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Seite 10

Entwicklungszusammenarbeit: Akteure, Handlungsmuster und Interessen - Entwicklungszusammenarbeit: Akteure, Handlungsmuster und Interessen

Broschiert, Februar 2008
     Verkaufsrang: 166821      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 16,80 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Entwicklungszusammenarbeit ist ein komplexer Bereich, gestaltet von unterschiedlich mächtigen Akteuren. Dabei wird die ungleiche Verteilung finanzieller Mittel, technologischer Kompetenz, gesellschaftlichen Wissens und politischer Macht deutlich. Auch die Begriffe "Partnerschaft", "Empowerment" oder "Nachhaltigkeit" im Entwicklungsdiskurs täuschen nicht darüber hinweg, dass ein halbes Jahrhundert moderner Entwicklungsarbeit die Distanz zwischen "Gebern" und "Begünstigten" nicht verringert hat. Die Autorinnen und Autoren beschreiben die aktuellen Gegebenheiten und weisen auf die Herausbildung, den Charakter und die Folgen der immanenten Asymmetrie hin, die die bilaterale wie die multinationale Entwicklungszusammenarbeit seit den Anfängen prägt. Im Zentrum stehen die Werkzeuge und Konzepte der Entwicklungszusammenarbeit, die Rollen der verschiedenen Akteure, der geschichtliche Wandel von Beziehungen und handlungsleitenden Vorstellungen sowie die Erfahrung von Macht und Ohnmacht im Umgang mit "Anderen".
Aus dem Inhalt: Entwicklungszusammenarbeit (EZA): ein Werkzeug zur Gestaltung der Nord-Süd Beziehungen / Vom Empfänger- zum Geberland: Archäologische Untersuchungen zur österreichischen Entwicklungshilfe / Konzepte und Akteure der EZA / Der Genderansatz in der Entwicklungszusammenarbeit / Entwicklungszusammenarbeit mit oder gegen den Staat / Entwicklung kommunizieren: Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit / Die österreichische EZA (OEZA) / Durchführungs- und Trägerorganisationen: NGOs vs. Firmen / Die Geber "vor Ort": Gespräche mit ExpertInnen.




Quartiermanagement - Gaby GrimmQuartiermanagement
Gaby Grimm, Wolfgang Hinte, Gerhard Litges, Johannes Groppe

Broschiert, Januar 2004
     Verkaufsrang: 256864      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Seit gut einem Jahrzehnt werden integrierte Ansätze der Stadt(teil)entwicklung unter der Bezeichnung "Quartiermanagement" diskutiert. Hier geht es darum, in kleinräumigen Gebieten Maßnahmen zur Stabilisierung und Verbesserungder Lebensverhältnisse zu entwickeln, indem lokale und politische Akteure in Kontakt gebracht, Ressourcen gebündelt und "Empowermentprozesse" angeregt werden. In vielen Kommunen sind kreative Initiativen ergriffen und erfolgreich mit anderen Zielen der Verwaltungsreform (Bürgergesellschaft, Aktivierender Staat) verknüpft worden; doch zeigt sich vielfach auch, wie schwierig es ist, dauerhaft unterstützende Strukturen in der Kommunalverwaltung zu etablieren und Quartiermanagement gesamtstädtisch zu verankern. Dieser Band gibt einen Überblick über theoretische und konzeptionelle Wurzeln des Quartiermanagements und bietet den lokalen Akteur/inn/en Anregungen für konzeptionelle und strategische Entwicklungen, für praktisches Handeln sowie den Aufbau lokalspezifischer M anagement-Strukturen. Dazu wird ein Modell zur Organisation und Steuerung des Management-Prozesses entwickelt, das auf Erkenntnissen aus Stadtentwicklung und Sozialer Arbeit sowie auf Erfahrungen aus der Verwaltungsreform beruht.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Für den Einstieg gut geeignet      4 von 5 Punkten
Dieses kleine knapp 90 Seiten starke Buch stellt eine recht gelungene Einführung in das Thema "Quartiermanagement" dar. Es nennt theoretische, wie auch konzeptionelle Hintergründe , kommt dann zum eigentlichen Gedanken, der dahinter steckt und geht dann weiter zu diversen Anregungen für die praktische Umsetzung des Quartiermanagements.
Nach der kompakten Einführung gehen die Autoren im 2. Kapitel ein bisschen ausführlicher auf die Hintergründe ein. So werden die Verwaltungsreform (Neue Steuerung, Aktivierender Staat usw.), die integrierte Stadt(teil)arbeit und sogar die Gemeinwesenarbeit als theoretische und praktische Basis des hier besprochenen Konzeptes benannt und erläutert. Natürlich muss man bedenken, dass das Buch nur gut 90 Seiten hat (ohne die Literaturhinweise) und man somit nur sehr begrenzten Platz zur Verfügung hat. Ein kompaktes Thema wie die GWA kann man somit nur peripher behandeln und muss viele Informationen auf wenige Seiten packen. Das gilt ebenso für die noch folgenden Kapitel, auch hier wird man, möchte man nachhaltiges Wissen erarbeiten wollen, das ein oder andere Kapitel mehrmals lesen müssen.
Kapitel 3 hilft dem Leser dann, Quartiermanagement anhand des 1999 gestarteten Bund-Länder-Programms "Soziale Stadt" besser zu verstehen. Am Endes des Kapitels geht man dann auf den sehr unterschiedlichen Umgang in diversen Publikation mit dem Begriff Quartiermanagement ein. Das folgende Kapitel "Alltag im Quartier: Räume und Ressourcen" befasst sich leider nur 4 Seiten lang mit der Bedeutung von Ressourcen Quartiers für die ansässigen Menschen. Schwerpunkt liegt bei Frauen mit Kindern. Das fünfte Kapitel macht den Kern des Buches aus, denn hier kommen die Autoren zu einem Organisations- und Steuerungsmodell, an dem man klar erkennen kann, was genau, welche Akteure wie und wo zu tun haben. Die Aktionsorte (Quartiermanagement findet nicht nur in dem Stadtteil statt), die Akteursebenen (Statdtteilarbeiter/in auf der Quartiersebene, Stadtteilmoderatoren/innen auf der intermediären Ebene und Gebietsbeauftragte auf der Verwaltungsebene) sowie die Steuerung des Ganzen wird eingehend erläutert. Es folgt Kapitel 6 "Quartiermanagement und kommunale Verwaltungsstrukturen" indem das Modell aus dem vorigen Kapitel mit bestimmten Elementen aus der Verwaltungsreform konfrontiert wird. Passen Stadtteilarbeit und Verwaltung zusammen? Probleme werden aufgezeigt. Der logische Abschluss folgt im letzten Kapitel, in dem die Autorem darauf hinweisen, dass eine stärkere Konzentration auf soziale Räume seitens der Verwaltung erfolgen muss, um eine nachhaltige Sicherung des Konzeptes zu gewährleisten. Dazu gibt es noch einige zusammenfassende Empfehlungen.
Dieses dünne Buch ist gut geeignet, wenn man noch nichts oder nicht viel über Quartiermanagement weiß. Es spannt einen weiten Bogen, nennt die Grundlagen und spinnt den Faden weiter. Neues wird man aber, kennt man sich schon aus auf dem Gebiet, nicht vieles entdecken. Schade auch, dass die Methoden (z.B. Aktivierende Befragung) komplett außen vor gelassen werden. Das hätte das Thema perfekt abgerundet. Daher 4 Sterne.


Der China-Code: Wie das boomende Reich der Mitte Deutschland verändert - Frank SierenDer China-Code: Wie das boomende Reich der Mitte Deutschland verändert
Frank Sieren

Broschiert, April 2006
     Verkaufsrang: 218673      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Wenn alle Chinesen zugleich aus einem Meter Höhe auf den Erdboden springen würden, hat man früher den Kindern erzählt, dann seien die Erschütterungen noch in Deutschland zu spüren. Heute passiert genau das, zumindest im übertragenen Sinne: China boomt, und die deutsche Wirtschaft erzittert unter den Ausläufern dieses ökonomischen Bebens am anderen Ende der Welt. In einer globalisierten Wirtschaft haben Entfernungen ihre Bedeutung verloren - und deshalb hat das chinesische Wirtschaftswunder sehr viel mit der wirtschaftlichen Lage Deutschlands zu tun.
Das ist das Thema von Frank Sierens Buch Der China Code. Es geht darin um einen Perspektivwechsel: Während deutsche Wirtschaftslenker dem Schwellenland vor nicht allzu langer Zeit noch gute Ratschläge erteilt haben, gelte es heute von China zu lernen, meint Sieren: "Was aus Deutschland wird, entscheidet sich in achttausend Kilometern Entfernung", lautet die These des Wirtschaftsjournalisten.
Wie England zu Zeiten der ersten industriellen Revolution, ist China heute dabei, sich zur Produktionsbasis der Welt aufzuschwingen. Wie ein ökonomischer Durchlauferhitzer saugt das Reisenreich Rohstoffe, Arbeitsplätze und Know-how an und spuckt wachsende Warenströme auf den Weltmarkt. Die chinesische Produktionsmaschine expandiert mit einer Geschwindigkeit, dass andere Volkswirtschaften nicht mehr Schritt halten können. Zumal dann, wenn - wie bei der deutschen - ihr Motor stottert. "China sorgt mit dafür, dass die industrielle Basis in Deutschland immer kleiner wird", warnt Sieren. Und längst wirft China nicht allein Massenware auf den Markt, sondern ist dabei, sich in den Bereich der Hochtechnologie vorzuarbeiten. Das lange unterschätzte Land hat ein "funktionierendes Geschäftsmodell" entwickelt: "Es verkauft Marktanteile gegen Technologie- und Know-how-Transfer." Und holt so mit Siebenmeilenstiefeln auf.
Die Lehre? "Sehr schön" sei Deutschland, zitiert der Autor einen chinesischen Gesprächspartner, "aber leider ein Land ohne Ruckzuck". - Winfried Kretschmer


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 20 Bewertungen)

Super Spannend und Informativ      5 von 5 Punkten
Es ist super witzig und spannend geschriebenes Buch,
bietet Einblick über geschichtliche Zusammenhänge und daraus
entstandene chinesische Handlungs-/Denkmuster, über das Jetzt und einen
Ausblick.. der uns als beschriebene absteigende Nation
nicht gefallen mag. Vielleicht darum die schlechten
Bewertung von manchen.... aber hier nur einen Stern zu vergeben,
da kommt bei mir schon ein Manipulationsverdacht auf..


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Die Schulkatastrophe: Schüler brauchen Lernfreude statt Furcht, Zwang und Auslese - Kurt SingerDie Schulkatastrophe: Schüler brauchen Lernfreude statt Furcht, Zwang und Auslese
Kurt Singer

Broschiert, 26. Januar 2009
     Verkaufsrang: 121366      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 16,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Nach PISA, G8 und immer neuen "Reformen" zieht dieses Buch nüchtern Bilanz und stellt fest, was fast alle Eltern und Kinder täglich zu spüren bekommen: an unseren Schulen ist in den letzten Jahren vieles schlimmer statt besser geworden! Der Autor zählt elementare Fehler im Schulsystem auf und zeigt konkret, wie man sie beheben kann. Seine Vorschläge, gerichtet an Eltern und Lehrer, wollen eine Schule, in die Kinder gerne gehen und in der sie angstfrei und erfolgreich lernen.



Der beliebte Kinderbuchautor Janosch fand Schule so schrecklich, dass er selbst keine Kinder haben wollte, um sie ihr nicht ausliefern zu müssen. Übertrieben? Keinesfalls, denn viele Kinder und Jugendliche empfinden heute wieder genau so wie Janosch damals.
Zehn Jahre nach seinem viel beachteten Buch "Die Würde des Schülers ist antastbar" hat der erfahrene Pädagoge und Psychologe Kurt Singer eine Fülle von Vorschlägen für die anstehenden Probleme erarbeitet: ob Schulmüdigkeit der Kinder (und Lehrer!), ein sich ausbreitender Nachhilfemarkt oder sinnloser Unterricht. Wie alle Kinder weiterkommen und wieder in den Mittelpunkt des Schulgeschehens gerückt werden können - das ist das Anliegen dieses Buches.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Verändert      5 von 5 Punkten

Als Schüler, Papa und Lehrer kann ich der Schulkatastrohe die Kurt Singer an Beispielen (keine Einzelfälle) beschreibt nur zustimmen. Auslesen statt fördern, herabsetzen statt zu ermutigen, ... . Lesenswertes, "stark machendes" Buch für Eltern und Lehrer die sich für eine neue Bildungskultur einsetzen möchten. Ein Aufruf zur Zivilcourage an Schüler, Lehrer, Eltern um gegebenes nicht mehr hinzunehmen.


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Wir sind besser, als wir glauben: Wohlstand für alle - Peter BofingerWir sind besser, als wir glauben: Wohlstand für alle
Peter Bofinger

Taschenbuch, 1. März 2006
     Verkaufsrang: 116947      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Noch nie beherrschte die Wirtschaftspolitik die öffentliche Debatte so stark wie heute. Der "Wirtschaftsweise" Peter Bofinger gibt verständliche Antworten auf die zentralen Fragen: Was bedeutet die Globalisierung tatsächlich für unsere Arbeitsplätze? Warum steigen die Staatsschulden immer weiter an? Wovon hängt es ab, ob wir die demografische Zeitbombe entschärfen können? Wie geil ist Geiz wirklich? Er zeigt, warum die bisherigen Reformen so wenig bewirkt haben, und entwickelt einen Zehn-Punkte-Plan für Wachstum und Beschäftigung. Vor allem aber liefert er fundierte Argumente gegen jene, die Deutschland mit radikaler Deregulierung und Sozialabbau nach vorne bringen wollen.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 35 Bewertungen)

Auf den Pfaden Ludwig Erhards.      5 von 5 Punkten
Wozu dient die Wirtschaft? Das ist die zentrale und grundlegende Frage, die man sich immer stellen muss, wenn es um Wirtschaftspolitik geht.
Wie schrieb der 1977 verstorbene Ludwig Erhard aufgrund der gescheiterten Weimarer Republik und angesichts der Trümmer, Bombenkrater und Leichenberge, die die Nationalsozialistische Diktatur 1945 in Deutschland hinterließ: "So wollte ich jeden Zweifel beseitigt wissen, daß ich die Verwirklichung einer Wirtschaftsverfassung anstrebe, die immer weitere und breitere Schichten unseres Volkes zu Wohlstand zu führen vermag. Am Ausgangspunkt stand der Wunsch, über eine breitgeschichtete Massenkaufkraft die alte konservative soziale Struktur endgültig zu überwinden. Diese überkommene Hierarchie war auf der einen Seite durch eine dünne Oberschicht, welche sich jeden Konsum leisten konnte, wie andererseits durch eine quantitativ sehr breite Unterschicht mit unzureichender Kaufkraft gekennzeichnet. ... Ich fühle mich nicht als Interessenvertreter der besitzenden Schichten, insbesondere nicht als Interessenvertreter der Industrie oder des Handels. Eine solche Annahme wäre völlig irrig. Verantwortlich zu sein für die Wirtschaftspolitik heißt, Verantwortung gegenüber dem ganzen Volk." (aus Ludwig, Erhard: Wohlstand für alle)
Betrachtet man jedoch die reale Entwicklung der letzten Jahre und die derzeitige Lage in Deutschland heute, dann stellt sich die Frage, was ist aus dieser Zielsetzung inzwischen geworden?
Seit Jahren stagniert die Binnennachfrage in Deutschland, netto sind die Realeinkommen der Arbeitnehmer heute nicht höher als im Jahre 1988, schreibt Herr Bofinger. Die Neuverschuldung des Staates hat inzwischen ein gigantisches Ausmaß erreicht, die Arbeitslosigkeit 2005 fast die Fünf-Millionen-Marke überschritten und sinkt nur durch statistische Anpassungsänderungen, also Tricksereien der Bundesagentur für Arbeit, und durch Schaffung neuer Jobs im sogenannten Niedriglohnsektor mit Löhnen, die zum Sterben zu hoch und zum Leben zu niedrig sind.
Seit Jahren steht für die meisten Ökonomen der Marke Hans-Werner Sinn, den meisten Politikern und Journalisten und der PR-Abteilung der Arbeitgeber, die sich hinter dem Namen "Iniatiative Neue Soziale Marktwirtschaft" (INSM) versteckt, auch immer ein Schuldiger im Rampenlicht: der "fette deutsche Sozialstaat".
Wenn es den oben genannten Damen und Herren um "Reformen" geht, geht es daher fast ausschließlich und einseitig um den Abbau und die Zerstörung unseres deutschen Sozialstaates. Da "Sozialabbau" aber nicht besonders gut klingt, sprechen diese Herrschaften bei der Kürzung der Arbeitslosenunterstützung, der Einführung der gesetzlichen Pflegeversicherung, bei Hartz IV, der Praxisgebühr und dem 2005 eingeführten Sonderbeitrag bei der gesetzlichen Krankenversicherung, der nur von den Arbeitnehmern bezahlt wird, der Rente mit 67 usw. immer von mehr "Eigenverantwortung" und mehr "Freiheit" für die Bürger, von Standortsicherung und dass durch diese Reformen viele neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
Dabei werden in der öffentlichen Debatte zwei Themen immer vollkommen ausgeblendet: Was ist mit der Binnenkonjunktur und die unausgewogene Finanzierung unseres Sozialstaates bzw. unserer sozialen Marktwirtschaft. Wenn es wirklich um den Erhalt und die Schaffung neuer Arbeitsplätze geht, warum werden dann in Deutschland ausgerechnet die Löhne und Gehälter der normalen Arbeitnehmer, warum wird also ausgerechnet der Faktor Arbeit im internationalen Vergleich so hoch mit Sozialabgaben belastet, während sich der Beitrag der Unternehmen, der Selbständigen und der Kapitaleigner zur Finanzierung des Staates seit 1970 nahezu halbiert hat?
Oder geht es etwa gar nicht um die Schaffung neuer Arbeitsplätze? Antworten darauf finden Sie im Buch von Herrn Bofinger.


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Das Prinzip Universität - Plinio PradoDas Prinzip Universität
Plinio Prado

Broschiert, März 2009
     Verkaufsrang: 279434      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Prados philosophisch-politischer Essay ist hervorgegangen aus der Bewegung, die sich seit einiger Zeit der drohenden Abschaffung des Prinzips Universität als unbedingtes Recht auf freies Forschen, Lehren und Lernen widersetzt. Erinnert wird an einige einfache Grundsätze dieses Prinzips: 1. die unbedingte Unabhängigkeit der Universität; 2. ihr Recht auf freie und öffentliche Ausübung des Denkens; 3. ihre Forderung nach kritischem Aufruhr als Verantwortung vor der Zukunft; 4. die Notwendigkeit, sich Zeit zum Verlernen zu nehmen; 5. das Universitätsprinzip ist ein Widerstandsprinzip.Dass diese unbedingte autonomia der Universität in Erinnerung gerufen werden muss, zeigt das Maß an Bedrohung, der die Universität heute ausgesetzt ist. Plinio Prado entwirft Grundzüge eines philosophischen und politischen Denkens, das der Pflicht zum zivilen Ungehorsam, an die die Universität in ihrer Bedrohung appelliert, Nachdruck verleiht.In einem zweiten Teil widmet sich Prado Wittgensteins Erfindung der Non-lectures, in denen der "in die Universität verirrte Dichter" aus Wien die Kunst der Lehre als Prinzip des Widerstands gegen die Kulturmaschine Universität entwickelt.



Fauler Zauber: Schein und Wirklichkeit des Sozialstaates - Roland BaaderFauler Zauber: Schein und Wirklichkeit des Sozialstaates
Roland Baader

Gebundene Ausgabe, 1998
     Verkaufsrang: 162717      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,54 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Fauler Zauber
Schein und Wirklichkeit des Sozialstaates
Im Sozialstaat ist vieles faul, auch der Zauber. Das wissen viele. Aber kaum einer wagt, dies öffentlich auszusprechen. Roland Baader bildet da eine Ausnahme. Er nimmt kein Blatt vor den Mund, aber - zum Glück - vor die Feder. Und die ist spitz, so sehr, dass es auch viele seiner Bemerkungen sind. Scharf dagegen sind seine Beobachtungen und seine Analysen. Die Trennung von Sozialstaat und Wohlfahrtsstaat sei nichts weiter als eine Scheingrenze. "In Wirklichkeit handelt es sich beim Wohlfahrtsstaat und beim Sozialstaat um ein und dasselbe Phänomen . . . Ist nämlich - hier beim Wohlfahrtsstaat wie dort beim Sozialstaat - das Band zwischen Leistung und Ertrag, zwischen Beitrag und Nutzen . . . zerrissen, dann kann der Kern aller Moral, die persönliche Verantwortung nämlich, nicht mehr stattfinden." In der sozioökonomischen Sphäre sei jedes System falsch, das dieses Band zerschnitten habe. Gleichwohl lasse sich auch innerhalb eines falschen Systems vortrefflich und sogar logisch schlüssig argumentieren - letztlich aber doch irreführend. So zum Beispiel in der Diskussion um längere Ladenöffnungszeiten, in der ausschliesslich um die zu erwartenden Änderungen beim Umsatz und bei den Arbeitszeiten gestritten wurde. "Der eigentliche Kern des Themas ‹Ladenöffnung› wurde überhaupt nicht angesprochen. Die Tatsache nämlich, dass es in einem Rechtsstaat, in dem das Wort ‹Eigentum› oder ‹Besitz› überhaupt noch einen Sinn haben soll, dem Eigentümer oder Besitzer eines Ladens prinzipiell freigestellt bleiben muss, . . . wann er sein Geschäft öffnet oder schliesst, und dass in einem freien Land der Kunde letztlich entschieden darf, wann und wo er was einkaufen will." Kommt uns das in unserer Debatte nicht bekannt vor?
Aber nicht nur das "Denken in falschen Systemen" verhindert, Schein und Wirklichkeit des Sozialstaates zu trennen - auch der weit verbreitete Mangel an Sachkenntnissen hilft den grossen Sozialmagiern. So gelinge es manchem der Illusionisten, vor den Augen des bürgerlichen Publikums die hohe Staatsquote zum Beispiel auf die jährlichen Kosten für Bau und Unterhalt des deutschen Strassen- und Wegenetzes zurückzuführen, vollkommen richtig mutmassend, dass kaum einer wisse, dass diese mal eben nur 0,7% des BIP beanspruchen und wohl kaum für Quoten weit über 50% herhalten können. Und würden bei einer Steuersenkung die Reichen stärker entlastet als die Armen, so sei es ein leichtes, die Mär von der sozialen Ungerechtigkeit zu entfachen. Dabei bleibe allerdings unerwähnt, dass die drastische Senkung der Spitzensteuersätze nicht nur zu höheren Investitionen, sondern auch zu einem höheren Beitrag der Reichen am Gesamtvolumen der Einkommenssteuer führe.
Baaders Buch enthält mehr, als hier schlaglichtartig beleuchtet werden kann. Die Lektüre lohnt auf alle Fälle. Das klassisch-liberale Credo, der flüssige Stil und die Gabe der klaren Argumentation erinnern an Frédéric Bastiat. Wie dieser versteht es auch Baader, die Verbalartistik seiner Gegner mit leichter Feder zu entzaubern. Sein Buch ist vor allem für diejenigen wertvoll, die den faulen Zauber "sozialer" Argumentation erahnen, deren Erfolgsgeheimnis aber nicht entschlüsseln können; ganz gleich ob das Thema "öffentliche Güter". "soziale Sicherheit", "Beschäftigung" oder "soziale Gerechtigkeit" heisst. Für den Autor sind diese vier die grossen "Einfallstore, durch die der Staat in das Leben der Menschen eindringt". Sie gelte es zu vernageln. Wie? Baader plädiert für die Rückkehr zum Minimalstaat, für privates Geld à la Hayek und für die Umkehr der Pyramide "Bund/Länder/Gemeinden": "Wesentliche Stärkung und Ausweitung der Gemeindeautonomie (noch weit über das Schweizer Vorbild hinaus) zulasten der Zuständigkeiten von Bund und Ländern. Bis hin zur alleinigen Steuerhoheit." Auch wenn der Autor sich nicht der Illusion der allgemeinen Entzauberung des Sozialstaates hingibt, so gibt sein Buch doch Hoffnung.
Hardy Bouillon


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

Sozialstaat = Unrechtsstaat      5 von 5 Punkten
In diesem Buch möchte der Autor "Schein und Wirklichkeit des Sozialstaats" aufzeigen.
"Recht" bedeutet, dass Eingriffe in die so genannten natürlichen Rechte der Menschen (Leben, Freiheit, Eigentum) verboten sind und bestraft werden. Deshalb kam im Zuge der Aufklärung die Idee des Minimalstaats auf, der nur Justiz, Inneres und Verteidigung umfasst.
Der Autor zeigt zunächst auf, wie laut Olson der Staat entstanden ist: Statt regelmäßig von Räuberbanden überfallen und ausgeraubt zu werden, unterwirft sich die Bevölkerung einem "stationären Banditen", der gegen Zahlung eines Schutzgeldes ("Steuern" genannt) die Überfälle anderer Banditen abwehrt. Diese regelmäßige Zahlung war halbwegs planbar und ließ die Steuerzahler zumindest überleben.
Im Laufe der Zeit übernahm der Staat immer mehr Aufgaben, zuletzt als "Sozialstaat" die Soziale Sicherung, welche vorher erfolgreich privat organisiert war. Dadurch sollten "soziale Gerechtigkeit" und "soziale Gerechtigkeit" gewährleistet werden.
Der Autor zeigt jedoch auf, dass das nicht stimmt. Vielmehr traten u. a. folgende Konsequenzen auf:
- der Sozialstaat arbeitet ineffizient, verzerrt die Preise, untergräbt das Sparen, verhindert Leistung; kurz: er schadet der Marktwirtschaft und dem Wohlstand der Bürger
- die Umverteilung erfordert zunehmenden Einfluss von Interessenverbänden, sodass Konflikte erst entstehen
- Eingriffe in die Marktwirtschaft erreichen nie das gewünschte Ergebnis, eher das Gegenteil
- die Sozialleistungen und Vorschriften wie die Schulpflicht untergraben die Institution der Familie; dadurch entstehen Armut, Problemschulen, Drogenabhängigkeit, Kriminalität (das hat Friedman: "Capitalism and Freedom schon vor einer Generation vorher gesagt)
- das Recht wird verletzt, weil die Umverteilung das Recht auf Eigentum beschneidet
Leider denkt die Bevölkerung immer noch, der Sozialstaat wäre nützlich oder gar unersetzlich. Wie oben bereits angedeutet, kann bis auf die Funktionen des Minimalstaats alles auch (und vor allem besser) privat erledigt werden (das dies funktionierte, kann man in Seldon: "Virtues of Capitalism" nachlesen). Untersuchungen zeigen, dass von den Einnahmen des Sozialstaats nur ein Bruchteil bei den Armen ankommt. Der Rest wird zurück verteilt oder versickert in der Bürokratie (was ein Grund für die Einrichtung dieses Systems war und ist). Wie beim ursprünglichen "stationären Banditen" ist Ausbeutung der Bürger eben leider immer noch das eigentliche Wesen des Staates.
Der Autor fordert deshalb die Rückführung auf den Minimalstaat und die Abschaffung des staatlichen Geldmonopols (welches Konjunkturzyklen, Inflation und Arbeitslosigkeit erzeugt; siehe Mises: "Human Action"). Leider sei jedoch das "sozialdemokratische Jahrhundert" noch nicht beendet und der Marsch Richtung Sozialismus ginge weiter. Da alle Fehler fälschlicher Weise dem Kapitalismus angelastet würden, wäre nach dem Zusammenbruch des Sozialstaats wahrscheinlich eine Diktatur zu erwarten. Damit dies nicht eintrete, sollten alle (klassischen) Liberalen die Bevölkerung über die korrekten Zusammenhänge informieren.
Mir hat das Buch gut gefallen, weil die problematischen Konsequenzen des Sozialstaats (und damit auch der modernen Demokratien) anschaulich dargestellt werden.


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Qualitätsmanagement in der Arztpraxis - erfolgreich umgesetzt: Mit Handlungsanleitungen, Arbeitshilfen und Checklisten für niedergelassene Ärzte - Matthias FrankQualitätsmanagement in der Arztpraxis - erfolgreich umgesetzt: Mit Handlungsanleitungen, Arbeitshilfen und Checklisten für niedergelassene Ärzte
Matthias Frank

Broschiert, 13. Mai 2005
     Verkaufsrang: 84672      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 29,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Ein professionell durchgeführtes Qualitätsmanagement befähigt das Praxisteam, die anstehenden Aufgaben mit bestmöglicher Qualität zu erfüllen und diese im Rahmen einer Zertifizierung auch nach außen hin nachweisen zu können. Maßnahmen zum Qualitätsmanagement sollten deshalb als Chance für unser Gesundheitssystem und vor allem auch für die Praxen der niedergelassenen Ärzte betrachtet werden.
Ein erfolgreich eingeführtes Qualitätsmanagementsystem in der Arztpraxis führt zu einer deutlichen Qualitätssteigerung der medizinischen Betreuung und damit zu einem nicht unerheblichen Wettbewerbsvorteil.
In diesem Buch finden sich umfangreiche Beispiele über moderne Managementmethoden und Anregungen für den Einsatz von Marketinginstrumenten als wichtige Voraussetzung für dauerhaften Unternehmenserfolg. Außerordentlich praxisnah verfasst, bietet es durch die Orientierung an der DIN ISO 9001:2000 und deren Gestaltung vor allem auch eine solide Grundlage für den Aufbau eines Qualitätsmanagementsyste ms in der Arztpraxis. Es wird strukturiert dargelegt, wie sich ein Qualitätshandbuch in knapper Form zu Papier bringen lässt, was an grundlegenden Regeln und Abläufen zu beachten ist und wie somit die Grundlage für einen jährlichen Qualitätsbericht zu erstellen ist. Dabei wird besonders Wert darauf gelegt, dass nicht die Erfüllung irgendwelcher Normen im Vordergrund steht, sondern ein Qualitätssystem etabliert wird, das von allen Mitarbeitern der Praxis getragen wird und zu außergewöhnlicher Motivation und Leistungsfähigkeit des gesamten Praxisteams führt.




Epochenwechsel: Plädoyer für einen grünen New Deal - Michael MüllerEpochenwechsel: Plädoyer für einen grünen New Deal
Michael Müller, Kai Niebert

Broschiert, 6. September 2009
     Verkaufsrang: 274909      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Die Marktwirtschaft kennt keinen gleichförmigen Verlauf, vielmehr wechseln Aufschwung und Abschwung einander regelmäßig ab. Die Brisanz der momentanen Finanzkrise liegt darin, dass sie mit einer Abschwächung der technologischen Dynamik zusammenfällt: Der fünfte Kondratieff,-Zyklus, getragen durch die Informationstechnik, macht dem nächsten Platz. Die Zukunft gehört einer Effizienzrevolution, die auf alle Bereiche des Ressourcen- und Materialeinsatzes abzielt. Die daraus entstehende Dynamik wird die Belastung der Umwelt reduzieren und neue Märkte schaffen. Die Potenzial ist riesig es muss nur ausgeschöpft werden! Die Krise der Finanzmärkte zwingt zu Veränderungen eine Chance, die die Welt nutzen muss. Als Vorreiter im Bereich der Effizienztechniken und erneuerbaren Energien kann Deutschland Profiteur des nächsten Aufschwungs sein.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Überzeugende Argumente mit nachvollziehbaren und realistischen Beispielen      5 von 5 Punkten

Die beiden Autoren dieses grundlegenden und zukunftsweisenden Buches sind ausgewiesene Kenner der Materie. Michael Müller hat als Bundestagsabgeordneter der SPD schon seit den frühen siebziger Jahren die ökologischen Herausforderung erkannt und tapfer und unerschüttert nicht nur in der eigenen Fraktion dafür geworben. Nicht zu vergessen ist seine Brückenfunktion zwischen der parlamentarischen und der außerparlamentarischen Seite der Umweltbewegung, in der er sich viele wichtige Verdienste erworben hat.
Auch Kai Niebert ist als Naturwissenschaftsdidaktiker an der Uni Hannover und als Präsidiumsmitglied des Deutschen Naturschutzrings seit langer Zeit mit der Materie vertraut, die das Buch seinen Lesern nahe bringen möchte.
Es richtet sich dabei sowohl an diejenigen, die sich seit Jahren schon für den Erhalt der Umwelt engagieren und will ihnen wichtiges Grundlagenwissen und politische und ökonomischen Orientierung geben. Aber auch Menschen, die vielleicht erst in den letzten Jahren durch die Finanzkrise und die Erderwärmung, die plötzlich in aller Munde ist, auf das Thema aufmerksam geworden sind, werden von den Autoren auf eine spannende intellektuelle Reise mitgenommen in ein neues Paradigma. Denn um nichts weniger geht es. "Epochenwechsel" ist angesagt. "Tatsächlich", sagt Michael Müller, "geht es nicht nur um das Altersrheuma einer maroden Finanzordnung, sondern auch um die Geburtsschmerzen einer neuen Ära."
Die Alternative, die die beiden Autoren aufzeigen, ist glaubhaft und hat viele gute Argumente für sich. Ihr Plädoyer für einen grünen New Deal ist überzeugend, vor allen Dingen auch deshalb, weil sie an vielen nachvollziehbaren und realistischen Beispielen benennen, wie der einzelne Konsument und Erdbewohner zu einem solchen Deal beitragen kann.
Was mir, wie auch bei anderen Bücher, die in diese Richtung argumentieren, immer wieder auffällt, ist die Dominanz der Ökonomie. Das muss vielleicht auch so sein, weil sich niemand und auch kein Land dieser Welt in die gewünschte Richtung bewegen wird, wenn es sich nicht für ihn lohnt. Der Gedanke, dass unser Planet als Schöpfung wert ist, erhalten zu werden, auch wenn es sich nicht rechnet, geht leider in der aktuellen Debatte unter. Das ist schade, weil das instrumentelle Denken unter anderem es war, das zum gegenwärtigen Dilemma beigetragen hat.


Energiesicherheit: Die neue Vermessung der Welt - Sascha Müller-KraennerEnergiesicherheit: Die neue Vermessung der Welt
Sascha Müller-Kraenner

Gebundene Ausgabe, 8. März 2007
     Verkaufsrang: 263034      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Dass der Autor sich nicht mit wilden Spekulationen abgibt, sondern sachlich an das Thema herangeht, ist angesichts der häufigen medialen Stimmungsmache sehr angenehm. Die Qualität des Buches besteht vor allem darin, dass erstmals eine umfassend objektive Darstellung der Zusammenhänge zwischen zunehmender Knappheit von Ressourcen, sicherheitspolitischen Interessen und ökologischer Zerstörung vorliegt, die zudem noch verständlich und spannend geschrieben ist.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Was ist Energiesicherheit?      4 von 5 Punkten
"Die Bundesregierung und die Europäische Kommission verstehen darunter die Bereitstellung von preisgünstiger, verlässlicher und umweltfreundlicher Energie. Auf diese allgemeine Definition könnte man sich ohne Weiteres einigen. Doch der Teufel steckt wie üblich im Detail. Was eigentlich bedeutet eine verlässliche Energieversorgung? Welchen Preis, sowohl finanziell als auch politisch sind wir bereit, dafür zur zahlen? Und wie wird sichergestellt, dass beim Zugriff auf Energieressourcen die Belange des Umweltschutzes, aber auch Transparenz, Menschenrechte und Demokratie nicht unter den Tisch fallen?"
Der Beantwortung dieser vom Autor bereits in der Einleitung aufgestellten Fragen widmet sich "Energiesicherheit - Die neue Vermessung der Welt".
Sascha Müller-Kraenner nutzt dabei einen Wissensfundus, den er sich als Umweltexperte selbst über Jahre angeeignet hat und zeichnet neben den außenpolitischen Kurslinien in der globalen Energiepolitik, auch die potentiellen Ressourcenerschließungsprojekte der Ölmultis nach. Die Weltwirtschaft ist süchtig nach Öl und die Industriestaaten konnten sich erst durch den Beginn des Ölzeitalters zu dem entwickeln was sie heute sind. Doch Erdöl ist ein Rohstoff der nur begrenzt vorhanden ist, bei seiner Verbrennung schädliches Kohlendioxid erzeugt und überwiegend in höchst instabilen Regionen gefördert wird. Der Nachfrage nach dem kostbaren schwarzen Öl steigt, doch das Angebot wird immer knapper, während die Treibstoffpreise in scheinbar endlosem Anstieg verfallen sind. Ölkonzerne wie British Pentroleum BP schalten seitenlange Anzeigen, um der Angst vor einem möglichen Peak Oil entgegenzuwirken und propagieren (wie mit dem Spruch Beyound Petroleum) bereits Alternativen in Entwicklung zu haben, ein Zusammenbruch der Weltwirtschaft, ein Rückfall in das vorindustrielle Zeitalter wird dadurch aufgehoben oder zumindest noch um wertvolle Jahrzehnte verzögert. Doch hinter all dem steht die Frage nach dem Preis.
Zur aktuellen Ölförderung gibt es so manche Alternativen, die sich bisher in ihrer Anwendung jedoch kaum rentierten und deshalb erst mit massiv gestiegenem Preisniveau (mindestens 2 Euro pro Liter) zur Anwendung kommen dürften. Sascha Müller-Kraenner überrascht in diesem Zusammenhang mit einer alternativen Ölquelle, die nicht nur erheblich teurer ist als die konventionelle Ölförderung, sondern auch noch um ein vielfaches schlimmere Folgen für das ohnehin schon angeschlagene Ökosystem hätte. Ölsande, könnten im Tagebau gewonnen werden. Kanada hat sogar noch weit größere Ölsandvorkommen als Saudi-Arabien an konventionellen Beständen je hatte. Die Konsequenzen von Tagebau sind bekannt, ebenso die Folgen von exzessiven Kohlendioxidausstoß. Um den nötigen Energieaufwand für die Erschließung der Ölsandvorkommen zu decken sehen Verantwortliche damit die Notwendigkeit für den Bau eines eigenen Atomkraftwerkes für die Förderanlagen und Raffinerie verbunden. So attraktiv das für manchen noch klingen könnte, es würde am Dieselpreis wohl kaum etwas ändern, da mit den gestiegenen Fixkosten auch der Preis steigen würde.
Auch mit dem vorläufigen Umstieg auf Gas, dessen Förderungsscheitelpunkt noch in weiterer Ferne liegt wird öffentlich viel spekuliert. Daneben erscheinen Überlegungen über die Verflüssigung von Kohle, mit umweltschonenderen Technologien und einer Kohlendioxidlagerung unter der Erdoberfläche zwar langfristig interessanter, doch gilt es damit auch wieder ein Problem der Endlagerung zu lösen.
Mit dem Klimawandel und einer drohenden Energiekrise sieht sich die Wirtschaft derzeit an 2 Fronten angegriffen, was bei so manchen Verbrauchernationen und auch Förderern zu bestürzenden Entwicklungen wie imperialen Tendenzen geführt hat. So mühen sich die USA ab, alles zu tun, um den Nachschub an billigem Öl aus Südamerika und dem Nahen bis Mittleren Osten sicherzustellen. Der Ausweg von dieser Abhängigkeit und Außenpolitik, die bislang zu weltweiten Protesten sowie einer Stärkung des Antiamerikanismus geführt, ist nach wie vor die Erschließung alternativer und erneuerbarer Energiequellen. Zu bedenken gilt es dabei, dass mit einer Suchtverschiebung vom saudischen Erdöl zum brasilianischen Biotreibstoff niemanden geholfen ist, wobei für letzteren wiederum massiver Raubbau an der Natur und dem Abholzung des Urwalds betrieben wird.
"Die neue Vermessung der Welt" erlaubt sich eine globale Analyse des Energiemarktes und bezieht sich dabei neben Amerika, der Europäischen Union, auch auf die Energiesupermacht Russland (wichtige Quelle für die europäische Erdgasversorgung), sowie die Interessen der aufstrebenden Wirtschaftsmächte China und Indien. Der Autor räumt mit allerlei Mythen auf, etwa der sauberen Atomenergie, die bereits durch Abbau, Herstellung, Transport und Lagerung der Brennstäbe für bestürzende Umweltverschmutzung sorgt. Einzig dass in Roland Emmerichs apokalyptischen Blockbuster The Day after tomorrow der US-Vizepräsident um's Leben kommen soll, entpuppt sich für Kenner des Films als Mythos, war es doch der Präsident durch dessen Ableben die "Cheney-Kopie" schließlich im mexikanischen Exil zum Präsidenten der letzten überlebenden Amerikaner aufsteigen konnte.
Der Titel ist Programm, wenn der Umweltexperte Sascha Müller-Kraenner in "Energiesicherheit" eine umfangreiche Analyse der weltweiten Energiepolitik und -interessen vornimmt. Dabei bedient er sich eines wenig spezialisierten Wortschatzes, der es jedem interessierten Leser auch erlaubt ohne weiteres den Ausführungen folgen zu können. Auf politische Kernbotschaften kann natürlich auch dieses Werk nicht ganz verzichten, wobei sich die Tonart als eher gemäßigt bezeichnen lässt. Obwohl nur von einem Umfang über 230 Seiten (ohne Quellenverzeichnis) ist "Die neue Vermessung der Welt" durchaus fähig die Sicht auf das große Ganze zu ermöglichen.
Fazit:
Um ein Problem lösen zu können braucht man ein gewisses Bewusstsein für dieses und zur Bildung dessen grundlegende Informationen. Zum Thema Energiesicherheit ist dieses Werk sicher eines der grundlegendsten und darüber hinaus als Einsteigerliteratur für jedermann überaus empfehlenswert.


Exklusion: Die Gefährdung des Sozialen im hoch entwickelten Kapitalismus - Martin KronauerExklusion: Die Gefährdung des Sozialen im hoch entwickelten Kapitalismus
Martin Kronauer

Taschenbuch, 12. April 2010
     Verkaufsrang: 270634      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Prekäre Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Armut bringen Formen sozialer Ausgrenzung hervor, die in allen westlichen Gesellschaften ein Problem darstellen. Über die Ursachen und Folgen wird in den Sozialwissenschaften in Europa und den USA breit diskutiert. Martin Kronauer bietet in seiner grundlegenden Studie einen gut verständlichen Überblick über diese umfangreichen Debatten und die sich dahinter verbergende, immer explosiver werdende gesellschaftliche Realität. Dabei zeigt sich, dass sich das Problem der sozialen Exklusion besonders in den Städten verdichtet und die sozialen Grundlagen der Demokratie gefährdet. In seinem jetzt überarbeiteten und um ein aktuelles Nachwort erweiterten Buch gelingt es dem Autor, den Begriff der Exklusion zu schärfen und ihn für weitere Analysen unserer Gesellschaft nutzbar zu machen.



Produktivkraft Natur - Beate JesselProduktivkraft Natur
Beate Jessel, Olaf Tschimke, Manfred Walser

Gebundene Ausgabe, September 2009
     Verkaufsrang: 210411      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Natur ist mehr. Überraschende Betrachtungen eines verkannten Wirtschaftsfaktors. Die biologische Vielfalt der Erde mit ihren Tier- und Pflanzenarten bietet einen ungeheuren natürlichen Reichtum. In den Staatshaushalten und unternehmerischen Bilanzen taucht der Schutz der Natur jedoch vornehmlich als Kostenfaktor auf und die Rolle der Produktivkraft Natur wird systematisch unterschätzt.>P< Die Autoren betrachten den Reichtum der Natur einmal aus ganz anderer Perspektive, nämlich als einen Faktor der Wirtschaft, und bemessen seine Bedeutung in deren Kerngröße - dem Geld. Sie setzen dabei bewusst die nüchterne Brille des Kosten-Nutzen-Kalküls auf. Und sie belegen: Bei genauer Betrachtung erweisen sich Investitionen in das Naturkapital als ein Wachstumsmotor, der in dem Maße Wohlstand hervorbringt, wie die Natur geschützt und entwickelt wird. Es wird deutlich, dass es neben den rein ethischen und emotionalen Motiven viele gute wirtschaftliche Gründe dafür gibt, sich für den Schutz der Natur einzusetzen.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Warum Naturschutz letztlich Wirtschaftsförderung ist      5 von 5 Punkten
Naturschutz gilt Wirtschaftsvertretern gemeinhin als Kostenfaktor. Das ist allerdings nur die eine Seite der Medaille: Eine intakte Natur ist nicht nur die Grundlage des menschlichen Lebens, sondern trägt auch entscheidend zum Wirtschaftswachstum bei - und das völlig kostenlos. Kenntnisreich erläutern die Autoren anhand zahlreicher Beispiele, was Mutter Natur alles für uns tut, und sorgen dabei für so manche Überraschung. Wer weiß schon, dass viele technische Entwicklungen in der Automobilbranche und sogar in der chemischen Industrie ihre Vorbilder in der Natur haben? Eher als Überblick konzipiert, zeigt das Buch die ganze Bandbreite der Naturleistungen auf und bleibt trotz komplexer Sachverhalte allgemein verständlich. getAbstract empfiehlt es allen ökonomisch und ökologisch interessierten Lesern, insbesondere allen Managern und Unternehmern, die mit Profit grün wirtschaften wollen.


Wer arbeitet,  ist der Dumme: Die Ausbeutung der Mittelschicht - Michael SaugaWer arbeitet, ist der Dumme: Die Ausbeutung der Mittelschicht
Michael Sauga

Broschiert, Juni 2009
     Verkaufsrang: 273445      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Normal 0 21 MicrosoftInternetExplorer4 /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:10.0pt; font-family:"Times New Roman";} "Eine der kurzweiligsten Einführungen in die Wirtschafts- und Sozialpolitik. Schon dafür lohnt sich die Lektüre." Süddeutsche Zeitung   "Ein Sprengsatz der deutschen Konsensgesellschaft." Rheinische Post

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)

Kinderhilfswerk bestaetigt Sauga's Thesen      5 von 5 Punkten
Das Kinderhilfswerk hat Sauga's Thesen in beeindruckender Weise bestaetigt:
fuer die Zunahme der Kinderarmut ist laut einer Studie das deutsche Steuer- und Sozialsystem verantwortlich, Familien muessen ein Uebermass an oeffentlichen Abgaben tragen!


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Kommunale Haushaltspolitik bei leeren Kassen: Bestandsaufnahme, Konsolidierungsstrategien, Handlungsoptionen - Lars HoltkampKommunale Haushaltspolitik bei leeren Kassen: Bestandsaufnahme, Konsolidierungsstrategien, Handlungsoptionen
Lars Holtkamp

Broschiert, 11. Mai 2010
     Verkaufsrang: 319200      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Die Kommunen stecken in der tiefsten Haushaltskrise seit Bestehen der Bundesrepublik. Nothaushalte, Streichkonzerte und Sparkommissare dominieren die Szenerie. Bundes- und Landesregierungen schauen seit langem weg und im kommunalen Alltagsgeschäft wird zukünftig kaum mit nachhaltigen Staatshilfen zu rechnen sein. Gibt es in der 'Grundschule der Demokratie' bei den Kommunen tatsächlich keine Alternative zum Spardiktat? Kämmerer und Kommunalaufsicht werden dies öffentlich häufig so darstellen. Fakt ist aber, dass selbst die Kommunen mit Nothaushalt sehr unterschiedliche Wege beschreiten; allerdings sind die dahinter stehenden Entscheidungen und mikropolitischen Strategien bislang wenig bekannt. In der Haushaltskrise wird offensichtlich auch an Transparenz und Demokratie gespart. Holtkamp beschreibt deshalb ohne Denkverbote in diesem Buch krisenerprobte Strategien. Er hebt deutlich die sehr unterschiedlichen Entscheidungsoptionen hervor, die Rat, Verwaltung und engagierte Bürger in der Haushaltpolitik bei leeren Kassen haben. Sie entscheiden maßgeblich mit über die Zukunft ihrer Stadt, gerade wenn öffentlich suggeriert wird, dass es eigentlich nichts mehr zu entscheiden gebe.



Die Zukunft der Landwirtschaft ist biologisch!: Welthunger, Agrarpolitik und Menschenrechte: Welthungerkrise, Agrarpolitik und Menschenrechte - Petra C. GruberDie Zukunft der Landwirtschaft ist biologisch!: Welthunger, Agrarpolitik und Menschenrechte: Welthungerkrise, Agrarpolitik und Menschenrechte
Petra C. Gruber

Broschiert, 18. März 2009
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Fünfzehn Autoren haben sich Gedanken zu Ernährungssicherheit und -souveränität gemacht. Man sollte über ihre Ideen nachdenken. (Bagso.de, Juli 2009)



Dag Hammarskjöld: Vision einer Menschheitsethik - Stephan Mögle-StadelDag Hammarskjöld: Vision einer Menschheitsethik
Stephan Mögle-Stadel

Broschiert, September 2010
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Preis: € 16,80 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Es gibt für einen Generalsekretär in einem Moment einer neuen Herausforderung oder Krise keine bessere Faustregel als sich zu fragen: Wie hätte es Dag Hammarskjöld bewerkstelligt?". Diese Worte Kofi Annans unterstreichen die Bedeutung Dag Hammarskjölds als herausragende Persönlichkeit im Amt des UN-Generalsekretärs, das er in den Jahren 1953-61 bekleidete. Warum wurde er am 17.September 1961 umgebracht? Wer war dieser Mann, dem der Friedensnobelpreis posthum verliehen wurde - als Menschenrechtler, Initiator der Blauhelmtruppen und als Anwalt der 3.Welt im Prozess der Entkolonialisierung?

Stephan Mögle-Stadel zeichnet in dieser Biografie Hammarskjölds spirituellen Weg nach - und zeigt, wie er bewiesen hat, dass die Vereinten Nationen auch in Krisenzeiten nicht zu einem Werkzeug einzelner Regierungen werden müssen.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Tiefgründig, Hochpolitisch und Spirituell      5 von 5 Punkten
Andere mögen sich über zuviele Bindestriche oder die Anmerkungen des Autors bei Zitaten von D.H. stören (in der ersten und teilweise noch in der 2. Auflage). Ich habe das Buch in der aktuellen 4. Auflage als Paperback für 13,50 gelesen.
Neben dem starken Vorwort des Geigenvirtuosen Yehudi Menuhin und dem aufschlussreichen Nachwort von UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat das Buch durch inhaltliche und stilist. Überarbeitung enorm gewonnen. Es ist sehr gut recherchiert und top spannend geschrieben (Thriller). Bei 40 historischen Archiv-Fotos kann man auch nicht meckern. Der Mord an D.H. durch westliche Geheimdienste wurde gut dokumentiert. Gegen Ende gewinnt das Buch an spiritueller Tiefe und Dimension und wird damit so manchen Leser überfordern und verschrecken. Habe die 4. Auflage zum 100. Geb. von D.H. (1905-2005) für eine Ztg. rezensiert.
Gesamturteil: Empfehlenswert.


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Professor Untat. Was faul ist hinter den Hochschulkulissen - Uwe KamenzProfessor Untat. Was faul ist hinter den Hochschulkulissen
Uwe Kamenz, Martin Wehrle

Broschiert, 2007
     Verkaufsrang: 197967      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 18,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Deutschland steckt in der Bildungsmisere. Warum? Weil die Hälfte der Professoren untätig ist. Das behauptet ein Hochschullehrer in seinem neuen Buch. [...] Sieht man das auch im Bildungsministerium so? Was hält man dort davon, Professoren offenlegen zu lassen, was sie erforschen? Müsste eine didaktische Ausbildung nicht Voraussetzung sein? Und wenn ein Professor sein Soll an Lehre und Forschung nicht erfüllt, müsste man ihm dann nicht seinen Titel entziehen? Nach diversen Telefonaten und bitten an die Bildungsministerin und ihre Staatssekretäte, die Fragen zu beantworten, kam eine Mail von der Pressestelle: Bedauerlicherweise müssen wir dieses Mal ihre Anfrage leider absagen."

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 15 Bewertungen)

Vom Grundübel der mangelnden Kontrolle      4 von 5 Punkten
Ein flott geschriebenes Buch in stark polemisierenden Stil: die Autoren versuchen, verschiedene Übel an deutschen Hochschulen aufzuzeigen, u.a.:
1) Professoren lehren zu schlecht; 2) Professoren arbeiten zu wenig; 3) Professoren üben zu viele Nebentätigkeiten aus; 4) Professoren erstellen vorsätzlich falsche Gutachten; 5) Professoren beuten ihre Doktoranden aus; 6) Professoren begehen jahrelang schwere Straftaten, ohne dass jemand dagegen einschreitet.
Das alles läßt sich auch (zumindest in einigen Fällen) belegen, wobei die einzelnen Punkte nicht viel miteinander zu tun haben. Höhepunkt des Buches ist eine fingierte Annonce der Autoren, die vorgaben, einen Professor für eine (so nicht genehmigungsfähige) Nebentätigkeit zu suchen - und scharenweise Professoren fanden, die zum Rechtsbruch bereit waren.
Vielleicht kann man das Buch am einfachsten in dem einen Satz zusammenfassen, dass Professoren in Deutschland in keiner Weise kontrolliert werden und einige (oder viele) dies mißbrauchen. Dieser Kernthese ist sicherlich zuzustimmen.
Schwächen hat das Buch dort, wo es die typische Perspektive eines FH-Professors ausstrahlt, der seine Kollegen an der Universität beneidet; vor allem aber in den "krönenden" Verbesserungsvorschlägen. Denn es wird durchaus nicht klar, warum deren Verwirklichung die genannten Mängel abstellen sollte.


 Weitere Lesermeinungen


Menschenrechte (Campus Einführungen) - Matthias KoenigMenschenrechte (Campus Einführungen)
Matthias Koenig

Taschenbuch, 15. August 2005
     Verkaufsrang: 182168      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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06.09.2005 / n-tv: Menschenrechte in Gefahr "Wer sich im Kampf für die Menschenrechte wappnen will, dem ist diese Einführung ein guter Ratgeber."



Entwicklung und Unterentwicklung: Eine Einführung in Probleme, Theorien und Strategien - Entwicklung und Unterentwicklung: Eine Einführung in Probleme, Theorien und Strategien

Taschenbuch, November 2004
     Verkaufsrang: 233913      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 16,80 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Das Versprechen von Entwicklung, das der Dritten Welt nach 1945 gemacht wurde, ist für die Mehrheit der betroffenen Menschen bis heute unerfüllt geblieben. Das Nachdenken über die Gründe von Unterentwicklung sowie über Ziele und Perspektiven von Entwicklung bleibt deshalb unverändert aktuell. Dieser Sammelband vermittelt historische und aktuelle Zusammenhänge von Entwicklung und Unterentwicklung. Neben der entsprechenden Theoriebildung und den daraus abgeleiteten strategischen Optionen werden wichtige Themen der Nord-Süd-Problematik aufgegriffen: von der Rolle des Staates und der Zivilgesellschaft bis zu Fragen der Kultur und der neuen Weltordnung im 3. Jahrtausend. Aus dem Inhalt: Ökonomische Mechanismen der Unterentwicklung / 50 Jahre "Entwicklung" - ein uneingelöstes Versprechen / Entwicklungstheorien / Dialektik von Theorie und Praxis / Privatisierung des Krieges und die Folgen / Bevölkerungspolitik und Entwicklung / Kultur und Entwicklung / Die Weltordnung des Dritten Jahrtausends / Zivilgesellschaft in Nord und Süd

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Warum gehts uns besser als anderen?      5 von 5 Punkten
Dieses Buch wird als Grundlage für die Einführungsringvorlesung zum Studium der Internationalen Entwicklung in Wien verwendet.
Zunächst wird der Begriff "Entwicklung" auf seine Bedeutung und auf dessen Wandel im Laufe der Zeit untersucht. Die Frage, warum es nicht allen Menschen auf der Welt gut geht, wird von mehreren Seiten beleuchtet. Es wird ein Überblick über die Entwicklungstheorien seit dem 18. Jahrhundert gegeben, ihre Folgen für die Politik erarbeitet, die Geschichte der Nord-Süd-Beziehungen betrachtet und in Zusammenhang mit Entwicklungspolitik wird das Thema der Überbevölkerung wie auch das Potential der Zivilgesellschaft aufgegriffen.
Besonders interessant finde ich, wie die Staaten vom UNDP und der Weltbank anhand von unterschiedlichen Indikatoren als Entwicklungs- oder Industrieländer eingestuft werden, sowie die Herausarbeitung der theoretischen Einbettung, denn dies ermöglicht der/dem LeserIn einen tiefer gehendes Verständnis für angewandte Politikstrategien in der Vergangenheit wie Gegenwart.
Wer meint, dass am Ende hier keine alternativen Lösungen für die aktuellen Probleme wie Armut u.v.m. präsentiert werden, der hat insofern Recht, als dass es sich nicht um ein Patentrezept handelt bzw. handeln kann. Wer das Buch liest, wird die Einsicht gewinnen, dass es dieses nie geben wird (können).
Dennoch schärft dieses Werk das Bewusstsein für viele Abläufe, derer wir aufgrund ihrer Komplexität nicht leicht habhaft werden können, dadurch, dass Entwicklung und Unterentwicklung in vielen Facetten analysiert wird.
Das Buch beantwortet einige Fragen und regt dazu an, weiter welche zu stellen.


Die Häber-Protokolle. Schlaglichter der SED-Westpolitik 1973 - 1985 - Detlef NakathDie Häber-Protokolle. Schlaglichter der SED-Westpolitik 1973 - 1985
Detlef Nakath, Gerd-Rüdiger Stephan

Gebundene Ausgabe, 1999

Verkaufsrang: 100187

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