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Seite 14

Jenseits des Eurozentrismus. Postkoloniale Perspektiven in den Geschichts- und Kulturwissenschaften - Jenseits des Eurozentrismus. Postkoloniale Perspektiven in den Geschichts- und Kulturwissenschaften

Taschenbuch, Juni 2006
     Verkaufsrang: 243947      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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In Europa bleibt das Reden über die eigene Gesellschaft nach wie vor einem methodologischen Nationalismus verhaftet. Die vielfachen Verflechtungen und Austauschprozesse zwischen europäischen und aussereuropäischen Ländern geraten selten in den Blick. Der vorliegende Band lädt dazu ein, die europäische Geschichte im Kontext von Kolonialismus und Imperialismus neu zu denken, und öffnet den Blick auf transnationale und postkoloniale Perspektiven in den Geschichts-...

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Post Colonial Studies in deutsch      5 von 5 Punkten
Der Aufsatzband von Conrad und Randeria macht zentrale Aufsätze der PoCo-Studies in deutscher Sprache zugänglich.

Der Sammelband widmet sich der Frage, inwiefern Imperialismus nicht nur vom "Westen" ausging bzw. welche Rückkoppelungen es aus dem "Rest der Welt" gab.

Es wird der meiner Meinung nach der erfolgreiche Versuch unternommen, Imperialismus als konstituierenden Rahmen sowohl für die "Metropole" als auch für die "Peripherie" zu deuten.



Der Aufstand gegen die sekundäre Welt: Bemerkungen zu einer Ästhetik der Anwesenheit - Botho StraussDer Aufstand gegen die sekundäre Welt: Bemerkungen zu einer Ästhetik der Anwesenheit
Botho Strauss

Taschenbuch, April 2004
     Verkaufsrang: 247106      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 13,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Dieser Band versammelt fünf der wichtigsten Schriften des Künstlers, der immer schon auf Verschiebungen im Gesellschaftsgefüge theoretisch reagiert hat. Darunter die Rede zum Büchner-Preis, der Essay über George Steiner und die Hommage zu Peter Steins sechzigstem Geburtstag.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Denk-Ausflüge eines konservativen Vorboten      4 von 5 Punkten
"Der Hauptmangel der Philosophie liegt darin, dass sie zu erträglich ist..." schrieb einst Emile Michele Cioran. Der Hauptmangel der Literaten und Stücke-Schreiber liegt darin, dass sie zu gefällig sind, möchte man hinzufügen. Nicht aber Botho Strauss. Knurrig wie ein Cioran oder Adorno höchstselbst, beißt er giftig in alles, was uns heilig ist oder in der Schublade für Tabus im Dunkeln schlummert. Mit Essays über Borchardt und Stein, "anschwellende Bocksgesänge" und Zeiten ohne "Vorboten" zerrt Vorbote Botho Strauß unseren Illusionen die Kleider vom Leib. Eine reaktionäre Haltung wird ihm zuweilen nachgesagt, besonders von den enthusiasmiertesten Vertretern der Multi-Kulti-68er-Bewegung. Seine neuesten Äußerungen beschäftigen sich denn auch ernüchtert mit der Integrationsproblematik. Dies ist nur logische Weiterentwicklung eines unbeirrt selbständigen Denkers. Mit Texten über "Beginnlosigkeit" oder "Wohnen, Dämmern, Lügen" hatte Strauß schon immer bewiesen, dass er zur Kristallisation nicht nur des essayistischen Formulierens, sondern auch des Denkens verlässlich fähig ist. In der Publikation "Angelas Kleider" hatte Strauß zwar nicht über Angela Merkel, aber immerhin über eine Frau geschrieben, die andere Leute sammelt (und auslöscht) wie Käfer. So entzündet sich sein Denken stets immer mehr am gekippten Gleichgewicht als dass er an irgendeiner aufgestellten Fassadenwelt ergebnislos abglitte. Der Berliner Autor und Literaturwissenschaftler Thomas Oberender hat Strauß einmal als "Gebärdensammler" bezeichnet: In der Tat, es gilt immer nicht nur das Gerede, sondern auch das Getue zu durchschauen. Für diese Art von Röntgen-Fähigkeit hat man Strauß zu schätzen. Wölfe, die bloß mit dem Wind heulen, gibt es schließlich genug.



Zwang zur Revision      5 von 5 Punkten
Die Straußsche Essaykunst ist so tief ambivalent wie die Form, die von ihr benutzt wird. Sie ist hyperbolisch und wahr, sie taucht den Geist in schwindelerregende Bildkaskaden und erzeugt fulminante Evidenzen, die keineswegs durch Strauß' radikal-kulturkritischen Impetus beeinträchtigt werden. Dieser stellt durchtragendes Thema und Überzeugung seines dramatischen und, hier: essayistischen Schaffens dar, das den Anspruch auf poetische Eloquenz und wissenschaftliche Wahrheit vollauf einlöst. Der sich von einem klaren argumentativen Gedankengang sich absolut lösende Duktus fordert ein unnachgiebiges und forschendes Lesen, das kritisches Denken evoziert und Wiederlesen einfordert. Wenn Strauß vom gesellschaftlichen Zwang des sekundären Molochs spricht und sich als "Außenseiter-Heros" in die Position des Unbefleckten, des der virtuellen Welt Entgrenzten wirft, dann herrscht für den Leser nur ein bewusster Zwang unter vielen unbewussten, nämlich der Zwang zur reflektierter Revision der jeden "aktuellen Anlaß" überdauernden Interpretamente Botho Strauß'.


Das große Bild hat keine Form: Vom Nicht-Objekt durch Malerei - Francois JullienDas große Bild hat keine Form: Vom Nicht-Objekt durch Malerei
Francois Jullien

Broschiert, Oktober 2005
     Verkaufsrang: 247527      Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen.

Preis: € 48,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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In einer heroischen Anstrengung strebte und strebt das Abendland nach Objektivität. Der Philosophie fiel es zu, deren Möglichkeit zu denken, die Wissenschaft hat mit ihr als dem idealen Ziel ihre unbestreitbaren Erfolge errungen, und die klassische Malerei hat sich leidenschaftlich um ihre Darstellung bemüht, bis hin zur Illusion des Wahren.Aber hat diese rationale Konstruktion des Objekts nicht andere Möglichkeiten von Kohärenz verdeckt, die bei uns erst später wieder hervorbrachen, in der modernen Malerei und Dichtung?Diesen anderen Kohärenzformen haben sich, völlig unaufgeregt und entspannt, jene altchinesischen Traktate über die Malkunst gewidmet, die Fran ois Jullien hier vor uns ausbreitet: In ihnen geht es um ein Bild, das wir nicht in die Enge einer Form einschließen können, sondern das sich im Wechsel zwischen dem Leeren und dem Vollen ständig wandelt, gleichsam um ein atmendes Bild, das die Spannung, die allem Leben zugrunde liegt, in die Gegensätze der Landschaft einschreib t.



Ordnungen der Sichtbarkeit: Fotografie in Wissenschaft, Kunst und Technologie - Peter GeimerOrdnungen der Sichtbarkeit: Fotografie in Wissenschaft, Kunst und Technologie
Peter Geimer

Taschenbuch, August 2001
     Verkaufsrang: 180229      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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In den letzten Jahren zeigt sich in den Geistes- und Kulturwissenschaften ein zunehmendes Interesse an Fragen der Bildlichkeit, der Repräsentation und der Visualisierung. Die einzelnen Beiträge des Bandes diskutieren die Debatten um die fotografische Eroberung der Sichtbarkeit an Beispielen aus Medizin, Physik, Anthropologie, Spiritismus, Rechtsprechung, Literatur und bildender Kunst. Indem die künstlerischen, wissenschaftlichen und sozialen Aspekte der Fotografie hier erstmals in...



Pragmatismus und radikaler Empirismus - William JamesPragmatismus und radikaler Empirismus
William James, Claus Langbehn

Taschenbuch, Juli 2006
     Verkaufsrang: 66730      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Als eine der Gründungsfiguren des amerikanischen Pragmatismus wurde der Psychologe William James zu Beginn des 20. Jahrhunderts schnell zu einem vieldiskutierten Philosophen, dessen Texte über Wahrnehmung und Erkenntnis, Religion und Ästhetik heute zum Kanon der Philosophiegeschichte gehören. Weniger bekannt hingegen sind James’ Arbeiten zum sogenannten radikalen Empirismus, in denen er sich mit theoretischen Problemen von Bewußtsein und Erfahrung auseinandersetzt. Der Band versammelt acht Aufsätze, in denen James zentrale Aspekte seiner philosophischen Positionen diskutiert. Die Beiträge zum radikalen Empirismus erscheinen zum ersten Mal in deutscher Sprache. Ein Nachwort führt in den Pragmatismus und den radikalen Empirismus ein und erkundet Möglichkeiten, beide Themengebiete in Beziehung zu setzen.



Gothic II. Die internationale Szene aus der Sicht ihrer Macher - Peter MatzkeGothic II. Die internationale Szene aus der Sicht ihrer Macher
Peter Matzke, Tobias Seeliger

Taschenbuch, Oktober 2002
     Verkaufsrang: 179517     

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Gothic II – Die internationale Szene aus der Sicht ihrer Macher. Mit Beiträgen von Philipp Boa, Faith & The Muse, Tony Wakeford, Eric Burton, London after Midnight und vielen mehr.
Das Buch Gothic II schließt – der Titel lässt es nicht anders vermuten – nahtlos an den 2000 erschienenen ersten Band gleichen Namens an. Der Zulauf zur Schwarzen Szene ist seither ungebrochen. Das musikalische wie theoretische Hinterland hat sich verbreitert und weiter differenziert. Der ungehemmte Expansionsdrang nach außen löst immer häufiger »Back To The Roots!«-Forderungen im »Inner Circle« aus. Berechtigung hat beides. Mehr denn je erscheint es unsinnig, gezielt nach dem Kamm zu suchen, über den man die Szene einheitlich scheren könnte; mehr denn je ist es gerade ihre Vielfalt, die die Gothics eint. Die Gothic-Szene ist ein gutes Beispiel eines soziologischen Mikrokosmos, in dem Menschen mit komplett verschiedenen weltanschaulichen und sozialen Basics, mit teilweise konträren Vorstellungen von Kultur und mit grundverschiedenen Lebensentwürfen sehr gut miteinander auskommen und harmonieren. Voraussetzung sind einige akzeptierte Grundregeln, von denen verinnerlichte und praktizierte Toleranz sowie der prinzipielle Wille zu Gewaltfreiheit zu den wichtigsten gehören.
Der Inhalt Auch Band II bietet ein buntes Spektrum an inhaltlichen und formellen Ansätzen. Der Ausgangspunkt war wie im Vorgängerband klar: Protagonisten der Szene, naturgemäß vor allem Musiker, äußern sich in einem längeren zusammenhängenden Text zu einem bestimmten Aspekt im Szene-Umfeld. Die Texter waren frei in der Wahl ihrer Themen. Der Band enthält analytische Betrachtungen ebenso wie subjektiv gefärbte Momentbeschreibungen, Literarisches steht neben Dokumentarischem, dies wieder neben philosophisch-essayistischen Texten. So hat der Kopf der holländischen Kultband Clan Of Xymox, Ronnie Moorings, erstmals die ganze Xymox-Story zu Papier gebracht, Eric Burton (Catastrophe Ballett) schildert die unterschiedlichen Ausformungen der Szenen in verschiedenen europäischen und außereuropäischen Ländern aus der Sicht eines Musikers on Tour. Es gibt erneut streitbare Namen wie etwa Tony Wakeford, und es gibt Garanten für wunderbar besinnlich-lyrische Ansätze: Monica Richards (Faith And The Muse) hat exclusiv für Gothic II literarische Arbeiten zur Verfügung gestellt. Wie im letzten Band runden Protokolle ausführlicher Gespräche mit Ikonen der Szene das inhaltliche Angebot ab – diesmal diskutierten Phillip Boa und einmal mehr Bruno Kramm (»Das Ich«) mit dem Herausgeber. Selbstverständlich fast, dass der in den letzten Monaten zu enormem Bekanntheitsgrad gelangte Szeneliterat Christian von Aster das stilistische Highlight setzt ... Die optischen Höhepunkte lieferte in bewährter Manier Tobias Seeliger. Der umtriebige Fotograf ist in den Fotogräben der wichtigen Bühnen ebenso zu Hause wie in den diversen Backstageräumen. Wenn einer um die Ästhetik der Szene weiß, um ihre wunderbaren Momente, um jene Optiken, die den schwarzen Seelen aus denselben sprechen, dann Tobias Seeliger. Das Ergebnis dieses Bandes ist ähnlich wie das des Vorgängers: Die Schwarze Szene ist ästhetisch bunt!


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 10 Bewertungen)

Ein wenig "überheblich" ...      5 von 5 Punkten
"Die Szene in Deutschland aus der Sicht ihrer Macher"
Allein bei diesem Titel wird mir schon komisch.
Gibt es "die Szene" in dem Sinne überhaupt? Eigentlich nicht.
Aber was ich noch abstrakter finde ist die Sache mit den "Machern". Ursprünglich ging es um ein Lebensgefühl, eine gewissen Mentalität und Philosophie. Wer hat das denn "gemacht"?
Niemand, und von daher sagen mir auch die ganzen Namen nichts.
Woher denn auch?! Durch die Individualität dieser Subkultur (es gibt keine festen Maßstäbe und jeder definiert den Grad seiner Gruppenzugehörigkeit selbst) muss es theoretisch nicht einmal einen einzigen gemeinsamen Nenner zwischen dieversen Goths geben und gerade diese Tatsache macht es unendlich schwer bzw. unmöglich einheitlich über Gothic zu sprechen.

Mal von all diesen Dingen abgesehen aber ganz okay und unterhaltsam.

 Weitere Lesermeinungen



Die alten Römer bitten zu Tisch, Weizenbrei und Pfauenzunge: Das Imperium des Goumets, Delikatessen aus aller Welt - Helmut SchareikaDie alten Römer bitten zu Tisch, Weizenbrei und Pfauenzunge: Das Imperium des Goumets, Delikatessen aus aller Welt
Helmut Schareika

Gebundene Ausgabe, September 2007
     Verkaufsrang: 238706      Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen.

Preis: € 24,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Die kulinarische Reise zu den alten Römern vermittelt auf amüsante und gleichwohl fundierte Art und Weise die Ess- und Trinkkultur, die Tischsitten und -gebräuche vor 2000 Jahren. Und dazu gehörte viel mehr als die altbekannte Tatsache, dass sich die Römer zum Essen legten. Wussten Sie zum Beispiel, dass die Fischstäbchen in Pompeji erfunden wurden? Oder dass am Tiber das erste Glashaus zum Gurkenanbau entstand? Oder dass das römische Nationalgericht schlicht Getreidebrei war? Lassen Sie sich verführen zu einem nicht ganz alltäglichen kulinarischen Streifzug und kosten Sie von der reichen Kulturgeschichte des Essens und Trinkens im alten Rom.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Eine Mischung ganz nach meinen Geschmack.      5 von 5 Punkten
Das ist Lesestoff für den man alles andere stehen und liegen lässt. Schareikas Untersuchungen über die Esskultur der Römer ist wirklich köstlich - lehrreich und unterhaltsam zugleich, dabei hervorragend präsentiert. Eine Mischung ganz nach meinen Geschmack.
Neben den einschlägigen römischen Textquellen, angefangen beim Kochbuch des Apicius über Catos und Columellas Abhandlungen über Landwirtschaft bis hin zu Martials Epigrammen, kommen den archäologischen Befunden, die durch zahlreiche Abbildungen veranschaulicht werden, besondere Bedeutung zu. Dabei spannt Schareika einen weiten Bogen über die Küche des kleinen Mannes, die Ration des Legionärs, die Haute Cuisine der oberen Zehntausend bis hin zu den Zusammenhängen der Lebensmittelproduktion und -versorgung des römischen Imperiums. Auf diese Weise erhält der Leser einen umfassenden Einblick in einen wichtigen Teil der römischen Alltagskultur. Für besonders Experimentierfreudige bietet der Band auch einige Rezepte und Menüvorschläge zum Nachkochen - sozusagen eine kleine kulinarische Archäologie.
Und da wären wir auch schon beim Stichwort: Archäologie. Schareikas Untersuchung verdeutlicht eindrucksvoll, wie wertvoll archäologische Befunde für die Rekonstruktion und Interpretation der Vergangenheit sind. Dies bezieht sich nicht nur auf Gebäudefunde, sondern auch auf damit verbundene Funde von Alltagsgegenständen (Geschirr, Besteck), Kunstwerken (Wandmalereien, Mosaike) und sogar organischen Überresten von Lebensmitteln. Für jemanden, der in seinem Studium hauptsächlich den Umgang mit edierten Textquellen erlernt hat, ist es überaus interessant zu sehen, welche Erkenntnisse sich mit Hilfe naturwissenschaftlicher Methoden aus diesen Funden gewinnen lassen. Dabei stößt man auch auf so manche Merkwürdigkeit. So kam in der römischen Küche z. B. auch bleiernes bzw. bleibeschichtetes Kochgeschirr zum Einsatz. Offensichtlich war man sich der Schädlichkeit des Schwermetalls nicht bewusst. Über den Grund der Verwendung bleihaltigen Geschirrs ist sich die Forschung jedoch nicht ganz im Klaren. Möglicherweise schätzen die Römer den durch den Kontakt mit Lebensmitteln entstandenen süßlichen Geschmack.
Neben den kulinarischen Geheimnissen der römischen Küche führt Schareika den Leser zudem in die wirtschaftlichen Zusammenhänge der antiken Lebensmittelproduktion und Vermarktung ein. Dabei werden Qualitätsunterschiede verschiedener Spezialitäten wie z. B. des zu damaliger Zeit sehr beliebten Würzmittels garum (Fischsoße), welches heute in Europa praktisch unbekannt ist, dargestellt. Bemerkenswert ist, dass dieses "römische Maggi" als asiatische Spezialität Núoc-Mân auch hierzulande wieder erhältlich ist und unsere modernen Speisen bereichert. Es wäre interessant zu erforschen, wie dieses Produkt und seine Herstellungsweise, die nach Schareikas Angaben genau den antiken Rezepten entspricht, seinen Weg nach Asien gefunden hat, oder ob es sich hierbei um eine zufällige Parallelität handelt.
Neben den fachhistorischen Informationen haben mir die im Selbstversuch getesteten Rezepte Lust auf mehr gemacht. Für den historisch interessierten Feinschmecker ist Schareikas Abhandlung ein unbedingtes Muss, auch wenn man weder Weizenbrei noch Pfauenzunge mag. Guten Appetit.


Die Diktatur der Angepassten - Roger BehrensDie Diktatur der Angepassten
Roger Behrens

Taschenbuch, September 2003
     Verkaufsrang: 241110      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Hinter der bunten und fröhlichen Fassade der Popkultur herrscht eine "Diktatur der Angepassten". In diesem Essayband, in dem Musik, Film, Soaps und Theme Parks des Spätkapitalismus kritisch unter die Lupe genommen werden, räumt Roger Behrens mit dem Mythos auf, dass "Pop" eine subversive oder provokative Strategie sei, und zeichnet stattdessen das Bild einer langweiligen, stillstehenden und konformistischen Kultur ...

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Kritische Beleuchtung des Angepassten      5 von 5 Punkten

Der Kulturjournalist Roger Behrens greift für sein kritisches Buch zur aktuellen Popkultur auf den Titel der Platte Testament der Angst" von Blumfeld zurück und benennt diesen Reader Die Diktatur des Angepassten". Eine Formulierung, die sogleich an die kritische Theorie und Namen wie Adorno, Horkheimer, Benjamin oder Marcuse erinnert. In diesem Sinne werden im vorliegenden Buch nicht die radikalen und subversiven Tendenzen thematisiert, die auch im Verlauf der Popgeschichte hervorgebracht wurden, sondern im Gegenteil: Es werden Facetten der Anpassung beleuchtet. Denn genau die macht Behrens hinter der bunten und fröhlichen Fassade der spätkapitalistischen Popkultur aus. Er behauptet sogar, dass dort eine Diktatur der Angepassten" herrsche. Der Autor räumt denn auch im Zuge der 12 verschiedenen Essays mit der Vorstellung auf, dass Pop" eine umstürzlerische oder rebellische Strategie sei, und zeichnet stattdessen mit einer kritischen Theorie der Popkultur das Bild einer stillstehenden und langweiligen Kultur der Anpassungsbemühung. Nach einer Einführung, erläutert er im zweiten Essay des Buches zentrale Stichworte seiner Theorie, bevor er dann im dritten Abschnitt zentrale Elemente des Konformismus eingrenzt. Die so entwickelte Folie wird dann in den weiteren Essays sowohl auf Facetten des (sozial-)wissenschaftlichen Umgangs als auch auf Events und Entwicklungen in diversen Pop-Szenen bezogen. Dabei nimmt Behrens Musik, Film, Soaps und Theme-Parks des Spätkapitalismus kritisch unter die Lupe und gelangt zu dem Schluss, dass vieles in der bunten Popkultur einfach nur langweilig ist, stillsteht und angepasst erscheint.


Die Schönheiten des Populären: Ästhetische Erfahrung der Gegenwart - Die Schönheiten des Populären: Ästhetische Erfahrung der Gegenwart

Broschiert, Mai 2008
     Verkaufsrang: 284449      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Mehr als fünf Stunden täglich verbringen wir mit populärer Kunst: Musik, Fortsetzungsromane, Popvideos, Filme, Comics, TV-Serien. Hinzu kommen Werbung, Computerspiele, Sport und Design. Oft wird all dies in den Kulturwissenschaften als "trivial" abgetan, mit Kunst habe es wenig zu tun und diene vor allem der Ablenkung und Verführung. In diesem Band wird dagegen das ästhetische Potenzial populärer Künste und Vergnügungen ernst genommen.Die Beiträge von Gernot Böhme, Diedrich Diederichsen, Knut Hickethier, Birgit Richard, Andreas Platthaus und anderen machen die Schönheiten des Populären sichtbar: Sie speisen sich aus der Präsenz des Körperlichen, aus dem Bezug zur persönlichen Geschichte und aus der Sehnsucht nach dem Glück eines gelungenen Lebens.

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Kein Mitleid mit den Verwaltern des Schönen      5 von 5 Punkten
Während im Juni 2006 in Tübingen offenbar eifrig über ästhetische Erfahrungen diskutiert wurde, suchte ich vergeblich nach einem Buch wie diesem. Nun sind die Beiträge von den 6. Tübinger Kulturwissenschaftlichen Gesprächen auch mir zugänglich, ergänzt durch Aufsätze, die wichtige Felder des populär Schönen beleuchten. Selbstverständlich freut es mich, in vielen Ansichten bestätigt zu werden. Aber das ist nicht der einzige Grund, weshalb mich dieses Buch in den Bann gezogen hat. Ich betrachte es als wichtiges Werk, weil es Ästhetik aus den Gefängnissen der Museen und Hochschulen befreit und wieder dorthin führt, wo sie entsteht und hingehört, in den Alltag. Und diese Umplatzierung geschieht nicht gewalttätig und krampfhaft, sondern mit klugen Argumenten, mit Ergebnissen intensiver Beobachtungen, mit einleuchtenden Querverbindungen und lockeren Grenzüberschreitungen.

Der Herausgeber, Kaspar Maase, teilte die dreizehn Beiträge in vier Kapitel ein: Grundlegungen, Bilder und Dinge, Populäre Musik, Körper. Im Anhang finden sich dann noch ein ausführliches Literaturverzeichnis, ein nützliches Glossar, Angaben zu den Autoren, Abbildungshinweise sowie ein Personenregister. Das deutet darauf hin, dass der Leser ein wissenschaftliches Buch in den Händen hält. Das ist es auch. Aber keines von der Sorte, die man nur mit einem Fremdwortlexikon und viel Durchhaltevermögen lesen kann. Die Texte sind flüssig geschrieben, nicht von unzähligen Verweisen durchlöchert und zum Teil durch Abbildungen aufgelockert. Und auch wenn sich der Leser bei jedem Sammelband mit verschiedenen Schreibstilen und inhaltlichen Qualitäten abfinden muss, wird er in diesem Fall nicht in ein unzumutbares Wechselbad akademischer Variationen geworfen. Schönheit hat eben auch mit Klarheit zu tun.

Mein Fazit: Das Buch empfehle ich gerne all denen weiter, die sich für Ästhetik interessieren und die Verbannung des Schönen in Museen und akademische Kreis als Zumutung empfinden. Das Schöne findet sich überall, in Comics, im Internet, in Haushaltsgeräten oder in Songs der Popkultur. Dieses Buch hilft dabei, seine eigenen ästhetischen Erfahrungen zu legitimieren und auszudehnen. Das wird nicht allen gefallen, die sich als Verwalter des Ästhetischen begreifen.


Schöne Neue Körperwelten: Der Streit um die Ausstellung - Schöne Neue Körperwelten: Der Streit um die Ausstellung

Gebundene Ausgabe, März 2001
     Verkaufsrang: 212731      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Seit 1995 sind die plastinierten Ganzkörperleichen, Organe und Körperscheiben des Heidelberger Anatomen und Professors Gunther von Hagens nun schon in einer Wanderausstellung zu sehen. Egal ob in Japan, Österreich, der Schweiz oder Deutschland überall ist der Besucherandrang und das Presseecho enorm. Aber auch die Kritik und Proteste gegen die Zurschaustellung der echten Toten. Verstößt deren Exposition gegen die Menschenwürde? Hat die Ausstellung aufklärerische Wirkung oder bedient sie vor allem Neugierde und Voyeurismus? Verletzt sie religiöse Gefühle?

Der Band Schöne neue Körperwelten gibt einen Überblick über die unterschiedlichen Positionen und Meinungen bezüglich der Ausstellung. 16 Autoren aus den Fachbereichen Anatomie, Philosophie, Rechtswissenschaft, Medizin, Theologie, Kunst- und Sozialwissenschaft erläutern in ihren Texten die strittigen Punkte des Körperweltenkonzeptes. So geht beispielsweise Ernst Benda, der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichtes, in seinem Text der Frage nach, ob die dauerhafte Konservierung von Leichen gegen die Bestattungspflicht in Deutschland verstößt. Der Theologe Ulrich H.J. Körtner befasst sich mit den anthropologischen Grundfragen, die durch die Ausstellung aufgeworfen werden. Klaus Bergdolt kritisiert in seinem Beitrag vor allem die künstlerische Manipulation der Leichname, die die Körper zu Arbeitsmaterialien werden lässt.

Im Gegensatz dazu erklärt Gunther von Hagens selbst, warum er die Leichen als Läufer, Lassowerfer oder Schachspieler positioniert hat und was er mit den jeweiligen Positionen zeigen möchte. Am Ende des Buches werden die Ergebnisse der Besucherbefragungen vorgestellt, die im Rahmen der Ausstellungen durchgeführt wurden, sowie die Auswertung der Besucherkommentare in den Gästebüchern. Dort fanden sich Aussagen wie "Ich wäre gerne ein Ganzkörperplastinat" oder "ob ein toter Körper verwest oder der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wird, ist letztlich egal."

Das 360 Seiten umfassende Buch enthält 20 farbige Abbildungen der Ganzkörperplastinate und bietet einen umfassenden Überblick über den Stand der aktuellen Diskussion. Auch für Nichtkenner der "Körperwelten" ist das verständlich geschriebene Buch eine gute Möglichkeit sich eine Meinung zu der umstrittenen Ausstellung zu bilden. --Britta Müller

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Kontroverse Lektüre      5 von 5 Punkten
Das Buch bietet Befürwortern und Kritikern der bekannten Ausstellung "Körperwelten" von Prof. Gunther von Hagens ein Sprachrohr. Die Ausstellung wird hierbei beleuchtet aus rechtlicher, ethischer und künstlerischer Sicht. Auch der Erfinder der Plastination, Prof. von Hagens, erklärt hier sehr genau seine Beweggründe und seine Ziele in puncto Körperwelten. Ein sehr empfehlenswertes Buch sowohl für Kritiker, Befürworter und auch Interessenten der erfolgrecihsten Ausstellung der Welt



Labor der Lüste: Über die Kultur des Essens und Trinkens - Labor der Lüste: Über die Kultur des Essens und Trinkens

Gebundene Ausgabe, Mai 2005
     Verkaufsrang: 236417      Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen.

Preis: € 19,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Im Rahmen der Ausstellung »Das grosse Fressen in der Kunst«, die in der Kunsthalle Bielefeld vom 25. Januar bis zum 25. April 2004 stattgefunden hat, organisierte der Bielefelder Wissenschaftsforscher und Hobbykoch Günter Küppers von der Universität Bielefeld unter dem Titel »Die Küche  ein Labor der Lüste« eine Veranstaltungsreihe mit prominenten Köchen, Künstlern, Wissenschaftlern, Gastrosophen, Journalisten und Kochbuchautoren, die das Themenfeld Kochen und Essen in seinen verschiedenen Spielarten theoretisch reflektierten und sinnlich erfahrbar machten. Das Spektrum der intellektuellen Auseinandersetzung war ungewöhnlich breit angelegt: Kochen als älteste Kunstform des Menschen; Essen als kultureller Akt und als Form der sozialen Integration und Diskriminierung; Kochen als Mischung unterschiedlicher Kulturen; Essen als Erkennen durch die Sinne; Kochen als Vermittlung zwischen verschiedenen Wissensformen  Erfahrungswissen trifft auf wissenschaftliches Wissen, Intuition auf Routine, Tradiertes auf Neues und Gewohntes auf Fremdes. Zum sinnlichen Erleben war im Foyer der Kunsthalle eine Küche aufgebaut, in der zum jeweiligen Thema passende Köstlichkeiten vom Sternekoch Ernst Heiner Hüser zubereitet und serviert wurden. Über 50 Gerichte wurden so zum Probieren an die Zuhörer verteilt. Das »Labor der Lüste« wurde zu einer der erfolgreichsten Veranstaltungen der Kunsthalle Bielefeld. Dieses Buch dokumentiert, über was geredet und was gekocht und gegessen wurde. Die Texte von Günter Küppers, die Rezepte von Ernst Heiner Hüser und die Bilder von Brigitte Wegner verbinden theoretische Reflexion, kulinarischen Genuss sowie ästhetische Gestaltung und machen dieses Buch zu einem erlesenen Kunstgenuss. Über 40 Rezepte laden zum Nachkochen ein und vermitteln einen Geschmack von der Veranstaltung.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Kunst- und Kochbuch      4 von 5 Punkten
Anlässlich der Ausstellung „Das große Fressen" in der Kunsthalle Bielefeld reflektierten, philosophierten und plauderten internationale Köche, Künstler und Gastrosophen übers Kochen, Essen und Genießen. Natürlich nicht ohne ihr Publikum anschließend zu Tisch zu bitten. Dies sogenannte „Labor der Lüste", von Dr. Günter Küppers vom Institut für Wissenschafts- und Technikforschung der Uni Bielefeld geplant und von Sternekoch Ernst Heiner Hüser bekocht, gilt als eine der erfolgreichsten Veranstaltungen der Bielefelder Kunsthalle. Wochen im Voraus waren die Tickets dafür ausverkauft. Jetzt ist das Buch zum Event erschienen. Dafür hat Günter Küppers Vorträge und Gespräche geschmackssicher zu einem Lesebuch reduziert, Ernst Heiner Hüser die Rezepte gelingsicher abgekocht. Und die Bielefelder Fotografin Brigitte Wegner würzt das Menü mit stimmungsvollen Fotografien von den Abenden in der Kunsthalle. Entstanden ist so weniger ein Kochbuch, mehr ein delikates Buch über die Kunst des Genießens.


Das emotionale Leben der Nationen - Lloyd de MauseDas emotionale Leben der Nationen
Lloyd de Mause

Broschiert, September 2005
     Verkaufsrang: 258684      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 34,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Frühe persönliche Erfahrungen determinieren politisches Verhalten: Attentate auf Führer - Der Golfkrieg als emotionale Störung - Kindheitsursachen des Terrorismus / Psychohistorische Theorie: Die Wiederaufführung früher Traumata in Krieg und sozialer Gewalt - Die psychogene Geschichtstheorie - Krieg als "gerechte" Vergewaltigung und Läuterung / Psychohistorische Evolution: Kindheit und kulturelle Evolution - Die Evolution der Kindererziehung - Die Evolution von Psyche und Gesellschaft

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Entwicklung von Emotionalität und Empathie      4 von 5 Punkten
Welcher Mensch ist daran interessiert, sich selbst und andere zu verstehen? Die Einflüsse, die andere Menschen auf das eigene Gefühlsleben haben? Wer sich selbst gut versteht und annehmen kann, entwickelt ein gutes Selbst-Bewußtsein: die Grundlage und Quelle für ein Leben in Ausgeglichenheit, Gelassenheit und Zufriedenheit.

DeMause hat einige weitere Bausteine zu diesem Verstehen hinzugefügt. Die Grundtheorie ist allerdings nicht neu:

-Er baut auf der Psychoanalyse auf, und deren Aussagen zum Thema „mangelnde Liebe reproduziert Gewalt" sind altbekannt. Auch die Zitate der Neurobiologie sind alle richtig. Wer aber Roth: "Fühlen, Denken, Handeln" gelesen hat, der kann solche Zusammenhänge sehr viel besser verstehen.
-Auch die konkretere Ableitung auf Herrscherpersonen wie Hitler, Napoleon und andere ist überhaupt nicht neu. Aus meiner Sicht viel interessanter beschrieben und nachzulesen bei Pilgrim: Muttersöhne.
-Neu hingegen ist die sehr akribisch recherchierte „psychohistorische" Aufbereitung und die temporale Einordnung des Geschehens: Konjunkturzyklen gleich. Für Volkswirte gibt es den Zyklus aus Depression, Innovation, Manie und Krieg neu zu lernen.
-Unschön ist das fehlende Literaturverzeichnis (nur chronologisch dem Verlauf des Buches folgende Zitate) und die für viele Amerikaner typische Erzählweise (sehr chaotisch und wenig geordnet, ständige Wiederholungen). Eine Straffung auf die Hälfte und eine bessere Ordnung hätte dem Buch gut getan.
-Die epische Ausbreitung seiner Passagen zur Kindesmißhandlung soll wohl seine These untermauern, ist aus meiner Sicht aber unnötig.

Gleichwohl in der Bündelung aller Aussagen ein wichtiges Buch, das in jeden Kopf gehört, zumal der Autor sehr explizit die Lösung in einer veränderten Form der Kindeserziehung sieht, die sich als evolutionärer Prozeß in verschiedenen Psychoklassen vollzieht. Hier hätte er didaktisch-pädagogisch und psychologisch erheblich mehr Entwicklungsarbeit leisten können und sollen, statt sich in unendlich langen Ausführungen über Mißhandlungen zu verlieren.



Die Ostsee. Sonderausgabe: Eine Natur- und Kulturlandschaft - Hansjörg KüsterDie Ostsee. Sonderausgabe: Eine Natur- und Kulturlandschaft
Hansjörg Küster

Taschenbuch, Juli 2004
     Verkaufsrang: 225614      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Hansjörg Küsters Buch zeichnet nicht nur die erdgeschichtliche Entwicklung eines der ungewöhnlichsten Meere unseres Planeten nach, sondern macht darüber hinaus die vielgestaltigen Abhängigkeiten, Einflüsse und Verflechtungen zwischen der Ostsee und ihren Anwohnern deutlich. Die ganz unterschiedlichen Besiedlungsformen ihrer Küsten und ihres Hinterlands durch den Menschen zeigen, warum die Zivilisationsgeschichte der Ostsee an Vielfältigkeit und Dynamik ihresgleichen sucht. Küster erläutert die Entstehung der großen Güter im Baltikum, berichtet vom Erwachen der finnischen Identität, er schildert Bedeutung und Folgen des heutigen Ostseetourismus und nimmt Stellung zur gegenwärtigen ökologischen Situation der Ostsee. - Die beeindruckende Gesamtdarstellung eines einzigartigen Meeres.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 2.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Das war leider nur sehr wenig      2 von 5 Punkten
Ein Buch über die Ostsee, in welchem die Meeresfauna und -flora kaum vorkommt, ist eine große Enttäuschung. Maritime Themen sind in diesem Buch ausgeklammert. Auch das Thema Geschichte, Besiedelung und Kultur wird nur sehr oberflächlich behandelt. Das Buch kann leider überhaupt nicht die Erwartungen erfüllen, die der Leser dem Autor der Geschichte der Landschaft Mitteleuropas entgegenbringt.


Wasser: Einheit von Kunst und Wissenschaft - Oliver HerwigWasser: Einheit von Kunst und Wissenschaft
Oliver Herwig, Axel Thallemer

Gebundene Ausgabe, 30. April 2008
     Verkaufsrang: 288361      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 49,80 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Discusses the uses of water in science, art, architecture and design.



HipHop XXL. Fette Reime und Fette Beats in Deutschland - HipHop XXL. Fette Reime und Fette Beats in Deutschland

Gebundene Ausgabe, April 2001
     Verkaufsrang: 256629      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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"...und es hat BOOM gemacht", so könnte man die Entwicklung des HipHop in Deutschland in den letzten Jahren zusammenfassen. Seit seiner Entstehung Ende der 70er Jahre auf den Blockparties in New York, hat sich das Genre kontinuierlich weiterentwickelt, griff auf die Welt über und wurde in vielen europäischen Ländern als Kulturform nationalisiert. Das Buch HipHop XXL -- Fette Reime und Fette Beats in Deutschland, das aus einer Kooperation von MTV mit dem Goethe-Institut entstand, gibt eine Bestandsaufnahme eines Prozesses, der eigentlich nun erst richtig an Fahrt gewinnt. Seit die Old School um Advanced Chemistry bewies, dass sich Deutsch als Sprache für HipHop prima eignet und damit auch die Botschaft beim Publikum vermittelbar wurde, und vor allem seit den Charterfolgen der Fantastischen Vier ist HipHop in der deutschen Kultur ein Dauerfaktor geworden.

Mit Bildern, Rap-Texten und sogar mit Noten wird die Kunstform HipHop vermittelt, das Design von Klaus Mai alias KM7 transportiert den Geist der Kultur hervorragend. Das Hauptaugenmerk liegt auf den Rappern, ihren Texten und der Musik, die Sprayer hingegen gehen etwas unter, die Tänzer werden am Rande notiert. Trotzdem eignet sich das Buch als Einführung in die Materie, sowohl dem Fan als auch dem Unwissenden wird hier ein guter Einstieg in das Lebensgefühl des HipHop in Deutschland gegeben. --Wolfram Denzer

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Fett      5 von 5 Punkten
Ein superstarkes Buch. Umbedingt empfehlenswert. Kann zur Einstiegsdroge für deutschen HipHop werden.


 Weitere Lesermeinungen



Was wir sehen blickt uns an: Zur Metapsychologie des Bildes - Georges Didi-HubermanWas wir sehen blickt uns an: Zur Metapsychologie des Bildes
Georges Didi-Huberman

Taschenbuch, Dezember 1999
     Verkaufsrang: 208370      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 29,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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In dieser Fabel begegnen wir zwei emblematischen Figuren, die sich in einem ständigen Dilemma gegenüberstehen. Auf der einen Seite dem Menschen des gläubigen Sehens, dem, der sich das Wort des Evangelisten vor dem leeren Grab Christi zu eigen macht: "Er sah und glaubte". Auf der anderen Seite dem Menschen des tautologischen Sehens, der bestrebt ist, seinem Blick eine unangreifbare, scheinbar bruchlose und fast schon zynische Gewißheit zu geben: "Man sieht, was man sieht",...



Training, Erörterung und Interpretation für das 10. Schuljahr - Dietger FeiksTraining, Erörterung und Interpretation für das 10. Schuljahr
Dietger Feiks, Ella Krauß

Taschenbuch, Dezember 1986
     Verkaufsrang: 232491      Gewöhnlich versandfertig in 3 bis 4 Tagen.

Preis: € 11,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Große Hilfe!      5 von 5 Punkten
Mit seinen vielen Beispielen für die verschiedenen Textarten, welche alle sehr gut und detailliert erklärt sind und mit den zahlreichen Aufgaben, die mit dem beiliegenden Lösungsbuch kontrolliert werden können, hilft das Buch einem sehr gut, Versäumtes nachzuholen. Man kann sogar Nachprüfungen mit seiner Hilfe bestehen ;) ...


Wahrheit und Interpretation - Donald DavidsonWahrheit und Interpretation
Donald Davidson

Taschenbuch, August 1990

Verkaufsrang: 248787
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Preis: € 16,00
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Die ZEIT-Welt- und Kulturgeschichte in 20 Bänden. 20: Chronik, Register, Literaturhinweise: 20 - Die ZEIT-Welt- und Kulturgeschichte in 20 Bänden. 20: Chronik, Register, Literaturhinweise: 20

Gebundene Ausgabe, März 2006

Verkaufsrang: 54881

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Praxis Internet. Kulturtechniken der vernetzten Welt - Stefan MünkerPraxis Internet. Kulturtechniken der vernetzten Welt
Stefan Münker, Alexander Roesler

Taschenbuch, Mai 2002

Verkaufsrang: 279255

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