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| Kultur, Bildung | Inhaltsangaben Kurzbeschreibungen Zusammenfassungen | |
Performance: Positionen zur zeitgenössischen szenischen Kunst
Broschiert, September 2005 Verkaufsrang: 297387 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen. Die interdisziplinäre Aufsatzsammlung thematisiert Performance als eine spezifische, künstlerische, aber auch soziale Inszenierungsform und Aufführungspraxis. Der Band bündelt wissenschaftlich-theoretische und künstlerisch-praktische Positionen von Tänzern, Regisseuren, Choreografen, Dramaturgen, Theater- und Musikpädagogen, Kritikern, Sozial-, Kultur- und Medienwissenschaftlern, Tanz- und Theaterwissenschaftlern zur zeitgenössischen, intermedialen Performance- Kunst.
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Kulturgeschichte der Neuzeit, Band 1 Egon Friedell Taschenbuch, 1993 Verkaufsrang: 233335 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden »Friedells Kulturgeschichte nimmt in der Historienschreibung eine besondere Rolle ein - als einer der eigenwilligsten und faszinierendsten jener Exkurse in die Vergangenheit, die es vermögen, uns frühere Zeiten und Erscheinunbgen nahe zu bringen. Durch seine Gabe einer ebenso klugen und klaren wie leuchtenden Sprache verstand er ein Gedankengebäude wie die Kantsche Philosophie nicht minder genial zu umreißen als dem Zeitgeist des Rokoko oder des zweiten Kaiserreichs lebendige Gestalt einzuhauchen. MIt einer unglaublichen Belesenheit, einem bestrickenden Witz, einem exakt wissenschaftlichen Verstand und wahrhaften subtilen Kunstgeschmack gibt er unzählige Aspekte der kulturellen Entwicklung des europäischen - und amerikanischen - Menschen von der Renaissance bis zum Ersten Weltkrieg. Er stellt ihn in seine äußere und geistige Umwelt, schildert seinen Alltag, seine Tracht und Sitte mit derselben evokativen Frische wie die großen ideologischen Strömungen der Zeit. In Friedell stand noch einmal die berauschende Fiktion vom universalen Menschen vor uns auf.« (Hilde Spiel) Band 1: - Renaissance und Reformation - Barock und Rokoko - Aufklärung und Revolution Band 2: - Romantik und Liberalismus - Imperialismus und Impressionismus
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Mit Freudentränen in den Augen ... 5 von 5 Punkten ... habe ich weite Teile dieses titanischen Werkes gelesen. Wie ein einzelner Mensch einen solche Fundus an Wissen zusammentragen, sprachlich so exzellent aufbereiten und mit Empathie für seine Protgonisten ungemein lebensnah in ein Buch verschmezen kann, ist mir Kind der Postmoderne unbegreiflich. Auch wer glaubt, schon alles Wesentliche über die Geschichte Europs der letzten 500 Jahre zu wissen, wird hier wunderbare Ein- und Neusichten im Dutzend erhalten. Unbedingt empfehlenswert als "Studium Generale" zum Thema!
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Kulturwissenschaft: Eine Auswahl grundlegender Texte
Broschiert, Juni 2008 Verkaufsrang: 88214 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der Band versammelt eine Auswahl grundlegender Texte, die Antwort auf zwei Fragen geben sollen, die sich mit dem sogenannten cultural turn zwangsläufig stellen: Was ist Kultur? Und: Was ist Kulturwissenschaft? Neben Texten von prominenten Vertretern der sogenannten ersten Kulturwissenschaft und programmatischen Texten der heftig diskutierten kulturwissenschaftlichen Wende enthält der Band auch jene Texte des Strukturalismus und Poststrukturalismus, der Wissenschaftsgeschichte und der Medientheorie, die für die heutige Kulturwissenschaft von zentraler Bedeutung sind. Sein Ziel ist es, die Prämissen für eine kritische Vermessung der Grenzen eines unübersichtlichen Forschungsfeldes auszuloten und zugleich die Diskussion über die verschiedenen kulturwissenschaftlichen Herangehensweisen aufzunehmen, um so eine »Logik der Kulturwissenschaften« zu entwickeln.
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Hitlers München. Aufstieg und Fall der Hauptstadt der Bewegung David Clay Large Taschenbuch, Januar 2001 Verkaufsrang: 295192 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Entwicklung Münchens vom »Isar-Athen« zur »geistigen Hauptstadt« des Dritten Reiches. München war und ist berühmt für seinen Kunstsinn und die Lebenskunst seiner Bürger. Warum wurde ausgerechnet diese »Welthauptstadt der Gemütlichkeit« zum Geburtsort und ideologischen Zentrum des Nationalsozialismus? Beginnend mit der Jahrhundertwende schildert David Clay Large Münchens Weg ins Dritte Reich und seine schillernde Karriere als...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Fesselnd 5 von 5 Punkten Ein Meisterwerk, grandios geschrieben von einem amerikanischen Gelehrten, der seinen Stoff souverän beherrscht und der ihn auch fesselnd zu vermitteln weiß. Leider gelingen solche Geschichtsbücher zu selten. In Deutschland sogar fast gar nicht. Was gerade bei diesem Thema einer Blamage gleichkommt. Wenn man wissen will, wie Nazi-Geschichte wissenschaftlich fundiert für eine breite Öffentlichkeit verständlich aufbereitet werden kann, ohne dabei zu "knoppisieren", sollte man hier zugreifen.
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Kleine Geschichte des Fußballspiels Theo Stemmler Gebundene Ausgabe, April 1998 Verkaufsrang: 302185 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen. Theo Stemmler erzählt die Geschichte des heute wohl populärsten Ballspiels von dessen kultischen Ursprüngen bis zur Geburt des modernen Fußballs. Er führt einen kulturhistorisch erstaunlichen Zivilisationsprozeß vor, in dem Kampflust, Spieltrieb und soziale Rivalitäten für Spannung sorgen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Vom Sonnenkult zur Kultur 5 von 5 Punkten Das Büchlein hält, was der Titel verspricht. Auf knapp 135 Seiten (plus Bibliographieanhang) rollt Theo Stemmler die Geschichte des Fußballspiels auf. Er beginnt bei den Azteken im alten Mexiko und im China der mythischen Vorzeit, wo der Ballsport eine hochgradig symbolische, eine kultische Bedeutung innehatte. Das Spielfeld entsprach der Erde, der über den Platz beförderte Ball dem Lauf der Sonne.
"Der Prototyp des europäischen Fußballspiels ist in Frankreich und England entstanden", schreibt Stemmler. Er spielt dabei auf hochmittelalterliche Quellen an, die von einer sportlichen Betätigung namens "soule" (frz.) bzw. "chulle" (engl.) sprechen. Es handelte sich um ein wildes, archaisches Spiel, an dem manchmal ganze Dörfer teilnahmen, bei dem Waffen getragen wurden und wo Verletzte oder Tote keine Seltenheit waren. 1314 verbot der Londoner Bürgermeister diese Frühform des Fußballs auf allen öffentlichen Plätzen seiner Stadt, 1364 erließ die Synode von Ely ein Verbot, das es Priestern untersagte, am Ballspiel teilzuhaben. 1410 verhängte König Henry IV. hohe Geldstrafen über all jene Gemeinden, die das Fußballverbot nicht umsetzten. Der Kirche war der körperbetonte Zeitvertreib ohnehin ein Dorn im Auge, zumal er auch noch gerne sonntags praktiziert wurde, dem Monarchen missfiel er, weil dadurch das Üben mit Pfeil und Bogen ins Hintertreffen kam, was zur militärischen Pflicht jedes Engländers gehörte.
Dennoch war das Spiel nicht tot zu kriegen, es fand bei Chaucer ebenso Erwähnung wie in "Jeu de Robin et de Marion". Richtig, sogar Robin Hood wurde damit in Verbindung gebracht. 1633 hieß es in einem Theaterstück zeitgeistig "football is the sport nowadays", und selbst der ansonsten wenig verspielte Diktator Oliver Cromwell zeigte einen Hang zum Ballsport. Theo Stemmler hat diese historischen Zusammenhänge, die sonst kaum wo zu lesen sind, auf kurze und bündige Weise herausgefiltert.
Einigen Raum widmet er dem 19. Jahrhundert, wo Fußball durch Sportlehrer in den elitären neun public schools ('sacred nine') wie Eton, Harrow, Westminster oder Rugby erstmals mit einem Regelwerk unterlegt worden war ("The Laws of Football as Played at Rugby School", 1846). Stemmler spannt den Bogen weiter zur Gründung der Football Association (1863) und zur letztendlichen Trennung zwischen Soccer und Rugby, da sich die einzelnen Schulen über Regeln wie Handspiel oder Treten nicht einig werden konnten. 1871 spielte man in England den ersten Cup-Bewerb aus, 1888 entstand die erste Soccer-Liga der Welt. Damit war der moderne Fußballsport geboren.
Im Schlusskapitel geht der Autor auf die Ursprünge des deutschen Fußballs ein, der lange Zeit als "englische Krankheit" demagogisiert worden war, schließlich aber doch Fuß fassen konnte.
Ein willkommenes Buch für alle jene, die an mehr interessiert sind als welches Aftershave David Beckham gerade aufträgt. Schließlich ist Fußball laut Stemmler "ein Bedürfnis zweckfreier, nicht notwendiger Betätigung", ein Zeichen von Kultur also. |
Ausgefallene Schönheit. Carlo Bugatti, Exotismus, Entwürfe des Diversen Hermann Sturm Broschiert, November 2005 Verkaufsrang: 313715 Bei Amazon z.Zt. leider nicht lieferbar! |
In der Zeit der großen Weltausstellungen in London, Paris und Wien versprechen Technik und Industrie das Heil der Zukunft und werden euphorisch gefeiert. Historismus und Eklektizismus bestimmen das in der Architektur und im Design vorherrschende Formenvokabular. Und doch gibt es Ausbrüche ins Reformerische, ins Exotische und in Entwürfe des Diversen sowohl in der Literatur als auch auf dem Theater, in der Musik, in der bildenden Kunst, in der Architektur und im Design. Den konkreten Anlass für diese Buch bieten die Entwürfe und die Gestaltung von Mobiliar des italienischen Designers Carlo Bugatti zwischen 1880 und 1904, die mit zahlreichen farbigen Abbildungen vorgestellt und analysiert werden. Sie bilden den Vordergrund, vor dem sich der Horizont von Entwürfen des Diversen an der Schwelle zum 20. Jahrhundert öffnet. HermannSturm geht es dabei um die Konfrontation einer 'Ästhetik des Diversen', wie sie Victor Segalen als Fragment hinterlassen hat, mit einer 'Ästhetik der Indifferenz', wie sie den Konzepten von Marcel Duchamp zu eigen ist, um daraus allgemeinere Hinweise auf Entwürfe des Diversen zu gewinnen.
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Ästhetik: Für die Sekundarstufe II
Taschenbuch, Januar 1986 Verkaufsrang: 172640 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Die Wörter und die Bilder 5 von 5 Punkten Wohl jeder kennt die Verwirrung, die René Magritte durch seine Pfeife ausgelöst hat, die keine Pfeife ist - oder doch?
Dieser kleine und sehr preisgünstige Reclamband versammelt eine Unzahl von Texten, in denen es um Ästhetik geht, um Wörter und Bilder, also eigentlich um die für jeden immer wieder relevante Frage, wie man die Welt wahrnimmt, wie die Natur uns als eine Welt erscheint und wie der Mensch - selbstverständlich in erster Linie der Künstler, aber etwa auch das "Lesende Kind" bei W. Benjamin - sich selbst eine Welt machen - erschaffen kann.
Zu dieser Spannung zwischen Natur und Kunst, Inspiration und Nachahmung, Tradition und Moderne kann man in nahezu jedem der hier versammelten Texte etwas Hochinteressantes entdecken. So preiswert und kompakt gibt es nichts Vergleichbares auf dem Markt! |
Kulturgeschichte der englischen Literatur: Von der Renaissance bis zur Gegenwart (Uni-Taschenbücher M): Von der Renaissance bis zur Gegenwart
Broschiert, 1. März 2005 Verkaufsrang: 273559 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Dieses Buch stellt ein Novum in der Literaturgeschichtsschreibung dar eine Geschichte der englischen Literatur, die literarische Werke nicht nur beschreibt, sondern zusätzlich in ihren Wechselbeziehungen zur Kultur erörtert. Die Geschichte der englischen Literatur aus kulturwissenschaftlicher Perspektive entspricht der Neuorientierung der Literaturwissenschaft. Um Studienanfängern diese Orientierung zu erleichtern, wurde jeder Epoche eine knappe Einführung...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Solide Basis 4 von 5 Punkten Das Buch bietet den Stoff für eine sehr solide Basis, der englischen Literaturgeschichte. In Kapiteln zu jeder Epoche wird viel Hintergrundwissen und darauf dann aufbauend die 'Hauptphänomene' jeder Epoche herausgearbeitet.
Leider ist der Text manchmal sehr verwirrend verfasst worden, was nicht immer zum sofortigen Verständnis führt. Außerdem ist zu bemängeln, dass einige Seitenangaben hinten im Glossar nicht mit den Seiten übereinstimmen, wo Begriffe auch tatsächlich zu finden sind. Mir persönlich fehlt auch, dass im Glossar nicht aufgezeigt wird, auf welchen Seiten Begriffe Schwerpuntmäßig behandelt werden, sodass das Nachschlagen zu einer langwierigen Angelegenheit wird. |
Gesamtausgabe: Jean Gebser Gesamtausgabe: 9 Bände Jean Gebser Taschenbuch, 30. Juni 1999 Verkaufsrang: 312451 Gewöhnlich versandfertig in 3 bis 4 Tagen. Gesamtausgabe des Werkes Jean Gebsers in schöner Kasettenausgabe
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Ruth Drexel: Eine Biografie Krista Hauser Gebundene Ausgabe, Juni 2005 Verkaufsrang: 218048 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen. Ein Stück Theatergeschichte: Zum 75. GEBURTSTAG am 12. Juli 2005 "RUTH DREXEL. Eine Biografie"
Als TV-Mutter des "Bullen von Tölz" kennt und liebt sie ein Millionenpublikum. Ruth Drexel, die demnächst ihren 75. Geburtstag feiert, ist eine TV-Legende. Sie verkörpert auch ein Stück Theatergeschichte: als Schauspielerin, als Regisseurin, die als eine der ersten Frauen in die Männerliga der Theaterzampanos einbrach, nicht zuletzt als Prinzipalin des Münchner Volkstheaters. Geprägt wurde die Schauspielerin, die oft mit der großen Therese Giehse verglichen wird, in jungen Jahren am Brecht-Ensemble in Berlin bei Helene Weigel. Geblieben ist ihr der kritische Geist, der dort wehte, auch die Liebe zu einem Theater, das sich nicht an ein elitäres Publikum wendet. Ob Goethe, Shakespeare, Nestroy, Kroetz, Turrini, Mitterer: Für Ruth Drexel sind sie alle auch Volkstheaterautoren. Sie hat sie gespielt, inszeniert und - sei es in München oder bei den Tiroler Volksschauspielen in Telfs - auf ihre Spielpläne gesetzt. Drexels große Karriere, die Krista Hauser anhand von Interviews (auch mit Drexels Kolleginnen und Kollegen), Zeitungsberichten, diversen Dokumenten und Fotos nachzeichnet, begann in den siebziger Jahren. Als Lieblingsschauspielerin von Franz Xaver Kroetz sorgte sie damals für Schlagzeilen, galt als "Skandalhexe", die in München scheel betrachtet wurde. Gemeinsam mit ihrem Lebenspartner Hans Brenner spielte sie an verschiedenen großen Bühnen und stand nebenbei immer wieder vor der Kamera.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Prinzessin auf dem Krokodil 5 von 5 Punkten Fazit 1: Gottseidank, es gibt sie noch : Biographien von prominenten Menschen, die nicht ins unsagbar Seichte abdriften, sondern einem 'den Menschen' näherbringen. Der Autorin Krista Hauser ist dieses mit ihrem Buch "Ruth Drexler - Eine Biographie" (Haymon-Verlag) beeindruckend gelungen! ~~~~~~~~~~ Zum Inhalt: Als TV-Mutter des "Bullen von Tölz" kennt und liebt sie ein Millionenpublikum. Ruth Drexel, die 2005 ihren 75. Geburtstag feiert, ist eine TV-Legende. Sie verkörpert aber auch ein Stück Theatergeschichte: als Schauspielerin, als Regisseurin, die als eine der ersten Frauen in die Männerliga der 'Theaterzampanos' einbrach und nicht zuletzt als Prinzipalin des Münchner Volkstheaters. Geprägt wurde die Schauspielerin, die oft mit der großen Therese Giehse verglichen wird, in jungen Jahren im Berliner Ensemble bei Helene Weigel. Geblieben ist ihr der kritische Geist, der dort wehte sowie die Liebe zu einem Theater, das sich nicht ausschließlich an ein elitäres Publikum wendet. Ob Goethe, Shakespeare, Nestroy, Kroetz, Turrini, Mitterer: Für Ruth Drexel waren und sind sie alle auch Volkstheaterautoren. Sie hat sie gespielt, inszeniert - und: gelebt! ~~~~~~~~~~ Fazit 2: *Sind Sie nicht die Resi Berghammer? - Nein, ich heiße Ruth Drexel.* Eine wunderbare Biographie, ergänzt durch einen ausführlichen Bildteil. Das Portrait einer beeindruckenden und kritischen Frau! Uneingeschränkt empfehlenswert - meint - Reinhard Busse |
Nine Eleven: Ästhetische Verarbeitungen des 11. September 2001
Gebundene Ausgabe, Juli 2008 Verkaufsrang: 57446 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der Sammelband geht in gleichermaßen interdisziplinärer wie interkultureller Perspektive der Frage nach, welche künstlerischen Reaktionen die Terroranschläge vom 11. September 2001 hervorgerufen haben: Wie wurde das die Weltöffentlichkeit erschütternde Ereignis visualisiert, wie inszeniert und literarisiert? In Beiträgen zur amerikanischen und deutschen Literatur, zu Theateraufführungen, Dokumentar- und Spielfilmen, zur Popmusik und zu bildkünstlerischen Werken werden (Re)Konstruktionen, Deutungen und Funktionalisierungen von Nine Eleven analysiert, an denen sich über die Geltung als Einzelfälle hinaus die zentralen Muster der ästhetischen Auseinandersetzung mit dem Schreckensszenario, seinen Voraussetzungen und Folgen zeigen.
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Die Erfindung der Wolken: Wie ein unbekannter Meteorologe die Sprache des Himmels erforschte Richard Hamblyn Taschenbuch, September 2001 Verkaufsrang: 257864 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden An einem Dezemberabend des Jahres 1802 hält ein bis dahin völlig unbekannter Mann in einem dunklen Londoner Laboratorium einen Vortrag über das Wetter und die Wolken nicht ahnend, daß er damit zu einer europäischen Berühmtheit werden und eine wissenschaftliche Disziplin begründen sollte. Der junge Mann hieß Luke Howard (17721864). Daß seine Vorlesung gut besucht war, ist kaum verwunderlich. Öffentliche Vorträge dieser Art waren...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
zu wissenschaftlich und weitschweifend 2 von 5 Punkten Hamblyns Buch ist eine ausführliche, für meine Begriffe sehr wissenschaftliche Abhandlung über Luke Howard, der Anfang des 19.Jh. die Namen Cirrus, Stratus, Cumulus und Nimbus als Bezeichnungen für Wolkengattungen einführte. Das Buch enthält am Ende 18 kleingedruckte Seiten von Anmerkungen, die für einen britischen Wissenschaftshistoriker interessant sein mögen, für den deutschen Laien wohl genauso belanglos sind wie im Text die unzählbaren, ermüdenden Ausführungen über Zeitgenossen Howards oder andere marginale oder lokale Begebenheiten. Um es salopp auszudrücken: der Autor kommt vom Hundertsten ins Tausendste. Es mag ein sattes Bild entstehen der Wissenschaftsgeschichte Englands vor 200 Jahren, für einen deutschen Geografielehrer, der genaueres über die 10 Wolkengattungen (von denen übrigens nur 5 noch immer Howards Namen tragen), ihre physikalischen Hintergründe und meteorologischen Zusammenhänge erfahren wollte, bleibt es eine Enttäuschung, die nur im Urlaub bis zum Ende durchzuhalten war. Auch nicht nachvollziehbar - und natürlich auch nicht sehr wissenschaftlich - ist die überschwängliche, im Buch nicht wirklich belegte Begeisterung des Autors für Howard. Einzig für den deutschen Leser interessant ist das Kapitel, in dem Goethes Beziehung zu Howard geschildert wird, die sogar in Gedichten über die Wolken und über Luke Howard selbst mündeten.Fazit: Zu wissenschaftlich und zu speziell, als dass es in Deutschland eine breite Leserschaft verdient. Und keinesfalls vergleichbar mit der im Klappentext erwähnten Dava Sobel.
kurzweilige Wetterkunde 4 von 5 Punkten Ich finde die Mischung aus unterhaltsamer Geschichte, und dem Wettergeschehen sehr lesenswert. Sicher kein Buch mit wissenschaftlichem Anspruch, aber unterhaltsam und gleichzeitig informativ. Endlich bekommt man mal Begriffe wie Cumulus, Cirrus und Stratos erklärt, gleichzeitig warum diese Terminologie gewählt wurde ... Empfehlenswert besonders bei schlechtem Wetter! |
Was ist Medizin? Westliche und östliche Wege der Heilkunst Paul U. Unschuld Taschenbuch, März 2003 Verkaufsrang: 272730 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Paul U. Unschuld bietet in diesem Buch erstmals eine vergleichende Darstellung der Grundideen europäischer und chinesischer Heilkunst von der Antike bis in die Gegenwart. Das Buch vertritt die provozierende These, daß die grundlegenden medizinischen Theorien nicht aus der medizinischen Beobachtung des menschlichen Körpers erwachsen konnten und stellt die Frage, welche anderen Faktoren zur Entstehung dieser Theorien beigetragen haben könnten. Das Bild, das sich der Mensch von seinem Körper macht, bedurfte stets eines Vorbilds außerhalb dieses Körpers. Die Anregungen zur Deutung des menschlichen Organismus entstammen immer der Lebensumwelt und den Lebenserfahrungen der Menschen. Eine medizinische Theorie gilt als "wahr", wenn sie die Lebensumwelt und die Lebenserfahrung der Menschen widerspiegelt und gleichzeitig die Kenntnisse von den realen Strukturen des Körpers mit einbezieht. Wenn die "Wahrheit" medizinischer Theorien eng mit den verschiedenen Lebenswelten zusammenhängt, in denen sie entworfen werden, stellen sich Fragen: Darf dann die Gesundheitspolitik der gesamten Bevölkerung ein einziges medizinisches Ideensystem vorschreiben? Wird die "chinesische Medizin" in China und in der westlichen Welt langfristig eine Bedeutung als eigenständige Therapieform erlangen können? Welche Auswirkungen hat die Globalisierung auf das medizinische Denken?
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Spannend wie ein Krimi durch die Jahrtausende der Medizingeschichte 5 von 5 Punkten Unschuld vergleicht in diesem Buch die Entstehungsgeschichte der Medizin in China und Europa.
Es ist ein großartiges Buch, das die Wirren der Medizin auf dem Weg von der Antike bis in die Neuzeit aufzeigt. Unschulds Theorie dabei ist, daß die Medizin immer nur das im menschlichen Körper sehen kann, was ihr die gesellschaftliche und politische Lage ihrer Zeit vor Augen führt.
Dies belegt er an Beispielen von Galen über Paracelsus bis Hahnemann, genauso wie an ihren chinesischen Kollegen.
Das Buch besticht zum einen durch die große Detailkenntnis des Autors und zum anderen, daß es spannend wie ein Krimi durch die Jahrhunderte führt. Andererseits neigt Unschuld dabei schon zur Vereinfachung.
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Phrasikleia: Anthropologie des Lesens im alten Griechenland Jesper Svenbro Broschiert, August 2005 Verkaufsrang: 317274 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen. Im antiken Griechenland bildete sich eine Lesepraxis heraus, die sich erstmals in der Geschichte auf ein Alphabet stützte, das dem unsrigen vergleichbar ist. Schon sehr bald begründete die Schrift, die das Vorlesen ermöglichte, ein Machtspiel zwischen dem Schreiber und dem Leser, der als Stimmwerkzeug die geschriebenen Zeichen realisieren sollte, die in ihrer Stummheit als unvollständig empfunden wurden. Anders gesagt, der Schreiber hat sich des Lesers als eines Sprachrohrs bedient, und der Leser musste als ein Ich sprechen, das nicht er selber war.Die durchaus kontroversen Interpretationsformen dieses auf die Stimme des Lesers bezogenen Machtverhältnis liegen im Fokus der anthropologischen Analyse Jasper Svenbros. Kontrovers deshalb, weil die Griechen jene Formen den gesellschaftlichen Praktiken der Ehe und der Knabenliebe entlehnten. Wenn diese Vorstellungen unserer eigenen Auffassung auch fern stehen, ergeben sich doch in der grundsätzlich soziologischen Betrachtung der Beziehung v on Autor, Text und Leser zahlreiche Berührungspunkte.Die aufschlussreiche Analyse Svenbros regt an, über Kulturtechnik nicht allein in technischen, sondern ebenfalls in soziologischen Begriffen nachzudenken.
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Die Geschichte der Kartoffel: Von den Anden bis in die Fritteuse Larry Zuckerman Gebundene Ausgabe, September 2004 Verkaufsrang: 278314 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Was verbindet die große Hungerkatastrophe im Irland des 19. Jahrhunderts mit einem Schnellimbiss, die langen Kerle Friedrichs des Großen mit einem modernen Food-Processor, die Anden mit Europa? Ganz einfach: die Kartoffel.
Larry Zuckerman legt eine ebenso vergnügliche wie bereichernde Kulturgeschichte über ein oft verkanntes Nahrungsmittel vor.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 1.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Enttäuschend 1 von 5 Punkten Selten habe ich mich über ein Buch so geärgert, wie über dieses. Nicht nur, daß weite Teile der Geschichte der Kartoffel überhaupt keine Erwähnung finden, der Schreibstil des Autors verwirrend ist (was zugegebenermaßen an der Übersetzung liegen könnte) und für den Leser kaum ersichtlich ist, welche Behauptungen des Autors auf Fakten beruhen und welche schlichtweg eigene Spekulation und Mutmaßung sind. Obendrein wartet das Buch mit teilweise hahnebüchenen Fehlinformationen auf, die kaum mehr als den Schluß zulassen, daß der Autor wohl ab und an nicht so recht wußte, worüber er schreibt. Es sei dem Autor zugestanden, die Europäer noch zu Zeiten der Industrialisierung für primitiv und rückständig zu halten, wenn er es denn gern so sehen möchte. Dabei allerdings beispielsweise vollkommen außer acht zu lassen, daß weite Teile unseres Kontinents bereits dank den Römern sehr wohl über Straßen- und Verkehrswege verfügten, die man zum Warentransport nutzen konnte und daß Europäer durchaus seit Jahrtausenden andere Nahrungsquellen als nur Korn oder Kartoffel kennen, mutet doch recht seltsam an. Insbesondere dann, wenn die Schlußfolgerung des Autors jene ist, daß Hungersnöte Europa nur deshalb heimgesucht hätten, weil man sich hierzulande auf Getreide als Hauptnahrung statt auf Kartoffeln spezialisiert hatte. Einer der Thesen des Autors zufolge benötigten die Europäer zu viel Brennholz, um alleine durch Korn satt werden zu können. Da stellt sich nicht nur die Frage, ob man Kartoffeln in der amerikanischen Heimat des Autors roh ißt, sondern auch, warum er noch nichts davon gehört hat, daß Getreide häufiger als Brei denn als Brot verzehrt wurde. Derartige Behauptungen ziehen sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch und lassen einige Rückschlüsse über die Informationsquellen und offenbar teilweise unzulänglichen Kenntnisse des Autors zu. Besitzt der Leser bereits einige Kenntnisse über die Materie, wird er sich wahrscheinlich mehr als einmal dabei ertappen,wie er sich über die Schlußfolgerungen, die in diesem Buch gezogen werden, freundlich gesagt, wundert. Fazit: Das war leider ein unnötiger Kauf. Bleibt nur zu hoffen, daß sich der durchaus interessanten Thematik noch einmal ein besser informierter Autor annimmt.
Lauwarmer Kartoffelbrei 2 von 5 Punkten Die Kulturgeschichte einzelner Pflanzen oder Nahrungsmittel ist seit einiger Zeit ein beliebter Gegenstand populärwissenschaftlicher Sachbücher. Das ist durchaus nachvollziehbar, denn solche Themen bieten die Möglichkeit, Alltagsgeschichte auf lebhafte und lehrreiche Weise und aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel darzustellen. Was jedoch Larry Zuckerman pràsentiert, ist leider keinesfalls lebhaft und nur selten lehrreich.
Der Grossteil des Buches behandelt die Geschichte der Kartoffel in den USA, England und Irland, dazu gibt es zwei Kapitel über Frankreich. Zunächst einmal: was fehlt hier nicht alles! "Die (!) Geschichte der Kartoffel" enthält fast nichts zur Bedeutung der Kartoffel im vorkolumbianischen Amerika und heutigen Lateinamerika. Auch zu anderen europäischen Ländern, insbesondere Preussen / Deutschland, Polen oder Russland findet sich kaum etwas. Dass Asien und Afrika völlig ausgelassen werden, obwohl China und Indien zu den bedeutendsten Kartoffelproduzenten der Welt zählen, wundert einen dann schon nicht mehr. Dieser letzte Vorwurf trifft allerdings eher den deutschen Verlag als den Autor; in der englischen Originalversion bezieht sich der Titel etwas weniger anmassend ausdrücklich auf die westliche Welt (auch wenn man dort wohl übersehen hat, dass Lateinamerika dazu gehört).
Der Schreibstil Zuckermans ist, gnädig ausgedrückt, umständlich und schwerfällig. Der Aufbau der einzelnen Kapitel wirkt unsystematisch, der Text oft zusammenhanglos, und die Quellenauswahl beliebig. Hinzu kommt, dass Zuckerman innerhalb der Kapitel förmlich zwischen den Jahrzehnten hin- und herspringt, so dass sich auch konzentrierte Leser bald entnervt fragen, auf welches Jahr der Autor sich denn nun gerade bezieht. Und immer wieder heisst es: "ein Beobachter berichtet, dass..." oder "wie ein Reisender erzählt" - ginge es denn nicht etwas genauer? Von einem Sachbuchautor sollte man doch mehr erwarten dürfen, als zeitgenössische Berichte in indirekter Rede wieder zu geben und aneinander zu reihen. Man kann sich deshalb nicht des Eindrucks erwehren, dass Zuckerman sich das erforderliche Hintergrundwissen nur oberflächlich angelesen hatte, um es dann so schnell wie möglich wieder abzuladen. Zudem fehlen Quellenangaben ebenso wie ein Schlagwortregister.
Um dem Autor nicht völlig Unrecht zu tun: Ein paar interessante kartoffelhistorische Details erfährt man dennoch. dass viele arme Iren sich im 19. Jahrhundert ihre Daumennägel wachsen liessen, um damit Kartoffeln zu schälen; dass die Kartoffel im katholischen Frankreich auf starke Vorbehalte stiess, da sie nicht in der Bibel vorkam; oder dass die ersten Pommes Frittes in Pferdefett gebraten wurden. Aber statt 300 oft zäher Seiten hätte es dafür auch ein längerer Zeitungsartikel getan. Insgesamt ist das Buch leider nur halb so vergnüglich und bereichernd wie vom Klappentext versprochen. Eine gute Kulturgeschichte der Kartoffel muss erst noch geschrieben werden. |
Der Seemann: Ein Berufsstand und seine kulturelle Inszenierung (1844-2003) Timo Heimerdinger Broschiert, Oktober 2005 Verkaufsrang: 319271 Gewöhnlich versandfertig in 3 bis 4 Tagen.
| Pop - Pop- Populär: Popliteratur und Jugendkultur
Taschenbuch, November 2004 Verkaufsrang: 305577 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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Kulturindustrie und Populärkultur. Kritische Theorie der Massenmedien Michael Kausch Broschiert, 1988 Verkaufsrang: 257799
| Wie man sich bettet. Die Kulturgeschichte des Schlafzimmers Pascal Dibie Gebundene Ausgabe, 1989 Verkaufsrang: 287572
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Die ZEIT-Welt- und Kulturgeschichte in 20 Bänden. 09: Zeitalter des Absolutismus: 9 Götz Hamann, Ulrich Schnabel, Marion Gräfin Dönhoff Gebundene Ausgabe, Dezember 2005 Verkaufsrang: 104419
Bei Amazon z.Zt. leider nicht lieferbar! |
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