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Ich Will Mein Lied Zurück Marcel Feige, Sido Broschiert, 15. November 2006 Verkaufsrang: 18817 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden DAS BUCH Marcel Feige ist dem Berliner HipHop-Künstler über ein halbes Jahr nicht von der Seite gewichen. »Sido« ist eine Chronik des Alltags. Zum ersten Mal gewährt Sido Einblick in sein bewegtes Leben. »Sido« ist aber noch mehr: In vielen Gesprächen mit Sido, seiner Familie, seinen Freunden und Kollegen von Aggro Berlin, Die Sekte, Deine Lieblingsrapper und Weggefährten aus seinem Block zeichnet Marcel Feige ein sehr persönliches Bild des Ausnahme-Rappers. DER KÜNSTLER Sido ist der Gangsta-Rapper aus dem Berliner Block, genauer gesagt aus dem Märkischen Viertel. Er rappt so hart und aggressiv, dass die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien in Alarmbereitschaft versetzt wird. Er provoziert und pöbelt, bevorzugt gegen unliebsame Rapper und Popper. Dabei ist Sido längst selbst der Popstar unter den deutschen Rappern, dem sogar Thomas D. seine Echo-Auszeichnung zugesteht. Sido rockt mit coolen Lyrics der »Lieblingsrapper« die Teenies, macht den Clown bei der Wok-WM, stellt sich beim Bundesvision Song Contest dem Ländervergleich, gibt jederzeit Autogramme und engagiert sich bereitwillig für die »Aktion Herzenswunsch«. Vorläufiger Höhepunkt: Ein Diskurs mit der Bundestagsabgeordneten Monika Griefahn über Zensur, Gewaltverherrlichung und Vorbildfunktion. Sido spaltet die Nation. DER AUTOR Marcel Feige, geboren 1971, lebt als Schriftsteller in Berlin. Bücher von ihm sind u. a. »Deep in Techno«, die Biographie »Tattoo-Theo. Der Tätowierte vom Kiez«, »Ein Tattoo ist für immer« und »Lude! Ein Rotlicht-Leben«. Für das Buch »Nina Hagen. Thats Why The Lady Is A Punk« erhielt er im November 2003 die »Corine Internationaler Buchpreis«.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)
Super Buch !! (keine Biografie!!!!!) 5 von 5 Punkten Sehr informatives und interessantes Buch über Sido, Aggro Berlin und allem was so dazu gehört! Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt, nämlich in "Paul" und in "Sido". In dem Sido-Teil geht es um sein heutiges Leben, Auftritte bei diversen Shows oder einfach nur darüber, wie sich Sido so die Zeit vertreibt. In dem anderen Teil geht es darüber wie Sido damals als Junge war, wie er aufgewachsen ist, wie er B-Tight kennen lernte und wie er zum Rappen kam. Es folgt immer ein Wechsel zwischen "Paul" und "Sido" (ein Kapitel über Paul, dann eins über Sido usw.), was das Lesen nicht langweilig werden lässt.
Die Seiten im Buch sind mit vielen Schwarzweißbildern ausgesattet und zeigen heutige Bilder sowie Bilder auf denen Sido noch ein kleiner Junge war. Zusätzlich gibt es in der Buchmitte noch einen farbigen Bilderband mit etlichen großen Bildern vom Maskenmann!
Und nun für die Leute die es hier noch nicht begriffen haben: Das Buch "Ich Will Mein Lied Zurück" ist keine Biografie, NEIN es hat nur einen biografischen Ansatz!!
Also: KAUFEN!!
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Die Legende der Catherine M Jacques Henric Taschenbuch, 9. Oktober 2001 Verkaufsrang: 15200 "Seit dreißig Jahren fotografiere ich diesen Körper, der sich erstaunlicherweise nicht verändert hat. Eine freie, unbefangene Frau ohne Schuldgefühle ist ein schönes Geschenk für einen Romancier." Jacques Henric ist Fotograf und Schriftsteller und seit 20 Jahren verheiratet mit der in Frankreich mittlerweile berühmten Catherine M., der Autorin einer aufsehenerregenden erotischen Autobiografie, in der sie unverblümt über ihr äußerst aktives sexuelles Leben berichtet. Trotz der unzähligen sexuellen Eskapaden seiner Frau blieb Jacques Henric immer an ihrer Seite. Im Lauf der Jahre machte er zahlreiche Fotos von ihr, oft Nacktfotos von ihr, an öffentlichen Orten aufgenommen. Faszinierende Fotos: natürlich und auf eine kühle, distanzierende Weise verführerisch. Etwa dreißig der stärksten Aufnahmen versammelte er in diesem Buch. Sie sind für Henric Gedächtnisstütze, Tagebuch und zugleich ein Monument für seine Geliebte. In den Begleittexten - kleinen, intimen Essays voller persönlicher Gedanken und Betrachtungen - geht er ein auf seine Beziehung zu Catherine, auf ihr Verhältnis zu anderen und zur Welt, auf den Zeitgeist - 1968 und danach. Henric erzählt Anekdoten, schreibt aber auch über Fotografie, Eifersucht, Pornografie und Erotik.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 1.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Um Gottes Willen 1 von 5 Punkten Die Fotos sind etwa von der Qualität der Amateurseite in einem Sexheftchen. Dazu kommt, dass sie bis auf eine Ausnahme nur eine relativ alte Milet zeigen. Dass ist schade, denn sie war eine sehr sehr hübsche junge Frau. Der Knaller sind allerdings die vollkommen wirren, abstrusen und pseudo-intelektuellen Texte. Henric folgt dem Prinzip, dass die meisten Menschen denken, dass Dinge klug sind, wenn sie so kompliziert ausgedrückt werden, dass sie keiner versteht. Ich kann in diesem blöden Geschwafel nicht mal einen irgendwie gearteten roten Faden erkennen. Wenn man Texte aus der Bedienungsanleitung eines Fotoapparats, der St. Pauli Nachrichten und einem philosophischwen Werk auseinanderschneiden und dann wieder wahllos zusammenkleben würde, bekäme man das gleiche Ergebnis. |
Erstickt an euren Lügen: Eine Türkin in Deutschland erzählt Inci Y. Broschiert, Oktober 2007 Verkaufsrang: 62424 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Unter dem Pseudonym Inci Y. bricht eine Türkin das Schweigen der Frauen und erzählt stellvertretend für Hunderttausende ihr Leben: als Mädchen eingesperrt, als Frau gedemütigt, geprügelt, vergewaltigt. Von Liebe spricht keiner. Die einen hintergehen ihre Männer, die anderen sind stumme Dulderinnen. In Anatolien genauso wie im Land der Verheißung, in Deutschland.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 11 Bewertungen)
Sehr gutes Buch - auf jeden Fall empfehlenswert 5 von 5 Punkten Sehr gutes Buch - auf jeden Fall empfehlenswert.
Was mich allerdings an diesem Buch gestört hat, waren die vielen Rechtschreib- bzw. Grammatikfehler.
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Das Buch der verbrannten Bücher Volker Weidermann Gebundene Ausgabe, 10. März 2008 Verkaufsrang: 9539 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Als die Nationalsozialisten die Macht in Deutschland übernommen hatten, stand auf ihrer Agenda ganz oben, alles Undeutsche aus der deutschen Kultur zu eliminieren. Der 1904 in Alsleben an der Saale geborene Bibliothekar und Leiter der Berliner Geschäftsstelle der deutschen Zentralstelle für Volkstümliches Büchereiwesen des Volksbibliothekarverbandes Wolfgang Herrmann lieferte dafür 1933 erste Schwarze Listen mit den Titeln derjenigen Bücher, von denen er die Volksbüchereien gesäubert wissen wollte. Neben der 131 Autoren umfassenden Aufstellung der auszusondernden Schönen Literatur verfasste er Listen für die Gebiete Allgemeines, Kunst und Geschichte. In zahlreichen Städten wurden öffentliche Zeremonien veranstaltet, auf denen diese undeutschen Bücher dann feierlich verbrannt wurden. Doch bei den symbolischen Bücherverbrennungen blieb es nicht. Schon bald wurde nicht nur in Bibliotheken im großen Stil ausgesondert und makuliert. Auch der Buchhandel wurde systematisch gesäubert - mit einem erschreckend nachhaltigen Erfolg. Viele der Autoren, deren Bücher Opfer von Verbrennung und Säuberung wurden, sind heute tatsächlich vergessen: Hans Sochaczewer, Otto Linck, Herrmann Essig, Maria Leitner, Alfred Schirokauer, Ernst Johannsen, Albert Hotopp, Rudolf Geist, Alex Wedding und viele, viele mehr. Volker Weidermann hat für Das Buch der verbrannten Bücher die Spuren ausnahmslos aller Autoren verfolgt, die damals auf der ersten schwarzen Liste der ,Schönen Literatur' standen: Nicht jede Biografie der insgesamt vierundneunzig deutsch- und siebenunddreißig fremdsprachigen Schriftsteller hat er vollständig rekonstruieren können. Doch es sind, wie er versichert, nur wenige Lücken geblieben. Das Buch der verbrannten Bücher ist ein kleiner, später Triumph über die Barbarei! Unbedingt lesenswert! -- Andreas Vierecke, Literaturanzeiger.de
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Erst werden Bücher, dann Menschen verbrannt 5 von 5 Punkten Nach dem großartigen Buch "Lichtjahre" (s. auch meine Rezension vom 9.Juni 2006), einer kurzen Geschichte der deutschen Literatur von 1945 bis heute, blickt Volker Weidemann, Literaturkritiker und Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, in seinem neuen Buch auf die Zeit vor 1945 zurück. 1933 wurden von Wolfgang Herrmann Schwarze Listen" erstellt, auf denen 131 Autoren aufgeführt waren, deren Bücher aus Bibliotheken, Buchhandlungen und möglichst auch Privathäusern entfernt werden sollten. Am 10. Mai 1933 wurden dann aus barbarischem Ungeist dann in vielen Städten auf Scheiterhaufen Bücher verbrannt, die für die Nazis entartet, undeutsch oder nicht mit ihrer menschenverachtenden Ideologie vereinbar waren. Goebbels rief in einer flammenden Rede die Autoren auf, dessen Werke dem Feuer übergeben werden sollten. Seinem Aufruf zu dieser "Säuberungsaktion" folgten nicht nur SA-Leute, sondern auch Studenten, Professoren und Bibliothekare.
Volker Weidermann hat ausgiebig recherchiert und es sich jetzt zur Aufgabe gemacht, an all diese bekannten oder weniger bekannten Autoren zu erinnern, über jeden ein kleines Kapitel zu schreiben. Und indem dem Leser die Gelegenheit gibt, sich diese Autoren zu vergegenwärtigen, setzt er jedem ein kleines Denkmal, auch wenn der eine oder andere Autor kein großer Literat war. Wie dem auch sei, was literarisch keinen hohen Stellenwert erlangt muss man nicht entsorgen, indem man es verbrennt.
Auf der Liste, die der Autor durchgearbeitet hat, stehen vierundneunzig deutsch- und siebenunddreißig fremdsprachige Schriftsteller. Neben bekannten Namen wie Tucholsky, Kästner, Brecht, Remarque, Anna Seegers, Klaus Mann , Stefan Zweig und Jack London, sind auch vollkommen unbekannte Namen dabei, Autoren die es zu lesen aber allemal lohnt. Ich denke dabei an Hermann Essig, Rudolf Braune, Martin Lampel oder Irmgard Keun.
Ein sehr schön lesbares Buch, mit vielen vollständig rekonstruierten Biografien. Ich empfehle auch dieses Werk von Volker Weidemann mit Nachdruck und Leidenschaft. Es sollte im Bücherregal neben dem Buch "Lichtjahre" seinen verdienten Platz finden.
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Nicht heulen, Husky!: Der fesselnde Tatsachenbericht einer Auswanderung nach Kanada Delden Gila van Taschenbuch, Dezember 2000 Verkaufsrang: 11773 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden In aller Heimlichkeit plant sie ihre Auswanderung nach Kanada, gemeinsam mit Rainer, dem Mann ihrer besten Freundin Eva und Vater ihrer Tochter Dana. Trotz vieler scheinbar unüberwindlichen Hindernisse gelingt ihnen die Einwanderung in die Yukon Territories, und ohne Evas Wissen verlassen sie Deutschland. Doch hier zeigt sich, daß Rainers Liebe zu seinen dreizehn Huskies nicht unproblematisch ist. Liegt nur in der endgültigen Rückkehr nach Deutschland die Chance für ein gemeinsames Leben für alle?
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 18 Bewertungen)
Selten habe ich so ein fesselndes Buch gelesen. 5 von 5 Punkten Dank meiner Leidenschaft fürs Lesen habe ich schon sehr viele Bücher gelesen. Selten hat mich ein Buch so gefesselt wie dieses hier.
Danke für dieses Buch liebe Gila.
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The Journey für Kids: Befreiung von Ängsten und traumatischen Erinnerungen Brandon Bays Broschiert, Januar 2008 Verkaufsrang: 30059 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Anwendung des JOURNEY-Prozesses speziell für Kinder: Brandon Bays zeigt, wie wir unseren Kindern helfen können, unangenehme Gefühle besser zu verstehen und zu akzeptieren. Das Kernstück dieses Weges ist eine einfache Übung, in der sich die Kinder in ihrem eigenen Körper Abenteuer vorstellen. In diesem Rahmen können traumatische Erinnerungen verarbeitet werden, und mit Hilfe von Luftballons voll kraftvoller Ressourcen wie Mut, Humor, Vertrauen lernen Kinder, sich selbst und anderen die Schmerzen, Enttäuschungen oder Leiden zu vergeben, die sie erlitten haben.
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Scar Tissue: Der Sänger der Red Hot Chili Peppers - Die Autobiographie Anthony Kiedis, Larry Ratso Sloman Taschenbuch, Juni 2005 Verkaufsrang: 17951 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Heute, so feixt der endlich cleane Sänger gleich im Vorwort, wird nur noch das Wundermittel Ozon gespritzt, eine Art Pfeifenreiniger für die drogenverseuchte Blutbahn, verabreicht im Domizil in den Hügeln Hollywoods von einer drallen Sanitäterin in pinken Netzstrümpfen, versteht sich. Alice Schwarzer hätte ihre helle Freude an diesem Freund der weltweiten Schamhaarstudien, der mit seinen drastischen Erlebnissen um keinen Preis hinterm Berg hält. Zu behaupten, Anthony Kiedis, Sänger der Red Hot Chili Peppers und Verfasser dieses zarten Erinnerungswerkes, sei ein echter Sympathieträger, fällt einigermaßen schwer. Willkommen also in einer Hedonistenwelt aus Uppers und Downers, des Koks und Heroins, der Penissocken und Quickies im Minutentakt. Ach ja, Musik gibt's auch noch! Es ist dieser spätpubertäre, selbstreferentielle Ton eines Mannsbilds, das sie alle gehabt hat, der die Lektüre dieses selbsternannten Grenzgängers für jeden halbwegs gebildeten Leser so schwierig macht. Pate dieser großspurigen Wesensart war der Hippievater, der den 12-jährigen Filius anhand seiner umfangreichen Playboy- und Penthouse-Sammlung schon früh in die Geheimnisse der weiblichen Anatomie einführte. Zwecks weiterführender Studien wurde dem heranwachsenden Sohnemann auch schon mal die eigene Braut überlassen. Auch der exzessive Drogenkonsum wurde unter väterlich liebevollem Blick früh bis zur Meisterschaft eingeübt. Ein Erziehungsmodell, das später teuer bezahlt werden musste. Über all dem pornohaften Mucki- und Machogehabe vergisst man fast, dass man es bei den Red Hot Chili Peppers mit einer verdammt guten Band zu tun hat. Anfang der 80er gegründet, entwickelten die vier schweißglänzenden Energiebündel sehr bald ihren ganz eigenen Stilmix aus Punk, Crossover und Funkelementen. Kurt Cobain, Pearl Jam's Eddie Vedder, Jane's Addiction, die gesamte Westcoast-Szene der 80er-Jahre wird durch Kiedis Erinnerungen noch einmal ganz schön lebendig. Und, man staunt, auch Nina Hagen hat ihren Auftritt -- der (natürlich) im Bett unseres Helden endet. Sex, Drugs & Rock'n'Roll eben -- derb, aber satt! -- Ravi Unger
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 17 Bewertungen)
Absolut Klasse 5 von 5 Punkten Selbst bin ich ein riesiger Peppers-Fan, besonders von Anthony Kiedis.Er ist ein ganz besonderer, sympathischer und tiefgründiger Mensch was man durch sein ebenso tiefgründiges Buch erfährt. Anthony Kiedis hat viele schwierige Momente durchlebt und in diesem Buch wirlich kein Blatt vor den Mund genommen.Man erfährt so viele Details über ihn, die Red Hot Chili Peppers, die Songs, das Leben in LA und über sein Umfeld.Auch ein tolles "Dokument" der Musikgeschichte seiner Zeit in den USA. Es ist erstaunlich wie Detailreich sich Anthony Kiedis an sein Leben erinnern kann.
Im deutschen klingt die Wortwahl ein wenig umgangssprachlich, aufjedenfall empfehlenswert nach der deutschen Fassung die originale englische Fassung zu lesen.
Ein super Bonus sind die Ausschnitte einiger Songs und ihre Hintergründe und die privaten Fotos, auf die man beim lesen immermal wieder zurückblättern und die Situation besser verstehen kann.
Sehr sehr lesenswert, nicht nur für Fans, und auf jeden Fall mein absolutes Lieblingsbuch.
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Brief an D: Geschichte einer Liebe André Gorz Gebundene Ausgabe, 1. August 2007 Verkaufsrang: 6963 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Eine ewige Liebe - sie haben alles geteilt, bis in den Tod, in den sie gemeinsam gingen Elisabeth von Thadden, Die Zeit "Eine der schönsten veröffentlichten Liebesgeschichten seit langem." 3 sat "Was ich in dem Brief herausarbeite, erlebt machen wollte, ist, dass der einzige menschliche und größte Reichtum das Empfindungsvermögen ist." André Gorz in einem Interview mit 3 sat
Im September 2007 hat sich Andre Gorz zusammen mit seiner Frau Dorine das Leben genommen, ein, wie sie es verstanden, letzter Akt der gemeinsamen Freiheit angesichts eines drohenden qualvollen Siechtums. Sechzig Jahre war er mit seiner Frau verheiratet. Kurz vor dem gemeinsamen Freitod hat Andre Gorz unter dem Titel "Brief an D." die Geschichte seiner Liebe zu Dorine veröffentlicht. Darin bekennt er zum ersten Mal öffentlich, daß er ohne die Liebe zu seiner Frau niemals als Schriftsteller hätte erfolgreich werden können. Immer habe er diese Tatsache verleugnet. Begonnen habe diese Verdrängung, wie er das nennt, schon mit seinem ersten Buch "Der Verräter", in der er sich zu allem möglichen bekannt habe, nur nicht zu seiner Frau Dorine. Sie ging arbeiten und brachte das Geld nach Hause, während er seine Studien betreiben konnte. "Lange Zeit konnte ich es nicht ertragen, auf der Welt zu sein, oder ich selbst zu sein. Dorines Arbeit bestand jahrelang darin, mich mit mir selbst zu versöhnen. Das ist ihr gelungen, indem ich sie liebte." Dorine ist ein Leben lang seine erste Leserin und Kritikerin. Seine Liebe zu Dorine, so sagt er in seinem letzten Brief an sie, war das produktivste Element, das seine Theorien ermöglicht habe und er bedauert es nachträglich außerordentlich, daß er diese Tatsache in seinen Schriften und Interviews nie erwähnt habe. Und so ist dieses kleine, achtzigseitige Büchlein nicht nur ein wichtiges autobiographisches Dokument eines der bedeutendsten Sozialphilosophen der letzten Jahrzehnte, sondern auch eine der schönsten veröffentlichten Liebeserklärungen seit langem. "Brief an D." ist Gorz' letztes Buch. Er wollte damit noch einmal auf die Gefahr hinweisen, die dem ungestümen Fortschritt innewohnt: Man kann einen Überschuss an Theorie haben und ein Defizit an Menschlichem. Aber so, meint Gorz, komme man nicht weiter. Ernst Bloch hat diese Einsicht schon Jahrzehnte vorher formuliert, als er zwischen Wärmestrom und Kältestrom unterschied, aber ich glaube nicht, daß Andre Gorz Bloch wirklich rezipiert hat. Ein wunderschönes Buch, ein literarisches und auch philosophisches Kleinod.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 11 Bewertungen)
Das Gefühl, das man wahrhaft leben nennt 5 von 5 Punkten Dorine war seine Muse. Sie hat ihn gelehrt zu leben, zu lieben und doch hatte André Gorz bis zum Schluss das Gefühl, ihr nie gerecht geworden zu sein. Mit diesem Buch wollte er dies endlich nachholen und er hat es getan. "Brief an D." ist das Bekenntnis an eine 58 Jahre währende Liebe, ohne die André Gorz nicht der Mensch gewesen wäre, der er war. In diesem nur 84-seitigen Buch rekapituliert er sein Leben, das erst durch Dorine wirklich begann. Diese Liebeserklärung ist in ihrer Ausdrucksweise so stark und ehrlich, dass sie den Leser in tiefster Seele berührt und doch ist sie so zart und vorsichtig formuliert, dass keinerlei Intimität und Geheimnis offenbart wird. Dieses Buch ist herzzerreißend und doch wunderschön. Es vermittelt genau das, was Liebe sein muss. Vollkommene Schönheit und größter Schmerz zugleich das Gefühl, das man wahrhaft leben nennt.
Dieses Buch zu beschreiben ist unsagbar schwer, denn André Gorz hat seine Worte so weise gewählt, dass ich nicht wüsste, wie man sich besser ausdrücken könnte als er es auf seine bewegende Art getan hat:
"Ich will nicht bei deiner Einäscherung dabei sein; ich will kein Gefäß mit Deiner Asche bekommen. [...] Jeder von uns möchte den anderen nicht überleben müssen. Oft haben wir uns gesagt, dass wir, sollten wir wundersamerweise ein zweites Leben haben, es zusammen verbringen möchten."
André Gorz und seine Frau Dorine haben sich am 22. September 2007 gemeinsam das Leben genommen. Diese Liebe war stärker als alles sogar stärker als Krankheit und Tod.
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Die Löwin von Aquitanien Tanja Kinkel Taschenbuch, November 1991 Verkaufsrang: 14445 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Leichtsinnig und romantisch, ehrgeizig und kaltblütig, Leitstern der Troubadoure, eine meisterhafte Politikerin, wenig besser als eine Dirne - all diese Eigenschaften wurden der großen Königin des 12. Jahrhunderts von der Überlieferung nachgesagt. Was davon wahr ist? Vielleicht ein wenig von allem. Aufgewachsen an einem der kultiviertesten Höfe der Zeit, fand die junge, lebenshungrige Eleonore erst als über Achtzigjährige im Kloster von Fontevrault ihren Frieden: Sie hatte zwei königliche Ehemänner und acht ihrer zehn Kinder überlebt.Tanja Kinkel, 1969 in Bamberg geboren, verfaßte bereits im Alter von acht Jahren ihre erste Erzählung. Heute ist die promovierte Germanistin eine der erfolgreichsten Autorinnen historischer Romane, die regelmäßig die Bestsellerlisten erobern und in neun Sprachen übersetzt werden. Schon 1992 wurden ihre ersten beiden Bücher mit dem Bayerischen Staatsförderpreis für junge Schriftsteller ausgezeichnet. "Wenn es nicht wahr ist, dann ist es eine gute Geschichte", so zitiert Tanja Kinkel ein italienisches Sprichwort und umschreibt damit zugleich ihr persönliches Erfolgsrezept.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 40 Bewertungen)
Früher wohl 5, heute nur noch 4 Sterne, aber lesenswert 5 von 5 Punkten Zeitsprung: Anfang der 1990er kurz nach meinem Abitur las ich diese beiden Romane Tanja Kinkels zum ersten Mal. In einem kleinen Artikel in einer Frauenzeitschrift hatte ich etwas über diese junge Autorin gelesen, die nur 2 Jahre älter als ich ist, und war neugierig geworden. Also besorgte ich mir den Erstling "Wahnsinn, der das Herz zerfrisst", da mich Byron ohnehin faszinierte, ich wusste aber eigentlich nicht sehr viel über ihn. Angenehm überrascht vom flüssigen Schreibstil, las ich gleich darauf auch "Die Löwin...". Mehr Bücher gab es damals von Kinkel noch nicht.
Dieses Jahr, über zehn Jahre später, las ich die Bücher erneut.
Zu "Wahnsinn...": Bei der Erstlektüre fand ich an dem Buch nichts zu bemängeln, flott und lebhaft wird die Geschichte des jungen Exzentrikers und seiner geliebten Schwester Augusta erzählt. Das sparsame Eingehen auf Byrons Werk, welches Teil seiner zumindest öffentlichen Person war, störte mich nicht. Sehr gelungen fand ich auch die Darstellung der Inzest-Beziehung, die als eine hofflungslose Liebe und Seelenverwandschaft gezeigt wird.
Heute muss ich bemängeln: man merkt dem Buch doch an, wie jung die Autorin war. Byron ist viel zu brav, wirkt bis zu seinem Tod wie ein "großer Junge", der doch nur geliebt werden will. Dezent nur deutet Kinkel an, dass Byron so manche Affäre hatte. Byron war jedoch ein Womanizer, ein Pop-Star, eine Art Mick Jagger, seiner Zeit. Er konnte sie alle haben - und er nahm sie auch. Zu Herzen ging ihm das nur selten, zynisch verspottete er oft die "Weiber", die ihm zu Füßen lagen. Zugleich gab es tatsächlich zwei große Lieben in seinem Leben, eben Augusta, mit der er, anders als Kinkel es sich traut zu sagen, wohl wirklich ein Kind hatte, und Percy Shelley, bei dessen Verlust Byron vor Verzweiflung ins Meer sprang (er konnte aber, im Gegensatz zu Shelley, schwimmen).
Fazit: eine charmante Lektüre sowohl für den Strand als auch für die dunkle Jahreszeit, mehr aber im Stil einer Jane Austen als eines Byron. Für einen alternativen, weitaus sinnlicheren und drastischeren Einblick in Byrons Person ist Ken Russels Film "Gothic" mit Gabriel Byrne unbedingt empfehlenswert.
Zu "Die Löwin":
Beim ersten Lesen verschlang ich die spannende Lebensgeschichte der mittelalterlichen Emanze, ohne große Gedanken um einzelne geschichtliche Details (die ohnehin so zahlreich sind, dass man den Überblick schnell verliert). Allerdings war ich gegen Ende des Buches doch etwas genervt, denn die ganzen Reibereien schienen in ihrer Gänze schließlich so kleinlich und unwichtig. Am Ende sterben sowieso alle und das Spiel geht ewig auf Kosten der einfachen Leute weiter.
Eben diese Details sehe ich heute als Manko: Kinkel erstickt die Story mit historischen Kleckerkram, erwähnt jede noch so kleine Verschiebung von Lehnsverhältnissen, jeden noch so nebensächlichen Zwist zwischen Adligen. Dies liegt daran, dass sich die junge Autorin einfach zuviel vornahm: sie wollte die ganze Geschichte der Alienor (tatsächlich von der Zeugung bis zum Tod) schreiben, zugleich aber konnte sie es nicht bei einer Auswahl besonders wichtiger Ereignisse belassen, sondern versuchte, so ziemlich alles in die Geschichte zu bekommen, was ihre Recherchen ergeben hatten. (Ich denke heute sieht Kinkel dieses Problem selbst, sie sagte einmal, sie würde das Buch jetzt anders angehen.)
Die Folge daraus ist, dass Alienors Leben immer mehr im Zeitraffer verläuft, nach einem noch recht ruhigen ersten Drittel rauschen Jahrzehnte am Leser in wenigen Seiten vorbei, damit die Autorin auch alle Nebenfiguren historisch "einlochen" kann. So erscheint die schöne Königin irgendwann als eine gefühllose Herrscherin, die nur mit sanften Bedauern die Tode ihrer Angehörigen in einem Satz verwindet und dann gleich wieder mit den Überlebenden weiter Intrigen spinnt.
Störend ist auch, dass Alienor (anders als Byron im ersten Roman) zu "perfekt" und jeder Lage gewachsen, allen anderen haushoch überlegen erscheint. Nur einmal kommt die Autorin auf die Idee, diese Perfektion als Fassade zu zeigen, als Alienor in der Gefangenschaft in Tränen ausbricht.
Fazit: Eine ausführliche Geschichtsstunde verbunden mit dem Versuch einer Annäherung an eine beeindruckende Frau, deren Gestalt aber trotz allen von Kinkel beschworenen "Feuers" ihres Charakters eher unterkühlt bleibt. Immerhin ist dies aber dennoch ein mutiges Porträt einer Frau, die als die mächtigste des Mittelalters gilt.
Gesamtfazit:
Zwei Romane, die sich mit Personen der britischen Historie befassen, die beide in Deutschland zuvor wenig Aufmerksamkeit genossen. Beide Bücher sind gut recherchiert und in einem angenehmen, leicht konsumierbaren Stil geschrieben. Trotz kleiner Abstriche daher eine empfehlenswerte Lektüre zur Entspannung und für Freunde historischer Romane.
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Die Reise mit Charley: Auf der Suche nach Amerika John Steinbeck Broschiert, Juni 2007 Verkaufsrang: 49811 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Amerika - was für ein Land! Von den großen Seen bis zu den Rocky Mountains, von den Metropolen der Ostküste bis zu den Wüsten Nevadas stößt man kulturell wie landschaftlich auf eine ungeahnte Vielfalt. Im Jahre 1960 ist es, als der spätere Literaturnobelpreisträger John Steinbeck sich mit 58 Jahren noch einmal auf die Reise durch sein eigenes Land macht. Teil des Plans sind Pudel Charley und der »Rosinante« getaufte Dreivierteltoner mit Bootskajüte auf der Ladefläche. Auf diesem Weg besucht Steinbeck 34 Bundesstaaten in elf Wochen und erlebt dabei so einiges. Ironische Beobachtungen und skurrile Begegnungen vermischen sich zu einem einzigartigen Reisebuch, das einen unverstellten Blick auf das Innere Amerikas bietet.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Wunderbarer Schriftsteller 5 von 5 Punkten Eine liebe Freundin schenkte mir DIE REISE MIT CHARLEY vor nicht allzu langer Zeit und ich las das Buch mit großem Vergnügen. Erinnerungen an frühere Zeiten wurden schnell wieder wach, und wie ich sah, gibt es diese grandiosen Bücher des Autoren wie DIE STRASSE DER ÖLSARDINEN / VON MÄUSCHEN UND MENSCHEN / FRÜCHTE DES ZORNS ODER JENSEITS VON EDEN Dank dieses Dtv-Verlages noch immer und wer sie nicht kennt, sollte sie lesen - egal in welchem Alter man gerade ist.
Mit dem vorliegenden Buch beglückte Steinbeck die Fernwehgepalgten aller Nationen. Er machte denjenigen Mut, diesem Drang auch in schon fortgeschrittenem Alter nachzugeben. Der Autor jedenfalls fuhr durch vierunddreißig Bundesstaaten der USA in elf Wochen und er berichtet über diese Zeit. Es ist sicherlich müßig, über diesen Spross einer deutsch-irischen Familie etwas zu sagen, der am 27. Februar 1902 in Pacific Grove/Kalifornien geboren wurde. Über diesen literaischen Spätzünder wie einmal einer sagte, denn der ehemalige Student der Naturwissenschaften schlug sich lange Zeit zunächst als Gelegenheitsarbeiter, dann als Reporter und Kriegsberichterstatter durchs Leben. Aber was dann kam war gewaltig. Pulitzer- und Nobelpreis sind wohl die hervorragendsten aus einer Vielzahl an Ehrungen.
1960, er war gerade achtundfünfzig Jahre alt, wollte er es noch einmal wissen und unerkannt und autark WIE EINE SCHILDKRÖTE reisen. Ein Auto namens Rosinante - eher ein Gefährt mit einer Bootskajüte auf der Ladefläche - wurde ihm für lange Zeit zum Heim bei seiner Reise durch Städte und Landschaften, auch zurück in seine Vergangenheit.
Begleitet hat ihn dabei sein reinrassiger Pudel Charley, der eigentlich auf den Namen CHARLES LE CHIEN hörte und dem manche Kommandos erst ins Französische übersetzt werden mussten, um ihn zu schnellem Handeln zu bewegen. ICH LASSE IHN FREI LAUFEN UND ER NÄHERT SICH DEM ZIELOBJEKT BEZEIHUNGSWEISE DEM, WAS DAS ZIELOBJEKT GERADE KOCHT, berichtet der Autor über seinen Begleiter. Natürlich wiederholt sich auf dieser Reise einiges und natürlich war sie vielleicht am Ende nicht mehr so spannend wie am Anfang. Das führt auch dazu, dass der Autor manches Mal etwas abschweift, um sich eher philosophischen Reminiszensen hinzugeben, als über die Geschehnisse auf seiner Reise zu berichten, die so aufregend letztendlich natürlich auch nicht sind, denn er bewegte sich weitgehend auf sicheren Pfaden.
Er erkennt, dass HEUTE, also 1960, doch alles so anders ist als in seiner Erinnerung es gewesen war, und auch der Leser versteht bald, dass in der Gegenwart gar nichts mehr so ist, wie es sich dem Autoren damals in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten darstellte.
Wer das Buch heute liest, wird das wissen und nichts anderes erwarten. Der Leser empfindet eine Mitfreude an dem klaren Blick des Autoren auf seinen Streifzügen quer durch die Staaten, an den ehrlichen Schilderungen all dieser kleinen Begebenheiten, die er nicht aufbauscht um sich oder die anderen wichtig zu machen. Wer allerdings ein Reisebuch im herkömmlichen Sinne erwartet, wird enttäuscht sein.
Steinbeck hat den Mut, seine individuelle Reise mit Charley so zu schildern, wie er sie erlebt hat und er ist groß genug, nicht all die Klischees zu bedienen, die eben jeder andere vielleicht bedient hätte, der nicht viel in seinem bisherigen Leben zu sagen hatte.
Ein unaufgeregtes Buch, sehr individuell aus dem Empfinden des Autors, dem man durchaus und zulässigerweise anmerkt, dass er auch froh war, als er wieder zu Hause war.
ZU BEGINN DIESES BERICHTS HABE ICH ... EIN WENIG VERWUNDERT BETRACHTUNGEN ÜBER DIE AUSGEPRÄGTE INDIVIDUALITÄT VON REISEN ANGESTELLT UND BIN ZU DER FESTSTELLUNG GELANGT, DASS WIR KEINE REISEN UNTERNEHMEN, SONDERN VON IHNEN UNTERNOMMEN WERDEN. HMcM
Ein Muß für jeden Amerika-Liebhaber 5 von 5 Punkten Steinbeck beschreibt hier seine Reise durch ganz Amerika, die hier in der wunderbaren neuen Übersetzung von Burkhart Kroeber vorliegt und wirklich das reinste Lesevergnügen bietet.Man lernt sehr viel über die Menschen und Landschaften und das Buch ist auch heute noch so erstaunlich aktuell, daß es mich wundert, daß es so wenig Beachtungt findet, bei dem Leserpublikum, das sich um die heutigen amerikanischen Autoren wie Jonathan Franzen reißt, der ohne Steinbeck und auch den jetzt Gottseidank wieder neu erscheinenden Richard Brautigan gar nicht möglich gewesen wäre. Die Wurzeln der heutigen Erfolgsautoren liegen alle bei den Schriftstellern der 60 und 70er Jahre. Ein Buch, daß ich dringend empfehle. |
Scar Tissue: Der Sänger der Red Hot Chili Peppers - Die Autobiographie Anthony Kiedis, Larry Ratso Sloman Taschenbuch, Juni 2005 Verkaufsrang: 17951 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Heute, so feixt der endlich cleane Sänger gleich im Vorwort, wird nur noch das Wundermittel Ozon gespritzt, eine Art Pfeifenreiniger für die drogenverseuchte Blutbahn, verabreicht im Domizil in den Hügeln Hollywoods von einer drallen Sanitäterin in pinken Netzstrümpfen, versteht sich. Alice Schwarzer hätte ihre helle Freude an diesem Freund der weltweiten Schamhaarstudien, der mit seinen drastischen Erlebnissen um keinen Preis hinterm Berg hält. Zu behaupten, Anthony Kiedis, Sänger der Red Hot Chili Peppers und Verfasser dieses zarten Erinnerungswerkes, sei ein echter Sympathieträger, fällt einigermaßen schwer. Willkommen also in einer Hedonistenwelt aus Uppers und Downers, des Koks und Heroins, der Penissocken und Quickies im Minutentakt. Ach ja, Musik gibt's auch noch! Es ist dieser spätpubertäre, selbstreferentielle Ton eines Mannsbilds, das sie alle gehabt hat, der die Lektüre dieses selbsternannten Grenzgängers für jeden halbwegs gebildeten Leser so schwierig macht. Pate dieser großspurigen Wesensart war der Hippievater, der den 12-jährigen Filius anhand seiner umfangreichen Playboy- und Penthouse-Sammlung schon früh in die Geheimnisse der weiblichen Anatomie einführte. Zwecks weiterführender Studien wurde dem heranwachsenden Sohnemann auch schon mal die eigene Braut überlassen. Auch der exzessive Drogenkonsum wurde unter väterlich liebevollem Blick früh bis zur Meisterschaft eingeübt. Ein Erziehungsmodell, das später teuer bezahlt werden musste. Über all dem pornohaften Mucki- und Machogehabe vergisst man fast, dass man es bei den Red Hot Chili Peppers mit einer verdammt guten Band zu tun hat. Anfang der 80er gegründet, entwickelten die vier schweißglänzenden Energiebündel sehr bald ihren ganz eigenen Stilmix aus Punk, Crossover und Funkelementen. Kurt Cobain, Pearl Jam's Eddie Vedder, Jane's Addiction, die gesamte Westcoast-Szene der 80er-Jahre wird durch Kiedis Erinnerungen noch einmal ganz schön lebendig. Und, man staunt, auch Nina Hagen hat ihren Auftritt -- der (natürlich) im Bett unseres Helden endet. Sex, Drugs & Rock'n'Roll eben -- derb, aber satt! -- Ravi Unger
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 17 Bewertungen)
Absolut Klasse 5 von 5 Punkten Selbst bin ich ein riesiger Peppers-Fan, besonders von Anthony Kiedis.Er ist ein ganz besonderer, sympathischer und tiefgründiger Mensch was man durch sein ebenso tiefgründiges Buch erfährt. Anthony Kiedis hat viele schwierige Momente durchlebt und in diesem Buch wirlich kein Blatt vor den Mund genommen.Man erfährt so viele Details über ihn, die Red Hot Chili Peppers, die Songs, das Leben in LA und über sein Umfeld.Auch ein tolles "Dokument" der Musikgeschichte seiner Zeit in den USA. Es ist erstaunlich wie Detailreich sich Anthony Kiedis an sein Leben erinnern kann.
Im deutschen klingt die Wortwahl ein wenig umgangssprachlich, aufjedenfall empfehlenswert nach der deutschen Fassung die originale englische Fassung zu lesen.
Ein super Bonus sind die Ausschnitte einiger Songs und ihre Hintergründe und die privaten Fotos, auf die man beim lesen immermal wieder zurückblättern und die Situation besser verstehen kann.
Sehr sehr lesenswert, nicht nur für Fans, und auf jeden Fall mein absolutes Lieblingsbuch.
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Brief an D: Geschichte einer Liebe André Gorz Gebundene Ausgabe, 1. August 2007 Verkaufsrang: 6963 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Eine ewige Liebe - sie haben alles geteilt, bis in den Tod, in den sie gemeinsam gingen Elisabeth von Thadden, Die Zeit "Eine der schönsten veröffentlichten Liebesgeschichten seit langem." 3 sat "Was ich in dem Brief herausarbeite, erlebt machen wollte, ist, dass der einzige menschliche und größte Reichtum das Empfindungsvermögen ist." André Gorz in einem Interview mit 3 sat
Im September 2007 hat sich Andre Gorz zusammen mit seiner Frau Dorine das Leben genommen, ein, wie sie es verstanden, letzter Akt der gemeinsamen Freiheit angesichts eines drohenden qualvollen Siechtums. Sechzig Jahre war er mit seiner Frau verheiratet. Kurz vor dem gemeinsamen Freitod hat Andre Gorz unter dem Titel "Brief an D." die Geschichte seiner Liebe zu Dorine veröffentlicht. Darin bekennt er zum ersten Mal öffentlich, daß er ohne die Liebe zu seiner Frau niemals als Schriftsteller hätte erfolgreich werden können. Immer habe er diese Tatsache verleugnet. Begonnen habe diese Verdrängung, wie er das nennt, schon mit seinem ersten Buch "Der Verräter", in der er sich zu allem möglichen bekannt habe, nur nicht zu seiner Frau Dorine. Sie ging arbeiten und brachte das Geld nach Hause, während er seine Studien betreiben konnte. "Lange Zeit konnte ich es nicht ertragen, auf der Welt zu sein, oder ich selbst zu sein. Dorines Arbeit bestand jahrelang darin, mich mit mir selbst zu versöhnen. Das ist ihr gelungen, indem ich sie liebte." Dorine ist ein Leben lang seine erste Leserin und Kritikerin. Seine Liebe zu Dorine, so sagt er in seinem letzten Brief an sie, war das produktivste Element, das seine Theorien ermöglicht habe und er bedauert es nachträglich außerordentlich, daß er diese Tatsache in seinen Schriften und Interviews nie erwähnt habe. Und so ist dieses kleine, achtzigseitige Büchlein nicht nur ein wichtiges autobiographisches Dokument eines der bedeutendsten Sozialphilosophen der letzten Jahrzehnte, sondern auch eine der schönsten veröffentlichten Liebeserklärungen seit langem. "Brief an D." ist Gorz' letztes Buch. Er wollte damit noch einmal auf die Gefahr hinweisen, die dem ungestümen Fortschritt innewohnt: Man kann einen Überschuss an Theorie haben und ein Defizit an Menschlichem. Aber so, meint Gorz, komme man nicht weiter. Ernst Bloch hat diese Einsicht schon Jahrzehnte vorher formuliert, als er zwischen Wärmestrom und Kältestrom unterschied, aber ich glaube nicht, daß Andre Gorz Bloch wirklich rezipiert hat. Ein wunderschönes Buch, ein literarisches und auch philosophisches Kleinod.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 11 Bewertungen)
Das Gefühl, das man wahrhaft leben nennt 5 von 5 Punkten Dorine war seine Muse. Sie hat ihn gelehrt zu leben, zu lieben und doch hatte André Gorz bis zum Schluss das Gefühl, ihr nie gerecht geworden zu sein. Mit diesem Buch wollte er dies endlich nachholen und er hat es getan. "Brief an D." ist das Bekenntnis an eine 58 Jahre währende Liebe, ohne die André Gorz nicht der Mensch gewesen wäre, der er war. In diesem nur 84-seitigen Buch rekapituliert er sein Leben, das erst durch Dorine wirklich begann. Diese Liebeserklärung ist in ihrer Ausdrucksweise so stark und ehrlich, dass sie den Leser in tiefster Seele berührt und doch ist sie so zart und vorsichtig formuliert, dass keinerlei Intimität und Geheimnis offenbart wird. Dieses Buch ist herzzerreißend und doch wunderschön. Es vermittelt genau das, was Liebe sein muss. Vollkommene Schönheit und größter Schmerz zugleich das Gefühl, das man wahrhaft leben nennt.
Dieses Buch zu beschreiben ist unsagbar schwer, denn André Gorz hat seine Worte so weise gewählt, dass ich nicht wüsste, wie man sich besser ausdrücken könnte als er es auf seine bewegende Art getan hat:
"Ich will nicht bei deiner Einäscherung dabei sein; ich will kein Gefäß mit Deiner Asche bekommen. [...] Jeder von uns möchte den anderen nicht überleben müssen. Oft haben wir uns gesagt, dass wir, sollten wir wundersamerweise ein zweites Leben haben, es zusammen verbringen möchten."
André Gorz und seine Frau Dorine haben sich am 22. September 2007 gemeinsam das Leben genommen. Diese Liebe war stärker als alles sogar stärker als Krankheit und Tod.
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Die Löwin von Aquitanien Tanja Kinkel Taschenbuch, November 1991 Verkaufsrang: 14445 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Leichtsinnig und romantisch, ehrgeizig und kaltblütig, Leitstern der Troubadoure, eine meisterhafte Politikerin, wenig besser als eine Dirne - all diese Eigenschaften wurden der großen Königin des 12. Jahrhunderts von der Überlieferung nachgesagt. Was davon wahr ist? Vielleicht ein wenig von allem. Aufgewachsen an einem der kultiviertesten Höfe der Zeit, fand die junge, lebenshungrige Eleonore erst als über Achtzigjährige im Kloster von Fontevrault ihren Frieden: Sie hatte zwei königliche Ehemänner und acht ihrer zehn Kinder überlebt.Tanja Kinkel, 1969 in Bamberg geboren, verfaßte bereits im Alter von acht Jahren ihre erste Erzählung. Heute ist die promovierte Germanistin eine der erfolgreichsten Autorinnen historischer Romane, die regelmäßig die Bestsellerlisten erobern und in neun Sprachen übersetzt werden. Schon 1992 wurden ihre ersten beiden Bücher mit dem Bayerischen Staatsförderpreis für junge Schriftsteller ausgezeichnet. "Wenn es nicht wahr ist, dann ist es eine gute Geschichte", so zitiert Tanja Kinkel ein italienisches Sprichwort und umschreibt damit zugleich ihr persönliches Erfolgsrezept.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 40 Bewertungen)
Früher wohl 5, heute nur noch 4 Sterne, aber lesenswert 5 von 5 Punkten Zeitsprung: Anfang der 1990er kurz nach meinem Abitur las ich diese beiden Romane Tanja Kinkels zum ersten Mal. In einem kleinen Artikel in einer Frauenzeitschrift hatte ich etwas über diese junge Autorin gelesen, die nur 2 Jahre älter als ich ist, und war neugierig geworden. Also besorgte ich mir den Erstling "Wahnsinn, der das Herz zerfrisst", da mich Byron ohnehin faszinierte, ich wusste aber eigentlich nicht sehr viel über ihn. Angenehm überrascht vom flüssigen Schreibstil, las ich gleich darauf auch "Die Löwin...". Mehr Bücher gab es damals von Kinkel noch nicht.
Dieses Jahr, über zehn Jahre später, las ich die Bücher erneut.
Zu "Wahnsinn...": Bei der Erstlektüre fand ich an dem Buch nichts zu bemängeln, flott und lebhaft wird die Geschichte des jungen Exzentrikers und seiner geliebten Schwester Augusta erzählt. Das sparsame Eingehen auf Byrons Werk, welches Teil seiner zumindest öffentlichen Person war, störte mich nicht. Sehr gelungen fand ich auch die Darstellung der Inzest-Beziehung, die als eine hofflungslose Liebe und Seelenverwandschaft gezeigt wird.
Heute muss ich bemängeln: man merkt dem Buch doch an, wie jung die Autorin war. Byron ist viel zu brav, wirkt bis zu seinem Tod wie ein "großer Junge", der doch nur geliebt werden will. Dezent nur deutet Kinkel an, dass Byron so manche Affäre hatte. Byron war jedoch ein Womanizer, ein Pop-Star, eine Art Mick Jagger, seiner Zeit. Er konnte sie alle haben - und er nahm sie auch. Zu Herzen ging ihm das nur selten, zynisch verspottete er oft die "Weiber", die ihm zu Füßen lagen. Zugleich gab es tatsächlich zwei große Lieben in seinem Leben, eben Augusta, mit der er, anders als Kinkel es sich traut zu sagen, wohl wirklich ein Kind hatte, und Percy Shelley, bei dessen Verlust Byron vor Verzweiflung ins Meer sprang (er konnte aber, im Gegensatz zu Shelley, schwimmen).
Fazit: eine charmante Lektüre sowohl für den Strand als auch für die dunkle Jahreszeit, mehr aber im Stil einer Jane Austen als eines Byron. Für einen alternativen, weitaus sinnlicheren und drastischeren Einblick in Byrons Person ist Ken Russels Film "Gothic" mit Gabriel Byrne unbedingt empfehlenswert.
Zu "Die Löwin":
Beim ersten Lesen verschlang ich die spannende Lebensgeschichte der mittelalterlichen Emanze, ohne große Gedanken um einzelne geschichtliche Details (die ohnehin so zahlreich sind, dass man den Überblick schnell verliert). Allerdings war ich gegen Ende des Buches doch etwas genervt, denn die ganzen Reibereien schienen in ihrer Gänze schließlich so kleinlich und unwichtig. Am Ende sterben sowieso alle und das Spiel geht ewig auf Kosten der einfachen Leute weiter.
Eben diese Details sehe ich heute als Manko: Kinkel erstickt die Story mit historischen Kleckerkram, erwähnt jede noch so kleine Verschiebung von Lehnsverhältnissen, jeden noch so nebensächlichen Zwist zwischen Adligen. Dies liegt daran, dass sich die junge Autorin einfach zuviel vornahm: sie wollte die ganze Geschichte der Alienor (tatsächlich von der Zeugung bis zum Tod) schreiben, zugleich aber konnte sie es nicht bei einer Auswahl besonders wichtiger Ereignisse belassen, sondern versuchte, so ziemlich alles in die Geschichte zu bekommen, was ihre Recherchen ergeben hatten. (Ich denke heute sieht Kinkel dieses Problem selbst, sie sagte einmal, sie würde das Buch jetzt anders angehen.)
Die Folge daraus ist, dass Alienors Leben immer mehr im Zeitraffer verläuft, nach einem noch recht ruhigen ersten Drittel rauschen Jahrzehnte am Leser in wenigen Seiten vorbei, damit die Autorin auch alle Nebenfiguren historisch "einlochen" kann. So erscheint die schöne Königin irgendwann als eine gefühllose Herrscherin, die nur mit sanften Bedauern die Tode ihrer Angehörigen in einem Satz verwindet und dann gleich wieder mit den Überlebenden weiter Intrigen spinnt.
Störend ist auch, dass Alienor (anders als Byron im ersten Roman) zu "perfekt" und jeder Lage gewachsen, allen anderen haushoch überlegen erscheint. Nur einmal kommt die Autorin auf die Idee, diese Perfektion als Fassade zu zeigen, als Alienor in der Gefangenschaft in Tränen ausbricht.
Fazit: Eine ausführliche Geschichtsstunde verbunden mit dem Versuch einer Annäherung an eine beeindruckende Frau, deren Gestalt aber trotz allen von Kinkel beschworenen "Feuers" ihres Charakters eher unterkühlt bleibt. Immerhin ist dies aber dennoch ein mutiges Porträt einer Frau, die als die mächtigste des Mittelalters gilt.
Gesamtfazit:
Zwei Romane, die sich mit Personen der britischen Historie befassen, die beide in Deutschland zuvor wenig Aufmerksamkeit genossen. Beide Bücher sind gut recherchiert und in einem angenehmen, leicht konsumierbaren Stil geschrieben. Trotz kleiner Abstriche daher eine empfehlenswerte Lektüre zur Entspannung und für Freunde historischer Romane.
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Die Reise mit Charley: Auf der Suche nach Amerika John Steinbeck Broschiert, Juni 2007 Verkaufsrang: 49811 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Amerika - was für ein Land! Von den großen Seen bis zu den Rocky Mountains, von den Metropolen der Ostküste bis zu den Wüsten Nevadas stößt man kulturell wie landschaftlich auf eine ungeahnte Vielfalt. Im Jahre 1960 ist es, als der spätere Literaturnobelpreisträger John Steinbeck sich mit 58 Jahren noch einmal auf die Reise durch sein eigenes Land macht. Teil des Plans sind Pudel Charley und der »Rosinante« getaufte Dreivierteltoner mit Bootskajüte auf der Ladefläche. Auf diesem Weg besucht Steinbeck 34 Bundesstaaten in elf Wochen und erlebt dabei so einiges. Ironische Beobachtungen und skurrile Begegnungen vermischen sich zu einem einzigartigen Reisebuch, das einen unverstellten Blick auf das Innere Amerikas bietet.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Wunderbarer Schriftsteller 5 von 5 Punkten Eine liebe Freundin schenkte mir DIE REISE MIT CHARLEY vor nicht allzu langer Zeit und ich las das Buch mit großem Vergnügen. Erinnerungen an frühere Zeiten wurden schnell wieder wach, und wie ich sah, gibt es diese grandiosen Bücher des Autoren wie DIE STRASSE DER ÖLSARDINEN / VON MÄUSCHEN UND MENSCHEN / FRÜCHTE DES ZORNS ODER JENSEITS VON EDEN Dank dieses Dtv-Verlages noch immer und wer sie nicht kennt, sollte sie lesen - egal in welchem Alter man gerade ist.
Mit dem vorliegenden Buch beglückte Steinbeck die Fernwehgepalgten aller Nationen. Er machte denjenigen Mut, diesem Drang auch in schon fortgeschrittenem Alter nachzugeben. Der Autor jedenfalls fuhr durch vierunddreißig Bundesstaaten der USA in elf Wochen und er berichtet über diese Zeit. Es ist sicherlich müßig, über diesen Spross einer deutsch-irischen Familie etwas zu sagen, der am 27. Februar 1902 in Pacific Grove/Kalifornien geboren wurde. Über diesen literaischen Spätzünder wie einmal einer sagte, denn der ehemalige Student der Naturwissenschaften schlug sich lange Zeit zunächst als Gelegenheitsarbeiter, dann als Reporter und Kriegsberichterstatter durchs Leben. Aber was dann kam war gewaltig. Pulitzer- und Nobelpreis sind wohl die hervorragendsten aus einer Vielzahl an Ehrungen.
1960, er war gerade achtundfünfzig Jahre alt, wollte er es noch einmal wissen und unerkannt und autark WIE EINE SCHILDKRÖTE reisen. Ein Auto namens Rosinante - eher ein Gefährt mit einer Bootskajüte auf der Ladefläche - wurde ihm für lange Zeit zum Heim bei seiner Reise durch Städte und Landschaften, auch zurück in seine Vergangenheit.
Begleitet hat ihn dabei sein reinrassiger Pudel Charley, der eigentlich auf den Namen CHARLES LE CHIEN hörte und dem manche Kommandos erst ins Französische übersetzt werden mussten, um ihn zu schnellem Handeln zu bewegen. ICH LASSE IHN FREI LAUFEN UND ER NÄHERT SICH DEM ZIELOBJEKT BEZEIHUNGSWEISE DEM, WAS DAS ZIELOBJEKT GERADE KOCHT, berichtet der Autor über seinen Begleiter. Natürlich wiederholt sich auf dieser Reise einiges und natürlich war sie vielleicht am Ende nicht mehr so spannend wie am Anfang. Das führt auch dazu, dass der Autor manches Mal etwas abschweift, um sich eher philosophischen Reminiszensen hinzugeben, als über die Geschehnisse auf seiner Reise zu berichten, die so aufregend letztendlich natürlich auch nicht sind, denn er bewegte sich weitgehend auf sicheren Pfaden.
Er erkennt, dass HEUTE, also 1960, doch alles so anders ist als in seiner Erinnerung es gewesen war, und auch der Leser versteht bald, dass in der Gegenwart gar nichts mehr so ist, wie es sich dem Autoren damals in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten darstellte.
Wer das Buch heute liest, wird das wissen und nichts anderes erwarten. Der Leser empfindet eine Mitfreude an dem klaren Blick des Autoren auf seinen Streifzügen quer durch die Staaten, an den ehrlichen Schilderungen all dieser kleinen Begebenheiten, die er nicht aufbauscht um sich oder die anderen wichtig zu machen. Wer allerdings ein Reisebuch im herkömmlichen Sinne erwartet, wird enttäuscht sein.
Steinbeck hat den Mut, seine individuelle Reise mit Charley so zu schildern, wie er sie erlebt hat und er ist groß genug, nicht all die Klischees zu bedienen, die eben jeder andere vielleicht bedient hätte, der nicht viel in seinem bisherigen Leben zu sagen hatte.
Ein unaufgeregtes Buch, sehr individuell aus dem Empfinden des Autors, dem man durchaus und zulässigerweise anmerkt, dass er auch froh war, als er wieder zu Hause war.
ZU BEGINN DIESES BERICHTS HABE ICH ... EIN WENIG VERWUNDERT BETRACHTUNGEN ÜBER DIE AUSGEPRÄGTE INDIVIDUALITÄT VON REISEN ANGESTELLT UND BIN ZU DER FESTSTELLUNG GELANGT, DASS WIR KEINE REISEN UNTERNEHMEN, SONDERN VON IHNEN UNTERNOMMEN WERDEN. HMcM
Ein Muß für jeden Amerika-Liebhaber 5 von 5 Punkten Steinbeck beschreibt hier seine Reise durch ganz Amerika, die hier in der wunderbaren neuen Übersetzung von Burkhart Kroeber vorliegt und wirklich das reinste Lesevergnügen bietet.Man lernt sehr viel über die Menschen und Landschaften und das Buch ist auch heute noch so erstaunlich aktuell, daß es mich wundert, daß es so wenig Beachtungt findet, bei dem Leserpublikum, das sich um die heutigen amerikanischen Autoren wie Jonathan Franzen reißt, der ohne Steinbeck und auch den jetzt Gottseidank wieder neu erscheinenden Richard Brautigan gar nicht möglich gewesen wäre. Die Wurzeln der heutigen Erfolgsautoren liegen alle bei den Schriftstellern der 60 und 70er Jahre. Ein Buch, daß ich dringend empfehle. |
72 Tage in der Hölle: Wie ich den Absturz in den Anden überlebte Nando Parrado, Vince Rause Broschiert, Juni 2008 Verkaufsrang: 20841 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ein Augenzeuge berichtet: die wahre Geschichte des spektakulären Flugzeug-Absturzes, der weltweit für Furore sorgte. Im Oktober 1972 besteigt Nando Parrado gemeinsam mit Freunden eine Maschine nach Santiago de Chile. Doch sie werden ihr Ziel nie erreichen, denn das Flugzeug stürzt fern jeglicher Zivilisation in den argentinischen Anden ab und zerschellt auf einem Gletscher. Für diejenigen, die überleben, beginnt ein schier aussichtsloser Kampf gegen den Tod, denn Kälte und Hunger rauben ihnen die letzten Kräfte. Mehr als dreißig Jahre mussten vergehen, bevor Nando Parrado, einer der Überlebenden, den Mut fand, sich selbst zu Wort zu melden und über das wahre Ausmaß der Katastrophe zu berichten. In seinem ebenso bewegenden wie dramatischen Buch schildert er das schockierende Martyrium der Überlebenden - und wie es ihm auf unvorstellbare Weise gelang, der Hölle aus Schnee, Eis und blankem Fels zu entkommen und die ersehnte Rettung herbeizuholen.
"Wenn Sie dieses Buch einmal in die Hand genommen haben, werden Sie es in einem Zug verschlingen." Jon Krakauer "Man wird schwerlich ein anderes Buch finden, das mit so viel Feingefühl geschrieben ist und das zugleich eine so klare menschliche Botschaft enthält. Es lehrt uns nämlich, keinen einzigen Augenblick im Leben und keinen einzigen Atemzug zu verschenken." The Washington Post "Eine bewunderungswürdige Geschichte über Tapferkeit und Mut." Booklist
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Ein Buch das zeigt - wenn man will - kann man Berge versetzen! 5 von 5 Punkten Auf den Inhalt des Buches möchte ich hier nicht eingehen, denn das haben bereits die anderen Kunden getan....
Dieses Buch ist Pure Motivation! Es ist für "jeden" Lesenswert! Nando zeigt mit seiner dramatischen Geschichte, dass man egal wie schlimm man auch am Abgrund steht - niemals aufgeben darf und dass das Leben immer Lebenswert ist.
Egal ob der Leser vorher ein Optimist war oder Pessimist - nach diesem Buch wird jeder erkennen, dass er sein eigenes Glückes Schmied ist und nach diesem Buch erkennt jeder, dass es sich nicht lohnt den Kopf in den Sand zu stecken!
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Triumph und Tragik des Erasmus von Rotterdam Stefan Zweig Broschiert, Juni 2006 Verkaufsrang: 19887 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
Zweigs bestes Buch bisher! 5 von 5 Punkten Nachdem ich nun schon einige Bücher von Zweig gelesen habe, kann ich durchaus einige Kritik an ihm nachvollziehen. Die Sprache ist gefüllt mit Superlativen und klingt teilweise richtiggehend hochtrabend und irgendwie keimig. Aber so schreibt er halt, und wenn man sich darauf einlässt, sind die meisten seiner Bücher durchaus ein Lesevergnügen.
Dieses Buch macht vieles sehr besonders. Es ist relativ kurz und überraschenderweise doch ziemlich spannend - was ja nicht unbedingt die Stärke von Zweigs anderen Büchern ist. Zudem werden in diesem Buch nicht sehr viele Fakten vermittelt. Sicher kann man streiten, ob mehr Fakten für eine Romanbiographie angemessen wären, ich persönlich finde das aber sehr erfrischend. Verglichen mit dem laaangen Maria Stuart, dass sich schon ziemlich hinzieht, liest sich dieses Buch somit um einiges einfacher und macht schlicht und ergreifend mehr Spass. Deutlich klarer als in anderen Büchern zeigt sich hier Zweigs eigene Meinung, wenn er das Wesen von Erasmus und auch von Luther (und anderen) in seinen zahlreichen Facetten analysiert. Außerdem kann das Buch wunderbar als Spiegel der damaligen (und heutigen?!?!) Zeit gelesen werden, was die ganze Sache noch interessanter macht.
Insgesamt ein wirklich tolles Buch, das recht kurzweilig ist, schön erzählt wird und zudem etwas, zugegeben leicht gefärbtes, Licht in eine der interessantesten Perioden der Menschheitsgeschichte bringt. Meiner Meinung nach Zweigs bestes Buch (jedenfalls von denen, die ich gelesen habe)!!!
Fakten, Fakten, Fakten! 3 von 5 Punkten Stefan Zweig beschreibt Erasmus von Rotterdam als ueberzeugten Pazifisten und Europaeer, der sich - auf humanistischer Grundlage - vehement fuer einen friedlichen Interessenausgleich zwischen den Voelkern einsetzt. Dass Stefan Zweig die pazifistischen, humanistischen und einigenden Ideen des Erasmus von Rotterdam so stark betont, wird aber erst dann klar, wenn man bedenkt, dass das Buch 1938, also am Vorabend des Zweiten Weltkrieges, erschienen ist. Stefan Zweig, der auf der Flucht vor den Nationalsozialisten, 1942 im brasilianischen Exil, zusammen mit seiner Frau, Selbstmord beging, muss wohl geahnt haben, dass sich diese hehren Ziele nicht durchsetzen wuerden. Denn wie sonst ist es zu erklaeren, dass er es Erasmus persoenlich uebelnimmt, dass dieser - als reiner Theorethiker - immer davor zurueckscheute, sich in die konkrete Politik einzumischen?
Er schreibt dazu:
"Denn dies war die tiefste Tragik des Humanismus und die Ursache seinesraschen Niederganges: seine Ideen waren groß, aber nicht die Menschen, die sie verkündeten. Ein kleines Gran Lächerlichkeit haftet diesen Stubenidealisten wie immer den bloß akademischen Weltverbesserern an, dürre Seelen sie alle, wohlgesinnte, honette, ein wenig eitle Pedanten, die ihre lateinischen Namen tragen wie eine geistige Maskerade: eine schullehrerhafte Pedanterie verstaubt bei ihnen die blühendsten Gedanken. Rührend sind diese kleinen Genossen des Erasmus in ihrer professoralen Naivität, ein wenig ähnlich den braven Menschen, die man auch heute in den philanthropischen und Weltverbesserungsvereinen versammelt erblickt, theoretische Idealisten, die an den Fortschritt wie an eine Religion glauben, nüchterne Träumer, die an ihren Schreibpulten eine sittliche Welt konstruieren und Thesen des ewigen Friedens niederschreiben, während in der wirklichen Welt ein Krieg dem andern folgt und ebendieselben Päpste, Kaiser und Fürsten, die ihren Verständigungsideen begeistert Beifall zollen, gleichzeitig mit- und gegeneinanderpaktieren und die Welt in Brand setzen."
Bei aller Sympathie fuer friedliche Konfliktloesungen, liberale Gedanken und die europaeische Einigung, stellt sich dann doch die Frage:
Ueber wessen Grundhaltung erfharen wir mehr:
Ersamus von Rotterdam oder Stefan Zweig
Interessanter und plastischer wird der Disput zwischen Erasmus und Martin Luther dargestellt, wenn z. B. Luther folgende Aussage in den Mund gelegt wird:
"Wer den Erasmus zerdrückt, der würget eine Wanze, und diese stinkt noch tot mehr als lebendig."
Das Buch ist nicht etwa unglaubwuerdig, es bleibt jedoch ein ungutes Gefuehl und man ist geneigt auszurufen:
Fakten, Fakten, Fakten!
Klasse! 5 von 5 Punkten Stefan Zweig hat Erasmus von Rotterdam, den großen Humanisten, den ersten "bewußten 'Europäer" genannt. Für ihn war er der "verehrte Meister", dem er sich im geistigen, vor allem aber in der Ablehnung jeglicher Gewalt verwandt fühlte. "Die Gestalt eines, der nicht im realen Raume des Erfolgs, sondern einzig im moralischen Sinne recht behält", faszinierte ihn. Die Kraft des Geistes und die Schwäche zum Entschluß der Tat machen Erasmus "Triumph und Tragik" aus. In der entscheidenden Stunde, vom Kurfürsten um seine Haltung im Glaubensstreit zwischen Luther und dem Papst befragt, empfiehlt er, bei offener Sympathie für die Reformation "angesehene und unverdächtige Richter", klammert er seine eigene Meinung in vorsichtigen Vorschlag, will er nicht "Bürge sein für eine noch gar nicht errechenbare Schuld". In dieser Haltung, durch die die Glaubensspaltung nicht verhindert werden konnte, sahen seine Zeitgenossen und auch spätere Generationen charakteristische Unentschiedenheit. Stefan Zweig versucht mit seiner Biographie, Erasmus das widerfahren zu lassen, was für ihn der Sinn seines Lebens war: Gerechtigkeit. Er weiß "Der freie, unabhängige Geist, der sich keinem Dogma bindet und für keine Partei entscheiden will, hat nirgends Heimstatt auf Erden.
eine verdeckte Selbstdarstellung Stefan Zweigs 4 von 5 Punkten Ich habe mich inzwischen abgewandt von Stefan Zweig. Zu sehr hat mich seine vielgerühmte Sprache nach der Lektüre vieler seiner Bücher angeödet. Stefan Zweig neigt dazu, zu übertreiben - er besticht gerade dadurch, wie eben hier beim "Erasmus", durch das Benutzen von Superlativen - als wäre dies die einzige Möglichkeit - den Leser in seinen Bann ziehen zu wollen. Erasmus selbst ist eine Art Antiheld, der in der Poesie Zweigs zum moralischen Sieger der Auseinandersetzung mit Luther hochstilisiert wird. Es ist aber durchaus faszinierend, dass dies Zweig so überzeugend gelingt. Das liegt vielleicht auch daran, dass Erasmus wohl mehr eine verdeckte Selbstdarstellung Stefan Zweigs ist, der es Zeit seines Lebens abgelehnt hatte, politisch Stellung zu beziehen. Sehr gut gelungen ist die Gegenüberstellung der beiden Konrahenten, Luther und Erasmus ("Selten hat das Weltschicksal zwei Menschen charakterologisch und körperlich so sehr zu vollkommenen Kontrast herausgearbeitet..."). Luther wird als ein die Massen begeisternder, voller Kraft strotzender Bauernsohn dargestellt (man glaubt manchmal sogar Züge bestimmter Nazigrößen in ihm wiederzuerkennen). Erasmus dagegen ist ein schwächlicher Gelehrter, der es vorzieht, mit den intellektuellen Eliten Europas auf Latein zu parlieren, und eine humanistische Weltanschauung vertritt. Dieses Buch kann ich trotz meiner bereits angeführten Abneigung gegenüber Zweig wärmstens empfehlen. Man erfährt hier mehr über das Innenleben des Autors, als in seiner Autobiographie "Die Welt von Gestern.
Gute Recherche, exzellent und einfühlsam geschrieben 5 von 5 Punkten Stefan Zweig ist weiß Gott nicht immer mein Fall. Er kann brillant schreiben, siehe z.B. die "Schachnovelle" oder die Biographien von Maria Stuart oder Amerigo. Manchmal wird er aber für meinen Geschmack zu schwärmerisch oder zu "schmalzig" (ich finde leider kein besseres Wort. Als Beispiel seien hier "Brennendes Geheimnis" oder "Mondscheingasse" genannt. Das Buch "Triumph und Tragik des Erasmus von Rotterdam" gehört zweifellos zu der ersten Kategorie. Stefan Zweig spielt seine beiden Stärken Einfühlungsvermögen und genaue Recherche hervorragend aus. Das Ergebnis ist ein durchaus engagiertes Bild der Zeit des Erasmus von Rotterdam und Luther. Man merkt das Bemühen des Autors, zu verstehen, warum er so handelte, wie er handelte. Wer etws Hintergrundwissen über einen der größten Humanisten erlangen möchte, kann dies hiermit auf äußerst angenehme Art und Weise tun. Wer dann neugierig geworden ist, dem kann ich das "Lob der Torheit" von Erasmus von Rotterdam sehr empfehlen.
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Live dabei. Erinnerungen eines Journalisten Wolf von Lojewski Gebundene Ausgabe, September 2001 Verkaufsrang: 4319 Gewöhnlich versandfertig in 10 bis 12 Tagen. Wir kennen ihn und seine Stimme alle aus dem heute journal. Unverkennbar ist seine Art, auch die kompliziertesten weltpolitischen Vorgänge so zu erklären, dass es selbst der auf diesem Gebiet ungebildetste Mensch verstehen kann - und das, ohne die Dinge gewaltsam zu vereinfachen. Ein Vollblut-Journalist mit einer einprägsamen Stimme. Wer anders als Wolf von Lojewski selbst sollte also sein Buch Live dabei. Erinnerungen eines Journalisten vortragen? Die Eckpfeiler seines Journalistenlebens sind beachtlich: 1971-74 ARD-Korrespondent in Washington, 1974-82 Leiter des Weltspiegel in Hamburg und Moderator der Tagesthemen, 1982-87 Korrespondent in London, 1987-91 wieder in Washington und seit 1992 Leiter und Moderator des heute journal. Ziemlich jung begann er als Volontär bei den Kieler Nachrichten, um dann recht schnell für das Fernsehen zu arbeiten. Er was live bei der Watergate Affäre dabei und erlebte mit Wounded Knee den letzten Aufstand der Indianer. In London sah er, dass die eiserne Lady sich mit Schmidt besser verstand als mit Kohl. Live dabei war er auf der Suche nach der britischen Seele. In nächster Nähe zu den anders denkenden, fühlenden Briten recherchierte er für die Beiträge eines journalistischen Highlights namens Rund um Big Ben. Er war für das Fernsehpublikum so oft live dabei, dass es etwas komisch anmutet, dass er beim Fall der Mauer vor dem Bildschirm in Washington saß. Privat war er schon als kleiner Junge live bei einem Jahrhundertereignis dabei: Auf der Flucht aus der Heimat, aus Ostpreußen wäre er fast in Danzig verloren gegangen. Nicht immer live dabei, manchmal für einige Zeit getrennt, aber immer noch verheiratet ist er mit seiner Frau Ute. Sie begleitete ihn in die ganze Welt. Jetzt wollen beide sesshafte Rheinländer werden. Wolf von Lojewski erzählt aus seinem Leben, auch aus dem privaten Part, angenehm zurückhaltend, ohne aufgeblähtes Getue. Er erzählt so, wie man es an ihm liebt: in kleine Portionen verpackt, sachlich, gewürzt mit ein wenig Ironie und Humor, mit der Distanz, die zu ihm gehört. Gekürzte Autorenlesung, Spieldauer: ca. 333 Minuten, 4 MC. Auch als CD erhältlich. -- culture.text
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 10 Bewertungen)
Witzig, Informativ und gut gelesen 5 von 5 Punkten Dieses Hörbuch ist wirklich sein Geld wert. Es macht lange Autofahrten kurzweilig. Einmal bietet das Hörbuch einen interessanten Einblick in das Leben eines (Auslands-)korrespondenten der ARD. Zum zweiten wird die Autobiografie auch sehr humorvoll und überaus kurzweilig vorgetragen. Sehr Empfehlenswert!
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Achttausend drüber und drunter: Mit den Tagbüchern von Nanga Parbat, Broad Peak und Chogolisa Hermann Buhl Broschiert, Juni 2007 Verkaufsrang: 18032 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Er war ein Star des Sports, noch vor den Fußballhelden von Bern: der einzigartige Hermann Buhl. 1953 bezwang er den 8125 Meter hohen Gipfel des Nanga Parbat im Alleingang, 1957 zählte er zu den vier Erstbesteigern des Broad Peak. Im Rahmen der Neuausgabe seines Buches werden seine Tagebücher von beiden Expeditionen erstmals vollständig veröffentlicht - eine Sensation in der Bergliteratur.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Spannend und mitreißend 4 von 5 Punkten In dem autobiografischen Bericht schildert Buhl sein Bergsteigerleben. Im ersten Teil geht es um seine Entwicklung als Kletterer, der zweite Teil schildert seine Erstbesteigung des Nanga Parbat, im letzten Teil geht es um den Broad Peak und um seinen Tod an der Chogolisa (vom Bergkameraden Diemberger geschrieben). Dies wird ergänzt durch die Expeditions-Tagebücher.
Der erste Teil des Buches hat sicherlich teilweise (gerade für Nichtkletterer) Längen und das zieht sich etwas zu lesen. Die Besteigung des Nanga Parbat ist dagegen so mitreißend geschrieben, dass man die Kälte und die Anstrengungen mitfühlt. Wenn man weiterliest, hat man am Ende Hermann Buhl so in Herz geschlossen, dass es einen traurig macht, in der Beschreibung vom Diemberger den Tod von Buhl "erleben" zu müssen.
Hermann Buhl klagt in seiner Beschreibung die anderen beiden Mit-Erstbesteiger nicht an, obwohl die Schwierigkeiten der Expdition am Broad Peak in den Tagebüchern deutlich werden. Dies zeichnet Buhl als fairen Sportsmann aus.
Alles in allem eine großartige Biografie eines der größten Sportler überhaupt. Eigentlich fünf Sterne - für die Längen am Anfang ziehe ich einen Stern ab.
Dies Buch gehört in das Regal von jedem Kletterer!
Buhl hautnah! 4 von 5 Punkten Das Buch bietet einen interessanten Einblick in die bergsteigerischen "Heldentaten" des großen Bergsteigers Hermann Buhl, immerhin Erstbesteiger zweier achttausender Gipfel (Nanga Parpat/Broad Peak).
Buhl schildert seine ersten Gehversuche als Bergsteiger in den Alpen und wie er sich an immer schwierigere Gipfel wagte, bis hin zu den o.a. Erstbesteigungen.
Kernstück des Buches bilden die Schilderungen der Besteigungen des Nanga Parbat im Alleingang, des Broad Peak und der Tod von Hermann Buhl an der Chogolisa.
Letzteres wird von Buhls Begleiter, dem ebenfalls sehr bekannten Bergsteiger Kurt Diemberger geschildert, der mit Buhl die Chogolisa besteigen wollte.
Das Buch erschien erstmals 1954, Buhl schreibt objektiv und gut lesbar, manchmal aber doch auch etwas romantisch-verklärt, allerdings gerade seine Beschreibung vom Kampf mit dem Nanga Parbat sind den Kauf des Buches wert. Man fühlt sich ganz nah dran und kann fast mit Buhl mitleiden.
Ergänzt wird das Buch durch die Tagebücher Buhls jener Zeit, die erst jetzt veröffentlicht wurden und so nochmal einen intimeren Einblick gewähren und rund 40 Fotos.
Ein gutes Buch! |
Der Bohlenweg: Planieren statt Sanieren Dieter Bohlen Gebundene Ausgabe, 1. Oktober 2008 Verkaufsrang: 6539 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Dieter Bohlen spaltet die Nation. Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn, aber alle kennen ihn. Seit mehr als zwanzig Jahren schreibt er Pop-Geschichte und ist mit fünfhundert goldenen und fünfzig Platin-Schallplatten der erfolgreichste deutsche Pop-Produzent aller Zeiten. Jetzt gibt der Medien-Star das Geheimnis seines Erfolges preis.
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Quattro Stagioni: Ein Jahr in Rom Stefan Ulrich Audio CD, August 2008 Verkaufsrang: 8093 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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