Erinnerungen

Inhaltsangaben
Kurzbeschreibungen
Zusammenfassungen
Seite 2

Sie nannten mich 'Es': Der Mut eines Kindes zu überleben - Dave J. PelzerSie nannten mich 'Es': Der Mut eines Kindes zu überleben
Dave J. Pelzer

Taschenbuch, Mai 2000
     Verkaufsrang: 600      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Das Trauma einer Kindheit: Dave wird von der eigenen Mutter gequält und mißhandelt. Von blauen Flecken übersät und halb verhungert, fällt der Junge auf, weil er Mitschülern das Pausenbrot stiehlt. Bis seine Lehrer es wagen, gegen die Mutter einzuschreiten, vergehen Jahre. Es gelingt ihm, sich aus der Hölle zu befreien. Ein erschütternder Bericht, geschildert aus der Perspektive des kleinen Jungen, der uns alle mit der Frage konfrontiert, wie lange man die Augen vor elterlicher Gewalt verschließen darf.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 120 Bewertungen)

Eigenes Unglück erblasst und ernüchtert bei einer solchen schicksalsgeprägten Lebensgeschichte wie dieser.      5 von 5 Punkten
Es ist wirklich wahr und dennoch unfassbar was in diesem kleinen Büchlein für eine Lebensgeschichte zu Papier gebracht geworden ist. Man kann und will nicht glauben durch welches Leid ein Mensch der noch so klein ist alles gehen mußte. Doch es nützt alles wehren nichts, denn wer diese Gschichte gelesen hat kann einfach nicht länger seine Augen vor den Wirklichkeiten da Draußen verschließen und ich hoffe sehr das dieses Buch vielen Kindern auf dieser Welt durch Einsicht der Leser ihre kleinen Leben rettet.Das die Menschen aufmerksamer ihr Umfeld beobachten und nicht mit Vorurteilen andere Menschen in ihr Unglück rennen lassen.Die Misshandlungen,Demütigungen und Foltermethoden die dieses kleine Kind von seiner eigenen Familie über sich ergehen lassen musste sind Detailgetreu wiedergegeben und lassen seine Leser mitfühlen, weinen, vor allem mitleiden und angespannt und mitfiebernd auf Besseres, die Erlösung und die Rettung, hoffen. Hat man erstmal angefangen zu lesen, schwöre ich Ihnen, das sie alles stehen und liegen lassen werden, um immer weiter und weiter lesen zu können. Um zu handeln ist es nie zu spät. Allein deswegen kauft euch bitte dieses Buch und lasst euch die Augen öffnen.


 Weitere Lesermeinungen


Wie ich lernte, bei mir selbst Kind zu sein: Eine Erzählung - André HellerWie ich lernte, bei mir selbst Kind zu sein: Eine Erzählung
André Heller

Gebundene Ausgabe, August 2008
     Verkaufsrang: 920      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 16,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

André Heller greift Szenen und Begebenheiten seiner Kindheit auf und verwandelt sie in die Geschichte eines Jungen mit funkelnder Phantasie. In einem Asbest Anzug als erster Mensch in das Innere des Vesuvs hinabzusteigen, um in der glühenden Lava nach Feuerfischen zu suchen - das ist einer von Pauls Plänen. Ein anderer: Weltmeister im Unsichtbarsein. André Heller schreibt eine poetische Erinnerung an die schillernde Gesellschaft des Wiener Großbürgertums, eine Zuckerbäckerdynastie und einen Jungen. Paul nimmt sich vor, einmal ein eleganter Hundling zu werden, ein solch freier Mensch wie sein skurriler Onkel aus New York. Als Pauls Vater, der Süßwarenfabrikant und Kommerzialrat Roman Silberstein, zu Tode kommt, reisen die jüdischen Onkel aus Übersee an und übertreffen einander im Schildern von Anekdoten aus dem merkwürdigen Leben der Silbersteins. Aus dieser mondänen und sonderbaren Familie, in der die versunkene k. u. k. Welt weiterlebt, siedelt Paul über in das selbstgeschaffene Reich des Unsichtbaren, der vorüberhuschenden Träume und fernen Zukunftsvisionen: »Geboren wird man als Entwurf zu einem Menschen, und dann muss man Zeit seines Lebens aus sich einen wirklichen Menschen machen.«

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Jesus und die 12 Apostel als Kettenraucher...      5 von 5 Punkten
...und der Vatikan als große Tabaktrafik: so die Vorstellungen des 11jährigen Ich-Erzählers, wenn ihn sein - offensichtlich kettenrauchender - Präfekt (Erzieher) nächtens wieder einmal an den Schläfen streichelt. Dass eben dieser Präfekt (der "Leuchtturm") kurze Zeit später wegen Kindesmissbrauchs aus dem Internat entfernt und aus dem Jesuitenorden ausgeschlossen wird, macht den Jungen ratlos.
Neben diese Ratlosigkeit stört ihn am Internat Attweg ("Heimwehfestung"), in das ihn sein Vater steckte, vor allem das Wort "Sünde". Fast alles, was der (katholischen) Norm nicht entspricht, ist Sünde; träumen ist verboten.
Beendet wird dieses Martyrium, so empfindet es jedenfalls der Ich-Erzähler, als der Knabe seinem Zeichenlehrer ein Tuch mit Erbrochenem, das er hatte aufwischen müssen, ins Gesicht schleudert - und durch den Tod des Vaters. Die Mutter holt den Sohn wieder nach Hause...
Andre Hellers Buch nennt sich etwas kokett Erzählung; offensichtlich spielen aber die biografischen Elemente die Hauptrolle. Der Autor entstammt der wirtschaftlich sehr erfolgreichen "Zuckerldynastie" Heller (immerhin erfanden die Hellers das Dragee) - und noch heute sind die "Wiener Zuckerl" von Heller (auch wenn nur mehr die Marke, nicht aber mehr die Firma existiert), fast jedem Österreicher ein Begriff. Auch der Vater, der im Buch eine Hauptrolle spielt, scheint erfolgreich; nach der Testamentseröffnung sieht die Situation allerdings etwas anders aus...
Was das Kind allerdings von seinen Vorfahren vererbt bekommt, fasziniert an Andre Heller bis heute: die unheimliche Kreativität. Ob als Poet, Sänger oder Kulturmanager (zuletzt: "Africa, Africa"): immer entführt er die Menschen in eine Phantasiewelt, aus der man nicht so schnell wieder in die Realität zurück will.
So auch mit diesem schmalen Band, bei dessen Lektüre man oft hellauf lachen muss, aber auch an die tragischen Momente der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts erinnert wird.
Höchste Leseempfehlung!


 Weitere Lesermeinungen


Sie nahmen mir die Freiheit. Geständnisse einer "Illegalen" - Maria MorenoSie nahmen mir die Freiheit. Geständnisse einer "Illegalen"
Maria Moreno, Steffen Bayer

Gebundene Ausgabe, September 2005
     Verkaufsrang: 587      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 4,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Für manch einen ist Deutschland, das angeblich in einer so tiefen Krise steckt, das sprichwörtliche Licht am Ende des Tunnels. Und dieses Licht strahlt so hell, dass Menschen wie Maria Moreno es auf sich nehmen, illegal hier einzureisen und in permanenter Angst vor Entdeckung ein Leben im Verborgenen zu führen.

Mehr noch: Moreno, deren wahren Namen wir nicht erfahren, hat in ihrer südamerikanischen Heimat ihre Kinder (einstweilen zumindest) bei ihrem Ex-Mann zurückgelassen - einem niederträchtigen Scheusal, wie wir nach der Lektüre wissen. Wie schwer der verzweifelten Mutter dies gefallen ist, weiß, wer selber Kinder hat. Doch tatsächlich hatte sie keine Wahl. Zu Hause hatte sie jede Aussicht auf ein auch nur annähernd menschenwürdiges Leben für sich und auch die Kinder verloren, war schuldlos inhaftiert worden und musste die Willkür eines korrupten Polizeiapparates erfahren. Schließlich musste sie auch dort schon ein Leben im Verborgenen führen, ohne die Möglichkeit sich das Lebensnotwendige durch Arbeit zu verdienen.

Maria Moreno hat ihre ganze Geschichte dem Journalisten Steffen Bayer erzählt. Gemeinsam haben die beiden ein spannendes und anrührendes Buch daraus gemacht. Es zeigt uns eine sehr starke Frau, die unter schwierigsten Umständen immer ihre Würde bewahrt hat. Gerne würden wir über ihr weiteres Schicksal auf dem Laufenden blieben und wünschen ihr von Herzen nicht nur, dass man sie nicht entdecken möge, sondern dass ihr Leben vielleicht doch noch die Wende nimmt, die es in einem Spielilm zweifellos nehmen würde. Für einen solchen böte das Buch im übrigen eine gute Vorlage… --Freia Danz

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Illegal ist nicht kriminell      5 von 5 Punkten
Diese sehr einfuehlsam geschriebene Biografie, beschreibt auf sehr realistische und ergreifende Weise, das Leben von Menschen die ihr Heimatland verlassen (muessen), um woanders neu anzufangen. Besonders gut gefaellt mir, dass hier beschrieben wird, dass Auswandern nicht einfach ist, dass es auf beiden Seiten immer Gut und Boese gibt und vor allem aber, dass illegale Einwanderer, die sich ohne gueltige Papiere im Land aufhalten, oft wie Kriminelle behandelt werden, obwohl sie das in den seltensten Faellen sind. Im Gegenteil, die meisten versuchen einfach nur zu ueberleben und tun alles, um nicht aufzufallen und sich im Land anzupassen. Das Nachwort des Autors setzt das Einzelschicksal von Maria in den globalen politischen Zusammenhang, was einen, noch mehr als die Geschichte an sich schon, zum Nachdenken anregt.


 Weitere Lesermeinungen



Dorfpunks - Rocko SchamoniDorfpunks
Rocko Schamoni

Taschenbuch, November 2005
     Verkaufsrang: 668      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Als die Punkwelle aus England Ende der trübsinnigen Siebziger auch über Schleswig-Holstein hinwegschwappte, wurde selbst das verschlafene Schmalenstedt gewaltig durchgespült. In dem drögen Ostseekaff, in dem bis dahin der Totentanz als einzig bevorzugtes Freizeitvergnügen galt, hatte die Flutwelle einen Jungen ganz besonders heftig erfasst. Bis heute surft er auf ihr weiter. Ungläubig und witzig-wehmütig blickt Kultstar Rocko Schamoni nun noch einmal zurück auf seine Jugend, sein früheres Alter Ego Roddy Dangerblood, und einen mehr als schrägen Karriereweg.

Die Erinnerungen des "SH-Punks" (SH steht für Schleswig-Holstein) kreisen vorwiegend um Initiationsriten auf dem Weg zur Mann- und Punkwerdung. Dabei folgt Schamoni präzise den Spuren des uralten Traums von Sex, Drugs & Rock 'n' Roll. Sex in Schmalenstedt fiel dabei eher mau aus (Näheres im viel sagenden Kapitel "Sexualität ist eher unangenehm"). Dafür boten LSD und Cola-Rum in rauen Mengen gerechten Ausgleich. Schließlich war es so weit: AC/DC, Schamonis persönliche Hausgötter, wurden 1978 schlagartig von den Sex Pistols abgelöst. Endlich hatte die Wut eine Sprache erhalten, das bürgerliche Lager war heil umschifft.

Sieben Alben, unzählige Livegigs, Viva-Moderator -- Popliterat? Wurde Schamonis Gaga-Prosa aus seinem Erstling Risiko des Ruhms stilistisch immerhin noch irgendwo zwischen Käpt'n Blaubär und Helge Schneider verortet, wie ein Amazon-Leser aus München anmerkt, so reicht der neue "Entwicklungsroman" des Kings kaum an die großen wütenden Vorbilder dieses Genres heran. Skurrile Schmalenstedter Bauernköppe, Spießerhatz, Forschertätigkeit unter Mädchenpullovern, Knallfrösche, Keilereien und Stinkbomben für den Lehrer -- dies alles erinnert doch wohl eher an ein Sammelsurium mehr oder minder lustiger Jugendstreiche beim Klassentreffen. Fans werden es dennoch lieben. --Ravi Unger

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 42 Bewertungen)

Punks not dead      5 von 5 Punkten
Dieses Buch hätte locker noch 200 Seiten mehr haben können. Es ist so ehrlich und wertungsfrei geschrieben.

Ein wenig habe ich danach das Gefühl gehabt, sehr viel im Leben verpasst zu haben.

Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen. Gerade für die "Alltagsnormalos" mit Hang zur Rebellion ist das Buch perfekt.



 Weitere Lesermeinungen



Lemmy - White Line Fever: Die Autobiographie - Janiss GarzaLemmy - White Line Fever: Die Autobiographie
Janiss Garza, Klaas Ilse

Broschiert, Dezember 2006
     Verkaufsrang: 1119      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Ein Leben voller Exzesse: Die Memoiren des Sängers der härtesten Rockband der Welt
Heilig ist bei Ian Fraser Kilmister, in der Welt bekannt unter dem Namen Lemmy, nur der Geburtstag: der 24.12.1945. Ansonsten hat der Mann mit dem prägnanten Backenbart im Laufe seiner über 40-jährigen Musikerkarriere nichts ausgelassen - rein medizinisch gesehen, müsste er längst tot sein. Bevor er 1975 die bis heute wegweisende Band Motörhead gründete, arbeitete er für Jimi Hendrix und spielte bei der Space-Rock-Legende Hawkwind. Heute ist Lemmy einer der letzten echten Rockstars, der in "White Line Fever" aus einem Leben voller Exzesse erzählt.


Natürlich bedient sich Lemmy einer einfachen Sprache, gerade heraus, Rock n Roll - aber die Auszüge, die ich aus dem Original kenne, schlagen diese Version um Längen. Dies auch schon der größte Schwachpunkt des Buches.

Ansonsten erfährt man alles zum Werdegang Mr. Kilmisters von seiner Schulzeit, über erste musikalische Versuche, Mitgliedschaft in obskuren Bands bis zum Aufstieg in den untergrund-Olymp mit Hawkwind und Motörhead, Wohnen in besetzten Häusern - später in L.A. Es gibt vielerlei Geschimpfe über Produzenten und Manager, endlose Aufzählungen von Betthäschen und Drogen, Geschichten über die Band und die Crew, Häppchen aus der Straßenphilosophie von The Lem - teils naiv, teils hoch intelligent, aber stets menschlich.
Nachteil: Je näher der Verlauf der Geschichte an die Gegenwart rückt, umso kürzer fasst sich unser Held - die Zeit seit 1992 (also fast die zweite Hälfte der Existenz von Motörhead) nimmt lediglich die letzten 50 Seiten in Anspruch - ein Zeichen, dass Lemmy doch schön langsam alt wird?

Nett und hilfreich ist die Diskögrafie am Buchende, wo die offiziellen Alben mit Playlist aufgeführt sind, die Liste ist lobenswerterweise am Stand von 2006 (Das Buch wurde 2002 verfasst.)

Auch wenn ich ihm nie verzeihen werde, dass er 'aus gesundheitlichen Gründen' vor 7 Jahren ein Konzert platzen ließ, für das ich Karten ergattern konnte (mein Beitrag zu seiner Bio - er schreibt, er hatte auf dem Weg von Polen nach Österreich einen Zusammenbruch, 'aber es war das Ende der Tour, also war es schon egal' - grr), gibts noch 4 Punkte für dieses Stück geschriebener Unterhaltung, auch wenn ich mir eher das englische Pendant krallen würde.



Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 10 Bewertungen)

sehr unterhaltsam      5 von 5 Punkten
Mal eins vorweg: Dass einige von Euch 1-2 Sterne weniger verteilen, weil dieses Buch stilistisch nicht unbedingt zur Hochliteratur zählt finde ich ziemlich beschämend. Was erwartet Ihr denn? Wäre Euch Franz Kafka als Co-Autor denn lieber gewesen? Meiner Meinung nach ist dieses Buch, gerade wegen der einfachen Erzählweise, sehr unterhaltsam und leicht verdaulich geschrieben. Es gibt keine unnötigen Verschachtelungen und pseudointellektuelle Wortspielchen, die lustig erscheinen sollen. Alles schön geradeaus und direkt. Lemmy nimmt kein Blatt vor den Mund... verteilt und steckt auch selbst ein. Klar wurden einige Sachen verschwiegen ( z.B. der Tod von Wendy O. Williams )und manchmal wird er auch etwas dick aufgetragen haben, mit seinen ganzen Weibergeschichten, aber was solls?! Interessant sind die Stellen an denen er ne halbe Seite vom Thema abkommt, dann aber wieder auf elegante Weise dort weitermacht wo er aufgehört hat. Das Buch hätte ruhig noch doppelt soviele Seiten haben können.....


 Weitere Lesermeinungen


Eat Pray Love: Eine Frau auf der Suche nach allem quer durch Italien, Indien und Indonesien - Elizabeth GilbertEat Pray Love: Eine Frau auf der Suche nach allem quer durch Italien, Indien und Indonesien
Elizabeth Gilbert

Broschiert, August 2007
     Verkaufsrang: 1650      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 11,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Essen. Beten. Lieben. Das braucht der Mensch zum Glücklichsein. Aber die einfachsten Dinge sind die schwersten, das weiß auch Elizabeth. Mit Anfang 30 hat sie ihren Mann verlassen und steht nun vor einem Scherbenhaufen. Nach tränenreichen Nächten beschließt die New Yorkerin, eine lange Reise anzutreten: In Italien lernt sie die Kunst des Genießens kennen, in einem indischen Ashram alle Regeln der Meditation und in Bali trifft sie auf Felipe und erfährt durch ihn die Balance zwischen innerem und äußerem Glück.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 21 Bewertungen)

Mein Lieblingsbuch !!!      5 von 5 Punkten
Das Buch ist einfahc traumhaft, ich habe es von einer Freundin empfohlen bekommen, die ebenso fasziniert war. Die Autorin schreibt so ehrlich und beschreibt Situationen, die man selbst oft schon erlebt hat und in denen mal oft nachdenkt, ob dass das Wahre ist, im Leben.Nach diesem Buch habe ich erstmals darüber nachgedacht, wie viel ich noch von der Welt sehen muss.


 Weitere Lesermeinungen


Vater Unser in der Hölle: Durch Missbrauch in einer satanistischen Sekte zerbrach Angelas Persönlichkeit - Ulla FröhlingVater Unser in der Hölle: Durch Missbrauch in einer satanistischen Sekte zerbrach Angelas Persönlichkeit
Ulla Fröhling

Broschiert, 15. Januar 2008
     Verkaufsrang: 596      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Dieses Buch dokumentiert das Leben von Angela Lenz, die in einer hochorganisierten satanischen Sekte in Deutschland aufgewachsen ist. Seit frühester Kindheit ist ihr Leben geprägt durch sexuellen Mißbrauch, durch Gewalt, Folter und Psychoterror. Unter der Last des Erlebten spaltet sich ihre Seele in Dutzende von Persönlichkeiten auf. Vier Jahre lang hat die Autorin die Therapie von Angela Lenz begleitet. Dabei ist dieses Buch entstanden, ein Buch, das unter die Haut geht, Zorn auslöst, Unglaubliches und Ungeheuerliches dokumentiert.

Seit frühester Kindheit erlebte Angela Lenz sexuelle Gewalt. Mit grausamen Folterungen, Drogen und Gehirnwäsche wurde sie in einer Geheimsekte zur Prostitution gezwungen und musste andere in satanistischen Ritualen quälen. Unter der Last des Unerträglichen zersplitterte ihre Seele in Dutzende von Persönlichkeiten. So überlebte sie die Schrecken. Doch die traumatischen Erlebnisse drängten an die Oberfläche. Angela machte eine Therapie, und trotz Schweigegebot und Todesdrohungen wagt sie über das zu sprechen, was man ihr und anderen angetan hat.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 35 Bewertungen)

schrecklich, aber empfehlenswert...      5 von 5 Punkten
ich musste an mehreren stellen des buches echt schlucken, ich konnte viele sachen nicht fassen und habe mich so über die mutter und über den vater und überhaupt über jeden in angelas umwelt aufgeregt, musste dann auch erst mal das buch für zwei tage weglegen, ich konnte nicht aufhören, mir die bilder vorzustellen... es macht mich so sauer, dass es menschen gibt, die so mit ihren kindern umgehen!!! ich würde mir wünschen, die inhalte wären nicht echt, aber leider geschieht dies viel viel viel viel viel zu oft in unserer gesellschaft! und viel zu viiiiiiiiiiele menschen verschliessen die augen davor und sehen weg... wie fröhlich auch sagt die regierenden eines jeden landes sehen auch weg und erhöhen dafür lieber wieder irgendwelche steuern oder sozialabgaben oder so... ich würde, so schrecklich wie die geschichte der angela auch ist, jedem empfehlen das buch zu lesen, die augen davor nicht zu verschliessen, es ist wichtig, dass man weiß, dass alles in der welt nicht friede freude eierkuchen ist!!!!!


 Weitere Lesermeinungen


Callgirl: Meine lukrative Exkursion in das älteste Gewerbe der Welt - Jeannette AngellCallgirl: Meine lukrative Exkursion in das älteste Gewerbe der Welt
Jeannette Angell

Taschenbuch, Juli 2003
     Verkaufsrang: 2603      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Jeannette Angell führt ein aufregendes Doppelleben. Tagsüber ist sie Uni-Dozentin, nachts Callgirl. Beide Rollen erfüllt sie gleichermaßen mit Leidenschaft und Engagement. Zwei Lebenswelten, eine einmalige Geschichte.
"Ehrlich, trocken, voller Gefühl und voller Schmerz erzählt."
WamS
»Die Leute fragen so viel. Wie hat das für dich angefangen? Welche Art von Menschen nutzen den Callservice? Was für Mädchen arbeiten für die Agentur?«
Jeannette Angell


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)

Ein Blick über das Erotische hinaus..      5 von 5 Punkten
Als ich das Buch bestellte, dachte ich eine Beschreibung des "Gewerbes" zu lesen. Aber ich fand es auch auf eine andere Form wiedergegeben, die mich angenehm überraschte. Eine intelligente und mit ihren Beruf verwachsene Frau sucht aus Geldmangel und Interesse den Weg in einer Begleitagentur am Rande der Illegalität. Sie schildert hier Ihre Erlebnisse, wobei die sie umgebenden Menschen (Kunden, Freunde, betreuenden Studenten,...) im Mittelpunkt stehen. Dies geschieht auf eine interessante und analysierende Art und Weise, die tiefe Einblicke in die manchmal heuchlerische Gesellschaft gibt.


 Weitere Lesermeinungen


Schmetterling und Taucherglocke - Jean-Dominique BaubySchmetterling und Taucherglocke
Jean-Dominique Bauby

Broschiert, März 2008
     Verkaufsrang: 656      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Er war 43 Jahre alt, Vater zweier Kinder und ein erfolgreicher Redakteur, als ihn am 8. Dezember 1995 ein Gehirnschlag all seiner bisherigen Lebensmöglichkeiten beraubte. Fünfzehn Monate später beendete er ein Buch, das er allein mit dem Blinzeln seines linken Augenlids - die einzige verbleibende Verständigungsmöglichkeit - diktiert hatte. Es ist ein einzigartiges Dokument, ein Akt der Selbstbehauptung des Geistes angesichts der totalen physischen Niederlage. Die Krankheit hat Bauby zu einem Schriftsteller gemacht, der mit bewunderswertem Humor seine Situation analysiert. Ein erschütterndes Selbstzeugnis, ein einzigartiges Stück Literatur und ein Buch, das Mut macht zum Leben.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 23 Bewertungen)

Erschütternd und lehrreich      5 von 5 Punkten
Über sechs Jahre lang haben meine Mutter, meine Schwester und ich unseren Vater versorgt, der nach einem Schädel-Hirn-Trauma ein ähnliches Schicksal wie Herr Bauby durchleben musste: vollkommen gelähmt, unfähig zu schlucken, zu sprechen, inkontinent, aber bei vollem Bewußtsein. Kurz nach dem Unfall meines Vaters habe ich dieses Buch gelesen. Nachdem ich selbst ein solches Grauen hautnah miterleben musste, bewundere ich den Autor umso mehr dafür, dass er unter den gegebenen Umständen die Kraft und das Durchhaltevermögen gefunden hat, das Buch zu schreiben.
Man lernt viel über den Umgang mit Menschen, die sich aus dem Leben gerissen, bei vollem Bewußtsein in einer so furchtbaren Situation wiederfinden. Man lernt beispielsweise auf kleine Dinge zu achten, mit denen man solchen Personen das Leben ein kleines bisschen leichter und menschenwürdiger machen kann. Muss man zum Beispiel mit einem erwachsenen Mann reden wie mit einem Kleinkind oder ihn anschreien wie einen Schwerhörigen - nur weil er nicht antworten kann?! Das Achten auf vermeintliche Kleinigkeiten kann für den betroffenen Patienten Wohlbefinden (im Rahmen der Möglichkeiten) oder tiefste Verzweiflung für Stunden bedeuten. Beispiele: Fenster auf /zu, Sonne oder Licht blendet, Licht brennt Tag und Nacht und stört den Schlaf, idiotisches Fernsehprogramm läuft stundenlang in voller Lautstärke, interessantes TV- oder Radio-Programm wird einfach abgeschaltet, Kleidung wird schlampig und gedankenlos angezogen (dicke Fleecejacke bei warmem Sommerwetter, wohingegen bei Minusgraden schon mal ein Kurzarm-T-Shirt reichen muss; Falten in der Kleidung oder im Bettuch verursachen Druckstellen auf der Haut... die Liste ließe sich unendlich fortsetzen.

Allein die Tatsache, dass man in allen Aspekten des täglichen Lebens auf fremde Hilfe angewiesen ist und noch nicht einmal die banalsten Dinge des Alltags selbst entscheiden kann, ist unvorstellbar. Wie arrangiert man sich als lebenslustiger, aktiver Mensch mit einem solchen Schicksal?!
Wenn dann noch Hilflosigkeit, Gedankenlosigkeit, Ignoranz, Überforderung und/oder die Unfähigkeit seitens des Pflegepersonals, der Ärzte und der Angehörigen, sich in Andere hinein zu versetzen, dem Patienten das Leben vollends zur Hölle machen, dann ist es nicht verwunderlich, wenn diese zynisch oder verbittert werden.

Meiner Meinung nach sollte dieses Buch zur Pflichtlektüre werden für alle Menschen, die mit solchen Patienten in Berührung kommen - Pflegepersonal, Ärzte, Angehörige.


 Weitere Lesermeinungen


Vom Junkie zum Ironman. Die zwei Leben des Andreas Niedrig - Jörg Schmitt-KilianVom Junkie zum Ironman. Die zwei Leben des Andreas Niedrig
Jörg Schmitt-Kilian

Broschiert, 1. Juni 2007
     Verkaufsrang: 2309      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Überarbeitete Neuausgabe des Bestsellers!
Andreas Niedrig ist 12 Jahre alt, als er zum ersten Mal Haschisch raucht. 10 Jahre später ist er heroinsüchtig. Seine Frau verlässt ihn mit den beiden Kindern. Mit unvorstellbarer Willenskraft gelingt es Andreas Niedrig, sein Leben von Grund auf zu ändern. Gegen alle Widerstände wird er zu einem der weltbesten Triathleten. Großer Kinofilm im Sommer 2007


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 12 Bewertungen)

Danke Andreas Niedrig      5 von 5 Punkten
Ich habe das Buch an einem Tag gelesen... Diese Lebensgeschichte hat mich einfach gefesselt und ich kann nur sagen: "Danke Andreas Niedrig !!!"


 Weitere Lesermeinungen


Heath Ledger. Die unbekannte Seite des Hollywood Stars - Brian J. RobbHeath Ledger. Die unbekannte Seite des Hollywood Stars
Brian J. Robb

Broschiert, 15. Juli 2008
     Verkaufsrang: 1742      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Heath Ledger war ein begnadeter Schauspieler, dessen plötzlicher Tod mit gerade einmal 28 Jahren die Medienwelt schockierte und in Aufregung versetzte. Über das Privatleben des Stars aus Filmen wie «Ritter aus Leidenschaft», «Brokeback Mountain» oder «Zehn Dinge, die ich an dir hasse» war bis dato nur sehr wenig bekannt. Seine schauspielerische Leistung wurde unter anderem mit einer Oscarnominierung für «Brokeback Mountain» gewürdigt. Die in Deutschland noch nicht gezeigten Filme «The Dark Knight» (die lang erwartete Batman-Fortsetzung) und Terry Gilliams «The Imaginarium of Doctor Parnassus» stellen den Abschluß einer Karriere dar, die obwohl gerade erst begonnen, bereits große Schatten voraus warf. Heath Ledger war einer der vielversprechendsten jüngeren Darsteller. Die kurze Zeit, die Heath Ledger als Schauspieler vergönnt war, reichte bereits aus, um einige unvergängliche Meisterwerke zu schaffen.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Schmerzliche Annäherung      5 von 5 Punkten
Eigentlich bin ich immer sehr skeptisch bei "Biographien" die sehr schnell nach dem Tod einer Person auf den Markt kommen, aber hier scheint es die berühmte Ausnahme von der Regel zu sein. Robb nähert sich dem Menschen Heath Ledger auf ebenso eindringliche wie einfühlsame Art, genau wie dem Schauspieler Heath Ledger. Er weiss mit einer Unmenge an Fakten und detaillierten Daten zu überzeugen. Man hat nicht das Gefühl eine schnell dahin "geschmierte" Biographie zu lesen. Sie hat einen gewissen Tiefgang und bleibt trotzdem unterhaltsam.
Ich denke Robb gelingt es nicht nur eingefleischte Fans von Heath Ledger zu begeistern, sondern auch so manchen der sich nur für das Leben eines viel zu früh verstorbenen und talentierten Schauspielers interessiert.
Ich kann diese Biographie nur empfehlen! Wer natürlich mehr über Heath Ledger erfahren will, sollte es nicht versäumen sich den ein oder anderen seiner Filme anzusehen. Auch wird man überrascht sein wie unterschiedlich die Rollen bereits waren, was auf eine grosse Vielseitigkeit seinerseits hinweist. Eine Oscar Nominierung für eine der Hauptrollen in "Brokeback Mountain" spricht für sich.


 Weitere Lesermeinungen


Unterwegs verloren - Ruth KlügerUnterwegs verloren
Ruth Klüger

Gebundene Ausgabe, 20. August 2008
     Verkaufsrang: 2120      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Der Bestseller "weiter leben", Ruth Klügers autobiographisches Ãoeberlebensbuch, war ein beklemmendes Augenzeugnis der Konzentrationslager von Theresienstadt, Auschwitz-Birkenau, Christianstadt. Doch was kam nach dem Krieg? Aus dem dreizehnjährigen Mädchen, dem die Gaskammer nur durch einen glücklichen Zufall erspart geblieben war, wurde eine angesehene Literaturwissenschaftlerin, eine selbstbewusste Feministin und eine international ausgezeichnete Schriftstellerin. Der American Way of Life in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die komplexe Beziehung zu ihren zwei Söhnen, die unglückliche Ehe und die als Befreiung empfundene Scheidung sind Themen dieser Autobiographie. Hier erzählt eine Frau, die sich ihre Muttersprache ebenso zurückerobert wie ihre Geburtsstadt Wien, die sich mit den Verlusten, die das Altern bringt, auseinandersetzt und sich den Schatten und Visionen der Vergangenheit, aber auch denen der Gegenwart stellt.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Das literarische Zeugnis einer Frau, deren Leben immer wieder aus Trennungen von Menschen und Orten bestand      5 von 5 Punkten

In "weiter leben", ihrem autobiographischen Überlebensbuch erzählte die Autorin Ruth Klüger 1992 die bewegende und dramatische Geschichte eines Überlebens. Dieses Buch ragte unter den vielen anderen lesenswerten Büchern von Überlebenden des Holocausts noch heraus und wurde vielleicht auch deswegen mittlerweile in zehn Sprachen übersetzt.

Sie erzählte damals, wie viele andere auch seltsam nüchtern und distanziert, ohne viel Emotion und Leidenschaft, wie sie als junges Mädchen die schrecklichen Vernichtungslager von Theresienstadt, Auschwitz-Birkenau und Christianstadt überlebte.

Doch nach dem Überleben kam für diese Menschen das Überleben, das Danach. Nicht wenige sind daran gescheitert, nahmen sich oft nach langen Jahren erst das Leben, wie etwa Jean Amery oder Primo Levi, alle aber standen sie vor großen Problemen. Kann es, so lautete die fast tägliche Frage von Überlebenden, kann es überhaupt ein Danach geben oder bleibt der überlebenden Mensch sein ganzes Leben lang mit seiner Seele dem verhaftet, was "dort" geschehen ist ? Die lesenswerten im Jüdischen Verlag erschienenen Bücher von Lizzie Doron etwa, geben Zeugnis davon, wie diese Last bis in die zweite Generation kaum zu tragen und ertragen ist.

Ruth Klüger hat sich nun, 15 Jahre nach "weiter leben" dazu entschlossen, von diesem Kampf zu erzählen. Davon, wie sie nach dem Krieg in die USA ging, dort sich ausbildete und über die Jahre eine auch in Deutschland angesehene Literaturwissenschaftlerin wurde. Sie erzählt von ihrem selbstbewussten Feminismus und ihrer Schriftstellerei.
Doch oft ist sie "unterwegs verloren", kommt kaum irgendwo wirklich an und ist auch in ihrem Privatleben alles andere als glücklich. Zu ihren beiden Söhnen entwickelt sie eine sehr schwierige Beziehung (Lizzie Doron beschreibt dieses Phänomen von der Seite der Kinder her), ihre Ehe ist ein "Eheunglück" und sie empfindet die letztliche Scheidung als große Befreiung.

Doch sie gibt nicht auf, kehrt nach ihrem "späten Ruhm" in die alte Heimat zurück und spricht und schreibt wieder in ihrer alten Sprache.
Ruth Klüger beschreibt die Gegenwart ohne die Schatten der Vergangenheit zu übersehen, wie könnte sie auch ? Sie stellt sich nüchtern dem Alter und ihren nachlassenden Kräften:
"Mit jedem Verlust gleitet der Fuß abwärts, auf jeder Reise bröckelt ein Stück Ich ab. Was unterwegs verloren geht, bist immer du selbst, und der nächste Ankunftsort besteht, wie die vorigen, aus dem Jetzt und dem Jenseits, es gibt keinen neuen Anfang, nur Fortsetzungen auf einem Weg, der zusehends schmaler wird.
Hat sich die Reise gelohnt ? Na ja: 'Es ist uns schon schlechter gegangen'".

Es ist dieser "Verstand, Witz, Trotz und Mut" (Elke Heidenreich) der die Lektüre von Ruth Klügers Buch so interessant und bewegend macht.
Sie hat neben anderem ein feministisches Bekenntnis geschrieben, nicht zornig, aber unerbittlich in der Sache. Ein literarisches Zeugnis liegt her vor von einer ungewöhnlichen Frau , deren Leben immer wieder aus Trennungen von Menschen und Orten bestand.


 Weitere Lesermeinungen


In eisige Höhen: Das Drama am Mount Everest - Jon KrakauerIn eisige Höhen: Das Drama am Mount Everest
Jon Krakauer

Taschenbuch, April 2000
     Verkaufsrang: 1700      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Obwohl der Leser von Anfang an weiß, dass sich ein Unglück zusammenbraut, wird der Leser rasch vom "Gipfelfieber" gepackt. Krakauer gibt die Geschichte und die Abenteuer großer Everest-Pioniere wieder, darunter Sir Edmund Hillary und Tenzing Norgay, die zwei Männer, die den Gipfel als Erste erreicht hatten. Er macht auch klar, dass der Everest ein unversöhnlicher Berg ist. Bevor es einem Menschen gelang, zum ersten Mal einen Fuß auf den Gipfel zu setzen, hatte er bereits 24 Menschen aus 15 verschiedenen Expeditionen das Leben gekostet. Einzelheiten zu den technischen Aspekten dieses Aufstiegs erläutern dem Kletterneuling, wie gefährlich -- selbst unter den günstigsten Bedingungen -- das Bestreben ist, das Dach der Welt zu erreichen. Die ernüchternde Bilanz dieser Unglücks-Expedition -- die tödlichste in der Geschichte des Everest: Bis zum Ende des Gipfeltages hatten acht Menschen ihr Leben gelassen.

Info des Verlags zum Sprecher dieses Audiobooks: Christian Brückner (geb. 1943) arbeitet als Schauspieler und Sprecher. Er hat viele herausragende Hörspiele und Lesungen produziert. Als Synchronsprecher leiht er seine Stimme u.a. Robert de Niro. Christian Brückner erhielt 1990 den Adolf-Grimme-Preis.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 127 Bewertungen)

eine wahre geschichte      5 von 5 Punkten
Diese Buch ist abgesehen davon, das es eine wahre geschichte ist, ein spannender fesselnder roman, welcher die tragödie einer everest-expedition erzählt die in einem tragischen unglück endet. Die Erzählung ist vom überlebenden expeditionsmitglied krakauer geschrieben.
man kann gut mitfühlen wie es in den akteuren vor sich ging und der aspekt der kommerzialisierung des everest wird deutlich herausgehoben. es ist traurig und schlimm was man sich heute alles mit geld kaufen kann. eine solche trgödie war längst überfällig, und dies wird hier bestens erzählt und beschrieben.
Bergliteratur vom feinsten, sehr empfehlenswert


 Weitere Lesermeinungen



Liebesbriefe großer Männer: Ewig dein, ewig mein, ewig uns - Katharina MaierLiebesbriefe großer Männer: Ewig dein, ewig mein, ewig uns
Katharina Maier, Sabine Anders

Gebundene Ausgabe, 15. August 2008
     Verkaufsrang: 2071      Der Artikel ist bald verfügbar. Sichern Sie sich jetzt Ihr Exemplar!

Preis: € 5,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Liebesbriefe handeln von Glück, Sehnsucht, Traurigkeit oder Abschied. Doch alle sind stete Versuche, die drei Worte "Ich liebe dich" so auszudrücken, dass der andere die Verzückung dieses großen Gefühls spüren und glauben kann. Auch berühmte Männer der Weltgeschichte, wie zum Beispiel Beethoven, Goethe, Napoleon, Lord Byron und Kafka stellten sich der Herausforderung, die Liebe in Worte zu fassen und die Herzen ihrer Angebeteten zu erobern. In dem vorliegenden Buch sind die schönsten Liebesbriefe großer Männer gesammelt, und erzählen Geschichten von Glück und Unglück, vom Ver- bis zum Entlieben, von Eifersucht, Schwärmerei, Verzweiflung und Euphorie - und von der ewigen Liebe. Herzergüsse finden sich genauso wie kleine Alltäglichkeiten; die Briefe sind so unterschiedlich wie die Männer hinter den Worten. Sie zelebrieren die Liebe in all ihren Schattierungen, loten ihre Höhen und Tiefen aus, dokumentieren ihr Scheitern oder beweisen, dass ein Happy End möglich sein kann.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Großes Thema      5 von 5 Punkten
Sind Liebesbriefe von großen Männern unerhört? Ist ihre Liebe einzigartig, wie ihre Werke? Werden sie durch die Liebe in ihrer Wortgewalt eingeschränkt, wie andere Männer dies gewöhnlich erleben?
Oder geht es in Wahrheit um den Unterschied zu Liebesbriefen großer Frauen? Frauen ganz allgemein sagt man eine größere Lust nach, mehr zu schreiben, grundsätzlich und in Briefen im Besonderen. Liegt die Würze in der Kürze?
Als Leser wird man zu Beginn einige dieser Fragen im Kopf haben und nicht nur zwischen den Zeilen findet man interessante Antworten darauf.
Die Liebe als Thema ist in Büchern und Filmen klassisch, wenn nicht allgegenwärtig, von der Bibel bis zu "Sex and the City", da bedarf es schon einiger inhaltlicher und kategorischer Konkretisierungen, wenn man im Titel so ausdrücklich darauf zu sprechen kommt.
Die Herausgeber liefern diese, indem sie anderweitig auf das bewährte Mittel der Vielfalt zurückgreifen: die "großen Männer" stammen aus der Zeit zwischen dem ersten und dem zwanzigsten Jahrhundert und ihre Empfänger gehören -entsprechend- den verschiedensten Epochen, Nationen, Gesellschaftsschichten, Bildungsschichten und auch beiden Geschlechtern an. Dem großen Thema werden somit umfangreiche Abwandlungen entgegengesetzt. Das chronologisch angelegte Inhaltsverzeichnis ermöglicht ein unbeschwertes Vorgehen bei der Auswahl der einzelnen Briefe. Für ein paar angeregte Leseabende reicht das jederzeit. Meine Empfehlung!


 Weitere Lesermeinungen


Noch eine Runde auf dem Karussell: Vom Leben und Sterben - Tiziano TerzaniNoch eine Runde auf dem Karussell: Vom Leben und Sterben
Tiziano Terzani

Broschiert, Oktober 2007
     Verkaufsrang: 2608      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Die letzte Reise des großen Journalisten führt ihn noch einmal um die Welt - und zu den Grundfragen der menschlichen Existenz.
Im Alter von 59 Jahren erkrankt Tiziano Terzani an Krebs. Sein Weg durch den Dschungel von westlichen und fernöstlichen Heilmethoden führt ihn schließlich in eine einfache Hütte im Himalaya - zu sich selbst.
Westliche High-Tech-Medizin oder fernöstliche Naturheilverfahren? Angesichts einer fortgeschrittenen Krebserkrankung eine Frage auf Leben und Tod. Der Spiegel-Korrespondent und Asien-Experte Tiziano Terzani erzählt von seiner letzten großen Reise auf der Suche nach Heilung. Ihn interessiert das große Ganze: die Frage, was ihn krank gemacht hat, der Zusammenhang zwischen Körper und Geist. Neben der klassischen westlichen Medizin sucht er Hilfe in der mannigfaltigen Welt der alternativen Heilmethoden und der Spiritualität. Als er den Tod näher rücken fühlt, zieht er sich in eine Hütte im Himalaya zurück - und beginnt, dieses Buch zu schreiben.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 12 Bewertungen)

Alles, was hilft      5 von 5 Punkten
Der professionelle Schreiber, Journalist und Weltreisende Terzani zieht den Leser sofort in den Bann mit dem Bericht über seine letzte Reise. Er teilt nicht nur frei und offen seine Erfahrungen mit und erzählt von den Orten, die er besucht, und den Menschen, die er trifft. Das Buch enthält darüber hinaus auch eine Fülle an Anekdoten und östlichen sowie westlichen Weisheiten. Dazu gibt es viele Informationen über Heilmethoden und Gesundheitszentren. Tiziano Terzani beweist einmal mehr, dass er ein wahrer Meister der Erzählkunst ist. Man mag nicht in allem seiner Meinung sein, aber da er in der Regel die distanzierte Haltung des Journalisten beibehält, fällt es leicht dies zu akzeptieren. Es ist geradezu beeindruckend, welches Pensum Terzani absolviert - trotz seiner körperlichen Einschränkung.

Schließlich kommt er an bei sich selbst und schließt Frieden mit der Krankheit, in dem Bewusstsein alles getan zu haben was möglich ist. Er akzeptiert die Krankheit als Teil der kosmischen Ordnung und sieht auch die Chance zur Entwicklung, die ihm diese bietet. Tiziano Terzani starb 2004 in Orsigna in der Nähe von Florenz.

Das außergewöhnliche Buch eines außergewöhnlichen Menschen.


 Weitere Lesermeinungen


Schloss aus Glas - Jeannette WallsSchloss aus Glas
Jeannette Walls

Broschiert, Juli 2006
     Verkaufsrang: 1452      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Der innere Konflikt der Autorin, der sie jahrelang schweigen ließ, wird bereits in der Einleitung deutlich. An einem stürmischen Märzabend befindet sich die bekannte Kolumnistin Jeanette Walls auf dem Weg zu einer Party. Ihre Vorfreude weicht schlagartig, als sie vom Taxi aus die zerlumpte alte Frau mit dem verfilzten Haar erblickt, die gerade einen Müllcontainer durchwühlt. Sie erkennt die vertrauten Bewegungen, die Art, wie sie den Kopf schieflegt, um ihren Fund zu begutachten. Schockiert und beschämt kehrt Jeanette Walls in ihr nobles Appartment auf der Park Avenue zurück. „The Party is over!“ -- Die Vergangenheit war zurückgekehrt. Die Pennerin auf der Straße war Jeanette Walls eigene Mutter. Eine Kindheit der etwas anderen Art zieht noch einmal vorüber.

„Wir türmten ständig, meistens mitten in der Nacht!“ -- Ob solche Eltern für Jeanette und ihre beiden Geschwister (ein viertes kam später hinzu), eher Segen oder Fluch darstellten, mag der Leser entscheiden. Mit einer Art Hippie-Philosophie und einem nonkonformistischen Besserwissertum, das zuweilen nervt, ausgestattet, hatten Rex und Rose Mary Walls beschlossen, allem Konsum den Kampf anzusagen. Ein naturhaftes Leben „on the road“ sollte den Kinder „echte Werte“ vermitteln. Ein zwiespältiges Unterfangen bei einem Vater, der in lichten Momenten seinen Kindern die Welt erklärte, Sterne vom Himmel holte und ihnen ein „Schloß aus Glas“ versprach, dann wieder klaute wie ein Rabe, und sich in den finstersten Phasen seiner Trunksucht gar in einen regelrechten Berserker verwandeln konnte.

Auch die Mutter, eine vor jeder Arbeit zurückscheuende verhinderte Künstlerin, bot kein rechtes Gegenmodell. Jeanette Walls indes beschloss rückblickend, die positiven Aspekte ihrer „Erziehung“ herauszustellen. Die ständige Flucht vor „den Handlangern, Blutsaugern, der Gestapo“, wie der Vater seine Verfolger verwünschte, die Nahrungsaufnahme aus Müllcontainern, die zerschlissene Kleidung -- das gewählte Außenseitertum gerät bei ihr nicht zum Mangel sondern zum Lebensgewinn.

Wie das elterliche Fantasiegebäude erste Risse bekam und die allmähliche Abspaltung erfolgte, wird mit leisem Humor, großer erzählerischer Kraft und (nicht immer nachvollziehbarer) Liebe abgehandelt. Nach Nick Flynns literarisch schrofferen Bullshit Nights das zweite große Buch dieses Frühlings zum Thema Kindheitsbewältigung. --Ravi Unger

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 50 Bewertungen)

'Schloss aus Glas' und die Achterbahn der Gefühle...      5 von 5 Punkten
Dieses Buch ist ein sehr beeindruckendes Zeugnis eines Kinderlebens zwischen Armut, Abenteuer, Gefahr, Liebe und Not. Es umfasst eine reich gefüllte Palette menschlicher Erfahrungen. Ich habe beim Lesen zwischen Weinen und Lachen geschwankt; ja, auch das Lachen war mir trotz des traurigens Inhalts nicht vergangen. Ein leiser und zarter Humor umspielt selbst groteske Situationen.
Die Geschehnisse haben das Potenzial zu schockieren ohne reißerisch zu sein; sie zeigen den wahren Abgrund menschlicher Erfahrung: Was passiert mit der verwahrlosten Kinderseele? Die Lebensgeschichte, die geschildert wird, hat mich sehr berührt, fasziniert, verständnislos sowie wütend gemacht.

Die Verständnislosigkeit gilt dem Verhalten und der immensen Gedankenlosigkeit der Eltern, die nicht dumm sind, im Gegenteil, sie sind intelligent, schaffen es aber trotzdem nicht, ihren Kindern ein kindgemäßes Familienleben zu bieten. Es sind eher die Kinder, die für die Eltern sorgen, sei es durch Taten (Zusehen, dass die Mutter, wenn sie denn eine Arbeitsstelle gefunden hat, auch dort erscheint) oder durch Gedanken, die sie sich machen, um die Situation der Familie zu verbessern.


Ungebrochen bleibt der Wille Walls - der mich sehr beeindruckte - , einmal ein anderes, besseres Leben zu führen und trotz vieler Widerstände den eigenen Weg zu gehen. Sie ist dabei auch noch die treibende Kraft, die ihre beiden Geschwister mitreißt.

Was mir fehlte war eine kritische Auseinandersetzung der Autorin mit ihren Eltern und deren eingeschlagenem Lebensweg. Mich würden die Gedanken Walls aus heutiger Sicht interessieren. Es ist nirgendwo erkennbar, das J. Walls Groll, Trauer, Verzeihen empfindet und aufzeigt, allenfalls scheint es hier und da ein wenig durch.
Vielleicht soll das aber auch gar nicht sein.
Denn ihre Lebensgeschichte steht für sich.
Auf Grund dessen vergebe ich die volle Punktzahl für ein Buch, welches noch lange nachwirkt und zum Nachdenken anregt.


Ich kann dieses Buch sehr empfehlen. Lesen Sie es und lassen Sie sich berühren!


 Weitere Lesermeinungen



Der Orientalist: Auf den Spuren des Essad Bey - Tom ReissDer Orientalist: Auf den Spuren des Essad Bey
Tom Reiss

Gebundene Ausgabe, 22. Februar 2008
     Verkaufsrang: 2193      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 25,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

»Vater: Ölmillionär. Mutter: radikale Revolutionärin. So begann mein Dasein.«

Und es sollte ein Leben voller Spannungen und unerwarteter Wendungen werden, das den jungen Juden Lev Nussimbaum, 1905 in Baku geboren, in den Jahren der russischen Revolution über Zentralasien, Persien und die Türkei schließlich bis ins Berlin der Wilden Zwanziger Jahre führte. Dort machte er sich, inzwischen zum Islam konvertiert, als Essad Bey (alias Kurban Said) einen Namen als international anerkannter Autor, unter anderem des noch heute verlegten Bestsellers Ali und Nino. Nach einem Intermezzo in New York zog er nach Wien, floh vor den Nazis nach Italien und starb 1942 in Positano.

Tom Reiss zeichnet das faszinierende Porträt einer schillernden Persönlichkeit und ihrer turbulenten Zeit, deren kurze, doch romanhaft anmutende Lebensgeschichte den Leser in den Bann schlägt und tief bewegt.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Ein Leckerbissen für Liebhaber historischer Geschichten      5 von 5 Punkten
Der amerikanische Journalist Tom Reiss ist der Chronist dieser wunderbar geschrieben, tief bewegenden Biographie. Der im Untertitel erwähnte großartige Mensch, Essad Bey, wurde 1905 in Baku geboren. Tom Reiss hat das Leben von Lev Abramowitsch Nussimbaums/EssadBeys/Kurban Saids mit größter Sorgfalt recherchiert und 2005 in New York und London als The Orientalist" auf den Buchmarkt gebracht. 2008 erschien das Buch, von Jutta Bretthauer übersetzt, auf dem deutschen Markt.

Essad Bay wurde in Baku, der Hauptstadt von Asserbadjan, als einziges Kind des sehr wohlhabenden georgisch-jüdischen Ölmillionärs Abraham Nussimbaum und einer russisch-jüdischen Intellektuellen, einer Revolutionärin die dem russischen Adel angehörte, geboren Von der Mutter weiß man nicht viel, sie hat den "Klassenfeind" geheiratet, beging 1911 Selbstmord. Der kleine Lev wurde von einer deutschen Kinderfrau, Alice Schulte, die ihm ein Leben lang bis zu seinem Tod präsent war, aufgezogen. Bis 1918 besuchte das recht aufgeweckte Kerlchen das Bakuer Gymnasium. Bis zu diesem Zeitpunkt war Baku die Ölhauptstadt der Welt. Viele jüdische, moslemische und christliche Ölbarone lebten bis dahin friedlich und harmonisch auf engstem Raum miteinander. Mit Ausbruch der Oktoberrevolution kam es auch in Baku zu Unruhen, Aufständen und Meutereien. Die Bakuer Ölmillionäre flohen in alle Himmelrichtungen, Abraham Nussimbaum floh über das Kaspische Meer, kehrte 1920 noch einmal zurück, während der 18 jährige Lev ohne den Vater in die deutsche Kolonie Helendorf floh. Auf komplizierten und verschlungenen Fluchtwegen landeten Vater und Sohn schließlich in Berlin-Wilmersdorf. Dort besuchte Lev das Russische Gymnasium, schloß 1921 seine Schulzeit ab. Mit 17 Jahren konvertierte er zum Islam, engagierte sich fortan in der islamischen Gemeinde, nannte sich nun Essad Bey. 1922 konnte er sich seinen größten Wunsch erfüllen, wurde Student für Orientalistik an der Friedrich-Wilhelms-Universität. Er pflegte enge Kontakte zur Berliner Literaturszene, zu der unter anderem Pasternak und Nabokov gehörten. In Berlin führte er ein Bohemien Leben, liebte es in orientalischer Tracht, mit Fez oder Turban aufzutreten. In den Berliner Literaten Cafes war er mit seinem orientalischen Outfit ein bekannter Mann.

1928 erschien sein erster Roman "Öl und Blut im Orient" der ihn während der Weimarer Zeit zum unumstrittenen Orient Experten machte. Neben einer Stalin Biographie veröffentlichte er eine viel beachtete Mohammed Biographie. 1932 heiratete er die jüdischstämmige Fabrikantentochter Erika Loewendahl, eine nicht sehr erfolgreiche Dichterin der zwanziger und frühen dreißiger Jahre. Mit ihr ging er nach Amerika, erlangte auch dort eine gewisse Popularität. Er kehrte nach Nazi Deutschland zurück, trat der Reichsschrifttumskammer bei, fühlte sich eigentlich als zum Islam konvertierter Jude recht sicher. Als er dann jedoch 1936 Publikationsverbot erhielt wurde ihm der Boden zu heiß. Er floh über die Schweiz nach Italien. Im selben Jahr erschien sein wohl bekanntester Roman "Ali und Nina"eine herzzerreißende Liebesgeschichte zwischen einem Muslim und einer Christin. Als Autor benutzte er nun das Pseudonym Kurban Said.

Bis dahin liest sich die farbenprächtige Biographie wie eine Mischung aus "Tausend und einer Nacht" und einem historischen Roman. Doch Märchen, die in irgendeiner Form einen Wahrheitsgehalt zum Inhalt haben, haben auch irgendwann einmal ein Ende und das muss nicht immer traumhaft schön sein. Die Ehe wurde geschieden, weil ihn seine Frau seit langem mit einem seiner besten Freunde betrogen hatte. 1938 zog sich Bey in eine Art Künstlerkolonie nach Positano zurück. Dort starb er 1942 im Alter von nur 37 Jahren, verarmt unter großen Schmerzen an einer Gefäßerkrankung, der Raynaud Krankheit.

Ein rundum gut erzähltes, einfühlsam erzähltes, spannendes, fesselndes, perfektes, aufwühlendes und nachhaltig bewegendes Buch das neben der Biographie dieser faszinierenden Persönlichkeit sehr ausführlich die Geschichte Europas im 20. Jahrhundert beleuchtet und am Beispiel einer christlich-muslimischen Weihnachtsfeier die Erinnerung an eine Jugend wachruft, in einer wunderbaren, harmonischen Welt, in der alle Religionen an einem Ort friedlich nebeneinander leben konnten.



Etwas ganz Besonderes!      5 von 5 Punkten
Der Amerikaner Tom Reiss hat sich als Journalist und Buchautor geschichtlichen Grenzgängern und Randfiguren verschrieben.
In dieser Tradition steht auch seine sehr umfangreiche Biographie über Lev Nussimbaum alias Essad Bey alias Kurban Said.

Unter letzterem Pseudonym veröffentlichte Nussimbaum den in den Dreißiger Jahren erstmals erschienenen Roman "Ali und Nino". Schon vorher hatte er mit seinen Romanbiographien, autobiographischen Texten und vielen Artikeln in Literaturzeitschriften im deutschsprachigen Raum Erfolg. Vor allem fiel der zum Islam konvertierte Jude aus Aserbaidschan durch seine orientalischen Inszenierungen auf. Als fester Bestandteil der Berliner und Wiener Kaffeehauskultur gehörte er in den einschlägigen literarischen Kreisen dazu.
Als "Ali und Nino" vor einiger Zeit noch einmal neu aufgelegt wurde, war die Herkunft dieser Liebesgeschichte noch nicht eindeutig geklärt. Neben Nussimbaum kam u.a. die Baronin Ehrenfels als Verfasserin in Frage.
Diese ebenfalls schillernde Persönlichkeit war lange mit Nussimbaum befreundet.

Wer war dieser Nussimbaum, der stets mit seinen biographischen Daten spielte, immer wieder seine Vergangenheit neu erfand und der als Autor eine Weile große Erfolge feierte, bevor er nach der Flucht vor den Nazis in Italien umkam?

Dieser spannenden Frage geht Tom Reiss in seiner Biographie nach. Dabei beschränkt er sich nicht auf die mühsam zusammengetragenen Lebensfakten. Er erhellt für den Leser jeweils den geographischen und geschichtlich-politischen Hintergrund der Lebensstationen Nussimbaums.
Das liest sich streckenweise wie ein Märchen.

In der Ölstadt Baku kommt Nussimbaum 1905 zur Welt, sein Vater ist Industrieller und Millionär, seine Mutter, die Nussimbaum fremd blieb und bald stirbt, war Revolutionärin, von Abraham Nussimbaum freigekauft aus zaristischer Haft.
In weltoffener Atmosphäre wächst er heran, flieht aber mit seinem Vater vor den Bolschewisten zunächst Richtung Osten durch Turkmenistan und Buchara, später über Konstantinopel - wo er den Sturz des osmanischen Reiches miterlebt nach Paris. Von dort siedelt er dann ins revolutionäre Berlin über, besucht hier mit vielen anderen Exilrussen das Gymnasium, u.a. mit Boris Pasternak und Vladimir Nabokovs Geschwistern. Er konvertiert zum Islam und nimmt seine Orientalistik-Studien auf.
Gleichzeitig widmet er sich bereits der Schriftstellerei und mit Fleiß und elegantem Stil macht er sich schnell einen Namen.
Nach einer Aufsehen erregenden Ehe mit Glamourfaktor folgt eine öffentliche Scheidung und der kurze, traurige Abstieg nach Hitlers Anschluss in Österreich, wo Nussimbaum inzwischen lebt.

Tom Reiss hat mit sehr großer Akribie und Kennerschaft das Lebenspanorama Nussimbaums vor dem Leser ausgebreitet. Dabei erweist er sich als Geschichtsspezialist mit absolutem Talent zur spannenden Darstellung einer beinahe überbordenden Faktenfülle.
Durch die vielen Quellentexte ist das Buch äußerst umfangreich und detailliert.

Im Vorwort erfährt der Leser die sehr spannende Entstehungsgeschichte dieser Biographie, die dank einer Reihe von glücklichen Zufällen - die allein schon Stoff für einen Roman gegeben hätten - zustande kam.

"Der Orientalist" - im ganz neuen Osburg-Verlag erschienen - ist ein Buch für Menschen, die Freude haben an Spiegelungen des 20. Jahrhunderts. Denn wie in einem Brennglas ist in der Lebensgeschichte des Lev Nussimbaum noch einmal alles vereint, was die erste Hälfte des vergangenen Jahrhunderts ausmachte: Krieg, Umsturz, Irrtümer und schreckliches Leid, aber auch viele ungeahnte Möglichkeiten, die am Schopfe gepackt eine so reiche und ungewöhnliche Lebensreise ausmachten.
Ein ganz besonderes Buch!


Heute bin ich blond: Das Mädchen mit den neun Perücken - Sophie van der StapHeute bin ich blond: Das Mädchen mit den neun Perücken
Sophie van der Stap

Broschiert, Februar 2008
     Verkaufsrang: 1438      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 16,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Eine andere Frisur, ein anderer Mensch? Als man bei Sophie van der Stap mit einundzwanzig Jahren Krebs diagnostiziert, möchte sie sich am liebsten verwandeln. Wie Sophie mit ihrer Krankheit fertig wird, ist einzigartig: Nie zuvor hat jemand den Kampf gegen den Krebs derart freimütig, aber auch mit so viel Lebendigkeit beschrieben. Besser kann man die eigene Verletzlichkeit nicht zeigen. Unheilbar krank und trotzdem das Leben genießen? Witze machen? Flirten? Shoppen? Für Sophie van der Stap ist die Antwort klar: ¯Ich will zeigen, dass ein Leben mit Krebs möglich ist, dass ich nach wie vor lachen und Dinge genießen kann, zum Beispiel mich aufbrezeln, ausgehen. Dass es sogar unheimlich Spaß machen kann, Perücken zu tragen.® Sophie genießt es, eine Frau zu sein. Eine Frau mit vielen Gesichtern, die intensiv fühlt, intensiv lebt und die einen neuen besten Freund gefunden hat - sich selbst: ¯Neun Perücken, neun Namen, neunmal so viele Freundinnen und Verehrer, neun Personen, und hinter
jeder versteckt sich ein anderes Stück Sophie.® Und sie lernt, dass nicht nur diese neun verschiedenen Persönlichkeiten alle Teil ihres Lebens sind, sondern auch der Krebs.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 16 Bewertungen)

Leichtigkeit in der Schwere      5 von 5 Punkten
Krebs war das Thema, welches mein Leben seit 1 Jahr bestimmte mit meinen gerade Mal 18 Jahren. Eine Freundin empfahl mir das Buch und ich hab es verschlungen. Sophie beschreibt unglaublich ehrlich und emotional ihre Krankheit und die Therapiephase.
So viel Leichtigkeit in der Schwere zu finden, finde ich beeindruckend. Sie berichtet von den Höhen als auch von den Tiefen während der Chemotherapie. Wunderschön geschrieben! Ein Buch, das Betroffene, Angehörige als auch Menschen, die sich mit dem Thema auseinandersetzten möchten auf jeden Fall lesen sollten!
Vorallem Angehörigen oder Freunde des Betroffenen sollten das Buch lesen, eventuell hilft es alles etwas besser zu verstehen.


 Weitere Lesermeinungen


Dem Leben auf den Fersen: Zu Fuß von Flensburg nach Rom - die Geschichte meiner Reise zu mir selbst - Kurt PeipeDem Leben auf den Fersen: Zu Fuß von Flensburg nach Rom - die Geschichte meiner Reise zu mir selbst
Kurt Peipe, Shirley Michaela Seul

Gebundene Ausgabe, 8. August 2008
     Verkaufsrang: 374      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

»Ich weiß, dass mein Leben nicht mehr lange dauert. Und ich kann jedem in dieser Situation nur raten: Mach, was dir Erfüllung bringt, selbst wenn es noch so verrückt ist.«
Kurt Peipe ist 62 Jahre alt, als er nach einer Operation die niederschmetternde Diagnose erhält: Krebs im Endstadium, eine Heilung ist ausgeschlossen. Zwei Wochen später begibt er sich auf die Reise seines Lebens - eine Wanderung von der deutsch-dänischen Grenze bis nach Rom, 3350 Kilometer u.a. auf dem legendären Franziskusweg. Todkrank und geschwächt marschiert er los mit Rucksack, Schlafsack und Zelt. Er schläft in Schafställen, in Garagen und Schuppen und sehr oft auch unter freiem Himmel. Unterwegs erlebt Kurt Peipe nicht nur unglaublich viele bewegende, überraschende und prägende Momente, sondern er findet auch die Zeit, sein Leben zu bilanzieren und bei sich selbst anzukommen. Aber vor allem erfährt er so viel Hilfsbereitschaft und Offenheit, dass er am Ende sagt: »Die Menschen sind besser als ihr Ruf.« Eigentlich wollte Kurt Peipe auf dieser Reise nur sich selbst finden, aber er fand noch mehr: das Vertrauen in die Menschen.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Dies Buch gibt Kraft und Mut      5 von 5 Punkten
Ein sehr eindrucksvolles Buch. Es zeigt einem zu was der Mensch imstande ist, wenn er sich nicht aufgibt und Mut und Willen hat. Ich habe das Buch mit Begeisterung gelesen. Es gibt einem Kraft die Dinge im Leben mit anderen Augen zu sehen und jeden Tag als Geschenk zu nehmen und die Dinge und Menschen aus einer anderen Perspektive zu sehen.


 Weitere Lesermeinungen


Ronnie: Die Autobiographie - Ronnie WoodRonnie: Die Autobiographie
Ronnie Wood

Gebundene Ausgabe, August 2008
     Verkaufsrang: 1790      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Musikkenner schätzen den Gitarristen mit dem pfiffigen Frettchengesicht schon seit den Sechzigern und wussten immer schon um seine musikalische Bedeutung. Anderen wiederum galt er lediglich als ewige Begleiterscheinung solcher Rockgrößen wie Jeff Beck, Rod Stewart und den Faces. Spätestens jedoch seit dem Jahr 1974, als die Stones ihn in ihren Reihen aufnahmen, wurde eine größere Weltöffentlichkeit auf ihn aufmerksam. Nun, nach einer weiteren gefühlten Ewigkeit von 38 Jahren stellt Ron Wood sich seinem Publikum endlich einmal ordentlich vor. Ordentlich? Nun ja. Wie man dies bei Ronnie eben so kennt!

Erwarte bitte niemand das säuberlich chronologische, tief reflektierte Erinnerungswerk eines altersweisen Rockstars. Ronnie, jüngster Spross einer Familie von „water gypsies“ - Menschen, die auf Londons Lastkähnen lebten und arbeiteten -, ist immer noch ein sympathischer Derwisch und Chaot - großspurig zuweilen und, naja - der Mann hat eben ALLES hautnah miterlebt. Wer also nachempfinden möchte, wie in den Anfangsjahren der Popmusik Hits entstanden, die heute noch jeder Spatz vom Dach pfeift; wer staunend erleben will, wie zum Soundtrack von The Who und den Small Faces, den Stones und Yardbirds, Instrumente, Bühnendeko und Hotelzimmer in ihre Kleinstbestandteile zerlegt wurden; wer aber auch die bittere Erfahrung machen möchte, wie die besten Musiker durch Drogen und Suff zugrunde gingen -, Ronnie Wood ist Ihr kenntnisreicher, launiger und keineswegs moralisierender Führer.

Mit Jimi Hendrix die Bude geteilt. Ihm am Vorabend seines frühen Ablebens ein letztes Mal die Hand gereicht. Gejammt mit einem maulfaulen Bob Marley. Eric Clapton vom Heroin abgehalten, dafür Patty Harrison, die berühmte „Layla“, vernascht. Zu Rod Stewarts „Maggie May“ geniale Riffs beigesteuert. Das Ganze hochbrisant gewürzt mit Speed, Heroin, Koks, Alkohol. Ein Leben als ewigwährender, aber brandgefährlicher Kindergeburtstag. Seriösere Naturen werden den schnoddrig hedonistischen Tonfall und das immer wieder aufblitzende Rock'n'roll -Großmannsgehabe nicht immer schätzen. Naturgemäß nimmt die Zeit bei den Stones an der Seite seines Bruders im Geiste, Keith Richards, den breitesten Raum ein und liefert die spannendsten Innenansichten. Eine Anekdote jagt die nächste in dieser wilden Hatz auf der Überholspur. Macht Spaß, erschöpft aber letzendlich. Ein Wunder, dass man so etwas überleben kann. Freuen wir uns mit Ronnie! -Ravi Unger

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Gute Unterhaltung und viel Spaß      4 von 5 Punkten
Zugegeben, das Buch ist nicht gerade in der Weltliteratur angesiedelt, aber das ist auch sicherlich nicht die Idee gewesen.
Ronny Wood erzählt flüssig sein recht farbenfrohes Leben als Mensch, Musiker und Maler. Auch seine Tiefpunkte werden ausgiebig dargestellt. Dazwischen immer wieder von Wood erlebte Gags und slapstick-artige Erlebnisse.
Für mich sehr unterhaltend und spannend.
Was habe ich daraus gelernt: "Neben Keith Richards werden nach einem Atomkrieg nicht nur Kakerlaken überleben sondern auch Ronny Wood".


 Weitere Lesermeinungen



Vorige SeiteSeiten:
 1  2  3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 
Nächste Seite