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| Deutsche Geschichte | Inhaltsangaben Kurzbeschreibungen Zusammenfassungen | |
Der Untergang: Hitler und das Ende des Dritten Reiches. Eine historische Skizze Joachim Fest Taschenbuch, September 2003 Verkaufsrang: 100468 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Schon mit seiner Hitler-Biografie von 1973 hat sich Joachim Fest als scharfer Analytiker und zugleich brillanter Schreiber erwiesen. In diesem Buch läuft der frühere Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung noch einmal zu alter Meisterschaft auf: Er verdichtet die Geschehnisse der letzten Wochen des Dritten Reiches zu einem eindrücklichen Leseerlebnis. In einer dramatisch zugespitzten Dokumentation schildert er das Entsetzliche, das Unwirkliche und zugleich seltsam Faszinierende des deutschen Untergangs 1945. Geradezu greifbar wird die Weltuntergangsstimmung, die in Berlin im Frühjahr 1945 herrschte. Das Dritte Reich taumelte seinem Ende entgegen und entfesselte trotzdem noch ungeahnte Vernichtungskräfte. Über Berlin ging der Bombenhagel der Alliierten nieder. In der Stadt herrschte das Chaos: Auf den Straßen Flüchtlinge, Tote und Verwundete; fanatische Nazi-Standgerichte versuchten mit willkürlichen Hinrichtungen für Ordnung zu sorgen, während 14-Jährige als letztes Aufgebot des Regimes im Volkssturm verheizt wurden. "Wir können untergehen", hatte Hitler Anfang 1945 erklärt. "Aber wir werden eine Welt mitnehmen." Das waren nicht nur pathetische Worte, wie Fest zeigt: Je näher das Ende rückte, desto größer wurde der "grenzenlose Destruktionswille" Hitlers. Noch im März 1945 erließ er den so genannten "Nero-Befehl", der den Alliierten in Deutschland nur verbrannte Erde hinterlassen sollte. Immer wieder konzentriert sich Fest auf die Geschehnisse im Führerbunker unter der Berliner Reichskanzlei. Hierher hatten sich Hitler und seine Getreuen zurückgezogen. Isoliert von der Wirklichkeit wechselte die Stimmung zwischen gesteigerten Vernichtungsfantasien und tiefer Depression. Hitler verfiel körperlich zusehends und raffte sich doch immer wieder zur alten Entschlossenheit auf -- bis er sich am 30. April 1945 im Bunker eine Kugel in die Schläfe schoss. Fests recht konservative Geschichtsinterpretation macht das Buch bisweilen einseitig -- und zugleich lesenswert wegen der Lust an der Kontroverse, die Fest spüren lässt. Und was der Autor als Aufgabe der Geschichtsschreibung bezeichnet -- "einen Ausschnitt gelebten Lebens zur Anschauung zu bringen" --, das ist ihm hier vorzüglich gelungen. --Christoph Peerenboom
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 14 Bewertungen)
Kuchenfressende Monster und Pressetermine bei Kerzenlicht 5 von 5 Punkten Das Ende des Dritten Reiches oder dessen, was davon übrig war, wurde allerspätestens 1945 auch zur Götterdämmerung für die Führungselite des NS-Regimes. Das Leben im Bunker, abgeschottet von den oberirdischen Kriegszerstörungen, spielte sich ein zunehmend skurriles Leben ab. So muss man sich Hitler als kuchenfressendes Monster mit Speichel im Mundwinkel und Flecken auf dem Hemd vorstellen. Immer wieder gab es dazu die illusionäre Hoffnung auf eine Kriegswende, der "Führer" des deutschen Reiches "spielte" auf der Landkarte mit Armeen oder Armeeteilen, die in Wirklichkeit schon gar nicht mehr existierten. Kam die NS-Führung noch einmal ans Tageslicht, so um das allerletzte Aufgebot an Hitlerjungen zu betätscheln (Hitler an seinem letzten Geburtstag) oder um allerletzte Pressekonferenzen abzuhalten, die aus Ermangelung an Lampen bzw. Strom bei Kerzenschein abgehalten werden mussten. Im Bunker drehte sich zum Schluß nur noch alles daran, wie man alles zu Ende bringen könne. Während sich die einen aus dem Staub machten, blieb den anderen nur der Weg des Suizids, um sich vor Kriegsgefangenschaft und Todesurteil zu retten. Joachim Fests "Der Untegang" bietet einen erschütternden Einblick in die letzten Wochen des 3. Reichs und seiner Führungsspitze. Ein Muss für jeden Zeitgeschichts-Interessierten!
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"Davon haben wir nichts gewusst!": Die Deutschen und die Judenverfolgung 1933-1945 Peter Longerich Broschiert, 17. September 2007 Verkaufsrang: 120596 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Davon haben wir nichts gewusst -- So lautete nach dem Ende der Naziherrschaft in Deutschland die Standardantwort auf die Frage, wie man die millionenfache Vernichtung von Juden hatte zulassen können. Die historische Forschung hatte daran, dass die übergroße Mehrheit der Deutschen tatsächlich nicht gewusst haben sollte, wie das Regime mit den ja nicht etwa im Verborgenen, sondern unter großem propagandistischen Tamtam Deportierten verfuhr, zwar immer wieder wohl begründete Zweifel geäußert. Eine derart faktenreiche und auf nur annähernd so breitem Quellenstudium basierende Arbeit, wie die nun von Peter Longerich vorgelegte, stand aber bis jetzt aus. Der Autor belegt mit seiner ebenso fundierten wie sorgfältigen Analyse, dass die Zahl derer, die sehr wohl um die Judenvernichtung wussten, um ein Vielfaches höher gewesen sein muss, als bisher angenommen. Auch wenn die Mehrheit trotz allem tatsächlich wohl nicht so genau wusste oder wissen wollte, was mit den Juden tatsächlich geschah: Je länger der Krieg dauerte, desto geringer wurde das Interesse der Naziführung zu verhindern, dass die in Umlauf befindlichen Gerüchte zur allgemeinen Gewissheit würden: "Seit Mitte 1942 propagierte das Regime zunehmend - ein ungefähres Wissen um die "Endlösung" voraussetzend - und ganz offen, dass im Falle einer Niederlage in diesem Krieg die Juden den Deutschen das Gleiche zufügen würden, was diese ihnen angetan hatten." Das Gefühl, so Longerich, dass die "Judenfrage" unmittelbar eine Frage des eigenen Überlebens sei, "war offenbar weit verbreitet". 1943 ging die NS-Propaganda diesbezüglich endgültig in die Offensive und bekannte sich ganz und gar unmissverständlich zu ihrer Vernichtungspolitik. Im Werben für den "Totalen Krieg" wurde dessen Notwendigkeit für jeden deutlich hörbar damit begründet, "der jüdische Erzfeind" müsse ausgerottet werden, bevor dieser seiner Absicht in die Tat umsetzen könne, seinerseits das deutsche Volk zu vernichten. "Die 'dem Volk' abverlangten zusätzlichen Kriegsanstrengungen versuchte das Regime in ein Plebiszit für die radikalste denkbare 'Lösung der Judenfrage' umzumünzen." Zugleich ließ man keinen Zweifel daran, dass das Volk insgesamt im Falle einer Niederlage von den Siegern wegen seiner Komplizenschaft zur Rechenschaft gezogen würde. Als die unvermeidbare Niederlage näher rückte, vollzog das NS-Regime noch einmal einen Schwenk und belegte die "Endlösung" parteiintern mit einem Erörterungsverbot. Doch da hatte die Bevölkerung in ihrer übergroßen Mehrheit ohnehin bereits ihre "Flucht in die Unwissenheit" angetreten und sich so gegen die bevorstehende Generalanklage gewappnet. -- Andreas Vierecke
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
Ausgezeichnete Analyse auf neuestem Stand der NS-Forschung - Taschenbuchausgabe 5 von 5 Punkten Mit großer Detailgenauigkeit, profunder Quellenkenntnis und gutem Schreibstil untersucht der Londoner Historiker Peter Longerich die Frage, wie die Deutsche Bevölkerung zur Judenverfolgungs stand und was sie tatsächlich gewusst hat. Longerich nutzt den aktuellsten Forschungsstand, vergleicht verschiedenste zeitgenössische Informationsquellen hinsichtlich ihrer Aussagequalität und bietet interessante Einblicke in die erstaunlich heterogene Berichtslage der eigentlich gleichgeschalteten Zeitungen des Dritten Reiches. Seine Erkenntnisse vergleicht Longerich schließlich mit denen früherer Veröffentlichungen zur gleichen Thematik und stößt auf einige deutliche Diskrepanzen.
Er kommt zu dem Schluss, dass es so etwas wie Volksmeinung im damaligen Deutschland nicht gab bzw. in einer brutalen Diktatur auch nicht geben konnte, von Meinungsforschung oder Demoskopie ganz zu schweigen.
Insgesamt lässt sich nach Longerich konstatieren, dass die antijüdische Propaganda nur in kleinen Bevölkerungsschichten tatsächlich Wirkung zeigte und dass der Unwille der Bevölkerung, ihr Verhalten in der sogenannten Judenfrage so radikal auszurichten wie vom Regime gewünscht nicht überwunden werden konnte. Erst als Goebbels jeden Kontakt der Deutschen mit den - schon länger durch den Judenstern stigmatisierten - Juden unter KZ-Strafe stellte gelang es den Machthabern, die Juden vollständig zu isolieren.
Umgekehrt ging die NS-Propaganda mit sich zunehmend verdüsternder Kriegslage phasenweise immer offener mit dem vorher verheimlichten Massenmord um mit dem Ziel, die Bevölkerung zu Mitwissern und damit zu kollektiv in Haftung zu nehmenden Mittätern zu machen. Hierauf reagierten die Menschen mit ihrer ostentativen Ahnungslosigkeit" eines Nicht-Wissen-Wollens, schließlich mit einer quasi aktiven Tabuisierung jeglicher Kenntnis. Diese Flucht in die Unwissenheit" manifestierte sich in der immerwiederkehrenden Aussage von Zeitzeugen Davon haben wir nichts gewusst".
Dass Longerich diese Analyse in Form einer stringenten und hervorragend lesbaren Ausarbeitung gelingt, begründet den großen Wert dieses Buches.
Zudem ein hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis dank Neuauflage als Taschenbuch.
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Geo Epoche (mit DVD): Geo Epoche (mit DVD): Geo Epoche. Weimarer Republik mit DVD: Das Magazin für Geschichte. Drama und Magie der ersten deutschen Demokratie: ... ersten deutschen Demokratie: Heft 27/2007 Michael Scharper, Irmgard von ZurMühlen Broschiert, 29. September 2007 Verkaufsrang: 161637 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden GEO EPOCHE präsentiert das Porträt "Weltbühne Berlin - Die Zwanziger Jahre" der renommierten Dokumentarfilmerin Irmgard von zur Mühlen. Mit Liedern und Texten aus Literatur und Kabarett sowie selten gesehenen Filmsequenzen und Fotografien aus jenen Jahren erzählt die Regisseurin die Geschichte der deutschen Hauptstadt zwischen 1918 und 1933 - und damit auch die Geschichte der Weimarer Republik.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Auch die heißen Nächte von Berlin werden hier thematisiert! 5 von 5 Punkten Geo Epoche Nr. 27 befasst sich mit dem Drama und der Magie der so genannten " Weimarer Republik" .
Man liest gleich zu Anfang, dass sich nach dem Sturz des kaiserlichen Regimes so viele Menschen wie nie zuvor in der Politik engagiert hatten.
In den 14 Jahren der Weimarer Republik wollten insgesamt 20 Kabinette Deutschland aus der Krise führen. Ständig wurden neue Koalitionen geschmiedet, 12 Männer wurden allein zu Kanzlern ernannt. Keiner der verantwortlichen Politiker war in der Lage die Republik zu stabilisieren. Am Ende wurde sie durch die Nazis zerschlagen.
Dr. Frank Otto beschreibt die Stationen der ersten Republik, deren Gründung, den Bürgerkrieg, den Ruhrkampf, die Hyperinflation, die außenpolitischen Erfolge, die gefährdete Stabilisierung, die Weltwirtschaftkrise, das Ende des Parlamentarismus und die Zerstörung der Republik.
Nachdem der Leser auf diese Weise einen Überblick über das Geschehen erhalten hat , porträtiert Heinrich Jaenicke in seinem Beitrag den ersten Präsidenten der jungen Republik, Friedrich Ebert. Ferner erhält man einen Überblick über die Weimarer Verfassung.
Des weiteren wird man über die Anfänge der 20er Jahre und hier über eine neue Kunstrichtung - den Dadaismus - aufgeklärt. Das war eine Antikunst, ohne Normen und stellte den Beginn einer großen künstlerischen Bewegung des 20. Jahrhunderts dar, der Abstraktion, Surrealismus und Konzeptkunst folgten.
Die heißen Nächte von Berlin werden erfreulicherweise auch thematisiert. In Bars, Tanzdielen, Kaschemmen und Kabaretts tanzt, trinkt und schnupft das Volk die Angst vor der Zukunft weg. Das Publikum schätzt Sensationen, Skurrilitäten und Sex. Tänzerinnen zeigen sich beinahe entblößt. Man hat die Prüderie der Kaiserzeit zumindest in der Großstadt abgeschüttelt. Kokain, Morphium, Opium, flüssig, pulverisiert und gepresst gibt es beinahe an jeder Ecke zu kaufen. Während man in Berlin die Freiheit genießt, ist Bayern bereits 1923 ein Bollwerk der Todfeinde Weimars. Der erfolgreichste Demagoge ist Adolf Hitler. Der Historiker und geschäftsführende Redakteur von GEOEPOCHE beschreibt den Hitler-Putsch von 1923 detailliert. Obschon dieser Putsch mit 3000 Mann gegen die Staatsmacht in München ausgeführt wurde, endete der Aufstand im Feuer der Polizei, aber das Fiasko machte Hitler letztlich im gesamten Reich bekannt.
Das Bauhaus ist ein weiteres Thema der GEOEPOCHE. Künstler wie Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky, Oskar Schlemmer , Georg Muche , Paul Klee und Walter Gropius werden vorgestellt, außerdem wird die Kamera und ihre Bedeutung in einem Beitrag von Freddy Langer diskutiert.
Ab 1924 kam eine kleine , lichtstarke Kamera auf den Markt. Jetzt werden schnelle ungestellte Aufnahmen möglich. Mit dieser Technik ändert sich auch der Journalismus.
Die Folgen des ersten Weltkrieges bilden die Plattform für Spekulanten. Der Währungsverfall zu Ende 1923 treibt Millionen Menschen in die Armut. Auf dem Höhepunkt der Inflation 1923 sind 400 Trillionen Mark im Umlauf.
Über die Maler jener Zeit erfährt man mancherlei. Künstler wie Georg Grosz und der von mir besonders geschätzte Otto Dix geben sich bewusst zynisch. Wie man liest, nehmen deren Gemälde und Collagen sich bewusst die Kaiserzeit vor , beschwören die Schrecken des Krieges und klagen die sozialen Missstände an. Der von mir ebenfalls hochverehrte Lyonel Feininger erschafft, vom Kubismus geprägt, kristalline Gebilde, in denen das Gegenständliche erkennbar bleibt.
Nach 1918 bildet sich auch die Schauspielkunst neu. So etwa holt Max Reinhardt die Expressionisten auf die Bühne und Bert Brecht erfindet mit Kurt Weil das politische Musical , die " Dreigroschenoper ".
Von dem Arbeiterführer Ernst Thälmann ist in einem der folgenden Beiträge die Rede, auch vom " Blutmai " , der viele Arbeiter zur KPD treibt.
Nicht vergessen werden die großen Literaten , wie etwas Döblin, Ringelnatz , Kästner und Tucholsky, der der schärfste Geist jene Tage war, aber letztlich an der Republik verzweifelt ist.
Über die Depression von 1929 wird berichtet und über das Scheitern der großen Koalition im Jahre 1930, die letztlich das parlamentarische Ende der Demokratie bedeutet hat , auch wenn sie bis 1933 brauchte um vollkommen am Boden zu liegen .
Das Endspiel der Macht ist der letzte Beitrag des vorliegenden Magazins. Jetzt folgen Daten und Fakten. Außerdem wird über die wichtigsten Parteien informiert und über die Deuter und Denker jener Tage. Die Rede ist u. a . von Max Planck, dem Übervater der Physik, von Ludwig Quidde, dem Aktivisten für den Frieden , von dem Visionär der Industrie Carl Bosch, dem Jahrhundertgenie Albert Einstein, dem Philosophen der Freiheit Karl Jaspers, dem Denker Martin Heidegger, dem Beobachter der Zeit Walter Benjamin und dem Genie der Atomphysik Werner Heisenberg, der für die Entwicklung der Quantenmechanik 1932 den Nobelpreis für Physik erhielt.
Eine gelungene Darstellung der Weimarer Republik.
Die dazugehörend DVD illustriert den Text wie immer vortrefflich!
Empfehlenswert!
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Der Zweite Weltkrieg. Ein Lexikon
Gebundene Ausgabe, Februar 2005 Verkaufsrang: 170560 Daten, Namen, Fakten - das unentbehrliche Nachschlagewerk zu allen politischen, historischen und militärischen Fragen des Zweiten Weltkriegs. Der Zweite Weltkrieg forderte unermeßliche Opfer und führte zu globalen Umwälzungen, deren Folgen bis heute nicht überwunden sind. Aus neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft basierend, vermittelt das vorliegende Lexikon einen umfassenden Überblick über historische Operationen und politische Konsequenzen eines Krieges, dessen Schrecken sich bis in die heutige Zeit erhalten hat.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
ausführlich 4 von 5 Punkten Alphabetisch nach Stichworten geordnet werden in diesem Werk, auf 570 Seiten ca. 2565 Begebenheiten, Orte, Personen, Geräte, Einheiten und mehr, des Zweiten Weltkrieges kurz und pragmatisch beschrieben. Beginnend mit dem Kriegsbeginn in Europa und endend mit der Aufgabe Japans in Asien ist dieses Werk sehr umfangreich und informativ. Aufgrund der Tatsache das es sich bei dem Werk um ein Lexikon handelt, sind die gegeben Informationen sehr oberflächlich gehalten. Auf eine Wertung des Beschriebenen wird erfreulicherweise verzichtet. Manchmal ist es jedoch nachteilig das sich dieses Lexikon ausschließlich auf den Zweiten Weltkrieg bezieht; die Legion Condor und der japanische Mandschurei Feldzug 1937, der Auslöser für den Zusammenbruch des Völkerbundes, finden bspw. keine Erwähnung. Insgesamt ergibt sich aber ein umfangreiches Nachschlagewerk, das in keinem Bücherregal fehlen sollte.
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Knast-Tagebuch Birgit Schlicke Taschenbuch, Januar 2002 Verkaufsrang: 74407 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Fuer mich ein Meisterwerk des Details... Auch ich war in politischer Haft in einem ostdeutschen Zuchhaus, und auf einmal hatte ich den Zuchthausgestank wieder in meiner Nase, hoerte ich das Rasseln der Schluessel beim Aufschliessen der Zellen, fror wie sie waehrend der Transporte und spuerte die Ohnmacht und Hilflosigkeit innerhalb der Mauern der Grausamkeit.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Sehr zu empfehlen 5 von 5 Punkten Die Autorin hat mit sehr beeindruckender Sachlichkeit und Detailiertheit Ihre Erlebnisse im Zuchthaus Hoheneck niedergeschrieben.
Fuer mich ein Meisterwerk des Details...
Auch ich war in politischer Haft in einem ostdeutschen Zuchhaus, und auf einmal hatte ich den Zuchthausgestank wieder in meiner Nase, hoerte ich das Rasseln der Schluessel beim Aufschliessen der Zellen, fror wie sie waehrend der Transporte und spuerte die Ohnmacht und Hilflosigkeit innerhalb der Mauern der Grausamkeit.
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Mythos Rommel Maurice Philip Remy Broschiert, März 2004 Verkaufsrang: 93733 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Er wählte Ungnade, wo Gehorsam nicht Ehre brachte. Zu dieser Überzeugung gelangt Maurice Philip Remy in seinem Buch zu dem gleichnamigen TV-Dreiteiler Mythos Rommel, in dem er den Widersprüchen in der Persönlichkeit des wohl populärsten Generals des Zweiten Weltkrieges auf den Grund geht. Nicht dass es ihm keine Schwierigkeiten bereiten würde, die merkwürdige Liebe seines Protagonisten zu seinem Führer bis in den erzwungenen Freitod nachzuvollziehen. Die Stilisierung Erwin Rommels zum strammen Nazi-General, wie vom rechtslastigen britischen Historiker David Irving erstmals unternommen, weist er aber ebenso zurück wie Ralph Giordanos jüngstes Kriegsverbrecher-Verdikt. Was Remy, gestützt auf zum Teil unveröffentlichtes Material, zu Tage fördert, kommt einer Ehrenrettung gleich. Denn es spricht Rommel insgesamt von individueller Schuld und Komplizenschaft mit dem verbrecherischen nationalsozialistischen Regime frei. Es dokumentiert vielmehr den steinigen Weg eines zwischen Loyalität und Gewissen hin- und hergerissenen schlichten und lauteren Charakters zum Widerstand. Gezeigt wird nicht nur, wie der bei Freund und Feind gleichermaßen bewunderte "Wüstenfuchs" eher unfreiwillig zum Volkshelden aufgebaut wurde, um mit seinen Erfolgen als Feldherr in Nordafrika vom Ostfront-Desaster abzulenken. Der Autor weist auch nach, dass Rommel aus Zweifel am "Endsieg" und aus Enttäuschung über Hitlers irrwitzige Durchhaltebefehle auf verlorenem Posten vor El Alamain schon früh den weithin unbekannten Entschluss fasste, mit den Westalliierten zu paktieren, um den Krieg zu beenden. Und er liefert den eindeutigen Beleg, dass der charismatische Schwabe in die Pläne der Männer des 20. Juli eingeweiht war und -- wenn auch nicht unbedingt das Attentat -- zumindest den Sturz des Diktators befürwortete, als dessen Nachfolger er in Widerstandskreisen zeitweise sogar gehandelt wurde. Widersprüche und Naivität sind für Remy das Eine: "Umso schwerer wiegt, dass dieser Mann dennoch die Kraft und den Mut aufbrachte, sich immer dann gegen Hitler zu entscheiden, wenn dessen Befehle seinem Gewissen zuwiderliefen." Das ist tatsächlich die andere Wahrheit über Erwin Rommel. Trotz reichlich Schlachtengetümmel ein hochgradig spannendes und aufschlussreiches Buch -- zudem in hochwertiger Ausstattung und sorgfältig illustriert. --Roland Detsch
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 19 Bewertungen)
Buch zum Film - oder andersrum... 5 von 5 Punkten Eigentlich bin ich kein Freund von solchen Agreements.
Denn den Film "Mythos Rommel", der ARD-Dreiteiler und auch das Buch sind vom selben Autor, Remy.
Allerdings bin ich hier positiv überrascht.
Im Buch werden noch einige Stellen aus Rommels Leben ausgeleuchtet und konkretisiert, die im Film ausgelassen wurden. Verständlich, denn Rommels Tun und Handeln erfordert mehr, als 2 1/2 Stunden Film umsetzen könnten.
Das Buch ist gut geschrieben, leicht verständlich. Und auch für Nicht-Historiker sehr spannend. Rommel war und ist der beliebteste General des Zweiten Weltkriegs - auch das greift das Buch auf.
FAZIT:
Sehr zu empfehlen. Auch die Dokumentation mit selben Namen ist gut gemacht!
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Die Fluchttunnel von Berlin Dietmar Arnold, Sven Felix Kellerhoff Gebundene Ausgabe, September 2008 Verkaufsrang: 63841 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Seit das SED-Regime im August 1961 die Berliner Mauer errichtete, gab es immer wieder Versuche, mittels in den märkischen Sand gegrabener Tunnel die tödlichen Sperranlagen zu überwinden und die Freiheit zu erlangen. Der erste Tunnel entstand gleich 1961, der letzte 1985. Insgesamt waren es mehr als sechzig Fluchttunnel, durch die über 300 DDR-Bürger nach Westberlin gelangten. Es gab spektakuläre Aktionen, Verrat und bitteres Scheitern, weil die Stasi Wind bekommen hatte. Ein regelrechtes Katz-und-Maus-Spiel zwischen Tunnelbauern und Staatssicherheit entstand, unter zunehmend erschwerten Bedingungen für die Fluchtwilligen.
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Görings Reich. Selbstinszenierungen in Carinhall Volker Knopf, Stefan Martens Broschiert, 26. Juni 2007 Verkaufsrang: 132200 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Von der Existenz des Waldhofes Carinhall, etwa 65 Kilometer nördlich von Berlin gelegen, zeugen nur noch zwei Torhäuser mit dem Wappen des Reichsmarschalls Göring. Das verschüttete Gelände ist von Mythen umgeben und wird noch immer von Schatzjägern aufgesucht. Hier entstand ab 1933 eine pompöse Residenz, in der über die Geschicke Europas verhandelt wurde, etwa über den "Anschluss" Österreichs und die "Zerschlagung" der Tschechoslowakei. Knopf rekonstruiert die Geschichte von Görings Residenz und beschreibt ihre Gebäude; Martens belegt, welche Politiker, Industrielle und Militärs hier zu Gast waren und welche Entscheidungen fielen. In der erweiterten Neuausgabe werden neue Erkenntnisse über die Beteiligung Görings an der Judenvernichtung und seine Verantwortlichkeit für die Kriegs wirtschaft dargestellt. Außerdem konnten zusätzliche Pläne und Abbildungen aufgenommen werden.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Prunk und Oberflächligkeit. Die Fassade eines "dicken" Nazi 5 von 5 Punkten Vorab. Ich bin kein deutscher Staatsbürger, und sehe die deutsche Geschichte bestimmt durch meine kleine "luxemburgischen" Brille. Die Grösse und Prunksucht der Nazis erschlagen einen sowieso immer förmlich, doch was Göring da abgeliefert hat, ist schon erschreckend. Millionen und aber Millionen wurden verbaut, umgebaut, beigebaut, und schliesslich zerstört. Nun zum Buch: Das Buch besticht, durch seine klare Gliederung, geschichtlichen Beifügungen, die natürlich nicht fehlen können. Die Fotos sind halt sw, da die Farbfotos eher selten waren. Es stünde dem Buche zwar gut auch einige (wenn es sie dann gibt), darzustellen. Ich bin irgendwie schockiert, aber auch irritiert, über die Selbstverherrlichung des "Klempners" oder Herrn Meier. Bis dato, hielt ich nur Bücher in der Hand, wo man Göring als lamettageschmückten dicken Held sah. Irritiert ist man dann schon wenn man sieht, dass er sogar über einen Fitnessraum, Sauna, Pool verfügte. Man lernt diese Person auch als "Sammler" kennen, und als Jäger. Dass seine ganze , war es "seine" ??, Sammlung (oder besser Beute) ausgestellt wurde wie im Museum, bezeugt das er sich selbst irgendwie zum Inventar mit inzinierte. Die Zeittafel Seite 176 ist ganz gut gemacht, und gibt einen guten Einblick in das "Berufsleben" des "Dicken". Also ingesamt kann ich das Buch empfehlen, es liefert ein anderes Bild Görings, wenngleich es auch nicht besser wird, trotz des Feudalismus, und Prunks. Bokassa laesst gruessen. Georges aus Luxemburg.
Braune Völlerei im 3. Reich. Hervorragendes Sachbuch 5 von 5 Punkten Gerade meiner jüngeren Generation, für die der Begriff "Carinhall" keiner mehr ist, gehen die Augen über, welchen feudalen Prunk sich der Herr Göring auf Kosten des Staates und damit der Bürger geleistet hat. Die Autoren selbst kommen fast ohne jede eigene Wertung aus, da die genaue und detailierte Darstellung und Bebilderung der Tatsachen dem mit Denkvermögen ausgestatteten Leser völlig ausreicht. Dieses Buch ist allen angeraten, die immer noch der Ansicht sind, ohne seine extremen Ausfälligkeiten wie Krieg und Verfolgung wäre dieses Regime doch eigentlich recht erträglich gewesen. |
Die deutschen Geheimwaffen des Zweiten Weltkriegs Roger Ford Gebundene Ausgabe, Juni 2007 Verkaufsrang: 138161 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Geld nicht wert 2 von 5 Punkten Dieses Buch ist eine Enttäuschung. Hier werden Waffen, die in zig anderen Publikationen bereits ausführlich beschrieben wurden, zu "reißerischen" Geheimwaffen stilisiert. Vielleicht ist die Zusammenstellung eine andere, aber wenn man hier z.B. über U-Boote, Tiger-Panzer, Me 262 oder die Panzerfaust liest, muß man sich schon wundern. Dabei ist die Beschreibung der Waffentechnik ziemlich dünn.
Gute Zusammenstellung von deutschen Geheimwaffen 5 von 5 Punkten Die vielfältigen Entwicklungen im Bereich der modernen Kriegsführung durch deutsche Geheimprojekte versetzen einen manchmal in Erstaunen. Das gegen Ende des zweiten Weltkriegs bereits Seezeielflugkörper wie die Henschel Hs 294 zur Verfügung standen war mir persönlich nicht bekannt.Auch andere z. T. sehr innovative Raketenwaffen wie die Messerschmitt "Enzian" legen davon Zeugnis ab.
In diesem Buch stimmt für mich vor allem die Zusammenstellung der wichtigsten Geheimprojekte, dazu zählen Panzer, Flugzeuge oder Raketenwaffen in jeder Form. Dazu gute Visualisierung durch Bilder und das Nahebringen der wichtigsten technischen Daten, sowie die Geschichte der Entwicklung.
Gute Übersicht, aber teilweise mehr details wären gut 4 von 5 Punkten Als Deutschland im Zweiten Weltkrieg mit den konventionellen Waffen nicht mehr weiterkam, wurden zahlreiche Geheimwaffen entwickelt, von denen man sich noch eine Wende erhoffte. Viele dieser Projekte stammen aber aus der Zeit davor. Deutsche Wissenschaftler haben sich seit den 20er Jahren auf zahlreichen Gebieten betätigt und eine Grundlagenarbeit geleistet, von der Streitkräfte in alle Welt heute noch profitieren.Das Buch „Geheimwaffen" beschreibt, wie die ersten Raketen, Elektro-U-Boote, Düsenflugzeuge, Atomwaffen, Marschflugkörper, Hubschrauber und viele andere Waffen entstanden. Viele Archivbilder verfolgen die Entwicklung und vermitteln eine Vorstellung, unter welchen Bedingungen damals die Forschung betrieben wurde. Dazu erfährt der Leser alles über die technischen Daten der wichtigsten Projekte. Insgesamt ein sehr interessanter Abriss über dieses Themengebiet und für alle Interessierten sicher aufschlussreich. |
Die Revolution von 1848/49 Dieter Hein Taschenbuch, September 2004 Verkaufsrang: 127619 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Ein Gedanke durchzuckt Europa. Das alte System wankt und zerfällt in Trümmer" - mit diesem Kampfruf beginnt die Revolution in Deutschland und Österreich. Im Mai tritt die erste Deutsche Nationalversammlung in Frankfurt zusammen. Doch der mögliche Erfolg wird verspielt: Unentschlossenheit, Unerfahrenheit und Zerstrittenheit der Revolutionäre erlauben eine Konsolidierung der alten Mächte und die Niederwerfung der Revolution. Dieter Hein schildert kompetent und verständlich Ursachen, Verlauf und Nachwirkung der Ereignisse von 1848.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Sehr gute Einführung in ein komplexes Thema 4 von 5 Punkten Die Revolution von 1848/49 stellt eine äußerst komplexe Materie dar. Der Verlauf beginnend Ende Februar 1848 ausgelöst durch die Februarrevolution in Frankreich bis hin zum Ende der Frankfurter Nationalversammlung und der Zerschlagung des Rumpfparlaments in Stuttgart im Juni 1849 ist sehr vielschichtig und oftmals verwirrend. Die revolutionären Entwicklungen in den Einzelstaaten folgen zwar alle einem Grundschema, unterscheiden sich aber in ihren Einzelheiten. Im Großherzogtum Baden, zum Beispiel, entwickelt sich die Revolution zuerst viel radikaler als in den konservativen Hochburgen. Aus diesem territorialen Flickenteppich ein Gesamtbild der Revolution zu rekonstruieren, ist wahrlich keine einfache Aufgabe.
Dieter Hein schafft es in seiner in der Beck-Wissen erschienenen Einführung "Die Revolution von 1848/49" die Strukturen und Ereignisse so klar und verständlich darzustellen, wie man es von einer Darstellung von nur knapp 140 Seiten erwarten kann. In zehn Kapitel handelt der Autor weitesgehend chronologisch das Revolutionsgeschehen ab. Sein Schwerpunkt liegt dabei auf den Mitgliedsstaaten des Deutschen Bundes, wobei die gesamteuropäische Dimension durchaus erwähnt wird.
Strukturiert führt Hein den Leser von dem erfolgreichen Beginn der Revolution, über das Erstarken der alten Kräfte im Herbst 1848, dem Scheitern der Nationalverfassung und der von ihr verabschiedeten Verfassung, bis zum endgültigen Sieg der konservativen Kräfte in ganz Europa. Motive und Handlungen der Beteiligten kommen klar zum Ausdruck und entwerfen ein gutes Gesamtbild der Thematik.
Was fehlt ist eine kurze Einführung in die Ereignisse des Vormärzes, die zum Verständnis der Jahre 1848/49 unerlässlich sind. Das System Metternich, welches auf dem Wiener Kongress 1815 etabliert worden ist und gegen das sich der ganze Hass der Liberalen wendete, wird nicht erklärt. Dennoch bleibt die Darstellung empfehlenswert. Zur weiteren Lektüre sei unbedingt "Die ungewollte Revolution" von Wolfgang Mommsen empfohlen.
Guter Einstieg ins das Thema "Revolution 1848/49" 4 von 5 Punkten Dieter Hein schafft es, die verschiedenen politischen Stränge in dieser bewegten Zeit der deutschen Geschichte klar darzustellen und ihn trotzdem nicht den Aublauf der Revolution verpassen zu lassen. Der klare Schreibstil und die guten Erläuterungen der zeitlichen Gegebenheiten machen das Buch gerade für den Neueinsteiger in dieses Thema geeignet. Das einzige Manko ist das Fehlen einer Zeittafel, was es dem unerfahrenen Leser noch weiter erleichtert hätte. Ansonsten aber ein durchaus empfehlenswertes Buch. |
Der Untergang: Hitler und das Ende des Dritten Reiches. Eine historische Skizze Joachim Fest Taschenbuch, September 2003 Verkaufsrang: 100468 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Schon mit seiner Hitler-Biografie von 1973 hat sich Joachim Fest als scharfer Analytiker und zugleich brillanter Schreiber erwiesen. In diesem Buch läuft der frühere Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung noch einmal zu alter Meisterschaft auf: Er verdichtet die Geschehnisse der letzten Wochen des Dritten Reiches zu einem eindrücklichen Leseerlebnis. In einer dramatisch zugespitzten Dokumentation schildert er das Entsetzliche, das Unwirkliche und zugleich seltsam Faszinierende des deutschen Untergangs 1945. Geradezu greifbar wird die Weltuntergangsstimmung, die in Berlin im Frühjahr 1945 herrschte. Das Dritte Reich taumelte seinem Ende entgegen und entfesselte trotzdem noch ungeahnte Vernichtungskräfte. Über Berlin ging der Bombenhagel der Alliierten nieder. In der Stadt herrschte das Chaos: Auf den Straßen Flüchtlinge, Tote und Verwundete; fanatische Nazi-Standgerichte versuchten mit willkürlichen Hinrichtungen für Ordnung zu sorgen, während 14-Jährige als letztes Aufgebot des Regimes im Volkssturm verheizt wurden. "Wir können untergehen", hatte Hitler Anfang 1945 erklärt. "Aber wir werden eine Welt mitnehmen." Das waren nicht nur pathetische Worte, wie Fest zeigt: Je näher das Ende rückte, desto größer wurde der "grenzenlose Destruktionswille" Hitlers. Noch im März 1945 erließ er den so genannten "Nero-Befehl", der den Alliierten in Deutschland nur verbrannte Erde hinterlassen sollte. Immer wieder konzentriert sich Fest auf die Geschehnisse im Führerbunker unter der Berliner Reichskanzlei. Hierher hatten sich Hitler und seine Getreuen zurückgezogen. Isoliert von der Wirklichkeit wechselte die Stimmung zwischen gesteigerten Vernichtungsfantasien und tiefer Depression. Hitler verfiel körperlich zusehends und raffte sich doch immer wieder zur alten Entschlossenheit auf -- bis er sich am 30. April 1945 im Bunker eine Kugel in die Schläfe schoss. Fests recht konservative Geschichtsinterpretation macht das Buch bisweilen einseitig -- und zugleich lesenswert wegen der Lust an der Kontroverse, die Fest spüren lässt. Und was der Autor als Aufgabe der Geschichtsschreibung bezeichnet -- "einen Ausschnitt gelebten Lebens zur Anschauung zu bringen" --, das ist ihm hier vorzüglich gelungen. --Christoph Peerenboom
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 14 Bewertungen)
Kuchenfressende Monster und Pressetermine bei Kerzenlicht 5 von 5 Punkten Das Ende des Dritten Reiches oder dessen, was davon übrig war, wurde allerspätestens 1945 auch zur Götterdämmerung für die Führungselite des NS-Regimes. Das Leben im Bunker, abgeschottet von den oberirdischen Kriegszerstörungen, spielte sich ein zunehmend skurriles Leben ab. So muss man sich Hitler als kuchenfressendes Monster mit Speichel im Mundwinkel und Flecken auf dem Hemd vorstellen. Immer wieder gab es dazu die illusionäre Hoffnung auf eine Kriegswende, der "Führer" des deutschen Reiches "spielte" auf der Landkarte mit Armeen oder Armeeteilen, die in Wirklichkeit schon gar nicht mehr existierten. Kam die NS-Führung noch einmal ans Tageslicht, so um das allerletzte Aufgebot an Hitlerjungen zu betätscheln (Hitler an seinem letzten Geburtstag) oder um allerletzte Pressekonferenzen abzuhalten, die aus Ermangelung an Lampen bzw. Strom bei Kerzenschein abgehalten werden mussten. Im Bunker drehte sich zum Schluß nur noch alles daran, wie man alles zu Ende bringen könne. Während sich die einen aus dem Staub machten, blieb den anderen nur der Weg des Suizids, um sich vor Kriegsgefangenschaft und Todesurteil zu retten. Joachim Fests "Der Untegang" bietet einen erschütternden Einblick in die letzten Wochen des 3. Reichs und seiner Führungsspitze. Ein Muss für jeden Zeitgeschichts-Interessierten!
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Führerhauptquartier Wolfschanze 1940 - 1945: Zeitgeschichte in Farbe
Gebundene Ausgabe, Juni 2001 Verkaufsrang: 97242 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Hochrangige Militärs, hochdekorierte Soldaten und ausländische Staatsgäste besuchten die Bunkeranlage, von der aus der Ostfeldzug geleitet wurde. Arbeit am Kartentisch, erregte Besprechungen, aber auch "private" Schnappschüsse Hitlers zeigen das Leben im FHQ Wolfschanze.
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Großartige Bilder des Foto-Künstlers Walter Frentz ! 5 von 5 Punkten Walter Frentz, der leider am 6. Juli 2004 im Alter von 96 Jahren in Überlingen am Bodensee starb, war einer der besten und bedeutendsten deutschen Fotografen und Kameramänner des 20. Jahrhunderts. Er zeichnete Zeitgeschichte fest, als echter Fotokünstler. Der Bildband "Wolfschanze" zeugt von seiner Kunst ! Großartige Bilder in gestochen scharfer Qualität. Ich denke, daß manche seiner "Kritiker" auch heute noch neidisch auf seine Kunst sind, denn sonst würden sie objektiver sein Wirken betrachten. Denn: Kunst bleibt Kunst, auch wenn es 70 Jahre her sind. Das Motto von Walter Frentz lautete: "Im Leben und bei der Fotografie kommt es auf die Einstellung an !". Diesen Bildband MUSS man gesehen haben, um ihn zu beurteilen ! Ein Bildband, der begeistert, fasziniert, und - erstaunt ! P.S. In Amerika wird übrigens Walter Frentz noch heute als Spitzen-Fotograf bezeichnet.
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Enzyklopädie deutscher Waffen 1939 1945: Handwaffen, Artillerie, Beutewaffen, Sonderwaffen Terry Gander, Peter Chamberlain Gebundene Ausgabe, September 2008 Verkaufsrang: 96383 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Dies ist die erste übergreifende Gesamtdarstellung deutscher Waffen, die in den Kriegsjahren 1939-1945 beim Heer und bei den Bodentruppen bzw. Landeinheiten von Luftwaffe und Kriegsmarine im Einsatz waren. Die Verfasser stützten sich vor allem auf Originalquellen und authentisches Material. Versehen mit rund 1100 Abbildungen untergliedert sich das Werk in Kapitel nach Waffenfamilien, wobei jedes einzelne Modell mit technischen Daten und einer kurzen Kommentierung vorgestellt wird....
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Das beste Buch in der Preisklasse! 5 von 5 Punkten Gute Literatur muss nicht teuer sein. Dieses Buch beweist es.
Logisch in Themengebiete aufgeteilt (leichte Flak, Feldhaubitzen, Küstengeschütze etc) wird hier von der Pistole bis zur "Dora" alles erklärt. Technische Daten und Infos zur Verwendung sind zwar sparsam, aber völlig ausreichend und überfüttern den Leser nicht. In seinem Umfang hat das Buch nur sehr wenige Konkurrenten, und die sind alle älter oder sehr viel teurer.
Also: Kaufen.
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Die Fahrzeuge, Waffen, Munition und Ausrüstung der Waffen-SS Wolfgang Fleischer Gebundene Ausgabe, Oktober 2006 Verkaufsrang: 149974 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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Wichtiges Buch 4 von 5 Punkten Dies ist für milit. historisch interess. Leser ein Muss. Gute sachliche Texte. Leider nur schwartz weiß Bilder. Deshalb nur 4 Sterne. |
Deutschland-Tagebuch 1945-1946: Aufzeichnungen eines Rotarmisten Wladimir Natanovitsch Gelfand Broschiert, März 2008 Verkaufsrang: 142688 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden 2005 jährt sich die Befreiung Deutschlands und Europas vom Joch des Nationalsozialismus zum sechzigsten Mal. Und dieses Mal finden sich unter den erwähnenswerten Publikationen, die sich dieser historischen Zäsur widmen, einige sehr persönliche Bücher. Neben vorzüglichen Reportagen, wie etwa der nun endlich publizierten Straße des Siegers von Osmar White, gehören dazu auch die Aufzeichnungen, die der Sohn des Rotarmisten Wladimir Natanowitsch Gelfand (1923-1983) aus dem Nachlass seines (seien wir ehrlich: literarisch nicht sonderlich begabten) Vaters für den Druck zusammengestellt hat. In der historischen Forschung galt es lange Zeit als ausgemacht, dass es in der Roten Armee kaum Tagebuchschreiber gegeben habe. Doch auch wenn es sehr wohl Zensurbestimmungen gegeben hat, deren genauen Inhalt man bis heute nicht kennt, so war doch das Führen von Tagebüchern nicht grundsätzlich verboten. So eifrig aber, wie Wladimir Gelfand, haben gewiss nur wenige die Ereignisse und das eigene Erleben dokumentiert. Der Ukrainer jüdischer Herkunft hatte von jüngster Jugend an Tagebuch geführt. Mit den Aufzeichnungen, die er anfertigte, nachdem er 1942 Soldat in der Sowjetarmee wurde, wollte er nicht "nur" seine Kriegserlebnisse verarbeiten, sondern mit Blick auf die erhoffte literarische Nachkriegskarriere sein Ausdrucks- und Reflexionsvermögen schulen. Doch die Schriftstellerkarriere wurde auch nach dem Krieg erst einmal zugunsten eines Brotberufes als Lehrer hintan gestellt. Doch nach seiner Pensionierung wollte der ehemalige Leutnant im 1052. Schützenregiment endlich Ordnung in sein Archiv bringen und Teile daraus veröffentlichen. Dazu ist es nicht mehr gekommen. Gelfand starb 1983 mit nur sechzig Jahren. Nun hat sich der Sohn des Nachlasses seines Vaters angenommen und Tagebucheintragungen, Briefe und Dokumente aus den Jahren 1945 für dieses Deutschland-Tagebuch zusammengestellt. Herausgekommen ist ein bemerkenswertes authentisches Zeitzeugnis, das uns aus der Perspektive eines Rotarmisten auf das besiegte Deutschland 1945/46 blicken lässt. "Unterstützung" bei der Lektüre erhält der Leser durch eine kundige Einführung und einen biographischen Nachtrag von Elke Scherstjanoi. -- Hasso Greb
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Einzigartiges Dokument 5 von 5 Punkten Dieses Buch habe ich schon einige Male gelesen, nehme es jedoch immer wieder zur Hand um darin zu blättern. Es ist ein sehr wichtiges Buch in unserer Geschichte, was gehört in jedes Bücherregal - nur sollte es dort nicht verstauben! Es ist einfach wichtig über unsere Geschichte bescheid zu wissen.
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Gibt es überhaupt eine deutsche Geschichte? Hagen Schulze Taschenbuch, Oktober 1998 Verkaufsrang: 25488 Das Heilige Römische Reich - später "deutscher Nation" -, die deutsche Kleinstaaterei, "großdeutsche" und "kleindeutsche" Lösung der nationalen Frage, Kulturnation, "verspätete Nation"- dies sind Begriffe und Schlagworte zu den vielen Jahrhunderten, in denen es eine deutsche Geschicht4e als Nationalgeschichte gar nicht gab. In Deutschland legte man sich erst im 19. Jahrhundert zur Legitimation des endlich begründeten Nationalstaats eine Geschichte mit vielen mythischen Anteilen zurecht, und das Zwanghafte dieser Ideen hatte wohl seinen Anteil an den schrecklichen Zügen deutscher Geschgicht4e in unserem Jahrhundert.Hagen Schulze zeigt in seinem Essay, daß die Definition und Entwicklung der Nation, so sehr sie ein Problem deutscher Geschichte darstellen, kein Ziel und Zweck mehr sein können, und daß die Frage, ob es überhaupt eine deutsche Geschichte gab, heute europäisch gesehen überholt und in größere Zusammenhänge aufgegangen ist.
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Börsenkrach und Weltwirtschaftskrise. Der Weg in den Dritten Weltkrieg Günter Hannich Gebundene Ausgabe, Dezember 2000 Verkaufsrang: 56143 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Aktienmärkte jagen von Rekord zu Rekord. Es entsteht der Eindruck, daß jeder spielend ohne Arbeit reich werden kann. Dieses Buch wird Ihnen die Augen öffnen: Wir stehen vor dem größten Börsenkrach, den die Welt je gesehen hat. Unser Geldsystem wird an seinen inneren Widersprüchen zerbrechen. Weil die Politiker und die Hochfinanz mit ihren internationalen Machtkartellen alles daran setzen, die Stunde der Wahrheit so lange wie möglich hinauszuzögern, bläht sich das System immer mehr auf. Die Umverteilung des Kapitals von Arm nach Reich geschieht immer schneller. Doch die Finanzblase wird platzen. Eine Weltwirtschaftskrise von ungeahntem Ausmaß wir die Folge sein. Sie wird für die meisten zu unbeschreiblicher Armut und Elend führen, am Ende sogar zu einem neuen Weltkrieg. Günter Hannichs Analysen sind präzise und fundiert. Sie münden in konkrete Strategien und sind von bestechender Logik. Günter Hannich hat so recht ... es tut richtig weh!
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Sehr gutes Buch - jedem zu empfehlen! 5 von 5 Punkten Das Buch Börsenkrach und Weltwirtschaftskrise ist ein Buch, das jeder lesen sollte, der wissen will, was in Zukunft auf uns zukommt. Günter Hannich erklärt logisch und für jeden nachvollziehbar, daß unser Finanzsystem kollabieren wird. Die gesellschaftlichen Fehlentwicklungen zeigen sich dabei schon heute. Interessant: Immer wenn es neue Ereignisse gibt, findet man diese später im Buch Börsenkrach bestätigt - man fragt sich, wie der Autor das alles wissen konnte.100% lesenswert!
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Abitur-Wissen Geschichte: Abitur-Wissen Geschichte. Imperialismus und Erster Weltkrieg. (Lernmaterialien) Karlheinz Wagner, Johannes Werner Taschenbuch, 1. Februar 2000 Verkaufsrang: 45827 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der reich bebilderte Band konzentriert sich auf wichtige Daten, Fakten und Strukturen unter Einbeziehung sozialer und alltagsgeschichtlicher Entwicklungen. Empfiehlt sich als unterrichtsbegleitende Lektüre zur Vertiefung des Stoffes ebenso wie zur eigenständigen Vorbereitung auf Klausuren und Abitur. Thematische Schwerpunkte: Imperialismus als europäisches Phänomen; gesellschaftliche und geistige Kräfte im Kaiserreich; der Weg in den Krieg; Kriegsschuldfrage u.v.m.
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Toll, toll, toll!!! 5 von 5 Punkten Präzise wird das zusammengefasst, was man sonst in diesem Zusammenhang kaum findet - und vor allem nicht in dieser Kürze. Zwar darf man nicht denken, dass insbesondere im Leistungskurs die Lektüre dieses Lehrwerkes für die Abiturvorbereitung (oder von Klausuren) ausreicht, dennoch ist sie eine sehr große Hilfe.
Sehr empfehlenswert! 5 von 5 Punkten Dieses Buch hat mir bei der Abiturvorbereitung sehr geholfen. Es vermittelt in knapper Form alle wichtigen Daten und Fakten und enthält viele Hintergrundinformationen. Viele Zusammenhänge dieser Epoche sind mir erst durch das Lesen dieses Bandes richtig klar geworden. Und dabei war es spannend zu lesen. Besonders interessant für die Abiturvorbereitung ist z.B. der Überblick über die immer noch kontovers geführte Kriegschuld-Debatte! |
Zu einer anderen Zeit. Portrait der jüdisch-deutschen Epoche (1743-1933) Amos Elon Gebundene Ausgabe, März 2003 Verkaufsrang: 78693 Zu den größten Tragödien der Geschichte gehört es, dass ausgerechnet in dem Land, dessen Kultur den europäischen Juden über Jahrhunderte die liebste war, ihre Ausrottung beschlossen wurde. Ein Teufelswerk, das die kultur- und gottvergessenen Nazi-Barbaren nicht ganz, aber, zumindest was Deutschland betrifft, doch nahezu vollständig vollendet haben. Besonders sinnfällig wird die Tragik der Geschichte der Juden in Deutschland darin, dass ausgerechnet auch der deutsche Leutnant Hugo Guttmann Jude war, der im Ersten Weltkrieg dem Österreicher Adolf Hitler (gegen Widerstände im Divisionsstab) zum Eisernen Kreuz verhalf und ihm dieses auch noch eigenhändig ans Revers heftete. Guttmann war freilich nicht der Einzige, der sich über die Zukunft der Juden in ihrer deutschen Heimat und den Dank, den man ihnen selbst dereinst für ihren Einsatz abstatten würde, gründlich täuschte. Tatsächlich markierte der Erste Weltkrieg zugleich den Höhepunkt und das nahe Ende der Jahrhunderte währenden Assimilationsbewegung. Der in Wien geborene israelische Journalist Amos Elon erzählt in seinem neuen Buch anhand exemplarischer Biografien die Geschichte dieser Assimilation als eine einseitige und deshalb unglückliche Liebesgeschichte der Juden zu Deutschland -- angefangen bei Moses Mendelsohn, der 1743 als 14-Jähriger von Dessau in einem sechstägigen Fußmarsch allein und mittellos aber voller Hoffnung nach Berlin übersiedelte, bis zu Hannah Arendt, die Deutschland 1933 enttäuscht verließ. Beinahe 200 Jahre also umspannt dieser biografisch-kulturhistorische Bericht, der nicht zuletzt deshalb lesenswert ist, weil er vorzüglich geschrieben ist (und von Matthias Fienbork ebenso vorzüglich übersetzt wurde). Zahlreiche bedeutende Gestalten der deutschen bzw. deutschsprachigen Geistes- und Kulturgeschichte begegnen uns hier: Albert Einstein, Heinrich Heine, Edmund Husserl, Franz Kafka, Gustav Mahler, Karl Marx, Franz Werfel, Stefan Zweig, um nur einige herauszugreifen. Religiös überzeugte Juden freilich waren die wenigsten. In gewisser Weise fragwürdig erscheint die von Elon getroffene Auswahl deshalb schon, die in der unbestreitbar guten Absicht erfolgt ist, zu zeigen, dass "die Geschichte der assimilierten Juden sehr viel mehr war als die Geschichte einer Tragöde -- lange Zeit eben auch die Geschichte eines außerordentlichen Erfolgs". Gleichwohl gibt Elons Buch auch erneuten Anlass über eine andere These nachzudenken, der er bei seiner Auswahl zumindest auch gefolgt ist: dass nämlich ganz unabhängig von der jeweilig tatsächlichen religiösen Orientierung derjenige Jude sei, den andere als einen solchen ansehen. --Andreas Vierecke
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Neue Perspektive 4 von 5 Punkten Dadurch, dass Elons Perspektive auf dem Judentum liegt, gelingt es, zahlreiche historische Persönlichkeiten unter einer anderen Perspektive zu sehen, als das in der deutschen Geschichtsschreibung üblicherweise der Fall ist. Elons Buch ist sehr gut lesbar, auch wenn Argumetationsstränge durch eine Vielzahl von Fakten teilweise verwischt werden. Für mich ist das deutsch-jüdische Verhältnis sehr anschaulich dargestellt worden. Allerdings wird zuwenig deutlich, dass das repressive Gesellschaftssystem alle Personen sanktionierte, die von den Normen abwichen, z.B. auch Künstler, Sozialdemokraten und sich emanzipierende Frauen.
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Preußen: Die unbekannte Großmacht. Ein SPIEGEL-Buch Norbert F. Pötzl, Klaus Wiegrefe Gebundene Ausgabe, Februar 2008 Verkaufsrang: 150950 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ein Staat mit zwei Gesichtern Lange Zeit wurde Preußen vor allem als aggressiver Militärstaat gesehen, als Inbegriff der Maßlosigkeit und Selbstüberschätzung. Tatsächlich war das Königreich ein Land großer Gegensätze. Es brachte auch bedeute Reformen und kulturelle Leistungen hervor, stand für Aufklärung und Toleranz. Anschaulich schildern die Autoren Faszination und Schrecken der 350-jährigen Geschichte dieser widersprüchlichen Großmacht. An keinem anderen deutschen Staat entzünden sich so viele Diskussionen wie an Preußen, der einstigen deutschen Großmacht, die 1947 von den Alliierten aufgelöst wurde. Für die einen verkörpert Preußen Engstirnigkeit, Größenwahn und Militarismus, für die anderen Tugenden wie Pflichtgefühl, Bescheidenheit, Gemeinsinn, Effizienz und religiöse Toleranz. Auf seine Traditionen beriefen sich Reformer ebenso wie Reaktionäre, Monarchisten genauso wie Demokraten. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, Preußens großer Zeit - politisch wie kulturell -, erfanden preußische Reformer den modernen Staat, dessen Strukturen bis heute fortleben. In den Beiträgen von SPIEGEL-Autoren und bekannten Historikern wird die ganze Spannweite der preußischen Geschichte von der Gründung bis zum Niedergang deutlich die explosive Mischung aus Aufklärung und Absolutismus, Fortschritt und Rückständigkeit, Zivilisation und Barbarei. - Gut lesbare, populärwissenschaftliche Überblicksdarstellung - Mit Essays und Beiträgen von SPIEGEL-Redakteuren und renommierten Historikern und Autoren wie Harald Biermann, Günter de Bruyn, Christopher Clark, Frank Lothar Kroll und Heinrich August Winkler
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Mythos Preußen 4 von 5 Punkten Kaum ein Staat ist von derart vielen Seiten als ideologische Rechtfertigung missbraucht worden, wie Preußen. Unter der Hohenzollern-Dynastie aus der Markgrafschaft (später Kurfürstentum) Brandenburg hervorgegangen begann Preußens Aufstieg formal, als sich Kurfürst Friedrich III. als Friedrich I. 1701 zum König in Preußen ausrufen ließ. Da Westpreußen und das Ermland noch unter polnischer Herrschaft standen war es dem frischgebackenen Herrscher unmöglich sich als König "von Preußen" krönen zu lassen. Über Jahrhunderte und Jahrzehnte entwickelte sich Preußen zu einer mitteleuropäischen Großmacht, die sich im Siebenjährigen Krieg sogar gegen eine Allianz aus Frankreich, Österreich und Russland zu behaupten vermochte. 1871 wurde Preußen zum Teil des Deutschen Kaiserreichs und zugleich zur Leitkultur, da es neben einem Großteil der Bevölkerung und Gebiete mit dem preußischen König auch den Kaiser und über den meist auch als Reichskanzler amtierenden preußischen Ministerpräsidenten zu stellen vermochte. Erst 1947 wurde der Freistaat Preußen durch den Alliierten Kontrollrat aufgelöst:
"Der Staat Preußen, der seit jeher Träger des Militarismus und der Reaktion in Deutschland gewesen ist, hat in Wirklichkeit zu bestehen aufgehört. Geleitet von dem Interesse an der Aufrechterhaltung des Friedens und der Sicherheit der Völker und erfüllt von dem Wunsche, die weitere Wiederherstellung des politischen Lebens in Deutschland auf demokratischer Grundlage zu sichern, erlässt der Kontrollrat das folgende Gesetz: Artikel 1 Der Staat Preußen, seine Zentralregierung und alle nachgeordneten Behörden werden hiermit aufgelöst."
- Alliierter Kontrollrat am 25. Februar 1947
Churchill sah in Preußen die "Wurzel allen Übels", doch zugleich war es einer der ersten industriell geprägten Staaten, Heimat großer Universitäten, Museen, doch auch militärisch potent und durchgehend militarisiert, während es eine Sonderstellung im "Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation" anstrebte und selbst die Einhaltung internationaler Verträge den eigenen Interessen unterordnete. Große Reformen wurden durchgeführt und gelobt, wie die Aufnahme der calvinistischen Hugenotten 1685, die allerdings weniger wohltätig als eigennützig gemeint war, galten sie doch als gebildete und willige Arbeiter. So manche Reformen blieben allerdings halbherzig und wiesen Schattenseiten auf, wie die vergleichsweise liberale Presse, die keineswegs frei war und die fortschrittliche Gesellschaft, in welcher sich lange Zeit halbfeudale Strukturen zu behaupten mochten. Beispielgebend für den Aufstieg Preußens kann auch Berlin gelten, das als Hauptstadt zunächst von traditionsreicheren Metropolen wie London, Paris, Rom oder Wien geringschätzig beachtet wurde, aber sich durch Zusammenlegung mit der Nachbarstadt Cölln etablieren konnte und heute der Bevölkerung nach bereits die zweitgrößte Stadt der Europäischen Union ist.
Die krassen Gegensätze in der preußischen Geschichte und dem Mythos Preußen werden vom Historiker und Spiegel-Redakteur für Deutsche Politik, Dr. Klaus Wiegrefe bereits in seinem eröffnenden Essay grundlegend aufgegriffen. Die nachgereihten Aufsätze folgen diesem Beispiel und schaffen ein facettenreiches und umfassendes Bild Preußens, über seine Entstehung, Kultur und Entwicklung von den Kreuzzügen des Deutschen Ordens bis zur vermutlich glorreichsten Zeit unter dem sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Otto Braun von 1920-1932. Dabei nimmt das Buch als fundierte Einführung viele Anleihen beim britischen Historiker Christopher Clark, der mit Preußen: Aufstieg und Niedergang 1600-1947 ein Standardwerk vorgelegt hat. Mit dem Beitrag "Diener auf dem Thron" und dem Interview "Bollwerk der Demokratie" kommt Clark allerdings auch selbst zu Wort. Auf den Seiten 101-103 findet man sogar Auszüge aus dem Politischen Testament Friedrich des Großen von 1752. Ein Titel den sich Friedrich II. vor allem durch die Schlesischen Kriege und den Siebenjährigen Krieg erworben hat, in denen es ihm gelang sich selbst gegen die Französisch-Österreichisch-Russischen Truppen durchzusetzen. Ergänzend finden sich über das Buch verteilt einige kurze Chroniken, die zusammenfassend noch einmal auf die Preußische Geschichte eingehen.
Fazit:
In groben Zügen, aber teils doch recht detailliert wird Preußens Geschichte fernab des Mythos nachgezeichnet - Als Einführung eindeutig gelungen.
Sehr gute Essays und ein guter Überblick über Preußen 5 von 5 Punkten Das hier zu besprechende Werk ist aus dem Spiegel-Spezial-Sonderband: "Preußen" hervorgegangen, der im vergangenen Jahr erschienen ist. Das Buch folgt der gängigen Geschichtsschreibung und sieht Preußen - in Anlehnung an die französische Schriftstellerin Germaine de Stael - als janusköpfigen "Doppelstaat". Auf der einen Seite stehe das "gute" Preußen, in welchem der Herrscher - zumindest in der Rhetorik Friedrichs des Großen - der erste Diener seines Staates war. Hierfür stehen auch die Reformen der Minister Stein und Hardenberg, die die preußische Verwaltung reorganisierten. Ihre Reformen werden in diesem Band als "das größte Reformprojekt" der deutschen Geschichte bezeichnet.
Auf der anderen Seite stehe das "böse" Preußen: es sei engstirnig, machtbessen und militaristisch gewesen. "So war Preußen zerrissen zwischen Moderne und Rückständigkeit". Dies ist eine der zentralen Thesen des Buches. Und diese Tatsache schaffe eien üppigen Nährboden für Mythen und Legenden. Auf Preußen hätten sich sowohl Reformer wie Reaktionäre, Monarchisten und Demokraten, Junker und Industrielle, Liberale und Konservative, Nationalsozialisten und Widerstandskämpfer berufen können. Daher erscheine Preußen heute noch als eine weithin "unbekannte Großmacht". Preußen sei durch Ästhetisierung verharmlost , andererseits durch Karikierung verteufelt worden.
In diesem Buch loten Spiegel-Redakteure und auf die Geschichte Preußens spezialisierte Historiker das vielschichtige Wesen des 1947 untergegangenen Staates aus.
An diesem Band besticht insbesondere die historische Einführung von Klaus Wiegrefe. Dies ist auch der Grund, weshalb ich dem Buch die volle Punktzahl gebe. Differenziert analysiert der Spiegel-Redakteur in seinem glänzenden Essay Stärken und Schwächen Preußens vom Beginn des Königtums 1701 bis zu seinem Untergang 1947. Was ich an diesem Essay besonders interessant finde, ist, dass er Preußen nicht - wie das im letzten Jahr erschienene Werk des australischen Historikers Christopfer Clark - mit der Ausrufung des deutschen Kaiserreiches 1871 untergehen lässt. Die Sorge des preußischen Königs und späteren ersten deutschen Kaisers Wilhelm I., mit der Gründung des Kaiserreiches werde das preußische Königtum zu Grabe getragen, sei unberechtigt gewesen. Das janusköpfige Preußen habe mit seinen Widersprüchen auch das Kaiserreich geprägt, dessen "Leitkultur" die Militarisierung der Gesellschaft gewesen sei, wie dies Carl Zuckmayer in seinem "Hauptmann von Köpenick" treffend dargestellt habe. Das alte Preußen habe seine Privilegien gewahrt, das Dreiklassenwahlrecht sei im Kaiserreich nie reformiert worden, die politische Macht des ostelbischen Grundbesitzes nicht gebrochen worden. Die führende Industriemacht Europas mit seinen modernen Universitäten, einer Kranken- und Unfallversicherung, die es sonst noch nirgends gab und die zeigten, dass das Kaiserreich an der Spitze des sozialen Fortschritts stand, wurde wie eine halbfeudale Militärmonarchie regiert: "der preußische Januskopf im Reichsmaßstab.". Ansonsten habe eine "geistige Leere" in Preußen geherrscht, die durch Nationalismus und Militarisung der Gesellschaft ausgefüllt worden sei. Immerhin habe das Kaiserreich trotz nationalen Größenwahns über 40 Jahre Frieden mit seinen Nachbarn gehalten, ehe es Europa 1914 mit Krieg überzog: nicht als Alleinschuldiger, aber als Hauptschuldiger.
Die beste Zeit der preußischen Geschichte sei das demokratische Preußen zwischen 1918 und 1932 gewesen, für das stellvertretend der langjährige sozialdemokratische Ministerpräsident Otto Braun gestanden habe. Dieses wurde am Ende der Weimarer Republik durch den reaktionären Reichskanzler Franz von Papen und den - den ostelbischen Grundbesitz repräsentierenden - ebenfalls reaktionär denkenden Reichspräsidenten von Hindenburg - durch den Preußenschlag zerstört. Hitler habe den Preußenmythos für eigene Zwecke - insbesondere zur Stabilisierung seiner Macht benutzt, wie der "Tag von Potsdam", die "Rührkomödie", gezeigt habe. "Ob es ohne ein Königreich Preußen Hitler nicht gegeben hätte, ist eine beliebte Frage." [Christopher Clark verneint im gleichen Band in einem Interview diese Frage und plädiert dafür, nicht länger Traditionslinien von Preußen zum Nationalsozialismus zu ziehen]. Profitiert habe Hitler von dem Hohenzollernstaat in einer Hinsicht: es habe lange gedauert, ehe die Wehrmachtoffiziere ihre preußisch-verquasten Ehrbegriffe aufgaben und den Diktator zu töten versuchten. Am Ende habe Hitlers Hybris Preußens Existenz zerstört. Preußen sei daher passé, Deutschland - verankert in westlichen Bündnissen - könne auf dem weiteren Weg zur politischen Union Europas von Preußen, weldhes weder republikanisch noch föderativ organisiert war, nichts lernen.
Diesem Essay muss man nicht in allen Einzelheiten folgen, aber er ist dennoch anregend und informativ. Dies gilt auch für die folgenden Einzelbeiträge der Historiker. Frank-Lothar Gall schildert die Gründung des Königreichs Preußen und seine Vorgeschichte in der Mark Brandenburg. Christopher Clark, dessen letztes Jahr erschienenes Buch über Preußen mit Sicherheit zum Standardwerk werden wird (wie in der informativen Literaturliste am Schluss des Bandes zu recht vermerkt ist), untersucht Preußen zur Zeit Friedrichs des Großen, den er - insgesamt eher wohlwollend - portraitiert. Harald Biermann sieht in der Proklamantion des Deutschen Kaiserreiches 1871 den Schlusspunkt des Bündnisses der Nationalbewegung mit Bismarcks Preußen nach der Revolution von 1848. Heinrich August Winkler, Autor des fasznierenden Standardwerkes: "Deutschlands langer Weg nach Westen" analysiert den verhängnisvollen Einfluss der Junker in Kaiserreich und Weimarer Republik sowie die Pervertierung preußischer Tugenden im Nationalsozialismus.
Doch es gibt auch Beiträge zur preußischen Kulturgeschichte. Günter de Bruyn shcildert die bunte Literatenszene "von Herrscherlob und Kriegslyrik bis zur nostalgischen Geschichtsverklärung", Susanne Beyer portraitiert die faszinierende "preußische Salondame" Rahel von Varnhagen, Bettina Musall die berühmte und legendäre Königin Luise.
Das Buch bietet eine - sicherlich nicht unumstrittene und durchaus zu Kontroversen anregende - Überblicksdarstellung zu Preußen, die - populärwissenschaftlich geschrieben - sich an Laien und Historiker wendet und auch gut für Referate für Schüler in der Oberstufe geeignet ist.
Natürlich kommt das Buch an Standardwerke wie Haffners: "Preußen ohne Legende" oder Clarks: "Preußen" nicht heran. Diese sind ausführlicher und schreiben chrnologisch eine Geschichte dieses Staates. Dennoch ist dieses Buch stellenweise sogar informativer - weil es sich bemüht, die zahllosen Fakten zu interpretieren und - unter Einbeziehung der neuesten Forschungen über Preußen - einen fundierten Überblick auch über kontroverse Themen - etwa die Frage der Kontinuität von Preußen zu Hitler - zu geben. Daher als Einführung in jedem Fall eine hervorragende Wahl, die durch die oben genannten Werke - und auch die Preußen-Darstellung von Hans-Joachim Schoeps - dann ergänzt werden kann. Unbedingt lesenswert.
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