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Grundlagen des Kommunalverfassungsrechts in Schleswig-Holstein: Grundriss für die Aus- und Fortbildung - Klaus-Dieter DehnGrundlagen des Kommunalverfassungsrechts in Schleswig-Holstein: Grundriss für die Aus- und Fortbildung
Klaus-Dieter Dehn

Broschiert, Juni 2007
     Verkaufsrang: 144462      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 22,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Der Grundriss informiert kurz und - dank zahlreicher Schaubilder, schematischer Darstellungen und Beispiele - übersichtlich und anschaulich über Organisation und Arbeitsweise der kommunalen Selbstverwaltung. Der vorliegende Band berücksichtigt das Zweite Verwaltungsstrukturreformgesetz und das Doppik-Einführungsgesetz, die am 1.1.2007 in Kraft getreten sind. Das Buch wendet sich nicht nur an Lernende an Fach- und Hochschulen, sondern stellt auch für die ehrenamtlich in der Kommunalpolitik Tätigen eine nützliche Hilfe für die tägliche Arbeit dar.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Für Azubis in Bordesholm ein Muss!      5 von 5 Punkten
Dieses Buch ist einfach nur genial. Es vermittelt einfach und verständlich die Grundlagen und ist für Anzubis/ Anwärter in Bordesholm einfach ein MUSS. Ich kann es nur jedem empfehlen, um sich die Grundlagen anzueigenen.

Perfekt für die Ausbildung zur/m Verwaltungsfachangestellten      5 von 5 Punkten
In dem Buch werden die Grundlagen des Kommunalverfassungsrechts dargestellt. Es ist gut zu verstehen und daher hervorragend für den Unterricht und die Hausaufgaben geeignet. Dank des Stichwortverzeichnisses kann man alles schnell nachschlagen. Auch kann man es sehr gut in Bordesholm gebrauchen, da Herr Dehn dort Unterricht gibt, aber auch bei jedem anderem Lehrer kann man es hervorragend gebrauchen. Es lohnt sich wircklich dieses Buch zu kaufen!!!


Werdende Mütter brauchen Geld: Mutterschutz - Erziehungsgeld - Elternzeit. Sozialleistungen für junge Familien - Horst MarburgerWerdende Mütter brauchen Geld: Mutterschutz - Erziehungsgeld - Elternzeit. Sozialleistungen für junge Familien
Horst Marburger

Taschenbuch, Juli 2007
     Verkaufsrang: 177234      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Ansprüche kennen und durchsetzen
Werdende Mütter wissen häufig nicht, welche Ansprüche sie haben und welche Anträge sie stellen müssen - an Staat, Krankenkasse, Arbeitgeber. Dieser Ratgeber informiert umfassend über:
- Bundes-/ Landeserziehungsgeld
- Entbindungs-, Mutterschaftsgeld
- Elternzeit
- Kündigungsschutz
- Versorgung mit Arznei-, Verband- und Heilmitteln
- Hilfen bei der stationären Entbindung und häuslicher Pflege
- Höhere Rentenansprüche
- Recht auf Sozialhilfe
Mit Berechnungsbeispielen, Änderung des Mutterschutzrechts und nützlichen Adressen.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Alle aktuellen Daten informativ dargestellt      5 von 5 Punkten
Das Buch informiert überichtlich über die Ansprüche zum Erziehungsgeld / Mutterschafsgeld / Kündigungsschutz / Versorgung mit med. Leistungen / Hilfen bei stat. Entbindung / Rente / Sozialhilfe.

Die Beträge sind (nicht wie in einer anderen Rezension bemängelt) in Euro ausgewiesen, insgesamt ist diese 5. Auflage sehr aktuell und gibt Antwort auf viele offene Fragen.

 Weitere Lesermeinungen



Wirtschaftspolitik: Instrumente, Ziele und Institutionen - Rainer KlumpWirtschaftspolitik: Instrumente, Ziele und Institutionen
Rainer Klump

Gebundene Ausgabe, Juni 2006
     Verkaufsrang: 155011      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 36,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Zum Buch:Wirtschaftspolitik steht im Spannungsfeld zwischen ökonomischer Rationalität und politischer Machbarkeit. Erfolgreiche Wirtschaftspolitik und erfolgreiche wirtschaftspolitische Beratung muss beides im Blick haben. Das vorliegende Lehrbuch thematisiert daher einerseits die Herleitung wirtschaftspolitischer Instrumente aus ökonomischen Theorien; andererseits arbeitet es heraus, welche entscheidende Rolle die Träger der Wirtschaftspolitik bei der Formulierung wirtschaftspolitischer Ziele und der Umsetzung wirtschaftspolitischer Strategien spielen.
Die wirtschaftspolitisch relevanten Erkenntnisse der mikro- und makroökonomischen Theorie, der Institutionenökonomik, der Wohlfahrtsökonomik und der Neuen Politischen Ökonomik werden in leicht verständlicher Form präsentiert. In Exkursen werden Ökonomen und ihre Werke vorgestellt, die besonderen Einfluss auf die moderne Wirtschaftspolitik besitzen. Die Debatte um Deregulierung öffentlicher Unternehmen, die Optionen der Umweltpolitik und das Zusammenspiel zwischen gesamtwirtschaftlicher Angebots- und Nachfragepolitik werden ebenso erläutert wie die Probleme der Systemtransformation und der vertieften wirtschaftlichen Integration und die Kooperation wirtschaftspolitischer Entscheidungsträger bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Zahlreiche Beispiele aus der deutschen und europäischen Wirtschaftspolitik dienen zur Illustrierung einzelner wirtschaftspolitischer Strategien, ihrer Erfolge und Fehlschläge.




Kampf der Kulturen - Samuel P. HuntingtonKampf der Kulturen
Samuel P. Huntington

Gebundene Ausgabe, 1997
     Verkaufsrang: 162686     

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Der amerikanische Politikwissenschaftler Huntington stellt in seinem Buch die Frage nach den weltpolitischen Entwicklungen im 21. Jahrhundert. Statt eines harmonischen Zusammenwachsens in einer zunehmend vernetzten Welt sieht er neue Konflikte globalen Ausmaßes entstehen: Konflikte zwischen den Kulturen. Er unterscheidet die zeitgenössische Welt in sieben große Zivilisationen: die chinesische, japanische, hinduistische, islamische, westliche, lateinamerikanische und afrikanische. Die Weltpolitik des 21. Jahrhunderts wird nicht von Auseinandersetzungen ideologischer oder wirtschaftlicher Natur bestimmt sein, sondern vom Konflikt zwischen Völkern und Volksgruppen unterschiedlicher kultureller Zugehörigkeit.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 45 Bewertungen)

Von der europäischen Hegemonie zur Hegemonie der Kulturen      5 von 5 Punkten
Samuel P. Huntingtons Buch über den Kampf der Kulturen (Clash of civilization) ist bis heute sehr umstritten. Viele lehnen wie sie behaupten seine These, dass es im 21. Jahrhundert zu einem Zusammeprall der Kulturen kommen müsse, ab, weil sie sagen, dass der 21. September 2001 nicht die Trendwende der Menschheitsgeschichte bedeute, mit dem es zu einer Eskalation zwischen westlicher Hemisphäre und islamistischem Fundamentalismus als Konflikt der Kulturen kommen müsse. Aber Huntingtons Argumentation ist wesentlich breiter als diese Verkürzung auf ein bestimmtes Ereignis es nahelegt. Er spricht davon, dass mit dem Ende des europäischen Imperialismus des 19. Jahrhunderts, mit dem Ende des Kalten Krieges im 20. Jahrhundert eine multipolare Welt entsteht, in der die Kulturkreise immer mehr an Gewicht gewinnen: in der die Nationalstaaten ihre Bedeutung zugunsten der Kulturräume, zugunsten übernationaler Organisationen verlieren, in kontinentalen Großräumen aufgehen, die nur noch von der Identität aus einer Religion, gleicher Lebensweise und vergleichbaren Werten bestimmt sind. Und Huntington sagt, dass dies frei nach Thomas Kuhn ein neues Paradigma zur Betrachtung der Weltgeschichte sei, eine Konzentration auf neue Rahmenbedingungen, in denen sich Weltgeschichte abspielt, z.B. zwischen den Kulturräumen, die durch eine oder wenige Nationen zwar bestimmt, aber durchaus nicht dominiert sind, so z.B. der Euro-amerikanische Raum, durch asiatisch-chinesische Raum, der hinduistisch-indische Raum usw.

Huntingtons Buch schreibt meiner Meinung nach Geschichte. Weil es zeigt, dass der Kultur in einer globalisierten Welt, in einer multipolaren Welt freier (Markt-)Kräfte, immer größere Bedeutung zukommt, also eine multipolare und multikulturelle Perspektive entsteht. Daher habe ich das Buch mit sehr viel Gewinn gelesen. Ich kann es jedem empfehlen, der sich für die Grundlagen der Geschichte im 21. Jahrhundert interessiert. Dieses Buch ist ein unbedingtes Muss.

Meine Bewertung generell lautet: 5 Sterne = absolut herausragend; 4 Sterne = sehr gut, sehr zu empfehlen; 3 Sterne = wirklich gut, zu empfehlen; 2 Sterne = lesenswert, aber nicht ganz überzeugend; 1 Stern = abzuraten.


 Weitere Lesermeinungen


Die Geheimnisse der Kanzlerreisen: Unterwegs mit der Macht - Die Geheimnisse der Kanzlerreisen: Unterwegs mit der Macht

Gebundene Ausgabe, April 2008
     Verkaufsrang: 187370      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Mainhardt Graf von Nayhauß begleitete als "dienstältester Kolumnist Deutschlands" jahrzehntelang die deutschen Kanzler auf über 120 Reisen rund um den Globus und legte dabei über 1 Million Flugkilometer zurück. Er ist ein Augenzeuge und Chronist, dem als Vertrauter einmalige Einblicke auch in das private Leben von Staats- und Regierungschefs gewährt wurden.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 2.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Wenig Neues, wenig Überraschendes      2 von 5 Punkten
Ich war sehr enttäuscht von diesem Buch. Sprachlich bewegt es sich auf sehr einfachem Niveau, man merkt, dass der Autor für das Blatt mit den großen Buchstaben schreibt und sein Brot mit einfach formulierten Artikeln verdient. Auch geschichtliche/politische Zusammenhänge sind einfach und teilweise unvollständig formuliert. Die vom Autor geschossenen Bilder sind unspektakulär, es gibt nur wenig überraschende Blicke hinter die Kulissen. Viele Fotos zeigen den Autor im Kreis der Mächtigen/Kanzler... dies hinterlässt bei mir ein ungutes Gefühl von Selbstbeweihräucherung. Und was erfährt man? Nicht sehr viele Geheimnisse. Ja, Herr von Nayhauß verrät, wer Kanzler Kohls Koffer packte. Aber das ist auch schon das größte Geheimnis. Mich als Mädchen hätte z.B. brennend interessiert, wer die Handtasche von Kanzlerin Merkel trägt? ;-)
Schade, dieses Buch ist eine vergebene Chance.


Vorschulische Bildungsprozesse in Mathematik und Naturwissenschaften - Vorschulische Bildungsprozesse in Mathematik und Naturwissenschaften

Broschiert, Juni 2008
     Verkaufsrang: 145867      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,80 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Die Intention des vorliegenden Buches ist es, Ergebnisse aus der Lehr-Lernforschung zum vorschulischen Lernen in den Lernbereichen Mathematik, Naturwissenschaften und Technik vorzustellen.



Weltpolitik im Umbruch. Die Pax Americana, der Terrorismus und die Zukunft der internationalen Beziehungen.: Die Pax Americana, der Terrorismus und die Zukunft der internationalen Beziehungen - Ernst-Otto CzempielWeltpolitik im Umbruch. Die Pax Americana, der Terrorismus und die Zukunft der internationalen Beziehungen.: Die Pax Americana, der Terrorismus und die Zukunft der internationalen Beziehungen
Ernst-Otto Czempiel

Taschenbuch, Oktober 2002
     Verkaufsrang: 145494      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Seit dem 11. September 2001 hat das 21. Jahrhundert endgültig begonnen. Während das Jahrzehnt nach 1989 ganz von der Auflösung des Sowjetimperiums und dem Ende des Ost-West-Konflikts bestimmt war, sehen wir uns heute mit einer neuen Konstellation konfrontiert, in der die wachsenden Spannungen zwischen der westlichen Welt und den islamischen Gesellschaften, die immer unverhülltere Dominanz der USA und vor allem die radikalen Erscheinungsformen des Terrorismus zu einer kritischen Masse der Weltpolitik geworden sind. Ernst-Otto Czempiel hat sein erfolgreiches Buch Weltpolitik im Umbruch aus diesem Anlaß ganz neu geschrieben. Knapp, aktuell und kompetent erläutert er die Ursachen der heutigen Weltkrise. Zugleich analysiert er mit kritischer Distanz die Ereignisse seit dem 11. September und ihre Auswirkungen auf die Zukunft der internationalen Beziehungen. Czempiels Buch ist eine glänzende Einführung in die aktuelle Lage der Weltpolitik.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Wichtiges Buch, wenn auch einseitig      5 von 5 Punkten
Das vorliegende Buch des Frankfurter Politikwissenschaftlers Czempiel ist meines Erachtens sehr wichtig. Nach seinem bahnbrechenden Werk: "Kluge Macht" aus dem Jahre 1999 legt er hier eine Neuauflage seines 1993 erschienenen Klassikers: "Weltpolitik im Umbruch" neu auf. Seine wichtigste These ist, dass die Politik auf die Veränderungen in den 1990-ger Jahren, insbesondere den zunehmenden Einfluss der sogenannten "Gesellschaftswelt" nicht genügend reagiert habe. Das furchtbare Attentat vom 11. September 2001 in den USA sei vermeidbar gewesen, hätte sich die Politik auf diese Veränderungen seit 1990 eingestellt. Nun muss man Czempiel in seiner Gewichtung nicht folgen. Er gehört zur sogenannten "liberalistischen" Schule in den internationalen Beziehungen, die in der Beschaffenheit des Herrschaftssystems die eigentliche Ursache von Konflikten in den Internationalen Beziehungen sieht. Diese Sichtweise ist umstritten - man lese als Konstrast nur Publikationen von Werner Link, etwa: "Die Neuordnung der Weltpolitik" von 1998, der zeigt, wie wichtig Realpolitik der Nationalstaaten immer noch ist.

Wichtig und unverzichtbar ist das Buch meines Erachtens aufgrund der Einschätzung der Politik der amerikanischen Administration unter Bush Junior (Kapitel 2 und 3). Czempiel beschreibt ausführlich die Politik der USA in den 1990-ger Jahren und knüpft an Beobachtungen seines eigenen Werkes: "Machtprobe" von 1989 an. Seine - sicherlich provozierende, aber meines Erachtens durchaus korrekte These: Mit der Regierung Bush sei eine Administration an das Ruder gekommen, die von Anfang an jeglichem Multilateralismus eine Absage erteilt habe (S. 92) und selektive Weltherrschaft als "Pax americana" anstrebe. Der 11. September habe Bush die Gelegenheit gegeben, diese Politik zu verwirklichen (S. 106). Diese von Bush betriebene Politik sei Geopolitik klassischen, nicht jedoch modernen Stils (S. 138). Eine "Pax americana" sei als Folge dieser eingeschlagenen Politik ausgesprochen wahrscheinlich. Deutlich werde dies am Konzept des globalen Präventivkrieges (S. 179). Hierzu muss gesagt werden, dass diese Sicht natürlich sehr einseitig ist, da diese von Bush herausgegebene "Nationale Sicherheitsdoktrin" zwar präemptive, jedoch keine Präventivkriege erlaubt (vgl. dazu: Karl-Heinz Kramp: Von der Prävention zur Präemption? Die neue amerikanische Sicherheitsstrategie in: "Internationale Politik", Dezember 2002, S. 19-24). Die Frage, ob Bush mit dem von der UN vermutlich nicht legitimierten Irak-Krieg gegen seine eigene Doktrin der Präemption (Prävention ist nicht erlaubt), verstößt, müsste also genauer untersucht werden. Tatsache ist meines Erachtens jedoch, dass mit Ausbruch des Irak-Krieges die von Czempiel in diesem Buch bereits 2002 ausgesprochenen Befürchtungen höchste Aktualität bekommen haben, wie ein Kritiker Czempiels, Gregor Schöllgen, ein Anhänger der realistischen Schule in den Internationalen Beziehungen, in einer Rezension dieses Werkes in der Wochenzeitung: "Die Zeit" zu recht festgestellt hat. Wenn aber die Prophezeiungen Czempiels bisher gestimmt haben, so besteht größter Anlass, seinen Empfehlungen, die insbesondere auf eine stärkere Beachtung der "Gesellschaftswelt" und auf eine aktivere Rolle der westeuropäischen Verbündeten hinzielen, um Alternativen zu der Politik Bushs anzubieten, befolgt werden sollten. Wie immer man zu Czempiel und seinen Thesen stehen mag: es handelt sich um ein wichtiges, wenn auch sicherlich einseitiges Buch, welches meines Erachtens zu den wichtigsten politischen Neuerscheinungen des letzten Jahres gehört. Unbedingt lesen !

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Die Barbarei der anderen: Europäischer Universalismus - Immanuel WallersteinDie Barbarei der anderen: Europäischer Universalismus
Immanuel Wallerstein

Broschiert, Februar 2007
     Verkaufsrang: 93165      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Ein engagierter Mahnruf in einer Zeit, in der Interventionen im Namen von Demokratie und Menschenrechten wieder ins Zentrum der Weltpolitik rücken: Europa und die von europäischer Kultur geprägten westlichen Mächte gehen seit jeher von der globalen Geltung ihrer Grundsätze und Regeln aus. Sie betrachten es als ihr selbstverständliches Recht, in anderen Regionen der Welt zu intervenieren und den dort lebenden Menschen notfalls auch mit Gewalt ein Leben nach den Maßstäben der abendländischen Kultur zu vermitteln. War es seinerzeit eine gottgefällige Christianisierung, die dem europäischen missionarischen Eifer als Deckmantel diente, ist es in unserer Zeit der Anspruch, Demokratie und Menschenrechte zu verbreiten. Ein heute ebenso fragwürdiges Unterfangen wie im Mittelalter, findet Immanuel Wallerstein, da es letztlich immer nur darum geht, schwachen Ländern einen fremden Willen aufzuzwingen. Einer global agierenden Politik, die hehre Überzeugungen benutzt, um machtpolitisch handfest
e wirtschaftliche Interessen durchzusetzen, stellt er überzeugend seine Vorstellung einer nur im weltweiten Zusammenwirken zu erreichenden friedlichen Entwicklung entgegen.




Länderbericht USA: Geschichte, Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur - Länderbericht USA: Geschichte, Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur

Gebundene Ausgabe, Februar 2005
     Verkaufsrang: 111208      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 34,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Blick nach Außereuropa
Der Länderbericht USA erscheint hier in einer völlig neu bearbeiteten Auflage. Vor allem die Beiträge über Politik und Gesellschaft der USA wurden unter dem Eindruck und den Auswirkungen der Anschläge vom 11. September aktualisiert. Umfassend stellen die Autorinnen und Autoren Geschichte, Wirtschaft und Gesellschaft, Innen- und Außenpolitik der USA und nicht zuletzt die spezifisch amerikanische Kultur dar. Das Buch ist ein unentbehrliches Nachschlagewerk für alle, die sich mit den USA als Nation und Weltmacht auseinander setzen wollen.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Etwas zu viel Geschichte      5 von 5 Punkten
200 Seiten Geschichte sind etwas zuviel nach meinem Geschmack. Schließlich will ich ja das Neueste aus den USA wissen und nicht das, was vor 500 Jahren war. Allerdings war das letzte Kapitel über die Außenbeziehungen sehr gut. Das habe ich gerne gelesen. 20 Seiten Geschichte hätten auch gereicht. Beim Kapitel über die Politik hat mir am besten das Unterkapitel über die Außenpolitik der USA gefallen. Beim Kapitel über die Wirtschaft war das Unterkapitel über die Wirtschaft der verschiedenen Regionen Amerikas sehr gut. Das beste Kapitel war das über die Gesellschaft und Kultur der USA, wobei mir es noch besser gefallen hätte, wenn der Autor etwas mehr über die gegenwärtige Situation der Minderheiten geschrieben hätte. Beim Kapitel über die Kultur habe ich etwas gelernt: Kultur ist zum Beispiel Literatur, Fotografie, Film, Fernsehen und Malerei. Ein paar Autoren aus der Literaturgeschichte will ich lesen. Erschreckend ist, dass die Amerikaner nach Aussage eines Koautors nur fünf Jahre lang Sozialhilfe in ihrem Leben kriegen können. Was ist, wenn man keinen Job mehr findet? Wird man dann obdachlos? Wenn das der Fall ist, bin ich ganz froh, in Deutschland zu leben. Hier wird man nicht so leicht obdachlos. Insgesamt ein sehr gutes Buch.

Komprimierte Hintergrundinformation      5 von 5 Punkten
Der neue "Länderbericht USA", von Peter Lösche und Hans Dietrich von Loeffelholz herausgegeben, ist eine Fundgrube für jeden Interessierten in dieser Hinsicht.
Das Buch geht weit hinein in die Geschichte der USA, es werden alle wichtigen Daten berührt und eine Menge an Tabellen unterstützt das geschriebene Wort.

Einzelne Kapitel unterstützen die Möglichkeit zu verschiedenen Einstiegen und es ist somit möglich, überall nach dem zu suchen, was interessiert.
Der Gesamteindruck ist wohlwollend gehalten, die USA als übriggebliebene Supermacht zur Zeit im Umbruch, so könnte man die Tendenz der Aussage beschreiben.
Ganz besonders aber die Probleme im sozialen Bereich werden eine immense Anstrengung zukünftiger Politiker zu Folge haben, zumal die Kriegskosten wohl erheblich zu Buche führen werden.

Überhaupt wird sehr vorsichtig über die Ereignisse des 11. September 2001 versucht, Amerika besser zu verstehen und man fragt sich sowieso, warum dies geschehen mußte und ob nicht eine ganz andere Politik in Zukunft angestrebt werden sollte, als die augenscheinliche zur Zeit.

Aber: immerhin wird sich auch hier Pragmatismus und Aussicht auf Erfolg in Zukunft wohl durchsetzen, wie fast immer in der Geschichte der USA. Und das scheint erfreulich zu sein. Zusammen mit Freunden ist jegliches Problem irgendwie zu lösen.

Ganz besonders interessant sind die Ausführungen der Herausgeber Lösche und von Loeffelholz zum Thema "Gesellschaft und Kultur".
Hier wird er wieder deutlich, der Glanz dieser Nation in Hinsicht auf Musik, Literatur, überhaupt Kunst.

Nur, daß die in den letzten Jahren entstandenen Nationalepen allesamt nicht den Durchbruch erlebten, den man sich wünschen mag, das gibt einem doch etwas zu denken.

Ist es etwa noch nicht Zeit für die friedensspendende großzügige Politik, die vorbildgebend wäre, wie weiland die Idee der Römer im alten Europa, die Frieden bedeuten sollte? Der "ara pacis" (Altar des Friedens) steht noch in Rom und wartet auf die Erfüllung des Gelübdes, wohlan, hier gilt es vorbildlich zu handeln! Und wir ziehen gerne in dieser Richtung mit.



Apocalypse No! - Björn LomborgApocalypse No!
Björn Lomborg

Gebundene Ausgabe, August 2002
     Verkaufsrang: 188903      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 29,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Seit Jahrzehnten hören wir die Litanei: "Die Menschen zerstören ihre Lebensgrundlagen!"
"Der deutsche Wald stirbt!" "Wirtschaftswachstum ist umweltfeindlich!" Umweltgruppen, Medien, Parteien, aufgescheuchte Zeitgenossen - alle stimmen in das Lied vom drohenden Untergang ein.
Die Litanei ist allbekannt. Aber stimmt sie auch mit der Realität überein? "Nein!" lautet die klare Antwort von Bjoern Lomborg. Die Prognosen einer unaufhaltsamen Verschlechterung der menschlichen...


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 15 Bewertungen)

Muss man gelesen haben      5 von 5 Punkten
Da hier schon viel Richtiges geschrieben wurde nur ein Wort zu den kritischen Stimmen:
Nahezu alle namhaften Wissenschaftler, die Lomborg verissen und kritisiert haben, kommen aus der Ökoszene und verdienen dort ihr Geld. Der Gipfel ist eine öffentliche Verschmähung in der angesehenen wissenschaftlichen Zeitschrift "Nature". Lomborg wurde dort von (Öko-)Wissenschaftlern sogar mit Holocaust-Leugnern verglichen! Dazu passend wurde ihm vom dänischen Wissenschaftsministerium(!) mit massiven Sanktionen gedroht. Nur hat sich dummerweise herausgestellt, dass seine Argumente tatsächlich wissenschaftlich fundiert und nachvollziebar sind - das Ministerium hat sich bei Lomborg entschuldigt!
Das hilft Lomborg (und anderen) nur bedingt, da der Öko-Mainstream sojemand nicht hören will. Genau so ist es vielen vor ihm gegangen bei diversen anderen Ökolügen wie z.B. dem Waldsterben durch sauren Regen, DDT, Dioxin etc.
Da steckt zuviel Geld im Ökowahn und die Mehrheit der Bevölkerung lässt sich für Dumm verkaufen. Auch nahezu sämtlich Mainstream-Medien, Tagesschau nicht ausgenommen!


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Wir schreiten ein: Der Kampf des Paul Watson gegen die Walfangflotten der Welt - Peter HellerWir schreiten ein: Der Kampf des Paul Watson gegen die Walfangflotten der Welt
Peter Heller

Gebundene Ausgabe, 6. März 2008
     Verkaufsrang: 186833      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 22,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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«Wir sind hier, um schutzlosen Walen beizustehen ...
... Wir sind hier, um internationalen Umweltschutzgesetzen Geltung zu verschaffen. Wir wedeln nicht mit Transparenten. Wir schreiten ein.»
Die Walfangflotten auf der ganzen Welt wissen, dass Paul Watson es ernst meint. Sein Schiff, die schwarz gestrichene Farley Mowat, fährt unter Piratenflagge und ist mit einem Katapult, mit einem verstärkten Bug zum Rammen anderer Schiffe und mit einer Vorrichtung ausgestattet, die die Mannschaft nur den «Büchsenöffner» nennt.
Watson hat bereits acht Walfangschiffe versenkt im Hafen. Und er hat unzählige illegale Fischereifahrzeuge auf hoher See gerammt. Den Anfang machte er damit, dass er bereits 1980 im Alleingang dem illegalen Walfang im Nordatlantik ein Ende gesetzt hat, indem er ein portugiesisches und drei norwegische Walfangschiffe ausschaltete. Seine Kritiker weist er darauf hin, dass bei seinen Operationen noch nie ein Mensch zu Schaden gekommen und dass er in keinem Land für irgendeine Straftat verurteilt worden sei.
Peter Hellers Bericht vom gewaltsamen Kampf des radikalen Anti-Ahab Watson gegen einen 8000 Tonnen schweren japanischen Walfanggiganten führt vor Augen, was von der Weltöffentlichkeit kaum wahrgenommen wird: dass im eisigen antarktischen Meer eine Auseinandersetzung bis zum Letzten tobt es herrscht Krieg.

Paul Watson, geboren 1950, ist Mitbegründer von Greenpeace, trennte sich jedoch bald von dieser Organisation und rief die Sea Shepherd Conservation Society ins Leben. Watson hat sich dem Schutz der Ozeane und vor allem der Wale verschrieben. Im Gegensatz zu anderen Umweltschützern scheut Watson nicht davor zurück, Gewalt anzuwenden. Dabei beruft er sich auf die UN-Charta zum Schutz der Natur von 1982, die jedermann dazu auffordert, die Umwelt zu verteidigen. Für die einen ist er ein Terrorist, für die anderen ein Held er selbst sieht sich als «effektiven Umweltschützer».


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Tagebuch eines gerechten Kampfes      4 von 5 Punkten
Kapitän Paul Watson ist ein Held der Umweltbewegung, ein charismatischer, unbeirrbarer Charakterkopf, der den einen Schritt weiter geht als unsere übliche Feld-, Wald- und Wiesen-Umweltschutzgruppe. Seine Sea Shepherd Conservation Society protestiert nicht einfach gegen den Walfang und die Robbenjagd, sie schreitet ein, rammt Walfangboote oder versenkt sie im Hafen zum Beispiel (immer ohne Menschen zu verletzen natürlich). Für das Buch "Wir schreiten ein" hat der Journalist Paul Heller eine von Watsons Kampagnen gegen Walfäger in der Antarktis begleitet: Sechs Wochen auf einem Seelenverkäufer von Kutter im Eis der Antarktis, mit einer Crew, die sich eher durch Entschlossenheit als durch Erfahrung auszeichnet (und selbstverständlich vegan isst). Dabei zeichnet Heller ein tiefes, feines Portrait des komplizierten, klugen, einnehmenden und in seiner Konsequenz überlebensgroßen Gestalt Watson, des perfekten Anti-Ahab, weil er dem verrückten Walfänger aus "Moby Dick" in vielen Punkten so ähnlich ist. Als er nach einer elend langen Suche die Walfänger findet und es zur Konfrontation kommt zeigt sich, dass nichts an Watson Show ist: Er beherrscht das Spiel der großen Töne, aber wenn es darauf ankommt, dann steuert er das Schiff ohne zu zögern dahin, wo es den anderen weh tut. Ohne zu viel zu verraten: Wenn Sea Shepherd auftaucht, dann wird an diesem Tag kein Wal mehr getötet.

Ich gebe dem Buch nur deshalb keine fünf Punkte, weil es vielleicht einen Tick zu lang ist: So viel unterschiedliches Material geben sechs Wochen, von denen fünf einfach nur das Fahren auf hoher See beschreiben, dann einfach doch nicht her. Und es verblasst ein bisschen neben Watsons eigenen, sehr lesenswerten Büchern. Aber lesen kann (und sollte) man "Wir schreiten ein" auf jeden Fall.


Demokratie im Zeitalter der Globalisierung - Otfried HöffeDemokratie im Zeitalter der Globalisierung
Otfried Höffe

Gebundene Ausgabe, 11. Oktober 1999
     Verkaufsrang: 40325      Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen.

Preis: € 9,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Die Herausforderung des Politischen besteht heute darin, daß immer weitere Bereiche der gesellschaftlichen Wirklichkeit weit über den einzelnen Staat hinausgreifen. Ist in der Theorie der Demokratie der Wille des (Staats-)Volks der legitimierende Grund des politischen Handelns, so gerät unter den Bedingungen der Globalisierung die Demokratie in Gefahr, weil keines Volkes Wille, das heißt kein von ihm legitimiertes Staats-Handeln, mehr hinreichen, die gesellschaftliche Entwicklung wirklich zu steuern. Will man deshalb die Demokratie nicht aufgeben, bedarf es einer Transformation des Staates. Auf welches Ziel hin eine solche Transformation gerichtet sein muß, das ist die erkenntnisleitende Frage Otfried Höffes in Demokratie im Zeitalter der Globalisierung.

In einer einführenden Analyse des Begriffs und des Geschehens der Globalisierung wird an konkreten praktischen und theoretischen Problemen belegt, wie kurz die Instrumente des souveränen Einzelstaates, aber auch der heute existierenden internationalen Organisationen greifen. Dies gilt auch und insbesondere für die Fundamentalaufgabe des Staates: die Friedenssicherung. Im Anschluß an die 1987 in Politische Gerechtigkeitvorgenommene Grundlegung seiner Rechts- und Staatsphilosophie entwickelt der Autor dann im ersten Teil seiner Arbeit die Idee einer "qualifizierten Demokratie". Der zweite und dritte Teil sind dem konkreten Modell einer subsidiären und föderalen Weltrepublik, ihren Aufgaben und Institutionen gewidmet. Dabei setzt sich Höffe u.a. sowohl mit dem von Immanuel Kant in Zum ewigen Frieden entworfenen weltstaatstheoretischen Konzept als auch mit den zeitgenössischen politikwissenschaftlichen Theorien der internationalen Beziehungen auseinander: mit den verschiedenen Spielarten des (Neo-)Realismus und des neuen Institutionalismus, der statt auf die Staaten seine Hoffnungen auf nicht-staatliche Akteure setzt, sowie mit der Theorie von der Demokratisierung der Staatenwelt. Am Ende dieses "Weltordnung ohne Weltstaat?" überschriebenen Kapitels zieht Höffe den wohlbegründeten Schluß, daß die Weltgesellschaft ohne eine den Einzelstaaten zumindest komplementäre Weltrepublik keinen Frieden finden wird.

Es ist beruhigend, daß es noch Autoren gibt, die sich der Frage nach der Zukunft des Politischen in Anbetracht der Globalisierung annehmen, ohne dessen Ansprüche gegenüber den vermeintlichen Notwendigkeiten einer vermeintlichen Realität eilfertig zurückzunehmen. Und es ist beruhigend, daß es den Heerscharen von Zeitgeistessayisten ganz offensichtlich doch noch nicht gelungen ist, den Begriff der Globalisierung gegen das Nachdenken über seine Bedeutung und Implikationen zu immunisieren. Insofern ist die vorliegende Schrift auch eine Verteidigung der Philosophie. Otfried Höffe hat mit Demokratie im Zeitalter der Globalisierung eine beachtenswerte Arbeit vorgelegt, die die politikwissenschaftliche Diskussion der nächsten Jahre beflügeln sollte. --Andreas Vierecke



Kassensturz: Sieben Gründe für eine neue Wirtschaftspolitik - Rudolf HickelKassensturz: Sieben Gründe für eine neue Wirtschaftspolitik
Rudolf Hickel

Gebundene Ausgabe, Juli 2006
     Verkaufsrang: 100643      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 16,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Eigentlich sollte Rudolf Hickels Kassensturz ja schon 2005 erscheinen und das aus seiner Sicht desaströse Ergebnis der rot-grünen Wirtschafts- und Finanzpolitik bilanzieren. Dann kam die vorgezogene Bundestagswahl dazwischen, die uns eine neue, schwarz-rote Regierung bescherte. Da diese aber, wie der Autor darzulegen versucht, im Wesentlichen an die wirtschaftspolitischen Grundirrtümer der alten Regierung anknüpft, hat Hickel an seiner Diagnose nur wenig ändern müssen, die man mit einem Satz etwa so zusammenfassen kann: Die herrschende wirtschaftspolitische Meinung marschiert seit mehr als drei Jahrzehnten immer weiter auf dem Holzweg des Neoliberalismus, obwohl man ihn doch eigentlich längst als einen solchen erkannt haben müsste.

Statt die fortgesetzten, immer offensichtlicheren Misserfolge vor allem bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und der Sanierung der öffentlichen Haushalte als Hinweis auf die Defizite der an den Paradigmen und Bedürfnissen der neoliberalen Gewinnwirtschaft ausgerichteten Wirtschaftspolitik zu begreifen, verschrieb man der deutschen Volkswirtschaft im Gegenteil nur immer noch mehr von deren bitteren Medizin. Zu den nebenwirkungsreichen Bestandteilen dieser Arznei gehört auf der Seite derer, die (noch) einen Arbeitsplatz haben, unter anderem die von den zugleich immer steuerzahlungsunwilligeren Konzernen hochgepriesene "Lohnzurückhaltung". Die real sinkenden Löhne und die steuerliche Entlastung der Unternehmen haben indes nicht nur in der Summe keine neuen Arbeitsplätze entstehen lassen, sondern zugleich die öffentlichen Finanzen in eine immer prekärere Lage gebracht, wie Hickel in seiner "kurzen Bilanz der Politik für mehr Marktmacht" einsichtig macht.

Gründe, die für eine grundlegende Neuausrichtung der Wirtschaftspolitik sprechen, liefert der Direktor des Instituts für Arbeit und Wirtschaft der Universität Bremen in seinem Kassensturz bei genauer Betrachtung noch sehr viel mehr als die sieben, von denen im Untertitel die Rede ist. Nicht weniger Aufmerksamkeit als seine sehr ausführliche Kritik der herrschenden Politik verdient das vergleichsweise knapp skizzierte Alternativkonzept des Autors. Dieses zielt im Kern auf die Stärkung des öffentlichen Interesses gegenüber dem reinen Marktinteresse, die Stärkung des sozialen Mindestschutzes, die soziale Stabilisierung der Arbeitsmärkte, die Teilhabe am ökonomisch-technischen Fortschritt durch Arbeitszeitverkürzung, die ökonomische Stärkung Ostdeutschlands sowie eine integrierte Entwicklungsstrategie zur Gestaltung der Globalisierung. Auch wenn der Politökonom und Finanzwissenschaftler sein Behandlungskonzept vor der Zulassung zum Praxistest noch weiter wird ausdifferenzieren müssen: Lesenswert! -- Andreas Vierecke

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Ein Irrtum als Fundament      5 von 5 Punkten
Hickl lebt in einem Irrtum. Er glaubt an eine fixe Geldmenge, die nebenbei auch noch groß genug ist, um nur "gerecht" verschoben werden zu müssen und alles werde gut.

Es gibt diese fixe Geldmenge aber nicht, Geld kommt nur durch Verschuldung in Umlauf, verschulden kann sich nur, wer einen Kredit erhält und ihn nebst Zinsen bedienen kann und einen Kredit erhält nur, wer belastbares Eigentum hat, das für den Fall der Erfolglosigkeit den Eigentümer Richtung Bank wechselt.

Diesem offensichtlichen Risiko muss eine hinreichende Aussicht auf Gewinn gegenüberstehen; denn wer schon trägt ein Risiko, das nicht durch eine Chance aufgewogen wird.

Der erfolgreiche Unternehmer jedenfalls nicht, und so schmilzt mit jeder marktfernen Umverteilung von "Oben" nach "Unten" nicht die Armut und nicht die Arbeitslosigkeit, sondern es schmelzen die Risikoträger dahin und mit ihnen das Wirtschaften schlechthin, mithin auch die Arbeit und die Arbeitsplätze.

Was bleibt, ist immer weiter ausgreifende Armut und die tumbe Hoffnung auf einen Staat, der alles können soll, obwohl in seinen Grenzen nichts mehr produziert wird -- außer Geldscheine. Das ist das Paradies, in das Hickel uns führen will.


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Das Zusammenleben der Kulturen: Ein Gegenentwurf zu Huntington - Harald MüllerDas Zusammenleben der Kulturen: Ein Gegenentwurf zu Huntington
Harald Müller

Broschiert, Dezember 1998
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Seit dem 11. September 2001 ist -- wie sollte es anders sein? -- ständig die Rede vom Kampf der Kulturen, den Samuel Huntington vor ein paar Jahren für unsere Zukunft prognostiziert hat. Die einen sehen in den islamistisch-djihadistischen Anschlägen eine Bestätigung der Kulturkampfthese, die anderen werden nicht müde zu betonen, dass das, was wir jetzt erleben, eben kein Kampf der Kulturen sei. Die Frage aller Fragen ist nun: Was hat es denn nun tatsächlich auf sich mit den Thesen des amerikanischen Politikwissenschaftlers und Bestsellerautoren?

Nicht viel! Dies belegt neben der brillanten Studie von Martin Riesebrodt über Die Rückkehr der Religionen eindrucksvoll auch Harald Müllers Arbeit über Das Zusammenleben der Kulturen. Müller, Mitglied des Hessischen Instituts für Friedens- und Konfliktforschung, liefert mit seinem Buch zunächst das notwendige Rüstzeug für jeden, der gegen Huntington oder einen seiner Epigonen in einer Talkshow bestehen will. Dazu freilich braucht er nicht mehr als 20 Seiten. Auf diesen liefert er zunächst eine hervorragende Zusammenfassung des Mega-Bestsellers, eine wissenschaftstheoretisch abgestützte Kritik der zugrunde liegenden Methode (die auch auf die Frage eingeht, weshalb das Buch so erfolgreich ist), sowie schließlich die Widerlegung der zentralen Thesen, wie etwa der von den "blutigen Grenzen des Islam".

Für die glaubt Huntington einen statistischen Beweis führen zu können, weil "von einunddreißig gewaltsamen Konflikten zwischen zwei und mehreren Parteien aus verschiedenen Kulturen einundzwanzig -- also zwei Drittel -- mit moslemischer Beteiligung stattfinden". "Das sieht freilich ganz danach aus", so Müller, "als sei der Islam eine besonders gewaltfreudige Kultur. Denkt man jedoch einen Augenblick nach, so fällt einem auf, dass die islamischen Kämpfer für einen 'interkulturellen Konflikt' ja stets eine nichtislamische Gegenpartei brauchen. Mit dieser Überlegung kann man die Statistik in der folgenden Weise neu lesen: Von zweiundsechzig Parteien, die in gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen den Kulturen verwickelt sind, sind einundzwanzig -- also etwa ein Drittel -- Staaten und Gruppierungen islamischer Herkunft." Angesichts der Tatsache, über die uns ein Blick auf die Weltkarte belehrt, "dass der Islam weitaus mehr Außengrenzen zu Lande hat als jede andere Weltreligion", entpuppt sich Huntingtons Statistik bei genauem Hinsehen als Mogelpackung und die angeblich überdurchschnittliche Kampfeslust der Muslime als statistischer Erwartungswert.

Doch Müller liefert nicht nur schwerlich zu entkräftende Argumente gegen die simple, der tatsächlichen Komplexität der Welt nicht annähernd adäquaten Theorie Huntingtons -- wie gesagt, damit ist er schnell fertig, und er bietet vor allem einen bedenkenswerten Gegenentwurf. In dessen Zentrum steht die wohl begründete Überzeugung, dass es zu einer umfassenden, kulturübergreifenden Zusammenarbeit zwischen den Kulturen keine sinnvolle Alternative gibt, und dass dies den auf der politischen Bühne agierenden Akteuren zunehmend auch ins Bewusstsein tritt. --Andreas Vierecke

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vertrauenskonzeption statt feindschaftsverstärkung      5 von 5 Punkten
"die weltführungsmacht USA führt sich in der klima-frage als SCHURKENSTAAT auf. ihre schon bösartig dümmliche verteidigung des american lifestyle bedroht die weltsicherheit kaum weniger als die biologischen waffen des irak, die chemischen libyens oder die atomaren nordkoreas." so schreibt harald müller, der als politikwissenschaftler in frankfurt das zweifelhafte vergnügen hatte, mit huntington (kampf der kulturen) diskutieren zu dürfen. das buch, das er im nachgroll geschrieben hat, nimmt konsequent einen gegenstandpunkt ein: nicht die in militärischen bruchlinien-kriegen zu keiner ruhe kommende negative auseinandersetzung zwischen den völkergruppen sei die notwendige folge der vernetzungsverdichtung auf unserem globus, sondern die chance, dass nicht-regierungs-organisationen (NOGs) ein allmählich gescheiteres ruder übernehmen würden als die recht machtbesessenen regierungsapparate. konferenzen zur klima-katastrophe, zur frauen-emanzipation, zum vernünftigen verhalten auf den meeren, zur ächtung von folter, landminen, kinderarbeit etc. - sie seien ein hoffnung gebendes, immer stärker werdendes signal für die zukunft. natürlich profitiere auch der terrorismus von der grenzübergreifenden kommunikation - aber in ihm stecke auch der beweis, dass regierungen machtfaktoren zweiter klasse werden könnten gegenüber den TRACK-TWO (zweite-schiene-)-prozessen - selbst der vielgescholtene wirtschaftssektor trage letztendlich zu einer friedlichen vernetzung der welt bei. nirgends würde mehr VERTRAUEN gebildet, als in internationalen organisationen - pointiert harald müller gegen den feindschafts-entwurf HUNTINGTONs. "statt verachtung, wie sie vor allem in der amerikanischen rechten gegenwärtig große mode ist, verdienen sie daher unterstützung und ausbau." - man darf zufrieden sein, harald müller in unserem lande zu wissen und eine ihm konform gehende regierung - auf diese militärverliebten huntingtons, kagans, rumsfelds etc. kann getrost verzichtet werden: einpeitscher dieser art hat die geschichte deutschlands schließlich schon zu viel gehabt. das buch müllers ist absolut zu empfehlen.


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Krankenhaus-Report 2007. Krankenhausvergütung - Ende der Konvergenzphase? Mit Online-Zugang zum Internetportal www.krankenhaus-report-online.de - Bernt-Peter RobraKrankenhaus-Report 2007. Krankenhausvergütung - Ende der Konvergenzphase? Mit Online-Zugang zum Internetportal www.krankenhaus-report-online.de
Bernt-Peter Robra, Henner Schellschmidt, Jürgen Klauber

Broschiert, November 2007
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Preis: € 49,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Die Einführung der Fallpauschalen für fast alle stationären Leistungen ist mehr als eine bloße Neuordnung der Krankenhausvergütung. Sie hat Auswirkungen auf das System der stationären Versorgung insgesamt. Für ihre volle Umsetzung braucht sie Zeit. Im Jahre 2003 begann eine Übergangsphase, der sogenannte Konvergenzprozess. An dessen Ende soll 2009 das neue Vergütungssystem stehen. Bis dahin sind allerdings zahlreiche Aspekte der ordnungspolitischen Ausgestaltung noch im Detail auszuarbeiten. Der Krankenhaus-Report 2007 fasst einerseits die bisher gemachten Erfahrungen zusammen: - Bilanz der bisherigen »lernenden« G-DRG-Einführung - Erreichung der ursprünglichen politischen Intentionen - Weiterentwicklung des G-DRG-Katalogs - offene Fragen bezüglich des sogenannten UpCodings Andererseits beleuchtet der Krankenhaus-Report 2007 die Perspektiven des entstehenden Vergütungssystems: - Preisgestaltung, Budgetfindung, wettbewerbliche Ausrichtung, Krankenhausplanung - Übergang zur monistischen Krankenhausfinanzierung - Möglichkeiten selektiver statt kollektiver Vertragsabschlüsse Zur Diskussion stehen außerdem: - Aussichten zur Einführung von Pay-for-Performance-Programmen - Perspektiven der Qualitätssicherung mit Routinedaten - Rolle der Palliativmedizin Der Datenteil umfasst die Grund-, Kosten- und Diagnosedaten des Statistischen Bundesamtes sowohl für Krankenhäuser als auch für Rehabilitationseinrichtungen. Ergänzt werden diese Daten durch das Krankenhaus-Directory und die bewährte »Krankenhauspolitische Chronik«, die Neuerungen im Bereich der Krankenhäuser - z.B. den Weg zum GKV-WSG - nachzeichnet. Auf der beiliegenden CD-Rom finden sich alle Abbildungen und Tabellen sowie die komplette Krankenhauspolitische Chronik ab dem Jahr 2000.



Der neue Kalte Krieg: Kampf um die Rohstoffe - Erich FollathDer neue Kalte Krieg: Kampf um die Rohstoffe
Erich Follath, Alexander Jung

Broschiert, März 2008
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Kampf um die Rohstoffe: Eine neue Ära der Auseinandersetzungen hat begonnen
Steigender Rohstoffbedarf trifft auf Rohstoffverknappung. Die Folge: heftige Verteilungskämpfe. Dennis Meadows hat in "Die Grenzen des Wachstums" bereits vor über 30 Jahren vorausgesagt, daß die wichtigsten Ressourcen, auf denen die hochentwickelte Weltwirtschaft basiert, in absehbarer Zeit erschöpft sein werden. Nun ist es für jedermann spürbar: Öl- und Gaspreise steigen vor allem deshalb, weil der Hunger der Industrieländer und der Aufsteiger wie China und Indien unersättlich ist, die Vorräte jedoch rapide schwinden. Ähnliches gilt für andere lebensnotwendige Rohstoffe. Mit aggressiven Strategien versuchen sich die Wettbewerber um kostbare Ressourcen Vorteile zu verschaffen. Welche weltpolitischen Konflikte sich daraus entwickeln, welche Länder in Zukunft zu den Gewinnern, welche zu den Verlierern gehören und welche Chancen alternative Energien bieten, zeigen SPIEGEL-Journalisten in dieser aktuellen Bestandsaufnahme, die den Blick in die Zukunft wagt: in ein Zeitalter der Energiekonflikte, eines neuen kalten Krieges. Ein umfassender Überblick mit Grafiken über Vorräte und Abbau der wichtigsten Rohstoffe.

"Zu den Pluspunkten des Sammelbandes gehören neben den hervorragenden Recherchen vor allem die Gespräche mit Experten."
Das Parlament


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

solide und knapp      3 von 5 Punkten
"Der neue kalte Krieg - Kampf um die Rohstoffe" ist eine Zusammenstellung einer ganzen Reihe an Spiegel-Artikeln zum Thema Rohstoffe weltweit. Es werden dabei nicht nur Energieträger betrachtet, sondern auch die globale Situtation für Edelmetalle, Kaffee, Zucker oder auch Diamanten. Das Buch beinhaltet neben "analytischeren" Teilen auch Interviews und Reportagen.

Vorneweg: Hier wird das Rad nicht neu erfunden und es werden keine revolutionären neuen Einsichten entwickelt. Die Zusammenstellung dieser verschiedenen Arbeiten ist vielmehr als Einstieg gedacht. Den Autoren geht es darum, ein möglichst umfassendes Bild des globalen Warenhandels zu vermitteln, ohne jeden Markt voll zu durchdringen. Und das ist ihnen grundlegend gelungen: Das Buch ist nicht zu abgehoben, die einzelnen Abschnitte sind kurz und prägnant und eingestreute Interviews oder Reportagen sorgen für Abwechslung. Das wichtigste: Die Darstellung bleibt im großen und ganzen sachlich, Wertungen werden m.E. größtenteils unterlassen.

Sicherlich könnte man als Kritik anführen, dass vieles, was die Märkte treibt, nicht gebracht wird. Zu Stichworten wie "peak oil"oder auch dem Weltzuckermarkt lassen sich sicher Unmengen interessanter Meinungen und Theorien anführen. Und es gibt mit Sicherheit auch zu jedem Markt andere Zahlen oder Einschätzungen. Außerdem gehen die Beiträge vom Fachlichen her nicht sehr tief und kratzen lediglich etwas an der Oberfläche, indem sie dem Leser zwar ein gut strukturiertes, aber letzten Endes nur grobes Bild vermitteln.

Persönlich stört mich der penetrante, manchmal leicht ironische Spiegel-Stil, der sich durch das ganze Buch zieht, zudem trifft man hier und da auf Wortgebilde, die auch in Boulevardzeitungen zu finden sind. Die eine oder andere Grafik hätte sicher auch nicht geschadet.

(Wirtschafts-)Politisch Interessierte, die einen raschen, teilweise kurzweiligen Überblick über dieses weite Thema suchen, werden sicher zufrieden sein. Das Buch eignet sich auch gut als Einstiegslektüre um einen Gesamteindruck über den weltweiten Warenhandel zu bekommen. Fachleute und Leser die eine Abhandlung auf akademischen Niveau oder tiefgründige Einsichten erwarten, sei aber eher von der Lektüre abgeraten. Mit Sicherheit ein solides Werk, das die Situation auf den globalen Rohstoffmärkten interessant, abwechslungsreich, aber auch sehr knapp darstellt.


Falsch globalisiert: 30 Schlaglichter auf die neoliberale Wirtschaftskonzeption - Joachim JahnkeFalsch globalisiert: 30 Schlaglichter auf die neoliberale Wirtschaftskonzeption
Joachim Jahnke

Broschiert, Mai 2006
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In 30 Schlaglichtern auf die neoliberale Wirtschaftskonzeption wirft Joachim Jahnke äußerst kenntnisreich einen Blick hinter die Kulissen der internationalen Handel- und Finanzwelt, verdeutlicht Zusammenhänge und illustriert diese anhand einer Vielzahl von eigenen Abbildungen. Sein Fazit lautet: Deutschland wird falsch globalisiert.



Menschenrechte - Matthias KönigMenschenrechte
Matthias König

Broschiert, August 2005
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Menschenrechte
Dass Menschen kraft ihres Menschseins bestimmte Rechte haben - Freiheit, das Recht auf körperliche Unversehrtheit oder auf Bildung -, scheint uns selbstverständlich. Dennoch werden diese Rechte immer wieder verletzt. Matthias Koenig schildert, wie die Idee der Menschenrechte entstanden ist und seit der Amerikanischen und Französischen Revolution allmählich institutionalisiert wurde - zunächst in nationalstaatlichen Verfassungen, später im internationalen Menschenrechtsschutz der Vereinten Nationen. Er beschreibt, wie und von wem Menschenrechtsverletzungen sanktioniert werden, erläutert normative Begründungen der Menschenrechte und legt die Argumente dar, die in den interkulturellen Debatten um den Inhalt der Menschenrechte, ihre universale Geltung und ihre politische Durchsetzbarkeit ins Feld geführt werden.




Kulturvermittlung - zwischen kultureller Bildung und Kulturmarketing: Eine Profession mit Zukunft - Kulturvermittlung - zwischen kultureller Bildung und Kulturmarketing: Eine Profession mit Zukunft

Broschiert, Oktober 2005
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Energiemanagement für kleine und mittlere Kommunen: Ökonomische Grundlagen - Analyse des Vorgehens - Leitfaden für die Praxis - Harald BaedekerEnergiemanagement für kleine und mittlere Kommunen: Ökonomische Grundlagen - Analyse des Vorgehens - Leitfaden für die Praxis
Harald Baedeker, Martin Meyer-Renschhausen

Sondereinband, Oktober 2006

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