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| Deutsche Geschichte | Inhaltsangaben Kurzbeschreibungen Zusammenfassungen | |
Buchners Kolleg Geschichte, Ausgabe B, Vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart Jürgen Weber, Bernhard Pfändtner Gebundene Ausgabe, Juli 2007 Verkaufsrang: 54184 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Sehr geeignet 5 von 5 Punkten Ich habe noch kaum ein besseres Geschichtsbuch für den Schulunterricht in Händen gehabt. Die Reihe "Buchners Kolleg Geschichte" stellt wirklich eine gute Arbeitsgrundlage dar. In einem ersten Teil pro Kapitel wird eine Einführung in das Themengebiet gegeben, danach folgen verschiedenartigste Quellen, die das zuvor erklärte belegen und vertiefen und die die unumgängliche Arbeit eines Historikers darstellen: die Quelleninterpretation und Arbeit an historischen Texten. So wird man direkt auf die Arbeiten und Klausuren vorbereitet. Die einführenden Texte sind teilweise etwas spärlich, so daß vom Lehrer doch immer wieder etwas ergänzt werden muß, trotzdem gefällt es mir außerordentlich gut und zählt zu den besseren Schulbüchern für die Oberstufe am Gymnasium. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.) |
Das große Buch der Nationalen Volksarmee: Aufgaben, Ausrüstung, Geschichte Guntram König Gebundene Ausgabe, 16. Oktober 2008 Verkaufsrang: 16809 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden In der deutschen Militärgeschichte war die NVA (1956 1990) aus mindestens zwei Gründen einmalig. Erstens war sie die einzige deutsche Armee, die nie einen Krieg führte, zweitens eine Streitmacht, die nicht nur dem Namen nach eine Volksarmee war: Auch die Führung kam aus einfachen Verhältnissen, die Offiziere waren in der Tat meist Arbeiter und Bauern oder deren Sprösslinge. Zugleich war sie eine Koalitionsarmee, eingebunden in den Warschauer Pakt, was Einfluss auf Charakter, Ausrichtung und Ausrüstung hatte. Konzentriert wird hier alles über die NVA berichtet, was es an Interessantem und Wissenswertem mitzuteilen gibt.
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Warum der Papst schwieg: Pius XII. und der Holocaust Klaus Kühlwein Gebundene Ausgabe, September 2008 Verkaufsrang: 49667 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. Ist Papst Pius XII. (1939?1958) ein Judenretter oder ist er an den millionenfachen Judenmorden mitschuldig? Beides ist bis auf den Tag heftig umstritten. Das spannend erzählende Sachbuch bringt anhand erst heute zugänglicher Quellen den Menschen Eugenio Pacelli nahe, der als Diplomat und Papst in den Jahren zwischen 1933?1945 stets um das richtige Verhalten rang. Der Leser erlebt mit, warum der Papst nie Sicherheit zwischen der Notwendigkeit kluger Zurückhaltung und der Pflicht zu öffentlichem Aufbegehren gewann.
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Die ethnische Säuberung Palästinas Ilan Pappe Gebundene Ausgabe, August 2007 Verkaufsrang: 8706
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Ein hervorragendes Werk! 5 von 5 Punkten Seit langem beobachte ich, wie Israel das Flüchtlingsproblem der Palästinenser beinhart ignoriert und zugleich seine Siedlungspolitik unbeugsam vorantreibt. Das hat mein Bedürfnis nach detaillierter Information über die historischen Wurzeln dieser Tatsachen geweckt. Die ebenso heftigen wie argumentationsschwachen Angriffe von Broder und anderen gegen Pappe haben mich zusätzlich neugierig gemacht.
Jetzt habe ich das Buch fast ausgelesen und meine Erwartungen wurden erfüllt und übertroffen.
Der wissenschaftliche Apparat erscheint mir absolut solide. Die schrittweise Ausformung und schließlich immer aggresivere Durchsetzung der Verteibunsgpolitik, ausgehend von zionistischen Grundorientierungen und Leitlinien wird umfassend durch Quellen belegt. Die Rolle Ben Gurions wird dabei besonders herausgearbeitet, auch seine Taktik bei der propagandistischen Absicherung des verbrecherischen, menschenverachtenden Vorgehens.
Man spürt, daß der Autor seinen Gegenstand nicht nur rational durchdrungen hat, sondern auch mit Herzblut schreibt. Neben den "großen Ereignissen" der Königsebene finden auch Details und Einzelschicksale ihren Platz.
Das Buch wird, meine ich, seinem Thema voll und ganz gerecht. Keinen Mangel, eher eine Stärke sehe ich darin, daß es neue Fragen auslöst:
Was genau machte diesen historischen Moment aus, in dem diese Katastrophe der Palästinenser fast unbemerkt geschehen konnte?
Welche Rolle haben besonders die verschiedenen sozialistischen und kommunistischen Kräfte gespielt?
Wie im Einzelnen hängt die Judenvernichtung des deutschen Faschismus mit der Gründung Israels zusammen?
Gibt es nicht eine (indirekte) Verantwortung der Deutschen für das Schicksal der Palästinenser?
Pappes Buch hat bei mir neue Lesebedürfnisse geweckt. Sicher werde ich bald auch "Die Geburt Israels. Mythos und Wirklichkeit" von Simcha Flapan lesen.
Übrigens äußere ich mich auf meinem Blog "www.opablog.twoday.net" noch ausführlicher zu dem Buch von Ilan Pappe.
Es wurde Zeit... 5 von 5 Punkten Durch Zufall stieß ich auf einen Artikel eines Herrn H.M.Broder ,in dem dieser mit den übelsten Beschimpfungen gegen den Autor zu Felde zog.Hetztiraden gegen Moslems,speziell Palästinenser, sind ja nun schon Massenware.Deshalb erstaunte es mich,das Herr Broder gegen einen israelischen Historiker zu Felde zog.Dabei aber kein Wort zum Inhalt des Buches verlor.Das machte mich neugierig.Nach dem lesen wusste ich,warum...
und warum man Ilan Pappe in Israel terrorisierte,so dass dieser Asyl in Grosßbritanien suchte.Wer sich für die Geschichte des Nahost-Konfliktes interessiert,kommt an diesem Buch nicht vorbei.Gut dass es ein israelischer Historiker war,der dieses buch schrieb;jedem anderen hätte man Antisemitismus unterstellt,um von den unbequemen Wahrheiten abzulenken!
Ein lange verdrängtes Kapitel israelischer Geschichte sichtbar gemacht 5 von 5 Punkten Es gibt Bücher, die unsere Buchhandlungen nicht im Sortiment vorhalten. Handelt es sich um ausländische Neuerscheinungen, ist eine der gängigsten Begründungen, daß die Titel möglicherweise nicht ins Deutsche übertragen wurden. Das 1992 in New York erschienene Buch "Profits of War. Inside the Secret U.S.-Israeli Arms Network" des ehemaligen israelischen Geheimdienstoffiziers Ari Ben-Menashe gehört ebenso dazu, wie die im Jahr 1995 erschienene Veröffentlichung von HRH General Khaled Bin Sultan "Desert Warrior. A Personal View of the Gulf War by the Joint Forces Commander", jenes saudi-arabischen Generals, der neben dem hinlänglich bekannten US-General Norman Schwarzkopf ein "parallel command" im Zweiten Golfkrieg 1991 innehatte.
Bei näherem Hinsehen könnte neben der fehlenden deutschen Übersetzung jedoch auch noch ein anderer Grund dafür in Frage kommen, nämlich, daß der Inhalt dieser Bücher sich nicht für eine Diskussion in unserem Lande eignet! Denn wer möchte schon darüber nachlesen, daß Israel dem Iran, der das Land heute mit seiner Vernichtung bedroht, in seinem Krieg gegen den Irak von 1980 bis 1988 mit Waffen beliefert hat? Und wen interessiert schon, daß die arabischen Staaten für die Befreiung Kuwaits ihre Streitkräfte kaum dem Kommando eines amerikanischen Generals unterstellt hätten.
Das bereits im Jahr 2006 in Oxford/ England erschienene Buch von Ilan Pappe "The Ethnic Cleansing of Palestine" gehört seit neuestem nicht mehr zu dieser Kategorie: unter dem Titel "Die ethnische Säuberung Palästinas" liegt es dankenswerterweise inzwischen auch in deutscher Übersetzung vor, so daß sich auch jene intensiver mit der Materie auseinandersetzen können, denen wegen mangelnder Sprachkenntnisse das englische Original bisher verschlossen blieb.
In ihm beschreibt der israelische Historiker und Professor für Politische Wissenschaften der Universität Haifa den Krieg 1948 zwischen dem gerade erst gegründeten Staat Israel und Palästina. Während dieser Krieg in der israelischen Wahrnehmung als "Unabhängigkeitskrieg" bezeichnet wird, rückt Pappe die massenhafte und von der israelischen Armee mit brutaler Gewalt vorangetriebene Vertreibung der Palästinenser in den Mittelpunkt seiner Betrachtung. Die ethnische Säuberung großer Teile Palästinas, so Pappe, sei von Anfang an eine sorfältig vorbereitete Strategie gewesen und stelle heute eine der Wurzeln des andauernden Konflikts im Nahen Osten dar. Vor allem räumt Pappe auf mit dem Mythos des 'voluntary flight' - von der freiwilligen Flucht der Palästinenser aus ihrer Heimat - der heute immer noch weitgehend durch die Argumentation geistert. Tatsache sei vielmehr, daß an die 1 Mio. Palästinenser unter Anwendung von Gewalt gezwungen worden seien, ihre Häuser und Dörfer zu verlassen. Dieser Vorgang, der teilweise unter den Augen von UN-Beobachtern, einer offenbar sich kaum darum kümmernden britischen Mandatsmacht und einer im allgemeinen indifferenten Weltpresse stattfand, habe, so der Autor, zu einer der größten Massenvertreibungen der neueren Geschichte geführt. Detailliert und kenntnisreich beschreibt er die Vorgänge der damaligen Zeit. Er stützt sich dabei, nicht wie etwa andere Historiker, nur auf israelische Quellen, sondern begibt sich selbst an die Orte des Geschehens, rekonstruiert die Überfälle der israelischen Armee und befragt überlebende Zeitzeugen. Pappe selbst sagt, mit seinem Buch habe er zweierlei untersuchen wollen, zum einen, wie 1948 bei der ethnischen Säuberung vorgegangen wurde, und zum andern, die Art und Weise, wie diese anschließend in der Öffentlichkeit wahrgenommen worden sei. Die nur drei Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs allenthalben voherrschende Gleichgültigkeit sowie die auffällige Zurückhaltung jeglicher Kritik gegenüber dem jüdischen Staat nur drei Jahre nach dem Holocaust, habe der Welt erlaubt, den Vorgang schlichtweg zu verdrängen und so die Verantwortlichen in die komfortable Lage versetzt, das Verbrechen, das die zionistische Bewegung 1948 an dem palästinensischen Volk begangen habe, einfach abzustreiten.
Wer immer sich mit dem Problem 'Naher Osten' und den Befindlichkeiten der sich nahezu unversöhnlich gegenüberstehenden Parteien befaßt, und wer vor allem nach Erklärungen für das heutige Verhalten der Palästinenser sucht, für den ist Ilan Pappes Buch ein absolutes Muß!
Endlich - Die Wahrheit 5 von 5 Punkten Eine mutige und ausgezeichnete Darstellung der Wahrheit, die seit der Gründung des Staates Israel bewüsst unterdruckt wurde.
Fragwürdig 1 von 5 Punkten Das Buch von Ilan Pappe, der zu den "neuen Historikern" Israels, welche die israelische Geschichte für Mythenbildung halten, gezählt wird, ist bei Zweitausendeins erschienen. Das Programm dieses Verlages umfaßte Themen, wie die Entführung von Menschen durch kleine, graue Aliens, die "Wahrheit" über die Kornkreise und Verschwörungstheorien aller Art: von der CIA als größter Drogenhändler bis zu den obskursten Elaboraten über 9/11. Deshalb ist auch im Fall dieses Werkes erst einmal Vorsicht geboten.
Doch zunächst zum historischen Hintergrund. Am 29. November 1947 beschloß die UNO einen Teilungsplan Palästinas, der den Juden 56 Prozent und den Arabern 44 Prozent des Territoriums zusprach. Die arabische Seite lehnte diesen Plan strikt ab. Als am 15. Mai 1948 das britische Mandat über Palästina endete und gleichzeitig der Staat Israel die Unabhängigkeit mit sofortiger Anerkennung durch die USA und die UdSSR erhielt, marschierten am gleichen Tag die Armeen Ägyptens, Transjordaniens, Syriens, Iraks und Libanons in Palästina ein. Damit begann der Kampf ums Überleben des jüdischen Staates. Die erste Fluchtwelle der Palästinenser setzte bereits im Dezember 1947 mit dem Weggang der städtischen Oberschicht ein, dem die Bewohner ganzer Stadtviertel und vieler Dörfer folgten. Zweifelsohne wurde die zweite Welle durch das Vorgehen jüdischer Einheiten im Kampf um die Straße von Tel Aviv nach Jerusalem ausgelöst. Der überwiegende Teil der Menschen floh jedoch aufgrund der Kampfhandlungen, bei denen arabische Einheiten ganze Dörfer evakuieren ließen. Inwieweit arabische Politiker die Palästinenser zur Flucht aufgefordert haben, ist bis heute unklar.
Folgt man den Ausführungen Pappes galt der "Plan Dalet" nicht der Sicherung der UNO-Grenzziehung durch jüdische Militärorganisationen, sondern der systematischen ethnischen Säuberung Palästinas. Hinter diesem Masterplan steckte angeblich niemand anders als David Ben Gurion zusammen mit einer ominösen Beratergruppe. Dann läßt Pappe im Rahmen der Umsetzung dieses Planes das palästinensische Blut in Strömen fließen. Als wären die israelischen Einheiten nicht in einen Existenzkampf verwickelt, ja als gebe es gar keine arabischen Truppen, hasten die Israelis ungehindert von Dorf zu Dorf, um systematisch Massaker an der Zivilbevölkerung, einschließlich Frauen und Kindern, anzurichten.
Das krasseste Beispiel ist der Bericht über das Massaker in Tantura mit 230 Opfern. Pappe stützt sich dabei auf den Studenten Teddy Katz, der im Rahmen seiner Doktorarbeit Interviews mit "Überlebenden" über 50 Jahre nach den Ereignissen führte. Seltsamerweise drang in all den Jahrzehnten nichts davon an die Öffentlichkeit, obwohl arabische Wissenschaftler alles daransetzen, um Israel Kriegsverbrechen nachzusagen. Katz wurde von Veteranen der Alexandroni-Brigade, die dieses Verbrechen begangen haben soll, wegen Verleumdung verklagt. Das Gericht stellte fest, dass die Forschungsarbeit Fälschungen und Lügen beinhalte, nachdem sowohl jüdische als auch arabische Zeugen bestritten, dass sich nach der Kapitulation des Dorfes ein Massaker ereignet hätte. Katz unterzeichnete einen Entschuldigungsbrief. Die Doktorarbeit wurde nachträglich von der Universität Haifa aberkannt. Das hält Pappe aber nicht davon ab, seitenlang über dieses Massaker, das nie stattfand, zu berichten.
Keine Frage, dass während dieses Krieges von israelischer Seite auch Kriegsverbrechen begangen wurden. Dazu zählt der Angriff auf das Dorf Deir Jasin, dem 354 Palästinenser zum Opfer fielen. Aber die Herangehensweise Pappes an dieses wichtige Thema wird den elementarsten Voraussetzungen historischer Forschung nicht gerecht.
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Was war, was bleibt . Die 68er und ihre Theoretiker Franz M Sonner Audio CD, 5. März 2008 Verkaufsrang: 156746 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden 1968 war da was? Und ob. Auch wenn die Einschätzungen, inwiefern die Studentenbewegung die bundesrepublikanische Gesellschaft verändert hat, auseinandergehen dass eine kulturelle Revolution das Land verändert hat, ist unbestritten. In diesem Audiopaket kommen die wichtigsten Theoretiker, mit und an denen sich die so genannten 68er gemessen haben, zu Wort. Essays, für den Rundfunk geschrieben und gesprochen. In diesen legendären Tondokumenten wird die Faszination der großen Denker des letzten Jahrhunderts und ihre Wirkung auf die Jugend unmittelbar erfahrbar. Theodor W. Adorno spricht über »Kultur und Verwaltung«. Max Horkheimer erklärt, wie die Freiheit und das Vermögen, sich seines Verstandes zu bedienen, vom Kampfbegriff der bürgerlichen Aufklärung zum Denkverbot der Nachkriegsgesellschaft gerieten. Ernst Bloch diskutiert in »Karl Marx heute« den Marxismus. Herbert Marcuse liefert in »Der Mensch in einer sozialisierten Welt« einen Abriss seines philosophischen Denkens. Alexander Mitscherlich setzt sich in »Ansichten zur Psychoanalyse« mit Freud auseinander. Rudi Dutschke erläutert in einem berühmten Interview mit Günter Gaus die Haltungen und Ziele der Bewegung. Und in einem vierteiligen Feature »Die 68er« sind Zeitzeugen von Daniel Cohn-Bendit, Joschka Fischer, Ulrike Meinhof bis Rainer Barzel zu hören. In einer Zeit, die »Geist hartnäckig mit Schlauheit verwechselt« (Horkheimer), ist diese anregende Zusammenstellung ein unverzichtbares Vademecum.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Wir haben sie so geliebt, die Revolution! - Kurze Geschichte einer Kulturrevolution ... 5 von 5 Punkten Fest steht: 1968 ist ein schwieriger, ein schillernder, ein umstrittener Erinnerungsort, in den sich längst "das Imaginäre eingenistet hat".
Die 68er: Natürlich nahm die Bewegung schon früh in den sechziger Jahren ihren Ausgangspunkt, 1968 allerdings kulminierten die Ereignisse: Der Vietnamkrieg eskalierte, Martin Luther King wurde ermordet, Rudi Dutschke angeschossen, der Pariser Mai schien die Verhältnisse in Frankreich kippen zu können, in Deutschland wurden Notstandsgesetze auf die Tagesordnung gesetzt. Die damalige CSSR schien einen demokratischen Sonderweg gehen zu können, bis der "Prager Frühling" von den Truppen des Warschauer Pakts gewaltsam beendet wurde. Antikolonialismus sowie der Kampf gegen Diktaturen und Unterdrückung prägten die politische Idee eines weltweiten Aufbruchs. Daher waren die Proteste, woran sie sich auch entzündeten, Ausdruck globaler Konflikte, auch wenn sie in Deutschland als Abrechnung der jungen Generation mit ihren Eltern ausgefochten wurden und in der Nazivergangenheit der Väter ein spezielles Thema hatten. Nicht nur Politik, auch Musik, Kleidung, Lebensstil und Sexualmoral wurden neu und dem Alten entgegengesetzt definiert.
Mag die 68er-Bewegung auch ihre selbst gesteckten Ziele verfehlt haben, ihr großer Einfluss prägt dennoch bis heute viele Lebensbereiche.
In dem vorliegenden Audiopaket kommen die wichtigsten Theoretiker, mit und an denen sich die so genannten 68er gemessen haben, zu Wort: in Essays, für den Rundfunk geschrieben und von ihnen selbst gesprochen. In diesen legendären Tondokumenten wird die Faszination der großen Denker des letzten Jahrhunderts und ihre Wirkung auf die Jugend unmittelbar erfahrbar.
Zum Inhalt:
CD 1: Theodor W. Adorno (11.09.1903 - 06.08.1969)
"Kultur und Verwaltung" (1959) 54:21
CD 2: Max Horkheimer (14.02.1895 - 07.07.1973)
"Philosophie als Kulturkritik" (1965) 58:26
CD 3: Ernst Bloch (08.07.1885 - 04.08.1977)
"Karl Marx heute" (1968) 60:22
CD 4: Herbert Marcuse (19.07.1898 - 29.07.1979)
"Der Mensch in einer sozialisierten Welt" (1966) 47:13
CD 5: Alexander Mitscherlich (20.09.1908 - 26.06.1982)
"Der Standort der Psychoanalyse" (1975) 28:48
"Normal - Abnorm" (1975) 28:32
CD 6: Rudi Dutschke (07.03.1940 - 24.12.1979) & Günter Gaus
"Zu Protokoll: Rudi Dutschke" (1967) 40:18
CD 7 & 8: Die 68er: Kurze Geschichte einer Kulturrevolution.
Feature von Anselm Weidner mit: Rainer Barzel, Daniel Cohn-Bendit, Rudi Dutschke, Iring Fetscher, Joschka Fischer, Hajo Funke, Herbert Marcuse, Ulrike Meinhof, Bahman Nirumand, Bernd Rabehl, Eva Rühmkorf, Gaston Salvatore, Alice Schwarzer, Christian Semler, u.a.m.
Teil 1: Demokratie - jetzt oder nie! 27:39
Teil 2: Trau keinem über 30! 27:24
Teil 3: Ho-Ho-Ho Chi Minh! 25:29
Teil 4: Frauenpower macht Männer sauer! 29:03
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"Es gibt kein richtiges Leben im falschen." Dieser Satz des Philosophen Theodor W. Adorno beschreibt ein Grundgefühl der 68er-Generation. Da musste es noch etwas anderes geben hinterm Horizont, eine andere Welt jenseits ausgetretener Pfade - ohne Ausbeutung, Zwang und Unterdrückung. Wie diese Welt genau aussehen sollte - befreite Gesellschaft, Sozialismus, Anarchie -, darüber gab es sehr unterschiedliche Vorstellungen. Aber dass eine "konkrete Utopie" nötig war, darin waren sich die Rebellierenden weltweit einig. [Reinhard Mohr]
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Die 68er-Bewegung im Originalton! = Eine höchst empfehlenswerte 8-CD-Box!
Es grüßt -- Reinhard Busse |
Der falsche Krieg: Der erste Weltkrieg und das 20. Jahrhundert Niall Ferguson Taschenbuch, Mai 2001 Verkaufsrang: 93504 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Welche Faktoren haben 1914 den Zusammenbruch der europäischen Ordnung tatsächlich bewirkt? Wie wäre die Entwicklung verlaufen, wenn Großbritannien nicht in den Krieg eingetreten wäre? Nach Niall Fergusons provokanter Neuinterpretation, die zum Teil bislang unzugängliche Quellen auswertet, ist die häufig vorgebrachte These von der »Unvermeidbarkeit« des Ersten Weltkrieges so nicht länger haltbar. Indem er neben militärischen und machtpolitischen auch wirtschaftliche, soziale und kulturelle Aspekte in die Darstellung einbezieht, entwirft Ferguson ein weitgefaßtes Panorama des Krieges, verdeutlicht das komplexe Ursachengeflecht und rückt insbesondere die Kriegsschuldfrage in ein neues Licht. Er geht sowohl mit der deutschen als auch mit der britischen Politik jener Zeit scharf ins Gericht: Auf beiden Seiten haben politisches Unvermögen, unverantwortlicher Ehrgeiz, katastrophale Fehleinschätzungen und der skrupellose Bruch internationalen Rechts zur »Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts« geführt, die Millionen Menschen das Leben kostete und in fataler Weise auf die weitere Geschichte Europas gewirkt hat.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 16 Bewertungen)
Jenseits des historischen Mainstreams 5 von 5 Punkten Nein, historischen Mainstream bedient Neil Ferguson nicht. Er legt erhellende Fakten zu Tage und interpretiert die historischen Geschehnisse differenziert und eigenständig. Dabei stellt er oftmals neue Implikationen, andere, als viele (deutsche) Historiker in ihren vorherrschenden, politisch-korrekten Auslegungen es offensichtlich gerne hätten.
Der oft entrückt als Automatismus der Bündnisse beschriebene Ausbruch des Krieges beruhte weder auf schicksalhaften Fügungen, noch auf genetischen Defekten der deutschen Volksseele. (Goldhagen: Hitlers willige Vollstrecker) Er war Folge massiver Unverantwortlichkeit der politischen Führungen aller beteiligten Kriegsparteien. Genauso wie der deutsche Kaiser den Österreichern einen Blankoscheck ausstellte, waren es die Engländer, die den Franzosen ohne Not volle Rückendeckung gegenüber Deutschland und damit auch dem mit Frankreich verbündetem Russland gaben. Genauso wie die Österreicher sich ohne den deutschen Kaiser im Rücken nicht so weit aus dem Fenster gewagt hätten, hätten es wohl die Franzosen und ebenso die Russen nicht getan, ohne sich der Unterstützung Englands sicher zu sein.
In einem reduzierten Blick auf den Zeitpunkt des Ausbruches des Krieges zeigt Ferguson auf, dass den Deutschen in der Situation der Mobilmachung Russlands, der bereits ein Rüstungswettlauf zwischen den Mächten vorausgegangen war, den sie mittelfristig zu verlieren drohten, aus militärischer Sicht letztlich wenig mehr blieb als eine Vorwärtsverteidigung.
Insofern wäre die unzweifelhafte Mitschuld des Deutschen Reiches am Ausbruch des 1. Weltkrieges weniger im Präventivschlag gegen Frankreich und der damit verbundenen Verletzung der Neutralität Belgiens im August 1914 zu suchen, als vielmehr in dem, mit Arroganz und Dummheit gepaarten politischen Hazardeurspiel und diplomatischem Unvermögen des Kaisers und seiner Administration in der Zeit zwischen der Demission Bismarcks und dem Attentat von Sarajewo.
Aber, und gerade das macht Ferguson deutlich, es waren eben nicht nur die Deutschen. Es waren auch die, durch einen seit 1870/71 gehegten Revanchismus getriebenen Franzosen, eine verblendet kriegslüsterne russische Militärführung und eine, von der Angst des fortschreitenden Verlustes der Welthegemonie angetriebene Bündnispolitik der Engländer, welche letztlich den Krieg billigend in Kauf nahmen. Der Krieg wurde so mehr oder weniger zu einem Derivat für Partialinteressen ohne, im Sinne Clausewitzs, klare politische Konzepte der beteiligten Mächte. Der Titel des Buches bezieht sich offensichtlich genau auf diesen Punkt.
Aus den fehlenden politischen Zielen heraus, in Verbindung mit der Eigendynamik der Kriegsführung, entwickelt Ferguson auch seine Sicht zur Beendigung des Krieges. Eine eindeutige militärische Niederlage Deutschlands lag nicht vor, im Gegenteil war Russland 1918 militärisch bereits besiegt. Vielmehr setzte offensichtlich bei den deutschen Soldaten, ausgehend auch vom Stimmungsbild in der Bevölkerung, eine Einsicht über den Selbstzweck des Krieges ein. Wo eigentlich keiner mehr richtig wusste worum es überhaupt noch ging, schwand die Motivation weiter zu kämpfen und zu sterben. Ein schleichender Erkenntnisprozess von unten nach oben, bis in die operative Militärführung hinein.
In Verbindung mit einem drohendem Bankrott der deutschen Staatsfinanzen, damit dem Ausbleiben des Schmierstoffes Geld, war eine Weiterführung des Krieges für das Deutsche Reich weder psychisch noch materiell erfolgversprechend. Insofern wäre die - und das überrascht - von der deutschen Militärführung (Ludendorff, Hindenburg) nach dem Krieg behauptete Dolchstoßlegende nach Ferguson im Kern nicht völlig von der Hand zu weisen. Doch handelte es sich um eine Ludendorffsche, auf Sekundärtugenden gerichtete, rein militärische Sicht unter Missachtung des Primates der Politik. Die durch das Versagen der Reichsführung verursachten politischen, sozialen und wirtschaftlichen Probleme, welche sich durch den Krieg fortschreitend verschlimmerten, wurden dabei als primäre Ursache ausgeblendet.
Die somit durchaus ambivalent zu beantwortende Frage der Schuld am Ausbruch des Krieges steht dagegen in keinem Verhältnis zu dem faktisch alleinigen Abwälzen der Kriegsschuld auf die Deutschen in Versailles.
In der anknüpfenden Frage zur Konditionierung des zweiten durch den ersten Weltkrieg wird durch Neil Fergusons Buch einmal mehr deutlich, wie wenig plausibel die von deutschen Historikern konstruierte These einer, quasi aus einer deutschen Urschuld hervorgehenden historischen Zwangsläufigkeit von Wilhelm II. zu Hitler, bis hin zur Überinterpretation eines zweiten 30igjährigem Krieges, ist. (z.B. Burgdorf/Wiegrebe: Der Erste Weltkrieg. Die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts)
Wäre im historischen Kontext nicht auch von einer gewissen Konditionierung des 1. Weltkrieges durch den deutsch-französischen Krieg 1870/71 auszugehen - müssen wir deshalb jedoch von einem 75-jährigen Krieg sprechen?
Ohne die eindeutige Verantwortung der Deutschen für den 2. Weltkrieg in Frage zu stellen, war es weniger der 1. Weltkrieg, als die psychischen und materiellen Folgen des Krieges in Verbindung mit dem Vertrag von Versailles, die den Nährboden für das gesellschaftliche Umfeld in Deutschland schufen, aus dem dieser hervorgehen konnte.
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Panzer: Die wichtigsten Kampffahrzeuge der Welt vom Ersten Weltkrieg bis heute Philip Trewhitt Gebundene Ausgabe, Juli 2005 Verkaufsrang: 108576 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Jedes Kampffahrzeug in detailgetreuer, farbiger Abbildung. Mit allen technischen Angaben auf einen Blick. Mit seiner spannenden Erfolgsgeschichte. Umfassendes Schlagwortregister. Das ideale Nachschlagewerk.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 1.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)
"Fachlich redigiert:..." 1 von 5 Punkten "Fachlich redigieren = fachlich in Ordnung bringen..." Daß dort genannter Herr dieses Machwerk redigiert haben soll, davon ist im Weiteren wenig zu spüren. So wunderte ich mich als alter Panzergrenadier und ehemals Fahrer eines Schützenpanzer "Marder" beim Lesen der Beschreibung des argentinischen TAM lesen zu müssen: "Die Hülle des TAM basierte auf dem von der deutschen Bundeswehr verwendeten MICV" Auf die unsägliche Übersetzung des Begriffs "hull" will ich gar nicht weiter eingehen, aber daß der Fachmannder diese Übersetzung nochmals redigiert hat, sich nicht einmal die Mühe machte, das Kürzel MICV (Mechanised Infantry Combat Vehicle) zu übersetzen und als Schützenpanzer zu bezeichnen schrei(b)t zum Himmel!!
Interessant auch die Aussage am Ende der Beschreibung:
"Der Panzer wurde bewußt nicht rechtzeitig produziert, um keine Auswirkung auf den Falklandkrieg von 1982 zu haben." Aha! Mit weit aufgerissenen Augen, einem Koboldmaki gleich, sitzt man dann als Leser da und fragt sich, ob die Argentinier den Krieg deswegen verloren haben, weil unerschrockene Arbeiter die Produktion von 1977 bis 1982 verschleppt haben.
Die lustigste Geschichte ist allerdings die des englischen Jagdpanzers Archer, bei der eine äußerst schlecht umgesetzte Notlösung mittels mehr oder weniger literarischer Begabung in eine geniale Ingenieursleistung verwandelt wird. Der Archer hatte seine Kanone aus Schwerpunktgründen- nach hinten gerichtet, weil die Kanone schlicht zu schwer für die kleine "Valentine"-Plattform war und den Panzer nach vorne hätte kippen lassen. Dies beschreibt der Autor für den unbedarften Laien ganz logisch:
"Anfangssorgen über die nach hinten gerichtete Kanone erwiesen sich als grundlos. Die niedrige Silhouette (Anm.: 2,25m!!Selbst die nach diesem Buch angeblich veraltete Selbstfahrlafette Marder II hatte 15 cm weniger Höhe!!! ) war ideal für Hinterhalte und die nach hinten gerichtete Kanone ermöglichte es dem Fahrzeug ohne Umdrehen schnell wegfahren und Vergeltungsschläge vermeiden zu können."
Warum wohl hat ein Panzer die stärkste Panzerung vorne und wozu eigentlich mehrere Rückwärtsgänge? Ich denke, daß er eben NICHT DREHT UND SEIN UNGEPANZERTES HECK mit dem Motor dem Feind zuwendet... Die Unkenntnis, die in dieser naiven Erklärung mitschwingt, läßt darauf schließen, daß der Autor auch Fahrräder zu den Kettenfahrzeugen zählt!
"Self-propelled" wird übrigens regelmässig mit "selbst angetrieben" übersetzt. Ach, der Panzer hat einen eigenen Antrieb und muß nicht geschoben werden? Man lernt nie aus...
Die vielen anderen inhaltlichen und übersetzungstechnischen Fehler wiederzugeben würde zu einem Konflikt mit den Kirchen führen, da diese Aufzählung das Buch der Bücher - die Bibel - um ein Vielfaches an Seiten übersteigen dürfte!
Fazit: Selbst Walt Disneys "Lustige Taschenbücher" vermitteln mehr fundiertes Wissen als dieses militärtechnische Witzblatt.
Absolut NICHT empfehlenswert!!
Weitere Lesermeinungen |
Wir vom Jahrgang 1923 - Kindheit und Jugend Helmut Blecher, Helmut Höncher Gebundene Ausgabe, Oktober 2006 Verkaufsrang: 89627 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Aufgeregt und erwartungsvoll, so blickten wir damals in die Zukunft! Erinnern Sie sich mit uns an die ersten 18 Lebensjahre - an Ihre Kindheit und Jugend!
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Eine wirklich tolle Erinnerung 5 von 5 Punkten Ich habe meinem Opa dieses Buch geschenkt.Der ist jetzt 84 und er war restlos begeistert über die vielen Erinnerungen.Natürlich ist nicht alles genauso wie er es erlebt hat,aber vieles spiegelt die damalige Zeit wieder und er konnte plötzlich wieder Geschichten erzählen,an die er ewig nicht gedacht hat.
Meinem Mann habe ich daraufhin das Buch aus seinem Jahrgang gekauft (1956) und der war ebenso begeistert.
Ein super Geschenk für Leute die schon alles haben und bei denen man nie weiß was man mitbringen soll.
Zu Weihnachten werde ich es meinen Eltern kaufen,das steht schon fest! |
Geo Epoche (mit DVD): Geo Epoche (mit DVD): Geo Epoche : 30-jähriger Krieg, Heft u. DVD-Video: Heft 29/2008: Das Magazin für Geschichte. 1618 - 1648. Vom ... bis um Westfälischen Frieden: Heft 29/2008 Michael Scharper Broschiert, 13. Februar 2008 Verkaufsrang: 62216 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Um Macht und Glauben Der Dreißigjährige Krieg ist die Summe aller Krisen seiner Zeit. Er ist ein deutscher Krieg, ein europäischer Krieg, ein Krieg um Macht und um Religion. In ihm kulminieren Streitigkeiten, die seit Jahrzehnten gären im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation und im restlichen Europa. Eine Generation lang währt das Morden - erst dann gelingt es Diplomaten, das Abendland wieder zu ordnen
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Geo Epoche (mit DVD): Geo Epoche (mit DVD): Geo Epoche : 30-jähriger Krieg, Heft u. DVD-Video: Heft 29/2008: Das Magazin für Geschichte. 1618 - 1648. Vom ... bis um Westfälischen Frieden: Heft 29/2008 Michael Scharper Broschiert, 13. Februar 2008 Verkaufsrang: 62216 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Um Macht und Glauben Der Dreißigjährige Krieg ist die Summe aller Krisen seiner Zeit. Er ist ein deutscher Krieg, ein europäischer Krieg, ein Krieg um Macht und um Religion. In ihm kulminieren Streitigkeiten, die seit Jahrzehnten gären im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation und im restlichen Europa. Eine Generation lang währt das Morden - erst dann gelingt es Diplomaten, das Abendland wieder zu ordnen
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Die Weimarer Republik: Eine unvollendete Demokratie Horst Möller Taschenbuch, Februar 2006 Verkaufsrang: 49403 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Bis heute ist die Frage, wie der Sturz in die Barbarei des Nationalsozialismus möglich war, nur in Ansätzen geklärt. Restlos begreifen wird man die Ungeheuerlichkeit dieser historischen Urkatastrophe vermutlich niemals. Auch wenn dadurch das Ausmaß des Horrors in keiner Weise erhellt werden kann. Schließlich war keiner der nach dem Ersten Weltkrieg neu entstandenen Demokratien dauerhafter Erfolg beschieden. Ohne jedoch das Scheitern der Demokratie von Weimar zu begreifen, wird man das, was ihr nachfolgte niemals auch nur im Ansatz verstehen. Hans Möllers Studie über Die Weimarer Republik, die sich seit ihrem erstmaligen Erscheinen 1985 längst als Standardwerk etabliert hat, gehört deshalb zweifellos zu den vielleicht einem Dutzend Büchern, die für einen zeithistorisch-politischen Minimalbildungskanon ohne Übertreibung absolut unverzichtbar sind. Die mittlerweile siebte Auflage präsentiert sich abermals aktualisiert, an manchen Stellen wohl überlegt gekürzt, an anderen Stellen klug erweitert. Auf den neuesten Stand gebracht wurde das sorgfältig recherchierte und thematisch glänzend sortierte Quellen- und Literaturverzeichnis, das einen hervorragenden Überblick der Forschungsliteratur gibt. Eine Zeittafel und einige wenige, freilich sehr aussagekräftige Tabellen (insbesondere zu den Wahlergebnissen von 1919 bis 1933) runden den unbedingt empfehlenswerten Band ab! --Andreas Vierecke
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Differenzierter und gelungener Blick auf die Weimarer Republik 5 von 5 Punkten Dieses Buch besticht durch die enorme Bandbreite der betrachteten Konstellationen und Interessen, die Einfluss auf die Entwicklung der Republik nahmen, und zwar von Anfang an. Auch die aus dem Kaiserreich als "Hypothek" übernommenen Vorbelastungen finden angemessen Eingang. Mit scharfem Blick zeigt der Autor die Verdienste und Mängel der mehr oder weniger verfassungstreuen Parteien der Mitte auf, porträtiert ihre herausragenden und oft auch tragischen Politiker, so den auch in der SPD gern verkannten Präsidenten Ebert, Rathenau, der Deutschland echte Perspektiven bot, und Stresemann, den sein Engagement Gesundheit und Leben kostete, und analysiert die Haltung des "Volkes" sowohl anhand regionaltypischer Tendenzen als auch mittels der längerfristigen Entwicklung der Gesellschaft und Kultur.
Die Interpretation des Versagens der Demokratie à la Weimar auf der Grundlage einer derart multikausalen Betrachtung ermöglicht einen ungewöhnlich differenzierten Blick auf die beginnende deutsche Katastrophe. Das Buch entschuldigt die Machtergreifung der NSDAP nicht, aber es macht dem Leser jene turbulente Zeit und die Zerrissenheit einer Gesellschaft begreiflich, die von der Revolution 1918 überrascht oder, je nach Standpunkt, enttäuscht worden war. Interessant ist unter anderem die Hervorhebung juristischer Details: Welche Schwächen der Weimarer Verfassung wurden ihr zum Verhängnis? Warum haben die Verfassungsväter, allesamt Demokraten, diese Schwächen zugelassen?
Der unkomplizierte Stil und die sehr gute Allgemeinverständlichkeit des Buchs bieten einen guten Einstieg ins Thema. Selbst wenn Sie sich jedoch als geschichtlich und politisch interessierter Mensch bereits mit der Weimarer Republik befasst haben, wird Ihnen dieses Buch vermutlich eine Reihe neuer und überraschender Erkenntnisse bieten, die sich als wichtige Puzzleteile zum Verständnis der dramatischen und tragischen Jahre für Deutschland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erweisen. |
Buchners Kolleg Geschichte, Ausgabe B, Vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart Jürgen Weber, Bernhard Pfändtner Gebundene Ausgabe, Juli 2007 Verkaufsrang: 54184 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Sehr geeignet 5 von 5 Punkten Ich habe noch kaum ein besseres Geschichtsbuch für den Schulunterricht in Händen gehabt. Die Reihe "Buchners Kolleg Geschichte" stellt wirklich eine gute Arbeitsgrundlage dar. In einem ersten Teil pro Kapitel wird eine Einführung in das Themengebiet gegeben, danach folgen verschiedenartigste Quellen, die das zuvor erklärte belegen und vertiefen und die die unumgängliche Arbeit eines Historikers darstellen: die Quelleninterpretation und Arbeit an historischen Texten. So wird man direkt auf die Arbeiten und Klausuren vorbereitet. Die einführenden Texte sind teilweise etwas spärlich, so daß vom Lehrer doch immer wieder etwas ergänzt werden muß, trotzdem gefällt es mir außerordentlich gut und zählt zu den besseren Schulbüchern für die Oberstufe am Gymnasium. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.) |
Abitur-Wissen Geschichte: Die Weimarer Republik. Abitur-Wissen Geschichte Dr. Hans Joachim Kaiser Taschenbuch, 28. August 2008 Verkaufsrang: 32931 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Historische Fakten und Ereignisse werden prägnant und übersichtlich dargestellt, die historischen Hintergründe beleuchtet.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Super für das schnelle Lernen 5 von 5 Punkten Also ich habe mir dieses Buch gekauft, da ich im Colloquium als Schwerpunktthema "Weimarer Außenpolitik" gewählt habe...
Die Gliederung des Buches erleichtert das schnelle Lernen und ein Vorteil gegenüber den Stoff den man in der Schule lernt: Alles ist chronologisch zusammengefasst...
In dieser chronologischen Weise habe ich dann auch mein Referat abgehalten und ich muss sagen: Minimalster Einsatz (ein Tag für den Schwerpunkt gelernt), maximalste Ausbeute... (naja, das muss sich noch herausstellen)...
Also rein um sich für einen Schwerpunkt vorzubereiten ist dieses Buch sehr geeignet... Um über ein ganzes Jahr mit Informationen ausgestattet zu werden, umfasst es mit der Weimarer Republik natürlich zu wenig Aspekte...
Ich würde das Buch wieder kaufen... =>Empfehlung!
Umfangreich, könnte aber detailreicher sein... 3 von 5 Punkten Der Autor hat in diesem Buch ein sicherlich umfangreiches und übersichtliches Werk zusammengestellt. Die Informationen sind durch Zitate etwas aufgelockert, so daß es nicht nur zum staubtrockenen Lernen herhält. Durch die logische Gliederung in Zeitabschnitte und die Trennung in Außen- und Innenpolitik erhält man die Möglichkeit den Stoff auch wirklich zu verstehen und zu behalten. Über den Teil über das kulturelle Leben in der Weimarer Republik kann man geteilter Meinung sein, für die Vorbereitung zum Abitur ist er einfach nur überflüssig, für das Verständnis der Zeit vielleicht doch recht brauchbar. Was ich in dem Buch vermiße sind Zeittafeln und Zusammenfassungen wichtiger Daten, stattdessen ist das gesamte Buch nur als Fließtext verfasst. Auch einige sicherlich wichtige Daten und Details fehlen einfach komplett. U.a. wird der Kappputsch gänzlich nicht erwähnt, obwohl er doch sehr deutlich die Schwierigkeiten der jungen Republik mit den alten Mächten und die Bedeutung der alten Armee als "Staat im Staat" darstellt. Ebenfalls völlig unerwähnt bleibt der Hitlerputsch, ein wohl ebenfalls wichtiges Kapitel auf dem Weg zur Machtergreifung. Insgesamt handelt es sich um ein recht nützliches Werk, allerdings ist es wohl wegen seiner Lücken eher für das Grundkursabitur als für das im Leistungskurs geeignet. |
Der Zweite Weltkrieg: Texte, Bilder, Dokumente - Gebundene Ausgabe, 2. März 2005 Verkaufsrang: 74583 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Texte, Bilder, Dokumente
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
unbedingt lesen 5 von 5 Punkten es ist beeindruckend und erschütternd zugleich.
Ich habe selten ein Buch über den 2. Weltkrieg gelesen das mich so fasziniert hat.
Es ist ausführlich und leicht verständlich geschrieben und läßt kaum Fragen offen! |
Die Nibelungenreise: Mit dem VW-Bus durchs Mittelalter Eric T. Hansen Taschenbuch, Oktober 2005 Verkaufsrang: 96228 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Eine vergnügliche Reise durch das Mittelalter 5 von 5 Punkten Eric T. Hansen ist mit seinem höchst unterhaltsam und spannend geschriebenen Reisebericht "Die Nibelungenreise" etwas gelungen, das kein anderer je zuvor fertig gebracht hat: mich für das Thema Geschichte oder speziell für das Thema Mittelalter zu begeistern. Da musste mir erst so ein nettes Büchlein wie die Nibelungenreise in die Hände fallen, damit das passieren konnte.
Hansen nimmt seinen Leser mit dem VW-Bus auf seiner Reise quer durch Deutschland mit und lässt uns teil haben an der aufregenden und spannenden Spurensuche nach Persönlichkeiten wie dem berühmt-berüchtigten Piraten Störtebeker, um den sich mittlerweile eine Art Mythos entwickelt hat, der reizenden byzantinischen Prinzessin Theophanu, diversen Kaisern und Herzogen des Mittelalters, und - nicht zu vergessen: Siegfried und viele andere. Der Leser wird zu den spannend-schaurigen Plätzen des Mittelalters, an denen seinerzeit blutige Kämpfe ausgetragen und Thronfolgen entschieden wurden, entführt. Nach dem Lesen des Buches kann auch ich sagen: ja, das Mittelalter ist noch mitten in Deutschland zu finden, man muss nur Hansens Fährte folgen, um es aufzuspüren.
Das Besondere an diesem Buch ist Hansens amüsant-heiterer Erzählstil, der einen gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören lässt, wenn man "Die Nibelungenreise" erst einmal begonnen hat. Immer wieder wechseln sich spannende Szenen seiner erlebnisreichen VW-Busreise mit ebenso spannenden Schilderungen von Szenarien aus dem Mittelalter ab. Da kann das Bestellen eines Frühstücks zur Mittagszeit im kleinen, verschlafenen Örtchen Gernrode genau so zu einer echten Herausforderung werden wie das Übernachten im VW-Bus auf einem einsamen Parkplatz, einzig umgeben von Geräuschen des Waldes und dem Grunzen aufgeregter Wildschweine. Dabei merkt man gar nicht, dass man ganz nebenbei beim Lesen Geschichtsfakten pur in sich aufgesogen hat.
Dieses Buch ist das vergnüglichste Büchlein zum Thema Geschichte/Mittelalter, das mir je in die Hände gefallen ist, und mein Geschichtslehrer wäre sicherlich damals froh gewesen, wenn es dieses spannende und lehrreiche Buch schon zu meiner Schulzeit gegeben hätte. Die Begeisterung für das Mittelalter hätte sich dann nämlich unverzüglich auch bei mir eingestellt, denn Eric Hansen hat mir gezeigt, dass das Thema Mittelalter und Geschichte gar nicht so dröge daherkommt, wie ich immer angenommen hatte, sondern voll spannender und aufregender Abenteuer ist, die es lohnt, erkundet zu werden.
Ein Hawaiianer erfährt das deutsche Mittelalter 4 von 5 Punkten Hansen ist zwar auf Hawaii aufgewachsen, doch irgendetwas scheint fehl gelaufen zu sein: statt zu surfen wurde er zum Mittelalter-Fan. Er zog nach Deutschland, lernte Deutsch, studierte Mediävistik - und er fuhr 2001 mit einem VW-Bus ein Jahr lang quer durch Deutschland zu den spannendsten Mittelalter-Stätten der Republik. Das Ergebnis ist dieses Buch. Die Höhepunkte aus der Zeit 400-1400 hat er herausgepickt und erzählt sie frisch nach. Dazu gehören natürlich das Nibelungenlied, aber auch Anekdoten von der Hanse und den Piraten, den Minnesängern, Karl und Otto, den Großen, die (vergleichsweise kurze) Ritterzeit und vieles mehr.
Das Buch liest sich wunderbar locker, vielleicht gerade, weil Hansen einen anderen Hintergrund hat. Gelungen ist der stete Wechsel zwischen Mittelalter und dem Verlauf der Busreise - Leute, der er getroffen hat, Interviews oder auch mal eine Übernachtung im Stall. Mir hat es spitzenmäßig gefallen. Besonders geeignet halte ich es für Jugendliche und Leute, die einen unkonventionellen Einstieg in das Mittelalter suchen. Doch Vorsicht: Sie werden dann mehr von Agnes, Theophano, Störtebeker & Co. wissen wollen...
Erics amazing middle-aged Germany 5 von 5 Punkten Hochachtung vor dem bizarren Trip, den Eric in Sachen Mittelalter durch Deutschland unternommen hat. Ein "Ami" sucht das Mittel-alter, und er hat es gefunden und erlebt, weniger als Mediävist als vielmehr naturnah erlebt, Hirsebrei essen, im Pagenkostüm des Wolfram von Eschenbach sich am Brunnen waschen, auf Stroh schlafen etc. Er beweist uns, das Mittelalter ist noch unter uns. Vermittelt Wissen in amüsanter, leichter, lockerer Form - - -sehr gelungen für middle-age Fans und nicht nur für middle-aged Leser. Bravo, Eric!!!
Lest die Nibelungenreise! 5 von 5 Punkten DIE NIBELUNGENREISE von Eric Hansen ist eins dieser Bücher, die man nachts mit der Taschenlampe unter der Bettdecke weiterliest, weil man nicht aufhören kann. Eric Hansen schreibt all das, was man sich selbst schon mal über das Mittelalter überlegt hat, aber so wie man es selbst nie formulieren könnte. Und die Übersetzung ist phantastisch! Zwar hat das Buch eine amerikanische "Seele" - aber die Formulierungen sind so perfekt ins Deutsche transportiert, daß ich schon allein deswegen beim Lesen oft in Gelächter ausgebrochen bin. Es hat unglaublichen Spaß gemacht, das Buch zu lesen!
Was Sie schon immer über Deutschland wissen wollten. 5 von 5 Punkten Ein Hawaiianer mormonischen Glaubens, der seit seiner Kindheit für das deutsche Mittelalter schwärmt? Merkwürdig, könnte man denken. Erfährt man jedoch, dass die Deutschlehrerin dieses Hawaiianers dessen erste Liebe war und besagter Insulaner keineswegs wie einer jener Ureinwohner daherkommt, die bei „Magnum" manchmal durch das Bild laufen, sondern vielmehr ein stämmiger Blonder mit dem ganz und gar unhawaiianischen Namen Eric T. Hansen ist, rückt das Buch „Die Nibelungenreise" wieder in den Bereich des Begreifbaren. Eric Hansen ließ Amerika, seine Kirche und schließlich seinen gutbezahlten Job als Deutschland-Korrespondent des „Hollywood-Reporter" hinter sich, sagte seiner hübschen Freundin „see you later" und machte sich auf, seinen Traum zu verwirklichen: die Suche nach dem Mittelalter. Ein VW-Bus, vom Konzern gesponsert, diente als Vehikel für eine einjährige Reise durch Deutschland, Österreich und Ungarn, eine erhellende Reise zu den Helden jener vermeintlich „dunklen" Zeit: Siegfried und Kriemhild, die kindliche Kaiserin Theophanu, der legendäre Störtebeker und - Hansens Liebling - Walther von der Vogelweide. Auf seiner Suche nach der Gegenwart der Vergangenheit begegnet Hansen Menschen aller Couleur, Archivaren und Freaks, Rentnern und Türken, Gastwirten und Laiendarstellern, alle verbunden durch die gemeinsame Sehnsucht nach der Zeit der Ritter und der Kaiserherrlichkeit. Und er begegnet sich selbst. „Die Nibelungenreise" ist der humorvolle und doch unbestechliche Blick eines Amerikaners auf die Deutschen, persönlich und allgemeingültig zugleich, hinreißend geschrieben und wunderbar übersetzt. Eine Antwort auf die Frage, wie es möglich ist, dass ein Hawaiianer Deutschland zu seiner Heimat macht. |
Das RAF-Phantom Ekkehard Sieker, Gerhard Wisnewski, Wolfgang Landgraeber Broschiert, April 2008 Verkaufsrang: 85732 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Autoren decken auf, wie die dritte Generation der RAF zum nützlichen "Staatsfeind Nummer eins" gemacht wurde. Ihre Recherchen belegen: Die Ergebnisse der Ermittlungsbehörden sind voller Widersprüche. Auf viele Fragen gibt es bis heute keine plausible Antwort, Zweifel an der offiziellen Version der Dinge sind mehr als berechtigt. Topaktuell!
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
Die Abgründe Deutschlands 5 von 5 Punkten Verschwörungstheorien überschwemmen die Welt, und tatsächlich wird viel Quatsch produziert, der sich mit angeblichen Enthüllungen gut verkaufen will, doch diese hier wird im Ausland schon seit längerem und mittlerweile auch von einheimischen Experten als die wahrscheinlich richtige angesehen: die 3.Generation der RAF ab 1984 gab es nicht. Vielmehr wurde der Name für Anschläge durch diverse Geheimdienste missbraucht und die deutsche Bevölkerung gezielt fehlinformiert. Das betrifft u.a. die spektakulären Attentate auf Treuhand-Chef Rohwedder und Deutsche Bank-Vorstand Herrhausen (!).
Gerhardt Wisnewski und seine Kollegen sind in diesem bereits 1992 erschienenen Buch den konkreten Beweisen sehr systematisch und sorgfältig nachgegangen. Schon ab der 2.Generation wird die Beweislage in einigen Fällen sehr dürftig und und entfällt schließlich bis auf den beliebig kopierbaren Bekennerbrief ganz. In einigen Fällen gab es sogar Protestbriefe der "richtigen" RAF, die sich über den Missbrauch des RAF-Logos durch den Verfassungsschutz beschwerte.
In der 2.Hälfte gehen die Autoren auf mögliche Urheber ein. Mindestens bei einem "RAF"-Sprengstoffanschlag auf das Celler Gefängnis (Celler Loch) kam die Organisation durch den VS, GSG-9 und deutsche Behörden selbst peinlich ans Licht. Eine richtige Posse - die systematische Irreführung der Bevölkerung muss man einfach gelesen haben. Und im Fall Alfred Herrhausen, der mit seinem Vorschlag zur Milliarden-Entschuldung der Dritten Welt eher linke Ziele verfolgte, kamen seine Feinde von ganz anderer Seite. Nicht nur die technische Perfektion des Attentats per Hohlmantel-Geschoss und neuester CIA-Technik, die in dieser Präzision selbst für ausgebildete Sprengmeister eine Höchstleistung darstellt, ist absolut professionelle Arbeit. Das Attentat durch einen Königsschuss per Scharfschütze auf Treuhandchef Rohwedder ist ähnlich widersprüchlich. Rohwedder hatte sich gegen Abwicklung und Ausverkauf der DDR gestellt und stand westlichen Konzerninteressen im Weg. Es ist geradezu paradox, dass hochintelligente Terroristen (siehe Essays von Meinhof, "Die Würde des Menschen ist antastbar"), die mit ihrem Einsatz gegen (damals Vietnam-) Krieg, Turbokapitalismus und gegen US-Imperialismus heute sicher viele Sympathisanten hätten, ausgerechnet diese Leute umgebracht haben sollen.
Wisnewskis Vermutung passt auch zu der Entführung des italienischen Präsidenten Aldo Moro 1978, die frappierende Ähnlichkeit zur Schleyer-Entführung aufweist (siehe u.a. Blondiau, Der Tod auf Bestellung und Kellmann, Der Staat lässt morden). Der 'italienischen RAF', den Roten Brigaden, konnten Verbindungen und Unterstützung durch die Politik nachgewiesen werden. Auf jeden Fall eignet sich Terror, am besten selbst inszenierter, hervorragend, um die Kontrolle über den Staat zu halten und immer rigidere "schützende" Überwachungsmaßnahmen zu installieren. Dem Vorwurf "Verschwörungstheorie" hält Wisnewski entgegen, dass die offizielle Version der RAF auch nur eine Verschwörungstheorie ist. Ein sehr offenbarendes Buch.
Weitere Lesermeinungen |
Die Fugger in ihrer Zeit Franz Herre Gebundene Ausgabe, 15. Juli 2005 Verkaufsrang: 65463 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Geschichte der Fugger ist eine der großen europäischen Erfolgsgeschichten. Der renommierte Biograph Franz Herre macht die Epoche von Maximilian I. und seinem Enkel Karl V. mit ihren Kämpfen um Reformation und Neue Welt anschaulich und nachvollziehbar. Damals wurde Weltgeschichte in Augsburg geschrieben. Einer der Klassiker unter den Augsburger Geschichtsbüchern von einem der namhaftesten Autoren historischer Biographien. 12., aktualisierte und neu illustrierte Auflage in Farbe (31.35. Tausend), mit 91 Abbildungen, großenteils aus Privatbesitz. Zum Autor: Franz Herre, geboren 1926, gilt als Verfasser herausragender historischer Biographien. In seinen Büchern verbindet sich ausgezeichnete Lesbarkeit mit wissenschaftlich fundierter Darstellung. U.a. erschienen von ihm "George Washington" (1999) sowie "Napoleon Bonaparte" (2003) und "Ludwig II." (2004).
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Informativer und kompakter Bildband 5 von 5 Punkten Herre erzählt anschaulich von dem kometenhaften Aufstieg der Augsburger Fugger ab 1367, den Zusammenbrüchen 1556-1584 und dem Stand heute. Innerhalb von nur 3 Generationen wurden die Fugger zum größten privaten Handelskonzern der Welt, zum Großinvestor und zum wichtigsten Financier der Habsburger. Herre zeigt auf, wie eng die Entwicklungen an das Schicksal der Habsburger verknüpft waren: mit ihren Krediten nahmen die Fugger 200 Jahre lang massiv Einfluss auf die Politik und konnten so ihre hochprofitablen Rohstoff- und Handels-Monopole aufbauen und sichern. Nach Verlust der Habsburger Vormachtstellung und erheblichen Kreditausfällen gingen allerdings viele der Fugger-Firmen Bankrott. Die heutige Fugger-Bank wurde erst 1954 gegründet.Der Bildband ist relativ klein und dünn (126 Seiten), enthält aber viele Informationen und S/W-Bilder. Auch die historischen Hintergründe wie der Frühkapitalismus, die Politik, die Entdeckung Amerikas oder die Entwicklung des venezianischen Bankgeschäfts werden gut vermittelt. Ideal als schneller Einstieg in diesen interessanten Teil deutscher Wirtschaftsgeschichte.
Empfehlenswerter Einstieg in die Geschichte der Fugger 5 von 5 Punkten Das Buch stellt in kurzen und übersichtlichen Kapiteln den Werdegang der Fugger-Familie dar. Die Verflechtung der Fugger in das Zeitgeschehen von damals bis heute wird anschaulich geschildert. Der Leser wird nicht mit historischen Daten zugeschüttet. Es wird vielmehr eine Geschichte erzählt und man hat die Chance hinterher auch noch zu behalten was man gelesen hat. Um einen ersten Einblick in die Geschichte der Fugger zu erhalten ist dieses Buch unbedingt empfehlenswert. |
Komponisten im Nationalsozialismus - 8 Portraits Michael H. Kater Gebundene Ausgabe, Oktober 2004 Verkaufsrang: 50875 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der kanadische Historiker Michael H. Kater durchleuchtet die Biographien von Werner Egk, Paul Hindemith, Kurt Weill, Karl Amadeus Hartmann, Carl Orff, Hans Pfitzner, Arnold Schnberg, Richard Strauss und untersucht ihre Lebensumstnde insbesondere in den Jahren zwischen 1933 und 1945. Durch zahlreiche Dokumente und die Erinnerungen von Angehrigen, Nahestehenden und Zeitzeugen gelingt es ihm, die Arbeitsbedingungen der Komponisten whrend des Nationalsozialismus auáerordentlich lebendig und in ihrer ganzen Widersprchlichkeit darzustellen. Welchen Weg schlugen die teils bekannten, teils berhmten Musikschaffenden ein? Passten sie sich der nationalsozialistischen Ideologie an? Arrangierten sie sich mit dem NS-Regime? Widerstanden sie dem Nazismus oder lieáen sie sich korrumpieren? Wie lebten sie im Exil? Und hinterlieá dies Spuren in ihrer Musik? Und schlieálich: Wie verliefen ihr Leben und ihre Laufbahn nach 1945?
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Geschichte Preußens Monika Wienfort Broschiert, 29. August 2008 Verkaufsrang: 52167 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Dieser Band bietet einen Gesamtüberblick der Entwicklung Preußens von den mittelalterlich-territorialen Wurzeln über die Phase der Aufklärung und des Nationalismus bis zu den letzten Krisen und der Auflösung Preußens im 20. Jahrhundert. Die Autorin zeigt Preußens Aufstieg zur Macht in Mitteleuropa, sie schildert aber auch ein "anderes" Preußen, die Formen nicht-staatlicher Modernisierung und politischer Partizipation sowie die Entwicklung einer eigenen Kultur.
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Der verbotene Stadtteil: Stasi-Sperrbezirk Berlin-Hohenschönhausen Peter Erler, Hubertus Knabe Taschenbuch, Januar 2005 Verkaufsrang: 8897 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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