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Als ich einkleiner Junge war Erich Kästner Taschenbuch, Mai 2003 Verkaufsrang: 49519 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Erich Kästners Kindheitserinnerungen - zum ersten Mal im Taschenbuch: »Wer so einfach schreiben kann
, ist auf seine Art ein Meister: Die Kinder werden dieses Buch als ein Kästner-Kinderbuch lieben. Die Erwachsenen werden es bewundern. Friedrich Luft in Die Welt
»Die Monate haben es eilig. Die Jahre haben es eiliger. Und die Jahrzehnte haben es am eiligsten. Nur die Erinnerungen haben Geduld mit uns. Besonders dann, wenn wir mit ihnen Geduld haben«, schreibt Erich Kästner in seinem Nachwort zu seinen Kindheitserinnerungen Als ich ein kleiner Junge war. Kästner, 1899 in Dresden geboren, erzählt von den Jahren 1907 bis 1914 in seiner Heimatstadt, aber auch sehr anschaulich von der Kindheit seiner Eltern und seiner Großeltern.
Er beschreibt das Alltagsleben seiner Familie, die gesellschaftlichen Zwänge und Konventionen, das Treiben auf den Straßen und Plätzen Dresdens. Besonders liebevoll erinnert sich Erich Kästner an seine Mutter, der er mit diesem Buch ein Denkmal setzt.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 12 Bewertungen)
Eine äußerst lesenswerte Selbstauskunft 5 von 5 Punkten Dieses Buch führt auf äußerst unterhaltsame Art und Weise zu den sozialen
und kulturellen Wurzeln des 1899, in Dresden, geborenen Erich Kästner -
Sachsen hatte zu dieser Zeit noch amtierende Könige, das Deutsche Reich
unterstand Kaiser Wilhellm II., beide Weltkriege und somit die Zerstörung
des sog. "Elbflorenz" waren zu jenem Zeitpunkt unkomponierte
Zukunftsmusiken...
Vielfach wird von der engen Bindung zwischen Mutter und Sohn berichtet,
spätestens ab Kapitel 11 wird dem Leser verdeutlicht, dass es nicht nur
Liebe, sondern durchaus auch ein hohes Maß an Verantwortungsgefühl und
Loyalität gewesen sein muss, welche Kästner all die Jahre mit seiner Mutter
verband.
In diesem Buch ist ebenso zu erfahren, wie der Autor einst auf die Idee kam
nach dem Lehramt streben zu wollen und welches Ereignis ihn letztlich einen
anderen Weg hat einschlagen lassen, wobei, "Lehrer" ist Kästner doch immer
irgendwie geblieben, auch wenn ihm der "Unterricht" von den Nazis
-vorübergehend- untersagt wurde - aber das ist eine andere Geschichte und
gehört eigentlich nicht hierher....
In der Dresdner "Villa Augustin", seit dem Jahr 2000 ist dort das
Erich-Kästner-Museum untergebracht, ging damals schon der kleine Erich ein
und aus - dort war er jedoch nicht einfach nur bei Onkel und Tante zu
Besuch, vielmehr erledigte er bereits in jüngsten Jahren diverse Botengänge
für diesen vermögenden und nicht immer unkomplizierten Teil der
Verwandschaft - vielleicht wächst der Mensch ja tatsächlich an seinen
Aufgaben?
Fazit: Wer sich für den Menschen Kästner interessiert, wird an diesem
autobiographischen Buch wohl kaum vorbeikommen - zudem, die Lust, Dresden
zu besuchen, die ist nach diesem Buch gewachsen, auch wenn Kästners
Geburtsstadt durch die folgenschweren Bombennächte, 13., 14. und 15.
Februar des Jahres 1945, manche Narbe zurückbehalten hat....
Verfolgen Sie Kästners Werdegang von 1907 bis 1914 - aus erster Hand!
HINWEIS:
Wenn Sie Illustrationen wünschen, sollten Sie nach einer anderen Ausgabe suchen, z.B. nach einer Ausgabe, in der Horst Lemke zeichnerisch tätig war - in der vorliegenden dtv-Ausgabe finden Sie leider "nur" Text.... - wobei es einem der bekannte und bewährte Schreibstil Kästners leicht macht das Kopfkino zu starten....
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Was in zwei Koffer paßt: Klosterjahre Veronika Peters Broschiert, Oktober 2008 Verkaufsrang: 5837 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Veronika Peters gewährt einen faszinierenden Blick in ein unbekanntes Universum die Welt eines benediktinischen Klosters.Als Veronika Peters 21 Jahre alt ist, gelangt sie zu einem ungewöhnlichen Entschluss: Sie geht ins Kloster. Motiviert von dem Bedürfnis, ihrem Leben einen tieferen Sinn zu geben, als nutzlose Dinge anzuhäufen, packt sie ihre Koffer und begibt sich in ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang. In ihrem faszinierenden Buch erzählt sie lakonisch und offen von den Licht- und Schattenseiten des klösterlichen Lebens von den inneren und äußeren Konflikten, die sie zu bewältigen hat, und von den Herausforderungen, die ein Leben als Nonne mit sich bringt. Sie berichtet aber auch von den wunderbaren menschlichen Begegnungen, die ihr dort zuteil werden, von der Tiefe und Schönheit der religiösen Rituale und dem Glück der inneren Ruhe. Bis sie beinahe zwölf Jahre später wieder ihre Koffer packt und in Berlin ein ganz neues Leben beginnt.Das ehrliche und authentische Selbstzeugnis einer jungen Frau auf der Suche nach Sinn und geistiger Erfüllung in ihrem Leben.Warum entschließt sich eine junge Frau, ins Kloster zu gehen?Ist es möglich, in der Abgeschlossenheit über seine Grenzen hinweg zu gehen?Und wer sind die Menschen, die einem dort begegnen? Wahrscheinlich ist die Frage, warum man in ein Kloster eintritt genauso schwer oder unmöglich zu beantworten, wie die Frage, warum man sich in einen bestimmten Menschen verliebt und nicht in einen anderen, der vielleicht klüger, hübscher, reicher oder sonstwie besser ist. Vielleicht ist es die Faszination des alternativen Lebens , die Rückzugsmöglichkeit, der Wunsch etwas zu entdecken, das man nicht einfach so wegwischen kann, die Suche nach dem Grund des Daseins, nach etwas, das bleibt, der Kampf gegen die Auslöschung der eigenen Existenz.Die Priorin Germana hat in einem unserer ersten Gespräche zu mir gesagt: Im Kloster kommt man sehr bald an die eigenen Grenzen. Umso besser. Da will ich hin, an die Grenze, und nach Möglichkeit darüber hinaus. Veronika Peters
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Mutter Erde, trage mich.. Gila van Delden Taschenbuch, April 2003 Verkaufsrang: 8593 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Den Neuanfang nach einer gescheiterten Ehe hat Gila dank ihres unerschütterlichen Vertrauens in ihre eigene Kraft geschafft. Als sie Jürgen trifft, den ihre positive Ausstrahlung fasziniert, scheint das Glück in greifbarer Nähe. Doch Jürgen ist immer noch mit Inge verheiratet, die bald mit dem Schlimmsten droht ...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)
Trübe Gedanken sind Schnee von gestern... 5 von 5 Punkten Dieses Buch kann ich allen, die mit sich und der Welt unzufrieden sind nur wärmstens empfehlen. Gila beschreibt ihre Erfahrungen mit dem "guten Draht zum Universum" durchaus nachvollziehbar ,humorvoll und dennoch mit seelischem Tiefgang.Sie macht Mut, das eigene Leben in die Hand zu nehmen und so zu gestalten, dass es einem selbst, und natürlich allen Beteiligten, gut geht. Sie beschreibt sehr detailliert, wie es für jeden möglich ist, das "Positive Denken" im Alltag zu integrieren. Ich bin begeistert!
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Meine Arbeit im Sonderkommando Auschwitz: Das erste umfassende Zeugnis eines Überlebenden. Vorwort von Simone Veil Shlomo Venezia Gebundene Ausgabe, Februar 2008 Verkaufsrang: 8820 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Eines der wenigen authentischen Zeugnisse »Man kommt nie wirklich aus dem Krematorium heraus. Was immer ich tue oder sehe, alles bringt mich ins Lager zurück. Ich will nichts verschweigen.« Als Jude italienischer Abstammung wuchs Shlomo Venezia in Saloniki auf. Im April 1944 wurde er von den Deutschen nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Dort musste er im Sonderkommando den Opfern die Haare schneiden, sie in die Krematorien führen, ihnen vorlügen, sie würden nur geduscht, und sie nach dem Erstickungstod verbrennen. Venezia beteiligte sich am Aufstand seines Sonderkommandos, der von der SS brutal niedergeschlagen wurde. Dies ist sein Bericht aus der Hölle. Shlomo Venezia beschreibt, wie er und seine »Kollegen« zu Arbeitern in der Vernichtungsfabrik der Nazis gemacht wurden. In der Hoffnung, so zu überleben, befolgten sie die Befehle der SS und führten täglich 400-500 Menschen, darunter sogar Verwandte, in die Krematorien und »entsorgten« danach die Leichname. Was spielt sich im Innersten eines Menschen ab, der für einen solchen Zwangsdienst zwar mehr Essen und Kleidung als »normale« Häftlinge erhält, aber der nur noch mit »Stück Nummer 182 727« gerufen wird? Als Zeugen der Massenvernichtung wurden die Mitglieder des Sonderkommandos in der Regel nach einigen Monaten erschossen. Venezia blieb dieses Schicksal erspart. Mitglieder der Sonderkommandos haben vor Jahren in Interviews Auskunft erteilt. Aber Venezia ist der Erste, der in Buchform ausführlich erzählt: die Ghettoisierung der Juden in Saloniki, der Zugtransport nach Auschwitz-Birkenau, das Verhältnis der Sonderkommando-Mitglieder zu den anderen Häftlingen, den Kapos und Blockältesten, die Evakuierung des Lagers im Januar 1945 und der »Todesmarsch« nach Mauthausen. Er erzählt von unvorstellbarer Grausamkeit, aber auch von beinahe übermenschlicher Opfer- und Hilfsbereitschaft.
"Und wir haben geglaubt, schon alles über Auschwitz-Birkenau gewusst zu haben." Le Monde
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Sonderkommando Auschwitz 5 von 5 Punkten Ich selbst bin Mitte 30 und in einer heilen Welt aufgewachsen, ohne die geringste Vorstellung zu haben, was unsere Eltern und Grosseltern erlebt haben. Ich war schon immer an der Geschichte des dritten Reiches interessiert und habe bisher sehr viele Bücher über diese Zeit gelesen. Ich kann jedoch sagen, dass dieses Werk das mit Abstand am nahegehensden ist und war. Shlomo Venezia erzählt in einer Art und Weise die sehr sachlich ist, jedoch die unvorstellbaren Grauen die dieser Mann erlebt und vor allem überlebt hat für uns gegenwärtig macht.
Dieses Buch dokumentiert Erlebnisse, die jeder Mensch auf dieser Welt lesen sollte, der diese Zeit nicht miterlebt hat um sicher zu stellen, dass so etwas nie mehr passieren kann.
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Heath Ledger: Die illustrierte Biographie Chris Roberts Broschiert, 1. Juli 2008 Verkaufsrang: 8840 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Heath Ledger war ein Talent, ein Frauentyp und eine tragische Figur: Mit nur 28 Jahren starb er an einer Medikamentenüberdosis. Auch wenn ein Selbstmord ausgeschlossen wird, kurz vor seinem Tod im Januar 2008 war er wohl alles andere als glücklich: "Letzte Woche schlief ich nachts wahrscheinlich durchschnittlich zwei Stunden. Ich konnte nicht aufhören zu denken. Mein Körper war vollkommen erschöpft, aber mein Gehirn arbeitete weiter." "Heath Ledger - Die illustrierte Biographie" von Chris Roberts erzählt das Leben des talentierten Schauspielers, der einer der ganz Großen Hollywoods hätte werden können. Über 100 Fotografien zeigen Heath Ledger, wie er war: jung, glamourös, wütend, attraktiv und traurig.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
Einfühlsame Beschreibung einer kurzen Lebensgeschichte 5 von 5 Punkten Heath Ledger - wer denkt da nicht sofort an Broke Back Mountain" und an den tragischen Tod des gerade erst 28 Jahre alten Schauspielers?
Die illustrierte Biographie von Chris Roberts, der schon zahlreiche Bücher und Artikel über viele bekannte Künstler/-innen geschrieben hat, spannt den Rahmen sehr viel weiter. Hier werden nicht nur die Highlights und medienintensiven privaten und schauspielerischen Details herausgegriffen und zwischen den beiden markanten Punkten im Leben des australischen Schauspielers gestellt.
Chris Roberts versteht es, das Leben des Mannes in seinem ganzen Facettenreichtum zu beschreiben und natürlich auch zu illustrieren. In einer einfühlsamen Balance wechseln hier Beschreibung und Illustrierung miteinander ab und stellen hierbei einen treffenden Kontrapunkt dar zu dem Leben von Heath Ledger, der immer mehr das Gleichgewicht verloren hatte.
Die Biographie selbst orientiert sich weniger an den konkreten Lebensdaten (so fehlt beispielsweise eine Liste der wichtigsten biographischen oder schauspielerischen Leistungen ebenso wie auch ein Stichwortverzeichnis). Chris Roberts will vielmehr die einzelnen Phasen von Heath Ledgers` Leben erläutern, ohne sich in zahlenmäßigen Einzelheiten zu verlieren.
Chris Roberts} einleitende Worte nehmen einen sogleich mit auf die Reise durch das reiche, kurze Leben des Schauspielers. Die gewählten Worte zollen von Respekt und Anerkennung, ohne aber zu einer Stilisierung oder Glorifizierung überzugehen. Vorsichtig vergleicht er Ledger mit James Dean, um dann mit dessen australischen Wurzeln die Lebensbeschreibung zu beginnen. Man erspürt schon früh Heath Ledgers} vielseitiges Interesse am Leben in Form von abwechslungsreichem Sport und Kunstinteresse und doch auch das frühe Hauptaugenmerk für die Schauspielerei.
In elf Kapiteln mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen werden dann mal mehr die privaten Lebenswege beschritten und dann wieder mehr die öffentlichen Auftritte und Filmerfolge ins Rampenlicht gestellt. Ob nun die Beziehungen zu unterschiedlichen Frauen, die letzte Trennung von Michelle Williams , die Geburt der Tochter Matilda und das gemeinsame Sorgerecht für sie, die Verfolgung von Paparazzi, die Einschätzung der Schauspielkollegen/-innen und Regisseure... Chris Roberts versteht es, die Ereignisse und Geschehnisse in achtungsvoller Weise zusammenzufügen und damit sozusagen eine respektvolle Feature-Sammlung" hervorzubringen, die Rampenlicht und Schattenbilder des Prominenten und Privatmannes Heath Ledger angemessen nebeneinander stellen. Gelungen ist neben der sprachlich achtungsvollen und einfühlsamen Beschreibung die vielseitige Illustrierung der Biographie. Ob nun schwarz-weiß-Bilder, Privataufnahmen, Filmdokumente, Fotos von offiziellen Anlässen: der wandlungsreiche (Lebens-)Künstler wird hier in reichhaltigen Posen und geradezu grandiosen Gesichts- und Outfit-Wandlungen präsentiert, welche manches Mal das Wiedererkennen sehr erschweren. Offene Leichtigkeit und hintergründige Schwermütigkeit sind wohl auch die beiden Seiten der Goldmedaille Heath Ledger".
Man wird sich nach der Lektüre wohl fragen, warum der so beziehungsreiche Schauspieler letzten Endes die Beziehung zu seinen persönlichen Grenzen nicht mehr realistisch genug eingeschätzt hat. Dies wird wohl nicht mehr umfassend geklärt werden können. Und doch bleibt die Biographie nicht an den tragischen und dramatischen Stellen haften, sondern weitet den Blick auf die Zukunft, auf das Weiterleben des Menschen" in seinen noch nicht ausgestrahlten Filmen und in den spurenreichen Eindrücken, die bisherige Kinoerfolge schon bei so vielen Menschen hinterlassen haben.
Eine gelungene Beschreibung eines Lebens, in dem vieles unerwartet gelang, aber nicht alles!
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Bis zur letzten Stunde: Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben Traudl Junge Broschiert, Oktober 2003 Verkaufsrang: 11228 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Fräulein Junge, zum Diktat! Nehmen Sie auf." Fräulein Junge stenografierte, tippte Briefe, brachte ihrem Chef Kaffee und sortierte Akten -- nicht ungewöhnlich für eine Sekretärin. Das Außerordentliche an Junges Berufsleben war ihr Vorgesetzter, denn der hieß Adolf Hitler. Zwischen 1942 und Kriegsende arbeitete Junge als Hitlers Privatsekretärin, saß in Wolfsschanze, Berghof oder Berliner Reichskanzlei, erlebte dort die Nazi-Administration hautnah. "Fräulein Junge, machen Sie aus Ihren Erlebnissen ein Buch!" Nein, diesen Satz hat Junge nie zu hören bekommen, trotzdem wusste sie von der Bedeutung ihrer Erinnerungen an die Arbeit im Führerhauptquartier. Sie schrieb diese bereits 1947/48 nieder, aber erst 2002 findet der Text an die Öffentlichkeit. Bis zur letzten Stunde enthält Junges nahezu unverändertes Originalmanuskript, eingerahmt von der Einschätzung des persönlich-historischen Bezugsrahmens der Verfasserin durch die Journalistin Melissa Müller -- einer wichtigen Einordnung, strotzt das Manuskript doch stellenweise vor entwaffnender Naivität gegenüber dem Führer. Verständlich angesichts einer damals sehr jungen Schreiberin, noch ohne Distanz zum NS-Apparat -- aber eben erklärungsbedürftig. Bis zur letzten Stunde ist also keine kritische Auseinandersetzung mit Hitler, ebensowenig eine Darstellung interner Entscheidungsprozesse (Junge protokollierte nur deren Ergebnisse). Das Buch zoomt hingegen auf das Alltagsleben des Führers: Umfangreiche Schilderungen seiner Arbeits- oder Freizeitgewohnheiten sind manchmal dröge, aber dafür fesseln die letzten Tage im Berliner Reichskanzleibunker. Der anfängliche Tonfall einer Teekränzchenberichterstattung macht drückender Endzeitstimmung Platz. Das gesamte Buch ist, Melissa Müller kündigte es an, ein Beleg für die "Banalität des Bösen". Und wie banal Hitlers Alltag war! Für die Einblicke in Hitlers biedere Welt muss man Traudl Junge trotz mancher "dramaturgischer" Schwäche loben: "Fräulein Junge, danke für diese Niederschrift!" --Joachim Hohwieler
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 60 Bewertungen)
Hatte Hannah Arendt Recht? 5 von 5 Punkten Die Banalität des Bösen
Traudl Junge ist Zeit ihres Lebens nicht darüber hinweg gekommen, daß sie Hitlers Privatsekretärin war und ihm vertraut hat. Auch ihre spätere Beziehungsangst bringt sie mit dieser Erfahrung in ihren Zwanzigern in Verbindung.
1947, direkt nach dem Krieg, noch ganz frisch und unvoreingenommen, schreibt Traudl Junge einen Bericht über ihre Zeit bei Hitler, der jedoch nie veröffentlicht wird, weil sich damals niemand dafür interessierte.
Jahre später, als sie ihren Bericht wieder liest, ist sie entsetzt über den flapsigen Stil, über ihre Naivität, über ihren distanzlosen Blick.
Ihr flapsiger Stil jedoch sorgt auch dafür, daß man dieses Dokument gut lesen kann. Traudl Junge schreibt flüssig und mit leichter Hand, ihre Ausführungen sind locker und mit Humor gewürzt. Man merkt ihr schon das Talent zur Journalistin an, die sie später wird.
Was erfährt man über Hitler in diesem Bericht? Man erfährt, daß selbst ein Mann wie Hitler nicht 24 Stunden am Tag böse sein konnte.
Die meiste Zeit war er einfach nur langweilig. Er erzählte einschläfernde Anekdoten von seinem Hund und ebenso einschläfernde Schwänke aus seiner Jugend, war freundlich, wenn auch ein wenig altväterlich zu seinen Sekretärinnen, lachte und trank Kümmeltee.
Traudl Junge mochte ihn. Warum auch nicht.
Das kann sie sich später nie verzeihen. Wie konnte sie sich so täuschen?
Doch auch von anderen wurde sie getäuscht. Von einem der Ärzte Hitlers, den sie für sehr human gehalten hatte, erfährt sie später, als er hingerichtet wird, daß er Menschenversuche in KZs durchgeführt hat. Sie ist fassungslos.
Mördern ist kein M auf die Stirn gedruckt. Die meiste Zeit verhalten sie sich wie andere Menschen auch, und manche haben sogar einige liebenswerte Seiten.
Viele der Gespräche an Hitlers Tisch sind natürlich pervers bis ins letzte. Hitler, ein überzeugter Vegetarier mit Missionseifer versucht den Fleischessern die Mahlzeit zu verderben. Er erzählt, wie scheußlich es in einem Schlachthaus zugehe, wie die Mitarbeiter dort knietief im Blut stehen. Die meisten Fleischesser könnten sich so etwas nicht ansehen, meint er, würden aber trotzdem Fleisch essen.
Er dagegen könne ohne weiteres zuschauen, wie man gelbe Rüben und Kartoffeln aus der Erde zöge, Eier aus dem Stall hole und Kühe melke.
Man fühlt sich unweigerlich an Bilder aus Konzentrationslagern erinnert.
Hätte Hitler sich ansehen können, was er dort befahl? Hätte er eine Woche im Auschwitzer Sonderkommando mitarbeiten können?
Die Herren wollen sich ablenken. Ablenken von ihrer schweren Arbeite des Mordens, oder besser des Mordbefehlens. Die Unterhaltung soll bewußt seicht sein.
Wer sich bei dieser Gesellschaft traut, das idyllische Beisammensein dadurch zu stören, daß er Tacheles redet, erfüllt nicht Hitlers Vorstellungen von einem unterhaltsamen Gesprächspartner und wird nicht wieder eingeladen.
So ist zum Beispiel die Frau eines Offiziers zu Besuch und erzählt Hitler, wie schlecht die Juden bei den Deportationen an den Bahnhöfen behandelt würden. Ob ihm das bekannt sei und ob er dies billige. Hitler verläßt schweigend den Raum. Die Frau wird nicht wieder eingeladen.
Sie hat sich nicht als angenehme Gesellschafterin erwiesen.
Traudl Junge war dies. Eine angenehme Gesellschafterin. Obwohl sie nichts von den Morden wußte, nichts davon wissen wollte und deswegen nicht fragte, wie sie später zugibt, obwohl sie sich sicherlich in keiner Form am Morden beteiligt hätte, muß man sich doch manches Mal über sie wundern.
So wird eine von Hitlers engeren Mitarbeiterinnen entlassen, weil ihr Stammbaum nicht in Ordnung ist. Ihre Großmutter hatte jüdische Vorfahren.
Traudl Junge regt sich nun lediglich über die Behandlung dieser ihr befreundeten Mitarbeiterin auf, nicht aber über Hitlers vernagelte Rassentheorie als solche.
Die wird einfach als gegeben hingenommen.
Überhaupt war Traudl Junge wahrscheinlich als Zwanzigjährige sehr viel oberflächlicher als später in ihrem Leben. So erfährt man aus ihrem Bericht eine Menge über das Interieur und die Blumengestecke im Führerquartier, hört aber selten kritische Gedanken.
Später wird ihre Sekretärinnentätigkeit bei Hitler oft damit entschuldigt, daß sie noch so jung war.
Diese Entschuldigung fällt weg, als sie eines Tages, schon in den 60ern, eine Gedenktafel von Sophie Scholl sieht, die im gleichen Alter wie sie war, und bereits 1943 hingerichtet wurde, als ihre Tätigkeit bei Hitler gerade erst anfing.
Nun ist das Vergleichen mit anderen immer der schnellste Weg in die Depression und nicht alle können Sophie Scholls sein. Menschen wie Sophie Scholl sind die Ausnahme. Auch sind nicht alle Zwanzigjährigen gleich weit und reif. Aber Traudl Junge macht sich doch Vorwürfe, so leichtgläubig und unkritisch gewesen zu sein. Es folgen depressive Phasen und Therapien.
Wird einem am Anfang von Traudl Junges Bericht Hitler eher als alternder Herr mit leiser Stimme und nervösem Magen vorgestellt, so wird gegen Ende, als es dem April 1945 zugeht, sein Wahnsinn offenbar.
Er ist nicht nur vollkommen von sich überzeugt und gegen jeden Widerspruch resistent, er leidet auch zunehmend an Verfolgungswahn.
Obwohl nun selbst Traudl Junge das Wahnhafte in diesem von ihr verehrten Führer sieht, schreibt sie doch, daß sie, und alle anderen, wie unter einem hypnotischen Zwang standen, dem Führer weiter zu gehorchen.
Sie sind Marionetten in seiner Hand.
Zum Schluß hält sie zwar nur noch Mitleid und Schuldgefühl, aber sie bleibt bis zu seiner letzten Stunde, tippt sein Testament.
Man mag hoffen, daß sie ihren Frieden mit sich gefunden hat.
Zwei Sätze stellt sie ihrem Bericht voran:
Wir können unsere Biographie nicht im Nachhinein korrigieren, sondern müssen mit ihr leben. Aber uns selbst können wir korrigieren. von Reiner Kunze
Und: Es braucht nicht annähernd soviel Mut, wie es scheint, um Fehler zuzugeben und aus ihnen zu lernen. Der Mensch ist auf der Welt, um sich lernend zu wandeln.
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Andy und Marwa: Zwei Kinder und der Krieg Jürgen Todenhöfer Broschiert, Juni 2006 Verkaufsrang: 6018 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Jürgen Todenhöfer war viele Jahre CDU-Abgeordneter im Deutschen Bundestag und hat sich hier als profilierter Experte für Entwicklungspolitik über Parteigrenzen hinweg einige Anerkennung erarbeitet. Das gilt auch für seine Expertise in Fragen der Rüstungskontrolle. Seine Buchhonorare stiftet der Bestsellerautor Wer weint schon um Abdul und Tanaya ) großteils humanitären Projekten, wie etwa einem Kinderheim im afghanischen Kabul. Auch im vom Krieg zerstörten Irak engagiert sich der entschiedene Kriegsgegner und will die Erlöse des hier angezeigten Titels für ein Ausbildungszentrum in Bagdad einsetzen. Andy und Marwa erzählt zwei parallele Lebensgeschichten während des zweiten Irakkrieges. Marwa ist ein zwölfjähriges irakisches Mädchen in Bagdad und Andy ein achtzehnjähriger amerikanischer Soldat, der sich erschreckend arglos von den Marines hatte anwerben lassen, ohne darüber nachzudenken, dass er vielleicht wirklich einmal würde in den Krieg ziehen müssen; -- zwei junge, unschuldige Menschen also, die jeder für sich die zahllosen Opfer repräsentieren, die auf beiden Seiten auch dieses Krieges vor allem die Jugend zu erbringen hatte, deren Zukunft zerstört wurde. Todenhöfer erzählt uns mit sehr viel Einfühlung und dramaturgischem Geschick von den parallelen Leben dieser beiden Menschen, deren Lebenshoffnungen ein fragwürdiger Krieg zerstört hat. Im Fall von Andy endgültig: Er gehört zu denen, dessen Leben dieser Krieg gekostet hat. Marwa, der eine Bombe das Bein zerfetzte, verlor ihre Schwester Azra
"Natürlich ist es zu begrüßen", schreibt Todenhöfer in seinem "politischen Nachwort", dass Saddam entmachtet ist. Aber wie viele Kinder wie Azra darf man töten, wie viele Marwas darf man verstümmeln, um einen Diktator aus dem Amt zu jagen, den man selbst an die Macht gehievt hat und mit dem man, während er folterte und mordete, unbeirrt Geschäfte machte? Wie viele Andys darf man dafür opfern, wie viele Familien junger Soldaten in ewige Trauer stürzen?" - Dies sind die Fragen, die Todenhöfers Buch anhand konkreter Fälle an uns stellt. Und über diese Fragen lohnt es sich, nachzudenken. Und deshalb sollte man dieses Buch jedem schenken, der tatsächlich der Rhetorik von Bush, Cheney und Rumsfeld aufgesessen sein sollte. Es sollte also möglichst rasch ins Amerikanische übersetzt werden. Und dies vielleicht am besten von einem Drehbuchschreiber. -- Hasso Greb
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 23 Bewertungen)
"Wir werden ja sehen, wie's läuft" 5 von 5 Punkten Mit diesen Worten beendet Andrew "Andy" Julian Aviles am 9. März 2003 seinen letzten in Kuwait geschriebenen Brief an seine Eltern in den USA - kurz vor Beginn der Invasion US-amerikanischer Streitkräfte zur Befreiung des Irak vom Saddam-Regime.
Er ist zu diesem Zeitpunkt 18 Jahre alt. Seinen 19. Geburtstag wird er nicht mehr erleben.
Er ist ein Marine, Mitglied einer vielfach ausgezeichneten Elite-Einheit des amerikanischen Militärs; einer, der von Anfang an dazu auserkoren ist, an vorderster Front als "Speerspitze" zu kämpfen und die Grundwerte seines Vaterlandes zu verteidigen. Eigentlich sollte er zu diesem Zeitpunkt schon Betriebswirtschaft am College in Tallahassee, Florida studieren - er hatte aufgrund seines exzellenten Highschool-Abschlusses sogar ein Stipendium erhalten; eigentlich könnte er ein unbesorgtes, fröhliches Studentenleben führen. Er war immer ein ungemein lebensbejahender Mensch, jemand, der alle anderen ohne Schwierigkeit zum Lachen bringen konnte.
Marwa ist - ebenfalls im April 2003 - ein elfjähriges Mädchen aus Bagdad. In ihrem jungen Leben erfuhr sie ausnahmslos die Schattenseiten der menschlichen Existenz. Am 7. April desselben Jahres beendet eine Splittergranate das Leben von Marwas kleiner Schwester, sie selbst verliert die untere Hälfte ihres rechten Beins.
Andy starb an diesem Tag. Getroffen in seinem gepanzerten Geschützwagen von einem irakischen Artillerie-Projektil, kurz vor Einnahme Bagdads - und dem scheinbar endgültigen Sieg über den Irak.
Was dieses Buch meiner Ansicht nach besonders empfehlenswert und wertvoll macht, ist sein schonungslos-emotionaler Appell an das Gewissen jener, die für derartige Kriege zu verantworten sind. Diese Menschen waren Kinder, und sie wurden von Autor Jürgen Todenhöfer exemplarisch hervorgehoben, um dem Elend dieses erschütternden Krieges - der sich zwischenzeitlich in einen Bürgerkrieg zu verwandeln scheint - zwei Namen und Gesichter geben zu können. Zwei Namen, die sonst in der Anonymität und dem Vergessen der Nachwelt untergegangen wären.
In "unseren Breiten" sehen wir es als selbstverständlich an, ein sicheres, mehr oder weniger sorgloses Leben zu führen. Wir genießen eine gewisse Dekadenz, geben uns teilnahmslos und verurteilen solche, "die doch selbst daran Schuld sind", dass sie in einen solchen Konflikt hineingeraten sind, möglicherweise sterben und niemals wieder zu ihren Familien zurückkehren werden. Wir machen es uns viel zu einfach, Hochglanz-Medien und Informationsflut täuschen über die Realität des Schreckens in unserer Welt hinweg.
An dieser Stelle sollte vielleicht daran erinnert werden, dass es die Normandie-Infanteristen der US-Armee waren, die dem nationalsozialistischen Terrorregime 1944 den Todesstoß gaben, dass es eben solche jungen Männer wie Andy Aviles waren, die allen Gefahren zum Trotz, den Tod vor Augen, für die Freiheit anderer Länder und letztlich die Aufrechterhaltung von Menschlichkeit und Lebenswürde kämpften. Dieses Buch ehrt solche Menschen: Andy war ein Held. Er wollte keiner sein, und doch wurde er zu einem. Marwa hingegen - schicksalhaft verknüpft mit Andy - wurde hineingezogen in das Chaos eines erbarmungslosen Krieges, dem auch sie letzten Endes nicht entrinnen konnte.
Ich bin kein Pazifist; denn wir leben in einer Welt, in der es Kreaturen zu geben scheint, denen es egal ist, wenn tausende von Menschen in zusammenstürzenden Wolkenkratzern auf unbeschreibliche Art und Weise ihr Leben verlieren. Kreaturen, denen jedwede menschliche, gütige Züge fehlen.
Dieses Buch spiegelt die andere Seite des Menschenbildes: Einen jungen Mann, der zeitlebens unpolitisch war, und doch sein Leben ließ, um Unterdrückung und politischem Terror entgegenzutreten.
"Andy und Marwa - Zwei Kinder und der Krieg" mag kein literarisches Meisterwerk sein, aber doch eine ernstzunehmende Mahnung gegen das Vergessen. Jene Menschen, so "unbedeutend" sie auch sein mögen, zu ehren und zu respektieren, die im Zeitalter des Kampfes gegen einen nie gesehenen internationalen Terrorismus starben oder aufgrund dessen verletzt oder geschädigt wurden.
In einem Kondolenzbrief schreibt eine Freundin Andys im Buch: "Obwohl du bereits seit über einem Monat tot bist, denken wir jeden Tag an dich und fragen uns, ob du jetzt auf uns herunterschaust. Vor kurzem bin ich mit meinen Freunden um den Block gefahren, und wir haben uns gefragt, warum Menschen wohl zum Militär gehen. Ich musste die ganze Zeit an dich denken. Bei dem Gedanken, dass du nicht mehr bei mir bist, wird mir ganz schlecht. Aber dann denke ich, dass wir ohne deinen Mut vielleicht gar nicht mehr hier wären."
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Ein rundherum tolles Land Frank McCourt Taschenbuch, 10. September 2007 Verkaufsrang: 29224 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der Nachfolgeroman zu den Erinnerungen Frank McCourts an seine irisch-katholische Kindheit, Die Asche meiner Mutter, nimmt den Faden der Geschichte im Oktober 1949, bei seiner Ankunft in Amerika, wieder auf. Obwohl er in New York geboren wurde, war die Familie wegen schlechter Perspektiven in Amerika nach Irland zurückgekehrt. Wieder auf amerikanischem Boden, hat dieser 19-jährige mit seinem pickeligem Gesicht, entzündeten Augen und schlechten Zähnen wenig mit den kerngesunden, selbstbewußten College-Studenten gemeinsam, die er täglich in der U-Bahn sieht. Er träumt davon, es ihnen gleichzutun und zu studieren. Seine anfänglichen Erfahrungen in Amerika sind genauso grauenhaft wie seine Jugend in völlig verarmten Verhältnissen in Irland; sie schließen zwei der trostlosesten Weihnachten mit ein, die je in der Literatur beschrieben worden sind. Charakteristisch schon für den vorhergehenden Roman, schaut McCourt mit scharfen Augen und schwarzem Humor auf die Vereinigten Staaten; Rassenvorurteile, alltägliche Grausamkeit und aussichtslose Jobs liegen schwer auf seinem Gemüt, während er nach einen Ausweg sucht. Ein Hoffnungsschimmer kommt von der Armee, wo er einige Fähigkeiten als Büroangestellter sammeln kann sowie von der New York University, die ihn trotz fehlendem Schulabschluß aufnimmt. Aber der Weg bis zu seiner Position als Lehrbeauftragter für Kreatives Schreiben an der Stuyvesant High School ist weder kurz noch einfach. Glücklicherweise ist McCourts Offenheit zur Bandbreite menschlicher Emotionen und Sehnsüchte außergewöhnlich; sogar die am meisten zerstörten, schwierigsten Menschen, die er trifft, sind Individuen mit innerer Größe, und der Leser kann sich nicht entziehen, mit ihnen eine beklemmende Seelen-Verwandtschaft zu empfinden. Die magische Prosa mit ihrer singenden irischen Sprachmelodie bringt selbst in die traurigsten Ereignisse Erhabenheit und Schönheit, einschließlich der letzten Szene, in der Angelas Asche auf einem Friedhof in Limerick verstreut wird. --Wendy Smith
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 41 Bewertungen)
Ein rundherum tolles Land 5 von 5 Punkten Mittlerweile habe ich das Buch schon dreimal gelesen und ich halte Frank Mc Court für einen fantastischen Schriftsteller. Er schreibt vor allem authentisch sowie erfrischend.In seinem Buch erzählt er seine Lebensgeschichte gespickt mit allerlei humorvollen Anekdoten. Eigentlich ist es nicht der Inhalt der so fasziniert, vielmehr die Art und Weise, WIE er schreibt. Seine Persönlichkeit macht ihn aus, er hätte ebenso über Kaugummis aus Japan schreiben können, sicherlich hätte er auch daraus eine überaus interessante Geschichte gemacht, ich denke, da er sein Leben lang seiner wirklichen Passion (nämlich das Schreiben) nicht nachkam, um Lehrer an einer amerikanischen Highschool zuu sein, kommt jetzt, sagen wir an seinem Lebensabend, sein wahrhaftes Talent zum Geschichten schreiben eindrucksvoll zum Vorschein. Macht süchtig und sorgt für jede Menge Kurzweil!
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Der Brief - Ereignis und Objekt
Broschiert, Oktober 2008 Verkaufsrang: 15038 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Zählt die Kunst des Briefschreibens heute zu den aussterbenden Kulturtechniken? Der Katalog zur Ausstellung im Frankfurter Goethe-Haus (Freies Deutsches Hochstift) führt durch 250 Jahre Briefgeschichte und fragt nach den besonderen Eigenschaften des Briefes vor dem Zeitalter der elektronischen Post.
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Die Wilden Fussballkerle. Meine Wilden Freunde
Gebundene Ausgabe, Januar 2005 Verkaufsrang: 37378 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Wilden Fussballkerle. Meine Wilden Freunde
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Ein Freundschaftsbuch für Fans 4 von 5 Punkten Ein typisches Freundschaftsalbum mit den üblichen Abfragen von Name, Geburtstag, Lieblingsessen, -film und -buch. Hinzu kommen noch Fußballspieler-Fragen. Gestaltet ist jede Doppelseite mit den Wilden Kerlen in Aktion. Ob das Lieblingsschimpfwort pädagogisch wertvoll ist... Meinen Sohn hat es nicht gestört, da war es viel störender, dass ein neues Freundschaftsbuch erst mal bei den Freunden ist.Für Wilde Kerle Fans ein unbedingtes Muss. Für nicht Fußballspieler viele Fußballerabfragen. |
Wir treffen uns wieder in meinem Paradies Christel Zachert, Isabell Zachert Taschenbuch, Dezember 1995 Verkaufsrang: 39985 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Isabell ist gerade 15 Jahre alt, als sie die grausame Diagnose erfährt, die für sie das Todesurteil bedeutet: Krebs. Ihr Leben ändert sich radikal, und der Wettlauf mit dem Schicksal beginnt. Mit beispielloser Energie, mit Mut, Kraft und Liebe kämpfen ihre Familie und Freunde um ihr Leben. Durch die Krankheit reift Isabell zu einer außergewöhnlichen Persönlichkeit heran, wächst über sich hinaus und hat trotz des Leids, das sie immer wieder erfahren muß, nicht zuletzt durch ihren Glauben genug Kraft, ihr Leben positiv zu sehen. Die Hoffnung, diese schwere Prüfung zu überstehen, gibt sie nicht auf.
Wir treffen uns wieder in meinem Paradies lsabell ist gerade 15 Jahre alt, als sie die grausame Diagnose erfährt, die für sie das Todesurteil bedeutet: Krebs. Ihr Leben ändert sich radikal und der Wettlauf mit dem Schicksal beginnt. Mit beispielloser Energie, mit Mut, Kraft und Liebe kämpfen ihre Familie und Freunde um ihr Leben. Durch die Krankheit reift Isabell zu einer außergewöhnlichen Persönlichkeit heran, wächst über sich hinaus und hat...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 37 Bewertungen)
Oh Mann... 5 von 5 Punkten Dieses Buch ist wirklich bewegend, eines der besten zjm Thema. Wie tapfer und mutig Isabell ihren Kampf aufgenommen hat. Und sie hat ihn nicht verloren, wirklich nicht. Sie ist nur schneller gereift, als es ursprünglich vielleicht vorgesehen war. In diesem Buch lebt sie weiter und gibt Leidensgenossen und ihren Familien Kraft und Hoffnung. Auf jeden Fall eine Packung Taschentücher bereit halten!
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Pimp: Die Geschichte meines Iceberg Slim Taschenbuch, August 2005 Verkaufsrang: 31647 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Als Pimp 1967 in den USA erschien, sprengte es alle Bestsellerlisten, galt jedoch gleichfalls als Skandalbuch. Die Lebensbeichte des Zuhälters Robert Beck erzählt schonungslos vom Werdegang eines Straßenkindes hin zum König der Ghettos. Es wurde zum Kultbuch und diente zahllosen Rappern und Soulsängern als Inspiration. Jahrzehntelang galt es als unübersetzbar, jetzt liegt Pimp mit einem Nachwort von Rap-Ikone Ice-T erstmals auf Deutsch im Taschenbuch vor. »Pimp von Iceberg Slim ist die bitterböse Wahrheit. Ein fesselndes und faszinierendes Buch.« Literaturtipp »Eine unglaubliche Tour de Force der Fleischeslust und Gewalt.« The Times
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
sehr spannend 5 von 5 Punkten das buch ist sehr spannend und hat mich sehr gefesselt. als ich es anfing zu lesen, konnte ich nicht mehr aufhören. es beschreibt einfach die realität der strassen damals in den usa. die sicht von iceberg und was er erlebt hat zieht den leser in einen bann und regt zum nachdenken an. leider entstehen beim lesen ziemlich grobe lücken von zeitspannen, von denen man gern gewüsst hätte, was in dieser zeit passiert ist!
alles in einem ein höchst spannendes, interessantes und empfehlenswertes buch!
ein bestseller eben!
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Che Guevara: Leben - Werk - Wirkung Stephan Lahrem Taschenbuch, April 2005 Verkaufsrang: 9521 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche!" Abenteurer, Asthmatiker, Arzt, Guerillero, Minister, Revolutionär - Ernesto Che Guevara war schon zu Lebenzeiten eine Legende. Durch seinen frühen Tod im bolivianischen Dschungel 1967 etablierte sich der "Mythos Che" endgültig: Che Guevara wurde zur Ikone einer ganzen Protestgeneration, und bis heute ist seine Faszination ungebrochen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
fastzinierend und ergreifent 5 von 5 Punkten meine meinung zu diesem buch :ich finde es sehr ergreifent ,denn man erfährt hier nich nur über die revolutions zeit sondern auch über seine eltern ,seine kindheit ,und wie alles zum endschluss kam eine revolution mit fidel zu starten.
ich kann es an allen weiterempfehlen,insbesonders an den leuten die noch nich so viel ahnung über che guevara haben!!!
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Wer nichts wird, wird Wirt: How to open a bar Markus Frankl Taschenbuch, September 2005 Verkaufsrang: 7593 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Viele träumen davon, einmal ein Lokal zu eröffnen, eine Kneipe, eine Bar, ganz nach den eigenen Vorstellungen. Markus Frankl hat es getan. Eben noch arbeitslos, gehörte ihm kurz darauf das florierendste In-Lokal der Stadt. Wie das geht, erklärt Markus Frankl am Beispiel seiner Bar, des "Nage & Sauge", und gewährt dabei Einblicke in viele wohl gehütete Geheimnisse der Szene-Gastronomie.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)
***** 5 Sterne ***** 5 von 5 Punkten Ein super Buch. Gerade gekommen , und aus nur mal schnell reinschauen wurde : ruck-zuck- in einem durchgelesen. Ich finde es ist für jeden interessant der auch eine Bar o.ä. eröffen möchte, fast schon sollte es Pflichtlektüre sein. Aber auch für die die keine Bar aufmachen wollen , aber des öfteren in einer sind als Gast kann es nicht schaden mal die Sichtweise eines Machers zu erfahren. Tolles Buch ! Danke Markus
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Wir vom Jahrgang 1978 - Kindheit und Jugend Susanne Graf Gebundene Ausgabe, 16. Oktober 2006 Verkaufsrang: 12590 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Aufgeregt und erwartungsvoll, so blickten wir damals in die Zukunft! Erinnern Sie sich mit uns an die ersten 18 Lebensjahre - an Ihre Kindheit und Jugend!
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Das macht richtig Spaß 5 von 5 Punkten In Erinnerungen zu kramen, macht nicht immer Spaß. In diesem Fall schon. Humorvoll geschrieben und mit vielen schönen Fotos ist dieses Buch eine wahre Fundgrube, in der ich gern gekramt habe. |
Du bist da, wie wunderbar! Unser großes Babyalbum Linda Sturm Gebundene Ausgabe, Januar 2008 Verkaufsrang: 10723 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ein Album voller schöner Erinnerungen: Es gibt für Eltern nichts Spannenderes, als die Entwicklung ihres Kindes in den ersten Jahren zu beobachten - von der Geburt über das Laufen- und Sprechenlernen bis zum Kindergartenalter. In diesem aufwendig ausgestatteten und von Andreas H. Schmachtl liebevoll illustrierten Babyalbum können alle wichtigen Momente festgehalten werden, und durch Fotos und persönliche Notizen entsteht dabei ein ganz besonderes Erinnerungsstück für die ganze Familie!
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Tolles Buch mit witzigen Gimmicks! 5 von 5 Punkten Ich bin wirklich begeistert von diesem schön gemachten Babybuch! Beginnend mit der Schwangerschaft kann man die verschiedenen Stationen der ersten Tage/Erlebnisse mit dem Baby bis zum Kindergarten hineinschreiben. Ein Stickeraufkleber ist dabei, und - das ist eine super Idee - an der Seite befindet sich ein kleines Schatzkistlein, welches den Einband auseinanderhält, und worin man schöne Dinge tun kann. Ich hab z.B. schon das Armbändchen unserer Kleinen vom Krankenhaus rein. Ganz hinten - auch eine wunderbare Idee - gibt es eine Seite, auf welche Lebenswünsche für das Baby eingeschrieben werden können.
Es ist wirklich sehr liebevoll gestalten, hat Platz für Fotos, eigene Ideen, sehr ansprechend. Es gibt auch ein paar Seiten die nicht Illustriert sind, auf welche Bilder oder andere Dinge eingeklebt werden können. |
Wie ich lernte, bei mir selbst Kind zu sein
Audio CD, August 2008 Verkaufsrang: 19670 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden André Heller greift Szenen und Begebenheiten seiner Kindheit auf und verwandelt sie in die Geschichte eines Jungen mit funkelnder Phantasie. In einem Asbest Anzug als erster Mensch in das Innere des Vesuvs hinabzusteigen, um in der glühenden Lava nach Feuerfischen zu suchen - das ist einer von Pauls Plänen. Ein anderer: Weltmeister im Unsichtbarsein. André Heller schreibt eine poetische Erinnerung an die schillernde Gesellschaft des Wiener Großbürgertums, eine Zuckerbäckerdynastie und einen Jungen. Paul nimmt sich vor, einmal ein eleganter Hundling zu werden, ein solch freier Mensch wie sein skurriler Onkel aus New York. Als Pauls Vater, der Süßwarenfabrikant und Kommerzialrat Roman Silberstein, zu Tode kommt, reisen die jüdischen Onkel aus Übersee an und übertreffen einander im Schildern von Anekdoten aus dem merkwürdigen Leben der Silbersteins. Aus dieser mondänen und sonderbaren Familie, in der die versunkene k. u. k. Welt weiterlebt, siedelt Paul über in das selbstgeschaffene Reich des Unsichtbaren, der vorüberhuschenden Träume und fernen Zukunftsvisionen: »Geboren wird man als Entwurf zu einem Menschen, und dann muss man Zeit seines Lebens aus sich einen wirklichen Menschen machen.«
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Der Herrgott weiß, was mit uns geschieht Eberhard Neubronner, Rudolf Werner Gebundene Ausgabe, 15. September 2007 Verkaufsrang: 35087 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden In einem Tal auf der Schwäbischen Alb leben Marie und Klara: Ihr Vater starb früh, zwei Söhne erbten die Mahlmühle, die später zur Sägemühle umgebaut wurde. Doch dann kam der Krieg. Joseph und sein jüngerer Bruder Wilhelm kehrten nicht aus Russland zurück. Seither lag alle Last auf den Schultern der Schwestern. Klaglos arbeiteten Marie (1915 - 2001) und Klara (1924) - ohne jeden Komfort, aber im Glauben daran, dass "der Herrgott weiß, was mit uns geschieht".
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
"... so isch's no auf wied'r..." 5 von 5 Punkten Die Archäologie kennt den Vorgang unter dem Namen "experimentelle Archäologie". Dabei lassen sich Menschen in die Vergangenheit zurückversetzen und versuchen so zu leben, wie es wohl unsere Vorfahren gemacht haben. Mit den Hilfsmitteln von damals, nichts modernes darf dabei mitgeführt werden. Auch das Fernsehen hat dieses Phänomen für sich entdeckt und lässt Menschen leben wie Ötzi, den Steinzeitmenschen, oder wie vor 100 Jahren in einem Schwarzwaldhaus.
Doch dieses Buch ist ein anderes: Klara und Marie Walz leben noch heute so, wie es vor 50, 60 oder 100 Jahren war auf der Schwäbischen Alb.
Ohne TV, ohne fließend Wasser, ohne Waschmaschinen oder Elektroherd. In ihrer Mühle ist die Welt in Ordnung. Was das Fernsehteam damals mit der Kamera eingefangen hatte, gibt es jetzt als Buch. Ohne dabei an Reiz und Wirkung zu verlieren. Selbst die Aussagen der beiden Damen sind im "Originalton" aufgezeichnet und schwäbisch abgedruckt. So bekommen sie mehr Nachdruck und mehr Aussage. Und die lassen einen die Welt mit neuen Augen sehen. Was haben die beiden nicht alles durchgemacht. Welche Umstände haben sie zu dem werden lassen, was sie heute sind: Genügsame und zufriedene, gottesfürchtige Menschen, deren Lebensinhalt nur eines ist: Arbeit!
Dieses Buch ist nur zu empfehlen. Nicht zu letzt, weil es mit Liebe und Fachwissen, Einfühlvermögen und viel Verständnis geschrieben wurde.
Und weil es einem modernen Menschen zeigt: Nimm dich nicht so wichtig! Schau dir diese beiden Schwestern an, die alles meistern, schwer arbeiten, vom Schicksal gebeutelt wurden und dennoch zufrieden sind. Ja sogar Humor und Witz besitzen.
Das Besondere: Für alle diejenigen, die kein Schwäbisch als Muttersprache erlernt haben, ist im Buch ein Anhang mit den Übersetzungen zu finden.
Dieses Buch ist eine Pracht!! Und der Verlag Silberburg hält mal wieder was er verspricht: Qualität und Perfektion! |
Tausend Tage Robinson: Das Abenteuer einer Weltumseglung Wilfried Erdmann Taschenbuch, Mai 2003 Verkaufsrang: 61136 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Wilfried Erdmann, der erste Deutsche, der allein die Welt umsegelte, berichtet über eine Weltumseglung zu zweit: die ebenso romantische wie entbehrungsreiche Hochzeitsreise mit seiner Frau Astrid. Für 1011 Tage ist die knapp neun Meter lange Kathena 2 das Zuhause der beiden: wohnen, schlafen, kochen und leben in einem Raum, der nicht größer als Innere eines VW-Busses ist - ohne Elektronik, Navigationssystem und moderne Kommunikationsmittel. Dafür haben sie nicht nur die Meere, sondern auch ganze Inseln für sich allein, auf denen sie das erleben, wovon andere nur träumen: die Robinsonade eines paradiesisch einfachen Lebens.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
einfach schoen 5 von 5 Punkten Erdmann vom Feinsten. Aehnlich bruchstueckhaft wie in seinen anderen Buechern, mit der ihm scheinbar eigenen, etwas "schraegen" Art die Welt zu beschreiben bekommt der Leser in dieser Neuauflage nicht nur Erdmanns Berichte, sondern auch Teile aus dem Tagebuch seiner Frau Astrid geboten. Lesenswert!
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Mein Leben Marcel Reich-Ranicki Taschenbuch, März 2003 Verkaufsrang: 31141 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Lange Zeit hatte Marcel Reich-Ranicki die Niederschrift seiner Autobiografie vor sich hergeschoben. Dennoch wurde er von Freunden und Bekannten ermutigt und gedrängt, von Verlegern mit Geld gelockt. Sechs Jahre schrieb er an seinen Erinnerungen. Im Alter von 79 hatte er sie dann vorgelegt. 2003 sind die Erinnerungen des 1920 Geborenen im Taschenbuch erschienen. Das Buch ist in fünf Teile gegliedert, wobei der Schwerpunkt auf der Zeit vor 1958 liegt. Die ersten beiden Abschnitte zeigen die Entwicklung und die Leidenszeit des Schülers und jungen Mannes, die in höchstem Maße von den Ereignissen der Zeitgeschichte geprägt ist. Es sind dies die Kindheit in Polen, die Jugend im nationalsozialistischen Berlin und schließlich die eindringlich und zugleich in einem ruhigen Tonfall geschilderten Zustände im Warschauer Getto. Nach dem Neuanfang im kommunistischen Polen erfolgt dann die Zäsur: Ende der Fünfziger zieht es Reich-Ranicki in die Bundesrepublik. Dieses Datum markiert einen Einschnitt im Leben des Kritikers und zugleich in dessen Erzählen. Hat er bis dahin seine Persönlichkeitsbildung als humanistisch geprägter Schüler und junger Mann in der immer barbarischer werdenden äußeren Welt ausführlich dargestellt, so erzählt er die folgenden Jahrzehnte nur noch in Episoden. Zwar kommt manches -- z. B. seine Zeit bei der F.A.Z. -- etwas zu kurz, gleichwohl können andere Abschnitte dafür entschädigen: Die Begegnungen mit Mitgliedern der Familie Mann, sein Porträt Wolfgang Koeppens oder die jahrelange und letztlich doch gebrochene Freundschaft zu Joachim Fest werden unterhaltsam wie sensibel geschildert. Mein Leben ist ein Buch über das Gezeichnetsein durch die Schrecken des Dritten Reiches und über persönliche Enttäuschungen. Es ist aber auch ein Buch über glückliche Augenblicke, sowie über die Liebe, und zwar die zu seiner Frau und -- natürlich -- zur Literatur. Marcel Reich-Ranicki hat im Grunde alles erreicht, was ein Kritiker erstreben kann: Er wurde zum bedeutendsten und einflussreichsten Kritiker seiner Zeit. Nach wie vor ist er gefürchtet und respektiert -- doch kaum geliebt. Vor allem aber ist er eins geblieben: ein Außenseiter. Und man spürt über die 560 Seiten hinweg, wie sehr ihn das geschmerzt hat. So steht gegen Ende des Buches nicht zufällig ein Zitat des von ihm geschätzten Friedrich Schlegel, das Reich-Ranicki auf sich selbst bezieht: "Man findet mich interessant und geht mir aus dem Wege... Am liebsten besieht man mich aus der Ferne, wie eine gefährliche Rarität." --Alexander Simon
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 120 Bewertungen)
Ein Buch, an das man die richtigen Ansprüche stellen muss 5 von 5 Punkten Als ich sah, dass ein paar Leser nur einen oder zwei Sterne vergaben, las ich deren Rezensionen und wunderte mich über die Erwartungen, die hier an Reich-Ranickis Buch gestellt wurden.
"Mein Leben" ist kein Roman, sodern eine Biografie, die sich -anders als viele Biografien aktuell prominenter Schauspieler, Musiker oder Sportler- meiner Meinung nach nicht als oberstes Ziel gesetzt hat, zu unterhalten.
Marcel Reich-Ranicki möchte uns, die wir das Buch aus Interesse an seinem Leben gekauft haben, über sein Leben informieren.
Und was wir zu lesen bekommen ist, ohne Intention und ohne Inszenierung, das Leben von Reich-Ranicki.
Literatur mag sein Leben sein, aber wieso deswegen erwarten, dass er selbst etwas schreibt, an dem er nichts zu kritisieren hätte?
Reich-Ranicki schreibt fernab von intellektuellem Stil, umwerfender Rhetorik oder unterhaltsamer Belletristik.
Er erfüllte den Auftrag, ein Buch über sein Leben zu schreiben und genau das tat er.
Der Leser begleitet ihn auf seinem Lebensweg, nimmt Teil an seinen Theaterbesuchen und Lektüren, bekommt einen Einblick in seiner Haltung gegenüber großen Autoren und Werken.
Reich-Ranicki schreibt meiner Meinung nach nicht, um uns Emotionen zu entlocken, uns zu begeistern oder zu überzeugen.
Er wurde um eine Biografie gebeten, er liefert sie ab, gibt jedem, der sich dafür interessiert, Einblick in sein Leben.
Wer Reich-Ranickis Werk mit Werken anderer Schriftsteller vergleicht, der vergisst, denke ich, dass jeder andere Schriftsteller Intentionen hat, -sei es Unterhaltung, eine Botschaft zu vermitteln, ein Kunstwerk abzuliefern, was auch immer- Reich-Ranicki allerdings gibt einfach nur von sich preis, wonach gefragt wurde.
Und wer mit dieser Erwartung an das Werk geht, nicht vergeblich nach Stil, Symbolik, Bewundernswertem oder Befürwortbarem sucht, erkennt, wie nahtlos Reich-Ranicki Literatur mit seinem Lebenswerk verknüpfen kann;
wie differenziert er uns Eindrücke von Dramen, epischen und lyrischen Werken erklärt, wie facettenreich er für uns Literatur begutachtet, während er uns keinen Einblick gewährt, wie er den Tod seiner Eltern und seines Bruders verarbeitet hat.
Wer sich für die neuere Geschichte Deutschlands interessiert, für Literatur und Kultur aus dem Blickwinkel von Marcel Reich-Ranicki, wird von diesem Buch sicher nicht enttäuscht werden.
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