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Seite 6

Josef Mengele: Der Arzt von Auschwitz - Ulrich VölkleinJosef Mengele: Der Arzt von Auschwitz
Ulrich Völklein

Taschenbuch, November 2003
     Verkaufsrang: 43094      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Wer war Josef Mengele? Er war ganz er selbst: Vor Auschwitz, in Auschwitz und auch danach. Zu dieser nüchternen Feststellung gelangt Ulrich Völklein in seiner Zusammenfassung von Vernehmungsprotokollen Überlebender als auch von Mittätern, von Briefen und Tagebüchern. Herausgekommen ist, neben der Biographie des "Todesengels von Auschwitz", zugleich eine kurze, aber äußerst bedrückende Darstellung jenes Inbegriffs für NS-Vernichtungslager.

Völkleins Verdienst ist es, Mengele nicht übermäßig psychologisiert zu haben. Eigenbrötelei, Beziehungsstörungen und ein nicht gefestigter Charakter allein taugen halt nicht zur Erklärung für die Motive, aufgrund derer ein ansonsten nach außen als kultiviert erscheinender Mensch bei den "Selektionen" an der Rampe, bei erbbiologischen Experimenten mit Zwillingen und durch dilettantische Operationen ohne Anästhesie mehrtausendfach mordete oder Beihilfe zum Mord leistete.

Für Mengele waren seine medizinischen Untersuchungen im KZ lediglich Forschertätigkeiten innerhalb eines Programms des Berliner Kaiser-Wilhelm-Instituts für Anthropologie. Die NS-Rassenideologie wurde immerhin von einem erheblichen Teil der Bevölkerung mitgetragen und von renommierten Anthropologen und Eugenikern -- nicht nur aus Deutschland -- begrüßt, und Mengele nutzte als Mitglied der Waffen-SS die rechtsfreie und von äußerer Bedrohung abgeschirmte Situation in Auschwitz, um ungestört die eigene Karriere als Mediziner voranzutreiben.

Auch als Mengele nach dem Krieg vor den Siegern fliehen mußte und mit Hilfe einer SS-Kameraden-Organisation über den "Rattenweg" zuerst nach Argentinien und später nach Brasilien entkam, ließ sich bis zu seinem Tode 1979 kein Gesinnungswandel erkennen: Sein Weltbild blieb völkisch, antisemitisch und sozialdarwinistisch.

In den Kinos läuft derzeit Koenigs Euphemismus Nichts als die Wahrheit. Wer der Wahrheit ein wenig näher kommen will, sollte das Geld fürs Billett sparen und lieber zu Völkleins Buch greifen. --Jürgen Grande

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)

Verstörend....      5 von 5 Punkten
Ich kann VORAB nur sagen, dass dieses Buch, obwohl ich mich aus Berufsgründen viel mit dem Nationalsozialismus beschäftige, mich wirklich versört hat.
Völklein fängt in seinem ausgezeichnet recherchierten Werk über den "Todesengel von Auschwitz" nahezu vollständig das Psychogramm eines MAssenmörders auf, dem bis zum letzten Tage jede Art von Reue und Einsicht fehlten-doch der Autor verfällt keineswegs auf die Richtung Mengele eben als die Reinkarnation des absolut Bösen darzustellen. Ihm gelingt es das Bild eines Menschen zu fassen, der aus guten Hause stammend, studieren durfte, was ihm lag, niemals zu einer echten Beziehung fähig scvhließlich seine gestörte Persönlichkeit unter den Bedingungen des Nationalsozialismus voll ausleben konnte.
Das BUCH ist keine leichte Kost und dennoch relativ leicht geschrieben.
ALs FAZIT muss ich sagen haben mich zwei Stellen des Buches am meisten getroffen-einmal am Ende, als der Autor mutmaßt, dass Mengle, wenn er sich in den 1950ern gestellt hätte, nicht mehr die Todesstrafe erhalten hätte, sondern nach 15 Jahren wieder auf freien Fuß gewesen wäre. Und zum zweiten: Mengele wäre nie ohne die Bedingung des 3.Reiches zum Todesengel geworden, er wäre ein kleiner, verschrobener Arzt geworden und sonst nicht.


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Die Flicks: Eine deutsche Familiengeschichte um Geld, Macht und Politik - Thomas RamgeDie Flicks: Eine deutsche Familiengeschichte um Geld, Macht und Politik
Thomas Ramge

Broschiert, September 2006
     Verkaufsrang: 82063      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Thomas Ramge ist eine erstklassige Biografie gelungen -- solide recherchiert, packend geschrieben und ausgekleidet mit viel historischem Hintergrund. Was sinnvoll ist bei einer Familie, deren Leben so eng verwoben war mit der Geschichte Deutschlands.

Es schaudert einen oftmals bei der Lektüre. Die Flicks ist ein Lehrstück darüber, was Unternehmen im Namen des Profits zu tun gewillt waren, über das völlige Fehlen von Unrechtsbewußtsein bei der Jagd nach der Rendite. Es ist Anschauungsunterricht darüber, dass die Gier keine Grenzen kennt. Anfangs hielt Friedrich Flick, der geschäftstüchtige Gründer, nicht viel von den Nazis. Doch als absehbar war, dass sie an die Macht kommen würden, richtete er sich sofort darauf ein, trat der NSDAP bei -- und warf begehrliche Blicke auf Unternehmen, die Juden gehören. Der Hausjuristen des Konzerns schrieb den Gesetzesentwurf über die Enteignung jüdischen Eigentums, der später beinahe wortwörtlich in Kraft trat.

Übelkeiterregend ist auch das nächste Kapitel der Unternehmensgeschichte: Flick ließ Zehntausende von Zwangsarbeitern in seinen Betrieben schuften, viele von ihnen überlebten es nicht. „Zwangsarbeiter waren ein begehrtes `Gut´”, berichtet Thomas Ramge. “Viele Unternehmen drängten, Konzentrationslager in der Nähe ihrer Produktionsanlagen zu bauen. Andere errichteten neue Werke neben den Lagern.” Bei Flick stellten die Zwangsarbeiter bis zu der Hälfte der Belegschaft. Sie mussten bis zu 98 Stunden in der Woche arbeiten und waren völlig unterernährt. Widerlich auch, wie Flick lebenslang jede Schuld abstritt und sich weigerte, auch nur eine Mark Entschädigung an die damals Betroffenen zu zahlen. Und das, obwohl sein ohnehin schon immenses Privatvermögen in den Kriegsjahren durch die Gewinne aus Rüstung auf zwei bis drei Milliarden Reichmark anwuchs. Nach der Niederlage Deutschlands büßte Flick zwar einen Teil seines Vermögens ein und musste einige wenige Jahre im Gefängnis verbringen, aber während des Wirtschaftswunders schaffte er es schnell wieder, reich zu werden. Die nächste Generation zeigte auch nicht mehr Skrupel als der Gründer. Ein mutiger Steuerfahnder deckte 1982 trotz politischen Drucks auf, dass der Flick-Konzern durch illegale Parteispenden einen großen Teil der Regierung geschmiert hatte.

Angenehm bei Ramge ist, dass er nicht nur über das öffentliche Leben der Flicks berichtet, sondern das private breiten Raum bekommt, so dass runde, spannende Porträts entstehen, dass einem die Menschen, die er beschreibt, auf den Seiten lebendig werden. Um so schockierender, was für Entscheidungen diese Menschen immer wieder getroffen haben. -- Sylvia Englert

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 10 Bewertungen)

Faszinierende Kapitel der deutschen Wirtschaftsgeschichte      5 von 5 Punkten
Es gibt Bücher, die man als Wirtschaftsinteressierter einfach lesen muss, und der vorliegende Titel gehört dazu. Weite Teile des Buches sind nicht Familien-, sondern deutsche Geschichte, denn um die Flicks zu verstehen, muss man sich schon die Mühe machen, den politischen Hintergrund genauer zu beleuchten. Dann aber wird das Lesen dieses Buches mit seiner Informationsfülle zum reinen Vergnügen. Glänzend geschrieben, spiegelt es den atemberaubenden Aufstieg des Friedrich Flick wider, seine unglaublichen strategischen Winkelzüge, seinen auch angesichts von Ruin und Diffamierung unbeugsamen Unternehmerwillen - nicht zuletzt aber auch seine Unfähigkeit, die Nachfolgefrage zu regeln, sodass das Imperium schon in der zweiten Generation zerfiel. Wir empfehlen dieses Buch jedem, der sich für die jüngere deutsche (Wirtschafts-)Geschichte und vor allem für die meist der Öffentlichkeit verborgen bleibende Vernetzung von Politik und Wirtschaft interessiert.


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Der zweite Weltkrieg: Mit einem Epilog über die Nachkriegsjahre - Winston S. ChurchillDer zweite Weltkrieg: Mit einem Epilog über die Nachkriegsjahre
Winston S. Churchill

Broschiert, Oktober 2003
     Verkaufsrang: 35744      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Eine gewichtige britische Stimme zum Thema Bombenkrieg gegen Hitler-Deutschland: die von Churchill selbst bearbeitete einbändige Fassung seines mehrbändigen Memoirenwerks, für das er 1953 den Literaturnobelpreis bekam.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 16 Bewertungen)

Unübertroffenes Literaturereignis      5 von 5 Punkten
Auch beim zweiten Mal lesen ist dieses "Monster" rasch verschlungen, eine angenehme Urlaubslektüre. Der kurze Abriß muß zwangsläufig ein sehr kurzer werden: Churchill stellt meisterhaft (klarerweise aus seiner persönlichen Sicht) die Folgen des Ersten Weltkrieges und sein Zutun zum Entstehen des Zweiten dar: die schreckliche Appeasement-Politik seiner Premier-Vorgänger Balfour, George, Chamberlain, die angstzerfressene Apathie Frankreichs, der blinde Pazifismus in England; wie zu Beginn des Krieges England bald alleine dasteht, praktisch nackt und unbewaffnet (erst recht nach Dünkirchen), wie Churchill versucht, immer mehr die Amerikaner einzubeziehen und wie Churchill meisterhaft die vielen Kriegsschauplätze verbindet, v.a. militärischen, aber auch politischen Weitblick zeigt und wie hart und kompromisslos er in seinem Tun war. Stellenweise schienen mir manche militärische Abhandlungen etwas zu langatmig, wie etwa die Beschreibungen des Krieges in Burma oder in Italien. Leider wurde Churchill 1945 als Premier abgewählt und konnte daher seine vorausschauende Politik bezüglich der expansiven Sowjetunion nicht weiterführen (das Ergebnis ist bekannt). Zu wenig klar kommt heraus, dass Churchill die Landung in der Normandie garnicht soo gerne unterstützt hat, viel lieber hätte er eine solche in Südosteuropa gehabt. Als Ergänzung passt gut die kurze, aber hervorragende Churchill-Biographie von Sebastian Haffner. Alles in allem ein Werk von gewaltiger Kraft und Historizität, das tiefe Einblicke nicht nur in den Zweiten Weltkrieg und seine Entstehung gibt, sondern auch wesentlichen Aspekte der Nachkriegszeit anschaulich darstellt.


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Abitur-Wissen Geschichte: Abitur-Wissen Geschichte. Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg. (Lernmaterialien) - Martin LiepachAbitur-Wissen Geschichte: Abitur-Wissen Geschichte. Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg. (Lernmaterialien)
Martin Liepach

Taschenbuch, 1. April 2001
     Verkaufsrang: 10994      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Prägnante Darstellung der politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zusammenhänge und Strukturen des Dritten Reichs. Die Zusammenfassung wichtiger Kontroversen zur Interpretation des Nationalsozialismus ermöglicht eine vertiefte Auseinandersetzung. Aufschlussreiches Bildmaterial ergänzt die systematische und übersichtliche Darstellung. Behandelt werden u.a.: NS-Wirtschafts- und Sozialpolitik; Nationalsozialistische Außenpolitik und Zweiter Weltkrieg; Formen des Widerstands; Verfolgung und Holocaust.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Guter Überblick      3 von 5 Punkten
Generell finde ich dieses Werk ganz gut gelungen. Von der NS- Wirtschaftspolitik über die Außenpolitik bis hin zum Holocaust ist alles überblicksmäßig enthalten.

Als störend empfand ich jedoch ganz besonders, dass keine Merkkästchen im Buch enthalten sind; auch auftretende Rechtschreibefehler und Sätze, die man erst nach mehrmaligen Durchlesen versteht, erhöhen nicht gerade den Lesespaß.

Unter der Annahme, dass das Heft als Abitur-Vorbereitungsheft konzipiert wurde finde ich jedoch, dass es für den LK nicht ausführlich genug ist und auch Themenbereiche anschneidet, die sicherlich nicht besonders prüfungsrelevant sind. Da man sich auch dieses Werk stichpunktartig zusammenfassen muss, will man etwas daraus lernen, würde ich lieber gleich zum Schulbuch greifen!

Fazit: Ganz guter Überblick, man sollte jedoch eine Alternative erwägen.

Alles Wissenswerte über das Dritte Reich!      5 von 5 Punkten
Martin Liepach liefert mit diesem Buch eine tolle Zusammenfassung aller wissenswerten Fakten über den Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg - verständlich und interessant geschrieben und gut gegliedert!
Durch Bilder und Darstellungen wird das Material vertieft und man setzt sich automatisch näher mit den Texten auseinander - das Lesen der Geschichtsbücher des STARK Verlags bringt einem fast sogar schon Spaß! ;)
Für LK-Klausuren und auch das Abitur hat mir dieses Buch viele Denkanstöße gegeben und mir beim Einprägen der Fakten und Verstehen der Zusammenhänge sehr geholfen!!! Besonders gut hat mir gefallen, dass auch die Kriegsschuldfrage aufgegriffen wird - das Buch trägt dabei zur eigenen Meinungsbildung bei.
Insgesamt ein tolles Buch und sehr empfehlenswert!!!



Mit dem Eliteverband des Heeres Großdeutschland tief in den Weiten Russlands: Erinnerungen eines Angehörigen des Granatwerferzuges 8./Infanterieregiment ... (mot.) "Großdeutschland" 1941-1943 - Hans Heinz RehfeldtMit dem Eliteverband des Heeres Großdeutschland tief in den Weiten Russlands: Erinnerungen eines Angehörigen des Granatwerferzuges 8./Infanterieregiment ... (mot.) "Großdeutschland" 1941-1943
Hans Heinz Rehfeldt

Gebundene Ausgabe, 23. September 2008
     Verkaufsrang: 76160      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Als Hans Heinz Rehfeldt im Herbst 1941 seine Ausbildungszeit beim Ersatzbataillon des verstärkten Infanterieregiments Großdeutschland einem Eliteverband des Heeres, der sich aus ausgesuchten Soldaten aller Gaue des damaligen Großdeutschen Reiches zusammensetzte beendet, ahnt er noch nicht, welch wechselvolles Soldatenschicksal ihn erwartet. Der Krieg in Russland war bislang siegreich verlaufen. Am 3. November 1941 in Orel angekommen, wird Hans Heinz Rehfeld bei den Gefechten um Tula zum ersten Mal mit dem Krieg konfrontiert. Im Granatwerferzug der 8. Kompanie des II. Bataillons erlebt er die verlustreichen Abwehrkämpfe 1941/42 im Osten.Nach der Umgliederung des Infanterieregiments zur Infanteriedivision (mot.) Großdeutschland nimmt er an den Kämpfen um Woronesh, am Donbogen und am Manytsch teil. Bei der Abwehrschlacht um Rshew im Spätsommer 1942 zweimal verwundet, wird er zur Genesung in die Heimat geschickt. Im Frühjahr 1943 an die Front zurückgekehrt, kämpft er im Rahmen seiner
Division in den Schlachten um Bjelgorod und Charkow und nimmt im Juli 1943 an der großen Panzerschlacht um den Kursker Frontbogen teil.




Kleine deutsche Geschichte - Hagen SchulzeKleine deutsche Geschichte
Hagen Schulze

Broschiert, April 2008
     Verkaufsrang: 84929      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Ein knapp gehaltenes, gut lesbares Buch zur deutschen Geschichte. Hagen Schulze schlägt einen weiten Bogen von den frühesten Anfängen im römischen Germanien bis zum heutigen wiedervereinigten Deutschland. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Historischen Museum wurden die Abbildungen des Bandes ausgewählt, die den Text hervorragend ergänzen.Hagen Schulze, geboren 1943, ist Professor für Neuere Geschichte an der FU Berlin und gehört zu den renommiertesten deutschsprachigen Historikern der Gegenwart.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)

Ein Buch für den "großen" Überblick und die Zusammenhänge.      5 von 5 Punkten
270 Seiten mit vielen Abbildungen, d.h. Karten, zeitgenössische Gemälde und Flugblätter, alte Wahlplakate, Zeitungsausschnitte

Dieses Buch ist eine echte Empfehlung für all diejenigen, die sich zwar für die deutsche Geschichte interessieren, aber nicht einen dicken Wälzer durchlesen möchten. In dem 270 Seiten starken Hardcover-Buch schafft es Schulze (Professor für Geschichte) mit einem sehr angenehmen Schreibstil die deutsche Geschichte von ihren Anfängen bis 1990 zu vermitteln. Zudem ist auch das Layout, na, sozusagen erquickend. Als das Besondere empfand ich, daß hier die großen Zusammenhänge klar werden, die im Geschichtsuntericht in der Schule manchmal in den vielen Primärquellen und Einzeldaten untergehen. Klarmachen sollte man sich allerdings, daß gerade eine Darstellung von Zusammenhängen immer schon Interpretation ist. Aber zum einen ist gerade das wegen der Kürze nicht anders zu realisieren und für die Zielgruppe daher wünschenswert und zum anderen hält sich Schulze, nach meiner bescheidenen Meinung, an konsensfähige Interpretationen.
Ich hab das Buch auf eine Empfehlung hin gelesen und finde es richtig gut.

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Hitlers Wien: Lehrjahre eines Diktators - Brigitte HamannHitlers Wien: Lehrjahre eines Diktators
Brigitte Hamann

Taschenbuch, Juli 2007
     Verkaufsrang: 13484      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 15,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Brigitte Hamann hat mit diesem Buch die umfassende, kenntnisreiche und glänzend geschriebene Biographie des jungen Hitler vorgelegt. Nirgends ist vorher so klar herausgearbeitet worden, welche Ideen und Menschen den späteren Diktator geprägt haben und welchen Anteil daran die ihm verhaßte Stadt Wien hatte. Das Buch ist in kürzester Zeit zum unentbehrlichen Standardwerk geworden.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 13 Bewertungen)

Gute Recherchearbeit      5 von 5 Punkten
Fr. Hamann arbeitet nachvollziehbar seriös. Sie stellt diverse Aussagen von Zeitzeugen einander gegenüber, versucht zu belegen (oder auch zu widerlegen), was davon wahr sein könnte oder auch nicht, unter anderem unter Zuhilfenahme des Meldewesens, das es damals in Wien gab.
Es gab einfach zu viele, die ihn gekannt haben wollen, vor 1945 aus oportunistischen Gründen, nach 1945, um Geld als Buchautoren zu verdienen.(besonders interessant ist der in diesem Buch geschilderte Fall, als sich einer dieser Bekannten vor 1945 wesentlich anders erinnert als danach, sich jeweils als Biograf H.s versuchend).
Des weiteren sehr wichtig und hilfreich die penible Ausarbeitung des Umfeldes, das H. geprägt hat: das Wiens, knapp nach der Jahrhundertwende.
Und der Personen, die damals dort Politik gemacht haben oder es versuchten. (Bürgermeister Lueger, Schönerer, List, und diverse, deutschtümelnde, teilweise ins okkulte gehende Gemeinschaften)
Als zeitgeschichtliches Werk für Interessierte ein Muß.


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Eichmann in Jerusalem: Ein Bericht von der Banalität des Bösen - Hannah ArendtEichmann in Jerusalem: Ein Bericht von der Banalität des Bösen
Hannah Arendt

Broschiert, Oktober 2006
     Verkaufsrang: 13732      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Der Prozeß gegen SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann 1961 in Jerusalem war neben den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen die wichtigste Gerichtsverhandlung gegen Schergen des NS-Regimes. Spätestens mit der Vollstreckung des Todesurteils gegen Eichmann begann auch eine Diskussion um die Sinnhaftigkeit der Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen durch juristische Mechanismen. Hannah Arendt hat den Prozeß selbst miterlebt und seine Unterlagen dazu genutzt, ihr eigenes Resümee über den Holocaust und die Person Adolf Eichmann mit seiner Rolle bei der Judenverfolgung zu ziehen. Heraus kam dabei ein Buch, das bis zum heutigen Tag nichts an Gültigkeit oder Bedeutung verloren hat.

Eichmann steht prototypisch für viele der verbrecherischen Nazi-Gefolgsleute, die mit oder ohne ideologischer Verblendung, dafür aber immer mit voller Obrigkeitshörigkeit doch stets nur Befehle ausführten. Irgendeine Form der Reue geht ihm ab, denn "Reue ist etwas für kleine Kinder", so Eichmann in den Verhören. Dabei ist Reue und die daraus resultierende Selbsterkenntnis der vielleicht wichtigste Punkt einer sinnvollen Aufarbeitung. Hinter der Maske des vermeintlichen Normalos Eichmann verbirgt sich tausendfacher Schrecken -- ein Schrecken, den man auch heute noch an so manchen Stellen des Erdballs in den Personen scheinbar normaler Bürger wiederfinden kann.

Arendts Buch ist zudem eine über die persönliche Ebene hinausgehende Zusammenfassung des Holocaust, von den ersten Vertreibungen bis hin zur fürchterlichen Endlösung, denn all dies war Gegenstand des Prozesses. Bei aller berechtigter Kritik -- so gibt es heute sicherlich ausführlichere Bücher über die Historie des Holocaust -- darf man ihr eigentliches Anliegen nicht übersehen. Es ging ihr gerade um die im Untertitel aufgeführte Banalität des Bösen, um die Betrachtung der Person, die das Töten verwaltet und plant. Und genau diese Betrachtungsweise packt den Leser, denn bei der Analyse der Ereignisse im Dritten Reich sollte man immer auch die einzelnen Täter berücksichtigen. Die Erkenntnis, daß normale Menschen zu Greueltaten solchen Ausmaßes fähig sind, darf nie in Vergessenheit geraten, und so behält dieses Buch auch in Zukunft seinen Stellenwert als Warnung wie auch als Mahnmal. --Joachim Hohwieler

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Eichmanns Umwertung des kategorischen Imperativs      5 von 5 Punkten
In bestürzender und erschreckender Weise hat Adolf Eichmann Kants katagorischen Imperativ umgewertet und zur Rechtfertigung seiner "Pflichterfüllung" herangezogen. Aber konnte Kant sich in seiner Zeit den Massenmenschen der modernen Gesellschaft vorstellen? Der eigentliche Bruch ist nicht der Nationalsozialismus, sondern der moderne Massenmensch, der seiner persönlichen Verantwortung und Individualität enthoben, zum Verwaltungsmassenmörder werden kann. Das ist meines Erachtens die neue Banalität des Bösen und Eichmann als Person ist dabei austauschbar. Das macht dieses Buch so erschreckend aktuell und löst nicht wieder gut zu machende Bestürzung und Wut aus. Es ist das Bewußtwerden der eigenen Lage.


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Mit dem Balkenkreuz zum Mond - Friedrich GeorgMit dem Balkenkreuz zum Mond
Friedrich Georg

Gebundene Ausgabe, 31. Juli 2008
     Verkaufsrang: 14716      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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War der erste Mensch im Weltraum ein Deutscher? Erinnern Sie sich noch an die "Apollo"-Mondflüge? Dann wird Ihnen nicht verborgen geblieben sein, dass es nach dem US-Mondlandeprogramm einen raumfahrttechnologischen Abstieg gab, der bis heute anhält und sich beispielsweise in laufenden, teils massiven technischen Problemen mit dem "Space Shuttle" äußert. Die Probleme mit der "modernen" Raumfahrttechnik bestehen offensichtlich deshalb bis zum heutigen Tag, weil ihre Grundlagen auf deutschen Entwicklungen fußen, die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges von Amerikanern wie Russen gleichermaßen erbeutet wurden, ohne bis ins letzte Detail verstanden worden zu sein. Ja, bei genauer Analyse der Situation drängt sich gar der Schluss auf, dass alles, was wir heute aus der Luft- und Raumfahrt kennen, im Prinzip schon vor 1945 auf den deutschen Reißbrettern und in geheimen Entwicklungseinrichtungen vorhanden gewesen ist. Daran ändert auch nichts, dass man nach Kriegsende erbeutete deutsche Reißbrettentwürfe, Patente und Prototypen als "neu erfundene" amerikanische oder russische Technik ausgab. Nachkriegsberichte der westlichen Alliierten sprechen davon, dass es zwei deutsche Weltraumprogramme gab. Es scheint klar, dass mit dem ersten Programm die Aktivitäten der Wernher-von-Braun-Gruppe zur Eroberung des Weltalls und zur Erringung der Weltherrschaft mithilfe von ballistischen oder halbballistischen Rückstoßraketen gemeint waren. Rätselhaft blieb allerdings bis heute, was unter dem "Zweiten Programm" zu verstehen ist. Die Archive der Alliierten haben bis dato kaum Informationen dazu nach außen dringen lassen. Eine Möglichkeit ist, dass die Aktivitäten von Prof. Sänger, der Luftwaffe und der SS zur Schaffung eines "Antipoden-Gleiters" dieses zweite Programm darstellten. Es könnte aber auch sein, dass das "Zweite Programm" weit darüber hinausging und im Zusammenhang mit den Bereichen Quantentheorie, Schwerkraft, Magnetismus, Quecksilber und Plasmaantrieb steht, Forschungsgebiete, die u.a. von der SS kontrolliert und abgeschirmt wurden. Autor Friedrich Georg hat sich auf die Spuren des bekannten und des unbekannten Programms begeben, jahrelang recherchiert und dabei Dinge zum Vorschein gebracht, die selbst heute noch als unglaublich gelten müssen. Mittlerweile steht fest: Die deutschen Aktivitäten während des Zweiten Weltkrieges zur Schaffung von neuartigen Luft- und Raumfahrtsystemen waren viel umfangreicher, als es die Geschichtsschreibung heute wissen lässt. Und offensichtlich war bereits eine Mondrakete in Entwicklung, deren oberste, nuklear getriebene Stufe deutsche Raumfahrer zum Erdtrabanten bringen sollte, die bereits in Tests die Erdatmosphäre verließen.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Immer wieder für eine Überraschung gut!      4 von 5 Punkten
Ist Friedrich Georg mit seinen Büchern. Was er in der kurzen Zeit, die zwischen seinen neuen Büchern liegt, immer wieder in der Lage ist an neuen Fakten zu recherchieren, ist schon erstaunlich. Auch dieses Buch kann wiederum als "Volltreffer" bezeichnet werden. Die Geschichte der Raumfahrt mit anderen Augen gesehen.
Für mich neu war u.a., dass von Braun und Gehilfen ihren amerikanischen Brötchengebern eben doch nicht alles verraten zu haben scheinen, dass ohne amerikanisches Konkurrenzdenken der erste offizielle künstliche Satellit ein amerikanischer gewesen wäre, ja dass schon vor 1957 etwas um unsere Erde kreiste, das künstlichen Ursprungs gewesen sein könnte.
Was am Ende fehlt - und deshalb gibt es einen Stern Abzug - sind Überlegungen, ob nicht auch von deutscher Seite nach dem Ende des Krieges Raumfahrtaktivitäten entwickelt worden sind. Ich denke hier an die so genannte Dritte Macht. Von daher ist als Ergänzung zu empfehlen von Gilbert Sternhoff "Die Zukunft hat längst begonnen".

Was steckt hinter dem grössten Abenteuer der Menschheit ?      5 von 5 Punkten
Es ist kaum verständlich warum es solange dauern musste ,bis jemand mal zu schreiben wagte ,was wirklich hinter unserer ganzen modernen Weltraumfahrt steckt.Offensichtlich wurde hier über Jahrzehnte die Wahrheit versteckt.Unzählige der heutigen Aerospace - Projekte waren -wie Georgs Buch aufdeckt- bereits 1945 in verdächtig ähnlicher Form auf den Reissbrettern deutscher Konstrukteure aufgezeichnet. Es ist eigentlich seither kaum was richtig Neues erfunden worden, das auch funktioniert.


Banken, Brot und Bomben - Band 2 - Stefan ErdmannBanken, Brot und Bomben - Band 2
Stefan Erdmann

Gebundene Ausgabe, Januar 2005
     Verkaufsrang: 72961      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,70 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Im Folgeband (Band 2) dieses Titels nimmt der Autor Sie mit auf eine nicht weniger spannende Reise durch ein Netz von Freimaurerlogen (Bilderbergern, Komitee der 300, CFR ...), Medien- und Pharmamogulen, Energielobbyisten bis hin zur Hochfinanz und zeigt deren Machtstrukturen bis in die Jetztzeit auf. Dabei beleuchtet er u. a. auch die Hintergrundpolitik der Russischen Revolution und des Ersten Weltkrieges und erläutert dabei auch schlüssig, wieso aus den Ergebnissen, die man auf der Versailler "Friedenskonferenz" mit dem Versailler Vertrag beschloss, die Grundlage für einen neuen Weltkrieg geschaffen wurde.
Stefan Erdmann zeigt dabei auch schonungslos die Rolle der Massenmedien auf und verdeutlicht anhand von Beispielen, wie diese den heutigen Konsummensch bewusst manipulieren. Er erläutert die Mechanismen der psychologischen Kriegsführung und die gezielte Verblödung unserer Kinder durch das gegenwärtige Erziehungssystem und eine bewusste Verrohung durch das Fernsehprogramm.
Er zeig t jedoch nicht nur die Mechanismen der momentanen Weltherrscher auf, sondern bietet auch Vorschläge an, um es dem einzelnen zu ermöglichen, aus diesem manipulativen Spiel auszusteigen.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 13 Bewertungen)

Unfassbar...      5 von 5 Punkten
Unfassbar, was hier manche Leser schreiben und wie offensichtlich hier Autoren zerrissen werden. Ich bin ueberzeugt, dass einige die Buecher ueberhaupt nicht gelesen haben und einfach nur aus boeser Absicht den Auroren zerreissen. Beide Baende zusammengafasst hat der Autor hier sehr nachvollziehbar dargelegt, wie geheime Gesellschaften und Hintergrundmaechte seit Jahrhunderten arbeiten. Und das funktioniert, wie man sehen und lesen kann ja bis heute ausgezeichnet. Man liest zwischen den Zeilen vieler Rezensionen sehr deutlich wessen Geistes Kind diese Menschen sind, wie unwissend, leichtglaeubig und naiv sich hier innere Wut und Unwissenheit vermischt und ausdruck findet - leider...!. Was mir an Stefan Erdmann und seinen Publikationen besonders auffaellt und gefaellt ist, dass er ja dazu auffordert kritischer zu sein und die Dinge in Politik und Geschichte mehr zu hinterfragen. Auch betont er doch immer wieder ausdruecklich keinen Wahrheitsanspruch auf seine Thesen zu erheben.
Auch gefaellt mir sein spirituellen Ansatz, insbesondere in den Schlussbetrachtungen seiner Buecher, die im uebrigen sehr gut und fluessig zu lesen sind. Alles in allem 5 Sterne fuer ein Gesamtwerk, dass, auch wenn Fragen zurueckbleiben, sehr viel in mir aufgewuehlt hat. Aber was waere ein Buch schon wert, wenn es nicht Fragen ausloesen wuerde...


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Mit dem Balkenkreuz zum Mond - Friedrich GeorgMit dem Balkenkreuz zum Mond
Friedrich Georg

Gebundene Ausgabe, 31. Juli 2008
     Verkaufsrang: 14716      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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War der erste Mensch im Weltraum ein Deutscher? Erinnern Sie sich noch an die "Apollo"-Mondflüge? Dann wird Ihnen nicht verborgen geblieben sein, dass es nach dem US-Mondlandeprogramm einen raumfahrttechnologischen Abstieg gab, der bis heute anhält und sich beispielsweise in laufenden, teils massiven technischen Problemen mit dem "Space Shuttle" äußert. Die Probleme mit der "modernen" Raumfahrttechnik bestehen offensichtlich deshalb bis zum heutigen Tag, weil ihre Grundlagen auf deutschen Entwicklungen fußen, die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges von Amerikanern wie Russen gleichermaßen erbeutet wurden, ohne bis ins letzte Detail verstanden worden zu sein. Ja, bei genauer Analyse der Situation drängt sich gar der Schluss auf, dass alles, was wir heute aus der Luft- und Raumfahrt kennen, im Prinzip schon vor 1945 auf den deutschen Reißbrettern und in geheimen Entwicklungseinrichtungen vorhanden gewesen ist. Daran ändert auch nichts, dass man nach Kriegsende erbeutete deutsche Reißbrettentwürfe, Patente und Prototypen als "neu erfundene" amerikanische oder russische Technik ausgab. Nachkriegsberichte der westlichen Alliierten sprechen davon, dass es zwei deutsche Weltraumprogramme gab. Es scheint klar, dass mit dem ersten Programm die Aktivitäten der Wernher-von-Braun-Gruppe zur Eroberung des Weltalls und zur Erringung der Weltherrschaft mithilfe von ballistischen oder halbballistischen Rückstoßraketen gemeint waren. Rätselhaft blieb allerdings bis heute, was unter dem "Zweiten Programm" zu verstehen ist. Die Archive der Alliierten haben bis dato kaum Informationen dazu nach außen dringen lassen. Eine Möglichkeit ist, dass die Aktivitäten von Prof. Sänger, der Luftwaffe und der SS zur Schaffung eines "Antipoden-Gleiters" dieses zweite Programm darstellten. Es könnte aber auch sein, dass das "Zweite Programm" weit darüber hinausging und im Zusammenhang mit den Bereichen Quantentheorie, Schwerkraft, Magnetismus, Quecksilber und Plasmaantrieb steht, Forschungsgebiete, die u.a. von der SS kontrolliert und abgeschirmt wurden. Autor Friedrich Georg hat sich auf die Spuren des bekannten und des unbekannten Programms begeben, jahrelang recherchiert und dabei Dinge zum Vorschein gebracht, die selbst heute noch als unglaublich gelten müssen. Mittlerweile steht fest: Die deutschen Aktivitäten während des Zweiten Weltkrieges zur Schaffung von neuartigen Luft- und Raumfahrtsystemen waren viel umfangreicher, als es die Geschichtsschreibung heute wissen lässt. Und offensichtlich war bereits eine Mondrakete in Entwicklung, deren oberste, nuklear getriebene Stufe deutsche Raumfahrer zum Erdtrabanten bringen sollte, die bereits in Tests die Erdatmosphäre verließen.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Immer wieder für eine Überraschung gut!      4 von 5 Punkten
Ist Friedrich Georg mit seinen Büchern. Was er in der kurzen Zeit, die zwischen seinen neuen Büchern liegt, immer wieder in der Lage ist an neuen Fakten zu recherchieren, ist schon erstaunlich. Auch dieses Buch kann wiederum als "Volltreffer" bezeichnet werden. Die Geschichte der Raumfahrt mit anderen Augen gesehen.
Für mich neu war u.a., dass von Braun und Gehilfen ihren amerikanischen Brötchengebern eben doch nicht alles verraten zu haben scheinen, dass ohne amerikanisches Konkurrenzdenken der erste offizielle künstliche Satellit ein amerikanischer gewesen wäre, ja dass schon vor 1957 etwas um unsere Erde kreiste, das künstlichen Ursprungs gewesen sein könnte.
Was am Ende fehlt - und deshalb gibt es einen Stern Abzug - sind Überlegungen, ob nicht auch von deutscher Seite nach dem Ende des Krieges Raumfahrtaktivitäten entwickelt worden sind. Ich denke hier an die so genannte Dritte Macht. Von daher ist als Ergänzung zu empfehlen von Gilbert Sternhoff "Die Zukunft hat längst begonnen".

Was steckt hinter dem grössten Abenteuer der Menschheit ?      5 von 5 Punkten
Es ist kaum verständlich warum es solange dauern musste ,bis jemand mal zu schreiben wagte ,was wirklich hinter unserer ganzen modernen Weltraumfahrt steckt.Offensichtlich wurde hier über Jahrzehnte die Wahrheit versteckt.Unzählige der heutigen Aerospace - Projekte waren -wie Georgs Buch aufdeckt- bereits 1945 in verdächtig ähnlicher Form auf den Reissbrettern deutscher Konstrukteure aufgezeichnet. Es ist eigentlich seither kaum was richtig Neues erfunden worden, das auch funktioniert.


Banken, Brot und Bomben - Band 2 - Stefan ErdmannBanken, Brot und Bomben - Band 2
Stefan Erdmann

Gebundene Ausgabe, Januar 2005
     Verkaufsrang: 72961      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,70 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Im Folgeband (Band 2) dieses Titels nimmt der Autor Sie mit auf eine nicht weniger spannende Reise durch ein Netz von Freimaurerlogen (Bilderbergern, Komitee der 300, CFR ...), Medien- und Pharmamogulen, Energielobbyisten bis hin zur Hochfinanz und zeigt deren Machtstrukturen bis in die Jetztzeit auf. Dabei beleuchtet er u. a. auch die Hintergrundpolitik der Russischen Revolution und des Ersten Weltkrieges und erläutert dabei auch schlüssig, wieso aus den Ergebnissen, die man auf der Versailler "Friedenskonferenz" mit dem Versailler Vertrag beschloss, die Grundlage für einen neuen Weltkrieg geschaffen wurde.
Stefan Erdmann zeigt dabei auch schonungslos die Rolle der Massenmedien auf und verdeutlicht anhand von Beispielen, wie diese den heutigen Konsummensch bewusst manipulieren. Er erläutert die Mechanismen der psychologischen Kriegsführung und die gezielte Verblödung unserer Kinder durch das gegenwärtige Erziehungssystem und eine bewusste Verrohung durch das Fernsehprogramm.
Er zeig t jedoch nicht nur die Mechanismen der momentanen Weltherrscher auf, sondern bietet auch Vorschläge an, um es dem einzelnen zu ermöglichen, aus diesem manipulativen Spiel auszusteigen.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 13 Bewertungen)

Unfassbar...      5 von 5 Punkten
Unfassbar, was hier manche Leser schreiben und wie offensichtlich hier Autoren zerrissen werden. Ich bin ueberzeugt, dass einige die Buecher ueberhaupt nicht gelesen haben und einfach nur aus boeser Absicht den Auroren zerreissen. Beide Baende zusammengafasst hat der Autor hier sehr nachvollziehbar dargelegt, wie geheime Gesellschaften und Hintergrundmaechte seit Jahrhunderten arbeiten. Und das funktioniert, wie man sehen und lesen kann ja bis heute ausgezeichnet. Man liest zwischen den Zeilen vieler Rezensionen sehr deutlich wessen Geistes Kind diese Menschen sind, wie unwissend, leichtglaeubig und naiv sich hier innere Wut und Unwissenheit vermischt und ausdruck findet - leider...!. Was mir an Stefan Erdmann und seinen Publikationen besonders auffaellt und gefaellt ist, dass er ja dazu auffordert kritischer zu sein und die Dinge in Politik und Geschichte mehr zu hinterfragen. Auch betont er doch immer wieder ausdruecklich keinen Wahrheitsanspruch auf seine Thesen zu erheben.
Auch gefaellt mir sein spirituellen Ansatz, insbesondere in den Schlussbetrachtungen seiner Buecher, die im uebrigen sehr gut und fluessig zu lesen sind. Alles in allem 5 Sterne fuer ein Gesamtwerk, dass, auch wenn Fragen zurueckbleiben, sehr viel in mir aufgewuehlt hat. Aber was waere ein Buch schon wert, wenn es nicht Fragen ausloesen wuerde...


 Weitere Lesermeinungen


Deutschland hören: Eine musikalisch illustrierte Reise durch die Kulturgeschichte Deutschlands - Deutschland hören: Eine musikalisch illustrierte Reise durch die Kulturgeschichte Deutschlands

Audio CD, September 2008
     Verkaufsrang: 77288      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Eine klingende Reise durch die deutsche Kulturgeschichte von den Mythen und Sagen bis in die Gegenwart, mit über 50 Musikbeispielen, künstlerisch gestaltete CD-Edition (16 Seiten) mit Zeittafel und zahlreichen farbigen Abbildungen.WER SIND WIR? Die Deutschen sind auf der Suche nach ihrer Identität. Während technologische Innovationen heute den Ton angeben, führen die Leistungen der künstlerischen Visionäre ein Schattendasein. Das Land der Dichter und Denker? In ihrer musikalisch illustrierten Hörreise fügt die ARD-Kulturjournalistin Corinna Hesse Informationen und Quellentexte aus zwei Jahrtausenden wie Mosaiksteine zu einem vielgestaltigen Gesamtbild zusammen. Was verraten die Nibelungen oder Goethes Faust über kulturelle Identität? Wie haben Luther und Bach, Dürer oder Kant das Selbstverständnis der Deutschen geprägt? Der Schauspieler Rolf Becker führt den Hörer durch die Höhepunkte der deutschen Kulturgeschichte bis in die Gegenwart.



Stalingrad - Antony BeevorStalingrad
Antony Beevor

Taschenbuch, Februar 2001
     Verkaufsrang: 33141      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Stalingrad -- Ort der Entscheidungschlacht im Zweiten Weltkrieg, deren deutsche Niederlage das Bild der unbesiegbaren Wehrmacht zerstörte. Nach den fürchterlichen Kämpfen um diese sowjetische Stadt 1942/43 änderte sich der Kriegsverlauf für die Nazis dramatisch.

Eine Schlacht dieser Bedeutung und auch dieser Größe -- hier kämpften mehrere Armeekorps unter unbeschreiblichen Verlusten gegeneinander -- ist natürlich Gegenstand militärhistorischer Forschungen, die Strategie und Vorgehen hinterfragen. Dem ehemaligen britischen Offizier Anthony Beevor geht es aber zudem um die menschliche Seite dieses Kampfes. Auch in seinem Buch erfährt man Ablauf und Hintergründe der Kesselschlacht und kann chronologisch die Ereignisse nachlesen, wodurch es zunächst wie ein "normales" Stalingrad-Buch wirkt. Zu etwas Besonderem aber macht es die zusätzliche Betrachtung aus Sicht der Betroffenen, die Beevor in seine Beschreibungen mit einbezieht. Immer wieder erlebt man die Situation aus Sicht der Soldaten -- einfachen Mannschaften ebenso wie Offizieren -- und versteht so den Rußlandfeldzug auch als menschliche Tragödie und nicht nur als militärische Niederlage. Die fesselnde Erzählweise -- Beevor schreibt schließlich auch Romane -- tut hier ein übriges.

Der andere herausragende Aspekt von Beevors Buch sind seine Quellen. Der Brite nutzte eine Vielzahl unterschiedlichster Materialien, viele davon erstmals zugänglich. Von Tagebüchern und Briefen über offizielle Dokumente der sowjetischen Armee bis hin zu Geheimdienstberichten bezieht Beevor alles in seine Analyse ein, was ihm eine ausgeglichene, sehr tiefgehende Darstellung der Geschehnisse ermöglicht.

Beevor ist ein wichtiges Buch gelungen, das sowohl die Ereignisse nachvollziehbar macht wie auch niemals einen Zweifel daran läßt, daß hier echte Menschen aus Fleisch und Blut gegeneinander gekämpft haben. Für ein militärhistorisches Buch ein begrüßenswerter Ansatz! --Joachim Hohwieler

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 23 Bewertungen)

Eine minutiöse Aufarbeitung der grausamsten Schlacht des 2. Weltkrieges      5 von 5 Punkten
Eher durch Zufall habe ich mir das Buch "Stalingrad" von Antony Beevor zugelegt, weil ich geschichtlich sehr interessiert bin. Inzwischen habe ich das Werk dreimal gelesen und bin immer noch davon beeindruckt. Beevor beschreibt in einem interessanten, informativen und realistischen Stil, den Verlauf der Schlacht um Stalingrad im 2. Weltkrieg. Hierbei wird jede Seite der Schlacht beleuchtet (und nicht nur wie so oft die Deutsche). Man bekommt handfeste Fakten und reichlich (Hintergrund)Informationen ohne das es dabei reißerisch wirkt. Insgesamt ist der Schreibstil für ein wissenschaftliches Werk sehr flüssig und gut verständlich. Ein wichtiges Dokument Zeitgeschichte - 5 Sterne.


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Holt Hartmann vom Himmel!: Die Geschichte des erfolgreichsten Jagdfliegers der Welt - Raymond F. ToliverHolt Hartmann vom Himmel!: Die Geschichte des erfolgreichsten Jagdfliegers der Welt
Raymond F. Toliver, Trevor J. Constable

Gebundene Ausgabe, Juni 2007
     Verkaufsrang: 43889      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Kaleidoskop eines ungewöhnlichen Lebens: Mit 352 Luftsiegen erfolgreichster Jagdflieger aller Zeiten, in der Versenkung russischer Gefangenschaft verschwunden, Objekt sowjetischer Willkür und Gewalt; nach 11 Jahren ungebeugt und ungebrochen heimgekehrt und wieder Soldat; Kommodore des ersten deutschen Düsenjägergeschwaders der Nachkriegszeit; mit 48 Jahren pensioniert und neuen Aufgaben entgegen. Dies ist der Bericht über ein Phänomen, das Erich Hartmann heißt .

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 14 Bewertungen)

Mal die andere Seite zeigen      5 von 5 Punkten
Das Buch konzentriert sich auf Hartmanns Leben, seine Einsätze und den damit verbundenen Ruhm. Ja, es wird nicht politisch gewertet. Aber ist das so schlimm?
Es gibt derartig viele Beiträge zum Thema "was Deutsche alles verbrochen haben", daß diese, zugegebenermaßen unkritische Biographie mal ganz erfrischend ist. Und zwar dadurch, daß einem mal wieder bewußt wird, das es für die Menschen damals die Realität war, die sie aus ihrem Blickwinkel durchlebten, und sie nicht das konnten, was wir heute können: uns entspannt zurücklehnen und sagen, mensch, da hätte ich so aber nicht mitgemacht, und so weiter, und so weiter.

Es ist lange her, daß ich dieses Buch zum ersten Mal las, und nach aller Vorbildung die wir heute genießen mußte ich mich unwillkürlich fragen: Hat es also auch deutsche "Helden" gegeben..?
Gefährliche Feststellung, wenn einem die Fähigkeit fehlt zu differenzieren. Und das ist leider oft der Fall. Alle böse? Alle gut? Das stimmt beides so nie.

Es sei jedem geraten das Buch zu lesen, der sich für die Materie interessiert. Es sollte aber nicht dazu dienen, zu verharmlosen und alles andere zu verdrängen. Das hat Erich Hartmann nicht verdient.


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Masuren: Ostpreußens vergessener Süden - Andreas KossertMasuren: Ostpreußens vergessener Süden
Andreas Kossert

Broschiert, Juni 2006
     Verkaufsrang: 26004      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Andreas Kossert erzählt vom historischen und kulturellen Erbe der preußischen Grenzlandschaft zwischen Deutschland und Polen. Er erzählt von ihren Menschen, von der masurischen Sprache, dem harten Lebensalltag der Bauern, ihrem Los während der zahllosen Kriege. Und er erzählt von Flucht und Vertreibung, von den Erinnerungen an Masuren und der Faszination Ostpreußens.
"Eine grandiose historische Arbeit."
Klaus Bednarz/DIE ZEIT
»Ein faszinierendes Geschichtspanorama.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Andreas Kossert widerspricht sowohl den polnischen als auch den deutschen Nationalisten.«
Die Welt


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Masuren - die tragische Geschichte eines deutsch-polnischen Grenzlandes      5 von 5 Punkten
Masuren - das klingt nach Tragik und Geheimnis, nach Verlust der alten Heimat und zugleich auch ein wenig nach deutschem Sibirien. Was aber bedeutet es? Und wie sieht es dort aus? Wen diese Fragen interessieren, der ist mit dem vorliegenden Buch von Andreas Kossut gut bedient. In 11 Kapiteln entfaltet der Autor die Geschichte dieses Grenzlandes zwischen Deutschland und Polen, angefangen bei den Sudauern und Galinden bis zum Untergang Masurens nach dem 2. Weltkrieg, und was es dort zu lesen gibt, riecht gleich für ein halbes Dutzend Reisen in die Seenlandschaft des südlichen Ostpreußens.
Als dieses südliche Ostpreußen um das Jahr 1000 zaghaft in des Licht der Geschichte trat, waren im heutigen Masuren nicht weniger als elf slawische Stämme ansässig, lauter kriegerische und wenig entwickelte agrarische Clangesellschaften, die insgesamt etwa 220.000 Menschen zählten und die konsequent jeden Missionar, der sich in ihr Land verirrte, den Garaus machten. Diese altmasurischen Stämme bekamen es allerdings bald mit dem deutschen Ritterorden zu tun, den der polnische Herzog Konrad von Masowien 1226 zur Missionierung dieses Heidenlandes nach Ostpreußen gerufen hatte. Bekanntermaßen hat der Deutsche Ordensstaat diesen Auftrag so gründlich erfüllt, dass ein großer Teil der Pruzzen und masurischen Stämme entweder ausgerottet oder in die Knechtschaft getrieben wurde. Allerdings blieb der Zustrom deutscher Siedler ins karge Land spärlich. Eine polnische Zuwanderung im größeren Stil setze erst nach 1411 ein, als der der Ordensstaat seine ersten vernichtenden Schläge durch das polnische Königtum bereits erhalten hatte. Als Albrecht von Brandenburg, der letzte Hochmeister des Ordens, den Ordensstaat 1525 im Zuge de Reformation säkularisierte, wurde schließlich ganz Ostpreußen und damit auch Masuren offiziell ein Lehen der polnischen Krone. ( 1525) - auch das eine wegweisende politische Entwicklung, denn im Jahre 1618 erbte die kurfürstliche brandenburgische Linie nach dem Aussterben der brandenburgischen Seitenlinie Ostpreußen als Lehen, ein Unterwerfungsverhältnis, das die Brandenburger schon wenige Jahrzehnte später im Zuge der schwedisch-polnischen Kriege abstreiften. (1660)
Nun wurde Masuren Teil eines souveränen brandenburgisch-preußischen Staates unter der Herrschaft der ehrgeizigen Hohenzollerndynastie. Verheerende Pestepidemien führten aber immer wieder zu Bevölkerungseinbrüchen in der ländlichen Bevölkerung, die durch polnische Zuwanderung ausgeglichen wurde. Bedeutend für das Verständnis der masurischen Besonderheit wurde, dass die zugewanderten Polen durch die von protestantischen Pfarrern betriebene Missionierung überwiegend zum Protestantismus übertraten, so dass damit das Grundmuster des alten Masurens entstand: polnisch in der Sprache, evangelisch im Glauben, preußisch in der Obrigkeit. Eine immer deutlicher sich ausprägende Zweiteilung Masurens begann ab dem 18. Jhdt.: die Städte wurden deutscher, das Land polnischer, ohne dass dies in der vornationalen besonders wichtig gewesen wäre. Alle waren Preußen, was sich auch darin zeigte, dass in den Befreiungskriegen Deutsche wie Polen gleichermaßen zu den Waffen griffen, um Preußens Stellung gegen Napoleon wiederherzustellen.
Mit der Reichsgründung 1871 trat das tolerante Preußische dann endgültig zugunsten eines eifernden deutschen Nationalismus zurück, der sich in Gestalt der Ostmarkenvereine ausdrücklich die Zurückdrängung des Polentums auf die Fahne geschrieben hatten. Die Deutschen verwandelten das Land mit Eisenbahnen, Straßenbau und Verbesserung der Verkehrswege immer stärker in ihr Land und empfanden das Polnische mit seinen hohen Geburtenrtaten als langfristige Bedrohung.
In dieser Phase der zunehmend national definierten deutsch-polnischen Entfremdung bricht der erste Weltkrieg aus, der 1914/15 Masuren schrecklich verwüstet, vor allem nachdem die Russen nach den beiden ersten Niederlagen bei Tannenberg und den masurischen Seen zurückkehren und im masurischen Winterkrieg wieder aus dem Land gerieben werden mussten. Bekanntermaßen ging der Weltkrieg für Deutschland verloren, so dass die siegreichen Alliierten 1920 in Masuren eine Volksabstimmung darüber anordneten, ob Südostpreußen polnisch oder deutsch werden solle. Obwohl die Mehrheit der Masuren polnisch spricht, stimmen sie mit überwältigender Mehrheit für Deutschland, ein Befund, mit dem dien Polen überhaupt nicht zurechtkommen und den sie den Masuren nach dem Ende des 2 Weltkrieges heimzahlen sollten.
In der Weimarer Republik entwickelt sich Masuren zum wirtschaftlichen Sorgenkind. Die Produktivität der kargen Böden ist so gering, dass immer mehr Menschen ins Ruhrgebiet abwandern ( diese Migration hatte schon im 19. Jhdt. begonnen ).die Verschuldung der Höhe nimmt überhand, Zwangsversteigerungen sind an der Tagesordnung, die Arbeitslosigkeit steigt ins Astronomische, und als die Brüningsche Sparpolitik beginnt, schwenkt ganz Masuren in dass Lager der Nazis ein. Überall in Masuren sind die Wahlerfolge der Nazis sogar noch höher als im Reich, am höchsten dort, wo arme polnischsprachige Masuren leben Gedankt haben die Nazis dies den Masuren nicht, denn nun bald beginnt eine rigorose Germanisierungspolitik, massenhaft werden die Orte umbenannt, und mit dem Beginn des 2. Weltkrieges wird Masuren schließlich Aufmarschgebiet zum Großen Ostkrieg Als dieser verloren geht und die russischen Truppen Masuren erobern, versinkt das Land in Blut und Chaos (siehe dazu die erschütternden Details auf S. 354).Das ist das Ende des alten Masurens, die Menschen werden zwangspolonisiert oder wandern, wann immer sie können, nach Deutschland, namentlich ins Ruhrgebiet aus.
Es ist eine packende und am Ende tragische Geschichte, die der Autor mit großer Sachkenntnis und Stilgefühl entfaltet. Zahlreiche Abbildungen, ein umfangreiches Register und eine Bibliographie runden dieses Meisterwerk der Regionalgeschichtsschreibung ab. Für jeden, dem das deutsch-polnische Verhältnis am Herzen liegt, ein unverzichtbares Leseerlebnis.


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Die Oetkers: Geschäft und Geheimnisse der bekanntesten Wirtschaftsdynastie Deutschlands - Rüdiger JungbluthDie Oetkers: Geschäft und Geheimnisse der bekanntesten Wirtschaftsdynastie Deutschlands
Rüdiger Jungbluth

Broschiert, September 2006
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Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Gemeinhin steht „Dr. Oetker“ für Backpulver und Pudding. Doch dieses tradierte Bild der Marke, die zu den bekanntesten in Deutschland zählt, stimmt schon lange nicht mehr. Längst ist aus dem Nahrungsmittelhersteller ein verzweigter Mischkonzern geworden, dessen Portfolio von Bier über Pizza, Sekt und Erdnüsse bis zur Schifffahrt reicht. „Der Oetker-Konzern ist ein ungewöhnlich breit gefächertes Konglomerat, wie es keine zweite Unternehmerfamilie in Deutschland errichtet hat“, resümiert der Buchautor Rüdiger Jungbluth in seiner Unternehmensbiographie über „Geschäfte und Geheimnisse der bekanntesten Wirtschaftsdynastie Deutschlands“. Die Firmengruppe besteht aus 332 Unternehmen, von denen 132 ihren Sitz im Ausland haben, beschäftigt mehr als 20.000 Menschen und erzielt einen Jahresumsatz von geschätzten 5,5 Milliarden Euro.

Rüdiger Jungbluth rollt die Geschichte der Unternehmerdynastie recht anschaulich auf, verheddert sich aber gelegentlich in dem verzweigten Stammbaum des Clans. Auch bleibt die Gewichtung des Stoffs bisweilen unklar. So breitet der Autor den Entführungsfall Richard Oetker, der 1976 die Republik aufwühlte, detailversessen auf 28 Buchseiten aus. Anderes hingegen wird denkbar knapp abgehandelt. Zum Beispiel der tief greifende Konzernumbau, den der derzeitige Firmenchef August Oetker in die Wege geleitet hat. Hier hätte man sich mehr Einblick in die strategischen Überlegungen des Firmenlenkers gewünscht.

Das aber scheiterte an der Weigerung der Familie, mit dem Autor zusammenzuarbeiten. Der nämlich hatte bereits in seinem Buch über Die Quandts die Verstrickungen der Unternehmerfamilie in die NS-Diktatur klar herausgearbeitet. Das tut er nun auch in Sachen „Oetker“. Trotz der Informationssperre wird das dunkle Kapitel in der Firmengeschichte, dessen schwärzester Punkt in der „vielgestaltigen Verbindung von Familie und Firma zur SS des Heinrich Himmler“ liegt, gut recherchiert aufgearbeitet. Ein empfehlenswertes Stück deutscher Wirtschaftsgeschichte. -- Winfried Kretschmer

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Sehr transparent      5 von 5 Punkten
Sehr spannend zu lesen. Die Oetkers haben eine sehr bewegte Firmengeschichte, gerade auch in der Zeit der Weltkriege, als das Unternehmen im Aufbau war.
Rüdiger Jungbluth macht das, meines erachten noch besser als bei "Die Quandts", sehr transparent und beschreibt an wichtigen Stellen sehr detailliert vor welchen Hürden die Oetkers gestanden haben.


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Der Pianist: Mein wunderbares Überleben - Wladyslaw SzpilmanDer Pianist: Mein wunderbares Überleben
Wladyslaw Szpilman

Taschenbuch, Oktober 2002
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1945, Kriegsende. Der polnische Jude Wladyslaw Szpilman bringt seine Erinnerungen zu Papier. Unsägliches hat der berühmte Musiker erlebt und, wie durch ein Wunder, überlebt. Sein Leidensweg beginnt mit dem deutschen Überfall auf Polen, das Warschauer Ghetto wird zur Todesfalle. Hinrichtungen, zahllose Leichen, verhungernde Kinder werden in nüchterner, fast distanzierter Sprache beschrieben. Das Damoklesschwert der deutschen Vernichtungsmaschinerie und ihrer Helfer kreist über ihm, läßt für menschliche Regungen wenig Raum, fügt ständig neue Wunden hinzu.

Szpilman kann es nicht verhindern, daß seine Eltern und Geschwister in den Zug nach Treblinka steigen. Fortan fristet er sein Dasein zwischen Resignation und reinem Selbsterhaltungstrieb, gequält von Hunger, Kälte und schwerster Arbeit. Er schmuggelt heimlich Munition, um den aufkeimenden jüdischen Widerstand zu unterstützen. Schließlich gelingt ihm die Flucht. Freunde verstecken ihn, riskieren selbst die Todesstrafe. Einsame Jahre zermürbender Verborgenheit folgen. Oft droht er, entdeckt zu werden, droht der seidene Faden, an dem sein Leben hängt, zu reißen. Hinzu kommen Selbstmordgedanken. Gegen Ende des Krieges sind Szpilmans Kräfte nahezu erschöpft. Da findet ihn der deutsche Hauptmann Wilm Hosenfeld. Wird er ihn töten, kurz vor dem erlösenden Ziel? Wider Erwarten hilft der deutsche Hauptmann dem fremden Juden, versorgt ihn mit dem Nötigsten, stärkt ihn für die letzte Etappe seiner Odyssee.

Szpilmans Schilderungen werden von wenigen, jedoch sehr aussagekräftigen Auszügen aus Hosenfelds Tagebuch ergänzt. Sie zeigen einen warmherzigen Deutschen, der innerlich am grausamen Vorgehen seiner Landsleute zerbricht. Hosenfeld bewahrte viele Juden vor der Ermordung. Er selbst starb in einem Gefangenenlager in Stalingrad.

Dieses Buch ist ein bewegendes Zeitzeugnis. Unmittelbarkeit atmet aus jeder Zeile und zieht den Leser in seinen schaurigen Bann. Wolf Bierman fügte einen aus Anmerkungen bestehenden Essay an, den er selbst als Brücke zwischen Szpilman und Hosenfeld versteht. Bedarf es einer solchen Brücke, erschließt sie sich dem Leser nicht von selbst? Biermanns rückblickende Einschätzungen bilden einen starken Kontrast zu jener Atmosphäre, jener Authentizität, der dieses Buch seinen unvergleichlichen Charakter verdankt. Fazit: sehr bewegend. --Larissa Carina Seelbach

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Ein wunderbarer und zäher Überlebenswille      5 von 5 Punkten
Das wunderbare Überleben Warschauer Erinnerungen 1939-1945, auch erschienen unter dem Titel Der Pianist.
Wladyslaw Szpilman ist ein aufstrebender junger Pianist im eleganten Warschau der 30er Jahre, als die Nazis einmarschieren.
Als Juden sind er und seine Familie schon bald dem Terror ausgesetzt. Sie müssen mehrfach umziehen, vom kleinen Ghetto ins große Ghetto und landen schließlich alle auf dem gefürchteten Umschlagplatz, von dem aus die Züge nach Treblinka fahren.
Seine Familie: Eltern, zwei Schwestern, ein Bruder, landen in den Waggons, er wird im letzten Augenblick von der jüdischen Polizei aus dem panischen Tumult gezogen.
Seine Familie sieht er nie wieder. Er ist jetzt ein Illegaler, muß sein Leben als Versteckter fristen.
Mehrere Monate, insgesamt Jahre, erlebt er in völliger Einsamkeit, ist oft monatelang ohne jegliche menschliche Ansprache, bekommt manchmal vierzehn Tage lang hintereinander nichts zu essen, muß von einem Versteck ins andere flüchten, sieht durch sein Fenster in einem abgebrannten Dachboden den Aufstand des Warschauer Ghettos und den Warschauer Aufstand, lebt schließlich ein einer vollkommen verlassenen, zerbombten und ausgebrannten Stadt, einer Geisterstadt, inmitten von Ruinen.
Schließlich wird er von einem deutschen Offizier, Wilm Hosenfeld, entdeckt, und dieser Offizier hilft ihm noch die letzten Wochen, bevor die Nazis sich zurückziehen müssen und selbst in russische Lager verbracht werden, mit Lebensmitteln und einem Mantel.
Nachdem ich zuerst den Film Der Pianist von Roman Polanski gesehen habe, habe ich mir gleich im Anschluß dieses Buch gekauft.
Beide, sowohl der Film als auch dieses Buch, lohnen sich auf ihre Weise.
Polanskis Film ist wesentlich beklemmender und bedrückender als dieses Buch. Der Film ist streckenweise so grausam, daß er nicht für zarte Gemüter geeignet ist.
Während man bei den Nazi-Grausamkeiten im Film kaum hinschauen kann, werden sie im Buch eher beiläufig erwähnt.
Die schreckliche Szene zum Beispiel, bei der ein Nazi-Sadist Juden aus einer Reihe heraustreten läßt, ihnen befiehlt, sich mit dem Gesicht auf den Boden zu legen und ihnen dann in den Hinterkopf schießt, wird im Buch mit nur einem Satz erwähnt.
Viel stärker kommt in Szpilmans Buch die unglaubliche Einsamkeit heraus, die er als Versteckter und Verfolgter erlitten hat.
Er konnte niemandem trauen. Lebte anderthalb Jahre in einem Zimmer, bekam Gelbsucht vor Hunger, konnte manchmal nicht mehr aufstehen, weil er zu geschwächt war, sprach einmal nach vier Monaten das erste Mal wieder mit einem Menschen und erschrak über die eigene Stimme, wäre einige Male in der brennenden Stadt beinahe erstickt oder verbrannt.
Die Geschichte seines Überlebens ist wirklich eine wunderbare. Und fast so unglaublich, daß sie tatsächlich nach einer Verfilmung schrie. Die Anzahl der Glücksfälle, die ihn gerettet haben, ist kaum noch zählbar. Aber nicht nur Glück hat ihn gerettet, auch sein eiserner Überlebenswille.
Wladyslaw Szpilman ist 2000 mit 89 Jahren gestorben. Sein Buch erschien in Polen bereits unmittelbar nach dem Krieg (1946). 1998 erschien es erst in Deutschland. Der Film wurde 2001 gedreht.
Der Anhang des Buches enthält Tagebucheinträge des deutschen Offiziers Wilm Hosenfeld, der darin schon 1942 aufs Schärfste die Nazi-Methoden verurteilt und dessen Worte für sich sprechen.
Über den anhängenden Essay von Wolf Biermann breite ich mal den Mantel des Schweigens. Was diese Entgleisung am Endes des Buches soll, ist mir ein Rätsel. Ein paar Hintergrundinformationen über Wilm Hosenfeld hätten vollkommen gereicht.
Insgesamt läßt sich das Buch flüssig lesen. Wäre Wladyslaw Szpilman nicht Pianist geworden, hätte er wahrscheinlich auch Schriftsteller werden können. Ich würde das Buch jederzeit noch einmal lesen.
Es ist einerseits sehr spannend und andererseits sehr distanziert geschrieben, obwohl, oder weil, Wladyslaw Szpilman es direkt nach den Geschehnissen aufgezeichnet hat.
Die Zurückhaltung, die er seiner eigenen Geschichte angedeihen läßt, wendet er auch auf andere an. Er ist niemals voyeuristisch, was das Leiden seiner Mitmenschen angeht. So wird zum Beispiel eine mit ihm befreundete jüdische Familie auseinander gerissen: die Eltern werden zum Leben bestimmt, der kleine Junge wird für den Umschlagplatz, für die Züge nach Treblinka bestimmt. Wladyslaw Szpilman schreibt: Ich werde Ihnen nicht die Verzweiflung seiner Eltern schildern.
Eine Verzweiflung, die in den Tagen viele Eltern teilten.


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Kriegskinder: Das Schicksal einer Generation - Hilke LorenzKriegskinder: Das Schicksal einer Generation
Hilke Lorenz

Broschiert, März 2005
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Preis: € 7,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Zu Profis des Schreckens hat der Krieg die Kinder in kurzer Zeit erzogen", resümiert Hilke Lorenz. Auf jeder Seite ihres beeindruckenden Buches hat sie hierfür erschütternde Beispiele zusammengestellt. Beispiele aus einer Zeit, in der der Schrecken zum Alltag wurde und die Kinder mit Begriffen wie Luftmine oder Stabbombe so selbstverständlich hantierten wie die heutigen Kids vom Handy oder Gameboy reden.

Der Zweite Weltkrieg setzte in so mancher Hinsicht neue Maßstäbe. Nicht nur was die Zahl der Toten anbetraf, sondern auch, was die Erfahrungswelten der Kinder anging. War der Erste Weltkrieg für die damalige Kindergeneration in erster Linie eine Zeit des Mangels, so kam im Zweiten Weltkrieg die direkte tödliche Bedrohung hinzu: Bombennächte und Brandkatastrophen, Vertreibung und Flucht. Zu den vielen Gesichtern des Krieges hatte sich ein neues gesellt: Das verängstigter Jungen und Mädchen, die mit vor Entsetzen starrem Blick aus den Kellern zerbombter Häuser kriechen oder die hilflos zusehen mussten, wie ihre Geschwister und Mütter auf der Flucht ums Leben kamen.

Der Luftschutzbunker wurde zur Ersatzwohnung, die Kinderlandverschickung zur Lebensrettung. Bei all dem wurden die Kinder mit ihren Erlebnissen alleine gelassen, so z. B. der zehnjährige Wolfgang, der die zerfetzten Opfer eines Luftangriffs gesehen hatte oder der 13-jährige Friedrich, der den Untergang der Wilhelm Gustloff miterleben musste. "Der Krieg", so Hans Koschnick in seinem Vorwort, "zerstört Infrastruktur -- auch die seelische."

Die Art, wie die Autorin eine Fülle von Zeitzeugenberichten zu einem gleichermaßen einfühlsamen wie eindrucksvollen Text komponiert, ist sehr gelungen. Hilke Lorenz, die das Magazinressort der Stuttgarter Wochenzeitung Sonntag Aktuell leitet, zeichnet in ihrem Buch das Psychogramm einer Generation, die in einer Zeit aufwuchs, in der die Ausnahme des Schreckens zur Regel wurde. --Dr. Manfred Schwarzmeier

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Kriegskinder. Das Schicksal einer Generation      5 von 5 Punkten
Ich habe dieses Buch mehr durch Zufall gefunden, als ich ein Geschenk für meinen Vater (Jahrgang 1939) gesucht habe.
Nachdem ich jedoch darin geblättert habe, beschloss ich es zu behalten, da ich die Auszüge, die ich gelesen habe sehr interessant für mich als Kriegskindkind fand.
Erst in den letzten Jahren ist mir die schwere Kindheit meines Vaters bewusst geworden, denn auch er neigt zum Schweigen oder man selbst als Kind des Kriegskind zum Abtun der Geschichten.
Aber gerade dieses Buch hat mir einige Dinge deutlich aufgezeigt:
Die Härte der Erziehung damals, das Alleinelassen der Kinder und die Schiere Überforderung der Kinder -vor allem der Jungen- einhergehend mit der Kühle der Eltern- Kind- Beziehung.
Dieses Buch hat mich einige Nächte gekostet, da ich nach dem Lesen so aufgewühlt war.
Aber letztendlich hat es meine Erwartungen erfüllt: Meinen Vater etwas besser zu verstehen.


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Der Vater: Eine Abrechnung - Niklas FrankDer Vater: Eine Abrechnung
Niklas Frank

Broschiert, November 2005
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Eine Vergangenheitsbewältigung besonderer Art ist diese Abrechnung eines Sohns mit seinem Vater. Der Vater, Hans Frank, Rechtsanwalt von Beruf, begabt, aber bald verlottert, wird 1933 als »alter Kämpfer« ministrabel, erst Justizminister, 1939 dann Generalgouverneur Restpolens, wo er mit seiner ebenso raffgierigen Frau Polen und Juden ausplündert, während in den Vernichtungslagern um ihn herum systematisch die Endlösung praktiziert wird. 1945 setzt er sich mit seiner Beute nach Oberbayern ab, wird von den Amerikanern gefasst und im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess zum Tode durch den Strang verurteilt. Der Sohn, Niklas Frank, wurde von seiner Mutter in pietätvollem Gedanken an den feinsinnigen Vater erzogen. Erst allmählich erkennt er in vollem Umfang, dass Hans Frank einer der schlimmsten NS-Verbrecher gewesen ist. Sein Buch ist eine ebenso wüst-erbitterte wie schmerzende Abrechnung mit dem Vater, die Katharsis eines Unschuldigen, der sich dennoch beschuldigt fühlt.
»Viele der ersten und manche der zweiten Generation werden in ihm nun den Nestbeschmutzer sehen... [, da] der Sohn das Erbe des Vaters von sich weist, sich dagegen wehrt und dieses so sieht, wie es eigentlich viele Menschen sehen sollten.«
Simon Wiesenthal
»Den Schatten aufgezeigt zu haben, den der nationale Übervater im Hier und Jetzt wirft, ist das Verdienst der ebenso unbarmherzigen wie von Angst und Schrecken bestimmten Anklageschrift.«
Walter Jens
»In ihrer Einmaligkeit ein wichtiger Beitrag zur Förderung der Menschenrechte.«
Robert M. W. Kempner, stellv. US-Hauptankläger in Nürnberg


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Der ewige Sohn      5 von 5 Punkten
Niklas Frank hasst seinen Vater und nur wenige Söhne könnten einen besseren Grund haben als er. Sein Vater Hans Frank, Generalgouverneur im besetzten Polen, repräsentiert den Typus des Nationalsozialisten, über den sich in Nürnberg die Psychologen den Kopf zerbrachen: Ein hochgebildeter, stilbewusster Bürgersohn und erfolgreicher Rechtsanwalt auf der einen Seite, und ein herzloser, karrieregeiler, eiskalter Gewaltmensch auf der anderen Seite.
Unter Hans Frank war Polen nicht viel mehr als eine deutsche Kolonie: Alles, was Land und Leute zu geben hatten, ging unmittelbar in das Reich über. Während die Bevölkerung hungerte und sich zu Tode schuftete, logierte Hans Frank, als selbsternannter König von Polen" im Krakauer Schloss.
Das Buch des Sohnes ist als eine einzige Anklagerede an den Vater formuliert. Aus Briefen, Tagebüchern und anderen Dokumenten, rekonstruiert Niklas Frank den Weg seines Vaters, von der Anwaltskanzlei zur NSDAP und von dort direkt ins Generalgouvernement.
Von allen Seiten wird der Vater besichtigt und jede Zeile strotzt vor abgrundtiefer Verachtung.

Das arrogante Auftreten des Vaters, seine gewollt weltmännischen Allüren, seine kriecherische Haltung vor Hitler und seine superlativ-überladenen Reden; die kleinste Eigenheit wird vom Sohn mit quälender Genauigkeit vorgeführt um aus dem aufgeblasenen Bild des Vaters die Luft herauszulassen. Zwischen den Zeilen ist unschwer zu lesen, dass der Autor ein schwer traumatisierter Mensch ist.
Die Kritik des Sohnes ist bisweilen ätzend und in seinem Hass fällt er auch nicht selten in eine eher pubertäre Ausdrucksweise, trotzdem wird einem gerade bei diesem Buch, das wie in einem Zug geschrieben scheint, zum ersten Mal deutlich, was es bedeutet, der Sohn eines Nazi-Kriegsverbrechers zu sein, ein Teil eines Menschen zu sein, für den man nichts als abgrundtiefe Abscheu empfindet.
Die Niederschrift bietet für den Sohn keine Erlösung. Er hat sich von seinem Hass befreit- aber Hans Frank ist immer noch sein Vater. Und wird es bis an sein Lebensende bleiben.
Das ist der Verdienst dieses Buches- es verdeutlicht, dass es eine Situation im Leben gibt, aus der man sich durch nichts befreien kann: Blutsverwandtschaft.


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