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Klinsmann: Stürmer Trainer Weltmeister Michael Horeni Gebundene Ausgabe, November 2005 Verkaufsrang: 22715 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. Hopp oder top. Entweder Deutschland wird Weltmeister. Dann setzen wir Jürgen die Kaiserkrone auf. Oder -- von einem unglücklichen Ausscheiden während der K.-o.-Phase einmal abgesehen -- wir scheitern. Dann darf Klinsmann seinen Hut nehmen. Dabei stellt sich der Sympathieträger bei seiner Vorbereitung auf die Fußball-WM 2006 nichts anderes als dem steigenden Wettbewerbsdruck in Zeiten sportlicher Globalisierung. Wie Klinsmann die deutsche Mannschaft zum Titel führen will und was er dafür mitbringt -- das beleuchtet Michael Horeni in diesem lesenswerten Porträt. Jürgen Klinsmanns beeindruckende Karriere führte vom Schwabenland nach Mailand, Monaco, London, München und Genua. Dabei wollte der Blondschopf nicht nur unterschiedliche Fußball-Kulturen, sondern auch Land und Leute kennen lernen. Zudem holte der deutsche Nationalspieler bei der WM 90 und der EM 96 den Titel. Bereits vor seiner letzten WM 98 hatte der ehrgeizige Weltklasse-Stürmer seinen Zenit überschritten. Nach seiner Fußballkarriere entwickelte Klinsmann in Kalifornien richtige Manager-Qualitäten. Das schlägt sich heute in seiner Arbeit als Coach nieder: Sein Training ist zielorientiert und entspricht neuesten, oft vom US-Sport beeinflussten Erkenntnissen. Nichts wird dem Zufall überlassen. Althergebrachtes ohne Sinn fliegt über Bord. Und in seinem Expertenstab positionierte sich Klinsmann im wahrsten Sinne des Wortes als Teamchef. FAZ-Redakteur Michael Horeni porträtiert Jürgen Klinsmann als aufrichtigen Sportler, der seine Unabhängigkeit stets bewahrte und auch seinen Vorteil zu suchen verstand. Der Autor besitzt einen guten Draht zu Klinsmann und vollzieht seine Sicht der Dinge einfühlsam nach. Zudem blickt Horenis unaufgeregte, kompetente und ausführliche Analyse immer wieder über den Tellerrand des Profifußballs hinaus und verankert den Ballsport in der Gesellschaft insgesamt. Jetzt stellt sich die Frage, ob Jürgen Klinsmann nicht nur als Spieler, sondern -- wie einst Kaiser Franz -- auch als Trainer den WM-Titel holen kann. Die besten Voraussetzungen bestehen dann, wenn Fußball-Deutschland an einem Strang zieht und dem Bundestrainer den Rücken freihält. Dann liegt die Wahrheit auf dem Platz. Hopp oder top. Entweder Deutschland wird Weltmeister... --Herwig Slezak
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
"Siegen mit American Spirit" 5 von 5 Punkten Das Buch von Michael Horeni, beschreibt den Menschen Jürgen Klinsmann. Insbesondere seinen Weg als Spieler, Geschäftsmann, Trainer, Reformer und sein Leben in Los Angeles. Einen großen Teil des Buches widmet der Autor dem Projekt 2006. Beginnend mit dem Weg zum Bundestrainer und dem 1. Erfolg, dem Confederations Cup 2005 in Deutschland.
Ein muss für alle, die sich für die Person Jürgen Klinsmann interessieren und damit verbunden das erfolgreiche Projekt 2006 kennen lernen wollen.
Der Regenmacher 5 von 5 Punkten Seine Freunde und amerikanischen Geschäftspartner Mick Hoban und Warren Mersereau nennen ihn "rainmaker" - Regenmacher. Magische Kräfte werden diesen unterstellt. Ein Urteil, das Jürgen Klinsmann stolz machen dürfte. Auch die Deutschen haben den Elan des schwäbischen Energiebündels spüren können. Der Bundestrainer soll und will Deutschland im kommenden Jahr zum Weltmeister machen. Ein großes Ziel. Doch Jürgen Klinsmann hat immer Ziele gehabt. Auf dem Weg dorthin schaut er nicht nach links und rechts. "Ihn zu verstehen ist nahezu unmöglich". Sagt Ulli Hoeneß, der ihn als äußerst unangenehmen Vertragspartner kennen lernte. Sagen seine Gegner, von denen es, so erfährt man, doch eine ganze Menge gibt, sagen seine Freunde, die immer wieder überrascht werden. Der Versuch, sich dem lang ersehnten Erneuerer des deutschen Fußballs zu nähern, hätte also irgendwo in einer Sackgasse enden können. Doch Michael Horeni, anerkannter Sportjournalist der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, hat einen Weg gefunden. Er präsentiert Klinsmann nicht als verklärende Lobeshymne, sondern zeigt auch die Schwächen und jene Seiten hinter dem unwiderstehlichen Lächeln, das manch einer nur als Kalkül ansieht. Der Schwabe als knallharter Geschäftsmann, als machtbesessener Sportler mit vielen Widersprüchen. Doch man kann es drehen, wie man will: Am Ende bleibt er sympathisch, klug, selbstironisch und polyglott. Horeni bietet hoch interessante Einblicke in Klinsmanns Stationen in Deutschland, Italien, Frankreich, England und Amerika. Er schildert Details, behält dennoch Distanz, und zeichnet die durchaus überraschende Entstehungsgeschichte der "Mission 2006", die am Ende als logische Konsequenz eines sportlichen Lebensweges erscheint. Es konnte nur einen geben. "Klinsmann - Stürmer, Trainer, Weltmeister" (zugegeben: dieser Zusatz ist der einzige Schwachpunkt) ist eine ideale Einstimmung auf die Weltmeisterschaft. Eine Annäherung nicht nur an einen Menschen, sondern auch an die Zukunft im deutschen Fußball, die im letzten Sommer begonnen hat, und die Hoffnungen, die er entfacht. Wirklich verstehen, da hat Uli Hoeneß Recht, wird man den "Regenmacher" wohl nie. Selbst dann nicht, wenn man auch am 30. Juli geboren ist und einem bestimmte Wesenszüge bekannt vorkommen. |
Die Verschwörung des Catilina Sallust Taschenbuch, Januar 1972 Verkaufsrang: 8091 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Cicero gegen Catilina. Aus "neutraler" Perspektive 5 von 5 Punkten Die berühmte Verschwörungsgeschichte des Catilina gegen Cicero - diesmal nicht aus Sicht des Cicero. Dabei nimmt man dem Autor seine Neutralität ab: zwar schildert er gnadenlos die Verwerflichkeit der Bande um Catilina (v.a. als Kinder einer korrumpierten Zeit) und prangert die Mißstände der damaligen Zeit an; jedoch ist der Autor nicht frei von Sympathie mit den Verschwörern (Catilina wird als Mensch mit einigen guten Charakterzügen nur mit falschen Zielen und Idealen dargestellt) und Kritik am Verhalten Ciceros (Durchsetzen der Todesstrafe gegen römische Bürger). Fazit: Detailgenau und -treue Darstellung und somit Exempel par excellence einer Verschwörung von den Wurzel angefangen, mit dem Ende des Catilinas endend - ein Fallbeispiel über das Aufbegehren eines moralisch tief gefallenen (Catilina), über die Intrigen im Senat und schließlich über einen Konsul (Cicero) mit Durchsetzungskraft (und Willem zur Macht?), dessen Hang zu leichter Überheblichkeit den Anfang vom Ende markiert - quasi eine Parabel über Macht, und über jene die sie erlangen, behalten und erschleichen möchen, immer aktuell.
Zeitloser Klassiker 4 von 5 Punkten Die Gegebenheit selbst, die im Werk beschrieben wird, nämlich die Verschwörung des Senators Catilina zum Sturz der römischen Republik im Jahre 63 v.Chr., ist heute längst nicht mehr ein wichtiges (politisches) Thema. Sallust selbst, der sich zum Geschichtsschreiber berufen sah, beschreibt die Geschehnisse auch mit einigen Jahren Abstand. Sein literarisches Werk allerdings ist auch heute noch lesenswert. Es ist eine Mischung aus historischem Sachtext, "antikem Krimi" und philosophischer Abhandlung. Sallusts gesellschaftliche Analysen haben zeitlose Gültigkeit, da seine Ausführungen über Mensch, Leben und Staat auch noch heute gültige psychologische und philosophische Aspekte vermitteln. Dem heutigen Leser weniger faßbar ist freilich der römisch-patriotisch-pathetische Stil seines Werkes. Jedoch erweckte er durchaus bei mir Interesse an seiner "Story". Sie ist auch weder lang noch langweilig, so daß sie gut geeignet ist als Einstieg in die römische Literatur. In einem Punkt will ich aber Sallust nicht ungestraft davonkommen lassen: In Abschnitt 4 beschreibt er, daß er aus eigenem Entschluß die Politik verließ. Fakt ist aber, daß er wegen ungebührlichen Verhaltens aus dem Senat geschmissen wurde. Aber das ist ja inzwischen verjährt... Fazit: Das Werk ist dem "geneigten" Leser auf jeden Fall zu empfehlen.
Wichtig 4 von 5 Punkten Wer von denen, die noch in den Genuß kamen, an der Schule das Latinum erwerben zu dürfen hat sich wohl nicht auch einmal mit dem Sallust'schen Bericht über die Verschwörung des Catilina herumplagen müssen? Immerhin war diese Geschichte spannender als so manches Gedicht von Ovid oder ein philosophischer Traktat von Cicero. Das Reclamheft war da immer stiller, aber treuer Begleiter und konnte bei immer wieder auftretenden Anfällen von Faulheit schnell mal nachhelfen, wenn es darauf ankam. Das ist der große Verdienst dieses Büchleins. Man sollte aber wohl auch erwähnen, daß der Bericht des Sallust eine der wichtigen Geschichtsquellen zu dem versuchten Putsch oder wie immer man die gescheiterte Rebellion bezeichnen will, darstellt. In der Übersetzung im Reclamverlag wird dieses Werk auch dem Nicht-Lateiner bzw. dem Nicht-mehr-Lateiner zugänglich gemacht. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Gelungen, aber knapp 4 von 5 Punkten Auch mit der berühmten Catilinarischen Verschwörung des großen lateinischen Historikers Sallust legt Reclam wieder ein Bändchen vor, daß den verschiedensten Ansprüchen seiner Leser in hohem Maße gerecht wird. Wer einfach nur seine Erfahrung im Bereich der Weltliteratur erweitern, sich gewissermaßen also wieder einmal "etwas anlesen" möchte, sieht sich vom flüssigen deutschen Text und vor allem vom niedrigen Preis zufriedengestellt. Leute, die der lateinischen Sprache fähig sind oder sich gar in professionellerem Sinne damit auseinandersetzen (etwa auch Studenten der Klassischen Philologie), freuen sich über die qualitativ hochwertige Übersetzung, die mehr als nur einmal auf gelungene Weise dem Aufbau des Textes in seiner Urfassung gerecht wird, da viele Konstruktionen, die für das Deutsche zunächst unpäßlich erscheinen, sehr gut wiedergegeben werden. Was der Ausgabe jedoch die Höchstnote von fünf Sternen verwehrt, ist die spärliche zusätzliche Ausstattung - ein paar mehr historische und biographische Hintergrundinformationen, die ja ansonsten durchaus zum Interieur bei Reclam-Ausgaben gehören, hätten den Eindruck perfekt abgerundet. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.) |
Schwedentraum: Erfahrungsbericht einer Auswanderung Petra Potthoff, Andrea Potthoff Broschiert, Juli 2005 Verkaufsrang: 14535 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Auswandern - abhauen - ganz neu beginnen. Wer hat nicht schon mal diesen Traum gehabt? Vieles hörte sich so leicht an, warum es nicht einfach tun? Dieses Buch erzählt unsere Geschichte. Der Gedanke ein Buch über unsere Auswanderung nach Schweden zu schreiben, wuchs je länger wir hier waren. Die spärlichen Informationen ließen uns manches mal verzweifeln. Wir haben uns oft einen Erfahrungsbericht herbeigesehnt, nur gab es den leider nicht. Warum also nicht selbst aufschreiben, was man erlebt? In unserem Buch finden Sie Fakten, Tipps und unsere persönlichen Erfahrungen wieder, wie z. B.: · Wie unterscheiden sich die Mentalitäten? · Wie funktioniert die schwedische Arbeitswelt? · Welcher Papierkram muss erledigt werden? · Wie fanden wir Arbeit? · Wie funktioniert das soziale System? · Wer hilft mir, meine Sprachkenntnisse zu vertiefen? · Worauf sollte ich beim Hauskauf achten? Dieses und vieles mehr war zu beachten, als wir den Schritt nach Schweden gewagt haben. Wir laden Sie ein, uns bei der Verwirklichung unseres Traumes zu begleiten. Erleben Sie mit, wie es sich anfühlen kann, sich dieser Herausforderung zu stellen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 14 Bewertungen)
Ein guter Erfahrungsbericht, den man gelesen haben sollte 5 von 5 Punkten Natürlich kann das Buch nicht alle Eventualitäten abdecken, die einem beim Auswandern nach Schweden begegnen können. Es ist keine unfehlbare Anleitung für das perfekte Auswandern. Sowas kann es aber auch nicht geben!
Es ist jedoch ein überaus wertvoller und informativer Erfahrungsbericht, liebevoll und amüsant geschrieben. Er bereitet einen sanft auf so manche Besonderheit Schwedens vor. Sehr empfehlenswert, nur hatte ich es leider viel zu schnell durchgelesen.
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Ich bitte nicht um mein Leben. Eine junge Christin entflieht dem iranischen Terrorregime Marina Nemat Gebundene Ausgabe, Mai 2007 Verkaufsrang: 40519 Die junge Marina lebt im Iran unter der Herrschaft der Mullahs. Sie rebelliert gegen die allgegenwärtige Unterdrückung, wohl wissend, dass sie sich damit in Lebensgefahr begibt: Die 16-Jährige wird verhaftet, gefoltert und schließlich zum Tode verurteilt. Auch ihre Freunde und Angehörigen sind nun in größter Gefahr. Im Gefängnis verliebt sich der Wärter Ali in sie und offenbart ihr einen letzten Ausweg: Er wird Marina retten - wenn sie bereit ist, ihn zu heiraten. Doch sie liebt einen anderen ...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 11 Bewertungen)
Sehr gutes Buch 5 von 5 Punkten Ein sehr interssantes Buch. Man erhält Einblick in das Leben von Marina. Marina saß im Evin Gefängnis und erlebte die Qualen der Folterung. Sie heiratete und konvertierte zum Islam um zu überleben. Sie lehnte sich gegen das Regime auf und entrann dem Tod. Sie schreibt sehr einfach so dass man ohne Stocken ihre Lebensgeschichte lesen kann. Sicherlich behält sie auch einiges für sich, was einen Leser doch noch interessiert hätte, aber das sind nur Kleinigkeiten, welche man der Privatsphäre auch zugestehen kann. Es ist auf jeden Fall ein sehr gutes Buch und empfehlenswert.
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Guten Tach. Auf Wiedersehn: Autobiographie, Teil 1 Helge Schneider Taschenbuch, September 1992 Verkaufsrang: 14307 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ein Stern ist aufgegangen am Himmel der deutschen Unterhaltung. Der Stern heißt Helge Schneider, und sofort hat er seine Autobiographie geschrieben. Allerdings nur den 1. Teil. Lesen und Lachen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 10 Bewertungen)
Mein Helge Lieblingsbuch 5 von 5 Punkten Ich hab das Buch seit Erscheinung und kann mich heute auch noch "kaputt lachen" über diese geniale Erzählung.
Sonst mag ich die Bücher von Helge nicht so gern, aber dies hier ist der absolute Helgeklassiker. Vorallem, da die Witze im Detail stecken und oft erst nach mehrerem Lesen wieder neue Nuancen rauskristallieren über die man herzhaft lachen.
Noch besser ist das Buch nur wenn Helge es selbst vorliest!
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Sie nannten mich Familienbulle: Meine Jahre als Sonderermittler ge die RAF Alfred Klaus, Gabriele Droste Gebundene Ausgabe, 17. September 2008 Verkaufsrang: 46347 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Beim BKA war er der Mann für schwierige Fälle, und er war ein Mann der ersten Stunde, als es galt, den eskalierenden RAF-Terror zu bekämpfen. Der oft von anderen befragte und zitierte Alfred Klaus erzählt erstmals selbst im Zusammenhang, wie er die Jahre 1971 bis zum Deutschen Herbst 1977 erlebte. Bei der »Soko B/M« entwickelte der Erste Kriminalhauptkommissar Klaus höchst unkonventionelle Ermittlungsmethoden. Um zu verstehen, was in den Köpfen der jungen Menschen vor sich ging, die sich zur »Rote Armee Fraktion« zusammengeschlossen hatten, besuchte er Angehörige der Täter und studierte die Schriften, auf die sie sich beriefen. Er kannte die Terroristen und ihre Denkart besser als jeder andere Beamte. Das trug ihm unter Kollegen den Spitznamen »Chefideologe der RAF« ein, während Ulrike Meinhof ihn »Familienbulle« nannte. Der einzige »Bulle«, mit dem Baader, Ensslin und Raspe vor ihrem Suizid noch sprachen - und der einzige mit der richtigen Idee zur Rettung Schleyers. Nur hörte keiner auf ihn
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Wo ist denn meine Brille? Großdruck: Briefwechsel zweier Frauen über das Älterwerden Anne Biegel, Heleen Swildens Taschenbuch, April 1995 Verkaufsrang: 60306 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Alt und Alt ist zweierlei." Den Beweis dafür treten die beiden niederländischen Journalistinnen Anne Biegel und Heleen Swildens in ihrem Briefwechsel an. Vierzig Jahre lang waren sie Kolleginnen, haben gemeinsam Artikel verfaßt, Pläne gschmiedet und eine ganze Skala von Emotionen durchlebt. Im Laufe der Zeit vertrauten sie sich gegenseitig all jene ungreifbaren Dingen an, die dem Menschen widerfahren, wenn er älter wird. "Sie schrecken vor keinem Tabu zurück und gehen mit ihren Erkenntnissen, mit allen Gedanken und Empfindungen, die zum Altern gehören, weder sentimental noch zimperlich um. Ein Buch, das zum Nachdenken auffordert über eigene Erfahrungen, eigenes Erleben. Ein Buch auch, das mit seinem leisen Humor und einem Hauch von Wehmut und Abschiednehmen nicht schnell vergessen werden kann." (Zeitlupe)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
...aus dem Leben 5 von 5 Punkten Meiner Mutter habe ich dieses Buch vor einigen Wochen mitgebracht - sie hat es "verschlungen" und selbst gleich auch verschenkt ... so ist es wirklich, sagt sie. Viele Situationen des Alters mit Humor und genauer Beobachtung liebevoll geschildert. Inzwischen hat sie mit genausoviel Freude "Lust und Plage der späten Tage" gelesen. Eine absolute Empfehlung und der Großdruck erleichert das lesen.
Mit Herz und viel Verstand 5 von 5 Punkten Als junger Mensch habe ich dieses Buch eigentlich "aus Versehen" gelesen, aber für mich persönlich war das ein Gewinn. Die beiden geistreichen und sprachbegabten Autorinnen haben nicht das Ziel, bei anderen Generationen um Verständnis für die Älteren zu werben, aber dennoch erreichen sie genau das: Verstehen. Ihre ehrlich angesprochenen Höhen und Tiefen im Prozess des Altwerdens gehen zu Herzen ohne rührselig zu sein. Ein Buch für alle jetzt oder zukünftig Betroffenen und ein toller Geschenktip. |
Der Mann mit dem Fagott Udo Jürgens, Michaela Moritz Broschiert, Oktober 2006 Verkaufsrang: 13374 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Natürlich ist der Mann mit dem Fagott nicht Udo Jürgens. Udo Jürgens ist der Mann mit dem weißen Klavier, der Mann mit dem unwiderstehlichen Blick, dem die Frauen zu Füßen liegen, der Mann mit Hits wie Griechischer Wein oder Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an. Nun ist Udo Jürgens 70 geworden. Und wie es im Moment Mode ist unter Showstars, hat er sich mit Michaela Moritz eine (im Übrigen überaus kompetente) Ghostwriterin besorgt und seine Geschichte erzählt. Nicht als Autobiographie, sondern als Roman, aber natürlich als ein stark autobiographischer Roman, der Dichtung und Wahrheit, vor allem aber Wahrheit und Wahrheiten miteinander mischt: Es erzählt die Wahrheit und ist doch einen Roman: Es erzählt die Geschichte so, wie ich sie sehe, sie recherchiert und erlebt, sie aus den Geschichten meiner Kindheit und Jugend rekonstruiert habe, sagt Jürgens in Der Mann mit dem Fagott, um dann philosophisch-altersweise fortzufahren: Aber jede Geschichte erzählt so viele Wahrheiten wie Personen, die dabei waren und darüber erzählen. Um es aufzuklären: Der Mann mit dem Fagott ist mit der Lebensgeschichte Jürgens Großvater Heinrich Bockelmann verknüpft, dem das Buch gewidmet ist. Bockelmann stand im Jahr 1891 vor der Entscheidung, ob er samt Familie nach Amerika oder Russland auswandern solle. Da hörte er auf dem Bremer Weihnachtsmarkt ein Fagott, das eine russische Weise spielte -- für ihn ein Schicksalswink, dem er folgen musste. Was folgt, ist eine bewegende Geschichte in den Wirren des 20. Jahrhunderts, die zur Jahrhundertwende beginnt, über Österreich nach Moskau bis in den Ural führt, um dann nach Deutschland und England überzuschwenken -- und irgendwann, fast unmerklich, zu Udo Jürgens' eigener, faszinierender Erfolgsgeschichte wird. Autobiographisch aufschlussreich -- und tatsächlich spannend wie ein Roman. --Thomas Köster
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 13 Bewertungen)
Macht Spaß und ist anspruchsvoll 5 von 5 Punkten Eine tolle Jahrhundertgeschichte hat der Herr Jürgens da geschrieben (mit Unterstützung der Co-Autorin, selbstverständlich), dessen Musik ich nach wie vor ausgesprochen schätze. An die verschiedenen Zeitebenen muss man sich erst gewöhnen, aber als groß angelegte Familien- und Gesellschaftsgeschichte funktioniert der dicke Wälzer tadellos. Werde ich auf jeden Fall wiederlesen!
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Was ich noch zu sagen hätte Reinhard Mey, Bernd Schroeder Broschiert, April 2007 Verkaufsrang: 14265 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Wir kennen uns nicht gut, sind uns ein paarmal im Leben begegnet und haben beschlossen, ein Buch miteinander zu machen. schreibt Roman-Autor Bernd Schroeder über seine Koproduktion mit Reinhard Mey. Herausgekommen ist ein wunderbares Album, voller Bilder, Texte, Fragen und Antworten, eine Fundgrube an biographischen Details. Eigentlich kann man das Buch aufschlagen, wo man möchte, den Faden findet man immer. Vielleicht bleibt man bei einem der alten Liedtexte hängen, Komm, gieß mein Glas noch einmal ein oder Menschenjunges oder Ich trag den Staub von deinen Straßen. Melodien werden lebendig, alte Zeiten schnell wieder wach. Vielleicht liest man aber auch mit großem Interesse viele Stimmen, die über Reinhard Mey etwas sagen, erzählen, sich erinnern. Ganz bestimmt aber wird ein Stückchen eigener Lebensgeschichte wach, denn: dieser Mann, Jahrgang 1942, ist ein Phänomen. 1964 begann seine Laufbahn, damals wollte er noch' wie Orpheus singen'. Was dann bis heute folgte, ist eine Bilderbuch Karriere. Und irgendwie ist das auch ein Bilderbuch-Mann und eine Bilderbuch-Familie. Keine Skandale, dafür gereimt und vertont Auflehnung gegen alles Ungerechte, Unsoziale, Unmenschliche. Protest gegen Krieg, Folter und Tierversuche. Immer wieder Plädoyers für Frieden, Liebe, Kameradschaft. Lieder, die von Menschen und Zwischenmenschlichem erzählen Unterhaltsam, sehr abwechslungsreich liest sich das Buch, ein Kaleidoskop voller bunter Momente aus einem schaffensreichen Leben. Und von all seinen Stationen erzählt Reinhard Mey so offen, ehrlich, frei und geradezu intim, wie man ihn aus jedem Fernsehinterview kennt, wie er bei jedem seiner Chansons ,rüberkommt'. Nichts Unechtes, nichts Gekünsteltes, nichts Gespieltes. Reinhard Mey pur. Daten werden zusammengefasst, plakativ und übersichtlich, wann erschien welches Album. Interviews lesen sich so hautnah, als säße man bei den Meys mit am Tisch, viele kommen zu Wort, ein rundes Bild entsteht. Schroeders Fragen und Zwischentexte sind persönlich, porträtierend und seriös, nie platt, nie plump oder im Boulevardstil. Das ergibt ein reichhaltiges Lesebuch für die, die mit dem Chansonier aus Berlin groß und alt geworden sind, oder die, die nicht aufhören können dem zuzuhören, was ich noch zu sagen hätte. Reinhard Mey hat übrigens nur einmal in seiner Laufbahn für Werbezwecke zur Verfügung gestanden, für Mustang- Jeans, Hosen, die er ohnehin selbst trug, weil ich ... wusste, dass die perfekt auf meinen Hintern passten. Das Honorar ging an den Kinderschutzbund und bei diesem einen Mal blieb es denn auch.--Barbara Wegmann
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 19 Bewertungen)
einfach schön 5 von 5 Punkten Dieses Buch ist einfach schön zu lesen. Informativ, persönlich und - wenn auch kein Muss - eine echte Empfehlung für Fans von Reinhard Mey! Nach der Lektüre dieses Buches wird man viele seiner Lieder noch besser verstehen, geht es den meisten R. Mey Fans doch nicht nur um schöne Lieder, sondern um die echten Inhalte und die Hintergründe der Lieder. Ein Star der nicht nur irgendwo da oben schwebt, sondern wie Du und ich ist - genau das kommt in diesem Buch rüber. Auch im Schreibstil, der sehr kurzweilig ist ohne sinnlos drum rumzuschreiben. Aufgelockert durch die jeweils passenden kompletten Liedtexte. Der Preis für dieses Buch ist nicht zu hoch, zumal die Bindung sehr hochwertig ist.
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Männer-Roulette. Ein Leben nach der Prostitution Lisa Moos Broschiert, 1. Dezember 2006 Verkaufsrang: 28502 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden In »Das erste Mal und immer wieder« erzählte Lisa Moos direkt und offen von ihren Erlebnissen als Prostituierte, von angenehmen und erschreckenden Erfahrungen aus dem Rotlichtmilieu und der Welt der käuflichen Liebe. Lisa Moos hat alle Spielarten der Leidenschaft erfahren, Perversion, Erniedrigung, aber auch Freundschaft, Hoffnung und Liebe in einer Welt, die ihren eigenen Regeln und Gesetzen folgt. Der großen Liebe wegen will sie all das endlich hinter sich lassen. Doch der Weg in eine unauffällige, bürgerliche Existenz erweist sich als schwierig. »Männer-Roulette« ist die Fortsetzung der mitreißenden und spannenden Autobiografie einer Frau, die ihr Leben von Grund auf ändern will. Einfühlsam schildert Lisa Moos das Zerbrechen der Liebe, in die sie so große Hoffnung gesetzt hatte, Absturz und Überlebenskampf in einer Gesellschaft, deren heuchlerische Moral keinen Makel im Lebenslauf duldet und jeden Fehltritt mit Ausgrenzung bestraft. Trost sucht Lisa bei einem gut aussehenden Geschäftsmann, der sich jedoch als gesuchter Betrüger entpuppt. Zahllose kurze, aber heftige Affären folgen, doch sie sind alle zum Scheitern verurteilt. Auch finanzielle Sorgen belasten Lisa. Kann sie den gesellschaftlichen Anforderungen gerecht werden, und möchte sie das überhaupt? Immer wieder stößt sie auf Hindernisse, die es schwierig machen, ein bürgerliches Leben zu führen, und mehr als einmal steht sie kurz vor dem Rückfall in ihr altes Milieu. Das rastlose, abwechslungsreiche und abenteuerliche Leben im Rotlicht erscheint ihr oft vertrauter und aufregender als der triste Alltag eines gesellschaftlich anerkannten Daseins. Lisa beginnt ihre Wünsche zu hinterfragen. Doch als ehemalige Hure hat Lisa Moos ganz eigene Vorstellungen von dem, was ihr zusteht und ihre Mittel und Wege, diese Ziele zu erreichen. Mit der ihr eigenen unkonventionellen Art und mitreißenden Lebenslust schildert Lisa Moos ihr Leben nach der Prostitution und ihre Suche nach Liebe und Glück. Bewegend, fesselnd und erotisch.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)
Das Leben zeigt auch solche Gesichter 4 von 5 Punkten Nach dem ersten Teil "Das erste Mal und immer wieder" ist dies nun das zweite autobiographische Buch der ehemaligen Prostituierten Lisa Moos. Nachdem der erste Teil ihre Kindheit und Zeit in der Prostitution darstellt geht es hier um das Leben "danach". Wie sie versucht in der "normalen" Welt Fuß zu fassen und sich in die Gesellschaft eingliedert.
Nachdem ich bereits den ersten Teil authentisch, sehr gut geschrieben, bewegend und spannend fand ging es mir mit diesem Buch genauso. Zwar gibt es hier nicht mehr den Effekt des Neuen, jedoch tut dies dem Werk keinen Abbruch.
Über die Handlung erlaube ich mir kein Urteil, da es hier um keinen erfundenen Plot geht sondern um Tatsachenberichte. Allerdings muss ich gestehen, dass ich ihre Handlungen in einigen Situationen nicht ganz nachvollziehen konnte. Ich denke aber, dass das genau das ist, was das Leben ausmacht.
Fazit: schonungslos ehrlich und ohne Schnörkel ist dies ein Auszug aus einem bewegten Leben. Mich hat es gefesselt!
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Wo ist denn meine Brille? Großdruck: Briefwechsel zweier Frauen über das Älterwerden Anne Biegel, Heleen Swildens Taschenbuch, April 1995 Verkaufsrang: 60306 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Alt und Alt ist zweierlei." Den Beweis dafür treten die beiden niederländischen Journalistinnen Anne Biegel und Heleen Swildens in ihrem Briefwechsel an. Vierzig Jahre lang waren sie Kolleginnen, haben gemeinsam Artikel verfaßt, Pläne gschmiedet und eine ganze Skala von Emotionen durchlebt. Im Laufe der Zeit vertrauten sie sich gegenseitig all jene ungreifbaren Dingen an, die dem Menschen widerfahren, wenn er älter wird. "Sie schrecken vor keinem Tabu zurück und gehen mit ihren Erkenntnissen, mit allen Gedanken und Empfindungen, die zum Altern gehören, weder sentimental noch zimperlich um. Ein Buch, das zum Nachdenken auffordert über eigene Erfahrungen, eigenes Erleben. Ein Buch auch, das mit seinem leisen Humor und einem Hauch von Wehmut und Abschiednehmen nicht schnell vergessen werden kann." (Zeitlupe)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
...aus dem Leben 5 von 5 Punkten Meiner Mutter habe ich dieses Buch vor einigen Wochen mitgebracht - sie hat es "verschlungen" und selbst gleich auch verschenkt ... so ist es wirklich, sagt sie. Viele Situationen des Alters mit Humor und genauer Beobachtung liebevoll geschildert. Inzwischen hat sie mit genausoviel Freude "Lust und Plage der späten Tage" gelesen. Eine absolute Empfehlung und der Großdruck erleichert das lesen.
Mit Herz und viel Verstand 5 von 5 Punkten Als junger Mensch habe ich dieses Buch eigentlich "aus Versehen" gelesen, aber für mich persönlich war das ein Gewinn. Die beiden geistreichen und sprachbegabten Autorinnen haben nicht das Ziel, bei anderen Generationen um Verständnis für die Älteren zu werben, aber dennoch erreichen sie genau das: Verstehen. Ihre ehrlich angesprochenen Höhen und Tiefen im Prozess des Altwerdens gehen zu Herzen ohne rührselig zu sein. Ein Buch für alle jetzt oder zukünftig Betroffenen und ein toller Geschenktip. |
Der Mann mit dem Fagott Udo Jürgens, Michaela Moritz Broschiert, Oktober 2006 Verkaufsrang: 13374 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Natürlich ist der Mann mit dem Fagott nicht Udo Jürgens. Udo Jürgens ist der Mann mit dem weißen Klavier, der Mann mit dem unwiderstehlichen Blick, dem die Frauen zu Füßen liegen, der Mann mit Hits wie Griechischer Wein oder Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an. Nun ist Udo Jürgens 70 geworden. Und wie es im Moment Mode ist unter Showstars, hat er sich mit Michaela Moritz eine (im Übrigen überaus kompetente) Ghostwriterin besorgt und seine Geschichte erzählt. Nicht als Autobiographie, sondern als Roman, aber natürlich als ein stark autobiographischer Roman, der Dichtung und Wahrheit, vor allem aber Wahrheit und Wahrheiten miteinander mischt: Es erzählt die Wahrheit und ist doch einen Roman: Es erzählt die Geschichte so, wie ich sie sehe, sie recherchiert und erlebt, sie aus den Geschichten meiner Kindheit und Jugend rekonstruiert habe, sagt Jürgens in Der Mann mit dem Fagott, um dann philosophisch-altersweise fortzufahren: Aber jede Geschichte erzählt so viele Wahrheiten wie Personen, die dabei waren und darüber erzählen. Um es aufzuklären: Der Mann mit dem Fagott ist mit der Lebensgeschichte Jürgens Großvater Heinrich Bockelmann verknüpft, dem das Buch gewidmet ist. Bockelmann stand im Jahr 1891 vor der Entscheidung, ob er samt Familie nach Amerika oder Russland auswandern solle. Da hörte er auf dem Bremer Weihnachtsmarkt ein Fagott, das eine russische Weise spielte -- für ihn ein Schicksalswink, dem er folgen musste. Was folgt, ist eine bewegende Geschichte in den Wirren des 20. Jahrhunderts, die zur Jahrhundertwende beginnt, über Österreich nach Moskau bis in den Ural führt, um dann nach Deutschland und England überzuschwenken -- und irgendwann, fast unmerklich, zu Udo Jürgens' eigener, faszinierender Erfolgsgeschichte wird. Autobiographisch aufschlussreich -- und tatsächlich spannend wie ein Roman. --Thomas Köster
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 13 Bewertungen)
Macht Spaß und ist anspruchsvoll 5 von 5 Punkten Eine tolle Jahrhundertgeschichte hat der Herr Jürgens da geschrieben (mit Unterstützung der Co-Autorin, selbstverständlich), dessen Musik ich nach wie vor ausgesprochen schätze. An die verschiedenen Zeitebenen muss man sich erst gewöhnen, aber als groß angelegte Familien- und Gesellschaftsgeschichte funktioniert der dicke Wälzer tadellos. Werde ich auf jeden Fall wiederlesen!
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Was ich noch zu sagen hätte Reinhard Mey, Bernd Schroeder Broschiert, April 2007 Verkaufsrang: 14265 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Wir kennen uns nicht gut, sind uns ein paarmal im Leben begegnet und haben beschlossen, ein Buch miteinander zu machen. schreibt Roman-Autor Bernd Schroeder über seine Koproduktion mit Reinhard Mey. Herausgekommen ist ein wunderbares Album, voller Bilder, Texte, Fragen und Antworten, eine Fundgrube an biographischen Details. Eigentlich kann man das Buch aufschlagen, wo man möchte, den Faden findet man immer. Vielleicht bleibt man bei einem der alten Liedtexte hängen, Komm, gieß mein Glas noch einmal ein oder Menschenjunges oder Ich trag den Staub von deinen Straßen. Melodien werden lebendig, alte Zeiten schnell wieder wach. Vielleicht liest man aber auch mit großem Interesse viele Stimmen, die über Reinhard Mey etwas sagen, erzählen, sich erinnern. Ganz bestimmt aber wird ein Stückchen eigener Lebensgeschichte wach, denn: dieser Mann, Jahrgang 1942, ist ein Phänomen. 1964 begann seine Laufbahn, damals wollte er noch' wie Orpheus singen'. Was dann bis heute folgte, ist eine Bilderbuch Karriere. Und irgendwie ist das auch ein Bilderbuch-Mann und eine Bilderbuch-Familie. Keine Skandale, dafür gereimt und vertont Auflehnung gegen alles Ungerechte, Unsoziale, Unmenschliche. Protest gegen Krieg, Folter und Tierversuche. Immer wieder Plädoyers für Frieden, Liebe, Kameradschaft. Lieder, die von Menschen und Zwischenmenschlichem erzählen Unterhaltsam, sehr abwechslungsreich liest sich das Buch, ein Kaleidoskop voller bunter Momente aus einem schaffensreichen Leben. Und von all seinen Stationen erzählt Reinhard Mey so offen, ehrlich, frei und geradezu intim, wie man ihn aus jedem Fernsehinterview kennt, wie er bei jedem seiner Chansons ,rüberkommt'. Nichts Unechtes, nichts Gekünsteltes, nichts Gespieltes. Reinhard Mey pur. Daten werden zusammengefasst, plakativ und übersichtlich, wann erschien welches Album. Interviews lesen sich so hautnah, als säße man bei den Meys mit am Tisch, viele kommen zu Wort, ein rundes Bild entsteht. Schroeders Fragen und Zwischentexte sind persönlich, porträtierend und seriös, nie platt, nie plump oder im Boulevardstil. Das ergibt ein reichhaltiges Lesebuch für die, die mit dem Chansonier aus Berlin groß und alt geworden sind, oder die, die nicht aufhören können dem zuzuhören, was ich noch zu sagen hätte. Reinhard Mey hat übrigens nur einmal in seiner Laufbahn für Werbezwecke zur Verfügung gestanden, für Mustang- Jeans, Hosen, die er ohnehin selbst trug, weil ich ... wusste, dass die perfekt auf meinen Hintern passten. Das Honorar ging an den Kinderschutzbund und bei diesem einen Mal blieb es denn auch.--Barbara Wegmann
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 19 Bewertungen)
einfach schön 5 von 5 Punkten Dieses Buch ist einfach schön zu lesen. Informativ, persönlich und - wenn auch kein Muss - eine echte Empfehlung für Fans von Reinhard Mey! Nach der Lektüre dieses Buches wird man viele seiner Lieder noch besser verstehen, geht es den meisten R. Mey Fans doch nicht nur um schöne Lieder, sondern um die echten Inhalte und die Hintergründe der Lieder. Ein Star der nicht nur irgendwo da oben schwebt, sondern wie Du und ich ist - genau das kommt in diesem Buch rüber. Auch im Schreibstil, der sehr kurzweilig ist ohne sinnlos drum rumzuschreiben. Aufgelockert durch die jeweils passenden kompletten Liedtexte. Der Preis für dieses Buch ist nicht zu hoch, zumal die Bindung sehr hochwertig ist.
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Männer-Roulette. Ein Leben nach der Prostitution Lisa Moos Broschiert, 1. Dezember 2006 Verkaufsrang: 28502 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden In »Das erste Mal und immer wieder« erzählte Lisa Moos direkt und offen von ihren Erlebnissen als Prostituierte, von angenehmen und erschreckenden Erfahrungen aus dem Rotlichtmilieu und der Welt der käuflichen Liebe. Lisa Moos hat alle Spielarten der Leidenschaft erfahren, Perversion, Erniedrigung, aber auch Freundschaft, Hoffnung und Liebe in einer Welt, die ihren eigenen Regeln und Gesetzen folgt. Der großen Liebe wegen will sie all das endlich hinter sich lassen. Doch der Weg in eine unauffällige, bürgerliche Existenz erweist sich als schwierig. »Männer-Roulette« ist die Fortsetzung der mitreißenden und spannenden Autobiografie einer Frau, die ihr Leben von Grund auf ändern will. Einfühlsam schildert Lisa Moos das Zerbrechen der Liebe, in die sie so große Hoffnung gesetzt hatte, Absturz und Überlebenskampf in einer Gesellschaft, deren heuchlerische Moral keinen Makel im Lebenslauf duldet und jeden Fehltritt mit Ausgrenzung bestraft. Trost sucht Lisa bei einem gut aussehenden Geschäftsmann, der sich jedoch als gesuchter Betrüger entpuppt. Zahllose kurze, aber heftige Affären folgen, doch sie sind alle zum Scheitern verurteilt. Auch finanzielle Sorgen belasten Lisa. Kann sie den gesellschaftlichen Anforderungen gerecht werden, und möchte sie das überhaupt? Immer wieder stößt sie auf Hindernisse, die es schwierig machen, ein bürgerliches Leben zu führen, und mehr als einmal steht sie kurz vor dem Rückfall in ihr altes Milieu. Das rastlose, abwechslungsreiche und abenteuerliche Leben im Rotlicht erscheint ihr oft vertrauter und aufregender als der triste Alltag eines gesellschaftlich anerkannten Daseins. Lisa beginnt ihre Wünsche zu hinterfragen. Doch als ehemalige Hure hat Lisa Moos ganz eigene Vorstellungen von dem, was ihr zusteht und ihre Mittel und Wege, diese Ziele zu erreichen. Mit der ihr eigenen unkonventionellen Art und mitreißenden Lebenslust schildert Lisa Moos ihr Leben nach der Prostitution und ihre Suche nach Liebe und Glück. Bewegend, fesselnd und erotisch.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)
Das Leben zeigt auch solche Gesichter 4 von 5 Punkten Nach dem ersten Teil "Das erste Mal und immer wieder" ist dies nun das zweite autobiographische Buch der ehemaligen Prostituierten Lisa Moos. Nachdem der erste Teil ihre Kindheit und Zeit in der Prostitution darstellt geht es hier um das Leben "danach". Wie sie versucht in der "normalen" Welt Fuß zu fassen und sich in die Gesellschaft eingliedert.
Nachdem ich bereits den ersten Teil authentisch, sehr gut geschrieben, bewegend und spannend fand ging es mir mit diesem Buch genauso. Zwar gibt es hier nicht mehr den Effekt des Neuen, jedoch tut dies dem Werk keinen Abbruch.
Über die Handlung erlaube ich mir kein Urteil, da es hier um keinen erfundenen Plot geht sondern um Tatsachenberichte. Allerdings muss ich gestehen, dass ich ihre Handlungen in einigen Situationen nicht ganz nachvollziehen konnte. Ich denke aber, dass das genau das ist, was das Leben ausmacht.
Fazit: schonungslos ehrlich und ohne Schnörkel ist dies ein Auszug aus einem bewegten Leben. Mich hat es gefesselt!
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Ist das ein Mensch?: Ein autobiographischer Bericht Primo Levi Taschenbuch, August 1995 Verkaufsrang: 8408 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Dieser Band beschreibt das Jahr, das Primo Levi in Auschwitz verbracht hat: vom Februar 1944 bis zum Januar 1945. Nicht um neue Anschuldigungen vorzubringen, habe er dieses Buch geschrieben, sagt Levi, sondern als Dokument für das Studium einiger zentraler Aspekte des menschlichen Seelenlebens. Die zentrale Frage freilich, die Titelfrage, wird von Levi auf zweifach Weise beantwortet: Mensch ist, wer tötet, wer Unrecht zufügt oder erleidet. Kein Mench higegen ist, wer darauf...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)
Notwendige Erinnerungsarbeit 5 von 5 Punkten
Der Italiener Primo Levi wurde als Partisan verhaftet und nach Auschwitz deportiert. Als promoviertem Chemiker, der an ein Labor der IG-Farben "verpachtet" wurde, gelang es ihm zu überleben. Er kehrte nach einer Odyssee durch Europa in seine Heimatstadt Turin zurück. Seither fühlte er als "Davongekommener" die Verpflichtung, Zeugnis zu geben von seinen Erfahrungen, die er in einer von Menschen ersonnenen und errichteten Hölle erleiden mußte.
In "Ist das ein Mensch?" erzählt Levi von seiner Gefangenschaft und Deportation, von der Ankunft in Auschwitz, von seinem Existieren als Häftling Nr. 174517 unter der permanenten Angst, bei der nächsten Todes-Selektion dabei zu sein.
Gerade die strenge, völlig unpathetische Sachlichkeit des erzählenden Berichts erschüttert.
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Schmerzenskinder Waris Dirie Broschiert, Oktober 2006 Verkaufsrang: 22091 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Seit ihrem Besuch in Cardiff quält sie ein Albtraum: Das Bett in dem schäbigen Hotelzimmer. Darauf liegend, ein junges Mädchen, festgehalten von vier erwachsenen Frauen. Die alte Frau, die sich zwischen den gespreizten Beinen des Mädchens zu schaffen macht. Furchtbare Werkzeuge kommen zum Einsatz. Das viele Blut und die durchdringenden Schreie lassen Waris Dirie schließlich schweißgebadet erwachen! Die UN-Sonderbotschafterin war nicht so blauäugig zu denken, Genitalverstümmelungen junger Mädchen seien nur auf den afrikanischen Kontinent beschränkt. In welchem Maße die unsägliche Praxis jedoch auch in Europa Einzug gehalten hat, war auch für sie ein Schock. Das 10-jährige Mädchen in Cardiff wäre verblutet, hätte nicht ein englischer Arzt sein Leben gerettet. Alle weiteren Nachfragen Diries waren an der üblichen Mauer des Schweigens abgeprallt. Geblieben ist ihr Albtraum -- aber auch der feste Vorsatz, unter der schwarzafrikanischen Bevölkerung in Europa ein neues Bewusstsein zu schaffen. FGM (das englische Kürzel für Female Genital Mutilation ersetzte die verharmlosende Beschneidung), durfte in Europa nicht praktiziert werden. Ich bin jetzt keine Wüstenblume und keine Nomadentochter mehr -- Waris Diries drittes Leben hatte begonnen! Zurück in Wien, ihrer jetzigen Heimatstadt, beginnt eine ernüchternde Bestandsaufnahme. Die somalische Autorin, im Alter von fünf Jahren selbst ein Beschneidungsopfer, muss feststellen, dass entgegen anderslautender Behauptungen, die Genitalverstümmelung weltweit stetig zunimmt. Schätzungen von UNO und WHO gehen inzwischen von unvorstellbaren 150 Millionen Opfern aus. Dann der Schock: Allein 500.000 betroffene Mädchen und Frauen leben in Europa! Wer sind diese Frauen? Wie und wo leben sie unter uns? Wie ist die Gesetzeslage? Eine Menge Fragen warten auf Waris Dirie, deren Recherche sie quer durch Europa führt. Eine bedrückende Dokumentation entsteht. In Waris Diries somalischer Heimat gibt es eine verniedlichende Redensart: Liebe tut dreimal weh, heißt es da, bei der Beschneidung, bei der Vereinigung mit dem Mann und bei der Geburt der Kinder. Frauen wie Waris Dirie und ihren weltweit beachteten Publikationen obliegt es, solch menschenverachtenden Weisheiten auf immer den Garaus zu machen. --Ravi Unger
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 19 Bewertungen)
Schockierend und wichtig!!! 5 von 5 Punkten Der grausame Brauch der Beschneidung von Frauen kann nicht genug angeprangert und in die Öffentlichkeit gebracht werden. Waris Dirie, selber Opfer, musste sich sichtlich sehr überwinden, um gegen die eigene Erinnerung und den Schmerz anzuschreiben. Ich möchte Rezensionen wiedersprechen, die das Buch als zu "emotional" bezeichnen. Frau Dirie kann aus ihrer eigenen Geschichte heraus kaum anders als emotional reagieren - und sie bringt dennoch eine beachtliche Menge an Fakten und Rechercheergebnissen in dem Buch unter. Die hohe Zahl von Betroffenen in Europa war mir bislang unbekannt und ich denke, daß viele der Fakten auch für Ärzte sehr wichtig sind. Schmerzenskinder ist absolut empfehlenswert und sollte vor allem auch von vielen Männern gelesen werden. Die Beschneidung, die nichts anderes ist als die vollkommene, brutale Zerstörung der weiblichen Sexualität muss endlich abgeschafft werden - in Europa auch mit Hilfe juristischer Mittel.
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Kant Roger Scruton Broschiert, März 2004 Verkaufsrang: 7735 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Immanuel Kant ist wohl der einflussreichste moderne Philosoph. Seine grundlegenden und umwälzenden Ideen bestimmen bis heute maßgeblich das Denken von Freiheit und Vernunft, von Objektivität, Subjektivität und Wirklichkeit. Die außerordentlich komplexen Gedankengänge der Hauptwerke Kants werden kurz und prägnant, unter Erforschung der Hintergründe, dargestellt. Dadurch gelingt es auf äußerst elegante und gewandte Weise, die elementare Philosophie Kants darzulegen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
sehr gute Zusammenfassung kantianischen Denkens 5 von 5 Punkten Was oft von den meisten philosophischen Klassikern behauptet wird, ist wohl bei Kant am unbestrittensten: Für ein Verständnis unseres heutigen Denkens ist ein Verständnis von Kants Denken unabdinglich. Doch nicht jeder wagt sich an die Primärliteratur. "Kant" von Roger Scruton ist ein sehr gutes Buch für all jene, sowie für diejenigen, die sich ersteinmal einen Überblick verschaffen wollen.Behandelt werden hauptsächlich Kants drei Kritiken: die Kritik der reinen Vernunft(Erkenntnistheorie), die der praktischen Vernunft(Ethik) sowie die der Urteilskraft(Ästhetik). In verständlicher Sprache werden die synthetischen Begriffe a priori erklärt sowie der berühmte kategorische Imperativ hergeleitet. Die Abschnitte über Ästhetik empfand ich persönlich als etwas schwieriger, doch das mag an der Thematik liegen. Schlussendlich eine gute und breite Einführung in die Philosophie Kants. |
Friedrich Schiller: Oder Die Erfindung des Deutschen Idealismus Rüdiger Safranski Broschiert, Juli 2007 Verkaufsrang: 16270 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Friedrich Schiller (1759-1805) ist eine der schwungvollsten Gestalten der deutschen Literatur. Er revolutionierte die deutsche Geistesgeschichte und begeisterte mit seinen Stücken das Theaterpublikum. Rüdiger Safranski zeichnet Schillers Leben nach und beschreibt anschaulich, wie er (mit Goethe) über ein Jahrzehnt zum Zentralgestirn des deutschen Geisteslebens werden konnte.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
"Bei einem großen Kopf ist jeder Gegenstand der Größe fähig" (272). 5 von 5 Punkten Und in der Tat kann man nicht umhin, Schillers im Alter von 29 Jahren getroffene Selbsteinschätzung voll und ganz zuzustimmen. Seine Dramen gehören zu den großen Werken in der deutschen Literaturgeschichte: "Die Räuber", "Fiesko", "Don Karlos", "Wallenstein", "Wilhelm Tell", "Maria Stuart"; in all seinen Stücken schuf Schiller Charaktere, die in den unterschiedlichsten Situaionen vor der Frage standen: Bin ich frei?, und wenn ja: Wie mache ich von meiner Freiheit gebrauch? Schillers radikale Einschätzung die Frage nach der menschlichen Freiheit betreffend veranlasst Safranski dazu, den Schriftsteller aus dem Württembergischen den "Sartre des späten 18. Jahrhunderts" (12) zu nennen.
Rüdiger Safranskis Darstellung "Schiller oder Die Erfindung des Deutschen Idealismus" ist mehr als nur ein Buch über Leben und Werk Freidrich Schillers (1759-1805). Safranski gelingt es, die Person Friedrich Schiller und mit ihm den Zeitgeist am Ende des 18. Jahrhunderts zu rekonstruieren und darauf aufbauend nachzuzeichnen, wie die Person Schiller als Kind seiner Zeit seine Werke geschaffen hat. Sehr gut lässt sich dies an Safranskis Besprechung von Schillers erstem Drama "Die Räuber" nachvollziehen. Die brüderlichen Antipoden Karl Moor und Franz Moor repräsentieren zwei Extreme: "[D]e[n] entfesselten Idealismus des einen, de[n] hemmungslosen Materialismus des anderen" (109). Beide machen brutalsmöglichen Gebrauch von ihrer Freiheit im Sinne Sartres. Auch finden sich Schillers anatomische Erfahrungen, die er im Laufe seines nicht zu Ende geführten Medizinstudiums gesammelt hat, im Stück wieder, so, wenn der diabolische Franz über die Rolle des Menschen im Universum sinniert: "[D]er Mensch entsteht aus Morast, und watet eine Weile im Morast, und macht Morast, und gärt wieder zusammen im Morast, bis er zuletzt an den Schuhsohlen seines Urenkels unflätig anklebt" (110). "Die Räuber" wurden 1782, sieben Jahre vor Ausbruch der Französischen Revolution, in Mannheim uraufgeführt und sorgten für tumultartige Szenen im Theatersaal. Da forderten Charaktere unverhohlen die Republik und pochten auf ihre Freiheit im Angesicht von fürstlicher Bevormundung und begehen im Namen dieser Freiheit die ungeheuerlichsten Verbrechen. "Die Räuber", ein Produkt seiner Zeit und nur aus dieser heraus verständlich.
Safranskis Besprechungen der Dramen Schillers, die er im Rahmen des damaligen kulturellen und gesamtgesellschaftlichen Diskurses analysiert, gehören zu den Höhepunkten des Buches. Des Weiteren geht Safranski eingehend auf Schillers Erfolge als Historiker ein, die heute weitesgehend vernachlässigt werden. "Der Abfall der Niederlande" und "Die Geschichte des Dreißigjährigen Krieges" waren epochemachende historische Werke und gaben Schiller den geschichtlichen Hinergrund, auf dem er einige seiner besten Stücke, vor allem den "Wallenstein", kreierte. Eingehend gewürdigt wird natürlich auch Schillers Beziehung zu Goethe, eine sich gegenseitig befruchtende Verbindung, die in der deutschen Kulturgeschichte wohl einmalig ist.
Fazit: Exzellent geschriebene und inhaltlich unheimlich dichte Darstellung eines Zeitabschnitts. Safranski beweist, dass er nicht nur in der Philosophie (er verfasste hervorragende Biografien über Schopenhauer und Die wilden Jahre der Philosophie, Ein Meister aus Deutschland: Heidegger und seine Zeit und Nietzsche: Biographie seines Denkens), sondern auch in der deutschen Literaturgeschichte bestens bewandert ist, was er auch in der 2007 erschienenen Darstellung Romantik. Eine deutsche Affäre wieder unter Beweis gestellt hat.
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Dem eigenen Leben auf der Spur: Als Pilger auf dem Jakobsweg Felix Bernhard Broschiert, April 2008 Verkaufsrang: 39166 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Wandern ist in. Erst recht seit Manuel Andrack und seinen Buch gewordenen Liebesschwüren an deutsche Mittelgebirgsrouten. Noch größerer Beliebtheit als Rennsteig und Co. erfreuen sich in den vergangenen Jahren jedoch Pilgerwanderungen auf dem Jakobsweg. Erst recht seit Hape Kerkelings Dauerrenner Ich bin dann mal weg. Meine Reise auf dem Jakobsweg. Doch schon vorher sind in immer kürzeren Abständen Dutzende von Büchern zu diesem Thema erschienen. Egal ob allein, in der Gruppe, mit dem Rad oder auf dem Esel unterwegs, spirituell veranlasst oder sportlich angetrieben: Die Buchpalette ist groß und war dennoch nicht vollständig. Jetzt also greift Felix Bernhard zur Feder und beschreibt seine persönlichen Erfahrungen auf der bekanntesten Pilgerroute Europas. Das Besondere: Der junge Banker bewältigt die südliche, rund 1200 Kilometer lange Variante von Sevilla nach Santiago de Compostela mit dem Rollstuhl; eine wahrhaft beachtliche Leistung, die der 32-jährige vollbringt, noch dazu, da er noch zwei weitere 700 und 550 Kilometer lange Touren vorab meisterte. Und mit ihnen steile Pässe, weite Ebenen in sengender Hitze und schlammige Pfade im strömenden Regen, einsame Momente und verzweifelte Situationen, wenn er mal wieder mit einem Platten oder nervigen Barrieren in Form unüberwindbarer Passagen konfrontiert wurde. Um Barrieren geht es ohnehin viel in diesem autobiografischen Buch -- auch um familiendynamische und soziale, die eine mobile Beeinträchtigung mit sich bringt. Diesbezüglich gewährt Bernhard dem Leser tiefe Einblicke in die -- auf anderer Ebene schwierige -- Zeit vor sowie nach dem schicksalhaften Motorradunfall, den er mit 20 Jahren erlebte. Und er berichtet davon, dass "es noch mal mehrere Jahre dauert, bis auch der Kopf im Rollstuhl sitzt". Doch zugleich versprüht er einen beeindruckenden Optimismus und eine vorbildhafte Willenskraft. Kurz: ein mutmachendes Buch, besonders für Menschen, die mit großen Widrigkeiten im Leben kämpfen müssen und/oder mit religiösen Gedanken etwas anfangen können. -- Christian Haas
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 12 Bewertungen)
Sein Schicksal meistern (in jeder Hinsicht) 5 von 5 Punkten Ein überaus begeisterungsfähiges Buch über eine Pilgerreise nach Santiago; dieses Mal auf der "Südroute" von Sevilla nach Nordspanien. Und das alles mit dem eigenen Rollstuhl, an den F. Bernhard gefesselt ist. Er schildert seine Strapazen bei Hitze und Regen, bergauf und bergab; blickt auf seine Lebensgeschichte zurück - oft agressiv und voll Zorn aber immer grundehrlich und mit grossem Optimismus in seine Zukunft.
Man wünscht dem Buch eine noch grössere Verbreitung als dem "Ich bin dann mal eben weg", dessen Autor man garnicht mehr zu nennen braucht.
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Philippische Reden gegen M. Antonius 1: Erste und zweite Rede Marcus Tullius Cicero Taschenbuch, Januar 1983 Verkaufsrang: 31887 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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