhalten, die der genaue Leser aus Senecas Schrift "Über die Kürze des Lebens" gezogen hat. "Das Leben, wenn du es nur zu nutzen verstehst, ist lang." Will heissen, nicht die Verschwendung - auch als "romantische" Mystik der Preisgabe an das "Andere" - macht die Sinnhaftigkeit der Existenz, sondern, im Gegenteil, die Kontinuität der "Aufmerksamkeit auf jede Stunde" und über Jahrzehnte, wie es später - und etwas lehrhaft - im "Wilhelm Meister" heisst. Dann erst, nämlich vorzüglich im Rückblick auf Geleistetes und Erreichtes, im gelungenen Alter mitsamt
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Lesermeinungen |
Grundbegriffe der Ästhetik Franz Koppe Broschiert, 1983 Verkaufsrang: 233041 Dieses Buch, 1983 zum ersten Mal erschienen, gehört zu den wenigen Standardwerken, die die deutschsprachige Ästhetik seit Adornos Tod hervorgebracht hat. Franz Koppe unterzieht die kunsttheoretischen Hauptschulen des zwanzigsten Jahrhunderts - Positivismus, Formalismus, Strukturalismus, Materialismus und die psychoanalytische Kunsttheorie - einer ebenso prägnanten wie fundierten Kritik und entwirft eine eigenständige Alternative. Für die vorliegende Neuausgabe hat der Verfasser den Text erweitert und ergänzt: den theoriehistorischen ersten Teil durch eine Auseinandersetzung mit der Postmoderne, den systematischen zweiten Teil durch ein umfangreiches Postskript. Das ursprüngliche Konzept, das die Kunst als eine besondere Weise der Bedürfnisartikulation charakterisiert, erfährt so eine semiotische Präzisierung und - in einem Verständnis der Kunst als Ausdruck personaler Eigenart und Eigensicht - eine anthropologische Vertiefung.
|
Die Untoten und die Philosophie: Schlauer werden mit Zombies, Werwölfen und Vampiren Richard Greene, K. Silem Mohammad Gebundene Ausgabe, Juni 2010 Verkaufsrang: 59883 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Was können wir von Vampiren, Werwölfen und Zombies lernen? Nichts Geringeres als die bedeutendsten Ideen und Strömungen der Philosophie. Folgen Sie den Autoren auf ihrer lustigen, klugen und ziemlich schrägen Bildungsreise in die Welt der Untoten.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Philosophen und Vampire 5 von 5 Punkten Nichts boomt auf dem Literaturmarkt so sehr wie Vampirgeschichten. Im vorliegenden sehr unterhaltsamen Buch entführen uns die Autoren in das Reich der Philosophie. Die beiden Herausgeber des Buches haben 14 Aufsätze in fünf Teile geordnet: 1. Es lebt (irgendwie)! 2. Untote weiße Männer 3. Dreckskerle 4. Die Politik der Exhumierung 5. Eine schöne Leiche Die Seiten des Buches tropfen nicht wie Vampirromane vor Blut. Hier geht es unter anderem um das philosophische Verstehen von Kontinuität von Geist und Körper, eigentlich um die Suche nach dem "richtigen Leben". Larkin fragt: "Ist ein menschlicher Körper, der im Koma liegt, eine Person? Ist er, wenn er im Sarg liegt, eine Person?" Dies ist nur eins der äußerst vielfältigen Themen des Buches. Selbst Heidegger wird hier aktuell. Jeder Vampirfreund sollte diese Philosophiestunde nicht verpassen. "Schlauer werden mit Zombies, Werwölfen und Vampiren" ist eine lebensnahe Lektion für alle die das Leben lieben.
|
Schönheit: Hintergründe - Perspektiven - Denkanstöße. Ein Projektbuch Peter Brokemper Broschiert, September 2009 Verkaufsrang: 195853 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Topmodels wie Heidi Klum, It-girls wie Paris Hilton, Hollywoodschauspieler wie Brad Pitt und Angelina Jolie alle leben von und mit ihrer Schönheit und liefern Jugendlichen Unmengen von Gesprächsstoff. Aber auch den negativen Folgen des Schönheitswahns begegnet man täglich in der Presse. Doch was ist Schönheit wirklich? Mit diesem Projektbuch gehen die Jugendlichen dieser Frage auf den Grund und erkunden die Wa(h)re Schönheit: Mit Aufgaben, Projektideen und Diskussionsanregungen zu Bildern und Texten überlegen sie, was einen schönen Menschen ausmacht, erfahren, wie Wissenschaft und Kunst mit dem Thema umgehen, und entwickeln mögliche Strategien, dem Schönheitswahn zu entkommen. Und am Ende des Projekts entscheiden sie dann, ob Topmodels der Inbegriff von Schönheit sind.
|
Sound Signatures: Pop-Splitter (edition suhrkamp)
Taschenbuch, 19. März 2001 Verkaufsrang: 316304 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Was ist Pop? So wenig originell diese Frage ist, so originell, vielfältig und überraschend können die Antworten ausfallen, wenn man sie den Richtigen stellt: Schriftstellern wie Thomas Meinecke, Andreas Neumeister und DJs Wie Dirk von Lowtzow (Tocotronic) oder Hans Nieswandt; Journalisten wie Diedrich Diederichsen, Ulf Poschardt, Pinky Rose, Sascha Kösch oder Moritz von Uslar; Wissenschaftlern wie Gabriele Klein oder Eckard Schumacher. Alle Autorinnen und Autoren gehen in den vorliegenden Originalbeiträgen anhand der Beschreibung eines Gegenstands, einer Person, einer Moderichtung, eines (Schreib-)Stils der Frage nach, was Popkultur eigentlich ist. Diese Phänomenologie der derzeitigen Popkultur bildet insofern auf ebenso unterhaltsame wie erhellende Weise ab, wie in der Gegenwart Kultur wahrgenommen wird und als symbolische Ordnung funktioniert; und nicht zuletzt wird der Begriff selber einer Revision unterzogen, indem er - ganz nebenbei - in unendlich viele Teilchen zersprengt wird.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
pop mit "pop-mitteln" erfassen? 2 von 5 Punkten gänzlich "unschuldig" sei "der/die/das" pop: eine scherbe aus dem identifikationsangebot des popkulturellen warenladens, in dem sich jeder eben seinen splitter heraussuchen kann. pop ist alles und nichts. wer es nicht erkennt, ist nicht pop. denn pop ist polykontextuell, polyvalent und postmodern. alles klar? natürlich. ähnlich sinnvoll wäre es, eine abhandlung über lyrik in alexandrinern und hexametern zu verfassen. oder aber auch: was! für! ein! schmarrn! (um in der notation der poetry! slams! zu bleiben)
Ein willkommener Einstieg in die Poptheorie 4 von 5 Punkten "Sound Signatures" ist ein Sammelband, der sich, wie es längst nötig geworden ist, mit Pop beschäftigt. Phänomenologisch werden "splitterartig" wichtige Facetten beleuchtet: es geht um Popkultur, Popart, Popmode und vor allem um Popmusik. Allein Diedrich Diederichsens Aufsatz "Wo bleibt das Musikobjekt?" ist den Kauf des wohlfeilen Buches wert. |
Der Moses des Michelangelo: Schriften über Kunst und Künstler. (Psychologie) Sigmund Freud Taschenbuch, 1. November 1993 Verkaufsrang: 298503 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Mit seinem Essay äDer Moses des Michelangel" schafft Sigmund Freud, der Begründer der Psychoanalyse, ein Meisterwerk der Kunstbetrachtung. Die berühmte Statue aus dem Grabdenkmal Papst Julius II. erscheint eingefroren im Moment der Bewegung und seelischen Rührung. Durch Freuds tiefsinnige Interpretation wird der Moses des Michelangelo nicht nur verstehbar, er wird lebendig. Christoph Waltz folgt den Beschreibungen bis ins kleinste Detail, so dass vor dem inneren Auge ein lebenskräftiges Bild der Person des Moses entsteht, der den Künstler Michelangelo gleichermaßen berührt und bewegt hat wie den Arzt und Psychologen Sigmund Freud. Mit ausführlicher Einleitung zu Leben und Werk sowie Erläuterungen zu den gelesenen Texten von Freud-Expertin Dr. Cordelia Schmidt-Hellerau im Booklet. Sprecher: Christoph Waltz
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
"Kunstwerke üben eine starke Wirkung auf mich aus". (Freud) 5 von 5 Punkten Schriften über Kunst und Künstler, ist der eigentliche Titel dieser sehr zu empfehlenden Schrift Freuds. Freud (1856-1939) schickt zu Recht voraus, dass er nur Laie sei, aber eben fasziniert von den Werken der Dichtungen und der Plastik. Und diese Faszination zeigt er mit diesem Buch in einer persönlichen Vehemenz, absolut und hervorragend und lässt uns Leser daran teilhaben. Es ist wie ein Dekalog, 10 Freudsche Absichten verbergen sich hinter der hervorragenden Auswahl. Sie werden feststellen, wie freudig im wahrsten Sinne Sie ein Buch womöglich nochmals lesen wollen. Von diesen 10 Miniaturen seiner Auswahl über Kunst können nicht alle besprochen werden. Aber meiner subjektiven Auswahl entsprechend will ich vier davon anreißen, so dass ein Eindruck entsteht entsprechend dem Freudschen Optimismus: Die Beschränkung erhöht dessen ganzer Kostbarkeit. (1) Beginnend mit dem "Dichter und das Phantasieren" stellt er fest, dass eigentlich jeder ein Dichter sei und das dieser erst mit dem letzten Menschen aussterbe. Denn so wie in uns das spielende Kind der ersten Jahre eine Erinnerung schafft, so hat der Dichter das Spielen durch Phantasieren ersetzt. Die großen Affekte verlagert er in die Welt der Phantasie, die von der Wirklichkeit gesondert ist. Wo im Realen der Genuss versagt ist, mag er im Spiele der Phantasie umso heftiger bereitet sein. Und so findet die Phantasie im Traum wie im Tagtraum eine Ergänzung, der Dichter findet in dieser Konstellation die wahre Kunst der Poesie, die zusammen fließenden Quellen der Lust und der Verlockung. (2) "Das Motiv der Kästchenwahl" vermutet eine zu übergehende Erzählung, tun Sie es nicht. Sie lernen in einem fulminanten Galopp, was die Wahl: Eine aus Dreien zu bedeuten hat. Sie stellen fest, dass ein alter Mythos und ein bekanntes Motiv, die Auseinandersetzung mit dem Tod, allen Wahlen zu Grunde liegt. Und so häufig wie die Jüngste, eher die Ruhigste gewählt wird, so wird die Verbindung von Schweigen und Tod zur Wahl des Todes und da dieser immer eintrifft, zeigt sich der Wahl als versteckte Notwendigkeit. In der Umkehrung jedoch, ist die Repräsentantin des Todes immer auch die Jüngste, Lieblichste und Schönste, somit gleichzeitig die Überwindung des Todes und der Notwendigkeit - so wird die vermeintliche Überwindung zum Erlebnis der freien Wahl. Denken Sie an Paris und Aphrodite, an Psyche, an Aschenputtel, an König Lear und an den Kaufmann von Venedig. Und immer werden diese drei zur Auswahl stehenden gesehen wie Klotho, die Spinnerin des Lebens, wie Lachenis, die die Länge des Lebens bemisst und wie Atropos, die unerbittlich das Ende setzt. Diese Geschichte der Moiren oder Parzen ist die brillante Interpretation der profanen Kästchenwahl, die den Tod meint, diesen aber zur Wahl verharmlost. (3) "Der Moses des Michelangelo": Zu empfehlen ist, sich vor dem Lesen die Statue des Moses in Ruhe anzusehen (Bild im Buch). Länger und detailliert. In diesem sehr persönlichen Blick nimmt man eine Menge mit in den Text und kann den Dialog mit dem Autor fortführen. Das Sichtbare ist das, was es zu beschreiben gilt, aber der Kontext, in dem Moses genau zu dieser Position kam, bedarf einer Vorstellung, die den geschichtlichen Rahmen der Bibelstelle berücksichtigt. Freud nannte ein anderes Essay ursprünglich: Moses, ein Ägypter und verfolgt damit den radikalen Ägyptizismus mit jüdischen Mittel. (vgl. Sloterdijk 2007, Derrida, ein Ägypter, und Freud selbst: Der Mann Moses und die monotheistische Religion). Doch hier bemüht er den Kontext der Übergabe der Gesetzestafel am Berge Sinai, Moses, der zulange die Gruppe verlassen hat, stößt nach Rückkehr auf Aron, der den Sinn, ins gelobte Land zu gehen, mit einem Goldenen Kalb für beendet erklären wollte. Diese unsägliche Wut, der Zorn im Blick offensichtlich und in der Körpersprache bereits gebannt, machen die Faszination der Freudschen Betrachtung Moses aus. Moses wird im betrachtenden Auge mit der Interpretation Freuds nahezu lebendig. Dieses Essay ist ein wichtiges Highlight der Kunstgeschichte. In Sinne einer neuen Betrachtung, könnte man Franz Maciejewski, ISBN: 3525453744 folgen, der Freud im Bann eines Moses-Komplexes sieht und zu ergänzender Interpretation führt. Hier wird geprüft, ob nicht sehr persönliche Motive die lebenslange Betrachtung der Mosesfigur bedingt haben. (4) "Das Unheimliche" ist eine bravouröse Entwicklung in der Unterscheidung des Heimlichen, des Heimischen und des Unheimlichen in der deutschen Sprache, im Gebrauch derselben und in der Verwendung in der Literatur. Was nicht vertraut, eben unheimlich ist, bedingt auch Angst. Und so fällt die Angst mit dem Betrachtungshorizont des Unheimlichen, das in den Werken von Schiller (Tell) und vor allem bei E.T.A. Hoffmann (Der Sandmann) in erlesener Güte nachvollzogen wird. Eine Welt der Geister, Dämonen und Gespenster tut sich auf, und so führt uns der Dichter wie zuvor in (1) beschrieben in eine phantastische Welt, die für die Dauer unserer Hingegebenheit wie eine Realität behandelt wird. Diese unheimliche Realität wird ebenso offensichtlich spürbar im Prinzip des Doppelgängers oder noch stärker in den wahr gewordenen Wünschen. Der Ring des Polykrates (Schiller) ist eben so ein Beispiel wie das unsagbare Ibsen Drama "Rosmersholm". Unheimlich in allerhöchsten Grade vermutet Freud was mit Tod, Leichen und der Wiederkehr der Toten, Geistern und Gespenstern zusammenhängt. "Das Denken und Fühlen der Menschen hat sich seit den Urzeiten sowenig verändert. Zwei Gründe geben gute Auskunft: die Stärke unserer ursprünglichen Gefühlsregungen und die Unsicherheit unserer wissenschaftlichen Erkenntnisse. Keinem Menschen leuchtet es ein, dass alle Menschen sterben müssen". Freuds zusammenfassende Überlegung findet man vielleicht hier: "Das Unheimliche ist jene Art des Schreckhaften, welche auf das Altbekannte, Längstvertraute zurückgeht". Das Unheimliche im Märchen ist von anderer Qualität. Hier wird man nicht in den Bann gezogen, sondern das Märchen löst die Verstrickung und nimmt die Angst. Dieses allein dadurch, dass der Dichter in der von ihm fingierten Realität Seelen und Geister wie vollständige Existenzen behandelt, so wie wir als Leser materielle Realität sind. Die Schrecken von Hamlet, Macbeth oder gar Dantes Jenseitswelt sind so jedem erspart. Exkurs: Kierkegaard spricht daher als "von der Angst gebildet". Er sieht im Märchen die Anleitung zur Überwindung der Angst (vgl.: Kierkegaard, Der Begriff Angst) zur besseren Lebensgestaltung. Was sonst auf Sie wartet: "Psychopatische Personen auf der Bühne" berichtet von Hamlet, die "Vergänglichkeit" zeigt, dass die Vergänglichkeit des schönen eine Wertsteigerung ist, weil die Beschränkung in der Möglichkeit des Genusses die Kostbarkeit erhöht. Das Essay über die "Charaktertypen" zeigt psychoanalytische Praxis und Literatur, vor allem mit Shakespeare und Ibsen in Verbindung. "Dichtung und Wahrheit", eine Kindheitserinnerung Goethes als Beginn, in der gezeigt wird, dass weniger die Erinnerung an sich gilt als vielmehr die Erzählungen Dabei-gewesener als vollwertige Erinnerung vorschnell anerkannt werden. "Dostojewski und der Vatertöter" in der Rolle des Ethikers und doch eher als Patient auf der Couch und eine Rede zum ihm verliehenen "Goethe-Preis" schließen dieses äußerst interessante Buch. Freud ist bekannt als Psychoanalytiker, der den Menschen mit seiner Wahrheit über das Ich nicht gerade schmeicheln wollte. Doch hier erleben Sie einen anderen Freud, der zwar als Psychoanalytiker schreibt, doch die Welt dessen weit überschreitet und dennoch seine Grenzen kennt.
Weitere Lesermeinungen |
55 Klassiker des Kulturjournalismus
Broschiert, 1. Dezember 2008 Verkaufsrang: 338869 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Dieser Band stellt ein Best of kulturjournalistischer Klassiker vor, die in ihrer Zeit ein Programm oder eine Schreibweise begründet und auch heute noch für die Theorie und die Praxis des Journalismus außerordentlich lehrreich sind. 55 Journalisten, Wissenschaftler und Schriftsteller unserer Tage stellen geistreich und pointiert die ästhetischen und formalen Besonderheiten dieser Klassiker des Kulturjournalismus vor von Lessings 'Briefe, die neueste Literatur betreffend' über Kleists 'Berliner Abendblätter', Kischs 'Rasender Reporter' bis hin zu Alexander Kluges 'Gespräche mit Heiner Müller ' der Florian Illies 'Generation Golf'.
|
Schriftkunde: Basiswissen Elke von Boeselager Broschiert, Dezember 2004 Verkaufsrang: 197936 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Schrift, Informationsmedium seit mehr als 5.000 Jahren, begegnet uns heute in erster Linie in gedruckter Form. Doch kaum jemandem ist bewusst, dass zwar viele Buchstaben auf der heutigen PC-Tastatur schon seit über zwei Jahrtausenden genau so geschrieben werden, die Druckschrift aber erst 500 Jahre alt ist und die Maschinenschrift gar erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts ihren Siegeszug antrat. Deshalb ist die Schriftkunde, auch Handschriftenkunde oder Paläographie genannt, eine der wichtigsten historischen Hilfswissenschaften. Sie schafft nicht nur die Grundlage zur Entzifferung von Schriften in ihrem jeweiligen Kontext, sondern leistet einen wichtigen Beitrag zu Erkenntnissen für die Kultur- und Bildungsgeschichte. Zum ersten Mal wird nun eine deutschsprachige Einführung in die Schriftkunde vorgelegt, die auch die Entwicklung der neuesten Zeit berücksichtigt. Von Beginn des Schreibens bis zum modernen Bürobetrieb, von der Gänsefeder bis zum Laserdrucker werden organisatorische sowie technische Voraussetzungen für Schrift erläutert. Dabei ist es das Ziel, das Basiswissen für das Entziffern schwieriger Schriften bereit zu stellen. Zahlreiche Abbildungen geben einen Überblick über Schriftentwicklung und zeigen, dass die Lesbarkeit einer Schrift keineswegs nur von ihrem Alter abhängt. Grundlagen der Schriftgeschichte, Methoden zur Entzifferung von Schriften und eine Auswahlbibliographie eröffnen den Einstieg in die faszinierende Welt des Schreibens – und des Lesens.
|
Kulinaristik: Forschung - Lehre - Praxis
Broschiert, Juni 2008 Verkaufsrang: 334489 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Kulinaristik (von lat. culina = die Küche) ist ein Fächer und Branchen übergreifender Beitrag zu den Kultur- und Lebenswissenschaften. Die versammelten Beiträge des Bandes schreiben Visionen, Forschungen und Initiativen ihrer Umsetzung in die Praxis fort, die insbesondere im Umfeld der 2000 gegründeten Deutschen Akademie für Kulinaristik entstanden sind. Die Autoren sind Wissenschaftler und renommierte Vertreter der Gastronomie, der Lebensmittelwirtschaft, der Medien, der Freien Berufe und Kulturinstitute. Sie beleuchten Themen und Kontexte von der kulturellen Verankerung des Ess- und Trinkverhaltens, des Kochens und der Gastlichkeit bis hin zu rituellen, gastronomischen, geschlechtsspezifischen, kulturpolitischen, philosophischen, ökonomischen, theologischen, semiotischen und kommunikativen Aspekten des Zusammenhangs von Kultur, Kommunikation und Küche. Beiträge von Tilman Allert, Eva Barlösius, Wolfgang-Otto Bauer, Regina Bendix Angelos Chaniotis, Trude Ehlert, Dietrich Harth, Ines Heindl, Irmela Hijiya-Kirschnereit, Guido Fuchs, Wolfgang Fuchs, Hans-Ulrich Grimm, Peter Kupfer, Harald Lemke, Jörg Maier, Gerhard Neumann, Peter Peter, Klaus Pfenning Klaus Pilger, Roland Posner, Cornelia Ptach, Gerhard Rechkemmer, Gisela Schneider, Hans Stefan Steinheuer, Frank Thiedig, Bernhard Tschofen, Alois Wierlacher.
|
Formlose Ähnlichkeiten oder die Fröhliche Wissenschaft des Visuellen nach Georges Bataille Georges Didi-Huberman Broschiert, 21. Juli 2010 Verkaufsrang: 282833 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden In Formlose Ähnlichkeit entwickelt Georges Didi-Huberman eine Art paradoxe Ästhetik. Ausgangspunkt seiner minutiösen Analysen sind die Texte und Bilder der Zeitschrift Documents, die Georges Bataille 1929 und 1930 zusammen mit Michel Leiris, Carl Einstein, Marcel Griaule und einigen anderen herausgegeben hat. In dieser Zeitschrift legt Bataille eine erstaunliche Radikalität bei dem Versuch an den Tag, die Grundlagen der klassischen Ästhetik zu überwinden oder, wie er sagte, zu "zersetzen". Dabei belässt Didi-Huberman es nicht, wie so oft, bei einer nur "emphatischen" Lektüre Batailles, vielmehr geht es ihm um ein Neues Organon für die heutige Kunstgeschichte und Ästhetik: um die Verbindung eines transgressiven mit einem bereits strukturalen Denken, um die Verbindung der künstlerischen Avantgarden (in Malerei, Plastik, Kino, Photographie) mit den Kulturwissenschaften (Archäologie, Geschichte, Ethnologie, Psychoanalyse). All das erweist die Zeitschrift Documents als ein Schlüsselmoment im modernen Denken des Bildes.
|
Die Kunst der Gesellschaft (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) Niklas Luhmann Taschenbuch, 24. März 1997 Verkaufsrang: 183542 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Unter dem Titel 'Die Kunst der Gesellschaft' setzt dieses Buch eine Reihe von Publikationen fort, die der Ausarbeitung einer Theorie der Gesellschaft dienen. Die Einleitung zu dieser Serie ist unter dem Titel 'Soziale Systeme' 1984 erschienen. Ferner liegen inzwischen vor: 'Die Wirtschaft der Gesellschaft', 'Die Wissenschaft der Gesellschaft' und 'Das Recht der Gesellschaft'. Das Gesamtunternehmen - 'Die Gesellschaft der Gesellschaft' - sucht Distanz zu vorherrschenden Gesellschaftstheorien, die ihren Gegenstandsbereich durch mehr oder weniger normative, jedenfalls integrative Einheitskonzepte zu beschreiben versuchen. Luhmann macht deutlich, warum es sich empfiehlt, die Gesellschaftstheorie umzuschreiben und die Einheit der Gesellschaft nicht in ethisch-politischen Forderungen zu suchen, sondern darin, daß bei extremer Verschiedenheit von Funktionen und Operationsweisen in Systemen - zum Beispiel Religion oder Geldwirtschaft, Wissenschaft oder Kunst, Intimbeziehungen oder Politik -trotzdem vergleichbare Sachverhalte entstehen. Das Theorieangebot ist danach im Kern: Klarheit der Außenabgrenzung und Vergleichbarkeit des Verschiedenen.Niklas Luhmann ist Professor für Soziologie (em.) an der Universität Bielefeld.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
*sehr gut* 5 von 5 Punkten Niklas Luhmann ist ein Meister seines Fachts.Dieses Buch ist sicherlich elementar für Kunst und soziologie-interessierte mit Bedürfnis nach wissenschaftlichen Auseinandersetzungen und Fragestellungen zum Thema... Leicht mal eben quer zu lesen ist es allerdings nicht. |
Die Griechen und der Orient Walter Burkert Gebundene Ausgabe, 4. August 2009 Verkaufsrang: 28790 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Was immer die Griechen von den Barbaren übernehmen, arbeiten sie in schönerer Weise aus." Bevor man in Platons Schule diesen Satz formulieren konnte, hatten die Griechen bereits über Jahrhunderte in - nicht immer ganz ungefährlichem - Kontakt mit dem Orient gestanden. Und bevor die Griechen damit beginnen konnten, etwas besser zu machen als ihre Vorbilder, befanden sie sich erst einmal eine lange Zeit in der Rolle des Schülers, zumindest aber in der Rolle des Empfängers, was die Einflüsse der orientalischen Hochkulturen betrifft. Eine Vielzahl anschaulicher Beispiele verdeutlicht die Fülle der Bezüge zwischen griechischer und orientalischer Kultur und macht die Lektüre dieses Buches zu einer wahren Entdeckungsreise in die Anfänge der abendländischen Geisteswelt.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Umfangreich 4 von 5 Punkten Gute Aufarbeitung, wie orientalische Vorstellungen und Religionen die griechische Kultur beeinflusst haben. Viele Literaturverweise und detailliert, aber sehr "akademisch" geschrieben, weshalb man Vorwissen und etwas Geduld benötigt...
Weitere Lesermeinungen |
Über ästhetische Bildung und ihre Funktionen Ulrich Mahlert Taschenbuch, 24. Januar 2005 Verkaufsrang: 40882 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
| Salomes Schleier. Eine andere Kulturgeschichte des Tanzes Marion Koch Gebundene Ausgabe, 1995 Verkaufsrang: 247028
|
Warenästhetik: Neue Perspektiven auf Konsum, Kultur und Kunst (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)
Taschenbuch, 6. Oktober 2010 Verkaufsrang: 203419 Noch nicht erschienen.
| |
|

|