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Ich. Erfolg kommt von innen Oliver Kahn Gebundene Ausgabe, 17. Mai 2008 Verkaufsrang: 106 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Was einen Wettkämpfer auszeichnet und Gewinner vom Verlierern unterscheidet: Ein klares Wertesystem, an dem man sich in jeder Lebenslage orientieren kann, Ehre, Mut, das Streben nach Perfektion, das Streben danach, immer das Beste zu geben und die Bereitschaft dafür solange zu arbeiten, bis man letztendlich mit sich selbst zufrieden ist. Dabei ist Aufgeben keine Option auch unter den widrigsten Umständen nicht. Im Team muss der Wettkämpfer stets danach streben das stärkste Glied der Kette sein und den schwächeren Teammitgliedern Kraft und Zuversicht vermitteln, auch dann, wenn er selbst nicht in Topform ist. Ein gewisses schauspielerisches Talent ist dabei sehr hilfreich, denn das Team darf zu keiner Zeit merken, dass man nicht ganz von den eigenen Worten überzeugt ist. Wie man das bewerkstelligt, zeigt Kahn an einem Beispiel: Die Mannschaft lag zur Halbzeit hinten. Es war heiß und die Mannschaft wirkte pessimistisch. Auch Kahn selbst hatte sich von dieser trübseligen Stimmung anstecken lassen. Um dem Spiel aber doch noch die Wende zu bringen stand er vor seiner Mannschaft auf und feuerte sie mit den Worten an: Männer! So lassen wir uns hier nicht abschlachten. Wir sind der FC Bayern München! Was wir hier abliefern ist nicht das was wir können. [...] Ich will keinen sehen, der den Kopf hängen lässt. Wir brauchen Überzeugung, Präsenz und Ausstrahlung. Los jetzt. Wir fegen die jetzt weg! Ob das Spiel nun gewonnen wurde oder nicht, die Mannschaft hat nicht aufgegeben und das ist das was zählt.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)
Unbedingt lesenswert 5 von 5 Punkten Eigentlich hatte ich etwas Seichtes erwartet. Dieses Buch ist aber eine echte Überraschung! Keine großmaulige Autobiographie, sondern ein echtes Motivationsbuch, flott und schnörkellos geschrieben, sehr gut aufgemacht und unbedingt lesenswert, da es eine völlig andere, aber eben doch eine typische Seite von Oliver Kahn zeigt.
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Der letzte Zeuge: Ich war Hitlers Telefonist, Kurier und Leibwächter Rochus Misch Gebundene Ausgabe, 27. Juni 2008 Verkaufsrang: 10 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden 'Misch Sie werden natürlich noch gebraucht.' Dieser gespenstische Befehl geht am 22.4.1945 im 'Führerbunker' an Rochus Misch, den Leibwächter und Telefonisten Hitlers. Kaum ein anderer hat die Kriegsjahre in ebenso ungeheuerlicher wie ungewöhnlicher Nähe des 'Führers' zugebracht. Nun erzählt der 'letzte Zeuge' seine Geschichte, mit der beklemmenden Aufrichtigkeit eines Mannes, der erkennen muss, dass er sein Tun damals für richtig hielt.
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Viva Polonia: Als deutscher Gastarbeiter in Polen Steffen Möller Broschiert, Februar 2008 Verkaufsrang: 111 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Steffen Möller, ein Name, der wohl den wenigsten etwas sagen dürfte. Nach diesem Buch wird sich dies gründlich ändern. Der jungenhafte Mann, der uns auf dem Cover aus der Ferne mustert, hat zur Befriedung des chronisch labilen Verhältnisses zu unseren polnischen Nachbarn vermutlich mehr beigetragen, als sämtliche Kartoffelkrieger und Vertriebenen-Erikas jemals zerdeppern konnten. Angefangen hatte alles mit der leicht abseitigen Studentenidee, einen zweiwöchigen Polnischkurs in Krakau zu belegen. Was im März 1993 als Gag gemeint war, entwickelte sich zur großen Liebe eines Lebens. Man fasst es kaum, aber Möllers Vernarrtheit in die unglaublich komplexe polnische Sprache gab den Ausschlag. Heute, dreizehn Jahre später, kennt in Polen jedes Fernsehkind diesen merkwürdigen Deutschen, der als Kabarettist und Schauspieler zu einem der Ihren wurde. Und uns nun Polen erklärt. Aber wie! Wer Möller auf seiner PR-Tour durch den deutschen Talkshowdschungel erlebte, verfiel augenblicklich dem Charme, mit dem er für seine neue Heimat warb. Gängige Vorurteile (Autoklau, Tristesse pur, etc.), werden gelangweilt abgeschmettert, nur um sie durch andere, eigene, zu ersetzen. So den notorischen Aberglauben, von dem die polnische Bevölkerung in ihrer Gesamtheit fast schon voodoohaft erfasst ist. Möller liefert Beispiele gelebter polnischer Alltagsanarchie, die uns Deutsche als bedauernswerte obrigkeitshörige Hackenschläger dastehen lassen. Auch der ehemalige Sprachcoach in Möller gibt keine Ruhe. Lustige, aber hoffnungslose Vokabelübungen durchziehen sein Buch, ein linguistisches Desaster, das jeden deutschen Rachenraum übel malträtiert. Ledigleich die Lehnwörter aus dem Deutschen wie Gancegal, Hochsztapler und Szajs, erweisen sich als halbwegs brauchbar. Nebenbei - lebenswichtig! - keine Scherze treiben über Papst Johannes Paul II. Bescheidenheit, Abwesenheit von Aggressionen, gänzlich unerwarteter schwarzer Humor. Dazu der Reiz der polnischen Frauen, von Heine schon als Weichselaphroditen verehrt. Attribute, die Möller den Abschied von der deutschgrauen Ellbogenmentalität versüßten. Der Mann schafft das Positivbild einer liebenswert-schrulligen Gesellschaft, dass man noch beim Lesen die geistigen Koffer zu packen beginnt. Es lebe Polen! Vorschlag zur Güte: Wer, auch in den heiklen Fragen unserer unseligen Vergangenheit, derart sensibel, aber ohne falsche Betroffenheit die Herzen unserer Nachbarn aufschließen konnte, sollte doch gleich den Botschafterposten auf der offiziellen Ebene bekommen. Ein besserer ließe sich ohnehin nicht finden! -Ravi Unger
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 21 Bewertungen)
Einfach nur witzig 5 von 5 Punkten Hier ist die Überschrift ernst gemeint: Das Buch ist einfach, keine Intellektuellen-Kost - und es ist auch nicht wirklich ernst gemeint, jedenfalls hatte ich nicht den Eindruck.
Aber eines ist es auf alle Fälle: witzig, witzig, witzig!
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Lenin kam nur bis Lüdenscheid: Meine kleine deutsche Revolution Richard David Precht Broschiert, März 2007 Verkaufsrang: 301 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Als Kind westdeutscher Linker im provinziellen Solingen lernt Richard David Precht schon früh, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden: zwischen Sozialismus und Kapitalismus. Er wächst mit einem klaren Feindbild, den USA, auf, und natürlich ist Coca Cola ebenso verpönt wie Ketchup, Flipper oder Raumschiff Enterprise - dafür gibt es das GRIPS-Theater und Lieder von Degenhardt und Süverkrüp... Prechts Kindheits- und Jugenderinnerungen sind eine liebevolle Rückschau auf ein politisches Elternhaus - amüsant, nachdenklich und mit Gespür für die prägenden Details.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Wie von einem anderen Stern - und doch nebenan. 5 von 5 Punkten Richard David Precht ist im selben Jahr wie ich geboren. Er wuchs in Solingen auf, das nicht weit von Krefeld, meinem Heimatort, entfernt liegt. Und doch scheint es mir, als sei er auf einem anderen Stern aufgewachsen.
Seine Eltern sind stark links orientiert, meine Eltern waren eher konservativ. Natürlich habe ich die meisten Sachen, die er beschreibt, auch mitbekommen, aber aus einem ganz anderen Blickwinkel. Und genau das hat das Buch für mich außerordentlich interessant gemacht.
Precht beschreibt das Leben in seiner Familie im beschaulichen Solingen. Der Vater arbeitet als Designer, die Mutter kümmert sich um drei eigene Kinder und zwei aus Vietnam adoptierte. Die Eltern gehören zur linken Szene und leben vollkommen anders: Die Kinder wachsen mehr oder weniger frei auf. Sie dürfen sich schmutzig machen, müssen ihre Zimmer nicht aufräumen, etc. Aber: Sie dürfen nichts "konsumieren", was irgendwie kapitalistisch ist (also keine Cola, keine Micky Mouse, nicht mal Astrid Lindgren).
Precht beschreibt dies alles außerordentlich interessant, mal humorvoll, mal nachdenklich. Er beschreibt die politischen Hintergründe so, dass sie nie langweilig werden. Der Vietnamkrieg, Terre des Hommes, die 68er Revolution und auch der Deutsche Herbst (Baader-Meinhoff) werden so erklärt, dass ich alles, was in meinem wohlbehüteten Elternhaus an mir vorüber rauschte, nachleben konnte.
Dieses Buch ist keine leichte Lektüre, ich habe oft innegehalten und nachgedacht. Und gerade deshalb kann ich es nur empfehlen.
Rundum gelungen! 5 von 5 Punkten Richard David Precht erzählt von seiner marxistischen Kindheit im westdeutschen Solingen. Die Eltern sind überzeugte Linke, sie adoptieren Waisenkinder aus Vietnam und träumen vom sozialistischen Einheitsstaat. Raumschiff Enterprise und Coca-Cola kommen ihnen nicht ins Haus. Dafür Frederik Vahle, Franz Josef Degenhardt und das GRIPS Theater.In der Schule ist der Amerikaner der Freund, zu Hause ist er der Klassenfeind. Richard sitzt zwischen den Stühlen, bleibt ein Außenseiter, schwärmt für Dynamo Kiew und die DDR. Das erste Mal wird die Welt seiner Eltern vom Baader-Meinhoff-Terror erschüttert, das zweite Mal vom Mauerfall. Der Zeitgeist der Siebziger weht durch die Seiten dieses informativen, unterhaltsamen und bewegenden Buches. Der Autor beschönigt nichts, erzählt aus kindlicher Perspektive, in einer anspruchsvollen Sprache und in hübschen Bildern. Ein wunderbarer Roman über ein Stück deutsche Vergangenheit. Absolut lesenswert! |
Ihm in die Augen sehen - Meine verlorene Kindheit Sabine Dardenne, Marie-Therese Cuny Gebundene Ausgabe, November 2004 Verkaufsrang: 263 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ich war zwölf, nahm mein Fahrrad und machte mich auf den Weg zur Schule. Ich heiße Sabine. Ich wohnte in einem belgischen Dorf, und auf dem Weg zur Schule bin ich verschwunden. - So rührend lapidar beginnt der Bericht über ein Martyrium. Am 28. Mai 1996 wurde Sabine Dardenne entführt und gefangen gehalten von dem Mann, den sie in ihrem Buch nur als Monster oder Dreckskerl tituliert. Bis zu ihrer Befreiung befand Sabine sich achtzig Tage in den Fängen des belgischen Kinderschänders und Mädchenmörders Marc Dutroux. Acht Jahre später wirft sie einen erschütternden Blick zurück. Der Schrecken begann in Gestalt zweier Männer in einem schäbigen Lieferwagen, die sie von ihrem Rad rissen und unter Drogen setzten. Während in ganz Belgien die Fahndung anrollt, beginnt Sabines Albtraum: Angekettet im dunklen Verlies, die modrige Matratze, Dutroux` verlogene Lösegeldstory, verzweifelte Briefe an die Eltern, die nie abgesandt werden, die gierigen Hände des Mannes mit den fettigen Haaren, die Nacktfotos. Schließlich die Vergewaltigungen (man ist dankbar für das Ausblenden der fürchterlichsten Details). 173 Seiten eines grauenhaften Protokolls zerren an den Nerven. Dann die Befreiung. Auf Drängen Sabines nach einer Gefährtin, entführt Dutroux Laetitia Delhez. Doch nun ist die Polizei auf der Spur des Mannes, der wegen guter Führung vorzeitig entlassen wurde. Nach der Rettung bleiben Schuldgefühle gegenüber Laetitia und Scham gegenüber den Eltern. Sabine lehnt Therapieangebote ab. Ihr simples, aber pragmatisches Rezept: Das Vergangene wird ausgeblendet. Der Selbstheilungsprozess beginnt. Man mag es Verdrängung nennen, es funktioniert...bis zum letzten, schwersten Gang: Das Wiedersehen mit dem Peiniger und seinen Helfershelfern vor Gericht. Doch auch in dieser Extremsituation zeigt Sabine Standfestigkeit. Die ungewohnte Gerichtssituation irritiert mehr, als der Blick in Dutroux` Augen. Die Bitte um Verzeihung, geäußert von seiner Frau, verweigert Sabine. Zu groß ist der Hass. Eine Reaktion, die nach all den widerfahrenen Ungeheuerlichkeiten nur zu verständlich ist. Dutroux` Verbrechen ließen die gesamte belgische Nation bis in ihre Grundfesten erbeben. Sabine Dardennes mutige Erinnerungen fassen den Horror nachträglich in grausige Bilder. -Ravi Unger
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 24 Bewertungen)
Packende Erlebnisschilderung 5 von 5 Punkten Wenn man dieses Buch liest, erlebt man die Tage und Empfindungen von Sabine Dardenne mit. Man möchte helfen und ist doch so machtlos. Ein eindruckvolles Buch voller Fakten und Emotionen, das mich alles Emotionen durchleben ließ.
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Heute bin ich blond: Das Mädchen mit den neun Perücken Sophie van der Stap Broschiert, Februar 2008 Verkaufsrang: 184 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Eine andere Frisur, ein anderer Mensch? Als man bei Sophie van der Stap mit einundzwanzig Jahren Krebs diagnostiziert, möchte sie sich am liebsten verwandeln. Wie Sophie mit ihrer Krankheit fertig wird, ist einzigartig: Nie zuvor hat jemand den Kampf gegen den Krebs derart freimütig, aber auch mit so viel Lebendigkeit beschrieben. Besser kann man die eigene Verletzlichkeit nicht zeigen. Unheilbar krank und trotzdem das Leben genießen? Witze machen? Flirten? Shoppen? Für Sophie van der Stap ist die Antwort klar: ¯Ich will zeigen, dass ein Leben mit Krebs möglich ist, dass ich nach wie vor lachen und Dinge genießen kann, zum Beispiel mich aufbrezeln, ausgehen. Dass es sogar unheimlich Spaß machen kann, Perücken zu tragen.® Sophie genießt es, eine Frau zu sein. Eine Frau mit vielen Gesichtern, die intensiv fühlt, intensiv lebt und die einen neuen besten Freund gefunden hat - sich selbst: ¯Neun Perücken, neun Namen, neunmal so viele Freundinnen und Verehrer, neun Personen, und hinter jeder versteckt sich ein anderes Stück Sophie.® Und sie lernt, dass nicht nur diese neun verschiedenen Persönlichkeiten alle Teil ihres Lebens sind, sondern auch der Krebs.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 13 Bewertungen)
heute bin ich blond 5 von 5 Punkten Ein sehr beeindruckendes Buch (flüssig, klar geschrieben)
traurig und doch wieder schön
einfach empfehlenswert---
Anna aus Aschaffenburg (Leseratte)
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Schmetterling und Taucherglocke Jean-Dominique Bauby Broschiert, März 2008 Verkaufsrang: 237 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Er war 43 Jahre alt, Vater zweier Kinder und ein erfolgreicher Redakteur, als ihn am 8. Dezember 1995 ein Gehirnschlag all seiner bisherigen Lebensmöglichkeiten beraubte. Fünfzehn Monate später beendete er ein Buch, das er allein mit dem Blinzeln seines linken Augenlids - die einzige verbleibende Verständigungsmöglichkeit - diktiert hatte. Es ist ein einzigartiges Dokument, ein Akt der Selbstbehauptung des Geistes angesichts der totalen physischen Niederlage. Die Krankheit hat Bauby zu einem Schriftsteller gemacht, der mit bewunderswertem Humor seine Situation analysiert. Ein erschütterndes Selbstzeugnis, ein einzigartiges Stück Literatur und ein Buch, das Mut macht zum Leben.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 23 Bewertungen)
Erschütternd und lehrreich 5 von 5 Punkten Über sechs Jahre lang haben meine Mutter, meine Schwester und ich unseren Vater versorgt, der nach einem Schädel-Hirn-Trauma ein ähnliches Schicksal wie Herr Bauby durchleben musste: vollkommen gelähmt, unfähig zu schlucken, zu sprechen, inkontinent, aber bei vollem Bewußtsein. Kurz nach dem Unfall meines Vaters habe ich dieses Buch gelesen. Nachdem ich selbst ein solches Grauen hautnah miterleben musste, bewundere ich den Autor umso mehr dafür, dass er unter den gegebenen Umständen die Kraft und das Durchhaltevermögen gefunden hat, das Buch zu schreiben.
Man lernt viel über den Umgang mit Menschen, die sich aus dem Leben gerissen, bei vollem Bewußtsein in einer so furchtbaren Situation wiederfinden. Man lernt beispielsweise auf kleine Dinge zu achten, mit denen man solchen Personen das Leben ein kleines bisschen leichter und menschenwürdiger machen kann. Muss man zum Beispiel mit einem erwachsenen Mann reden wie mit einem Kleinkind oder ihn anschreien wie einen Schwerhörigen - nur weil er nicht antworten kann?! Das Achten auf vermeintliche Kleinigkeiten kann für den betroffenen Patienten Wohlbefinden (im Rahmen der Möglichkeiten) oder tiefste Verzweiflung für Stunden bedeuten. Beispiele: Fenster auf /zu, Sonne oder Licht blendet, Licht brennt Tag und Nacht und stört den Schlaf, idiotisches Fernsehprogramm läuft stundenlang in voller Lautstärke, interessantes TV- oder Radio-Programm wird einfach abgeschaltet, Kleidung wird schlampig und gedankenlos angezogen (dicke Fleecejacke bei warmem Sommerwetter, wohingegen bei Minusgraden schon mal ein Kurzarm-T-Shirt reichen muss; Falten in der Kleidung oder im Bettuch verursachen Druckstellen auf der Haut... die Liste ließe sich unendlich fortsetzen.
Allein die Tatsache, dass man in allen Aspekten des täglichen Lebens auf fremde Hilfe angewiesen ist und noch nicht einmal die banalsten Dinge des Alltags selbst entscheiden kann, ist unvorstellbar. Wie arrangiert man sich als lebenslustiger, aktiver Mensch mit einem solchen Schicksal?!
Wenn dann noch Hilflosigkeit, Gedankenlosigkeit, Ignoranz, Überforderung und/oder die Unfähigkeit seitens des Pflegepersonals, der Ärzte und der Angehörigen, sich in Andere hinein zu versetzen, dem Patienten das Leben vollends zur Hölle machen, dann ist es nicht verwunderlich, wenn diese zynisch oder verbittert werden.
Meiner Meinung nach sollte dieses Buch zur Pflichtlektüre werden für alle Menschen, die mit solchen Patienten in Berührung kommen - Pflegepersonal, Ärzte, Angehörige.
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Fleisch ist mein Gemüse: Eine Landjugend mit Musik Heinz Strunk Taschenbuch, Oktober 2004 Verkaufsrang: 310 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Wer beispielsweise über Populärmusik aus Vittula gelacht hat, dem kann auch Fleisch ist mein Gemüse wärmstens empfohlen werden: traurige Jugend in den 80ern, pubertäre Sexualnöte, schaurige Provinzgestalten und trotz allem der Traum von einer Musikerkarriere. Nur ist Fleisch ist mein Gemüse doch noch etwas härtere Kost. Weil erstens offenbar alles selbst erlebt ist. Und zweitens die Pubertät mit ihren Qualen überhaupt nicht enden will. Denn Heinz ist schon 23, hat immer noch schwere Akne, wohnt bei Muttern und schraubt in seinem Heimstudio im Keller Playbacks zusammen, auf dem Weg zum Hitproduzenten. Und sein Erfolg bei Frauen rangiert auf einer Skala von 1 bis 10 eher im Minusbereich. Der Alltag ist geprägt vom Daddeln an Spielautomaten, exzessiver Selbstbefriedigung und Musikunterricht, bei dem Heinz seine Schüler mit Fragen nach der enharmonischen Verwechslung von ges quält. Doch auch als der talentierte Hobby-Saxophonist einen Job bei der Tanzband Tiffanys bekommt, ist das keineswegs die Wende zum Besseren. Statt Sex, Drugs and Rock'n'Roll und willigen Groupies bedeutet das nächtelange Auftritte bei Hochzeiten, Dorfjugendveranstaltungen und Schützenfesten in Garlstorf oder Moorwerder: eine drittklassige Rumpelband in erbarmungswürdig schlecht sitzenden Sakkos und mit einem grauenerregenden Repertoire von G.G. Anderson bis zur Schützenliesel. Ein Millionenpublikum brachte Heinz Strunk zum erstenmal bei seinen Gastauftritten in der SAT1-Wochenshow zum Lachen, mit seinen genial verhaspelten Beiträgen des offenen Kanal Hamburg-Harburg. Eigentlich heißt er Mathias Halfpape, trat zwischendurch auch als Jürgen Dose auf und verdutzte zuletzt die VIVA-Zuschauer mit seinem Fleischmann TV. Und mit seiner CD Einz -- absurde Songs und Minihörspiele -- muss man ihn zweifellos mit Helge Schneider vergleichen. Schräg ist Fleisch ist mein Gemüse auch, und sehr lustig, zugleich aber todtraurig. Dass seine Geschichte diese Balance zu halten vermag, ist vielleicht das Bemerkenswerteste an Heinz Strunks Buch. Und natürlich, dass eine fürchterliche Landjugend mit Musik zumindest zum perfekten Stoff für ein tragikomisches Lesevergnügen taugt. --Christian Stahl
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 127 Bewertungen)
Geistreich, witzig, tragisch 5 von 5 Punkten Sicherlich eins der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Lustig, geistreich, und oft auch ergreifend und tragisch. Außerdem geht es einem nie auf die Nerven und das ist bei den meisten teils autobiografisch-selbstbespiegelnden Büchern doch häufig der Fall.
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Last Lecture - Die Lehren meines Lebens Randy Pausch, Jeffrey Zaslow Gebundene Ausgabe, April 2008 Verkaufsrang: 767 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden An amerikanischen Unis ist sie ein gerne geübter akademischer Brauch, die Last Lecture. Diese vermeintlich letzte Vorlesung vor dem gedachten Ruhestand des Vortragenden, soll diesem noch einmal Gelegenheit zur Selbstbefragung und Selbstkritik geben. Ein interessantes intellektuelles Spielchen, das aber im Falle des Randy Pausch eine fast schon gruselige Dimension annimmt. Zehn Tumore in der Leber und eine Lebenserwartung von wenigen Monaten - so lautete die niederschmetternde Diagnose, die den 46-jährigen Professor für Computerwissenschaften kurz vor seiner Last Lecture erreichte. Der Bauchspeicheldrüsenkrebs hatte die Oberhand behalten. Doch dann - im September 2007 - begann an der Carnegie Mellon Universität ein adrett und jugendlich wirkender Mann mit seinem aufwühlenden und etwas anderen Abschlussbericht. Worüber redet ein 46-jähriger Professor angesichts einer Aussicht, die keine mehr ist? Reminiszenzen über Tod, Vergänglichkeit und Wiederkehr? Nicht so Randy Pausch, der beinahe generalstabsmäßig und mit Overheadfolien präpariert vor seinem Publikum nichts weniger als das pralle Leben feiert. In den USA - diesem klassischen Tropengebiet für Ratgeber und Lebenshilfen -, besitzen das Video der Vorlesung (auf You Tube einsehbar), sowie die erweiterte Buchfassung inzwischen fast schon so etwas wie Erweckungscharakter. Insofern darf man auf die Rezeption im Alten Europa durchaus gespannt sein. Die wahren Adressaten der Vorlesung sind Pauschs minderjährige Kinder. Dylan, Logan und die kleine Chloe sollten später einmal erfahren, wer der Vater war, der nur kurz ihr Leben streifte und was er ihnen mitzuteilen gehabt hätte. Auch verschweigt Pausch nicht, dass seine Frau Jai mit dem lebenszeitraubenden Plan der Vorlesung anfänglich alles andere als einverstanden war. Worauf nun gründet der immense Erfolg, der Pauschs Vorlesung anhaftet: Hindernisse überwinden? Ungelebte Träume verwirklichen? Anderen helfen? Niemals aufgeben? Auch aus dem Munde eines Todgeweihten sind dies keine sonderlich originären Erkenntnisse. Pausch ist nicht Heidegger. Philosophisch gesehen ist sein Buch kein Gewinn. Bleibt also nur diese fast schon disneyhaft reine uramerikanische Wir können es schaffen-Mentalität, von der Pauschs Weckruf durchdrungen ist, und die ihre ganz eigene suggestive Kraft entwickelt. In Amerika haben die Lehren seines Lebens bereits breiteste Bevölkerungsschichten rauschhaft erfasst. Hierzulande bleibt die Reaktion noch abzuwarten! Professor Pausch und seinen Lieben inzwischen alles erdenklich Gute! -Ravi Unger
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 2.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)
Im Original: brilliant! 5 von 5 Punkten Ich habe das Buch bisher nur im englischen Original gelesen und war hingerissen! The last lecture ist ein Erziehungsratgeber, Lebensberater und Erfahrungsbericht von einer zu tiefst bewundernswerten Person. Er schreibt als Wissenschaftler, tut dies aber mit sehr viel Herz und Leidenschaft. Leider bin ich oft von den Übersetzungen enttäuscht, so habe ich mir gleich das Original besorgt. Es lässt sich auch im Englischen sehr gut lesen und ist zudem wesentlich günstiger als die Übersetzung.
Ich finde, The last lecture ist ein absolut empfehlenswertes Buch!
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Dear Germany: Eine Amerikanerin in Deutschland Carol Kloeppel Broschiert, April 2008 Verkaufsrang: 1477 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Was muss eine Amerikanerin beim Bettenmachen in Deutschland beachten? Warum ziehen die Deutschen nicht nur mit Kind und Kegel um, sondern nehmen jedes Mal auch ihre komplette Küche mit? Und wie kommt man eigentlich am besten mit der scheinbar losen Auswahl an Brot, Wurst und Käse an den Verkaufstheken der Supermärkte zurecht? Als Carol Kloeppel 1992 für ihre große Liebe den Sprung über den großen Teich wagte und von Amerika nach Deutschland auswanderte, wusste sie nicht, was alles auf sie zukommen sollte. In diesem Buch erzählt sie von den merkwürdigen Eigenheiten ihres neuen Heimatlandes, aber auch von positiven Errungenschaften wie köstlichen Brötchen, geselligen Sonntagsspaziergängen und gemütlichen Weihnachtsmärkten. Inzwischen hat Carol Kloeppel ein zweites Zuhause in Deutschland gefunden und lebt mit ihrem Mann Peter und ihrer gemeinsamen Tochter Geena in Bonn.
Ehrlich, humorvoll und intelligent hält Carol Kloeppel uns Deutschen (aber auch den Amerikanern) einen Spiegel vor, in dem Überraschendes, Verbindendes und Gemeinsames beider Nationen zu sehen ist. Lustige Episoden, skurrile Anekdötchen aber auch viel Nachdenkliches ihrer bilateralen Alltagserfahrungen helfen die Augen zu öffnen und führen somit zu mehr gegenseitigem Verständnis. Deutsch-Amerikanische Verbindungen sind, wie die Autorin feststellt, eine gute Mischung. "Dear Germany" ist ein Buch, dass ich gestern Abend am Stück lesen musste - 250 fesselnde gut gefüllte Textseiten zum Lachen, Schmunzeln und Nachdenken - was vermag ein Buch mehr erreichen zu wollen? Einfach wunderbar! Georg B. Mrozek
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 18 Bewertungen)
Ein Buch mit "Aha" Effekt 5 von 5 Punkten Es interessiert mich schon immer was andere Menschen über Deutschland denken und so habe ich mir das Buch gekauft.
Es beschreibt nicht nur das Leben einer Amerikaner in Deutschland, sondern gibt auch Einblicke in das Leben der Amerikaner - da sie es oftmals vergleicht. So habe ich das Buch sehr genossen mit seiem Witz aber auch Ernst und fand es schade, dass es nach über 240 Seiten schon wieder zu Ende war. Würde mich sehr über eine Fortsetzung freuen.
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Aber erst müßt ihr mich kriegen. Erinnerungen einer Malerin 1921 - 1944 Irene Awret Gebundene Ausgabe, Februar 2005 Verkaufsrang: 791 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ihr Talent rettete ihr das Leben - Der Lebensbericht einer eigenwilligen Künstlerin Irene Awret, jüdische Malerin aus Berlin, hat die finstersten Jahre des 20. Jahrhunderts durchgestanden, und nichts und niemand konnte ihre unbändige Lebenslust erschüttern. Ihre Bilder sind eine Chronik des Lageralltags - den sie überlebte. Ihre Erinnerungen spiegeln die Geschichte einer außergewöhnlichen Frau und Künstlerin wider. Irene Awret erinnert sich an ihre Kindheit in den "Goldenen Zwanzigern": wie sich linke und rechte Extremisten auf der Straße bekämpften, die Reichsmark stündlich an Wert verlor und Lebensmittel knapp wurden. Doch auch ihr Stummfilmauftritt als Fünfjährige an der Seite der Diva Lil Dagover hat hier seinen Platz, ihre Begegnung mit dem Expressionisten Ludwig Meidner, der frühe Tod der Mutter und die erste Liebe. Als 18jährige flieht sie aus Berlin nach Brüssel, studiert dort an der Kunstakademie, bis Hitler auch in Belgien einmarschiert. Im Zwischenlager Mecheln wartet sie auf die Deportation nach Auschwitz, als ein SS-Mann ihr Skizzenbuch entdeckt - ein Glücksfall, dem Irene ihr Überleben verdankt: Sie soll in der Malerstube arbeiten, muß Nummernschilder für Mitgefangene, aber auch Porträts von Inhaftierten und Familienangehörigen der SS-Wachmänner anfertigen. Auf beeindruckende Weise gelingt es Irene Awret, die bitteren Erfahrungen ihres Lebens auch als eine künstlerische Weiterentwicklung unter schwierigsten Umständen zu verstehen.
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Wiedersehen in Barsaloi Corinne Hofmann Taschenbuch, Februar 2007 Verkaufsrang: 395 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Vierzehn Jahre nach ihrer abenteuerlichen Flucht mit ihrer kleinen Tochter Napirai kehrt Corinne Hofmann erstmals wieder nach Kenia zurück. Spannende Begegnungen mit Orten und Menschen erwarten sie in diesem Land, das einmal ihre Heimat war. In Barsaloi, im kenianischen Hochland, kommt es schließlich zu einem bewegenden Wiedersehen mit Lketinga, dem Vater ihrer Tochter, mit ihrer afrikanischen Schwiegermutter, der von ihr so sehr verehrten Mama, mit James, Lketingas Bruder, und sogar mit der damals kleinen Saguna. Die Reise führt aber auch zu den Dreharbeiten am Filmset des großen Kinofilms "Die weiße Massai", wo ihre beeindruckende Lebensgeschichte an der Seite des Samburu-Kriegers Lketinga verfilmt wird. Und sie trifft - quasi am Ende der Welt - den mutigen Pater Giuliani in seiner kleinen neuen Mission hoch in den Ndoto-Bergen. Mit dem Besuch der Küste Mombasas und der Likoni-Fähre, auf der das Abenteuer der "weißen Massai" vor achtzehn Jahren begann und an dem inzwischen Millionen Anteil nahmen und nehmen, schließt sich der Kreis einer bewegenden Reise in Corinne Hofmanns afrikanische Vergangenheit.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 30 Bewertungen)
Das erste ist das Beste! 4 von 5 Punkten Das erste Buch fand ich bezaubernd, das zweite eher Langweilig, also bin ich mit keiner Erwartungen an das Dritte heran gegangen.
Ich fand es schön geschrieben und mich haben einige geschriebenen Zeilen sehr gerührt.
Trotzdem finde ich das, dass erste einfach das beste war!!!
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Vom Junkie zum Ironman. Die zwei Leben des Andreas Niedrig Jörg Schmitt-Kilian Broschiert, 1. Juni 2007 Verkaufsrang: 848 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Überarbeitete Neuausgabe des Bestsellers! Andreas Niedrig ist 12 Jahre alt, als er zum ersten Mal Haschisch raucht. 10 Jahre später ist er heroinsüchtig. Seine Frau verlässt ihn mit den beiden Kindern. Mit unvorstellbarer Willenskraft gelingt es Andreas Niedrig, sein Leben von Grund auf zu ändern. Gegen alle Widerstände wird er zu einem der weltbesten Triathleten. Großer Kinofilm im Sommer 2007
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)
ganz unten - ganz oben 5 von 5 Punkten Vom Junkie zum Ironman ist das Buch passend zum Kinofilm. Es geht um die Lebensgeschichte des Andreas Niedrig.
Gliederung:
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Vorwort von Jörg Schmitt-Kilian
Vorwort von Andreas Niedrig
1. Stationen einer Drogenkarriere von Seite 19 - 91
2. Denn für das Leben ist es nie zu spät von Seite 95 - 106
3. Und das Leben kehrt tatsächlich zurück von Seite 109 - 131
4. Der Aufstieg in die Top Ten von Seite 133 - 151
5. Vom Ironman zum Medienstar von Seite 157 - 170
6. Vom Medienstar zum Junkie der Nation von Seite 173 - 202
7. Ein drittes Leben auf Krücken? von Seite 207 - 219
8. Wann fällt der letzte Vorhang auf der Triathlonbühne?
von Seite 223 - 229
Anhang:
Nachwort von J.S.-Kilian
Impulse 2007
Songtexte aus dem Rock-Musical "Shit"
Drogen-Glossar
Triathlon-Info
Sportliche Erfolge
Danksagung von A. Niedrig
Die einzelnen Kapitel sind jeweils noch mehrfach untergliedert, sodass man als Leser sehr gut mit der Geschichte klarkommt.
Das Buch ist durchweg spannend und super aufgebaut, der Lebensweg wird konkret beschrieben, sodass man verstehen kann, wie er in bestimmten Situationen reagiert hat und reagiert.
Der Anhang rundet mit den interessanten Daten das Buch und deren Inhalt noch ab.
Autor: Jörg Schmitt-Kilian
Er ist ein ehemaliger Rauschgiftfahnder, hat zahlreiche Bücher geschrieben und führt Lesungen, Projekte, Studientage und Elternseminare durch.
DIE DEALERIN UND DER KOMMISSAR ist einer seiner Romane, der nach einer wahren Begebenheit geschrieben ist.
meine Meinung zum Buch:
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Ich finde das Buch sowohl literarisch als auch pädagogisch sehr gut gelungen. Es zeigt das Leben, die Geschichte des Andreas Niedrig von seiner ungeschminkten sowohl negativen als auch positiven Seite, die Kindheit und Jugend, die "Drogenkarriere" und der Weg zum Spitzensportler werden beleuchtet und sehr bildhaft und zu Herzen gehend geschrieben.
Der Leser kann sich sehr gut in den Andreas in allen Altersgruppen hineinversetzen.
Der Leser kann nachvollziehen, wie ein junger Mensch in diesen "Sumpf" geraten kann, ohne viel dazu getan zu haben. Wie schnell man ganz unten ist und wie lange und beschwerlich der Weg nach oben ist - ganz nach oben - das schafft kaum jemand und viele schaffen es garnicht mehr aus dieser Misere.
Wie das Umfeld eines Drogenkranken unter diesem zu leiden hat, wie die Familie damit umgehen sollte, um diesem Menschen zu helfen und nicht noch mehr zu schaden ... all diese Fragen und auch Antworten darauf werden in diesem deshalb so pädagogisch wertvollen Buch beleuchtet.
Man kann auch sagen, dass dieses Buch Anreiz ist, selbst, auch wenn man nichts mit der Drogenszene zu tun hat, stärker zu werden, zu denken, dass man durch Disziplin und Kraft und Mut viel erreichen kann. Ausdauer und Geduld - seinen eigenen Körper kennenlernen und zu wissen, was man ihm alles zumuten kann. Diese und viele andere Gedanken kann man aus diesem Buch - aus der Lebensgeschichte für sich selbst mitnehmen. Jeder interpretiert es sicher anders, aber für sich persönlich kann man einige gute und hilfreiche Dinge mitnehmen.
Schön ist auch, dass Bildmaterial vorhanden ist, sodass man sich diesen Menschen gut bildhaft vorstellen kann.
Ich finde den Stil, wie der Autor die Geschichte schreibt, genau richtig und passend, es ist der Stil, wie er zu Andreas Niedrig passt, wie er für diese Geschichte passend ist.
Man kann sehr viel für sein eigenes Leben resümieren und mitnehmen und man kann nur staunen, wie Andreas Niedrig es schaffen konnte aus diesem "Sumpf" herauszukommen. Das Buch gibt zwischen den Zeilen Tipps und zeigt auf, wie man sich verhalten könnte, was man aber auch unbedingt unterlassen sollte.
Es ist sehr ergreifend und zu Herzen gehend geschrieben. Man fühlt sich in den Menschen hinein, in die Zeit und in die Geschehnisse und versucht zu verstehen, wie alles passieren konnte. Man bewundert den Mut.
kurze Leseprobe:
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... Dann begann ich Alkohol zu trinken, Die ganzen Jahre hatte ich keinen Dreh zum alkohol gehabt. Der Turn beim Alk ist gegen den Flash des Fixers einfach ätzend. Den Orgasmus auf Heroin erlebst du mit keiner anderen Droge. In meiner Fixerzeit hatte ich nie Bock auf Alk gehabt. Jetzt trank ich schon morgens Alkohol, um ruhig zu sein. Ich kiffte noch ab und zu, aber harte Drogen packte ich keine mehr an ...
Dieses Buch ist unbedingt lesenswert.
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Ich fang noch mal zu leben an Diana B. Hellmann Gebundene Ausgabe, August 2000 Verkaufsrang: 998 Diana Beate Hellmann war erst siebzehn, als sie an Krebs erkrankte, und wie durch ein Wunder hat sie diese Krankheit überlebt. Nie hätte sie damit gerechnet, daß ihre Geschichte, von ihr selbst aufgeschrieben, zu einem Bestseller werden würde. Nun ist sie eine erfolgreiche Autorin und hat im fernen Kalifornien ein neues Leben begonnen. Doch unter der Oberfläche eines schönen, erfolgreichen Lebens ist Bea, wie ihre Freunde sie nennen, eine zutiefst unglückliche Frau. Denn sie leidet an einer der tückischsten Krankheiten unserer Zeit. Nach außen hin funktioniert ihr Leben immer noch, irgendwie, mit Hindernissen, von einem Tag auf den anderen. Doch sie weiß genau, was mit ihr geschieht. Ihr ganzes Denken und Handeln kreist nur noch um dieses eine Thema. Aber erst als sie in einem Nobelhotel in der Präsidentensuite auf dem Seidenbett liegt und nicht mehr reden, nicht mehr aufstehen, sich nicht mehr bewegen kann, gesteht sie sich die Wahrheit ein: »Ich bin Alkoholikerin.« Sie sucht Hilfe bei Freunden, bei Therapiegruppen, ja, selbst in der Betty-Ford-Klinik in Palm Springs, wo die Schönen und Reichen ihre Entziehungskuren machen. Doch selbst im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist sie die eigensinnige junge Frau geblieben, die immer gegen die Konventionen angegangen ist. Sie weiß, daß ihr Fall anders liegt als bei den meisten ihrer Leidensgefährten und daß sie ihren eigenen Weg gehen muß. Doch wird sie noch einmal die Kraft haben, ganz von vorne anzufangen? Vor allem, wenn dieser Weg in das Dunkel ihrer eigenen Vergangenheit führt, zu einem schrecklichen Geheimnis ihrer Kindheit, das ihr selbst ihre Mutter ein Leben lang verschwiegen hat? Nie ist das Thema einer Suchterkrankung, wie sie jeden von uns befallen kann, so eindringlich aus der Innenperspektive einer Betroffenen dargestellt worden. Ein autobiographisches Dokument von großer Faszination und zugleich ein Buch, das Mut zum Leben macht.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 31 Bewertungen)
schonungslos real und überzeugend 5 von 5 Punkten Dieses Buch ist sehr gut geschrieben und nur ein von der Alkoholkrankheit selbst betroffener kann die ganze Tragik eines solchen Lebens nachvollziehen. Aber, in vielen Dingen erkennt man schonungslos sich selbst, und der erste Schritt vom Nachdenken bis zum "Tun" ist nicht mehr weit, wenn man es auch wirklich will. Mit diesem Buch ist es mir endgültig gelungen, meine Alkoholkrankheit als solche anzuerkennen,die Finger vom Alkohol zu lassen, wieder Ja zum Leben zu sagen. Hilfreich waren auch: "Jetzt ist es genug" und "ALK" v. S.Borowiak. Letzteres ist allerdings phasenweise eher komisch geschrieben, wider den Ernst der Angelegenheit Alkoholsucht, auf seine Weise aber auch sehr eindrucksvoll und schonungslos offen.
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Horst Lichter - "Und plötzlich guckst du bis zum lieben Gott": Mein Leben und ich Markus Lanz Gebundene Ausgabe, September 2007 Verkaufsrang: 1046 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die rheinische Frohnatur Horst Lichter ist mit seinem kunstvoll gezwirbelten Schnauzbart längst ein Star in der deutschen Kochszene. Das Rommerskirchener Original hat es geschafft. Lichter nämlich hat nicht nur seinen eigenen Laden (Lichter's Oldiethek), sondern mittlerweile auch eine Kochshow im Fernsehen. Zur besten Sendezeit! Dabei ist sein Leben eine ganze Zeit alles andere als eine Erfolgsstory gewesen. Zwischenzeitlich hatte der gelernte Koch sogar seine Leidenschaft für das Kochen verloren und sich und seine junge Familie mit verschiedenen Jobs durchgebracht. Es folgten familiäre Schicksalsschläge, zwei Hirnschläge und ein Herzinfarkt. Horst Lichter schien am Ende. Doch nachdem er dem Tod im letzten Moment noch einmal von der Schippe gesprungen ist, hat er sein Leben radikal umgekrempelt und lebt jetzt sein zweites Leben. Der Fernsehmoderator Markus Lanz hat Horst Lichter dazu überreden können, sich mit ihm für eine Woche in ein Südtiroler Kloster zurückzuziehen und mit ihm seine beiden Leben zu rekapitulieren. Herausgekommen ist ein mit zahlreichen Fotos garniertes, beeindruckendes Porträt eines beeindruckenden Mannes. Einem Unikat im besten Sinne. Einem, der sich von nichts und niemandem hat unterkriegen lassen und der die Fingerzeige des Schicksals zu deuten verstanden hat. Lesenswert! -- Freia Danz
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 25 Bewertungen)
Beste Unterhaltung - lesenswert 5 von 5 Punkten Ein dickes Kompliment an Markus Lanz. Wunderbar kurweilig, lustig und informativ geschrieben. Man kann einfach nicht mehr aufhören zu lesen. Die Fotos sind genial. In einer teils komischen, teils dramatischen Art wird über das chaotische Leben des sympatischen Horst Lichter regelrecht "erzählt". Was hat dieser Mann alles mitgemacht und ist trotz allem ein sympatischer, fröhlicher und positiver Mensch geblieben. Bewundernswert.Ich bin zu einem echten Horst-Lichter-Fan geworden.
Das Buch ist einfach sehr unterhaltsam - ich kann es allen ans Herz legen.
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Zurück aus Afrika Corinne Hofmann Taschenbuch, November 2004 Verkaufsrang: 525 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Sie nimmt erst einmal ein heißes Vollbad und öffnet ihre Afrikazöpfe -- jetzt ist sie endgültig wieder in der "Zivilisation" angelangt. Nach dem sensationellen Bucherfolg über ihr Leben als weiße Massai, berichtet Corinne Hofmann in Zurück aus Afrika, wie sie sich zusammen mit ihrer kleinen Tochter in der Schweiz ein neues Leben aufbaut. Als Urlaub getarnt, flieht sie mit Töchterchen Napirai in ihre wahre Heimat. Denn das Zusammenleben mit dem afrikanischen Ehemann ist aufgrund seiner krankhaften Eifersucht unerträglich. All denjenigen, die lebhaft an ihrem Schicksal auf dem Schwarzen Kontinent Anteil genommen hatten, hat Hofmann nun ihr zweites Buch gewidmet. Es soll die Fragen beantworten, die ihr viele Leser gestellt haben. In erster Linie natürlich, wie sie mit ihrem neuen Leben zurecht kommt. Und so wie Hofmann auch in Afrika die Sachen angegangen ist und Probleme angepackt hat, so tut sie es nun auch in der Schweiz. Abenteuerlich ist das nicht. Denn als zurückgekehrte Eidgenossin muss sie sich höchstens im Bürokraten-Dschungel behaupten. Es gilt, eine Arbeit zu finden, eine Wohnung, eine Unterbringung für ihr kleines Kind, in der Zeit, in der sie arbeitet. Aufgaben, vor denen mit ihr unzählige andere Menschen stehen. Zunächst ist die Umstellung von Wildnis auf Stadt ein wenig irritierend, aber sie schafft es: Arbeit, neuer Freund, Bucherfolg. Nein, ihren Entschluss, ihr Leben in Afrika aufzugeben, braucht sie nicht zu bereuen. Auf sehr schlichte Weise erzählt Zurück aus Afrika, wie Hofmann reüssiert. Zwischendrin erfährt der Leser ein wenig, wie es mit den angeheirateten Verwandten in Afrika weitergeht. Für diejenigen, die das erste Buch mögen, sicherlich interessant. --Anne Hauschild
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 59 Bewertungen)
Gut für "Fans" 4 von 5 Punkten Natürlich wollte ich wissen, wie es nach dem ersten Band weitergeht.
Anfangs fand ich das Buch sehr gewöhnungsbedürftig. Es fiel mir ziemlich schwer, mich wieder in das "normale" Leben der Schweiz (zurück aus Afrika) einzugewöhnen (worüber im Buch geschrieben wird). Erst zum Ende des Buches hin empfand ich es als "spannender".
Meine große Bewunderung an Frau Hofmann, dass Sie so stark ist und so offen über alle Gefühle schreiben kann!
Das Buch sollte man nur lesen, wenn man auch schon den ersten Band gelesen hat, denn sonst kann man nicht viel damit anfangen.
Als "Lückenfüller" zwischen 1. und 3. Band jedoch schon erforderlich, damit man sich später wieder "zurecht" findet.
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Die weiße Massai Corinne Hofmann Taschenbuch, März 2000 Verkaufsrang: 790 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Geplant war nur ein zweiwöchiger Urlaub, doch kaum in Mombasa angekommen entdeckt die Schweizerin Corinne Hofmann ihren Traummann -- einen Massai-Krieger in traditioneller Kleidung und Haartracht sowie handgefertigtem Schmuck. Mehr als vier Jahre bleibt Corinne Hofmann bei ihrem Massai-Krieger, der weder lesen noch schreiben kann, und lebt mit ihm bei seinem Stamm im Busch. Sie läßt sich durch keine bürokratischen Hürden davon abbringen, ihn zu heiraten. Die Verständigung der beiden auf englisch ist mühsam. Zusammen mit ihrem Mann und dessen Mutter "wohnt" Corinne monatelang in einer brusthohen Dornenhütte, geschlafen wird auf dem blanken Erdboden. Corinne versucht sich an die neuen Lebensbedingungen anzupassen, kauft ein Auto und gründet ein Geschäft, um die Versorgung der Menschen im Busch zu erleichtern. Krankheiten wie Malaria und Hepatitis machen Corinne schwer zu schaffen. Schließlich bringt sie sogar ein Kind zur Welt, doch das Verhältnis zu ihrem Mann gestaltet sich zunehmend schwieriger. Er reagiert so eifersüchtig, daß er sie auf Schritt und Tritt überwacht. Nach vier Jahren im afrikanischen Busch kommt sie aus einem Urlaub in der Schweiz mit ihrer Tochter nicht mehr zu ihm zurück. Corinne Hofmann schildert ihre Erlebnisse sehr plastisch und eindringlich. Unbefangen und offen hat sie sich auf ihr kenianisches Abenteuer eingelassen, ohne ständig afrikanische Verhältnisse mit europäischen Maßstäben auszuloten, und der Leser erfährt von ihr eine Vielzahl an Informationen über das harte Leben der Massai, jenseits der luxuriösen Hotelanlagen der Touristen, in Mombasa. --Manuela Haselberger
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 279 Bewertungen)
Wunderbar 5 von 5 Punkten Es ist schon länger her als ich dieses Buch geradezu verschlungen habe. Ich konnte es gar nicht weglegen. Wirklich faszinierend und spannend geschrieben.
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Wir Kinder vom Bahnhof Zoo Christiane F. Taschenbuch, 1993 Verkaufsrang: 2085 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Hersteller: Hersteller Originalnummer: 3-570-02391-5 EAN-Code: 9783570023914
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 195 Bewertungen)
immer noch aktuell und ergreifend 5 von 5 Punkten toll geschrieben, sehr ehrlich, sehr realistisch. leider hält dieses buch nur die wenigsten davon ab drogen zu versuchen. ich würde sogar sagen das dieses buch einen eher noch dazu verführt. aber ein wahninns buch!!!
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Mein Dämon ist ein Stubenhocker Maximilian Dorner Gebundene Ausgabe, 1. März 2008 Verkaufsrang: 2296 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ich bin ein Mann von vierunddreißig Jahren, und bei einer Party möchte ich keine mitleidigen Blicke. Da ist mir die Reaktion der Frau neben mir an der Bar doch lieber, die mit verschleiertem Blick abwechselnd auf meinen Stock und auf mich starrt. Entschuldigend sage ich: »Ich habe eine schwere Nervenkrankheit und kann nicht mehr ohne Stock gehen.« Die Frau braucht ein paar Sekunden, um die Information zu verarbeiten. Man sieht ihr förmlich an, wie sie mit sich ringt, etwas Angemessenes zu erwidern. Schließlich entgegnet sie: »Ach, wie unpraktisch! Gerade auf einer Stehparty.«
Maximilian Dorner ist jung und begabt und seit zwei Jahren ist er behindert. Das hat sein Leben von Grund auf verändert. In seinem Tagebuch schreibt er über die Fragen, die sein neuer Alltag ihm stellt: Schaffe ich den Weg bis zur nächsten Ampel? Wieso schäme ich mich vor mir selbst? Bin ich der Typ mit dem Stock oder der mit den sanften Augen? Warum ist mein Dämon ein Stubenhocker, der am liebsten im Tarnanzug schläft? Dorners Antworten sind mal mild und leise, mal traurig, oft sehr komisch und immer messerscharf beobachtet. Er hat ein besonderes Buch über einen zutiefst menschlichen Zustand geschrieben in einem bisher unbekannten Tonfall.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Bewältigungsstrategie 5 von 5 Punkten Ein Mann Anfang 30 bekommt gesundheitliche Probleme. Er sieht nicht mehr richtig. Sein Gleichgewichtssinn gerät durcheinander. Er ist schnell erschöpft. Wie Männer nun mal sind, geht er nicht zum Arzt, sondern wartet auf Besserung. Erst, als es nicht mehr anders geht, sucht er professionelle Hilfe und bekommt die niederschmetternde Diagnose Multiple Sklerose. Zwei Jahre später geht er im wahrsten Sinne des Wortes am Stock. Eindrucksvoll beschreibt Dorner, was die Krankheit mit ihm anstellt und was er mit der Krankheit anstellt. Sein abenteuerlustiger, lebenshungriger, ehrgeiziger und willensstarker Charakter kämpft sicherlich härter mit und gegen sein Schicksal als das ein resignierterer Typ tun würde. Er versucht Unmögliches und scheitert daran. Das muss auch so sein, die Krankheit will es so.
Das Buch ist für Maximilian Dorner sicher Teil seiner Bewältigungsstrategie. Er beschreibt, spottet, zieht ins Lächerliche, wird tragisch, jammert ein bisschen und weigert sich dann wieder zu jammern. Seine Gedankengänge sind nachvollziehbar, sein Erleben subjektiv und damit authentisch, ungeschönt und drastisch. Dorner beschreibt umfang- und facettenreich die Reaktionen seiner nichtbehinderten Mitmenschen und wiederum seine Reaktion auf ihr Verhalten. Das macht den eigentlichen Wert des Buches für mich ganz persönlich aus: es gibt kein Standardrezept. Dorner will kein Mitleid, er will aber auch nicht plakativ tapfer sein. Alles hängt aber von seiner persönlichen Tagesform ab. Gleichzeitig weiß er, dass andere Behinderte andere Anforderungen an ihre Mitmenschen haben. Das sagt mir, dass ich nichts richtig und nichts falsch machen kann und andere Leute auch ihre Berührungsängste haben. Ich glaube, dass mir das Buch in puncto Verständnis von und Umgang mit Menschen mit und ohne Behinderung geholfen hat. Es bleibt zu hoffen, dass es Herrn Dorner auch hilft.
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Sie nannten mich 'Es': Der Mut eines Kindes zu überleben Dave J. Pelzer Taschenbuch, Mai 2000 Verkaufsrang: 1991 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Das Trauma einer Kindheit: Dave wird von der eigenen Mutter gequält und mißhandelt. Von blauen Flecken übersät und halb verhungert, fällt der Junge auf, weil er Mitschülern das Pausenbrot stiehlt. Bis seine Lehrer es wagen, gegen die Mutter einzuschreiten, vergehen Jahre. Es gelingt ihm, sich aus der Hölle zu befreien. Ein erschütternder Bericht, geschildert aus der Perspektive des kleinen Jungen, der uns alle mit der Frage konfrontiert, wie lange man die Augen vor elterlicher Gewalt verschließen darf.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 117 Bewertungen)
unfassbar 5 von 5 Punkten Dieses Buch habe ich verschlungen, so fesselnd fand ich es. Es ist einfach unbegreiflich, wie brutal eine Mutter zu ihrem Sohn sein kann. Es ist echt mutig von den Lehrern/Krankenschwester, dass sie ihn gerettet haben. Schade, dass sie erst nach so vielen Jahren den Mut aufgebracht haben. Ich bin jetzt schon gespannt, wie es weiter geht...
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