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| Deutsche Geschichte | Inhaltsangaben Kurzbeschreibungen Zusammenfassungen | |
Der Baader-Meinhof-Komplex: Stefan Aust Broschiert, 11. August 2008 Verkaufsrang: 28 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 75 Bewertungen)
Warum gerade Standardwerk ?!? 4 von 5 Punkten Sicherlich ist das Werk von Stefan Aust, dem ehemaligen Spiegel-Chefredakteur, eines der detailliertesten und umfangreichsten, trotz allem gibt es auch durchaus andere Werke, die einen ebenfalls sehr gelungenen Einblick in die Geschichte der RAF geben. Beispielsweise Butz Peters "Tödlicher Irrtum" kann sich meiner Meinung nach voll und ganz mit dem Baader-Meinhof-Komplex auf einen Ebene stellen.
Austs Buch ist um 200 Seiten erweitert worden (auf 1000 knapp), viele Bilder, die in früheren Ausgaben fehlten, wurden ergänzt, was unverzichtbar ist, will man die ganze Geschichte verstehen, so auch die Ausstrahlung und Anziehungskraft dieser Protagonisten.
Austs Werk ist spannend geschrieben - keine Frage. So manches Mal fühlte ich mich beim Lesen an einen spannenden Kriminalroman erinnert. Nichtsdestotrotz muß ich auch Abstriche machen. Wenn es zum Beispiel darum geht, ob ich wirklich wissen muß, was die RAF am Montag den ... für Kuchen gegessen hat. Vielleicht aber gerade wegen dieser Detailfreude wird das Buch über alle anderen RAF-Werke gestellt. Doch auch das schon erwähnte Peters Werk gibt genauso gut einen tiefen Einblick über sämtliche Geschehnisse, auch ohne die Eisvorlieben zu erwähnen.
Auch das Aust Ulrike Meinhof persönlich kannte, macht ihn vielleicht zu DEM RAF-Autor schlechthin, bloß kann dieser Umstand nicht gerecht sein, wenn auch andere Autoren sehr gut recherchiert haben.
Dieses Werk hat natürlich den Umfang und das Hintergrundwissen, was in unzähligen Büchern über dieses Thema nicht erwähnt wurde, wie es nur jemand zu Tage fördern kann, der wirklich mit Herzblut an dieser Sache hängt. Und Aust ist unbestritten in den letzten Jahren DER Autor, der am meisten und aktuellsten sich mit dieser Thematik befasst hat, wie auch als Dokumentaion im TV, als Hörbuch oder gar als Filmberater beim derzeit aktuellen Baader-Meinhof-Kinofilm.
Möchte man sich also mit der RAF intensiver auseinandersetzen, weil einem die deutsche Geschichte nicht völlig egal ist, sollte natürlich Austs Werk nicht im Bücherregal fehlen. Will man noch einen intensiveren Eindruck, der nicht nur die 1. RAF-Generation, sondern die RAF bis zu ihrer Auflösung behandelt, dem sei auch Peters Werk ans Herz gelegt, sowie viele andere Berichte wie "Stammheim" von Horst Bubeck oder "Familienbulle" von Alfred Klaus.
Die Scheuklappen ablegen und auch andere Meinungen verfolgen...
Detailliert mit fraglichem Schreibstil 4 von 5 Punkten Das Buch geht sehr detailliert auf die teils komplexen Zusammenhänge ein, was dem Leser ein breites Wissen vermittelt. Den Nachgeborenen wird die Gelegenheit gegeben, das Geschehene und das Werden der RAF nachzuvollziehen. Für meinen Geschmack wird der Prozess gegen die 1. Generation zu ausführlich dargestellt. Zudem sind die nachträglich eingefügten neuen Erkenntnisse aus Stasi- und sonstigen Unterlagen lieblos und ohne Zusammenhang in das Buch eingefügt worden, so werden Abkürzungen oder Personen erst vorgestellt, nachdem diese bereits viele Seiten zuvor beschrieben wurden, z.B. wird am Ende vieler Kapitel das Nachtprotokoll des Gefängnisalltags erwähnt und so auch die vielen Medikamente, die vor allem Baader täglich erhielt. Der Leser fragt sich, warum. Erst viel später wird erklärt, dass Baader täglich wie auf Bestellung Drogen bekam. Für den nicht immer überzeugenden Stil daher ein Punkt Abzug. Trotz aller Kritik ist das Buch sicherlich sehr informativ, bedürfte jedoch einmal einer Überarbeitung des Autors, um einen durchgehenden Stil zu gewährleisten.
Rezension 4 von 5 Punkten Um seine Allgemeinbildung auf einen guten, wenn nicht gar einen gehobenen Stand zu bringen, ist dieses Werk ausdrücklich geeignet. Um den Vorwurf der Trockenheit dieses Werkes etwas entgegenzusetzen, möchte ich auf das Hörbuch verweisen, was aus 4 CDs besteht und mit original Tondokumenten bestückt ist.
Inhaltlich betrachtet, ist der Baader-Mainhof-Komplex wirklich sehr komplex. Will man nicht gerade RAF-Experte werden, ist es völlig ausreichend, sich mit diesem Werk zu befassen.
Doch Vorsicht! Beim hören des Hörbuchs (ich weiß nicht, wie es sich beim Lesen verhält) sollte man sich davor hüten, Mitleid für die Terroristin Mainhof zu empfinden. Der Autor versucht meiner Meinung nach, Mainhof aus den Greultaten der "Roten Armee Fraktion" herauszuhalten, was faktuell gesehen falsch ist. Sie war schließlich selbst an Bombenanschlägen beteiligt und hat deshalb keinerlei Mitleidsgefühle verdient.
Lesenwert für alle! Interessantes zur deutschen Zeitgeschichte! 4 von 5 Punkten Dieses BUch sollte von jedem gelesen werden! Durch dieses Werk erhält man einen tiefen Einblick in einen Abschnitt der deutschen Zeitgeschichte, der zum Teil mit Mythen und Emotionalität so voll gestopft ist, dass man die Fakten nicht mehr sieht. Gerade als Geschichts- und Politikinteressierter ist dies Umstand sehr ärgerlich. Stefan Aust beschreibt mit Hilfe von Akten, Interviews, Zeitungsartikeln und anderen Quellen, was sich in den Jahren von 1970 bis 1977 zugetragen hat. Der Kern der RAF - Baader, Ensslin, Meinhof und Raspe, werden detailiert eingeführt und ihre Aktionen und Beweggründe verständlich vermittelt. Gerade für jemanden wie mich, der die Zeit der RAF nicht miterlebt hat, ist die sachliche, tiefgründige und gut recherchierte Darstellung dieser politischen Gruppierung sehr gut geeignet, um sich ein Bild dieser Zeit machen zu können. Auch für Menschen, die diese Zeit miterlebt haben, kann dieses Werk einen neuen Blick auf die Begebenheiten gewähren. Gerade die vielen Stränge und Verbindungen, das Unstete und gleichzeitig koodinierte Leben wird vom Autor wunderbar beschrieben. Allerdings gibt es zwei Nachteile: Der eine ist, dass es wirklich langweilige und sehr langatmige Passagen gibt, die sicherlich auch kürzer hätten ausfallen können. Gerade die Phase vor den Verhaftungen des Kerns der RAF ist extrem lang und sehr verwirrend, weil unendlich viele verschiedene Personen auftreten. Es wäre gut gewesen einen Anhang zu haben. In diesem sollten nicht nur die Abkürzungen, die häufig im Text verwendet werden, erläutert, sondern auch die wichtigsten Personen mit den Kerndaten aufgelistet werden. Der zweite Nachteil ist, dass es der Autor scheinbar eine Sympathie für die RAF hat und hatte - zwar nicht für die Taten, aber für die Beweggründe. Schließlich war er auch Redakteur bei "konkret". Aber der Autor geht mit diesen Umständen offen um und hält nicht damit hinter den Berg. Damit wird seine Arbeit, die wichtig ist für das Verständnis der deutschen Geschichte und dieser Zeit ist, transparent und besser interpretierbar.
Zum Buch an sich: Die Qualität - egal ob gebunden oder als Taschenbuch - ist gut. Die Seiten angenehm dick. Dadurch wird das Buch natürlich schwer und manchmal etwas unhandlich. Aber es ist insgesamt sehr robust (ich trage das Buch, das ich gerade lese, immer mit mir herum - es muss viel aushalten).
Dieses Buch ist empfehlenswert für alle, die sich über die RAF und die politischen und gesellschaftlichen Umstände jener Zeit informieren wollen.
Standardwerk zur RAF-Geschichte, aber enttäuschend für RAF-Forscher 4 von 5 Punkten Austs Buch gibt seinen Lesern detaillierte Einblicke in die Geschichte der RAF. Fehlende Fussnoten erleichtern zwar das Lesen des Buchs, machen es dem Leser allerdings schwer nachzuvollziehen, auf welchen Quellen/Erfahrungen Austs Analysen nun genau basieren. Historiker, die mit Hilfe des Fussnotenapparats in Archiven weiter forschen wollen, werden enttäuscht sein.
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Der Baader-Meinhof-Komplex Das Standardwerk Vollständig aktualisiert - Erstmals mit Fotos - Alle Fakten - Alle Details Stefan Aust Gebundene Ausgabe, September 2008 Verkaufsrang: 44 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Viele neue - oft frappante und mysteriöse - Fakten sind dank Stefan Austs Recherchen ans Tageslicht gekommen. Gab und gibt es ein Interesse staatlicher Instanzen, sie unter Verschluss zu halten? Brisanter denn je: die revidierte Ausgabe 2008, erweitert um über 200 Seiten voller überraschender Informationen aus bislang unzugänglichen Quellen. Der Baader Meinhof Komplex hat Geschichte gemacht, und das nicht nur in der Publizistik. Das Buch hat wie kein anderes das heutige Bild vom Krieg der »Rote Armee Fraktion« gegen den Staat geprägt und tut dies weiterhin, indem es immer wieder frisch gewonnene Erkenntnisse präsentiert. Es ist keine Anklageschrift und kein Plädoyer eines Verteidigers. Es ist auch kein Urteil, weder in juristischer noch in moralischer Hinsicht. Es ist ein Protokoll, eine Chronik der Ereignisse, die ihren Höhepunkt im Deutschen Herbst hatten, in der Ermordung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer und der Entführung und Befreiung der Passagiere und der Crew der Lufthansa-Maschine »Landshut«.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 75 Bewertungen)
Warum gerade Standardwerk ?!? 4 von 5 Punkten Sicherlich ist das Werk von Stefan Aust, dem ehemaligen Spiegel-Chefredakteur, eines der detailliertesten und umfangreichsten, trotz allem gibt es auch durchaus andere Werke, die einen ebenfalls sehr gelungenen Einblick in die Geschichte der RAF geben. Beispielsweise Butz Peters "Tödlicher Irrtum" kann sich meiner Meinung nach voll und ganz mit dem Baader-Meinhof-Komplex auf einen Ebene stellen.
Austs Buch ist um 200 Seiten erweitert worden (auf 1000 knapp), viele Bilder, die in früheren Ausgaben fehlten, wurden ergänzt, was unverzichtbar ist, will man die ganze Geschichte verstehen, so auch die Ausstrahlung und Anziehungskraft dieser Protagonisten.
Austs Werk ist spannend geschrieben - keine Frage. So manches Mal fühlte ich mich beim Lesen an einen spannenden Kriminalroman erinnert. Nichtsdestotrotz muß ich auch Abstriche machen. Wenn es zum Beispiel darum geht, ob ich wirklich wissen muß, was die RAF am Montag den ... für Kuchen gegessen hat. Vielleicht aber gerade wegen dieser Detailfreude wird das Buch über alle anderen RAF-Werke gestellt. Doch auch das schon erwähnte Peters Werk gibt genauso gut einen tiefen Einblick über sämtliche Geschehnisse, auch ohne die Eisvorlieben zu erwähnen.
Auch das Aust Ulrike Meinhof persönlich kannte, macht ihn vielleicht zu DEM RAF-Autor schlechthin, bloß kann dieser Umstand nicht gerecht sein, wenn auch andere Autoren sehr gut recherchiert haben.
Dieses Werk hat natürlich den Umfang und das Hintergrundwissen, was in unzähligen Büchern über dieses Thema nicht erwähnt wurde, wie es nur jemand zu Tage fördern kann, der wirklich mit Herzblut an dieser Sache hängt. Und Aust ist unbestritten in den letzten Jahren DER Autor, der am meisten und aktuellsten sich mit dieser Thematik befasst hat, wie auch als Dokumentaion im TV, als Hörbuch oder gar als Filmberater beim derzeit aktuellen Baader-Meinhof-Kinofilm.
Möchte man sich also mit der RAF intensiver auseinandersetzen, weil einem die deutsche Geschichte nicht völlig egal ist, sollte natürlich Austs Werk nicht im Bücherregal fehlen. Will man noch einen intensiveren Eindruck, der nicht nur die 1. RAF-Generation, sondern die RAF bis zu ihrer Auflösung behandelt, dem sei auch Peters Werk ans Herz gelegt, sowie viele andere Berichte wie "Stammheim" von Horst Bubeck oder "Familienbulle" von Alfred Klaus.
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Der Baader Meinhof Komplex Stefan Aust Taschenbuch, August 1998 Verkaufsrang: 93 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden In den 1960er Jahren begannen in Westdeutschland Studentenunruhen, es kam zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen zunächst friedlich Protestierenden und Sicherheitskräften, 1970 brannten die ersten Kaufhäuser. In dieser brisanten politisch-gesellschaftlichen Situation entstand die RAF, deren erste Generation sich in ihren Anfangszeiten >>Baader-Meinhof-Gruppe<< nannte. Anhand der Lebenswege von Andreas Baader, Gudrun Ensslin und der Journalistin Ulrike Meinhof, die Aust persönlich kannte, schildert der Autor weitgehend chronologisch die Ereignisse bis Ende 1977. Obwohl sein Hauptaugenmerk der RAF gilt, gewährt er auch Einblicke in die Motivation derjenigen, die in Politik, Polizei und Justiz für die Bekämpfung des Terrorismus verantwortlich zeichneten. Auch Schwierigkeiten, Versäumnisse und Skandale kommen zur Sprache. Die Entwicklung der RAF in den 1980er und 90er Jahren wird lediglich am Schluss des Buches kurz erwähnt. In besonderer Ausführlichkeit schildert Aust den Stammheimer Prozess (Mai 1975 bis April 1977), der den deutschen Rechtsstaat unter starken Druck setzte, Wellen der Sympathie mit den Inhaftierten auslöste und mit der Verurteilung der Angeklagten zu lebenslanger Haft endete. Einen weiteren Schwerpunkt bildet der sog. heisse Herbst 1977, als innerhalb von nur wenigen Wochen die Entführung der Lufthansa-Maschine >>Landshut<< durch ein mit der RAF befreundetes palästinensisches Kommando, der kollektive Selbstmord der in Stammheim Inhaftierten Baader, Ensslin und Jan-Carl Raspe sowie die Ermordung des zuvor entführten Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer die westdeutsche Öffentlichkeit erschütterten.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 75 Bewertungen)
Warum gerade Standardwerk ?!? 4 von 5 Punkten Sicherlich ist das Werk von Stefan Aust, dem ehemaligen Spiegel-Chefredakteur, eines der detailliertesten und umfangreichsten, trotz allem gibt es auch durchaus andere Werke, die einen ebenfalls sehr gelungenen Einblick in die Geschichte der RAF geben. Beispielsweise Butz Peters "Tödlicher Irrtum" kann sich meiner Meinung nach voll und ganz mit dem Baader-Meinhof-Komplex auf einen Ebene stellen.
Austs Buch ist um 200 Seiten erweitert worden (auf 1000 knapp), viele Bilder, die in früheren Ausgaben fehlten, wurden ergänzt, was unverzichtbar ist, will man die ganze Geschichte verstehen, so auch die Ausstrahlung und Anziehungskraft dieser Protagonisten.
Austs Werk ist spannend geschrieben - keine Frage. So manches Mal fühlte ich mich beim Lesen an einen spannenden Kriminalroman erinnert. Nichtsdestotrotz muß ich auch Abstriche machen. Wenn es zum Beispiel darum geht, ob ich wirklich wissen muß, was die RAF am Montag den ... für Kuchen gegessen hat. Vielleicht aber gerade wegen dieser Detailfreude wird das Buch über alle anderen RAF-Werke gestellt. Doch auch das schon erwähnte Peters Werk gibt genauso gut einen tiefen Einblick über sämtliche Geschehnisse, auch ohne die Eisvorlieben zu erwähnen.
Auch das Aust Ulrike Meinhof persönlich kannte, macht ihn vielleicht zu DEM RAF-Autor schlechthin, bloß kann dieser Umstand nicht gerecht sein, wenn auch andere Autoren sehr gut recherchiert haben.
Dieses Werk hat natürlich den Umfang und das Hintergrundwissen, was in unzähligen Büchern über dieses Thema nicht erwähnt wurde, wie es nur jemand zu Tage fördern kann, der wirklich mit Herzblut an dieser Sache hängt. Und Aust ist unbestritten in den letzten Jahren DER Autor, der am meisten und aktuellsten sich mit dieser Thematik befasst hat, wie auch als Dokumentaion im TV, als Hörbuch oder gar als Filmberater beim derzeit aktuellen Baader-Meinhof-Kinofilm.
Möchte man sich also mit der RAF intensiver auseinandersetzen, weil einem die deutsche Geschichte nicht völlig egal ist, sollte natürlich Austs Werk nicht im Bücherregal fehlen. Will man noch einen intensiveren Eindruck, der nicht nur die 1. RAF-Generation, sondern die RAF bis zu ihrer Auflösung behandelt, dem sei auch Peters Werk ans Herz gelegt, sowie viele andere Berichte wie "Stammheim" von Horst Bubeck oder "Familienbulle" von Alfred Klaus.
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Der letzte Zeuge: Ich war Hitlers Telefonist, Kurier und Leibwächter Rochus Misch Gebundene Ausgabe, 27. Juni 2008 Verkaufsrang: 633 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden 'Misch Sie werden natürlich noch gebraucht.' Dieser gespenstische Befehl geht am 22.4.1945 im 'Führerbunker' an Rochus Misch, den Leibwächter und Telefonisten Hitlers. Kaum ein anderer hat die Kriegsjahre in ebenso ungeheuerlicher wie ungewöhnlicher Nähe des 'Führers' zugebracht. Nun erzählt der 'letzte Zeuge' seine Geschichte, mit der beklemmenden Aufrichtigkeit eines Mannes, der erkennen muss, dass er sein Tun damals für richtig hielt.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 10 Bewertungen)
Sehr dichte und persönliche Beschreibung der letzten Tage des letzten Zeitzeugen im Führerbunker 5 von 5 Punkten Ein wirklich einmaliges historisches Zeit-Dokument(!) des letzten überlebenden Zeitzeugen des Selbstmordes und der Verbrennung Hitlers. Es bleibt unverständlich, warum die unmittelbar an Hitlers Tod beteiligten Personen, die die letzten Tage im Führerbunker bis in unsere Neuzeit überlebten, bis heute geschwiegen haben. Rochus Misch wurde viele Jahre nach seiner Etlassung aus russischen Gefangenenlagern bedrängt und zu Äußerungen geradezu genötigt. Er wurde in russischen Lagern gefoltert und körperlich schwer mißhandelt. Eine Sieger-Justiz die nicht sein sollte und die der Sachlage und seiner "Beteiligung" am Ende des III.Reiches auch nicht angemessen war. Jetzt, endlich, nach vielen Jahrzehnten, kann sich jeder historisch Interessierte die von Rochus Misch noch im Gedächtnis behaltenen Erinnerungen genauestens durchlesen und seine eigenen Schlüsse daraus ziehen. Ein sehr empfehlenswertes Buch, das einfach in unsere heutige Zeit gehört. Empfehlenswert ist in jedem Fall auch die DVD von Hitlers letzten Tagen im Bunker, die ebenfalls bei AMAZON erschienen ist. Ein "must have" für den historisch Interessierten, keine Frage. Ich kann nur den "sinnbildlichen" Hut vor einem Menschen ziehen, der unserer "Nachkriegsgeneration" an seinen persönlichen Erinnerungen teilhaben läßt und der dem damaligen Regime zwar gedient hat, der dies aber mit aufrichtiger, ehrlicher Gesinnung und in gutem Glauben getan hat und der von den unfaßbaren Greueltaten seines "Regimes" nichts wußte und dies erst in vollem Umfang nach dem Ende des zweiten Weltkrieges erfuhr.
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Aber erst müßt ihr mich kriegen. Erinnerungen einer Malerin 1921 - 1944 Irene Awret Gebundene Ausgabe, Februar 2005 Verkaufsrang: 442 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ihr Talent rettete ihr das Leben - Der Lebensbericht einer eigenwilligen Künstlerin Irene Awret, jüdische Malerin aus Berlin, hat die finstersten Jahre des 20. Jahrhunderts durchgestanden, und nichts und niemand konnte ihre unbändige Lebenslust erschüttern. Ihre Bilder sind eine Chronik des Lageralltags - den sie überlebte. Ihre Erinnerungen spiegeln die Geschichte einer außergewöhnlichen Frau und Künstlerin wider. Irene Awret erinnert sich an ihre Kindheit in den "Goldenen Zwanzigern": wie sich linke und rechte Extremisten auf der Straße bekämpften, die Reichsmark stündlich an Wert verlor und Lebensmittel knapp wurden. Doch auch ihr Stummfilmauftritt als Fünfjährige an der Seite der Diva Lil Dagover hat hier seinen Platz, ihre Begegnung mit dem Expressionisten Ludwig Meidner, der frühe Tod der Mutter und die erste Liebe. Als 18jährige flieht sie aus Berlin nach Brüssel, studiert dort an der Kunstakademie, bis Hitler auch in Belgien einmarschiert. Im Zwischenlager Mecheln wartet sie auf die Deportation nach Auschwitz, als ein SS-Mann ihr Skizzenbuch entdeckt - ein Glücksfall, dem Irene ihr Überleben verdankt: Sie soll in der Malerstube arbeiten, muß Nummernschilder für Mitgefangene, aber auch Porträts von Inhaftierten und Familienangehörigen der SS-Wachmänner anfertigen. Auf beeindruckende Weise gelingt es Irene Awret, die bitteren Erfahrungen ihres Lebens auch als eine künstlerische Weiterentwicklung unter schwierigsten Umständen zu verstehen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Lesenswertes Dokument einer schwierigen Zeit 5 von 5 Punkten Irene Awret beschreibt in dem Buch ihre jüdische Biographie bis zu ihrer Befreiung aus dem belgischen Gestapo-Sammellager Mecheln / Malines im Jahr 1944 durch die Alliierten. Diese warmherzigen und mit Humor geschriebenen Erinnerungen an die schrecklichen Veränderungen im Leben eines jüdischen Mädchens durch die Nationalsozialisten zogen mich so in ihren Bann, daß ich das Buch bis zum Lesen des letzten Buchstabens kaum weglegen mochte. In Romanform geschrieben, ist es ein Zeitdokument, daß mir als Nachkriegskind das jüdische Leben von 1921 bis 1944 in Deutschland bzw. Europa anschaulich nahe und damit vorstellbarer macht. Ein gut zu lesender, schöner Schreibstil rundet das Buch ab. Absolut lesens- und empfehlenswert! |
Anne Frank Tagebuch Anne Frank Taschenbuch, Januar 2002 Verkaufsrang: 552 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Dieses lebendige, Einblick gewährende Tagebuch ist seit seiner ersten Veröffentlichung 1947 ein geliebter Klassiker und ein passendes Denkmal für den begabten jüdischen Teenager, der 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen ums Leben kam. 1929 geboren, bekam Anne Frank zu ihrem 13. Geburtstag ein neues, unbeschriebenes Tagebuch geschenkt, nur wenige Wochen bevor sie und ihre Familie im von den Nazis besetzten Amsterdam untertauchen mußten. Ihre wunderbar detaillierten persönlichen Eintragungen zeichnen 25 anstrengende Monate klaustrophobischer, streitgeladener Intimität mit ihren Eltern, ihrer Schwester, einer zweiten Familie und einem älteren Zahnarzt nach, der wenig Toleranz für Annes Lebhaftigkeit zeigt. Der universelle Reiz des Tagebuchs beruht auf seiner fesselnden Mischung aus den schmuddeligen Besonderheiten des Lebens im Krieg (karge, schlechte Mahlzeiten; schäbige Kleider, aus denen man längst herausgewachsen ist, die aber nicht ersetzt werden können; die ständige Angst, entdeckt zu werden) und der offenherzigen Auseinandersetzung über Gefühle, die jedem Heranwachsenden bekannt sind: "Jeder kritisiert mich, niemand erkennt meine wahre Natur, wann werde ich endlich geliebt?" Aber Anne Frank war kein gewöhnlicher Teenager: Die späteren Eintragungen verraten einen für eine kaum 15jährige bemerkenswerten Sinn für Mitgefühl und spirituelle Tiefe. Ihr Tod verkörpert den Wahnsinn des Holocaust, aber für die Millionen, die Anne durch ihr Tagebuch kennengelernt haben, ist er auch ein sehr persönlicher Verlust. --Wendy Smith
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 105 Bewertungen)
Mahnende Erinnerung 5 von 5 Punkten Es ist eigentlich zu traurig, um es zu lesen und dennoch Geschichte pur. Ich habe es regelrecht verschlungen und mußte auch über so manche Anekdote schmunzeln, was sie als junges Mädchen manchmal so für Ausdrücke in dieser harten Zeit gebrauchte.
Einfach lesenswert und zum nachdenken.
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Die Stammheim-Bänder: Baader-Meinhof vor Gericht. Tondokument Maximilian Schönherr Audio CD, August 2008 Verkaufsrang: 1307 Gewöhnlich versandfertig in 3 bis 4 Tagen. 30 Jahre lagen sie im Staatsarchiv Ludwigsburg, jetzt gibt diese Auswahl aus 21 wieder aufgefundenen Tonbändern Einblick in den Stammheimer Gerichtsprozess gegen Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Ulrike Meinhof und Jan-Carl Raspe. Sondergesetze, Misstrauensanträge der Verteidigung, Versuche der Angeklagten, ein Tribunal gegen den Vietnamkrieg und die Isolationsfolter zu schaffen - die Aufzeichnungen legen Zeugnis ab von hochaggressiven Wortwechseln und politischen Deklamationen. Ein Tondokument von politischer Wucht.
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Kalte Heimat: Die Geschichte der deutschen Vertriebenen nach 1945 Andreas Kossert Gebundene Ausgabe, Mai 2008 Verkaufsrang: 3215 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Mit diesem Buch bricht Andreas Kossert ein Tabu: Er erschüttert den Mythos der rundum geglückten Integration der Vertriebenen nach 1945. Erstmals erhalten wir ein wirklichkeitsgetreues Bild von den schwierigen Lebensumständen der Menschen im ¯Wirtschaftswunderland®.
Nach heutiger Lesart ist die Integration der Vertriebenen nach 1945 eine glückliche gewesen, noch dazu in relativ kurzer Zeit. Der Wissenschaftler Andreas Kossert verneint diese These in seinem Buch. Sich in etwas Unabwendbares, Aufgezwungenes zu fügen, das Beste daraus zu machen, ist etwas völlig anderes, als eine fulminante Erfolgsgeschichte. Rund 14 Millionen Menschen wurden vertrieben und zwangsumgesiedelt und die meisten haben zweifellos einen Platz im schon bald aufstrebenden Wirtschaftswunderland gefunden. Die bitteren Verletzungen aus der Zeit der Flucht oder Vertreibung mit dem damit verbundenen allumfassenden Verlust der Heimat, vielleicht auch der Gesundheit, sowie der nagenden Angst um die eigene Existenz und die der Seinen, die anschließende Ausgrenzung, Diskriminierung und feindselige Ablehnung bleiben ein Leben lang, heilen nicht vollständig und belasten immer noch diejenigen, die heute alt sind und sich dabei ertappen, dass ihre Gedanken immer häufiger um die Heimat kreisen, die doch schon so lange verloren ist. Der Autor führt den sich schon bald einstellenden wirtschaftlichen Erfolg der jungen BRD auch auf die Vertriebenen zurück, die mit Mobilität, Fleiß und Anpassung zum Aufschwung beigetragen haben. Er spricht das Lastenausgleichsgesetz von 1952 an und zeigt auf, dass der Ausgleich der Vermögensverluste nicht einmal annähernd stattgefunden hat. Die ausbezahlten Beträge entsprachen bei weitem nicht dem Wert des verlorengegangenen Grundbesitzes und anderen Werten, die zurückbleiben mussten. Außerdem schürte das Lastenausgleichgesetz bei einigen Nichtvertriebenen Neid und Missgunst. Kossert behandelt außerdem die Rolle der Vertriebenenverbände und geht mit dem zögerlichen Verhalten der politischen Parteien, die sich aus wahltaktischen Gründen den Forderungen aus diesen Reihen nicht energisch genug entgegenstellten, hart ins Gericht. Ein weiteres Kapitel beschäftigt sich mit dem Umgang der Vertriebenen in der ehemaligen DDR, wo dieses Thema weitgehend totgeschwiegen wurde, während es in der BRD eine Zeitlang sogar ein Vertriebenen-Ministerium gab. Worauf aber bereits der prägnante Titel hinweist, bleibt das zentrale Thema des Buches: die Ablehnung der Vertriebenen durch die eigenen Landsleute und die damit einhergehenden verheerenden Auswirkungen auf die Psyche der Betroffenen. Andreas Kossert nimmt sich des Themas mit großem, eindringlichem Einfühlungsvermögen an. Er schärft das Bewusstsein seiner Leser für einen Teil unserer Bevölkerung, deren Platz inmitten unserer Gesellschaft inzwischen nicht mehr strittig ist. Diese Menschen aber, die letzten Zeitzeugen, waren Kinder oder junge Erwachsene, als ihre erste Welt unterging. Sie wissen, dass die Heimat nur im Herzen völlig sicher ist. Wer sich anhand eines Einzelschicksals mit diesem Thema beschäftigen will, dem sei der Roman "Betrogen und vergessen: die Geschichte des Kriegskindes Reinhard Bachner" sehr empfohlen. Der kleine Reinhard war zehn Jahre alt, als er mit seiner Familie die Heimat in Böhmen verlassen musste. Die beschwerlichen Jahre der Flucht, des Ankommens in der neuen, der "Kalten Heimat" und die ersten Schritte zu einem bescheidenen Wohlstand in der noch jungen BRD, beschreibt der Autor Richard Bachmann so eindringlich, dass der Leser das Gefühl hat, dabei gewesen zu sein. Ein Stück Zeitgeschichte der anderen Art, völlig unwissenschaftlich, aber absolut authentisch und eine passende Ergänzung zu diesem Buch. Helga Kurz
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Ein sehr wichtiges Buch 5 von 5 Punkten Ich bin ein Kind der Nachkriegsgeneration und versuche, die Lücken meines DDR-Geschichtsunterrichtes zu schliessen. Meine Großmutter hat so viel Schmerzvolles erlebt (ihr Neugeborenes verhungerte auf dem Treck), dass sie Zeit ihres Lebens nicht darüber sprach.Jetzt kann ich besser verstehen, warum das so war.
Ich finde dieses Buch ganz wichtig und ich hoffe, viele Menschen werden es lesen.
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trotzdem Ja zum Leben sagen: Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager Viktor E. Frankl Taschenbuch, September 1998 Verkaufsrang: 1873 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der 1945 niedergelegte Bericht 'Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager' und die 1946 geschriebene dramatische Skizze 'Synchronisation in Birkenwald', die in diesem Band zusammengefaßt sind, wollen nicht Mitleid erregen oder Anklage erheben. Noch weniger geht es um die Situation des Grauens. Worauf es dem Neurologen Frankl vor allem ankommt, ist, zu beschreiben, durch welche Phasen der Entmenschlichung die KZ-Häftlinge gehen mußten und wie es doch einigen von ihnen möglich war, innerlich zu vollbringen, was das 'Buchenwald-Lied' forderte: "... trotzdem Ja zum Leben sagen." Das Buch wurde in 26 Sprachen übersetzt.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 23 Bewertungen)
Sollte in jedem Bücherschrank sein 5 von 5 Punkten Das Besondere an diesem Buch ist, daß es das grauenhafte Erleben nicht wertet. Man versteht das Warum und Wie, nachdem man das Buch aus der Hand gelegt hat.
Der Inhalt wurde in anderen Rezensionen bereits genügend behandelt, deshalb möchte ich meine Empfehlung dahingehend abgeben, als es lohnt, sich die gebundene Ausgabe zu kaufen.
Man liest dieses Buch öfter.
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Deutsche Gesellschaftsgeschichte: Deutsche Gesellschaftsgeschichte - Von der Gründung der beiden deutschen Staaten bis zur Vereinigung 1949 - 1990: Bd. 5 Hans-Ulrich Wehler Gebundene Ausgabe, 29. August 2008 Verkaufsrang: 4233 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Hans-Ulrich Wehlers Deutsche Gesellschaftsgeschichte gehört zu den herausragenden historischen Werken unserer Zeit. Vor rund zwanzig Jahren erschien der erste Band über Deutschland von 1700 bis 1815 und wurde sofort ein großer Erfolg. Mit diesem eindrucksvollen fünften Band gelangt ein epochales Werk zum Abschluß, das mehr als dreihundert Jahre deutscher Geschichte umspannt und eine ganze Generation von Historikern geprägt hat. Es wird auf lange Sicht kaum ein anderes Werk geben, das in vergleichbarem Umfang die deutsche Geschichte zur Darstellung bringt. Wehlers tragendes Konzept ist gleich geblieben - und es trägt auch für die Zeit nach 1945: Politische Herrschaft und Kultur, Wirtschaft, soziale Ungleichheit stehen im Zentrum der Darstellung, die immer wieder die Frage umkreist, wie Herrschaft organisiert wird und welche soziale Realität sie hervorbringt. Daß dabei das Urteil über die DDR höchst kritisch ausfällt, mag nicht weiter überraschen. Doch auch die Bundesrepublik, so zeigt sich, weist bei aller demokratischen Verfasstheit überraschende Kontinuitäten sozialer Schichtung und Ungleichheit auf. Das gern gepflegte Bild von der offenen Gesellschaft mit Aufstiegsmöglichkeiten für jedermann erweist sich bei genauerer Betrachtung als empirisch wenig stichhaltig - vor allem die Kontinuität der Eliten und der Besitzverhältnisse ist, wie Wehler herausarbeitet, ein Kennzeichen auch der westlichen Demokratie der Nachkriegszeit.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
DANKE!-daß er streitbar bleibt. 5 von 5 Punkten Wehler, zweifelsfrei einer der größten und renommiertesten deutschen Historiker, hat noch nie ein Blatt vor seinen Mund genommen. So auch diesmal nicht. Nun ist zu erwarten, dass viele Linke und DDR-Nostalgiker herbe Kritik an seinem Urteil über diese "linkstotalitäre Diktatur", deren "Ökonomie völlig scheiterte", üben werden. Da sich die Sichtweise, vor allem in den "Neuen Bundesländern",in jüngster Vergangenheit drastisch geändert hat, finde ich wissenschaftliche Werke wie dieses, äußerst notwendig! Sein Urteil klingt 20 Jahre nach dem "kläglichen Ende" der DDR hart, beinhaltet aber die (mittlerweile fast vergessene)Wahrheit: "Die Natur weitgehend zerstört, Millionen Menschen ihrer Lebenschance beraubt, Hunderte wie Karnickel abgeknallt, 300 000 durch die Stasi-Keller geschleift, Tausende in Konzentrationslagern."
Zu Recht, wie ich finde, fordert Manfred Görtemaker, dieser Band sollte "Pflichtlektüre für alle Deutschen " sein. Mit gleicher Empfehlung für den (allerdings nicht ganz jugendfreien) Roman, "Der verliebte Koch" von Tim Weidner, schließe ich mich Görkemakers Meinung an, und finde, wir sind beiden Autoren zu Dank verpflichtet!
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Tödlicher Irrtum: Die Geschichte der RAF Butz Peters Broschiert, Juni 2007 Verkaufsrang: 2385 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. Das Vorwort stimmt den Leser bereits programmatisch ein: Sie halten nicht den 528. Versuch in der Hand, den deutschen ,Terrrorismus' abschließend zu erläutern. Auch nicht das 324. Unterfangen, das Unerklärbare zu erklären - Klingt dies nach seriösem Journalismus, nach dem ernsthaften Versuch, fast dreißig Jahre Terrorismus in der Bundesrepublik historisch aufzuarbeiten? Abarbeiten wäre vielleicht ein Begriff, dem Autor Butz Peters zustimmen könnte. Weder Analyse noch Ursachenforschung war seine Sache. Was vor Ihnen liegt, so Peters, ist die Rekonstruktion dessen, was die RAF in Deutschland anrichtete. Dies konnte man vom selben Autor zwar 1991 schon erfahren, im Zuge der aktuellen Reue- und Begnadigungsdiskussion jedoch - so dachte man wohl -, konnte eine erweiterte Neuauflage das Thema noch einmal vertiefen!. 62 Tote. 250 Millionen Euro Schaden. 11 Millionen Seiten Ermittlungsakten. Ein trauriges Zahlenwerk, das die RAF hinterließ und das sich in Butz Peters akribischer, fast 900 Seiten starken Aufzählung ihrer Taten widerspiegelt. Nach dem Prolog, der Ermordung des Treuhand-Chefs Rohwedder (Das letzte Attentat), beginnt Peters' Rückblende auf die Vorgeschichte der Studentenbewegung, der Frankfurter Kaufhausbrände 1968 und den einsetzenden Mythos der Baader-Meinhof-Gruppe. Zahllose Morde und Anschläge später dann das vorläufige Finale, der Deutsche Herbst 1977, der in der Ermordung Pontos und Schleyers, der Befreiung der Geiseln in Mogadischu und den Selbstmorden der Stammheim-Häftlinge gipfelte. Auch wenn Peters geheimnisreich vom größten Tabu der RAF spricht - den durchaus geplanten Selbstmorden -, wirklich Neues hält sein Bericht nicht parat. Mit der dritten RAF-Generation und ihrer Selbstauflösung acht Jahre nach der deutschen Einheit, endet Peters ungeheure Recherchearbeit. Nicht jedoch, ohne die 13 Rätsel zu präsentieren, ein wiewohl ernst gemeintes, nichtsdestotrotz makabres RAF-Quiz. In Ideen wie diesen offenbart sich das Problem von Peters journalistischer Gratwanderung. Dokufiktion, nannte es die TAZ biestig. Dieser "um Aufmerksamkeit buhlende Erzählton" (Süddeutsche Zeitung), der reihenweise abgehackt gestammelte Suspense-Sätze und einen gefährlich raunenden Aktenzeichen XY-Sound produziert, kann dem ernsten Thema eigentlich nur Schaden zufügen. --Ravi Unger
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 26 Bewertungen)
Erste Liga ! 5 von 5 Punkten Ungeschlagen ist Butz Peters Werk eines der besten über die RAF. Auch eines der wenigen die detailliert die 1. bis 3. Generation beschreibt.
Ein dickes Plus sind ganz klar die zahlreichen Fotos. Wie sonst soll man verstehen, daß die RAF so viele mit Ausstrahlung fesselte und zugleich in Angst und Schrecken versetzte, wenn man keine Fotos hätte?
Das Buch liest sich spannend, flüssig, ja gerade zu fesselnd. Kriminalroman trifft Psychoanalyse. In keinem anderen RAF-Buch sind mir die Psyche und die Beweggründe der RAF-Mitglieder näher gebracht worden, wie in Peters Werk. Ob das Buch nun persönlich von Peters Meinung eingefärbt wurde, kann ich nicht bestätigen, da sich im Großen und Ganzen die Meinungen in vielen weiteren RAF-Büchern ähneln.
Auch die Aufmachung und Gliederung des Buches ist optisch einwandfrei und klar strukturiert.
Mir hat der Gesamtüberblick über alle RAF-Generationen und -handelnde gefallen, auch ohne zu viel Namen zu erwähnen, die keine große Rolle spielten, die man sich eh nicht merken kann und die den Rahmen eines guten Sachbuches sowieso gesprengt hätten. Man muß nicht unbedingt wissen, wann wer von der RAF auf Toilette war. Wichtig sind die Fakten, die Butz Peters für mich perfekt getroffen hat, ohne Wichtiges weg zulassen.
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Meines Vaters Land: Geschichte einer deutschen Familie Wibke Bruhns Broschiert, Oktober 2007 Verkaufsrang: 9101 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Als der Vater starb, war sie sechs. Wibke Bruhns, Jahrgang 1938, sagt von ihm und ihrer großen Familie: "Ich weiß, wer die Leute sind. Aber ich kenne sie nicht." Ihr Buch dokumentiert den Versuch einer Annäherung an jene, die ihr am nächsten waren. Dabei kann sie sich auf reichhaltiges Quellenmaterial in Form von Tagebüchern, Briefen und Haushaltskladden stützen, denn beide Eltern entstammen traditionsbewussten Bürgerhäusern: Hans Georg -- HG genannt -- dem Halberstädter Handelshaus Klamroth, Else einem "Haus voller Herzlichkeit" in Wismar. Beide sind 1898 geboren und indem Bruhns ihre Geschichte(n) erzählt, blättert sie ein halbes Jahrhundert deutscher Geschichte auf. Ihres Vaters Land erweist sich als eine untergegangene Welt, materiell wie mental, und die Rekonstruktion als ein "Puzzle-Spiel", das die Autorin und uns in ein Wechselbad der Gefühle stürzt: HG freut sich 1917 "kolossal, noch so viel Krieg mitmachen zu dürfen". HG gewinnt mit einem brillanten Auftritt Elses Familie für sich. Else leidet unter den zahlreichen Affären ihres Mannes. Else empört sich über die Reichskristallnacht, weil sie um Deutschlands Image fürchtet. Bruhns macht kein Hehl aus ihrem Befremden ("Der spinnt." -- "Was geht bloß vor in diesen Männern?"), gleichzeitig hinterfragt sie schnelle Urteile: "Vorsicht! Was würde ich denn tun?" Das wirkt manchmal etwas pädagogisch, meistens aber sehr glaubhaft, auch dank des behutsam zupackenden Tons, in dem hier altdeutsche Bürgerherrlichkeit -- die Buddenbrooks lassen grüßen -- kommentiert wird. Im Zweiten Weltkrieg kämpft HG in Russland, ist dann Abwehr-Offizier in Berlin und wird in das Hitler-Attentat vom 20. Juli verwickelt. Der Erbsenzähler und Schürzenjäger als heroischer Tyrannenmörder? "Da ist viel Platz in so einer Psyche", staunt die Tochter Jahrzehnte danach. Ganz erschlossen hat sich ihr das Vater-Land nicht, dennoch endet sie versöhnlich: "Ich habe von dir gelernt, wovor ich mich zu hüten habe... Ich danke dir." Und wie viel Platz ist in so einem Buch! Bruhns gelingt eine ergreifende Geschichtsstunde aus persönlicher Betroffenheit, ohne die abgeklärte Attitüde des Berufshistorikers. Mit romanhafter Wucht beschwört sie Die Welt von gestern noch einmal herauf. --Patrick Fischer
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 30 Bewertungen)
Beeindruckendes Hörbuch 5 von 5 Punkten Wibke Bruhns war gerade mal sechs Jahre alt, als ihr Vater, der Abwehroffizier Hans Georg Klamroth, am 26. August 1944 wegen Hoch - und Volksverrats hingerichtet wurde. Als Israelkorrespondentin hört und sieht sie 35 Jahre später ihren Vater in Originalfilmausschnitten seiner Hauptverhandlung vor dem Volksgerichtshof. Das setzt einen Überlegungsprozeß über ihren so nahen wie fremden Vater in Gang, den sie kaum kannte. Die Suche nach seiner Geschichte führt zurück in die Vergangenheit der Halberstädter Kaufmannsfamilie Klamroth. An Hand zahlloser Briefe, Fotografien, Tagebücher und Haushaltskladden erzählt Wibke Bruhns eine an die Lübecker Buddenbrooks erinnernde Familiensaga, die vom Kaiserreich durch die Weimarer Republik und zwei Weltkriege bis zum Ende der Diktatur des Dritten Reiches führt.
Das 360 seitige Buch ist 2004 auch als beeindruckendes ca. 6 stündiges Hörbuch (6 CDs) erschienen. Die Autorin liest es mit der klaren Stimme von Deutschlands erster ,Heute` - Nachrichtensprecherin und trotz aller persönlicher Betroffenheit mit professioneller Distanz. Bemerkenswert ist ihre Härte gegen ihre Familie und damit letztlich auch gegen sich selbst, wenn sie ihrer Mutter Else eine unkritische Gefolgschaft Hitlers vorwirft oder schonungslos die ehelichen Verfehlungen Hans Georgs (genannt ,HG`) aufdeckt. Trotzdem merkt man doch des öfteren, wie schwer ihr der Vortrag gerade so einschneidender Sequenzen wie der Schilderung schauriger Details der Hinrichtung ihres Vaters gefallen sein muß. Auch wenn Bruhns so manche Verirrung ihrer Eltern anprangert, fragt sie sich immer wieder selbstkritisch, wie sie selbst in der einen oder anderen schwierigen Situation reagiert hätte.
Auch wenn letzte Zweifel bleiben am Wert einer Darstellung , die so manche weißen Stellen im Leben ihres Vaters aufgrund der lückenhaften Quellenlage nur durch einfühlsame und logische Mutmaßungen der Autorin geschlossen hat, sind Buch und Hörbuch bemerkenswert. Da viele Menschen von den Zeiten in Deutschland vor ihrer Geburt nur vage Vorstellungen haben, ist es zu begrüßen, wenn die tatsächlichen Verhältnisse zwischen 1900 und 1945 nicht abstrakt, sondern an Hand einer konkreten Familiengeschichte anschaulich und erfaßbar gemacht werden. Sehr instruktiv hat Bruhns historische Hintergründe (wie die Situation der Ukraine nach dem Separatfrieden mit Deutschland, die Rolle Ludendorffs bei der sog. Dolchstoßlegende) aufgearbeitet. Nahezu jeder Deutscher hat vom Versailler Friedensdiktat gehört. Doch wer hat tatsächlich einmal die 440 Artikel (davon allein 231 zur Kriegsschuld) dieses Pamphlets gelesen, in dem beispielsweise exakt aufgelistet ist, wieviele Junghengste Deutschland jährlich den siegreichen Nachbarn Frankreich und Belgien im Rahmen seiner Reparationsverpflichtungen auszuliefern hat. Bei Bruhns lernt er es.
Fazit: Lehrreiches und unterhaltsames Hörbuch. Absolut empfehlenswert.
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Wir vom Jahrgang 1928 - Kindheit und Jugend Günther Willmann Gebundene Ausgabe, Oktober 2006 Verkaufsrang: 8166 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Aufgeregt und erwartungsvoll, so blickten wir damals in die Zukunft! Erinnern Sie sich mit uns an die ersten 18 Lebensjahre - an Ihre Kindheit und Jugend!
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Die Hölle von Tscherkassy: Ein Kriegstagebuch 1943 - 1944 Anton Meiser Taschenbuch, September 2006 Verkaufsrang: 2606 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der Autor nahm als Fahnenjunker am Rußland-Feldzug teil. Ungeschminkt und von atemberaubender Spannung werden die grausamen Kämpfe im Tscherkassy-Kessel geschildert. Ein Buch, daß den Opersinn und die Kameradschaft der Landser im Rußland-Feldzug ebenso eindrücklich beschreibt wie die Pervertierung des Soldatischen durch ehrgeizige und charakterlose Vorgesetzte.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 12 Bewertungen)
nichts als die grausame Wahrheit... 5 von 5 Punkten Moin Moin,
ich habe mich aus persönlichem Interesse, mein Großvater ist in der Ukraine bei der 57. Infanteriedivision gefallen, mit dem Thema beschäftigt. Beim Aufbau einer Internetdokumentation zu dieser Einheit, auf Basis von WIKI 57id, habe ich sehr viel Material zusammengetragen, unter Anderem ein Kriegstagebuch eines ehemaligen Offiziers der Einheit.
Sehr viele Details decken sich sehr genau mit den geschilderten Geschehnissen in diesem Buch, also mehrfach bestätigte Tatsachen. Die Schilderungen decken sich auch mit Erzählungen anderer Überlebender, die ich im Laufe meiner Forschungen befragen durfte.
Jeder der Interesse an diesem traurigen Kapitel deutscher Geschichte hat, sollte dieses Buch lesen, besser als jeder Antikriegsfilm den ich je gesehen habe!
Mit den besten Grüßen aus Nordfriesland
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Die fremde Braut: Ein Bericht aus dem Inneren des türkischen Lebens in Deutschland Necla Kelek Broschiert, August 2006 Verkaufsrang: 9039 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ist die Türkei reif für die EU? Bei der Diskussion dieser Frage steht meist das türkische Regierungs-, Rechts- und Wirtschaftssystem im Vordergrund: Sind die demokratischen Strukturen in der Türkei gefestigt? Könnte der türkische Staat in die Hände von Islamisten fallen? Wie sieht es mit der Einhaltung der Menschenrechte in türkischen Gefängnissen aus? und so fort. Für die gesellschaftlich-kulturelle Europatauglichkeit der Türkei wird hierzulande häufig auf die positiven Erfahrungen mit den vielen türkischen Einwanderern in Deutschland verwiesen. Doch wie weit sind die bei uns lebenden Türken gesellschaftlich tatsächlich integriert? Das Buch Die fremde Braut der in Hamburg lebenden türkisch-deutschen Soziologin Necla Kelel zeichnet diesbezüglich ein ausgesprochen düsteres Bild. Jede zweite türkische Ehe in Deutschland, so haben ihre Recherchen ergeben, ist das Ergebnis einer Zwangsverheiratung. Ehefrauen oder -männer für die in Hamburg-Wilhelmsburg oder Berlin-Kreuzberg lebenden jungen Türkinnen und Türken werden demnach von den Eltern aus der Türkei importiert. Oder man exportiert die Tochter zum künftigen Ehemann in die Türkei. Jede zweite Ehe in Deutschland aufgewachsener Türken soll so zustande kommen -- mit steigender Tendenz! Wie soll jemand, so hat es Necla Kelek in einem Radio-Interview auf den Punkt gebracht, der nicht mal seinen Lebensgefährten selbst aussuchen darf, diese Gesellschaft demokratisch mitgestalten? Die Zwangsverheiratung ist dabei nur das Ende eines Martyriums, wie Kelek, die als Zehnjährige 1967 nach Deutschland kam, anschaulich darlegt. Wir sollten, so lautet die Lehre, die aus diesem Buch zu ziehen ist, nicht aus falsch verstandener Toleranz vor den Relikten Menschen verachtender Konventionen mitten in unserer Gesellschaft die Augen verschließen. Die fremde Braut verdient größte Aufmerksamkeit! --Andreas Vierecke
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 34 Bewertungen)
Unglaublich, aber wohl leider wahr... 5 von 5 Punkten ... sind die Zustände, die Necla Kelek in diesem wirklich wichtigem Buch beschreibt! Das Buch ist mir nur zufällig in die Hände gefallen, da meine Freundin (die es normalerweise auch nie gelesen hätte...) es von ihrer Patentante geschenkt bekommen hat, die es wiederum...- na und so weiter. Denn mal Hand aufs Herz: Was gehen mich die Traditionen und Probleme der in Deutschland lebenden Türken an??
Was war ich naiv und ahnungslos, und was bin ich froh, dass Necla Kelek mich durch ihre spannende, voll aus dem realen Leben gegriffene Reportage "wachgerüttelt" hat! Importbräute, Zwangshochzeiten, Ehrenmorde, Familienversicherungen für einen Harem - klingt alles fremd, und ist doch leider so nah, und vom deutschen Staat toleriert und mit unseren Steuergeldern auch noch finanziert! Das kann nicht sein, und die aktuellen Streitereien im Bundestag zum Thema "Jugendkriminalität von Ausländern" zeigen, wie brisant das Thema in Deutschland wirklich geworden ist!
Ich kann nur hoffen, dass dieses Buch Pflichtlektüre für deutsche Bundestagsabgeordnete wird, und wir - aus Angst, als "ausländerfeindlich" abgestempelt zu werden, nicht länger die Augen verschliessen!!
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Die vergessene Generation: Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen Sabine Bode Taschenbuch, Mai 2005 Verkaufsrang: 5771 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Sie haben den Bombenkrieg miterlebt oder die Vertreibung, ihre Väter waren im Feld, in Gefangenschaft oder sind gefallen. Doch diese Erinnerungen haben die Kriegskinder bislang in sich verschlossen gehalten. Statt dessen haben sie nach vorn geblickt, Deutschland wiederaufgebaut, eine Familie gegründet. Heute sind sie in Rente, die eigenen Kinder längst aus dem Haus, und zum ersten Mal im Leben schauen sie zurück. Sie fangen an zu begreifen, daß vieles in ihrem Leben auf ihre Kriegserlebnisse zurückzuführen ist. Auch die Kinder und Enkel der Kriegskinder beginnen, sich mit der vergessenen Generation zu beschäftigen. Sie wollen verstehen, warum ihre Eltern so sind, wie sie sind. Warum konnte man bestimmte Dinge einfach nicht mit ihnen besprechen? Ein wichtiges und notwendiges Buch.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)
ein wichtiges, aufregendes Buch 5 von 5 Punkten Einen großen Dank an Sabine Bode, die mir als 1960 geborener über mögliche aber nie ausgesprochene Traumata unserer Elterngeneration auf sensible, kluge und gut recherchierte Art Erklärungen anbietet, von denen ich im Augenblick nur spüren kann, dass sie tatsächlich auch in unserer Generation von enormer Bedeutung für unsere psychische Befindlichkeit sind. Ein aufwühlendes und wichtiges Buch!
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"Der Baader-Meinhof-Komplex" Das Buch zum Film
Broschiert, 17. September 2008 Verkaufsrang: 1768 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Das Buch zum Kinoereignis: mit vielen Fotos, Interviews und dem Drehbuch von Bernd Eichinger. Drehbuchautor und Produzent Bernd Eichinger (Der Untergang, Das Parfum) und Regisseur Uli Edel (Letzte Ausfahrt Brooklyn, Christiane F.): der Krieg, den niemand gewinnen konnte - eine deutsche Tragödie auf der großen Leinwand, nach dem Standardwerk von Stefan Aust. In den Hauptrollen: Martina Gedeck als Ulrike Meinhof, Moriz Bleibtreu als Andreas Baader, Johanna Wokalek als Gudrun Ensslin und Bruno Ganz als Horst Herold, Leiter des Bundeskriminalamts.
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WN 62 - Erinnerungen an Omaha Beach Normandie, 6. Juni 1944 Hein Severloh Taschenbuch, Dezember 2006 Verkaufsrang: 8401 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Heinrich Severlohs autobiographische Landsergeschichte berichtet vom größten amphibischen Landeunternehmen der Weltgeschichte, das am "D-Day" die Entscheidung des Zweiten Weltkrieges einleitete. Als am 6. Juni 1944 die Westalliierten mit 7.000 Schiffen und 13.000 Flugzeugen im Morgengrauen vor der Küste der Normandie ihre Offensive gegen den Atlantikwall eröffneten, war der auf dem Stützpunkt WN 62 (Widerstandsnest 62) postierte Severloh der von den Amerikanern am meisten gefürchtete deutsche MG-Schütze. Neun Stunden lang feuerte er aus MG und Karabiner zwischen die GIs am Strand - 3.000 von ihnen blieben liegen... Schonungslos und ergreifend schildert Heinrich Severloh die dramatischen Stunden, in denen in seinem "blutiges Omaha" genannten Abschnitt 34.000 GIs von See her landeten und auf nur 350 deutsche Soldaten trafen, die sich erbittert wehrten. Severloh, der junge Landwirtssohn aus der Lüneburger Heide überlebte die Feuerwqalze auf ebenso schreckliche wie abenteuerliche Weise, d och sollte sie sein ganzes weiteres Leben prägen...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 30 Bewertungen)
sehr gut 5 von 5 Punkten Also ich fand das buch sehr Gut.Da hat man mal ein einblick bekommen was der kleine Lanzer so durch machen mußte.
Und bewegend war auch das aus Feind, Freund wurde.
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Die RAF: Geschichte, Hintergründe, Originalaufnahmen Peter Ochs Audio CD, August 2008 Verkaufsrang: 3204 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. Kaum ein deutsches Thema ist bis heute so brisant wie die RAF, über kaum ein Thema gibt es so viele Wahrheiten. Nun wird die Geschichte der RAF ins Kino gebracht. Doch was verbirgt sich wirklich hinter der Organisation? In seiner fundierten Dokumentation spürt Peter Ochs anhand von O-Tönen der Geschichte der RAF nach, von der ersten Generation um Andreas Baader und Ulrike Meinhof über den Stammheim-Prozess bis zum umstrittenen GSG9-Einsatz in Bad Kleinen. Aufnahme für Aufnahme kommt man ihr so näher: der Wahrheit über die RAF.
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Anus Mundi. Fünf Jahre Auschwitz Wieslaw Kielar Taschenbuch, Januar 1982 Verkaufsrang: 7606 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der polnische Schriftsteller Wieslaw Kielar hat eine von Menschen erdachte und organisierte Hölle erlebt - das Konzentrationslager Auschwitz, das größte nationalsozialistische Vernichtungslager im Zweiten Weltkrieg. In Auschwitz haben die Folter- und Mordknechte des Dritten Reiches etwa 1,6 Millionen Menschen systematisch ermordet. Auschwitz, das ist der äußerste, brutalste Ausdruck deutschen Rassenhochmuts und Größenwahns, das sind Vernichtungsmethoden, wie sie sich nur von Menschenverachtung erfüllte Gehirne ausdenken können; Auschwitz, das ist ein Meer von Schmerzen, Qualen, Demütigungen, Todesängsten; Auschwitz. das ist ein Menschheitstrauma, das nicht wieder ausgelöscht werden kann. Wer an Auschwitz denkt, kann der noch unbefangen daran glauben, daß die Menschheit sich zu immer höherer Humanität entwickelt? Hat Auschwitz wenigstens neue Kriege, Vernichtungslager, Foltergreuel verhindert? Wieslaw Kielar hat Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg, aus zeitlicher und innerer Distanz, ein Buch über seine Erlebnisse in der Hölle von Auschwitz geschrieben. ein Buch. das alle landläufigen literarischen Kriterien sprengt. Es hat zwar alle Merkmale eines großen Romans: kraftvolle Sprache, packende Schilderung menschlicher Charaktere und - Spannung, so zynisch der Begriff in diesem Zusammenhang auch klingen mag. Doch es ist weit mehr als ein Roman, es ist ein Dokument menschlicher Leidensfähigkeit, ein Dokument menschlicher Größe inmitten menschlicher Niedertracht.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 20 Bewertungen)
Ergreifend und persönlich 5 von 5 Punkten Wieslaw Kielar ist ein außergewöhnlicher Schriftsteller. Er schafft es in seinem Buch gleichzeitig einen objektiven Bericht über das eigentlich unbeschreibliche Grauen Auschwitz zu schreiben und zur selben Zeit den Leser an seinem persönlichen Schicksal teilhaben zu lassen. Das Buch ist in einem Ton geschrieben, als würde ein Freund erzählen und genau das macht es so eindringlich. Selten hat man bei einer Erzählung über das Leben in einem Konzentrationslager das Gefühl, man könne zum ersten Mal ein wenig verstehen, welche furchtbaren Qualen der Autor durchlitten hat( auch wenn man es doch niemals ganz begreifen wird), gleichzeitig kann man ein zumindest anfangen zu verstehen, wie es ein Mensch schaffen kann, trotz allem ein Mensch zu bleiben.
Wer zumindest versuchen will, Auschwitz zu begreifen, muss Kielars Buch lesen.
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