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| Kultur, Bildung | Inhaltsangaben Kurzbeschreibungen Zusammenfassungen | |
Lesekindheiten: Familie und Lesesozialisation im historischen Wandel Bettina Hurrelmann, Susanne Becker, Irmgard Nickel-Bacon Broschiert, November 2005 Verkaufsrang: 354479 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen. Die im öffentlichen Diskurs immer wieder vorgebrachten Klagen über den Verfall der Lesefähigkeit der jungen Generation oder den Niedergang des Lesens überhaupt sind der Anlass der vorliegenden Untersuchung. Ihr tieferes Interesse ist es, die Hektik momentbezogener Diagnosen und Kassandrarufe durch eine historische Betrachtung zu durchbrechen. Wir hoffen, auf diese Weise Einsichten in den langfristigen Wandel der Medienkultur zu gewinnen, deren unverzichtbarer Teil nach wie vor das Lesen ist. Wie werden Kinder zu Lesern? Dieses Buch gibt einen Überblick über mehr als 150 Jahre Lesesozialisation in der (bürgerlichen) Familie. In drei historischen Querschnitten werden die Bedingungen und Interaktionsformen der Leseerziehung untersucht: Biedermeierzeit (um 1830), Kaiserzeit (um 1900) und Zeit des Eintritts in die Mediengesellschaft (um 1980). Als Quellen der Rekonstruktion dienen in jedem Querschnitt Erziehungsratgeber, Kinderliteratur und autobiographische Quellen bzw. Daten. Die familiale Lesesozialisation erweist sich als ein bis zur Gegenwart bildungsrelevantes Kulturmuster, das in der Biedermeierzeit begründet, in der Kaiserzeit fest etabliert und in den 1980er Jahren stabilisiert wurde. Allerdings zeichnen sich auch die Gegenwartsprobleme ab: In einer Gesellschaft, in der die soziale Schichtung durchlässiger geworden ist, bleibt die Lesesozialisation eine Bastion ungleicher Bildungschancen, und die Familien sind auf die Integration des Lesens in die Vermittlung einer umfassenden Medienkompetenz schlecht vorbereitet.
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Auf der Schwelle. Kunst, Risiken und Nebenwirkungen Erika Fischer-Lichte, Robert Sollich, Sandra Umathum Broschiert, September 2006 Verkaufsrang: 401165 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden In der Vielfalt ihrer Ausprägungen und Ausmasse entziehen sich die Wirkungen von Kunst einer trennscharfen, einhegenden Bestimmung. Dieser transdisziplinäre Band soll einen offenen Blick für die Erfahrungsdimension des Ästhetischen entwickeln, der kognitive und körperliche, reflexive und emotionale, performative und semiotische Aspekte gleichermassen integrieren kann.Dabei rücken Erfahrungsweisen in den Mittelpunkt, die in wissenschaftlichen Ästhetikdebatten in jüngerer Zeit häufig zu kurz gekommen sind oder sogar zu blossen Nebenwirkungen der Kunst degradiert wurden: Wie mischt sich das Ästhetische mit dem Emotionalen? Wie ändert sich die ästhetische Erfahrung des Rezi-pienten, wenn er zum aktiven Eingreifen in künstlerische Prozesse gezwungen wird? Inwieweit sind Verletzungen und Repulsionen ästhetisch erfahrbar?
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Die Kultur und ihre Narrative. Eine Einführung Wolfgang Müller-Funk Taschenbuch, Januar 2001 Verkaufsrang: 374109 Der Begriff Kultur ist schillernd und vielseitig. Er wird hier insofern in ein neues Licht gerückt, als er mit theoretischen Ansätzen verknüpft wird, die bislang nicht systematisch auf das Thema Kultur angewandt worden sind. Dabei handelt es sich um Ansätze, die bislang überwiegend im Bereich der Literaturwissenschaft entwickelt wurden. Der Leser wird in die Diskussion um die Kulturwissenschaften eingeführt, aber auch mit Theorien vertraut gemacht, die im deutschsprachigen Raum eher unbekannt sind. Das Buch gliedert sich in einen methodischen und einen angewandten Teil, in dem Phänomene wie Medialität (am Beispiel des Geldes), Religion (die Apokalypse), die Erfindung der Nation und die psychoanalytischen Fallgeschichten untersucht werden.
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Testcard, Nr.10, Zukunftsmusik
Taschenbuch, August 2001 Verkaufsrang: 337452 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Zukunftsmusik" fragt nach, wie sich Popkultur und deren einzelne Stile entwickeln könnten. Es geht um längst fragwürdige Begriffe wie "Innovation" und "Avantgarde", aber auch um soziale Fragen wie: Sind Subkulturen im herkömmlichen Sinne überhaupt noch möglich? Wird Provokation nur noch von rechts ausgehen? Werden sich die Forderungen aus der Gender-Debatte kulturell niederschlagen? Diese und andere Fragen werden allerdings nicht nur theoretisch, sondern im...
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Grenzbespielungen. Visuelle Politik in der Übergangszone Beatrice von Bismarck Taschenbuch, Juni 2005 Verkaufsrang: 371543 Das Buch thematisiert die Vorstellung einer zum Raum erweiterten Grenzlinie. Das Thema Grenzüberschreitung und Konstitution von Raum wird vorgestellt von KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen verschiedener Disziplinen. Sie machen Grenzen nutzbar für ihre Kritik an und Umformulierung von kulturell, national, sozial, ökonomisch, aber auch disziplinär oder medial bestimmten Grenzen und behandeln die grundsätzliche Frage nach dem Verhältnis von Kunst und Gesellschaft, den Verfahren und der Wirkungsmächtigkeit von auf politische Relevanz zielenden kulturellen Praktiken.
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Geschichte des deutschen Films: Mit 330 Abbildungen
Gebundene Ausgabe, September 2004 Verkaufsrang: 324942 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Konkurrenzloses Standardwerk zur deutschen Filmgeschichte in aktualisierter Neuauflage. Die erweiterte Neuauflage bietet 10 Jahre Filmgeschichte mehr; jetzt 1895 bis 2000. Seit ihrem Erscheinen 1993 gilt diese "Geschichte des deutschen Films" als ein internationales Standardwerk der Filmgeschichtsschreibung, das nun - überarbeitet und um ein Kapitel zum deutschen Film der neunziger Jahre ergänzt - neu vorgelegt wird. Der erste Teil des Buches enthält einen Abriss über die wichtigsten filmgeschichtlichen Epochen. Anhand exemplarischer Filme und ihrer Regisseure wird die Geschichte des Films anschaulich dargestellt. Schwerpunkte liegen auf den Zwanziger Jahren, als der deutsche Film erstmals Weltgeltung errang, sowie auf der Zeit seit 1945 mit der Entwicklung hin zum "Autorenfilm". Der zweite Teil hat thematische Querschnitte zum Inhalt. Hier geht es um Genres, Ideen, Motive, um die politische Dimension des Films und das Publikum. Eine Chronik erschließt die wichtigsten Daten zum deutschen Film, eine Bibliographie nennt weiterführende Literatur. Mit zahlreichen Abbildungen von über einhundert Jahren deutscher Filmgeschichte.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Eine Reise durch die Zeit 5 von 5 Punkten „Geschichte des deutschen Film" nimmt den Leser mit auf die Reise durch einhundert Jahre deutsche Filmgeschichte. Die Geschichte der bewegten Bilder, von lebenden Photograpien, über optische Berichterstattung bis zu den frühen Stummfilmen. Die Reise führt den Leser weiter durch die Zeiten der Weimarer Republik und dem Nationalsozialismus. Es folgt die Nachkriegsfilme, die Sechziger, Siebziger und Achtziger. Das Buch widmet ein großes Kapitel dem DDR-Film und seinen spektakulären filmischen Errungenschaften. Es liefert Wissen zum Dokumentarfilm und Experimentalfilm. Ein weiters Kapitel beschäftigt sich mit Filmkritik und Filmtheorie. Es behandelt den Feminismus ebenso, wie die Filmzensur, die Krise des Kinos durch das Fernsehen. „Geschichte des deutschen Films" ist viel mehr als eine Chronik des deutschen Films. Es gibt Einblicke in die einzelnen Zeitabschnitte und bietet viele wichtige Hintergrundinformation, die das Verständnis für die entsprechenden Filme erleichtern. Es erklärt, wie die Zeit auf verschiedene Regisseure gewirkt hat. Das Buch enthält zahlreiche Schwarzweißfotos, eine zusammenfassende Chronik, sowie eine ausführliche und übersichtliche Bibliographie für die, die zu bestimmten Themen weiterlesen möchten. Es eignet sich für Filmwissenschaftler und Liebhaber des deutschen Films gleichermaßen. Ein durch und durch gelungenes Buch. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.) |
Kurze Geschichte der europäischen Kultur (Uni-Taschenbücher S) Hans-Georg Pott Broschiert, 1. Oktober 2005 Verkaufsrang: 341911 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Fragen nach den kulturellen Grundlagen des gegenwärtigen und eines zukünftigen Europas erfordern eine Besinnung auf geistige Wurzeln und leitende Werte ebenso wie die Erfordernisse der Kultur- und Geisteswissenschaften nach Grundlagen der Bildung. Dieses Buch kommt ohne voluminöse Kompendien zur Bildung und reine Fakten-Übersichten aus. Anhand der sinnstiftenden und reflektierenden Diskurse von Hegel bis Luhmann entsteht eine Sinngeschichte, die sich als Grundlage von kultur- und geisteswissenschaftlichen Studiengängen, aber auch einer allgemeinen Debatte zur europäischen Kultur empfiehlt.
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Lust ohne Last: Geschichte der Empfängnisverhütung Robert Jütte Taschenbuch, März 2003 Verkaufsrang: 321822 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Empfängnisverhütung ist keine Erfindung der Neuzeit und auch nie reine Privatsache gewesen. Mächtige Institutionen wie Kirche und Staat machten hier ihren Einfluß ebenso geltend wie bestimmte Berufsgruppen, die für sich besondere Kompetenz in ethischen und sittlichen Fragen beanspruchen. Wie sind unsere Vorfahren mit Empfängnisverhütung umgegangen, und wie haben sich Techniken und Moralvorstellungen, die heute noch aktuell sind, entwickelt? Das Buch verfolgt diese Fragen von der Antike bis zur Gegenwart und wirft darüber hinaus noch einen Blick in die Zukunft. Der Schwerpunkt der Darstellung liegt auf dem neuzeitlichen Europa, daneben werden aber auch unterschiedliche Kulturkreise (Europa, Amerika, China, Indien) und Weltreligionen (Christentum, Judentum, Islam) wie auch zentrale demographische und bevölkerungspolitische Aspekte berücksichtigt.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Von Kräutertränken bis zur Pille 5 von 5 Punkten Schon Aristoteles fand, die Bevölkerungszahl müsse begrenzt werden, damit die Bürger nicht verarmen. Man vermutet, dass schon zu seiner Zeit Verhütung und Abtreibung geduldet wurden. Historische Quellen zeigen, dass die antiken Stadtstaaten nach verlorenen Kriegen oder Seuchen das Bevölkerungswachstum gern angeregt hätten, doch die ersten bekannten bevölkerungspolitischen Maßnahmen haben damals anscheinend wenig bewirkt. Der Medizinhistoriker Robert Jütte berichtet, dass schon im Römischen Reich Oberschichtfamilien mit durchschnittlich drei Kindern deutlich weniger Kinder hatten als der Rest der Bevölkerung. Seine Recherchen über das Verhältnis des Judentums zu Empfängnisverhütung ergaben, dass dort zwar für Männer ein Fortpflanzungsgebot bestand, nicht aber für Frauen. Er berichtet ebenfalls über die Einstellung zur Verhütung in islamischen Staaten der Geschichte und der Neuzeit. Im Christentum wirkte die augustinische Sexualethik des Kirchenvaters Augustinus bis ins 20. Jahrhundert hinein, sie wurde ins kanonische Kirchenrecht aufgenommen.
Mit Zitaten aus ägyptischen Papyrii, aus den Schriften des Hippokrates und aus der antiken Dichtung verdeutlicht Jütte, dass Rezepte für Tränke und Heilkräuter damals in der Volkssprache geschrieben und allgemein zugänglich waren. Erst später wurden Teile weg gelassen, wenn der Übersetzer sie anstößig fand. Zwar zog man damals manch falsche Schlüsse aus Beobachtungen, einige der Mittel waren leider wirkungslos, doch andere Wirkstoffe aus jener Zeit werden in veränderter Aufbereitung noch heute genutzt. Seit dem 16. Jahrhundert gibt es in Europa Demographie als Wissenschaft; und seither kann planmäßige Geburtenbeschränkung in allen Bevölkerungs-Schichten durch Auswertung des Alters der Mutter bei ihren Geburten nachgewiesen werden. Der Autor zitiert aus Briefen und Protokollen von Gerichtsverfahren verschiedener europäischer Staaten, um anschaulich den damaligen Wissensstand über körperliche Prozesse aufzuzeigen. Dabei rückt er einige populäre Überlieferungen zum Thema geheimes Wissen und Hexenverfolgung zurecht.
Die These von Malthus, dass die Menschheit vom Hungertod bedroht sei, weil die Bevölkerung schneller wachse als die landwirtschaftlichen Erträge, führte schließlich im 19. Jahrhundert zur Publikation der ersten Ratgeber-Büchlein zur Empfängnisverhütung. In Deutschland und Amerika erschienen diese Ratgeber in einer Auflage von 300 000 bis 500 000 Stück; Anzeigenwerbung war verbreitet.
Die Pionierinnen der Verhütungsberatung Margaret Sanger, Mary Stopes und Helene Stöcker, sowie die Erfinder der heute bekannten chemischen und mechanischen Verhütungs-Klassiker werden von Jütte portraitiert. Zwangsterilisationen der Neuzeit und Geburtenkontrollprogramme mit politischem Hintergrund skizziert der Autor nur kurz. Das Literaturverzeichnis und die zitierten Quellen reichen bis ins Jahr 2001.
Der Autor bringt die trockene historische Thematik in ansprechendem Stil an Leser und Leserin. Eine Fundgrube an Informationen für Beraterinnen, Hebammen und medizinisch Interessierte. |
Vorlesungen und Gespräche über Ästhetik, Psychoanalyse und religiösen Glauben Ludwig Wittgenstein Taschenbuch, Mai 2001 Verkaufsrang: 72271 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der Band enthält Mitschriften von zwei Vorlesungen, die Ludwig Wittgenstein im Jahr 1938 in Cambridge gehalten hat. Die "Vorlesungen über Ästhetik" gab Wittgenstein einer kleinen Gruppe von Studenten in seinem Privaträumen, die "Vorlesungen über den religiösen Glauben" waren Teil einer allgemeinen Vorlesungsreihe über den Glauben ("Belief"). Hinzu kommen "Gespräche über Freud", die Wittgenstein zwischen 1942 und 1946 mit Rush Rees führte (der sie auch aufzeichnete). Die Zusammenstellung dieser Themen, also die Auswahl gerade dieser Mitschriften, ist keineswegs zufällig, sondern entspricht Wittgensteins Neigung, religiöse, psychologische und künstlerische Fragen nicht voneinander zu trennen. Sie führt eine wichtige Facette von Wittgensteins Denken vor Augen, wie man sie in vergleichbarer Deutlichkeit in der Edition seiner nachgelassenen Schriften nicht findet.
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Das war Armut: Das war Armut 2: Landleben in den 20er und 30er Jahren: Bd 2 Martin Meier Broschiert, Oktober 2005 Verkaufsrang: 357246 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der Lehrer Martin Meier trug Geschichten und Anektdoten mit dazugehörigen Bildern zusammen. Durch seine jahrelangen persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse entstanden zwei hochinteressante Bände.l
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Das sollte man mal lesen 5 von 5 Punkten Ich bekam dieses Buch (Ausgabe der 90er) vor mehreren Jahren von meiner Oma geschenkt, mit dem Hinweis, ich solle auch mal wissen, wie das Leben zu ihren Jugendzeiten war und warum sie uns "Konsumkids" einfach nicht verstehen könne. Wenn man, wie heute so oft, über hohe Preise, lange Arbeitszeiten, wenig Freizeit, zu wenig Jahresurlaub, unsichere Arbeitsplätze, allgemeine Unsicherheit, lange Pendlerwege oder hohe Mieten jammert - dann sollte man dieses Buch zur Hand nehmen und mit einem kritischen Blick die vermeintlich "gute alte Zeit" betrachten. Die Alltagsprobleme von heute bekommen eine andere Qualität, wenn man liest, welche existenziellen Dinge noch vor nicht allzu langer Zeit die Menschen bewegten. In dem Buch "Das war Armut" geht es um die 20er und 30er Jahre in der Weilheimer/Starmberger Gegend. An der Tagesordnung war ein karges Frühstück, lange Arbeitszeiten, anstrengende Arbeit und hohe Preise für Grundnahrungsmittel. Eine Definition von Armut des Autors bleibt mir in Erinnerung: Heute: Armut ist, wenn man weniger Geld zur Verfügung hat, als der Durchschnitt der Menschen im Land. Daher ist der Lebensstandard "Armut" in den letzten Jahrzehnten natürlich gestiegen. Früher: Armut ist, wenn man aus eigenen Mitteln seine Grundversorgung Essen, warme Wohnung und warme Kleidung nicht decken kann. Und das war in der beschriebenen Zeit nicht außergewöhnlich, sondern oft genug an der Tagesordnung. Wenn man sich vor Augen führt, dass die beschriebene Zeit gar nicht so lange her ist, sondern es sich zu Jugendzeiten unserer Großeltern so abgespielt hat, dann macht das nachdenklich. Ein sehr eindrucksvolles Buch. Die einfache Aufmachung und Illustration sollte nicht abschrecken. Sehr lesenswert! |
Vorlesungen und Gespräche über Ästhetik, Psychoanalyse und religiösen Glauben Ludwig Wittgenstein Taschenbuch, Mai 2001 Verkaufsrang: 72271 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der Band enthält Mitschriften von zwei Vorlesungen, die Ludwig Wittgenstein im Jahr 1938 in Cambridge gehalten hat. Die "Vorlesungen über Ästhetik" gab Wittgenstein einer kleinen Gruppe von Studenten in seinem Privaträumen, die "Vorlesungen über den religiösen Glauben" waren Teil einer allgemeinen Vorlesungsreihe über den Glauben ("Belief"). Hinzu kommen "Gespräche über Freud", die Wittgenstein zwischen 1942 und 1946 mit Rush Rees führte (der sie auch aufzeichnete). Die Zusammenstellung dieser Themen, also die Auswahl gerade dieser Mitschriften, ist keineswegs zufällig, sondern entspricht Wittgensteins Neigung, religiöse, psychologische und künstlerische Fragen nicht voneinander zu trennen. Sie führt eine wichtige Facette von Wittgensteins Denken vor Augen, wie man sie in vergleichbarer Deutlichkeit in der Edition seiner nachgelassenen Schriften nicht findet.
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Das war Armut: Das war Armut 2: Landleben in den 20er und 30er Jahren: Bd 2 Martin Meier Broschiert, Oktober 2005 Verkaufsrang: 357246 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der Lehrer Martin Meier trug Geschichten und Anektdoten mit dazugehörigen Bildern zusammen. Durch seine jahrelangen persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse entstanden zwei hochinteressante Bände.l
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Das sollte man mal lesen 5 von 5 Punkten Ich bekam dieses Buch (Ausgabe der 90er) vor mehreren Jahren von meiner Oma geschenkt, mit dem Hinweis, ich solle auch mal wissen, wie das Leben zu ihren Jugendzeiten war und warum sie uns "Konsumkids" einfach nicht verstehen könne. Wenn man, wie heute so oft, über hohe Preise, lange Arbeitszeiten, wenig Freizeit, zu wenig Jahresurlaub, unsichere Arbeitsplätze, allgemeine Unsicherheit, lange Pendlerwege oder hohe Mieten jammert - dann sollte man dieses Buch zur Hand nehmen und mit einem kritischen Blick die vermeintlich "gute alte Zeit" betrachten. Die Alltagsprobleme von heute bekommen eine andere Qualität, wenn man liest, welche existenziellen Dinge noch vor nicht allzu langer Zeit die Menschen bewegten. In dem Buch "Das war Armut" geht es um die 20er und 30er Jahre in der Weilheimer/Starmberger Gegend. An der Tagesordnung war ein karges Frühstück, lange Arbeitszeiten, anstrengende Arbeit und hohe Preise für Grundnahrungsmittel. Eine Definition von Armut des Autors bleibt mir in Erinnerung: Heute: Armut ist, wenn man weniger Geld zur Verfügung hat, als der Durchschnitt der Menschen im Land. Daher ist der Lebensstandard "Armut" in den letzten Jahrzehnten natürlich gestiegen. Früher: Armut ist, wenn man aus eigenen Mitteln seine Grundversorgung Essen, warme Wohnung und warme Kleidung nicht decken kann. Und das war in der beschriebenen Zeit nicht außergewöhnlich, sondern oft genug an der Tagesordnung. Wenn man sich vor Augen führt, dass die beschriebene Zeit gar nicht so lange her ist, sondern es sich zu Jugendzeiten unserer Großeltern so abgespielt hat, dann macht das nachdenklich. Ein sehr eindrucksvolles Buch. Die einfache Aufmachung und Illustration sollte nicht abschrecken. Sehr lesenswert! |
Bilder des Schreckens. Die mediale Inszenierung von Massakern seit dem 16. Jahrhundert Christine Vogel Broschiert, Mai 2006 Verkaufsrang: 139665 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen. Massaker und Medien Durch ihren Grad an exzessiver Gewalt rufen Massaker starke Emotionen hervor, weshalb ihnen eine besondere »Medienwirksamkeit« zu Eigen ist. Dies gilt nicht erst für die modernen Massenmedien. Die hier behandelten Beispiele reichen von den Massakern an den französischen Hugenotten 1572 bis zum Genozid in Ruanda 1994. Dabei stellt sich vor allem die Frage, was mit den medialen Inszenierungen dieser Schreckensbilder jeweils erreicht werden sollte. Denn nie ging es nur um das Berichten von Tatsachen, sondern stets auch um politische Appelle.
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Der Zeitungsausschnitt: Ein Papierobjekt der Moderne Anke te Heesen Broschiert, November 2006 Verkaufsrang: 336880 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Von Zeitungsausschnitten, ihrem massenhaften Auftreten gegen END e des 19. Jahrhunderts und ihrer VerwEND ung in Kunst und Wissenschaft. Ein bisher von der Geschichts- und Medienwissenschaft nicht näher beachtetes Phänomen wird in Augenschein genommen, seine Einbettung in die Sozial- und Kulturgeschichte dargestellt sowie in Fallgeschichten beschrieben.
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Unsichtbare Sammlungen - Kunst nach der Postmoderne FUNDUS Bd. 170: Kunst nach der Postmoderne Ludwig Seyfarth, Eva Schmidt Gebundene Ausgabe, September 2007 Verkaufsrang: 398255 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ludwig Seyfarths Essays sind bewusst zwischen Kunstwissenschaft und Kunstkritik angesiedelt. Sie analysieren einzelne Positionen und Themenfelder im Hinblick auf eine undogmatische Standortbestimmung zeitgenössischer Kunst. Als "Erbe" der Postmoderne untersucht der Autor die zentrale Bedeutung des Sammelns, die sich längst nicht nur in der immer dominanteren Rolle der privaten Sammler im Kunstbetrieb zeigt, sondern als strukturelles Element künstlerischer Vorgehensweisen, vor allem in der Reflexion medial geprägter Identitäten. Im Blickpunkt stehen dabei die Spannbreite künstlerischen Humors oder Grenzüberschreitungen zur Architektur, aber auch Rückbezüge zur Kunst des 18. Jahrhunderts und zur Geschichte der Landschaftsmalerei.
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Eros, Kosmos, Logos. Eine Vision an der Schwelle zum nächsten Jahrtausend Ken Wilber Gebundene Ausgabe, 1996 Verkaufsrang: 355714 In einer Zeit, da unser Denken in zahllose Einzeldisziplinen zersplittert ist, liefert Ken Wilber eine Zusammenschau und kreative Synthese aller bisherigen Erklärungsmodelle der Wirklichkeit, die zugleich eine wegweisende Vision für das menschliche Denken im dritten Jahrtausend ist. "Indem er Material aus den Natur- und Geisteswissenschaften, den Religionen, der Kunst und anderen Bereichen zusammenschaut, hilft Wilber uns, die Welt als Ganzes zu verstehen und festgefahrene Sichtweisen des Abenteuers des menschlichen Geistes zu überwinden..." (Michael Murphy.)
Wo steht der Mensch in seiner Entwicklung heute? Wie sind wir dahin gekommen? Kann der Mensch in seiner künftigen geistigen Evolution die Trennung von Materie, Leben und Bewußtsein mit ihren verheerenden Konsequenzen überwinden und die ursprüngliche Einheit von Körper, Geist und Seele wiederherstellen? »Eros, Kosmos, Logos stellt den großartigen Versuch dar, der scheinbar fragmentierten Zufälligkeit eines Geschehens, das wir Universum, Wirklichkeit,...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 15 Bewertungen)
DER MUT ZUM ALTMODISCHEN DENKEN 5 von 5 Punkten Bekanntlich krankt unsere Zeit nicht daran, zuwenig Wissen angesammelt zu haben. Die Berge wachsen. Doch Wissen führt nicht auf direktem Weg zur Weisheit und so macht sich ein Unbehagen breit. Nach all dem Forschen und Suchen wird schließlich wieder aus dem „Faust" zitiert und stolz hält man sich für postmodern, was in etwa gleichbedeutend ist mit dem Bekenntnis, daß aus dieser Welt nicht schlau zu werden ist. Das mag am Ende auch stimmen, aber es gibt zumutbare Gründe, warum unser wissenschaftliches Weltbild noch nicht am Ende ist. Kosmologische Entwürfe, also der Versuch, das Ganze auf einmal zu erklären, sind ja nicht mehr große Mode. Die letzten Universalgelehrten hat man wohl im vorigen Jahrhundert zu Grabe getragen. Aus praktischen Gründen teilt man sich nun die Arbeit auf und erinnert sich gegenseitig daran, über Tellerränder zu schauen, weil zwar der Teufel, aber nicht die ganze Welt im Detail steckt. Hier beginnt der Jammer. Gewöhnlich sprechen unsere Experten in fächerübergreifenden Diskussionen eine jeweils andere Sprache. Wann konnten sich etwa Psychologen, Theologen, Physiker oder Philosophen auf ein paar Grundbegriffe wie „Natur", „Leben" oder gar „Seele" und „Geist" einigen. Der Widerspruch scheint in unseren Theorien unvermeidlich und wird konsequent der Wirklichkeit unterstellt. Es wird empfohlen, sich die Wahrheit im Plural zu denken. Ken Wilber hat lange darüber nachgedacht. Er ist der Meinung, daß sich niemand vollständig irren kann und jede gute Theorie durchaus einen Aspekt der Welt erkennt, den sie dann leider schon für das ganze Wesen hält. Wilber vergleicht wissenschaftliche Schulen gern mit den Spektren des Lichts, jeder sieht eine andere Farbe, aber sobald das Geheimnis elektromagnetischer Wellen bekannt geworden ist, sehen sie doch alle dasselbe. Diesem Geheimnis eines grundlegenden Musters ist Wilber auf der Spur und seine Arbeit stellt verblüffende Vorschläge dar, unser gesamtes Wissen in eine Ordnung zu bringen. Seine Integrationsversuche beziehen auch die Erfahrungen von Religion, Kunst und Alltagskultur ein, was ihm in akademischen Kreisen einen schlechten Ruf oder schlimmstenfalls Ignoranz einbrachte. Tellerränder. „Eros, Kosmos, Logos" war für mich der Einstieg in Wilbers Denken und ich halte es für sein reifstes Werk. Wer den akademischen Stil nicht mag, sollte seine populärwissenschaftliche Zusammenfassung „Eine kurze Geschichte des Kosmos" lesen. Wer hingegen mit vergleichbarer Literatur intimen Umgang pflegt, wird die Eleganz und Klarheit in Wilbers Darstellung als eine Wohltat empfinden. Man soll ja vorsichtig mit Schwärmereien sein, aber Leben und Werk dieses Mannes verdanke ich einen guten Teil meines Seelenfriedens. Wilber ist für mich ein Held.
Weitere Lesermeinungen |
Küss mich: Eine unterhaltsame Geschichte der wollüstigen Küsse Ingelore Ebberfeld Taschenbuch, September 2001 Verkaufsrang: 369701 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
| Die großen Revolutionen und die Kulturen der Moderne Shmuel N. Eisenstadt Broschiert, Oktober 2006 Verkaufsrang: 347424 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen.
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Texturen des Bildlichen Louis Marin Taschenbuch, April 2006 Verkaufsrang: 371855 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
| Der kalkulierte Wahnsinn. Innenansichten ästhetischer Moderne Wolfgang Lange Broschiert, 1992 Verkaufsrang: 393392
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