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Verlorene Ehre - Verratene Treue. Zeitzeugenbericht eines Soldaten Herbert Maeger Gebundene Ausgabe, 1. September 2006 Verkaufsrang: 10563 Der Artikel ist bald verfügbar. Sichern Sie sich jetzt Ihr Exemplar! Als 18-jähriger wächst Herbert Maeger in den Zweiten Weltkrieg hinein und erlebt ihn als unentrinnbares Schicksal. Ohne Pathos und mit großer Eindringlichkeit beschreibt er die Not des Hungers, des schrecklichen russischen Winters, die Aussichtslosigkeit der gnadenlosen Kämpfe und das ständige Bewusstsein, vom Tode bedroht zu sein. Die Einsicht, dass eine gewissenlose Führung die Soldaten gleichzeitig zu Vollstreckern und Opfern eines skrupellosen Vernichtungsprogramms macht, stiegert die Verzweiflung. Der ungeschönte Bericht eines Zeitzeugen über den Zweiten Weltkrieg, der mit den geschilderten Erfahrungen und Erlebnisse belegt: Ich war dabei.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 18 Bewertungen)
Für Zeitzeugenberichte Fans ein Muss 5 von 5 Punkten Das Buch reiht sich ein in eine Reihe gut geschriebener Bücher, von jemandem der "dabei" war. Hier kann man die Wahrheit lesen, fern von jedem erdachten politisch unkorrekten Film. Und doch ist es erschreckend, was die Menschen alles Erleiden mußten. Für Fans eine Empfehlung.
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Der letzte Zeuge: Ich war Hitlers Telefonist, Kurier und Leibwächter Rochus Misch Broschiert, 21. November 2009 Verkaufsrang: 11392 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Er war abgestellt an die Front, bis sich ihm 1940 unerwartet die Gelegenheit bietet, bei Hitler als Kurier, Leibwächter, dann auch als Telefonist zu arbeiten. In Hitlers Wohnung in München geht Rochus Misch ebenso ein und aus wie am Berghof und in der"Wolfsschanze". Im Führerbunker absolvierte er auch noch seinen Dienst, als Hitler und Eva Braun sich umgebracht haben. Denn für Misch, der Hitler nur als Privatmann erlebte, galt das Gebot unbedingter Loyalität. Um deren fatale Seite es ihm geht, wenn er heute sein Leben erzählt: Nein, ich werfe dem Rochus Misch von damals nicht vor, dass er keinen Ärger machte. Dennoch dass mir das so selbstverständlich war, das macht mich nachdenklich.Misch Sie werden noch gebraucht. Dieser gespenstische Befehl geht am 22.4.1945 im Führerbunker an Rochus Misch, den Leibwächter und Telefonisten Hitlers. Kaum ein anderer hat die Kriegsjahre in ebenso ungeheuerlicher wie ungewöhnlicher Nähe des Führers zugebracht. Nun erzählt der letzte Zeuge seine Geschichte, mit der beklemmenden Aufrichtigkeit eines Mannes, der erkennen muss, dass er sein Tun damals für richtig hielt.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)
Empfehlung für Interessierte! 5 von 5 Punkten Mir ist das Taschenbuch beim schmökern in einem Buchladen aufgefallen. Zuerst dachte ich "nicht schon wieder so ein Versuch mit dem Thema 3. Reich Geld zu machen..." Allerdings habe ich bereits beim überfliegen bemerkt dass dem nicht so ist. Über den Inhalt möchte ich nicht viele Worte verlieren, ich empfehle es jedem Geschichtsinteressierten der mehr über das Umfeld Hitlers und dessen Hintergründe und Abläufe erfahren will. In schöner Regelmäßigkeit sieht man im TV Bilder vom Berghof oder der Reichskanzlei. Mit diesem Buch bekommen diese Bilder auch einen Hintergrund, man weiss wie sie enstanden sind und welche wichtigen oder belanglosen Geschehnisse damit verbunden sind. Faszinierend für mich sind die Schilderungen über den privaten Hitler. Faszinierend deshalb, weil das Bild Hitlers in den Medien und der Berichterstattung durchwegs nur mit negativsten Assoziationen besetzt ist. Der Dämon und Massenmörder ist jedem geläufig. Aber kann und soll man, auch wenn es sich um Hitler handelt, diesen so radikal darauf reduzieren? Dieses Buch bricht mit dieser Methodik. Hier wird auch etwas über die private, menschliche Seite Hitlers erzählt. Und das keineswegs in einer glorifizierenden oder anbiedernden Weise, sondern aus den Augen des Menschen Misch wie er den Menschen Hitler erlebt hat. Das macht den Reiz des Buches aus. Was mich auch sehr erschüttert hat war die Beschreibung der Gefangenschaft in Russland und die erlittenen Misshandlungen/Folterungen. Guantanamo ist dagegen wohl ein Kindergarten. Aber eine Beschreibung hat in mir absoluten Ekel, Abscheu und wirkliche Betroffenheit ausgelöst: Die Beschreibung als die Leichen der Goebbels Kinder von den Russen zur Schau gestellt wurden, und die Berliner Bevölkerung auf sie spuckte und mit Steinen warf. (Dies hat Misch jedoch nur durch Augenzeugenberichte erfahren, nicht persönlich miterlebt.....sein Glück). Es geht einem schon sehr nahe wenn Misch beschreibt was für liebe Kinder es waren, wie sie ganz unbefangen im todgeweihten Bunker gespielt und ihn liebevoll gefoppt hatten (...Misch, Misch du bist ein Fisch...), und sich dann vorzustellen wie die toten Kinder dann "missbraucht" wurden, ekelhaft! Es gibt aber auch etwas auszusetzen. Das Vorwort von Ralph Giordano. Dieser Abschnitt wirkt deplaziert und ist wohl der Political corecctness geschuldet. Quasi: Wenn Giordano als moralische Instanz keine grossen Einwände hat dann dürfen das Buch auch die normalen Leute auch lesen. (Was interessiert den Leser das Wohlbefinden Giordanos als er sich in den 90er Jahren auf dem Gebiet des Obersalzbergs aufhielt?!) Genauso verhält es sich mit dem Epilog von Frau Zarrinbal. Geradezu peinlich berührt ist man wenn man Aussagen von Ihr liest ..... "...der Leibwächter des Teufels..." , "...er konnte Hitler doch leicht mit seiner Pistole erschießen, warum hat er das nicht getan...?" oder "...bei manchen Erzählungen Mischs mochte man am liebsten dazwischenfahren...". Welches Ziel verfolgte sie denn an der Mitwirkung an diesem Buch wenn ihr Urteil schon im Vorfeld feststand, was sich ja zweifelsfrei an ihren Aussagen festmachen lässt? Mich wundert es das Misch diesen Epilog von Frau Zarrinbal freigeben hat (wenn er dazu vom Verlag überhaupt gefragt wurde). Naja.....diesen Seitenumfang hätte man besser für weitere Erzählungen Mischs (z. B. seine Kenntnisse über Verschwörungen und Verrat) verwendet, das wäre ein Mehrwert für den Leser gewesen anstatt derer absolut überflüssigen und deplazierten Epiloge die nur so von political correctness und moralischen Vorhalten triefen. Nichtsdestotrotz vergebe ich 5 Punkte (das Vorwort Giordanos und den Epilog Zarrinbals nehme ich davon ausdrücklich aus)!
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Endstation Kabul: Als deutscher Soldat in Afghanistan - ein Insiderbericht Achim Wohlgethan, Dirk Schulze Broschiert, 1. Juli 2009 Verkaufsrang: 5197 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der "Top Secret?-Stempel auf dem Cover von Achim Wohlgethans "Insiderbericht" Endstation Kabul über den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr verspricht sensationelle Enthüllungen. Zwar erweist sich das, was der ehemalige Stabsunteroffizier und sein Co-Autor, der Ex-Hauptmann und ehemalige Presseoffizier Dirk Schulze, in ihrem Buch dann tatsächlich berichten, als vielleicht doch nicht ganz so spektakulär, wie mancher gehofft (oder auch befürchtet) haben mag. Einige mehr oder weniger brisante und auch schockierende Details hat die Lektüre aber doch zu bieten. Damit sind nicht nur die schon öfter gehörten Klagen über eine teilweise äußerst mangelhafte Ausrüstung der Truppe gemeint - oder darüber, dass in Kabul eintreffende Bundeswehrsoldaten zu Beginn der Mission noch mit zivilen Charterbussen zu ihrem Camp gefahren wurden, bis bei einem Selbstmordanschlag vier Insassen eines solchen Transports starben und weitere 29 verletzt wurden. Manche Passagen des Buches sind sogar von einer gewissen Komik: etwa die, in denen davon berichtet wird, wie sich die Truppe während Wohlgethans Dienstzeit in Afghanistan auf die Besuche von Politikern (die die Autoren auch als "Gefechtsfeldtouristen" bezeichnen) vorbereitete, oder jene, in denen uns die Inkompetenz mancher, sich bisweilen auch widersprechender Befehlshaber vor Augen geführt wird. Darüber mag man schmunzeln. Alles andere als zum Schmunzeln aber ist etwas anderes, das zwischen solchen, für einen "Insiderbericht" irgendwie ja erwartbaren "Enthüllungen" beinahe untergeht und das man nur deshalb nicht überliest, weil es auf das Grausamste in Erinnerung ruft, dass die Operation "Enduring Freedom" letztlich doch nichts anderes als ein Kriegseinsatz ist - mit allen Konsequenzen! Dazu gehört der Umstand, dass die Regeln der Menschlichkeit ungeachtet etwaiger UN-Konventionen offenbar manchmal nur eingeschränkt gelten: Wenn wir Wohlgethans und Schulzes Schilderungen glauben dürfen, haben ISAF-Soldaten nämlich auch schon einmal Kinder zum Aufspüren von Minen missbraucht, indem sie Äpfel ins Feld warfen und ihre Reaktion abwarteten: Wenn die Kinder losliefen, ohne dass eine Mine explodierte, "galt das Gelände als unvermint. Liefen sie nicht los, wurden Spezialkräfte zur Entschärfung gerufen". - Andreas Vierecke, Literaturanzeiger.de
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 63 Bewertungen)
Entstation Kabul 5 von 5 Punkten Das Buch gibt Informationen ein unzensiertes Bild über die Realität der deutschen Soldaten in Afghanistan von jemandem, der das Beschriebene autentisch erlebt. Ich halte das geschilderte für glaubhaft. Derartige Veröffentlichungen werden den Menschen in Deutschland bewußt vorenthalten. Beispiel dafür ist der vertuschte und verschleierte Bombenabwurf mit der Folge von vielen zivilen Opfern. Wer an der Thematik interessiert ist sollte das Buch lesen.
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Sternstunden der Menschheit: Vierzehn historische Miniaturen Stefan Zweig Sondereinband, 1. Juli 1964 Verkaufsrang: 6285 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag) Sternstunden der Menschheit OA 1927 Form Historische Miniaturen Epoche Moderne Stefan Zweigs populärstes und erfolgreichstes Buch ist eine Sammlung von Texten, die er selbst historische Miniaturen nannte. Jede Miniatur schildert einige dramatische Stunden oder Tage im Leben einer historischen Persönlichkeit, deren Entscheidung den weiteren Verlauf der Menschheitsgeschichte bestimmt. Inhalt: Die Erstausgabe von 1927 enthielt fünf Texte - Die Weltminute von Waterloo (General Grouchy kommt Napoleon zu spät zu Hilfe), Die Marienbader Elegie (R Goethes unerfüllte Liebe zu Ulrike von Levetzow), Die Entdeckung Eldorados (Johann August Suter im Wilden Westen), Heroischer Augenblick (Fjodor R Dostojewskis Begnadigung in letzter Sekunde) und Der Kampf um den Südpol (Robert Scott gegen Roald Amundsen). In die postum erschienene Ausgabe von 1943 wurden sieben weitere Miniaturen aufgenommen: Flucht in die Unsterblichkeit (die Entdeckung des Pazifik durch Vasco Núñez de Balboa), Die Eroberung von Byzanz (eine angeblich unverschlossen gebliebene Tür ermöglicht die Eroberung der Stadt), Georg Friedrich Händels Auferstehung (die Entstehung des Oratoriums Messias), Das Genie einer Nacht (Rouget de Lisle komponiert die Marseillaise), Das erste Wort über den Ozean (C. W. Field verlegt das erste transatlantische Kabel), Die Flucht zu Gott (Leo R Tolstois letzte Tage) und Der versiegelte Zug (Wladimir Iljitsch Lenins Rückkehr nach Russland 1917). 1940 war eine englische Ausgabe erschienen, die neben den fünf Texten der deutschen Erstausgabe zwei weitere Miniaturen enthielt, welche auch der heute erhältlichen deutschen Sammlung angefügt sind (Cicero und Wilson versagt). Aufbau: Die Texte sind keine historischen Analysen, sondern novellistisch zugespitzte Erzählungen, in deren Mittelpunkt jeweils eine biografisch überhöhte Person steht. Zwei Miniaturen sind keine novellistischen Prosatexte: In Heroischer Augenblick schildert Zweig Dostojewskis Begnadigung in Form eines dramatischen Gedichts, in Die Flucht zu Gott Tolstois letzte Stunden als Epilog zu dessen unvollendetem Drama Und das Licht scheinet in der Finsternis. Zweig wollte nicht trockene Geschichtsschreibung betreiben, sondern anschaulich-realistisch einige dramatische Sternstunden der Menschheit schildern, wobei er sich nicht streng an die geschichtliche Wahrheit hielt. Die Texte spiegeln eine Geschichtsauffassung wider, welche die Intuition und den Heroismus des Einzelnen für die Entwicklung der Menschheit wichtiger nimmt als politische und gesellschaftliche Zusammenhänge. Wirkung: Schon die Erstausgabe von 1927 wurde ein überraschend großer Erfolg - bis Ende 1928 wurden sieben Auflagen (130 000 Exemplare) des schmalen Bandes gedruckt. Im Dezember 2000 erschien im Fischer Taschenbuch Verlag bereits die 47. Auflage der nunmehr aus 14 Texten bestehenden Sammlung.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 37 Bewertungen)
Sternstunden der Menschheit 5 von 5 Punkten Das Buch Die Sternstunden der Menschheit ist sehr interessant und aufschlussreich. Unter anderem habe ich erfahren wie das Weihnachtsoratorium "Messias" entstanden ist. Sehr empfehlenswert
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Mehr als fromme Wünsche: Was mich bewegt Margot Käßmann Broschiert, Oktober 2008 Verkaufsrang: 9596 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Fußballfest und "Entlassungsproduktivität", Krankheit, Krieg und Sommersegen. Das Leben ist eine Achterbahn von Wunsch und Wirklichkeit. Mehr als fromme Wünsche hat die bekannteste Bischöfin Deutschlands, Margot Käßmann. Für die Welt, das Leben und für uns. Was das Leben bewegt, worüber wir nachdenken sollten, was trägt und was wirklich wichtig ist.
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So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein: Tagebuch einer Krebserkrankung Christoph Schlingensief Gebundene Ausgabe, 20. April 2009 Verkaufsrang: 4709 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Anfang 2008 erfährt Christoph Schlingensief, dass er Lungenkrebs hat, und fast täglich spricht er in den folgenden Monaten auf ein Tonband, wie es ihm (er-)geht. Die verschriftlichten Aufzeichnungen beinhalten schnöde Auflistungen seines Speiseplans, geben Gespräche mit Ärzten wieder, vor allem aber dokumentieren sie den Kampf des 48-jährigen Künstlers mit den eigenen Gefühlen: Mal wünscht er sich Genesung und Überleben, mal denkt er an Freitod; mal stärkt ihn die Liebe zu seiner Freundin Aino, dann macht sie ihm Angst; an einem Tag sucht er die Schuld an seiner Erkrankung in der eigenen Vergangenheit, am nächsten Tag verteufelt er alle Erklärungsversuche. "So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein!" ist eine emotionale Achterbahnfahrt, die das Theatermonster Schlingensief gleichermaßen als ohnmächtigen Patienten und selbstkritischen Kämpfer zeigt. "Ich will keine abgehobene Künstlerfresse sein, die nur sich selbst aufführt", schreibt er. Und: "Warum konnte ich mich und meine Sachen nicht einfach mögen, egal, was die anderen gesagt haben?" Plötzlich wünscht Schlingensief sich Kinder, träumt davon, ein Opernhaus in Afrika zu bauen oder in einem Haus am Meer zu leben, und indem er klug hinterfragt, hebelt er das Klischeehafte an solchen Gedanken im selben Atemzug aus. Irritierend sind seine Reflektionen über Gott, Jesus und die Mutter Maria - irgendwie hat man sich den Ex-Ministranten Christoph Schlingensief da weniger bibelnah vorgestellt. Aber genau so ist dieses Tagebuch: Es macht alle Vorurteile über den vermeintlichen Berufsprovokateur zunichte. Und zeigt zugleich die Spirale aus Wut, Demut, Menschenhass, Zynismus und Selbstmitleid, in die die Aussicht auf den eigenen Tod den robustesten Menschen offenbar hineinkatapultieren kann. (jul)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 23 Bewertungen)
Für von dieser Krankheit betroffene Menschen ist dieses Buch eine Ermutigung, nicht aufzugeben, vor allem die Würde nicht 5 von 5 Punkten Der berühmte Regisseur und Energiekünstler, der Tausendsassa der deutschen Kultur- und Theaterszene, jener Mann, der seit Jahren sprüht vor Ideen und der ruhelos von einem Projekt zum anderen hetzt, sieht sich Anfang 2008 von einem Tag auf den anderen mit der Diagnose eines Lungenkrebses konfrontiert; sein einer Lungenflügel ist betroffen, obwohl er doch gar nicht raucht. Und so wie seine beruflichen Projekte versucht auch er auch diese Nachricht aufzunehmen. Er nimmt sich ein Diktiergerät und vertraut diesem Gerät in den folgenden Monaten fast täglich all das an, was er erlebt, denkt und fühlt: "Dieses Buch ist das Dokument einer Erkrankung, keine Kampfschrift. Zumindest keine Kampfschrift gegen eine Krankheit namens Krebs. Aber vielleicht eine für die Autonomie des Kranken und gegen die Sprachlosigkeit des Sterbens. Meine Gedanken aufzuzeichnen, hat mir jedenfalls geholfen, das Schlimmste, was ich je erlebt habe, zu verstehen und mich gegen den Verlust meiner Autonomie zu wehren. Vielleicht hilft es nun auch einigen, diese Aufzeichnungen zu lesen. Denn es geht hier nicht um ein besonderes Schicksal, sondern um eines unter Millionen", schreibt er Ende März 2009 in seinem Vorwort, als nach einer vorübergehenden Verbesserung seines Zustandes durch eine Operation und eine anschließende Chemotherapie, sich auch in seinem verbliebenen Lungenflügel Metastasen gebildet haben. Es ist ein schreckliches Buch, das Schlingensief da geschrieben hat, weil es von einer Krankheit handelt, gegen die ein Mensch sich letztlich nicht wehren kann. Es ist ein elendes, ein wahnsinnig trauriges Buch, aber auch ein sehr schönes Buch, weil es seinem Autor gelingt, eine Authentizität herzustellen, die unter die Haut geht. In einem Leben, dass immer bestand aus Energie, völliger Freiheit, Plötzlichkeit und die Menschen mitreißendem Enthusiasmus, aus Wut und grenzenloser Phantasie, hat der Krebs die Macht übernommen. Zunächst ist Christoph Schlingensief noch richtig bemüht, seine Diktate zu inszenieren, ist selbst ganz hingerissen von den vielen neuen Bildern, die ein solch radikal neuer Lebenszustand mit sich bringt: "Es gibt eben Bilder, die haben keine Eindeutigkeit, in so einem Bild befinde ich mich zurzeit. Und ich habe das schließlich immer gemocht, dass es Bilder gibt, die nicht eindeutig sind, die aus Überblendungen bestehen und auf die die Leute völlig unterschiedlich reagieren." Er besucht das Grab seines Vaters, träumt davon ein Opernhaus in Afrika zu bauen, wenn er wieder gesund wird und er setzt sich mit Gott auseinander. Mal ist er ihm nahe, mal ganz fern. Diese Gespräche mit Gott waren für mich die anrührendsten Passagen in einem Buch, das einen nicht kalt lassen kann. Wenn er etwa einfach schreibt: "Und ich lebe doch so gerne." Oder wenn er immer wieder mit Gott rechtet, einen Gott, den er durchaus als seinen Gott ansieht, und ihn anklagt wie damals Hiob: "Und das lieber, Gott, ist die größte Enttäuschung, dass du ein Glückskind einfach so zertrittst." Das Buch ist ein Dokument eines Menschen, der so wie viele andere sprachlose Krebskranken vor ihm alle Phasen der Krankheit durchkämpfen muss, den Schock der ersten Nachricht, die Diagnose, die Hoffnung auf die Therapie, deren unsägliches Leid und am Ende doch zu spüren, dass man den Kampf verlieren wird. Aber er bleibt nicht sprachlos in seinem Leid; er spricht darüber, und behält gerade dadurch seine Menschenwürde bis zum nahen Ende, als er beginnt, Abschiedsbriefe in sein Handy zu tippen und jeder Optimismus verflogen ist. Für von dieser Krankheit betroffene Menschen ist dieses Buch eine Ermutigung, nicht aufzugeben, vor allem, nicht die Würde aufzugeben, obwohl sie einem an jeder Ecke des medizinischen Betriebs geraubt wird. Für einen gesunden Leser wie den Rezensenten ist die Lektüre eine permanente Frage an sich selbst, wie man in einer solchen Situation handeln und entscheiden würde. Und es bleibt zurück ein Gefühl der Dankbarkeit über jeden neuen Tag geschenktes Leben.
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Saint Germain - Aus der Fülle schöpfen Elizabeth Clare Prophet, Mark L. Prophet Broschiert, 15. September 2008 Verkaufsrang: 2487 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Fülle ist mehr als nur Geld. Fülle bezeichnet den Energiefluss, der sowohl als spiritueller als auch als materieller Reichtum aus der kosmischen Quelle zu uns herabströmt. Fülle bedeutet Liebe und Weisheit, Talente und Fähigkeiten, Geld und materielle Besitztümer all das, was wir benötigen, um unsere Lebensaufgabe zu erfüllen. Die Möglichkeiten, aus der Fülle zu schöpfen, sind unbegrenzt, und anhand der Anleitungen eines der größten Meister, St. Germain, und der einfachen, detailliert beschriebenen Techniken ist es auch Ihnen möglich, aus Ihrer persönlichen Alchemie der Fülle schöpfen zu können ...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Mit den einfachen und kleinen Geheimnissen des Lebens zu Erfüllung gelangen 5 von 5 Punkten Elisabeth Clare Prophet gehörte zu den Pionierinnen auf dem Gebiet der Erforschung von Techniken für praktische Spiritualität, wie etwa der kreativen Kraft des Klanges für das persönliche Wachstum und zur Verwandlung der Welt. Ausserdem war sie Gründerin des renommierten Verlages "Summit University Press". Eine grosse Auswahl ihrer Bücher wurde in über 25 Sprachen übersetzt. Die Autorin setzte sich 1999 zur Ruhe und lebte bis zu ihrem Tod im Jahre 2009 in den Rocky Mountains, Montana. Ihre unveröffentlichten Werke werden nach wie vor von der "Summit University Press" herausgegeben. Im Buch "Saint Germain - Aus der Fülle schöpfen" bietet die Autorin sogenannte Geheimschlüssel an, die aus dem Schriftenfundus des Grafen von Saint Germain stammen sollen. Diese Lehren führte Elisabeth Clare Prophet weiter aus und hielt gemeinsam mit ihrem Ehemann Mark Prophet während vierzig Jahren Vorträge über diese Lehren. Die erste gesicherte Nachricht über den Grafen von Saint Germain erschien in den Briefen des Horace Walpole von London. Als tätiger Komponist und exzellenter Geigenspieler soll der Graf damals in Erscheinung getreten sein. In seinem Leben konnte er die Gunst einer Reihe von hochstehenden Persönlichkeiten erringen und viele interessierten sich für ihn. Dazu gehörten auch Ludwig, der XV oder der Prinz von Wales. Mit seiner Redegewandtheit soll er beeindruckt haben, war gebildet und vielsprachig. Als Abenteurer, Geheimagent, Alchemist und Okkultist soll er weiterhin tätig gewesen sein und heute ranken sich zahlreiche Legenden um seine Persönlichkeit, die er teilweise selbst geschaffen haben soll. Das 146-seitige Büchlein gliedert sich in folgende Kapitel: - Seien Sie dankbar, für alles, was Ihnen widerfährt - Vergeben Sie sich selbst - Lassen Sie Ihre Ängste los - Entfachen Sie Ihren Glauben neu - Visualisierungen - Setzen Sie das Wissen von der makellosen Matrix in die Tat um - Reinigen Sie Ihr Unterbewusstsein - Die Kunst, eine geistige "Schatzkarte" anzulegen. - Entwerfen Sie Ihre eigenen Traumthemen - Fangen Sie Ihre Träume auf Papier ein - Lassen Sie Ihre Träume Wirklichkeit werden - In neun Schritten zur Manifestation - von Saint Germain - Meditation zur Erzeugung einer geistigen Wolke - von Saint Germain - Die Geheimnisse von Reichtum und Fülle - von Mark L. Prophet - Geheimschlüssel, um aus der Fülle zu schöpfen - Die Geheimnisse von Reichtum und Fülle - Anmerkungen Dieser kleine Ratgeber ermöglicht es dem Leser, auf repetive und konsequente Art und Weise sein Denken positiv zu verändern, neue Perspektiven zu gewinnen und damit im Leben mehr Reichtum und Fülle zu schöpfen. Um dies zu erreichen, sind in jedem Kapitel spirituelle Affirmationen eingestreut, die den Leser dabei unterstützen, das Gelesene zu vertiefen und zu verinnerlichen. Ein gewisser Teil der Affirmationen steht im Kontext zum christlichen Monotheismus. Andere wiederum sind allgemein-spirituell und besitzen einen hohen, praktischen Wert. Es zeigt auch kurze Übungen auf, indem man eine Vorstellung visualisieren soll oder das Selbstbild von sich beschreiben soll, was sich dann positiv auf die Gegenwart auswirken soll. Daneben finden sich im Buch immer wieder wundervolle und tiefgründige Zitate von namhaften Persönlichkeiten, die zum Nachdenken anregen. "Die Aufmerksamkeit ist der Schlüssel. Denn worauf der Mensch seine Aufmerksamkeit richtet, dorthin geht seine Energie, und er selbst kann ihr nur folgen." Saint Germain "Nichts, was wir uns jemals vorgestellt haben, liegt jenseits unserer Möglichkeiten - Es liegt höchstens jenseits unserer gegenwärtigen Selbstkenntnis." Theodore Roszak Die Lehren im Text stützen sich auf die Interpretationen von Aussagen, die Jesus in der Bibel bereits machte und von Saint Germain in einen rigorosen positiven Charakter verwandelt und weitergeführt wurden. Laut den Lehren sei alles möglich, was sich der menschliche Geist vorstellen könne. Vielen sei dies jedoch verwehrt, weil sie ihr Licht schon längst so verdrängt haben, dass sie nicht mehr glauben können und somit kein Vertrauen in den göttlichen Plan besitzen. Welche Kraft der Geist und die Seele als unerschöpfliche Potenziale besitzen und die positive Sicht auf diese so die Zukunft verändern kann. Es wird auch unter anderem darauf eingegangen, welche Auswirkungen die Angst auf Manifestationen menschlicher Wünsche hat, die ihm das geben sollen, was er zum Leben benötigt. Wie man Gott als Versorgungsquelle nutzen kann. Warum Visionen einer der Schlüssel sind, damit eine Vorstellung in der Wirklichkeit entstehen kann. Es ist schon bemerkenswert, wie die Lehren von verschiedensten bekannten Persönlichkeiten angewendet, über die Jahrhunderte weitergeführt wurden und sich mit den verschiedensten Interpretationsquellen stützen. Das populäre Buch "Das Geheimnis" von Rhonda Byrne ist klar daran angelehnt und die Schriften von Charles F. Haanel "Das Master Key System" ist offensichtlich ebenfalls eng damit verbunden. Fazit: In diesem kleinen Buch steht viel kostbares. Sei man nun Atheist, Spiritualist oder Christ, es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit jeder etwas Nützliches daraus entnehmen können.
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Meine ersten fünf Lebensjahre Anne Geddes Gebundene Ausgabe, 22. September 2008 Verkaufsrang: 6753 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ein Babyalbum, das mitwächst und verzaubert 134 Millionen Babys erblicken jedes Jahr das Licht der Welt, 700 000 davon alleine in Deutschland. So oft wird das Wunder des Lebens für alle spür- und erlebbar. Und wer könnte die Faszination, die von diesen kleinen Menschen ausgeht, besser einfangen als Anne Geddes, die wohl berühmteste und erfolgreichste Kinderfotografin der Welt?! Das vorliegende Album "Meine ersten fünf Lebensjahre" versammelt wunderbare Bilder der Fotografin und lässt genügend Platz für eigene Erinnerungen, Fotografien, Gedanken und Notizen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 11 Bewertungen)
wie alles von Anne Geddes einfach klasse!!! 5 von 5 Punkten einfach schön...wie alles von Anne Geddes... hab das für meine beiden Kinder damals gekauft und jetzt an meine Schwester für meine Nichte verschenkt und würde ich immer wieder kaufen!!!
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Wir zwei: Ein Erinnerungsalbum für dich und mich Frantz Wittkamp, Peter Torsten Schulz Gebundene Ausgabe, Juli 2002 Verkaufsrang: 3801 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Das große Fotoalbum mit den Illustrationen von Silke Leffler ergänzt die schöne Erinnerung an Verlobung oder Hochzeit und bietet - zum Beispiel für den Jahrestag - noch mehr Platz für Fotos von der Zeit zu zweit!
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 17 Bewertungen)
Super 5 von 5 Punkten Eine super schöne Idee für eine gemeinsame Erinnerung an die gemeinsame Zeit. Mit Eintragemöglichkeiten zur Hochzeit, zum ersten Kind, zum ersten Date uvvvm. Einfach super schön. Meinem Mann in Spe hat es auch sehr gut gefallen und ich hoffe wir finden bald die Zeit die ersten Eintragungen zu verfassen. Eine sehr schöne Idee zum Jahres oder Hochzeitstag. ;) Oder Valentinstag
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Schneekönig: Mein Leben als Drogenboss Ronald Miehling Taschenbuch, 2. August 2004 Verkaufsrang: 4681 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Vor vielen Jahren, als die Spesenbudgets der Magazin-Redaktionen noch groß und der Spaß am politisch Inkorrekten noch ein gesunder war, hat Helge Timmerberg mal für Tempo Kokain getestet. "Koks dreht alles und alle um - Freunde zu Vampiren, Sex zu S/M, Dialoge zu Monologen, Engagement zu Heuchelei", befand Timmerberg damals, nachzulesen in der grandiosen Reportagesammlung Tiger fressen keine Yogis. Aus dieser Zeit stammt ein gewisser Widerwille gegen Koksdealer, die sich eine goldene Nase verdienen, während ihre Kunden sich die eigene ruinieren. Einer davon ist Ronald "Blacky" Miehling (Jg. 1950), der zwischen 1988 und 1994 zum größten Kokainhändler Hamburgs aufstieg, bevor er in Venezuela verhaftet und nach Deutschland ausgeliefert wurde, wo er seither eine zwölfeinhalbjährige Haftstrafe absitzt. Als Timmerberg den "Schneekönig" kennen lernt, stimmt die Chemie freilich von Anfang an. Miehling hatte im Gefängnis Timmerbergs Buch gelesen und befunden: Dieser Mann muss meine Autobiografie schreiben. Auf 400 Manuskriptseiten hatte Miehling binnen eines Jahres sein bewegtes Leben festgehalten, Timmerberg sollte sie ins Reine schreiben. Schnell entdeckt Timmerberg Parallelen in ihrer beider Leben: Die wichtigste davon heißt Abenteuerlust, nicht Geld, denn: "Das Geld war mir scheißegal. Ich meine das Geld an und für sich. Nicht scheißegal war mir hingegen die Geldbeschaffung. Das Abenteuer. Das Koksgeschäft", legt Timmerberg dem Polizistensohn Miehling in den Mund, "gehört zweifellos zu den sieben größten Abenteuern der Gegenwart." Auf provozierend moralfreie Weise beschreiben Miehling und Timmerberg die Kooperation mit korrupten Zöllnern, Drogengeld in Plastiktüten, das Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei und wie man das Angenehme (Sextourismus) mit dem Nützlichen (Drogengeschäfte) verbindet. Doch die Lakonik des Autors ist nicht bloß auf tarantinosche Coolness-Effekte aus, sondern schlägt auch hin und wieder poetische Funken. "Wer den Knast schafft, lässt sich auch vom Paradies nicht unterkriegen, so was in der Art dachte ich, und dann zogen die Sterne auf und die Milchstraße machte mobil. Auch das gab mir zu denken. Für uns sehen Sternschnuppen ganz niedlich aus, aber vor Ort explodieren Planeten." Seine Aufgabe sei es gewesen, "zwanzig Sätze in einen zu bringen", erklärt Timmerberg. Dazu musste er Miehlings sehr detailfreudige Erinnerungen freilich auf 159 Seiten eindampfen, also komplett neu schreiben. "Es ist seine Geschichte, aber mein Sound", sagt Timmerberg. Mit Blackys Jargon hatte der abenteuerlustige Reporter dennoch keine Probleme, schließlich hat er mit Leuten dieses Schlags "mehr Umgang als mit Intellektuellen." Zwanzig Jahre Kiezerfahrung in Hamburg kamen Timmerberg dabei zugute. Herausgekommen ist "eine Mischfigur zwischen uns beiden" (Timmerberg), vielleicht etwas eleganter als der echte Blacky. In jedem Falle ist Schneekönig keine Kolportage, sondern eine Abenteuergeschichte, die auf einem echten Leben basiert, dabei aber nichts verklärt, sondern einfach sagt: je ne regrette rien. Weil sowas Lust auf mehr macht, hat Timmerberg schon eine Fortsetzung ins Visier genommen, die sich mehr mit den Konsequenzen des aufregenden Lebens beschäftigen wird: Isolationshaft und viele Jahre Freiheitsenzug. Auch Lebenszeit. -Axel Henrici
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 27 Bewertungen)
Super Buch 5 von 5 Punkten also zu erst muss ich sagen das ich überhaupt nicht gerne lesen tu. abba das buch hat mich so sehr gefesselt das ich es fast verschlungen hab....
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Das sexuelle Leben der Catherine M Catherine Millet Taschenbuch, 1. Oktober 2003 Verkaufsrang: 10995 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Diese Frau ist ein Skandal. Das hätte wohl kaum jemand gedacht, der sie im Frühjahr 2001 zum ersten Mal in Bernard Pivots Bouillon de Culture im französischen Fernsehen sah: freundlich und zurückhaltend, fast schüchtern wirkte sie da. Und trotzdem hatte Catherine Millet, 52-jährige Chefredakteurin der Avantgarde-Zeitschrift artpress, Spezialistin für Yves Klein und einstige Kommissarin ihrer Heimat bei der Biennale in Venedig, ein Buch geschrieben, dass ganz Frankreich in Wallung brachte. Die Rede ist natürlich nicht von ihrem Band über Zeitgenössische Kunst, der nahezu unbeachtet blieb. Gemeint ist vielmehr die schonungslose Bestandaufnahme ihres unersättlichen Sexuallebens, die erotische Autorinnen, wie Catherine Breillat und Virginie Despentes, wie Betschwestern aussehen lässt. In Frankreich gingen täglich bis zu 5.000 Exemplare von Das sexuelle Leben der Catherine M. über den Ladentisch, die erste Auflage war bald schon ausverkauft. Nun hat der Goldmann Verlag für 650.000 Mark die Rechte gekauft und das schamlose Buch auf Deutsch herausgebracht. Viel Geld für geschriebenen Sex, denn darum handelt es sich bei Millets Roman: Ausschließlich ums Vögeln, Ficken, Lecken geht es in dem Buch. Von nichts anderem erzählt Millet auf 285 Seiten als von ihrem Wunsch, sich (nach der Defloration mit 18 Jahren) auf schmuddeligen Parkplätzen, in Swinger-Clubs, Bahnhofshallen oder im Gebüsch des Bois de Bologne mit möglichst vielen Männern zu vereinigen - teilnahmslos und ohne Leidenschaft. Hier macht sich eine Kunstexpertin selbst zum Kunstprodukt, zum Objekt der Begierde einer lüsternen Männerwelt - und eines beinahe ebenso lüsternen Literaturbetriebs. Und trotzdem ist die teilnahmslose, abtörnende Art, in der Millet über Gruppensex und Mösen und Schwänze schreibt, so gar nicht geeignet für den Vorwurf skandalöser Pornografie. Parallel zu Millets erotischer Beichte hat ihr Ehemann, der Schriftsteller Jacques Henric, einen Band mit biederen Nacktfotos seiner Frau herausgebracht,(Die Legenden der Catherine M.), der pünktlich zur Buchmesse auf Deutsch erscheint. Und auch die Vergleiche mit de Sade oder Georges Bataille, die nach Erscheinen ihres Bestsellers auf die Autorin niederprasselten, hat sie nicht verdient. Und das ist keineswegs negativ gemeint. Zwar keinen "Klassiker der französischen erotischen Literatur" (Bernard Pivot) hat Millet geschrieben, wohl aber eine überzeugend kaltblütige, gut geschriebene Bestandsaufnahme ihrer entfesselten, sich immer wieder auch prostituierenden Sexualität. -Thomas Köster
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 2.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 120 Bewertungen)
Horizontale Expansion 5 von 5 Punkten Sex wie Gemälde schildern. Wie grandios ihr das doch gelingt! Eigene Gemälde, fremde Gemälde, virtuelle Gemälde? Darüber wird in anderen Kritiken spekuliert, ich maße mir kein Urteil an, finde es aber auch weniger wesentlich als die Tatsache, dass jeder Buchstabe authentisch WIRKT. Apropos Wirkung: Man(n) bleibt - so meine Erfahrung - keineswegs unberührt, obwohl die präzise Darstellung der physischen und psychischen Situation der eigenen Phantasie die Grundlage entzieht. Kopf denkt, alles sei cool, Körper gibt seinen eigenen Kommentar ab. Ein wenig so, wie man es bei medizinisch/psychologischen Versuchen mit Porno-Betrachterinnen beobachtet hat, die jede Wirkung leugneten, aber unzweifelhaft stark angeschlagen waren. Für einen Mann, bei dem sonst Kopf und Körper meistens gleich laufen, eine interessante Erfahrung. Interessant ohne jeden Zweifel auch die Entdeckungsreise in das weibliche Denken über Sex. Wer geht damit schon so um wie Frau Millet, wird manche(r) einwenden - aber da muss man Methode und Inhalt unterscheiden. Ich vermute, dass - so untypisch das Ausleben der Erotik sein mag - der mentale Umgang damit durchaus nicht durchweg untypisch ausgefallen sein muss. Fazit: Wer hat nicht schon tausende mäßige oder schlechte Bücher gelesen, auch gut gefundene bald wieder vergessen? Ich vermute, bei Catherine M. muss niemand befürchten, seine Zeit zu vergeuden. Die Lekture bietet eine seltene Chance, den eigenen Erfahrungshorizont zum wesentlichsten Thema überhaupt zu bereichern.
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Auf den Feldern der Ehre - Die Tragödie des Soldaten Pat Tillman Jon Krakauer Gebundene Ausgabe, 23. September 2009 Verkaufsrang: 14271 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Nach annähernd 450 Seiten aufwühlender Ermittlungsarbeit schlägt man das Buch zu, erschöpft und verzweifelnd an dieser Welt der Kriegsrituale auf gar nicht so ehrenhaften Feldern. Erzählt wird das tragische Ende des 27-jährigen Footballstars Pat Tillman, einem Grenzsucher, immer ins Risiko verliebt, dabei stets dem tieferen Sinn des Lebens nachspürend. Mit den Anschlägen des 11. September 2001 fand diese Sinnsuche schlagartig ihre Erfüllung. Nicht wenige US-Bürger staunten damals, als der "Safety" der Arizona Cardinals einen millionenschweren Vertrag in der NFL in den Wind schlug, um sich bei der US-Army einzuschreiben. Die Patriotismuswelle hatte Pat Tillman erfasst und er beschloss, am Hindukusch sein Land gegen al-Qaida und die Taliban zu verteidigen. Es kam anders. In der Abenddämmerung des 22. April 2004 fand Specialist Tillman auf einem felsigen Hügel im Südosten Afghanistans sein grausames Ende. Er starb im Feuerhagel der eigenen Kameraden! "Maverick", so pflegen Amerikaner Menschen wie Pat zu nennen. Unkontrollierbare einsame Wölfe, nur der eigenen Idee verpflichtet. Charaktere, wie sie Jon Krakauer seit jeher magisch anziehen. Wie ein akribischer Detektiv ? und in der würdigen Nachfolge eines Norman Mailer -, schreitet Krakauer Pats Leben minutiös ab. Er entwirft das Bild eines förmlich Getriebenen, der sich nur in der Waghalsigkeit zu spüren vermochte. Großherzig und aufopfernd einerseits, unbarmherzig in seinen Aggressionsschüben, wenn er seinen unstillbaren Gerechtigkeitssinn verletzt sah. Zusammen mit Kevin, dem jüngeren Bruder, durchlief der durchtrainierte Pat die knallharte Ranger-Spezialausbildung der US-Army. Nach den Highschool- und Footballjahren betritt Krakauer nun den Kriegsschauplatz. Er tut dies mit aller gebotenen Sorgfalt, umfangreichem Kartenmaterial, akkuraten Mannschaftslisten, und einer der Dramatik des Geschehens angemessenen Sachlichkeit, die dennoch vor Spannung bebt. Pat Tillmans erster Irak-Einsatz galt der Befreiung der hübschen Soldatin Jessica Lynch, die damals als TV-taugliche Kriegs-Ikone auf allen Kanälen gefeiert wurde. Krakauer rückt die vom Militär damals propagierte Faktenlage gnadenlos zurecht. Ironischerweise sollte der spätere Tod des Footballstars ähnlich propagandistisch ausgeweidet werden. Man hasst inzwischen das Kriegsgeschehen und seine heroisch hohlen Rituale, die windigen Ehrbegriffe, die dreiste Irak-Lüge und den schauerlich verniedlichenden Begriff des "friendly fire", des "Freundbeschusses". Diesem kommt am Ende die Hauptrolle zu. Folgen wir also Pat Tillman und den 44 Army-Rangern auf dem Weg zu ihrem letzten Gefecht. Ein liegengebliebener Humvee soll geborgen werden. Mitten in der afghanischen Provinz Khost. Einer Talibanhochburg. Der Befehl, den Zug zu teilen, sollte sich als verhehrend erweisen. Die Lektüre wird zunehmend härter. Dann fallen die Schüsse?und ein ehemaliger Footballstar namens Pat Tillman steigt endgültig in den nationalen Heldenhimmel auf. Krakauer hat Pats Frau Marie befragt, vor Ort recherchiert, Briefe und Tagebucheinträge zu Rate gezogen, schließlich Pats Kameraden interviewt. Starke Waffen gegen eine US-Administration, die nach den Folterfotos von Abu Ghreib und einer drastisch sinkenden Kriegsbegeisterung die wahre Todesursache Pat Tillmans gnadenlos verschleiern wollte. Selbst die Angehörigen wurden im Unklaren gehalten, wie und durch wen Pat ums Leben kam. Jon Krakauer, dieser notorische Chronist ebenso notorischer Grenzgänger, hat den Nebel der Propaganda durchdrungen. Was man danach zu sehen bekommt, ist ebenso zum Fürchten. Pat Tillmans Schicksal wird uns noch lange verfolgen. ?Ravi Unger
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)
Ein zufälliger Fund! 5 von 5 Punkten Durch einen Zufall stand ich in einem Buchladen vor diesem Buch und fand den Titel sehr anziehend.Ich nahm das Buch und begann drin zu lesen.Ich nahm das Buch zwar nicht mit,aber merkte mir den Titel und kaufte es über amazon.de.Durch Zufall sah kurz vor dem Kauf eine Reportage über dieses Buch auf ZDF.Das regte mich noch mehr an dieses Buch zu lesen.Warum fasziniert uns Pat Tillmann?Diese Frage ist relativ einfach zu beantworten.Er war ein großer Star im American Football und wurde von mehreren Teams umworben.Er blieb aber für 500.000$ Jahresgehalt bei den Arizona Cardinals und spielte dort weiter.Nach 9/11 faßte er und sein Bruder Kevin den Entschluß,etwas für sein Land tun zu müssen.Er schlug ein Angebot der Cardinals über 3,5 Mill. Dollar aus und verpflichtete sich stattdessen für knapp 18000 $ Jahresgehalt bei den US-Rangern. Nach der Ausbildung kam er kurze Zeit in den Irak,kam aber dort nicht zum gewünschten Einsatz.Dann kam der Einsatz in Afghanistan,wo er schließlich durch friendly fire ums Leben kam. Traurig ist,dass die hohen Militärs der US-Army in zum Helden stilisieren wollten (er bekam den Silver Star /dritthöchste Auszeichnung für Heldentum),um die bröckelnde Zustimmung innerhalb der amerikanischen Bevölkerung nach den Vorfällen in Abu Ghraib rückgängig zu machen.Das man dafür die Hinterbliebenen belog,ist sehr piätätlos.Noch viel schlimmer fand ich,dass Kameraden von ihm gezwungen wurden,für die Sache zu lügen.Das wirft kein gutes Bild auf die Militärführung der Vereinigten Staaten. Das Buch ist wirklich eines der interessantesten Bücher,die ich bis jetzt gelesen habe.Allein die Tatsache seines Entschlußes ist absolut unfassbar.Er hatte alles: Geld,Ruhm,Anerkennung,eine tolle Frau.Aber er war Pat Tillmann und er lebte für seine Prinzipien.Er handelte nach einem bekannten amerikanischen Leitmotto:Frage nicht,was Dein Land für Dich tun kann,sondern was Du für Dein Land tuen kannst.Dieses Buch ist eine Hommage für Pat Tillmann!!!! Kauft es und lest es.Ihr werdet es nicht bereuen.
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"Mein Kriegsende". Zeitzeugen aus Niedersachsen erinnern sich Angela Kröger, Kurt Behrendorf, Otto Bleeck Gebundene Ausgabe, 6. April 2005 Verkaufsrang: 4078 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden äAllen 30 Berichten über das Kriegsende merkt man deutlich an, wie präsent der Zusammenbruch des Nationalsozialismus heute noch in den Köpfen der Zeitzeugen ist. Die sehr persönlichen Geschichten sind mit vielen Fotos aus privaten Alben ergänzt: sie zeigen, wie Menschen in den Trümmern nach Überresten ihrer Häuser suchen, wie sich britische und deutsche Soldaten bis zur letzten Minute Gefechte liefern oder wie sich wiedergefundene Familienmitglieder glücklich in den Armen liegen. Als der NDR in Niedersachsen seine Zuschauer und Zuhörer aufrief, ihre ganz persönlichen Erlebnisse aufzuschreiben, kamen kurze handgeschriebene Manuskripte an, ganze Lebensläufe oder seitenlange, maschinengetippte Berichte. Die daraus entstandene Sammlung äMein Kriegsende" ist so packend und hautnah erzählt, wie es kaum ein Geschichtsbuch leisten könnte."
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Interessante Sammlung verschiedenster Schilderungen 4 von 5 Punkten Das Buch beinhaltet mehrere kurz gehaltene Erinnerungen von Niedersachsen, die das Kriegsende zumeist als Jugendliche oder gar als Kinder erlebten. Nachdem ich das Buch gelesen habe, war mir schon ersichtlich, warum diese Generation auch als "Hamster-Generation" bezeichnet wird. Viele Geschichten beinhalten neben den Kriegserinnerungen auch auf die Schwierigkeiten bei der Lebensmittelversorgung oder der allgemeinen Versorgung mit den täglich Notwendigen Dingen. Insgesamt ist dies eine sehr interessante Auflistung von Zeitzeugen-Berichten auf dem Weg zum Kriegsende 1945.
Unglaublich packend 5 von 5 Punkten Das Buch ist unglaublich packend, ich hätte es am liebsten in einem Stück gelesen! Diejenigen, die das Kriegsende erlebt haben, berichten hautnah von ihren Erlebnissen - von dramatisch bis heiter. Leider ist die Anzahl der Geschichten auf rund 30 beschränkt, da hätten es gerne noch mehr sein können! Zu den Geschichten gibt es zahlreiche Fotos aus der Kriegszeit, die die einzelnen Passagen noch deutlicher wirken lassen. Am Ende einer jeden Geschichte ist ein aktuelles Bild des- bzw. derjenigen, die diese Geschichte erlebt hat - eine schöne Idee! Ich kann "Mein Kriegsende" nur weiterempfehlen! |
Der lange Weg zur Freiheit Nelson Mandela Taschenbuch, 1. November 1997 Verkaufsrang: 4894 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden äGottes Geschenk für unser Land" Im elften Jahr auf der Sträflingsinsel Robben Island, 1975, beginnt Nelson Mandela, seine Memoiren zu schreiben. Nach der Arbeit im Steinbruch sitzt er nächtelang über dem Manuskript. Der 57-Jährige erinnert sich an seine Kindheit als Hirtenjunge in der Transkei, beschreibt Jugendjahre in der Missionsschule; er schildert, wie er in Johannesburg zum politischen Aktivisten und schließlich in einem Hochverratsprozess zu lebenslanger Haft ver¬urteilt wird. äEs war wie ein Wachtraum", notiert Mandela, äund ich versuchte, ihn so einfach und ehrlich wie möglich zu Papier zu bringen." Der Häftling mit der Nummer 466/64 darf Bleistifte und Papier besitzen, und auf Wunsch knipst man ihm nachts das Zellenlicht an. Denn in jener Zeit hat ihm die Gefängnisleitung ein Fernstudium genehmigt. Doch persönliche Aufzeichnungen und politische Texte sind streng verboten. Deshalb steckt Mandela die beschriebenen Seiten in Kakaodosen und vergräbt sie in Gemüsebeeten auf dem Gefängnishof. Nach einem Jahr kann ein Mithäftling bei seiner Entlassung das illegale Manuskript nach draußen schmuggeln. Aber eine Kopie der Aufzeichnungen wird gefunden - Mandela verliert für vier Jahre die Vergünstigung zu studieren. Ein hoher aber doch lohnender Preis: Denn die geschmuggelten Aufzeichnungen bilden nach Mandelas Worten ädas Grundgerüst dieser Erinnerungen". Sie erscheinen 1994 unter dem Titel äDer lange Weg zur Freiheit" und werden umgehend zu einem Weltbestseller. Mandelas Autobiografie wird in über 20 Sprachen übersetzt; fast eine Million Exemplare werden verkauft. Die deutsche Ausgabe geht als Hardcover fast 100 000-mal über die Ladentische; es folgen 150 000 Taschenbücher. Begeisterte Rezensionen locken die Leser. äEine der großen Politiker-Autobiografien dieses Jahrhunderts, zugleich ein literarisches, stellenweise gar poetisches Werk", ur¬teilt die äFrankfurter Allgemeine Zeitung". äDie Zeit" nennt Man¬delas Aufzeichnungen äein fesselndes Epos, keine Seite lang¬atmig, keine Sekunde langweilig". Gleichermaßen positiv ist das internationale Echo. äDie authentische Stimme von Mandela klingt durch dieses Buch", lobt der Kritiker der Londoner äTimes". Der amerikanische Journalist Richard Stengel, der Mandela beim Redigieren der ersten Kapitel und beim Schreiben der letzten geholfen hat, bewundert den Südafrikaner, der äfast drei Dekaden sozialen Wandels aufholen mußte", weil er in eine völlig veränderte Welt zurückkehrt. Ein Beispiel: Am Tag seiner Haftentlassung, am 11. Februar 1990, weicht Mandela erschrocken vor einem älangen, dunklen, pelzigen Objekt" zurück, das ein Fernsehteam auf ihn richtet. Ob das irgendeine neue Waffe sei, die während seiner Haftzeit entwickelt worden wäre? Ehefrau Winnie muss ihm erklären, dass es sich um ein Mikrofon handelt. Mandela ist für Stengel vor allem deshalb ein Held, weil er seine Fehler und Niederlagen eingesteht. äIch wollte nicht von Beginn an mein Volk über meine Familie stellen", schreibt er, ädoch bei dem Versuch, meinem Volk zu dienen, stellte ich fest, dass ich daran gehindert wurde, meine Pflichten als Sohn, Bruder, Vater und Ehemann zu erfüllen." Seine Tochter Zindzi wirft Mandela vor: äDu bist der Vater des ganzen Volkes, aber du hattest nie Zeit, Vater für mich zu sein." Seine Autobiografie zeigt den zur Selbstkritik fähigen Man¬dela als selbstbewussten Menschen, der sein Leben ohne Schönfärberei erzählt. Unbefangen und ausführlich schildert er, wie er seine Beschneidung als Initiationsritus des Xhosa-Volkes erlebt. Im Internat einer Missonsschule trampelt er äwie ein frisch beschlagenes Pferd" herum, weil er nicht daran gewöhnt ist, Stiefel zu tragen; als er bereits an der Hochschule studiert, putzt er sich zum ersten Mal die Zähne mit einer Zahnbürste. Viel später - 1962 bei einem Besuch in Ostafrika - erschrickt der inzwischen bekannte Anwalt und Politiker, als er in ein Flugzeug der Ethiopian Airways steigt, das von einem schwarzen Piloten gesteuert wird. äIch war in das Denkmuster der Apartheid gefallen, nach dem Afrikaner minderwertig waren und nur Weiße fliegen konnten", kommentiert Mandela und ärgert sich über äsolche Gedanken". 27 Haftjahre übersteht Mandela, ohne zu verbittern, weil er auf geradezu entwaffnende Art positiv denkt. äIm Menschen ist eine Neigung zur Güte", schreibt er, ädie vergraben oder verborgen sein kann, um dann unerwartet wieder hervorzutreten." Nur ein Mensch ohne Hass könne frei sein. Deshalb habe er nicht zugelassen, dass Hass sein Denken bestimme. Nach Beobachtung des Kirchenmannes, Erzbischof Desmond Tutu, sieht Mandela einen Feind als äjemanden, der darauf wartet, zum Freund bekehrt zu werden". So begegnet der Häftling Mandela auch den aus der burischen Unterschicht stammenden Bewachern auf Robben Island mit Höflichkeit - und wird in der Regel respektvoll behandelt. Kein Wunder: Der 1,90 Meter große Mann ähatte eine Ausstrahlung, die signalisierte: Ich bin ein Führer, mich kann niemand einschüchtern" (so der Vollzugsbeamte James Gregory). Unter Mandelas Führung erkämpfen die politischen Gefangenen nach grauenvollen Anfangsjahren durch Eingaben, Verhandlungen und gelegentliche Proteste erhebliche Verbesserungen ihrer Lebensbedingungen. Die Häftlinge dürfen in ihrer Freizeit Sport treiben und Theaterstücke aufführen. Gebildete bringen Analphabeten Lesen und Schreiben bei. Robben Island gilt bald als äGefängnisuniversität"; Häftlinge können Fernkurse belegen. Mandela ermutigt einige seiner Bewacher, ebenfalls zu studieren und damit sozial aufzusteigen. Als eine wichtige Überlebensstrategie erkennt Mandela die Mög¬lichkeit zu gärtnern. äEin Garten war im Gefängnis eines der wenigen Dinge, über die man selbst bestimmen konnte", schreibt er. äEinen Samen in die Erde zu legen, ihm beim Wachsen zuzusehen, die Pflanze zu pflegen und dann zu ernten, bot eine einfache, aber dauerhafte Zufriedenheit. Das Gefühl, der Verwalter dieses kleinen Stückchens Erde zu sein, beinhaltete einen Hauch von Freiheit." Auf dem kargen, sandigen Boden von Robben Island betreut Mandela jahrelang ein paar Beete. Als ihn die Behörden 1982 ins Gefängnis Pollsmoor verlegen, darf er dort auf einer Dachterrasse in mit Erde gefüllten Ölfässern Gemüse anbauen. Dem Besucher Lord Nicholas Bethell, einem Mitglied des britischen Oberhauses und des Europa-Parlaments, führt der Gefangene 1984 seinen äKübelgarten" so würdevoll vor äwie ein Grundbesitzer, der einem seinen Hof zeigt" (Bethell). In jener Zeit ist Südafrikas Apartheid-Regime durch internationale Wirtschaftssanktionen und Unruhen im Land unter immensen Druck geraten. Die Regierung möchte die Lage entspannen. Sie bietet dem zum Symbol gewordenen Nelson Mandela seine Freilassung an, wenn er sich öffentlich von der Idee des bewaffneten Kampfes lossagen würde. Als loyales Mitglied der Befreiungsbewegung African National Congress (ANC) lehnt der Gefangene das Ansinnen ab. Gleichzeitig nimmt er jedoch Ge¬heimverhandlungen mit der Regierung auf - zunächst im Allein¬gang. äEs gibt Zeiten", begründet Mandela diesen Schritt, äin denen ein Führer der Herde vorangehen und sich in eine neue Richtung bewegen muß, darauf vertrauend, dass er sein Volk auf den richtigen Weg führt." Der ANC-Leitung im Exil gedenkt Mandela zu übermitteln, dass sie sich ja vom Fehltritt eines iso¬lierten alten Mannes distanzieren könne, falls sie mit seiner Entscheidung nicht einverstanden sei oder wenn seine Initiative scheitern würde. Die Geheimverhandlungen beginnen mit Besuchen von Regierungsvertretern bei dem eingesperrten Gesprächspartner. Höhepunkt wird ein bizarres Treffen am 5. Juli 1989, das Mandela genüsslich schildert: In einem eigens für diesen Anlass geschneiderten Anzug wird der Gefangene zum Tuynhuys, dem Kapstädter Amtssitz des damaligen Staatspräsidenten Pieter Willem Botha, gefahren. Nach den langen Gefängnisjahren ist Mandela nicht mehr vertraut mit modischen Feinheiten. Deshalb verpassen ihm hohe Repräsentanten des Regimes den letzten Schliff für seinen Besuch: Der Gefängnisdirektor bindet ihm den Schlips mit einem Windsorknoten, Geheimdienstchef Niel Barnard kniet nieder und schnürt die offenen Schnürsenkel zu. Alle sind fürchterlich aufgeregt. Denn Botha wird als ädas Große Krokodil" landesweit gefürchtet. äDann öffnete sich die Tür", schreibt Mandela, äund ich trat ein, auf das Schlimmste gefaßt. Von der entgegengesetzten Seite seines feudalen Büros kam P. W. Botha auf mich zu. Er hatte seine Schritte perfekt geplant, und wir trafen uns genau auf halbem Wege. Er streckte die Hand aus und lächelte breit, und tatsächlich war ich von diesem allerersten Augenblick an völlig entwaffnet. Er verhielt sich tadellos höflich, respektvoll und freundlich." Beim Tee plaudern der Präsident und der Staatsfeind Nummer eins über Südafrikas Geschichte. Mandela sagt, dass er in der Rebellion der Buren gegen die Briten 1914 und im derzeitigen Befreiungskampf der Schwarzen gegen das weiße Regime Parallelen sehe. Erst zum Schluss der Begegnung bringt der Gast ein aktuelles Thema zur Sprache: Mandela bittet um die bedingungslose Freilassung aller politischen Gefangenen, sich selbst inbegriffen. Botha entgegnet, das sei nicht möglich. Das Treffen endet dennoch freundschaftlich und gilt im Nachhinein als Durchbruch zur Wende am Kap. Denn nach intensiven Verhandlungen öffnen sich 190 Tage später für Mandela die Ge¬fängnistore. Der ANC und andere politische Organisationen wer¬den wieder zugelassen. Ins Exil vertriebene Südafrikaner dürfen heimkehren, politische Häftlinge werden freigelassen. 1994 sollen Wahlen nach dem Prinzip äone man one vote" stattfinden. Als Gegenleistung wird der ANC den bewaffneten Kampf aussetzen und die internationale Gemeinschaft den Wirtschaftsboykott gegen Südafrika beenden.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 24 Bewertungen)
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Das Buch der fünf Ringe: Mit einer Biografie Miyamoto Musashi Broschiert, 1. März 2007 Verkaufsrang: 4899 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Er war und ist wohl der berühmteste Schwertkämpfer und Samurai aller Zeiten: Miyamoto Musashi. Sein "Buch der fünf Ringe", in welchem er seinen außerordentlichen Stil präsentiert, finden Sie hier in einer komplett überarbeiteten Neuausgabe mit einer umfangreichen Biografie des Meisters der Schwertkampfkunst. Berühmt gemacht hat ihn Eiji Yoshikawa mit seinem Roman "Musashi". Etliche japanische Filme gründen auf Musashis Leben, wie zum Beispiel Samurai I, Samurai II und Samurai III unter der Regie von Hiroshi Inagaki mit Toshiro Mifune in der Hauptrolle. Das "Buch der fünf Ringe" diktierte Musashi am Ende seines aufregenden Lebens an seinen Schüler. Hierin befasst er sich vor allem mit der Neuartigkeit seines Stils, der im wesentlichen so beschrieben werden kann, dass Musashi jede Art von Stil deshalb ablehnt, weil Stile die Freiheit des Kämpfers und der Kunst des Schwertkampfes einschränken. "Das Buch der fünf Ringe" gilt auch heute noch unter Schülern der Kampfkunst als Lehrbuch der Geistes- und Körperhaltung und der Anwendung der verschiedenen Waffen. Wer die Kampfkunst ernst und inhaltlich nimmt, wird reichen Gewinn aus "Das Buch der fünf Ringe" ziehen: man versteht, wie man denken muss, wie sich zu bewegen richtig ist und was einen Meister der Kampfkunst tatsächlich ausmacht: die rechte Balance zwischen angewendeter Weisheit und Leere, weshalb "Das Buch der fünf Ringe" nicht nur für Schüler der Kampfkunst lehrreich ist, sondern für alle, die einen Pfad der Selbstentwicklung beschreiten.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 14 Bewertungen)
Empfehlenswert! 5 von 5 Punkten Ich habe das Buch einem Freund zum Geburtstag geschenkt. Er hat sich rießig gefreut und gleich angefangen zu lesen. Er scheint sehr begeistert zu sein :-)
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Tom Waits: Ein Leben am Straßenrand Barney Hoskyns Gebundene Ausgabe, 14. September 2009 Verkaufsrang: 9608 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Mit unautorisierten Biographien ist es immer so eine Sache. Einerseits bieten sie noch die beste Gewähr dafür, nicht irgendeiner wohl kalkulierten Selbstlegendenbildung aufzusitzen, andererseits weiß man nie ganz genau, wo die Fakten aufhören und die Spekulationen anfangen. Umso mehr, wenn sich der Protagonist, wie es hier offenbar der Fall war, mit Händen und Füßen dagegen sträubte, porträtiert zu werden. Dies ging sogar so weit, dass Tom Waits versucht haben soll, Freunden und Bekannten einen Maulkorb zu verpassen, damit ja kein Jota aus seinem Privatleben preisgegeben wird. Dass sich der Musikjournalist Barney Hoskyns davon nicht verdrießen ließ und trotz der widrigen Umstände an seinem Projekt festhielt, kündet von einem starken Charakter und einer gehörigen Portion Hartnäckigkeit. Zum Glück haben sich nicht alle aus der Entourage des Musikers, Schauspielers und Theaterregisseurs an die Anweisung gehalten. So kommen doch etliche prominente Weggefährten des Exzentrikers zu Wort. Dass sich darunter aber auch der bereits 1993 verstorbene Frank Zappa befindet, weist darauf hin, dass nicht alles, was bei Hoskyns zu lesen ist, immer ganz taufrisch ist. Wie sollte es auch? Neben vielen schönen Anekdoten ergeht sich der Autor über weite Strecken erkennbar in der Kolportage von Gerüchten, die er irgendwo aufgeschnappt hat, oder in der Dramatisierung allerlei Äußerungen, die Waits irgendwann einmal in irgendwelchen Interviews gegeben hat. Das Problem ist gerade in diesem Fall, dass man nicht immer für bare Münze nehmen kann, was da gesagt wurde. Denn gleich hinter Bob Dylan rangiert Tom Waits, wenn es um die Meisterschaft in der Verstellung und um die Vernebelung alles Privaten geht. Dennoch kann man nicht umhin, Hoskyns Respekt dafür zu zollen, aus dem wenigen Substanziellen einen über 700 Seiten langen Wälzer fabriziert zu haben. Wozu freilich unzählige detailreiche Rezensionen beigetragen haben über scheinbar jeden Song, den der Kultstar jemals zum Besten gegeben hat. Dass Tom Waits aus Rache für seinen Boykott bei Hoskyns zu schlecht weggekommen ist, wie eingefleischte Fans monieren, lässt sich nicht verifizieren ? nicht zuletzt aus Ermangelung einer autorisierten Biographie zu Vergleichszwecken. ? Franz Klotz
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Waits bleibt ein Rätsel 4 von 5 Punkten Das Beste an diesem Buch: Man erfährt, wie Tom Waits' Musik entsteht, wie er sie mit welchem Personal entwickelt und umsetzt. Viele Leser werden Waits auch erst seit "Swordfishtrombones" kennen. Die alten Platten, die ich mir nachgekauft hatte, höre ich nun mit Hoskyns' Erläuterungen noch mal ganz neu. Linien und Verbindungen zwischen den Platten und Werkphasen werden deutlich und offen dargestellt. Dabei muss man seiner Meinung nicht folgen, dass er viele der alten Sachen stärker findet. Über Leben und Persönlichkeit von Tom Waits können wir nach der Lektüre weiterhin nur mutmaßen. Die interpretierfähigen Informationen werden rarer, je näher wir zur Gegenwart kommen. Waits bleibt ein Rätsel. Aber er will es so. Hier kommt auch nichts Neues dazu. Ansatzweise verfällt Barney Hoskyns in misogyne Deutungsmuster, die wir aus den abschätzigen Meinungen über Yoko Ono, Linda McCartney, oder auch Gabi Schuster kennen. Über die Rolle von Kathleen Brennan in Waits Leben kommt der Autor nicht hinweg. Rock'n'Roll wie Fußball sind offenbar immer noch reine Männersache. Sprachlich ist Hoskyns oft sehr salopp. Hin und wieder vergaloppiert er sich in seiner Musikzeitungssprache: "Johansson und Sitek begannen zunächst in einem eher werkgetreuen Lo-Fi-Stil, bevor sie die Songs durch eine Indie-Rock-Sensibilität filterten, die sich zu gleichen Teilen aus Postpunk-Gothic, verträumtem 4AD-Pop, Shoegazer-Lärm und der epischen Breite von TV on the Radio speiste." Bemängeln ließe sich auch die Qualität der Abbildungen, dafür ist der umfangreiche Anhang sehr brauchbar. Hauptsache aber insgesamt war: Die Lektüre hat Spaß gemacht.
Gute Annäherung wider Willen 5 von 5 Punkten Den zwanzigseitigen Prolog sollte man auf keinen Fall überblättern, wenn man diese Biografie richtig einordnen will. Denn Tom Waits schottet sein Privatleben so ab, dass er alles anderes als begeistert ist, wenn sich jemand an den Schreibtisch setzt, um eine Tom Waits-Biographie zu verfassen. Und deshalb mag er es auch nicht, wenn sich jemand trotzdem ans Werk macht und sein privates Umfeld befragt. Unautorisiert ist also zu wenig gesagt. Wer einem Biographen Auskunft gibt, riskiert offenbar laut Barney Hoskyns Liebesentzug, Ärger oder Ausschluss. Aber wir erfahren im Prolog nicht nur, wie widerspenstig sich der Porträtierte gegenüber Biographen gibt, sondern warum der Autor den Wunsch von Tom Waits nicht erfüllt, welches persönliche Verhältnis er zu diesem Multitalent hat und wie er bei seinen Recherchen vorgegangen ist. Es ist klar, dass ein Bewunderer mehr Kooperation erhofft. Doch von einigen wenigen Stellen abgesehen, spürt man keinen Groll und keine große Enttäuschung mehr über das klare Verdikt von Tom Waits. Möglich, dass Barney Hoskyns von seiner zweijährigen, aufwändigen, Recherchearbeit, dem Sichten unzählige Sekundärquellen und der schriftstellerischen Komprimierung so stark in Anspruch genommen wurde, dass die alte Geschichte langsam verblasste. Wie auch immer, das zusammengetragene und ausgewertete Material ist beeindruckend. Doch Stofffülle allein ist noch keine Garantie, dass der Leser ein spannendes Buch erhält. Um ihn während 600 Seiten fesseln zu können, muss ein tragendes Konzept gefunden und der Inhalt gestaltet werden. Und genau das, scheint mir angesichts der schwierigen Umstände gut gelungen. Zwar hat sich Barney Hoskyns für ein chronologisches Vorgehen entschieden, reiht aber nicht einfach Fakten aneinander. Der Autor taucht selber so in die Welt von Tom Waits ein, in seine durchlebten Zeiten und sein künstlerischen Laufbahn, dass man als Leser oft das Gefühl hat, der Star selber sei auch physisch präsent. Und wenn Barney Hoskyns Vermutungen anstellt, so formuliert er dies auch. Schließlich könnte es auch anders gewesen sein. Damit muss man bei einem Menschen wie Tom Waits ohnehin rechnen. Was ist Rolle, was echt? Diese Frage wird vor allem auf den ersten zweihundert Seiten immer wieder gestellt. Und Barney Hoskyns versucht sie auch zu beantworten, indem er die Texte der Songs genau studiert und in Beziehung zur jeweiligen Lebensphase von Tom Waits setzt. Allein dieses Konzept sorgt für Abwechslung und Rhythmenwechsel. Ich teile die Ansicht des Biografen, dass Tom Waits oft in selber Schwierigkeiten käme, wenn er sich Auskunft darüber geben müsste, wo er seine Kunst zum Leben macht und wo sein Leben zur Kunst. Wer unter anderem vom Outsider Image lebt, Freundinnen nicht in sein Messie-Zimmer eines Motels einlädt und von der Presse als unnahbarer, genialer Sonderling beschrieben wird, kann sich nicht einfach in einer gestreckten Limousine vor ein Fünfsternhotel chauffieren lassen und Journalisten am Pool empfangen. Sicher ist, dass Tom Waits polarisiert und zu den Künstlern gehört, die sich nicht jeder Modeströmung anpassen und Songs ohne schlechtes Gewissen auf die Verkaufszahlen ausrichten. Es ist deshalb doppelt spannend, mehr über die Helden zu erfahren, die Tom Waits prägten. Und darunter findet sich Bob Dylan, Randy Newman, Ray Charles, aber auch Frank Sinatra. Barney Hoskyns ist als Musikjournalist schon so lange im Business, dass sein Beziehungsnetz stark genug ist, Insider-Informationen zu erhalten, die dem Leser einen Einblick in das amerikanische Musikbusiness geben. Klar, mit vielen Namen wird der Leser in Europa nicht viel anfangen können. Aber sie sind für das Verständnis auch nicht unbedingt notwendig, da Barney Hoskyns sie in ein Umfeld einbettet, zu dem zumindest die Fans von Tom Waits einen Zugang haben. Ab Seite 599 beginnt der umfangreiche Anhang. Zuerst die persönliche Einschätzung der Autors, welches die 40 besten Songs sind, dann folgen Einblicke in Mailverkehr, nach den Danksagungen das Werkverzeichnis, die Filmografie, das Quellenverzeichnis und ein Index. Im Textteil selber finden sich erstaunlich viele Bilder, wobei man sich über die Qualität nicht schon zum vornherein sehr freuen sollte. Da ich jedoch Fotografien bevorzuge, die eine Stimmung einfangen, störte mich auch die Druckqualität nicht besonders. Mein Fazit: Ein Mammutwerk für die Fans von Tom Waits. Geschrieben gegen den Willen des Porträtierten und mit viel Aufwand recherchiert. Barney Hoskyns hat wohl das Beste aus der nicht eben einfachen Lage gemacht. Zu den zahlreichen Highlights gehörte für mich, wie der Biograf das künstlerische Werk mit den verschiedenen Rollen von Tom Waits verbindet. so weit ich das beurteilen kann, ohne das Original zu kennen, scheint mir auch die Übersetzung gelungen.
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Achilles' Verse II: Lerne Laufen ohne Leiden Achim Achilles Taschenbuch, 2. März 2009 Verkaufsrang: 2385 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Rein anatomisch betrachtet ist der Homo sapiens nicht zum sesselhockenden Denker und schon gar nicht zum buckelnden Handwerker geboren sondern zum leichtfüßigen Läufer. Komisch nur, dass unserem Körper diese seine wahre Bestimmung so gar nicht bewusst zu sein scheint. Der Geist wäre ja willig, allein das Fleisch ist schwach. Dennoch wollen es allein in Deutschland 17 Millionen Zivilisationskrüppel wissen und quälen sich der Gesundheit zuliebe mit keuchendem Atem, stechender Leber und krampfenden Muskeln im leichten Trab durch die Stadtparks. Zum eloquenten Sprachrohr dieser Heerscharen auf dem Leidensweg hat sich seit geraumer Zeit Hajo Schumacher aufgeschwungen. In einer allwöchentlichen Kolumne auf Spiegel Online gibt er unter dem Pseudonym Achim Achilles den Antitypen zu all den bis in die Haarspitzen motivierten Fitnessgurus. Eine Art Woody Allen des Joggings, der angesichts der bitteren Erkenntnis, dass seine stärkste Disziplin offenbar in der Regeneration liegt, mit sich und der Welt hadert aber dennoch niemals aufgibt. Bereits zum zweiten Mal hat der Heyne Verlag ein Best of Achilles? Verse herausgebracht. Lerne Laufen ohne Leiden lautet der Untertitel des Büchleins, in dem der Berliner Journalist zumindest verbal einmal mehr zur Hochform aufläuft. In 69 zum Quieken komischen Anekdoten berichtet er vom ewigen Ringen mit dem Schweinehund im Inneren und dem Kampfhund im Stadtpark, vom Jahrmarkt der Eitelkeiten und pubertierendem Imponiergehabe in der Szene, die in gewisser Weise als Miniaturausgabe unserer Leistungsgesellschaft entlarvt wird. Wie heißt es so schön an einer Stelle: "Wer läuft, will Qual und Zweck: Anerkennung, Abnehmen, Bestzeit rennen, von Kollegen bestaunt werden, Durchhalten. Wo kommen wir denn da hin, wenn Laufen auf einmal Spaß macht?" ? Franz Klotz
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 14 Bewertungen)
Lachen bis die Laufschuhe platzen 5 von 5 Punkten Nach dem ersten Buch ist auch das Zweite der abslolute Knaller. Ich hab mich in den meisten dieser kurzen Geschichten selbst gesehen. Amüsant, hintergründig, und unheimlich lustign und er bringt es auf den Punkt. Mehr braucht man nicht zu sagen. Genial!
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Meine Zeit mit Anne Frank: Der Bericht jener Frau,die Anne Frank und ihre Familie in ihrem Versteck versorgte,sie lange Zeit vor der Deportation bewahrte - und doch nicht retten konnte Miep Gies Broschiert, 12. Januar 2009 Verkaufsrang: 5102 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Ein eindrucksvolles Dokument der Zeitgeschichte entstanden, von dem ich hoffe, dass es möglichst von vielen und vor allem jungen Menschen gelesen wird." Richard von Weizsäcker Miep Gies wurde vor allem bekannt als "die Frau, die Anne Franks Tagebuch gerettet hat". Sie versorgte die Familie Frank in ihrem Hinterhaus-Versteck und ist die letzte Überlebende aus dem Umkreis der Anne Frank. Allein sie vermag noch zu berichten, was damals geschah. Anne Franks Tagebuch und ihr Bericht sind zwei Perspektiven der gemeinsamen Angst, des gleichen Schreckens und der gemeinsamen Hoffnung.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
.....im gleichen Haus.... 5 von 5 Punkten Hab das Buch zu Weihnachten von meinen Eltenr bekommen, da ich mich schon immer für die ganze Zeit vom zweiten Welt Krieg interessiert habe und immer noch interessieren. Fand ich das Buch einfach nur toll! Ich hab auch schon das Buch von Anne Frank gelesen und auch die Verfilmung gesehen! Und somit ergänzte das nur noch mein Wissen um das drum herum! Wie es von der anderen Seite auf gesehen hatte! Fand nur das es etwas kurz gehalten wurde, aber es war nicht zu kurz! Man kann voll kommen nach voll ziehen wie es den Menschen ging! In diesen bekam man neue Einblicke und Informationen, die man aus dem Tagebuch nicht hatte! Ich empfehle es jedem anderne weiter, der sich auch um das ganze Interessiert! Den ich hab mir jetzt vorgenommen nach Holland zu fahren und mir das Haus anzusehen !
Die andere Seite der Tür... 5 von 5 Punkten Gut beschrieben erzählt Miep Gies das "Davor" und "Danach" von Anne Franks Tagebuch. Sie gibt dem Leser einen Einblick in ihr eigenes Leben, bevor sie die Franks kennenlernte, und wie sie sie wie eine eigene Familie lieben gelernt hat. Was dem Leser von Anne Franks Tagebuch verständlicherweise an Wissen von der anderen Seite der Tür, außerhalb des Verstecks im Hinterhaus, fehlt, wird von diesem Buch aufgefüllt. Sie erzählt vom Zusammenhalt der Holländer als "Widerstandskämpfer" gegen die Nazis, die ihr Land besetzen, und beschreibt die Schwierigkeiten, ihre Untergetauchten zu versorgen, ebenso, welche Vorsicht sie stets walten lassen muss. Ich kann dieses Buch all jenen empfehlen, die das Tagebuch der Anne Frank gelesen haben und mehr über das Drumherum erfahren möchten. Es ist ungebrochen interessant, auch, wenn man das Ende schon kennt... |
Ich erwarte ein Kind: Mein Tagebuch Anne Geddes Gebundene Ausgabe, 22. September 2008 Verkaufsrang: 5100 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ein Tagebuch für werden Mütter. Es bietet viel Platz für persönliche Eintragungen zu Schwangerschaft und Geburt und ist gestaltet mit zahlreichen farbigen und schwarzweißen Fotografien von Anne Geddes.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 19 Bewertungen)
Total begeistert!! 5 von 5 Punkten Ich bin jetzt in der 15. Schwangerschaftswoche und wollte mir endlich ein Tagebuch kaufen um meine Gedanken während dieser besonderen Zeit festzuhalten! Hab lange nach einem geeigneten Buch geschaut und bin dann durch Empfehlungen anderer Schwangeren auf dieses Buch gestoßen. Ich war nachdem ich ein paar von den Rezensionen gelesen hatte am Anfang ein wenig skeptisch und hatte Bedenken, daß es wirklich zu grob strukturiert sein könnte. Nachdem ich aber heute das Buch erhalten hab, bin ich richtig begeistert! Es stimmt zwar schon, daß das Buch nur in 3 Abschnitte geteilt ist (1. - 12. Woche, 13. - 24. Woche und 25. - 40. Woche), trotz allem bietet es super viel Platz für Eintragungen und das war mir besonders wichtig. Außerdem gibt es viele schöne Denkanstöße, wo man beim Selbstgestalten vielleicht gar nicht drauf gekommen wär, hier einige Beispiele: - was ich fühlte, als die Schwangerschaft festgestellt wurde - Reaktionen von Familie und Freunden - Wo ich entbinden möchte und wer dabei sein soll und warum - Körperliche Wahrnehmungen - Veränderungen die mir auffallen - Gelüste und Ekel - Leistungsfähigkeit - und vieles vieles mehr... Also alles in allem ein sehr gelungenes Buch, freu mich jetzt schon drauf es auszufüllen!
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Zwei Esel auf dem Jakobsweg: Wie ein Engländer sein Herz an Spanien verlor Tim Moore Taschenbuch, Dezember 2009 Verkaufsrang: 9889 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden " Zwei Esel auf dem Jakobsweg ist nicht nur schreiend komisch, sondern bietet einen nüchternen, von jeder esoterischen Peinlichkeit befreiten Blick auf das Geschehen." Die Presse "Diese tragikomische Verbindung von Mensch und Tier hat höchsten Unterhaltungswert." Nürnberger Zeitung
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 30 Bewertungen)
Eines meiner Lieblingsbücher! 5 von 5 Punkten Sehr netter Reisebericht vom Jakobsweg. Gute Mischung zwischen persönlicher Erfahrung und humoresken Betrachtungen dazu. Für Leute die Natur und britischen Humor mögen kein Muß aber lohnenswert!
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