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Der Moses des Michelangelo: Schriften über Kunst und Künstler. (Psychologie) Sigmund Freud Taschenbuch, November 1993 Verkaufsrang: 133114 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Mit seinem Essay Der Moses des Michelangel schafft Sigmund Freud, der Begründer der Psychoanalyse, ein Meisterwerk der Kunstbetrachtung. Die berühmte Statue aus dem Grabdenkmal Papst Julius II. erscheint eingefroren im Moment der Bewegung und seelischen Rührung. Durch Freuds tiefsinnige Interpretation wird der Moses des Michelangelo nicht nur verstehbar, er wird lebendig. Christoph Waltz folgt den Beschreibungen bis ins kleinste Detail, so dass vor dem inneren Auge ein lebenskräftiges Bild der Person des Moses entsteht, der den Künstler Michelangelo gleichermaßen berührt und bewegt hat wie den Arzt und Psychologen Sigmund Freud. Mit ausführlicher Einleitung zu Leben und Werk sowie Erläuterungen zu den gelesenen Texten von Freud-Expertin Dr. Cordelia Schmidt-Hellerau im Booklet. Sprecher: Christoph Waltz
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
"Kunstwerke üben eine starke Wirkung auf mich aus". (Freud) 5 von 5 Punkten Schriften über Kunst und Künstler, ist der eigentliche Titel dieser sehr zu empfehlenden Schrift Freuds. Freud (1856-1939) schickt zu Recht voraus, dass er nur Laie sei, aber eben fasziniert von den Werken der Dichtungen und der Plastik. Und diese Faszination zeigt er mit diesem Buch in einer persönlichen Vehemenz, absolut und hervorragend und lässt uns Leser daran teilhaben. Es ist wie ein Dekalog, 10 Freudsche Absichten verbergen sich hinter der hervorragenden Auswahl. Sie werden feststellen, wie freudig im wahrsten Sinne Sie ein Buch womöglich nochmals lesen wollen.
Von diesen 10 Miniaturen seiner Auswahl über Kunst können nicht alle besprochen werden. Aber meiner subjektiven Auswahl entsprechend will ich vier davon anreißen, so dass ein Eindruck entsteht entsprechend dem Freudschen Optimismus: Die Beschränkung erhöht dessen Kostbarkeit.
(1) Beginnend mit dem "Dichter und das Phantasieren" stellt er fest, dass eigentlich jeder ein Dichter sei und das dieser erst mit dem letzten Menschen aussterbe. Denn so wie in uns das spielende Kind der ersten Jahre eine Erinnerung schafft, so hat der dichter das Spielen durch Phantasieren ersetzt. Die großen Affekte verlagert er in die Welt der Phantasie, die von der Wirklichkeit gesondert ist. Wo im Realen der Genuss versagt ist, mag er im Spiele der Phantasie umso heftiger bereitet sein. Und so findet die Phantasie im Traum wie im Tagtraum eine Ergänzung, der Dichter findet in dieser Konstellation die wahre Kunst der Poesie, die zusammen fließenden Quellen der Lust und der Verlockung.
(2) "Das Motiv der Kästchenwahl" vermutet eine zu übergehende Erzählung, tun Sie es nicht. Sie lernen in einem fulminanten Galopp, was die Wahl Eine aus Dreien zu bedeuten hat. Sie stellen fest, dass ein alter Mythos und ein bekanntes Motiv, die Auseinandersetzung mit dem Tod, allen Wahlen zu Grunde liegt. Und so häufig wie die Jüngste, eher die Ruhigste gewählt wird, so wird die Verbindung von Schweigen und Tod zur Wahl des Todes, und da dieser immer eintrifft, zeigt sich der Wahl als versteckte Notwendigkeit. In der Umkehrung jedoch, ist die Repräsentantin des Todes immer auch die Jüngste, Lieblichste und Schönste, somit gleichzeitig die Überwindung des Todes und der Notwendigkeit wird die Überwindung zum Erlebnis der freien Wahl. Denken Sie an Paris und Aphrodite, an Psyche, an Aschenputtel, an König Lear und an den Kaufmann von Venedig. Und immer werden diese drei zur Auswahl stehenden gesehen wie Klotho, die Spinnerin des Lebens, Lachenis, die die Länge des Lebens bemisst und Atropos, die unerbittlich das Ende setzt. Diese Geschichte der Moiren oder Parzen ist die brillante Interpretation der profanen Kästchenwahl, die den Tod meint, diesen aber zur Wahl verharmlost.
(3) "Der Moses des Michelangelo": Zu empfehlen ist, sich vor dem Lesen die Statue des Moses in Ruhe anzusehen (Bild im Buch). Länger und detailliert. In diesem sehr persönlichen Blick nimmt man eine Menge mit in den Text und kann den Dialog mit dem Autor fortführen. Das Sichtbare ist das, was es zu beschreiben gilt, aber der Kontext, in dem Moses genau zu dieser Position kam, bedarf einer Vorstellung, die den geschichtlichen Rahmen der Bibelstelle berücksichtig. Freud nannte ein späteres Essay ursprünglich: Moses, ein Ägypter und verfolgt damit den radikalen Ägyptizismus mit jüdischen Mittel. (vgl. Sloterdijk 2007, Derrida, ein Ägypter). Doch hier bemüht er den Kontext der Übergabe der Gesetzestafel am Berge Sinai, er, der zulange die Gruppe verlassen hat, stößt nach Rückkehr auf Aron, der den Sinn, ins gelobte Land zu gehen, mit einem Goldenen Kalb für beendet erklären wollte. Diese unsägliche Wut, der Zorn im Blick offensichtlich und in der Körpersprache bereits gebannt, machen die Faszination der Freudschen Betrachtung Moses aus. Moses wird im betrachtenden Auge mit der Interpretation Freuds nahezu lebendig. Dieses Essay ist ein wichtiges Highlight der Kunstgeschichte.
In Sinne einer neuen Betrachtung, könnte man Franz Maciejewski, ISBN: 3525453744 folgen, der Freud im Bann eines Moses-Komplexes sieht und zu ergänzender Interpretation führt. Hier wird geprüft, ob nicht sehr persönliche Motive die lebenslange Betrachtung der Mosesfigur bedingt haben.
(4) "Das Unheimliche" ist eine bravouröse Entwicklung in der Unterscheidung des Heimlichen, des Heimischen und des Unheimlichen in der deutschen Sprache, im Gebrauch derselben und in der Verwendung in der Literatur. Was nicht vertraut, eben unheimlich ist, bedingt auch Angst. Und so fällt die Angst mit dem Betrachtungshorizont des Unheimlichen, das in den Werken von Schiller (Tell) und vor allem bei E.T.A. Hoffmann (Der Sandmann) in erlesener Güte nachvollzogen wird. Eine Welt der Geister, Dämonen und Gespenster tut sich auf, und so führt uns der Dichter wie zuvor in (1) beschrieben in eine phantastische Welt, die für die Dauer unserer Hingegebenheit wie eine Realität behandelt wird. Diese unheimliche Realität wird ebenso offensichtlich spürbar im Prinzip des Doppelgängers oder noch stärker in den wahr gewordenen Wünschen. Der Ring des Polykrates (Schiller) ist eben so ein Beispiel wie das unsagbare Ibsen Drama Rosmersholm. Unheimlich in allerhöchsten Grade vermutet Freud was mit Tod, Leichen und der Wiederkehr der Toten, Geistern und Gespenstern zusammenhängt. "Das Denken und Fühlen der Menschen hat sich seit den Urzeiten sowenig verändert. Zwei Gründe geben gute Auskunft: die Stärke unserer ursprünglichen Gefühlsregungen und die Unsicherheit unserer wissenschaftlichen Erkenntnisse. Keinem Menschen leuchtet es ein, dass alle Menschen sterben müssen". Freuds zusammenfassende Überlegung findet man vielleicht hier: "Das Unheimliche ist jene Art des Schreckhaften, welche auf das Altbekannte, Längstvertraute zurückgeht".
Das Unheimliche im Märchen ist von anderer Qualität. Hier wird man nicht in den Bann gezogen, sondern das Märchen löst die Verstrickung und nimmt die Angst. Dieses allein dadurch, dass der Dichter in der von ihm fingierten Realität Seelen und Geister wie vollständige Existenzen behandelt, so wie wir als Leser materielle Realität sind. Die Schrecken von Hamlet, Macbeth oder gar Dantes Jenseitswelt sind so jedem erspart.
Exkurs: Kierkegaard spricht daher von der Angst gebildet. Er sieht im Märchen die Anleitung zur Überwindung der Angst (vgl.: Kierkegaard, Der Begriff Angst) zur besseren Lebensgestaltung.
Was sonst auf Sie wartet:
"Psychopatische Personen auf der Bühne" berichtet von Hamlet, die "Vergänglichkeit" zeigt, dass die Vergänglichkeit des schönen eine Wertsteigerung ist, weil die Beschränkung in der Möglichkeit des Genusses die Kostbarkeit erhöht. Das Essay über die "Charaktertypen" zeigt psychoanalytische Praxis und Literatur, vor allem mit Shakespeare und Ibsen in Verbindung. "Dichtung und Wahrheit", eine Kindheitserinnerung Goethes als Beginn, in der gezeigt wird, dass weniger die Erinnerung an sich gilt als vielmehr die Erzählungen Dabei gewesener als vollwertige Erinnerung vorschnell anerkannt werden.
"Dostojewski und der Vatertöter" in der Rolle des Ethikers und doch eher als Patient auf der Couch und eine Rede zum ihm verliehenen "Goethe-Preis" schließen dieses äußerst interessante Buch.
Freud ist bekannt als Psychoanalytiker, der den Menschen mit seiner Wahrheit über das Ich nicht gerade schmeicheln wollte. Doch hier erleben Sie einen anderen Freud, der zwar als Psychoanalytiker schreibt, doch die Welt dessen weit überschreitet und dennoch seine Grenzen kennt.
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POP seit 1964
Broschiert, April 2007 Verkaufsrang: 228505 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen. Pop Art und Popmusik -- längst sind dies etablierte Gattungsbegriffe. In Sachen Popliteratur jedoch herrscht immer noch Unklarheit in der Deutung, sträubt sich manche Rezensentenfeder, werden die Definitionen verwaschener. Schnelllebiger Pop, genialische Wegwerfware, die sich zur eigenen Kunstform erhob und hehre, nichts weniger als Ewigkeit anpeilende Literatur? Gehen diese zwei Begrifflichkeiten überhaupt zusammen? Letztgültige Wahrheiten konnten auch die Herausgeber dieser Anthologie, Kerstin Gleba und Eckhard Schumacher, trotz ehrfurchtgebietend akademischem Begleittext nicht zutage fördern. Immerhin, soviel scheint klar: Pop ist weniger Thematik denn Haltung. Was auf 400 satten Seiten zu überprüfen wäre. Der vorliegende Reader versammelt in chronologischer Folge essayistische, journalistische und erzählende Texte ausschließlich deutschsprachiger Provinienz seit 1964. Warum 1964? Fragen wir Warhol: Everything went young in `64. Stimmt! Pop war zwar schon länger da, nun jedoch ging es in den Underground, es wurde schrill, politisch, psychedelisch. Von allen Seiten flossen Kunstrinnsale zu einem großen Strom zusammen. Form triumphierte über Inhalt. Die Dosensuppe als Stil-Ikone. Einzig die deutsche Literatur lahmte, rang um Worte und Fassung in diesen Umbruchzeiten. Zaghaft tauchte der Begriff Pop-Literatur zum ersten Mal bei Rolf Dieter Brinkmann, Peter Handke und Hubert Fichte auf, der hier mit seinem Kultwerk Die Palette auszugsweise vertreten ist. Drei historische Blöcke -- die Sechziger-, Achtziger- und Neunzigerjahre umklammernd, -- gewähren Einblick ins Frühwerk von Jörg Fauser, H. C. Artmann, Elfriede Jelinek, Rainald Goetz und Diedrich Diederichsen. Folgt die Enkelgeneration mit Namen wie Moritz von Uslar, Joachim Lottmann, Benjamin von Stuckrad-Barre, Sibylle Berg, Alexa Hennig von Lange und -- last but not least, -- Christian Kracht, der mit Faserland dem Begriff des Popromans neues Leben einhauchte, und bis zu dessen endgültiger Grablegung die bundesrepublikanische Geschmacksdebatte hoheitlich dominierte. Dürfen oder sollen wir überhaupt auf ein Weiterleben dieses merkwürdigen Pflänzchens namens Poproman hoffen, das auf solch elende Weise zugrunde ging? Der Verlag Kiepenheuer & Witsch, den schon immer eine innige Verbindung zu dem Genre auszeichnete, hat jedenfalls schon mal ein schönes Denkmal meißeln lassen. -- Ravi Unger
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Du und viele von deinen Freunden 1: 34 deutsche Bands und Solo-Künstler im Interview Astrid Vits Taschenbuch, November 2004 Verkaufsrang: 229763 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen. Sie kommen aus Deutschland und sind erfolgreich: Bands wie 'Wir sind Helden", 'Mia', 'Tomte', 'Sportfreunde Stiller', 'Astra Kid' und 'Virginia Jetzt!' spielen frischen Pop und werden dafür von Fans und Musikindustrie gefeiert. Nach der Neuen Deutschen Welle in den 80ern hat das Land sie wieder - seine Helden. Endlich.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
Dieses Buch ist ein Freund. 5 von 5 Punkten In 5 Monaten zog die 31jährige Hamburger Journalistin Astrid Vits durch 9 Städte und traf 34 deutsche Bands und Solo-Künstler zum ausführlichen Gespräch. Das Ergebnis dieser intensiven Arbeit liegt nun auf 527 Seiten im Format 17 x 24 cm. vor: Das Buch "Du und viele von Deinen Freunden" - angelehnt an einen Album-Titel der Band Kettcar - ist ein Meisterwerk! Einzige Voraussetzung an den Leser ist eine recht ausgeprägte Musik-Affinität, die dann aber auch aufs Angenehmste befriedigt wird.Den Einstieg in das jeweilige Kapitel einer Band oder eines Künstlers bildet ein zweiseitiger Überblick über das musikalische Schaffen bestehend aus bisherigen Album-Covern (s/w), Kurzbio, Line-Up, Diskographie und Homepage. Unmittelbar vor den Gesprächsprotokollen ist ein Songzitat gesetzt, gefolgt von Informationen rund um das eigentliche Gespräch, also Datum, Ort, Zeit, Gesprächspartner, Speisen und Getränke (meistens Zigaretten und Sekt). Dann beginnt das, was jeder kennt, und was seltsam schwer zu beschreiben ist. Es ist eben kein Interview, sondern eine lockere, fast private Konversation, das von Astrid Vits nicht streng geführt wird. Mal wirft sie nur ein Wort in die Runde, mal fragt sie journalistisch nach, mal erzählt sie von sich. Es sind Gespräche, die ganz natürlich auch mal abflachen oder albern werden, dann aber wieder gehaltvoll werden, Einblicke gewähren. Die Musikerinnen und Musiker erzählen von damals, heute und morgen, über Hass und Liebe, Banalitäten des Alltags und sorgenvolle Gedanken. Wenn man beim Lesen die Augen schließen könnte, würde vor dem inneren Auge sofort das vertraute Bild einer entspannten Runde unter Freunden entstehen. Astrid Vits hat zwar nicht jedes "ähm" und "also" mitgenommen, aber kursiv gedruckte Einschübe wie "lacht", "überlegt" oder "singt" sorgen für sinnliche Aspekte. Die Auswahl der Bands und Solo-Künstler ist sehr gut geworden, auch wenn sie sich auf die deutsche Gitarren- und Elektro-Popszene beschränkt. Es sind alte Bekannte genauso dabei wie junge Unbekannte und dazwischen einige Konsens-Künstler, die von allen anderen gelobt werden. Von A wie Angelika Express bis Z wie Zinoba. Astrid Vits hat in ihrer Kompetenz mehr zu bieten als Zeitgeist, schafft mehr als eine Bestandsaufnahme oder ein Nachschlagewerk. Dieses Buch ist ein Freund.
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Der Weg des weißen Goldes. Eine Kulturgeschichte des Salzes Frederic Denhez Gebundene Ausgabe, September 2006 Verkaufsrang: 247477 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Salz - Mineral der Weltgeschichte" Dschibuti, Assalsee: Unter brennender Sonne bewegt sich die Karawane langsam durch den heißen Sand, sie hat Salz geladen, jeder Sack über 50 Kilo schwer. Mit der Hand oder der Spitzhacke haben die Männer das Salz gefördert und bringen es jetzt nach Äthiopien. Seit Menschengedenken wird diese Handelsstraße benutzt. Auf der ganzen Welt sind Menschen am Arbeiten, in Bewegung, um dieses überaus wertvolle Mineral zu gewinnen und zu transportieren. In manchen Erdteilen geschieht dies nach wie vor auf archaische Art und Weise, in anderen Erdteilen, wie Europa, wurden diese Prozesse industrialisiert. Ohne Salz ist menschliches Leben undenkbar. Abbau und Handel des weißen Goldes waren überall auf der Welt entscheidende Motoren des Fortschritts. Die alten Salzrouten Europas bilden das Grundgerüst der späteren Handelsstraßen, römische Legionäre, Kaufleute, Schmuggler, sie alle sind über diese Straßen gegangen und haben unseren Kontinent geprägt. Hallstein, Lüneburg, Bad Reichenhall, der Heringsfang vor Neufundland, die Gründung der niederländischen Handelskompanien, aber auch der Salzmarsch von Gandhi - alles Orte und Namen, die untrennbar mit diesem Stoff verbunden sind und die unauslöschliche Spuren in der menschlichen Geschichte hinterlassen haben. Diese facettenreiche Geschichte zeichnet dieser reich bebilderte Band nach, Spurensuche des Banalen!
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Eine Kulturgeschichte des Salzes 5 von 5 Punkten Ich bin das Salz der Erde! SALZ - kein Stoff ist so wichtig und unverzichtbar für unser Leben wie Salz. Ohne Salz brechen die Funktionen unseres Körpers zusammen, bei zuviel Salz allerdings auch - Salz, heute industriell und billig auf dem Küchentisch war früher in der Tat weißes GOLD. Frédéric Denhez zeigt uns in seinem Buch DER WEG DES WEIßEN GOLDES diesen Ausnahmestoff von allen Seiten und beweist das Glück und Unglück mit diesem Stoff verbunden waren, sind und sein werden.
Ein großartiger Bildband mit Fotografien, welche begeistern und Texten - die informieren und doch den Hauch des Unglaublichen bewahren.
Vielfach noch in Handarbeit und mit viel Körperkraft wird das Salz auf der Erde weltweit geerntet. Ob in Salzminen unter Tage, seit der Zeit der Kelten oder in Salinen überirdisch unter der brennenden Sonne Afrikas oder in Salz-Wüsten.
Wie in einem Reisebericht beschreibt der Autor Frédéric Denhez uns, wo auf der Welt und wie Salz geerntet wird. Woher es geschichtlich stammt, was SALZ in der Kulturgeschichte des Menschen bedeutete und noch heute bedeutet und wo die alten Salz - Straßen entlang führten und wie um Salz Kriege geführt wurden und das es sogar zur Folter eingesetzt werden konnte.
DER WEG DES WEIßEN GOLDES von Frédéric Denhez ist ein ganz wunderbares Buch, welchem ein so alltägliches Gut wie SALZ die Aura des einst Besonderen wieder zurückgibt.
Ein Buch mit Weltreisecharakter zu den Lagerstätten des weißen Goldes und ein Blick in die Historie der Menschheit, welche mit dem Salz untrennbar verbunden ist.
Sehr empfehlenswert! |
Behind the Laughter Michael Czogalla Broschiert, November 2004 Verkaufsrang: 134394 Gewöhnlich versandfertig in 3 bis 4 Tagen. Die amerikanische Gesellschaft steckt voller Kontroversen. Dazu gehören auch familiäre und religiöse Gesichtspunkte des gemeinschaftlichen Lebens. Neben verschiedenen Themen aus Kultur und Politik sind diese Aspekte den Simpsons-Machern besonders wichtig. Der animierte Umgang mit postmodernen Gesellschaftsproblemen ist die verdaulichere Variante, Kritik an einem System zu äußern, das kontroverser kaum sein könnte. Homer, Bart, Marge, Lisa und Maggie stellen jeder für sich einen amerikanischen Typus dar, den man in den Springfields Amerikas nicht lange suchen muss. Neben einer Einführung in die Animationsgeschichte und dem Simpsonschen Beitrag zur Populärkultur, werden anhand von unzähligen Originalzitaten und Szenen der Serie Die Simpsons verschiedene Kontroversen der amerikanischen Gesellschaft untersucht.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Top Buch zu Homer, Lisa, Bart und Co. 5 von 5 Punkten Unglaublich interessant und gewitzt geschrieben. Das Buch offenBart so manch versteckte Kritik an der Gesellschaft, Popkultur, Politik usw. - sehr empfehlenswert.
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Die Welt der Bücher: Eine Geschichte der Bibliothek Matthew Battles Broschiert, Januar 2007 Verkaufsrang: 127542 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die großen Bibliotheken und die Leidenschaft für das geschriebene Wort im einzigen einzigen populären Sachbuch zu den Tempeln unserer Schriftkultur Trotz Barbaren und größenwahnsinnigen Herrschern, trotz Naturkatastrophen und den Fängen der Technik: Das Verlangen der Menschen nach Büchern hat das Überleben der Bibliotheken gesichert und wird es auch weiterhin tun. Eine unwiderstehliche Geschichte der menschlichen Passion für Bibliotheken, verfasst von einem großen Buchliebhaber und Erzähler. "Das erzählerische Talent des Bibliothekars Battles macht sein Buch zum Lesevergnügen und entführt uns in ferne Welten." Kölner Stadtanzeiger Matthew Battles ist Bibliothekar in der Bibliothek von Harvard University und schreibt Kolumnen für Harper’s. Der passionierte Büchersammler lebt in Jamaica, Plain, Massachusetts, USA.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Eine lesenswerte Aufsatzsammlung aus der Welt der Bücher. 4 von 5 Punkten Matthew Battles, selbst Bibliothekar, entführt den Leser in "Die Welt der Bücher" und an die Orte, wo sie gesammelt werden. In sieben Kapiteln erzählt der Verfasser von der untergegangenen Bibliothek in Alexandria, von der British Library, von der Privatbibliothek Jonathan Swifts und von mittelalterlichen Klosterbibliotheken. "Die Welt der Bücher" handelt von der Bibliomanie. Das Buch ist jedoch keine "Geschichte der Bibliothek", wie der Untertitel verspricht, sondern eher die Geschichte einzelner, von Matthew Battles ausgewählter berühmter Bibliotheken. Die Schwarzweiß-Abbildungen von Gemälden, die Menschen und Bücher zeigen, und Fotos von Bibliotheks-Lesesälen ergänzen diese lesenswerte Aufsatzsammlung aus der Welt der Bücher.
Matthew Battles Stil wechselt zwischen Sachlichkeit und Unterhaltung und bedient sich dabei der bibliothekarischen Fachsprache. So ist die Rede von "Titelei", "Zettelkatalog" und "Erwerbungspolitik". Das Buch enthält manches Wissenswerte für Büchersammler und Literaturbegeisterte, denn Matthew Battles reichert seine Kapitel mit vielen Informationen an. Es gibt Exkursionen über die Erfindung des Papiers, über Tontäfelchen oder Erklärungen zu Deweys Dezimalklassifikation oder die "Ungeheuerlichkeit" von Online-Katalogen. Leider springt der Autor häufig hin und her und bleibt nicht einheitlich bei einer Bibliothek, so dass der Leser schnell den Faden verliert. Ganz unbibliothekarisch: Es fehlen ein Stichwortwortverzeichnis und ein Nachweis der erwähnten Bibliotheken. Die Quellenangaben sind, soweit nicht im laufenden Text angegeben, unübersichtlich im Anhang Kapitelweise zusammengestellt. Deswegen 1 Stern Abzug.
Trotz der genannten Einwände ist das Buch eine lesenswerte Aufsatzsammlung aus der "Welt der Bücher".
Wer Bücher liebt, wird dieses Buch lieben 4 von 5 Punkten Bücher, das ist es doch, um was es hier geht, und viele Bücher bilden eine Bibliothek - und um diese geht es in diesem 150 Seiten starken Taschenbuch.
Von der sagenhaften Bibliothek von Alexandrien bis zur digitalisierten Bibliothek von heute spannt der Autor den Bogen, und im Laufe der Reise durch die Jahrtausende begegnen wir antiken Philosophen, gelehrten Mönchen und streitbaren Bibliothekaren und Gelehrten. Bei der Schilderung mancher Bibliothek kommt Neid auf, bei der Zerstörung mancher Bibliothek kommen dem Bücherliebhaber die Tränen.
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Mythos Weimar: Zwischen Geist und Macht Peter Merseburger Taschenbuch, November 2000 Verkaufsrang: 128390 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden »O Weimar! Dir fiel ein besonder Los! Wie Bethlehem in Juda, klein und groß«Johann Wolfang v. GoetheWeimar, das ist der Inbegriff der deutschen Kultur, ist die Stadt der Klassik, Goethes und Schillers, der großen Zeit Franz Liszts. Richard Wagner feierte hier seinen Durchbruch. Weimar steht auch für den Aufbruch zur Moderne; das Bauhaus,Walter Gropius, Henry van de Velde, Lionel Feininger erprobten eine neue Ästhetik in Architektur und Kunst. Weimar ist auch Symbol der Politik, Geburtsort der ersten deutschen Republik, Weihestätte der Reaktion, Schreckensort der nationalsozialistischen Verbrechen. Buchenwald, das nach Kriegsende als KZ von der sowjetischen Besatzungsmacht fortgeführt wurde, steht für die Erfahrung zweier Diktaturen auf deutschem Boden. Peter Merseburger erzählt sachlich fundiert und kritisch pointiert die ambivalente Geschichte Weimars zwischen Humanitätsideal und Barbarei, revolutionärem Aufbruch und totalitärer Unterdrückung und plädiert für eine Beendigung jeglicher politischer Instrumentalisierung dieses Nationalsymbols. »Merseburgers Kulturgeschichte Weimars darf man einen Wurf nennen, und wie bei jedem wichtigen Buch fragt man sich ein wenig erstaunt, warum es nicht längst geschrieben wurde. Der Band ist, in nuce, eine deutsche Geschichte, am Beispiel Weimar demonstriert.« Die Zeit »Viele werden dem Autor dankbar sein für diese sehr gut lesbare kritische Sicht auf ein nationales Heiligtum. ... Zu den Werken aus dem Goethe-Klassik-Weimar-Überangebot, denen kein schnelles Verfallsdatum anhaftet, gehört dieses Buch.« Thüringer Allgemeine Peter Merseburger, geboren 1928 in Zeitz, studierte Germanistik, Geschichte und Soziologie. Er war Redakteur beim Spiegel, moderierte das Fernsehmagazin Panorama, war Chefredakteur des NDR-Fernsehens, ARD-Korrespondent und Studioleiter in Washington, Ostberlin und London. Heute lebt er als freier Publizist in Berlin und Südfrankreich. Zahlreiche Veröffentlichungen, u.a.: Der schwierige Deutsche: Kurt Schumacher (1995).
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Eine spannende Geschichtslektion 5 von 5 Punkten Man kann es kaum aus der Hand legen, das Buch über die Geschichte Deutschlands aus dem Blickwinkel der großen kleinen Stadt Weimar. Luther und Bach, natürlich Goethe und Schiller, Liszt, die Weimarer Republik, Buchenwald und die DDR: Was in Deutschland passierte, hat seine Spuren in Weimar hinterlassen, was in Weimar passierte, prägte mitunter Jahrzehnte in Deutschland. Peter Merseburger gelingt es, ein nüchternes, ein kritisches , ein genaues Buch zu schreiben, das sich gut lesen lässt und das auch dem, dem Geschichtsunterricht in der Schule langweilig war, Spaß machen kann als eine Zusammenschau eines halben Jahrtausends deutscher Geschichte.
Merseburger räumt fundiert mit dem Mythos Weimar auf 4 von 5 Punkten Peter Merseburger will in seinem Buch "Mythos Weimar" zeigen, was dieser Mythos ist, der Weimar umgibt und wie weit es damit her ist. Wie er in der Nachwelt sich darstellt und ob man ihm gerecht geworden ist, ja, ob es ihn in der Form überhaupt gab. Ein nicht gerade einfaches Unterfangen, das Merseburger aber mit Bravour gemeistert hat. Spannend zu lesen, gleichzeitig aber auch historisch genau, wie seine umfangreiche Bibliographie beeindruckend bestätigt. Er schlägt dabei den Bogen von Anna Amalia über Goethe, der selbstverständlich eine große Rolle einnimmt, über den Bauhaus-Stil bis hin zur linken und rechten Inanspruchnahme des "Mythos von Weimar".Merseburger ist es gelungen, dem wahren Weimar einen Schritt näher zu kommen. Ohne Verklärung und ohne Gefühlsduselei. Dies ist ihm zu danken. Daß er das Ganze noch in einer sehr guten und flüssig zu lesenden Form tut, spricht nur für ihn. An mancher Stelle sind allerdings die inhaltlichen Sprünge von einem Absatz in den nächsten nicht ganz nachzuvollziehen, jedoch findet man sich schnell wieder in den Lesefluß hinein. Es ist kein im strengen Sinne wissenschaftliches Buch, aber diesem Anspruch wollte Merseburger auch nicht gerecht werden. Es geht ihm darum, möglichst viele Menschen auf den Mißbrauch der Klassiker aufmerksam zu machen und das ist ihm gelungen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.) |
Das Buch der Gärten. Grenzgänge zwischen Islam und Christentum Dzevad Karahasan Gebundene Ausgabe, September 2002 Verkaufsrang: 257319 Gewöhnlich versandfertig in 3 bis 4 Tagen. Islam und Christentum teilen die Vorstellung vom Paradies als Garten. Sie entspringt der gemeinsamen geographischen Herkunft. Nur in Kulturen, die mit der Wüste vertraut waren, konnte man die Abgeschlossenheit eines bewässerten Fleckchens Erde als einen Ort der Wunder erfahren. »Im Garten träumt man und entdeckt die Liebe, gibt sich Betrachtungen hin und unterliegt den sinnlichen Versuchungen, im Garten wird aus dem Bettler ein König und umgekehrt, im Garten entdeckt...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Schatten des Paradieses - Schatten über dem Paradies? 5 von 5 Punkten D~evad Karahasan, Schriftsteller, Dramaturg und Professor für Literatur aus Sarajevo, der seit 1997 als Stadtschreiber auch am Fuße des Grazer Schlossberges lebt - einem Gartenberg, der an kriegerische Grenzgänge zwischen Christentum und Islam erinnert, geht in seinen Überlegungen zur europäischen und orientalischen Geistesgeschichte weit über rein theologische Fragen hinaus: Islam und Christentum werden nicht als dogmatische Glaubenslehren wahrgenommen, sondern als tradierte Lebenswelten.Im Mittelpunkt seiner Betrachtungen stehen das Erzählen und der Garten, zwei kulturell geprägte Orte der Begegnung und der Verwandlung an der Grenze zwischen Öffentlichkeit und familiärer Privatheit; hierin gleichen sich die Traditionen des Islam und des Christentums, zweier Kulturen, die in Wüstennähe entstanden. In lesenswerten Essays führt Karahasan zuerst in die Gärten der orientalischen Literaturtradition ein, spaziert durch Erzählungen aus 1001 Nacht und einige Koransuren, ohne auf seine westlich orientierten Leser zu vergessen, die er mit viel Hintergrund und zahlreichen Parallelen zur (west-)europäischen Kultur versorgt. Auf die literarische Gartenschau folgt das Erzählen über die Parks und Gärten im heutigen Sarajevo, ihren österreichisch geprägten Anlagen mit Blumenrabatten, Bänken und Springbrunnen inmitten von Ruinen einer europäischen Stadt mit orientalischer Tradition. Dabei entwickelt er eine Poetik der Ruinen, so der Untertitel des letzten Essays, die auf der Sprache des erzählten Gartens fußt. D~evad Karahasan, der Kenner orientalischer und okzidentaler Überlieferungen, liest aus diesen Gärten wie aus der Literatur, so dass man west-östliche Verbindungen von innen heraus, aus den Bildern, die der Autor durch Literatur und Gärten entstehen lässt, zu begreifen lernt. |
Die Tulpe: Eine Kulturgeschichte Anna Pavord Taschenbuch, April 2003 Verkaufsrang: 244986 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ihrer Schönheit wegen wurden Vermögen aufs Spiel gesetzt, ihretwegen bebten Sultanate und stürzten Handelshäuser: Die Tulpe ist ein beeindruckendes kulturelles Phänomen, und in ihrer Geschichte spiegeln sich Sitten und Gebräuche, wirtschaftlicher Aufschwung und Niedergang, ja sogar religiöse Konflikte. Anschaulich und detailliert erzählt Anna Pavord in ihrem reich illustrierten Buch die Geschichte einer der schönsten Blumen der Welt, von der Wildblume in Zentralasien bis zu den Versuchen der Züchter, immer neue Arten und Farben zu erzeugen.
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Wendezeit. Bausteine für ein neues Weltbild Fritjof Capra Taschenbuch, Februar 2004 Verkaufsrang: 211543 Fritjof Capras Bestseller Wendezeit ist aktueller denn je: Die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Krisen haben sich weiter verschärft, weil das geforderte gesellschaftliche und politische Umdenken hin zu einem ganzheitlichen Weltbild ausblieb. »Capras Thesen sind so faszinierend, weil sie nicht nur eine Erklärung der derzeitigen Menschheitskrise anbieten, sondern einen Weg zu ihrer Überwindung aufzeigen.« (Bild der Wissenschaft)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
An der Wende der Gezeiten, hoffentlich... 5 von 5 Punkten Nachdem ich von "Das Tao der Physik" sehr begeistert war, habe ich mir nun dieses Buch zugelegt. In "Wendezeit" gelingt Capra eine sehr einleuchtende und überzeugende Analyse der gegenwärtigen Probleme der Menschheit (diese Probleme haben sich seit Erscheinen des Buches leider nicht geändert) und zeigt Wege auf, wie diese zu lösen wären. Grundlage seiner Thesen ist die "Systemtheorie" - eine Theorie, die versucht, die Wirklichkeit als ein Gefüge organischer Systeme zu verstehen und die auf dem Grundsatz beruht, dass nichts in der Welt vom anderen unabhängig ist. Hauptursache für das heutige Dilemma ist für Capra die falsche geistige Einstellung, die hinter den heute in der Welt vorherrschenden westlichen Idealen steht (Beherrschenwollen der Natur, Gewinnmaximierung zu jedem Preis, etc.). Diese Ideale entwickelten sich aus der "kartesianischen Trennung" von Geist und Körper und der newtonischen Vorstellung der "Weltmaschine". Um die heutigen Probleme lösen zu können, kann es daher nur einen Weg geben: ein radikaler Ideenwechsel ("change of ideas") weg von Trennung und Vereinzelung hin zu einer Welt- (und Gesellschafts)-Sicht, die den Zusammenhang alles Existierenden zur Grundlage hat. Wir brauchen nicht weniger als eine "Wende der Gezeiten", die hoffentlich (die Hoffnung stirbt zuletzt) nicht mehr lange auf sich warten lässt...
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Das war Armut: Das war Armut 1: Erinnerungen aus der "guten" alten Zeit: Bd 1 Martin Meier Broschiert, Oktober 2005 Verkaufsrang: 179718 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Das sollte man mal lesen 5 von 5 Punkten Ich bekam dieses Buch (Ausgabe der 90er) vor mehreren Jahren von meiner Oma geschenkt, mit dem Hinweis, ich solle auch mal wissen, wie das Leben zu ihren Jugendzeiten war und warum sie uns "Konsumkids" einfach nicht verstehen könne. Wenn man, wie heute so oft, über hohe Preise, lange Arbeitszeiten, wenig Freizeit, zu wenig Jahresurlaub, unsichere Arbeitsplätze, allgemeine Unsicherheit, lange Pendlerwege oder hohe Mieten jammert - dann sollte man dieses Buch zur Hand nehmen und mit einem kritischen Blick die vermeintlich "gute alte Zeit" betrachten. Die Alltagsprobleme von heute bekommen eine andere Qualität, wenn man liest, welche existenziellen Dinge noch vor nicht allzu langer Zeit die Menschen bewegten. In dem Buch "Das war Armut" geht es um die 20er und 30er Jahre in der Weilheimer/Starmberger Gegend. An der Tagesordnung war ein karges Frühstück, lange Arbeitszeiten, anstrengende Arbeit und hohe Preise für Grundnahrungsmittel. Eine Definition von Armut des Autors bleibt mir in Erinnerung: Heute: Armut ist, wenn man weniger Geld zur Verfügung hat, als der Durchschnitt der Menschen im Land. Daher ist der Lebensstandard "Armut" in den letzten Jahrzehnten natürlich gestiegen. Früher: Armut ist, wenn man aus eigenen Mitteln seine Grundversorgung Essen, warme Wohnung und warme Kleidung nicht decken kann. Und das war in der beschriebenen Zeit nicht außergewöhnlich, sondern oft genug an der Tagesordnung. Wenn man sich vor Augen führt, dass die beschriebene Zeit gar nicht so lange her ist, sondern es sich zu Jugendzeiten unserer Großeltern so abgespielt hat, dann macht das nachdenklich. Ein sehr eindrucksvolles Buch. Die einfache Aufmachung und Illustration sollte nicht abschrecken. Sehr lesenswert! |
Spielen. Zwischen Rausch und Regel
Broschiert, Januar 2005 Verkaufsrang: 257741 Die moderne Gesellschaft setzt auf Mobilität, Risikobereitschaft, Flexibilität. Ihr Medium: das Spiel.
Das Spiel schafft nach Friedrich Schiller »ein Reich der Freiheit«. Im Spiel findet sich der Mensch, und gleichzeitig erfindet er sich immer wieder neu. Er verliert sich und riskiert Geld, Seele und Leben. Spiel ist pädagogisch wertvoll und doch ist es eine institutionalisierte Verrücktheit. Die Begleitpublikation zu einer Ausstellung im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden führt durch vier Abteilungen: Wettkampf, Rollenspiele, Strategiespiele und Glücksspiele. Diese Facetten des Spiels bewegen sich zwischen den Polen paida, dem Prinzip anarchischen Vergnügens, und ludus, dem Prinzip der strengen Regelhaftigkeit. Namhafte Autoren wie Sybille Krämer, Klaus Theweleit, Horst Bredekamp, Ulrich Schädler oder Gerhard Schulze betrachten das Spiel als eine Oase der Wiederholung im unumkehrbaren Strom der Zeit. Sie unternehmen Grenzgänge zwischen Spiel und Kampf, stellen Zusammenhänge zwischen Sportfotografie und christlicher Ikonografie her, denken nach über den Einfluss von Computerspielen auf den gedanklichen Zugang zur Welt oder betrachten das Glücksspiel als Sucht.
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Die verkannte Stimme des Realen: Eine Theorie archaischer und moderner Mythen Rene Girard Taschenbuch, September 2005 Verkaufsrang: 240396 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden So unterschiedlich Theorien über Kulturen auch ausgefallen sind, eines hatten sie oft gemeinsam: das Misstrauen gegenüber dem Begriff des Realen. Girard war es immer unbegreiflich, wie leichtfertig eine solch zentrale Kategorie preisgegeben werden konnte. In einer Reihe von Aufsätzen, die sich mit Nietzsche, der Bibel, Richard Wagner oder Dostojewskij beschäftigen, führt er vor, wie Theorie sich überhaupt erst aus dem Bezug auf das Reale entwickeln kann. Ein gelehrter Außenseiter meldet sich da zu Wort, der der Wirklichkeit gegen die Flüchtigkeit modischer Theorien zu ihrem Recht verhilft.
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Das Erbe der Welt: Die 812 faszinierendsten Kultur- und Naturmonumente der Erde. Nach der Konvention der UNESCO - Gebundene Ausgabe, 14. Januar 2008 Verkaufsrang: 102423 Gewöhnlich versandfertig in 3 bis 4 Tagen. Die Pyramiden, Bamberg, die Akropolis, Bern, die Serengeti, Machu Picchu, Petra, Schloss Schönbrunn - sie alle haben eines gemeinsam: Es sind einzigartige Kultur- und Naturgüter unserer Welt, die unter dem Schutz der UNESCO stehen. Auf über 470 Seiten beschreibt der Bildband Das Erbe der Welt anschaulich alle 851 Stätten unseres Welterbes. Er erzählt von ihrer Entstehung, ihrer geschichtlichen Entwicklung und zeigt ihre weltweite einmalige Bedeutung auf. Ausführlich werden auch die 2006 neu hinzugekommenen Monumente vorgestellt. Die Reihenfolge wird dabei im Wesentlichen von der geografischen Lage bestimmt. Zur Orientierung sind alle Denkmäler auf Karten verzeichnet. Eine detaillierte Auflistung des Welterbes findet sich am Ende des Buches. Viele zusätzliche Bildessays helfen die UNESCO-Monumente in ihrem geografischen, religiös-weltanschaulichen oder historischen Zusammenhang zu verstehen. Komplexe Stätten wie Rom, Kyoto oder Angkor werden auf zusätzlichen Seiten erläutert. Über 1000 aktuelle Farbfotos und eine Vielzahl von Plänen und Karten machen Das Erbe der Welt zu einem eindrucksvollen, reich illustrierten Atlas der großartigsten Kultur- und Naturmonumente unserer Erde.
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»Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort!«: Die Weltgeschichte der Lüge Dieter Hildebrandt, Roger Willemsen Broschiert, März 2009 Verkaufsrang: 214889 Noch nicht erschienen. 200-mal am Tag lügt ein Mensch im Durchschnitt. Die Schlange im Paradies hat damit angefangen, und seitdem können wir nicht mehr aufhören. Die Lüge ist der Kitt der Weltgeschichte. Die Urkunden, die den Kirchenstaat begründet haben und Hamburg zur Hansestadt machten gefälscht! Vielleicht ist ja sogar das halbe Mittelalter eine Erfindung ... Und dann das 19. Jahrhundert die große Zeit der Hochstapler! Sie verkaufen den Eiffelturm, nichtexistentes Salatöl und die Stadt London in Einzelteilen. Nicht zu vergessen, dass dann im 20. Jahrhundert natürlich niemand vorhatte, in Berlin eine Mauer zu errichten, oder eine ¯sexual relation with that woman® hatte. Endlich die Wahrheit über die Lüge! Eine witzige, aberwitzige Tour de force bot das Programm, das Dieter Hildebrandt und Roger Willemsen auf der Kölner lit.COLOGNE 2007 vor begeistertem Publikum präsentierten: informativ, unterhaltsam, polemisch, grotesk. Dabei ist die vorliegende Buchfassung doppelt so materialreich wie das Bühnenpr ogramm, mit dem Hildebrandt/Willemsen ab Sommer 2007 auf Tournee sind.
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Schädel sein Georges Didi-Huberman Broschiert, 15. Januar 2008 Verkaufsrang: 262887 Wer Denken sagt, meint Gehirn aber damit zugleich auch Schädel. Doch ist es, als wäre das Gehirn von einer konstitutiven Blindheit geschlagen, die es daran hindert, zu erkennen oder auch zu spüren, daß es sich im Kontakt mit einer Wand befindet: jener des Schädels. Georges Didi-Huberman zeigt, wie das ¯Zauberkästchen® des Schädels, jene ¯knöcherne Schatulle ® und die darin verborgenen Geheimnisse eine lange Traditionsreihe von Künstlern fasziniert von Leonardo da Vinci und Albrecht Dürer bis hin zu Giuseppe Penone, dem italienischen Bildhauer und prominenten Vertreter der Arte Povera. Immer wieder kreist Penone um jenen unbekannten taktilen Raum, jene sich der Wahrnehmung entziehende Kontaktzone von Gehirn und Schädel, die er zum Gegenstand seiner topographischen Entwürfe macht. Georges Didi-Huberman nimmt Penones ¯Landschaften des Gehirns ® zum Ausgangspunkt eines ebenso instruktiven wie persönlichen Essays. Die Frage nach der Skulptur als plastischem Gegenstand und Objekt des D enkens entfaltet der renommierte Kunsthistoriker zu einer umfassenden Reflexion über das Verhältnis von Kunst und philosophischem Denken. ¯Dieses Gehäuse zu öffnen birgt die Gefahr, in ihm zu versinken, in ihm den Kopf zu verlieren, von ihm verschlungen zu werden.®
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Die Erkenntnis und das Heilige Seyyed Hossein Nasr Gebundene Ausgabe, 1990 Verkaufsrang: 178870
| Ästhetik der Installation Juliane Rebentisch Taschenbuch, Mai 2008 Verkaufsrang: 90773 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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Kulturphilosophie Ralf Konersmann Taschenbuch, Juni 1996 Verkaufsrang: 134648
| Texte zur Philosophie der Kunst Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling Broschiert, Januar 1982 Verkaufsrang: 252610 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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