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An der Seite der Wehrmacht: Hitlers ausländische Helfer beim "Kreuzzug gegen den Bolschewismus" 1941-1945 - Rolf-Dieter MüllerAn der Seite der Wehrmacht: Hitlers ausländische Helfer beim "Kreuzzug gegen den Bolschewismus" 1941-1945
Rolf-Dieter Müller

Gebundene Ausgabe, 19. September 2007
     Verkaufsrang: 96039      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Zu Beginn des Krieges gegen die Sowjetunion konnte die Wehrmacht rund 600 000 Mann verbündete Truppen einsetzen, später kamen zahlreiche ausländische Freiwillige und "Hilfswillige" hinzu. Auf dem Höhepunkt des Zweiten Weltkrieges war an der Ostfront schließlich jeder dritte Uniformträger auf deutscher Seite ein Ausländer. Hitlers Parole vom "Kampf gegen den Bolschewismus" fand in ganz Europa Widerhall bei überzeugten Faschisten ebenso wie bei Angehörigen osteuropäischer Völker, die nach der Wiedergewinnung ihrer Unabhängigkeit von der UdSSR strebten. Viele von ihnen kämpften nicht nur an der Front, sondern ließen sich auch in die Verbrechen der Wehrmacht und der Waffen-SS verstricken. Von Hitler wegen angeblichen Versagens geschmäht, von ihren Heimatländern wegen Verrats und Kollaboration abgeurteilt und vergessen, wurde ihr Einsatz von den Historikern im Kalten Krieg meist übersehen oder verschwiegen.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Sehr sachlich      5 von 5 Punkten
Der Zweite Weltkrieg war schon insofern eine Fortsetzung des Ersten, da sich im Prinzip die gleichen Machtblöcke wieder gegenüber standen. Während die wirtschaftliche Ausgangslage des Deutschen Kaiserreichs 1914 weit günstiger war als die des Dritten Reiches 1939, standen im zweiten Krieg mit Japan, Italien und Rumänien Staaten an der Seite des Reiches, die im ersten zu den Gegnern gezählt hatten. Aber das gerade und die Anfangserfolge seit September 1939 verführten Hitler Anfang Dezember 1941 zu einer groben strategischen Fehleinschätzung der Gesamtlage.

Der Krieg im Osten entwickelte sich zu einem existentiellen Weltanschauungskrieg, bei dem Freiwillige und Wehrpflichtige aus zahlreichen Staaten an der Seite des Reiches gegen den Bolschewismus kämpften.
Müller gliedert seine Darstellung in drei Teile: Zunächste stellt er die Rolle der Verbündeten (von Finnland über die Slowakei, Ungarn, Rumänien und Kroatien bis Italien) und ihrer Kontingente bei den militärischen Operationen gegen die Rote Armee dar. Die wirtschaftliche und politische Ausgangslage in den jeweiligen Staaten wird geschildert, die Ausrüstung der Truppen und ihre Kampfmoral. Dabei kommen erstaunliche und zwielichtige Fakten ans Licht: Wer zum Beispiel hat gewußt, daß Ungarn 1939 etwa 150 000 polnischen Soldaten über die Karpatoukraine den Weg in den Westen freimachte, wo sie den Kern eines polnischen Exilheeres bildeten? Oder daß die Finnen sich sträubten, die Bahn nach Murmansk anzugreifen und zu unterbrechen?
Ein zweiter Teil behandelt die Rolle der Freiwilligen aus neutralen und besetzten Ländern, die sich überwiegend der Waffen-SS anschlossen. Ihre Motive waren unterschiedlich und ihre Verluste enorm. Diejenigen, die überlebten, erwartete nach dem Kriege in ihrer Heimat die Hölle. Auch dieses Thema wird nicht ausgespart.
Der dritte Teil befaßt sich mit den Freiwilligen aus den besetzten Gebieten der Sowjetunion und denen, die unter den Kriegsgefangenen geworben worden sind. Hitler war anfangs strikt gegen die Aufstellung derartiger Truppen, beugte sich aber später und zu spät den militärischen Notwendigkeiten. Wer von diesen Freiwilligen nicht im Kampf fiel oder nach Kriegsende untertauchen konnte, landete unweigerlich im Gulag.

Das Buch ist in erster Linie ein militärgeschichtliches Werk - ohne die sonst übliche ideologische Rundum-Verteufelung - und ist getragen von der sehr großen Sachkenntnis des Verfassers.


Ein Kapitel europäischer Geschichte      5 von 5 Punkten
Das Buch von Rolf-Dieter Müller bietet einen äußerst empfehlenswerten und informativen Einblick in ein wahrscheinlich noch zu selten beleuchtetes Kapitel europäischer Geschichte. Das auf dem Höhepunkt des Kampfes gegen den Bolschewismus jeder dritte Uniformträger an der Ostfront kein Deutscher war, verblüfft ebenso die akribisch zusammengetragenen weiterführenden Informationen über die einzelnen Verbündeten (wie Finnland oder Italien), die Freiwilligen (unter anderem aus Spanien, Frankreich oder Norwegen) und die osteuropäischen Völker (beispielsweise aus Polen, der Ukraine oder Russland), wo bei jeder Gruppierung ein einzelnes Kapitel zukommt. Vor allem dieser Umstand unterstreicht den für ein Nachschlagewerk prädestinierten Charakter dieses Werkes. Allgemein macht das Buch einen gut recherchierten Eindruck, auch wird der Lesefluss (durch die gute sprachliche Aufarbeitung) nicht unterbrochen, auch wenn an einigen Stellen dafür wohl auf eine genauere Analyse des militärischen Wirkens der Nicht-Deutschen Fraktionen verzichtet wurde. Alles in allem für Interessiert und solche die es werden wollen ein sehr zu empfehlendes Buch.


Was ist deutsch?: Wie die Deutschen wurden, was sie sind - Hans-Dieter GelfertWas ist deutsch?: Wie die Deutschen wurden, was sie sind
Hans-Dieter Gelfert

Broschiert, September 2005
     Verkaufsrang: 88759      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Ja, was ist eigentlich „typisch“ deutsch? Irgendwie scheinen wir es alle zu wissen. Typisch deutsch, das ist zu viel Bürokratie, preußischer Ordnungswahn und Militarismus, Blasmusik und Schweinshaxe, Humorlosigkeit, Fleiß, Autoritätshörigkeit und Überheblichkeit -- oder vielleicht doch nicht, sondern ganz etwas anderes? „Gemessen an der jährlichen Arbeitszeit sind die Deutschen heute das faulste Volk der Welt“, schreibt Hans-Dieter Gelfert, Professor für Anglistik an der FU Berlin in seinem amüsanten Buch Was ist deutsch?: „Sie haben den längsten Urlaub, machen die häufigsten Auslandsreisen und gehen früher als die meisten anderen Völker in Rente.“ Und selbst Geschwindigkeitsbegrenzungen werden von den Deutschen häufiger übertreten als von Amerikanern und Engländern, bei denen vielleicht die meisten Vorurteile über uns Deutsche grassieren.

Wie Gelfert aufzeigt, gibt es auch für jeden Beweis deutsch-typischer Mentalität ein mindestens ebenso zugkräftiges Gegenbeispiel. Und doch: Es gibt Begriffe, die sich durch unsere Geschichte ziehen wie ein roter Faden. Diesen Begriffen spürt der Autor nach. Er beleuchtet die Sehnsucht nach Heimat und romantischer Waldeinsamkeit, den Wunsch nach kantianischem Pflichtbewusstsein, nach Tragik und Totalität, Verein und Ordnung. Deutsche Mythen sind sein Thema und deutsche Helden oder deutsche Frauen, die nicht nur Schiller (von den Romantikern verspottet) verherrlicht hat. Deutsche Literatur, Musik und Kunst, deutscher Stil und deutscher Kitsch: Kein Aspekt unseres Wesens und Werdens ist vor Gelfert sicher. So entsteht ein unterhaltsames, jederzeit gut lesbares und vor allem ungemein kluges Panorama der deutschen Volksseele. Wer immer schon wissen wollte, wie er wurde, was er ist (oder eben nicht), sollte Was ist deutsch? von vorn bis hinten lesen. --Isa Gerck

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Unterhaltsam und gelehrt      5 von 5 Punkten
Ich bin auf das Buch durch ein Deutschlandfunk-Interview mit dem Autor aufmerksam geworden. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen. Glücklicherweise schreibt der Autor genau so verständlich, wie er sich im Interview gegeben hatte. Dabei schafft er es, viel Material und Hintergrund auf unterhaltsame Weise zu verarbeiten. Man wird aber nicht nur gut unterhalten, sondern erfährt eine Menge über Deutschland und die Deutschen. Und damit über sich selbst! Man gewinnt etwas mehr Distanz zu den oft kleinkarierten deutschen Gegenwartsproblemen. Ich kann das Buch nur als Urlaubslektüre und Einstieg weiterempfehlen.


 Weitere Lesermeinungen



Herrliche Zeiten: Die Deutschen und ihr Kaiserreich - Siegfried Fischer-FabianHerrliche Zeiten: Die Deutschen und ihr Kaiserreich
Siegfried Fischer-Fabian

Taschenbuch, März 2005
     Verkaufsrang: 20615      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Farbenprächtig geschildert und scharf analysiert: ein packendes historisches Lesebuch.
Das Wilheminische Zeitalter wurde viel bewundert und viel gescholten, je nachdem, ob man es nach seinem Glanz beurteilte oder nach seinem Elend. Wer die Kaiserzeit jedoch aus ihrer Gegenwart heraus bewertet, dem muss sie als eine Zeit erscheinen, in der es sich zu leben lohnte: Die Deutschen erfreuten sich eines steigenden Wohlstands, das Wahlrecht und die soziale Gesetzgebung waren vorbildlich, deutsche Wissenschaftler erhielten die meisten Nobelpreise, die Künste blühten. Man war optimistisch, man glaubte an den Fortschritt der Menschheit. Doch was ist Verklärung, was Wahrheit? Wie das Kaiserreich wirklich war, erzählt der Historiker Fischer-Fabian spannend und verständlich wie immer.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Fesselndes Sachbuch-so sollte Geschichte präsentiert werden      5 von 5 Punkten
"Unbestreitbar bleibt die Tatsache, dass wir unsere Vergangenheit kennen müssen, wenn wir die Gegenwart verstehen und die Zukunft meistern wollen..."
(Siegfried Fischer-Fabian)

Das bereits 1986 in Erstauflage erschienene Sachbuch "Herrliche Zeiten" , hat die Geschichte des zweiten deutschen Kaiserreiches, dass im Jahre 1871 als "Kleindeutsche Lösung" unter der Führung Preußens und dem Ausschluss Österreichs im Spiegelsaal zu Versailles proklamiert wurde, zum Gegenstand. Autor S. Fischer- Fabian lässt seine Abhandlung jedoch bereits am 27.01.1859 mit der Geburt des preußischen Kronprinzen Wilhelm Viktor Albert, dem späteren Kaiser Wilhelm II. und dessen Hebamme, -Nomen es Omen - einem Fräulein Stahl beginnen.....

In neun Kapiteln, die in treffend titulierte Abschnitte untergliedert sind, werden die wichtigsten Personen einer zwischen den europäischen Großmächten erstmals 43 Jahre währenden Friedensepoche vorgestellt. Die Begriffe "Greise", "Weise" und "Reise" stehen für Wilhelm I., seinen Sohn Friedrich III. und dessen Sohn Wilhelm II. Neben zahlreichen Anekdoten und Ereignissen, die dem Leser Charakter und Wesen der Monarchen näher bringen, ist besonders die Tragödie des an Kehlkopfkrebs erkrankten Friedrich III. zu nennen, der im "Dreikaiserjahr" (1888) bis zu seinem Tod nur für 99 Tage die Herrscherkrone trug. Auch über die Frage "was gewesen wäre", wenn Friedrich III. der ein Deutschland verkörperte in dem nicht Blut und Eisen Trumpf waren, sondern das Wort von den moralischen Eroberungen als Richtschnur gelten sollte, ein längeres Leben beschieden worden wäre, wird spekuliert......

Einen angemessenen Raum nimmt auch der Schöpfer des Reiches und "Eiserne Kanzler" Otto von Bismarck ein. Seine Sozialistengesetze, Sozialgesetzgebung (Einführung von Krankenversicherung, Unfallversicherung, Arbeitschutzgesetzte, und progressiver Einkommenssteuer), die Deutschland damals auf diesem Gebiet zum fortschrittlichsten Staat machten, werden ebenso beschrieben, wie sein "Kulturkampf" und seine ausgeklügelte außenpolitische Bündnispolitik.

Doch die sogenannte "Gute alte Zeit" hatte auch ihre negativen Seiten. Östlich der Elbe herrschten die "Junker" als patriarchalische Gutsherrn über ihre Ländereien und wunderten sich über die Landflucht von Teilen ihres Gesindes. In den Städten gab es Wohnraumnot und verschiedene Formen von Verelendung. Hunderttausende Deutsche wanderten nach Amerika aus. Bezeichnend für die damalige "Kastengesellschaft" war neben dem Adel auch der Standesdünkel der Beamten, die sich trotz niedrigem Einkommen und schlechter Vermögenslage "statusgemäß" von der übrigen Bevölkerung abhoben und junge Frauen als "Hausmädchen" ausbeuteten. Umgang mit Angehörigen einer "niederen Klasse" oder gar die "nicht standesgemäße Heirat" "Höherer Töchter" waren verpönt. Frauen hatten kein politisches Wahlrecht und den Zugang zu Studium und akademischen Berufen sollten sie erst nach der Jahrhundert allmählich erlangen. In einem Staat in dem das Militär als die Schule der Nation bezeichnet wurde, galt ein Offizier (auch derjenige der Reserve) mehr als jeder Zivilist, was die tatsächliche Begebenheit mit dem "Hauptmann von Köpenick" deutlich macht. Daneben bestimmten, wie auch in den anderen europäischen Staaten und trotz "Sozialistischer Internationale", weitgehend Imperialismus und Nationalismus Politik und tägliches Leben.

Neben der Gründunggeschichte politischer Parteien (Zentrum, SPD), Kolonialpolitik und den komplizierten, internationalen Verwicklungen und anderen Aspekten, die schließlich zum ersten Weltkrieg führen sollten, erfährt der Leser auch, was sich hinter Begriffen, wie Gründerkrach, Trockenmieter, Ohrfeigenbrief, Caprivizipfel, Missheirat, Kladderadatsch, Zwölfender, Kamerad Schnürschuh, Hunnenrede etc. verbirgt.

Das Buch verfügt noch über einen 34-seitigen Anhang mit einer Stammtafel der Hohenzollern, zwei historischen Landkarten, einer Zeittafel, sowie Quellenverzeichnis und Register.

"Herrliche Zeiten" ist ein fesselndes Leseerlebnis und bietet einen übersichtlichen Einstieg in das sogenannte
Bismarckche/Wilhelmische Zeitalter. So lebendig sollte Geschichte präsentiert werden! Das empfehlenswerte Buch ist deshalb mit 5 Amazonsternen zu bewerten.

Fesselndes Sachbuch-so sollte Geschichte präsentiert werden      5 von 5 Punkten
"Unbestreitbar bleibt die Tatsache, dass wir unsere Vergangenheit kennen müssen, wenn wir die Gegenwart verstehen und die Zukunft meistern wollen..."
(Siegfried Fischer-Fabian)

Das bereits 1986 in Erstauflage erschienene Sachbuch "Herrliche Zeiten" , hat die Geschichte des zweiten deutschen Kaiserreiches, dass im Jahre 1871 als "Kleindeutsche Lösung" unter der Führung Preußens und dem Ausschluss Österreichs im Spiegelsaal zu Versailles proklamiert wurde, zum Gegenstand. Autor S. Fischer- Fabian lässt seine Abhandlung jedoch bereits am 27.01.1859 mit der Geburt des preußischen Kronprinzen Wilhelm Viktor Albert, dem späteren Kaiser Wilhelm II. und dessen Hebamme, -Nomen es Omen - einem Fräulein Stahl beginnen...........

In neun Kapiteln, die in treffend titulierte Abschnitte untergliedert sind, werden die wichtigsten Personen einer zwischen den europäischen Großmächten erstmals 43 Jahre währenden Friedensepoche vorgestellt. Die Begriffe "Greise", "Weise" und "Reise" stehen für Wilhelm I., seinen Sohn Friedrich III. und dessen Sohn Wilhelm II. Neben zahlreichen Anekdoten und Ereignissen, die dem Leser Charakter und Wesen der Monarchen näher bringen, ist besonders die Tragödie des an Kehlkopfkrebs erkrankten Friedrich III. zu nennen, der im "Dreikaiserjahr" (1888) bis zu seinem Tod nur für 99 Tage die Herrscherkrone trug. Auch über die Frage "was gewesen wäre", wenn Friedrich III. der ein Deutschland verkörperte in dem nicht Blut und Eisen Trumpf waren, sondern das Wort von den moralischen Eroberungen als Richtschnur gelten sollte, ein längeres Leben beschieden worden wäre, wird spekuliert......

Einen angemessenen Raum nimmt auch der Schöpfer des Reiches und "Eiserne Kanzler" Otto von Bismarck ein. Seine Sozialistengesetze, Sozialgesetzgebung (Einführung von Krankenversicherung, Unfallversicherung, Arbeitschutzgesetzte, und progressiver Einkommenssteuer), die Deutschland damals auf diesem Gebiet zum fortschrittlichsten Staat machten, werden ebenso beschrieben, wie sein "Kulturkampf" und seine ausgeklügelte außenpolitische Bündnispolitik.

Doch die sogenannte "Gute alte Zeit" hatte auch ihre negativen Seiten. Östlich der Elbe herrschten die "Junker" als patriarchalische Gutsherrn über ihre Ländereien und wunderten sich über die Landflucht von Teilen ihres Gesindes. In den Städten gab es Wohnraumnot und verschiedene Formen von Verelendung. Hunderttausende Deutsche wanderten nach Amerika aus. Bezeichnend für die damalige "Kastengesellschaft" war neben dem Adel auch der Standesdünkel der Beamten, die sich trotz niedrigem Einkommen und schlechter Vermögenslage "statusgemäß" von der übrigen Bevölkerung abhoben und junge Frauen als "Hausmädchen" ausbeuteten. Umgang mit Angehörigen einer "niederen Klasse" oder gar die "nicht standesgemäße Heirat" "Höherer Töchter" waren verpönt. Frauen hatten kein politisches Wahlrecht und den Zugang zu Studium und akademischen Berufen sollten sie erst nach der Jahrhundert allmählich erlangen. In einem Staat in dem das Militär als die Schule der Nation bezeichnet wurde, galt ein Offizier (auch derjenige der Reserve) mehr als jeder Zivilist, was die tatsächliche Begebenheit mit dem "Hauptmann von Köpenick" deutlich macht. Daneben bestimmten, wie auch in den anderen europäischen Staaten und trotz "Sozialistischer Internationale", weitgehend Imperialismus und Nationalismus Politik und tägliches Leben

Neben der Gründunggeschichte politischer Parteien (Zentrum, SPD), Kolonialpolitik und den komplizierten, internationalen Verwicklungen und anderen Aspekten, die schließlich zum ersten Weltkrieg führen sollten, erfährt der Leser auch, was sich hinter Begriffen, wie Gründerkrach, Trockenmieter, Ohrfeigenbrief, Caprivizipfel, Missheirat, Kladderadatsch, Zwölfender, Kamerad Schnürschuh, Hunnenrede etc. verbirgt.

Das Buch verfügt noch über einen 34-seitigen Anhang mit einer Stammtafel der Hohenzollern, zwei historischen Landkarten, einer Zeittafel, sowie Quellenverzeichnis und Register.

"Herrliche Zeiten" ist ein fesselndes Leseerlebnis und bietet einen übersichtlichen Einstieg in das sogenannte
Bismarckche/Wilhelmische Zeitalter. So lebendig sollte Geschichte präsentiert werden! Das empfehlenswerte Buch ist deshalb mit 5 Amazonsternen zu bewerten.



Das Wichtigste über Geschichte & Zeitgeschichte: Einfach wissen - Matthias von HellfeldDas Wichtigste über Geschichte & Zeitgeschichte: Einfach wissen
Matthias von Hellfeld, Kerstin von Hellfeld

Broschiert, Oktober 2006
     Verkaufsrang: 92067      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Für die Reihe »einfach wissen« haben namhafte Publizisten Grundwissen zu den einzelnen Sachgebieten zusammengestellt. Jeder Band bietet einen kompakten Überblick. So lässt sich ganz einfach neues Wissen erschließen oder vorhandenes Wissen auffrischen.
In diesem Band werden zunächst die herausragenden Persönlichkeiten vorgestellt. die durch ihr Wirken und durch ihre Ideen der menschlichen Geschichte maßgebliche Impulse gegeben haben. Ebenfalls im Zentrum stehen einige der wichtigen historischen Prozesse und Ereignisse der Menschheit: von der Antike bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts. Eingebettet darin finden sich Artikel und Zusammenfassungen der wesentlichen Epochen und Schauplätze unserer Geschichte.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

knackig erzähltes Wissen in kompakter Form      4 von 5 Punkten
Bildung ist wichtig, Allgemeinbildung ist nützlich, Aus- und Fortbildung unerlässlich! Doch in Zeiten wie den unsrigen, in denen sich Wissen ständig multipliziert, ist es kaum noch möglich, den Überblick zu behalten. Um aus der gewaltigen Wissensflut des Informationszeitalters das heraus zu filtern, was für einen wirklich wichtig oder wissenswert sein könnte, hat dtv die Reihe »einfach wissen« heraus gebracht, die zugleich das Begleitmaterial zum gleichnamigen ZDF-Zweiteiler darstellt. Hier wird aktuelles Wissen zu Literatur, Sprachen, Mensch, Gesundheit, Natur, Technik, Ländern, Kontinenten, Geschichte, Zeitgeschichte, Kunst, Musik, Politik, Wirtschaft, Religion und Philosophie in leicht verständlichen und übersichtlichen Häppchen serviert. Diese informative und lehrreiche Reihe eignet sich auch wunderbar zum Schmökern und/oder Verschenken.

Diese Reihe stellt keineswegs den Anspruch allwissend oder allumfassend zu sein; sie ist für all diejenigen gedacht, die einfach ein wenig mehr zu einem bestimmten Wissensgebiet wissen möchten: Diese Bücher vermitteln verständlich und unterhaltsam Grundwissen zu den jeweiligen Sachgebieten, Persönlichkeiten, Epochen, Ereignissen und Schauplätzen. Jeder dieser acht Bände bietet eine kompakten Überblick und wurde von namhaften Wissenschaftlern und Journalisten zusammen gestellt. Auf diese Weise lässt sich Wissen ganz einfach neu erschließen bzw. bereits vorhandenes auffrischen. Zusätzlich enthalten alle Bände weiterführende Leseempfehlungen, falls Sie noch tiefer in die eine oder andere Thematik eindringen möchten. Selbst für meine beiden Söhne hat sich diese Reihe mit ihren insgesamt über 1500 Seiten als wahre Fundgrube im schulischen Leben erwiesen!


Hotel Adlon: Das Berliner Hotel, in dem die große Welt zu Gast war - Hedda AdlonHotel Adlon: Das Berliner Hotel, in dem die große Welt zu Gast war
Hedda Adlon

Taschenbuch, 16. März 2005
     Verkaufsrang: 78992      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Das -Adlon- war Schauplatz großer Bälle und Diners, rauschender Feste und internationaler Skandale, der Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens von Berlin. Seit der Eröffnung 1907 war hier die große Welt zu Gast: Könige und Fürsten, Politiker und Diplomaten, Künstler und Industrielle.
In Hedda Adlons Erinnerungen werden Glanz und Elend einer ganzen deutschen Epoche von der Kaiserzeit bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs lebendig.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Großartige Erzählung      5 von 5 Punkten
Dieses Buch geht so wohltuend neutral und ohne erhobenen Zeigefinger mit der wechselvollen Zeit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts um, erzählt Anekdoten und auch Dramatisches über das Hotel Adlon, das sicherlich glanzvollste Hotel der Welt zu dieser Zeit. Politische Verhältnisse rahmen die Erzählung ein, bestimmen sie aber nicht. Vielleicht macht gerade der "Großmutterstil" und die subjektive, fast autobiographische Darstellung diese Erzählung so sympatisch. Wer fundierte Informationen bezüglich politischer Geschichte sucht oder eine Reise vorbereitet sollte auf entsprechende Fachliteratur zurückgegreifen.
Das Buch ist mehr als empfehlenswert; vielen Dank an Hedda Adlon für dieses wunderschöne und menschlich geschriebene Stück Zeitgeschichte.


 Weitere Lesermeinungen


Bismarck: Der weisse Revolutionär - Lothar GallBismarck: Der weisse Revolutionär
Lothar Gall

Taschenbuch, Oktober 1997
     Verkaufsrang: 88812      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Bismarck - der Name steht für die innere und äußere Gestalt, die Deutschland in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erhielt und die prägend bis in unsere Gegenwart hineinwirkt. Diese Biographie geht weit über eine Lebensbeschreibung hinaus: Sie befaßt sich mit Grundproblemen der deutschen und europäischen Geschichte, die sich in der Behandlung von Person und Werk Bismarcks verdichten lassen. Im Medium Bismarck wird eine Epoche befragt, in der die deutsche Nation über alle Umbrüche hinaus ihre Prägung erhielt, in der sie zu ihrer Identität im modernen Sinne gelangte.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Fundiert bis zur letzten Seite!      5 von 5 Punkten
Lothar Gall hat mit seinem zum Standardwerk in der Geschichtswissenschaft avancierten Werk "Bismarck. Der weisse Revolutionär" eine außerordentlich detaillierte und deshalb umfassende Schrift geliefert. Die hier gelieferte Informationsflut ist zwar nur mit einer gehörigen Portion an Durchstehvermögen zu bewältigen. Jedoch wird dem Leser in verständlicher Weise nicht nur das Leben des preußischen Ministerpräsidenten sondern auch seine politischen Strategien und persönlichen Gedanken nahegebracht. Die gleichzeitige Einbettung in die europäische und internationale Geschichte sowie die Erläuterungen der innenpolitischen Umstände verdeutlichen die Schwierigkeiten in denen Bismarck agierte und mit denen er trotzdem seinen durchaus erfolgreichen aber auch von Rückschlägen geprägten Weg beschritt. An diesem Buch wird wieder einmal deutlich, daß Innen- und Außenpolitik nicht voneinander zu trennen sind.
Ein detaillierteres Werk ist momentan wohl nicht auf dem Markt und wird wohl auch noch eine Weile auf sich warten lassen.
Fazit: Sehr empfehlenswert!

Eine echte Fleißarbeit.      4 von 5 Punkten
Lothar Gall beschreibt das Leben Otto von Bismarcks sehr detailliert, Tag für Tag beinahe, und verhilft auch Nebensächlichkeiten zu ihrem Recht. Jedes Ereignis, jede Aktion der Handelnden wird aber beinahe im gleichen Atemzug kommentiert und bewertet, was das Lesetempo erheblich drosselt. Wer also nicht gar so Staubtrockenes mag, der sollte zu einem wenn auch weniger fundierten, eher erzählendem Werk greifen. Fazit: Für Experten alles drin, Gelegenheitsleser werden sich schwertun.


Brockhaus Abenteuer Geschichte 2009: Menschen, Ereignisse, Epochen - von den Anfängen bis heute - Dr. Rolf FischerBrockhaus Abenteuer Geschichte 2009: Menschen, Ereignisse, Epochen - von den Anfängen bis heute
Dr. Rolf Fischer

Broschiert, 1. April 2008
     Verkaufsrang: 38095      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Welche Farbe hatte der letzte Trabbi?
Wo begann die »Romanze« von Bonni und Clyde?
Und seit wann gibt es eine Krankenversicherung?
Das Abenteuer Geschichte hautnah erleben:
- Große Ereignisse und vergessene Episoden
- Außergewöhnliche Menschen und folgenschwere Entscheidungen
- Versunkene Kulturen und denkwürdige Momente




Flughafen Tempelhof - Bernd R. AhlbrechtFlughafen Tempelhof
Bernd R. Ahlbrecht, Hans J. Henning

Broschiert, September 2008
     Verkaufsrang: 16496      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 17,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Der Flughafen Berlin-Tempelhof feiert am 8. Oktober 2008 sein 85-jähriges Bestehen. Kurz nach diesem Jubiläum soll er geschlossen werden.
Bernd-Rüdiger Ahlbrecht, Vorsitzender der Gesellschaft zur Bewahrung von Stätten deutscher Luftfahrtgeschichte e. V., und Hans-Joachim Henning, Vorsitzender des Luftfahrtclubs "Otto Lilienthal", präsentieren in diesem Bildband mehr als 200 beeindruckende Bilder, die erstmals die lange Tradition des ältesten noch betriebenen Berliner Verkehrsflughafens dokumentieren. Verfolgen Sie, wie aus dem ehemaligen Paradeplatz des Kaisers ein Flugfeld wurde, bestaunen Sie Flugzeuge aus längst vergangenen Zeiten, Pioniere der Luftfahrt wie Orville Wright sowie zahlreiche andere prominente Persönlichkeiten, deren Reisen sie nach Tempelhof führten.
Einzigartige Aufnahmen der Berliner Luftbrücke mit ihren Rosinenbombern und Fotos von abenteuerlichen Flugwettbewerben lassen den Mythos des Flughafens mit seiner spannenden Geschichte wieder aufleben.
Dieser Bildband lädt ein, die Faszination dieses bedeutenden Berliner Wahrzeichens neu zu entdecken.




Deutsche Mythologie - Paul HerrmannDeutsche Mythologie
Paul Herrmann

Taschenbuch, August 2007
     Verkaufsrang: 118035      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Die farbige Welt germanischer Sagen und M„rchen. Woher stammen die Zwerge und Riesen, Elfen und Hexen, die unsere Kinderm„rchen bev”lkern? Was hat Frau Holle mit dem alten Barbarossa im Kyffh„user zu tun, und wer ist der Klabautermann? In seiner imponierenden Darstellung erz„hlt der groáe Altertumsforscher Paul Herrmann von den Ursprngen der M„rchen und Sagen im Seelenkult der Germanen, in der Verehrung von Naturgeistern und dem G”tterglauben. Die Mythen gewinnen Farbigkeit und Lebendigkeit.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Ein intellektueller Lesegenuss      5 von 5 Punkten
Ein brilliante Darstellung, die auch hundert Jahre nach der ersten Auflage nichts an Qualität und Frische verloren hat. Besonders der präzise Stil überzeugt. Jegliches Raunen und alle Deutschtümelei ist weit entfernt. Der Autor widersteht jeglicher Moralisierung und Psychologisierung des Stoffes. Die Beschreibungen sind lebendig und anschaulich. Überzeugend auch in der Systematik arbeitet Herrmann mit Hilfe der hermeneutischen Methode vor allem christliche Quellen auf und bezieht sich kritisch verstehend auf Tacitus. Aber auch Sagengestalten werden auf ihren mythologischen Gehalt hin überprüft. Dieses Buch ist nicht nur ein Lesegenuss, sondern auch ein intelektueller Genuss für alle, die den Glauben an eine Geisteswissenschaft jenseits der empirisch-analytischen Methoden noch nicht verloren haben.


 Weitere Lesermeinungen


Preußen ohne Legende - Sebastian HaffnerPreußen ohne Legende
Sebastian Haffner

Taschenbuch, Dezember 1998
     Verkaufsrang: 21290      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 18,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Preußenlegenden gibt es in exakt zwei Geschmacksrichtungen: für und wider. Der jüngst verstorbene Sebastian Haffner, Deutschlands bedeutendster historischer Essayist, konfrontiert Liebhaber und Verächter mit den historischen Tatsachen. Der Titel des Buches verspricht nicht zuviel. Wer es aus der Hand legt, dürfte im allgemeinen reicher an Einsichten über den Staat Preußen sein als zuvor. Als das Werk vor 20 Jahren zum ersten Mal erschien, war Deutschland geteilt und der östliche Staat, die DDR, begann gerade, sich sehr vorsichtig von antipreußischen Reflexen zu befreien, Preußen als Teil der eigenen Geschichte ins Recht zu setzen. Jetzt, 1999, zieht die Regierung des vereinten Deutschlands von Bonn in die einstige Hauptstadt Preußens. Eine gute Zeit für eine Neuauflage von Haffners behutsamer und nüchterner Würdigung.

Haffner räumt mit den Verteufelungslegenden auf: Weder war die Hybris des Kaiserreiches noch gar das Regime der Nazis genuin preußisch. Haffner zeigt: Der Ur-Preuße Bismarck hatte mit der Reichseinigung von 1871 Preußen den Todesstoß versetzt. Haffner räumt ebenso mit liebgewordenen Vorstellungen auf: Preußens Toleranz zum Beispiel beruht auf Indifferenz. Solange die Leute taten, was von ihnen verlangt wurde, war dem Staat egal, in welche Kirche sie gingen.

Dem Siedler-Verlag ist für die Illustrierung des Taschenbuchs zu danken: Rund 200 Abbildungen machen aus den 535 Seiten auch ein preußisches Bilderbuch. Dabei haben sich die Herausgeber besondere Mühe gegeben, eher unübliche, selten gezeigte Ansichten zu bieten. --Michael Winteroll

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 10 Bewertungen)

Preußische Geschichte in Bildern      5 von 5 Punkten
Die hohe Seitenzahl dieses Werkes kann durchaus zu der Vermutung führen, dass Sebastian Haffner hier eine umfassende und tiefgehende Abhandlung der preußischen Geschichte vorgelegt hat. Ein Großteil des Platzes wird jedoch von Abbildungen historischer Malereien eingenommen, die dem Leser in Ergänzung zum Text einen Eindruck über die Personen und Orte vermitteln, die Preußen sein unverwechselbares Profil gaben.

Haffners Erzählung beginnt weit vor der Gründung des Herzogtums Preußen im Jahre 1525, befasst sich aber hauptsächlich mit der Zeit zwischen dem Dreißigjährigen Krieg und dem Ende der Wilhelminischen Ära. Wie bei anderen seiner Werke ist auch dieses stark von der persönlichen Meinung des Autors geprägt, so dass an einigen Stellen der Verdacht aufkommt, dass sich durchaus andere Schlussfolgerungen aus den historischen Sachverhalten ziehen lassen. Dennoch - Haffners klare und strukturierte Schreibweise und die reichhaltigen Illustrationen lassen die Lektüre zu einem Genuss werden.

Wer sich intensiv mit Preußens Geschichte auseinander setzen möchte, sollte sich nach einem wissenschaftlicheren und ausführlicher geschriebenem Werk umsehen. Wer jedoch lediglich ein Eindruck über Preußen und seine historischen Größen bekommen möchte und mit einem Abriss der wichtigsten Ereignisse zufrieden zu stellen ist, dem sei "Preußen ohne Legende" hiermit wärmstens empfohlen.


 Weitere Lesermeinungen



Deutsche Mythologie - Paul HerrmannDeutsche Mythologie
Paul Herrmann

Taschenbuch, August 2007
     Verkaufsrang: 118035      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Die farbige Welt germanischer Sagen und M„rchen. Woher stammen die Zwerge und Riesen, Elfen und Hexen, die unsere Kinderm„rchen bev”lkern? Was hat Frau Holle mit dem alten Barbarossa im Kyffh„user zu tun, und wer ist der Klabautermann? In seiner imponierenden Darstellung erz„hlt der groáe Altertumsforscher Paul Herrmann von den Ursprngen der M„rchen und Sagen im Seelenkult der Germanen, in der Verehrung von Naturgeistern und dem G”tterglauben. Die Mythen gewinnen Farbigkeit und Lebendigkeit.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Ein intellektueller Lesegenuss      5 von 5 Punkten
Ein brilliante Darstellung, die auch hundert Jahre nach der ersten Auflage nichts an Qualität und Frische verloren hat. Besonders der präzise Stil überzeugt. Jegliches Raunen und alle Deutschtümelei ist weit entfernt. Der Autor widersteht jeglicher Moralisierung und Psychologisierung des Stoffes. Die Beschreibungen sind lebendig und anschaulich. Überzeugend auch in der Systematik arbeitet Herrmann mit Hilfe der hermeneutischen Methode vor allem christliche Quellen auf und bezieht sich kritisch verstehend auf Tacitus. Aber auch Sagengestalten werden auf ihren mythologischen Gehalt hin überprüft. Dieses Buch ist nicht nur ein Lesegenuss, sondern auch ein intelektueller Genuss für alle, die den Glauben an eine Geisteswissenschaft jenseits der empirisch-analytischen Methoden noch nicht verloren haben.


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Preußen ohne Legende - Sebastian HaffnerPreußen ohne Legende
Sebastian Haffner

Taschenbuch, Dezember 1998
     Verkaufsrang: 21290      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 18,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Preußenlegenden gibt es in exakt zwei Geschmacksrichtungen: für und wider. Der jüngst verstorbene Sebastian Haffner, Deutschlands bedeutendster historischer Essayist, konfrontiert Liebhaber und Verächter mit den historischen Tatsachen. Der Titel des Buches verspricht nicht zuviel. Wer es aus der Hand legt, dürfte im allgemeinen reicher an Einsichten über den Staat Preußen sein als zuvor. Als das Werk vor 20 Jahren zum ersten Mal erschien, war Deutschland geteilt und der östliche Staat, die DDR, begann gerade, sich sehr vorsichtig von antipreußischen Reflexen zu befreien, Preußen als Teil der eigenen Geschichte ins Recht zu setzen. Jetzt, 1999, zieht die Regierung des vereinten Deutschlands von Bonn in die einstige Hauptstadt Preußens. Eine gute Zeit für eine Neuauflage von Haffners behutsamer und nüchterner Würdigung.

Haffner räumt mit den Verteufelungslegenden auf: Weder war die Hybris des Kaiserreiches noch gar das Regime der Nazis genuin preußisch. Haffner zeigt: Der Ur-Preuße Bismarck hatte mit der Reichseinigung von 1871 Preußen den Todesstoß versetzt. Haffner räumt ebenso mit liebgewordenen Vorstellungen auf: Preußens Toleranz zum Beispiel beruht auf Indifferenz. Solange die Leute taten, was von ihnen verlangt wurde, war dem Staat egal, in welche Kirche sie gingen.

Dem Siedler-Verlag ist für die Illustrierung des Taschenbuchs zu danken: Rund 200 Abbildungen machen aus den 535 Seiten auch ein preußisches Bilderbuch. Dabei haben sich die Herausgeber besondere Mühe gegeben, eher unübliche, selten gezeigte Ansichten zu bieten. --Michael Winteroll

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 10 Bewertungen)

Preußische Geschichte in Bildern      5 von 5 Punkten
Die hohe Seitenzahl dieses Werkes kann durchaus zu der Vermutung führen, dass Sebastian Haffner hier eine umfassende und tiefgehende Abhandlung der preußischen Geschichte vorgelegt hat. Ein Großteil des Platzes wird jedoch von Abbildungen historischer Malereien eingenommen, die dem Leser in Ergänzung zum Text einen Eindruck über die Personen und Orte vermitteln, die Preußen sein unverwechselbares Profil gaben.

Haffners Erzählung beginnt weit vor der Gründung des Herzogtums Preußen im Jahre 1525, befasst sich aber hauptsächlich mit der Zeit zwischen dem Dreißigjährigen Krieg und dem Ende der Wilhelminischen Ära. Wie bei anderen seiner Werke ist auch dieses stark von der persönlichen Meinung des Autors geprägt, so dass an einigen Stellen der Verdacht aufkommt, dass sich durchaus andere Schlussfolgerungen aus den historischen Sachverhalten ziehen lassen. Dennoch - Haffners klare und strukturierte Schreibweise und die reichhaltigen Illustrationen lassen die Lektüre zu einem Genuss werden.

Wer sich intensiv mit Preußens Geschichte auseinander setzen möchte, sollte sich nach einem wissenschaftlicheren und ausführlicher geschriebenem Werk umsehen. Wer jedoch lediglich ein Eindruck über Preußen und seine historischen Größen bekommen möchte und mit einem Abriss der wichtigsten Ereignisse zufrieden zu stellen ist, dem sei "Preußen ohne Legende" hiermit wärmstens empfohlen.


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DDR-Automobile von A-Z - Peter BöhlkeDDR-Automobile von A-Z
Peter Böhlke

Gebundene Ausgabe, Mai 2008
     Verkaufsrang: 57300      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Der Trabi wurde mit dem Mauerfall weltweit bekannt und endgültig zur Legende. Das automobile Leben der DDR hatte aber noch viel mehr Facetten zu bieten als den Trabant 601. Wer kennt schon die straßenzugelassenen Rennwagen von Heinz Melkus aus Dresden oder weiß, dass der erste Wartburg nie hätte gebaut werden dürfen? Der aufwendig recherchierte Bildband porträtiert die DDR als kreatives Autoland mit vielseitigen Aufnahmen, unterhaltsam und höchst informativ.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Nostalgie ohne (historische) Bilder      3 von 5 Punkten
Autos aus der ehemaligen DDR sind noch immer etwas im Schatten des Unbekannten, Geheimnisvollen und Skurrilen. Gegliedert nach den Herstellungsstätten - Dresden (Melkus), Eisenach (EMW und Wartburg) sowie Zwickau (IFA, Sachsenring und Trabant) versucht dieses Buch etwas Aufklärung zu bringen. 140 Seiten stark und reich mit (modernen) Photos illustriert bietet das Buch gleichermaßen Information und Nostalgie. Ein eigenes Kapitel ist den Importfahrzeugen aus den "sozialistischen Bruderstaaten" und dem Barkas Kleinbus gewidmet. Historisches Bildmaterial wird der Leser vergeblich suchen.


Die Geschichte der RAF - Willi WinklerDie Geschichte der RAF
Willi Winkler

Broschiert, 1. Oktober 2008
     Verkaufsrang: 23342      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Die Geschichte der RAF will nicht vergehen. Über dreißig Jahre nach dem "Deutschen Herbst" gibt es noch immer Spekulationen um die unaufgeklärten Morde, begangen von Bürgerkindern, die sich wie eine Armee bewaffneten und der Bundesrepublik den Krieg erklärten. Doch wer waren diese selbsternannten Guerillakämpfer eigentlich, was trieb sie in ihren gewalttätigen Wahn?



Das Afrikakorps in Original-Farbfotografien: In Original-Farbfotografien - Bernd PeitzDas Afrikakorps in Original-Farbfotografien: In Original-Farbfotografien
Bernd Peitz

Gebundene Ausgabe, 31. Juli 2007
     Verkaufsrang: 107724      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 29,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Dies ist kein weiterer Band mit der Chronologie des Afrikafeldzuges, eines Themas, das in der Fachliteratur bereits ausreichend beleuchtet wurde. Vielmehr möchte diese Dokumentation einen ungefilterten Blick auf den Wüstenkrieg aus privaten Fotoalben vermitteln. Es handelt sich also um keine gestellten Aufnahmen zu Propagandazwecken, sondern um Fotos, die vor allem aufgrund ihrer für die damalige Zeit seltenen Farbigkeit ein sehr lebendiges Bild des Feldzuges in Nordafrika zeigen. Die hier erstmals veröffentlichten Bilder vermitteln allen historisch interessierten Lesern, Sammlern, Fahrzeugenthusiasten und Modellbauern unverfälschte Momentaufnahmen vom Leben und Kampf in der Wüste.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Aus den Fotoalben deutscher Afrika-Korps-Kämpfer      5 von 5 Punkten
Der Paderborner Bernd Peitz veröffentlichte Bilder des Bielefelder Kriegsfotografen Eberhard Dohm. Einen Blick in die privaten Fotoalben von Kriegsveteranen könnte man das Buch - eher ein Bildband - mit dem Titel "Afrikakorps" bescheiden nennen. Dabei sind die ca. 200 meist großformatigen Abbildungen eine kleine Sensation: Die meisten Bilder, aufgenommen vor Ort von dem Bielefelder Soldaten, sind in Farbe!
Der gesamte Afrika-Feldzug von der Landung an der Küste Nordafrikas bis zum Rückzug über Sizilien spiegelt sich in den Fotos. Dabei stehen Alltag und Ausrüstung der Soldaten im Blickpunkt. Szenen von der Beisetzung Gefallener bleiben die Ausnahme genau wie Bilder vom direkten Kampfgeschehen. Auch Opfer werden n i c h t gezeigt. So gesehen wiegt der Respekt vor den Toten höher als in vielen TV-Sendungen von heute. Angesichts von ca. 100.000 Gefallenen Soldaten auf allen Seiten erweckt das Buch jedoch nicht den Eindruck einer unbeschwerten "Kaffeefahrt" durch fremde Länder - man ist erkennbar bemüht, dieses Bild nicht aufkommen zu lassen, was ich gut finde.
Die meisten Bilder stammen aus dem Fundus des mittlerweile verstorbenen Eberhard Dohm, der in der Afrika-Kameradschaft Bielefeld aktiv war. Als Fotograf der damaligen Propagandakompagnie hat er den gesamten Feldzug auf Farbdias festgehalten. Die damals noch sehr seltene Farb-Dia-Technik vermittelt in der Tat, ein wesentlich lebendigeres Bild aus dieser längst vergessenen Zeit, wie es auch richtigerweise im Vorwort steht. Die Farbtreue hat zwar über die Jahrzehnte bei manchen Bildern etwas gelitten und war ursprünglich bei weitem nicht von der Qualität heute, dennoch ist die mehrfarbige Darstellung für detailversessene Sammler, jeden Militärhistoriker und auch für den Geschichtsinteressierten wie mich von heute unschätzbarem Wert. Auch für Modellbauer und die "Re-enactors", die Spezialisten für historisch korrekt aufgeführten Spielszenen, für Filme und/oder historische Dokumentationen ist das querformatige Bildband sicher sehr interessant und lesenswert.
Insgesamt ein eindrucksvolles Buch, das so weit ich weiß, erstmals in so einer Fülle Farbfotos und Abbildungen so wiedergibt. Absolut empfehlenswert!


Absolut empfehlenswert !      5 von 5 Punkten
Farbaufnahmen, noch dazu propaganda-lose, vermitteln einfach einen viel besseren Eindruck als Schwarz-Weiß-Aufnahmen.
Auch die Erläuterungen zu den Bildern sind so detailliert wie möglich.
Für jeden, der sich für diese Materie interesiert, ist dieses Buch ein absolutes Muß !


Claus Schenk Graf von Stauffenberg: Die Biographie - Peter HoffmannClaus Schenk Graf von Stauffenberg: Die Biographie
Peter Hoffmann

Broschiert, 17. September 2007
     Verkaufsrang: 150682      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Widerstand gegen Hitler
Am 20. Juli 1944 verübte Claus Schenk Graf von Stauffenberg ein Attentat auf Hitler, das Deutschland von seinem verbrecherischen Diktator befreien und den Zweiten Weltkrieg beenden sollte. Der Historiker Peter Hoffmann, einer der besten Kenner des deutschen Widerstands, entwirft in seiner zum Standardwerk gewordenen Biographie ein faszinierendes Porträt Stauffenbergs, seines familiären Umfelds und seiner geistigen Wurzeln. Er schildert den schwierigen Weg des Offiziers, der sich lange an den Treueeid auf Hitler gebunden fühlte, hin zum Widerstandskämpfer, der die Ermordung Hitlers als einzigen Ausweg sah. 100. Geburtstag Stauffenbergs am 15. November 2007.

»Mit diesem Buch krönt Peter Hoffmann seine langjährigen Arbeiten zur Geschichte des deutschen Widerstands gegen Hitler und vertieft sie zugleich durch verständnisvolles Eindringen in die biographischen Hintergründe von Menschen, die ihr Leben im Kampf gegen die Diktatur einsetzten.«
Eberhard Jäckel
»Eins der besten Bücher zum 20. Juli. Eine großartige Biographie.«
Frank Schirrmacher, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Nach wie vor die beste Geistesgeschichte des 20. Juli.«
Neue Züricher Zeitung


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

ein Standardwerk!      5 von 5 Punkten
Claus Schenk Graf von Stauffenberg: Wer war dieser Mann,der am 20.Juli 1944 ein Attentat auf den Diktator Hitler verübte und Deutschland damit befreien wollte? Hoffmann gilt als absoluter Kenner der Materie und hat minutiös das Leben des Claus Schenk Graf von Stauffenberg nachgezeichnet, sein Privatleben, seine Wurzeln und seine militärische Laufbahn, die ihn der hitorischen Tat am 20. Juli 1944 gipfelte. Besonders interessant an dieser Biografie sind die mehr als wissenswerten Hintergründe, die den Weg des Claus Schenk Graf von Stauffenberg zeichneten. Diese Neuausgabe kann zweifellos als DAS Standardwerk des deutschen Widerstandes bezeichnet werden und gehört in jede Bibliothek eines an der deutschen Geschichte interessierten Menschen.


Der Tod sprach polnisch: Dokumente polnischer Grausamkeiten an Deutschen 1919-1949 - Der Tod sprach polnisch: Dokumente polnischer Grausamkeiten an Deutschen 1919-1949

Gebundene Ausgabe, Januar 1999
     Verkaufsrang: 91440      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 29,80 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Neben den polnischen Übergriffen seit 1919 in Posen, Westpreußen und Oberschlesien und den Massakern des Jahres 1939 nehmen die polnischen Vertreibungsverbrechen und die Quälereien in polnischen Nachkriegs-Konzentrationslagern in diesem Werk breiten Raum ein.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

der andere Teil der Wahrheit      5 von 5 Punkten
Wenn in anderen Rezensionen nach nüchterner Betrachtung gerufen wird, so kann ich hier nur jenes Deutschtum erkennen, welches auch die Todeslisten in Auschwitz nüchtern ausfüllte.
Greueltaten wie sie zwischen und nach den Weltkriegen zuhauf an den Deutschen verübt wurden, haben nun mal nichts nüchternes an sich.
Die Aufzählung von Zahlen hätte hier wieder einmal nichts bewirkt, keine einzige Seite zu schreiben gelohnt. So aber ist dokumentiert, was wirklich geschah, und der erste Schritt zur Verhinderung des erneuten Geschehens damit getan. Das Verschweigen, ja Verdrehen der Wahrheit von Millionen von Menschen, ist so furchtbar urdeutsch wie das Wort von der Endlösung. Es kann nicht sein, was nicht sein darf, doch wie man es dreht und wendet: dieser Krieg hatte mehr als nur einen Vater.


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Der Brand. SPIEGEL-Edition Band 35 - Jörg FriedrichDer Brand. SPIEGEL-Edition Band 35
Jörg Friedrich

Gebundene Ausgabe, 26. März 2007
     Verkaufsrang: 122483      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Im Frühjahr 1945 war Deutschland ein Trümmerfeld: Alle großen und viele mittelgroße Städte lagen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Schutt und Asche. War das Flächenbombardement der Engländer und Amerikaner gegen Deutschland ein Kriegsverbrechen? Diese Frage wirft der Historiker Jörg Friedrich in diesem eindringlichen Buch auf. Der Autor bezeichnet den Bombenkrieg der Alliierten als "Zivilterror". Vor allem den englischen Premier Churchill macht Friedrich für den vermeidbaren Tod Hundertausender Menschen verantwortlich.

Entsprechend hat das Buch bei seinem Erscheinen viel Wirbel ausgelöst: In Großbritannien warfen einige Medien und Historiker dem Autor vor, er wolle die Geschichte verdrehen und die Kriegführung der Alliierten mit den nationalsozialistischen Verbrechen gleichsetzen. Davon allerdings kann keine Rede sein. Friedrich zweifelt nicht daran, dass der Kampf gegen das NS-Regime moralisch gerechtfertigt war. Ebenso verweist er darauf, dass Deutschland zuerst mit der Luftschlacht begann -- Angriffe auf englische Städte wie London und Coventry hatten verheerende Folgen.

Die Art und Weise, wie die Alliierten den Bombenkrieg gegen die deutschen Städte führten, kritisiert der Autor als ebenso unmenschlich wie überflüssig. Die Bomben waren nämlich nicht nur gegen Rüstungsfabriken und Verkehrswege gerichtet. Sie sollten ganz bewusst die Zivilbevölkerung treffen. Deswegen setzten die Alliierten nicht nur Sprengbomben gegen bestimmte Gebäude ein, sondern vor allem Brandbomben. Diese entfachten am Boden unaufhaltsame Feuerstürme, die Menschen, Häuser und alles Brennbare verschlangen.

Das "moral bombing" sollte den Durchhaltewillen der deutschen Bevölkerung brechen. Das misslang jedoch, wie Friedrich konstatiert: Anstatt gegen das nationalsozialistische Regime aufzubegehren, verfielen die Deutschen angesichts des apokalyptischen Bombenhagels in Depression und Apathie. Trotz der erkennbaren militärischen Sinnlosigkeit, so lautet der Vorwurf des Autors, steigerten Engländer und Amerikaner ihre Abwürfe aber immer weiter und nahmen wissentlich ein "Massaker" an der Zivilbevölkerung in Kauf.

Ausführlich schildert Friedrich die Angriffe auf einzelne deutsche Städte: Hamburg und Berlin, Dresden und Pforzheim, Nürnberg, Essen und andere mehr. Er fügt die vielen lokalen Berichte über die Kriegsereignisse zusammen und liefert somit eine Gesamtdarstellung des Bombenkriegs in Deutschland. Neben dem militärischen Verlauf dieser Angriffe und der eingesetzten Waffentechnik interessiert Friedrich vor allem, wie die deutsche Bevölkerung die Bombardements erlebte. Er beschreibt reportagehaft und mit emotionalisierender Sprache die Allgegenwart der Todesangst, die ständige Flucht vor den Bomben in Keller und Bunker, den Verlust von Angehörigen.

Friedrichs Buch rührt bewusst an ein Tabu. Denn angesichts der barbarischen NS-Verbrechen wollte vor allem in Deutschland lange Zeit niemand die Art der alliierten Kriegsführung in Frage stellen. Friedrich tut genau das -- nicht als rechtsradikaler Geschichtsrevisionist, sondern als Wissenschaftler. Die Debatte um dieses Buch ist ebenso schmerzhaft wie notwendig. --Christoph Peerenboom

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 41 Bewertungen)

Eine erschütternde Anklage      5 von 5 Punkten
Das Dritte Reich ist immer gut für Streitereien, und kaum ein Buch hat in den letzten Jahren eine solche Kontroverse ausgelöst wie Friedrichs "Brand". Es will, so meint der Klappentext, ein Tatsachenbericht sein: die Ansichten des Autors aber sind ordentlich beigemischt. Unglaublich dennoch die Fülle an Informationen, die allerdings äußerst konfus angeordnet sind. Vor allem im Mittelteil, "Land", leistet sich Friedrich Längen, wenn er das Schicksal jeder deutschen Stadt auflistet. Aber das wird wettgemacht durch Friedrichs kühlen, treffenden Stil, und einem Sinn für tragische Ironie: "Die mit den Bomben abgeworfenen Flugblätter bedauerten, daß sie trafen." Da wird einem mulmig.


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Deutsche Geschichte in Quellen und Darstellung: Deutsche Geschichte 6 in Quellen und Darstellung: Von der Französischen Revolution bis zum Wiener Kongreß 1789 - 1815: Bd 6 - Deutsche Geschichte in Quellen und Darstellung: Deutsche Geschichte 6 in Quellen und Darstellung: Von der Französischen Revolution bis zum Wiener Kongreß 1789 - 1815: Bd 6

Taschenbuch, Dezember 1995

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Stalingrad: Befreiung in Gefangenschaft - Karl-Ludwig SchoberStalingrad: Befreiung in Gefangenschaft
Karl-Ludwig Schober

Taschenbuch, Juni 2003

Verkaufsrang: 67818
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