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Ronnie: Die Autobiographie - Ronnie WoodRonnie: Die Autobiographie
Ronnie Wood

Gebundene Ausgabe, August 2008
     Verkaufsrang: 1790      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Musikkenner schätzen den Gitarristen mit dem pfiffigen Frettchengesicht schon seit den Sechzigern und wussten immer schon um seine musikalische Bedeutung. Anderen wiederum galt er lediglich als ewige Begleiterscheinung solcher Rockgrößen wie Jeff Beck, Rod Stewart und den Faces. Spätestens jedoch seit dem Jahr 1974, als die Stones ihn in ihren Reihen aufnahmen, wurde eine größere Weltöffentlichkeit auf ihn aufmerksam. Nun, nach einer weiteren gefühlten Ewigkeit von 38 Jahren stellt Ron Wood sich seinem Publikum endlich einmal ordentlich vor. Ordentlich? Nun ja. Wie man dies bei Ronnie eben so kennt!

Erwarte bitte niemand das säuberlich chronologische, tief reflektierte Erinnerungswerk eines altersweisen Rockstars. Ronnie, jüngster Spross einer Familie von „water gypsies“ - Menschen, die auf Londons Lastkähnen lebten und arbeiteten -, ist immer noch ein sympathischer Derwisch und Chaot - großspurig zuweilen und, naja - der Mann hat eben ALLES hautnah miterlebt. Wer also nachempfinden möchte, wie in den Anfangsjahren der Popmusik Hits entstanden, die heute noch jeder Spatz vom Dach pfeift; wer staunend erleben will, wie zum Soundtrack von The Who und den Small Faces, den Stones und Yardbirds, Instrumente, Bühnendeko und Hotelzimmer in ihre Kleinstbestandteile zerlegt wurden; wer aber auch die bittere Erfahrung machen möchte, wie die besten Musiker durch Drogen und Suff zugrunde gingen -, Ronnie Wood ist Ihr kenntnisreicher, launiger und keineswegs moralisierender Führer.

Mit Jimi Hendrix die Bude geteilt. Ihm am Vorabend seines frühen Ablebens ein letztes Mal die Hand gereicht. Gejammt mit einem maulfaulen Bob Marley. Eric Clapton vom Heroin abgehalten, dafür Patty Harrison, die berühmte „Layla“, vernascht. Zu Rod Stewarts „Maggie May“ geniale Riffs beigesteuert. Das Ganze hochbrisant gewürzt mit Speed, Heroin, Koks, Alkohol. Ein Leben als ewigwährender, aber brandgefährlicher Kindergeburtstag. Seriösere Naturen werden den schnoddrig hedonistischen Tonfall und das immer wieder aufblitzende Rock'n'roll -Großmannsgehabe nicht immer schätzen. Naturgemäß nimmt die Zeit bei den Stones an der Seite seines Bruders im Geiste, Keith Richards, den breitesten Raum ein und liefert die spannendsten Innenansichten. Eine Anekdote jagt die nächste in dieser wilden Hatz auf der Überholspur. Macht Spaß, erschöpft aber letzendlich. Ein Wunder, dass man so etwas überleben kann. Freuen wir uns mit Ronnie! -Ravi Unger

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Gute Unterhaltung und viel Spaß      4 von 5 Punkten
Zugegeben, das Buch ist nicht gerade in der Weltliteratur angesiedelt, aber das ist auch sicherlich nicht die Idee gewesen.
Ronny Wood erzählt flüssig sein recht farbenfrohes Leben als Mensch, Musiker und Maler. Auch seine Tiefpunkte werden ausgiebig dargestellt. Dazwischen immer wieder von Wood erlebte Gags und slapstick-artige Erlebnisse.
Für mich sehr unterhaltend und spannend.
Was habe ich daraus gelernt: "Neben Keith Richards werden nach einem Atomkrieg nicht nur Kakerlaken überleben sondern auch Ronny Wood".


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Wir Kinder vom Bahnhof Zoo - Christiane F.Wir Kinder vom Bahnhof Zoo
Christiane F.

Taschenbuch, 1993
     Verkaufsrang: 3149      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Hersteller:
Hersteller Originalnummer: 3-570-02391-5
EAN-Code: 9783570023914


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 196 Bewertungen)

erschreckend ehrlich - und immer noch brandaktuell!      5 von 5 Punkten
In den 80er Jahren haben wir den Film "Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" im Schulunterricht gesehen. Der Film sollte uns abschrecken und vor Augen führen, wie schlimm es in den meisten Fällen kommen kann, wenn mann Drogen nimmt. Dabei ist der Einstieg in die Drogenszene in der Regel immer der gleiche, daran haben auch die fast dreißig zwischen diesem Film und "heute" liegenden Jahre nichts geändert: auf sogenannte 'weiche' Drogen wie Haschisch oder Marihuana folgen meist 'härtere' Drogen wie z. B. LSD, Kokain oder Heroin. Heute sind es vielfach andere, synthetische Drogen (Extasy), die es damals noch nicht gegeben hat, die eine Rolle spielen. Ganz gleich, wie die Drogenkarriere startet: ein Entkommen aus der Situation ist ohne professionelle Hilfe in den meisten Fällen so gut wie nicht möglich.

Die Geschichte von Christiane F. erschüttert und rüttelt wach. Ich bin froh, zum Film auch das Buch zu haben, um bestimmte Passagen noch mal nachlesen zu können. Ich kann das Buch wirklich uneingeschränkt jedem weiterempfehlen. In beeindruckender Weise hat Christiane F. hier alles offen dargelegt: wie es überhaupt zu diesem Dilemma der Drogenabhängigkeit kommen konnte, wie schwer es über die ganzen Jahre für sie war, an die Drogen bzw. an das notwendige Geld für "den täglichen Schuss" heranzukommen und was es bedeutet, sich der Kinderprostitution hingeben zu müssen, um an den "Stoff" zu kommen.

Fazit: sehr empfehlenswerte Lektüre!


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Killing Pablo: Die Jagd auf Pablo Escobar, Kolumbiens Drogenbaron - Mark BowdenKilling Pablo: Die Jagd auf Pablo Escobar, Kolumbiens Drogenbaron
Mark Bowden

Taschenbuch, September 2005
     Verkaufsrang: 1768      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 11,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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1989 war Pablo Escobar vierzig Jahre alt. Er war einer der reichsten Männer der Welt und vielleicht ihr infamster Verbrecher. Das von ihm beherrschte Medellín-Kartell lieferte 50 Prozent des in den USA konsumierten Kokains, und die Drogenmilliarden machten Escobar zum mächtigsten Mann Kolumbiens.

Doch seine maßlose Gewalt wurde ihm zum Verhängnis. Um der drohenden Auslieferung an die USA zu entgehen, erklärte Pablo dem kolumbianischen Staat den Krieg. Wer sich nicht kaufen ließ, wurde ermordet. Hunderte Richter, Polizisten und Politiker, darunter drei Präsidentschaftskandidaten, fielen seinem Terror zum Opfer. Allein der Bombenanschlag auf eine Linienmaschine der Avianca kostete 110 Menschenleben. Escobar war damit zum meistgefürchteten Terroristen der Welt geworden. Man musste ihn stoppen, egal wie.

Was folgte, war die größte Menschenjagd aller Zeiten, unterstützt von der CIA, der Anti-Drogenbehörde DEA und von Spezialverbänden der US-Armee. Am "erfolgreichsten" war jedoch eine ominöse Todesschwadron namens "Los Pepes", deren Mitglieder damit prahlten, mindestens 300 Handlanger des Drogenbarons ermordet zu haben. Am 2. Dezember 1993 war schließlich auch Pablos Flucht zu Ende. Nach offiziellen Angaben wurde er bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet, doch sind die genauen Todesumstände bis heute umstritten.

Killing Pablo beschreibt erstmals das volle Ausmaß des geheimen US-Engagements in Kolumbien. Bei seinen Recherchen stieß Mark Bowden zudem auf brisantes Material, das die tiefe Verstrickung der USA in den Terror von Los Pepes beweist. "Die Regierung Kolumbiens ging praktisch ein förmliches Bündnis mit den kriminellen Splittergruppen ein", schreibt Bowden, und die US-Agenten ließen es geschehen, weil Escobar sonst auf freiem Fuß geblieben wäre.

Manchmal ist die Realität spannender als jede Fiktion. Die Jagd auf Pablo Escobar ist so ein Fall, und Mark Bowden hat ein ungemein fesselndes Buch darüber geschrieben. Killing Pablo ist die minutiöse Rekonstruktion einer beispiellosen Verbrecherjagd und das beklemmende Porträt einer Gesellschaft, die sich im Chaos der Gewalt aufzulösen droht. --Stephan Fingerle

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 31 Bewertungen)

Ein packender Einblick in eine andere Welt      5 von 5 Punkten
Dieses Buch hat mich gefesselt wie kaum ein anderes. Es ist sehr gut recherchiert, nie zu parteiisch und trotz der Detailfülle wirklich gut geschrieben.
Das Thema ist eigentlich mehr Kolumbien, als der Dealer Pablo Escobar. Für alle, die es noch nicht wussten: dieses Land ist krass! Im Laufe der Handlung wird klar, dass ein derartiger Über-Gangster nur in Kolumbien entstehen konnte. Man erfährt so einiges über die heftige Geschichte des Landes und besonders über die Einflussnahme der USA. Die CIA und ähnliche Organisationen sind traditionell schon lange in Südamerika aktiv (Pananma, Kolumbien, Noriega, Oliver North, usw.), um ihre Interessen durchzusetzen und den furchtbaren Kommunismus nieder zu halten. Der ewige Stress mit Kolumbien aber ist was besonderes. Das liegt hauptsächlich am Kokain, das zu grossen Teilen nach USA verkauft wird. Das Zeug befeuert einen ewigen Bandenkrieg, in dem die offizielle Regierung nur eine unter mehreren Gangs darstellt. Der Reichtum, der mit dem Kokainhandel in den 80-ern entstand, ist unglaublich. Die Umstände, unter denen so ein Kartellchef lebt, aber auch.
Hier hat das Buch seine echte Stärke. Es zeigt sehr autentisch und differenziert auf, wie jahrelang mit irren Tricks und Methoden in diesem Land des Wahnsinns ein Netz gesponnen wird, um ihn zu schnappen. Dumm ist nur, dass ständig alle erschossen werden. Ein Leben zählt da nicht viel. Bei jeder Nationalwahl werden die ersten ca 3 Kandidaten erschossen. Gangster werden ständig erschossen. Leibwächter werden sowieso erschossen. Polizisten werden auch erschossen. Minister werden erschossen. Polizeichef? Erschossen. Sogar Pablo Escobar wird am Ende erschossen. Nur der Autor hat überlebt (glaub ich !?!). Manchmal wird man erst entführt und dann erschossen. Foltern gibts auch. Und alle sind voll auf Koks.
Kolumbien ist kein Land wie andere. Es ist mehr eine unbestimmte Zone mit großen Teilen der Nichtzivilisation. Dschungel, Hitze, Kokain, Gier, Waffen. Da kommt nicht viel gutes bei raus. Ausser dieses Buch.


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Die Zwillinge: oder Vom Versuch, Geist und Geld zu küssen - Gisela GettyDie Zwillinge: oder Vom Versuch, Geist und Geld zu küssen
Gisela Getty, Jutta Winkelmann, Jamal Tuschick

Gebundene Ausgabe, 25. Februar 2008
     Verkaufsrang: 3414      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 22,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Zwei Mädchen aus Kassel, Zwillinge, brechen nach 68 auf, um in Rom ihr Glück zu suchen. Gisela Getty und Jutta Winkelmann erzählen, wie es gewesen ist, als die Girls und der Getty aufeinandertrafen, was aus dem Traum von einer schönen Welt, von Ruhm, Geld und Geist, dem Roman einer Vision, geworden ist.
Zwei Mädchen, hübsch, unzertrennlich, begabt, die Sterntaler genannt. Sie wirbeln durch das Kassel der Fünfziger, studieren Kunst, machen Filme in den Sechzigern, gewinnen Preise, stürzen sich in die Politik und ziehen weiter nach Rom, Anfang der Siebziger. Dort tauchen sie ein in die Tempel der High Society und in Abbruchhäuser, die der Mafia gehören. Sie sind die Musen von Künstlern und selbst Künstlerinnen, ergriffen von der Vision, Geld und Geist zu küssen. Da begegnen die beiden ihrem amerikanischen Traum: Paul Getty, dem Enkel eines Milliardärs. Sie ziehen mit ihm zusammen, aber bald danach wird der junge Getty entführt, ihm wird, um die Zahlung von Lösegeld zu beschleunigen, das Ohr abgeschnitten, und das Leben der Zwillinge ändert sich über Nacht ...


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

Einfach richtig gut      5 von 5 Punkten
Zugegeben: Ich hatte kein Bock auf dieses Buch. Schon wieder die 68er, dachte ich. Aber dann siegte die Neugierde und ich habe das Buch doch gekauft.
Und nun bin angenehm überrascht. Der Einstieg - die Zwillinge am Strand - ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Aber wenn man über diese ersten Seiten hinweggelesen hat, wartet eine rasante Geschichte auf den Leser, spannend, lustig und - was ich nicht erwartet hätte - sogar selbstkritisch. Ein tolles Buch.


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Die Bibel und ich - A. J. JacobsDie Bibel und ich
A. J. Jacobs

Gebundene Ausgabe, 11. September 2008
     Verkaufsrang: 1325      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Stellen Sie sich vor, Sie dürften ein Jahr lang nicht lügen, nicht Ihres Nachbarn iPhone begehren und nicht fluchen. Das geht nicht? Doch, das geht. A.J. Jacobs hat es tatsächlich geschafft, zwölf Monate hindurch die biblischen Gesetze zu befolgen – auch die eigenartigsten. Halleluja!



Das Jahr magischen Denkens - Joan DidionDas Jahr magischen Denkens
Joan Didion

Broschiert, Januar 2008
     Verkaufsrang: 1822      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

Großartig und tief berührend      5 von 5 Punkten
Das beste Buch, das ich seit langem gelesen habe. Ich bin tief bewegt und berührt und bewundere, wie gut es der Autorin gelingt, Gefühle und Gedanken in Worte zu fassen, für die es eigentlich keine Worte gibt. Sie vereint Klugheit und Emotionalität auf beeindruckende Weise.
Ein wunderbar kluges, bewegendes Buch.

Lesenswert mit Einspruch      4 von 5 Punkten
Die Kritik ist einmütig herausragend und auch die Rezensenten hier sind sich einig und verneigen sich. Ich halte das Buch für lesenswert, würde es weiterempfehlen, sehe aber auch einige Schwächen.

Auf eine Inhaltsangabe will ich verzichten.

Ich hätte das Orginal lesen sollen, dann hätte ich mich über deb Begriff "Selbstmord", den die Übersetzerin unglücklicherweise benutzt, nicht ärgern müssen. Der Bruder des verstorbenen Ehemannes, so erfährt der Leser, habe sich das Leben genommen. Selbsttötung hat nichts mit Mord zu tun. Bliebe auch noch die Möglichkeit von Suizid zu sprechen. Solche Feinheiten haben schon ihren Sinn.

Es gruselt mich fast, wenn die Übersetzerin von "die Psychodynamiken" schreibt. Dieser vermeintliche Plural macht keinen Sinn. Die Psychodynamik eines Phänomens bezieht in aller Regel verschiedene Faktoren ein. Es bleibt trotzdem "die Psychodynamik".

Mein Lieblingssatz in diesem Buch lautet "Man setzt sich zum Abendessen, und das Leben, das man kennt, hört auf". Aber warum diese Redundanz? Warum muss die Autorin wortwörtlich bestimmte Einsichten wiederholen? Gut, es prägt sich besser ein. Aber hat es sonst noch einen Grund jenseits der Didaktik? Mich machen Wiederholungen eher ungeduldig.

Sätze wie dieser "Was Paramount in diesem Traum machte, eröffnet eine andere Diskussion, hier nicht relevant." irritieren mich, warum deutet sie was an, was sie selbst als irrelevant bezeichnet?

Die Autorin hat eine große Vorliebe für Klammern. Das kann man tun, ich hätte mir gewünscht, sie hätte darauf verzichtet, handelt es sich doch letztendlich um einen literarischen Text.

Einer der Rezensenten hier schrieb, dass hier Abgründe beleuchtet werden. Ich konnte keine Abgründe erkennen. Hier wird der Zustand einer Trauernden sorgsam auf der Verhaltensebene und auf der kognitiven Ebene beschrieben. Die Gefühlsebene blieb seltsam blass. Die Autorin intellektualisiert und rationalisiert. Das ganze wird mit Befunden aus der psychologischen und psychiatrischen Forschung untermauert. Nichts wirklich neues, aber interessant zusammengefügt. Wie gesagt, lesenswert. Aber berührt hat es mich nicht wirklich.


Ein Alphabet der Trauer      5 von 5 Punkten
"Das Jahr magischen Denkens" von Joan Didion ist schon ein beeindruckendes Buch. In immer wieder neuen Ansätzen und Anläufen versucht darin die Autorin den plötzlichen Tod ihres Mannes, mit dem sie eine 40-jährige Ehe verbindet, zu verarbeiten. Didion ist eine genaue Beobachterin ihrer selbst und errichtet hierbei erzählend eine Grammatik des Schmerzes und des Verlustes. Alle Einzelheiten sind ihr wichtig: der genaue Wortlaut der Ärzte, wann welche Wörter gefallen sind, die akribische Ermittlung der Todesminute, Störungen ihrer Wahrnehmung, Verhaltensauffälligkeiten ihrer Reaktionen. In immer neuen Strudeln versinkt sie in die Tiefen der Erinnerungen. Orte ihres gemeinsamen Lebens werden zu Gefahrenzonen, die sie in den unendlichen Strudel ziehen können. Didion untersucht den körperlichen Schmerz, den das Fehlen des Partners bereitet, sie taucht ab in die vielschichtigen Dimensionen von Schuld und Verantwortung, Zufall und Glück.
Im selben Jahr, in der der Autorin dieses schlimme Schicksal widerfährt, erkrankt ihre einzige Tochter schwer an einer Lungenentzündung mit anschließendem Hirnödem und liegt wochenlang auf der Intensivstation und mehrere Tage im Koma.
Didion hat diesen Versuch über die Trauer "Das Jahr magischen Denkens" genannt, weil in diesem Jahr für sie das rationale Denken aussetzte. In vielerlei Hinsicht ging ihr Denken mit einem Mal andere Wege, sie verlor sich in abergläubische Zustände und metaphysische Erkenntnisse.
Didion erzählt von einer tiefen, eigentlich unvermittelbaren Erfahrung. Diejenigen Leser, die einen eigenen Verlust verarbeiten, werden sich in vielem wiederfinden.

Thomas Reuter


Fesselnde Sezierung von Liebe, Tod und Trauer      5 von 5 Punkten
Joan Didion (*1934) ist amerkanische Journalistin und Buchautorin, geachtete Intellektuelle. Sie veröffentlicht regelmäßig in The New York Review of Books und The New Yorker, arbeitete aber auch für die amerikanische Vogue und Life, schreibt Drehbücher.

Mit ihrem Ehemann lebte und arbeitete sie über 40Jahre intensiv zusammen.
Es ist zwischen Weihnachten und Silvester, ihre Tochter liegt seit einigen Tagen wegen einer schweren Lungenentzündung im Koma, als er einen Herzinfakt erleidet und stirbt.

"Life changes fast.
Life changes in the instant.
You sit down to dinner and life as you know it ends."

Sie versucht weiterhin zu funktionieren, bis sie sich eingestehen muss, dass sie sich seinem Tod noch nicht gestellt hat.
Sie zieht alles an Fakten und Geschriebenem heran, um wieder Kontrolle über Tod, Trauer und ihr Leben zu erlangen. Sie sucht Halt und Erklärung in dem Erstellen genauer Zeitabläufe, im Studieren medizinischer und psychologischer Texte, im Lesen von Belletristik und Prosa.

Man durchlebt mit Joan Didion die verschiedenen Phasen der Trauer, die Momente der Erkenntnis. Man erahnt die tiefe Verbundenheit zu ihrem Mann. Es regt dazu an, über den Umgang der Gesellschaft mit Tod und Trauer nachzudenken.

Ihr gelingt der Balanceakt zwischen Gefühlstiefe und Leichtigkeit.
Es ist eher eine mit Prosa unterlegte, intellektuelle Reise, für die Didion 2005 den National Book Award erhielt.

Fesselnd, fordernd, leicht, lesen!



traurig und weise - sehr empfehlenswert      5 von 5 Punkten
Die Geschichte über das Trauerjahr nach dem Tod des Ehemanns und die gleichzeitige schwere Krankheit der einzigen Tochter ist zwar erschütternd, aber trotzdem nicht deprimierend. Ein weises Buch, ehrlich, manchmal lustig, oft traurig. Die Übersetzung ins Deutsche ist gut gelungen, schöne Sprache. Ich habe das Buch kaum noch aus der Hand gelegt, weil es mich so gefesselt hat. Wer selbst schon einmal getrauert hat, wundert sich über die passende Beschreibung, wie es sich anfühlt, einen großen Verlust zu erleben.


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Alma M - Max PhillipsAlma M
Max Phillips

Gebundene Ausgabe, Oktober 2002
     Verkaufsrang: 866      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 4,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Der Tod ist auch eine Enttäuschung, musste ich feststellen. Wer sich auf Wolkentore oder Feuertunnel eingestellt hat, kommt nicht auf seine Kosten. Alles, was uns erwartet, ist die große Erkenntnis. Der eigene kleine Becher voll wird in das große Meer des Wissens gegossen, du selbst verschwindest wie ein Tropfen Blut in der kühlen See, und danach fließt du durch alle Augenblicke, die es je gab, wie Wasser eben durch Wasser fließt. Dein zweiter Mann macht sich mit einem Buttermesser an sein Ei und denkt Hure; der Wind lüpft die Ecke deiner Buchseite, und mit kindlich molliger Hand streichst du sie glatt, deine Finger glänzen von getrocknetem Birnensaft, und du tust den tausendundletzten Atemzug. Deine Schuhe drücken. Mit vierundachtzig ist nun mal jeder Schuh zu eng, und ausserdem trägst du ja keine Schuhe. Du denkst, ich werde nie heiraten. Mit von der Schwangerschaft geschwollenen Beinen läufst du auf die Straße; kneif ein Auge zu und heb den Daumen, lass dein ziegelro ben,ihre
Leidenschaften, ihren Hunger und ihre Beziehung zur Kunst einzulassen. Max Phillips ist ein spannender und ungewöhnlicher Roman über Alma Mahler gelungen, den man nicht mehr aus der Hand legen kann."




Geständnisse eines Küchenchefs: Was Sie über Restaurants nie wissen wollten - Anthony BourdainGeständnisse eines Küchenchefs: Was Sie über Restaurants nie wissen wollten
Anthony Bourdain

Taschenbuch, Juni 2003
     Verkaufsrang: 1636      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Ein versierter Gourmet erzählt, und der Leser wird hingebungsvoll zum Gourmand -- von Seite zu Seite ein bisschen mehr. Die Geständnisse eines Küchenchefs, sie ziehen in den Bann. Verständlich, denn irgendwann war jeder schon einmal Teil dieser kulinarischen Maschinerie, dieses bis ins Detail geplanten Wechselspiels zwischen Küche und Service. Was hinter Küchentüren so abläuft, na ja, das hat man sich ja immer schon gedacht -- oder ist es ganz anders? Nur soviel: skurril bis spannend, und das nächste Menü in irgendeinem Restaurant sehen Sie ganz sicher mit anderen Augen.

"Ich möchte auch dann noch Küchenchef sein, wenn das Ding hier erschienen ist" sagt der gebürtige Franzose Anthony Bourdain in seinem Vorwort. Die Angst mag angesichts seiner Geschichten, Anekdoten und schauerlich-schöner Erlebnisse zunächst gerechtfertigt sein, allerdings kann man am Ende sagen: Dieser verbal gewiefte und mit Humor -- von schwarz bis umwerfend -- gesegnete Küchenchef hat kein Blatt vor den Mund genommen, aber seine Schläge bleiben immer oberhalb der Gürtellinie. Er kritisiert schon mal die Branche, in der er sich -- ganz nach alter Tellerwäschermanier -- von unten nach oben gearbeitet hat, aber zwischen den Zeilen erkennt man die überzeugende Liebe zu seinem Beruf. "Essen war für mich immer ein Abenteuer", gesteht er, und man glaubt es ihm sofort.

Die Geständnisse vermitteln Atmosphärisches und gestatten höchst unterhaltsame Einblicke in für jeden Gast sonst unerreichbare Gefilde. Durchaus zu beherzigende Tipps gibt es auch zwischendurch: warum man Montags keinen Fisch essen, zum Sonntags-Brunch keine Meeresfrüchte-frittata bestellen oder nicht unbedingt in jedem Restaurant Muscheln verspeisen sollte.

Da läuft einem stellenweise das Wasser im Mund zusammen, wenn es um die Köstlichkeiten internationaler Küchen geht, aber schon im nächsten Moment mag man lieber nichts mehr herunterschlucken, wenn "Discount-Sushi" oder "Spezial-Gerichte" auf der Montagskarte durchleuchtet werden. Lieber nicht. Und eines ist nun auch Gewissheit: "Die Wiederbenutzung von Brot wird in der gesamten Gastronomie praktiziert." Und wer Angst hat, ein "tuberkulöser Hinterwäldler" könnte auf den Brotkorb gehustet haben, der sollte, so Bourdain, lieber auch keine U-Bahn benutzen. --Barbara Wegmann

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 58 Bewertungen)

Das ist Anthony!      5 von 5 Punkten
Ich liebe seine Sendungen, ich liebe das Buch! Das ist Anthony Bourdain wie er leibt und lebt. Ruppig, aber ehrlich, mit seinen deftigen Ausdrücken.
Wer ihn liebt, sollte das Buch kaufen. Wer ihn hasst, sollte nicht auf Warenkorb klicken :-)


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Tag und Nacht und auch im Sommer: Erinnerungen - Frank McCourtTag und Nacht und auch im Sommer: Erinnerungen
Frank McCourt

Broschiert, Oktober 2008
     Verkaufsrang: 957      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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An seinem ersten Tag als Lehrer wäre Frank McCourt fast von der Schule geflogen, weil er das Pausenbrot eines Schülers aß. Plötzlich kam die lärmende Meute in den Klassenraum gestürmt, und innerhalb der nächsten Minuten musste sich entscheiden, ob McCourt als Autorität anerkannt werden würde oder nicht. Da rief einer der pubertierenden Schüler, ob jemand sein Pausenbrot essen wolle. Das Pausenbrot flog durch den Klassenraum. McCourt hätte sagen können, dass man mit Essen nicht spielen dürfe. Stattdessen griff er zu einem pädagogischen Kniff. Vor den staunenden Augen der einst johlenden Klasse verschlang er das Brot, genüsslich, Biss für Biss. Da der Direktor die Aktion beobachtet hatte, zitierte er McCourt aus dem Klassenzimmer. Von ihm gab es Maßregelungen. Aber das Herz der Klasse hatte McCourt erobert.

In der Schule tat McCourt das, was er immer noch am besten kann. „Anstatt zu unterrichten, hab ich Geschichten erzählt“, heißt es in Tag und Nacht und auch im Sommer: nach Die Asche meiner Mutter und Ein rundherum tolles Land wieder ein grandioser Paukenschlag des irischen Autors, diesmal über seine 30 Jahre an der McKee Vocational and Technical High School im New Yorker Stadtteil Staten Island, eine Zeit, die 1958 begann. Es ist ein Buch, das wie seine Vorgänger einmal mehr beweist, dass das Leben immer noch die besten, amüsantesten, anrührendsten Geschichten schreibt -- wenn es denn einen gibt wie McCourt, der sie derart blendend nachzuerzählen versteht.

„Ich war mehr als ein Lehrer“, schreibt McCourt in seinen Erinnerungen. „Und weniger. Im High-School-Klassenzimmer ist man Feldwebel, Rabbi, Schulter zum Ausweinen, Zuchtmeister, Sänger, Stubengelehrter, Büroangestellter, Schiedsrichter, Clown, Berater, Beauftragter für die Kleiderordnung, Schaffner, Fürsprecher, Philosoph, Kollaborateur, Stepptänzer, Politiker, Therapeut, Narr, Verkehrspolizist, Priester, Mutter-Vater-Bruder-Schwester-Onkel-Tante, Kritiker, Psychologe, Rettungsanker.“ All diese Eigenschaften sollte auch ein guter Schriftsteller besitzen. Frank McCourt besitzt diese Eigenschaften. Wieder ein großes Buch eines großen, leider viel zu spät zum Schreiben gekommenen Autors. --Stefan Kellerer

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 16 Bewertungen)

Immer wieder und immer öfter      5 von 5 Punkten
Die Art und Weise wie Frank McCourt schreibt, erfährt man aus diesem Buch : Einfach schreiben. Dies rät er einem seiner Studenten in einem seiner Kurse für kreatives Schreiben. Das Frank McCourt diesen Ratschlag selbst in seiner besten Form beherzigt und vollbringt, kann man als Leser an Hand dieses Buch wiederum feststellen.

Genau wie seine anderen vorherigen Bücher ist auch dieses Buch einerseits ungemein einfach, aber andererseits wiederum ungemein fesselnd, komisch und voller Lebenserfahrung und Weisheit.

Dieses Buch ist, wenn man so will, der Abschluss der Trilogie : Angefangen bei "Die Asche meiner Mutter", der die Kinderjahre beschreibt, danach "Ein rundherum tolles Land", in dem McCourt seine Ankunft in den USA und die folgenden Jahre erklärt und jetzt dieses Buch, der die Berufsjahre von McCourt an den High Schools in New York inklusive seiner letzten Stunde an einem dieser High Schools zum Thema hat.

Es ist diese Einfachheit und dieser Humor, der mich jeden Abend dazu verleitet hat, dieses Buch nach jedem Weglegen und dem Licht ausschalten wieder aufzustehen, das Licht einzuschalten und das Buch wieder in die Hand zu nehmen. So schlicht kann eine Geschichte aufgebaut und erzählt werden und Frank McCourt ist ein Meister darin.


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trotzdem Ja zum Leben sagen: Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager - Viktor E. Frankltrotzdem Ja zum Leben sagen: Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager
Viktor E. Frankl

Taschenbuch, September 1998
     Verkaufsrang: 1881      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Der 1945 niedergelegte Bericht 'Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager' und die 1946 geschriebene dramatische Skizze 'Synchronisation in Birkenwald', die in diesem Band zusammengefaßt sind, wollen nicht Mitleid erregen oder Anklage erheben. Noch weniger geht es um die Situation des Grauens. Worauf es dem Neurologen Frankl vor allem ankommt, ist, zu beschreiben, durch welche Phasen der Entmenschlichung die KZ-Häftlinge gehen mußten und wie es doch einigen von ihnen möglich war, innerlich zu vollbringen, was das 'Buchenwald-Lied' forderte: "... trotzdem Ja zum Leben sagen."
Das Buch wurde in 26 Sprachen übersetzt.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 23 Bewertungen)

Sollte in jedem Bücherschrank sein      5 von 5 Punkten
Das Besondere an diesem Buch ist, daß es das grauenhafte Erleben nicht wertet. Man versteht das Warum und Wie, nachdem man das Buch aus der Hand gelegt hat.

Der Inhalt wurde in anderen Rezensionen bereits genügend behandelt, deshalb möchte ich meine Empfehlung dahingehend abgeben, als es lohnt, sich die gebundene Ausgabe zu kaufen.
Man liest dieses Buch öfter.


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Götz George: Mit dem Leben gespielt - Torsten KörnerGötz George: Mit dem Leben gespielt
Torsten Körner

Gebundene Ausgabe, Mai 2008
     Verkaufsrang: 3053      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Selbst der notorisch brummige und öffentlichkeitsscheue Meister gab seinen seltenen Segen! So genau hätte ihm noch keiner in die Seele geschaut! Stimmt! Und Torsten Körner, der schon Rühmann wie auch den leichtgewichtigeren Beckenbauer liebevoll sichtbar machte, hat das reinste Lesevergnügen daraus gemacht: Entlang der Biografie Götz Georges, der unglaubliche siebzig wird, schlendern wir noch einmal durch ein sattes halbes Jahrhundert Film- und Fernsehgeschichte; strahlende Höhenflüge und grausliche Tauchfahrten inklusive. Erhellender noch: Der Biograf nimmt sich alle Zeit der Welt, Wirk- und Daseinsprinzip dieses Hochkaräters unter den Medien- und Identifikationsfiguren zu entschlüsseln. Und hier wirds teilweise richtig spannend!

Wir erleben den mühevollen Gipfelanstieg auf künstlerische Augenhöhe mit einem toten Übervater. Heinrich George, deutscher Schauspielkoloss und Nazi-Problemfall - eine fast schon tragische Messlatte für einen Sohn. Vier Jahre nach dem Tod des Vaters 1946 in einem russischen Gefangenenlager, betritt Götz die Bühne, protegiert durch Berta Drews, die berühmte Schauspielermutter und den noch berühmteren Namen. Parallel zur Theaterarbeit folgen belanglose deutsche Seelenfilmchen, aber auch kaum beachtete Perlen wie „Kirmes“ unter Wolfgang Staudte. Feinschliff gibts im Göttinger Theater unter Regiegott Heinz Hilpert. Unter Körners Lupe und am Beispiel des früh verstorbenen Kollegen Günther Ungeheuer, eines Meisters feinster Nuancen, wird deutlich, dass unter Georges extrem körperbetontem Spiel die darstellerische Subtilität litt. Dem konnte abgeholfen werden. Karl May bittet zu Pferde. Ganzkörperbetont. Danach ist Götz George BRAVO-Star.

Drei Filme. Zwei edle Prachtkerle wie Lex Barker und Pierre Brice. Ein wandelnder Brechreiz namens Stewart Granger. Inmitten solcher Weltläufigkeit fühlt George sich plump wie eine “pommersche Kartoffel”. Immerhin profitierte der körperkultige GG von der Tollkühnheit der jugoslawischen „Kaskadeure“, den Stuntmen jener Tage. Jahre später sollte sich ein Duisburger Bulle an deren Fallkünste dankbar erinnern. Doch erstmal ging es abwärts. Der Neue Deutsche Film hatte an muskulös schwitzig-schnaubenden Männerbildern keinerlei Bedarf (möglicherweise erwog Fassbinder, ihn als Franz Biberkopf zu besetzen). Die Ehe mit Loni von Friedl liegt in Trümmern. 1981 dann die unerwartete Wiedergeburt!

„Duisburg-Ruhrort“. Nicht nur ein Tatort. Eine Standortbestimmung! Die bieder dahindümpelnde Krimireihe hatte dringend frisches Blut gebraucht. Ein Kerl namens „Schimmi“ sollte es hineinpumpen. Kraftprotz, noch immer. Aber geschickt gebrochen. Götz George hatte den Zeitgeist begriffen. Nun ging es, trotz Medien-Bashings in den Neunzigern (siehe den berüchtigten „Wetten, dass…?“-Auftritt), beängstigend raketengleich nach oben. Der üppige und ausufernd erzählte Rest des Buches besteht aus längst vertraut gewordenen Begriffsbildern: Rossini, Totmacher, Sandmann, Schtonk!, Mengele, Die Katze, die Fahrstuhl-Klaustrosinfonie „Abwärts“, der schmerzlich vermisste Thanner, Hänschen, Schulz & Schulz - eine beeindruckende Aufzählung. Der Vater ist eingeholt, wenn nicht gar überholt. „Der gibt mir ein neues Leben“, urteilte George über seinen Biografen. Und uns einen gänzlich neuen George. Auch dank einer geheimgehaltenen Herzoperation. Alles Gute! -Ravi Unger

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)

Einfach genial - mir fehlt jetzt etwas!      5 von 5 Punkten
Jeden Abend konnte ich Götz George ein Stück näher kennenlernen, natürlich nicht zu nahe. Das entspricht ja nicht seinem Typ und es ist ja auch verständlich, dass etwas Dinstanz bleiben muß.
Trotzdem ist es dem Autor wunderbar gelungen, private Erlebnisse mit der beruflichen Chronologie spannend zu verknüpfen. Oft sind Biografien etwas trocken und langweilig geschrieben, doch diese hier ist einfach fesselnd.
Man kann sie nur schwer wieder aus der Hand legen.
Ich bin beeindruckt von dem Menschen Götz George, mit dem ich mich bis dahin nicht so sehr beschäftigt habe.
Er ist ein großartiger Schauspieler und scheinbar auch ein wunderbarer, Mensch, der trotz der großen Erfolge auf dem Boden geblieben ist und sehr sympathische Schwächen hat.
Also das Buch ist für jeden, den die Hintergründe mehr interessieren, als oberflächlicher Tratsch äußerst empfehlenswert!


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Weiter leben: Eine Jugend - Ruth KlügerWeiter leben: Eine Jugend
Ruth Klüger

Taschenbuch, Oktober 1994
     Verkaufsrang: 5220      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Ruth Klüger erzählt aus ihrer Kindheit. Mit sieben Jahren durfte sie in ihrer Heimatstat Wien auf keiner Parkbank mehr sitzen. Als sie trotz des Verbots für Juden ins Kino geht, stellt eine Nachbarstochter sie bloß und droht mit Anzeige. Mit elf kommt sie ins KZ.- Mit unbestechlicher Klarheit und souveräner Menschlichkeit berichtet sie vom Grauen der Vernichtungslager und vom 'weiter leben'.Ruth Klüger, 1931 in Wien geboren, wurde als Kind in die Konzentrationslager Theresienstadt, Auschwitz-Birkenau und Christianstadt verschleppt. Nach Ausbruch und Flucht mit ihrer Mutter und Pflegeschwester emigrierte sie in die USA, studierte Germanistik und Anglistik und lebt als Literaturwissenschaftlerin in Irvine/Kalifornien. Mit ihrer ersten literarischen Veröffentlichung, 'weiter leben' fand Ruth Klüger überwältigendes Echo bei Kritik und Publikum.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 11 Bewertungen)

Sollte man lesen      5 von 5 Punkten
Ruth Klüger schreibt hier, 50 Jahre nach den Geschehnissen (das Buch ist von 1992) über ihre Erfahrungen als jüdisches Mädchen im Wien der 30er Jahre, ihre Verschleppung in die Konzentrationslager, ihre Auswanderung nach New York und ihre Wiederannäherung an Deutschland.
Ereignisse und Details über den Holocaust, die uns inzwischen hinlänglich aus anderen Quellen bekannt und genau dokumentiert sind, erspart sie uns. Statt dessen blickt sie hinter die Dinge, offenbart Meinungen und Ansichten, die denen, die man heutzutage über den Holocaust zu haben hat, entweder entgegen laufen oder sie erweitern und differenzieren. Aufgeteilt ist das Buch in Orte: Wien, die Lager Theresienstadt, Auschwitz, Christianstadt, Flucht nach Bayern, Ausreise nach New York, später 2-jähriger Aufenthalt in Göttingen als Studienleiterin.
Ruth Klüger erspart sich, und uns, nichts. Da ist das prekäre Verhältnis zu ihrer Mutter. Einer Frau, die in einigen lebenspraktischen Fragen durchaus Kompetenz besitzt und deren Entscheidung beide, Mutter und Tochter, die Rettung aus Auschwitz eine Woche vor dem Vergasen zu verdanken haben. Eine Frau, die den Neuanfang wagt, und die nach dem Krieg sehr flexibel in ganz unterschiedlichen Berufen ihre Frau steht. Eine Frau aber auch, die das Verhältnis zu ihrer Tochter manipulativ, konkurrierend und herabsetzend gestaltet hat und somit beide in eine unlösbare Mutter-Tochter-Verstrickung geleitet hat.
Ruth Klüger scheut sich nicht vor Vergleichen. So wirkt der Besuch eines Psychoanalytikers einige Zeit nach ihrer Ankunft in New York beinahe grausamer als ihr Aufenthalt in den Konzentrationslagern. Denn dieser Psychoanalytiker bringt ihr noch einmal in konzentrierter Form entgegen, was die Essenz ihrer Erfahrung in den Lagern war: Er läßt sie als Mensch, als Person, als Ich nicht gelten. Statt eine tragfähige therapeutische Beziehung aufzubauen, würdigt er sie herab, kritisiert sie, beleidigt sie, macht ihr Vorschriften, erniedrigt und demütigt sie, will sie anders als sie ist. Sein Verhalten wirkt grausamer als würde er körperliche Gewalt anwenden. Und seine Menschenverachtung ist in ihrer subtilen Form empörender als die des Nazis in Christianstadt, der die 13-jährige Ruth unvermittelt, aus reiner Lust an der Gewalt, ohrfeigt.
Ruth Klüger ist schonungslos ehrlich mit sich selbst. Die Gespräche, die sie mit Freunden führt, könnten auch in ihrem eigenen Kopf stattfinden. Ein Kopf, der das eigene Denken ständig hinterfragt, analysiert, verwirft und neu zusammen stellt. Ist sie vielleicht zu unversöhnlich, zu wenig bereit zu verzeihen, zu verkrallt in das Geschehene, fragt dieser Kopf?
Sie ist vor allen Dingen eins: ehrlich, offen, klar, intelligent, und sehr persönlich.
Dieses Buch verdanken wir einem Fahrradsturz. Ruth Klüger fiel auf den Kopf und heraus purzelten diese Sätze.
Ruth Klüger hat dieses Buch auf deutsch geschrieben, für Deutsche.
In einer wunderschönen Sprache, in klaren, teils knappen Sätzen läßt uns Ruth Klüger an ihren Gedanken teilhaben.
Ich würde sieben Sterne vergeben, wenn das ginge.


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Deutschlands vergessene Kinder: Hoffnungsgeschichten aus der Arche - Bernd SiggelkowDeutschlands vergessene Kinder: Hoffnungsgeschichten aus der Arche
Bernd Siggelkow, Wolfgang Büscher

Gebundene Ausgabe, September 2007
     Verkaufsrang: 669      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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In Deutschland leben über 2 Millionen Kinder unterhalb der Armutsgrenze. Viele von ihnen leiden nicht nur an materiellen Entbehrungen, sondern vor allem an mangelnder Zuwendung und Fürsorge. Bernd Siggelkow, Leiter des christlichen Kinder- und Jugendwerkes Die ARCHE , hat es sich zur Aufgabe gemacht, dagegen anzugehen.Für täglich bis zu 700 Kinder ist die Einrichtung ein wahrer Rettungsanker der Ort, an dem sie wirklich Kinder sein können und sich geborgen fühlen dürfen. Hier bekommen sie neben einer warmen Mahlzeit und vielen sinnvollen Freizeitangeboten das, was ihnen in ihrem oft chaotischen Leben in allererster Linie fehlt: Nestwärme und Aufmerksamkeit. Und sie erleben etwas von der Liebe Gottes, die für Bernd Siggelkow und seine Mitstreiter die Antriebsfeder für ihre Arbeit ist.In diesem Buch finden Sie anrührende, erschütternde, aber auch hoffnungsvolle und zu Herzen gehende Geschichten über Kinder aus der ARCHE. Zum Beispiel die von Susann, einem sechsjährigen Mädchen, das sich so sehr nach einem Vater sehnt, dass es Bernd Siggelkow bei ihrer ersten Begegnung gleich fragt: Möchtest du mein Papa sein? Oder die Geschichte von Robert, einem neunjährigen Jungen, der sich zu Hause wie ein Erwachsener um seine kleinen Geschwister kümmern muss, aber in der ARCHE Gelegenheit bekommt, selbst wieder Kind zu sein.Die Geschichten sind mutmachende Beispiele dafür, dass es für die vergessenen Kinder Deutschlands eine Perspektive gibt.In den Medien berichteten u. a. BILD, Focus, Stern, Spiegel online, Süddeutsche Zeitung, ZDF und ARD über die Arbeit der ARCHE.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

Die Politik schläft, und die Arbeit müssen anderen machen      5 von 5 Punkten
Dieses Buch war mehr als überfällig!!!
Ich habe zum ersten Mal im März 2008 im Fernsehen von der Arche gehört und sofort Kontakt aufgenommen. Den zweiten Beitrag habe ich am 31.3.08 im Frühstücksfernsehen bei SAT1 gesehen. Am 2.4.08 hatte ich Gelegenheit, die Arche selbst besichtigen zu dürfen, durch die meine Tochter und ich von der Sekretärin von Herrn Siggelkow, Frau Niehoff-Büscher, geführt wurden. Das anschließende Gespräch mit Herrn Büscher hat uns beide sehr beeindruckt.
Warum sehen normale Menschen die wahren Gründe für das ganze Elend, aber unsere Politiker wieder einmal nicht? Warum werden Gelder immer an den falschen Stellen ausgegeben? Und warum wollen die Politker trotz Appelle und Berichte noch immer nicht aufwachen und umdenken?
Hier müsste noch viel, viel mehr passieren. Darum hoffe ich, dass ganz viele Menschen dieses Buch neu (!) kaufen, damit möglichst oft EUR 1,- an die Arche weitergeleitet werden kann. Es wäre auch schön, wenn noch mehr Menschen und Firmen spenden könnten!


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Achilles' Verse: Mein Leben als Läufer - Achim AchillesAchilles' Verse: Mein Leben als Läufer
Achim Achilles

Broschiert, März 2006
     Verkaufsrang: 2145      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Die Sticheleien seiner Frau Mona kann er nicht mehr länger ertragen. Achim Achilles, nicht mehr ganz jung, nicht mehr ganz schlank, fängt wieder an zu laufen. Sein Ziel: der Ironman auf Hawaii. Der Weg dorthin: gepflastert mit Problemen. Wie gewinnt man Stilsicherheit bei der Wahl des richtigen Sportbekleidungs-Labels? Mit welchem Eiweißcocktail vermeidet man den Amino-Enzym-GAU? Sind Walker auch Menschen? Achim Achilles schlägt sich mit den drängenden Fragen von Millionen Läufern herum und lässt in seinem Tagebuch alle daran teilhaben. Und außerdem: die besten Lauftipps von Achim Achilles.
"Sehnen lügen nicht."
Achim Achilles


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 29 Bewertungen)

Heiter Laufen mit Achilles      5 von 5 Punkten
Ich bin eigentlich nicht so der Lauf-Freak, aber dieses Buch ist für Hobby-Läufer einfach perfekt. Achim Achilles beschreibt sehr witzig, wie es sich anfühlt, wenn man nach langen Jahren des Faulen Sofa-Fläzens wieder mit Sport anfängt. Die ersten quälenden Minuten beim allerersten Training, und wie hinterher alles weh tut. Die ersten Erfolge, Rückschläge und dann das tolle Gefühl, einen Marathon geschafft zu haben.

So richtig Spaß macht das Buch, weil der Autor einfach auch eine andere Sprache hat, als die übliche spröde Fachliteratur. Die kurzen Geschichten haben mich wirklich oft zum Lachen gebracht. Und meine Frau, die mit Sport gar nicht viel am Hut hat, hat das Buch auch gelesen und viel Spaß daran gehabt.

Fazit: Ich finde das Buch absolut empfehlenswert!


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Traumfänger. Die Reise einer Frau in die Welt der Aborigines - Marlo MorganTraumfänger. Die Reise einer Frau in die Welt der Aborigines
Marlo Morgan

Taschenbuch, Januar 1998
     Verkaufsrang: 1525      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Für die Amerikanerin Marlo Morgan beginnt alles ganz harmlos. Eines Tages erhält sie eine Einladung zu einem Treffen mit einem Aborigines-Stamm. Dieses ist als Auszeichnung für ihre erfolgreiche Arbeit mit jungen Halbblut-Aborigines in Australien gedacht. Gespannt macht sie sich für die Einladung zurecht: Ein neues Seidenkostüm, eine dazu passende Seidenbluse und elegante Pumps. Wenige Stunden später, nachdem sie vor ihrem Hotel mit einem Jeep abgeholt worden ist und eine stundenlange Fahrt durch den australischen Busch hinter sich hat, wird sie von einer kleinen Gruppe von Menschen eingeladen, an einem Walkabout teilzunehmen. Noch nie zuvor wurde einer Weißen, einer in den Augen der Aborigines "Veränderten", eine solche Ehre zuteil.

Marlo Morgan lernt in den nächsten Monaten die Unwichtigkeit des Zeitbegriffes kennen, ernährt sich von Maden, Krokodilen, Nüssen, Kräutern und Früchten und hätte niemals geglaubt, daß sie gebratene Ameisen als Delikatesse schätzen lernt. Sie wird in das erd- und naturverbundene Leben der Aborigines eingeweiht und erkennt, daß es hier Menschen gibt, die die Erde nicht ausbeuten, die in der Lage sind, sich telepathisch zu unterhalten und über medizinische Kenntnisse verfügen, die sie staunen lassen.

Traumfänger ist ein faszinierendes und -- für "Veränderte" -- oft auch ein beschämendes Buch. Zeigen uns die Aborigines doch, wie unwichtig unser Alltag für unser persönliches Wachsen und Reifen ist. So feiern sie keinen Geburtstag, sondern sie feiern dann ein Fest, wenn einer von ihnen denkt, daß er eine höhere Stufe in seiner persönlichen Entwicklung erklommen hat. Marlo Morgan hat es sich zur Aufgabe gemacht, über das Leben der Aborigines zu berichten, ohne sie an unsere Zivilisation mit ihrem zerstörenden Tourismus zu verraten -- ein fesselnder Bericht. --Manuela Haselberger

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 234 Bewertungen)

Tolles Buch, super geschrieben      5 von 5 Punkten
Das Buch ist wunderschön, ein gut geschriebener, schnell zu lesender und packender Abenteuerroman, der mich stark berührt hat, auch wenn die Geschichte erfunden ist. Auf die Botschaft und den Spass am Lesen kommt es an!



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Vergiss die Zeit der Dornen nicht: Ein Soldat der 24. Panzerdivision erlebt die sowjetische Front und den Kampf um Stalingrad - Günter K. KoschorrekVergiss die Zeit der Dornen nicht: Ein Soldat der 24. Panzerdivision erlebt die sowjetische Front und den Kampf um Stalingrad
Günter K. Koschorrek

Gebundene Ausgabe, 1. Juni 2004
     Verkaufsrang: 2085      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Der Autor hat als 'einfacher Soldat' sein Erleben des Krieges aufgeschrieben, das anders war als das in den Stäben oder Befehlsständen.
Er war 19 Jahre alt, als ihn der Krieg in seiner schlimmsten Phase einholte und in seine unerbittliche Gewalt nahm. Er hatte zu gehorchen und nicht nach dem Warum zu fragen. Das NS-Regime, das seine Ziele gnadenlos verfolgte, hatte eine ganze Generation unter Eid und in die Pflicht genommen, ihre Ideale schändlich mißbraucht.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 23 Bewertungen)

Dieses Buch ist Pflicht!!!      5 von 5 Punkten
Pflicht für alle die mal genau wissen wollen wie es für den einfachen deutschen Soldaten im 2. Weltkrieg war. Im Gegensatz zu Filmen wie 'Der Soldat James Ryan' oder 'Band of Brothers' wo die deutschen Soldaten oftmals als tyrannische, mörderische und teilweise auch trottelige Nazis dargestellt werden, kann man im diesem Buch den deutschen Frontsoldaten endlich von einer ganz anderen Seite erleben. Die teilweise heftig beschriebenen Sachen, wo man das Buch dann zur Seite legt um sich krampfhaft vorzustellen wie das gewesen sein muss seine Kameraden so sterben zu sehen - Niedergemetzelt oder in Fetzen gerissen. Dieses Buch zeigt den Krieg von seiner hässlichsten Seite, aber auch von der Seite wie der Autor die Kameradschaft der Männern beschreibt, wie sie sich nur im Krieg entwickeln kann. Nicht für das NS-Regime, sondern nur für die Kameraden Ihrer und anderer Einheiten haben sie immer wieder die Strapazen auf sich genommen. Ebenso wird hier das rücksichtslose Vorgehen der roten Armee gegenüber unseren Soldaten und Ihren eigenen Landsleuten beschrieben - wie der Krieg aus Menschen Bestien macht. Auch kommt gut rüber was für Kleinigkeiten die für uns heute lächerlich erscheinen, im Krieg den Soldaten eine große Freude bereiten. Man hat nicht viel und ein Leben ist hier nicht viel Wert, so wird der Autor immer wieder mit dem Tod von guten Freunden und Bekannten konfrontiert. Ein Buch was zum Nachdenken anregt.


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Ich bin kein Berliner: Ein Reiseführer für faule Touristen - Wladimir KaminerIch bin kein Berliner: Ein Reiseführer für faule Touristen
Wladimir Kaminer, Vitali Konstantinov

Broschiert, April 2007
     Verkaufsrang: 3630      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Sicher, Wladimir Kaminer, der Deutsche russisch-jüdischer Abstammung, der mit dem Buch Russendisko und der gleichnamigen Partyreihe international bekannt wurde, ist weder in Berlin geschweige denn in Deutschland geboren noch besitzt er den typische Berliner Schnauze. Demnach ist er tatsächlich kein Berliner, auch wenn er seit 1990 dort lebt. Andererseits verkörpert er mit seinen kreativen Ideen, seinem Humor und seiner ganzen Lebenseinstellung das Berlinerische der Gegenwart so wie kein Anderer. Demnach ein echter Berliner also.

Letzte Zweifel, ob Kaminer einer ist, der sich in Berlin auskennt, verfliegen, wenn man die 33 heiteren Kurzkapitel liest, denn die zeugen von einer echten Ortskenntnis. In jeder Episode erzählt er eine kleine Geschichte rund um ein Thema oder einen Ort, den man als Nicht-Berliner durchaus einmal besuchen sollte -- als Berliner sowieso. Eine kurze Auswahl: Welchen Unterschied gibt es zwischen Ost- und Westberliner Steuerberatern? Wo kriegt man zehn Kilo Bananen für 50 Cent und mit etwas Glück noch einen Opel Kadett obendrauf? Und was machen eigentlich die Tschuktschen, Berlins kleinste Minderheit? Wie so meist bei Kaminer sind die Pointen sehr schön gesetzt, wer nicht zumindest schmunzelt, hat sich entweder am Kaminerschen Stil sattgelesen oder ist gerade einfach nicht in der Stimmung.

Doch es geht nicht nur um spaßige Anekdoten. Denn bei "Ich bin kein Berliner" kommt noch der reisepraktische Aspekt dazu. Am Ende jeden Kapitels und hinten im Buch finden sich sämtliche Adressen zu den Orten sowie einige Informationen zu ihnen. Wer die beherzigt, kann wahrlich kein fauler Tourist sein, denn allein die Tippsammlung erstreckt sich über 35 Seiten. Fazit: Ein schönes Beispiel, wie es gelingt, einen Reiseführer einmal anders, als Geschichtenband, zu gestalten und dennoch einen konkreten Nutzwert zu schaffen. Ob dieses Konzept auch für andere Städte gelingen kann? Nur, wenn sich adäquate Autoren finden lassen -- das wird nicht so einfach sein. -- Christian Haas

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 17 Bewertungen)

Top Reiseführer      5 von 5 Punkten
Ein sehr tolles Buch: ein Reiseführer getarnt als Roman. Kaminer versteht es, ironisch und mit sehr guter Beobachtungsgabe Berlin und seine Einwohner zu beschreiben. Er gibt Insidertipps, die nicht unbedingt in jedem Reiseführer stehen. Zum Schluss ist alles noch mal mit einer kleinen Erklärung und Öffnungszeiten aufgelistet.
Toll!!!


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Ausgeliefert: Wie ich die Hölle meiner Kindheit überlebte - Jane ElliottAusgeliefert: Wie ich die Hölle meiner Kindheit überlebte
Jane Elliott

Broschiert, 10. September 2007
     Verkaufsrang: 1909      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Dass Heidrun Kaspar, Vorsitzende des KinderschutzBundes München e.V., bereits im Vorwort Jane Elliott ausdrücklich dankt, dokumentiert nur die Dringlichkeit der Situation. Zu viele Janes, die im Kindesalter geschlagen werden und sexuellen Übergriffen ausgesetzt sind -- und noch immer viel zu wenige, die ihre Peiniger anzeigen. Furcht und Scham, das eigene Nest zu beschmutzen, ignorante Nachbarn, Behördenträgheit, dazu der innerfamiliäre Druck, der "gute Ruf" könnte Schaden nehmen; alles Gründe, die die Dunkelziffer familiärer Gewaltakte in die Höhe treiben. In Janes Familie war der "gute Ruf" ohnehin schon früh dahin gewesen. Niemanden kümmerte es...!

Die vierzehn unaussprechlich rabenschwarzen Kapitel fordern dem Leser einiges an innerer Kraft ab. Janes "Hölle" beginnt, als sie mit vier Jahren das Kinderheim wieder verlassen darf, in das ihre hilf- und verantwortungslose Mutter sie und ihren Bruder gesteckt hatte. Während der jüngere Jimmy in einer Ersatzfamilie freundliche Aufnahme findet, sieht sich Jane von nun an im eigenen Heim einem Terror ausgesetzt, der siebzehn Jahre währen sollte. Ein neuer "Vater" steht im Mittelpunkt. Richard, die neueste Errungenschaft der Mutter, erweist sich als wahrer Teufel in Menschengestalt.

Das nun Folgende kann man sozusagen nur innerlich kochend ertragen. Stiefvater Richard, ein in seiner Raserei kaum zu stoppendes Aggressionsbündel, entwickelt sich in seinem blitzblanken Heim zur wahren Kampfmaschine. Man wünschte, die Polizei hätte angesichts seiner Schlägerkarriere auch das häusliche Umfeld einmal stärker unter die Lupe genommen. Doch dort drischt einer unbehelligt und hemmungslos jeden zusammen, der sich seinem gnadenlosen Regime nicht beugt. Der Rezensent enthält sich angesichts der Brutalität des Geschilderten jeder Detailversessenheit; es soll genügen, dass neben den täglichen Torturen bald die Zeit nahte, in der der Stiefvater von der heranwachsenden Jane über Jahre hinweg oft mehrmals täglich einen "Gefallen" einforderte!

Nach Jahren hat Jane Elliott dem Schrecken einen Namen gegeben - doch er scheint kein Ende zu nehmen. Zwar wurde ihr Peiniger zu fünfzehn Jahren Haft verurteilt, doch hat die Familie fürchterliche Rache geübt. Das letzte Wort gebührt TERRE DES FEMMES e.V. und ihrer "Kummer-Nummer für Kinder". Höchste Zeit, den Richards dieser Welt ein für allemal einen Riegel vorzuschieben. -Ravi Unger

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 12 Bewertungen)

ein harter Brocken      5 von 5 Punkten
Nachdem ich das Buch gelesen habe konnte ich nicht einfach abschalten. Diese schlimme Geschichte bzw. Tatsache lässt einen so schnell nicht mehr los! Man leidet mit der jungen Frau mit und kann nicht verstehen das es so was wirklich gibt und das so was passiert ist!
Als Urlaubslektüre würde ich das Buch nicht empfehlen, weil es zum abschalten nicht geeignet ist!


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Horst Lichter - "Und plötzlich guckst du bis zum lieben Gott": Mein Leben und ich - Markus LanzHorst Lichter - "Und plötzlich guckst du bis zum lieben Gott": Mein Leben und ich
Markus Lanz

Gebundene Ausgabe, September 2007
     Verkaufsrang: 1889      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Die rheinische Frohnatur Horst Lichter ist mit seinem kunstvoll gezwirbelten Schnauzbart längst ein Star in der deutschen Kochszene. Das Rommerskirchener Original hat es geschafft. Lichter nämlich hat nicht nur seinen eigenen „Laden“ (Lichter's Oldiethek), sondern mittlerweile auch eine Kochshow im Fernsehen. Zur besten Sendezeit! Dabei ist sein Leben eine ganze Zeit alles andere als eine Erfolgsstory gewesen. Zwischenzeitlich hatte der gelernte Koch sogar seine Leidenschaft für das Kochen verloren und sich und seine junge Familie mit verschiedenen Jobs durchgebracht. Es folgten familiäre Schicksalsschläge, zwei Hirnschläge und ein Herzinfarkt. Horst Lichter schien am Ende. Doch nachdem er dem Tod im letzten Moment noch einmal von der Schippe gesprungen ist, hat er sein Leben radikal umgekrempelt und lebt jetzt sein „zweites Leben“.

Der Fernsehmoderator Markus Lanz hat Horst Lichter dazu überreden können, sich mit ihm für eine Woche in ein Südtiroler Kloster zurückzuziehen und mit ihm seine „beiden Leben“ zu rekapitulieren. Herausgekommen ist ein mit zahlreichen Fotos garniertes, beeindruckendes Porträt eines beeindruckenden Mannes. Einem Unikat im besten Sinne. Einem, der sich von nichts und niemandem hat unterkriegen lassen und der die Fingerzeige des Schicksals zu deuten verstanden hat. Lesenswert! -- Freia Danz

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 25 Bewertungen)

Lockeres Lesen      5 von 5 Punkten
Ich habe das Buch gleich an einem Tag durchgelesen, es liest sich sehr leicht und ist an zahlreichen Stellen sehr erheiternd, obwohl Lichters Leben ja eher zum Gegenteil Anlass gäbe. Auch, wenn die Formmängel (Schriftgröße etc.) auffallen, wertet es den Inhalt des Buches meiner Meinung nach keineswegs ab.


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Ich bin nicht mehr eure Tochter. Die wahre Geschichte eines Mädchens, das jahrelang in der Familie sexuell mißbraucht wurde - Ich bin nicht mehr eure Tochter. Die wahre Geschichte eines Mädchens, das jahrelang in der Familie sexuell mißbraucht wurde

Taschenbuch, Mai 1995
     Verkaufsrang: 2173      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Monika ist ein echtes Wunschkind. Sie soll die gutbürgerliche Familie komplettieren. Doch hinter der heilen Fassade spielt sich Unfassbares ab. Von Anfang an wird Monikas Leben von sexuellen Übergriffen bestimmt. Was der Großvater an dem Kleinkind begeht, setzt sich in jahrelangen Vergewaltigungen durch den Vater und die älteren Brüder fort. Erst nach dem Freitod ihres jüngeren Bruders Georg, der nicht mit ansehen kann, was mit seiner geliebten Schwester geschieht, gelingt es Monika, sich aus dieser Hölle zu befreien.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 58 Bewertungen)

Grausam      5 von 5 Punkten
Dieses Buch habe ich wirklich nicht mehr aus der Hand gelegt. Es ist grausam, es triggert, es ist unglaublich, dass so etwas auf der Welt passiert. Es ist schockierend, erschreckend, es nimmt einen vollkommen gefangen und man sieht vieles mit anderen Augen. Monika schildert sehr bewegend aus ihrem Leben. Man leidet mit ihr mit, wobei der normale menschliche Verstand unmöglich es nur annähernd erfassen kann, was Monika empfunden hat bei dem was sie durchlebt hat. Ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz lesen. Es sollten jedoch nur diejenigen lesen, die auch die Kraft dazu haben.


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