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| Kultur, Bildung | Inhaltsangaben Kurzbeschreibungen Zusammenfassungen | |
Geheime Geschichte der Mongolen: Herkunft, Leben und Aufstieg Dschingis Khans Manfred Taube Gebundene Ausgabe, Mai 2005 Verkaufsrang: 170980 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Dschingis Khan war einer der größten Feldherren der Geschichte. Ihm war es Ende des 12. Jahrhunderts gelungen, die mongolischen Stämme zu einen und zur "Weltherrschaft" zu führen. Die "Geheime Geschichte der Mongolen" berichtet von seiner Herkunft, seinem Leben und seinem politischen Aufstieg, verschweigt aber auch nicht seine Niederlagen, Zweifel und Charkaterschwächen. Mit dieser Ausgabe liegt das älteste und bedeutendste mongolische Literaturdenkmal endlich wieder in deutscher Sprache vor.
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Der deutsche Fernsehkrimi: Eine Programm- und Produktionsgeschichte von den Anfängen bis heute Reinhold Viehoff, Ingrid Brück, Andrea Guder, Karin Wehn Taschenbuch, November 2003 Verkaufsrang: 260444 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die spannende Geschichte des deutschen Fernsehkrimis Mit ausführlichem Überblicksteil Der Krimi im deutschen Fernsehen - das bedeutet rund 50 Jahre Fernsehgeschichte im Spiegel eines Genres. Es ist die Geschichte von Fernsehorganisation, -technik, und -ästhetik sowie von Produktionsbedingungen und deren Auswirkungen auf die 'Konstruktion krimineller Wirklichkeit'. Und es ist eine Geschichte der Einbettung von Mord und Totschlag in die visuelle Ästhetik, in die Medien und in die Kultur unserer Gesellschaft. Neben der geschichtlichen Gesamtdarstellung enthält das Buch 'Steckbriefe' mit Daten zu den wichtigsten Serien und Reihen, chronologische Überblickstabellen der Krimireihen und -serien von 1952 bis 2002 sowie eine umfassende Bibliographie.
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Vom Übertier. Ein Bestiarium des Wissens Benjamin Bühler, Stefan Rieger Taschenbuch, Juli 2006 Verkaufsrang: 231672 Gewöhnlich versandfertig in 3 bis 4 Tagen. Ob aufgrund seiner Simplizität oder seiner Komplexität, das Tier steht im Zentrum einer Vielfalt positiver Wissensformen. Diese geraten handelsüblichen Kulturgeschichten meistens nicht in den Blick, zu sehr sind diese durch die Perspektive des Menschen gelenkt. Gegenläufig zu den eingespielten Berichterstattungen kommt dem Tier aber auch der Rang einer Wissensfigur zu. Es wird zum Agenten eines Wissens, das sich aus dieser Figur allererst generiert. Als konstituierende Bedingung einer Rede von Maschine und Mensch, von Natur und Kultur werden die Tiere des hier vorgestellten Bestiariums zum Übertier, macht diese Rede deutlich, was der Mensch gerade nicht kann oder hat. Als Vertreter dieser neuen Spezies machen Tiere wie Polypen und Seeigel, Mickymäuse und Frösche, Chamäleons und Fruchtfliegen, Ameisen und Austern nicht weniger als eine doppelte Herkunft lesbar: die des Wissens vom Leben und die des Wissens vom Menschen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Richtungsweisende Philologie 5 von 5 Punkten Die Autoren führen mit ihrem gelungenen Buch über Tiere vor, was Kultur- und Literaturwissenschaft AUCH kann: es geht formal nicht mehr nur um Tiere im Mythos oder in der Fiktion, sondern um das Verhältnis Mensch-Tier in der Wissenschaft. Die Tiere, so eine der Hauptthesen des Buches, werden zur Matrix des Mängelwesens Mensch.
Bemerkenswert ist vor allem das Konzept: ein Buch, das weder die klassische Germanistik noch die Biologie, genausowenig wie die Wissenschaftsgeschichte hätten hervorbringen können. Stefan Rieger und Benjamin Bühler schreiben keine naturwissenschaftsimmanente Abhandlung; sie positionieren die Philologie richtungsweisend als Wissensmanagerin und kritisches Bindeglied zwischen Mensch und Wissen. Hier finden Galvani und Darwin, Goethe und Borges, Benjamin und Foucault auf erstanuliche Weise zusammen.
Sehr witzig an diesem "Bestiarium des Wissens" ist -neben der oft seltsamen Querverweise ("->Schnecke")- das "Register der Tiere, die dem Netz der alphabetischen Gesamtordnung und seiner Querverweise entgingen." Dort findet auch die Käsemilbe Erwähnung. Jeder kommt also auf seine Kosten und Borges hätte dieses Buch sicher gerne gefälscht. |
Costume History - Kostümgeschichte. Sonderausgabe (25th) Auguste Racinet Gebundene Ausgabe, Juli 2006 Verkaufsrang: 261156 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen. Auguste Racinets Le Costume historique wurde ursprünglich in Frankreich zwischen 1876 und 1888 veröffentlicht und galt damals als die umfangreichste und beste Studie über Kleidung, die jemals geschrieben worden war. Sie präsentierte die Weltgeschichte von Kleidung und Stil von der Antike bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, umfasste sechs Bände mit insgesamt mehr als 500 Tafeln und gilt noch heute als einzigartig detailliert. Der wunderschöne und komplette Neudruck von TASCHEN behält Racinets Einteilung nach Kulturen und Themen bei - und enthält zahlreiche seiner treffenden Beschreibungen und geistreichen Kommentare. Bewundern Sie die sorgfältig kolorierten Illustrationen und staunen Sie über Mode aus allen Epochen - von den Kleidern der alten Etrusker über die Tracht der Inuit bis hin zur französischen Haute Couture des 19. Jahrhunderts. Racinet untersuchte Stile aus aller Welt; sein Schwerpunkt lag aber auf europäischer Kleidung vom Mittelalter bis 1880 - diesem Thema widmete er seine ganze Liebe zum Detail. Costume History ist eine echte Pflichtlektüre für Studenten, Designer, Künstler, Illustratoren und Historiker - und ein faszinierendes Buch für alle, die sich für Kleidung und Stil interessieren.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
einige schöne bilder 3 von 5 Punkten ich muss zugeben ich war ein bisschen entäuscht als ich dieses buch zum erstenmal durchgeblättert habe!das bild auf dem dekblatt ist eines der paar wirklich schönen bilder die anderen haben mir oft nicht so gut gefallen hizukommt noch dasdas buch wie oben schon erwähnt etwas unübersichtlich ist !
ich empfele jedem der dieses buch kaufen will es sich auf jeden fall vorher einmal im buchladen oder irgendwo anders anzukucken ob um festzu stellen ob man sich es wirklich kaufen sollte
denn ich finde das buch zwar im großen und ganzen schön aber es hätte mir auch gereicht es einfach nur mal im buch laden durch zu blättern,weil man es nachdem man es ein zwei mal angekuckt hat nur noch selten aus dem bücherregel holt!
wunderschönes Bilderbuch ! 3 von 5 Punkten Ein wunderschönes Buch im Überformat mit unzähligen liebevollen Zeichnungen. Schön ist, dass außer der Mode auch immer wieder die Wohnräume abgebildet sind, so dass man auch eine Vorstellung davon gewinnt, in welchem Ambiente die Menschen zu der Zeit lebten.
Die knappen Beschreibungen zu den Abbildungen kann man allerdings vergessen. Zum einen handelt es sich um bloße Aufzählungen ("Perücke, Schulterkragen, geknöpfte Jacke" etc.), zum anderen weiß man noch nicht einmal, zu welcher Abbildung die jeweiligen Stichworte gehören. Obwohl die Abbildungen durchnummeriert sind, sind es die Stichworte nicht, und nachdem sie auch nicht die gleiche Reihenfolge haben wie die Abbildungen, kann man nur raten kann, was wozu gehört. Z.B. konnte ich nicht herausfinden, welcher der abgebildeten Römer der Ritter ist.
Was mich noch ein wenig stört ist, dass das Buch riesengroß und ungeheuer schwer und damit sehr unhandlich ist.
Außerdem sind die Jahrhunderte ein wenig durcheinander, auf der gleichen Seite ist z.B. das 9. zusammen mit dem 13. Jh., dann kommt auf der nächsten Seite wieder das 8., dann wieder das 10.-11. usw. Man muss also ein bisschen hin- und herblättern.
Und das Inhaltsverzeichnis ist auch wenig hilfreich, es besteht nur aus "Altertum", "19. Jh - außereuropäische Zivilisationen", "Europa 400-1800", "19. Jh." und "Schnittmuster und Modelle". Das gesuchte Jahrhundert findet man also nur durch Hin- und Herblättern.
Die Zeichnungen sind aber wirklich wunderschön und sehr zahlreich!
Eine Alternative zu diesem Bildband ist das Buch "Kostüm und Mode - das Bildhandbuch". Es ist weniger umfangreich, aber handlicher und übersichtlicher.
Wer auch Informationen über den historischen Kontext der Mode haben möchte, ist mit "Geschichte des Kostüms" von Erika Thiel oder "Die Mode" von Max von Boehm gut beraten. |
Abenteuer Menschheit Teja Fiedler, Peter Sandmeyer, Matthias Ziegler Gebundene Ausgabe, 2002 Verkaufsrang: 201303 Wie ist der Mensch zu dem geworden, was er ist? Dass der Homo sapiens vor zirka 200.000 Jahren irgendwo im Osten Afrikas entstand, ist heute fast unumstritten. Aber auf welchen Wegen haben sich unsere Vorfahren von dort aus bis in die letzten Winkel dieser Welt verbreitet? Wie kam der Mensch von Afrika nach Südamerika? Und wann taucht er zum ersten Mal in Polynesien auf? Die Frage, was unsere Urahnen dazu bewogen hat, mit kleinen Kanus tausende von Kilometern auf unbekannter See zurückzulegen, um neue Inseln zu entdecken, ist genauso interessant wie die Entstehung des Ackerbaus im Neolithikum und dessen Folgen: Sesshaftigkeit, Dörfer, erste Städte, aber auch Krieg und neue Völkerwanderungen. Teja Fiedler und Peter Sandmeyer, beide seit vielen Jahren Reporter bei der Zeitschrift stern, sind den Abenteuern des frühen Menschen hinterhergereist: In Afrika begleiten sie die Hadza, ein Jäger- und Sammlervolk in der Savanne Tansanias, bei der Jagd mit Pfeil und Bogen. In China beobachten sie den Reisanbau auf uralten Terassen. In Südtirol wandern sie auf den Spuren Ötzis durch die Alpen. Über Samoa und Alaska geht die Reise bis zu den Yanomami im Regenwald von Südamerika. Das Leben der Menschen an diesen Orten soll exemplarisch für die verschiedenen Kapitel der menschlichen Geschichte stehen. Doch schon die großartigen Bilder des Fotografen Matthias Ziegler zeigen: In Wirklichkeit ist die Zeit auch hier nicht stehen geblieben. Der Yanomami-Jäger im tiefsten Amazonien trägt eine Armbanduhr am Handgelenk, und bei den heutigen Eskimos fährt man natürlich nicht im Hundeschlitten, sondern mit dem Snowmobil zum Fischen. Abenteuer Menschheit ist deshalb nicht nur eine spannende populärwissenschaftliche Reportage über unsere Vergangenheit, sondern auch ein schöner Bildband über die Vielfalt menschlicher Lebensformen in der Gegenwart. --Bernhard Wörrle
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Wer GEO-Reportagen liebt wird auch dieses Buch mögen! 4 von 5 Punkten Fantastische Fotos und wunderbare Reportagen kennzeichnen dieses Buch. Wer gerne vor dem Kamin über fremde Kulturen liest und dazu beeindruckende Bilder anschaut der kommt voll auf seine Kosten. Vergangene Kulturen und Kulturen der Gegenwart, manchmal scheinen sie nahe beieinander und manchmal so weit auseinander wie Sterne zu sein und manchmal vermischen sich Vergangenheit und Gegenwart. Vor allem die Fotos haben mir gefallen.
Wer GEO-Reportagen liebt wird auch dieses Buch mögen! 2 von 5 Punkten Fantastische Fotos und wunderbare Reportagen kennzeichnen dieses Buch. Wer gerne vor dem Kamin über fremde Kulturen liest und dazu beeindruckende Bilder anschaut der kommt voll auf seine Kosten. Vergangene Kulturen und Kulturen der Gegenwart, manchmal scheinen sie nahe beieinander und manchmal so weit auseinander wie Sterne zu sein und manchmal vermischen sich Vergangenheit und Gegenwart. Vor allem die Fotos haben mir gefallen. |
Silberpfeil und Hakenkreuz: Autorennsport im Nationalsozialismus Uwe Day Broschiert, Januar 2006 Verkaufsrang: 180195 Gewöhnlich versandfertig in 3 bis 4 Tagen. Markenzeichen wie Mercedes-Stern, Auto-Union-Ringe oder Continental-Signet sind heute allgegenwärtig. Hier wird ein Blick auf ihre Vorleben geworfen. Uwe Day schildert, wie bereits im Dritten Reich am Silberpfeil-Mythos gefeilt, gefilmt und geschrieben wurde: als Symbol für eine unbesiegbare deutsche Technik. Dabei verkörperten Rennfahrer wie Rudolf Caracciola oder Bernd Rosemeyer als Stoßtrupp der Motorisierung die Ambitionen des Regimes, am Durchbruch zur Massenmotorisierung zu arbeiten. Geschildert werden Rennveranstaltungen, die als gesellschaftliche Ereignisse das Publikum in ihren Bann zogen und den Nazis als Bühne dienten. Einblicke in die Propaganda-Maschinerie zeigen die Arbeit der PR-Abteilungen der Auto-Konzerne an der Schnittstellen zwischen Medien, Industrie und NS-Organisationen. Auch Propagandaformeln wie Deutsche Wertarbeit, die massenwirksam zeigen sollten, dass der Nationalsozialismus Arbeit und Brot schafft, werden untersucht.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Silberpfeile, politisch betrachtet 4 von 5 Punkten Über die Silberpfeile ist schon viel geschrieben worden - meist jubelnd, dann die Motorsporterfolge hatten ja nichts mit dem Nationalsozialismus zu tun. Oder doch?
In diesem 300 Seiten starken Taschenbuch, basierend auf seiner Dissertationsarbeit, zeigt der Autor die mannigfachen Verstrickungen des Motorsports im Allgemeinen und der "Silberpfeile" im Besonderen mit dem Regime, für welches die Erfolge wenig überraschend willkommene Propaganda waren. Für viele Leser wohl ein Augeöffner.
Spannend zu lesen - auch für Nichthistoriker!! 5 von 5 Punkten "Silberpfeil und Hakenkreuz" - so ungewöhnlich wie der Titel ist auch der Inhalt des Buches. Bislang wurden ja häufig die jahrzehntealten Anekdoten aus den Rennsportbüchern der Nachkriegszeit aufgewärmt. In diesem Buch bekommt man zum ersten Mal ein Bild davon, wie der Motorsport von den Medien damals in der Nazi-Zeit zu einer Art Hightech-Propaganda-Show aufgepeppt wurde. Es gibt Zeitungsberichte, Fotos und Werbung aus den Illustrierten und Auto-Zeitschriften von damals. Außerdem wird auch beschrieben, wie die "Motorenschlacht" im Radio inszeniert wurde und wie die ideologisch hochgetuneten Helden am Lenkrad das Publikum ins "Vibrieren" brachten - eine akribisch recherchierte Kulturgeschichte der Silberpfeile und ihrer Helden am Steuer im Nationalsozialismus. Das ist sehr spannend zu lesen, auch für Nichthistoriker!! |
Eros, Kosmos, Logos. Eine Vision an der Schwelle zum nächsten Jahrtausend Ken Wilber Gebundene Ausgabe, 1996 Verkaufsrang: 278825 In einer Zeit, da unser Denken in zahllose Einzeldisziplinen zersplittert ist, liefert Ken Wilber eine Zusammenschau und kreative Synthese aller bisherigen Erklärungsmodelle der Wirklichkeit, die zugleich eine wegweisende Vision für das menschliche Denken im dritten Jahrtausend ist. "Indem er Material aus den Natur- und Geisteswissenschaften, den Religionen, der Kunst und anderen Bereichen zusammenschaut, hilft Wilber uns, die Welt als Ganzes zu verstehen und festgefahrene Sichtweisen des Abenteuers des menschlichen Geistes zu überwinden..." (Michael Murphy.)
Wo steht der Mensch in seiner Entwicklung heute? Wie sind wir dahin gekommen? Kann der Mensch in seiner künftigen geistigen Evolution die Trennung von Materie, Leben und Bewußtsein mit ihren verheerenden Konsequenzen überwinden und die ursprüngliche Einheit von Körper, Geist und Seele wiederherstellen? »Eros, Kosmos, Logos stellt den großartigen Versuch dar, der scheinbar fragmentierten Zufälligkeit eines Geschehens, das wir Universum, Wirklichkeit,...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 15 Bewertungen)
DER MUT ZUM ALTMODISCHEN DENKEN 5 von 5 Punkten Bekanntlich krankt unsere Zeit nicht daran, zuwenig Wissen angesammelt zu haben. Die Berge wachsen. Doch Wissen führt nicht auf direktem Weg zur Weisheit und so macht sich ein Unbehagen breit. Nach all dem Forschen und Suchen wird schließlich wieder aus dem „Faust" zitiert und stolz hält man sich für postmodern, was in etwa gleichbedeutend ist mit dem Bekenntnis, daß aus dieser Welt nicht schlau zu werden ist. Das mag am Ende auch stimmen, aber es gibt zumutbare Gründe, warum unser wissenschaftliches Weltbild noch nicht am Ende ist. Kosmologische Entwürfe, also der Versuch, das Ganze auf einmal zu erklären, sind ja nicht mehr große Mode. Die letzten Universalgelehrten hat man wohl im vorigen Jahrhundert zu Grabe getragen. Aus praktischen Gründen teilt man sich nun die Arbeit auf und erinnert sich gegenseitig daran, über Tellerränder zu schauen, weil zwar der Teufel, aber nicht die ganze Welt im Detail steckt. Hier beginnt der Jammer. Gewöhnlich sprechen unsere Experten in fächerübergreifenden Diskussionen eine jeweils andere Sprache. Wann konnten sich etwa Psychologen, Theologen, Physiker oder Philosophen auf ein paar Grundbegriffe wie „Natur", „Leben" oder gar „Seele" und „Geist" einigen. Der Widerspruch scheint in unseren Theorien unvermeidlich und wird konsequent der Wirklichkeit unterstellt. Es wird empfohlen, sich die Wahrheit im Plural zu denken. Ken Wilber hat lange darüber nachgedacht. Er ist der Meinung, daß sich niemand vollständig irren kann und jede gute Theorie durchaus einen Aspekt der Welt erkennt, den sie dann leider schon für das ganze Wesen hält. Wilber vergleicht wissenschaftliche Schulen gern mit den Spektren des Lichts, jeder sieht eine andere Farbe, aber sobald das Geheimnis elektromagnetischer Wellen bekannt geworden ist, sehen sie doch alle dasselbe. Diesem Geheimnis eines grundlegenden Musters ist Wilber auf der Spur und seine Arbeit stellt verblüffende Vorschläge dar, unser gesamtes Wissen in eine Ordnung zu bringen. Seine Integrationsversuche beziehen auch die Erfahrungen von Religion, Kunst und Alltagskultur ein, was ihm in akademischen Kreisen einen schlechten Ruf oder schlimmstenfalls Ignoranz einbrachte. Tellerränder. „Eros, Kosmos, Logos" war für mich der Einstieg in Wilbers Denken und ich halte es für sein reifstes Werk. Wer den akademischen Stil nicht mag, sollte seine populärwissenschaftliche Zusammenfassung „Eine kurze Geschichte des Kosmos" lesen. Wer hingegen mit vergleichbarer Literatur intimen Umgang pflegt, wird die Eleganz und Klarheit in Wilbers Darstellung als eine Wohltat empfinden. Man soll ja vorsichtig mit Schwärmereien sein, aber Leben und Werk dieses Mannes verdanke ich einen guten Teil meines Seelenfriedens. Wilber ist für mich ein Held.
Weitere Lesermeinungen |
Kleine deutsche Kulturgeschichte von 1945 bis heute Hermann Glaser Broschiert, 1. Dezember 2007 Verkaufsrang: 281959 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Inwieweit wurde von den Deutschen die Stunde Null als Möglichkeit für einen tiefgreifenden moralischen Wandel genutzt oder überlagerte bald das Wirtschaftswunder nach entbehrungsreicher Trümmerzeit und der von den Siegern auferlegten Umerziehung die Bereitschaft, Trauerarbeit über die Verbrechen der Nationalsozialisten zuleisten? Ist die sogenannte Berliner Republik die Krönung einer steten demokratischen Entwicklung oder nur eine postmoderne Abweichung in skandalöse Beliebigkeit, unter Verlust utopischen Denkens? Zwischen dem 8. Mai 1945, an dem das Dritte Reich mit der bedingungslosen Kapitulation seiner Wehrmacht zusammenbrach, und dem durch neue Unübersichtlichkeit geprägten Beginn des 21. Jahrhunderts spannt sich der Bogen der vorliegenden Kulturgeschichte. In zehn Kapiteln erzählt der Autor, wie die Bundesrepublik Deutschland, die Deutsche Demokratische Republik und schließlich das vereinigte Deutschland Gestalt annahmen zehn Geschichten über Höhen und Tiefen, über Abgründe und die Mühen der Ebenen , über Kahlschläge und grünende Hoffnungsfelder. Diese spannende wie unterhaltsame west-östliche Erzählung beschreibt und interpretiert die deutschen Kulturlandschaft(en) eines halben Jahrhunderts mit all ihren konkreten Erscheinungen: von der Philosophie bis zur Mode, von der Politik bis zur Warenwelt, von der Architektur bis zu Literatur, Musik, Theater und Kunst.
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Religion und kulturelles Gedächtnis: Zehn Studien Jan Assmann Broschiert, November 2007 Verkaufsrang: 328511 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der Ägyptologe Jan Assmann geht in zehn brillanten Einzelstudien dem Zusammenhang zwischen Religion und Gedächtnis nach. Die Untersuchungen zu Symbolen und Riten, mündlicher Überlieferung und Kanonbildung beschränken sich nicht auf das Alte Ägypten, sondern beziehen die Geschichte des Judentums und die gesamte "Gedächtnisgeschichte des Abendlandes" mit ein. Als Teile dieser Geschichte und zugleich herausragende Beiträge zur Theorie des kulturellen Gedächtnisses werden Sigmund Freuds Moses-Buch und Thomas Manns Joseph-Roman gewürdigt.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Anregend... 5 von 5 Punkten Jan Assmanns Werke zu lesen ist immer wieder anregend. Assmanns Gedankengänge müssen einem weder gefallen noch überzeugen, doch bieten sie immer wieder Anlass das eigene Nachdenken anzuregen. Die Stärke des Ägyptologen Assmann liegt sicher auch in seiner Art und Weise verschiedenste wissenschaftliche Disziplienen miteinander zu verbinden (nicht nur aus der Ägyptologie, sondern auch aus der Psychologie, Theologie und Soziologie und all deren Berührungspunkten wie Sozialpsychologie, Geschichtssoziologie etc. pp.), wobei Assmann eine fast einzigartige Weise einer Art Kulturanthropologie schafft. So auch hier. Mit dem einführenden Kapitel, das der Frage nachgeht, was ist das "kulturelle Gedächtnis" überhaupt, legt Assmann die theoretische Grundlage für die darauf folgenden neun Kapitel, in denen auf unterschiedliche Art und Weise seine Idee vom kulturellen Gedächtnis zur Anwendung kommt. Dabei handelt es sich bei den einzelnen Kapiteln um Studien, die wesentlich auf Vorträgen und Aufsätzen vergangener Jahre beruhen. Wer kompakt in Assmanns Theorie vom "kulturellen Gedächtnis" eingeführt werden möchte, sollte vorweg noch Assmanns Werk "Das kulturelle Gedächtnis" studieren. Assmanns Schriften mögen auf den ersten Blick nicht immer leicht verständlich geschrieben sein, sondern entwickeln ihren Tiefgang oft bei genauer Lektüre, doch ist das Buch allen zu empfehlen, die sich sowieso schon mit Assmann auseinandergesetzt haben, aber auch uneingeschränkt allen, die am Nachdenken Freude haben. |
Beiträge zur Kulturgeschichte Zyperns von der Spätantike bis zur Neuzeit. Symposium, München 12.-13. Juli 2002 Johannes G. Deckers, Marie-Elisabeth Mitsou, Sabine Rogge Taschenbuch, Dezember 2005 Verkaufsrang: 303793 Bei Amazon z.Zt. leider nicht lieferbar! |
Im Rahmen eines interdisziplinären Symposiums, das im Juli 2002 in München stattfand, befassten sich Wissenschaftler aus Deutschland, Griechenland und Zypern mit exemplarischen kulturellen Phänomenen, die in der etwa tausendjährigen Zeitspanne zwischen der Spätantike und der Frühen Neuzeit für die Geschichte Zyperns charakteristisch waren. Organisiert und durchgeführt wurde diese von zahlreichen Institutionen großzügig geförderte Veranstaltung vom Institut für Byzantinistik, Byzantinische Kunstgeschichte und Neogräzistik der Ludwig-Maximilians-Universität München. In diesem Band sind fast sämtliche Beiträge dieses Symposiums versammelt. Frühchristliche zyprische Metallobjekte und spätantike Kirchenbauten in Amathous werden hier ebenso behandelt wie das im 16. Jahrhundert auf Zypern auszumachende Phänomen des Petrarkismus in der Dichtung. Weitere Themen sind die aus der Zeit des Bildersturms stammenden Wandmalereien der kleinen Kirche"Agia Solomoni", die wechselvolle Geschichte de r Insel im Spannungsfeld zwischen dem byzantinischen und dem arabischen Machtbereich (7. bis 10. Jh.) sowie unter fränkischer und venezianischer Herrschaft (1192 - 1571), der zyprische Dialekt zur Zeit der Frankenherrschaft (1192 - 1473) und Leben und Werk des Leontios Machairas, Verfasser der berühmten zyprischen Chronik, die die Jahre der fränkischen Herrschaft bis zu Machairas'Tod (um 1432) umfasst. Mit Beiträgen von Jutta Dresken-Weiland, Marilena Karyolemou, Tomas Lehmann, Ralph-Johannes Lilie, Maria Oikonomou, Michael Pieris, Franz Tinnefeld und Eftychia Zachariou-Kaila.
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Synthese. Neue Bausteine für das Weltbild von morgen Fritjof Capra Taschenbuch, August 2002 Verkaufsrang: 320432
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Überwindung fakultaiven Denkens 5 von 5 Punkten Die Hoffnung dieser Welt besteht im Verständnis durch Vernetzung aller Wissensgebiete. Das Urteilsvermögen von Intellektuellen und auch Wissenschaftlern leidet an der begrenzten Sichtweise und an dem Mangel der Fähigkeit, in größeren Zusammenhängen zu denken! Capra's Verdienst ist es, Wege für die "Vernetzung" aufzuzeigen. Beglückend ist seine Fähigkeit, allgemeinverständlich zu formulieren. Mich wundert etwas die Überbetonung der Spychoanalyse. Als Physiker sollte er Wissen, das psychosomatische Störungen zu allererst ihre Ursachen in bio-physikalischen Veränderungen durch toxische Belastung haben! |
Verlust der Mitte: Die bildende Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts als Symptom und Symbol der Zeit Hans Sedlmayr Taschenbuch, September 1998 Verkaufsrang: 114598 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Im ersten Teil behandelt Sedlmayr die >>Symptome<<, wie z. B. den Wandel der vorrangigen Aufgaben der Architektur vom Landschaftsgarten zur Fabrik. Den Hintergrund solcher Entwicklungsreihen bilden die vier durch >>Gesamtaufgaben<< gekennzeichneten Stilepochen Romanik, Gotik, Renaissance und Barock, sodass im anschliessenden Teil Diagnose und Verlauf die um 1760 wurzelnde Moderne als Ende der Stilgeschichte erscheint. Die Diagnose mündet in den Übergang von >>der 'Befreiung' zum Ende der Kunst<<. Der abschliessende Teil Zur Prognose und Entscheidung enthält die Erwartung, dass die Moderne >>als Ganzes gesehen, gerade auch im Chaotischen, den Charakter eines >geschlossenen< Zeitalters<< gewinnen kann. Vorläufig erweist sich als ihr einigendes Kriterium das Leiden an der Gottferne, die nirgends in gleicher Weise zum Ausdruck kommt wie in der Kunst.
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Lust ohne Last: Geschichte der Empfängnisverhütung Robert Jütte Taschenbuch, März 2003 Verkaufsrang: 257090 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen. Empfängnisverhütung ist keine Erfindung der Neuzeit und auch nie reine Privatsache gewesen. Mächtige Institutionen wie Kirche und Staat machten hier ihren Einfluß ebenso geltend wie bestimmte Berufsgruppen, die für sich besondere Kompetenz in ethischen und sittlichen Fragen beanspruchen. Wie sind unsere Vorfahren mit Empfängnisverhütung umgegangen, und wie haben sich Techniken und Moralvorstellungen, die heute noch aktuell sind, entwickelt? Das Buch verfolgt diese Fragen von der Antike bis zur Gegenwart und wirft darüber hinaus noch einen Blick in die Zukunft. Der Schwerpunkt der Darstellung liegt auf dem neuzeitlichen Europa, daneben werden aber auch unterschiedliche Kulturkreise (Europa, Amerika, China, Indien) und Weltreligionen (Christentum, Judentum, Islam) wie auch zentrale demographische und bevölkerungspolitische Aspekte berücksichtigt.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Von Kräutertränken bis zur Pille 5 von 5 Punkten Schon Aristoteles fand, die Bevölkerungszahl müsse begrenzt werden, damit die Bürger nicht verarmen. Man vermutet, dass schon zu seiner Zeit Verhütung und Abtreibung geduldet wurden. Historische Quellen zeigen, dass die antiken Stadtstaaten nach verlorenen Kriegen oder Seuchen das Bevölkerungswachstum gern angeregt hätten, doch die ersten bekannten bevölkerungspolitischen Maßnahmen haben damals anscheinend wenig bewirkt. Der Medizinhistoriker Robert Jütte berichtet, dass schon im Römischen Reich Oberschichtfamilien mit durchschnittlich drei Kindern deutlich weniger Kinder hatten als der Rest der Bevölkerung. Seine Recherchen über das Verhältnis des Judentums zu Empfängnisverhütung ergaben, dass dort zwar für Männer ein Fortpflanzungsgebot bestand, nicht aber für Frauen. Er berichtet ebenfalls über die Einstellung zur Verhütung in islamischen Staaten der Geschichte und der Neuzeit. Im Christentum wirkte die augustinische Sexualethik des Kirchenvaters Augustinus bis ins 20. Jahrhundert hinein, sie wurde ins kanonische Kirchenrecht aufgenommen.
Mit Zitaten aus ägyptischen Papyrii, aus den Schriften des Hippokrates und aus der antiken Dichtung verdeutlicht Jütte, dass Rezepte für Tränke und Heilkräuter damals in der Volkssprache geschrieben und allgemein zugänglich waren. Erst später wurden Teile weg gelassen, wenn der Übersetzer sie anstößig fand. Zwar zog man damals manch falsche Schlüsse aus Beobachtungen, einige der Mittel waren leider wirkungslos, doch andere Wirkstoffe aus jener Zeit werden in veränderter Aufbereitung noch heute genutzt. Seit dem 16. Jahrhundert gibt es in Europa Demographie als Wissenschaft; und seither kann planmäßige Geburtenbeschränkung in allen Bevölkerungs-Schichten durch Auswertung des Alters der Mutter bei ihren Geburten nachgewiesen werden. Der Autor zitiert aus Briefen und Protokollen von Gerichtsverfahren verschiedener europäischer Staaten, um anschaulich den damaligen Wissensstand über körperliche Prozesse aufzuzeigen. Dabei rückt er einige populäre Überlieferungen zum Thema geheimes Wissen und Hexenverfolgung zurecht.
Die These von Malthus, dass die Menschheit vom Hungertod bedroht sei, weil die Bevölkerung schneller wachse als die landwirtschaftlichen Erträge, führte schließlich im 19. Jahrhundert zur Publikation der ersten Ratgeber-Büchlein zur Empfängnisverhütung. In Deutschland und Amerika erschienen diese Ratgeber in einer Auflage von 300 000 bis 500 000 Stück; Anzeigenwerbung war verbreitet.
Die Pionierinnen der Verhütungsberatung Margaret Sanger, Mary Stopes und Helene Stöcker, sowie die Erfinder der heute bekannten chemischen und mechanischen Verhütungs-Klassiker werden von Jütte portraitiert. Zwangsterilisationen der Neuzeit und Geburtenkontrollprogramme mit politischem Hintergrund skizziert der Autor nur kurz. Das Literaturverzeichnis und die zitierten Quellen reichen bis ins Jahr 2001.
Der Autor bringt die trockene historische Thematik in ansprechendem Stil an Leser und Leserin. Eine Fundgrube an Informationen für Beraterinnen, Hebammen und medizinisch Interessierte. |
Tausend Jahre Schule: Eine Kulturgeschichte des Lernens in Bildern Horst Schiffler, Rolf Winkeler Gebundene Ausgabe, Januar 1999 Verkaufsrang: 294382 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen. Was umfangreiche Kompendien zur Schulgeschichte in tausend Einzelheiten auflösen, verknüpft diese reich bebilderte Geschichte des Lehrens und Lernens zu einer Erzählung in Bildern. Die Vielfalt der Aspekte ergibt sich aus den verschiedenen Blickwinkeln, unter denen die Bilder ihr Thema - das Leben in und mit der Schule - zur Anschauung bringen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Eine sehr anschauliche Darstellung der Schulgeschichte 5 von 5 Punkten Mit diesem Buch werden vielfältige Eindrücke der Entstehung und der vielfältigen Formen der Institution Schule verdeutlicht. Angefangen bei der Hochkultur der Ägypter, geht es über das römische Reich zur Bildung zu Beginn der Christianisierung Europas, Mittelalter, Reformation bis heute.
Es wird sehr anschaulich aufgezeigt, dass Bildung immer von verschieden Interessengruppen beeinflusst wird. Bildung sah in Zeiten, in der die Katholische Kirche sehr viel Einfluss hatte, anders aus, als weltliche Herrscher sich ihrer annahmen.
Viele Bilder, auf die auch Bezug genommen wird, verdeutlichen die Situation der Schüler und Lehrer und zeigen ein sich wandelndes Verständnis von Schule auf.
Dieses Buch ist auf jeden Fall für jeden zu empfehlen, der sich mit Schulgeschichte auseinander zu setzen hat und einen lebendigen Zugang zur Thematik sucht. |
Papier und Marktgeschrei: Die Geburt der Wissensgesellschaft Peter Burke Gebundene Ausgabe, Mai 2001 Verkaufsrang: 271347 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Wann, warum und wie das Neue seinen Weg in die Köpfe der Menschen gefunden hat, wird hier auf ebenso unterhaltsame wie gelehrte Weise mitgeteilt. Wie gewohnt leicht zugänglich, verständlich und reich an Geschichte und Geschichten: die Informationsexplosion in den Jahrhunderten nach Erfindung des Buchdrucks. Nach Erfindung des Buchdrucks: Welches Wissen, welche Informationen wurden wie, von wem und in welchen Zusammenhängen verbreitet und genutzt? Wer hatte ein Interesse an...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Die frühe Neuzeit als Wissens- und Informationsgesellschaft 4 von 5 Punkten "Jede Generation muss die Geschichte neu schreiben, nicht weil die Vergangenheit sich geändert hätte, selbst wenn diese ständig etwas mehr anwächst, sondern weil sich die Gegenwart verändert" - dies schreibt Peter Burke an anderer Stelle, und man könnte meinen, er hätte sich diese Bemerkung zum Motto für sein neuestes Werk genommen. Denn wahrlich Neues ist in 'Papier und Marktgeschrei' nicht zu entdecken. Es ist eine profunde und detailreiche Darstellung der frühen Neuzeit, doch der eigentliche Clou liegt darin, die wohlbekannte Geschichte in der Sprache und mit den Begriffen der 'Wissens- und Informationsgesellschaft' zu beschreiben. Man könnte auch sagen: er hat das Alte in einer neuen Begriffs-Sauce zubereitet und somit schmackhaft gemacht, doch würde man damit die genuine Leistung des Buchs verkennen: denn es ist nicht nur der aktuelle Begriffsapparat, sondern auch die aktuelle Perspektive, mit der Burke die Vergangenheit neu erschließt - und damit letztlich auch unsere Gegenwart (die kaum noch historisches Bewußtsein zu haben scheint) als historisch Gewordenes verortet. |
Farbe und Kommunikation Christian Itten Gebundene Ausgabe, März 2006 Verkaufsrang: 140619 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der Enkelsohn von Johannes Itten tritt in die Fußstapfen seines Großvaters und untersucht die Wahrnehmung und Wirkung der Farben und kommt dabei zu ganz anderen Ergebnissen als sein berühmtes Vorbild. Ausgehend von der historischen Farbenlehre Goethes und Newtons, von Farbskalen und objektiven Gesetzmäßigkeiten beschreibt Itten die Farbe als Trägerin einer Botschaft oder eines Signals: Wie entstehen Farbwirkungen, welche Farben passen zusammen, welche Rolle spielen Licht und Farbe in Medizin und Wissenschaft, Produktgestaltung und -werbung? Anhand zahlreicher Modell- und Schemazeichnungen veranschaulicht Itten seine Erkenntnisse, die in Werbung, Produktdesign und medialer Kommunikation eingesetzt werden.
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Cool Ulf Poschardt Taschenbuch, 2002 Verkaufsrang: 45776 Was die Welt im Innersten zusammenhält, ist in Wahrheit das Cool-Sein - das weiß zumindest Ulf Poschardt. Er hat die realen und metaphorischen Kältephänomene der westlichen Hemisphäre erforscht und eine Pop-Kultur-Geschichte über die wildwuchernde Bedeutungsvielfalt des Wortes "cool" geschrieben, die ebenso keck wie treffsicher ist.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
findig 5 von 5 Punkten
Cool" ist zweifelsohne einer der am häufigsten verwendeten Begriffe unserer Zeit. Vor allem im Sprachgebrauch von Kindern und Jugendlichen, die nahezu alles, was aus ihrer Sicht gut zu sein scheint, als cool" bezeichnen. In den Urlaub fahren", Eis essen" oder einfach nur zur Halfpipe gehen und skaten" sind in diesem Sinne coole" Aktivitäten. Aber auch manche Lehrer, Freunde, Popstars oder Sportler sind in den Augen der Kids cool". Ebenso wie bestimmte Fahrräder, Autos, T-Shirts oder Schuhe cool" sein können. Der Begriff ist mindestens ebenso weit verbreitet wie er auch unscharf ist, denn letztlich kann im Jargon der Jugendlichen und Kinder fast alles cool" bzw. uncool" sein, ohne dass sich eine Begründung auf semantischem Wege herleiten ließe. Genau diese vagabundierende Semantik hat es dem Journalisten und Pop-Kulturtheoretiker Ulf Poschardt angetan, denn er versucht in seinem 440 Seiten starken Buch den Bedeutungen und Ursprüngen des Begriffes cool" nachzugehen. Das gesamte Unterfangen erweist sich nach und nach als immer schwieriger, letztlich kann es wohl auch gar keine Bedeutungseingrenzung dieses Begriffes geben, denn er steht für eine ebenso schwierig in den Griff zu bekommende Generation junger Menschen, die diesen Begriff gebraucht. In kulturtheoretischer Perspektive gedacht, steckt Poschardt mit der These, dass unsere Kultur genauso wie wir selbst nach und nach gefrieren, einen pessimistischen Rahmen ab. Poschardt sieht den Status Quo der von ihm so benannten Spätmoderne zu Beginn des 21. Jahrhunderts als einen globalen und universellen whiteout", der das schleichende Gegenstück des schockartig passierenden und allseits bekannten Blackout" ist. In diesem Sinne fasst auch der Klappentext die Ausrichtung des Buches zusammen. Es geht letztlich um eine Ästhetik der glatten, kühlen Oberflächen, die die heimeligen Vorstellungen warmer »Innenwelt« ersetzt hat. Poschardt weiter: Um am Frost nicht zu erfrieren, haben sich pragmatische und heroische Strategien des Überlebens entwickelt. COOL ist die Geschichte dieser Strategien - ihrer Triumphe und Niederlagen, ihrer Dummheiten und Geniestreiche. Ausgehend von »coolen« Lebenstechniken und Haltungen beschreibt Ulf Poschardt nicht nur den Zustand der westlichen Zivilisation als Analyse ihres Temperaments, sondern entdeckt in »coolen« Gesten und Bildern den Keim zukünftiger Lebenstechniken: ein Labor für den Alltag im Morgen."
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