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| Deutsche Geschichte | Inhaltsangaben Kurzbeschreibungen Zusammenfassungen | |
Kleine Geschichte der DDR: 1949 - 1989 Ulrich Mählert Taschenbuch, August 2007 Verkaufsrang: 22447 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Am 3. Oktober 1990, vier Tage vor ihrem 41. Jahrestag, hörte die DDR auf, als Staat zu existieren. In den Köpfen der Menschen lebt die Erinnerung an das, was war, immer noch fort - im Osten wie im Westen. Um die Zukunft zu gestalten, bedarf es dieser Erinnerung, die frei von neuen oder alten Legenden sein sollte. Ulrich Mählert skizziert die Geschichte der DDR in den Grundlinien, aber mit sicherem Blick für wesentliche Details. REASON: review already exists
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Absolut lesenswert 5 von 5 Punkten Der Autor versteht es sehr gut, Fakten urteilsfrei wiederzugeben und die Reise durch die Geschichte dieses Ex-Landes so wiederzugeben, das keineswegs Fadesse entsteht. Absolut Lesenswert.
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München - Die Geschichte der Stadt
Gebundene Ausgabe, 17. Mai 2008 Verkaufsrang: 24624 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Warum entstand München 1158 durch die Prankenschläge Heinrichs des Löwen? Warum schonte Schwedenkönig Gustav Adolf 1632 die Stadt, die ihm "wie ein goldener Sattel" erschien? Warum sah München nach Bombenkrieg fast wieder so aus wie vorher? Und warum hat sich München durch alle Zeiten als die schönste Stadt im ganzen Land empfunden? Diese und viele andere Fragen beantwortet die Redaktion der Süddeutschen Zeitung mit dem Buch "850 Jahre München - die Geschichte einer Stadt". Das Buch berichtet, wie die Münchner durch all die Jahrhunderte lebten, feierten und auch litten. Es beleuchtet die Geschichte der Stadt u.a. aus der Perspektive der Markthändler und der Dirnen, der Herrscher und der großen Baumeister. Rekonstruktionen und Bildergalerien zeigen heute längst vergessene Gesichter und Ansichten der Stadt - ein München-Buch wie kein anderes.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Kann man nur empfehlen 5 von 5 Punkten Ich lebe zwar nicht mehr in München, bin dort aber aufgewachsen. Das Buch habe ich geschenkt bekommen, erst wusste ich nicht so recht, ob ich mich darüber freuen sollte, aber es ist wirklich Spitzenklasse. Hier wird Geschichte spannend und kritisch erzählt, es wird nichts ausgespart --- Stichwort NS Zeit! --- wie in anderen Jubiläumsschriften zur Stadt. Ich bin mir sicher, das ist das beste Geschichtswerk zum Geburtstag. Lob an die Autoren! |
Die Sozialstruktur Deutschlands Rainer Geißler, Thomas Meyer Broschiert, März 2006 Verkaufsrang: 18738 "Der Wert des Werkes liegt in einer selten gelingenden Kombination von Studienbuch und Nachschlagewerk. Ein lesbarer Stil, eine übersichtliche Struktur und eine eingängige graphische Gestaltung sorgen dafür, daß der Studierende eine gute Einführung und der Wißbegierige rasche Auskunft bekommt. (...) Das Buch nimmt bereits Ergebnisse über Entwicklungen der Ex-DDR mit auf und ist somit von hoher Aktualität. (...) Ein gutes Sachregister und eine ausführliche Bibliographie erhöhen den Wert des Bandes, der für die nächste Zeit ein Standardwerk sein wird." Martin Greiffenhagen Das Historisch-Politische Buch Heft 1/2-93 "(...) Das Studienbuch ist zweifellos die derzeit anspruchsvollste und aktuellste Einführung in die Sozialstruktur Deutschlands. Es verrät eine solide Kenntnis des soziologischen Diskussionsstandes, argumentiert streng entlang des entfalteten Datenmaterials und besticht durch eine klare, allgemeinverständliche Sprache. Eine umfangreiche Bibliographie und ein übersichtliches Sachregister erleicht die Benutzung." Klaus Rodax, "Unser Weg", 5/93
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Ein sehr gutes Buch 5 von 5 Punkten Ich fand das Buch ganz hervorragend. Man erfährt etwas über die Sozialstruktur Deutschlands. Vor allem hat mir das Kapitel über die ethnischen Minderheiten in Deutschland gefallen. Einer der Vorurteile von ausländerfeindlichen Menschen in Deutschland ist, dass die Ausländer den Deutschen die Arbeitsplätze wegnehmen. In Wirklichkeit aber übernehmen die Ausländer Jobs, die die Deutschen nicht machen wollen. Das sind sogenannte 3D-Jobs (dull, dirty, dangerous), also stupide, schmutzige und gefährliche Arbeiten. Ein weiteres Vorurteil ist, dass es unter den Ausländern viele Kriminelle gibt. Dem ist nicht so. Es gibt auch viele deutsche Kriminelle. Außerdem ist ein Grund, warum Ausländer kriminell werden, dass sie von der Mehrheitsgesellschaft nicht akzeptiert werden. Ein weiteres Kapitel, das mir gefallen hat, ist das über die sozialen Schichten in der Bevölkerung.
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Berlin 1933-1945. PastFinder - Stadtführer zu den Spuren der Vergangenheit Maik Kopleck Taschenbuch, 1. März 2004 Verkaufsrang: 14704 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Berliner Zeitgeschichte - hautnah erlebt ! 4 von 5 Punkten Wo befand sich die Neue Reichskanzlei, wo befand sich der Führerbunker und wo die Reste des Anhalterbahnhofes? Wer möchte die gesamten Städten der Berliner Olypiade 1936 auf eigene Faust ergründen? Wer einmal den Großbelastungskörper von Albert Speer, Goebbels Landhaus in Lanke am Bogensee, die Häuser der Prominenten in Schwanenwerder oder sonstige wichtige geschichtliche Orte des Tausendjährigen Reiches in BERLIN selbst sehen und erleben möchte, sollte sich diesen handlichen, taschenbuchähnlichen Planer für die Westentasche zulegen.
Tatsächlich sehr brauchbar 4 von 5 Punkten Dieses Buch entdeckte ich vor wenigen Tagen in einer Buchhandlung auf der Berliner Friedrichsstraße, auf der Suche, der Vergangenheit dieser Stadt etwas näher zu kommen.
Tatsächlich erwies es sich in der praktischen Anwendung als sehr brauchbar und handlich und ermöglichte mir einen mehrstündigen höchstinformativen Spaziergang durch Berlin Mitte (besonders Wilhelmstraße).
Sehr positiv ist demnach das handliche Format dieses Buches zu bewerten sowie die Tatsache, dass die nötigsten Informationen sehr schnell direkt vor Ort abgerufen werden können. Weniger begeistert bin ich allerdings von der etwas reißerischen Aufmachung, doch lässt der Inhalt der einzelnen Artikel einen sehr sachlichen und informierenden Ton erkennen.
Auf einem Spaziergang durch die Schauplätze und Entscheidungsorte der Geschichte werden einem zwar nicht die Hintergründe klar, für bereits vorgebildete Menschen ergeben sich hier doch wichtige Einblicke und Möglichkeiten anhand der reinen Topographie Zusammenhänge zu begreifen.
Dank eines solchen Spaziergangs weiß ich nun z.B., wie Hitler durch den Park seiner neuen Reichskanzlei direkt zu Albert Speer am Berliner Platz gelangen konnte - und dies auch beinahe jeden Tag tat, um dort über dem Modell von "Germania" zu fantasieren. Oder aufschlussreich ist einfach zu sehen, welche Macht der einzelnen Nazigrößen, die beinahe alle in ihren Palästen verschanzt in der Wilhelmsstraße saßen, allein in der Architektur deutlich wurde. Zum Vergleich: In der Reichskanzlei zu Zeiten Bismarcks arbeiteten gerade mal 4 Beamte (diese Zahl habe ich allerdings nciht diesem Buch entnommen, sondern einer Informationstafel vor Ort der "Topographie des Terrors"), Nachfolger hatten das Vielfache an Mitarbeitern zur Verfügung.
Schon alleine, wenn man die Gebäude aus der Preußenzeit kennt und die übrig gebliebenen etwa Unter den Linden sieht, muss man sich ja fragen: Wer konnte denn Verbrecher diesen Formats zu Hausherren an solchem Ort machen?
Schließlich sei noch auf die Ausstellung "Topographie des Terrors" in der Prinz-Albrecht-Straße verwiesen (Umgang in bisher noch unabsehbarer Zeit geplant) mit deren Dokumentation gleichen Titels (hg. von Reinhard Rürup). Hier findet man weitreichendere Informationen, jedoch nicht so schnell greifbar. Beide Bücher ergänzen sich also in der Praxis recht gut.
gerade benutzt. binbegeistert! 5 von 5 Punkten ich komme gerade aus berlin zurück. habe dort in einer buchhandlung den pastfinder entdeckt und mich -mit ihm in der hand- sofort auf die suche nach der vergangénheit gemacht. eine tour quer durch berlin, die mich zutiefst beeindruckte. ein berlin-führer, der sich für jeden besucher lohnt
Tolle Idee, dieser etwas andere Stadtplan! 5 von 5 Punkten Fast 2 Jahre habe ich selber in Berlin gelebt, aber dieser innovative Stadtführer hat mir die Stadt noch einmal neu und von einer ganz anderen Seite gezeigt. Der Plan führt einen zu den architektonischen Zeitzeugen des 3. Reiches. Und davon gibt es in Berlin viel mehr, als man vermuten würde. Diese "Sehenswürdigkeiten" wirken insgesamt natürlich sehr bedrückend, aber spannend sind sie allemal. Und der "Pastfinder" vermittelt, nicht zuletzt durch sein erfrischendes Layout, hervorragend die damit verbundenen Geschichten und Fakten. Wer sich die Hauptstadt also einmal abseits der ausgetretenen Pfade kennenlernen will, sollte sich unbedingt dieses kleine, handliche Heftchen zulegen.
Pastfinder Berlin - Eine Pflicht für jeden Berlinbesucher! 5 von 5 Punkten Als geschichtsinteressierter Mensch sollte man diesen übersichtlichen und kompakten Führer in die Vergangenheit beim nächsten Berlinbesuch unbedingt dabei haben! Er zeigt nicht nur wo die historischen Stätten liegen, sondern erklärt auch sehr informativ was dort geschah und stellt zusätzlich die wichtigsten Personen der damaligen Zeit vor. Exakter Stadtplan und interessanter Geschichtsunterricht in einem - und außerdem perfekt gestaltet: eine tolle Idee! Dieser Guide ist sein Geld wert ist. |
Die Geschichte der Deutschen: Von den Germanen bis zum Mauerfall Teja Fiedler, Marc Goergen Audio CD, Mai 2008 Verkaufsrang: 46515 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Besser kann Geschichte nicht vermittelt werden: Die Journalisten Teja Fiedler und Marc Goergen haben in ihrer vielbeachteten STERN-Serie die wechselvolle Geschichte der Deutschen spannend und pointiert zusammengefasst. So entstand ein informativer und unterhaltsamer Überblick über die wichtigsten Epochen und Ereignisse von den Germanen bis zum Fall der Mauer: Germanen, die ersten Deutschen? (0-900 n. Chr.); Das Heilige Römische Reich der deutschen Kaiser (900-1500); Das religiös und politisch gespaltene Deutschland (1500-1648); Preußens Aufstieg und die Kulturnation Deutschland (1648-1806); Das neue Deutschland-Gefühl: schwarz-rot-gold (1806-1866); Bismarcks kleindeutsche Großmacht (1866-1918); Von der gedemütigten Nation zum ¯Dritten Reich® (1918-1945); Das gespaltene Deutschland (1945-1989).
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Der Fremde in uns Arno Gruen Taschenbuch, November 2002 Verkaufsrang: 16512 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Ein überaus wichtiges Buch gegen u.a. Fremdenhaß 5 von 5 Punkten Dieses Buch hat mich im Rahmen meiner therapeutischen Ausbildung sehr beeindruckt, lesen sollte es jeder Mensch. Arno Grün zeigt auf, wie durch die Verletzungen in der Kindheit und die Muster die dadurch entstehen, das Eigene abgespalten und dann als fremd eingestuft wird. Das Fremde, also z.Bsp. die Gebote und Verbote durch Andere werden als das Eigene angesehen und verinnerlicht. So ist ein unabhängiges, freies Leben nicht möglich. Er führt am Beispiel vom Leben Adolf Hitlers und seiner Gefolgschaft seine Thesen an. Dadurch wird ein wenig verständlicher, wodurch diese Bürde der Geschichte entstehen konnte und wie leicht wir wieder hineingeraten können, indem wir das Eigene in uns, daß uns fremd geworden ist, im anderen bekämpfen.
Der Hass und seine Ursachen 5 von 5 Punkten Arno Gruen Der Fremde in uns Klett-Cotta ISBN ISBN 3 608 94282 3 S. 218 "Der Fremde in uns, das ist der uns eigene Teil, der uns abhanden kam und den wir Zeit unseres Lebens, jeder auf seine Weise, wiederzufinden versuchen", und : "ich möchte Mut machen, sich immer wieder dem Herzen zu widmen". Mit diesem Bekenntnis beginnt Arno Gruen sein Buch über " Der Fremde in uns". Es gibt eine Grundthese, die ihn bei seiner Suche leitet: verkürzt gesagt beinhaltet diese These, daß die schwache Mutter das Kind nicht vor dem starken, oftmals grausamen und autoritären Vater zu schützen versteht. Daß sie sich in Ängstlichkeit dem zu schützenden Kind verbündet, und das Kind für eigene Zwecke der Liebesbedürftigkeit mißbraucht. So kann das Kind nicht mit seinen eigenen vorhandenen Teilen wachsen, sondern muß Substitut für die Mutter sein. Gleichzeitig identifiziert sich das Kind mit dem Aggressor(Vater), dem es gehorchen gelernt hat. Aus der Identifikation mit dem Aggressor heraus wird das Verachtenswerte, die Schwäche, abgespalten und auf einen äußeren Feind gerichtet, --weil der Mensch sonst innerlich absterben würde. Im Hass gegen die schwache Mutter, mit der das Kind gleichzeitig Loyalität zu praktizieren hat, und Gehorsam gegen den prügelnden Vater, entsteht eine Art Loyalitätsspaltung, bei der das Kind niemandem, am wenigsten sich selbst, gerecht werden kann. So wird der entstandene Hass, der sich gegen das Selbst richtet, nach außen auf einen imaginären Feind projiziert, der in vielerlei Gestalt auftauchen kann: als Jude, als Andersgläubiger , in Gestalt von Zigeunern, Ausländern, meist osteuropäischer Abstammung, und nicht zuletzt im politischen Gegner. Es ist also der Selbsthaß, der sich als Projektion auf den äußeren Feind richtet. Was fehle, so meint Gruen, sei die Güte und Liebe zum Kind um seiner selbst willen, so daß das Kind in Schmerz und Leid alleine gelassen wird. Diese These handelt A. Gruen an vielen Beispielen aus seinen Therapien in der Praxis als Psychoanalytiker ab. Er zieht Berichte und Zitate über Hitler und aus dessen Umfeld hinzu, um seine These von allen Seiten zu beleuchten, zu untermauern und zu festigen. Eine Vielzahl von Studienergebnissen komplettiert das Bild dieser für mich sehr monokausalen Begründungskette für die Erscheinungen von Terror, Kampf, Unterdrückung und Gefolgschaft in Diktaturen.Demokratien sind nach Gruen nur in aufgeklärten und emanzipierten Gesellschaften möglich. Ich meinerseits glaube, daß diese These zu einseitig und verkürzt in seiner Darstellung ist. Mit Berufung auf S. Freud kritisiert Gruen dessen Vorstellung, daß der Mensch erst durch Erziehung, d.h. das Erlernen von Triebverzicht, zu kulturellen Leistungen und zivilisatorischem Verhalten befähigt wird. Gruen seinerseits bedeutet uns, nur Liebe und Bestätigung gegenüber dem Kind könne dieses vor Verdrängung und introjizierter Hassbeziehung zu sich selber schützen. Dieser Verzicht würde nach meiner Einschätzung einer Absage an Erziehung gleichkommen. Hundert Jahre nach S. Freud sind dessen Thesen auch heute noch gültig,--mit Einschränkungen. Die Weitertentwicklung psychotherapeutischer Ansätze geht in eine Richtung, die soziale und verhaltenstheoretische Komponenten zur Persönlichkeitsentwicklung mit berücksichtigen. Psychoanalytiker aus der Richtung um Freud umkreisen in erster Linie die enge Kleinfamilie als Zelle krankmachender Ursachen bei der Behandlung ihrer Patienten. Ich halte diese Einseitigkeit für falsch. So fehlt mir trotz vieler Literaturhinweise auf Soziologen, Historiker und anderer Literaturquellen ein weitergefächertes Spektrum zur Begründung von Hass, Folter, Grausamkeit, Unterdrückung und der Faszination des Bösen für den in vielen Formen sich wiederholenden Völkermord. Ich halte das Buch ungeachtet meiner Einwendungen als Anregung zum Nachdenken über die Ursachen grausamer Schandtaten von Menschen gegen Menschen für wichtig und gut. Claudine Borries
ein ausgezeichnetes buch!!! 5 von 5 Punkten dieses buch ist sicherlich eines der besten bücher die ich jemals gelesen habe. gruen versteht es seine gedankliche klarheit, sowie die erzählungen der "kranken" menschen, so auf das papier zu bringen, dass man nur noch so an seinen lippen klebt. auch wenn einige kapitel oder fallbeispiel stark an seine vorherigen bücher erinnern, so z.b. "der wahnsinn der normalität", macht es mir immer noch sehr viel spaß seine werke zu lesen und immer mehr zu verstehen, weshalb menschen sich "unmenschlich" verhalten. die bisherigen bücher von gruen sollte man als einzelne kapitel eines großen ganzen sehen, was hoffentlich noch nicht fertig zusammen getragen wurde. ich hoffe, dass seine bücher viele verständige leser finden, die "das fremde in uns" wieder-finden und auch produktiv einsetzen. in seinen bücher kann man sich selber finden und vielleicht auch sogar verstehen. |
Ost-Berlin: Leben vor dem Mauerfall. Life before the Wall fell Lutz Rathenow Taschenbuch, März 2008 Verkaufsrang: 22644 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Ost-Berlin" ist das Zeugnis einer verschwundenen Stadt - einer Stadt, die seit Maueröffnung und Deutscher Einheit nur noch Legende ist, auch wenn sie als Echo weiterlebt, in ihrer Architektur und vor allem ihren Menschen. Das Buch erschien in seiner ursprünglichen Form 1987 in Westdeutschland. In der DDR verboten, erlangte es dort dennoch Kultstatus. Die Neuausgabe wurde ergänzt durch noch unveröffentlichtes Fotomaterial von Harald Hauswald aus den 70er und 80er Jahren sowie einen Essay von Lutz Rathenow zur Wirkungsgeschichte des Buches.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Einfühlsame Beschreibung 5 von 5 Punkten Das Buch von Harald Hauswald und Lutz Rathenow gehört sicherlich zu den wichtigsten Zeitbildern über Ost-Berlin. Dass einmal alles ganz anders war, ist im heutigen Gesamt-Berlin teilweise schwer vorstellbar. Um so wichtiger ist der Fotoband von Hauswald und Rathenow. Besonders eindrucksvoll ist der Text, in dem sich das Leben in der ehemaligen DDR so widerspiegelt, als wäre es gestern erst passiert. Vieles ist für einen "Wessi" absolut neu. Ein großes Lob auch an den Übersetzer, dem es gelungen ist, die Stimmung auch im Englischen hervorragend wiederzugeben.
Nur wenn ich träume, bin ich frei 5 von 5 Punkten Zwei Fotobildbände, eine Ausstellung und ungehobene Schätze des Harald Hauswald
von Anne Hahn
An einem kühlen Freitagabend Ende April erlebten knapp 60 Besucher die Finissage der erfolgreichen Ausstellung „Ost-Berlin – Fotografien aus drei Jahrzehnten“ in der Galerie studio im hochaus in der Zingster Straße, etwas außerhalb des Zentrums Berlins.
Zunächst fürchtet der Besucher, sich verfahren zu haben inmitten der schlummernden Neubaulandschaft, aber dann locken die kräftigen Schwarzweißfotografien Harald Hauswalds in die verschlungenen Räume der Erdgeschossgalerie und verwandeln den Ort in trautes Terrain. Bekanntes blitzt auf, die Engel aus weißem Stein, die sich verschämt von der Mauer abwenden, die mißtrauischen Raucher mit den Schiebermützen...
Zum Anschauen bleibt wenig Zeit, der Schöpfer dieser beinahe 170 Arbeiten stellt sich den Fragen des Schriftstellers Jan Eik. Beide lernen sich gerade kennen und doch trifft Eik, der Verfasser zahlreicher Krimis, Reportagen und Erzählungen, den richtigen Ton. Er ist ein Spaßvogel, dessen jüngste Veröffentlichung (eine Neuauflage des Bandes „Besondere Vorkommnisse“-Verlag Neues Berlin) um spektakuläre Attentate in der DDR so einige Legenden zerstört. Und ebenso witzelt Eik über Hauswalds „Aussteigerkarierre“, denn in der Berufsliste des 1954 in Radebeul geborenen Fotografen fehle nur noch der Friedhofsgärtner. „Ich kannte einige“, antwortet Hauswald lakonisch. Dann erzählt er, wie er in seinen ersten Berlinjahren als Telegrammbote um die Häuser zog und irgendwann die Kamera mitnahm.
Ob er manchmal Hemmungen beim Ablichten seines Gegenüber habe, fragt Eik, an das herrliche Bild aus der U-Bahn gemahnend („Feierabend“, Ost-Berlin, S. 26). Harald Hauswald lacht, ja, da habe er vorher zwei große Bier getrunken und dann 6 mal geknipst, erst das letzte Foto sei scharf geworden und seine Freundin sei an der nächsten Station ausgestiegen, weil ihr das ganze peinlich war. Aber die Porträtierten sind haargenauso sitzen geblieben, sinniert Hauswald schmunzelnd. Manchmal reicht es, einmal abzudrücken, wie bei der Oma, die am Alex in die Mülltonne guckt („Verborgene Schätze“ Ost-Berlin, S.122) und manchmal verschießt er einen ganzen Film, um das richtige Bild zu erwischen – wie bei dem Mann mit dem Heiligenschein im Prater („Prater“, Ost-Berlin, S. 71).
Die Editionsgeschichte des ersten gemeinsamen Fototextbandes mit Lutz Rathenow klingt so spannend wie eine der Affären aus Eiks Buch. Nachdem 1987 der Foto-Textband beim Piperverlag in München erschien, reagierten die DDR-Behörden ratlos, empfahlen besonders den Autor Lutz Rathenow zu ignorieren oder auszuweisen und beschlagnahmten auf der Leipziger Buchmesse mehrmals hintereinander alle vorhandenen Exemplare. Harald Hauswald meint, er war sich der dauerhaften staatlichen Überwachung bewußt, aber dass sogar schon mal ein Haftbefehl gegen ihn erlassen worden war, den man nur aus politisch-taktischen Gründen nicht umsetzte, habe er erst viel später erfahren. 1989 folgte eine Taschenbuchausgabe bei Harenberg, 1990 druckte der aus der ostdeutschen Bürgerbewegung entstandene BasisDruckVerlag das Buch in erweiterter Form, es ist seit knapp zehn Jahren vergriffen.
Harald Hauswald bildet das normale Leben ab, die Menschen auf der Straße, beim Spielen, Träumen, Tanzen und Trinken. In seinem Archiv befinden sich noch 5000 unsortierte Filme, die einen riesigen Schatz darstellen, aus dem der Fotograf im letzten Sommer mal eben eine ganze Ausstellung für das kurzlebigeg Lokal Aguirre im Tacheles-Erdgeschoss hervorzauberte - „Tacheles 1980 - Vergessene Erinnerungen, 12 Aufnahmen der Friedrichstadtpassagen vor deren Sprengung“. Auf die Hebung weiterer Schätze darf man gespannt sein.
Doch zunächst haben wir die vorhandenen Neu-Veröffentlichungen, den „alten“ Text-Bildband in englischer und deutscher Sprache, der im wesentlichen den vorhergehenden Auflagen gleicht, lediglich der Text ist leicht redigiert worden und einige bisher unveröffentlichte Aufnahmen sind hinzu gekommen. Wir sehen Menschen Fahnen schwenken, Trabbis schieben, Schlange stehen, auf Bänken sitzen, nach Punkmusik tanzen. Ein junger Mann mit nacktem Oberkörper ist beim Biertrinken am Weißensee abgelichtet, auf seinem Rücken prangt das Tatoo „Nur wenn ich träume bin ich frei“. Kinder, Greise, Soldaten, junge Mädchen, niemand entging der sinnlichen Aufmerksamkeit des Fotografen, der sich dann wieder abgeblätterten Fassaden und leeren Plätzen widmet, Schatten auf Brandwänden. Mit anrührender Inbrunst.
Im erheblich größeren und handlicherem Hardcoverformat erschien soeben eine erweiterte Fassung – Gewendet - Vor und nach dem Mauerfall. Dieses Buch bietet mit reizvollem Aha-Effekt den direkten Vergleich manch legendärer Ostberlin Hauswald-Fotos mit der heutigen Situation. Da wird an gleicher Stelle ein Hinterhof in der Kastanienallee abgelichtet, Kreuzungen und Straßen, Hauswände und Parks. Die diesmal beigefügten Entstehungsdaten der Fotos ermöglichen eine genaue Zuordnung, erleichtern den Zugang. Die Mehrzahl der neueren Bilder stammt aus dem letzten Jahr. Was auch den Betrachter verwundert, bringt Eik durch Nachfragen ans Licht, Harald Hauswald hat in den ersten Jahren nach der Wende wenig fotografiert, hat die Welt erkundet und sie wenn, dann in Farbe abgelichtet. Im Sommer 2005 sei bei ihm ein Knoten geplatzt, „ich habe wieder eigene Fotos gemacht, ohne Schere im Kopf.“ Die Ausstellung seiner schwarz/weiß Fotos im studio im hochhaus zeigen deutlich, dass der sensible Sucher seinen Spürblick nicht verloren hat. Inmitten der quietschbunten Großstadt findet er kontrastreiche Flächen, Leerräume, Tagträume. Nicht alles hat sich in zwanzig Jahren wirklich geändert, auch wenn mehr Blechkarossen die Straßen säumen oder die Auslagen ein wenig vielfältiger blenden. Manches wirkt vorläufiger, zerbrechlicher, wie das U-Bahn Viadukt am Verkehrsknotenpunkt Eberswalder Straße. Berlin bleibt lebendig. Die Texte Lutz Rathenows gehen in der frischen Edition mehr als bisher auf Bildinhalte ein, was der Poetik des Gesamteindruckes nicht immer guttut. Dennoch ergänzen sich beide Genres und erzählen mit Hingabe vom Wandel und vom Bleiben, von den Menschen östlich der Elbe, wie sie sich fanden und finden.
Harald Hauswald/Lutz Rathenow, Ost-Berlin, Leben vor dem Mauerfall, Jaron Verlag Berlin, englisch-deutsch, 2005, 128 S., 12 ¬
Gewendet – Vor und nach dem Mauerfall: Fotos und Texte aus dem Osten von Harald Hauswald und Lutz Rathenow. Jaron Verlag, Berlin. 121 Seiten, 19,90 ¬ |
Ich muss erzählen: Mein Tagebuch 1941-1945 Mascha Rolnikaite Taschenbuch, März 2004 Verkaufsrang: 17764 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)
Schockierend! 5 von 5 Punkten Dieses Buch ist einfach fesselnd und schockierend zugleich. Man kann sich garnicht vorstellen, wie authentisch und grausam dieses Mädchen ihre Erlebnisse beschreibt!
Ein bewegendes Schicksal berührt zutiefst 5 von 5 Punkten Es gibt Bücher, die unterhalten; sie bringen ihre Leser mit urkomischen Situationen zum Lachen. Andere schaffen es die Lesenden zu Tränen zu rühren. Und es gibt Bücher, die man immer wieder weglegen und darüber nachdenken muss und die ein gewaltiges Grauen in sich bergen. Ein Grauen, dass nicht erfunden, keine Phantasie ist - sondern ein Stück wahre Geschichte. Geschrieben aus Erinnerungen, aus Erlebtem ... Mascha Rolnikaits Tagebuch "Ich muss erzählen" ist so ein Buch.
Man kann es nicht einfach so dahin und auch nicht zwischendurch lesen. Es ist eine harte, auch für den Leser, schmerzvolle Geschichte, die es zu durchleben gilt. Und doch ist es ein Muss, denn nie darf vergessen werden, was für grauenhafte Opfer gefordert wurden und wieviele Menschen ein schreckliches Ende fanden.
Mascha ist gerade 13 Jahre alt, als die Deutschen in Wilna eindringen. Die Rote Armee, die bis dahin Wilna besetzt hatte, zieht sich zurück. Die deutsche Armee zwängt die Juden in ein Ghetto, beschneidet ihnen die Grundrechte und zwingt sie einen Davidstern zu tragen. Alle Juden, die nicht arbeiten, werden nach Ponar gebracht, erschossen und in einem Massengrab verscharrt. Das Leben wird zur Qual, Todesangst plagt die Menschen ununterbrochen und die Essenrationen reichen nicht im
Geringsten. Zudem denken sich die Ghetto-Leiter immer neue Quälereien aus und pferchen die Menschen wie Tiere zusammen.
Dachte Mascha noch, dies wäre die Hölle, muss sie schon bald feststellen, dass es immer schlimmer kommen kann - als 1943 das Wilnaer Ghetto aufgelöst wurde (Mehrere Hunderttausend Juden hat man bereits umgebracht) wird Mascha von ihrer Mutter und ihren jüngeren Geschwistern Rajele und Ruwele getrennt - sie wird sie nie wiedersehen.
Zusammen mit fast zweitausend anderen bringt man sie ins Konzentrationslager Strasdenhof. Dort werden sie verprügelt und gequält und müssen unter den denkbar schlechtesten Bedingungen arbeiten und überleben. Die Essensrationen sind so gering, dass man als Leser sich kaum vorstellen kann, dass ein Mensch damit auch nur einen Monat
am Leben bleibt.
Nachdem sich die Zahl der Insassen auch hier stetig drastisch reduziert - durch Mord und Krankheit - bringt man die letzten schließlich ins KZ Stutthof. Dass hier noch schlechtere Bedingungen vorherrschen als in Strasdenhof wird schnell klar.
Als die Deutschen schließlich unterlegen sind und die Rote Armee sie immer weiter zurückdrängt, wird das KZ Stutthof evakuiert.
Alle, die nicht laufen können, werden erschossen. Mascha ist kaum mehr fähig zu gehen, kaum fähig sich aufrechtzuhalten, nur gestützt von anderen Frauen, kann sie den mehrtägigen Fußmarsch schaffen - und endlich, endlich kommt die langersehnte Rote Armee auch ihnen zu Hilfe.
Neben Mascha erlebt auch der Leser Unvorstellbares. Man ist erschüttert und traurig. Gleichzeitig auch wütend auf Menschen, die Spaß daran haben andere zu quälen; auf Menschen, die wegsehen.
Mascha Rolnikaites Tagebuch ist kein Tagebuch im eigentlich Sinn. Es sind Fragmente, angereichert mit Erinnerungen und auswendig gelernten Aufzeichnungen, geformt zu einem Ganzen, denn ein "richtiges" Tagebuch zu führen, war für Mascha nicht möglich.
Es ist eine ergreifende Geschichte, die den Leser erschüttert, die den Generationen, die erst später geboren wurden, das Grauen während des 2. Weltkrieges vor Augen führt, die die Menschen nicht vergessen lässt und auch die vielen Opfer nicht vergessen macht.
5 Sterne sind hier zu wenig 5 von 5 Punkten Dieses Buch gehört zu den allerbesten zum Thema Holocaust.
Es ist Mascha Rolnikaites Tagebuch das sie in dieser Zeit verfasst hat und das sie auswendig lernte.
Und gerade das macht es speziell.
So ein Tagebuch lässt einen noch besser in die Seele dieses jungen Mädchens blicken das so schreckliches erlebte......die ganze Geschichte ist dadurch besonders flüssig und mitreissend.
Ein Pflichtbuch für jedermann.
5 Sterne sind nicht genug.
es muss sein 5 von 5 Punkten man muss sowas einfach lesen, um zu erfahren, zu welchen grausamen taten menschen in der lage sind und was diese anderen menschen, ja ihresgleichen antun. dieses buch ist schrecklich, zum weinen, grausam und wahr. das ist leider das schlimme daran, es ist wahr. doch ich habe es gelesen und bin um einige wichtige erfahrungen nicht, aber gedanken reicher, denn so etwas darf sich nicht und soll sich nicht wiederholen, doch dazu muss man ersteinmal in erfahrung bringen, was überhaupt passiert ist, wie man im ghetto oder konzentrationslagern wirklich gelebt hat. es gibt viele tagebücher und man sollte auch viele lesen, denn nur so kann man sich ein bild davon machen. denn man muss erzählen, dass man es nicht vergisst!
Einfach unfassbar! 5 von 5 Punkten Also ich beschäftige ich mich erst seit kurzem mit diesem Thema, aber ich muss sagen, persönliche Erinnerungen sagen mehr als tausend Dokumentationen.Wirklich sehr empfehlenswertes Buch!
Weitere Lesermeinungen |
Kulturgeschichte der deutschen Küche Peter Peter Gebundene Ausgabe, Mai 2008 Verkaufsrang: 40869 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Diese Geschichte der deutschen Küche spannt einen weiten Bogen von der Zeit der Germanen über die glanzvolle Kochkunst in späten Mittelalter, dem Niedergang der bürgerlichen Küche bis zur Renaissance der deutschen Küche in den letzten Jahren. Deutschland ist schon aufgrund der Vielfalt seiner Regionalküchen eine der spannendsten kulinarischen Nationen. Interessante Rezepte verlocken dazu, sich lesend oder kochend auf eine Reise durch Zeit und Raum zu begeben. Mit dem Ruf der deutschen Küche stand es lange nicht zum besten. Zu fettig und schwer, zu sparsam und unfrisch haben deutsche Gaststätten jahrzehntelang aufgekocht und mit blumigen Bezeichnungen wie Winzersteak, Zigeunerschnitzel und Gutsherrentopf ihre fragwürdigen Kreationen schönzureden versucht. In den Privathaushalten wurden gern Dosen aufgemacht und alles mit Mondamin verdickt. Mittlerweile ist Besserung eingetreten. Wochenmärkte von Hamburg bis München bieten eine Fülle regionaler Produkte, es gibt Bio-Fleisch und Prä dikatsriesling, artgerecht aufgezogenes Geflügel und traditionelle Kartoffelsorten. Ein Gang durch die Jahrhunderte zeigt, daß gute deutsche Küche mehr war als Kraut und Rüben. Das Bewußtsein, daß die deutsche Küche auch fein, edel und erlesen sein kann, kehrt allmählich zurück: Königsberger Klopse aus Kalbfleisch mit liparischen Kapern, Aal grün in Estragonsauce, Bremer Stubenküken oder ein echtes Leipziger Allerlei mit Morcheln und Flußkrebsen sind eben keine"Hausmannskost". Peter Peter hat die Geschichte der deutschen Küche durch die Jahrhunderte verfolgt. Er untersucht historische Rezepte, berühmte Kochbücher, legendäre Produkte. Er fragt nach den Gründen für Aufstieg und Niedergang der Kochkunst. Vor allem aber macht sein Buch neugierig darauf, die jahrzehntelang vernachlässigte deutsche Küche endlich wieder kennenzulernen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Küche in Zitaten 4 von 5 Punkten Kultur und deutsche Küche, ja geht denn das zusammen? Blicken wir nicht immer schnell über die Alpen oder zumindest in das Land jenseits des Rheins, wenn wir unseren Gästen etwas wirklich gutes servieren wollen? Haben wir nicht viel mehr Spaß, etwas über das Kochen in Asien oder vielleicht Mexiko zu lernen, als sich mit den regionalen Klassikern wie den Königsberger Klöpsen zu beschäftigen? Deutsche Küche, so meint man zu wissen, das besteht doch nur daraus, das älteste Schwein des Hofes so lange in einem Bottich weich zu kochen, bis es genießbar geworden ist.
Das vorliegende Buch eines Autors mit dem spannenden Namen Peter Peter beschreibt die Entwicklung der einheimischen Küche weit dynamischer. Immer schon haben fremde Einflüsse eine Rolle gespielt. Erst mit den Römern betraten die Germanen die historische Bühne, und schon haben die Germanen diesen ihre Rezepte geklaut. Und immer schon wurden Lebensmittel aus der Ferne eingeführt. Auch im Mittelalter und in der Renaissance hat man sich also beim Kochen Mühe gegeben. Leider spielte aber auch immer wieder das Thema Gesundheit eine Rolle und - noch schlimmer - das Thema Religion. Und dann gab es in der frühen Neuzeit ein protestantisches Ethos, was den Genuss zumindest für uns Nordlichter plötzlich schwierig machte. Und dann kamen Kriegszeiten und Wirtschaftswunder, wechselnde Moden und politische Systeme. Und immer haben diese einen Einfluss auf das Essen gehabt.
Peter Peter begleitet diese Entwicklungen in einem Kapitel pro Epoche. Im Wesentlichen zitiert er dazu zeitgenössische Quellen, so oft, dass es dem Leser auch schon mal zu viel werden kann, vor so vielen Fragementen aus Kochbüchern, Traktaten, Romanen, Gedichten, Gesängen, Tagebüchern, Gesetzen und anderen Textsammlungen. Auf der anderen Seite: Spannend ist das schon. Und man erhält so auch einen Überlick über das, was man heute vielleicht nicht mehr so genau wissen kann. Dazu gibt es dann auch noch zeitgenössische Rezepte (oft allerdings ohne Maße, Zeit- und Gewichtsangaben). Ergänzt wird das dann noch durch epochenübergreifende Kapitel zu Sonderthemen wie Bier, Wurst und Brot.
Insgesamt ein informatives und unterhaltsames Buch, welches durchaus den Appetit des Leser anregen kann.
Seiltanz gelungen. Fast. 5 von 5 Punkten Ein Thema kulturgeschichtlich anzugehen, gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben eines Autors. Daher habe ich vor jedem Versuch grossen Respekt und bin jeweils neugierig, wie die konzeptionellen Fragen gelöst werden. Welche Quellen wähle ich aus? Wo setze ich Schwerpunkte? Gehe ich chronologisch oder exemplarisch vor? Wie unterhaltsam darf ich Fakten präsentieren? Welche Bilder wähle ich aus? Und welches Layout unterstützt das Informationspaket am besten? Der Restaurantkritiker Peter Peter hat diese Fragen ganz in meinem Sinn beantwortet. Einzige Ausnahme: die Wiedergabe des Bildmaterials. Kann ich mit dem braunstichigen Altrosa bei alten Fotos noch leben, wird mir beim Betrachten schöner Kunstwerke übel, wenn sie in diesem Farbmus verschlammen. Schade, hätte beinahe einen Stern gekostet, wenn mich der Rest nicht so überzeugt hätte.
Der Autor lässt seine Kulturgeschichte mit einem Zitat von Johannes Mario Simmel beginnen. "Wir Deutschen können ein Wirtschaftswunder machen, aber keinen Salat." Zwar scheinen noch immer viele Köche Spass daran zu haben, diese üble Behauptung zu bestätigen, aber seit einigen Jahren geht es auch in Deutschland rasant aufwärts mit Salaten. Wie es dazu kam und warum es so lange dauerte, erfährt der Leser bei Peter Peter. Aber selbstverständlich hat der Autor noch sehr viel mehr zu bieten. Wir hören von ihm, was bei den Germanen verspeist und versoffen wurde, warum Hildegard von Bingen die Klosterdiät erfand, was die Humanisten in Kochbücher kritzelten, worüber sich Luther freute, wo barocke Exzesse stattfanden, wie aus Essig langsam Wein wurde, wo die Drogen Kaffee, Tee und Schokolade ihren Siegeszug begannen, mit welchen Rezepten Dienstmädchen und Hausfrauen um die Gunst der Männer buhlten, warum Fastfood in Deutschland so ungemein beliebt war - und noch immer ist, wie Kohl Kohl bleibt, wer Hawaiitoast besonders mag, wann endlich Raffinierteres in deutsche Küchen drang, wen die TV-Menschen am liebsten an den Töpfen sehen und weshalb es auch im nächsten Jahrtausend noch Sauerkraut, Knödel, Würste und weich gekochte Nudeln geben wird.
Der unterhaltsame Text des fachkundigen Autors wird immer wieder von Bildern, Zitaten und Rezepten unterbrochen. Wobei einige schräge Rezepte den Kauf des Buches bereits rechtfertigen würden. Peter Peter lobt, kritisiert, beobachtet, mischt Ungewöhnliches zusammen und trennt scheinbar Unzertrennbares, gibt seine Literaturquellen preis und legt schliesslich ein kleines Gesamtkunstwerk auf den Tisch, das fast vollkommen ist.
Mein Fazit: Die merkwürdige Idee, Werke von Max Liebermann und seinen Kollegen gleich zu behandeln wie alte Kitschpostkarten, hält mich nicht davon ab, dieses Buch wärmstens zu empfehlen. Es wird allen gefallen, die Infotainment, viel Bildmaterial, aussergewöhnliche Rezepte und überraschende Zusammenhänge lieben. Der Autor macht nicht nur gekonnte Vergangenheitsbewältigung, sondern auch beste Werbung für die neue deutsche Küche.
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Abiturwissen Geschichte. Erster Weltkrieg und Weimarer Republik: Prüfungsrelevanter Stoff auf den Punkt gebracht. Musterklausuren. Systematische Zusammenfassungen Walter Göbel Broschiert, Juni 2008 Verkaufsrang: 26242 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Fakten: -Musterklausur -ausführliches Glossar -typische Abiturfragen und Arbeitsaufträge
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
hat wohl mein abi gerettet!! 5 von 5 Punkten dieses buch ist wirklich absolut klasse! es ist alles sehr übersichtlich und gut verständlich dargestellt und besonders zu empfehlen sind auch die grafiken und tabellen (hilft einem manchmal ganz schön weiter... z.B. verfassung). hab heute leistungskursklausur geschrieben und viele informationen aus diesem buch verwendet; sie bleiben einfach gut im gedächtnis hängen. nur zu empfehlen, wie auch alle anderen dieser reihe!
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Abiturwissen Geschichte. Erster Weltkrieg und Weimarer Republik: Prüfungsrelevanter Stoff auf den Punkt gebracht. Musterklausuren. Systematische Zusammenfassungen Walter Göbel Broschiert, Juni 2008 Verkaufsrang: 26242 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Fakten: -Musterklausur -ausführliches Glossar -typische Abiturfragen und Arbeitsaufträge
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
hat wohl mein abi gerettet!! 5 von 5 Punkten dieses buch ist wirklich absolut klasse! es ist alles sehr übersichtlich und gut verständlich dargestellt und besonders zu empfehlen sind auch die grafiken und tabellen (hilft einem manchmal ganz schön weiter... z.B. verfassung). hab heute leistungskursklausur geschrieben und viele informationen aus diesem buch verwendet; sie bleiben einfach gut im gedächtnis hängen. nur zu empfehlen, wie auch alle anderen dieser reihe!
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Das schwarze Reich: Templerorden. Thule-Gesellschaften. Das Dritte Reich. CIA E. R. Carmin Gebundene Ausgabe, Mai 2006 Verkaufsrang: 27808 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Das 20.Jahrhundert wurde geprägt durch radikale soziale, politische, kulturelle und technologische Umwälzungen, die die Welt wie nie zuvor in der bekannten Geschichte veränderten. Waren es zufällige, geschichtliche Ereignisse oder wurden vielmehr Machtziele bewusst mit Hilfe okkult-esoterischer Machenschaften verfolgt? Ein fesselndes Werk, das durch das Aufzeigen verschiedenster Betrachtungsweisen die geschichtlichen Ereignisse in einem neuen Licht zeigt
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 13 Bewertungen)
die absolute härte 5 von 5 Punkten nach den ersten seiten dieses buches begann ich der besseren erkenntnis willen zuerst stichprobenhaft dann aber permanent nachzurecherchieren.das ergebnis war bis jetzt ( knapp 400 seiten ) verblüffend. für verschwörungsheinis und leute welche die welt mit anderen augen sehen ein absolutes muss.jedoch für neueinsteiger nicht empfehlenswert.
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Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg 10/2: Der Zusammenbruch des Deutschen Reiches 1945. Die Folgen des Zweiten Weltkrieges: Bd. 10/2 Rolf-Dieter Müller Gebundene Ausgabe, April 2008 Verkaufsrang: 67113 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Im Mittelpunkt der beiden Abschlussbände der renommierten Reihe"Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg"steht das Kriegsende in Deutschland 1945. Die militärischen Ereignisse an Ost- und Westfront sowie die alliierte Bomberoffensive führten im Frühjahr 1945 in die totale Niederlage und zu den größten Verlusten in der deutschen Geschichte. Bereits der Rückblick auf die deutsche Seekriegführung seit 1943 zeigt die Aussichtslosigkeit und den Realitätsverlust eines sinnlosen"Endkampfes". Das moralische und politische Versagen der Wehrmachtführung erreichte währ dieser Katastrophe seinen Höhepunkt. In der Agonie des Zusammenbruchs waren die Folgen für Flüchtlinge, Vertriebene und Kriegsgefangene besonders verheer. Die"deutsche Frage"belastete die deutsche wie die internationale Politik gleichermaßen; mit der beginnen Erinnerung an den Krieg kam zugleich die Chance für einen Neubeginn. Wie wegweisend der Zweite Weltkrieg für die deutsche Geschichte war, zeigen die Ergebnisse dieses umfassen Forschungsprojekts. - endlich vollständig: das große Standardwerk über den Zweiten Weltkrieg - Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg - eine Bilanz Im Mittelpunkt der beiden Abschlussbände der renommierten Reihe ¯Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg® steht das Kriegsende in Deutschland 1945. Die militärischen Ereignisse an Ost- und Westfront sowie die alliierte Bomberoffensive führten im Frühjahr 1945 in die totale Niederlage und zu den größten Verlusten in der deutschen Geschichte. Bereits der Rückblick auf die deutsche Seekriegführung seit 1943 zeigt die Aussichtslosigkeit und den Realitätsverlust eines sinnlosen ¯Endkampfes®. Das moralische und politische Versagen der Wehrmachtführung erreichte während dieser Katastrophe seinen Höhepunkt. In der Agonie des Zusammenbruchs waren die Folgen für Flüchtlinge, Vertriebene und Kriegsgefangene besonders verheerend. Die ¯deutsche Frage® belastete die deutsche wie die internationale Politik gleichermaßen; mit der beginnenden Erinnerung an den Krieg kam zugleich die Chance für einen Neubeginn. Wie wegweisend der Zweite Weltkrieg für die deutsche Geschichte war, zeigen die Erge bnisse dieses umfassenden Forschungsprojekts. Endlich vollständig: das große Standardwerk über den Zweiten Weltkrieg Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg eine Bilanz
»Eines der größten Unternehmen der modernen Geschichts wissenschaft.« Frankfurter Allgemeine Zeitung »Eine überaus eindrucksvolle Gesamtleistung, von der Öffentlichkeit und Forschung fortab profitieren werden.« Hans-Ulrich Wehler, Die Zeit
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Der Tod ist ein Meister aus Wien: Leben und Taten des Amon Leopold Göth Johannes Sachslehner Gebundene Ausgabe, März 2008 Verkaufsrang: 30917 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Hochgewachsen, elegant ist er, ein wahrer Wiener Gentleman, interessiert an Literatur und Musik ein Traum von einem Mann schwärmt später seine Geliebte Ruth Irene Kalder. Geboren 1908 und von der Familie nur zärtlich Mony gerufen, will der Verlegersohn Amon Leopold Göth Großes erreichen, doch es fehlen die Voraussetzungen: Die Oberrealschule hat er abgebrochen, nicht die Matura interessiert ihn, sondern der neue Geist, der ihm aus den Reihen der Hakenkreuzler entgegenweht. Bereits 1925, als 17-jähriger, tritt er einer Jugendgruppe der NSDAP in Waidhofen an der Thaya bei und von da an wird ihn die Begeisterung für die braune Revolution Adolf Hitlers nicht mehr verlassen. Seine erste Ehe ist nach kurzer Zeit am Ende, allein bei den Kameraden von der SS, der er 1930 beigetreten ist, fühlt er das richtige Leben. Nach dem Anschluss 1938 heiratet er noch einmal, als sein erstes Kind, ein Sohn, im Alter von wenigen Monaten stirbt, verlässt er im Frühjahr 1940 die Familie und bricht auf i ns Generalgouvernement. Hier, im Gangster Gau des großmäuligen Hans Frank, winken Abenteuer und Karriere: Im Stab des Kärntners Odilo Globocnik, dem Drahtzieher der Aktion Reinhardt, lernt er rasch Gefallen zu finden am Massenmord an den Juden, aus dem man, wenn man es nur geschickt anfängt, auch entsprechenden Profit ziehen kann eine echte Herausforderung für seine verbrecherische Intelligenz. Erfolge als Organisator in einigen kleinen Lagern ebnen ihm den Weg: Im Februar 1943 wird er zum Kommandanten des neu eröffneten Zwangsarbeitslagers Plaszów bei Krakau ernannt. 500 Tage wird er als König von Plaszów herrschen, Herr über Leben und Tod sein, gefürchtet von Zehntausenden, die schutz- und rechtlos seiner sadistischen Willkür ausgesetzt sind.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Ein monströser, vom Ehrgeiz zerfressener Killer. 5 von 5 Punkten Das vorliegende Buch thematisiert das Leben des Kommandanten des Konzentrationslagers Plaszow bei Krakau: Amon Leopold Göth ( 1908- 1946), der von seinen Freunden " Mony " genannt wurde. Wer den Film " Schindlers Liste " gesehen hat, konnte sich bereits einen Eindruck von diesem Schurken verschaffen, wobei die Realität die Darstellung im Film an Schlechtigkeit bei Weitem übertrifft.
Einige Wochen habe ich benötigt um dieses Buch zu Ende zu lesen, obgleich es sehr gut recherchiert und geschrieben ist. Sich mit den Handlungen eines Sadisten auseinanderzusetzen, der allein eigenhändig 500 Menschen umgebracht hat, ist kein Lesevergnügen.
Was macht einem Menschen so grausam und seelenlos?
Nach dem Krieg wurde Göth des Völkermordes im Rahmen des NS-Vernichtungsfeldzuges gegen Juden und Polen angeklagt. Dabei wurden fünf Anlagepunkte wurden formuliert: 1) Göth wurde beschuldigt als Kommandant des Zwangsarbeiterlagers Plaszow den Tod von etwa 8.000 Menschen verursacht und dabei immer wieder auch eigenhändig getötet zu haben. 2) Vorgeworfen wurde ihm des Weiteren während der von SS-Obersturmbandführer Willy Haase durchgeführten " Liquidierung " des Krakauer Ghettos den Tod von etwa 2.000 Menschen verschuldet zu haben. 3) Beschuldigt wurde er ebenfalls , während der "Liquidierung " des Ghettos in Tarnow die Deportation von etwa 8.000 Menschen angeordnet zu haben und während dieser Aktion" eine unbestimmte Anzahl von ihnen ermordet zu haben 4) Auch bei der schrittweisen Auflösung des Lagers in Szebnie zwischen September 1943 und dem 3.2.1944 trat Göth als Killer auf. Man klagt ihn an den Befehl zu Ermordung zahlreicher Lagerinsassen bzw. zur Deportation von Häftlingen in andere Lager gegeben. 5) Schließlich wurde Göth angeklagt sich Wertsachen der im Lager inhaftierten Juden angeeignet zu haben: Gold und Geld, aber auch Kleidung, Möbel und andere bewegliche Habe. Man beabsichtigte ihm dabei nachzuweisen, dass er diese Gegenstände ins " Reich " verschoben hatte. Der Wert der Schätze betrug mehrere Millionen Zloty.
Der Prozess gegen Göth fand in Krakau statt. Man konnte dem Nazi-Schurken alle Verbrechen nachweisen, deshalb auch wurde er vom Gericht zum Tode verurteilt und am 13.9.1946 in Plaszow erhängt. ( vgl. S. 372-374)
" Der Tod ist ein Meister aus Wien " berichtet zunächst von der Kindheit und Jugend dieses kaltblütigen Killers, der kein Musterschüler war, die höhere Schule nicht schaffte und schon früh mit nationalsozialistischem Gedankengut liebäugelte. In Wien geboren und dort in bürgerlichen Verhältnissen aufgewachsen, trat er 1931 in die NSDAP ein. Johannes Sachslehner berichtet detailliert von Göths Werdegang, insbesondere seinen Erfahrungen in Vernichtungslagern, um schließlich den Alltag in Plazow zu thematisieren.
Der Autor beschreibt den jungen Göth als intelligenten, sportlichen " Macher ", der bis zur Selbstaufgabe ehrgeizig, aggressiv und skrupellos war, wenn es um die Erreichung eines Ziels ging. Göth war bereit zu töten, nicht weil er die Juden, Polen oder " Zigeuner " hasste, so der Autor, sondern " weil das Töten in der Welt der SS-Männerelite an sich zu einem neuen Wert geworden ist: Wer nicht " hart " genug ist , um zu töten, kann im Kreis der Kameraden keine Führungsaufgaben übernehmen. Mony zeigt es allen: Auch ein Wiener Gentleman hat diese Härte, ja, er übertrumpft sie alle. " (Zitat: S.42)
Göth und seine Killer waren berauscht von der Effizienz mit der sie ihr Mordgeschäft betrieben. Man ist bestürzt von den Fakten, die der Autor darstellt. Ich erspare mir die Gräueltaten an dieser Stelle detailliert zu beschreiben. Lesen Sie bitte selbst.
Zur Sprache kommt selbstverständlich auch die Beziehung zwischen Göth und Oscar Schindler , der 1939 in Krakau eine Emaillefabrik errichte, in der er vor allem jüdischen Arbeitern aus dem Arbeitslager und späteren Konzentrationslager Plaszow beschäftigte, von denen er 1944/1945
über 1200 vor dem Holocaust bewahrte. Nach 1945 erhielt er den Ehrentitel " Gerechter unter den Völkern ".
Wie selbstbezogen muss ein Mensch sein, der so handelt wie Göth?
Ein hervorragend geschriebenes Buch, das verdeutlicht, dass es nur einen Weg zwischen den Menschen geben kann. Es ist der Weg der Liebe.
Empfehlenswert!
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Stalins verhinderter Erstschlag: Hitler erstickt die Weltrevolution Viktor Suworow Gebundene Ausgabe, Juni 2000 Verkaufsrang: 17065 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der ehemalige Generalstabsoffizier der Roten Armee Suworow zeigt auf, daß Stalin nie von dem Ziel der kommunistischen Weltrevolution abgerückt ist und der Zweck seines im Juli 1941 geplanten Überfalls auf das Deutsche Reich die Eroberung ganz Europas und seiner Kolonien war. Suworow beweist anhand von Rüstungsziffern, Aufmarschplänen und anderem Material messerscharf: Hitlers Präventivschlag rettete Europa in letzter Minute vor dem Bolschewismus.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 17 Bewertungen)
Eindeutig richtig ! 5 von 5 Punkten Das Buch ist die Fortsetzung zu " Der Eisbrecher ".Konsequent wird belegt, dass die These vom "Überfall der deutschen Wehrmacht " auf den Müllhaufen der Geschichte gehört. Die Frage ist nur warum Stalin trotz der vielen Warnungen vor dem deutschen Angriff seine eigenen Angriffsvorbereitungen so seelenruhig fortsetzte.
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Verschwiegene Existenz - Leben der Maria Ortisch Sven Peters Gebundene Ausgabe, 17. April 2008 Verkaufsrang: 37393 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Auf der Suche nach der Wahrheit. Verfolgen Sie in diesem Buch die Spuren von Maria Ortisch und der Vril-Gesellschaft. Hatten die Vril-Mitglieder Kontakt zum Sternensystem Aldebaran? Die Beweislage ist eindeutig, die deutschen Flugscheiben haben existiert. Erstmals erhalten Sie Einblicke in die geheimen Arbeiten von Maria Ortisch und in die Patente der Vril- und Thule-Gesellschaft. Wer waren die Hintermänner? Wie wurden die Flugscheiben finanziert? Was wollten die Deutschen am Südpol? Sie erfahren Hintergründe, die so sorgfältig recherchiert nie veröffentlicht wurden. Das Buch enthält auch eine Vielzahl seltener Aufnahmen von Flugscheiben. Am Ende des Buches wird sich niemand mehr die Frage stellen, ob die deutschen Flugscheiben existierten, sondern eher fragen wo sind sie geblieben? Eine spannende Reise beginnt...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Interessant 5 von 5 Punkten Brisant: 1. Auflage ungekürzte Fassung.
Wenn eine "zensierte" 2. Auflage geplant ist, steckt in dem Buch sehr viel Wahrheit. Dem Autor ist es gelungen endlich die Zusammenhänge des Flugscheibenmythos anschaulich darzustellen.
Für alle die sich mit den Flugscheiben befassen, ist dieses Buch absolut zu empfehlen wenn man wissen möchte wie die Vril-Gesellschaft arbeitete. Die erste Auflage enthält viele brisante Fakten.
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Das Auge des Dritten Reiches: Hitlers Kameramann und Fotograf Walter Frentz
Gebundene Ausgabe, September 2007 Verkaufsrang: 15032 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Entzaubernd 5 von 5 Punkten Mit dem Bildband über Walter Frentz liegt ein wirklich beeindruckendes Buch vor.
Chronologisch werden die einzelnen Kapitel zu den Arbeiten des Kameramannes und Fotografen Frentz geordnet, von seinen Aufnahmen beim Kajakfahren in den 20er Jahren bis zu seinem Besuch im KZ Mittelbau-Dora 1944, wo die V-Waffen gefertigt wurden. In diesen Kapiteln wird dem Leser schnell klar, dass er nicht nur einen Bildband über einen Fotografen und Kameramann im Dritten Reich vor sich liegen hat. Das Buch ist gleichzeitig eine Suche nach den Verantwortlichkeiten eines Fotografen, der von sich selber immer sagte, er dokumentiere doch nur die Situation, die er somit nicht ändern kann. Dass mit Fotos aber auch eine Diktatur verlängert werden kann und eine Diktatur existentiell auf Fotos und Filme angewiesen ist, um zu überleben, gab Frentz nie zu, wird in den Beiträgen aber sehr schön herausgearbeitet.
Das Buch ist damit nicht nur Bildband, sondern auch ein wichtiger Beitrag nach der Frage von Verantwortlichkeiten, wer wusste wieviel im Dritten Reich, wie konnte so eine Diktatur überhaupt so lange überleben. Zusammen mit den vielen Farbfotos, die viel unmittelbarer zu einem sprechen, als Schwarz-Weiß Fotos, entzaubert das Buch die vermeintlich unpolitische Aufgabe eines Fotografen und Kameramanns in einer Diktatur.
Kameramann und Fotograf im >>Dtten Reich<< Walter Frentz 4 von 5 Punkten Dokumentationen und Filmbeiträge zur Geschichte des >>Dritten Reiches<< sind unverzichtbarer Programmbestandteil nahezu aller Rundfunkanstalten und stellen immer noch sichere Quotenbringer dar. Auch gedruckte Nachrichtenmagazine greifen gerne auf diesen Themenbereich zurück, da ein verhältnismäßig hoher Absatz durch relativ geringen Rechercheaufwand realisiert werden kann. Darüber hinaus ist zeitgenössisches Bildmaterial aus den Jahren 1933-45 in ausreichendem Maße vorhanden. Was leider meist, wenn überhaupt, nur sehr mangelhaft erfolgt, ist die kritische historische Einbettung der verwendeten Film- oder Fotodokumente in den Entstehungszusammenhang. Reflexionen über die Intentionen von Machern und Auftraggebern des verwendeten Quellenmaterials bleiben Zuschauern und Lesern in der Regel erspart. Gefährlich und paradox zugleich, denn Bildmaterial entsteht ja bekanntlich sehr selten zweckfrei, der scheinbar objektive Blick des Publikums wird immer gelenkt durch die Absichten der Person hinter dem Kameraobjektiv.
Einen Beitrag zum richtigen Umgang mit Bildmaterial der Jahre 1933-45 liefert der Band >>Das Auge des Dritten Reiches. Hitlers Kameramann und Fotograf Walter Frentz.<<. Namhafte Autoren analysieren in Einzelaufsätzen die Produkte des umfangreichen und durch unzählige Druck- und Filmproduktionen ausgeschlachteten Nachlasses des Kameramanns und Fotografen Walter Frentz. Ausführlich erläuterte und kommentierte Bildteile ergänzen die Aufsätze. Eine Filmografie zu Walter Frentz schließt den Band ab.
Walter Frentz gehörte bis zum Ende des >>Dritten Reichs<< als >>Kameramann des Führers<< zum unmittelbaren Umfeld Adolf Hitlers. Er war ein wichtiger Mitarbeiter Leni Riefenstahls bei den Parteitags- und Olympiafilmen, filmte und fotografiert in den Führerhauptquartieren sowie auf dem >>Berghof<< und wurde mit geheimen Spezialaufträgen, wie der Dokumentation von Rüstungsprojekten, betraut. Mit dem von Frentz in unmittelbarer Nähe Adolf Hitlers aufgenommenen Filmmaterial illustrierte die >>Deutsche Wochenschau<< ihre Berichte. Im Gegensatz zu den Fotografien Heinrich Hoffmanns, wurden die Fotoaufnahmen Walter Frentz' vor 1945 nicht bzw. nur in Ausnahmefällen veröffentlicht. Zwar verkaufte Frentz sehr gewinnbringend Abzüge an Größen des >>Dritten Reiches<<, die eigentliche Vermarktung und Veröffentlichung seiner Aufnahmen setzte jedoch erst nach dem Zweiten Weltkrieg ein.
Frentz' Film- und Fotoaufnahmen bilden einen Großteil der heutigen visuellen Gedächtnistapete zum >>Dritten Reich<<, meist ohne dass Walter Frentz selbst oder sein Tun genauer beleuchtet oder hinterfragt würde. Fatal, lassen doch die Aufnahmen überwiegend das Bild einer heilen nationalsozialistischen Welt entstehen. Judenverfolgung und eigentliches Kriegsgeschehen finden in der Optik von Walter Frentz nicht statt. Hinzu kommt, dass zahlreiche Publikationen keine Zeit auf sorgfältige Datierung und Kommentierung der verwendeten Fotos verschwenden.
So erhebt der vorliegende Band in der Einleitung den Anspruch, einem >>apologetischen, unkritischen oder bestenfalls naiven<< Umgang mit Frentz' Bildern >>eine ernsthafte und nüchtern-distanzierte Auseinandersetzung<< gegenüberzustellen. Diese Anforderung wird in vollem Umfang erfüllt.
Ingesamt bietet der Band ein reichhaltiges Spektrum an Informationen zur Fotografie im >>Dritten Reich<<. Solide und genau rücken die Autoren bekannte Fotografien ins rechte Licht, zeigen Entstehungszusammenhänge und Wege der Einflussnahme auf. Nicht nur die Biographie Walter Frentz' rückt ins Zentrum der Aufmerksamkeit, sondern auch Sehgewohnheiten, Blickwinkel und Rechtfertigungsstränge.
Ein außergewöhnliches Buch über einen außergewöhnlichen Fotografen ! 5 von 5 Punkten Es gibt wenige Fotografen, welche eine solch bewegte Vergangenheit hatten, wie WALTER FRENTZ, über dessen Leben, Arbeit und Wirken dieser außergewöhnliche Bildband handelt.
Reich mit seltenen Bildern aus den 30er- und 40er-Jahren versehen, ist dieses besondere Buch für Fotofreunde ein echter Leckerbissen, eine einzigartige, faszinierende Rarität.
Geboren am 21. August 1907 in der schwäbischen Stadt Heilbronn am Neckar, kam Walter Frentz recht früh zu der Kunst des Fotografieren und Filmens.
Er gründete den ersten Kajak-Klub in Deutschland und machte den Kajak-Sport durch Fotos und Filme einem breiteren Publikum bekannt.
Als Leni Riefenstahl im Herbst 1933 einen guten Kameramann für ihren Reichsparteitag-Film suchte, empfahl ihr Albert Speer Walter Frentz.
Den Rest erzählt dieser famose, spannende Bildband...
Walter Frentz einen "skrupellosen Karrieristen" zu nennen, halte ich schlichtweg für unakzeptabel und auch anmaßend !
Er blieb Zeit seines Lebens ein bescheidener und freundlicher Mensch.
Ich hatte das Glück, Walter Frentz noch persönlich kennenlernen zu dürfen. Ich lernte ihn als einen sehr warmherzigen, naturverbundenen Menschen kennen, dessen vorbildliches Motto "Im Leben und bei der Fotografie kommt es auf die Einstellung an" lautete.
Am 6. Juli 2004 verstarb dieser talentierte Fotokünstler im Alter von 96 Jahren in einem Altersheim in Überlingen am Bodensee.
Ein Standardwerk zu Hitlers Kameramann Walter Frentz und zum Umgang mit dem Foto als historische Quelle 5 von 5 Punkten Walter Frentz war bisher nur wenigen Eingeweihten bekannt. Kameramann bei Leni Riefenstahl und ihren NS-Propagandafilmen, Kameramann für die Deutsche Wochenschau und verantwortlich für die Hitleraufnahmen von September 1939 bis März 1945, Dokumentator des Atlantikwalls, der V-Waffen-Produktion und anderer Rüstungsprojekte für Hitler und Speer. nach 1945 Vortragsreisen für Volkshochschulen und weitere Tätigkeit als Filmemacher. Nicht zu vergessen: Pionier und Funktionär der deutschen Kajakbewegung.
Daneben machte er tausende Fotos, Schwarzweiß und in Farbe, darunter hunderte von Adolf Hitler und seinem Gefolge (Paladine, Frauen, Gäste, Hunde).
Ein beeindruckendes Buch klärt nun in zahlreichen kritischen Aufsätzen und mit verschiedenen Ansätzen über Frentz` Werdegang, seine Karriere, die Verstrickungen des überzeugten Nationalsozialisten sowie über Brüche und Kontinuitäten nach 1945 auf. Der Deutsche Kunstverlag hat damit Neuland betreten. Zeitgeschichte war bisher nicht sein Thema. Herausgekommen ist ein Standardwerk von hohem Erkenntniswert. Und das auf verschiedenen Gebieten. Neben Person und Werk von Walter Frentz präsentiert das Buch einen beispielhaften Umgang mit Fotografien als historische Quellen. Insgesamt werden ca. 240 Fotos gezeigt, die meisten von ihnen ausführlich kommentiert und in ihren Entstehungskontext eingeordnet. Damit stellen sich die Macher des Buches gegen die kontextlose Verwendung von historischen Bildern als bloßes Illustrationsmittel ohne Berücksichtung ihrer Entstehung und ihrer zeitgenössischen Aufgabe und zeigen exemplarisch, welcher Erkenntnisgewinn aus dem Bildmaterial bei adäquatem Umgang gezogen werden kann, ohne dabei die Grenzen des Verfahrens zu verkennen.
Ein in vielfacher Hinsicht empfehlenswertes Buch.
Walter Frentz, ein skrupelloser Karrierist 3 von 5 Punkten Das Dritte Reich verstand es meisterlich, die Menschen mit dem aufkommenden Massenmedium Film als "Propagandawaffe" zu begeistern und dabei gleichzeitig zu manipulieren - für mich "entschuldigt" nicht zuletzt dieser Umstand, daß es zu vielen nicht gelang den wahren, wahnsinnig-verbrecherischen Charakter des 3. Reiches zu durchschauen - und das wohl unabhängig von der Intelligenz des einzelnen (siehe G. Grass, der nach eigenem Bekunden bis zuletzt an das Regime und dessen Führung geglaubt hat). Walter Frentz war (wie Albert Speer, Leni Riefenstahl u.v.a. in der näheren Umgebung Hitlers) ein skrupelloser Karrierist - hätte er nicht ehrgeizig gefilmt, so hätte er eben ehrgeizig etwas anderes gemacht - ein ausgezeichnet gestaltetes, interessantes und informatives Buch - jedem zu empfehlen, der versucht dem manipulativen Wirken des Dritten Reiches über das Medium Film näher auf den Grund zu gehen. |
Die Römer in Bayern Wolfgang Czysz, Karlheinz Dietz, Thomas Fischer Gebundene Ausgabe, April 2005 Verkaufsrang: 3024 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Über 400 Jahre gehört das heutige Bayern - soweit es südlich von Donau und Altmühltal liegt - zum römischen Imperium. Dieser Band bietet einen umfassenden Einblick in alle Facetten der römischen Kultur. Dabei reicht die Schilderung von der Einverleibung in das römische Reich, über die Blütezeit bis hin zum allmählichen Verfall und Zusammenbruch der römischen Herrschaft und zum Übergang an die Bajuwaren im 5. Jahrhundert. Die Ausgrabungen der letzten Jahrzehnte und ihre zum Teil sensationellen Funde haben zu zahlreichen neuen Erkenntnissen über Kultur und Zivilisation dieser Zeit geführt. Ausführlich vorgestellt werden in diesem Band die sichtbaren Bodendenkmäler und wichtigsten Funde in Bayern: Siedlungen, Tempel und heilige Bezirke, Villen und Gutshöfe, Grabstätten und Münzfunde. Somit ist dieser Band auch ein praktischer, archäologischer Führer.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
ausgezeichnet 5 von 5 Punkten Dieses Buch ist ausgezeichnet. Es bietet eine umfassende Abhandlung zum Thema, die alle wesentlichen Aspekte - von der literarischen Überlieferung bis zum archäologischen Fundbestand - aufbereitet und in einen übergreifenden Kontext stellt. Das letzte Drittel des Buches macht ein Katalog römischer Fundorte in Bayern aus, der überaus präzise und reichhaltige Informationen bietet, die man kaum irgendwo anders so schön aufbereitet findet. Die Illustrationen sind ausgezeichnet. Verweise auf die Literatur sind reichhaltig. Empfehlenswert!
Kompetent und informativ 5 von 5 Punkten Servus, Dieses Buch steigt geschichtlich schon bei den Kelten und Germanen im Alpenvorland ein, gefolgt von der Okkupations- und Frühzeit der Provinz Rätien. Das Aufblühen der römischen Kultur und das zivile Leben in der Provinz wird genauso beschrieben wie die Krisenzeit im 3.Jahrhundert, sowie die Spätzeit und das Ende der Römer. Zeitlich betrachtet wird die römische Geschichte ab kurz vor Christi Geburt bis zum ca. 4./5. Jahrhundert abgedeckt. Es wird auf die verschiedenen römischen Siedlungen (z.B. Augusta Vindelicum aka Augsburg) eingegangen. Der militärische Aspekt kommt natürlich auch zur Geltung, unter anderem in der Beschreibung des Limes. Des weiteren sind ein paar Karten von dem damaligen Rätien samt Ortschaften und Handelsnetz abgebildet. Was besonders interessant ist, sind die Skizzen und Kurzbeschreibungen von den einzelnen Kastellen, Vici, und Villae Rusticae unter dem archäologischen Aspekt. Das Buch ist allemal sein Geld wert und bietet einen kompetenten Einstieg in die Materie in Bezug auf Bayern. Viel Spaß beim Lesen :-) |
Winifred Wagner oder Hitlers Bayreuth Brigitte Hamann Taschenbuch, Oktober 2003 Verkaufsrang: 17737 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Für ihr Buch über Hitlers Wien ist Brigitte Hamann in den höchsten Tönen gelobt worden. Die frühen Jahre des späteren Diktators als gescheiterter Kunststudent waren bis dahin von niemandem einer derart akribisch recherchierten Untersuchung unterzogen worden. Akribisch recherchiert hat Hamann auch diesmal, wenn auch unter erschwerten Bedingungen. Wenngleich manche Mitglieder der untereinander verfeindeten Zweige der Familie Wagner die Autorin bei ihrer Arbeit unterstützten -- der Zugang zu dem von Amélie Hohmann verwalteten Nachlass Siegfried Wagners und dessen Frau und früher Witwe Winifred blieb ihr verwehrt. Dies mag die Autorin schmerzen, dem Buch ist daraus aber kein spürbarer Mangel erwachsen. Auch diese Arbeit hat höchstes Lob verdient. Herausgekommen ist nicht nur eine brillante Biografie der Hitler-Freundin und Schwiegertochter Richard Wagners. Hier handelt es sich zugleich um einen überaus scharfsichtigen Beitrag zur deutschen Kultur- und Zeitgeschichte, der manchen bislang dunklen Winkel in der Villa Wahnfried taghell ausleuchtet. Am Anfang steht die von Siegfrieds Mutter Cosima eingefädelte Hochzeit der jungen Wagner-Enthusiastin Winifred Marjorie Williams mit dem einzigen Sohn des von ihr über alle Maßen verehrten Komponisten Richard Wagner. Siegfried ist zwar immerhin 28 Jahre älter als die Braut -- und neigt in seiner eigentlichen sexuellen Orientierung dem eigenen Geschlecht zu, kommt aber dank seiner jungen Frau doch noch zu drei Söhnen und einer Tochter: Wieland, Friedelin, Wolfgang und Verena. Trotz des Kindersegens freilich ist die Ehe alles andere als glücklich. Von ihrer Schwiegermutter bevormundet und von ihrem Mann, der sich ohnehin die meiste Zeit auf Konzertreisen befindet, nicht wirklich geliebt, fühlt sich Winifred einsam und verlassen. Mit diesen Umständen bringt Brigitte Hamann die begeisterte Hinwendung der späteren Festspiel-Chefin zu Adolf Hitler in Zusammenhang. Glänzend zeigt Hamann die bizarren Brüche in der Person Winifreds, die auf der einen Seite für die nationalsozialistische Ideologie ihres Führers entflammt, sich auf der anderen Seite aber vehement persönlich für Juden und andere von den Nazis Verfolgte einsetzt. In völliger Verkennung der tatsächlichen Schuld ihres Freundes "Wolf", über den sie mutmaßt, dass er von seinem Leibarzt systematisch um den Verstand gebracht wurde, erklimmt sie in dem legendären Film-Interview mit Hans-Jürgen Syberberg 1975 dann den Gipfel einer irrwitzigen Verblendung und verbleibt dort bis zu ihrem Tod im März 1980. Winifreds beständigen Aufstieg zu diesem Gipfel schildert Brigitte Hamann in diesem Buch, vor dessen Hintergrund auch das Syberberg-Interview in neuem Licht erscheint. --Andreas Vierecke
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 11 Bewertungen)
absolut empfehlenswert 5 von 5 Punkten Das hinter die kulissen des wagner clans schauen können in der für mich interessantesten zeit der familie hat mir große freude bereitet. Vielen Dank dafür- ein tolles buch!
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Mit Gottes Segen in die Hölle: Der Dreißigjährige Krieg
Broschiert, Mai 2007 Verkaufsrang: 15641 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Religiöser Fanatismus, marodierende Söldnerbanden, brennende Dörfer, grausame Massaker unter der Bevölkerung: Der Dreißigjährige Krieg, der Mitteleuropa von 1618 bis 1648 überzog, liegt mehr als drei Jahrhunderte zurück. Doch wenn man sich an die Ereignisse in Bosnien und im Kosovo erinnert, an das Gemetzel in Ruanda oder den religiösen Terror in Afghanistan, wirkt die Vergangenheit oft bedrückend aktuell. Parallel zur Fernsehserie im ZDF hat Hans-Christian Huf ein Buch herausgegeben, das die Geschichte des Dreißigjährigen Kriegs aus verschiedenen Perspektiven schildert: Anschaulich geschrieben und aufwändig mit zeitgenössischen Kupferstichen und Gemälden illustriert, stellt es das Alltagsleben der Soldaten und ihrer Familien dar. Erzählt wird aber auch vom Leid der Bauern und der Bürger in den Städten, für die der Durchzug der schlecht bezahlten Söldnerheere oft schlimmer war als die geschlagenen Schlachten: Wo die Soldaten einfielen, waren nicht nur Mord und Totschlag, sondern auch Plünderungen, Seuchen und Hungersnöte infolge verlorener Ernten an der Tagesordnung. Zugleich beschreibt Mit Gottes Segen in die Hölle das Ränkespiel der Mächtigen: Ausführlich wird der Aufstieg Wallensteins geschildert, der es durch politisches Geschick und ein gehöriges Maß an Skrupellosigkeit vom unbedeutenden Adligen zum mächtigen Generalissimus des habsburgischen Kaisers brachte. Ihm gegenüber steht die Vita des Schwedenkönigs Gustav Adolf, der sich im Zuge einer gekonnten Propaganda-Schlacht als protestantischer Befreier inszenierte. In Wirklichkeit ging es jedoch vor allem um Macht und Geld: Der Glaubenskrieg war ein Geschäft auf Pump, das der Verlierer zu bezahlen hatte -- und das war auch damals am Ende die Zivilbevölkerung. --Bernhard Wörrle
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 10 Bewertungen)
Dreißigjähriger Krieg 5 von 5 Punkten Aus Perspektive eines Historikers oder Kenners der Materie ist dieses Buch sicherlich recht oberflächlich. Es stimmt, dass nicht chronologisch vorgegangen wird und es stimmt auch, wenn andere Rezensenten schreiben, dass es einige offenen Fragen gibt, Gründe für den einen und den anderen Sachverhalt nicht bzw. nicht ausreichend dargestellt werden- was andererseits den Rahmen des Buches sprengen würde.
Aber für den Laien, den Einsteiger und den Interessierten ist dieses Buch ein wunderbarer Einstieg, der- nicht zuletzt durch eine sehr gute Gestaltung und vielen Fotos- dazu anregt, vertiefend in das eine oder andere Teilgebiet der umfangreichen Geschichte des 30jährigen Krieges einzusteigen.
Ein superschönes, ansprechend gestaltetes und auch unterhaltsames Buch, das nicht zu wissenschaftlich, aber doch sehr erklärend, spannend und in gebührende Tiefe gehend einen ersten Einstieg in das Thema und die Gedankenwelt der Menschen dieser Zeit gibt.
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