Kultur, Bildung

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Seite 16

Die Alpen: Geschichte und Zukunft einer europäischen Kulturlandschaft - Werner BätzingDie Alpen: Geschichte und Zukunft einer europäischen Kulturlandschaft
Werner Bätzing

Gebundene Ausgabe, März 2003
     Verkaufsrang: 146477      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 34,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Werner Bätzing schildert, wie die Alpen als Lebens- und Wirtschaftsraum und als Kulturlandschaft entstanden sind, wie diese im 19. und 20. Jahrhundert durch Tourismus, Industrie, Städtewachstum, Verkehr und den Zusammenbruch der Berglandwirtschaft vollständig verändert wurde (und wird), und er stellt die aktuelle Situation und die heutigen Probleme der Alpen im Überblick dar. Daraus entwickelt er Perspektiven, wie die Alpen als eigenständiger und...



Populäre Chormusik - Martina FreytagPopuläre Chormusik
Martina Freytag

Broschiert, 5. September 2007
     Verkaufsrang: 262485      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Ratgeber für Chorleiter


Der Ratgeber "Populäre Chormusik" wendet sich an alle, die mit einem Chor ein populäres Repertoire erarbeiten und singen wollen. Er gibt Anregungen zur Verbesserung ihrer musikalischen und stimmlichen Fähigkeiten sowie ihrer organisatorischen und gruppendynamischen Qualifikation. Ziel ist es, das Potential der Chorsänger zu erkennen und den Klangkörper optimal zu fördern und zu entwickeln. Auf alle Fragen populärer Chorarbeit findet Martina Freytag in kurzen, übersichtlich gegliederten Lektionen zuverlässige und praxiserprobte Antworten. Über stimmspezifische Effekte und Möglichkeiten einer facettenreichen Performance kann man sich ebenso informieren wie über die richtige Stückauswahl, die Optimierung des Auswendiglernens, die Flexibilität der Aufstellung und die Details einer guten Konzertplanung.

Jede Lektion wird mit einer prägnanten Stilbeschreibung (von Barber Shop über Gospel zu Calypso und Funk) und einem eigens für dieses Buch komponierten Chorsatz in dem jeweiligen Stil abgeschlossen. Die beiliegende Audio-CD enthält Einspielungen aller 30 Chorsätze.




Das gemeinsame Haus Europa. Handbuch zur europäischen Kulturgeschichte - Wulf KöpkeDas gemeinsame Haus Europa. Handbuch zur europäischen Kulturgeschichte
Wulf Köpke, Bernd Schmelz

Broschiert, 1999
     Verkaufsrang: 234502     

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Das Projekt, ein so umfassendes Thema wie das der Kulturgeschichte des "einzigen Kontinents, der sich selbst erfunden hat" durch ein Handbuch auf eine wissenschaftliche Grundlage zu stellen und in all seinen Facetten zu ergründen, ist sehr ambitioniert.

110 Autoren, vor allem Ethnologen, Historiker, Philosophen und Juristen beleuchten auf insgesamt über 1200 Seiten in 138 Einzelbeiträgen das Thema von allen Seiten (Geographie, Ernährung, Spiele und Sport, Glaubensvorstellungen, Familiensysteme u.a.). Angesichts der Themenbreite und des zugrundegelegten Kulturbegriffs verwundert es nicht, daß Intensität und Qualität der Behandlung einzelner Aspekte stark differieren. Dies trifft sowohl für die Gewichtung der einzelnen Teile des Handbuchs zu, als auch für die Einzelbeiträge, die sich in Methodik und empirischem Tiefgang zuweilen sehr unterscheiden. Vermitteln einem beispielsweise die Analysen zur Geschichte des Kontinents einen guten Überblick, so geht das wichtige Teilgebiet "Kommunikation und Medien" mit gerade einmal zwei Beiträgen ziemlich unter. Zuweilen erschöpfen sich die Betrachtungen auch in Länderstudien, denen jeglicher komparative Ansatz fehlt. Sehr gelungen hingegen ist der Abschnitt über die Eigen- und Fremdperzeption der Europäer gegenüber anderen Kontinenten, über die gegenseitige Wahrnehmung und den vorherrschenden Klischees zwischen den europäischen Ethnien.

Die Mängel wären vermeidbar gewesen, hätte man sich von Herausgeberseite nicht zu dieser "tour d'horizon" entschlossen. Auch hätte ein Einführungskapitel, in dem der Kulturbegriff explizit thematisiert und die innere Struktur des Buches deutlich gemacht wird, nicht geschadet. Die fehlende Bibliographie wird in einem gesonderten Band unter dem Titel Das gemeinsame Haus. Fundgrube Europa in Kürze nachgeliefert. --Manfred Schwarzmeier



Die unendliche Heilung: Aby Warburgs Krankengeschichte - Ludwig BinswangerDie unendliche Heilung: Aby Warburgs Krankengeschichte
Ludwig Binswanger, Aby Warburg

Gebundene Ausgabe, 1. Oktober 2007
     Verkaufsrang: 224343      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 28,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Zwischen April 1921 und August 1924 war Aby Warburg, der geniale Kunsthistoriker und Kulturwissenschaftler, Insasse im Sanatorium Bellevue in Kreuzlingen, wohin er nach einem schweren psychotischen Zusammenbruch eingewiesen worden war er hatte gedroht, sich und seine Familie umzubringen. Leiter der psychiatrischen Heilanstalt war Ludwig Binswanger, seinerseits bedeutender Psychiater, dessen Erkenntnisse den Zugang zur Geisteskrankheit tiefgreifend verändern sollten. Bislang war aus dieser Zeit nicht viel mehr allgemein bekannt, als daß Warburg vor seinen Mitpatienten den berühmten Vortrag über das Schlangenritual der Hopi-Indianer hielt. Tatsächlich hatte er während seiner Krankheit immer wieder Phasen von geistiger Klarheit und schöpferischer Produktivität. Binswangers Krankenberichte dokumentieren Wahnvorstellungen, Aggressivität gegen das Personal, Phobien und zwanghafte Hygienerituale. Warburg, der sich selbst als »unheilbar schizoid« einschätzte, wurde erst 1924 »zur Normalität beurlaubt«. Die hochgelobte Edition der im Universitätsarchiv Tübingen verwahrten Krankengeschichte Aby Warburgs durch den italienischen Germanisten Davide Stimilli erfüllt ein lange gehegtes Desiderat der Warburg-Forschung. Mit der nun auch auf Deutsch vorliegenden, gegenüber der italienischen um wichtige Dokumente erweiterten Ausgabe kann endlich darangegangen werden, die »Leerstelle« zwischen Werk und Psyche Warburgs zu schließen, die von seinen Biographen wie etwa Ernst Gombrich geflissentlich verschwiegen wurde. Der Band umfaßt neben den Krankenakten von der Hand Ludwig Binswangers auch die autobiographischen Aufzeichnungen Warburgs aus jener Zeit, den Briefwechsel zwischen den beiden Persönlichkeiten, Wärterprotokolle sowie Aufzeichnungen und Briefe von Warburgs Assistenten Fritz Saxl



Menschheit und Mutter Erde - Arnold ToynbeeMenschheit und Mutter Erde
Arnold Toynbee

Gebundene Ausgabe, 1996
     Verkaufsrang: 234283     

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Arnold Toynbees 'Menschheit und Mutter Erde' ist ein erzählendes Geschichtswerk, eine Weltgeschichte, wie es sie in unserem Zeitalter der Spezialisierung kaum noch einmal geben wird. Es ist wohl das letzte große Dokument dieser historischen Richtung, für die neben Toynbee vor allem Carl Jacob Burckhardt steht.
'Menscheit und Mutter Erde' schildert den Aufstieg und Niedergang der großen Zivilisationen unter einem einigenden Gesichtspunkt: Arnold Toynbee sieht die gegenwärtige Bedrohung der Menschheit durch Selbstzerstörung und Rohstoffmangel als den Gipfelpunkt einer Jahrtausende währenden Entwicklung. Er beschreibt das uralte Auseinanderklaffen von technischem Fortschritt auf der einen und der moralischen, politischen Unreife des Menschen auf der anderen Seite.



Da das Buch nicht besonders umfangreich ist, kann man eine genaue Abfolge von Herrschernamen u. ä. nicht erwarten. Auch das Alter des Buches wirkt einschränkend (1973); die neuere Geschichte kann demnach nicht mehr breit behandelt werden. Der Autor versteht es jedoch meisterhaft, für jede Epoche alle Teile der Welt gleichzeitig darzustellen.

Durch seine Herangehensweise gelingt es dem Autor, die Hintergründe der geschichtlichen Entwicklung aufzuzeigen. (Dabei ist die Herausarbeitung der verbindenden Funktion von Steppen, Wüsten und Gewässern besonders aufschlussreich.) Man erfährt unter anderem:

- soziale, wirtschaftliche und ökologische Gründe für den Auf- und Abstieg einzelner Kulturen (z. B. war Mesopotamien häufig zersplittert und durch Krieg verwüstet, das nahe gelegene Ägypten jedoch nicht; Israel war eigentlich zu arm, um eine Monarchie unterhalten zu können)
- Entstehung der Religionen und deren Umwandlung in Zeiten sozialer oder wirtschaftlicher Umbrüche sowie Ursachen und Auswirkungen der Spaltungen des Christentums
- beinahe gleichzeitiges Auftreten von Religionsstiftern im 6. / 5. Jahrhundert vor Christus (Buddha, Konfuzius, Pythagoras, Zarathustra) - war das Zufall oder nicht?
- warum entstand die Zivilisation in Amerika Jahrtausende nach der asiatischen?
- Unterschiede und Gemeinsamkeiten der gleichzeitigen Gründung des Römischen Imperiums durch Cäsar und Augustus sowie der chinesischen Reichseinigung durch Qin Shi Huang-Di
- warum ging in der Völkerwanderungszeit das weströmische Reich unter und das oströmische nicht?
- der Islam eroberte innerhalb kurzer Zeit den Nahen Osten und Nordafrika - warum gab es weder religiösen noch politischen Widerstand?
- welcher Zusammenhang besteht zwischen Karl dem Großen und den Wikingern?
- warum leistete Ostrom im 11. und 15. Jahrhundert keinen Widerstand gegen die Türken?
- Gründe für die Kleinstaaterei in Deutschland und Italien vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert
- Imperialismus, Kolonialismus, Weltkriege; Revolutionen, Demokratisierung, Diktaturen
- Folgen der Industriellen Revolution (diese stellen sich heute positiver dar als noch 1973); Gegensatz zwischen nationalstaatlicher Politik und grenzenloser Globalisierung

Wer statt an historischen Details eher an einer Darstellung der Beweggründe der Weltgeschichte interessiert ist, sollte sich dieses Buch zulegen.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)

Weltgeschichte für Nichthistoriker      5 von 5 Punkten
Toynbees "Menschheit und Mutter Erde" ist wohl im Moment die schönste einbändige Weltgeschichte, die deutschsprachig zu haben ist (und ist im Marix-Verlag nebenbei ordentlich editiert). Toynbee nervt nicht mit endlosen Aufzählungen oder kurzen Stichpunkten, sondern erzählt mit großer Urteilskraft, wie sich die verschiedenen Kulturen parallel zueinander entwickelt haben, wie schon früh die Keime für den schließlichen Untergang gesät und wie Gelegenheiten zur Korrektur ausgelassen wurden. Der Stil ist nicht sachlich neutral, sondern man spürt bei Toynbee stets die Wertschätzung für die (gefährdete) eigene und für andere Kulturen und Religionen.

Die naturwissenschaftlichen Seitensprünge (zur Evolution) sind vielleicht etwas missglückt, aber dass ein Christ Probleme mit der ordnenden Kraft des Zufalls hat, will man ihm gerne nachsehen.

Die neueste Zeitgeschichte (bis 1973) wird nur in Form eines wenig optimistischen vorausblickenden Kapitels berücksichtigt, hier stehen zahllose andere Bücher (z.B. Hobsbawm) zur Verfügung.


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Inästhetik - Nr. 0: Theses on Contemporary Art - Inästhetik - Nr. 0: Theses on Contemporary Art

Broschiert, Juni 2008
     Verkaufsrang: 312634      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 15,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Inästhetik denkt die Kunst von der Philosophie und die Philosophie von der Kunst her, ohne dabei das eine zum Objekt des anderen zu machen, ohne eines ans andere zu binden oder dem anderen unterzuordnen in der Überzeugung, daß in der Philosophie wie in der Kunst das Unendliche nur jeweils unterschiedliche endliche Formgebungen erfährt. Inästhetik zeichnet ¯die aus der unabhängigen Existenz bestimmter Kunstwerke hervorgehenden intraphilosophischen Wirkungen® nach, wobei die Philosophie die Immanenzebene bereitstellt. Inästhetik bringt ein Denken in Anschlag, das Kunst und Philosophie gleichermaßen als Wahrheitsproduktion auffaßt und, im Sinne Badious, die ¯Treue® zu diesen Wahrheiten aufrechterhält.Inästhetik versucht die Ebene einer allgemeinen Ontologie zu fixieren, auf der sich das Verhältnis von Philosophie und Kunst aufspannt.Inästhetik erscheint im Halbjahresrhythmus und stellt unter wechselnden Thementiteln internationale Positionen neben explizit jüngere Ansätze. Inästhetik
will internationale zeitgenössische Konfigurationen sichtbar machen und operiert daher bewußt mehrsprachig.




Tagebuch des Verführers - Sören KierkegaardTagebuch des Verführers
Sören Kierkegaard

Taschenbuch, 31. März 2005
     Verkaufsrang: 175541      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Blümchen verschicken? Damit gibt sich der Verführer, in dessen Tagebuch uns Sören Kierkegaard Einblick gewährt, nicht zufrieden. Mit höchster Raffinesse und Akribie plant dieser Don Juan die Eroberung der schönen Unbekannten, die er einer Kutsche entsteigen sieht. Doch wieder mal ist es der Weg, nicht das Ziel, das den Jäger reizt: mit dem Tag danach brechen die Aufzeichnungen des Verführers ab.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

Über die radikalisierte Ästhetik      4 von 5 Punkten
Das „Tagebuch des Verführers“ sollte keinesfalls als belletristische Abhandlung mit philosophischem Unterbau verstanden werden, sondern als philosophische Abhandlung in (Brief-) Romanform, das ist wohl der wichtigste Punkt im Verständnis dieses durchaus kontroversen Werkes. Ursprünglich stammt der Text aus Kierkegaards erstem Hauptwerk „Entweder / Oder“ (1843) und ist, wenn er sich auch als autarker Text lesen lässt, Teil einer existenzphilosophischen Abhandlung, in der zwei Lebensformen beschrieben werden: die Ästhetische und die Ethische. Die Gestalt des Verführers dient nun als Paradigma radikaler Ästhetik, d.h. ein hedonistisches Lebensmodell wird dargestellt und kritisiert. Sicherlich hat Kierkegaard auch eigene Erfahrungen in der Beziehung mit Regine Olsen in dem Text verarbeitet, aber man darf nicht vergessen, dass Kierkegaard die ästhetische Lebensform und damit die Verführergestalt in keinster Weise guthieß, was auch aus dem fiktiven Erzählervorwort zu Beginn des Textes hervorgeht.
Bemerkenswert ist Kierkegaards stilistische Gewandtheit und souveräne Ausdrucksform, ebenso wie eine konsequente Charakterzeichnung. Das „Tagebuch des Verführers“ soll nachdrücklich eine unethische, abzulehnende Lebensform zeigen und zwingt dazu, sich mit dieser radikalen Philosophie des Verführers kritisch auseinander zu setzen.


 Weitere Lesermeinungen


Kulturgeschichte des Herzens: Von der Antike bis zur Gegenwart - Ole Martin HøystadKulturgeschichte des Herzens: Von der Antike bis zur Gegenwart
Ole Martin Høystad

Gebundene Ausgabe, Februar 2006
     Verkaufsrang: 312868      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Zu Zeiten der Wikinger galt es als unabdingbar, ein starkes und unbeugsames Herz zu haben, um im Kampf bestehen zu können. Den alten Ägyptern erschien es so bedeutsam, dass es als einziges inneres Organ dem Leichnam mit ins Grab gegeben wurde. Unzählbar sind die künstlerischen und literarischen Herzdarstellungen, die im Laufe der vergangenen Jahrtausende von den unterschiedlichen Kulturen hervorgebracht wurden. Doch welche Bedeutung hat das Herz für den heutigen Menschen, welchen Stellenwert hat es in unserer Zeit? Ausgehend von dieser Frage entfaltet Ole Martin Høystad vor den Augen des Lesers ein kulturhistorisches Pan-orama von der Antike bis in die Gegenwart. Im Vordergrund steht dabei die Entwicklung einer europäischen Kultur des Herzens. Die Suche nach deren Ursprüngen führt von den frühesten Hochkulturen der Sumerer und Ägypter über die Herzmetaphorik der antiken Welt zu den jüdisch-christlichen und islamischen Traditionen. Wie kein anderes Organ vereint das Herz körperliche und seelische Befindlichkeiten des Menschen in sich. Es ist trotz aller Unterschiede und Parallelen in den verschiedenen Kulturen zum meistgebrauchten Symbol, zum Hort persönlicher und moralischer Qualitäten, zum Urbild von Menschlichkeit geworden. Indem es den Spuren des Vergangenen nachspürt, sensibilisiert dieses Buch unser Verständnis für gegenwärtige Zusammenhänge. Es lädt ein, uns selbst unserer Herzen zu vergewissern.



Die Kultur und ihre Narrative: Eine Einführung - Wolfgang Müller-FunkDie Kultur und ihre Narrative: Eine Einführung
Wolfgang Müller-Funk

Taschenbuch, 10. Oktober 2007
     Verkaufsrang: 124742      Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen.

Preis: € 39,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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In den letzten fünf Jahren hat sich die kulturwissenschaftliche Diskussion im deutschsprachigen Raum dynamisch entwickelt. Wolfgang Müller-Funks Untersuchung bietet eine Gesamtansicht eines großen Themas und zugleich einer analytischen Methode zur Erfassung von Kulturen: Erzählung und Erzählen. Im ersten Teil entfaltet der Autor eine Theorie des Narrativen in den verschiedenen Bereichen von Kultur und Gesellschaft sondiert, im zweiten, angewandten Teil wird Narrativität exemplarisch als kulturelles Phänomen wie als methodische Sichtweise auf die Kultur vorgeführt. Die Neuauflage wurde um die aktuellen Themen Geschlecht und Identität sowie Gedächtnis- und Erinnerungspolitik ergänzt.
Der Autor bietet eine Gesamtansicht eines großen Themas und zugleich einer analytischen Methode zur Erfassung von Kulturen: Erzählung und Erzählen. Im Gefolge der kulturellen Wende in Human- und Sozialwissenschaften kommt den Theorien des Narrativen eine ganz neue und maßgebliche Bedeutung zu, die im Werk ausführlich erläutert werden. Im angewandten Teil wird Narrativität exemplarisch als kulturelles Phänomen wie als methodische Sichtweise auf die Kultur vorgeführt. In den letzten fünfJahren hat sich die kulturwissenschaftliche Diskussion dynamisch entwickelt. Die zweite Ausgabe enthält ein überarbeitetes Einleitungskapitel zum Thema Kultur und Kulturwissenschaften und neue Kapitel über Geschlecht und Identität sowie Gedächtnis- und Erinnerungspolitik. In beiden Fällen wird die Tragweite eines narratologischen Ansatzes sichtbar, der Identität und Erinnerung als eine Erzählkonstruktion begreift.




Philosophische Ansichten der Kultur der Moderne - Andreas KuhlmannPhilosophische Ansichten der Kultur der Moderne
Andreas Kuhlmann

Broschiert, 1994
     Verkaufsrang: 219513     

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Eine Theorie der modernen Kultur hat es seit dem Beginn unseres Jahrhunderts mit den neuen Formen des menschlichen Verkehrs zu tun, die durch das Großstadtleben, die entwickelte Geldwirtschaft, industrielle Produktion und Massenmedien hervorgerufen wurden. Zu einer "Philosophie" wird die Analyse dieser Phänomene erst, wenn sie reflexiv verfährt, d. h. wenn sie fragt, welche Auswirkungen das neue soziokulturelle Umfeld auf die Bedürfnisse und Wahrnehmungs- und Verhaltensformen der Menschen hat: Vertraute Raum- und Zeitkoordinaten verschwinden unter dem Mobilitätszwang der Gesellschaft und im Ansturm von Daten, Informationen, Waren. In diesem Band der Reihe "Philosophie der Gegenwart" geht es um kulturelle "Techniken" wie Fernsehen, Computer und Video, aber auch um Alltagskonsum, Körperbewußtsein und Imagepflege. Die vorliegenden Beiträge erkunden den Horizont, in dem sich personale Identität heute ausbildet; und sie stellen Formen individuellen Selbstverständnisses dar, die sich in diesem Umfeld entwickeln.



Deutsche Erinnerungsorte Gesamtausgabe: Deutsche Erinnerungsorte 2: Bd II - Deutsche Erinnerungsorte Gesamtausgabe: Deutsche Erinnerungsorte 2: Bd II

Taschenbuch, August 2003
     Verkaufsrang: 198743      Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen.

Preis: € 19,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Vergangenheit lebt durch die Erinnerung und stirbt durch das Vergessen. Genau so sicher, wie es dabei verschiedene Wege des Erinnerns gibt, existiert in allen Gesellschaften die Gefahr, Vergangenheit selektiv zu verformen, zu instrumentalisieren und damit Erinnerungspolitik zu betreiben. Gerade die Geschichte der Deutschen ist hierfür ein lehrreiches Beispiel. Viele Beiträge im zweiten Band der Reihe Deutsche Erinnerungsorte behandeln dieses Problem oder streifen es zumindest.

Wie bereits beim ersten Band gruppieren sich die Beiträge wiederum um bestimmte Begriffe wie "Revolution", "Disziplin" oder "Leistung", die zumindest über eine typisch deutsche Konnotation verfügen. So ist beispielsweise die Art der "ordnungsgemäßen" Abwicklung von Revolutionen in der deutschen Geschichte sicherlich weitaus mehr zu Hause als in anderen Nationalhistorien. Eine gewisse Ausnahme bildet hierbei auf den ersten Blick "Achtundsechzig". Auf welch tönernen Füßen dieser unterstellte Ausnahmecharakter allerdings steht, wird sehr schnell deutlich, wenn Heinz Bude, Soziologie-Professor aus Kassel mit sicherem Blick der "Bewegung und den Bewegten" den mythologischen Mantel abstreift und diese Erscheinung nüchtern in das Werden und Vergehen sozialer Bewegungen einordnet. Dennoch sind ja auch Mythen wirkmächtig und so wird 1968 als "sicherer Erinnerungsort im Kollektivgedächtnis" noch lange weiter wirken.

Sehr viel mit Mythenbildung und der "Erzeugung von Welten mit emotionaler Beteiligung" hat auch ein anderes Kind der Bundesrepublik, die Fußball-Bundesliga, zu tun. Gunter Gebauer, Professor für Sportwissenschaft, führt diese "Institution" gekonnt als Spiegel- und Zerrbild der Entwicklung der bundesdeutschen und nach 1990 der gesamtdeutschen Gesellschaft vor.

Den Konjunkturverlauf von Begriffen demonstriert die Geschichtsprofessorin Ute Frevert in ihrem Artikel "Pflicht". Ehemals hoch dekoriert im wilheminischen Deutschland, zwischen 1933 und 1945 durch die kompromisslose Ausrichtung am "Führerwillen" pervertiert, wurde "Pflichterfüllung" mit Oskar Lafontaines Qualifizierung als "Sekundärtugend" 1982 wohl "öffentlichkeitswirksam beerdigt". Dabei gab es aber auch durchaus Kontinuitäten: War die Pflichterfüllung nach außen (Wehrpflicht/Landesverteidigung) immer als besonders wichtig eingestuft worden, so erfreute sich die Steuerpflicht zu keiner Zeit großer Beliebtheit.
--Dr. Manfred Schwarzmeier

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Hervorragende Einführung in die deutsche Geschichte      5 von 5 Punkten
Nach der deutschen Wiedervereinigung schien es den Herausgebern dieses Bandes angebracht, Erinnerungsorte der deutschen Geschichte darzustellen und "lebendig" werden zu lassen. Etienne Francois und Hagen Schulze, beide renommierte Historiker in Berlin, haben in Anlehnung an eine französische siebenbändige Publikation von Pierre Nora über Erinnerungsorte in Frankreich einen ähnlichen Versuch in Deutschland gewagt. Mit der Wiedervereinigung sei die Bundesrepublik Deutschland als einzig denkbare staatliche Hülle für das Volk und damit kein Provisorium oder eine Utopie mehr. "Die fast zweihundertjährige Geschichte einer widersprüchlichen, unfertigen, von den Dämonen eines neurotischen Nationalismus getriebenen Volkes ist zu ihrem Ende gekommen. Nietzsches Diktum: "Die Deutschen sind von vorgestern und von übermorgen - sie haben noch kein heute" gilt nicht mehr." Daher stelle sidh die Frage nach den Inhalten und Eigentümlichkeiten der deutschen Erinnerungskultur auf neue Weise. Während Pierre Nora seine Unterscuhungen in die KIontinuität der französischen Geschichte einordnet, ist die deutsche Geschichte gekennzeichnet von Wandlungen und Brüchen. Daher legt diese eindrucksvolle Sammlung deutscher politischer, kultureller und zeitgeschichtlicher Erinnerungsorte Gewicht auf sogenannte "doppelte Erinnerungsorte", Orte, die für die Deutschen und ihre Nachbarn von Bedeutung sind. Auch wurde der Kreis der Autoren ausgeweitet: neben deutschen Wissenschaftlern sind auch Franzosen, Briten und Polen beteiligt. Geschichte als Erinnerung sei von Gegenwart und Zukunft nicht zu trennen. Aber: nur wer seine Vergangenheit kennt, hat auch eine Ziukunft. "Geschichte als Erinnerung ist von Gegenwart und Zukunft nicht zu trennen." Da haben die Herausgeber völlig recht. Um so eindrucksvoller liest sich das Kompendium an Orten und Personen, die diese Wissenschaftler, von Wolfgang J. Mommsen bis Gesine Schwan, Iring Fetscher bis Adam Krzeminski, Bernd Roeck bis Michael Jeismann) zusammengetragen haben. Wichtige Orte der deutschen Geschichte - Paulskirche, Weimar, Ausschwitz - werden in ihrer Bedeutung ebenso beleuchtet wie wichtige Personen der Geistes- und politischen Geschichte - Goethe, Schiller, Marx. Abe auch BEwegungen - wie die Schrebergartenbewegung des 19. Jahrhunderts bis zu den Achtundsechzigern - finden Erwähnung. So finden sich Überlegungen zum Reichstag ebenso wie zum Palast der Republik der DDR, zur Bundesliga ebenso wie zur Nationalhymne.

Ein umfangreicher Anmerkungsapparat zu jedem Aufsatz und ein Kurzportrait der beteiligten Autoren rundet diese eindrucksvolle Sammlung ab. Wer Geschichte "lebendig" machen möchte, wer sie "erleben" möchte, wer einen unvergleichlichen Einblick in politische, kulturelle und Geistesgeschichte unseres Landes bekommen möchte, der lese dieses hochinteressante Buch. Ihr Ziel, den Leser anzuregen, ihn nicht in ein "geschlossenes System einzusperren", über vierzig Jahre getrennte Erinnerung der beiden Deutschen Staaten lebendig werden zu lassen und einen Beitrag zum Geschichtsbewußtsein unseres Landes zu leisten, haben die Autoren mit diesem eindrucksvollen Werk erreicht.



Testcard, Nr.11, Humor: U. a. mit Porträts von Helge Schneider, The KLF, Shimmy Disc, Ween, Momus, Max Goldt und Thomas Kapielski - Testcard, Nr.11, Humor: U. a. mit Porträts von Helge Schneider, The KLF, Shimmy Disc, Ween, Momus, Max Goldt und Thomas Kapielski

Taschenbuch, Januar 2002
     Verkaufsrang: 195248      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Ist Humor in der Popkultur möglich, ohne damit automatisch dem Geblödel der sogenannten Spaßgesellschaft zu verfallen? testcard #11 zeigt solche Gegenbeispiele auf. Entstanden ist die bislang erste Anthologie über den subversiven Gebrauch von Humor in Musik, Literatur und Film.



Zechen und Bechern. Eine Kulturgeschichte des Trinkens und Betrinkens. Geschichte erzählt: Bd. 4 - Daniel FurrerZechen und Bechern. Eine Kulturgeschichte des Trinkens und Betrinkens. Geschichte erzählt: Bd. 4
Daniel Furrer

Gebundene Ausgabe, September 2006
     Verkaufsrang: 249872      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 16,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Geschichte erzählt
Unterhaltsam, für jedermann mit Vergnügen zu lesen werden hier spannende historische Themen präsentiert. Die Bände zeichnen sich durch ihre attraktives Layout aus. Sie sind durchgängig zweifarbig gestaltet und bibliophil in Halbleinen gebunden.
Trinken muss der Mensch bekanntlich, um zu überleben. Zu allen Zeiten diente das Trinken aber auch dem Genuss - der Wein ist eines der ältesten Kulturgüter der Menschen. Rund um Getränke mit und ohne Alkohol, den moderaten wie den übermäßigen Genuss samt seinen Folgen dreht sich Daniel Furrers unterhaltsame Kulturgeschichte des Trinkens und Betrinkens.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Warum trinken wir?      5 von 5 Punkten
Daniel Furrer führt uns in diesem Büchlein durch die Weltgeschichte des Trinkens - nicht nur des Genußtrinkens sondern auch des alltäglichen Trinkes. Wasser und Milch, Tee und Kaffee, alkoholische Getränke, Trinken in Gesellschaft, Trinken um am Leben zu bleiben.
Wußten Sie, dass der Mensch das einzige "Säugetier" ist, dass auch im Erwachsenenalter noch Milch zu sich nimmt?
Ein sehr unterhaltsames Werk, bei dem man nicht merkt, dass beim Lesen tatsächlich die Zeit vergeht. Absolut lesenswert!


Wie klingt die Neue Mitte?: Rechte und reaktionäre Tendenzen in der Popmusik - Martin BüsserWie klingt die Neue Mitte?: Rechte und reaktionäre Tendenzen in der Popmusik
Martin Büsser

Taschenbuch, Oktober 2001
     Verkaufsrang: 34196      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 11,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Mitte der 90er-Jahre, als in Deutschland vor allem eine Jugendkultur die Schlagzeilen beherrschte, nämlich diejenige brandmordender Nazis, gingen die Wortmeldungen zweier Personen durch die Agenturen, deren Allianz doch überraschte: Heinz Rudolf Kunze und Dieter Thomas Heck forderten darin einmütig eine Rotationsquote für deutschsprachige Musik in Radio und Fernsehen, während zur gleichen Zeit die Böhsen Onkelz auf Platz eins der deutschen CD-Charts kletterten. Jahre später wird Gerhard Schröder seine Neujahrsansprache auch auf MTV halten, und VIVA-Chef Dieter Gorny wird den denkwürdigen Satz sagen, auch die Börse sei Pop.

Die Popkultur ist damit endgültig im Schoß der "Neuen Mitte" angekommen -- als entertainender Weichzeichner des neoliberalen "Survival Of The Fittest". Die faschistoide Ästhetik solcher Bands wie Rammstein oder eines Überfremdungsängste schürenden Videos wie Die Flut von Joachim Witt mit ihrer Neuauflage archaischer Vorstellungen von Männlichkeit und Stärke sowie dem Kult des athletischen, gesunden Körpers steht dazu in keinem Widerspruch, sondern hat ihren festen Platz im Formenkanon einer neuen (Pop-)Leitkultur.

Martin Büsser verfolgt wie in einer Reihe von Veröffentlichungen davor -- darunter insbesondere Antipop und If the kids are united -- auch in seinem neuen Buch Wie klingt die Neue Mitte die These vom Ausverkauf des Pops als "Musik der Unbefugten" (Günter Brus), als subkulturelles Projekt des Non-Establishments. Mit gewohntem Sachverstand und einer fast überbordenden Fülle von Material zeichnet er eine Entwicklungslinie von radikalen Verweigerungsbewegungen wie Punk, Industrial und New Wave in den 70er- und 80er-Jahren bis zur radikalen Affirmation des Bestehenden seit Anfang der 90er-Jahre. Im weiten Becken des Mainstreams findet er latente Revisionismen im Zuge eines wiedererstarkten nationalen Identitätsbewusstseins und eines hip ummantelten Sozialdarwinismus, die ihm weit gefährlicher erscheinen als die offen faschistischen Hetzparolen grölender Nazi-Combos. Hätte die Popkultur jemals so etwas wie Unschuld besessen, wäre ihr diese spätestens heute endgültig verloren gegangen. --Mark Stöhr

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Sarkastischer Kulturpessimismus ?      4 von 5 Punkten
Wer die Schreibe der linken Wochenzeitung Jungle World mag, wird hier seine Freude haben. Aus Büser spricht ein sarkastischer Kulturpessimismus, den er aber mit Fakten untermauern kann. Da ich mit zunehmendem Alter (jetzt bin ich 27) diese Haltung einzunehmen drohe, kann ich die unterschwellig bis derb provozierenden Ansichten des Autors teilen, gleichzeitig konnte er mir allerdings auch nicht sehr viel gänzlich Neues eröffnen, abgesehen von den sehr spezialisiert-ausführlichen Abhandlungen über seine beiden Lieblingsbands (Mutter, Die Goldenen Zitronen) und die Geschichte des Industrial.
Alles in allem sowas wie ein megamäßig überdurchschnittliches Jungle World-Dossier, das gut in den Bücherschrank passt. Andererseits allerdings auch nicht gerade ein Standardwerk.
Verschiedene Bereiche wie die ja ursprünglich auch irgendwie "schwarzen" Kulturen Hip Hop und Rastafari, die zu einem großen Teil chauvinistisch, homophob und frauenfeindlich agieren, steht eigentlich nix weiter in dem Buch.
Und natürlich auch kein Aufruf, die bebrillte Verwaltungsfachangestellte von neben an auf ihrem Weg zum Rammstein-Konzert mit ihrem unbewussten Fascho-Fetischismus zu konfrontieren. Natürlich steht das da nicht drin, denn der Mainstream war niemals "links" und er hat auch gar kein Interesse daran.

Büsser, Martin: Wie klingt die Neue Mitte      4 von 5 Punkten
Was ist Pop? Mit dieser Frage startet Martin Büsser seine Reise durch die Musikgeschichte der letzten vier Jahrzehnte. Pop, von Günter Brus bereits 1972 als "Musik der Unbefugten" bezeichnet, versteht der Autor als Überbegriff von Stilrichtungen wie Rock, Punk, Pop, Industrial, Trance, HipHop, Rap usw., als Musik, die keinem akademischen Kontext entspringt, nicht aus einer klassischen Musikausbildung hervorgeht.
Bis in die frühen Achtziger Jahre, so die Kernthese des vorliegenden Bandes, galt Pop, insbesondere die Spielart Punk, als Stimme des Non-Establishments, als kulturelles Ausdrucksmittel für nonkonformistische Haltungen. Diese subversive Tendenz hat sich zugunsten einer konformistischen, affirmativen Haltung gegenüber tradierten Werten gewandelt. Die Popkultur hat sich sozusagen in die gesellschaftliche Mitte bewegt, und die ist, wie der Autor bemerkt, tendenziell immer rechts. Das wiedererstarkte nationale Identitätsbewusstsein nach 1989 und das neoliberale Postulat "Survival Of The Fittest" gehen Hand in Hand mit Antifeminismus, Chauvinismus, Rassismus und antiintellektualistischen Körperkult. Büsser untersucht nicht nur offen faschistisches Material von Skin-Bands, sondern konzentriert den Blick auf den musikalischen Mainstream, zu dem nicht nur DJ Ötzi und Phil Collins, sondern längst auch Rammstein und Die Böhsen Onkelz gehören.
Büssers Kulturkritik ist eine Kritik von links, die vor allem in der Tradition der Frankfurter Schule steht (Adorno, Marcuse), das heisst, sämtliche Kulturproduktionen, in diesem Fall Popmusik, werden an ihrer emanzipatorischen Fähigkeit gemessen, gesellschaftliche Prozesse zu reflektieren bzw. in Gang zu setzen und reaktionäre Tendenzen zu entschleiern. Andererseits nimmt er Anleihe in der französischen Postmoderne (Foucault).
Büssers Text ist mitunter sperrig, jedoch gut recherchiert
Der Kulturwissenschaftler Martin Büsser, Jahrgang 1968, ist bekannt für seine theoretischen Abhandlungen über die Popkultur in Fachzeitschriften und in der von ihm herausgegebenen Buchreihe testcard.



Alles so schön bunt hier. Die Geschichte der Popkultur von den Fünfzigern bis heute - Peter KemperAlles so schön bunt hier. Die Geschichte der Popkultur von den Fünfzigern bis heute
Peter Kemper, Thomas Langhoff, Ulrich Sonnenschein

Taschenbuch, August 2002
     Verkaufsrang: 149899     

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In einem der raren großartigen deutschen Filme der letzten Jahre, Absolute Giganten, sagt Floyd zu Telsa: "Weißt Du, was ich manchmal denke? Es müsste immer Musik da sein. Bei allem, was du machst. Und wenn's so richtig scheiße ist, dann ist wenigstens noch die Musik da. Und an der Stelle wo sie am allerschönsten ist, da müsste die Platte springen, und du hörst immer nur diesen einen Moment." An anderer Stelle im Film sang die Stimme von Dirk von Lowtzow (Tocotronic) zur Hausmusik von Egoexpress, dass man immer weiter durchbrechen müsse. Damit ist das Spannungsfeld in dem sich Popkultur bewegt aufgezeigt: es soll dauern, echt sein und soll sich verändern, weiter gehen: Verbindlichkeit und Innovation, beides zugleich.

Zu diesem Spannungsfeld hat der Reclam-Verlag mit "alles so schön bunt hier": die Geschichte der Popkultur von den Fünfzigern bis heute einen großen Reader zusammengestellt. Das beispielhafte Kompendium versammelt dreißig Essays zum Thema Pop und Kultur. Die Herausgeber (Peter Kemper, Thomas Langhoff und Ulrich Sonnenschein) haben hier ausschließlich Männer und Frauen zu Wort kommen lassen, die in den letzten Jahren etwas zur Dynamik des Pop-Business zu sagen hatten, ohne dabei zu vergessen: es geht "auch da immer um gelebte Leben" (Dietrich Diedrichsen). Wer das nicht nur leben will, sondern auch was zu sagen haben möchte, dem sei dieses Buch dringend empfohlen. Es erklärt die offiziale high-brow Kultur ebenso zuverlässig wie low-fi-Absonderlichkeiten und liefert Basiswissen und ausgewählte Playlists zu allen wichtigen Musikstilen der letzten 50 Jahre. --Roland Suck



Das Gleiche nochmal anders. Texte zur Bildenden Kunst - Samuel BeckettDas Gleiche nochmal anders. Texte zur Bildenden Kunst
Samuel Beckett

Taschenbuch, Oktober 2000
     Verkaufsrang: 103889      Gewöhnlich versandfertig in 5 bis 6 Tagen.

Preis: € 8,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Erstaunlicherweise sind Samuel Becketts Texte zur Bildenden Kunst relativ unbekannt, obwohl er enormen Einfluß auf die Kunst der Moderne ausübte. Das Buch wendet sich nicht nur an Beckettfans, sondern auch an Künstler, Kunstinteressierte und Geisteswissenschaftler.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Nach Alles      4 von 5 Punkten
After all ein letztes von den letzten Malen Samuel Beckett, "Texte zur Bildenden Kunst". Nicht viel Neues, alles schon hie und da verstreut zu lesen gewesen, bis auf das "Bild", erstmalig ins Deutsche übertragen von Erika Tophoeven-Schoeningh in dem Band "Dante und der Hummer. Gesammelte Prosa.", der auch in diesem Jahr erschien. "Das Gleiche nochmal anders" heisst dieser kleine Sammelband von kurzen Texten des Literaturnobelpreisträgers von 1969. Künstlerfreunde wie der israelische Maler und Illustrator rumänischer Herkunft Avigdor Arikha, Henri Hayden, französischer Maler polnischer Herkunft, André Masson, Pierre Tal-Coat, die Brüder Geer und Bram van Velde, der irische Maler und Schriftsteller Jack Butler Yeats, Bruder von William Butler Yeats. Solange es noch geht. Beckett war nicht nur in den 70ern theaterschaffend in Deutschland. In den 30ern besuchte er die Museen Deutschlands, 1936 in Halle die Ausstellung "Entartete Kunst". Solange es noch geht. Licht und Gesten. Am 29. September 2000 wurde im DeutschlandRadio der Monolog "Samuel Beckett und die Alten Meister" von James Knowlson gesendet (aus dem Englischen von Gaby Hartel, Mitherausgeberin des vorliegenden Buches). Hätte sich gut gemacht in diesem Zusammenhang. Und noch ein Wort zu dem Text "Bild": Dieses Prosafragment ist eine frühe Version einer Textstelle des Romans "Wie es ist", was hier an keiner Stelle erwähnt wird. Und wo ist die Rede, die Rede von Jasper Johns, Bruce Naumann oder auch nur Louis le Brocquy? Das Beckett nun mit einer frechen Schlauheit anstandslos die Grossen der Kunst als auch der Literatur ans Bein pinkelte hätte vielleicht auch die Aufnahme des Textes "Der Konzentrismus" zugelassen, denn der beginnt, after all: "Mein Herr, Sie sind der erste, der sich für diesen Schwachsinnigen interessiert."


Fräuleins und GIs: Geschichte und Filmgeschichte - Annette BrauerhochFräuleins und GIs: Geschichte und Filmgeschichte
Annette Brauerhoch

Gebundene Ausgabe, Januar 2005
     Verkaufsrang: 332312      Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen.

Preis: € 28,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Ein sehr schönes Buch      5 von 5 Punkten
Es gibt sie noch: wissenschaftliche Bücher, die lebendig geschrieben und trotz Detailfülle gut lesbar sind. Das verdankt sich zum einen offenbar langer und präziser Recherche und zum anderen einem konkreten Bezug der Autorin zum Phänomen, dem sie sich mit vielen Einsichten und Leidenschaft widmet. Fräuleins und GIs handelt von den Beziehungen deutscher Frauen in der Nachkriegszeit und darüber hinaus zu den weißen und schwarzen Soldaten der us-amerikanischen Armee. Diese Beziehungen waren in der Nachkriegszeit heftigen Anfeindungen in Bevölkerung und Medien ausgesetzt, vor allem, wenn es sich um afroamerikanische Soldaten handelte. Mit Bezeichnungen wie Amiflittchen und weitaus rassistischeren Parolen rückte eine Gesellschaft die Fräuleins verbal in die Nähe der Prostitution. In der Trümmerfrau fand sie demgegenüber das nationalverträglichere und moralisch integere Gegenbild.
Annette Brauerhoch entlarvt in ihrem Buch beide Stereotypen als Diffamierung von Weiblichkeit - und mehr noch, diese Abwertungen lassen auch eine Strategie erkennen: Die unkontrollierbaren politischen Verhältnisse wie die Niederlage und Besatzung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg gewinnen in einer Verschiebung auf das traditionell deutlicher konturierte (Macht-)Verhältnis der Geschlechter ihre Eindeutigkeit zurück. Die Aufspaltung von Weiblichkeit in das Bild des sexualisierten Fräuleins einerseits und der ent-sexualisierten Trümmerfrau andererseits drückt dies aus. Gleichzeitig findet die Verdrängung politischer Schuld Verschiebung auf die "moralische Schande". Die militärische Niederlage wiederholt sich in der sexuellen: Verlust deutscher Frauen an die amerikanischen Besatzer.
Annette Brauerhoch untersucht die Mechanismen dieser Verdrängung und Verschiebung (ganz im Sinne Siegfried Kracauers) an den oberflächlichen Phänomenen der Nachkriegsepoche und fördert in scharfsichtigen Analysen das wahre Antlitz hinter dem verstellenden Klischee des Fräuleins zu tage. Dabei recherchierte sie eine Vielzahl zeithistorischer Dokumenten und stellt sie den Lesern anschaulich vor: Quellen aus Militärarchiven, Literatur, Zeitschriften und Zeitungen kommen teils erstmalig zur Darstellung - und zur Sprache. Diese Materialfülle alleine rechtfertigt den Kauf des Buches.
Ein Schwerpunkt des Interesses gilt deutschen und amerikanischen Filmen (mit Ausflügen zum italienischen Neorealismus) in denen die Beziehung Darstellung findet. Die Autorin stellt die Frage nach dem Verhältnis von Bildlichkeit und Schriftlichkeit und was in den Filmen vom literarischen Streotyp sichtbar wird oder davon abweicht. In den Inszenierungen der Nachkriegsspielfilme spürt sie den Verzerrungen, aber ebenso den Versuchen nach, ein komplexes Bild der Fräuleins vor dem realen Hintergrund ihrer gesellschaftlichen Ächtung zu zeigen.
Dass viele Frauen mit schwarzen GIs eine Liebesbeziehung eingehen, stellt hierbei eine weitere Herausforderung für die deutsche Befindlichkeit dar. Offener und latenter Rassismus schlägt ihnen real und medial entgegen. So fördert der Blick auf eine wenig erforschte Randfigur deutscher (Kultur-)Geschichte Erstaunliches über die deutsche Gesellschaft nach dem Krieg und darüberhinaus - hervor. Liebe ist weder in den Nachkriegsjahren ein Thema noch ist sie es für die Wissenschaft. Doch scheint sie in ihrer Unbedingtheit und in den Reaktionen, die sie hervorruft, auch etwas über das Allgemeine auszusagen. Indem Annette Brauerhoch das Phänomen der Fräuleins in seinen verschiedenen Facetten ernst nimmt, rehabilitiert sie eine unterschätzte und diffamierte Figur, die vielleicht mehr für die deutsch-amerikanische Freundschaft getan hat, als die offizielle Politik annehmen mag.
Der Autorin bei dieser Arbeit zuzuschauen ist für interessierte Laien wie für Wissenschaftler gleichermaßen anregend, erhellend und inspirierend. Hinter den Stereotypen gewinnt die Vielgestaltigkeit des Fräuleins dabei eine große Lebendigkeit für die Leser zurück.


Was ist ein Künstler? Das Subjekt der modernen Kunst - Martin HellmoldWas ist ein Künstler? Das Subjekt der modernen Kunst
Martin Hellmold, Sabine Kampmann, Ralph Lindner

Broschiert, November 2003
     Verkaufsrang: 187652     

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Der moderne Künstler" gilt als Inbegriff eines kreativen Subjekts, das trotz oder gerade wegen seiner Außenseiterposition gesellschaftlich relevante Aussagen zu formulieren vermag. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts läßt sich eine intensive Auseinandersetzung bildender Künstler mit diesem Status beobachten. Neben eine bewußte Orientierung an traditionellen Mustern künstlerischer Identität tritt dabei auch eine Gegenbewegung: Von Marcel Duchamp und Dada bis zur Internetkunst richten sich stets komplexer werdende Ansätze darauf, das Konzept des auratisch aufgeladenen Kunstwerks und die Figur des autonomen Schöpfersubjekts zu unterlaufen. Sowohl im kunsthistorischen Fachdiskurs als auch in der öffentlichen Diskussion sind diese Entwicklungen bisher weitgehend folgenlos geblieben. Die Rede vom Künstler und seinem Werk wird nach wie vor von Mythen und Legenden dominiert, und die Subjektkonzepte, die diesen Vorstellungen zugrunde liegen, werden meist nur unzureichend reflektiert. Das Buch vereint unterschiedliche Perspektiven neuerer Forschung zu einer Diskussion über die Voraussetzungen und Konsequenzen der modernen Vorstellungen vom Künstler.



Tonträgerindustrie und Vermittlung von Livemusik in Kuba: Populäre Musik im Kontext ökonomischer Organisationsformen und kulturpolitischer Ideologien - Cornelius SchlickeTonträgerindustrie und Vermittlung von Livemusik in Kuba: Populäre Musik im Kontext ökonomischer Organisationsformen und kulturpolitischer Ideologien
Cornelius Schlicke

Broschiert, Februar 2007
     Verkaufsrang: 184619      Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen.

Preis: € 39,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Mambo, Rumba, Son und andere kubanische Musikformen zählen international zu den bedeutenden Inspirationsquellen populärer Musik. Dem liegt historisch die Ausbildung bestimmter Organisationsweisen der Musikproduktion und -vermittlung zugrunde, die in Kuba selbst oft Gegenstand gesellschaftlicher Auseinandersetzung waren. Das Buch beschäftigt sich mit den in diesem Kontext wesentlichen Bereichen der Tonträgerproduktion und der Organisation von Livemusik. Schwerpunkte sind die Umgestaltung des Musikbetriebs nach der Revolution von 1959 und die Transformationsprozesse der jüngeren Vergangenheit.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Wissenschaftlich und allgemeinverständlich zugleich      5 von 5 Punkten
Das Buch ist sehr wissenschaftlich, bietet aber auch dem interessierten Laien eine Unmenge wertvoller Informationen. So widmet sich ein Kapitel den verschiedenen Strömungen kubanischer Populärmusik seit der Revolution von 1959. Auch Platten- und CD-Sammler kommen voll auf ihre Kosten, da es viele Hintergrundinformationen zur kubanischen, aber auch globalen Tonträgerproduktion gibt. Ganz stark ist der Anhang, der z.B. ein Glossar mit Kurzbiographien der wichtigsten kubanischen Musiker und Bands bietet.


Bewegung im Kopf: Vom Umgang mit der Kunst - Jean-Christophe AmmannBewegung im Kopf: Vom Umgang mit der Kunst
Jean-Christophe Ammann

Broschiert, Dezember 1993

Verkaufsrang: 189858
Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen.

Preis: € 17,40
(versandkostenfrei nach D, CH und A, ,
 Versandbedingungen s.o.)
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