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Seite 8

Heinrich Himmler: Biographie - Peter LongerichHeinrich Himmler: Biographie
Peter Longerich

Gebundene Ausgabe, September 2008
     Verkaufsrang: 37724      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 39,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Heinrich Himmler - Hitlers wichtigster Helfer
Über Heinrich Himmler existieren viele Klischees: Mal wird er als pedantischer Bürokrat, mal als verbissener Ideologe und versponnener Germanophiler dargestellt. Und in der Tat ist es schwer zu erklären, wie aus dieser scheinbar blassen Figur einer der größten Massenmörder der Weltgeschichte werden konnte.
Als Chef von Gestapo und Polizei verfügte Heinrich Himmler (1900-1945) im NS-Staat über eine einzigartige Machtfülle und stand als »Reichsführer SS« wie kaum ein Zweiter für Terror, Verfolgung und Vernichtung im »Dritten Reich«. In seiner Biographie widmet sich der renommierte NS-Forscher Peter Longerich jedoch nicht nur Himmlers politischer Karriere, sondern er spürt auch der gestörten Persönlichkeitsentwicklung des Organisators des Holocaust nach. Eindrucksvoll analysiert das Buch Himmlers emotionale Defizite, seinen Führungsstil und seinen bis zum Ende formulierten Anspruch, die SS sei eine »ehrenhafte« Organisation, die sich - auch angesichts der Massenmorde - stets »anständig« verhalten habe. Auf der Basis zahlreicher neuer Quellen zeichnet Longerich mit dieser ersten fundierten Biographie des »Reichsführers SS« die Grundzüge von Himmlers Persönlichkeit und gibt uns einen tiefen Einblick in die inneren und äußeren Bedingungen seines Handelns. Damit liefert er ein wichtiges Puzzlestück für ein vollständigeres Bild des »Dritten Reichs«.

»Longerich ist es mit seiner quellengesättigten Untersuchung gelungen, wesentliche neue Erkenntnisse zu gewinnen, die breites Aufsehen hervorrufen werden innerhalb wie außerhalb der historischen Zunft.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung über "Davon haben wir nichts gewusst!"
»Ein exzellentes Buch, das für eine längst fällige Korrektur unseres Geschichtsbildes sorgt.«
Die Zeit über "Davon haben wir nichts gewusst!"




Unser Kampf: 1968 - ein irritierter Blick zurück - Götz AlyUnser Kampf: 1968 - ein irritierter Blick zurück
Götz Aly

Gebundene Ausgabe, Februar 2008
     Verkaufsrang: 12312      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Götz Aly war einer der in Berlin aktiv mitkämpfenden sogenannten 68er. Er tritt also in der Rolle als Zeitzeuge auf und als Historiker. Daher darf man erwarten, dass er einen Rückblick der besonderen Art liefert. Seine Thesen lautet: Die 68er waren ihren Vätern näher, als ihnen heute lieb ist. Alysieht in der 68er-"Bewegung" einen Spätausläufer des Totalitarismus mit einer gewissen Nähe zum Nationalsozialismus.Der Utopismus, die Revolutionsseligkeit, die individuelle Veränderungs- und Aufstiegswut, die Lust an der tabula ras - all dies fand seine Anknüpfungspunkte in den Aktivitäten und in der "Weltanschauung" der "Generation Kübelwagen". So gerät Alys Rückblick zu einem irritierten - weit entfernt zu Renegatentum und nachträglicher Beschönigung. Dieser wird wegen seines bsonderen Ansatzes großes Aufsehen erregen, ja Bestürzung verursachen - besonders bei den damaligen Mitstreitern, von denen sich viele 2008 mit ihren Erinnerungen zu Wort melden werden.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 12 Bewertungen)

Die intellektuelle Auseinandersetzung mit diesem provokanten Buch ist für die aufgeklärte Öffentlichkeit dringend notwendig      5 von 5 Punkten
Dieses Buch will polarisieren, will zuspitzen und herausfordern, und ist damit neben einer detaillierten und kenntnisreichen historischen Forschungsarbeit, wie Aly schon viele vorgelegt hat, auch ein Pamphlet. Ein Pamphlet, in dem sich der Autor, vielleicht auch geläutert durch seine langen Forschungen zur NS-Zeit, erschüttert abwendet von einer Bewegung, der er selbst angehörte und deren Fehlentwicklungen und Abgründe er miterlebt und mitgestaltet hat.

Leider wird diese Selbstkritik nur selten deutlich, aber das soll nicht den Hauptfocus des Buches schmälern: die aufgezeigten Parallelen der Bewegung 1968 mit der von 1933. Natürlich hat Aly mit diesem Vergleich eine lebhafte Diskussion im Feuilleton ausgelöst. Der SPIEGEL rief gleich einen neuen Historikerstreit aus, nicht ganz zu Unrecht. Denn über die in diesem Buch erhobenen Vorwürfe muss diskutiert werden. Der große Widerstand, der diesem Buch bislang entgegengebracht wurde, ist Teil einer grandiosen Realitätsverleugnung, die nicht wahrhaben will, dass nach wie vor große Teile der linken Szene, Attac und die Globalisierungsgegner inbegriffen, einen latenten Antisemitismus in ihren Analysen und ihren politischen Stellungnahmen und Aktionen praktizieren.

In Deutschland wissen Linke wie Rechte: Geld, Zins, Börse sind böse - und jüdisch. Noch im Jahr 2005 bedient sich die Zeitschrift der IG Metall zur Illustration ihrer Titelgeschichte "Die Plünderer sind da" antisemitischer Ungezieferbilder, und kaum einen fällt es auf.

Man darf nie vergessen: es waren sich Tupamaros nennende linke Stadtguerrilleros, lange vor der RAF, die am 9. November 1969 (!!) einen Bombenanschlag auf das Jüdische Gemeindezentrum in Berlin planten, gerade an dem Tag, an dem dort in einer Gedenkfeier der jüdischen NS-Opfer gedacht werden sollte.

Wolfgang Kraushaar, der diesem Anschlag ein ganzes Buch widmete schreibt in seinem Buch über 1968, das bei Propyläen erschienen ist, dass am Anfang der Bewegung nicht das Wort stand, sondern die Tat, "die judenfeindliche, die antisemitische Tat."

Götz Aly resümiert am Ende seines faktenreichen Buches, fast versöhnlich: "Viel spricht dafür, dass dieses Ausweichen vor der deutschen Vergangenheit und die Regression in abwehrende Ideologien und Geschichtsmodelle sich nur schwer hätten vermeiden lassen. Nicht nur die (Neue) Linke ging diesen Irrweg. Die Mehrheit der Deutschen versuchte auf die eine oder andere Art, Hitler und seine Herrschaft als etwas Fremdes abzuspalten und zu verdrängen. Weil aber so viele und so besonders viele junge Deutsche den Nationalsozialismus gutgeheißen und damit die Politik des Verbrechens zumindest objektiv gefördert hatten, war es 1968 noch nicht möglich, die direkte Konfrontation zu suchen."

Umso erstaunlicher und erschütternder ist, es wie die fast komplette linksliberale Öffentlichkeit über Alys Thesen herfällt und einmal wieder eine gigantische Verdrängungsarbeit leistet.

Alys Buch liefert viele Beispiele und Beweise für seine Thesen, dennoch sei davon abgeraten, sich nur mit diesem Buch zu befassen, wenn man heute, 40 Jahre danach, begreifen und verstehen möchte, was damals geschehen ist und welche Wirkungen es hat bis in die heutige Zeit. Ich rate dem interessierte Zeitgenossen zur Lektüre des bei DTV erschienenen Buches des Historikers Norbert Frei und vor allen zu Peter Schneider autobiographischer Erzählung "Rebellion und Wahn".

Wer noch mehr Zeit hat, dem empfehle ich Wolfgang Kraushaars Buch "Achtundsechzig. Eine Bilanz" und, locker geschrieben, aber kritisch, Reinhard Mohrs "Der diskrete Charme der Rebellion".

Zusammen ergibt die Lektüre der Bücher ein Bild, das die Analyse von Götz Aly nur noch drängender macht und verdeutlicht, dass eine Auseinandersetzung über diese Fragen, nennt man es nun "Neuen Historikerstreit" oder nicht, zur Selbstvergewisserung nicht nur der Linken, sondern der gesamten aufgeklärten Öffentlichkeit, dringen notwendig ist.

Meine Rezensionen dieser Bücher wollen einen kleinen, bescheidenen Beitrag dazu leisten.


 Weitere Lesermeinungen


Der Mann, der die Mauer öffnete: Warum Oberstleutnant Harald Jäger den Befehl verweigerte und damit Weltgeschichte schrieb - Gerhard Haase-HindenbergDer Mann, der die Mauer öffnete: Warum Oberstleutnant Harald Jäger den Befehl verweigerte und damit Weltgeschichte schrieb
Gerhard Haase-Hindenberg

Broschiert, September 2008
     Verkaufsrang: 35910      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Eine völlig neue Sicht auf den 9. November - aus der Perspektive eines Stasi-Offiziers
1961 bejubelt der junge DDR-Grenzpolizist Harald Jäger den Bau der Mauer. Am 9. November 1989 lässt Jäger, inzwischen Oberstleutnant der Staatssicherheit, auf eigene Faust den Schlagbaum am Grenzübergang Bornholmer Straße öffnen - und leitet damit das Ende der DDR ein. Fesselnd schildert Gerhard Haase-Hindenberg das widerspruchsvolle Leben des DDR-Offiziers und offenbart zum ersten Mal Jägers Sicht auf die dramatischen Tage und Stunden vor dem Mauerfall.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Wunderbar neue Erkenntnisse zum Fall der Mauer !      5 von 5 Punkten
Ein spannend zu lesendes Buch, das die realen Hintergründe rund um den Dienst an der Berliner Mauer aus der Sicht eines DDR-Grenzoffiziers schildert.Interessante, für mich neue Informationen zum Stasi-Grenzsicherungssystem bilden eine lehrreiche Lektüre.
Der objektiv und zugleich sympatisch geschilderte Harald Jäger konnte "aus Versehen" erheblich zum Fall der Mauer beitragen, wobei aus der Geschichte rund um den 9.November 1989 die Schwächen des DDR-Systems ersichtlich werden. Abwechslungsreich geschilderte Berichte aus Gegenwart und Vergangenheit, sehr kurzweilig zu lesen !


Das Buch Hitler. Kommentierte Ausgabe - Henrik EberleDas Buch Hitler. Kommentierte Ausgabe
Henrik Eberle, Matthias Uhl

Gebundene Ausgabe, März 2005
     Verkaufsrang: 12790      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Anfangs, das heißt vor und zu Beginn des Zweiten Weltkriegs, hatte der sowjetische Diktator Josef Stalin den deutschen Nazi-Führer Adolf Hitler dramatisch unterschätzt. Das sollte ihm kein zweites Mal passieren. Und deshalb wollte er den Berichten über Hitlers Tod so ohne weiteres keinen Glauben schenken. Er fürchtete, der NS-Führer könnte in Wahrheit geflohen sein und sich an einem geheimen Ort versteckt halten. Um die Wahrheit ans Licht zu bringen beauftragte er seinen Geheimdienst NKWD damit, das Ende des deutschen Diktators minutiös zu rekonstruieren und für den angeblichen Tod zweifelsfreie Beweise beizubringen.

Als Zeugen zogen die Geheimdienstermittler die beiden kriegsgefangenen SS-Offiziere Otto Günsche und Heinz Linge heran, die als persönlicher Adjutant bzw. Kammerdiener des Führers als bestens informierte Quellen galten. Die ihnen in zermürbenden Verhören abgepressten Berichte wurden mit persönlichen Aufzeichnungen sowie den Aussagen von Gefängnisspitzeln abgeglichen. So entstand mit den Jahren Das Buch Hitler -- bestimmt zur alleinigen Lektüre Josef Stalins, der das Dossier zu seinen persönlichen Akten nahm. Eine später von Chruschtschow angefertigte Kopie fiel Matthias Uhl bei Archivarbeiten am Moskauer Institut für Zeitgeschichte in die Hände. Gemeinsam mit seinem Hallenser Historikerkollegen und Mitherausgeber Henrik Eberle hat er die Akte in Fußnoten und Nachwort kenntnisreich kommentiert. Horst Möllers erhellendes Vorwort, zwei Fotoalben, ein ausführliches biografisches Lexikon, das sorgsam erarbeitete Quellen- und Literaturverzeichnis sowie ein Personenregister runden den Band gelungen ab.

Es ist gewiss richtig, dass es sich in Wahrheit schon seit Jahren nicht mehr um ein "Geheimdossier" handelt, ja (einige wenige) Auszüge daraus sogar bereits einmal veröffentlicht worden sind, wie angesichts der vielleicht tatsächlich etwas zu marktschreierischen Verlagsankündigung, die dem Buch einen "geradezu sensationellen Wert" bescheinigt, prompt gemäkelt wurde. Doch tut dies in der Sache selbst dem Wert der Veröffentlichung keinen Abbruch! Eine ausgesprochen interessante Lektüre. -- Andreas Vierecke

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)

Informationen noch und nöcher      5 von 5 Punkten
Dieses Buch ist genau das richtige für jeden Geschichtsinteressierten. Es beschreibt diese kranke Person sehr gut und zeigt einem wie schlimm, aber auch menschlich Hitler war. Man bekommt unzählige Informationen. Ich der wirklich keine Leseratte ist habe diese Buch verschlungen. Man bekam selbst die Anspannung die in den letzten Tagen im Führerbunker herrschte. Die ganze Umgebung kann man sich am besten Vorstellen wenn man den Untergang gesehen hat. Das Buch ist ein muss für jeden der den zweiten Weltkrieg interessiert.


 Weitere Lesermeinungen



Habsburgs vergessene Kinder - Thea LeitnerHabsburgs vergessene Kinder
Thea Leitner

Taschenbuch, Mai 2007
     Verkaufsrang: 76379      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Thea Leitner verfolgte die Spuren von Nachkommen des Erzhauses, die von der Geschichtsschreibung bislang kaum beachtet wurden. Dabei stieß sie auf Menschen 'mit ihren Ängsten und Leidenschaften und Verstrickungen, ihren heroischen Höhepunkten und ihren abgrundtiefen Nöten'.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

Geschichte in die man eintaucht      5 von 5 Punkten
Thea Leitner schafft es immer das Interesse zu wecken. Fesselnd und mit Humor schreibt sie über die vergessenen Persönlichkeiten des berühmten Herschergeschlechts. Da fällt es nicht schwer sich in die Zeit und die Ereignisse hinein versetzt zu fühlen. Dies ist kein trockenes Geschichtsbuch, sondern es erzählt sehr lebendig Lebens- und Zeitgeschichte!


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Der Nationalsozialismus. Dokumente 1933-1945 - Der Nationalsozialismus. Dokumente 1933-1945

Sondereinband, Februar 2004
     Verkaufsrang: 73734      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Die Erfahrung hat gelehrt, daß geschichtliche Ereignisse erst in gehörigem Abstand interpretiere und sachlich dargestellt werden können. Aus diesem Grunde unterlagen auch viele Publikationen über das Phänomen des Nationalsozialismus tendenziösen Einflüssen und begegneten dadurch zum Teil dem Widerstand der Leserschaft. Wir haben daher versucht, die politischen Ereignisse der jüngsten deutschen Vergangenheit selbst sprechen zu lassen. Die Dokumente, die Waleher Hofer, Professor für Neuere Geschichte an der Universität Bern, zusammengestellt und kommentiert hat, sprechen eine beredte Sprache. Jeder Satz hat authentischen Aussagewert und steht für eine menschliche und politische Haltung, die als abschreckendes Exempel der Gegenwart vor Augen geführt werden muß. Wir hoffen, daß dieses Brevier der Unmenschlichkeit, das zugleich die Kräfte eines anderen, besseren Deutschland beschwört, seine Wirkung auf die Leser nicht verfehlen wird.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

eine schon etwas veraltete Dokumentation      3 von 5 Punkten
Zu 8 Themenbereichen stellte Hofer jeweils Dokumente zusammen. Eine solche Zusammenstellung ist praktisch für den Leser, denn er begegnet hier mit geringem Aufwand einzelnen Quellen im Originaltext. Seit der ursprünglichen Ausgabe von 1957 scheint das Buch nicht mehr überarbeitet worden zu sein (ich habe den Nachdruck von 1992). Die einzelnen Erläuterungen Hofers entsprechen somit nicht mehr dem gegenwärtigen Forschungsstand, und natürlich könnte die Auswahl durch manches seither Entdeckte ergänzt werden. So wäre etwa beim Bereich „Nationalsozialismus und Christentum" auf den NS-kritischen Baptistenpastor Arnold Köster hinzuweisen, als einem seltenen Beispiel eines mutigen Predigers, der bewahrt blieb.
Hofers Urteile in seinen den Dokumenten vorangestellten Erläuterungen klingen pointiert, etwa wenn in seinen Worten Martin Bormann „der schärfste Antichrist unter den Führern des Regimes" war (S.125). Meiner Meinung nach sind manche Urteile einseitig; so überschätzte Hofer den kirchlichen Widerstand, in Ausmaß und Intensität. Denn er schreibt: „Ganz folgerichtig steigerte sich der kirchliche Widerstand so zum politischen Widerstand. Der Kampf um kirchliche und religiöse Rechte wurde mit innerer Notwendigkeit zum Kampf um Menschenrechte schlechthin." (S.126)


Sturmgeschütze - Die Panzer der Infanterie. Die dramatische Geschichte einer Waffengattung 1939-1945 - Franz KurowskiSturmgeschütze - Die Panzer der Infanterie. Die dramatische Geschichte einer Waffengattung 1939-1945
Franz Kurowski, Gottfried Tornau

Gebundene Ausgabe, 1. Juli 2006
     Verkaufsrang: 55640      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Zu den erfolgreichsten Waffen des deutschen Heeres von 1939 bis 1945 zählten die deutschen Sturmgeschütze. An den Schwerpunkten des Kampfes zur unmittelbaren Unterstützung der Infanterie eingesetzt, wurden sie zum gefährlichen Gegner feindlicher Panzerverbände. Feuerkraft und Beweglichkeit in Verbindung mit geringer Fahrzeughöhe und starker Frontpanzerung waren die wesentlichen Merkmale, die beim Gegner besonders gefürchtet waren. In Wort und Bild haben die beiden Autoren Franz Kurowski und Gottfried Tornau in mühevoller Kleinarbeit diese einmalige Dokumentation geschaffen, die ein umfassendes Bild von Wirkung und Einsatz der Sturmartillerie vermittelt und von den Männern berichtet, die diese Waffe zum Erfolg führten. Die Bild- und Textdokumentation der Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes und höherer Stufen der Sturmartillerie rundet dieses Werk ab.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Preiswert und gut, aber mit einigen Schwächen      4 von 5 Punkten
Bei diesem Preis kann man sicherlich nicht viel falsch machen. Den Leser erwartet eine Chronik der Einsätze von Sturmgeschützeinheiten von 1940-1945, wobei die Einsätze an der Ostfront abgedeckt werden. Einige Erwähnungen von Frankreich, Griechenland, Italien und später der Westfront runden das Ganze ab.

Die erste Schwachstelle ist meiner Meinung nach ein wenig der uneinheitliche Schreibstil. Zu Begin des Krieges (als es kaum Sturmgeschützeinheiten gab) werden die Einsätze noch sehr detailiert wiedergegeben um Platz zu füllen. Später liest man wieder und wieder (fast) das Gleiche für zig verschiedene Einheiten, z.B. bei Zusammenbruch der Heeresgruppe Mitte 1944, was ermüdet, aber zur Vollständigkeit natürlich dazugehört.

Die zweite Schwachpunkt ist für mich die Parteilichkeit. Wieder und wieder wird der heroische Kampf der deutschen Sturmgeschütztruppen betont und ein wenig Legendenbildung und Heldenverehrung betrieben, indem mutige Einsätze einzelner Soldaten oder Abteilungen herausgestellt werden, welche oft mit einem "dafür erhielt xyz am dd.mm.jjjj das Ritterkreuz/Deutsche Kreuz in Gold" enden. Aber das muss man wohl in Kauf nehmen, wenn Herr Tornau ebenfalls Ritterkreuzträger und Kommandeur einer Sturmgeschützabteilung war.

Im Anhang des Buches finden sich dann diverse Anhänge, welche subjektiv jedoch Vollständigkeit bzw. Erklärungen vermissen lassen. Von (angerissenen) Einsatzgrundsätzen der Sturmartillerie, über Einheitengliederungen, über eine Portraitgalerie vieler Ritterkreuzträger der Sturmartillerie bis hin zu einer Liste von Wehrmachtsberichten, in denen Sturmartilleristen bzw. Einheiten davon genannt werden. Hier wird kurz erwähnt, dass viele der darin genannten Soldaten später gefallen sind und sogar die Namen derer aufgeführt. So eine Übersicht hätte ich mir auch für die Portraitgalerie gewünscht, welche dahingehend offenbar unvollständig ist.

Dennoch: für 15eur erhält man einen sehr umfangreichen Überblick über die Einsätze der Sturmgeschütze in einem hochwertigen Buch und es ist damit auf jedenfall eine Empfehlung wert.

Eine lesenswerte Einsatzgeschichte      5 von 5 Punkten
Wie schon anhand meiner Überschrift deutlich wird, behandelt dieses Buch von Kurowski/Tornau in erster Linie und ausführlich die Einsätze der Sturmartillerie-/Sturmgeschützeinheiten der deutschen Wehrmacht und lediglich in zweiter Linie (also nur am Rande) deren technische Entwicklung (wer mehr über diese wissen möchte, den verweise ich auf das entsprechende Buch von Walter J. Spielberger). Die vorliegende Einsatzgeschichte der Sturmartillerie/-geschütze ist eine preiswerte und dazu erweiterte Neuauflage eines längst vergriffenen Titels (erschienen seinerzeit im Motorbuch Verlag), welches lange Zeit nur antiquarisch zu einem hohen Preis zu erstehen war. Der Text in diesem Buch wird ergänzt durch eine Vielzahl von Fotos, die dem Leser das Geschehen plastisch näher bringen. Ich kann allen militärhistorisch interessierten Lesern nur empfehlen dieses schwere Buch (nahezu 400 Seiten im DIN A 4 Format) zu erwerben.


Unsere Besten - Guido KnoppUnsere Besten
Guido Knopp, Peter Arens

Gebundene Ausgabe, November 2003
     Verkaufsrang: 22454      Gewöhnlich versandfertig in 9 bis 12 Tagen.

Preis: € 3,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Goethe und Gottschalk, Luther und Lagerfeld, Beethoven und Bohlen: Sie alle gehören zu den "100 größten Deutschen". Zumindest nach Ansicht des ZDF und seiner Zuschauer. Die nämlich haben im Sommer und Herbst 2003 in einer großen Aktion jene Landsleute gekürt, die sich in den letzten Jahrhunderten bis in die jüngste Gegenwart durch herausragende Leistungen, besonderen Erfindergeist oder charakterliche Stärke verdient gemacht haben. Eine bunte Mischung ist dabei herausgekommen, eine große Fernsehshow -- und auch ein Buch, in dem die ZDF-Haushistoriker Guido Knopp und Peter Arens die Biografien der "100 größten Deutschen" noch einmal zum Nachlesen zusammengefasst haben.

Jeder Kandidat wird mit einem großformatigen Porträtbild sowie mit einem zweiseitigen Kurzlebenslauf vorgestellt: Staatsmänner, Wissenschaftler, Schriftsteller, Sportler und Sänger. Die Texte sind pointiert geschrieben und streifen die wichtigsten Stationen und Leistungen im Leben der Betreffenden. Natürlich gehen die Beschreibungen angesichts des knappen Umfangs nicht allzu sehr in die Tiefe. Trotzdem verraten sie oft mehr über eine Person als ein Lexikonartikel, weil sie nicht nur Fakten aneinander reihen, sondern auch kleine vielsagende Geschichten erzählen oder Einschätzungen enthalten.

Über eine Bewertung der Auswahl kann man getrost streiten. Hat es Heino wirklich verdient, in einer Reihe zu stehen mit Alexander von Humboldt oder Hildegard von Bingen? Ja, meinen die Autoren im Vorwort: "Wir wollten Debatten, wollten demokratische Vielfalt statt Einvernehmen und Konformität." Dieses Ziel hat das ZDF erreicht, wenngleich die Pop- und Boulevardkultur natürlich tiefe Spuren in der Liste der "Besten" hinterlassen hat.

Im Buch tauchen die 100 Persönlichkeiten übrigens in alphabetischer Reihenfolge auf. Wer wirklich würdig ist, sich zu den Besten der Besten, den Top Ten, zu zählen, wollte das ZDF seinen Zuschauern überlassen -- und jeder Leser kann das beim Durchblättern dieses Buches noch einmal für sich selbst entscheiden. --Christoph Peerenboom

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Top zur Weiterbildung!      5 von 5 Punkten
Vor dem Hintergrund der Pisa-Studie wird es wirklich langsam Zeit, Allgemeinbildung unterhaltsamer zu gestalten und für breitere Schichten zugänglicher zu machen. Das Buch ist der erste Schritt in die richtige Richtung! Das Buch ist unterhaltsam und informativ und müsste IMHO umfangreicher sein, lol:-)


 Weitere Lesermeinungen



Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation: Vom Ende des Mittelalters bis 1806 - Barbara Stollberg-RilingerDas Heilige Römische Reich Deutscher Nation: Vom Ende des Mittelalters bis 1806
Barbara Stollberg-Rilinger

Broschiert, Februar 2006
     Verkaufsrang: 83143      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Als Franz II. am 6. August 1806 die Kaiserkrone niederlegte, hörte das Alte Reich auf zu existieren. Dieses Buch bietet eine fundierte Darstellung des Alten Reiches vom Ende des Mittelalters bis 1806. Erläutert werden Institutionen und Strukturen jenes Staates, der so gar nicht den Vorstellungen moderner Staatlichkeit entspricht, der aber Deutschland auch über dieses Datum hinaus prägte.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Der perfekte Einstieg!      5 von 5 Punkten
Am 6. August 1806, heute vor genau 200 Jahren, legte Franz II die Kaiserkrone des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation nieder. Unter dem Druck Napoleons löste sich das Reich mehr oder weniger selbst auf, ohne das ihm irgend jemand auch nur eine Träne nachweinte.

Doch was war dieses Reich eigentlich, welches fast 900 Jahre (seit der Kaiserkrönung Ottos I 962) existierte? War es ein Staat? Wie war das Verhältnis zwischen Kaiser und den Landesfürsten? Reichsstände, Reichskreise, Reichstag, Reichskammergericht usw. Wie kann man sich in diesem Geflecht aus geschriebenen und ungeschriebenen Gesetzen zurechtfinden?

Stollberg-Rillingers Darstellung, die mit Reichsreform und Reformation zu Beginn des 16. Jahrhunderts einsetzt, ist der perfekte Einstieg in die Materie. Alles, was man über Verfassung und Funktionieren diese seltsamen Gebildes, dieses "Monstrum", (Pufendorf) wissen muss, wird auf diesen nur 120 Seiten dargelegt. Die Autorin führt den Leser durch das Labyrinth der Institutionen, ohne sie oder ihn in völlige Verwirrung zu stürzen.

Eng mit der Verfassung sind auch die zeitgeschichtlichen Ereignisse verbunden. Vor allem die Reformation und die daraus resultierende Glaubensspaltung bestimmten Verfassung und Geschichte des Reiches bis zu seinem Ende. Der dreißigjährige Krieg und das Anbiedern der Landesfürsten an Napoleon lässt sich zumindestens teilweise aus den konfessionellen Gegensätzen erklären.

Die frühe Neuzeit ist so ein bißchen wie das häßliche Entlein der Geschichte. In der Schule völlig ausgeklammert, mit Ausnahme der Reformation, und selbst an der Uni eher mit Missmut betrachtet. Schade eigentlich. Denn hier liegen die unter anderem die Wurzeln eines starken Föderalismus, der noch heute unser Land auszeichnet.

Fazit: kurz, klar, verständlich. Der perfekte Einstieg? Zwar bleibt Stollberg-Rillinger immer auf der höchsten politischen Ebene und lässt den Alltag der kleinen Leute außen vor, doch lässt sich das im Rahmen einer solch kurzen Darstellung auch nicht erwarten.


Ein brilliantes Buch      5 von 5 Punkten
Der Autorin ist ein Meisterwerk gelungen: In wahrlich knappster Form entwickelt Sie immer auf der Höhe der Forschung, dabei auch eigene Hypothesen liefernd und ihre eigenen Forschungen integrierend, einen Abriss der Struktur und Geschichte des Alten Reichs. Das Werk ist hervorragend zu lesen und kann jedem, der sich für die Geschichte der Frühen Neuzeit interessiert, nur empfohlen werden.


Besondere Vorkommnisse. Politische Affären und Attentate in der DDR - Jan EikBesondere Vorkommnisse. Politische Affären und Attentate in der DDR
Jan Eik

Broschiert, 1. Februar 2006
     Verkaufsrang: 68336      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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In Akten, Archiven und durch Befragungen gewann der bekannte Krimiautor Jan Eik überraschende und sensationelle Erkenntnisse, etwa über den Hubschrauberabsturz des Honecker-Kronprinzen Lamberz, den Selbstmord des Film- und Fernsehstars Dean Reed oder den seinerzeit in den Medien verschämt erwähnten Mordanschlag auf den Staatsratsvorsitzenden und den angeblichen Selbstmord des Attentäters. Ein spannender Kriminalreport, der auch ein Stück DDR-Geschichte aufrollt.



Widerstand und Ergebung: Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft - Dietrich BonhoefferWiderstand und Ergebung: Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft
Dietrich Bonhoeffer

Broschiert, April 2008
     Verkaufsrang: 39684      Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen.

Preis: € 12,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Widerstand und Ergebung" - wurde 1951 erstmals von Eberhard Bethge herausgegeben. Dietrich Bonhoeffers Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft fanden - einschließlich der Neuausgabe von 1970 - bis heute mehr als 300.000 Leser. Dieser theologische Klassiker - in 17 Sprachen übersetzt - inspirierte und prägte die Theologie in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts dauerhaft. Gegenüber den bisherigen Ausgaben wurde das Buch in mehrfacher Hinsicht erweitert: Neu aufgefundene oder an anderer Stelle publizierte Stücke fanden Aufnahme, bisher unveröffentlichte Briefe aus dem Kreis der Familie werden zugänglich gemacht; beseitigt wurde die Vielzahl der Auslassungen - und schließlich: Erstmals werden jetzt die bisher nur auszugsweise bekannten Briefe Eberhard Bethges in voller Länge veröffentlicht. Gerade so wird sichtbar, wie dialogisch Bonhoeffers letzte Theologie entstanden ist.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Wahrscheinlich sein bestes Buch!      5 von 5 Punkten
Da sieht man, dass auch das Leiden einen Sinn hat!
Ja, ich will es wagen zu behaupten, Dietrich Bonhoeffer hat durch seine Haft Heiligkeit zu Lebzeiten erlangt!
Leiden schafft Wachstum. Aber nur, wenn man es zulässt. Und das hat Dietrich Bonhoeffer getan. Weshalb dieses letzte "seiner" Bücher wahrscheinlich auch sein bestes ist!

Gottvertrauen ist ansteckend      5 von 5 Punkten
Bei diesem Buch handelt es sich um eine Auswahl der Briefe, die Dietrich Bonhoeffer im Laufe seiner Haft zumeist in Tegel an seine Eltern und seinen engen Freund Eberhard Bethge geschrieben hat.
Hatte ich schon früher Literatur über Bonhoeffer in der Hand, so konnte ich nicht recht Feuer fangen. Als ich diese Briefsammlung jedoch geschenkt bekam, hat sich meine Haltung grundlegend geändert. Die Literatur von wenigen Zeilen reichte aus um mich zu elektrisieren. Ich spürte gleich: dieser Mensch muß einen ganz klaren Draht zu "den guten Mächten" gehabt haben, er war gewissermaßen an ein höheres Bewußtsein angedockt. Ein Bewußtsein, welches ihm tiefes Vertrauen in einen höheren Sinn gab, an höhere, göttliche Fügung.Und doch war es ihm so wichtig zu betonen, daß Nachfolge Jesu' bedeutet, im Hier und Jetzt, in der Nächstenliebe zu den Menschen, lebendiges Christentum zu verwirklichen. Gott ist für Bonhoeffer kein Gott,der gewisse Lücken ausfüllt, der erst dort anfängt, wo die Kräfte und das Begreifen des Menschen aufhören - nein, "mitten unter uns ist Gott jenseitig".
Neben wirklich spannenden und verständlichen theologischen Gedanken und bewegenden Betrachtungen über das menschliche Leben und seinen Freuden, Sehnsüchte und Verirrungen beeindruckt dies Buch aber genauso durch die Menschlichkeit des Dietrich Bonhoeffer.Der Leser nimmt Anteil an dem Leben eines Menschen, der so sehr von der Liebe bewegt wurde, dass er konsequent seinen Weg bis zum Ende gehen konnte, ohne faule Kompromisse eizugehen - wobei er vielen Mitgefangenen ein Fels in der Brandung sein konnte und unzähligen Menschen nach ihm. Gottvertrauen ist ansteckend.Ich denke, das können wir auch heute so sehr brauchen : Vertrauen und dabei selber mit vollem Herzen an einer besseren Welt mitarbeiten. Und dabei zu lernen, zwischen dem beherzten Widerstand gegen Ungerechtigkeit und Lieblosigkeit und der Ergebung in den höheren Plan zu differenzieren. Dazu sollten wir achtsamer und sensibler werden, denn schnell geraten wir in ein Fahrwasser der menschlichen Schwäche, der Ängste, der Oberflächlichkeit - sie sieht Bonnhoeffer als eine wesentlich größere Gefahr an,als die Bosheit. Ein sehr motivierendes und bewegendes Buch von großer Aktualität - auch für Menschen, die mit dem heutigen Christentum recht kritisch gegenüber stehen.


Abgehört: Deutsche Generäle in britischer Kriegsgefangenschaft 1942-1945 - Sönke NeitzelAbgehört: Deutsche Generäle in britischer Kriegsgefangenschaft 1942-1945
Sönke Neitzel

Broschiert, 12. September 2007
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Sönke Neitzel dokumentiert die Lauschberichte, die von den Gesprächen zwischen deutschen Generälen in britischer Kriegsgefangenschaft von 1942 bis 1945 im Sonderlager Trent Park angefertigt wurden. Und damit wir nicht nur wissen, was, sondern auch von wem wir da zu "hören" bekommen, enthält der Band im Anhang Kurzbiografien zu allen 88 belauschten Personen.

Nicht anders als die allermeisten, auch führenden Diplomaten des Dritten Reichs, hat sich die ganz überwiegende Mehrheit der Wehrmachtgeneralität nach dem Zweiten Weltkrieg der kritischen Analyse ihrer womöglichen Mittäterschaft konsequent verschlossen. Was die deutschen Generäle vom Holocaust und den Verbrechen an der Front, aber auch über die tatsächliche Kriegslage wirklich wussten, wie sich vor diesem Hintergrund der interne Meinungsbildungsprozess vollzog etc., ließ sich aus den vereinzelt publizierten Memoiren, den Berichten, die sich die historische Kommission der US-Armee von den hohen Offizieren über ihre Frontbeobachtungen hat anfertigen lassen oder den zur Verfügung stehenden Militärakten, nicht valide bilanzieren. "Interne Diskussionen über Anordnungen von 'oben', über politische Überzeugungen oder vermeintlich militärische Notwendigkeiten bleiben dem Historiker bei der Betrachtung amtlicher Quellen fast immer verborgen." Andere, persönliche Quellen aber, die ein umfassenderes Bild über die interne Kommunikation erlaubt hätten, waren bislang nicht in hinreichendem Maß verfügbar.

Diese Lücke können die hier publizierten Abhörprotokolle zu einem guten Teil schließen. Eine über weite Strecken außerordentlich spannende Lektüre, die es dem Leser erlaubt, sich zahlreiche bis heute ungeklärte Fragen über die Ehrenhaftigkeit der deutschen Generalität im Zweiten Weltkrieg ohne Rückgriff auf Spekulationen aus den Quellen selbst zu beantworten. -- Andreas Vierecke

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Augenblicke der Selbstbesinnung      5 von 5 Punkten
Das hat es in der historischen Quellenliteratur zum Untergang des dritten Reiches noch nicht gegeben: Gedanken lesen, die einst absichtslos dahergeredet wurden, heimlich abgelauscht und filterfrei wiedergegeben.

In Trent Park, einem noblen Landhausidyll, lullte der britische Geheimdienst seine illustren Gefangenen, 63 Generäle und 15 hohe Offiziere ein, wohlumhegt im komfortablen Ambiente eines englischen Herrenclubs - sogar fließend warmes Wasser stand zur Verfügung -, um sie abzuhören. Schon die Spontaneiät der Gespräche allein läßt darauf schließen, daß die Herren mit Wanzen nicht rechneten oder dahingehende Vermutungen ignorierten. Und wer könnte ein Interesse daran gehabt haben, die Tonbandprotolle verfälscht wiederzugeben?

So wird am 20.4.1944, Deutschland lag bereits in Trümmern, ein Toast auf den Führer ausgesprochen, zum Bedauern des Generals Crüwell mit englischen Bier. General Ramcke, der noch damit rechnet, vom Führer ein Landgut als Geschenk zu erhalten, berichtet in launigem Casinojargon über seinen Besuch bei "Hermann in Karinhall". Das Protokoll verzeichnet allgemeines Gelächter. Anlass zur Sorge gibt die heikle Frage nach der Pensionsberechtigung. Mitunter wird entgangenen Beförderungen und Orden nachgejammert. Ein Oberst seufzt:" Ehrgeiz ist eben doch die stärkste Triebfeder des Menschen. Ach furchtbar, furchtbar".

Vielleicht ist es gerade die unmittelbare Wirklichkeitsnähe der Gesprächsprotokolle, die sie bisweilen absurd erscheinen läßt, etwa einem Bühnenstück von Thomas Bernhard ähnlich. Doch bei den Themen Kriegsverbrechen, 20. Juli und mögliche Mitarbeitung mit den Alliierten offenbaren sich die verschiedenen Charaktere in dramatischer Weise: Pathologische Verranntheit -"nicht hart genug gewesen, nicht barbarisch genug", quälende Gewissenspein, Geständnisse, bohrender Zweifel, Schuldbekenntnisse, auch Selbstverachtung begleiten die allmählich dämmernde Einsicht, entsetzlich gescheitert zu sein.

Gut, dass die Protokolle durch den Herausgeber, übrigens ausführlich und umsichtig kommentiert, endlich - wenn auch viel zu spät - ans Licht gezogen wurden. In ähnlich offener Weise haben sich die Herren nach dem Krieg, mit Pensionen wohlversorgt im Trent Park Bundesrepublik, selten bekannt. "Die Selbstbesinnung des Individuums ist (eben) nur ein Flackern im Stromkreis des geschichtlichen Lebens" (H.G.Gadamer).


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Wir vom Jahrgang 1943 - Konrad HarmelinkWir vom Jahrgang 1943
Konrad Harmelink

Gebundene Ausgabe, Oktober 2005
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Aufgeregt und erwartungsvoll, so blickten wir damals in die Zukunft! Erinnern Sie sich mit uns an die ersten 18 Lebensjahre - an Ihre Kindheit und Jugend!



Hitlers Volksstaat - Götz AlyHitlers Volksstaat
Götz Aly

Broschiert, August 2006
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Im sechzigsten Jahr nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist an neuer (Forschungs-)Literatur über das Dritte Reich gewiss kein Mangel. Hitlers Volksstaat jedoch gehört zweifelsfrei zu den beachtenswertesten historischen Arbeiten dieses Jahres!

Den Deutschen, so Aly, ging es in diesem Krieg -- vom Ende freilich abgesehen -- besser denn je. "Deutschland wird dann am größten sein, wenn seine ärmsten seine treuesten Bürger sind", wusste der Führer. Und deshalb wurde das Volk mit Wohltaten gezielt korrumpiert -- auf Kosten des enteigneten Judentums und der geplünderten Völker in den besetzten Gebieten. Schmuck, Gold und Waren aller Art wurden von dort im großen Stil zur Hebung der Moral an die Heimatfront verbracht. Auch die Soldaten durften sich in der Fremde billig eindecken und an ihren Einsatzorten billig "einkaufen": "Selbst noch während der extrem unwirtlichen Monate Januar, Februar und März 1943 schafften es die Soldaten nach der Statistik des zuständigen Feldpostamtes, von der Leningradfront mehr als drei Millionen Feldpostpäckchen in die Heimat zu schicken -- gefüllt mit Beutestücken, Schnäppchen und überschüssigen Lebensmittelzuteilungen." Und allein im besetzten Frankreich summierten sich die aufgrund des wie überall zum Vorteil der Reichsmark festgesetzten Wechselkurses ausgesprochen günstigen Privateinkäufe der deutschen Besatzer auf 125 Millionen Reichsmark, was laut Aly den Wertverlust des Franc eingerechnet mehr als einer halben Milliarde Euro entspricht.

Von all dem, aber auch von mancher anderen Wohltat für die Nutznießer des NS-Sozialstaats, für die die Völker des geplünderten Europas im wahrsten und im übertragenen Sinne bluten mussten, berichtet Götz Aly kenntnisreich und gut belegt. Eine äußerst erhellende Lektüre! -- Andreas Vierecke

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 16 Bewertungen)

Heilsame Schrift zur Diagnose eines Traumas      5 von 5 Punkten
Zusammenschau ist wichtig und trotzdem Einzelheiten zu bringen, an Einzelheiten das ganze Faszinosum dieses nazionalen Sozialismus festzumachen, das ist wahrhaft spannend.
Denn, wie die Spannung das eigentliche Element gewesen sein mag, dieses Aufbrechen aus dem Alten, dem Spießerischen, hinein in eine geträumte Freiheit, in eine quasi spätpubertäre rauschhafte Beweglichkeit, die sie ja auch "Bewegung" nannten, das ist es, was antrieb.

Und wie alles gerade in Deutschland, dem perfekten Land in der Mitte Europas, geschehen konnte, ja das konnte man bald sehen und fühlen (auch heute?).
Wir hier in der Mitte Europas, eigentlich die Tapfersten, die Besten gegen eine Übermacht, aber leider sieglos zum Schluss des ersten Weltkrieges (obwohl mathematisch schon damals wahrscheinlich vorher- oder zumindest einsehbar), wir werden es der Welt zeigen.
Das war die Botschaft (das sang man später auch) und derjenige, der es zumindest als Führer einer neuen Nation zuwegebringen sollte, den Ausweg nämlich aus der gedachten und auch erfühlten Misere, der war ja schließlich ein Zögling des deutschen Militärs.

Nirgends fand er so freundlichen Unterschlupf als hier in einer Umgebung, die ihm eigentlich von Natur aus nicht vorrangig zustand.
Aber, wie es die Natur manchmal zuwege bringt, hat er sich eingebracht und er fand als Suchender Zuhörer.

Das ist eigentlich schon fast alles, denn wir wissen, wie es weiterging, wie er begeisterte und man ihm zugrölte und zuwarf "die weiße winkende Hand" und ihn zu einem Deutschen machte, nämlich in Braunschweig.

Daß sich Militär und Wirtschaft, Politik und Vertrauensleute gerade auch aus höhrer Schicht sich ihn aussuchten, das spricht Bände.
Daß keiner oder nur selten jemand wirklich laut lachte, als er mit Motorradkappe erschien wie ein Clown auf einer imaginären Bühne und dabei seltsam süßsauer lachte (dabei war die Bühne reell) und man ihm Flugzeuge und schicke Autos zur Verfügung stellte, das spricht ebenfalls Bände. Und daß das Ausland zusah und sich vielleicht Gedanken machte, vielleicht auch, mit diesem Schauspieler leicht fertig zu werden, das wurde etwas später bestraft. Da sah er dann aus, als stünde er über allem und lachte nur der Gefahr, einer Gefahr, der er ja auch zigmal entkommen ist.

Es gab seinerzeit in Europa eine Aufbruchstimmung und Spanien und Italien, auch Frankreich spielten mit einem nationalen Sozialismus, doch nirgends wurde der Rassismus derart vorangetrieben wie hier in Deutschland, vielleicht noch in Österreich.

Götz Aly nun hat anhand vieler Beispiele gezeigt und er untermauert es, wie Berufsbeamten, Finanziers, das Militär und vor allem die damals als jugendlich zu bezeichnenden Politiker das Werk eines revolutionär sich gebenden Staates ausführen. Sie taten es "auf Teufelkommraus" und sie zogen tatkräftig mit einem wilden Aktionismus alles mit sich hinein in einen Strudel der Leidenschaften.
Es gibt einen Roman, "Kaputt" von Curzio Malaparte, der beschreibt diese wilde Zeit ziemlich verblüffend und erschütternd und es gibt Tagebücher wie das von Goebbels, es gibt auch ein Buch, das heißt "Mein Kampf" und ich meine als Jugendlicher darin gelesen zu haben, daß irgendeinmal ein Staat weit nach "seinem" Tode das vollenden wird, was "ihm" nicht gelingen sollte. Es ist höchste Zeit also "Mein Kampf" im Original einem jeden von uns zugänglich zu machen, damit endlich einmal damit aufgeräumt wird, "die Leute hätten ja davon garnichts gewußt".

Derartige Bücher, wie dieses über den "Volksstaat" mit seinen schillernden und zugleich unglaublich brutalen Methoden, sind Aufklärung pur.


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Hürtgenwald 1944/1945 - Rainer MonnartzHürtgenwald 1944/1945
Rainer Monnartz

Broschiert, 14. April 2008
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Vom September 1944 bis zum Februar 1945 tobten zwischen Köln und Aachen im Bereich des"Hürtgenwaldes"erbitterte Kämpfe zwischen amerikanischen und deutschen Truppen. Die schweren Kämpfe kosteten beiden Seiten hohe Verluste. Veteranen prägten nicht zu unrecht die Worte"Die Hölle im Hürtgenwald". Heute hat sich das ehemalige Schlachtfeld, am Rande des Nationalparks"Eifel", in ein naturreiches Naherholungsgebiet verwandelt. Wenn heute Besucher auf das ehemalige Schlachtfeld des"Hürtgenwaldes"kommen, finden sie ohne Erläuterung kaum noch Überreste der Kampfhandlungen. Selbst alte Orts- und Gemarkungsnamen sind heute kaum noch in aktuellen Kartenwerken vermerkt. Die Überreste des Westwalls sind ohne Ortskenntnis kaum auffindbar. Auf 179 Seiten, mit 194 historischen und aktuellen Fotos, gibt der Autor dem Leser zunächst, unterstützt durch Skizzen, eine zusammenfassende Darstellung der ?Schlacht im Hürtgenwald?. Daran angeschlossen findet der Leser einen Tourenplaner zur Besichtigung des
ehemaligen Schlachtfeldes. Teilweise werden hier dem historischen Foto unmittelbar das heutige Aussehen gegenübergestellt. Dem Leser werden 4 themenbezogene Autotouren und 2 kombinierte Auto-/Wandertouren auf den Spuren der"Schlacht im Hürtgenwald", mit Hinweisen auf Besichtigungspunkte und zeitgeschichtlichen Ergänzungen, dargestellt. Daneben werden dem Leser weitere Hinweise zu Gedenksteinen, Kriegsgräberstätten, Tipps zu Wanderungen und Reste des Westwalls (mit 18 Skizzen) im Bereich des Hürtgenwaldes gegeben. Mit dem Tourenplaner kann jeder Nutzer individuell seine Besichtigung des Schlachtfeldes vorbereiten und planen. Unabhängig davon, ob es sich um einen Kurzbesuch oder eine mehrtägige Besichtigung handelt.




Materialien zur Unterrichtspraxis : Judith Kerr 'Als Hitler das rosa Kaninchen stahl' - Birgitta Reddig-KornMaterialien zur Unterrichtspraxis : Judith Kerr 'Als Hitler das rosa Kaninchen stahl'
Birgitta Reddig-Korn, Gabriele Runge, Judith Kerr

Broschiert, 1. März 1991
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Die Materialien zur Unterrichtspraxis begleiten den Einsatz der Schullektüre. Neben Anleitungen und Fragestellungen zum textorientierten Arbeiten finden sich darin auch ganze Arbeitsblätter und Unterrichtsmaterialien zum Ausdrucken und Kopieren.



Heyne Sachbuch, Nr.9, Der SS-Staat - das System der deutschen Konzentrationslager - Eugen KogonHeyne Sachbuch, Nr.9, Der SS-Staat - das System der deutschen Konzentrationslager
Eugen Kogon

Taschenbuch, Januar 1988
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Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 12 Bewertungen)

Ich hoffe das wird jedem hoffentlich eine Lehre sein      5 von 5 Punkten
Wenn man bei diesem Buch nicht Schauer hat, die einem über den Rücken laufen, sollte man sich den einen oder anderen Gedanken machen. Selbst wenn nur ein 1/4 sich wirklich so zugetragen hat ist es unfassbar und so grauenhaft das einem die Worte fehlen. Das Schlimme ist da zum einen wohl mehr 1/4 stimmt und es noch Menschen gibt die sowas ok finden. Der Gedanke ist grauenhaft. Mein Tipp nicht vor dem Schalfen lesen dann ist die Nacht grausam. Allerdings sollte es viel mehr gelesen und verinnerlicht werden.


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Der Orden unter dem Totenkopf: Die Geschichte der SS - Heinz HöhneDer Orden unter dem Totenkopf: Die Geschichte der SS
Heinz Höhne

Gebundene Ausgabe, Juli 2008
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Ein Klassiker deutscher Geschichtsschreibung
Die Geschichte der Schutzstaffel - SS - ist die Geschichte von Idealisten und Verbrechern, ehrgeizigen Strebern und Romantikern, die sich durch ihre Mitgliedschaft in dieser militärischen Gemeinschaft Ruhm, Sicherheit und den Glanz martialischer Spiele versprachen. Es ist die Geschichte eines elitären Männerbundes, der scheinbar auf alle Lebensbereiche Zugriff nehmen konnte, der in ganz Europa Angst und Schrecken verbreitete und der Millionen Menschen den Tod brachte. Heinz Höhne geht der Entstehung, Organisation und Macht des Schwarzen Ordens auf den Grund. Kenntnisreich und detailliert analysiert er die bizarre und widersinnige Welt der Schutzstaffel, die den Schreckenseffekt ihrer Existenz bewusst pflegte.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)

interessantes Sachbuch      5 von 5 Punkten
Ich habe das Buch schon vor einigen Jahren geschenkt bekommen und im Regal geparkt. Auf der Suche nach noch ungelesenen Büchern kam es mir zufällig in die Hände. Danach konnte ich es nicht mehr weglegen. Es ist interessant, verständlich geschrieben und nach meinem Eindruck gut recherchiert. Zum Inhalt wurde hier bereits viel geschrieben, was ich bestätigen kann und hier nicht noch einmal wiederholen möchte. Empfehlen würde ich das Buch dennoch nur Leuten, die sich für die Zeit und das Thema interessieren bzw. sich damit auseinander setzten möchten. Dann erhält man ein ausführliches Gesamtbild durch umfangreiche und übergreifende Informationen. Neu war für mich, wie sehr die SS eine durch innere Machtkämpfe geprägte und durch unterschiedlichste Interessengruppen zusammengesetzte Organistation war.


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Nacht über Bayreuth: Die Geschichte der Enkelin Richard Wagners - Friedelind WagnerNacht über Bayreuth: Die Geschichte der Enkelin Richard Wagners
Friedelind Wagner

Taschenbuch, Januar 2002
     Verkaufsrang: 73307      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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In ihrem 1944 in New York und 1945 in der Schweiz auf deutsch erschienenen Buch beschreibt die Tochter Siegfried und Winifred Wagners ihr Leben bis zu ihrer Emigration 1940 und ihre Begegnungen mit Adolf Hitler in Bayreuth, München und Berlin. 1954 kehrte sie nach Deutschland zurück und versuchte, eine aktive Rolle bei der Neugestaltung der Bayreuther Festspiele zu spielen. Die Musikwissenschaftlerin und Journalistin Eva Weissweiler stieß bei ihren Recherchen in der Schweiz auf das hierzulande fast unbekannnte Buch. In ihrem Nachwort ergänzt sie die Geschichte Friedelind Wagners mit neueren Forschungsergebnissen und beschreibt die Stationen ihres Lebens bis zu ihrem Tod.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Nacht über Bayreuth      5 von 5 Punkten
Das Buch liest sich leicht und ergreifend. Man stellt sich vor am Tisch im Eßzimmer der Reichskanzlei bei Hitler am Tisch zu sitzen oder in der Villa Wahnfried neben Cosima zu horchen wie Sie ihren letzten Tage mit ihrer Enkeltochter verbringt. Eine hervorragende Erzählung.Nacht über BayreuthNacht über Bayreuth: Die Geschichte der Enkelin Richard WagnersNacht über Bayreuth. Die Geschichte der Enkelin Richard Wagners.


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Nicht alle waren Mörder: Eine Kindheit in Berlin - Michael DegenNicht alle waren Mörder: Eine Kindheit in Berlin
Michael Degen

Taschenbuch, 2001
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Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Ende der Dreißiger wurde es für die jüdische Familie Degen in Berlin gefährlich. Den Vater brachte man ins KZ Sachsenhausen, die Folgen der Mißhandlungen überlebte er nicht. Der ältere Sohn entkam nach Schweden. Dem noch nicht einmal zehnjährigen Michael und seiner Mutter blieb nichts anderes übrig als unterzutauchen, um den Krieg irgendwie zu überstehen. Das jahrelange Verstecken konnte nur gelingen mit tatkräftiger Unterstützung couragierter, nichtjüdischer Mitbürger, die damit häufig genug ihr eigenes Leben riskierten. Der Kommunist neben der russischen Aristokratin, die Oma mit ihren anschaffenden Töchtern, der sozialdemokratische Hühnerzüchter, der Freund von der HJ und noch einige andere bildete die bunt zusammengewürfelte Helferschar, ohne die kein Überleben möglich gewesen wäre.

Merkwürdig nur, in welchem Gegensatz die schlimmen Ereignisse zu deren Schilderung stehen. Bei Degen hat man häufig den Eindruck, der Krieg sei so etwas wie ein großer Abenteuerspielplatz gewesen, auf dem sich das Gros der harmlosen Deutschen tummelte, eingeschüchtert oder verführt von den Nazis. Sogar der Antisemitismus erscheint nur als Hitlers Privatkrieg gegen den Lieblingsfeind. Die Geschichten kommen meist daher wie ein Kaffeeklatsch über den kürzlichen Zoobesuch am Raubtiergehege und sind entsprechend verharmlosend und verklärend.

Degen meint es gut und will jenen ein Denkmal setzen, die im Kleinen den Kampf gegen das Naziregime aufgenommen haben. Es steht jedoch zu befürchten, daß gerade der "Blick des Jungen", mit dem das Buch geschrieben ist, genau jenen entgegenkommt, die im "Tausendjährigen Reich" alt genug waren, um selber Dreck am Stecken zu sammeln.

Michael Degen ist ein beliebter Schauspieler, aus Theater und Fernsehen wohlbekannt. Ich denke, auch mit seinen Kindheitserinnerungen wird er sein Publikum glänzend unterhalten. --Jürgen Grande

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 29 Bewertungen)

Interessant, witzig und spannend!      5 von 5 Punkten
Habe schon etliche Erzählungen aus dieser Zeit gelesen, aber auch Michael Degens Geschichte hat mich bis zur letzten Zeile in Spannung gehalten.


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