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| Deutsche Geschichte | Inhaltsangaben Kurzbeschreibungen Zusammenfassungen | |
Winter im Sommer - Frühling im Herbst: Erinnerungen Joachim Gauck Gebundene Ausgabe, 12. Oktober 2009 Verkaufsrang: 917 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Weil Joachim Gauck so eine spannende Persönlichkeit ist, sage ich natürlich aus vollem Herzen, dass ich ihm gerne meine Reverenz erweise, denn er hat sich in herausragender und auch in unverwechselbarer Weise um unser Land verdient gemacht – als Bürgerrechtler, politischer Aufklärer und Freiheitsdenker, als Versöhner und Einheitsstifter in unserem jetzt gemeinsamen Land." (Bundeskanzlerin Angela Merkel )
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 14 Bewertungen)
joachim gauck 5 von 5 Punkten Ich habe das Buch an zwei Abenden durchgelesen. Alles sehr verständlich und real beschrieben. Ich stamme aus Rostock, war in Stasigefängnissen inhaftiert, bin 1987 freigekauft worden. Absolut empfehlenswert ...
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Anne Frank Tagebuch Anne Frank Taschenbuch, 1. Juli 2006 Verkaufsrang: 1127 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Dieses lebendige, Einblick gewährende Tagebuch ist seit seiner ersten Veröffentlichung 1947 ein geliebter Klassiker und ein passendes Denkmal für den begabten jüdischen Teenager, der 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen ums Leben kam. 1929 geboren, bekam Anne Frank zu ihrem 13. Geburtstag ein neues, unbeschriebenes Tagebuch geschenkt, nur wenige Wochen bevor sie und ihre Familie im von den Nazis besetzten Amsterdam untertauchen mußten. Ihre wunderbar detaillierten persönlichen Eintragungen zeichnen 25 anstrengende Monate klaustrophobischer, streitgeladener Intimität mit ihren Eltern, ihrer Schwester, einer zweiten Familie und einem älteren Zahnarzt nach, der wenig Toleranz für Annes Lebhaftigkeit zeigt. Der universelle Reiz des Tagebuchs beruht auf seiner fesselnden Mischung aus den schmuddeligen Besonderheiten des Lebens im Krieg (karge, schlechte Mahlzeiten; schäbige Kleider, aus denen man längst herausgewachsen ist, die aber nicht ersetzt werden können; die ständige Angst, entdeckt zu werden) und der offenherzigen Auseinandersetzung über Gefühle, die jedem Heranwachsenden bekannt sind: "Jeder kritisiert mich, niemand erkennt meine wahre Natur, wann werde ich endlich geliebt?" Aber Anne Frank war kein gewöhnlicher Teenager: Die späteren Eintragungen verraten einen für eine kaum 15jährige bemerkenswerten Sinn für Mitgefühl und spirituelle Tiefe. Ihr Tod verkörpert den Wahnsinn des Holocaust, aber für die Millionen, die Anne durch ihr Tagebuch kennengelernt haben, ist er auch ein sehr persönlicher Verlust. -Wendy Smith
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 118 Bewertungen)
Lieferung 5 von 5 Punkten So schnell ohne Overnight-Lieferung habe ich noch nie erlebt. Gekauft und anderen Tag wurde es schon geliefert.
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Die vergessene Generation: Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen Sabine Bode Taschenbuch, März 2010 Verkaufsrang: 947 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Ein fundiertes Buch über ein Tabu, das über ein halbes Jahrhundert auf seine Aufarbeitung wartete." (Welt am Sonntag)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 23 Bewertungen)
beeindruckend 5 von 5 Punkten Es geht um seltsame Erkrankungen im Alter, um Kriegserlebnisse, die oftmals erst wieder freigelegt werden müssen, um Traumata und Psychologie - gut recherchiert. Nur selten mal muss man eine Länge durchstehen, um wieder gefesselt zu werden. Noch nie hat ein Buch in mir so viel bewegt wie dieses! Es ist gut geschrieben, somit leicht lesbar und lässt mich so Vieles besser verstehen: Die eigene Erziehung (eines Nachkriegskindes), die besonders liebe Tante (Kriegskind, ebenso wie ihr sehr patenter und familiensinniger Mann), Merkwürdigkeiten der eigenen Eltern (junge Erwachsenenzeit im Krieg). - Und insbesondere jedem "Kriegskind" aus Deutschland kann ich nur zurufen: Lies das! Es wird gut tun, es wird Erkenntnis und vielleicht sogar ein Stück mehr Geborgenheit schaffen.
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D-Day: Die Schlacht um die Normandie Antony Beevor Gebundene Ausgabe, 19. April 2010 Verkaufsrang: 2709 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden „Dieses Buch nimmt einen gefangen und reißt mit. Ein Sachbuch, das sich liest wie ein Kriminalroman. Beevors Buch ist das Ergebnis einer großen Erzählkunst.“ (Die Welt )
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
D-Day: Die Schlacht um die Normandie. Antony Beevor 5 von 5 Punkten Ich bin überzeugt davon, dass dieses Buch auch von jüngeren Generationen gelesen werden sollte. Auch wenn diese enorme Tragödie der militärischen und menschlichen Geschichte ( 2. Weltkrieg vollumfänglich ) schon mehr als 60 Jahre zurückliegen, so wäre es tragisch, wenn dieser grauenvolle Abschnitt des menschlichen Wahnsinns in Vergessenheit geriete.Es ist doch zu betonen, dass diese jungen Menschen bereit waren ihr Leben zu opfern um Europa von diesem unfassbaren Terror zu befreien. Antony Beevor gelingt es in seinem Buch Details zu schildern, die von tiefer Kenntnis über das Geschehene Zeugnis ablegen. Trotz der komplexen Geschehnisse liesst sich das Buch ausserordentlich verständlich, dank dem klaren Schreibstil. Es ist aber zu betonen, dass es notwendig ist die Normandie persönlich zu kennen um den einzelnen taktischen Schritten der Militärs beider Seiten folgen zu können. Ich habe selten so ein gutes Geschichtsbuch in den Händen gehalten.
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... trotzdem Ja zum Leben sagen: Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager Viktor E. Frankl Taschenbuch, 1. Oktober 1998 Verkaufsrang: 5479 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Dieses meisterhafte Werk gehört zum kostbaren Bestand jener säkularen Literatur, in der die Grundwahrheiten unseres Jahrhunderts manifest werden." deutschland-berichte Der 1945 niedergelegte Bericht "Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager" und die 1946 geschriebene dramatische Skizze "Synchronisation in Birkenwald", die in diesem Band zusammengefaßt sind, wollen nicht Mitleid erregen oder Anklage erheben. Noch weniger geht es um die Situation des Grauens. Worauf es dem Neurologen Frankl vor allem ankommt, ist, zu beschreiben, durch welche Phasen der Entmenschlichung die KZ-Häftlinge gehen mußten und wie es doch einigen von ihnen möglich war, innerlich zu vollbringen, was das "Buchenwald-Lied" forderte: "... trotzdem Ja zum Leben sagen."
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 31 Bewertungen)
Pflichtlektüre 5 von 5 Punkten Ich musste 56 Jahre alt werden, bis ich dieses Buch gelesen habe. Eigentlich sollte es Pflichtlektüre im Gymnasium sein.
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Geschichte und Geschehen - Themenhefte für die Oberstufe: Geschichte und Geschehen, Themenheft/Sek. II: Zusammenbruch der DDR und deutsche Einheit Heike Christina Mätzing, Michael Ploenus, Volker Sinemus, Reinhard Sturm Broschiert, Januar 2010 Verkaufsrang: 2292 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Michael Ploenus ist Projektmanager in der Geschichtswerkstatt Jena e.V.
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Luise von Preußen: Königin der Herzen: Königin der Herzen. Eine Biographie Daniel Schönpflug Gebundene Ausgabe, 22. Februar 2010 Verkaufsrang: 2474 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden August Wilhelm Schlegel nannte sie eine "Königin der Herzen". Während Napoleons Armeen die Throne in Europa zum Wanken brachten, gelang es Luise von Preußen, die Untertanen für die Monarchie zu begeistern. Als Preußens Waffen längst vor dem Kaiser der Franzosen kapituliert hatten, trat Luise ihm persönlich entgegen. Daniel Schönpflug erzählt das Leben der jungen Königin, die schon mit 34 Jahren starb, in einer hinreißend geschriebenen Biographie. Luises Leben verging im Rhythmus jenes großen Theaters der Macht, dessen tieferer Sinn es war, den Status der ersten Familie des Reiches unentwegt sichtbar und erfahrbar zu machen. Das Geheimnis von Luises Erfolg war die Energie, Hingabe und Brillanz, mit der sie ihre Rolle spielte. In einer Ära radikaler Umbrüche durch die Französische Revolution und Napoleon stand sie für eine behutsame Erneuerung der Monarchie. Doch als Napoleon 1806 Preußen vernichtend geschlagen hatte, brach nicht nur das Königreich, sondern auch Luises Leben zusammen. Einfühlsam und historisch genau zeichnet dieses Buch ein neues Bild der Königin, die wie keine andere in der Erinnerung der Deutschen lebendig geblieben ist.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)
Biographie und Zeitgeschichte, gelungen kombiniert 5 von 5 Punkten Eine gelungene Verbindung von Zeitgeschichte und Biographie, in diesem Falle der preußischen Geschichte und der individuellen Lebens-und Leidensgeschichte Luises von Preußen.Interessant finde ich auch, dass das tägliche Leben der verschiedenen Stände so lebhaft geschildert wird. Der Autor, zu Beginn sehr kritisch dem "Theaterspiel" der Monarchie gegenüber eingestellt, mausert sich dann doch zu einem "Verehrer" der Königin,wobei aber nichtsdestoweniger auch Luises Schwächen und Mängel (z.B. fehlende Bildung, z.T. Unselbstständigkeit) nicht unerwähnt bleiben. Auch die Liebesbeziehung zwischen Friedrich Wilhelm und Luise wird mit viel Empathie dargestellt. Dabei bleibt der Autor aber immer historisch-kritisch, wie es sein Beruf verlangt.
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Wir Kinder der Kriegskinder: Die Generation im Schatten des Zweiten Weltkriegs (HERDER spektrum) Anne-Ev Ustorf Taschenbuch, 8. Juni 2010 Verkaufsrang: 7347 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ihre Eltern waren Kinder im Zweiten Weltkrieg. Bombenhagel, Zerstörung und Flucht haben viele erlebt. Das wirkt nach - auch auf die eigenen Kinder, die heute zwischen 30 und 50-jährigen: Da ist das Gefühl, sich nicht verwurzeln zu können, die eingeimpfte Sparsamkeit oder das übergroße Sicherheitsbedürfnis der Eltern - Familiengeschichte wirkt lange weiter. Der Bericht über das Lebensgefühl einer ganzen Generation, die im langen Schatten des Krieges aufwuchs.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 16 Bewertungen)
Augen geöffnet 5 von 5 Punkten Habe dieses Buch durch Zufall auf dem Büchertisch meiner Buchhandlung entdeckt und muss sagen: Volltreffer. Fast schon unheimlich, wie ich mich bisweilen in den Gesprächspartnern der Autorin wiedergefunden habe. Auch meine Eltern sind Kriegskinder und mir war nie klar, dass ihre vielen Ängste - die ich stets gespürt habe - mich noch so geprägt habe. Jetzt weiß ich, worin viele meiner Macken und Lebensprobleme ihren Ursprung haben. Und ich verstehe auch meine betagten Eltern besser, mit denen es für mich nie ganz einfach war. Ein hochinteressantes Buch, anschaulich geschrieben und wissenschaftlich fundiert durch die vielen Studien und Forschungsergebnisse, die die Autorin hat einfließen lassen.
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Die fremde Braut: Ein Bericht aus dem Inneren des türkischen Lebens in Deutschland Necla Kelek Taschenbuch, 10. Juli 2006 Verkaufsrang: 17150 Gewöhnlich versandfertig in 9 bis 11 Tagen. "Necla Kelek enthüllt eines der bestgehüteten Tabus: die extrem hohe Anzahl gekaufter Bräute mitten in Deutschland. Und sie erzählt am Beispiel des eigenen Lebens vom weiten Weg der zweiten Generation zu sich selber. Ein mitfühlendens, mutiges, Augen öffnendes Buch." (Alice Schwarzer )
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 23 Bewertungen)
Der Glaube, der über dem Gesetz zu stehen scheint 5 von 5 Punkten [Einführung]: Anfangs erwartete ich eigentlich ein Buch, das allgemein über Ungleichheit zwischen Mann und Frau in der türkischen Gesellschaft spricht, denn ich stehe diesem Thema sehr kritisch gegenüber, doch ich wurde positiv überrascht. Necla Kelek beleuchtet historische Aspekte und Geschehnisse, die zur heutigen Situation führten, z.B. die Geschichte des Kopftuch oder der Verschleierung, und gewährt einen Einblick in das türkische Leben, dass uns so fremd scheint. Die Autorin erzählt ihre persönliche Lebensgeschichte, berichtet über ihre Erfahrungen und sie spricht über ihre persönlichen Gespräche mit gläubigen Frauen in der Moschee. Im Vordergrund stehen, wie der Titel schon verrät, die Importbräute, die aus der Türkei nach Deutschland geschleust werden und ihren Geschichten. [Bewertung]: Was mir nach dem Lesen des Buches als erstes einfiel war, dass die Autorin sehr mutig ist und eine unglaubliche Stärke besitzt, sich gegen jegliche Verleumder ihrer Arbeit durchzusetzen. Zu Beginn des Lesens wurde ich von den historischen Fakten ein wenig gelangweilt, da mir nicht klar war, wie sie im Zusammenhang stehen. Später wurde mir aber bewusst, wie tief die heutige Situation der türkischen Frau in den Köpfen der Menschen verwurzelt ist. Necla Kelek betont in ihrem Buch, dass es ihr nicht darum geht, den Islam zu assimilieren. Sie ist der Meinung, sobald Menschenrechts- bzw. Grundgesetzverletzungen mit Religion begründet werden, ist das nicht mehr tolerierbar - genau dieser Meinung bin ich auch. Viele Menschen geben sich damit zufrieden, wenn türkische Frauen sagen, dass sie gerne ihr Kopftuch tragen, dass sie streng gläubig und stolz darauf sind. Nein, sie lügen nicht. Ich sehe das als einen Schutzreflex, eine Art Resignation ihrer eigenen Lage. Wenn eine Frau betet, wenn sie regelmäßig in die Moschee geht, wenn sie ihr Kopftuch trägt und streng gläubig ist, dann ist sie "mehr wert". Der Glaube stellt für die Frauen einen Fluchtort dar, durch den sie ihre aussichtslose Lage verbessern können, so gut es eben geht. Besonders interessant ist das System der Ehe in der türkischen Gesellschaft und die damit verbundenen "Importbräute". Die Ehe wird als eine Art Zweck, als ein Ziel dargestellt, das es gilt so schnell wie möglich zu erreichen, alles was danach kommt ist unwichtig. Insgesamt fehlt in dieser Art von Ehe eins: Liebe. Die türkischen Frauen geben ihre Träume auf für die Ehe, sie haben keine andere Wahl. Eine eigene Meinung kommt gar nicht in Frage, es ist eine Sache der Familie und eben die bestimmt alles. Die Kinder befinden sich in einem ständigen Daseinsschuldzustand ihren Eltern gegenüber, sodass ihr Leben den Eltern gehört. Wie kommen Menschen überhaupt auf solche Ideen frage ich mich? Necla Kelek begründet dies teilweise damit, dass im Islam der Koran wörtlich genommen wird, es gibt keinen Interpretationsfreiraum wie es bspw. bei der Bibel der Fall ist. Ich komme nun zu den "Importbräuten" und erläutere das Prinzip nur ganz kurz: Eine türkische Familie kommt nach Deutschland. Sobald sie ihren Sohn verheiraten wollen, fliegen sie zurück in die Türkei und verheiraten dort ihren Sohn mit irgendeinem Mädchen, dem Deutschland schmackhaft gemacht wird, sodass der Brautpreis kein Gold/Schmuck mehr ist, sondern Deutschland als Zukunftsaussicht. Sobald die Ehe vollzogen wurde, kann die Familie ihre Schwiegertochter nach Deutschland holen. Ihre Ausgangssituation ist relativ ungünstig: Sie kann kaum oder kein Deutsch, sie kennt niemanden und sie kennt ihre Rechte nicht. Die Frau lebt isoliert von der Außenwelt in der Wohnung und wird von ihren Schwiegereltern ständig überwacht. So bilden sich mitten in Deutschland türkische Städte und/oder Gemeinschaften, die von den Deutschen und deren Kultur nichts wissen wollen. Bei dieser Ausgangssituation ist es auch nicht verwerflich, dass türkische Frauen Deutschland und die Deutschen hassen. Vielleicht machen sie uns verantwortlich, dass wir nicht die ihnen versprochene Utopie darstellen und ihr Leben sich hier nicht zum Guten wendet, wie es ihnen versprochen wurde. Dies zieht folglich ein Integrationsproblem nach sich, dem sich viele Politiker nur zu oberflächlich widmen. Ich stimme mit der Autorin überein, dass viele Ausländer Deutschland und deren Rechtssystem schlichtweg ausnutzen und sich das nehmen, was sie brauchen. Warum tolerieren wir das? Sobald man in irgendeiner Weise eine nicht-deutsche Kultur kritisiert, wird einem direkt Rassismus vorgeworfen. Ich gebe zu, dass Deutschlands Geschichte nicht unbedingt positiv ist, aber es handelt sich um vergangene Ereignisse und genau das verstehen viele nicht. Viele sprechen davon, dass der Islam eines besonderen Schutzes bedarf, da er unter die religiöse Freiheit fällt. Inwieweit darf man das tolerieren, wenn sich Religion über das Gesetz stellt? Wieso haben so viele Angst unsere Kultur zu verteidigen? Wie die Autorin so schön schrieb, haben wir Deutsche falsche Schuldgefühle und denken, indem wir jegliche Immigranten mit offenen Armen empfangen und ihre Kultur verteidigen, könnten wir diese Schuldgefühle aus der Welt schaffen. Meiner Meinung nach muss diese falsche Toleranz aufhören. Ich lasse jedem seinen Glauben und ich bin nicht generell gegen den Islam, aber ich toleriere nichts, dass sich gegen das Gesetz und die Menschenrechte richtet und mit Unterdrückung arbeitet. Die Frage ist nicht, was wir Deutschen für die Integration tun können, sondern was die Menschen, die hier leben wollen, für ihre eigene Zukunft tun können, um ein Zusammenleben zu verbessern.
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Eichmann in Jerusalem: Ein Bericht von der Banalität des Bösen Hannah Arendt Broschiert, 1. Juli 2010 Verkaufsrang: 7375 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der Prozeß gegen SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann 1961 in Jerusalem war neben den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen die wichtigste Gerichtsverhandlung gegen Schergen des NS-Regimes. Spätestens mit der Vollstreckung des Todesurteils gegen Eichmann begann auch eine Diskussion um die Sinnhaftigkeit der Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen durch juristische Mechanismen. Hannah Arendt hat den Prozeß selbst miterlebt und seine Unterlagen dazu genutzt, ihr eigenes Resümee über den Holocaust und die Person Adolf Eichmann mit seiner Rolle bei der Judenverfolgung zu ziehen. Heraus kam dabei ein Buch, das bis zum heutigen Tag nichts an Gültigkeit oder Bedeutung verloren hat. Eichmann steht prototypisch für viele der verbrecherischen Nazi-Gefolgsleute, die mit oder ohne ideologischer Verblendung, dafür aber immer mit voller Obrigkeitshörigkeit doch stets nur Befehle ausführten. Irgendeine Form der Reue geht ihm ab, denn "Reue ist etwas für kleine Kinder", so Eichmann in den Verhören. Dabei ist Reue und die daraus resultierende Selbsterkenntnis der vielleicht wichtigste Punkt einer sinnvollen Aufarbeitung. Hinter der Maske des vermeintlichen Normalos Eichmann verbirgt sich tausendfacher Schrecken - ein Schrecken, den man auch heute noch an so manchen Stellen des Erdballs in den Personen scheinbar normaler Bürger wiederfinden kann. Arendts Buch ist zudem eine über die persönliche Ebene hinausgehende Zusammenfassung des Holocaust, von den ersten Vertreibungen bis hin zur fürchterlichen Endlösung, denn all dies war Gegenstand des Prozesses. Bei aller berechtigter Kritik - so gibt es heute sicherlich ausführlichere Bücher über die Historie des Holocaust - darf man ihr eigentliches Anliegen nicht übersehen. Es ging ihr gerade um die im Untertitel aufgeführte Banalität des Bösen, um die Betrachtung der Person, die das Töten verwaltet und plant. Und genau diese Betrachtungsweise packt den Leser, denn bei der Analyse der Ereignisse im Dritten Reich sollte man immer auch die einzelnen Täter berücksichtigen. Die Erkenntnis, daß normale Menschen zu Greueltaten solchen Ausmaßes fähig sind, darf nie in Vergessenheit geraten, und so behält dieses Buch auch in Zukunft seinen Stellenwert als Warnung wie auch als Mahnmal. -Joachim Hohwieler
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)
Eine etwas andere Sichtweise auf die nationalsozialistische Vernichtungspolitik 5 von 5 Punkten Der Prozess gegen Adolf Eichmann (1906-62) steht im Mittelpunkt, nimmt jedoch eine eher untergeordnete Stellung in diesem Buch ein. Der Autorin, Hannah Arendt, geht es vielmehr um eine Darstellung des Holocausts, unter Einbeziehung der Mithilfe der Juden bei ihrer eigenen Vernichtung sowie natürlich Eichmanns Rolle bei selbiger. Hans Mommsen schrieb ein 35-seitiges Vorwort. Es wird bereits zu Beginn klar, dass Arendt gewisse Ressentiments gegenüber dem leitenden Staatsanwalt Gideon Hausner nicht zu unterdrücken vermochte. Sie sieht in ihm eine Marionette des damaligen israelischen Ministerpräsidenten, David Ben Gurion (1886-1973), der den Prozess dazu nutzen will, die Leiden des jüdischen Volks der Welt zu präsentieren (inwiefern damalige Verhandlungen über Reparationszahlungen der BRD an Israel eine Rolle spielten, bleibt unklar). Hausner gibt während des Prozesses Interviews, nimmt Eichmann ins Kreuzverhör, obgleich Eichmann auf jede Frage ohnehin nur mit Lügen antworte, auch wenn es ihm natürlich nicht gelingt, Eichmann diesbezüglich bloß zu stellen. Das Ganze werde der Autorin zufolge besonders dadurch ins lächerliche gezogen, dass die Anklage obgleich anders lautender Dokumente und Zeugenaussagen an der Auffassung festhalte, Eichmann habe nicht Befehle ausgeführt sondern sei sein eigener Chef gewesen, ja gar der eigentliche Drahtzieher des Holocausts [wenn diese Beschreibung auf einen zutrifft, dann auf Reinhard Heydrich]. Dieser Trugschluss sei dadurch zustande gekommen, dass die Angeklagten der Nürnberger Prozesse - von denen übrigens keiner die nationalsozialistische Weltanschauung zu verteidigen bereit gewesen sei - den schwarzen Peter gerne Abwesenden zuschoben sowie Eichmanns Hang zur Prahlerei. Kurzum, der gesamte Prozess sei eine Farce. Einzig die Richter, insbesondere der Gerichtsvorsitzende Landau, hätten versucht, dem entgegenzuwirken. Insgesamt ist dieses Buch sehr lesenswert, auch wenn es teilweise etwas durcheinander ist und die Autorin eine leichte Tendenz hat, die Dinge nur in hellen oder dunklen Farbtönen zu sehen. Auch wenn Hans Mommsen das ein oder andere per Endnote korrigierte, so liefert das Buch doch einen eher ungewöhnlichen Blick auf die Ereignisse dieser Zeit.
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Vom Kriege Carl von Clausewitz Gebundene Ausgabe, 12. November 2008 Verkaufsrang: 13583 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Vom Kriege gilt als das bedeutendste Werk, das jemals über die Kriegsführung verfaßt wurde. Seinen Rang verdankt es insbesondere den ersten Kapiteln, in denen Clausewitz eine allgemeine Wesensbestimmung des Krieges vornimmt. In seinen Kernaussagen, wie der These vom politischen Charakter des Krieges, von seiner Doppelnatur als traditionellem und revolutionärem Krieg und seiner Bestimmung als Gewaltakt, der der Erfüllung des eigenen Willens dient, reicht sein Ansatz weit über den militärischen Bereich hinaus. Clausewitz berühmtes Postulat vom "Krieg als bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln" ist längst zum Gemeinplatz mutiert; viel gelesen, oft zitiert, aber selten verstanden. Clausewitz hat das Primat der Politik theoretisch begründet; hat Ziel, Mittel und Zweck des Krieges als Instrument der Politik definiert: "Der Krieg ist ein Akt der Gewalt um den Gegner zur Erfüllung unseres Willens zu zwingen". Es gilt, "den Gegner niederzuwerfen und dadurch zu jedem fernern Widerstand unfähig zu machen". Eine Politik, die sich dem Mittel des Krieges verweigert, kann folglich nicht erfolgreich sein, da sie erpreßbar ist. Aber der Krieg sollte immer die Ultima ratio der Politik sein. Denn - so Clausewitz - er ist eine grausame und blutige Angelegenheit, und ein Erfolg setzt den unbedingten Willen zum Sieg voraus. "Nun könnten menschenfreundliche Seelen sich leicht denken, es gäbe ein künstliches Niederwerfen des Gegners ohne zu viel Wunden zu verursachen. Wie gut sich das auch ausnimmt, so muß man doch diesen Irrtum zerstören, denn in so gefährlichen Dingen, wie der Krieg eins ist, sind die Irrtümmer, welche aus Gutmütigkeit entstehen, grade die schlimmste". Einen "sauberen Krieg" gibt es nur in den Hirnen der PR-Strategen. -Stephan Fingerle
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 25 Bewertungen)
Nur für Eingeweihte 5 von 5 Punkten Es ist ein tolles Buch. Wer allerdings nicht in der Materie steckt wird nach den ersten Seiten aufgeben.
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Saat in den Sturm: Ein Soldat der Waffen-SS berichtet Herbert Brunnegger Gebundene Ausgabe, 10. Juli 2000 Verkaufsrang: 5677 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden ISBN 978-3-902475-45-9 Herbert Brunnegger SAAT IN DEN STURM Ein Soldat der Waffen-SS berichtet 318 S., 16 S/W-Bildseiten, 15 x 23 cm, Hc. Preis: € 29,90 / sfr 51,- Dieses außergewöhnliche Buch ragt durch die sprachliche Kraft in der Darstellung, durch das besondere Schicksal des Autors, der immer wieder bei regelrechten „Himmelfahrtskom-mandos“ eingesetzt wurde, und durch die völlig ungeschminkt-offene Beschreibung der Geschehnisse weit aus der Vielzahl der Veröffentlichungen zum Zweiten Weltkrieg heraus. 1938 meldet sich Herbert Brunnegger freiwillig zur kasernierten SS und wird mit 15 Jahren zum jüngsten Soldaten des Dritten Reiches. Als „Krisenfeuerwehr“ an den Brennpunkten des Krieges eingesetzt, führt der Weg seines Verbandes – der Waffen-SS-Division Totenkopf – von Frankreich in den Kessel von Demjansk, in die Winterschlacht um Charkow sowie in die „Operation Zitadelle“, die als größte Materialschlacht der Kriegsgeschichte eingegangene deutsche Offensive im Raum Kursk – Orel im Sommer 1943. Nach viermaliger Verwundung kommt Brunnegger in Italien zum Einsatz, um zuletzt in Brandenburg erneut der Roten Armee gegenüberzustehen. Der Autor zeigt den ehrlichen Idealismus und die Kameradschaft seiner Truppe, verschweigt aber auch die negativen Seiten bei Ausbildung und Dienst nicht. Er schildert die schweren Opfer seiner mannschaftsmäßig mehrfach aufgeriebenen Division einem oft grausam kämpfenden Feind gegenüber und setzt Generaloberst Paul Hausser ein Denkmal, der gegen die ausdrücklichen Befehle Hitlers in aussichtsloser Lage Charkow räumte und dadurch ein zweites Stalingrad verhinderte. Gemäß dem Motto „Wo das Verbrechen beginnt, hört die Kameradschaft auf“, schildert Brunnegger aber auch ein mit der Erschießung britischer Gefangener in Frankreich begangenes Kriegsverbrechen und nennt den Verant- wortlichen. Gerade weil der Autor auch solche Ereignisse nicht verschweigt und die Hilflosigkeit des einzelnen im Strudel der Geschehnisse deutlich macht, entsteht ein authentisches Bild des Krieges, aus dem eben auch hervorgeht, daß derartige Vorkomm- nisse bei der kämpfenden Truppe Einzelfall und nicht Regel waren.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 65 Bewertungen)
Ein rundherum gelungenes Buch! 5 von 5 Punkten Saat in den Sturm ist in meinen Augen ein unglaublich gutes, mitreißendes und authentisch geschildertes Buch. Ich habe bereits einige, ebenfalls hoch interessante und gut geschriebene Autobiografien z.B. Verlorene Ehre Verratene Treue gelesen und habe daher durchaus auch gute Vergleichsmöglichkeiten. Trotzdem hat mich bisher keine Darstellung von Erlebnissen im Zweiten Weltkrieg so begeistert, wie diese lebendige und fesselnde Art des Autors, vom Erlebten zur berichten. Die Schilderungen des teilweise erlebten Grauens z.B. im Kessel von Halbe haben mich schockiert, die Niederträchtigkeit seines Vorgesetzten Knöchlein haben mich erzürnt, die persönlichen Tiefschläge gerade am Ende des Buches haben mich betroffen und die Darstellungen einiger von den Befreiern verübter Grausamkeiten haben mich wütend gemacht. Ebenso aber gab es Momente der Freude und auch ein Gefühls von Verbundenheit, die oftmals durch die beschriebene Kameradschaft und Freundschaft der Soldaten untereinander ausgelöst wurde. Man durchlebt ein Wechselbad der Gefühle beim Lesen des Buches und ich bin froh von einem Freund auf das Buch aufmerksam gemacht worden zu sein. Wie ein Vorredner allerdings schon sagte, wer dieses Bucht liest und von einem SS Totenkopf Soldaten nachträgliche Entschuldigungen und eine durchweg kritische Betrachtung seiner und, stellvertretend aller Taten von Soldaten der Waffen-SS erwartet, der wird hier nicht fündig. Wer wie so viele gerne mit erhobenem Zeigefinger die ewige Schuld anmahnen möchte, sollte sich zuerst fragen, was er zu dieser Zeit getan hätte. Ich zitiere hier auch gerne Darwin: Nicht der Stärkste überlebt, sondern der Angepassteste. Unter diesem Aspekt finde ich persönlich, dass der Autor sich erfolgreich um eine politisch unbeeinflusste Schreibweise bemühte und man sollte generell nicht den Geist seiner Zeit aus den Augen verlieren. Dem Vorwurf man könne sich nach mehr als 50 Jahren nicht so detailliert erinnern und daher wären viele Ausführungen unglaubwürdig kann ich nicht nachvollziehen (ältere Ausgaben?), steht doch am Ende des Buches, dass der Autor bereits 1965 begann seine Erlebnisse zu manifestieren. Ein rundherum gelungenes Buch dem ich auch gerne sechs Sterne geben würde.
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Thema Geschichte kompakt. Die DDR: Sozialismus, friedliche Revolution und deutsche Einheit Ulrich Scholz Broschiert, Mai 2009 Verkaufsrang: 4085 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Heutige Abiturienten haben keine eigene Erinnerung an die DDR und die deutsche Teilung mehr. In der Öffentlichkeit ist die Kenntnis über die DDR zunehmend lückenhaft oder sogar von ostalgischer Beschönigung geprägt. Der vorliegende Band erlaubt im Rahmen des Bildungsplans für das Zentralabitur Niedersachsen, die Entstehung der SED-Herrschaft, ihre Entwicklung mit den Etappen 1953, 1961, 1972 und schließlich 1989 zu erarbeiten und den Sturz des SED-Regimes sowie die Entwicklung zur deutschen Einheit von 1990 zu erfassen.
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DDR-Führer: Alltag eines vergangenen Staates in 22 Kapiteln Robert Rückel Taschenbuch, 5. Januar 2009 Verkaufsrang: 6070 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Mauer und Stacheldraht schirmten die DDR von der Außenwelt ab, im Inneren wachte die Staatssicherheit. Wie aber sah das Leben im Sozialismus aus? Bestand es nur aus Spreewaldgurken, FKK und Plattenbauten? Oder aus Vollbeschäftigung und Schlangestehen? Der DDR-Führer zeigt auf 112 Seiten das Leben in einem vergangenen Staat. 22 spannende Kapitel, geschrieben von Experten des DDR Museum, über hundert Fotos und zahlreiche Illustrationen stellen den Alltag in der DDR auf anschauliche Art und Weise dar. Das kurzweilige Buch über die DDR.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 14 Bewertungen)
Super, sehr zu empfehlen 5 von 5 Punkten Das Buch ist echt super, ich konnte gar nicht genug bekommen. Und das Gute, ich habe noch einiges dazu lernen können.
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Zeiten und Menschen - Zum Thema: Der Zusammenbruch der DDR und die deutsche Einheit Hans-Jürgen Lendzian, Lambert Austermann Broschiert, 2010 Verkaufsrang: 1752 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Bedeutsame historische Themenschwerpunkte der europäischen und außereuropäischen Geschichte werden multiperspektivisch mit Blick auf die vielfältigen landesspezifischen Zentralabiturvorgaben gegenwartsorientiert aufbereitet. Kompetenz für Geschichte Jedes Themenheft bietet in kompakter Form eine auf zentrale Aspekte des jeweiligen Themas bezogene Lernsequenz, die unterschiedliche individuelle Lernwege zulässt. Die didaktische Aufbereitung ermöglicht es Schülerinnen und Schülern, eigenständig historische Inhalte unter leitenden Frage- und Problemstellungen zu erarbeiten. Das didaktische Werkprofil eröffnet gezielt Wege für selbstreguliertes, problemorientiertes Lernen und ist darauf ausgerichtet, dazu notwendige Kompetenzen im Bereich fachlicher Sachkompetenz, fachlicher bzw. fachübergreifender Medien-/Methodenkompetenz, eigener Urteils- und Handlungskompetenz nachhaltig einzuüben und zu trainieren sowie Sozialkompetenz zu fördern. Konzeption und Aufbau der Themenhefte Auftakt: Erster Zugang zum Thema über Bild und Text. Auf einen Blick: Zu Beginn wird in übersichtlicher Form ein Überblick über Inhalte sowie thematische und ggf. methodische Schwerpunkte gegeben, der zugleich Orientierung in der Lernsequenz und in gewählten Themenschwerpunkten erlaubt. Info: Ein fundierter, erklärender, argumentativer Darstellungstext dient dem Aufbau des nötigen Basis- bzw. Orientierungswissens. Thema: Themeneinheiten regen an zur Bearbeitung ausgewählter historischer Problemstellungen unter ausgewiesenen thematischen Leitfragen. Arbeitsanregungen strukturieren und erleichtern die zielgerichtete, fachgerechte Erarbeitung der facettenreichen Materialien. Unterstützt wird dies durch ergänzende Methodenelemente zur Vermittlung fachbezogener oder überfachlicher Arbeitstechniken. Forum: Urteilskompetenz und historische Diskursfähigkeit werden ausgebildet und gefördert durch Analyse und Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Standpunkten der Wissenschaft und Publizistik zu relevanten Fragestellungen. ZÜD: Abschließend finden sich Anregungen für Lernerfolgskontrollen, die sich rekapitulierend auf die gesamte Lernsequenz beziehen und gezielte Wiederholung sowie Prüfungsvorbereitung ermöglichen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Schwieriges Schulthema nahezu perfekt balanciert 5 von 5 Punkten Leider nur in Kürze: Dass die DDR Schwerpunktthema in der Schule wird (wenn auch erst in der Oberstufe) ist erstmal ohnehin zu loben. Fällt sie doch oftmals ganz aus den Lehrplänen oder wird nur kurz angeschnitten. Doch gleichzeitig birgt gerade heute eine historische Aufarbeitung der zweifachen deutschen Geschichte die Gefahr der Einteilung in Gewinner- und Verlierergeschichte wie dieses Schöningh-Schulbuch gleich zu Anfang sehr richtig anspricht. Ebendas ist es, was dem Buch unter anderem zu seinem - unerwarteten - 150-seitigen Informationsgehalt verhilft. Anders als Schulbücher zum gleichen Thema transportiert es eine (übersichtliche) Fülle von Informationen mit ausreichend Quellenmaterial und guten, teilweise kreativen, Arbeitsaufträgen und schafft die Gratwanderung, die DDR, und insbesondere ihre Bürger, nicht komplett schwarzzumalen, sondern die Geschehnisse an entsprechenden Stellen gekonnt auszudifferenzieren. Dabei wird die DDR selbstverständlich - um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen - als die Diktatur nachgezeichnet, die sie war. Es findet keine Schwarzweißmalerei statt, ohne aber zu beschönigen oder zu verschweigen. Der Unterschied zu anderen (Schul-)Büchern dieser Art liegt in dem Versuch an vielen Stellen ein diskussions- und verständnisförderndes Fragezeichen hinter die Akteure aller Beteiligten zu setzen - in Ost wie in West. |
Erinnerungen eines Soldaten Heinz Guderian Gebundene Ausgabe, 1994 Verkaufsrang: 6801 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Das Buch möge auch der jungen Generation erzählen, wie ihre Väter kämpften und ihr Leben einsetzten für ihr Volk, möge es sie daran erinnern, diejenigen nicht zu vergessen, die an unser Deutschland glaubten trotz Not und Tod, und schließlich trotz sicherer Niederlage. Denn nur dann war das schmerzliche Opfer nicht umsonst, nur dann besteht Hoffnung auf einen - so Gott will - friedlichen Aufstieg Deutschlands.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 11 Bewertungen)
Man muss Ihn ja nicht mögen 5 von 5 Punkten Zusammen mit den Erinnerungen von Mahnstein und der "Blitzkrieg Legende" der Schlüssel zum Verständnis des Erfolges der Westoffensive 1940. Selbstverständlich wäscht sich Guderian in einigen Punkten rein, z.B. in seiner Mitgliedschaft des Ehrenhofes. sicherlich hat er auch seine eigene Sicht auf ihm übertragene ehemalige polnischen Besitztümer. Doch darum geht es in diesem Buch nicht.... Es sind die Memoiren eines der Besten operativen und strategischen Köpfe des 2. Weltkriegs. Er hat den Sieg über Frankreich 1940 ermöglicht - und natürlich alles Leid was danach kam. Technisch ist das Buch, doch es vermittelt einen guten Eindruck der Entscheidungen und Geschehnisse der damaligen Zeit. Guderian war mit Sicherheit überzeugter Nazi. In seinem Buch ist er recht überzeugend gegen die Rassepolitik des 3. Reiches. Meines Erachtens war dies nicht gespielt und hatte auch militärische Gesichtspunkte. Doch davon mag sich jeder selbst überzeugen. Ausserdem vermittelt er einen guten Eindruck der Führungsriege - inklusive Hitler.
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Preußen. Aufstieg und Niedergang 1600 - 1947 Christopher Clark Broschiert, 13. Oktober 2008 Verkaufsrang: 5404 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Eine bewundernswerte Leistung, mit der sich Christopher Clark in die erste Riege der britischen Historiker hineingeschrieben hat." (Die Zeit )
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 11 Bewertungen)
350 Jahre Geschichte Preußen 5 von 5 Punkten Der britische Historiker Christopher Clark bietet mit seinem Buch "Preußen. Aufstieg und Niedergang 1600-1947" Einblicke in die fast 350 Jahre währende Geschichte des preußischen Staates. "Am Anfang war Brandenburg". So beginnt Clark sein Werk im Jahre 1600. Am Anfang standen die Hohenzollern, welche um 1600 die Rangerhöhung zu Kurfürsten erfuhren. Der Autor beschreibt die Ausweitung an Macht und Territorium unter dem Großen Kurfürsten und die Wirren des Dreißigjährigen Krieges, in den Preußen zwischen den Fronten stand, die Rangerhöhung zum Königtum, widmet Friedrich dem Großen einen großen Abschnitt, beschreibt Preußens Rolle während den napoleonischen Kriegen (erneut zwischen den Fronten), die Gründung des Deutschen Reichs mit Preußen als Führungsmacht, und die beiden Weltkriege zu Beginn des vergangen Jahrtausends bis zur Auflösung Preußens 1947. Christopher Clark ist es wohl gelungen mit seiner Forschung ein Standardwerk zu schaffen, dem sich kein Preußen-Forscher in den nächsten Jahren wird entziehen können. Besonders lobend muss hervorgehoben werden, dass Clark nicht dem häufig auftretenden Phänomen verfallen ist, Preußen entweder zu verteufeln oder aber blind anzuhimmeln. Er spart nicht an Kritik, stellt jedoch auch moderne Reformaspekte als solche dar. Alles in allem kann nur eine klare Kaupfemfehlung gegen werden. Eine kompakte und doch umfangreiche und fundierte Darstellung der Geschichte Preußens jetzt als Taschenbuch.
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Königin Luise von Preußen. Ein Stern in Wetterwolken Heinz Ohff Broschiert, April 2010 Verkaufsrang: 10365 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Zahllose Legenden ranken sich um das Leben Königin Luises von Preußen, die schon zu ihren Lebzeiten außergewöhnlich Popularität genoß: schön und lebenslustig, charmant und wenig gebildet mußte sie bereits als junge Frau zusammen mit ihrem Mann, Friedrich Wilhelm III., in schwierigen Zeiten den Thron besteigen und starb mit vierunddreißig Jahren in der Blüte ihres Lebens. Bedeutende Zeitgenossen wie Kleist und von Arnim waren ihre Bewunderer, und Napoleon nannte sie respektvoll seine 'ärgste Feindin'. Heinz Ohff zeichnet in seiner Biographie das Bild einer Frau zwischen Legende und Historie und vermittelt zugleich einen lebendigen Eindruck der damaligen Zeit.Heinz Ohff, geboren 1922, war von 1961 bis 1987 Feuilletonchef des Berliner "Tagesspiegel". Von ihm liegen zahlreiche Biographien vor, unter anderem über Königin Luise von Preußen, Karl Friedrich Schinkel, Fürst Pückler-Muskau und Theodor Fontane. Der Autor lebt in Berlin und Cornwall.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
" Verstanden wenigstens möchte ich gern zuweilen sein, wenn auch nicht aufgemuntert und gelobt, 5 von 5 Punkten von einer Seele wenigstens möchte ich gern zuweilen verstanden werden, wenn auch alle andern mich verkennen." ( Zitat: Heinrich von Kleist, ein Zeitgenosse Königin Luises von Preußen) Der Autor Heinz Ohff zeichnet , wie man dem Klappentext entnehmen kann, in seiner Biographie über König Luise von Preußen das Bild einer Frau zwischen Legende und Historie und vermittelt zugleich einen lebendigen Eindruck der damaligen Zeit. Diesen Eindruck kann ich nach der Lektüre des Buches soweit bestätigen. Bevor ich auf den Inhalt kurz eingehe, möchte ich auf die 34 Abbildungen hinweisen, auf denen nicht nur Luise, sondern Persönlichkeiten ihrer Zeit zu sehen sind, wie etwa Scharnhorst, von Gneisenau, Heinrich von Kleist, Iffland, aber auch Ludwig Graf Yorck von Wartenburg und nicht zuletzt ihr Gatte Friedrich Wilhelm III. Königin Luise von Preußen ( 1776-1810) blieb stets sie selbst, ob sie nun die Truppen zu Pferd besichtigt, Harfe spielt, in schnellem Galopp vor den französischen Truppen flieht oder Napoleon I. die Stirn bietet, ob sie nun wie eine normale Bürgerin im Arm ihres Gatten durch Berlin spazieren geht oder in St. Petersburg mit Alexander I. den Ball eröffnet. Luise ist immer gleichbleibend liebenswürdig, wenn sie erfolgreich ist und sie ist erhaben, wenn sie keinen Erfolg hat. Eine wunderbare Frau also. Ihr Gatte, König Friedrich Wilhelm III, kann sich an ihrer Seite fast für einen großen Herrscher halten; denn die Bewunderung, die ihr entgegengebracht wird, bezieht er auf sich. Diese geschickte Frau verstand es nicht nur die Liebe des Volkes zu gewinnen, sondern auch den Respekt des Adels und die Bewunderung der Schriftsteller. Alle Dichter preisen sie und einer nennt sie lyrisch eine " gekrönte Aphrodite ". Königin Luise beginnt mit romantischem, leidenschaftlichem Gemüt den Roman ihres Lebens, als sie 1802 Zar Alexander I. begegnet. Zwischen den beiden Herrschern entwickelt sich ein ziemlich komplizierter, galanter Streit. Der Zar verführt indem er den Verführten spielt. Gewiss fühlt er sich durch die Persönlichkeit der Königin angezogen, täuscht aber mehr vor, als er wirklich empfindet, denn Verwirrung befriedigt ihn mehr als Besitz. Ihre Tugend erlaubt der Königin sich mehr Freiheiten zu nehmen als sie bei ihren Hofleuten möglich war. Jeder begeistert sich für die Rolle, die er - auch sich selbst gegenüber- spielt; dabei steckt hinter der galanten Fassade der realistische Wunsch der Königin, einen Verbündeten zu gewinnen, den Preußen sehr braucht. Frankreichs Drohungen werden so dringend, dass Preußen seine Neutralität aufgeben muss. Die Königin, die ihrem Heer gefolgt ist, um es durch ihre Gegenwart zu stärken, sieht wie es von Napoleons Armee vernichtet wird. Nach dem Zusammenbruch von Jena 1806 flieht der Hof nach Königsberg. Dort wird der Wind zum Sturm, so dass das Dach des Schlosses davon gerissen wird und eine Atmosphäre, die an Shakespeare erinnert, bedrückt die verzweifelte königliche Familie. Da die Franzosen ihre Offensive fortsetzen und die Königin nicht verhandeln will, muss der Hof erneut aufbrechen und nach Memel fliehen. Dort ist die Armut groß: es schneit durch die glaslosen Fenster der Königin. Bei der Begegnung von Tilsit 1807 zwischen dem Zar und Napoleon tritt der König von Preußen so erbärmlich auf, dass seine Umgebung ihm rät, die Königin zu Hilfe zu rufen. Sie kommt und verhält sich Napoleon gegenüber zuerst hochmütig. Da dies nicht verfängt, versucht sie ihn zu verführen, um ihn zu entwaffnen. Napoleon lässt sich nicht beirren und ärgert sich über ihren zähen Willen. Sie will Magdeburg behalten, eine der fünf Festungen, deren Übergabe er fordert. Als sie am Abend zu Tisch gehen, reicht er ihr galant eine Rose: " Ja... aber mit Magdeburg! " antwortet Luise. Schließlich müssen die Herrscher von Preußen nach Memel zurück, ohne etwas durchgesetzt zu haben. Während der drei letzten Jahre ihres Lebens denkt Königin Luise, die durch den Widerstand zur Nationalheldin wurde, nur noch an die Freundschaft mit dem Zar und die Wiedereroberung ihres verlorenen Reiches. Die Freundschaft hat nachgelassen, wie sie Ende 1808 bei einer Reise nach Petersburg bemerkt; um die Wiedereroberung steht es aber gut, wie sie feststellen kann, als sie 1809 nach Berlin zurückkommt. Heinz Ohff resümiert zu Ende seiner packenden Biographie " Luises Anziehungskraft reicht, wie es scheint, über die Zeiten hinweg. Die Wetterwolken sind vergangen. Ihr Stern leuchet immer noch..." Ich hoffe, dass ich Sie mit der Rezension ein wenig neugierig auf diese lesenswerte Biographie machen konnte.
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"Mein Kriegsende". Zeitzeugen aus Niedersachsen erinnern sich Angela Kröger, Kurt Behrendorf, Otto Bleeck Gebundene Ausgabe, 6. April 2005 Verkaufsrang: 8925 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden äAllen 30 Berichten über das Kriegsende merkt man deutlich an, wie präsent der Zusammenbruch des Nationalsozialismus heute noch in den Köpfen der Zeitzeugen ist. Die sehr persönlichen Geschichten sind mit vielen Fotos aus privaten Alben ergänzt: sie zeigen, wie Menschen in den Trümmern nach Überresten ihrer Häuser suchen, wie sich britische und deutsche Soldaten bis zur letzten Minute Gefechte liefern oder wie sich wiedergefundene Familienmitglieder glücklich in den Armen liegen. Als der NDR in Niedersachsen seine Zuschauer und Zuhörer aufrief, ihre ganz persönlichen Erlebnisse aufzuschreiben, kamen kurze handgeschriebene Manuskripte an, ganze Lebensläufe oder seitenlange, maschinengetippte Berichte. Die daraus entstandene Sammlung äMein Kriegsende" ist so packend und hautnah erzählt, wie es kaum ein Geschichtsbuch leisten könnte."
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Empfehlenswert 5 von 5 Punkten Ich habe dieses Buch meiner Muter (Jahrgang 1930) geschenkt. Meine Eltern haben es zusammen gelesen und waren alle beide sehr beeindruckt. Sie würden das Buch uneingeschränkt für jeden Interessierten zur Lektüre empfehlen.
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Geo Epoche: Europa im Dreißigjährigen Krieg: 29/2008
Broschiert, 13. Februar 2008 Verkaufsrang: 4661 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Um Macht und Glauben: Der Dreißigjährige Krieg ist die Summe aller Krisen seiner Zeit. Er ist ein deutscher Krieg, ein europäischer Krieg, ein Krieg um Macht und um Religion. In ihm kulminieren Streitigkeiten, die seit Jahrzehnten gären im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation und im restlichen Europa. Eine Generation lang währt das Morden - erst dann gelingt es Diplomaten, das Abendland wieder zu ordnen
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
" Die Jungfraun sind geschänd`t, und wo wir hin nur schaun, 5 von 5 Punkten ist Feuer, Pest und Tod, der Herz und Geist durchfähret." ( Gryphius) Der Dreißigjährige Krieg war ein europäischer Religions- und Staatskonflikt, der zwischen 1618-48 ausgetragen wurde. Geo Epoche Nr. 29 befasst sich ausführlich mit den Ursachen und den Auswirkungen dieses verheerenden Krieges, der Verderben und millionenfachen Tod brachte. Neben vielen hochinteressanten Beiträgen zu diesem Thema wartet das Heft mit einer Fülle von Bildern auf, die die Zeit und die Ereignisse vortrefflich visualisieren. Dr. Anja Herold stellt in ihrem Beitrag gleich zu Beginn des Magazins die Phasen des Dreißigjährigen Krieges dar, beginnend mit dem Prager Fenstersturz von 1618, weiterführend mit dem Böhmischen Aufstand und Böhmisch-Pfälzischen Krieg zwischen 1618-1623, dem Dänisch-Niedersächsischen Krieg zwischen 1625-29, dem Schwedischen Krieg zwischen 1630-35, dem Schwedisch-Französischen Krieg, zwischen1635-48 und endend mit dem Westfälischen Frieden am 23.Oktober 1648. Seit der Reformation war das Heilige Römische Reich deutscher Nation in zwei konfessionelle Lager gespalten. Nach einem erregten Wortwechsel warf am 23.5.1618 eine Gruppe böhmischer Adeliger zwei habsburgische Stadthalter aus dem Südwestfenster des grünen Zimmers der Böhmischen Kanzlei im Prager Hradschin. Der Prager Fenstersturz markiert den Beginn des Dreißigjährigen Krieges. Walter Saller erläutert in seinem Beitrag sehr detailliert und gut nachvollziehbar den Sturz in die Katastrophe und berichtet von der Schlacht am Weißen Berge( 1620), wo sich die Truppen der kaiserlichen Koalition und der protestantisch- böhmischen Armee Friedrichs V. gegenüberstanden. Die Entscheidungsschlacht wurde von der kaiserlich-katholischen Allianz gewonnnen. In der Folge übernahmen die Habsburger erneut die Macht in Böhmen. Abgebildet sind ein Stoßdegen, eine Armbrust, eine Hellebarde, eine Radschlosspistole und eine Muskete aber auch ein Dolch, womit die Soldaten zu Felde zogen. Auf die Ablichtung eines Morgensterns wurde verzichtet, obschon genau dieser am besten die Grausamkeit des Krieghandwerks in jenen Tagen dokumentiert hätte. In Magdeburg sterben 1631 Tausende durch die kaiserlich-katholischen Truppen. Der Journalist Philipp Berens berichtet davon, dass das Massaker Verlegern und Druckern gute Umsätze bescherte. Ein weitaus größerer Profiteuer vom Kriege ist die Stadt Hamburg, die während allerorten Dörfer und Städte geplündert werden, prosperierte. Dort nämlich fanden Kriegherren aller Parteien erfahrene Waffenhändler und bezogen von diesen hochwertige Rüstungsgüter. Da Hamburg neutral und durch gewaltige Wälle geschützt war, geschah deren Bürgern nichts. Dr. Ralf Berhorst berichtet ausführlich von den Aktivitäten der Hansestadt in jenen Tagen und lässt den Leser nicht im Ungewissen, dass es auch in den Kriegen des 17.Jahrhunderts Kriegsgewinnler gab. Albrecht von Wallenstein und Gustav II. Adolf, die beiden großen Feldherren im Dreißigjährigen Krieg trafen in Lützen bei Leipzig 1632 aufeinander. In dieser Schlacht kamen an einem einzigen Tage mehr als 6000 Menschen ums Leben, darunter auch König Gustav II Adolf. Über die Begebenheiten schreibt in Lützen Cay Rademacher packend. Der Beitrag, der mich persönlich am meistens angesprochen hat, stammt von Johannes Strempel. Er berichtet vom Söldnerleben in jener Zeit. Grundlage seines Berichtes ist das Tagebuch Peter Hagendorfs und der Roman von Christoffel von Grimmelshausen. Die beiden Männer gehörten zu den etwa eine Million Söldnern, die im großen Krieg mordend und raubend durchs Land zogen. Bei Grimmelshausen kann man nachlesen wie es auf den Schlachtfeldern zuging. Die Schilderungen sind entsetzlich. Bilderkult und Bilderstürmer werden in der Folge thematisiert, bevor die letzte Phase des europäischen Flächenbrandes, der Krieg gegen Habsburg dargestellt wird. Man liest über das Wirken des katholischen Kardinals Richelieu, der die Protestanten finanziert, weil er die Habsburger mehr fürchtet als die Protestanten. Als Richelieu 1642 stirbt hat er Frankreich zu einem der großen Gewinner des Dreißigjährigen Krieges gemacht. Ulrike Moser erläutert in ihrem Beitrag gut nachvollziehbar weshalb. Der Dreißigjährige Krieg wird nach langen Verhandlungen in Münster und Osnabrück seitens kluger Diplomaten aus ganz Europa durch den Westfälischen Frieden beendet. Mit der Darstellung dieses Kapitels enden die Berichte über die Jahrhundertkatastrophe. Es folgt wie immer ein Überblick über die Zeitläufte und ein kleines Glossar, in welchem Begriffe, wie etwa Restitutionsedikt erklärt werden. Besonders erfreulich fand ich, dass dem Philosophen Rene Decartes zwei Seiten gewidmet worden sind, der in einer Schrift über die Vernunft den Zweifel zum obersten Prinzip der Wissenschaft erhob. Über diesen großen Denker werde ich in den nächsten Tagen eine Rezension verfassen. Geo Epoche 29 kann ich jedem empfehlen, der sich erneut einen Überblick über die Ereignisse des Dreißigjährigen Krieges verschaffen möchte, sofern die diesbezüglichen Erinnerungen an den Geschichtsunterricht schon etwas verblasst sind. Empfehlenswert.
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