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Der Traumhüter: Die unglaubliche Geschichte eines Torwarts Ronald Reng Taschenbuch, Oktober 2002 Verkaufsrang: 3131 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Lars Leese hat das erlebt, wovon zehntausende Freizeitfußballer auf deutschen Aschenplätzen oder Schwimmbadwiesen heimlich träumen: Plötzlich kommt einer und macht dich zum Profi. Mit 22 spielte Leese für die Sportfreunde Neitersen in der Kreisliga Westerwald. Mit 28 sicherte er mit seinen Paraden dem englischen Erstligisten Barnsley vor 40.000 Zuschauern einen 1:0-Sieg über den sechsmaligen Europacupsieger FC Liverpool. Und mit 32 ist er wieder da, wo er herkam - in der Anonymität. Eine der kuriosesten Sportlerkarrieren der Gegenwart - "Mister Cinderella" nannte ihn die Frankfurter Rundschau. Drei Jahre lang hat Leese in der Fußball-Profiwelt gelebt und dabei nie den Blick des Fans verloren. Die Verehrung, die ihm, dem deutschen Hünen, in der nordenglischen Kleinstadt entgegenschlug, hat er ebenso dankbar genossen wie im Jahr zuvor das Training mit den Profis von Bayer Leverkusen. So einmalig wie Leeses Aufstieg war auch sein Abstieg: Als Barnsley seinen Vertrag nicht verlängert, landet er in der Arbeitslosigkeit. Alle Versuche, einen Profiverein zu finden, scheitern, heute hat er in Köln einen Vertrieb für Büroartikel und spielt abends zum Spaß in der Amateurelf von Borussia Mönchengladbach. Erzählt wird diese Geschichte vom Sportjournalisten Ronald Reng, der Leese aber immer wieder selbst berichten lässt. "Der Traumhüter" ist ein ungemein witziges, anekdotenreiches Buch, das in seinem Mix aus Fußballstory und ganz persönlicher Lebensgeschichte selbst dem sportuninteressiertesten Leser die Faszination des Fußballs nahe bringt. So anrührend und kenntnisreich zugleich ist seit "Fever Pitch" nicht mehr über Fußball geschrieben worden.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 50 Bewertungen)
Träume werden wahr 5 von 5 Punkten Wirklich packende und interessant geschriebene Geschichte des Lars Leese. Man kann es schaffen, wenn man will und Glück hat. Auch das Hörbuch ist wirklich sehr unterhaltsam auf einsamen, langen Autofahrten. Irgendwie ist es schon komisch, in dieser Geschichte erkennt man viele große Torhüter. Torhüter sind eben ein besonderer Schlag Menschen.
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Die Reise mit Paula Irvin D. Yalom Taschenbuch, Juni 2000 Verkaufsrang: 10626 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Dass Wissenschaft und Fantasie keine Gegensätze bilden müssen, dafür liefert der amerikanische Psychoanalytiker Irvin D. Yalom seit Jahren überzeugende Beweise. Seine Geschichten um psychische Grenzsituationen und deren Bewältigung haben in Deutschland eine riesige Fangemeinde. In dem neuen Buch erzählt er nicht nur von allzu menschlichen Neurosen seiner »Klienten«, sondern lässt seine Leser auch tief ins eigene Innere blicken. So beichtet er vom zwiespältigen Verhältnis zu seiner verstorbenen Mutter, die zeitlebens eine ungebildete Frau war, sich gleichwohl unermüdlich für ihre Familie einsetzte. »Die Reise mit Paula« wiederum führt zurück in die 70er Jahre, als in Amerika das Thema Sterben »so tabu war wie Pornografie«. Yalom ruft eine Art Selbsterfahrungsgruppe Todkranker ins Leben. In deren Zentrum steht Paula, die an Brustkrebs leidet. Ihre Energie und spirituelle Weltsicht beeindrucken Yalom tief und haben bis heute Spuren in seiner Arbeit hinterlassen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Nirwana eines Therapeuten 5 von 5 Punkten Sechs Erzählungen über Therapeuten und ihre Patienten, ihre Beziehung zueinander, übermäßige Sympathien und andererseits wage Antipathien und die Anfänge des "Phänomens Gruppentherapie" in den 70ern. Verlust, Trauerarbeit, (zu) starke Mütter, versagte Vaterliebe und überbewertete Selbstdarstellung sind ebenso Teil des Bandes wie Albträume, ihre Deutung und psycho-therapeutische Methoden wie "Gegenübertragung" und "gleichschwebende Aufmerksamkeit" (man lernt nie aus). Zumal sehr traurig, dann aber heiter und geheimnisvoll, zumal die Geschichten wahrer Patienten, dann aber fiktive Erzählungen.
Vielleicht ein Buch für Frauen - Bestimmt aber nicht ausschließlich für ausgesprochene Fans von Psychologie und Psychotherapie empfehlenswert! Allein sein Erzählfluss, spontan gekonterte Phrasen wie "der Tod hat eine schlechte Presse", "Würfel haben kein Gedächtnis" oder "Kompromisse kriegen Junge" und die Darstellung seiner Charaktere sprechen für sich!!!
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Molwanien: Land des schadhaften Lächelns Santo Cilauro, Rob Sitch, Tom Gleisner Broschiert, April 2007 Verkaufsrang: 12589 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Szlengro heißt Willkommen auf Molwanîsch. Und Historiker wissen über Molwanîen, dass es in der Renaissance eine Blütezeit erlebte -- etwa drei Wochen lang. Der Clou: Dieses eigenartige Land gibt es natürlich gar nicht. Über alles Wissenswerte werden Leser dieses Buches dennoch informiert. Aufgemacht ist es ganz wie ein regulärer Reiseführer. Enthalten sind Informationen über Land, Leute, Reiseziele und Karten. Viele köstliche Details begegnen uns. Piktogramme mit Fernglas stehen zum Beispiel für FKK-Gelände. Obwohl es Molwanîen nicht gibt, ist klar, dass sich der Staat irgendwo in Osteuropa befindet. Denn der Reiseführer karikiert den trockenen postsozialistischen Charme ehemaliger Warschauer-Pakt-Staaten. Ebenso aufs Korn genommen wird eine Art archaische Rückständigkeit -- ganz so, wie viele Menschen aus dem alten Europa es gegenüber den neuen Nachbarn empfinden. Das ist eigentlich gemein, auch stereotyp, alles zusammen aber irrsinnig komisch! Und Hand aufs Herz: Unsere neuen Partner aus dem Osten müssen so viel Spott vertragen können. Selbst eine fiktive Sprache wird kreiert, die mit ihrer Vokal-Armut irgendwie slawisch-baltisch daherkommt. Eigentlich unverständlich, rufen molwanîsche Wörter Erinnerungen wach an Momente, in denen wir irgendwo im Osteuropa hilflos eine Speisekarte zu verstehen versuchten. Apropos Gastronomie: In der Pension Zegmar in Lutenblag, der Hauptstadt Molwanîens, gibt es Zimmer mit hinreißendem Blick auf die Altstadt. Leider sind diese dem Personal vorbehalten. Lassen auch Sie sich in molwanîsche Städte und Landschaften entführen, und lernen Sie die Einheimischen kennen. Vertrauen Sie einfach auf das Urteil von Bill Bryson, der sowohl von Humor als auch Reiseberichten und Bestsellern eine Menge versteht. Der Autor hält völlig ungelogen dieses Buch für absout brillant. Darauf sollte man einen Heben. Wie wäre es mit einem zeerstum, Molwanîens köstlichen Knoblauchschnaps? --Herwig Slezak
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 60 Bewertungen)
Selten so gelacht 5 von 5 Punkten Also ich kann die ganzen negativen Rezensionen wirklich nicht verstehen. Wenn man dieses Buch als menschenverachtend sieht, dann hat man ja überhaupt keinen Sinn mehr für Humor! Ich selbst komme aus einem Osteuropäischen Land und wer da schon mal war, weiß, dass die Beschreibungen in diesem Buch natürlich maßlos übertrieben sind! Allerdings streifen sie doch viele Eigenheiten der Osteuropäer, was diesen fiktiven Reiseführer von vorne bis hinten zu einem einzigen Lacher macht. Für Menschen MIT HUMOR als auf jeden Fall weiter zu empfehlen!
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Hell`s Angels Hunter S. Thompson Taschenbuch, November 2004 Verkaufsrang: 12275 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Jetzt röhren sie also wieder. Wer Ende der 60er-Jahre in den fragwürdigen Genuss des Lärms ihrer Harleys kam, tat besser daran, sicheres Terrain aufzusuchen. Die Städtetrips der Totenkopf-Schwadron mündeten nicht selten in raubritterhaftes Schlachtengetümmel. Schon das Altamont-Popfestival wurde durch ihre Anwesenheit zur berühmt-berüchtigten Mordrevue geadelt. Nur einer wagte damals den gefährlichen Trip ins Zentrum der Hölle. Ein Reportageklassiker entstand, der nun zum ersten Mal in deutscher Übersetzung vorliegt. Gonzo-Journalist Hunter S. Thompson hatte sich in den heißen innersten Kern der Hell's Angels vor gewagt. Heraus kam ein spannender Insiderbericht aus einer sehr, sehr fremden Welt. Wir sind die Einprozenter, Mann, das eine Prozent, das nicht dazugehört und dem das scheißegal ist! Selbstbeschreibung eines Outlaws und gleichzeitig Programm der Motorradgang. Als Freigeister mit starker Affinität zu Gewaltakten, Suff & Drogen, wahllosem Sex, verbunden durch einen dubiosen Ehrenkodex, verbreiteten sie damals auf Kaliforniens Highways Furcht und Schrecken. Nicht ohne Sympathie beleuchtet Thompson die Rituale eines unverbrüchlichen Männerbundes, oft durch Gewalt erzwungen, was dem viel beschworenen Freiheitsbegriff einen faden Beigeschmack verleiht. In gewohnt flapsigem Ton, dabei aber scharf und hellsichtig, versucht der Journalist, Legendenbildung und Wirklichkeit zu trennen. Eine Wirklichkeit, bei der der Leser mehr als einmal hart schlucken muss. Die oft erhobenen Anschuldigungen über Massenvergewaltigungen werden mit machohaft grinsenden Verharmlosungen und Unschuldserklärungen vom Tisch gefegt. Die Leute müssen eben lernen, uns aus dem Weg zu gehen. Wir machen jeden platt, der sich uns in den Weg stellt! Vertrauen erweckenden Namen wie Blind Bob, Dirty Ed, Filthy Phil und dem Child Molestor, glaubt man derlei gut gemeinte Ratschläge aufs Wort. Wer sich weitergehend informieren möchte, dem sei das höchst erfolgreiche Erinnerungswerk Hell's Angel von Ralph Sonny Barger empfohlen, des legendären absolutistischen Herrschers der Outlaw Bikers. Nach seinem Jahr in der Hölle lieferte Hunter S. Thompson jedoch die präziseren Daten. Jetzt röhren sie wieder. --Ravi Unger
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)
"Purer Gonzojournalismus" 5 von 5 Punkten "Hell's Angels" stellt ein Frühwerk von Hunter S. Thompson dar. Für die Recherchen für dieses Buch lebte er mehrere Monate unter den Motorradrockern. Er gibt die seltsamen Freizeitbeschäftigungen, Ansichten und Rituale der Angels wieder und kommentiert in bekannter Gonzomanier das, was um ihn herum so passiert in den 60ern in Kalifornien während seiner Zeit bei den Angels.
Für manch einen ist die Art wie Thompson schreibt wirr, für seine Fans, zu denen ich mich zähle, ist es eine geniale Darstellungsweise von schier unmöglichen Situationen und Erlebnissen, die einen interessanten Querschnitt der amerikanischen Gesellschaft darstellen.
Fazit:
Für Fans von Thompson ist das Buch zu empfehlen. Wer sich mit dem Autor jedoch vertraut machen will, sollte vielleicht vorher einen Blick auf "Angst und Schrecken in Las Vegas" werfen um sich besser in den Stil des großen Gesellschaftskritikers einzulesen.
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Friedrich Nietzsche: Gesammelte Werke
Gebundene Ausgabe, Juni 2005 Verkaufsrang: 9835 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Alle wichtigen Schriften in einem Band: Die Geburt der Tragödie aus dem Geist der Musik Unzeitgemäße Betrachtungen Menschliches Allzumenschliches Morgenröte Die fröhliche Wissenschaft Also sprach Zarathustra Jenseits von Gut und Böse Zur Genealogie der Moral Götzen-Dämmerung Der Antichrist Ecce Homo Gedichte und Sprüche
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Schnell zugreifen! 5 von 5 Punkten Dieses Preis-Leistungs-Verhältnis ist wohl kaum zu überbieten. Das Buch ist ordentlich gebunden (Blauer Samteinband liegt angenehm in der Hand), gute Papierqualität, stabille Fadenbindung. Über den Inhalt muss man kaum etwas sagen, handelt es sich doch um das Lebenswerk eines der genialsten unter den Philosophen, sprachlich außergewöhnlich künstlerisch und eindringlich, kühn, immer zerstörerisch, gleichzeitig heiter und schwerelos. Ein logisch aufgebautes Gedankenwerk sollte man nier nicht erwarten. Nietzsches Philosophie ist eher ein Ausbruch des Geistes. Aber einige Perlen des Geistes wird jeder darin finden. Wer also bisher nur den Zarathustra im Regal stehen hatte, sollte hier ganz schnell zugreifen! Dieses Ausgabe geht sicher sehr schnell weg.
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Der Mann aus dem Fegefeuer: Das Doppelleben des Jack Unterweger John Leake Gebundene Ausgabe, 1. September 2008 Verkaufsrang: 2198 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Jack Unterweger, als Knastliterat gefeiert, als Hurenmörder verteufelt. Die spannend erzählte Dokumentation eines einzigartigen Kriminalfalles. 1976 Wird Jack Unterweger wegen Mordes an einer jungen Frau zu lebenslanger Haft verurteilt. Achtzehn Jahre später bekommt er noch einmal lebenslang: Er soll neun Prostituierte umgebracht haben, von Prag über Wien bis Los Angeles, von 1990 bis 1991. Unterweger erhängt sich in seiner Zelle. Dazwischen sitzt er fünfzehn Jahre im Gefängnis und schreibt einen Roman, der ihn schlagartig zum Star macht: "Fegefeuer oder die Reise ins Zuchthaus". Jack Unterweger ist der umjubelte Häfenpoet, der gefeierte "Knastliterat", und wird 1990 mit Unterstützung einflussreicher Persönlichkeiten aus Kultur und Politik als Paradefall geglückter Resozialisierung auf freien Fuß gesetzt. Vier Monate später findet man die Leiche einer ermordeten Prostituierten, dann noch eine, noch eine, schließlich sind es neun. Alle mit Kleidungsstücken erdrosselt, die Tat eines Serienmörders. Jack Unterweger flieht, aber er entkommt nicht. John Leake nähert sich dem Kriminalfall wie der Person Jack Unterweger dokumentarisch wie als Erzähler. Er bleibt bei den Tatsachen, bleibt nüchtern angesichts des Faszinierend-Monströsen; er geht ins Detail, ohne sich zu verlieren; er erzählt eine wahre Geschichte, die so hätte gewesen sein können
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Die Faszination des Bösen... 5 von 5 Punkten Die Faszination des Bösen ist in uns allen und es war wohl kaum ein Mörder offenbar so faszinierend wie der österreichische Serienkiller Jack Unterweger. Als Jugendlicher wird er wegen eines besonders grausamen Mordes zu lebenslänglichem Gefängnis verurteilt. Im Gefängnis bildet er sich weiter, wird Schriftsteller und schließlich wird er durch prominente Fürsprache vorzeitig entlassen. In kurzer Zeit avanciert er in Wien zum Society-Liebling. Ein halbes Jahr später beginnt eine grauenvolle Mordserie an Prostituierten in Österreich, Tschechien und den USA. John Leake hat vier Jahre an dem Buch recherchiert und zeichnet das Bild eines eiskalten Sadisten, ohne je selbst zu werten. Eine wunderbare Tugend! Er lässt Freundinnen zu Wort kommen, Ermittlungsbeamte und Journalisten. Das Buch liest sich wie ein Krimi, ist jedoch eines der besten True Crime Bücher der letzten Jahre. Wer sich für dieses Thema interessiert, ist hiermit bestens bedient! |
Das Schweigen der Unschuld: Mein Weg aus der Kinderprostitution und der Kampf gegen die Sex-Mafia in Asien Somaly Mam Broschiert, August 2007 Verkaufsrang: 4507 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. "Ich dachte zuerst: Gut, Erfahrungsberichte von Frauen, die ein schweres Schicksal zu tragen haben, gibt es viele" -- Heide Simonis' erste Reaktion auf Somaly Mams Manuskript, das man ihr zuschickte. Dann jedoch stieß sie auf einen Satz, der sie berührte. Ich misstraue sogar den Menschen, die ich liebe. Was, so fragte sich die ehemalige Ministerpräsidentin, muss mit einem Menschen geschehen sein, der dies von sich sagt? Das denkbar Schlimmste. Misshandlung, Vergewaltigung, Sklaverei, Zwangsprostitution. Somaly Mams Lebensbericht sollte nicht zuletzt Pflichtlektüre für gewisse "kontaktfreudige" Fernosturlauber werden. Hier wird dem Elend kräftig in die Wurzeln geleuchtet. Im Alter von zehn wurde Somaly, deren familiäre Herkunft im Dunkeln liegt, von ihren Adoptiveltern einem Mann zugeführt, der ihr als "Großvater" vorgestellt wurde. Dies war das Ende einer ärmlichen, aber idyllischen Kindheit, die 1971 in den Bergen Ostkambodschas begonnen hatte. Die Bergbewohner, Phnong, "Wilde" genannt, bilden eine ethnische Minderheit, traditionell verachtet von den Khmer wegen ihrer dunklen Hautfarbe und gleichermaßen gefürchtet wegen ihrer Zauberkräfte. Ebenso traditionell scheinen sie "brauchbare" Leibeigene herzugeben, wie Somaly unter der Fronarbeit und den Peitschenhieben des "Großvaters" bald schmerzlich erfahren musste! Einzige Bezugsperson in dieser schlimmen Zeit war ein Lehrer, der ihr Unterricht anbot und heute noch ihr Freund ist. Wie wichtig dieser einzige und letzte Mann war, der Somaly echte Zuneigung entgegenbrachte, zeigt sich in der Kraft, die ihr nach ihrem unsäglichem Martyrium verblieb. Das Ende der Unschuld begann mit zwölf, als der hochverschuldete "Großvater" sie gegen Geld einem chinesischen Kaufmann andiente. Die erste Vergewaltigung. Wenige Jahre später fädelte er Somalys Hochzeit mit einem Soldaten ein. Als dieser neuerliche Peiniger ums Leben kam, verkaufte er seine Schutzbefohlene kurzerhand an ein Bordell in Phnom Penh. Den nun folgenden Höllentrip mag der geneigte Leser selbst nachvollziehen. Das letzte Wort dieses beklemmenden Berichts gebührt einer Hilfsorganisation. Somaly Mam konnte sich 1992 aus den Klauen der Zwangsprostitution befreien. Für Leidensgenossinnen, denen weniger Glück beschieden ist, gründete die Autorin AFESIP, eine schlagkräftige Hilfsorganisation für Frauen in Not, gegen Kinderprostitution und Menschenhandel. Ein wichtiges Zeichen! Somalys Botschaft an die Welt. Möge sie in vielen Ohren klingeln! --Ravi Unger
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
Erstmal sprachlos 5 von 5 Punkten Ich las dieses Buch über zwei Tage, und nach der ersten Hälfte hatte ich eine schlaflose Nacht. Ich mußte schon heulen an der Stelle, als man "den Mädchen Nägel in den Kopf haute und Zigaretten an ihnen ausdrückte" sogar jetzt, wo ich das schreibe, hab ich Tränen in den Augen.
Von Zwangsprostitution hat man ja schon gehört, aber in dem Maße, wie es in Südostasien vor allem in Kambodscha zugeht, von den eigenen Leuten verkauft zu werden ! ist denn das Leben einer Frau dort überhaupt nichts wert? Ist sie denn nicht auch ein Lebewesen ? Wo sind die Buddhisten ? alsd Kind für nen Appel und ein Ei an einen alten Bock verkauft zu werden, der sie dann mißbraucht und weiterverkauft ....das macht mich erstmal fassungslos. Man sieht das mit der Prostitution jetzt mit ganz anderen Augen. Nicht die Frauen sind schuld, sondern die, die in einem so weit entfernten Land wie Thailand, Kambodscha, Laos usw in die Bordelle gehen und sich an Kindern vergreifen oder "zugenähten Jungfrauen". Pfui Teufel, aber auch in Deutschland haben wir das, schaut doch nach Berlin , Frankfurt, Hamburg....
Die Welt ist machtlos gegen den Sextourismus, solange es immer noch solche gibt, die extra dorthin reisen. Wenige haben das Glück, einen Mann zu finden, der so ist wie Somaly Mam`s. Sie hat einen Meilenstein gesetzt und wachgerüttelt. Sie ist eine sehr mutige Frau, dass sie sich trotz der persönlichen Drohungen und Anschläge trotzdem noch für ihre Sache einsetzt. Ihr eigenes letztes Geld gibt, und auch ihr Leben geben würde, nur um anderen zu helfen, die gleiches Schicksal erleiden müssen. Hut ab vor soviel Courage. Sie sollte uns allen ein Beispiel sein!
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Die scheußlichsten Länder der Welt: Mrs. Mortimers übellauniger Reiseführer Favell Lee Mortimer Gebundene Ausgabe, Oktober 2007 Verkaufsrang: 36655 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Idee ist erfrischend: ein Buch über die Länder der Welt, in dem garantiert nicht die durch Werbung und Reisebüros überstrapazierten Begriffe "Traumstrand", "pittoreske Fischerdörfer" und "perfekte Orte zum Seele baumeln lassen" vorkommen. Nein, es soll um eine ganz und gar schonungslose Betrachtung der Länder gehen, die in politisch inkorrekter Weise den Finger auf Wunden legt, Tacheles redet, schonungslos unbequeme Wahrheiten nennt. Doch wer jetzt eine aktuelle Abrechnung erwartet, wird enttäuscht sein, denn das Buch Die scheußlichsten Länder der Welt macht einen Riesensprung in die Vergangenheit. Es lässt Favell Lee Mortimer literarisch wieder auferstehen. Die Star-Autorin im viktorianischen England teilte ums Jahr 1850 ihren staunenden Mitmenschen in drei Bestsellern mit, wie schrecklich es draußen in der Welt zugeht. Das Kuriose: Sie war analog zu Karl May nie in den Regionen, über die sie schreibt. Alles hat sie aus anderen, vielen anderen Büchern zusammengetragen -- vor allem das Kritische, das Böse, das Negative. "Die Franzosen machen dauernd Komplimente, und diese Komplimente stimmen oft nicht", warnt Mrs. Mortimer. Schlimmer sei es jedoch in Spanien, "dort gibt es Räuber und Mörder" und manche Männer "benehmen sich wie Wölfe". Klar finden sich auch Beschreibungen, die in der heutigen Zeit noch einigermaßen durchgingen. Und dass New Orleans ein gefährlicher Ort für Leib und Seele ist, bewies nicht zuletzt die grausame jüngste Hurrikan-Vergangenheit. Nichtsdestotrotz: Es finden sich einige unterhaltsame Passagen und für Reisemuffel sind die reaktivierten Geschichten ohnehin eine willkommene Rückenstärkung. Lautet doch das Credo: Am schönsten ist es einfach zu Hause. Apropos zu Hause. Die Deutschen kommen bei Favell Lee Mortimer ohnehin erstaunlich gut weg. Sie schreibt von "kräftigen, großen, gut aussehenden Männern. Die Frauen sind frisch und hübsch." Andererseits bemängelt Mortimer aber, dass sie ihre Häuser nicht sauber halten, weil sie zu viel draußen sind. Dafür lieben sie das Stricken. "Sie sind so in ihre Stricknadeln vernarrt wie die Männer in ihre Pfeifen." Spätestens jetzt wünscht man sich ein aktuelles Update à la Mortimer, an das sich aber keiner trauen wird, aus Angst vor Klagen, wüsten Anrufen, Morddrohungen. -- Christian Haas
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Miss Mortimer verschubladet die Völker der Welt: Eloquent, naiv, politisch völlig inkorrekt - jedoch unbedingt lesenswert! 4 von 5 Punkten Eine verbiesterte Dame muss sie - nach unseren Maßstäben gemessen - gewesen sein, diese Miss Favell Lee Mortimer (* 1802 ... + 1878), die der Welt vor zirka 150 Jahren diese durchaus aufschlussreichen, jedoch durch und durch Vorurteils-Gespickten - nämlich für unser Verständnis alles andere als politisch korrekten! - Aufzeichnungen, hinterlassen hat. Zu diesem Schluss kann man bereits gelangen, wenn man das ausführliche Wort des Herausgebers, Todd Pruzan, zur Kenntnis nimmt. Dieses Vorwort ist übrigens mindestens so lesenswert, wie Miss Mortimers eigenwillige Reiseberichte (im Original unter mehreren Titeln erschienen) - über Länder, in denen die Gute freilich niemals persönlich war; Favell Mortimer war laut eigenen Aufzeichnungen nur zwei mal außer den Grenzen ihrer Heimat, noch nicht einmal bis "Wales" hat sie es geschafft, dennoch den dort ansässigen Menschen einen Haufen mehr oder weniger glaubwürdige Eigenschaften angedichtet. ("Auch wenn die Waliser nicht sauber sind, sehen ihre Häuser sauber aus, weil sie sie jedes Jahr tünchen, und manchmal tünchen sie auch die Schweineställe." [S.45])
Die Autorin war übrigens Zeitgenossin von Berühmtheiten, wie Charlotte und Emily Bronte, Elizabeth Gaskell, Charles Darwin ... Im viktorianischen England war sie bekannt (allerdings nicht namentlich!) für das Kinderbuch "The peep of day", das heute ohne jede weitere Diskussion verboten werden würde: Eine Aneinanderreihung von grauslichen Schilderungen, die man sogar als Erwachsener mit einiger Befremdung liest.
Wie stellt man sich diese Miss Mortimer jetzt vor?
In schwarzem Gewandt, im viktorianischen Stil, mit Spitzenhaube und einer Bibel in der Hand - in welcher die griesgrämige Dame den ganzen lieben Tag lange liest. Wenn sie nicht von irgendwoher Berichte über andere Länder aufschnappt, die sie nach ihrem eigenen Stil interpretiert.
Welche Kriterien setzt Miss Mortimer voraus um Menschen als "die Guten" einzustufen?
Im Prinzip gehören alle Menschen dazu, die dem evangelischen Glauben angehören, dem Alkohol abschwören und noch so einigen anderen Dingen, die nichts als Unheil über die Menschheit bringen (Rauchen, Opium).
Welche Völker sind jetzt von Grund auf schlecht?
Alle, die Götzenbilder anbeten - ganz schlimm, diese Katholiken! -, die Alkohol trinken und den Tag des Herren nicht gebührend loben. Nicht zu vergessen die Zeitgenossen, die Bücher lesen über Menschen, die nie gelebt haben! (Insbesondere den "Deutschen" wird das vorgeworfen
Welche Länder sind laut Miss Mortimers Aufzeichnungen die "schönsten"?
Einerseits taucht da immer wieder die Schweiz auf, und - leicht nachzuvollziehen -, ihre Heimat: England. Sogar über Griechenland weiß Miss Mortimer Gutes zu berichten:
" ... eines der lieblichsten Länder - v i e l l e i c h t ist es das a l l e r schönste-, aber mit letzter Sicherheit können wir das nicht behaupten, denn manche Leute meinen, das sei die Schweiz." [S.114]
Übrigens -, in genau diesem Frage- und Antwort-Stil, den ich in den letzten zwei Absätzen angewendet habe, schreibt Miss Mortimer. Was diese überaus naiven Ansichten der Dame zu unfreiwilliger Hochkomik auflaufen lässt und ordentlich Spielraum für Interpretationen der Herkunft ihrer Informationen lässt! Eingeleitet werden ihre "Artikel'" über die einzelnen Länder von historischen Abrissen, die unerwartet hohen Informationscharakter haben - und schlussendlich ein umfassendes Gesamtbild des beginnenden 19. Jahrhunderts ergeben. Für mich als Geschichts- und Jahreszahlenmuffel eine faszinierende Nachhilfestunde in Geschichte.
Der Haken an dem Büchlein: Es ist schwer "am Stück" zu ertragen. Ich hab's auf dem Flughafen gesehen, war sofort entzückt, habe es während des Wartens und gleich im Flugzeug weiter gelesen - musste es nach insgesamt zwei Stunden allerdings zur Seite legen müssen, denn so komisch Miss Mortimers Erläuterungen zu Europa sind, so anstrengend wird die Sache, wenn man sich den Asiatischen oder Afrikanischen Stämmen und Ländern widmet.
Ein unbedingter Tipp für alle Fans von Reiseberichten und für Leser(innen),die sich den geistreichen Lektüren der viktorianischen Zeit verschrieben haben. Unbedingt auch erwähnenswert das handliche, schön gebundene Format - und die liebliche Gestaltung der Artikel mitsamt der herrlich beschrifteten Landkarten! Zum Verschenken fast zu schade ... ;-)
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Nasses Eichenlaub. Todesschach unter Wasser: Als Kommandant und F.d.U. im U-Boot-Krieg Fritz Brustat-Naval, Teddy Suhren Broschiert, November 2005 Verkaufsrang: 9305 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Reinhard, Tedy , Suhren war die mit Abstand schillerndste Figur in seiner Generation der deutschen U-Boot-Fahrer, ein Enfant terrible mit lockerem Mundwerk und nicht eben formvollendeten Manieren. Und doch wurde er bereits mit 28 Jahren der jüngste Korvettenkapitän der Kriegsmarine und einer der erfolgreichsten Kommandanten der U-Boot-Waffe. Daß ihn die britische Admiralität auf deren geheimer »Star-Liste« der deutschen U-Boot-Kapitäne führte, wäre ihm, hätte er davon gewußt, egal gewesen. »Was soll?s«, war seine Devise, mit der er die schwierigsten Situationen meisterte, und mit ihr überlebte er auch - trotz allem.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 10 Bewertungen)
Ein schöner Querschnitt durch die Geschichte von Teddy 5 von 5 Punkten Dieses Buch ist ein schöner Querschnitt durch die Geschichte von "Teddy" Suhren, mit sehr vielen Details aus seinem Leben vom kleinen Jungen bis zum hochdekoriertem Kaleun. Mit einigen Bildern in der Mitte des Buches als schöne Ergänzung zur Geschichte.
Auf jeden Fall sehr empfehlenswert!
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Ich, Prinzessin aus dem Hause Al Saud: Ein Leben hinter tausend Schleiern Jean P. Sasson Taschenbuch, März 1994 Verkaufsrang: 11131 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Eine saudiarabische Prinzessin erzählt von ihrem Leben "hinter tausend Schleiern", einem Leben, das von einer starren Gesellschaftsordnung bestimmt wird, die sich seit vielen hundert Jahren kaum geändert hat, und in der Frauen nicht viel zählen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 33 Bewertungen)
The Best 5 von 5 Punkten Es ist das beste Buch,was ich bisher aus diesem Genre gelesen habe....Einmal angefangen fesselt es einen ungemein und es wird nie langweilig....immer spannend und interessant....und der Inhalt natürlich für uns Frauen schockierend....
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Ich, Prinzessin aus dem Hause Al Saud: Ein Leben hinter tausend Schleiern Jean P. Sasson Taschenbuch, März 1994 Verkaufsrang: 11131 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Eine saudiarabische Prinzessin erzählt von ihrem Leben "hinter tausend Schleiern", einem Leben, das von einer starren Gesellschaftsordnung bestimmt wird, die sich seit vielen hundert Jahren kaum geändert hat, und in der Frauen nicht viel zählen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 33 Bewertungen)
The Best 5 von 5 Punkten Es ist das beste Buch,was ich bisher aus diesem Genre gelesen habe....Einmal angefangen fesselt es einen ungemein und es wird nie langweilig....immer spannend und interessant....und der Inhalt natürlich für uns Frauen schockierend....
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Comeback. Parkinson wird nicht siegen Michael J. Fox Gebundene Ausgabe, September 2002 Verkaufsrang: 4123 Der Artikel ist bald verfügbar. Sichern Sie sich jetzt Ihr Exemplar! Es war nicht der Kater nach dem Besäufnis vom Vorabend, der die Zuckungen im kleinen Finger hervorrief. Auch keine Verletzung nach der gestrigen harmlosen Balgerei mit seinem Filmpartner Woody Harrelson. Dies wurde Michael J. Fox langsam klar, als er an jenem Novembermorgen 1990 in der Luxussuite seines Hotels in Florida erwachte. Das unheimliche Zucken begleitete ihn fortan, ergriff in der Folgezeit auch die restlichen Finger -- und schließlich den gesamten Körper. Was der berühmte Schauspieler damals nicht in vollem Ausmaß ahnen konnte: An jenem unheilvollen Morgen zeigten sich die ersten sichtbaren Anzeichen der heimtückischen Krankheit, die innerhalb von zehn Jahren seine Karriere beenden und sein Leben radikal umkrempeln sollten. Young-Onset-Parkinson gilt als seltene Frühform der Krankheit, die gewöhnlich erst bei älteren Menschen auftritt. Als die Schüttellähmung bei Fox ausbrach, war er gerade dreißig. Bis zum September 1998 konnte der kleinwüchsige Schauspieler, der mit Filmen wie Doc Hollywood und der Zurück-in-die-Zukunft-Trilogie auf der Höhe seines Ruhms stand, seinen Zustand verbergen: Die Schilderung seiner Ängste vor plötzlich auftretenden Zuckungen in der Öffentlichkeit gehören zu den beklemmendsten Momenten des Buches. Schließlich trat Michael J. Fox an die Öffentlichkeit. Die Anzeichen waren inzwischen unübersehbar geworden. Eines muss man dem heute 41-Jährigen, der sich im Jahr 2000 aus dem Filmgeschäft zurückzog und eine Stiftung zur Ursachenbekämpfung der Parkinson-Krankheit ins Leben rief, attestieren: Trotz seines schweren Schicksales hat er sich einen bewundernswerten Grundhumor bewahrt -- und er ist zweifelsohne noch immer ein Mann des Films. Sein Buch, eine rasche Schnittfolge aus Biografie, Krankheitsverlauf sowie höchst amüsanten Innenansichten aus der Filmbranche, strotzt vor szenischen Gags und ironischer Kampfansage. Der bewegende Erkenntnisbericht des ewigen Kindes Marty McFly, von einer hedonistischen Glamourwelt umhätschelt und am Ende hochgradig alkoholgefährdet, das erst durch die Krankheit und die Hilfe seiner Frau Tracy zu Michael J. Fox heranreifte, wird noch lange beschäftigen. --Ravi Unger
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 22 Bewertungen)
Marty Mc Fly kann sich von ihm ne Scheibe abschneiden 5 von 5 Punkten In meiner Teene-Zeit war ich "natürlich" Michael J.Fox Fan. Hatte sogar aus der dämlichen Bravo seinen -Starschnitt- an meiner Wand kleben. Er und sein Hund, oder aber ein Hund fürs Foto. Egal. Ich liebte ihn. Oder besser gesagt, das, was er darstellen sollte. Mann kannte ihn ja hauptsächlich hier in Deutschland nur von "Zurück in die Zukunft".
Nachdem dann ein paar Kino-Flops, in denen er praktisch immer dasselbe spielte, kamen, flachte meine Begeisterung für ihn ziemlich ab.
Gut, ich sehe mir die Filme trotzdem gerne an, aber dennoch war ich etwas enttäuscht von ihm. Außer dem Film: " Die verdammten des Krieges" begeisterte mich keiner so richtig.
Nun gut, jetzt zum Buch:
Als ich davon hörte, und vor allem hörte, das es so gut sein soll, dachte ich, was kann man da schon falsch machen.
Aber ich dachte nie im Leben, das mich dieses Buch so begeistert.
In seinem Buch ist die Krankheit mehr oder weniger Nebensache. Er erklärt sein jetziges Handeln, indem er sein Leben komplett beschreibt. Angefangen von seiner Kindheit, über seine anfänglichen Theater- und später Film-versuche, bishin seines letztendlichen Starruhms.
Ich muß zugeben, das ich beim lesen dieses Buches sehr irritiert war. Ich kam mir vor, als ob er neben mir sitzt und mir sein Inneres preis gibt.
Und ich muß leider zugeben, das ich mich in dem hohen Alter von 34 Jahren erneut in diesen kleinen "großen" Mann verliebt habe. Aber diesmal in ihn, und nicht in eine seiner Filmfiguren. Denn er ist wirklich wesentlich besser als alles, was er jemals gespielt hat.
Fans von ihm sollten sich mal die Seite: "www.youtube.com" ansehen. Wenn man da bei der -Suche- seinen Namen eingibt, kann man wahnsinnig tolle Videos von ihm anschauen. Am besten ist die "Michael J.Fox Tribute" - Seite von ihm. So richtig zum dahinschmelzen.
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Ein Tag im Leben des 179212 Jens Söring Broschiert, September 2008 Verkaufsrang: 3000 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Man ist ständig einsam, aber nie allein!"Jens Söring. Der eindringliche Bericht eines untypischen Gefangenen. Ein Blick hinter die Kulissen des amerikanischen Strafvollzugs. Eine spirituelle Reise voller Verzweiflung und Zuversicht»Jeden Morgen um zwanzig nach vier weckt mich das Klo.«Jens Söring soll 1985 als 18-Jähriger die Eltern seiner Freundin ermordet haben. Seitdem ist er in den USA in Haft. Aber der deutsche Diplomatensohn beteuert seine Unschuld, er habe seine Freundin schützen wollen.Im vorliegenden Buch erzählt er minutiös, wie sein Tag im Gefängnis aussieht. Dabei erfährt der Leser viel über den amerikanischen Strafvollzug, die äußeren Umstände im Allgemeinen und den inneren Zustand des Gefangenen mit der Nummer 179212 im Besonderen: »Jeder Tag ist eine neue Schlacht im endlosen Krieg gegen die Hoffnungslosigkeit und Unmenschlichkeit.«Hat Jens Söring wirklich gemordet oder wurde er ein Opfer der Justiz? Eine Antwort liefert das Buch nicht, aber: »Ich habe selten etwas Bewegenderes gelesen, gerade weil seine Worte nie die Haltung verlieren und ruhige Distanz wahren«. (Rudolf von Waldenfels)
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Erinnerungen eines Soldaten Heinz Guderian Gebundene Ausgabe, 1994 Verkaufsrang: 8180 Das Buch möge auch der jungen Generation erzählen, wie ihre Väter kämpften und ihr Leben einsetzten für ihr Volk, möge es sie daran erinnern, diejenigen nicht zu vergessen, die an unser Deutschland glaubten trotz Not und Tod, und schließlich trotz sicherer Niederlage. Denn nur dann war das schmerzliche Opfer nicht umsonst, nur dann besteht Hoffnung auf einen - so Gott will - friedlichen Aufstieg Deutschlands.
Klotzen - nicht kleckern! - das war der Leitspruch, den General Guderian seinen Panzermännern, seinen Offizieren und am Ende seiner glanzvollen Laufbahn auch seinen obersten Kriegsherren immer wieder gepredigt hat. Dieser Gedanke durchzieht auch sein Buch und reißt den Leser mit, obwohl der "Schnelle Heinz" bewußt auf sensationelle Darstellungen und Effekthascherei verzichtete. Gerade deshalb wirken die vielen dramatischen Teile seines Werkes umso stärker. Daß der...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
Eine wichtige Autobiographie zum Zweiten Weltkrieg 5 von 5 Punkten Heinz Guderian war führend am Aufbau der deutschen Panzerwaffe beteiligt. 1941 ging er aufgrund von früheren Besichtigungsreisen in Rußland davon aus, daß die Sowjets über 10.000 Panzer verfügten. Hitler glaubte ihm nicht. Später, als (aufgrund der Abschußzahlen) klar wurde, daß die Sowjets im Juni 1941 nicht über 10.000, sondern 20.000 (nein: 35.000 [!]) Panzer verfügt hatten, sagte Hitler zu Guderian (und auch zu dem finnischen General Mannerheim): Wenn ich gewußt hätte, daß die Sowjetunion über 20.000 Panzer verfügt, hätte ich sie nicht angegriffen. Dieser gewaltigsten Militärmacht der Weltgeschichte stand Deutschland mit einigen lächerlichen 6.000 Panzern gegenüber, die technisch alle noch dem T 34 unterlegen waren ... Die Niederlage war vorprogrammiert. Es bedurfte aber immer noch umfangreicher US-amerikanischer Materiallieferungen an die Sowjetunion über die Murmansk-Linie, die von den Deutschen niemals genommen wurde ...
Bei der Einschätzung der Erfordernisse zur Abwehr der Invasion in Frankreich allerdings verschätzte sich Guderian deutlich. Er setzte weiter auf "bewegliche" Kampfführung, während Rommel in Afrika und Sizilien längst gelernt hatte, daß diese bei der feindlichen Luftüberlegenheit zur Chimäre wird. Rommel forderte - weitgehend erfolglos - das Eingraben der deutschen Panzer direkt hinter dem Strand der Küste. Auch ein frühzeitiger Einsatz der Panzerwaffe wie von Rommel gefordert, hätte zur Abwehr der Invasion führen können ...
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Am Beispiel meines Bruders Uwe Timm Taschenbuch, April 2005 Verkaufsrang: 10704 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden In Toni Morrisons Roman Menschenkind geistert ein Opfer der Sklaverei noch Jahre später am Ort des Geschehens herum. Auch Uwe Timms älterer Bruder spukt Jahrzehnte nach seinem Tod durch dessen Träume. Nur, dass er zu den Tätern zählt -- anfänglich. Als Angehöriger der SS-Totenkopf-Division verliert Karl-Heinz auf dem Russland-Feldzug zuerst beide Beine, dann das Leben. Durch das trauernde Nicht-Vegessen-Wollen der Mutter und das zornige Nicht-Vergessen-Können des Vaters wird er für den 1940 geborenen Autor zur mythischen Figur, ist "abwesend und doch anwesend". Als Eltern und Schwester nicht mehr leben, kann er endlich auch darüber schreiben. Mithilfe der Feldpostbriefe und seiner Erinnerung an die Erinnerungen der Eltern nähert er sich dem fremden Bruder. Dessen Kriegsnotizen "verraten weder den Überzeugungstäter noch aufkeimenden Widerstand", deuten nur an, wie Ganz normale Männer allmählich zu Mordmaschinen werden: "75 m raucht Iwan Zigaretten, ein gefundenes Fressen für mein MG." Timm rechnet mit dem Schlimmsten: Meint "Läusejagd" wirklich nur eine hygienische Maßnahme?! Eigene Erinnerungen rahmen das Suchbild ein: Nazi-Größen müssen 1945 plötzlich die Straße fegen; der Vater stürzt sich, wie seine gekränkte und kranke Generation, in den "lärmenden Wiederaufbau"; die 74-jährige Mutter reist auf den Spuren des Sohnes in die Ukraine. Timm versucht zu urteilen, ohne zu verdammen, und wittert stets "die Gefahr, glättend zu erzählen". Ebenso behutsam wie schonungslos legt er menschliche Abgründe offen, bringt deutsche Befindlichkeiten in schlichte Sätze, die nachklingen: "Die Erziehung zur Tapferkeit... führte zu einer zivilen Ängstlichkeit." Oder: "Erst wenn etwas zur Sprache kommt, kann sich auch Widerspruch bilden." Ein Altachtundsechziger rekapituliert am Beispiel seines Bruders Geschichte im Kleinen und Großen, mehr wehmütig als wütend. Wo er das Schreiben als "Notwehr" begreift, hat es dem Älteren irgendwann die Sprache verschlagen: "Hiermit schließe ich mein Tagebuch, da ich es für unsinnig halte, über so grausame Dinge, wie sie manchmal geschehen, Buch zu führen." --Patrick Fischer
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 36 Bewertungen)
Eine ergreifende Aufarbeitung deutscher Geschichte 5 von 5 Punkten Uwe Timm ist von seinem ersten Buch an immer schon ein ganz anderer" deutscher Autor gewesen, zeichnen sich seine Bücher durch einen hohen Grad an Authentizität bzw. Realitätsbezug aus. Die Gattung Roman oder Erzählung - auch wenn diese oftmals den Buchdeckel verziert - ist deshalb letztlich nicht immer wirklich passend.
Beschrieb Timm in seinem ersten Roman die Zeit der 68er, oder erzählte er später die Geschichte des Hochrads oder der Currywurst, so war dies immer auch ein Stück non-fiktionale" Zeitgeschichte. Immer sauber recherchiert, immer interessant, immer erbaulich.
Besonders spannend wird es dann, wenn Timm seine eigene Geschichte erzählt, wie in Heißer Sommer", Rot" oder besonders hervorzuheben Der Freund und der Fremde".
Das vorliegende Buch, das ganz bezeichnenderweise ganz ohne Gattungsbegriff auskommt, ist Uwe Timms intimstes Buch. Das Aufarbeiten der Lebensgeschichte seines im Russlandsfeldzug umgekommenen deutlich älteren Bruders Karl-Heinz hat Timm lange vor sich her geschoben. Es hat ihn spürbar viel Überwindung und Kraft gekostet.
Dabei ist dieses Buch nur zum Teil seinem Bruder gewidmet. Mindestens ebenso einfühlsam nähert sich Timm seinen anderen verstorbenen Familienmitgliedern an: Dem Vater, der Mutter, der Schwester. Nicht nur wer sich in der systemischen Theorie auskennt weiß, dass die eigene Lebensgeschichte untrennbar von den anderen Familienmitgliedern ist. Wer etwas über sich erfahren will, kann dieses also nur im Spiegel und in der Begegnung mit den anderen.
Martin Walser hat in einem gemeinsam mit Günter Grass kürzlich erschienenem Interview gesagt, er, ein Schriftsteller, schreibe immer über das, was ihm fehlt. Uwe Timm hat ein ergreifendes aber keineswegs sentimentales Buch über seine verstorbene Familie geschrieben, über Menschen, die ihm fehlen und formuliert am Ende seines Buches passend einen bemerkenswerten Gedanken: Schreiben ist Notwehr.
Fazit: Ein höchst empfehlenswertes Buch für alle, die etwas erfahren wollen über das Subjekt in den Unzeiten des deutschen Faschismus, den Menschen, wie er gelebt, gelacht, geweint oder einfach nur versucht hat zu überleben. Vor dem Hintergrund später Autorenbekenntnisse wie denen eines Günter Grass wirkt dieses kleine und doch ganz große Buch wie eine Entdeckungsreise in das Innere der eigenen Familie mit befreiender Wirkung. Uwe Timm hat sich nachträglich im besten Sinne mit Vater, Mutter, Bruder und Schwester ver-söhnt".
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Kommandant in Auschwitz: Autobiographische Aufzeichnungen Rudolf Höß Taschenbuch, 1978 Verkaufsrang: 11756 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die autobiographischen Aufzeichnungen decken Hintergründe moralischer und geistiger Pervertierung auf, die sich im Deutschland Hitlers und Himmlers bei unzähligen ehrgeizigen »Gläubigen« des Regimes vollzog. Das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz, in der Nähe der gleichnamigen Stadt gelegen, wurde nach dem deutschen Angriff auf Polen im Zweiten Weltkrieg errichtet. Im Mai 1940 wurde der damalige SS-Obersturmbannführer Rudolf Höß mit dem Ausbau des Lagers beauftragt, das er als Kommandat dreieinhalb Jahre lang befehligte. Auschwitz gehörte zu den größten Vernichtungslagern des Dritten Reiches und bestand bis zum Januar 1945. Höß wurde zum 2. April 1947 vom polnischen Obersten Volksgericht zum Tode verurteilt und am 16. April 1947 in Auschwitz gehenkt. Der Kommandant, dessen Laufbahn 1943 in Dachau begann, dann über Sachenhausen nach Auschwitz führte und schließlich 1945 in der Zentrale der »Inspektion KL« endete, berichtet von dem Inferno einer maschinell und »hygienisch« betriebenen Ermordung der Hunderttausende, die fast täglich mit Transportzügen aus ganz Europa in Auschwitz eintrafen. Er schildert Entstehung, Organisation und Entwicklung der Konzentrationslager, besonders aber seine Tätigkeit in Auschwitz. Dabei bemüht er sich um Exaktheit und Sachlichkeit; er erweist sich keineswegs als sadistischer Henkersknecht, sondern vielmehr als ein Mann, der Ordnung und Disziplin liebte, der in der Freizeit als »anständiger« SS-Führer stets beflissen und bereit war, auch den unmenschlichsten Befehl zur Zufriedenheit seiner Vorgesetzten auszuführen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 14 Bewertungen)
Akribisch okumentierte Vernichtung 5 von 5 Punkten Ein erschütterndes Buch, das zeigt wie stark Menschen durch Normen und Werte ihrer Ideologien gebunden sein können. Wichtig sich vor Augen zu rufen: Höß war weder 'Normalbürger' noch Zivilist, aber dennoch wird deutlich, dass er ein Mensch war und sein Bericht zeigt wozu Menschen fähig sind.
Erschreckend finde ich den Kommentar zum Thema SS eines Vorgängers:
"Höß' Aufzeichnungen lassen deutlich werden, dass [die Massenvernichtung] maßgeblich darauf zurückzuführen ist, dass Gehorsam und Pflichterfüllung zum kategorischen Imperativ einer gesamten Gesellschaft und vor allem der SS erhoben wurde. "Deine Ehre heißt Treue" war der Leitspruch dieser selbsternannten Elitetruppe. Die Konsequenzen dieser Treue werden völlig irrelevant. So wurde selbst der befohlene Massenmord vollstreckt, weil es als unmöglich empfunden wurde, einen Befehl nicht zu befolgen."
Die SS ist als Institution keinesfalls mit der duldenden Zivilgesellschaft auf eine Stufe zu stellen. Erklärungsversuche wie diese sind gefährlich und geben ein Bild der SS, wie sie sich wohl selbst gern gesehen hätte. Schade, dass es scheinbar die Rechtfertigungsmuster der Verbrecher sind, die die Zeit überdauern.
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Der verlorene Sohn: Der Kampf eines Kindes um Liebe und Anerkennung Dave Pelzer Taschenbuch, April 2004 Verkaufsrang: 7946 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Als Soldat der US-Air-Force spielte der Autor Dave Pelzer in Operationen wie "Desert Storm" während des ersten Golfkriegs eine wichtige Rolle. In den USA aber wurde er hauptsächlich durch andere Taten bekannt, so zum Beispiel durch seine Hilfsprogramme zur Rettung "gefährdeter Jugendlicher". Noch bemerkenswerter aber sind Pelzers autobiografisch gefärbte Bücher über seine schreckliche Kindheit, zu denen neben Sie nannten mich 'Es' auch Der verlorene Sohn gehört. War Sie nannten mich 'Es' noch aus der Perspektive eines Kindes geschrieben, so schildert Pelzer nun mit den Augen des Heranwachsenden die Jahre zwischen dem zwölften und achtzehnten Lebensjahr, die ihm nach einer Kindheit voller Entbehrungen und Quälereien durch eine grausame Mutter und einen alkoholabhängigen Vater in Gestalt der Sozialarbeiterin "Tante Mary" eine neue Perspektive gaben. Aber er zeichnet auch nach, wie schwer es war, die Schatten einer schutzlosen Vergangenheit in der Gewalt überforderter Erziehungsberechtigter wieder loszuwerden. Auf drei Bände hat Dave Pelzer seine Trilogie kindlicher Ängste und Sehnsüchte angelegt; der dritte Band lautet Ein Mann namens Dave. So zeigen schon die Titel die Wandlung vom ungeliebten Kind zum erwachsenen, selbstbewussten Mann. Und den Werdegang einer faszinierenden, überaus lesenswerten Geschichte. --Isa Gerck
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 12 Bewertungen)
Gelungene Fortsetzung des Buches "Sie nannten mich Es"! 5 von 5 Punkten Nachdem ich schon das erste Buch von Dave Pelzer gelesen habe, in dem er sein "Leben" bis zum 12 Lebensjahr in etwa beschreibt, wollte ich unbedingt wissen wie's weiterging und was aus ihm geworden ist.
Mit "Der verlorene Sohn" hat er ein weiteres Buch veröffentlicht, was einem durch und durch geht. Es ist sogar noch sehr viel interessanter als sein erstes Buch, da man hier viel mehr Informationen über ihn und seine unglückliches Leben bekommt und nicht nur Beschreibungen "der Spielchen", die seine Mutter sich Tag für Tag neu für ihn ausdachte. Zudem werden sehr viele Probleme und Vorurteile angesprochen, denen ein solches Kind in der Gesellschaft ausgesetzt ist. Durch diese sehr detaillierte und genaue Erzählung seiner Geschichte fühlt man sich dem Jungen eng verbunden und leidet mit ihm, wann immer er wieder einen Rückschlag erhält.
Man erfährt außerdem noch viel über die Pflegefamilien, in denen Dave aufgenommen wurde. Es ist wirklich bewundernswert, was diese Menschen auf sich nehmen um verstoßenen Kindern zu helfen. Auch dies regt sehr zum Nachdenken an, den es gibt immer noch viel zu wenig Pflegefamilien für Pfelgekinder...
Diese Buch ist einfach klasse und hat mir in manchen Dingen die Augen noch weiter geöffnet. Es ist eine Schande, dass solche Kinder dann teilweise auch noch von dem Umfeld ausgegrenzt werden, obwohl sie doch - wie jeder von uns - nur dazu gehören wollen...
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Samarkand: Eine Reise in die Tiefen der Seele Olga Kharitidi Broschiert, Juni 2005 Verkaufsrang: 20791 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die flirrende Aura Samarkands, ein charismatischer Heiler und die Suche nach der Kraft spiritueller Geheimnisse: Olga Kharitidi nimmt uns mit auf eine Reise, die uns nicht nur mit den Urängsten der Menschheit konfrontiert, sondern auch mit dem uralten Wissen einer legendären Stadt.
Heilung von Dämonen des Traumas: Eine spirituelle Reise in die mystische Stadt am Rande der Seidenstraße Die flirrende Aura des legendären Samarkand, ein geheimnisvoller Heiler und die Suche nach der Kraft spiritueller Geheimnisse und Heilmethoden. Nach dem großen Erfolg von Das weiße Land der Seele nimmt Olga Kharitidi uns mit auf eine spirituelle Reise, die sie nicht nur mit den Urängsten der Menschheit konfrontiert, sondern auch mit dem uralten geheimen Wissen...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)
Eine Reise zur Ganzheit - zur Heilung 5 von 5 Punkten Für mich einerseits spannend, Bekanntes und doch Unbewusstes in meinem Innern durfte berührt, geweckt werden, andererseits Magie/Zauber geschickt mit der Realität verwoben. Heilung unserer Urängste, unserer Traumatas verständlich verpackt und in verträglichen Dosen verabreicht. Bis zur letzten Seite spannend und berührend, zeigt das Buch einen Weg zur Selbstbefreiung, zur Heilung, im besten Fall zur eigenen Heilung der Traumatas auf. Es lässt uns auch vertrauen, dass wir im Grunde alles in uns selbst, in der Schöpfung finden, was wir denn brauchen.....sicher lesenswert, für alle, die auf der Suche sind, die sich entwickeln wollen, die Befreiung suchen.....
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Ich, Romy: Tagebuch eines Lebens Seydel Renate Gebundene Ausgabe, Mai 2007 Verkaufsrang: 6363 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Schon als junges Mädchen begann Romy Schneider ihr Leben in Tagebuchaufzeichnungen selbst zu beschreiben und sie setzte dies bis zu ihrem Tode fort. Ihre Texte sind Grundlage für eine bewegende Autobiografie, die das Bild einer großartigen Künstlerin und faszinierenden Frau zeichnet. Romy Schneider erzählt ihr Leben mit großer Offenheit, kritisch und engagiert, sie bekennt sich zu ihren Träumen und Sehnsüchten, aber auch zu ihren Enttäuschungen und Niederlagen. „Tagebuch eines Lebens” ist ein berührendes persönliches Dokument, dessen Unmittelbarkeit und Intensität jeden in seinen Bann ziehen. Mit 87 Fotos und 3 Textillustrationen sowie einem Rollenverzeichnis für Film, Fernsehen und Theater.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Eine Biografie in der 1.Pers Singular geschrieben... 5 von 5 Punkten Ich habe mir lange überlegt ob ich das Buch kaufen soll oder nicht. Was mich irgendwie abgeschreckt hat ist das Cover, und der Titel des Buches. Das Bild passt irgendwie nicht, ich kann nicht sagen warum, es hängt warscheinlich mit dem Titel zusammen "Ich, Romy". Es klingt wie wenn ein anderer sich die Tagebucheinträge dieses Stars ausgesucht hätte und in einem Buch veröffentlicht. Dem ist nicht so. Man merkt an manchen Stellen an der Schreibweise, dass es irgendwie zu der, ein bisschen verpeilten, Romy Schneider passt. In der Beschreibung oben steht auch "viele Bilder" es sind ein paar Bilder darin, ich denke die nötigsten, was auch gut so ist man kauft es ja eigentlich zum lesen und nicht zum Bilderanschauen. Die Bilder sind allerdings alle Schwarz - Weiss. Ich habe es erst bis zur Hälfte gelesen muss es aber unbedingt noch zu Ende lesen, man will dann schon wissen wie es ausgeht. Was noch im Buch außer den Bildern ist, ist ein Interview mit der Zeitschrift Stern, und eine Videografie all ihrer Rollen in Filmen oder Theatern. Am Anfang des Buches wird auch zunächst die Kindheit Romy Schneiders von ihrer Mutter erzählt. Dann kommen Tagebucheinträge und Texte von Romy Schneider. Vor jedem Kapitel wird noch einmal erklärt was sich gerade in diesem Zeitraum geschieht von dem dann im Folgenden geschrieben wird, was wie ich finde sehr hilfreich ist, da an manchen stellen den Texten auch schwer zu Folgen ist.
Alles in allem würde ich 4 einhalb Sterne vergeben. |
The Boys from the Mersey: Unterwegs mit der Annie Road End Crew Liverpool Nicholas Allt Broschiert, April 2007 Verkaufsrang: 6209 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Liverpools Mob aus dem Annie Road End des legendären Stadions an der Annie Road war nicht so sehr für seine Gewalttaten bekannt. Was die Jungs auszeichnete, war ihr Witz, ihre Unverfrorenheit und ihre Fähigkeit, mit wenigen Pennies in der Tasche durch ganz Europa zu reisen - immer ihren geliebten Redmen hinterher, der Mannschaft von Liverpool FC. Dieses Buch ist nicht nur lustige Freizeitlektüre, sondern vermittelt quasi nebenbei auch einen Zustandsbericht vom Liverpool in den Jahren der Thatcher-Regierung. Es setzt damit der Stadt und dem Verein Liverpool, vor allem aber seinen Fans ein Denkmal.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)
Eintauchen ins Liverpool der 80er........ 5 von 5 Punkten Ein tolles Buch über die Allesfahrer des FC Liverpool. Nebenbei bekommt man
noch einen Einblick in die Welt der "Scousers", deren Denkweise und Mentalität; deren Stand in England mich sehr stark an den der Napolitaner in Italien erinnert : ein Volk welches ausserhalb seiner Stadtgrenze verachtet wird und vielleicht gerade deshalb voller Witz, Selbstbewusstsein und erhobenem Kopf dort durchgeht wo es weh tun kann und es immer wieder schafft sich durchs Leben zu mogeln. Der krasse Fall der Stadt in den 70ern wird beschrieben und dadurch erklären sich viele Dinge von selbst, warum die Fansszene (als Abbild der Geselltschaft in dieser Fußballverrückten Stadt) so ist wie sie ist/war. Ein tolles Buch für alle die dem Abendteuer Auswärtsfahrt verfallen sind aber auch für diejenigen die sich ein normales und realitätsnahes Bild machen wollen wie Fußballfans aber auch wie natürlich insbesondere die Scousers "ticken". Einige tolle Geschichten sind hier zusammen gekommen die sowohl die guten als auch die negativen Erlebnisse dokumentieren. Positiv dabei ist, daß das Buch ohne den bisher typischen, angeberischen Stil, wir waren die besten, stärksten usw-Quatsch, bisheriger Veröffentlichungen englischer Fanbücher auskommt. Ein haufen toller Erlebnisberichte in den verschiedensten Ecken Europas, erzählt mit dem sympatischen Scousers-Humor: von Mitte der 70er bis zum CL-Finale in Istanbul 2005. Auch für Leute die sonst eher wenig mit britischen Fans anfangen können ist das Buch zu empfehlen, da es mehr mit dem Auswärtsfahren an sich und den entstehenden Abenteuern, als um die britische Szene befasst. Absolute Kaufempfehlung !!
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