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Wer hat Angst vor Virginia Woolf Edward Albee Taschenbuch, 1. September 1963 Verkaufsrang: 5671 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der Titel klingt heiter und wie eine bloße Variante des Kinderliedes Wer hat Angst vor dem bösen Wolf? Aber hinter dieser scheinbaren Harmlosigkeit verbirgt sich das Chaos menschlicher Beziehungen. Schauplatz des Dramas ist eine Wohnung, in der sich zwei Ehepaare nach einer Party treffen. Man vertreibt sich die Zeit mit Gesellschaftsspielen, die zum Anlaß der Selbstentblößung werden. Albee geht es dabei um die Aufdeckung menschlicher Illusionen. Er zeichnet mit ebensoviel Wehmut wie Ironie, zugleich messerscharf und doch mitfühlend das Bild des Menschen, dem offenbar alles zum Glücklichsein zur Verfügung steht und der doch nur um so hoffnungsloser allein ist. Carson McCullers schrieb über das von der Kritik als großes leidenschaftliches Theater gefeierte Stück: »Es hat die Leidensgröße eines griechischen Dramas, wildesten Humor und düsteren Glanz.«
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)
Zerfressender Menschencocktail 5 von 5 Punkten Viele behaupten, dass die Thematik veraltet ist. Aber warum rührt sie uns dann noch so an? Natürlich gehört Albee inzwischen schon zu den dramatischen Klassikern, aber er wird nicht ohne Grund noch so oft auf den Bühnen der Welt aufgeführt. Denn seine Figuren sind kein bisschen verstaubt. Ihre Gefühle sind unsere Gefühle. Ihr Leben könnte unser Leben sein. Zwei Ehepaare nach einer Party. Die einen müssen mit ihren Verlustängsten klarkommen, die vor Jahren tatsächlich eingetroffen sind. Die anderen stehen am Anfang ihrer Éhe und haben Angst, dass ein Verlust sie voneinander trennen könnte. Doch eigentlich haben sie alle bereits etwas Wichtiges verloren: Die richtige Mischung von Realismus und Illusion. Warum bleibt man zusammen, wenn man sich gegenseitig doch zwerfleischt? Warum braucht man einen Partner, wenn man sich doch einsam und unverstanden fühlt? warum verrät man Geheimnisse, wenn einem doch nicht geholfen werden kann? Edward Albee gibt mit diesem Stück nicht nur gefühlte Antworten, sondern zeichnet mit leichter Feder eine beeindruckende psychologische Studie.
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Ich war erst 13: Die wahre Geschichte von Lon Julia Manzanares, Derek Kent Broschiert, 1. Juni 2007 Verkaufsrang: 14523 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Dies ist die Geschichte von Lon. Die heute 24-jährige Thailänderin geriet als Teenagerin in die Welt der Bierbars und Gogo's von Pattaya und Bangkok, Orte, an denen Minderjährige ihren Körper verkaufen. Dieses Schicksal teilt sie so oder ähnlich mit vielen anderen thailändischen Mädchen und Frauen - in einem Land, in dem Mädchen oft keine Schulausbildung erhalten und in dem dennoch von ihnen verlangt wird, ihre Familien zu ernähren. In einem Dorf unter ärmlichsten Bedingungen aufgewachsen, lief sie von zu Hause weg, und verkaufte das Einzige, das sie hatte: ihren jungen Körper. Es war die einzige Möglichkeit, ihr Überleben zu sichern und gleichzeitig ihre Schwestern vor einem ähnlichen Schicksal zu bewahren - indem Lon ihnen eine Schulausbildung finanzierte. Beziehungen zu Männern waren für sie ausschließlich von wirtschaftlichem Interesse und sie träumte von der Ehe mit einem Mann, der sie finanziell aushält. Ihr Weg führte sie nach England, Schweden und Deutschland, einer Abtreibung mit 15 folgte ein Selbstmordversuch und mit 19 wurden bei ihr Depressionen und Schizophrenie diagnostiziert. Die unermüdliche Entschlossenheit, ihren Schwestern ein anderes Leben zu ermöglichen, gab ihr die Kraft, durchzuhalten - egal wie hoch der Preis für ihr eigenes junges Leben war.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 2.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 15 Bewertungen)
Ehrlich und offen und umfangreich 5 von 5 Punkten Super Buch!!! Man lernt nicht nur viel über den Sextourismus sondern ebenfalls viel über die Lebensweise und Lebensart Thailands. Sehr informativ und in der Sprachwahl sehr gut und einfach gehalten. Ich kann es jedem nur empfehlen. Es dauerte nur 2 Tage und ich hatte es durch und das will was heißen! Es ist gespickt mit Fotos aus jungen Jahren von Lon und wenn man sich diese ansieht und dazu das Gelesene versucht in Einklang zu bringen, dann ist es erschreckend. Eine 13 Jährige, welche auch noch jünger aussah, verkaufte ihren Körper um ihre gesamte Familie zu ernähren wobei diese sie nie wirklich liebte. Unglaublich und leider Realität. Sie lässt den Leser tief in ihre Gedanken aus der Zeit tauchen und ist dabei schonungslos offen. Wenn Menschen hier schreiben, dass ihre Geldgier ekelhaft wäre, der muss sich nochmals mit dem Thema auseinander setzen. Wer in der Prostitution arbeitet muss versuchen zu überleben und dass in Thailand Kinder für ihre Eltern sorgen müssen, ist selbst mir aus dem Bekanntenkreis bekannt. Es ist eine umgekehrte Solidarität, die wir aus dem Westen nur schwer begreifen können. Man muss sich vollkommen auf das Buch einlassen um es vollends verstehen zu können.
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King of Bollywood: Shah Rukh Khan und die Welt des indischen Kinos Anupama Chopra Gebundene Ausgabe, 30. Januar 2008 Verkaufsrang: 14186 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden King of Bollywood ist das erste umfassende, deutschsprachige Buch über die größte Filmindustrie der Welt und ihre absolute Nummer eins, geschrieben von einer Bollywood-Insiderin. Eine Lebensgeschichte, die so unglaublich ist wie Bollywood selbst: Filmkritikerin Anupama Chopra erzählt Shah Rukh Khans einzigartigem Aufstieg vom Niemand zum begehrtesten Schauspielstar Indiens, der zur Identifikationsfigur und Projektionsfläche einer ganzen Nation wurde. KING OF BOLLYWOOD ist dabei mehr als ein bloßes Starporträt. Das Buch entführt seinen Leser auf einen fesselnden Streifzug durch die indische Film- und Kulturgeschichte. Eine kulturelle Offenbarung - nicht nur für Bollywood-Fans.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
Sehr informativ! 5 von 5 Punkten Ein Must-have für jeden Bollywood-Liebhaber! Da ich einer bin, musste ich mir dieses Buch unbedingt zulegen. Die Filme mit Shah Rukh Khan sind einfach die besten! Er ist ein großartiger Schauspieler. Gefühle - ob Glück oder Leid oder tiefe Liebe - bringt er so gut rüber, dass einem ganz warm ums Herz wird. Das schafft irgendwie kein anderer so! Dieses Buch bezieht sich aber nicht nur auf ihn. Man erfährt so allerlei über das Bollywood-Dasein... Dieses Buch ist einfach nur genial und jeder Fan wird seine Freude damit haben! Ich hatte sie! Das ist so eine Sache, die man unbedingt haben muss!
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Berlin 1933-1945. PastFinder - Stadtführer zu den Spuren der Vergangenheit Maik Kopleck Taschenbuch, 1. März 2004 Verkaufsrang: 14630 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Berliner Zeitgeschichte - hautnah erlebt ! 4 von 5 Punkten Wo befand sich die Neue Reichskanzlei, wo befand sich der Führerbunker und wo die Reste des Anhalterbahnhofes? Wer möchte die gesamten Städten der Berliner Olypiade 1936 auf eigene Faust ergründen? Wer einmal den Großbelastungskörper von Albert Speer, Goebbels Landhaus in Lanke am Bogensee, die Häuser der Prominenten in Schwanenwerder oder sonstige wichtige geschichtliche Orte des Tausendjährigen Reiches in BERLIN selbst sehen und erleben möchte, sollte sich diesen handlichen, taschenbuchähnlichen Planer für die Westentasche zulegen.
Tatsächlich sehr brauchbar 4 von 5 Punkten Dieses Buch entdeckte ich vor wenigen Tagen in einer Buchhandlung auf der Berliner Friedrichsstraße, auf der Suche, der Vergangenheit dieser Stadt etwas näher zu kommen.
Tatsächlich erwies es sich in der praktischen Anwendung als sehr brauchbar und handlich und ermöglichte mir einen mehrstündigen höchstinformativen Spaziergang durch Berlin Mitte (besonders Wilhelmstraße).
Sehr positiv ist demnach das handliche Format dieses Buches zu bewerten sowie die Tatsache, dass die nötigsten Informationen sehr schnell direkt vor Ort abgerufen werden können. Weniger begeistert bin ich allerdings von der etwas reißerischen Aufmachung, doch lässt der Inhalt der einzelnen Artikel einen sehr sachlichen und informierenden Ton erkennen.
Auf einem Spaziergang durch die Schauplätze und Entscheidungsorte der Geschichte werden einem zwar nicht die Hintergründe klar, für bereits vorgebildete Menschen ergeben sich hier doch wichtige Einblicke und Möglichkeiten anhand der reinen Topographie Zusammenhänge zu begreifen.
Dank eines solchen Spaziergangs weiß ich nun z.B., wie Hitler durch den Park seiner neuen Reichskanzlei direkt zu Albert Speer am Berliner Platz gelangen konnte - und dies auch beinahe jeden Tag tat, um dort über dem Modell von "Germania" zu fantasieren. Oder aufschlussreich ist einfach zu sehen, welche Macht der einzelnen Nazigrößen, die beinahe alle in ihren Palästen verschanzt in der Wilhelmsstraße saßen, allein in der Architektur deutlich wurde. Zum Vergleich: In der Reichskanzlei zu Zeiten Bismarcks arbeiteten gerade mal 4 Beamte (diese Zahl habe ich allerdings nciht diesem Buch entnommen, sondern einer Informationstafel vor Ort der "Topographie des Terrors"), Nachfolger hatten das Vielfache an Mitarbeitern zur Verfügung.
Schon alleine, wenn man die Gebäude aus der Preußenzeit kennt und die übrig gebliebenen etwa Unter den Linden sieht, muss man sich ja fragen: Wer konnte denn Verbrecher diesen Formats zu Hausherren an solchem Ort machen?
Schließlich sei noch auf die Ausstellung "Topographie des Terrors" in der Prinz-Albrecht-Straße verwiesen (Umgang in bisher noch unabsehbarer Zeit geplant) mit deren Dokumentation gleichen Titels (hg. von Reinhard Rürup). Hier findet man weitreichendere Informationen, jedoch nicht so schnell greifbar. Beide Bücher ergänzen sich also in der Praxis recht gut.
gerade benutzt. binbegeistert! 5 von 5 Punkten ich komme gerade aus berlin zurück. habe dort in einer buchhandlung den pastfinder entdeckt und mich -mit ihm in der hand- sofort auf die suche nach der vergangénheit gemacht. eine tour quer durch berlin, die mich zutiefst beeindruckte. ein berlin-führer, der sich für jeden besucher lohnt
Tolle Idee, dieser etwas andere Stadtplan! 5 von 5 Punkten Fast 2 Jahre habe ich selber in Berlin gelebt, aber dieser innovative Stadtführer hat mir die Stadt noch einmal neu und von einer ganz anderen Seite gezeigt. Der Plan führt einen zu den architektonischen Zeitzeugen des 3. Reiches. Und davon gibt es in Berlin viel mehr, als man vermuten würde. Diese "Sehenswürdigkeiten" wirken insgesamt natürlich sehr bedrückend, aber spannend sind sie allemal. Und der "Pastfinder" vermittelt, nicht zuletzt durch sein erfrischendes Layout, hervorragend die damit verbundenen Geschichten und Fakten. Wer sich die Hauptstadt also einmal abseits der ausgetretenen Pfade kennenlernen will, sollte sich unbedingt dieses kleine, handliche Heftchen zulegen.
Pastfinder Berlin - Eine Pflicht für jeden Berlinbesucher! 5 von 5 Punkten Als geschichtsinteressierter Mensch sollte man diesen übersichtlichen und kompakten Führer in die Vergangenheit beim nächsten Berlinbesuch unbedingt dabei haben! Er zeigt nicht nur wo die historischen Stätten liegen, sondern erklärt auch sehr informativ was dort geschah und stellt zusätzlich die wichtigsten Personen der damaligen Zeit vor. Exakter Stadtplan und interessanter Geschichtsunterricht in einem - und außerdem perfekt gestaltet: eine tolle Idee! Dieser Guide ist sein Geld wert ist. |
Rebellion und Wahn. Mein '68: Mein '68. Eine autobiographische Erzählung Peter Schneider Gebundene Ausgabe, 25. Februar 2008 Verkaufsrang: 18212 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Zeit des Aufbruchs von '68 nah und zum Erschrecken fremd. Peter Schneider war einer der Akteure von '68, mit Rudi Dutschke, Gaston Salvatore, Ulrike Meinhof. Als einer von ganz wenigen unter ihnen hat er damals Tagebuch geführt ein Schatz, den er erst jetzt hebt. Die Jahre 1967/68 waren eine Zeit des Aufbruchs, die Peter Schneider und viele seiner Generation als eine zweite Geburt erlebten. Schneider blättert in seinen Tagebuch-Aufzeichnungen und setzt sich mit den Hoffnungen, Utopien und Verstiegenheiten dieser Zeit auseinander. Es ist kein nostalgischer Rückblick, der da entsteht eher ein Streitgespräch des 68-Jährigen mit dem 68er über den Frühling vor dem deutschen Herbst. Dabei wird ernst gemacht mit dem Anspruch, alles Politische sei privat und umgekehrt. In Schneiders Darstellung verschränkt sich der weltweite Aufbruch von 67/68, der der Generation der Väter den Gehorsam verweigerte und eine neue Gesellschaft nach neuen Regeln erschaffen wollte, und eine Amour fou, die den Tagebuchschreiber womöglich mehr umwühlte als seine revolutionären Überzeugungen; der Widerstreit zwischen Künstlerehrgeiz und politischen Aktivismus; das Nebeneinander von Welterlösungsideen und tiefer persönlicher Verzweiflung; der Absturz einer historisch notwendigen Erneuerungsbewegung in persönliche ideologische Erstarrung. Bei ihrem Infight begegnen sich der alte und der junge Autor durchaus auf gleicher Augenhöhe. Zwar hat der ältere das biologische Privileg, dass er das letzte Wort behält. Dem jüngeren bleibt die Waffe, dass seine radikalen und zuweilen blutrünstigen Ausbrüche gegen die »herrschende Klasse« authentisch sind und sich durch besänftigende Erinnerungsarbeit nicht aus der Welt schaffen lassen. In einem Punkt ist sich der 68-Jährige mit dem 68er einig: Nicht diejenigen, die den Aufbruch wagten, haben sich zu rechtfertigen. Sondern die anderen, die nach dem Zivilisationsbruch des Dritten Reichs glaubten, in den Schuhen und Anzügen ihrer Väter ihrer Karriere nachgehen zu können, als wäre nichts geschehen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)
Schneidend scharfe Sätze 5 von 5 Punkten Ich war gerade dabei, die letzten Sätze für die Fortsetzung des Romans "1975" zu schreiben, genauer gesagt für - zeitlich gesehen - den Vorläufer, 1968 und die nachfolgenden Jahre aus der Sicht des damals 10- bis 16-jährigen. Und dann brachte mir meine Tochter aus dem Roten Buchladen in Göttingen Peter Schneiders "Mein '68" mit, und ich las erstmal, statt weiterzuschreiben.
Ich muss zugeben, dass ich Schneider schon bei den ersten Kapiteln ein bisschen um die Möglichkeiten beneidet habe, die er und viele seiner Kollegen damals hatten - zumindest wenn sie den Mut aufbrachten, auszubrechen und sich zur Wehr zu setzen, standen ihnen alle Türen offen. In der Aufbruchstimmung der Rebellion schien nicht nur, wie Schneider sagt, "alles möglich, besonders das Unmögliche", sondern war auch tatsächlich möglich. Verleger und Verlage suchten nach neuen Stoffen und Kunstformen und waren selber nur zu bereit, Neues zu wagen, statt wie heute in der fast panischen Angst, irgendeine klare Haltung zu zeigen und damit womöglich die vom Konzern-Management geforderten Verkaufszahlen zu gefährden, selbst noch das belanglose Geschreibsel von Fernsehköchen und Comedy-Blödmännern zu Literatur zu erklären und dreist zu behaupten, in immer neuen "Feuchtgebieten" literarische Ereignisse entdeckt zu haben.
Und ich nehme es Schneider und Kollegen auch durchaus übel, dass gerade sie, denen damals häufig genug von einigen weiterblickenden Älteren die Türen zum Literaturmarkt aufgestoßen wurden, es dann offensichtlich nicht für nötig hielten, diese Türen auch wiederum den ihnen Nachfolgenden zu öffnen. Aber dafür sind sie jetzt auch 15 oder 20 Jahre älter als ich, und das zumindest erscheint mir doch als vager Trost.
Unbenommen bleibt, dass Schneider ein Schriftsteller ist, der etwas zu sagen hat, und der auch weiß, wie er es sagen soll. Und so sind es dann bei aller überzeugenden Reflexion wahrscheinlich gerade die persönlichen Nebenschauplätze, die er immer wieder aufmacht, und die sein Buch weit über die Schilderung der politischen Ereignisse und Zusammenhänge hinaus zum literarischen Kunstwerk werden lassen. Das ist weniger die sich als "roter Faden" durch die Geschichte ziehende Amour fou mit der schönen L., als vielmehr solche Schilderungen wie der erste Kontakt des in Freiburg Großgewordenen und somit an schwäbische Freundlichkeit Gewöhnten mit dem "Schnauze-Berliner", der Schneider ebenso gründlich missrät wie mir - als ja durchaus unterkühltem Hannoveraner - über zehn Jahre später noch mein erster Versuch, in der Frontstadt frische Brötchen zu kaufen: "Det heißt hier Schribben!", gebrüllt, nicht freundlich darauf hingewiesen.
Schneider beherrscht jede Nuance des sprachlichen und erzählerischen Spiels, ohne auch nur einmal voyeuristisch, belehrend oder langatmig zu wirken, dass er ohnehin aus dem Stegreif - und wie er über sich selber urteilt - "schneidend scharfe Sätze" zu formulieren weiß, sollte eigentlich seit seiner Rede zum Sit-in an der FU-Berlin jedem bekannt sein. Übrigens war es eben diese Rede, die meine Tochter eingekürzt und mit leicht veränderten Vorzeichen für ihre Abiturfeier verarbeitet hat - und damit fast vierzig Jahre später wieder "ehrliches, allgemeines und nachhaltiges Grauen" bei Lehrern, Eltern und teilweise auch Mitschülern erregt hat. Der frühe Schneider wirkt also auch heute noch, und sein neuer Roman macht eines mehr als deutlich: "Nicht die 'kleine radikale Minderheit', die einen Aufstand gegen die Elterngeneration wagte, ist in Erklärungsnot, sondern jene Mehrheit, die nicht rebellierte und so tat, als können man nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Zivilisationsbruch des Judenmords in Papas und Großpapas Fußstapfen treten und mit deren Scheitel, in deren Schlipsen und Anzügen einer Karriere nachgehen, als wäre nichts gewesen."
Das bitte mögen auch solche selbsternannten und von niemand benötigten "Korrigierer" wie der BILD-Chefredakteur Diekmann endlich zur Kenntnis nehmen und den Stift abgeben.
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Descartes' Irrtum: Fühlen, Denken und das menschliche Gehirn Antonio R. Damasio Broschiert, Juli 2004 Verkaufsrang: 37070 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ausgehend von zahlreichen Fallgeschichten, legt der Neurologe Antonio R. Damasio überzeugend dar, welche grundlegende Rolle den Emotionen im "vernünftigen" Verhalten des Menschen zukommt; ein Mensch dessen emotionales und soziales Verhalten durch Hirnverletzungen gestört ist, ist nicht mehr fähig, sogenannte rationale Entscheidungen zu treffen. Damasio will damit beweisen, daß Descartes' Lehrsatz "Ich denke, also bin ich" in "Ich fühle, also denke ich" umgewandelt werden müßte.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Klug, neu,nie belehrend-und ein Lesevergnuegen 5 von 5 Punkten Dass Entscheidungen eine rationale und eine emotionale Komponente haben, war seit EMOTIONAL INTELLIGENCE klar. Dass sie aber fast ausschliesslich emotional getroffen werden, und dann rational argumentiert, zeigt dieses Buch und .. gibt allen zu denken, die in Politik oder Wirtschaft zu entscheiden haben. Dieses Buch ist humorvoll und klug geschrieben .. und menschlich. Fuer mich ein Lesevergnuegen UND ein kluges Buch. Ein MUSS!
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Mond über den Reisfeldern. Auf den Spuren meiner Familie durch Vietnam Andrew X. Pham Taschenbuch, August 2003 Verkaufsrang: 25816 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Wenn einem relativ unbekannten, vietnamesischen Autor nach einem seiner ersten Werke schon prophezeit wird, dass er der Reiseliteratur-Ikone Bruce Chatwin den Rang ablaufen könnte, sollte man hellhörig werden -- und sich den Namen am besten einprägen: Andrew X. Pham heißt der begabte Schriftsteller, dem mit Mond über den Reisfeldern eine höchst beachtenswerte Mischung aus Reisebericht und Familiensaga gelungen ist. Familiensaga deswegen, weil Pham in seinem kurzen Leben schon einiges miterlebte -- angefangen von der Flucht in den Westen bis hin zum Selbstmord der Schwester -- und diese Erfahrungen auch immer wieder einfließen lässt. Reisebericht deswegen, weil er, der gebürtige Vietnamese, sein Land erst nach zwei Jahrzehnten USA-Daseins wieder entdeckt -- und zwar aus der Sicht eines Reisenden. Diese Sichtweise revidiert sich jedoch zunehmend, da Pham immer mehr bewusst wird, wie sehr er durch die alte Heimat geprägt ist. Der äußeren Abenteuerreise entspricht das innere Erfahren jenes Landes, das beglückende Kindheitserinnerungen in ihm wach ruft, auch wenn dieses Glück wie ein "ungeschütztes Leuchtfeuer" war. Doch zwischen dem Melonenkernspucken der Kinderjahre und den glänzenden Kirschlippen einer jungen Prostituierten, die Pham wie eine rote Wunde in neonleuchtender Nacht erscheint, liegen Welten. Wie auch zwischen der westlichen und der südostasiatischen, die sich zwar oft widersprechen, in denen beiden er aber zu Hause ist. Dieser Erfahrungsbericht ist keine frustrierte Klageschrift -- im Gegenteil. Auf ironische, sensible und an vielen Stellen auch humorvolle Art und Weise nimmt Pham den Leser mit auf seine Reise, die letztendlich zu sich selbst führt. --Patricia Faber
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Vielschichtiger Reisebericht und idealer Reisebegleiter 5 von 5 Punkten An, ein junger Amerikaner vietnamesischer Herkunft, flüchtete einst mit seinen Eltern und Geschwistern als Boat-People vor dem kommunistischen Regime in die Vereinigten Staaten. Nun, zwanzig Jahre später, zieht es ihn über Nord-Kalifornien und Japan zurück in das Land seiner Kindheit. Auf der Suche nach seinen Wurzeln reist er von Saigon nach Hanoi und wieder zurück, größtenteils auf dem Fahrrad. Parallel zu seinen Erlebnissen und Begegnungen unterwegs erzählt er in Rückblicken die Geschichte seiner Familie, seiner Kindheit, der Flucht aus Vietnam und den Problemen als Immigrant in den USA.
Andrew X. Pham beschreibt sowohl das Leben in Vietnam als auch seine Reise durch das Land so eindrücklich, das man beim Lesen meinen möchte, als heimlicher Mitreisender auf seinem Gepäckträger zu sitzen und ihm über die Schulter zu schauen oder ihn durch die Straßen Saigons mit ihren zahllosen winzigen Esslokalen und Garküchen zu begleiten und den Geruch von Reis, frischen Backwaren und Gewürzen zu atmen.
Ein schönes und vielschichtiges Buch über Vietnam, das Reisebericht, Familiengeschichte und Selbstfindungsroman zugleich ist ein idealer Reisebegleiter.
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Als der Schmerz aufhörte die Seele zu essen: Mein Tor in die Freiheit Christina Didszun, Regina Seidel Gebundene Ausgabe, 1. September 2005 Verkaufsrang: 12220 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Christina Didszun hat es geschafft. Sie ist frei. Nach 20 Jahren des Kummers, der Sorgen, der Verzweiflung und der immer wieder enttäuschten Hoffnung. Nach 20 Jahren Heimlichkeiten, vor der Familie, den Freunden, dem Ehemann und ihren Kollegen. Sie spielte ihre Rolle perfekt: die attraktive Geliebte, die erfolgreiche Geschäfts- und die sorgende Ehefrau. Jahrelang blieb sie auf der Suche, orientierte sich immer wieder neu, kämpfte, um sich zu befreien. Aber viele Jahre erfolglos. Lange hat sie sich geschämt und von der Welt zurückgezogen. Jetzt aber ist sie überzeugt, dass es wichtig ist, ihre Erfahrungen weiterzugeben. Lange hat sie mit sich gerungen, ihre Krankheit öffentlich zu machen, auch nachdem sie geheilt war. Schonungslos beschreibt die Autorin die Ursachen ihrer Krankheit, erzählt von ihrer Kindheit, ihren Ängsten, dem schleichenden Beginn ihrer Sucht und von den Versuchen ihr zu entkommen. Bulimie (Ess- und Brechsucht) haben über eine Million Mädchen und zunehmend auch Jungen in Deutschland. Und was meist verschwiegen wird: 20 Prozent der Betroffenen sterben an dieser Krankheit, auch wenn als Todesursache etwas Anderes bescheinigt wird. Christina Didszun macht mit ihrem Buch Mut, auch in den bittersten Stunden der Krankheit nicht aufzugeben. Detailliert beschreibt sie ihre Suche nach sich selbst, erzählt von den unterschiedlichsten Methoden, sich von der Krankheit zu befreien, bis sie endlich ihren Weg zur Freiheit gefunden hat.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)
Perfekt 5 von 5 Punkten Gute Mischung aus eigenen Erlebten und seelschen Zusammenhängen, die dazu führten. Sehr gut verarbeitet und zum Ausdruck gebracht. Auf den Punkt genau. Absolut gut zu lesen. Hier wird einem einiges schohnungslos offengelegt und näher gebracht.
Regt zum Nachdenken an und ist einfach empfehlenswert.
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Galotta-Biographie: Das Schwarze Auge. Der Hofmagier: DSA Roman: Bd 1 Mark Wachholz, Kathrin Ludwig Broschiert, September 2006 Verkaufsrang: 22454 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Im Jahr 975 BF holt Kaiser Reto einen aufstrebenden Weißmagier an seinen Hof: Gaius Cordovan Eslam Galotta soll ihm als sein neuer Hofmagier helfen, das Reich in eine neue, eine goldene Epoche zu führen. Doch der junge Magus muss schnell erfahren, dass er seine beeindruckenden magischen Fähigkeiten nicht nur für seine ungewöhnlichen Forschungen benötigt, sondern auch, um sich im Ränkespiel des Hofes behaupten zu können. Dort bleibt für ihn vor allem die Rolle der Alara Paligan, der Gemahlin von Kronprinz Hal, bleibt lange Zeit undurchschaubar.Als Galotta schließlich von Reto beauftragt wird, ihm eine magische Waffe zu erschaffen, überschlagen sich die Ereignisse: Zunächst sucht er im legendenumrankten Reichsforst nach verborgen lebenden Elfen, deren Wissen ihn bei der Umsetzung seiner Ideen helfen soll. Bald darauf führt ihn seine Forschung sogar auf die lebensfeindliche Insel Maraskan, wo er das erworbene Wissen überprüfen will.Der Hofmagier ist der erste Teil der Biographie aus
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 11 Bewertungen)
Zwei super Bücher! 5 von 5 Punkten Ich habe mir diese beiden Bücher bestellt und innerhalb von einer Woche verschlungen!
Die Geschichte fesselt einen sofort. Zumal sich die meißten von uns ja eh mit Magie und magischen Charaktären im Land von Aventuriend umgeben und befassen.
Der Aufbau ist klar strukturiert. Für den bereits erfahrenen Leser, der sich in der Welt des schwarzen Auges auskennt sind diese beiden Bücher ein muss! Für Neulinge mag es wohl etwas schwierig seien mit den ganzen Namen etwas anzufangen. Vieles ergibt sich eben aus anderen Büchern und Geschichten.
Die Autoren verknüpfen viele aus Abenteuern bekannte Geschichten und Helden mit der Geschichte von Galotta, dem Ersten Hofmagier von Kaiser Reto und dessen Sohn Kaiser Hal.
Man kann sich richtig einfühlen in die Welt, die die Autoren erschaffen. Man kann den Mut, den Schweiß, die Düfte förmlich spühren und riechen. Man ist mitten drin. So lebendig ist das ganze geschrieben.
Besonders wachsem einem die Elfentöchter von Galotta ans Herz.
Die Geschichte ist abewechslungsreich, es ist viel Magie im Spiel und es kommen immer wieder neue Faktoren ins Spiel.
Auch die Nutzung eines Artefakts - eines schwarzen Auges - ist mir zumindest neu und höchst interessant.
Gestört hat mich nur, dass Galotta als so einflussreicher Magier dargestellt wird, sich aber in der entscheidenden Situation nicht wirklich helfen kann.
Dennoch eine SUPER Geschichte, die ich jedem DSA-Fan nur ans Herz legen kann.
Das lesen lohnt sich!
Von mir 5 Sterne!
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Die Stimmen von Marrakesch: Aufzeichnungen nach einer Reise Elias Canetti Taschenbuch, Januar 2000 Verkaufsrang: 7185 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Mit feiner, weise klingender Stimme trägt Elias Canetti selbst in dieser Produktion des Hessischen Rundfunks von 1985 Die Stimmen von Marrakesch vor. Es sind Erinnerungen an seine Eindrücke, die er als Begleiter eines Filmteams im Jahr 1954 machte. Für den Geschichtensucher Canetti war Marrakesch ein idealer Ort. Das hört man in jeder Geschichte, jedem Satz, obwohl oder gerade, weil er die Texte erst aus der Distanz, nach seiner Rückkehr, aufgeschrieben hat. Alles, was er sah bzw. nicht sah, inspirierte ihn zu diesen Erzählungen voller Buntheit und Lebendigkeit, die aber auch kritische und ernste Töne enthalten. Insgesamt dreizehn Geschichten liest er. Er erzählt von seiner Begegnung mit Kamelen und ihrem letzten Gang zum Schlächter, gibt eine lebhafte Schilderung der Suks, beschreibt die Vielfältigkeit der handgefertigten Waren und die geheimnisvolle Preispolitik der Händler. In Die Lust des Esels zeigt er eindringlich, wie viel Kraft und Lust noch in einem alten Esel steckt. Die Blinden, die Mellah, das Judenviertel Marrakeschs, Restaurants und Bars lässt er lebendig werden. Er ergreift Partei für die Bettelkinder, als ein Restaurantbesitzer sich mit seiner prahlerischen Erzählung darüber, wie er einst eine Frau um ihren Lohn gebracht hatte, selbst verächtlich macht. Die Reiseerzählung Die Stimmen von Marrakesch erschien 1968. Als Canetti sie 1985 las, war er ein mit vielen Preisen ausgezeichneter Schriftsteller, u. a. erhielt er den Georg-Büchner-Preis und den Nobelpreis für Literatur. Viele seiner Themen sind in den erinnerten Geschichten leicht und heiter vertreten: der Kampf gegen den Tod, die Sprache, die Zeit und die Utopie. Nur für ein anderes großes Thema, seine Begeisterung für Frauen, war Marrakesch offensichtlich nicht der richtige Ort. Fazit: Anlässlich seines hundertsten Geburtstages, er lebte von 1905-1994, ist es ein Fest für alle Canetti-Fans und die, die ihn in Zukunft näher kennen lernen möchten, ihn selbst sprechen zu hören. Seine Stimme ist eine Überraschung! Der Autor von Die Blendung und von Masse und Macht, der im Leben für seine Umwelt nicht immer einfache Mann, spricht so ,zärtlich', mit so viel Neugierde und Begeisterung für die banalsten Dinge. Er klingt noch im hohen Alter, als wäre er zeit seines Lebens ein Kind geblieben. Autorenlesung, Spieldauer: ca. 140 Minuten, 2 CDs. -- culture.text
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
Diese Stimme begeistert! 5 von 5 Punkten Der verstorbene Elias Canetti selbst trägt seine gesammelten Reiseerinnerungen, die er beim Besuch von Marrakesch 1954 gemacht hat, in Form von kleinen Geschichten vor. Und seine "weise Stimme" ist ebenso begeisternd wie die Geschichten selbst. Man fühlt sich eingebunden in das tägliche Leben dieser faszinierenden Stadt und hat das Gefühl, Marrakesch hautnah zu erleben. Wer schon einmal dort war, wird vieles wiedererkennen, auch wenn die Geschichten von Canetti bereits über 50 Jahre zurück liegen. Wer noch nicht in Marrakesch war, will nach diesen Reiseerinnerung sicher gerne dorthin.
Canetti veranschaulicht in seinen Geschichten, die auf seinen Erinnerungen beruhen, das bunte Treiben und Leben in Marrakesch. Er beschreibt die farbenprächtigen Märkte, die orientalischen Gerüche, seine Begegnungen mit Blinden, Bettlern und Kameltreibern so märchenhaft, dass man das Gefühl hat, direkt neben ihm in den Gassen der Stadt zu stehen.
Fazit: Unbedingt hören oder lesen. Sowohl Hörbuch wie auch das Buch begeistern, sind schnell zu hören bzw. zu lesen, da die Erinnerungen als kurze Geschichten vorgetragen werden. Und die Stimme von Elias Canetti ist einzigartig.
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Als der Schmerz aufhörte die Seele zu essen: Mein Tor in die Freiheit Christina Didszun, Regina Seidel Gebundene Ausgabe, 1. September 2005 Verkaufsrang: 12220 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Christina Didszun hat es geschafft. Sie ist frei. Nach 20 Jahren des Kummers, der Sorgen, der Verzweiflung und der immer wieder enttäuschten Hoffnung. Nach 20 Jahren Heimlichkeiten, vor der Familie, den Freunden, dem Ehemann und ihren Kollegen. Sie spielte ihre Rolle perfekt: die attraktive Geliebte, die erfolgreiche Geschäfts- und die sorgende Ehefrau. Jahrelang blieb sie auf der Suche, orientierte sich immer wieder neu, kämpfte, um sich zu befreien. Aber viele Jahre erfolglos. Lange hat sie sich geschämt und von der Welt zurückgezogen. Jetzt aber ist sie überzeugt, dass es wichtig ist, ihre Erfahrungen weiterzugeben. Lange hat sie mit sich gerungen, ihre Krankheit öffentlich zu machen, auch nachdem sie geheilt war. Schonungslos beschreibt die Autorin die Ursachen ihrer Krankheit, erzählt von ihrer Kindheit, ihren Ängsten, dem schleichenden Beginn ihrer Sucht und von den Versuchen ihr zu entkommen. Bulimie (Ess- und Brechsucht) haben über eine Million Mädchen und zunehmend auch Jungen in Deutschland. Und was meist verschwiegen wird: 20 Prozent der Betroffenen sterben an dieser Krankheit, auch wenn als Todesursache etwas Anderes bescheinigt wird. Christina Didszun macht mit ihrem Buch Mut, auch in den bittersten Stunden der Krankheit nicht aufzugeben. Detailliert beschreibt sie ihre Suche nach sich selbst, erzählt von den unterschiedlichsten Methoden, sich von der Krankheit zu befreien, bis sie endlich ihren Weg zur Freiheit gefunden hat.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)
Perfekt 5 von 5 Punkten Gute Mischung aus eigenen Erlebten und seelschen Zusammenhängen, die dazu führten. Sehr gut verarbeitet und zum Ausdruck gebracht. Auf den Punkt genau. Absolut gut zu lesen. Hier wird einem einiges schohnungslos offengelegt und näher gebracht.
Regt zum Nachdenken an und ist einfach empfehlenswert.
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Die Stimmen von Marrakesch: Aufzeichnungen nach einer Reise Elias Canetti Taschenbuch, Januar 2000 Verkaufsrang: 7185 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Mit feiner, weise klingender Stimme trägt Elias Canetti selbst in dieser Produktion des Hessischen Rundfunks von 1985 Die Stimmen von Marrakesch vor. Es sind Erinnerungen an seine Eindrücke, die er als Begleiter eines Filmteams im Jahr 1954 machte. Für den Geschichtensucher Canetti war Marrakesch ein idealer Ort. Das hört man in jeder Geschichte, jedem Satz, obwohl oder gerade, weil er die Texte erst aus der Distanz, nach seiner Rückkehr, aufgeschrieben hat. Alles, was er sah bzw. nicht sah, inspirierte ihn zu diesen Erzählungen voller Buntheit und Lebendigkeit, die aber auch kritische und ernste Töne enthalten. Insgesamt dreizehn Geschichten liest er. Er erzählt von seiner Begegnung mit Kamelen und ihrem letzten Gang zum Schlächter, gibt eine lebhafte Schilderung der Suks, beschreibt die Vielfältigkeit der handgefertigten Waren und die geheimnisvolle Preispolitik der Händler. In Die Lust des Esels zeigt er eindringlich, wie viel Kraft und Lust noch in einem alten Esel steckt. Die Blinden, die Mellah, das Judenviertel Marrakeschs, Restaurants und Bars lässt er lebendig werden. Er ergreift Partei für die Bettelkinder, als ein Restaurantbesitzer sich mit seiner prahlerischen Erzählung darüber, wie er einst eine Frau um ihren Lohn gebracht hatte, selbst verächtlich macht. Die Reiseerzählung Die Stimmen von Marrakesch erschien 1968. Als Canetti sie 1985 las, war er ein mit vielen Preisen ausgezeichneter Schriftsteller, u. a. erhielt er den Georg-Büchner-Preis und den Nobelpreis für Literatur. Viele seiner Themen sind in den erinnerten Geschichten leicht und heiter vertreten: der Kampf gegen den Tod, die Sprache, die Zeit und die Utopie. Nur für ein anderes großes Thema, seine Begeisterung für Frauen, war Marrakesch offensichtlich nicht der richtige Ort. Fazit: Anlässlich seines hundertsten Geburtstages, er lebte von 1905-1994, ist es ein Fest für alle Canetti-Fans und die, die ihn in Zukunft näher kennen lernen möchten, ihn selbst sprechen zu hören. Seine Stimme ist eine Überraschung! Der Autor von Die Blendung und von Masse und Macht, der im Leben für seine Umwelt nicht immer einfache Mann, spricht so ,zärtlich', mit so viel Neugierde und Begeisterung für die banalsten Dinge. Er klingt noch im hohen Alter, als wäre er zeit seines Lebens ein Kind geblieben. Autorenlesung, Spieldauer: ca. 140 Minuten, 2 CDs. -- culture.text
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
Diese Stimme begeistert! 5 von 5 Punkten Der verstorbene Elias Canetti selbst trägt seine gesammelten Reiseerinnerungen, die er beim Besuch von Marrakesch 1954 gemacht hat, in Form von kleinen Geschichten vor. Und seine "weise Stimme" ist ebenso begeisternd wie die Geschichten selbst. Man fühlt sich eingebunden in das tägliche Leben dieser faszinierenden Stadt und hat das Gefühl, Marrakesch hautnah zu erleben. Wer schon einmal dort war, wird vieles wiedererkennen, auch wenn die Geschichten von Canetti bereits über 50 Jahre zurück liegen. Wer noch nicht in Marrakesch war, will nach diesen Reiseerinnerung sicher gerne dorthin.
Canetti veranschaulicht in seinen Geschichten, die auf seinen Erinnerungen beruhen, das bunte Treiben und Leben in Marrakesch. Er beschreibt die farbenprächtigen Märkte, die orientalischen Gerüche, seine Begegnungen mit Blinden, Bettlern und Kameltreibern so märchenhaft, dass man das Gefühl hat, direkt neben ihm in den Gassen der Stadt zu stehen.
Fazit: Unbedingt hören oder lesen. Sowohl Hörbuch wie auch das Buch begeistern, sind schnell zu hören bzw. zu lesen, da die Erinnerungen als kurze Geschichten vorgetragen werden. Und die Stimme von Elias Canetti ist einzigartig.
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Russland: Das wahre Gesicht einer Weltmacht Thomas Roth Gebundene Ausgabe, April 2008 Verkaufsrang: 34960 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Russland aus erster Hand: Aus seinen Reportagereisen, den Gesprächen mit den Mächtigen wie dem ¯Mann auf der Straße® und seinen Beobachtungen als Korrespondent zeichnetThomas Roth ein fesselndes Bild der rätselhaften Weltmacht. Am 8. März 2008 werden die Russen ihren Präsidenten wählen: eine Entscheidung von größter Bedeutung auch für Deutschland, das von der mächtigen, energiereichen Nation im Osten genauso abhängig ist wie etwa von den USA. Thomas Roth, ARD-Korrespondent in Moskau und einer der besten Kenner des Landes, seiner Politik und Geschichte, zeigt uns das wahre Gesicht einer Weltmacht am Scheideweg. In seiner unnachahmlichen Mischung von packender Reportage und präziser Analyse beschreibt er die drängenden Fragen: Wer wird in Zukunft Russland führen? Fällt Russland in die Diktatur zurück? Was bedeutet Russlands Milliardenspiel mit Öl und Gas für uns? Hochaktuell wird Roth in der ARD zur Wahl und in diesem Buch über die Weltmacht im Wandel berichten.
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Ich weißer Mann, du Indianer gut!: Meine Abenteuer in der Prärie Ramon Kramer Broschiert, September 2008 Verkaufsrang: 64601 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Das Greenhorn Ramon Kramer macht sich auf, das Land seiner Kindheitsträume zu suchen: den Wilden Westen. Das Ergebnis: Ein ironischer, herrlich-skurriler Reisebericht, in dem die romantischen Vorstellungen vom Leben im Indianerland kräftig durchgerüttelt werden. Sehr zum Vergnügen der Leser!
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
kurzweilig und unterhaltsam 5 von 5 Punkten Ich weisser Mann, Du Indianer gut! Ist ein kurzweiliges und äusserst unterhaltsames Büchlein in welchem Raimon Kramer seine Erlebnisse in der Blackfeet Reservation sehr kurzweilig beschreibt.
Es hat mich des öfteren laut zum lachen und sehr häufig zum schmunzeln gebracht.
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Annapurna: Expeditionen in die Todeszone Reinhold Messner Broschiert, Mai 2008 Verkaufsrang: 87030 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Am 3. Juni 1950 erreicht erstmals ein Mensch den Gipfel eines Achttausenders: Der Franzose Maurice Herzog steht auf der schmalen Firnscheide der 8091 m hohen Annapurna. Der dramatische Abstieg mit seinem Partner Louis Lachenal und ihre Rettung gehören bis heute zu den aufregendsten Geschichten der Achttausender-Chronik. Für Reinhold Messner bleibt die Erstbesteigung der damals gänzlich unerforschten Annapurna eine der großen Pionierleistungen der Bergsteigergeschichte. 1985 gelang ihm selbst dann mit der ersten Durchsteigung der Annapurna-Nordwand - "meine schwierigste Achttausenderwand" (Messner) - ein weiterer Meilenstein. Reinhold Messner läßt den Leser im Geiste mitleben, mitsteigen, mitleiden.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Eines der besseren Messner-Bücher 4 von 5 Punkten Undankbar - so muß man die Aufgabe, ein Buch über die Annapurna zu schreiben, wohl bezeichnen. Schließlich war es ausgerechnet der Bericht über die Erstbesteigung dieses Berges, der zum bekanntesten Werk der gesamten Bergsteigerliteratur wurde: Maurice Herzogs "Annapurna", das Bergsteiger-Abenteurbuch schlechthin, ein außergewöhnliches Werk über den Triumph des Menschen im aussichtslosen Kampf gegen die Natur. Vom Verfasser 1950 im amerikanischen Krankenhaus von Paris in die Maschine diktiert, da ihm sämtliche Finger beim Abstieg erfroren, wurde es dank seines unprätentiösen Stils millionenfach konsumiert und trug erheblich zu Herzogs Status als einem Volkhelden bei, der unter de Gaulle Sportminister wurde. Das Foto seiner verfaulenden Hände mit ihren herunterhängenden Hautfetzen ist ebenso Teil der Annapurna-Legende wie seine packende Beschreibung der monatelangen Suche nach einem Berg, der auf keiner Karte korrekt verzeichnet war, oder des nur mit Glück überlebten Abstiegs, der den mittlerweile gehunfähigen Expeditionsleiter bis nach Kathmandu zum nepalesischen König brachte Reinhold Messner dokumentiert die Herzog-Expedition ebenso wie spätere Besteigungen einschließlich der eigenen über die vormals unbegangene Norwestwand. Daß er, der 1985 nur noch vier Jahre davon entfernt war, sämtliche vierzehn Achttausender "einzusammeln", sich ausgerechnet an der selten bestiegenen Annapurna für eine derart schwierige Route entschied, widerspricht der häufig geäußerten Kritik, er habe im Spätstadium seiner Bergsteigerkarriere rasch alle Gipfel "abkaken" wollen - vorzugsweise über bekannte, ausgetretene Normalrouten-Trampelpfade. Diese Kritik bezieht sich insbesondere auf Messners Verhalten am K2 (1986), als er von der selbst konzipierten "magischen Linie" an der Südwestwand auf den bekannten Abruzzengrat wechselte. Wie zuvor am Cho Oyu und am Dhaulagiri sowie danach am Makalu und am Lhotse, scheiterte er am Versuch einer neuen Route und betrat alte Wege hinauf und hinunter. Dennoch muß man ihm zugute halten, daß er zum Teil mehrmals neue Routen am selben Berg ausprobierte und nur abbrach, wenn die Vernunft keine andere Möglichkeit zuließ (etwa an den Dhaulagiri- und Lhotse-Südwänden). Nicht jeder Berg erlaubte dieselbe waghalsige, in Konzeption und Durchführung überzeugende Demonstration seiner Klasse als Ausnahmekletterer. Messner, der nach den menschlichen Enttäuschungen am Nanga Parbat (1970) und Manaslu (1972) gemeinsam mit Habeler den alpinen Stil im Himalaya einführte (Gasherbrum I, 1975), die erste Alleinbegehung eines Achttausenders absolvierte (Nanga Parbat, 1978), mit Habeler als erster ohne Sauerstoff auf den Everest kletterte (1978) und zwei Jahre später wieder als erster völlig allein auf den höchsten Berg der Welt marschierte - im Winter und während des Monsuns - hat zweifellos Maßstäbe gesetzt, blieb jedoch immer umstritten. Die Annapurna ging Messner gemeinsam mit Hans Kammerlander an. Form und Darstellung der Besteigung ähneln anderen Beschreibungen desselben Autors, vom Bezug auf Vorgänger über die Begründung der eigenen Route bis hin zu Auslassungen über spirituell bereichernde Erlebnisse in der Todeszone über 7000m. Messner und Kammerlander waren ein außergewöhnliches Paar, das insgesamt sieben Achttausender bestieg. Ihre Überschreitung zweier Achttausender in einem Rutsch (Gasherbrum I & II, 1984) war ebenso spektakulär wie ihr gescheiterter Versuch, im Winter durch die Lawinenkanonade der Cho Oyu-Südwand zu krabbeln (1982). Begünstigt durch Messners Zerwürfnis mit Habeler, erreichten die beiden 1985 die einander gegenüberliegenden Dhaulagiri- und Annapurna-Gipfel. Während sie am Dhaulagiri nichts Außergewöhnliches unternahmen, durchstiegen sie an der Annapurna die völlig unbekannte Nordwestwand im Eilverfahren. Neben der ausführlichen Darstellung ihrer Schwierigkeiten auf dem letzten Stück, als sie am Nordwestgrat vom Sturm fast aus der Wand gefegt wurden, bevor sie im Nebel auf einem eiskalten Gipfel ohne Aussicht landeten, schildert das Buch einige der faszinierenden Besteigungen, die gerade das Annapurna-Massiv erlebt hat. Leider geht Messner dabei nur auf deren zwei detailliert ein: die britische Expedition von 1970 und Herzogs Erstbesteigung. Der Leser erfährt somit nichts über die außergwöhnliche Frauenexpedition unter Arlene Blum von 1978, die eine Alternativroute durch Herzogs Nordwand wählte und unterwegs zwei Tote zurückließ. Immerhin kurz erwähnt wird Erhard Loretans Himmelfahrtskommando von 1984, als er gemeinsam mit Norbert Joos durch die Südwand auf den Ostgipfel kletterte, um danach den gesamten Ostgrat entlang über den Mittelgipfel zum Hauptgipfel zu gelangen und schließlich über die Nordwand abzusteigen - mit Sicherheit eines der verrücktesten Unternehmen in der Geschichte der Himalaya-Expeditionen. Insgesamt ein durchaus bemerkenswertes Buch, das den umstrittenen Autor von seiner besten Seite zeigt und die vielen Kontroversen um seine Person für einen Moment vergessen läßt.
Typisches Messner-Werk 4 von 5 Punkten Bei "Annapurna" handelt es sich um ein durchaus typisches Messner-Buch. Der Autor, der selbst unter widrigen Umständen die Annapurna bezwingen konnte, resümiert hier die Geschichte des Extrembergsteigens. 1950 gelang es erstmals einer Expedition, einen Berg über 8000m zu bezwingen, eben die Annapurna, und als "Würdigung" erschien dieses Buch, das stets verständlich geschrieben und mit zahlreichen Fotos aufgelockert ist. Durchaus empfehlenswert! |
Ein Mann namens Dave: Eine Geschichte von Triumph und Vergebung Dave Pelzer Taschenbuch, September 2004 Verkaufsrang: 6816 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Fortsetzung des New York Times-Bestsellers Der verlorene Sohn: Obwohl Dave beruflich Karriere macht, kann er sich von den Albträumen seiner Kindheit nur schwer lösen. Einzig die Geburt seines Sohnes ist ein wahrer Lichtblick für ihn: Ihm will Dave all die Wärme und Geborgenheit schenken, die er selbst so schmerzlich vermisst hat.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)
Phantastisch 5 von 5 Punkten Es ist lange her, dass mich ein Buch so gefesselt hat. Ich habe alle Bände von Dave Pelzer gelesen und bin von diesem Mann schwer beeindruckt. Mit normalen Menschenverstand ist es nicht nach zu vollziehen, wieviel Hass seine leibliche Mutter in sich trägt. Die aufgeschriebenen Erlebnisse berühren einen sehr. Alle drei Bände sind sehr zu empfehlen!!!
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Anacaona Alicia Castro Gebundene Ausgabe, 2002 Verkaufsrang: 18096 Der Artikel ist bald verfügbar. Sichern Sie sich jetzt Ihr Exemplar! Kuba, 1932: Elf Schwestern, jung, schön und mit großer Leidenschaft für Son und Jazz, gründen das Orchester »Anacaona«. Allabendlich treten sie in den Straßencafés von Havanna auf und erobern die Herzen des Publikums.
Fünf Jahre später, bei einer Tournee durch die USA und Europa, gelingt dem Frauenorchester der internationale Durchbruch.
Alicia Castro, Saxofonistin, Bassistin und spätere Leiterin des Orchesters, blickt zurück auf sechzig aufregende Jahre. Sie erzählt von der Gemeinschaft mit ihren Schwestern, von Erfolgen und Tiefschlägen, von Verehrern, Liebesabenteuern und dem kubanischen Alltag. Ein Buch voller Musik.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Musikalische Zeitreise in das alte Havanna 5 von 5 Punkten Hatte vom Orchester Anacaona gehört (der heutigen Nachfolgeband), entdeckte dieses Buch in einem Musikladen und war ganz verdutzt, dass es schon ein früheres Orchester Anacaona gab. Das Buch wurde eine kleine Zeitreise zurück in das Havanna vor der Revolution mit seiner vibrierenden Musik-Szene. Unglaublich, mit wem die Musikerinnen von Anacaona alles musizierten oder bekannt waren: Lecuona, Ignacio Pineiro, Celia Cruz, Omara Portoundo u.v.a. Wer Cuba und seine Musik mag (insbesondere den Son), wird dieses Buch interessant und lesenswert finden: ein wirkliches Zeitdokument einer vergangenen großen Zeit und die Geschichte ihrer Menschen.
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Ich brauche Liebe Klaus Kinski Taschenbuch, Februar 1991 Verkaufsrang: 37649 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 19 Bewertungen)
Narzistismus pur 1 von 5 Punkten Kinski schafft mit diesem Buch die genaue Darstellung eine pathologischen Falls von Narzismus, leider ist er kein Psychologe der über einen Fall schreibt, sondern der Kranke selbst. Seitenweise wird hier aufgezählt, wie er mit der Mutter, der Schwester, unmündigen Kinder (er schreibt da von zwei Nympfen) Sexualverkehr gehabt haben will. Ich brauche Liebe ist leider nicht zynisch gemeint, sondern Kinski meint es damit sehr, sehr ernst. Nach der Geburt seines Sohnes, ergibt Kinski sich immer mehr in Liebesbekundungen an diesen, leider verschweigt er das er dem Kind ein schweres Trauma zugefügt hat, wie sein Sohn Jahre später in einem Interview gesagt hat. Die Rede ist hier von den Dreharbeiten zu Kinskis unsäglichen Paganini, in dem Kinski, vor laufender Kamera , und ohne es seinem Sohn gesagt zu haben, seinen Tod vortäuscht um eine bessere Reaktion des Kindes auf Film aufnehmen zu können. Kinski klammert fast jede Berufliche Leistung aus , um nur fiktive und reale Exkapaden beschreiben zu können.
Explosiver Wahnsinn und Kunstwerk 5 von 5 Punkten Gleich zu Beginn sei gesagt: Das vorliegende Buch ist KEINE Autobiographie, wie der Leser es vllt. erwartet.
Kinski schreibt zwar über sein Leben, jedoch orientiert er sich nicht an Daten oder Ereignissen. Film-Fans werden die Daten evtl. anhand der Filmtitel rekonstruieren können.
ABER:
Das Buch fesselt durch seine unglaubliche Sprachgewalt. Klaus Kinski bleibt nicht in den Grenzen der deutschen Sprache. Er sprengt sie wild auseinander, setzt keine Kommas, schreibt, als würde er einen anschreien etc.
Liebe und Sex sind die dominierenden Themen in diesem Buch, aber auch das Leid, das Kinski in seiner Kindheit sieht. Kinskis Phantasien schaffen es den Leser zu packen, ihn anzuziehen und geekelt abzustoßen. Man wendet sich angewiedert ab, wenn z.B. pädophile Ansätze auftauchen, man ist dann wiederum gefesselt von der Intensität mit der er Liebe und Sex beschreibt. Nichts für zimperliche Leser.
Der letzte lange Teil des Buches ist seinem Sohn gewidmet und den Gefühlen zu seinem Sohn. Als Leser war ich einerseits fasziniert von der unfassbaren, nahezu greifbaren Liebe, die Kinski verdeutlicht, andererseits schafft es das Buch, den Leser mit dieser Liebe zu erschlagen.
"Ich brauche Liebe" ist das ungewöhnlichste, packendste, ekelhafteste und liebestrunkenste Buch, das ich gelesen habe. Keine Autobiographie, aber das nackte Leben
Wild, fantasievoll und manchmal auch realistisch 5 von 5 Punkten So wollte Kinski wohl von anderen Menschen gesehen werden. Nämlich wild, ungebärdig und respektlos gegenüber allen Autoritäten.
Interessant ist der Vergleich mit der Kinski-Biografie von Christian David: Offenbar hat Kinski nämlich sehr viel Wahres in sein Buch gepackt. Etwas was so manche Affäre mit Frauen anlangt...
Andererseits hat er auch vieles ausgelassen. So bezeichnet er seine Tournee mit berühmten Monologen als gewaltigen Erfolg. Das krasse Gegenteil war (leider) der Fall. Auch der Abstieg, den Kinski im Rom der frühen 1970er durchmachen musste, wird hier nicht erzählt.
Was nichts daran ändert, dass dieses Buch wohl eine der fesselndsten Autobiografien eines Schauspielers darstellt. Denn wo seine Kollegen im Nachhinein alles verklären, schimpft Kinski hemmungs- und gnadenlos über alles Mögliche, von Regisseuren (Herzog vor allem) über Filmkritiker bis zu Kollegen. Auch seine erotischen Erlebnisse schildert Kinski in erstaunlicher Offenheit.
Der Nebeneffekt des Buchs ist klar: Das Klischee vom irren Maniac wird davon nur noch unterstützt. Der großartige Künstler gerät dadurch in den Hintergrund. Kurzum: Dass Kinski dieses Buch verfasste, war vielleicht durchaus kontraproduktiv.
Was nichts daran ändert, dass man immer wieder sehr amüsiert und erstaunt ist. Ein Buch wie ein Rausch, dem man sich fasziniert hingibt.
Wer aber wissen will, wie Klaus Kinski wirklich war und wie sein Leben tatsächlich verlief, der muss zusätzlich Christian Davids Biografie "Kinski" und die dort gesammelten Aussagen von Freunden und Kollegen des Schauspielers lesen.
Geschmacklosigkeiten eines verkannten Genies 4 von 5 Punkten Klaus Kinski ist bis heute eine äußerst umstrittene Persönlichkeit. Der für sein Gemüt, das sich meist zwischen Cholerik und wüster Raserei befand, bekannte Schauspieler ist den meisten Menschen als prädestinierter Filmbösewicht oder als polygamer Privatmensch ein Begriff; leider, muss man hinzufügen - denn Kinski als einen genialen Schauspieler zu bezeichnen, ist keine realitätsfremde Behauptung. Werner Herzog gilt als einer der großen deutschen Regisseure, die dem deutschen Kino wieder internationales Ansehen brachten. Herzog hätte diesen Ruf, vornehmlich durch die Filme "Aguirre - der Zorn Gottes", "Nosferatu", "Fitzcarraldo" und "Woyzeck", ohne Klaus Kinski NIE erlangt.
Wer sich nun allerdings in "Ich brauche Liebe" Einblicke in die Lebens- oder Gefühlswelt dieses Genies erhofft, dem wird das Buch herzlich wenig sagen. Kinski wütet und wettert darin gegen Schauspieler, Filmbosse - Herzog bekommt auch allenthalben sein Fett weg - und andere Gestalten und breitet in der denkbar explizitesten Form seine "Sexkapaden" aus. Da Werner Herzog einmal bekundete, er selbst hätte mit Kinski über einem Lexikon gesessen und dabei wilde und obszöne Wörter ersonnen, um den Verkaufswert dieses Buches zu steigern, darf man das Ganze relativ gelassen weitgehend als FIKTIV bezeichnen.
Wie auch immer, der dem Kinski'schen Schreibduktus eigene Telegrammstil besitzt doch ein enormes Maß and Komik und Situationskomik. Die Anzahl an Synonymen, mit denen Kinski Genitalien und andere am Geschlechtsverkehr beteiligte Organe beschreibt, beeindruckt den Leser gar. Die ungenierte Offenheit dieses Anti-Literaten liest sich zudem wesentlich besser als manche Biographie gewisser Politiker, Schauspieler oder Musikproduzenten, während sie diesen Werken auch inhaltlich womöglich noch überlegen ist.
Fazit: Mit gehobener Literatur hat "Ich brauche Liebe" ebenso wenig zu tun wie mit einer Autobiographie. Hier spielt einer einfach eine Rolle, und zwar die des Casanova, der er ja - wenn auch in geringerem Maße - im wahren Leben wirklich war. Der zwischen den Zeilen durchschimmernde Nonkonformismus und die entwaffnende sprachliche Direktheit vermögen es dennoch, einen großen Unterhaltungswert darzustellen. Und um des Unterhaltungswertes willen gibt es auch vier Sterne.
Die Phantasien des Herrn K. 3 von 5 Punkten Man sollte dieses Buch auf keinen Fall als das nehmen, was es auf den ersten Blick zu sein scheint: Eine Autobiographie. Denn es ist vielmehr eine Selbstinszenierung: Untreue, Polygamie, Inzest, Pädophilie, Homosexualität und was weiss ich, wie man das Geschilderte benennt - Kinski lebt in diesem Buch seine sexuellen Phantasien aus. Und durch den von ihm gewählten Stil einer Autobiographie und der Durchmischung mit eingestreuten biographischen Daten weiss der Leser bald nicht mehr, was real ist und was Fiktion.
Das Ergebnis ist das Bild eines Lebens der Extreme, gleich einem orgiastischen Fest der Pornographie. Ob man dieses als Produkt einer psychopathologischen Persönlichkeit bewertet oder eines künstlerischen Genies bleibt dem Leser überlassen. Wer sich nicht daran stört, daß Kinski viel "zu dick" aufträgt, der wird hier ein kurzweiliges Buch finden, bei dessen leichter Lektüre er manches Mal lachen können wird.
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Die redselige Insel: Irisches Tagebuch Hugo Hamilton Broschiert, April 2007 Verkaufsrang: 44647 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ein besonderes Buch zum 50jährigen Jubiläum des "Irischen Tagebuchs" von Heinrich Böll Jahre nach Heinrich Böll begibt sich der deutsch-irische Schriftsteller Hugo Hamilton auf die Spuren des deutschen Nobelpreisträgers und bereist die Grüne Insel. Das Ergebnis ist einerseits eine raffinierte und kunstvolle Spiegelung des Böllschen Tagebuchs, die zeigt, wie vieles heute anders geworden und wie vieles sich dennoch gleichgeblieben ist. Und andererseits bietet der Blick des irischen Autors mit deutschen Wurzeln eine ganz besondere Perspektive, die mit ironischer Selbstkritik auf beide Seiten schaut und zu höchst vergnüglichen Erkenntnissen kommt.
"So könnte es aussehen, wenn Flann O'Briens Universalgelehrter De Selby die Romane von Raymond Chandler mit jenen von Patrick McCabe gekreuzt hätte." The Times über "Der letzte Held von Dublin" "Kindheitsgeschichten aus Irland sind immer traurig-schön. Diese ist traurig-schöner." Literarische Welt über "Gescheckte Menschen" "Tragisch, manchmal komisch - wunderbar erzählt." Bücher über "Gescheckte Menschen"
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Die Straße scheint inzwischen dem Motor zu gehören.... 5 von 5 Punkten Das "Original" (Irisches Tagebuch von Heinrich Böll) habe ich heute Nachmittag erst aus den Händen gelegt und bereits hier bei Amazon rezensiert - die Neugierde hat mich nun angespornt und ohne Umwege nach diesem Buch hier greifen lassen - dem Buch, welches verspricht, sich knappe 50 Jahre nach Bölls "Tagebuch" eben nach den Schauplätzen und Orten zu erkundigen, welche H.B. einst durch seine Beschreibungen hat nahezu unsterblich werden lassen...
Die letzten 6 Stunden habe ich nun mit Hugo Hamiltons niedergeschriebenem "Bericht" verbracht - Irland mag sich seit den Momentaufnahmen des H.B. mehr oder weniger stark verändert haben - keine Frage, was einem der Autor jedoch mit auf den Weg gibt ist die Hoffnung, zwischen den gesellschaftlichen Veränderungen auch immer wieder ganz nah unter der modernen Oberfläche auf die Reste dessen zu stoßen, wofür schon H.B. so eifrig die Werbetrommel gerührt hat - ein natürliches Land mit herzlichen Menschen....
Dieses Buch darf man somit wohl ohne Übertreibung als gelungene "Fortsetzung" (keine Kopie!) dessen bezeichen, was bereits vor Jahrzehnten von H.B. in Gang gesetzt wurde - die Sehnsuchtsmaschine, welche auch mit diesem Buch auf der letzten Seite Menschen wie mich "ausspuckt", solche die es kaum abwarten können im irischen Regen zu stehen... ;-)
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Allein gegen die Seelenfänger: Mein Kampf gegen die Psychosekte Lea Saskia Laasner, Hugo Stamm Broschiert, September 2006 Verkaufsrang: 14756 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Leas Kindheit ist jäh zu Ende, als sich ihre Mutter entschließt, der Endzeitsekte Licht-Oase und ihrem selbst ernannten Guru nach Amerika zu folgen. Die Familie lebt fortan in einer Gemeinschaft, in der persönliche Beziehungen nichts gelten. Mit dreizehn Jahren wird Lea die Auserwählte des Gurus - fast zehn Jahre lang ist sie den Übergriffen dieses Mannes schutzlos ausgeliefert. Lea lebt in völliger Isolation, ohne Schulunterricht, ohne Kontakt zur Außenwelt. Doch der Geist und der Wille dieses Mädchens sind nicht zu brechen. Mit 21 Jahren gelingt ihr endlich die Flucht.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)
Erschreckend - aber interessant und aufschlussreich zugleich 5 von 5 Punkten Ein sehr interessantes, aber zugleich auch erschreckendes Buch über das Leben von Lea Laasner. Unvorstellbar, wie manche Menschen in eine Richtung gedrängt werden können und wie sie selber nichts oder nur wenig davon mitbekommen. Zum Glück hat sie rechtzeitig den Absprung geschafft und ihre eigene Meinung und ihre Seele nicht komplett aufgegeben. Ein Buch, das man kaum aus der Hand legen mag, so interessant ist es zu lesen.
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