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Seite 25

Eine Frage der Ehre: Stauffenberg und das Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944 - Christian Graf von KrockowEine Frage der Ehre: Stauffenberg und das Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944
Christian Graf von Krockow

Taschenbuch, Juli 2004
     Verkaufsrang: 131374      Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen.

Preis: € 7,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Christian Graf von Krockow erzählt die Geschichte von Stauffenberg und dem 20. Juli, die zu einem Symbol des deutschen Widerstands gegen die NS-Diktatur geworden ist. Er beleuchtet die Kindheit und Jugend des Attentäters, schildert seinen Weg in den Widerstand, verfolgt die Vorbereitung und Durchführung des Staatsstreichs und berichtet von den schrecklichen Folgen seines Scheiterns. Nicht zuletzt geht er der Frage nach, was jeder von uns tun kann, damit Deutschland nie wieder einen solchen Helden nötig hat.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Sehr gute Einführung      5 von 5 Punkten
Christian Graf von Krockow hat eine sehr lesenswerte Biographie von Stauffenberg geschrieben. Er zeigt auf, warum sich der zunächst begeisterte Hitler-Anhänger zum Widerständler wandelte. Besonders eindrucksvoll ist es, dass Krockow aufzeigt, wie mutig die Entscheidung, gegen Hitler ein Attentat zu verüben, gewesen ist. Denn bei einem Fehlschlag bezahlte man im totalitären Staat mit dem eigenen Leben. Es war in der Tat eine Frage des Gewissens. Ähnlich eindringlich wie Marion Gräfin Dönhoff in ihrer fast gleichnamigen Publikation: "Um der Ehre willen" (überhaupt habe ich den Eindruck, dass diese beiden persönlich befreundeten und aus demselben ostpreußischen Milieu stammenden Schriftsteller viele geistige Gemeinsamkeiten hatten)zeigt Krockow auf, dass die Widerständler ein besseres, ein moralischeres Deutschland wollten - und alles taten, um das Land von Hitler zu befreien. Wie schwierig es war, die eigenen Skrupel zu überwinden, den auf Hitlers Person geschworenen Eid zu verletzen und die Tat zu wagen, weil sich derjenige, auf den der Eid geschworen war, als skrupelloser Verbrecher erwies, der das Land in den Abgrund führte, zeigt Krockow - wie Frau Dönhoff - auf. Das Attentat musste trotz geringer Erfolgsaussichten (das Dritte Reich war ein totalitäter Staat)gewagt werden, um, wie Henning von Treskow, einer der Mitverschworenen sagte, vor der Welt zu zeigen, dass Deutsche konnte, dass Deutsche diesen mutigen Schritt gewagt hatten. Auch der schmerzliche Wandlungsprozess Stauffenbergs vom Hitler-Bewunderer zum erbitterten Gegner wird gut dargestellt.

Wie in seiner sehr gut lesbaren Hitler-Biographie beschäftigt Krockow die Frage, wie es möglich war, dass die Deutschen Hitler verfallen sind, dass diese Kulturnation ein solch barbarisches Regime erhielt. Sehr interessant die Erörterung der Frage, was zu tun ist, damit Hitler nicht wiederkehren kann und damit solche "Helden" wie Stauffenberg nicht mehr notwendig sind. Es bleibt zu hoffen, dass die politische Reife und das demokratische Bewußtsein der Deutschen so weit ausgeprägt ist, dass auch in wirtschaftlichen und politischen Krisenzeiten ein Rattenfänger wie Hitler keine Chancen mehr erhält. Denn dies ist das wichtigste an diesem Buch: es zeigt noch einmal für seine Zielgruppe - in erster Linie junge Leute - auf, wie wichtig es ist, die Entstehung einer totalitären Diktatur zu verhindern. Denn - so Krockow zu recht - wenn diese erst einmal etabliert ist, ist es fast unmöglich, sie von innen zu beseitigen. Auch dies zeigt der 20. Juli 1944, der hunderte von unschuldigen Opfern gefordert hat. Insgesamt ein eindrucksvolles Buch, wenn auch nichts "Neues" geliefert wird, was der Autor nicht in früheren Publikationen angesprochen hätte oder was Marion Gräfin Dönhoff und andere - hervorragende Stauffenberg-Biographen, wie Peter Hoffmann, bereits in ihren Schriften dargestellt haben. Trotzdem: gerade für Jugendliche, aber auch für jeden politisch Interessierten nach wie vor äußerst lesenswert.

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Oberleutnant Otto Kittel. Der erfolgreichste Jagdflieger des Jagdgeschwaders 54 - Franz KurowskiOberleutnant Otto Kittel. Der erfolgreichste Jagdflieger des Jagdgeschwaders 54
Franz Kurowski

Gebundene Ausgabe, 1. Juli 2007
     Verkaufsrang: 69817      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Dies ist die Geschichte von Oberleutnant Otto Kittel, dem erfolgreichsten Jagdpiloten des JG 54. Am 21. Februar 1917 in Kronsdorf im Sudetenland geboren, stieß er nach seiner Ausbildung zum Piloten im Februar 1941 zur 2. Staffel des JG 54 Grünherz und wurde mit der Staffel im Juni1941 nach Lindental verlegt, von wo aus die ersten Einsätze nach Rußland geflogen wurden. Wie viele der erfolgreichsten Jagdpiloten benötigte er eine lange Anlaufzeit, um ein erfolgreicher Jäger zu werden. Es dauerte bis Februar 1943 bis er seinen 39. Luftsieg errungen hatte. Dann jedoch stiegen seine Abschußerfolge sprunghaft an. Am 29. Oktober 1943 erhielt Otto Kittel anlässlich seines 123. Abschusses das Ritterkreuz, im April 1944 folgte das Eichenlaub und am 25. November 1944 nach seinem 230. Luftsieg wurden ihm die Schwerter zum Ritterkreuz mit Eichenlaub verliehen. Am 14. Februar 1945 fand Oberleutnant Kittel auf seinem 583. Feindflug nach insgesamt 267 Luftsiegen den Tod im Kampf mit einer Gruppe I



Mehr als ein Leben: Vom jüdischen Flüchtlingsjungen zum Chefdolmetscher der Anklage bei den Nürnberger Prozessen - Richard W. SonnenfeldtMehr als ein Leben: Vom jüdischen Flüchtlingsjungen zum Chefdolmetscher der Anklage bei den Nürnberger Prozessen
Richard W. Sonnenfeldt

Broschiert, Februar 2004
     Verkaufsrang: 26601      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Biografien aus der NS-Zeit gibt es inzwischen unüberschaubar viele. Aber ein jüdischer Deutscher, der rückblickend froh ist, von Hitler aus seiner Heimat vertrieben worden zu sein, ist ungewöhnlich: "Mein Leben ist wesentlich besser verlaufen, als es jemals hätte sein können, wenn ich als arischer Junge in Gardelegen aufgewachsen wäre." In Gardelegen, einem kleinen Ort im Sachsen-Anhaltinischen, wird Richard als ältester Sohn einer angesehenen Arztfamilie geboren und merkt erst einige Jahre nach der Machtergreifung Hitlers, was es nun heißt, in dieser Gesellschaft als Jude zu leben. Seine Eltern planen rechtzeitig die Auswanderung nach Amerika. Während sie auf ein Visum warten, kommen Richard und sein jüngerer Bruder auf ein englisches Internat.

Mit dem Kriegsausbruch beginnt für den 16-Jährigen eine unfreiwillige Weltreise: Von den Briten interniert, wird er mit einem Gefängnisschiff, das nur sehr knapp deutschen U-Boot-Torpedos entgeht, nach Australien in ein Gefangenenlager in der Wüste geschickt, bald darauf aber freigelassen. Über Indien gelangt er schließlich in die USA, wo seine Eltern ihn erwarten. Als US-Soldat kehrt er kurz vor Kriegsende nach Deutschland zurück. Durch Zufall wird er Dolmetscher bei den Verhören vor den Nürnberger Prozessen und sitzt nun Nazigrößen wie Göring, Höß oder Heß Auge in Auge gegenüber.

Mehr als ein Leben erzählt von den verrückten Launen des Schicksals in einer schwierigen Zeit, aber auch davon, wie es Menschen mit Mut gelingt, sich in den unterschiedlichsten Situationen zurecht zu finden. Richard W. Sonnenfeldt erzählt sehr lebendig von seinem geglückten Emigranten-Leben, aber auch davon, wie er als alter Mann in sein Heimatdorf zurückkehrt, ohne Groll auf die Deutschen, weil er weiß: "Es ist so leicht zu behaupten, man hätte nicht in den vergifteten Apfel gebissen, wenn er einem nie angeboten worden ist." --Christian Stahl

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 11 Bewertungen)

Mehr als ein Leben      5 von 5 Punkten
als erstens möchte ich sagen,das jeder der sich für die Deutsche Geschichte bzw. das dritte Reich interessiert,das Buch gelesen haben muß.
Diese Familie hat viel durchgemscht und trotz allem viel Glück gehabt.
Wer das Buch gelesen hat,wird Heer'n Sonnenfeld,auf Grund seiner Erlebbisse und Weltpolitischen Anschaung Recht geben und auch verstehen.
Ich kann dieses Buch nur enpfehlen,denn dies ist eibe erstklassige Lebensgeschichte.


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Operation "Overlord": Die Landung der Alliierten in der Normandie 1944 - Operation "Overlord": Die Landung der Alliierten in der Normandie 1944

Gebundene Ausgabe, April 2004
     Verkaufsrang: 92993      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Diese Spezialausgabe beschreibt die Landungsoperationen in der Normandie ab dem 6. Juni 1944 und fügt sie in den übergeordneten Rahmen der Operation »Overlord«, dem Angriff der Alliierten auf die »Festung Europa« ein. Um einer militärischen Operation von derartigen Ausmaßen gerecht zu werden, wurde Anschauungsmaterial über die Invasion zusammengetragen, wie es bisher noch nie zu sehen war: 14 Museen und über ein Dutzend Privatsammlungen stellten Waffen, Uniformen und Ausrüstungsgegenstände sämtlicher beteiligter Streitkräfte zur Verfügung, die in großformatigen Farbtafeln präsentiert werden.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Deutschsprachiges Grundlagenwerk      5 von 5 Punkten
Gute Literatur in deutscher Sprache über den 2. Wk ist selten und meistens teuer. Mit diesem Buch hat der interessierte Leser endlich ein gutes Buch in deutscher Sprache. Viele Abbildungen von Material und Uniformen aus Sammlungen und Museen, Karten und Dokumente geben ein sehr gutes Bild von der Ausrüstung und dem Kriegsverlauf. Dazu ist der Tex flüssig und informativ.
Sollte man sich zulegen.


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Lügendetektor - Saul K. PadoverLügendetektor
Saul K. Padover

Taschenbuch, 2001
     Verkaufsrang: 99498     

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Als amerikanische Truppen im Herbst 1944 nach Deutschland vorstießen, folgte ihnen ein junger Offizier der Abteilung für psychologische Kriegsführung. Wie ein Ethnologe, "der in das Gebiet eines unbekannten Stammes eindringt", wollte Saul K. Padover erforschen, was in den Köpfen der Besiegten vorging.

Die Deutschen, denen er in den Flüchtlingslagern und besetzten Städten begegnete, waren noch nicht dem kollektiven Vergessen anheimgefallen. Ihre Antworten kamen ungefiltert und ihre Lügen waren leicht durchschaubar. Hitler hatte eine breite Anhängerschaft quer durch alle Schichten der Bevölkerung, und auch wer kein überzeugter Nazi war, dachte zumeist deutsch-national. Und eines ist ganz offensichtlich: das Wissen um die Verbrechen des Regimes war weiter verbreitet, als dies später gerne behauptet wurde. Warum sonst fürchteten sich viele vor einem Aufstand der Zwangsarbeiter und der Vergeltung der Sieger?

Lügendetektor offenbart die Seelenlage einer besiegten Nation: Selbstmitleid und kollektive Depression, Haß und unbelehrbare Arroganz, hartherzig und von einem vagen Schuldgefühl. Und derart autoritätshörig und dokumentengläubig, daß sich Padovers Kameraden zunächst amüsiert zeigten über diese "leidenschaftlichen Sammler von Papieren, zumal von amtlich beglaubigten, mit Unterschrift und Stempel versehenen Papieren", bis ihnen klarwurde, daß dies das Verhalten von Sklaven war, die Bürokraten anbeteten.

Ausweise waren etwas Heiliges, Menschen nicht. "Erst sehr viel später", schreibt Padover, "als ich in Buchenwald in einer Ecke die Leichenberge und in einer anderen die sorgfältig aufbewahrten Papiere der Ermordeten sah, wurde mir eine Eigentümlichkeit der Deutschen bewußt: es machte ihnen nichts aus, Menschen zu verbrennen, aber Dokumente wurden niemals verbrannt."

Padovers Buch, 1946 erstmals erschienen, hat in seiner schonungslosen Offenheit auch nach einem halben Jahrhundert nichts an Brisanz verloren.--Stephan Fingerle

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

Pflichtlektüre!      5 von 5 Punkten
Dieses Buch sollte nicht nur für jeden WWII-Interessierten zur Pflichtlektüre gehören, nein ich gehe auch so weit zu behaupten, dass es in der Schule fest in den Lehrplan von "Geschichte" und "Deutsch" gehört.

Ich möchte gar nicht viel zum Inhalt oder zum Autor schreiben, dazu haben andere Rezensenten genug gesagt. Ich möchte eigentlich nur meine eigenen Erfahrungen mit dem Buch schildern.
Bevor ich den Bericht von Padover las, hatte ich mir schon eine feste Meinung zur "Befindlichkeit" der Deutschen während und nach dem Krieg gebildet. Konnte mir also nicht vorstellen noch grundlegend neue Dinge zu erfahren. Trotzdem war ich beim Lesen des Buches dann überrascht, geschockt und angewidert, dass meine Vorstellungskraft offensichtlich nicht ausreicht(e), um die Realität in ihrer Ganzheit zu erfassen. Die Aussagen und Meinungen der interviewten Deutschen machten mich oft sprachlos und fuchsteufelswild zu gleich. Ein solches Maß an dummdreister Arroganz, Egoismus, Selbstherrlichkeit, Verblödung und fehlendem Verantwortungsbewusstsein hatte ich mir nicht ausgemalt. Ich fragte mich häufig, wie es Mr. Padover verhindern konnte, einfach aufzuspringen und dem dämnlichen Kraut die Scheisse aus der Rübe zu prügeln.

Besonders wenn man sich die Entwicklung der letzten Jahre in der sogenannten öffentlichen Debatte und Wahrnehmung während des Lesens vor Augen führt, wird einem schnell klar, dass dies nicht Ideen jüngster Zeit sind, sondern in einer speziellen Tradition der nennen wir es "Vergangenheitsbewältigung" stehen. Auch damals waren sich Deutsche keiner Schuld oder Verwantwortung bewusst, genau wie heute, wenn besonders Bauernschlaue sagen "Ich bin für Nichts verwantwortlich was geschehen ist bevor ich geboren wurde" oder gefordert wird, doch endlich mal mit den alten Kamellen aufzuhören und die Sache zu begraben und zu vergessen. Man könne sich ja nicht ewig entschuldigen. Das ist richtig, für das was geschehen ist, was sich jeglicher Beschreibung durch abgenutzte und stumpfgewordene Worte entzieht, gibt es, kann es keine befriedigende Entschuldigung geben.
Auch damals waren die Leute von ihrer Opferrolle überzeugt. "Armes Deutschland", war ihre Auffassung. Entweder hatten sie die Polen/Engländer in den Krieg gezwungen. Oder er war eine logische Folge des "Versailler Schandfriedens". Das arme Deutsche Volk wäre doch ein Volk ohne Raum gewesen, es hatte gar keine andere Wahl gehabt als ca. 50 Millionen Menschen den Tod zu bringen(Das Problem mit großen Zahlen ist immer, dass man sie sich nicht vorstellen kann.). Weit verbreitet war auch die Auffassung, die heutzutage auch sehr beliebt ist, die Deutschen wären Opfer Hitlers und der Nationalsozialisten gewesen und hätten ganz furchtbar gelitten. Dazu ist zu sagen, dass die Mehrzahl der Deutschen sich erst als Opfer betrachteten, als der Krieg unausweigerlich verloren war und dass das angebliche Leid der Deutschen eine perfide Lüge und Selbstprojektion war, geboren aus der Schuld und dem Verlangen die eigene Schuld zu mindern. Kein Deutscher wollte/will offen zu geben, dass sie bis zu letzt die einzigen waren, die vom Krieg profitierten. Man suhlt(e) sich lieber in Selbstmitleid, als nur einen Gedanken an die eigene Schuld und Verwantwortung zu verschwenden.

Vor diesem Hintergrund bekommen die schwarz-rot-goldenen Orgien mit ihren uniformierten Massen zur Fußball-WM und dem einhelligen Beifall der Journaille und der Politiker einen noch fauligeren Geschmack.

Ein Volk, das von "zurück zur Normalität" fantasiert, das sich keiner Schuld mehr bewusst ist, das mit Hitler und den deutschen Helden den Untergang im Kino betrauert, das eifrig gegen Rechts und Neonazis rückt, aber gleichzeitig Israel und die USA als Nationalsozialismus 2.0 betrachtet, das für sich moralische Überlegenheit und die "richtigen" Schlüsse aus der Vergangenheit gezogen zu haben beansprucht und das nicht müde wird anderen Nationen und Völkern ihre Verbrechen gegen die eigenen aufzurechnen, so ein Volk steht meiner Meinung erst am Anfang eines langwierigen Prozesses, der leider im Keim zu ersticken droht.

Es gibt wenige Bücher die ich in die Must-Read Kategorie einordnen würde, aber "Lügendetektor" gehört definitiv dazu.


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Frontbewegungen. Erlebnisse 1940 - 1946 - Ewald FuchsFrontbewegungen. Erlebnisse 1940 - 1946
Ewald Fuchs

Broschiert, März 2006
     Verkaufsrang: 89932      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,80 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Ewald Fuchs hat nie geglaubt, bei den Soldaten richtig zu sein. Stets hat er in der Überzeugung gelebt, bei der "falschen Firma" zu sein. Doch im Laufe von sechs Jahren reifte er unter dem Zwang der Verhältnisse zum selbstbewussten Mann, der sich erfolgreich bemühte, als Soldat anständig zu bleiben. Seine Aufzeichnungen sind das Spiegelbild einer Gesellschaft im Ausnahmezustand.



Auschwitz, die NS-Medizin und ihre Opfer - Ernst KleeAuschwitz, die NS-Medizin und ihre Opfer
Ernst Klee

Taschenbuch, März 2001
     Verkaufsrang: 143462      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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»Die Machthaber des Dritten Reiches boten Medizinern etwas unerhört Verlockendes, in der Welt bis dahin Einmaliges: Statt Meerschweinchen, Laborratten und Versuchskaninchen konnten sie Menschen massenhaft zu Versuchszwecken benutzen.«
Ernst Klee

Für dieses Buch, das auf Platz 1 der Sachbuch-Bestenliste stand, erhielt Ernst Klee den Geschwister-Scholl-Preis.


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Auschwitz, die NS-Medizin und ihre Opfer by Ernst Klee      5 von 5 Punkten

Die Machthaber des Dritten Reiches boten Medizinern etwas unerhört Verlockendes, in der Welt bis dahin Einmaliges: Statt Meerschweinchen, Laborratten und Versuchskaninchen konnten sie Menschen massenhaft zu Versuchszwecken benutzen.. Ein wirklich sehr interessantes Buch.

Für dieses Buch, das auf Platz 1 der Sachbuch-Bestenliste stand, erhielt Ernst Klee den Geschwister-Scholl-Preis.


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Die württembergischen Königinnen: Charlotte Mathilde, Katharina, Pauline, Olga, Charlotte - ihr Leben und Wirken - C. Sabine ThomsenDie württembergischen Königinnen: Charlotte Mathilde, Katharina, Pauline, Olga, Charlotte - ihr Leben und Wirken
C. Sabine Thomsen

Gebundene Ausgabe, September 2006
     Verkaufsrang: 69113      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 22,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Charlotte Mathilde, Katharina, Pauline, Olga und Charlotte - fünf Königinnen, fünf Lebensläufe, die sich hinter der Fassade aus Luxus und Etikette des 19. Jahrhunderts verbergen. Was waren das für Frauen, die sich der Staatsräson beugen mussten und so an den würtembergischen Hof kamen? Die anschließend an der Seite der Regenten ihren eigenen Weg finden mussten? So viel steht fest: Es waren, bei aller Verschiedenheit, starke Persönlichkeiten. Ihre spannenden Biografien lösen heute noch Erstaunen und Bewunderung aus - vielleicht vor allem, weil auch im Schatten der Schlösser nicht immer nur Glück und Erfüllung gediehen sind.

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Lohnenswertes Buch      5 von 5 Punkten
Charlotte Mathilde, Katharina, Pauline, Olga, Charlotte - das Leben von fünf Königinnen in der relativ kurzen Zeit des württembergischen Königreichs von 1806 bis 1918. Auf über 290 Seiten beschreibt das Buch die familiäre Herkunft der adeligen Frauen, die arrangierten Ehen mit dem jeweiligen König, das Leben am königlichen Hof und den Einfluss der Königinnen auf das Land und seine Bewohner/-innen. Der Leser erfährt zusätzlich einiges über die Landesgeschichte und über das Leben der königlichen Ehemänner. Das schön gebundene Werk ist ein herstellerisch sehr ansprechendes Buch mit Vorsatzblatt und Frontispiz, wie es heute leider nur noch selten zu finden ist. Die netten Details beginnen schon mit dem Einband, auf dem die Miniaturabbildungen der fünf Königinnen unter dem Diadem der Königin Pauline zu sehen sind. Zahlreiche Abbildungen und Ahnentafeln ergänzen das sehr lebendig geschriebene Werk. Ich habe das Buch in wenigen Tagen durchgelesen. Die gute Sprache der Autorin macht das anschauliche Werk zu einem großen Lesegenuss. Der Vollständigkeit halber wäre lediglich eine grafische Übersicht über die Stiftungen und Einrichtungen, die diese fünf württembergischen Königinnen gegründet haben, wünschenswert. Fazit: sehr lesenswert und eine Kaufempfehlung für ein Geschenkbuch.



Es fehlt was      4 von 5 Punkten
Für mich als Laie ein kompaktes Buch über die Königinnen, das sich schön flüssig liest. Für Fachleute fehlen sicher viele Details. Das Buch wirkt hochwertig durch das schöne Layout, viele Bilder auf gutem Papier. Leider fehlten mir hier und da weitere Details. Oft ist umfassend über die Könige berichtet, manchmal ein bißchen zu wenig über die jeweilige Königin. Schön wäre auch am Schluß nochmals eine Zusammenfassung über das Wirken der Frauen.


Die Weiße Rose: Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten - Harald SteffahnDie Weiße Rose: Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten
Harald Steffahn

Taschenbuch, 1. Juli 1992
     Verkaufsrang: 19448      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Die Weiße Rose gehörte als Sinnbild des unerschrockenen Gewissens unter der Diktatur zu den stärkeren Manifestationen des Widerstands im Dritten Reich. Harald Steffahn zeichnet den Weg der Münchener Studenten-Opposition nach, und er beschreibt die biographischen Voraussetzungen ihrer wichtigsten Repräsentanten. Im Mittelpunkt steht die Lebensgeschichte der Geschwister Hans und Sophie Scholl.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Großartiges und fesselndes Buch      5 von 5 Punkten
Ein insgesamt großartig geschriebenes Buch über die berühmte Münchner Widerstandsgruppe "Weiße Rose". Umfassend und fesselnd schildert der Autor die Geschichte dieser beeindruckenden jungen Menschen, die als leuchtendes Vorbild für alle Zeiten vor Augen halten, dass die eigenen Gedanken immer frei sein werden und es auch unter der Gefährdung des eigenen Lebens Menschen gibt, die für die Wahrheit und ihr Gewissen aufstehen und handeln.

Ein hervorragendes Buch für kleinen Preis, auch vom Schwierigkeitsgrad her für jeden geeignet, der nicht gerade an Legasthenie leidet oder Opfer nackter Schwachsinnigkeit ist.

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Yalu - An den Ufern des dritten Weltkriegs - Jörg FriedrichYalu - An den Ufern des dritten Weltkriegs
Jörg Friedrich

Gebundene Ausgabe, Oktober 2007
     Verkaufsrang: 53733      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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In Korea fochten die Kombattanten des Kalten Krieges in den Jahren 1950 bis 1953 einen „heißen“ Stellvertreterkrieg. Der Fluss Yalu markierte dabei die Grenze, an der sich das Überleben der Menschheit entschied. Und es war, wie uns Jörg Friedrich mit seinem erschütternden Buch ins Bewusstsein bringt, eine äußerst knappe Entscheidung, die sehr wohl anders hätte ausgehen können. Für den Fall nämlich, dass die USA den Yalu nach Norden überschritten hätten, um Städte in China anzugreifen, deren von der Sowjetunion mit immer neuem Nachschub versorgte Soldaten an der Seite Nord-Koreas gegen Süd-Korea und die ihnen beigesprungene, US-geführte UN-Streitmacht kämpften, war eine Ausweitung des Krieges mit unabsehbaren Folgen vorprogrammiert. Am Yalu stand die Welt, wie es im Untertitel ohne jede Übertreibung zutreffend heißt, „an den Ufern des dritten Weltkriegs“.

Profund recherchiert und in meisterlicher Erzählung rekapituliert Jörg Friedrich die Geschichte dieses mörderischen Krieges -- und führt dem Leser eindrücklich vor Augen, wie knapp die Welt damals noch einmal davon gekommen ist. Korea freilich lag am Ende in Schutt und Asche. Eindringlich schildert Friedrich die alles verwüstende Vernichtungsmaschinerie, die sich hier entlud, weil sie sich andernorts nicht entladen durfte. Gewichtige US-Strategen, allen voran Oberbefehlshaber General Douglas Mac Arthur, wollten dem vorzeitig ein Ende machen und drängten auf den Einsatz von Atomwaffen gegen China, mit denen man ja schließlich auch in Japan so „gute“ Erfahrungen gemacht hatte. Schauerlich authentisch liest sich das von Friedrich rekonstruierte innere Ringen von Generalstab und Regierung der USA. Und man begreift, wie nah am Abgrund die Welt damals am Yalu tatsächlich stand. -- Andreas Vierecke

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Die Welt am Abgrund      5 von 5 Punkten
Über Ursachen, Schrecken und Tragweite des KoreaKriegs hat man uns wenig Objektives erzählt. Allenfalls war es die einfältigeinseitige Verdummungsmaschinerie des USAhörigen Westens. Es ist das Verdienst von Jörg Friedrich, die Welt mit diesem Buch endlich mit objektiven und genau recherchierten Informationen aufzuklären.

Aufzuklären über die Selbstverständlichkeit, mit der USAmerikaner und Chinesen gleichermaßen dieses Land, das nicht das Ihre war, mit Krieg überzogen und verwüsteten. Anders als im Fall Deutschland oder Japan hatte man nicht einmal als Vorwand für die Verbrechen am koreanischen Volk, daß diese Menschen für die Sünden ihrer Regierung zu büßen hätten.

Aufzuklären, mit welch einer frevelhaften Selbstverständlichkeit, das Atominferno über chinesische und sowjetische Großstädte von den USA geplant wurde und wie man damit damals fahrlässigst mit dem Schicksal unserer Erde spielte. Entlarvend für diese Unmenschlichkeit und Geschäftsgier die damalige Aussage des künftigen USPräsidenten Eisenhower: Er halte es für unmoralisch, eine Waffe wie die Atombombe, die soviel gekostet habe, nun nicht einzusetzen. Solcher Art waren unsere Verbündete.

Aufzuklären schließlich, daß es mit Joseph Stalin in Moskau eine Persönlichkeit gab, die weise, wenn auch gerissen, diese Eskalation verhindern konnte. Die Welt verdankt ihm viel.


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Yalu - An den Ufern des dritten Weltkriegs - Jörg FriedrichYalu - An den Ufern des dritten Weltkriegs
Jörg Friedrich

Gebundene Ausgabe, Oktober 2007
     Verkaufsrang: 53733      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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In Korea fochten die Kombattanten des Kalten Krieges in den Jahren 1950 bis 1953 einen „heißen“ Stellvertreterkrieg. Der Fluss Yalu markierte dabei die Grenze, an der sich das Überleben der Menschheit entschied. Und es war, wie uns Jörg Friedrich mit seinem erschütternden Buch ins Bewusstsein bringt, eine äußerst knappe Entscheidung, die sehr wohl anders hätte ausgehen können. Für den Fall nämlich, dass die USA den Yalu nach Norden überschritten hätten, um Städte in China anzugreifen, deren von der Sowjetunion mit immer neuem Nachschub versorgte Soldaten an der Seite Nord-Koreas gegen Süd-Korea und die ihnen beigesprungene, US-geführte UN-Streitmacht kämpften, war eine Ausweitung des Krieges mit unabsehbaren Folgen vorprogrammiert. Am Yalu stand die Welt, wie es im Untertitel ohne jede Übertreibung zutreffend heißt, „an den Ufern des dritten Weltkriegs“.

Profund recherchiert und in meisterlicher Erzählung rekapituliert Jörg Friedrich die Geschichte dieses mörderischen Krieges -- und führt dem Leser eindrücklich vor Augen, wie knapp die Welt damals noch einmal davon gekommen ist. Korea freilich lag am Ende in Schutt und Asche. Eindringlich schildert Friedrich die alles verwüstende Vernichtungsmaschinerie, die sich hier entlud, weil sie sich andernorts nicht entladen durfte. Gewichtige US-Strategen, allen voran Oberbefehlshaber General Douglas Mac Arthur, wollten dem vorzeitig ein Ende machen und drängten auf den Einsatz von Atomwaffen gegen China, mit denen man ja schließlich auch in Japan so „gute“ Erfahrungen gemacht hatte. Schauerlich authentisch liest sich das von Friedrich rekonstruierte innere Ringen von Generalstab und Regierung der USA. Und man begreift, wie nah am Abgrund die Welt damals am Yalu tatsächlich stand. -- Andreas Vierecke

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Die Welt am Abgrund      5 von 5 Punkten
Über Ursachen, Schrecken und Tragweite des KoreaKriegs hat man uns wenig Objektives erzählt. Allenfalls war es die einfältigeinseitige Verdummungsmaschinerie des USAhörigen Westens. Es ist das Verdienst von Jörg Friedrich, die Welt mit diesem Buch endlich mit objektiven und genau recherchierten Informationen aufzuklären.

Aufzuklären über die Selbstverständlichkeit, mit der USAmerikaner und Chinesen gleichermaßen dieses Land, das nicht das Ihre war, mit Krieg überzogen und verwüsteten. Anders als im Fall Deutschland oder Japan hatte man nicht einmal als Vorwand für die Verbrechen am koreanischen Volk, daß diese Menschen für die Sünden ihrer Regierung zu büßen hätten.

Aufzuklären, mit welch einer frevelhaften Selbstverständlichkeit, das Atominferno über chinesische und sowjetische Großstädte von den USA geplant wurde und wie man damit damals fahrlässigst mit dem Schicksal unserer Erde spielte. Entlarvend für diese Unmenschlichkeit und Geschäftsgier die damalige Aussage des künftigen USPräsidenten Eisenhower: Er halte es für unmoralisch, eine Waffe wie die Atombombe, die soviel gekostet habe, nun nicht einzusetzen. Solcher Art waren unsere Verbündete.

Aufzuklären schließlich, daß es mit Joseph Stalin in Moskau eine Persönlichkeit gab, die weise, wenn auch gerissen, diese Eskalation verhindern konnte. Die Welt verdankt ihm viel.


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Bettler und Gaukler, Dirnen und Henker: Außenseiter in einer mittelalterlichen Stadt. Köln 1300 - 1600. (sachbuch) - Franz IrsiglerBettler und Gaukler, Dirnen und Henker: Außenseiter in einer mittelalterlichen Stadt. Köln 1300 - 1600. (sachbuch)
Franz Irsigler, Arnold Lassotta

Taschenbuch, 1993
     Verkaufsrang: 19280      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 11,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Ein fesselndes und wirklichkeitsnahes Bild von gesellschaftlichen Randgruppen in der städtischen Kultur des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit: Anschaulich wird hier die Rolle der verachteten Berufsgruppen wie Bader und Barbiere, Ärzte und Quacksalber, Gaukler und Dirnen geschildert. Ein wichtiger Beitrag zur "erzählten" Geschichte.

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

grossartiges buch      5 von 5 Punkten
uebersichtlicher aufbau, thesen
immer anhand von fallbeispielen belegt,
unmengen an auszuegen, zu ganzen lebensgeschichten zusammengestellt, aus turmbuechern und ratsbeschluessen
der stadt koeln.


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Die Göttliche Komödie. Ins Deutsche übertragen von Ida und Walther von Wartburg, kommentiert von Walther von Wartburg, 48 Illustrationen nach Holzschnitten von Gustave Doré - Dante AlighieriDie Göttliche Komödie. Ins Deutsche übertragen von Ida und Walther von Wartburg, kommentiert von Walther von Wartburg, 48 Illustrationen nach Holzschnitten von Gustave Doré
Dante Alighieri, Ida von Wartburg, Walther von Wartburg, Gustave Doré

Gebundene Ausgabe, 7. März 2006
     Verkaufsrang: 147111      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 29,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Drei Dinge prägten Werk und Leben Dante Alighieris (1265-1321): Seine mittelalterliche Universalbildung beim Enzyklopädisten Bruno Latini, die nach der Verbannung geschürte Haßliebe zu seiner Geburtsstadt Florenz und die entrückende Verehrung der schönen Beatrice Portinari, die sich durch ihren frühen Tod mit 24 Jahren zur Stilisierung nachgerade anempfahl. In den 100 Gesängen seiner im Exil verfassten Göttlichen Komödie (1307-1321) hat der Dichter über sie alle zu Gericht gesessen: Im 26. Höllengesang etwa findet sich eine erbitterte Schmährede auf die Heimatmetropole, und Latini muß bei den Sodomiten schmoren. Die himmlische Geliebte jedoch darf den verschämten Dichter im Paradies empfangen und mit ihm zu den Sternen, Planeten und Trabanten schweben. "Und Beatrice sah mich an voll Glut", heißt es im wundervollen Mondcanto, "die aus den hehren Augen blitzte wider, / Daß meine Kraft, besiegt, verließ der Mut, / Und fast verlor ich mich, die Augen nieder".

Am Ende dieser schwindelerregenden Jenseitsreise säumten nahezu 600 Seelen des politischen, literarischen und mythologischen Lebens Dantes Weg, darunter Judas, Odysseus, Petrus und Bernard von Clairvaux. Zuvor aber hatte der Dichter als Figur des eigenen Epos gemeinsam mit seinem Führer, dem römischen Lieblingsdichter Vergil, Hölle (Inferno) und Fegefeuer (Purgato-rio) zu durchwandern: "Dort wirst Du hören der Verzweiflung Pein / Und sehn, wie sich der Vorzeit Geister quälen, / so daß sie nach dem zweiten Tode schrein". Dante hat sich die Architektur des Jenseits mit seinen 27 Stufen trichter- und terrassenförmig vorgestellt, um seinen unausweichlichen Sog zu illustrieren. Aber eigentlich ist der Strudel der Sprache der wahre Held des Buchs, der uns hineinzieht in die 14 233 bedeutendsten Verse der italienischen Literatur, ja in eines der größten Epen der Weltliteratur überhaupt.

Goethe fühlte sich nicht wohl im "Moderduft aus Dantes Hölle", und Arno Schmidt gar sah im Inferno des Buchs Konzentrationslagerphantasien literarisch lodern. Die meisten Dichter aber dachten anders, und die Anfangserzählung von Samuell Beckett erster Prosaveröffentlichung Mehr Flügel als Prügel (1934) mit ihrem ironischen Titel Dante und der Hummer beginnt mit einem fesselnden Lektüreerlebnis der direkt dem Purgatorium entstiegenen Hauptfigur: "Es war Vormittag, und Belaqua hatte sich im ersten Mondcanto festgelesen. Bis zum Hals steckte er drin, er konnte weder vor noch zurück". Vor sieben Jahren etwa ging es mir beim Lesen ähnlich.--Thomas Köster

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 16 Bewertungen)

Meisterwerk der Weltliteratur in prächtigem Gewand, mit zahl- und hilfreichen Erläuterungen      5 von 5 Punkten
Die göttliche Komödie von Dante Alighieri, ins Deutsche übertragen und ausschweifend kommentiert von Ida und Walther von Warthburg, versehen mit 48 Illustrationen von Gustave Doré

Zitat: (Inschrift auf dem Höllentor)

Durch mich geht man zur Stadt der Schmerzen ein;
durch mich geht man hinein zur ewgen Qual;
durch mich geht man zu den Verlorenen.

Gerechtigkeit bewegte meinen Schöpfer;
erschaffen hat mich Gottes ewge Allmacht,
die höchste Weisheit und die erste Liebe.

Denn vor mir ward kein einzig Ding erschaffen
als Ewiges, und ewig werd' ich dauern;
ihr, die ihr herkommt, lasset alle Hoffnung.


Zum Osterfest des Jahres 1300 irrt Dante durch die Welt, bedrängt von Sinneslust, Hochmut und Habsucht, sein Leben steht nicht im rechten Licht. Doch ihm wird durch die Fürsprache seiner seit frühster Jugend angebeteten, mittlerweile verstorbenen und in den Himmel versetzten Beatrice die Gnade zuteil, die ihn auf den rechten Weg führen soll.
Zu diesem Zweck erscheint Dante der römische Dichter Vergil, der vom Himmel gesandt Dante auf seinem Weg durch Inferno (Hölle) und Purgatorio (Läuterungsberg = Fegefeuer) bis hin zum Paradiso begleiten und leiten soll.

Auf 1200 Seiten, in 100 Gesängen mit 14,400 Versen erstreckt sich dieses zentrale Epos der Christenheit, das jeder Beschreibung trotzt und spottet - Übergang von Mittelalter zur Renaissance, in sich geschlossener Katechismus der (römisch-katholischen) Christenheit, Quell der italienischen Sprache (Dantes Entscheidung, in seinem florentischen Dialekt zu schreiben machte diese Sprache erst zur beherrschenden Schriftsprache eines an Dialekten reichen Landes), eindrucksvoller Einblick in das mittelalterliche Denken, umfassende Schau aller großen Gestalten der klassisch-antiken wie christlichen Mythen und Historie sowie (damals) brandaktuelles politisches Werk, persönliches Glaubensbekenntnis, ein sprachlich wie gedanklich beeindruckendes Meisterwerk - all das und noch viel mehr ist dieses Buch, das sich Vergleichen mit der Aeneis oder der Ilias nicht zu scheuen braucht.
Selbst wenn man mit dem Christentum nichts (mehr) am Hut hat, ist es für einen historisch interessierten Menschen ein wahrer Augenöffner, die Glaubens- und Moralvorstellungen der damaligen Zeit kennenzulernen (cf. die Unterteilung der Hölle in zehn Kreise je nach Schwere und Art des Vergehens, die unterschiedlichen Terassen des Läuterungsberges, die himmlichen Sphären des Paradiso). Darüber hinaus gibt es wohl kein Werk der Menschheitsgeschichte, das in sich eine Art Weltgericht und Zusammenstellung der gesamten vor ihr liegenden Geschichte beinhaltet - von Adam über die Helden des trojanischen Krieges, die mythischen Götter Griechenlands, die römischen Kaiser, die Märtyrer des Christentums bis zu den damals herrschenden Fürsten des spätmittelalterlichen Italiens kommt jeder vor, wird jeder gerichtet, der im Denken dieser Zeit Rang und Namen hatte, oft an unerwarteter Stelle (der listenreiche Odysseus wurde in die Hölle gesteckt, Brutus der Verräter wird gar von Satanos höchstpersönlich gefressen, Cato dagegen darf (als Heide!) den Zugang zum Purgatorio bewachen). Und gleichzeitig haben wir es mit einem hochpolitischen Werk zu tun, das die damaligen Zustände des Papsttumes und der verfallenden Sitten geißelt und auf baldige Einigung und Ordnung hofft und pocht.
Nicht unerwähnt bleiben sollte die Leistung der Übersetzer/Kommentatoren Ida und Walther von Warthburg, die sowohl das Lesen des Textes zum sprachlichen Genuss machten, als auch durch ihre extensiven, sprachlich ebenfalls wunderbaren Kommentare vieles, was sonst undurchschaubar geblieben wäre, erhellten und einen spannenden Einblick in die damalige Lebensweise, Politik aber auch in Mythen- und Glaubenswelt des Christentums bieten.

Ein wahrliches Meisterwerk der Weltliteratur, mit dem sich wohl nur wenige messen können...


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Geheime Reichssache: Thüringen und die deutsche Atombombe - Edgar MayerGeheime Reichssache: Thüringen und die deutsche Atombombe
Edgar Mayer, Thomas Mehner

Gebundene Ausgabe, 5. November 2004
     Verkaufsrang: 126412      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Unterirdische Hochtechnologiezone im "Schutz- und Trutzgau"
Jahrelange Recherchen zeigen, daß der "Großraum Jonastal" in Thüringen und sein Umfeld nicht nur für die Nationalsozialisten des Dritten Reiches von allergrößtem Interesse waren, als es darum ging, bei Kriegsende ein sogenanntes "Schutz- und Trutzgau" zu errichten, von dem aus der "Endsieg" errungen werden sollte, sondern Reichsrüstungsminister Speer und SS-Obergruppenführer Kammler planten von hier aus innerhalb der sogenannten "Operation Avalon" zusammen mit dem deutschen Adel die Errichtung eines neuen Vierten Reiches - ohne Hitler, Himmler, Göring und Goebbels. Dabei spielten die sogenannten "Siegeswaffen" eine entscheidende Rolle.
Es steht außer Frage, daß Thüringen in bezug auf die damaligen Hochtechnologieentwicklungen eine besondere Rolle spielte. Doch was geschah mit den Geheimprojekten? Wurden sie rechtzeitig verlagert, erbeutet - oder nie gefunden? Auch hierzu informiert das Buch, das darüber hinaus einige Querve rbindungen beleuchtet, die über einen vermuteten Nukleartest bei Auschwitz bis hin zu einem möglichen Sabotageeinsatz einer deutschen Atomwaffe im Gebiet einer amerikanischen Hafenstadt reichen, die dabei fast völlig zerstört wurde. Bis heute unterliegen Teile der behördlichen Untersuchungsprotokolle der Geheimhaltung




Tagebuch aus dem 30jährigen Krieg: Nach einer Handschrift im Kloster Andechs mit Vorwort, Anmerkungen und Register - Maurus FrieseneggerTagebuch aus dem 30jährigen Krieg: Nach einer Handschrift im Kloster Andechs mit Vorwort, Anmerkungen und Register
Maurus Friesenegger

Broschiert, Februar 2007
     Verkaufsrang: 50175      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 15,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Die aus dem Benediktinerkloster Andechs stammende Handschrift des Abtes Mau-rus Friesenegger ist eines der erschütterndstes Dokumente des 30jährigen Krieges.
Im Kloster Andechs weilten "... über tausend Menschen, alle Zimmer waren voll-geschoppt, einer lehnte sich an den anderen. Es war Winter, und kein Ofen, kein Bett, und oft in drei und vier Tagen kein Brocken Brot, indessen die eben so hungrigen Soldaten immer bei uns um Brot bitteten." Über kaum ein historisches Ereignis der deutschen Geschichte gibt es mehr zeitgenössische Aufzeichnungen als über den dreißigjährigen Krieg. Die aus dem Benediktiner-kloster Andechs stammende Handschrift des Abtes Maurus Friesenegger ist eines der erschüt-terndstes Dokumente dieser Jahre: Friesenegger schildert die furchtbaren Ereignisse rund um den Heiligen Berg und das dazugehörige Dorf Erling. Er berichtet von Greueltaten der fremden und eigenen Soldaten, Bränden, Zerstörungen, Naturkatastrophen, Mäuse- und Wolfsplagen, Hungernöten, dem Ausbruch der Ruhr und der Pest und liefert ein geradezu apokalyptisches Bild jener Zeit.




»Ich versuche jeden zu retten.« Das Leben eines deutschen Offiziers in Briefen und Tagebüchern - Wilm Hosenfeld»Ich versuche jeden zu retten.« Das Leben eines deutschen Offiziers in Briefen und Tagebüchern
Wilm Hosenfeld

Gebundene Ausgabe, Juni 2004
     Verkaufsrang: 171954      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 32,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Das Schicksal des jüdischen Pianisten, der durch die Hilfe eines Offiziers dem Holocaust entkommt, steht für ein Beispiel der Menschlichkeit in Zeiten des Todes. Wilm Hosenfeld ist dieser deutsche Soldat. Im Tagebuch und in zahlreichen Briefen an die Familie erzählt er von den Gräueln der Besatzungsherrschaft und seiner Zerrissenheit. Dieser sensationelle Fund wird hier erstmals veröffentlicht. Wenige deutsche Soldaten haben im Zweiten Weltkrieg sich selbst gefährdet, um unschuldige Menschen zu retten. Durch falsche Papiere, Protektion und Lebensmittelschmuggel ermöglicht Wilm Hosenfeld über viele Jahre zahlreichen verfolgten Polen und Juden das Überleben. Dabei ist er nicht von vornherein Antinazi oder Pazifist. Als Parteimitglied glaubt er 1939 daran, in einen gerechten Krieg zu ziehen. Doch die erschütternden Erlebnisse in Polen, wo er ein Kriegsgefangenenlager kommandiert, Zeuge von Mißhandlungen und Unterdrückung wird, rühren den gläubigen Katholiken tief. Tagebücher und Briefe an seine Familie geben Zeugnis von der inneren Zerrissenheit dieses deutschen Offiziers, der immer wieder Menschlichkeit und Gerechtigkeit über Eid und Befehle stellt.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Sehr empfehlenswerte mentalitätsgeschichtliches Quellenwerk zum Zweiten Weltkrieg      5 von 5 Punkten
Tagebucheintragungen, (Feldpost-)Briefe und sonstige persönliche Überlieferungen sind für Historiker eine der wichtigsten Grundlagen für eine mentalitätsgeschichtliche Aufarbeitung historischer Ereignisse.
Gerade für die geschehenen Schrecken des Zweiten Weltkriegs geben die vorliegenden persönlichen Einsichten in das Alltagsleben des deutschen Hauptmanns Wilhelm ("Wilm") Hosenfeld ein sehr anschauliches Gesamtbild über das Alltägliche und nicht-Alltägliche in der polnischen Etappe Warschaus. Dabei entsteht ein literatisch äußerst ansprechendes Gesamtwerk, das ein vielschichtiges Bild des Menschen Hosenfeld und seiner Umgebung wiederspiegelt. So gibt das Buch einerseits den Glaube und die Überzeugung Hosenfelds an den Nationalsozialismus wieder (als Mitglied der SA, überzeugter Soldat etc.), andererseits ist auch der nachhaltig wirkende Schrecken an die Verbrechen und Grausamkeiten sowie der erkennende Zweifel am "Endsieg" deutlich erkennbar.
Das Buch ist meines Erachtens vor allem für Leser geeignet, die sich intensiver mit der mentalitätsgeschichtlichen Wirkung des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs auseinandersetzen möchten. Dabei kann das Buch in erster Linie als primäres Quellenwerk mit mehr als 1000 Seiten für weitere Studien/Biographien dienen.
Die einleitende biographische Darstellung von Thomas Vogel ist dagegen weniger gelungen. So basiert diese vornehmlich auf den später aufgeführten Quellen, ohne dass ein weiterer, tiefergehender Erkenntnisgewinn zu verzeichnen ist. Zumal der Autor bei der Kontextualisierung in einen breiteren gesellschaftlich-historischen Zusammenhang sehr verallgemeinernd wird und seine Aussagen auch nicht belegt, was bei mir mitunter zu Zweifeln an der historischen Interpretation führte.


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Kleine deutsche Geschichte: Mit Bildern aus dem Deutschen Historischen Museum - Hagen SchulzeKleine deutsche Geschichte: Mit Bildern aus dem Deutschen Historischen Museum
Hagen Schulze

Gebundene Ausgabe, August 2007
     Verkaufsrang: 57639      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Von den Anfängen im römischen Germanien bis zum vereinigten Deutschland und seinen Problemen - Hagen Schulze erzählt die deutsche Geschichte prägnant, anschaulich, mit dem Blick auf das Wesentliche. Mehr als ein illustrierendes Beiwerk sind die zahlreichen Abbildungen des Bandes, die den Leser gleichsam zur historischen Betrachtung einladen. Das erfolgreiche Buch liegt jetzt in einer aktualisierten Neuausgabe vor, die bis an die Schwelle der Gegenwart führt.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)

Ein Buch für den "großen" Überblick und die Zusammenhänge.      5 von 5 Punkten
270 Seiten mit vielen Abbildungen, d.h. Karten, zeitgenössische Gemälde und Flugblätter, alte Wahlplakate, Zeitungsausschnitte

Dieses Buch ist eine echte Empfehlung für all diejenigen, die sich zwar für die deutsche Geschichte interessieren, aber nicht einen dicken Wälzer durchlesen möchten. In dem 270 Seiten starken Hardcover-Buch schafft es Schulze (Professor für Geschichte) mit einem sehr angenehmen Schreibstil die deutsche Geschichte von ihren Anfängen bis 1990 zu vermitteln. Zudem ist auch das Layout, na, sozusagen erquickend. Als das Besondere empfand ich, daß hier die großen Zusammenhänge klar werden, die im Geschichtsuntericht in der Schule manchmal in den vielen Primärquellen und Einzeldaten untergehen. Klarmachen sollte man sich allerdings, daß gerade eine Darstellung von Zusammenhängen immer schon Interpretation ist. Aber zum einen ist gerade das wegen der Kürze nicht anders zu realisieren und für die Zielgruppe daher wünschenswert und zum anderen hält sich Schulze, nach meiner bescheidenen Meinung, an konsensfähige Interpretationen.
Ich hab das Buch auf eine Empfehlung hin gelesen und finde es richtig gut.

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Helmuth James von Moltke: 1907 - 1945. Eine Biographie - Günter BrakelmannHelmuth James von Moltke: 1907 - 1945. Eine Biographie
Günter Brakelmann

Gebundene Ausgabe, Januar 2007
     Verkaufsrang: 133309      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Günter Brakelmann schildert anschaulich den ungewöhnlichen Lebensweg Helmuth James von Moltkes, der als Gründer und Vordenker des Kreisauer Kreises eine der faszinierendsten Gestalten des deutschen Widerstandes gegen Hitler ist. Das Buch läßt auf der Grundlage vieler neuer Quellen die charismatische Persönlichkeit Moltkes lebendig werden und macht sein Denken und Handeln, das sich allen weltanschaulichen Schubladen entzieht, im Kontext seiner Zeit verständlich. Mit dieser umfassenden Biographie liegt seit langem wieder ein Standardwerk zu Helmuth James von Moltke vor. Geboren und aufgewachsen auf dem schlesischen Gut Kreisau, genoß Helmuth James von Moltke durch seine Mutter eine vorwiegend britische, liberale Erziehung. Schon früh engagierte sich der angehende Jurist sozial, knüpfte selbstbewußt Kontakte zu Politikern und Intellektuellen, übte offen Kritik an Hitlers Aufstieg und verzichtete schließlich auf die Richterlaufbahn, um nicht der NSDAP beitreten zu müssen. Als glänzender Anwalt in Berlin und London war er ebenso erfolgreich wie als Gutsherr von Kreisau, der den verschuldeten Besitz rettete. Das von der Aura des preußischen Generalfeldmarschalls von Moltke gleichsam beschirmte Gut wurde nach Kriegsbeginn Treffpunkt einer Gruppe von Gegnern des Nationalsozialismus. Gleichzeitig nutzte Moltke seinen Einsatz als Völkerrechtler im Oberkommando der Wehrmacht zu subversiven Tätigkeiten. Diese führten Anfang 1944 zu seiner Verhaftung. Am 23. Januar 1945 wurde Helmuth James von Moltke in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Günter Brakelmann beschreibt eindringlich das Leben des ebenso nachdenklichen wie mutig entschlossenen Widerständlers. Dabei gelingt es ihm meisterhaft, die - zunehmend religiösen - Motive von Moltkes Denken und Handeln verständlich zu machen. Seine große Biographie ist darüber hinaus ein eindrucksvolles Porträt des Kreisauer Kreises.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Dieser Mann sollte nicht vergessen werden      4 von 5 Punkten
Helmuth James von Moltke, väterlicherseits aus preußischem Adel, mütterlicherseits aus britisch-südafrikanischem Bürgertum stammend, ist eine faszinierende und auch ein wenig rätselhafte Gestalt der deutschen Geschichte. Hitler-Gegner von Anfang an, scharte er nach Kriegsausbruch Menschen aus unterschiedlichen Lagern im "Kreisauer Kreis" zusammen, um Gedanken für ein Deutschland nach Ende des Dritten Reiches zu entwickeln. Dabei wurde ihm der christliche Glaube immer wichtiger. Er knüpfte Kontakte zu verschiedenen Widerstandskreisen, war aber einem Attentat auf Hitler immer abhold und freute sich, daß er von Freisler nicht für seine Taten, sondern für seine Gedanken zum Tode verurteilt wurde.
Brakelmann konzentriert sich in seiner Darstellung auf diese letzten Jahre Moltkes. Dabei hält er sich stark an die äußeren Fakten und überlieferten Dokumente. Er verzichtet weitgehend darauf, das Denken Moltkes im Zusammenhang darzustellen oder seine Ansichten und Handlungen zu bewerten. Auch mit Erwägungen, welche Bedeutung die Arbeit Moltkes und der Kreisauer für die frühe Bundesrepublik hatte oder heute haben könnte, hält er sich zurück, obwohl das interessant wäre. Aber das läßt dem Leser Raum für eigene Gedanken. Wenn man das Buch gelesen hat, ist man noch nicht fertig mit diesem Mann, dessen hundertster Geburtstag in diesem Jahr viel zu wenig beachtet wurde.
Störend ist wieder einmal die "neue Rechtschreibung", die auch auf die Zitate ausgedehnt wird. M.E. sollte man Briefe aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nicht in diese neue Norm zwängen; leserlicher werden sie dadurch jedenfalls nicht.


Der deutsche Panzerkrieg 1939-1945 - Ian BaxterDer deutsche Panzerkrieg 1939-1945
Ian Baxter

Gebundene Ausgabe, Juni 2003
     Verkaufsrang: 151027      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Es traf Europa völlig unvorbereitet, als die Deutschen ihre schnellen, beweglichen Panzerkolonnen auf Polen, Frankreich und die Niederlande losließen. Obwohl aus dem Blitzkrieg bald ein Defensivkrieg wurde, als sich das Blatt für Deutschland wendete, hatten die Alliierten nach wie vor großen Respekt vor den deutschen Panzerkräften. Der deutsche Panzerkrieg ist die illustrierte und umfassende Geschichte dieser Furcht einflößenden Kriegswaffe - von den großen Kampfpanzern wie den Pz.Kpfw IV, Panther und Tiger bis hin zu den begleitenden leichten Panzern, Panzerwagen, Halbkettenfahrzeugen, Sturmgeschützen, Krafträdern und vielen anderen Teilen einer vollständigen Panzerdivision. Unter den Fotografien befinden sich auch mehrere Abbildungen seltener Fahrzeuge sowie von der Wehrmacht in Dienst gestellter Beutefahrzeuge. Bisher unveröffentlichte Fotos, zahlreiche davon aus Alben von Privatpersonen, die den Krieg selbst erfahren und daran teilgenommen haben, machen das vorliegende Werk zu ein er außergewöhnlichen und hervorragenden Bilddokumentation der deutschen Panzerwaffe im Einsatz von 1939-45.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Gut und günstig      4 von 5 Punkten
Ein tolles Buch über die deutsche Panzerwaffe im 2. Weltkrieg. Auch für relative Laien wie mich war es gut zu lesen. Ein wenig enttäuscht war ich allerdings, dass die Panzer Panther und Tiger so kurz und mit relativ wenigen Bildern abgehandelt wurden. Ansonsten ein informatives Buch für wenig Geld!


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Der Erste Weltkrieg - Volker R. BerghahnDer Erste Weltkrieg
Volker R. Berghahn

Taschenbuch, März 2003
     Verkaufsrang: 173280      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Volker Berghahn schildert in seiner konzisen Darstellung die Ursprünge und den Verlauf des Krieges, die Rolle der politischen, wirtschaftlichen und militärischen Eliten sowie die Kriegserfahrung der Soldaten. Das Buch endet mit einer Darstellung des Zusammenbruchs erst des russischen Zarenreichs 1917 und dann der beiden mitteleuropäischen Monarchien ein Jahr später vor dem Hintergrund eines totalen Krieges, bei dem es letztlich keine Sieger mehr gab.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Rücksichtlose, inkompetente Kriegsführung der Generäle      5 von 5 Punkten
Im Juni 1999 besichtigte ich an der Grenze von Schottland und England die sogenannten „border abbeys" Jedburgh, Dryburgh, Melrose und Kelso. In der behaglichen Idylle von Dryburgh entdeckte ich die letzte Ruhestätte von „Field Marshall Douglas Haig 1861 - 1928". Doch es gibt keinen Ort ohne Schrecken...

Denn bei der Lektüre des obigen Taschenbuches stieß ich erneut auf jenen Douglas Haig. Sein eiskaltes Kalkül, seinen Starrsinn und seine Erbarmungslosigkeit in der Schlacht an der Somme im Sommer 1916 schildert Autor Volker Berghahn so: „Er war bereit, Hundertausende in den Tod zu schicken. Auch als Haig die verlustreiche Schlacht bei Loos befahl, bewies er eine stählerne Härte."

Leitmotivisch wird die rücksichtlose, chaotische, inkompetente Kriegsführung der Generäle auf beiden Seiten dem elenden Verbluten und Verenden der jungen Soldaten an der Front gegenübergestellt.

Die Urteile des namhaften Militärhistorikers Berghahn sind hart und fundiert. So heißt es über Ludendorff: „Indem Ludendorff ganz kaltblütig die Schuld an dem Weltkrieg und seinem Ausgang auf den Reichstag schob, stahl er sich und die Armee aus der Verantwortung." Und weiter: „Auch wenn Hitler und Ludendorff damals mit ihrem ‚Marsch auf Berlin' scheiterten, die Krise gab den radikalen Revisionisten Auftrieb, die die Pariser Friedensordnung mit Gewalt zerstören wollten."

Knapp, treffend und anschaulich schildert Berghahn die Ursprünge und den Verlauf des Krieges, die Rolle der politischen, wirtschaftlichen und militärischen Eliten sowie die Kriegserfahrung der Soldaten. Das Buch endet mit einer Darstellung des Zusammenbruchs erst des russischen Zarenreichs 1917 und dann der beiden mitteleuropäischen Monarchien ein Jahr später vor dem Hintergrund eines totalen Krieges, bei dem es letztlich keine Sieger mehr gab. Der Erste Weltkrieg ist die „Urkatastrophe" des 20. Jahrhunderts.

Fazit: Dieses Taschenbuch ist ein vorzügliche Einführung auf dem neuesten Forschungsstand.

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