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Seite 17

Deutsche Kolonien: Traum und Trauma - Gisela GraichenDeutsche Kolonien: Traum und Trauma
Gisela Graichen, Horst Gründer

Broschiert, April 2007
     Verkaufsrang: 126660      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Vergleichsweise spät erst schwang sich Deutschland in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts doch noch zur Kolonialmacht auf, nachdem in den Jahrzehnten zuvor sämtliche in diese Richtung gehenden Versuche vergeblich geblieben waren. Und umso schneller war der Spuk dann auch schon wieder vorbei: Während die großen Kolonialmächte sich erst in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg zögerlich und nicht selten schmerzvoll von den meisten ihrer überseeischen Besitzungen trennten, war die deutsche "Entkolonialisierung" mit dem Versailler Vertrag schon nach dem Ersten Weltkrieg unfreiwillig mit einem Schlag vollzogen. Was in den Jahrzehnten nach 1919 im eigenen Lande folgte -- in katastrophischer Zuspitzung im Nationalsozialismus -- ließ die deutsche Kolonialgeschichte für die historische Forschung bis in die jüngste Gegenwart vergleichsweise unbedeutend erscheinen. Und so findet man nur vergleichsweise wenig wissenschaftliche Literatur zu diesem gleichwohl äußerst spannenden Thema. Auch populäre Darstellungen der deutschen Kolonialgeschichte sind rar gesät. Der aufschlussreiche Band von Gisela Graichen und Horst Gründer schließt deshalb wirklich eine Lücke.

Die Autoren erzählen die Deutsche Kolonialgeschichte samt ihrer Jahrhunderte dauernde Vorgeschichte. Schon im 16. Jahrhundert nämlich waren deutsche Konquistadoren, Kanoniere und Kaufleute im Dienst der Spanier und Portugiesen in deren sehr viel größeren Welt unterwegs. Und sie trugen die Kunde von den zu erobernden Reichtümern auch nach Hause. Ein "Präludium" erlebte die deutsche Kolonialgeschichte gar schon 1669, als es dem hanauischen Hofrat Becher gelang, von der Holländisch-Westindischen Kompanie eine "Kolonie" zu kaufen: Immerhin "ein Gebiet von über 3000 Quadratmeilen an der Nordostküste Südamerikas". Hanau selbst umfasste damals gerade 44 Quadratmeilen. Ein enormer Landgewinn also. Die Autoren schildern auch die in Deutschland sehr kontrovers geführte Diskussion, ob man Kolonien überhaupt "brauche". Und sie führen uns dorthin, wo dann die deutschen Kolonialträume ihre Blüten trieben: Nach Südwestafrika etwa, Neuguinea, Samoa, Kiautschou oder Kamerun. Auch der Umgang mit dem kolonialen Erbe während der Weimarer Republik und die völkisch-kolonialistischen Wahnideen der Nationalsozialisten werden behandelt. Eine wirklich umfassende Kolonialgeschichte also, versehen mit zahlreichen Abbildungen und Karten, einer Auswahlbiographie und einem ausführlichen Register. -- Andreas Vierecke

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)

Traum und Trauma der Deutschen Kolonialgeschichte      4 von 5 Punkten
Dieses Buch habe ich im Rahmen einer Hausarbeit als Quelle genutzt.
Ich fand darin wichtige Daten und Fakten und konnte mich daher sehr gut mithilfe dieses Buches über das Thema informieren.
Einziger Makel sind die Abbildungen: Es gibt kein einziges Farbfoto, die Bilder sind in hässlichem grüngrauweiß gehalten.
Aber ansonsten, 4 verdiente Punkte!


 Weitere Lesermeinungen



Ökonomie der Zerstörung: Die Geschichte der Wirtschaft im Nationalsozialismus - Adam ToozeÖkonomie der Zerstörung: Die Geschichte der Wirtschaft im Nationalsozialismus
Adam Tooze

Broschiert, Juli 2008
     Verkaufsrang: 75593      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 18,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Ein Meilenstein der NS-Forschung
Adam Tooze entwirft in seiner fulminanten Gesamtdarstellung der nationalsozialistischen Wirtschaft eine neue Sicht auf die Geschichte des »Dritten Reichs« und den Zweiten Weltkrieg. Er weist nach, dass Hitlers Weg zur Macht, seine »Erfolge« vor 1939 und alle seine Entscheidungen während des Kriegs stets von wirtschaftlichen Interessen mitbestimmt wurden.
Die Vorstellung, das »Dritte Reich« sei gleichsam ein unaufhaltsamer Panzer gewesen, angetrieben von einer heiß laufenden Wirtschaft, galt lange Zeit als eine zentrale Erklärung für den Verlauf der Geschichte des Nationalsozialismus. Doch diese Grundannahme ist falsch, wie Adam Tooze überzeugend zeigen kann. Deutschland war nie stark genug, um Europa zu beherrschen und England, die Sowjetunion oder gar die USA dauerhaft zu besiegen. Richtig jedoch ist, dass wirtschaftliche Überlegungen die nationalsozialistische Politik ab 1933 stark beeinflusst haben. Hitlers Weltbild war nicht nur politisch und rassenbiologisch, sondern in hohem Maße auch ökonomisch geprägt. Deutschland sollte nicht nur eine militärische, sondern auch eine wirtschaftliche Supermacht werden, koste es, was es wolle. Dieser rücksichtslose Plan war von vornherein zum Scheitern verurteilt, doch vermochte er den halben Kontinent zu verwüsten und Millionen von Menschenleben zu vernichten. Mit seinem Buch legt Adam Tooze eine Geschichte der Wirtschaft im nationalsozialistischen Deutschland vor, die einen neuen Blick auf das Herrschaftssystem des »Dritten Reichs« und den Verlauf des Zweiten Weltkriegs eröffnet. Die erste umfassende Wirtschaftsgeschichte des »Dritten Reichs«. Ein Standardwerk.



Besonders klar wird bei Tooze, dass der Krieg - obwohl politisch von Anfang an von Nazis und Teilen der Reichswehr gewollt - auch eine direkte Folge des in den deutschen politischen Eliten vorherrschenden Autarkie- und daraus folgenden wirtschaftlichen Regulierungs- und Lenkungswahns war. Ohne Handel (und die durch sie erzeugten Devisen) gab es Zugang zu lebensnotwendigen internationalen Rohstoffen und Arbeitskraeften aber nur gegen Gewalt. Eine Strategie der Importsubstitution war fuer ein mittelgrosses Land, wie Tooze eindrucksvoll Sektor fuer Sektor nachweist, zum Scheitern verurteilt. Ohne funktionierenden Preismechanismus und unter einer ideologisch gefuehrten, rigiden staatlichen Planwirtschaft wurden das knappe vorhandene Real- und Humankapital in gigantischer Art und Weise verschwendet: anstatt, wie die USA, diese Faktoren mit sanften staatlicher Anreizen in dauerhaften Konsum (in den 30er Jahren v.a. Wohnungen und Verkehr) zu lenken und so angetrieben von den Konsumenten aus der Weltwirtschaftskrise zu wachsen, verpulverte Deutschland seine - und spaeter die von den europaeischen Nachbarn geraubten - Ressourcen in einem anachronistischen Ruestungswettlauf, den es nur verlieren konnte.

Nur wenige, wie Carl Goerdeler, stellten sich der Logik des nach innen und aussen zur Aggression verdammten Autarkiestaates entgegen. Ihre Namen werden in der allzu oft auf metaphysischer Ebene stattfindenden deutschen Debatte weitgehend vergessen. Mit Lust gibt man sich hierzulande etwa Goetz Aly's These vom raubenden Volksstaat hin. Der Wahrheit naeher duerfte aber Tooze kommen, der Raub und Mord treffend als die haesslichen Geschwister von Mangelwirtschaft und Knappheit identifiziert.

Mit seiner Kernthese bietet dieses hervorragend geschriebene Buch damit auch noch fuer das heutige, in vielerlei wirtschaftlichen Lenkungsdebatten verharrende Deutschland reiche Lehren. Vor allem die eine: politische Eliten ohne Bezug zur wirtschaftlichen Realitaet und entsprechendes Verstaendnis sind im besten Fall ein teuerer Luxus, mit Ideologie und Aggressivitaet gepaart sind sie brandgefaehrlich.



Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Ein wichtiges Buch, auch fuer das heutige Deutschland      5 von 5 Punkten
Tooze beschreibt eindrucksvoll am Beispiel der Wirtschaftsgeschichte der Nazizeit das auch noch heute latent vorhandene deutsche Dilemma: die Probleme eines wirtschaftlich und politisch Halbstarken, die eigenen Kraefte, die damit zusammenhaengende Notwendigkeit der Einbettung in die internationale Wirtschaft sowie die Konsequenzen fuer ihre Wirtschafts- und Aussenpolitik richtig einzuschaetzen.

Besonders klar wird bei Tooze, dass der Krieg - obwohl politisch von Anfang an von Nazis und Teilen der Reichswehr gewollt - auch eine direkte Folge des in den deutschen politischen Eliten vorherrschenden Autarkie- und daraus folgenden wirtschaftlichen Regulierungs- und Lenkungswahns war. Ohne Handel (und die durch sie erzeugten Devisen) gab es Zugang zu lebensnotwendigen internationalen Rohstoffen und Arbeitskraeften aber nur gegen Gewalt. Eine Strategie der Importsubstitution war fuer ein mittelgrosses Land, wie Tooze eindrucksvoll Sektor fuer Sektor nachweist, zum Scheitern verurteilt. Ohne funktionierenden Preismechanismus und unter einer ideologisch gefuehrten, rigiden staatlichen Planwirtschaft wurden das knappe vorhandene Real- und Humankapital in gigantischer Art und Weise verschwendet: anstatt, wie die USA, diese Faktoren mit sanften staatlicher Anreizen in dauerhaften Konsum (in den 30er Jahren v.a. Wohnungen und Verkehr) zu lenken und so angetrieben von den Konsumenten aus der Weltwirtschaftskrise zu wachsen, verpulverte Deutschland seine - und spaeter die von den europaeischen Nachbarn geraubten - Ressourcen in einem anachronistischen Ruestungswettlauf, den es nur verlieren konnte.

Nur wenige, wie Carl Goerdeler, stellten sich der Logik des nach innen und aussen zur Aggression verdammten Autarkiestaates entgegen. Ihre Namen werden in der allzu oft auf metaphysischer Ebene stattfindenden deutschen Debatte weitgehend vergessen. Mit Lust gibt man sich hierzulande etwa Goetz Aly's These vom raubenden Volksstaat hin. Der Wahrheit naeher duerfte aber Tooze kommen, der Raub und Mord treffend als die haesslichen Geschwister von Mangelwirtschaft und Knappheit identifiziert.

Mit seiner Kernthese bietet dieses hervorragend geschriebene Buch damit auch noch fuer das heutige, in vielerlei wirtschaftlichen Lenkungsdebatten verharrende Deutschland reiche Lehren. Vor allem die eine: politische Eliten ohne Bezug zur wirtschaftlichen Realitaet und entsprechendes Verstaendnis sind im besten Fall ein teuerer Luxus, mit Ideologie und Aggressivitaet gepaart sind sie brandgefaehrlich.



Canaris: Hitlers Abwehrchef - Michael MuellerCanaris: Hitlers Abwehrchef
Michael Mueller

Broschiert, November 2007
     Verkaufsrang: 67297      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Das Rätsel um Canaris      4 von 5 Punkten
Dass Wilhelm Canaris eine für den Widerstand bedeutende Figur darstellte, macht diese Biografie deutlich. Sie zeigt aber Canaris ebenso als erfolgreichen Abwehrchef, der mit SS und Partei um das Monopol bei der Geheimdienstarbeit erbittert konkurrierte.
Aus dem relativ bescheidenen Quellenbestand hat der Autor vertrauenswürdiges Material zusammengetragen, das nicht nur Canaris so gut wie möglich porträtiert, sondern auch dem Verständnis des Lesers bezüglich der scheinbar schwer entwirrbaren persönlichen und beruflichen Beziehungen zwischen manchen Wehrmachts-, SS- und Parteigrößen dient - kein Wunder, stand doch Canaris immer im Zentrum der Macht. Aus dieser Perspektive und dem zum Teil aus erst in jüngster Zeit geöffneten englischen Archiven stammenden Quellenmaterial resultiert auch manche neue Erkenntnis über den von Hitler aufgebauten komplexen und von Redundanzen und entsprechenden Intrigen geprägten Machtapparat.
Canaris, der selbst sehr wenig an schriftlichen Aufzeichnungen hinterlassen hat, bleibt in mancherlei Hinsicht rätselhaft. Nur schwer lässt sich erfassen, was der Admiral eigentlich wollte, der sich im Kriegsdienst für den Kaiser ausgezeichnet hatte und den Führer bald als eine Gefahr für Deutschlands Überleben erkannte. Recht klar erweist sich hingegen anhand der Lektüre, wo Canaris' Schwachpunkte und Gründe für sein dramatisches Scheitern lagen, sofern sie nicht bei den Kollegen aus dem Widerstand zu suchen sind.
Canaris wird als kühner, hochintelligenter, diplomatisch höchst geschickter und unerschrockener Diener seines Landes charakterisiert, ebenso jedoch auch als ein Mensch, der dazu neigte, sich zu überlasten und dann in Depressionen zu verfallen. Hin und wieder schiebt der Autor, freilich deutlich gekennzeichnet, Aussagen von Zeitgenossen ein, die nicht unbedingt vertrauenswürdig wirken, jedoch, sollten sie korrekt sein, manchen Widerspruch in Canaris' Porträt auflösen könnten. Ein schwieriger Protagonist ist Canaris, der sich dem Historiker wie dem Leser konsequent zu entziehen scheint. Die Fotos, die auf mehreren Seiten in der Mitte des Buchs Canaris und Menschen in seiner Umgebung zeigen, vermitteln den Eindruck eines ruhigen, zurückhaltenden, eher introvertierten Menschen.
Auch wenn die Persönlichkeit Wilhelm Canaris also ein wenig geheimnisvoll bleibt, vermag diese Biografie die Bedeutung von Hitlers Abwehrchef und seine zwiespältige Funktion sehr gut wiederzugeben und den Weg des Bürgersohnes hin zur Marine und schließlich zu einer zentralen Position im NS-Staat schlüssig nachzuzeichnen. Trocken wirkt das Buch an keiner Stelle, weshalb es sich auch für am Thema interessierte Nicht-Historiker als sehr informative und spannende Lektüre eignet.

Zentraler Punkt nicht geklärt      2 von 5 Punkten
In zwei Werken* stellt Wilfred von Oven Admiral Canaris als
britischen Spion dar. Er führt hierfür zahlreiche Indizien an,
insbesondere Canaris' Einwirken auf Franco, bleibt aber letzlich
Beweise schuldig. Als ich bei Amazon Michael Muellers neue Biographie entdeckte, habe ich daher freudig zugegriffen. Zu meiner Enttäuschung erwähnt Mueller von Oven nicht einmal bibliographisch. Auch sonst schreibt er am Thema entlang, ohne
auf den zentralen Punkt einzugehen. Das Buch ist wegen erstaunlich vieler neuer Details trotzdem lesenswert.
* Hitler und der spanische Bürgerkrieg ISBN 387847038X
Wilhelm Canaris. Der Admiral und seine Mitverantwortung am
Verlauf des Krieges ISNB 3920722663


Hans Frank: Hitlers Kronjurist und Generalgouverneur - Dieter SchenkHans Frank: Hitlers Kronjurist und Generalgouverneur
Dieter Schenk

Broschiert, Juni 2008
     Verkaufsrang: 179595      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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((Klappe links))
Die Biographie eines fanatischen NS-Karrieristen: In der "Kampfzeit" vertrat Hans Frank seinen "Führer" vor Gericht; 1933 wurde er bayerischer Justizminister und Reichskommissar für die Gleichschaltung der Justiz. Gnadenlos "säuberte" er seinen eigen Berufsstand und machte als Reichsminister (ab 1934) und Präsident der von ihm gegründeten Akademie für Deutsches Recht das Unrecht zur Geschäftsgrundlage des NS-Staates. 1939 wurde er Generalgouverneur im besetzten Polen. Er war besessen von Prunk und Pomp und zählte zu den korruptesten Führern des Dritten Reichs. Weil er auch am millionenfachen Mord an Juden und anderen "Missliebigen" beteiligt war, wurde er 1946 in Nürnberg als Hauptkriegsverbrecher angeklagt und am 10.6.1946 hingerichtet.
((Klappe rechts))
Dieter Schenk, geboren 1937 in Frankfurt am Main. Seit 1963 Karriere bei der Polizei: 1963-1971 im hessischen Landeskriminalamt, 1971/72 Polizeiführungsakademie, 1973-1979 Leiter der Kriminalpolizei im Polizeipräsidium Gießen, 1980-1988 Kriminaldirektor im Bundeskriminalamt (BKA). - 1989 verließ er das BKA wegen unüberbrückbarer Gegensätze. Seitdem ist er als freier Autor und Berater in Funk und Fernsehen hervorgetreten und als Autor zahlreicher Bücher. 1998 wurde er Honorarprofessor in Lodz/Polen. Zahlreiche Auszeichnungen, u. a. mit dem Bundesverdienstkreuz (1998) und dem Fritz-Bauer-Preis der Humanistischen Union 2003.
((Autorenfoto)) Foto: privat
Buchveröffentlichungen u. a.: "Der Chef. Horst Herold und das BKA" (1998), "Hitlers Mann in Danzig. Gauleiter Albert Forster und die NS-Verbrechen in Danzig-Westpreußen" (2000), "Auf dem rechten Auge blind. Die braunen Wurzeln des BKA" (2001; als Taschenbuch bei Fischer unter dem Titel "Die braunen Wurzeln des BKA", 2003), "Wie ich Hitler Beine machte. Eine Danziger Polin im Widerstand" (2003).
Umschlagfoto: Hitlers und sein Verteidiger Hans Frank verlassen am 10.6.1930 das Gerichtsgebäude in Schweidnitz (Ullstein)


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 2.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Enttäuschender Banalüberblick      2 von 5 Punkten
Schön zunächst, dass sich ein Buch überhaupt einmal Hans Frank angenommen hat. Meiner Meinung nach sind die Politiker aus der zweiten Reihe noch zu wenig in den historischen Biografien vertreten.

Aber dann. Dieter Schenk ist kein Schriftsteller und kann mit deutscher Sprache in etwa so gut umgehen wie ich mit einer Melkmaschine. Nämlich gar nicht. Die etlichen, sprachlich völlig vermurksten Satzfragmente sind eine echte Qual. So wie Schenk möglichst Effekt heischende Wörter zu einem Gebilde zusammen setzt, kann das auch jeder Fünftklässler.

Teilweise hat der Autor sich auch mehrfach verzettelt. So wird Franks Politik der Judenverfolgung mit der Unterdrückung der Polen wild gemixt - und das gleich in mehreren Kapiteln hintereinander. Dann reißt Schenk ein Thema an, nur um es im nächsten Augenblick absterben zu lassen. Brigitte Frank kommt etwa vorne mal kurz vor, wird dann hinten weitergeführt, aber der Leser erfährt eigentlich nichts, außer das Frau Frank korrupt, machtgeil und verschlagen war.

Dass Frank in Schenks Buch als reine Witzfigur dargestellt wird, der jeglicher Schrecken fehlt, ist eine Schwachstelle. Dass die Schrift jedoch stets im Ungefähren bleibt, kann nur als völlig abstrus bezeichnet werden. "Frank könnte", "Möglicherweise", "Frank war wahrscheinlich" und so weiter. Harte Fakten bleiben außen vor. Wenn es kritisch wird (insbesondere bei der Rolle von Franks Raubzügen durch die polnische Kunst) versteckt sich das Werk hinter nebulösen Formulierungen. Es hätte so oder so sein können. Nichts genaues weiß man jedenfalls nicht.

Ein letzer Minuspunkt geht an die sehr grenzwertige Anbiederung an Franks Sohn Niklas. Gerade er hat ja mit reichlich kontroversen Büchern (um nicht das Attribut "Ekelhaft" gebrauchen zu müssen) das moralische Fallbeil auf den Vater (und die Mutter) sausen lassen. Dass man hier noch Niklas Franks hasserfüllte Thesen zu seinen Eltern übernimmt, befremdet.

Kurzum: Ein Stern für die Bereitschaft, ein Buch über den Generalgouverneur Frank zu schreiben. Eine vielfach seltene Bildauswahl sorgt für den zweiten.



PastFinder München 1933 - 1945. Stadtführer zu den Spuren der Vergangenheit - Maik KopleckPastFinder München 1933 - 1945. Stadtführer zu den Spuren der Vergangenheit
Maik Kopleck

Taschenbuch, 1. März 2005
     Verkaufsrang: 89572      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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München nahm als Hauptstadt der Bewegung mit dem Sitz des NSDAP-Verwaltungsapparates und der so genannten Führerbauten eine Sonderstellung im Dritten Reich ein. Hitler stieg von hier aus zum Diktator auf. Während des Krieges entwickelte sich die Region zu einem der wichtigsten Standorte für die Rüstungsindustrie. KZ-Häftlinge errichteten Bunker in den Wäldern der Umgebung, in denen die Waffen für den Endsieg produziert werden sollten. Mit den Flugblattaktionen der Weißen Rose und dem Attentatsversuch des Georg Elser wurde München auch zu einem Zentrum des Widerstandes. Heute sind viele der geschichtsträchtigen Orte kaum wiederzuerkennen. Die oft unscheinbaren Hinweistafeln fallen nur wenigen auf. Der PastFinder stellt alle wichtigen Schauplätze der NS-Geschichte in München und Umgebung vor und macht sie anhand eines vierfarbigen Leitsystems und mehrerer Karten wieder auffindbar.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Spitze!      5 von 5 Punkten
Mein erstes Buch dieser Serie war das ueber Berlin, danach habe ich alle anderen dazu bestellt.Es sind die besten Buecher die ich je gekauft habe.Der Autor beschreibt in einfachen und verstaendlichen Woertern jeden Ort, jede Anzeige, jede Strasse oder Tabelle die mit der Geschichte im Krieg zu tun hat. Absolut empfehleswert und fuer Menschen die Geschichte interessiert,ein muss!
Danke an den Autor


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Die preußischen Königinnen - Karin Feuerstein-PraßerDie preußischen Königinnen
Karin Feuerstein-Praßer

Taschenbuch, September 2003
     Verkaufsrang: 59852      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Es war durchaus kein leichtes Schicksal, das die preußischen Königinnen im »Männerstaat« Preußen zu bewältigen hatten. Gleichwohl gelang es einigen von ihnen, sich Freiräume zu schaffen – beispielsweise der »Philosophin auf dem Thron«, Sophie Charlotte von Hannover, und der bis heute wohl populärsten preußischen Königin, Luise von Mecklenburg-Strelitz. Andere wiederum litten unter den höfischen Intrigen und der Mißachtung ihres Gemahls oder konnten sich nur durch Lügen oder Heuchelei behaupten. Unterhaltsam und mit großer Sachkenntnis erzählt Karin Feuerstein-Praßer vom Leben der sieben preußischen Königinnen. – »Wer sich für Geschichte interessiert und für Frauenschicksale der etwas besonderen Art, wird an dieser Lektüre viel Vergnügen haben.« Aachener Nachrichten

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Lesenswert !      5 von 5 Punkten
Wenn ich an meinen Geschichtsunterricht in der Schule denke, so fällt mir beim Thema Preußische Königinnen" - auch bedingt durch den herrlich kitschigen Spielfilm mit Dieter Borsche und Ruth Leuwerik - eigentlich nur Königin Luise ein. Zeit also, den Nachholbedarf in punkto Geschichte zu befriedigen ! Und die Lektüre diese Buches hat sich - wie schon beim Werk Die deutschen Kaiserinnen" der gleichnamigen Autorin - gelohnt. Es ist erstaunlich, welch gute und größtenteils ebenbürtige Kameradinnen die preußischen Könige hatten, ohne deren Beistand sie wohl nie zu den erbrachten historischen Höchstleistungen imstande gewesen wären ! Das beginnt bei Sophie Charlotte von Hannover, über die verschmähte Elisabeth-Christine von Braunschweig-Bevern, bis hin zur legendären Luise von Mecklenburg-Strelitz und die verkannte Elisabeth von Bayern. Eine Geschichte großer Frauen in großer Zeit, wobei man sich unwillkürlich fragt, wie die deutsche Geschichte wohl verlaufen wäre, hätte diese mehr zu sagen" gehabt. Fazit: Wer die Deutsche Geschichte unterhaltsam und kurzweilig aufarbeiten will, kommt an diesem Buch nicht vorbei.


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Die Thule-Gesellschaft: Legende  Mythos  Wirklichkeit - Detlev RoseDie Thule-Gesellschaft: Legende Mythos Wirklichkeit
Detlev Rose

Gebundene Ausgabe, September 2008
     Verkaufsrang: 68108      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 17,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Über die in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg in München wirkenden Thule-Gesellschaft gehen die heutigen Ansichten immer noch weit auseinander. die von einem Nimbus des Geheimnisvollen umgebene Organisation wird teilweise als sektiererischer Geheimorden oder als esoterischer Club beurteilt, teilweise als die geistige Vorgängerin der NSDAP, ja sogar als die hinter der Partei stehende geheime politische Macht, die deren Führer beeinflußte oder gar auch in ausländischem Auftrag beauftragte. Aus politischen Gründen oder zur Sensationsmache wurden viele unzutreffende Behauptungen aufgestellt. Die vorliegende gründliche Studie geht nun erstmals allen verfügbaren Quellen nach, trennt Wirklichkeit und Legende, setzt sich mit der vorhandenen Literatur kritisch auseinanderund stellt die unwahren und gelegentlich phantastischen Behauptungen richtig. Für die einzelnen führenden Persönlichkeiten der späteren NSDAP, vor allem für Hitler, Heß und Rosenberg, wird deren Verbindung zur Thule-Gesellschaft genau untersucht, wie auch viele angebliche Daten über das Leben des Gründers und Leiters der Gesellschaft, Rudolf von Sebottendorf, auf die Tatsachen zurückgeführt werden. Grundsätzliche Kapitel über Geheimgesellschaften und deren Darstellung in der Literatur schließen sich an wie auch ein Überblick über die Art und Weise irrationaler Geschichtsbetrachtung. Zum ersten Male liegt damit eine wissenschaftlich-objektive Arbeit über die Entwicklung, Wirkung und führende Persönlichkeiten der Thule-Gesellschaft vor.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Im Wein ist Wahrheit, doch Wahrheit ist nicht der Wein      3 von 5 Punkten
Ich habe neben diesem Werk unzählige Bücher gelesen, die sich mit der gleichen Thematik und dem Umfeld befassen. Dementsprechend kritisch habe ich dieses Buch gelesen. Den verschiedensten Büchern können wir entnehmen, daß die Haunebu I und die Haunebu II Konstruktionen waren, die auf medial von Mitgliedern der Thulegesellschaft aufgenommenen Konstruktionskriterien beruhten. Daraus geht hervor, daß man sich zumindest zum Teil mit okkulten Angelegenheiten befaßte, sonst hätte man dieses Wunderwerk nicht geschafft. Detlev Rose nun stellt in seinem Werk die Thulegesellschaft als vaterländisch gesinnten Hilfstrupp der Konservativen dar, dem es gänzlich um exoterisches Gedankengut ging. Geschickt stellt er Bemerkungen anderer Autoren, die für einen okkulten Hindergrund sprechen, als zweifelhaft dar. Er dagegen stützt seine Meinung auf Autoren, die behaupten (aber ebenfalls nicht beweisen können), daß es keinen okkulten Hintergrund gab. Für mich wirkte das Buch daher als tendenzielle subjektive Darstellung der Materie, bei der die Zielsetzung der Darstellung von vorne herein klar war: der okkulte Hintergrund muß fehlen. Aber dem ist nicht so. Sie finden hier genügend Bücher mit besserer Darstellung.

Interessante und wissenschaftliche Darstellung      5 von 5 Punkten
Detlev Rose versteht es, die relativ schwierige Thematik interessant und vorallem wissenschaftlich darzustellen. Dabei ist das Buch verständlich verfasst wurden. Bemerkenswert ist, dass Rose die Thule-Geselschaft aus verschiedenen Blickwinkeln (Legenden, Mythos und Wirklichkeit) betrachtet, zudem umreißt der Autor anfangs die Hintergründe und Entwicklungstendenzen, von List, Gobineau, Chamberlain und anderen. Fazit: Rose wiederlegt dabei einen fast legendären Einfluß der Thule-Gesellschaft auf Hitler und die NSDAP. In der Darstellung beschränkt er sich dabei auf Fakten (relativ sichere Quellen) und versucht Myhten zu wiederlegen.


Die Deutschen Kaiserinnen 1871-1918 - Karin Feuerstein-PraßerDie Deutschen Kaiserinnen 1871-1918
Karin Feuerstein-Praßer

Taschenbuch, September 2002
     Verkaufsrang: 100496      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Sowohl Augusta von Sachsen-Weimar (1811-1890) wie auch Victoria (1840-1901), Königliche Prinzessin von Großbritannien, waren mit hochgesteckten Zielen ins nüchtern-militärische Berlin gekommen. Beide waren vielseitig begabte, vor allem aberauch politisch engagierte Frauen. Doch sie bekamen es mit einem mächtigen Gegnerzu tun, mit Otto von Bismarck.
Auch privat entwickelte sich nicht alles zum besten: Augustas Ehe mit Wilhelm I. stand von Anfang an unter keinem Glücksstern. Und Victorias Träume von einem liberalen Preußen zerplatzen, als das Kaisertum ihres Mannes Fiedrich III. schon nach 99 Tagen endete. Zeit ihres Lebens litt sie auch unter dem konfliktbeladenen Verhältnis zu ihren Kindern. Auguste Viktoria von Schleswig-Holstein (1858-1921), die letzte deutsche Kaiserin, hatte mit dem exzentrischen Wilhelm II. das schwerste Ehelos gezogen.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Fundiert und gut geschrieben      5 von 5 Punkten
Bis auch die in diesem Buch nicht gnz zufriedenstellende Ahnentafel (Querverbindungen nachzuvollziehen ist nicht möglich) ist das Buch formal und inhaltlich ausgezeichnet. Daß es sich bei den drei beschriebenen Damen samt deren Herren Gemahle um samt und sonders äußerst mittelmäßige Persönlichkeiten handelt (was einer der Gründe ist für die Kurzlebigkeit des zweiten deutschen Reiches und auch für Millionen Kriegstote), dafür kann die Autorin nichts. Sie beschreibt die Damen (und Herren) jedenfalls in einer Tiefe und Detailgenauigkeit, die keine Wünsche offen lässt. Dies tut sie mit einer Neutralität, die zum Beispiel einem Friedrich Weissensteiner nicht gelingt (mit würde es auch nicht gelingen, allzu oft kommt mir angesichts der an den Tag gelegten Borniertheit der Handelnden die Galle hoch), die aber absolut notwendig und wohltuend ist.


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Die deutschen Kolonien: Schauplätze und Schicksale 1888 - 1918 - Bernd G. LänginDie deutschen Kolonien: Schauplätze und Schicksale 1888 - 1918
Bernd G. Längin

Gebundene Ausgabe, September 2005
     Verkaufsrang: 153919      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Die mit über 300 teilweise bisher unveröffentlichten Fotos reich bebilderte Dokumentation legt Zeugnis ab vom relativ späten Kolonialfeldzug der Deutschen. Als man ab 1882 auch offiziell die Inbesitznahme von Landstrichen entlang der Pfeffer-, Gold- und Sklavenküsten forcierte, hatten die großen Seefahrernationen den Kuchen bereits weitgehend unter sich aufgeteilt. Der Text folgt nicht einfach der chronologischen Abfolge der Ereignisse, sondern variiert das Thema auf kurzweilige Art. Im Wechsel zwischen historischen Schauplätzen, politischen und wirtschaftlichen Hintergründen sowie Lebensbildern der berühmtesten Kolonialherren entsteht ein facettenreiches Bild der deutschen Kolonialherrschaft, die bereits 1920 ihr Ende fand.



Mauer-Passagen. Grenzgänge, Fluchten  und Reisen 1961-1989 - Mauer-Passagen. Grenzgänge, Fluchten und Reisen 1961-1989

Gebundene Ausgabe, Juni 2004
     Verkaufsrang: 88937      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
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spannende geschichte      5 von 5 Punkten
der 9. november 1989, der tag, an dem die berliner mauer fiel, liegt erst 16 jahre zurück. und doch lesen sich die berichte in den "mauer-passagen" wie berichte aus einer anderen welt. und deshalb ist es gut, daß sie in diesem buch bewahrt werden. berichte aus dem absurden alltag der deutschen teilung. etwa über den schmuggel von geld in ausgehöhlten leberwurstbrötchen. oder über einen regelmäßigen besucher ostberlins, der als vermeintlicher kurier eines fluchthelferrings von der stasi observiert wird. oder darüber, daß allein der umstand, daß man keine lust hat, einen thälmann-film zum zweiten mal anzusehen, den weg an die uni versperren kann. oder über kleinbürger, die als grenzkontrollen an der innerdeutschen grenze ihre lächerliche macht ausspielen. natürlich sind nicht alle 46 berichte volltreffer und bei dem einen oder anderen hat wohl der dran nach selbstdarstellung den umstand überwogen, daß eigentlich nichts bedeutendes zu berichten ist. die große mehrzahl der berichte ist jedoch zur privaten lektüre und erinnerung genauso gut geeignet woe zur verwendung als quellen im geschichtsunterricht an schule und universität. fazit: ein gelungenes projekt!

Reise in die Vergangenheit      5 von 5 Punkten
Für den, der wie der Rezensent in West-Berlin den Mauerbau 1961 erlebt hat, dem Passierscheine und Grenzübergänge, Transitverkehr und Einreisen in die ehemalige DDR 28 Jahre lang vertraut gewesen sind, für den ist dieses Buch eine Rückkehr in die Vergangenheit. 46 Zeitzeugen berichten von ihren Erfahrungen bei Fluchten „in den Westen", bei Besuchen im jeweils anderen Teil Deutschlands, bei einer freiwilligen Rückkehr in die DDR oder bei der Ausweisung in die Bundesrepublik. Treffend werden Gefühle und Emotionen geschildert wie etwa das innere Aufatmen, wenn man die Grenzkontrollen wieder einmal hinter sich hatte und sich im „freien" Teil Deutschlands wiederfand. Wie gesagt: Für den einen ist dieses Buch eine Rückkehr in die Vergangenheit. Allen anderen, die all dies nicht (mehr) erlebt haben, möchte ich das Buch dennoch um so wärmer ans Herz legen: Nur wer diese Erfahrungen zumindest aus der Lektüre kennt, wird unterschiedliche Emotionen bei „Wessis" und „Ossis" heute verstehen und nachvollziehen können.

An die Grenze gegangen ... und darüber hinaus      5 von 5 Punkten
Diese Neuerscheinung des Zeitgut Verlags befasst sich, wie alle Bände der Reihe, mit Einzelschicksalen beziehungsweise individuellen Anekdoten zu einem bestimmten Thema, in diesem Fall Erlebnisse rund um die innerdeutsche Grenze 1961, mit ihrer Überwindung und dem Scheitern an ihr.
Spektakuläre Fluchtversuche kennt jeder, der einmal das Museum am Checkpoint Charlie besucht hat. In diesem Buch gibt es ebenfalls einige atemberaubend spannende Berichte von Menschen, denen die Flucht unter abenteuerlichen Umständen gelang. Der Schwerpunkt des Bandes liegt jedoch beim eher Alltäglichen, das gerade Menschen wie mir, dem jüngeren "Wessi" ohne Verwandte im "Osten", erstaunlich fremd ist. Teils mit viel Galgenhumor, teils sachlich verfasste Anekdoten zeigen die vielfältigen Schikanen bei der Ein- und Ausreise, während des Transits und des Aufenthalts hüben und drüben auf. Einen weiteren Themenkreis bilden die Berichte von zurückgebliebenen Familienangehörigen geflohener DDR-Bürger: Wie sie mit dem Verlust der Verwandten und Freunde, vor allem auch eigener Kinder, umgingen, in welch erniedrigender Weise sie von der Stasi verhört und schikaniert wurden, welche vor allem beruflich-sozialen Nachteile es mit sich brachte, einem Republikflüchtigen verbunden zu sein.
Angehörige erzählen zudem davon, wie erfolglose Fluchtversuche oder einfach eine geäußerte missliebige Meinung zu Haft unter unvorstellbaren Bedingungen führten, und wie sie darunter litten.
Erschütternd sind auch viele andere Momentaufnahmen, so das Schweigen zwischen DDR- und "BRD"-Diplomaten in ausländischen Botschaften und zaghafte Versuche, es zu brechen, die erfolglosen, verzweifelten Nachforschungen einer Westdeutschen bezüglich ihrer Magdeburger Freundin, die nur kurz vor der Maueröffnung spurlos verschwand, die Erkenntnis, dass die sympathischen Freunde aus der DDR informelle Stasi-Mitarbeiter waren, der Erfindungsgeist beim Schmuggeln dringend benötigter Waren und ganz schlicht und einfach der verwunderliche Umgang von Menschen ein und derselben Nation miteinander, zwischen denen jahrzehntelang eine Mauer mit Stacheldraht stand.
Hervorheben möchte ich auch die vorzügliche Chronologie zur innerdeutschen Grenze am Anfang des Buchs und die Kurzbiografien der Verfasser der Beiträge am Ende; so erhält man einerseits einen Überblick über die historisch-politischen Hintergründe und kann sich zum anderen ein Bild von den Autoren machen, wozu die persönlichen Fotos in fast jeder Erzählung beitragen. Die einzelnen Beiträge sind auch hier sinnigerweise chronologisch geordnet, sodass man eine kleine Zeitreise vom Bau der Mauer bis zu ihrem Fall antreten kann, und das auf der spannendsten aller Ebenen, nämlich der untersten - der alltäglichen.
Wiederum ein Buch dieser Reihe, das ich trotz chronischer Zeitnot kaum aus der Hand legen mochte.


Die deutschen Kolonien: Schauplätze und Schicksale 1888 - 1918 - Bernd G. LänginDie deutschen Kolonien: Schauplätze und Schicksale 1888 - 1918
Bernd G. Längin

Gebundene Ausgabe, September 2005
     Verkaufsrang: 153919      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Die mit über 300 teilweise bisher unveröffentlichten Fotos reich bebilderte Dokumentation legt Zeugnis ab vom relativ späten Kolonialfeldzug der Deutschen. Als man ab 1882 auch offiziell die Inbesitznahme von Landstrichen entlang der Pfeffer-, Gold- und Sklavenküsten forcierte, hatten die großen Seefahrernationen den Kuchen bereits weitgehend unter sich aufgeteilt. Der Text folgt nicht einfach der chronologischen Abfolge der Ereignisse, sondern variiert das Thema auf kurzweilige Art. Im Wechsel zwischen historischen Schauplätzen, politischen und wirtschaftlichen Hintergründen sowie Lebensbildern der berühmtesten Kolonialherren entsteht ein facettenreiches Bild der deutschen Kolonialherrschaft, die bereits 1920 ihr Ende fand.



Mauer-Passagen. Grenzgänge, Fluchten  und Reisen 1961-1989 - Mauer-Passagen. Grenzgänge, Fluchten und Reisen 1961-1989

Gebundene Ausgabe, Juni 2004
     Verkaufsrang: 88937      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

spannende geschichte      5 von 5 Punkten
der 9. november 1989, der tag, an dem die berliner mauer fiel, liegt erst 16 jahre zurück. und doch lesen sich die berichte in den "mauer-passagen" wie berichte aus einer anderen welt. und deshalb ist es gut, daß sie in diesem buch bewahrt werden. berichte aus dem absurden alltag der deutschen teilung. etwa über den schmuggel von geld in ausgehöhlten leberwurstbrötchen. oder über einen regelmäßigen besucher ostberlins, der als vermeintlicher kurier eines fluchthelferrings von der stasi observiert wird. oder darüber, daß allein der umstand, daß man keine lust hat, einen thälmann-film zum zweiten mal anzusehen, den weg an die uni versperren kann. oder über kleinbürger, die als grenzkontrollen an der innerdeutschen grenze ihre lächerliche macht ausspielen. natürlich sind nicht alle 46 berichte volltreffer und bei dem einen oder anderen hat wohl der dran nach selbstdarstellung den umstand überwogen, daß eigentlich nichts bedeutendes zu berichten ist. die große mehrzahl der berichte ist jedoch zur privaten lektüre und erinnerung genauso gut geeignet woe zur verwendung als quellen im geschichtsunterricht an schule und universität. fazit: ein gelungenes projekt!

Reise in die Vergangenheit      5 von 5 Punkten
Für den, der wie der Rezensent in West-Berlin den Mauerbau 1961 erlebt hat, dem Passierscheine und Grenzübergänge, Transitverkehr und Einreisen in die ehemalige DDR 28 Jahre lang vertraut gewesen sind, für den ist dieses Buch eine Rückkehr in die Vergangenheit. 46 Zeitzeugen berichten von ihren Erfahrungen bei Fluchten „in den Westen", bei Besuchen im jeweils anderen Teil Deutschlands, bei einer freiwilligen Rückkehr in die DDR oder bei der Ausweisung in die Bundesrepublik. Treffend werden Gefühle und Emotionen geschildert wie etwa das innere Aufatmen, wenn man die Grenzkontrollen wieder einmal hinter sich hatte und sich im „freien" Teil Deutschlands wiederfand. Wie gesagt: Für den einen ist dieses Buch eine Rückkehr in die Vergangenheit. Allen anderen, die all dies nicht (mehr) erlebt haben, möchte ich das Buch dennoch um so wärmer ans Herz legen: Nur wer diese Erfahrungen zumindest aus der Lektüre kennt, wird unterschiedliche Emotionen bei „Wessis" und „Ossis" heute verstehen und nachvollziehen können.

An die Grenze gegangen ... und darüber hinaus      5 von 5 Punkten
Diese Neuerscheinung des Zeitgut Verlags befasst sich, wie alle Bände der Reihe, mit Einzelschicksalen beziehungsweise individuellen Anekdoten zu einem bestimmten Thema, in diesem Fall Erlebnisse rund um die innerdeutsche Grenze 1961, mit ihrer Überwindung und dem Scheitern an ihr.
Spektakuläre Fluchtversuche kennt jeder, der einmal das Museum am Checkpoint Charlie besucht hat. In diesem Buch gibt es ebenfalls einige atemberaubend spannende Berichte von Menschen, denen die Flucht unter abenteuerlichen Umständen gelang. Der Schwerpunkt des Bandes liegt jedoch beim eher Alltäglichen, das gerade Menschen wie mir, dem jüngeren "Wessi" ohne Verwandte im "Osten", erstaunlich fremd ist. Teils mit viel Galgenhumor, teils sachlich verfasste Anekdoten zeigen die vielfältigen Schikanen bei der Ein- und Ausreise, während des Transits und des Aufenthalts hüben und drüben auf. Einen weiteren Themenkreis bilden die Berichte von zurückgebliebenen Familienangehörigen geflohener DDR-Bürger: Wie sie mit dem Verlust der Verwandten und Freunde, vor allem auch eigener Kinder, umgingen, in welch erniedrigender Weise sie von der Stasi verhört und schikaniert wurden, welche vor allem beruflich-sozialen Nachteile es mit sich brachte, einem Republikflüchtigen verbunden zu sein.
Angehörige erzählen zudem davon, wie erfolglose Fluchtversuche oder einfach eine geäußerte missliebige Meinung zu Haft unter unvorstellbaren Bedingungen führten, und wie sie darunter litten.
Erschütternd sind auch viele andere Momentaufnahmen, so das Schweigen zwischen DDR- und "BRD"-Diplomaten in ausländischen Botschaften und zaghafte Versuche, es zu brechen, die erfolglosen, verzweifelten Nachforschungen einer Westdeutschen bezüglich ihrer Magdeburger Freundin, die nur kurz vor der Maueröffnung spurlos verschwand, die Erkenntnis, dass die sympathischen Freunde aus der DDR informelle Stasi-Mitarbeiter waren, der Erfindungsgeist beim Schmuggeln dringend benötigter Waren und ganz schlicht und einfach der verwunderliche Umgang von Menschen ein und derselben Nation miteinander, zwischen denen jahrzehntelang eine Mauer mit Stacheldraht stand.
Hervorheben möchte ich auch die vorzügliche Chronologie zur innerdeutschen Grenze am Anfang des Buchs und die Kurzbiografien der Verfasser der Beiträge am Ende; so erhält man einerseits einen Überblick über die historisch-politischen Hintergründe und kann sich zum anderen ein Bild von den Autoren machen, wozu die persönlichen Fotos in fast jeder Erzählung beitragen. Die einzelnen Beiträge sind auch hier sinnigerweise chronologisch geordnet, sodass man eine kleine Zeitreise vom Bau der Mauer bis zu ihrem Fall antreten kann, und das auf der spannendsten aller Ebenen, nämlich der untersten - der alltäglichen.
Wiederum ein Buch dieser Reihe, das ich trotz chronischer Zeitnot kaum aus der Hand legen mochte.


Das Alte Reich 1495 - 1806 - Axel GotthardDas Alte Reich 1495 - 1806
Axel Gotthard

Broschiert, November 2006
     Verkaufsrang: 98798      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Das ‘Alte Reich’ war ein wundersames Gebilde. Nach seinem Untergang 1806 meist geringschätzig betrachtet, sind seine Aufgaben und Funktionsweisen oft nur schwer zu verstehen. Anders als der moderne Nationalstaat war es strukturell nichtangriffsfähig, besaß im Grunde keinen eigenen Verwaltungsapparat oder Truppen. Sein Ziel waren Ausgleich, Stabilität und Friedenswahrung.
Axel Gotthard erläutert klar und strukturiert die geschriebenen wie die ungeschriebenen Regeln des ‘Alten Reichs’, stellt seine wichtigsten Organe vor und fasst die zentralen Themen und Grundmuster seiner Geschichte zusammen. In Fünfzigjahresschritten von 1500 bis 1800 skizziert er die wesentlichen Themen, Probleme und Veränderungen des Reichs.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Inhaltlich dicht und gut geschrieben      5 von 5 Punkten
In dieser vor allem an Schüler und Studenten gerichteten Einführung, analysiert Axel Gotthard Struktur und Verfassung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, die zum Verständnis der Geschichte ab dem 16. Jahrhundert unerlässlich sind. Das "Grundgesetz" des Reiches sowie Glaubensspaltung und deren Auswirkung auf die Verfassung des Reiches stehen im Mittelpunkt der Darstellung.

Dabei überzeugt und amüsiert der Autor durch seinen locker-flockigen Sprachstil und seine teils klaren Werturteile, so zum Beispiel seine vernichtende Abrechnung mit dem Preußenkönig Friedrich II. So wird die inhaltlich sehr dichte Darstellung auch zu einem Lesevergnügen.

Die Ereignisgeschichte steht, wie erwähnt, nicht im Vordergrund, wird aber auch nicht völlig außen vor gelassen. Gotthard vermittelt vielmehr die strukturellen Grundlagen, ohne die die Geschichte zwischen 1500 und 1800 unmöglich zu verstehen ist.

Fazit: Inhaltlich dicht und locker geschrieben. Sehr guter Einstieg in die Verfassung des Alten Reiches.


Orientierungsplan für Bildung und Erziehung für die baden-württembergischen Kindergärten - Orientierungsplan für Bildung und Erziehung für die baden-württembergischen Kindergärten

Broschiert, November 2005
     Verkaufsrang: 88373     

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Was will das Kind? Was braucht es? Wie erfährt ein Kind die Welt? Wie wird es ein Mitglied der Gemeinschaft? Und wie entwickelt es sich zu einem unverwechselbaren Menschen, der aktiv am Leben teilhat? Wie ein roter Faden zieht sich die Perspektive des Kindes durch den Orientierungsplan.
Im Orientierungsplan für Bildung und Erziehung wird das angestrebte Bildungs- und Erziehungsverständnis für Kindergärten in Baden-Württemberg entfaltet und der Bildungsauftrag konkretisiert. Dabei werden die Grundlagen pädagogischer Arbeit wie Wertschätzung und Akzeptanz des Kindes ebenso angeführt wie die ganzheitliche und entwicklungsangemessene Begleitung der Kinder und die verschiedenen, eng verzahnten Bildungs- und Entwicklungsfelder Körper, Sinne, Sprache, Denken, Gefühl/Mitgefühl sowie Sinn, Werte und Religion. Eine besondere Bedeutung kommt der Sprachförderung zu. Darüber hinaus thematisiert der Orientierungsplan u.a. die Bildungsprozesse von Geburt an, die Erziehungspartnerschaft mit den Eltern, die Kooperation zwischen Kindergärten und Schule sowie die Qualitätssicherung.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Schlanker Orientierungsplan      3 von 5 Punkten
Ich mache zur Zeit eine berufliche Weiterbildung im Bereich der Elementarerziehung im Kindergarten. Dabei haben wir den neuen, druckfrischen Orientierungsplan ausführlich behandelt und bearbeitet. Mein Fazit: Er besteht auf dem Papier und Papier ist geduldig. Engagierte Erzieherinnen fehlt die Umsetzung in die Praxis anhand von Vorschlägen (siehe bayrischer Orientierungsplan). Schade, dass wenig Fachpersonal aus der Praxis daran mitgearbeitet haben. Es gibt viele Erzieher und Erzieherinnen, die einiges schon in ihren Tagesablauf eingebaut haben, regelmäßig Sprachförderung in Kleingruppen machen, Beobachtungen und Dokumentationen durchführen, mit Eltern eine Erziehungspartnerschaft anstreben und ...
Dieser Orientierungsplan ist sehr dehnbar und die Kontrolle fehlt auch. Um diesen Orientierungsplan effektiv und für das Wohl des einzelnen Kindes umzusetzen, muss es im Team stimmen, ein Miteinander auch mit der Kommune, gegenseitige Akzeptanz, der Personalschlüssel und die finanzille Seite muss stimmen.
Man kann aus dem Orientierungsplan was machen, wenn man engagiert und offen dafür ist.


Unter der glühenden Sonne Afrikas: Soldaten des Afrika-Feldzuges 1941-1943 in unbekannten Bildern - Alois SchleeUnter der glühenden Sonne Afrikas: Soldaten des Afrika-Feldzuges 1941-1943 in unbekannten Bildern
Alois Schlee

Gebundene Ausgabe, 23. September 2008
     Verkaufsrang: 80637      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Unter glühender Sonne, im brüllenden Gluthauch des Ghibli und den Wasserfluten der Winterregen rollten Panzer durch die Wüste Afrikas, zogen Flugzeuge ihre Spur über den afrikanischen Himmel. Tobruk, Bir Hacheim, Marsa Matruk, Sollum, der Höllenfeuerpass und El Alamein sind Wegmarken eines Feldzuges, der unerbittlich und dennoch ritterlich geführt wurde. Untrennbar verbunden ist der Krieg in Afrika mit dem Namen eines Mannes, Feldmarschall Erwin Rommel, der sich zusammen mit seinen Soldaten die Achtung seiner damaligen Gegner erwarb.
Der vorliegende Bildband zeigt zum größten Teil noch unveröffentlichte Fotos von Soldaten des Afrikafeldzuges 1941-1943. Es sind Grenadiere, Soldaten der Flak, Artilleristen, Angehörige der Luftwaffe, Feldgeistliche, Panzersoldaten und ein Soldat aus Rommels Stab, die ihre privaten Fotos für diesen Band zur Verfügung gestellt haben. Ihnen und ihren gefallenen Kameraden ist dieses Buch gewidmet, das uns Einblicke gibt in das Leben und Sterben auf dem n




Blutspuren. Weitere ungewöhnliche Mordfälle aus der DDR - Hans GirodBlutspuren. Weitere ungewöhnliche Mordfälle aus der DDR
Hans Girod

Taschenbuch, 1. August 2001
     Verkaufsrang: 103265      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Eine Frau mordet sich den Weg zu ihrem Geliebten frei. Ein Mörder tritt als eifriger Ermittler auf - und ein Ehemann übt den Mord an seiner Gattin vorher an zwei anderen Frauen. Mit der Schilderung spektakulärer Tötungsdelikte aus der DDR zeigt Hans Girod, wie die Wirklichkeit die Fantasie weit hinter sich lässt. »Die vielen unge-wöhnlichen Mordfälle führen den Eindruck ad absurdum, so schreckliche Verbrechen hätte es in der DDR nicht gegeben.« (Neues Deutschland)

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

Harte Kost, gut geschrieben      5 von 5 Punkten
Durchweg spannende, gruselige und ganz entsetzliche Fälle.
Gut lesbare Schreibe des Autors, differenziert und mit viel Sachverstand erzählt. Bilder natürlich z.T. schon starker Tobak, aber was erwartet der Leser hier? In diesem Buch erfährt man nebenbei auch viel über das Leben in der DDR, auf das der Autor vielleicht mit leichter Wehmut zurückblicken dürfte. Am Schluss findet sich ein Abriß über das Gefänngniswesen in der DDR und ein Glossar, der wichtige kriminologische Begriffe aber auch auch das offiziele Vokabular im Sozialismus erläutert. Sehr positiv auch die nähere Erläuterung sozio-kriminologischer Zusammenhänge als Einschub.


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Das rote Jahrzehnt: Unsere kleine deutsche Kulturrevolution 1967-1977 - Gerd KoenenDas rote Jahrzehnt: Unsere kleine deutsche Kulturrevolution 1967-1977
Gerd Koenen

Taschenbuch, Oktober 2002
     Verkaufsrang: 26627      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Das "rote Jahrzehnt" begann in der Bundesrepublik mit den Schüssen in Westberlin am 2. Juni 1967 und endete mit Schüssen in Stammheim und der Ermordung Schleyers im "deutschen Herbst" 1977. Das sind die Eckdaten dieser erstmalig zusammenhängend beschriebenen Generationengeschichte. Jetzt, da die "68er" an der Macht sind, für Jüngere wie für Ältere eine aufschlußreiche Lektüre.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)

Weder Glorifzierung noch Verteufelung      5 von 5 Punkten
Bücher über "68" gibt es viele. Gerd Koenen nimmt gleich das Jahrzehnt 1967-1977 in den Blick und zeigt damit, daß es ihm um einen breiteren Horizont zu tun ist. Er will Zusammenhänge darstellen. Er schreibt als einer, der selbst "dabei" war, und zugleich als Wissenschaftler. Sein Stil ist gut lesbar, manchmal ironisch, immer sachlich und doch persönlich zugleich. Jedes Zitat wird per Fußnote belegt, Thesen und Wertungen werden begründet. Und seine Grundthese ist: Dieses "Rote Jahrzehnt" war die Sache einer bestimmten Generation. Die neomarxistische Theorie wie auch die verschiedenen Anliegen (Vietnam, Notstandsgesetze, NS-Vergangenheit...) wurden herangezogen, um das - teilweise widersprüchliche - Lebensgefühl dieser Generation ("die Generation mit der längsten Kindheit") auszudrücken. Aus dieser Perspektive heraus räumt Koenen mit manchen Legenden auf, ohne sich aber in Feindbildern oder gar Verschwörungstheorien zu ergehen. Auch die Pose des Renegaten und Konvertiten ist ihm - anders als etwa Klaus Rainer Röhl - fremd. Wenn er über den KBW schreibt, dem er angehörte, kann er sogar einen gewissen Stolz nicht verleugnen: "Wie gut wir organisiert waren! Damals haben wir schon mit Computern gearbeitet! Eine Parteizeitung mit 39 Lokalausgaben, wo gab's das schon!" Dieses Kapitel ist ihm denn auch etwas ausführlich geraten; ich hätte dafür gern mehr über die Reaktionen der Umwelt auf die "Neuen Linken" gelesen. Aber uninteressant ist es auch nicht.
Bei aller schonungslosen Kritik weigert sich Koenen, die "68er" einfach zu verdammen. Das "Rote Jahrzehnt" war eine historische Entwicklung, die ihre Ursachen hatte und ihre Folgen, positive und negative, und die sich auf jeden Fall nicht mehr aus der Welt schaffen läßt. Koenen ist in der Lage, abzuwägen, und er heult nicht mit den Wölfen, weder zur Rechten, noch zur Linken. Das macht sein Buch sympathisch und unbedingt lesenswert (zumal es auch noch gut lesbar ist).


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So sitze ich denn zwischen allen Stühlen. Tagebücher 1945 - 1959.(2 Bde.) - Victor KlempererSo sitze ich denn zwischen allen Stühlen. Tagebücher 1945 - 1959.(2 Bde.)
Victor Klemperer

Gebundene Ausgabe, März 1999
     Verkaufsrang: 70004      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Die letzten Bände der Tagebücher von Victor Klemperer schließen sein Jahrhundertwerk: sein Leben, minutiös, Tag für Tag. Geboren 1881, gestorben 1960, umfassen seine Tagebücher die gesamte Zeitgeschichte, die gerade für ihn, den Sohn eines Rabbiners, den Wissenschaftler, den Dresdner Professor, eine besonders schmerzhafte war. Wie bereits der zweite Band seiner Tagebücher, Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, ist auch der dritte geschichtlich äußerst bedeutend und literarisch erschütternd.

Nach Kriegsende leben Klemperer und seine Frau in der DDR. Er lehrt in Dresden, Greifswald, Halle und Berlin. Klemperer, überzeugter Tagebuchschreiber, der minutiös und aufrichtig schildert, was sich um ihn herum zuträgt, ist wie viele zunehmend enttäuscht von dem Staat, in dem er lebt. Er, der den Grauen des Naziregimes entkommen war, sieht Schritt für Schritt die Chance für ein neues, besseres Deutschland verspielt. Dabei ist er selbst eine Figur des öffentlichen Lebens und setzt sich für Bildung und Versöhnung ein. Doch allzu oft stoßen seine Anregungen auf taube Ohren. Klemperer schreibt: "Nicht ein einziges Gefühl in mir, das nicht zwiespältig wäre." Er sitzt nicht nur zwischen den Stühlen seiner Mitmenschen, auch zwischen den beiden Teilen Deutschlands. Dennoch wählte er, so Klemperer mit der Sicht auf Adenauers BRD, nur das kleinere Übel. "Deutschland ist ein in zwei Stücke zerfahrener Regenwurm; beide Teile krümmen sich, beide vom gleichen Faschismus verseucht, jeder auf seine Weise." Allzuviel an der DDR erinnert ihn an vergangene Zeiten, vor allem die Sprache, auf die er als Philologe besonders empfindlich reagiert. Er fügt der Lingua Tertii Imperii, der "Sprache des Dritten Reiches" eine Lingua Quarti Imperii, kurz LQI, eine "Sprache des Vierten Reiches" an.

Doch Klemperers Lebensabschnitt DDR ist nicht nur ein trauriger Epilog, es ist auch die Liebesgeschichte zwischen ihm und seiner zweiten Frau Hadwig. "Mit Hadwig jeden Tag von neuem sehr glücklich, und jeden Tag im Zusammenhang mit ihr die gleichen schweren Gedanken." --Bettina Albert

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Gigantisches Vorhaben      5 von 5 Punkten
Ich habe Klemperers "Ich will Zeugnis ablegen bis zum Letzten" gelesen und war neugierig, wie es ihm in der DDR gehen würde. Bis jetzt bin ich noch ganz am Anfang, aber schon wird sein Zwiespalt, diesen Staat betreffend und seine eigene, zutiefst humanistische Gesinnung, deutlich. Die Lektüre wird mich viele, viele Stunden festhalten...!

Eine ehrliche "Geschichte der DDR"      5 von 5 Punkten
Klemperer beschreibt minutiös die Lebensumstände und die Anfänge der Herausbildung erster gesellschaftlicher Stukturen in der sowjetischen Besatzungszone.
Ehrlich wird (auch eigene) Vorteilsnahme und Pfründen-Wirtschaft protokolliert.
Tabulos werden das Postengeschacher und die Ordenshascherei offengelegt.
Sein "Prolet-Kult" und seine Dankbarkeit für die russischen Befreier werden verständlich, wenn man Klemperers Leben im Nazi-Deutschland ("Tagebücher 1933-1945") kennt.
Die Schilderung der Lebensverhältnisse deckt sich mit meinen Kindheitserinnerungen nahtlos.
Eine ehrliche "Geschichte der DDR", die durch ausführliche Anmerkungen sowie ein umfangreiches Personen-Register komplettiert wird.
Bei dieser Lektüre wird einem unser jetziges luxuriöses Leben erst so richtig bewusst.



Der Thule-Orden - Die schwarze Macht des Dritten Reiches - Karl HöffkesDer Thule-Orden - Die schwarze Macht des Dritten Reiches
Karl Höffkes

Audio CD, Dezember 2007

Verkaufsrang: 61648
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Preis: € 9,95
(versandkostenfrei nach D, CH und A,
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Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg: Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg, 10 Bde., Bd.1, Ursachen und Voraussetzungen der deutschen Kriegspolitik: Bd. 1 - Wilhelm DeistDas Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg: Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg, 10 Bde., Bd.1, Ursachen und Voraussetzungen der deutschen Kriegspolitik: Bd. 1
Wilhelm Deist, Manfred Messerschmidt, Hans-Erich Volkmann

Gebundene Ausgabe, April 2005

Verkaufsrang: 116760
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Preis: € 49,80
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