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Die Gesundheitsmafia: Wie wir als Patienten betrogen werden - Marita VollbornDie Gesundheitsmafia: Wie wir als Patienten betrogen werden
Marita Vollborn, Georgescu Vlad

Gebundene Ausgabe, 27. April 2005
     Verkaufsrang: 148233      Gewöhnlich versandfertig in 10 bis 13 Tagen.

Preis: € 4,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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·Weite Teile des deutschen Gesundheitssystems stehen unter dem kriminellen Einfluss der vier Standesinteressen Pharma, Ärzteschaft, Kassen und Politik. Zusammen bilden sie die Gesundheitsmafia. Rund 250 Milliarden Euro kassieren Politik, Pharmaindustrie, Ärztelobby und Krankenkassen Jahr für Jahr. Als Begründung dafür geben sie lapidar "Kosten des Gesundheitssystems" an. Die Vier gleichen in ihrer Handlungsweise klassischen Mafiaclans, wie Experten der organisierten Kriminalität attestieren. Jede Gruppierung verfolgt die Durchsetzung der eigenen Interessen und respektiert die Belange der jeweils anderen. Einziger Verlierer dieser Kartellabsprache: der Patient.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)

Wie kann man dem entgegentreten?      5 von 5 Punkten
Dem ehemaligen Gesundheitsminister Seehofer und auch Frau Ulla Schmidt ist es schon mal gelungen, die Kosten im Gesundheitswesen für kurze Zeit zu stoppen. Für eine sehr kurze Zeit wohlgemerkt, denn immer wieder hat es z.B. die Pharmaindustrie auch in Deutschland geschafft, hier wieder zur alten "Ordnung" zurückzufinden. das heißt, es wird weiter auf Kosten der Allgemeineit das Geld im Gesundheitswesen herumgetrieben, daß es eine Freude ist für die, die dort beschäftigt sind.

Das ist zum einen verständlich, zum anderen gefährlich und zwar sehr.
"Die Öffentlichkeit wird bewusst getäuscht", titelte eine süddeutsche Tageszeitung unlängst und nimmt Bezug auf nordamerikanische Verhältnisse, hier besonders auf die Angelegenheit Marcia Angell, die eine starke Beeinflussung der Pharmaindustrie nicht mehr ertragen wollte und sich vom Posten der Chefredakteurin des angesehenen "New England Journal of Medicine" zurückzog, um lieber an der Harvard Medical School in Boston zu lehren.
Amerikanische Verhältnisse etwa auch in Deutschland?
Da sei Gott davor, doch bestimmt schon lange, will man meinen.

Pharmamitarbeiter, die in Rhetorik-Kursen auf redegewandtes "Penetrieren" der ihnen anvertrauten Ärzte geschult werden, um dann auf sie losgelassen zu werden, mit Überprüfung des Ergebnisses und wehe, wenn nach einiger Zeit nicht eine zweistellige Zuwachsrate zustande kommt! Dann kann man auch anders und zwar liebevoll. Mit anfänglich erst mal -über die kassenärztliche Vereinigung abgewickelten Veranstaltungen bis hin zu Wochenendeinladungen an schön gelegenen Orten. Alles mit dem Anspruch auf seriöse Information und man weiß, wie die aussieht.

Dieses Buch von Marita Vollborn und Vlad Georgescu ist insofern gut gemacht und ganz schön mutig, weil es einerseits fundiert recherchiert ist andererseits fast alles aufgreift, was zu den Machenschaften innerhalb des Gesundheitssystems gehört.

Natürlich ist alles in Wirklichkeit viel komplexer, viel schlimmer oft und wiederum auch so menschlich, weil es die Gier widerspiegelt, die zur Zeit so angeprangert wird. Auch von ganz seriösen und oft in den Medien erscheinenden Menschen, die gerne auch in Bestsellern um Verständnis bei uns Lesern bitten, werden wir ja oft darauf hingewiesen, wie es eigentlich ganz anders ginge, wie tröstlich!
Da kann sich die neue Regierung auf etwas gefasst machen, denn gerade das Neue, das da wohl anfänglich und - vielleicht gerne unbedarft - daherkommt, interessiert die Macher dieser Industriesparte. Dabei sind es meiner Meinung nach nicht in erster Linie die Ärzte. Wohlgemerkt sind sie aber ein wichtiger Angriffspunkt der Industrie, weil sie eben mit der Materie beruflich zu tun haben. Die Politik ist gefragt, hier wird der Schwerpunkt (und vermutlich der Schwachpunkt) zu suchen sein.

Gottseidank ist ein Horst Seehofer aber nicht fern, er könnte gelegentlich warnen und bremsen, aber bitte mit Gefühl!

 Weitere Lesermeinungen



Wirtschaftspolitik: Module der Volkswirtschaftslehre - Lothar WildmannWirtschaftspolitik: Module der Volkswirtschaftslehre
Lothar Wildmann

Broschiert, März 2007
     Verkaufsrang: 193046      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 29,80 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Das dreibändige Werk beinhaltet die wichtigsten Themen der Volkswirtschaftlehre im Rahmen eines Bachelorstudiums. Grundlage des Inhalts ist der Rahmenplan, den das Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg für das Bachelorstudium an den Berufsakademien vorgegeben hat. Konzept und Aufbau entsprechen den Rahmenplänen an Hochschulen und Universitäten. Die drei Bände bieten somit eine fundierte Grundlage, um ein Grundstudium der Volkswirtschaftslehre erfolgreich bestreiten zu können.
Jeder Band entspricht einem Studienjahr bzw. zwei Modulen. Die Bände bauen zwar thematisch aufeinander auf, sind aber unabhängig voneinander gestaltet, so dass jeder Band für sich gelesen werden kann.
Band III: Wirtschaftspolitik Modul 5: Wirtschaftspolitik I: Stabilisierungspolitik Modul 6: Wirtschaftspolitik II: Finanz- und Sozialpolitik Das Buch ist in der Sprache der Studierenden geschrieben. Es ist eingängig, verständlich und leicht zu lesen. Ökonomische Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Fachbegriffe werden "übersetzt" und erläutert. Hinzu kommt die Verwendung zahlreicher Abbildungen, Beispiele und Praxisfälle.




VW-Auto 5000: ein neues Produktionskonzept: Die deutsche Antwort auf den Toyota-Weg? - VW-Auto 5000: ein neues Produktionskonzept: Die deutsche Antwort auf den Toyota-Weg?

Gebundene Ausgabe, November 2006
     Verkaufsrang: 160256      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 16,80 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Dieses Buch enthält die zentralen Ergebnisse der sozialwissenschaftlichen Evaluation der Auto 5000 GmbH Wolfsburg und die wichtigsten Kommentare der betrieblichen und gesellschaftlichen Akteure.

Die Debatte ist in vollem Gang. Vermehrtes Outsourcing insbesondere arbeitsintensiver Fertigungen in Niedriglohnländer wird von einigen schon als Antwort gesehen. Die Abwanderung der Industrie lasse sich bei weiterer Globalisierung der Arbeits- und Produktmärkte kaum mehr verhindern.

Im Projekt Auto 5000 bei VW geht es zum einen um konventionelle Einsparungen. Zum anderen steht dieses Modell für den Versuch, eine offensive Antwort auf die zugespitzte Standortkonkurrenz zu geben. Es sucht einen Weg zur Zukunftssicherung der deutschen Automobilindustrie durch ressourcenorientierte innovative Unternehmenspolitik.




Die Wut wächst - Oskar LafontaineDie Wut wächst
Oskar Lafontaine

Gebundene Ausgabe, 2002
     Verkaufsrang: 262046     

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Wer will schon widersprechen, wenn Oskar Lafontaine sagt: Politik braucht Prinzipien, sonst mäandert sie beliebig und orientierungslos im tagespolitischen Delta dahin, ohne Gestaltungs- und Integrationskraft. Der Vorwurf, die Entwicklung der letzten Jahre mit ihrem jegliche politische Kontur einebnenden Wettlauf zur politischen Mitte habe eben genau zu dieser Prinzipienlosigkeit geführt, durchzieht das ganze Buch. Die Schelte richtet sich zwar an alle Parteien, besonders aber an seine Sozialdemokratie. Noch einmal nach seiner Rechtfertigungsschrift Das Herz schlägt links macht er deutlich, dass er 1999 vor allem aus diesen prinzipiellen Gründen aus der Regierung Schröder ausgetreten war und sämtliche Parteiämter niedergelegt hatte: "Ich konnte mit dem Begriff der 'Mitte' nie etwas anfangen." Vor diesem Hintergrund ist es nur zu verständlich, dass deswegen seine persönliche Wut wächst.

Entsprechend scharf wie scharfsinnig fällt seine Rüge der Politik der SPD wie auch ihrer europäischen Pendants -- vor allem von Tony Blairs New Labour -- aus. Unter Preisgabe ureigenster sozialdemokratischer Werte wie Solidarität oder sozialer Gerechtigkeit werde der Grundsatz des Schutzes des Schwächeren vor dem Stärkeren aufgeweicht und stattdessen die "Lehrformeln Modernisierung, Flexibilisierung und Deregulierung" auf den Schild gehoben.

Lafontaines Kritik an der Rolle Deutschlands in der internationalen Politik nach dem 11. September 2001 ("Wir sind wieder dabei!"), an der weltpolitischen Dominanz der USA ("Das Recht des Stärkeren") sowie der Schröder'schen Steuer-, Wirtschafts- und Finanzpolitik ist von der Substanz her nicht neu. Dennoch ist dieses Buch wegen seiner argumentativen Dichte und Schlüssigkeit wie seiner verständlichen Sprache bemerkenswert. Auch wird deutlich, dass man dem Autor eines nicht vorwerfen kann: Prinzipienlosigkeit und mangelnde Standpunktfestigkeit. Denn Lafontaine weiß, worüber er schreibt. --Dr. Manfred Schwarzmeier

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)

Die Wut wächst. Und? Was ist zu tun?      4 von 5 Punkten
Das Buch ist in seiner Schärfe und mitreißenden Anklage zweifellos brillant und absolut überzeugend, doch leider fehlt ihm die Konsequenz.
Lafontaine betreibt nicht einfach nur linke Propaganda oder eine Abrechnung mit Schröder, Fischer und Scharping (wie in „Das Herz schlägt links"). Nein, er zeigt deutlich auf die Mißstände dieser doch so kleinen Welt und erinnert an Ideen, die er selbst einst zur Lösung zumindest einiger Probleme (Tobin-Steuer auf Börsenspekulationsgewinne) eingebracht hatte. Dabei erfindet er nichts neu, sondern wiederholt und bestärkt z.B. auch den anerkannten US-Empire-Kritiker Chalmers Johnson (Politologie-Professor und Autor „Ein Imperium verfällt" - ebenfalls äußerst äußerst äußerst lesenswert!). Seine Globalisierungskritik ist nicht antikapitalistisch oder antiamerikanisch, sondern lediglich antiimperialistisch. Sie richtet sich nicht gegen die „soziale Marktwirtschaft", sondern gegen die ungehemmte „freie Marktwirtschaft" neoliberaler Perversion? Doch was bleibt zu tun? Wo sind Alternativen? Wo sind Lösungen?
Die Wut wächst. Es wird ja auch verständlich, warum. Doch was dann? Sollen wir sie einfach in uns hineinfressen oder uns nur von der Seele schreiben? Worauf sollte die ganze weitausholende und durchaus deprimierende Argumentation denn überhaupt vorbereiten? Warum ist z.B. der äußerst lobende Kommentar über die Globalisierungsgegner von attac nicht mit einem Beitrittsaufruf versehen? Wo bleibt der Gründungsaufruf für eine neue USPD (Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands) - vielleicht zusammen mit Gysi? Oder wo bleibt vielleicht gar der Wahlaufruf zugunsten Gysis PDS (etwa nach dem Motto: "Wer Schröder wählt, wählt Krieg. Nur die PDS hält Rot-Grün auf dem Teppich")? Zumindest irgend etwas in dieser Art hätte man im Wahljahr von einem Aktivisten wie Lafontaine doch auch erwartet. Es nicht zu finden, überrascht, enttäuscht und frustriert. Denn die Wut wächst indessen weiter. Wo das Ventil zu finden ist, verrät auch Lafontaine nicht.


 Weitere Lesermeinungen



Grundfragen der Wirtschaftspolitik - Gerhard MusselGrundfragen der Wirtschaftspolitik
Gerhard Mussel, Jürgen Pätzold

Taschenbuch, November 2003
     Verkaufsrang: 176118     

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In der Vergangenheit wurden die Ziele der Wirtschaftspolitik nur selten gleichzeitig erreicht. Zielverletzungen waren eher die Regel. Insbesondere in der gegenwärtigen Situation besteht für die praktische Wirtschaftspolitik ein großer Handlungsbedarf. Schwierigkeiten dabei basieren auf der Tatsache, dass die Ursachen, die zu Störungen des Wirtschaftslebens führen, außerordentlich komplex und nicht vollständig bekannt sind. Dieses Werk stellt auch in dieser überarbeiteten und erweiterten Auflage die vielfältigen Hintergründe für das Zustandekommen von Zielverletzungen dar und leitet daraus geeignete ursachengerechte Bekämpfungsmaßnahmen ab. Im Rahmen der Vermittlung dieser Kenntnisse werden zahlreiche Ansatzpunkte für die praktische Wirtschaftspolitik deutlich gemacht. Für Studierende an Universitäten, Fachhochschulen, Akademien, interessierte Praktiker.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Hervoragende Einführung      5 von 5 Punkten
Die "Grundfragen der Wirtschaftspolitik" ist ein hervoragend geschriebenes Buch, welches sich meines Erachtens optimal als Einführung eignet. Ohne aufwendige Herleitung werden auch komplexere Sachverhalte sehr anschaulich vermittelt.
Auch für Einsteiger in diesem Bereich ist das Buch daher sehr gut geeignet. Man brauch, entgegen manch anderem Werk der Volkswirtschaft, höchstens mathematische Grundkenntnisse um das Buch gewinnbringend zu lesen.
Die Autoren arbeiten die 4 Grundpfeiler des "magischen Vierecks" ab und bietet somit sehr gute Grundlagen im wirtschaftspolitischen Handlungsfeld.

Ein sehr erfreuliches Lehrbuch!

Grundfragen der Wirtschaftspolitik      5 von 5 Punkten
Dieses Buch ist ein Muß für jeden, der sich mit Wirtschaft und Wirtschaftspolitik beschäftigt. Es besticht durch seine klaren Formulierungen und ist, gewisse Grundkenntnisse in der Makro- und Mikroökonomie vorausgesetzt, sehr leicht verständlich geschrieben. Den Autoren gelingt es, auch komplexe Sachverhalte anhand von plausiblen Beispielen klar zu vermitteln.
Nach einer kurzen Einführung geht es hauptsächlich um das "magische Viereck", nämlich hoher Beschäftigungsstand, Preisniveaustabilität, Wirtschaftswachstum und außenwirtschaftliches Gleichgewicht. Hierbei werden jeweils Probleme, aber auch Bekämpfungsmöglichkeiten aufgezeigt.
Wer dieses Buch gelesen hat, kann leicht erkennen, welchen Unsinn manche unserer Politiker in Talkshows von sich geben.


Kosten-Nutzen-Analyse und ökonomische Politikbewertung 1: Wohlfahrtsmessung und betriebswirtschaftliche Investitionskriterien (Springer-Lehrbuch) - Oskar GansKosten-Nutzen-Analyse und ökonomische Politikbewertung 1: Wohlfahrtsmessung und betriebswirtschaftliche Investitionskriterien (Springer-Lehrbuch)
Oskar Gans, Rainer Marggraf

Taschenbuch, Februar 2007
     Verkaufsrang: 148428     

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Die Kosten-Nutzen-Analyse ist das wichtigste wirtschaftstheoretisch gestützte Instrument zur Bewertung öffentlicher Investitionsprojekte und der Folgen staatlicher Wirtschaftspolitik. In dem vorliegenden ersten Band werden zunächst operationale Wohlfahrtsmaße aus der Wohlfahrtsökonomik hergeleitet und anschließend Verfahrenstechniken praktischer Projektbewertung im Rahmen eines Durchführbarkeitsstudien-Konzepts dargestellt.



Wir sind besser als wir glauben. Wohlstand für alle - Peter BofingerWir sind besser als wir glauben. Wohlstand für alle
Peter Bofinger

Gebundene Ausgabe, November 2004
     Verkaufsrang: 207230     

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Zum Buch:
Auf unterhaltsame, aber präzise Art und Weise unternimmt Prof. Bofinger eine Reise durch das aktuelle wirtschaftspolitische Tagesgeschehen. Sein in 23 kurzen Kapiteln eingeteilter Bericht zeigt dem Leser, woran das einstige Wunderkind Deutschland krankt und welche Lösungen es gibt, verkrustete Strukturen aufzubrechen und nachhaltiges Wachstum zu schaffen.
Mit "Wir sind besser, als wir glauben" liegt uns ein Buch vor, in dem nicht immer nur auf eine Seite geschaut wird (Löhne runter); es bietet vielmehr einen Blick hinter die Kulissen und zwar nach links und rechts, ohne sich einer Politik oder Doktrin zu verpflichten. Dabei wird auch mit den populärsten Fehldiagnosen aufgeräumt:

  1. Wir leben über unsere Verhältnisse.

  2. Arbeit lohnt sich nicht mehr.

  3. Der Staat ist zu fett geworden.

  4. Die Steuern sind viel zu hoch.

  5. Die Bürokratie erstickt das Wachstum.

  6. Die Löhne sind zu hoch, Arbeitszeit zu kurz.

  7. Der Arbeitsmarkt ist zu unflexibel.

  8. Wir haben unsere Wettbewerbsfähigkeit verloren.

  9. Immer mehr Firmen investieren im Ausland.


Sowohl für den wirtschaftswissenschaftlichen Laien als auch für Professor, Manager, Politiker oder Gewerkschafter wird ein spannender Bogen aufgebaut, der einem nicht mehr los lässt. Und am Ende des Buches, nein, am Ende jeden Kapitels kommt der berühmte Aha-Effekt. Es reiht sich nicht in die Abgesangsklagen über unser Land ein, sondern zeigt, dass Deutschland im Stande ist, sein Lebensniveau zu halten UND dabei auch Wachstum zu schaffen.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 33 Bewertungen)

In seiner Kernaussage absolut zutreffend!      5 von 5 Punkten
Der Titel an sich ist schon ein Volltreffer.

Wer den Glauben an sich oder an die Leistungsfähigkeit dieses Landes verloren hat, weil er den überwiegen pessimistischen Medien vertraut und sich konsequent der Miesmachermentalität hingibt, der durch dieses Buch hier eventuell doch wieder ein Licht am Horizont erkennen können.

Mir persönlich spricht dieses Buch aus tiefstem Herzen, mir ist immer schon bewusst gewesen dass dieses Land nicht nur ein sehr schönes, sondern auch leistungsfähiges und lebenswertes ist.

Ich war schon in zu vielen anderen Ländern und habe auch durch mein Betriebswirtschaftsstudium genug Fakten über andere Länder gehört, um zu wissen, dass Deutschland insgesamt betrachtet absolut hervorragend dasteht. Man muss nur alle Aspekte auf einmal begutachten, und kommt zu dem Gesamtergebnis, dass bis auf einige Mängel im Detail Deutschland ein starkes Land war, ist, und wenn nicht allzu viele Fehler gemacht werden auch bleibt.

Thema Export"lüge": Deutschland ist Exportweltmeister. Das liegt daran, dass wir im Maschinenbau, der Chemie, dem Automobilbau, erneuerbare Energie und noch zig anderen Branchen Spitzenarbeit abliefern.
Natürlich wird das ein Arbeitsloser nicht so empfinden, da er an diesem Erfolg nicht (direkt) teilnimmt. Und Herr Sinn hätte wohl mit einer so absurden Behauptung, dass wir nicht Exportweltmeister wären, wohl kaum so viel Anklang gefunden, wenn diese Behauptung nicht so provozierend falsch wäre.

Natürlich entspricht dieses Buch nicht dem akademischen Standard einer Volkswirtschaftslehre, und der Eindruck wurde aber auch nicht vermittelt. Ein Varian (der bei mir übrigens direkt neben dem Bofinger steht) ist selbstverständlich anspruchsvoller und professioneller, aber die Massen wird man mit ihm nie ansprechen können. Und was bringt es, wenn die allermeisten Begrifflichkeiten und Zusammenhänge ewig einer kleiner elitären Kaste von VWLern vorenthalten bleibt?

Es geht mir beim Bofinger letztlich auch nicht um die 100%ige fachliche Präzision, sondern einfach um einen Gegenpol zu ewigen Schlechtrednern und Leute, die allen Ernstes behaupten, Deutschland sei am Ende, so wie das bis vor 1 1/2 Jahren noch schlechter Brauch war in der deutschen Medienlandschaft.
Zur Zeit wagt das niemand zu behaupten, warum bloß?! Weil manche Leute ihre Meinungen eben der Konjunktur anpassen, während ein Keynsianer sich von solchen temporären Entwicklungen nicht beeindrucken lässt.




 Weitere Lesermeinungen


Der Renten-Konz 2007: Das Arbeitsbuch zur Steuererklärung 2006 für Rentner und Pensionäre - Friedrich BorroschDer Renten-Konz 2007: Das Arbeitsbuch zur Steuererklärung 2006 für Rentner und Pensionäre
Friedrich Borrosch, Udo Eggemann

Broschiert, April 2007
     Verkaufsrang: 221405      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Wann muss man als Rentner Steuern zahlen? Wie hoch darf die Rente oder die Pension sein? Welche Freibeträge und Ermäßigungen gibt es?

Dieses Arbeitsbuch bietet einen zuverlässigen Leitfaden für die Steuererklärung. Zeile für Zeile werden alle benötigten Formulare durchgegangen. Mit vielen Steuersparmodellen und den besten Tipps zum Umgang mit dem Finanzamt.Wann muss man als Rentner Steuern zahlen? Wie hoch darf die Rente oder die Pension sein? Welche Freibeträge und Ermäßigungen gibt es? Dieses Arbeitsbuch bietet einen zuverlässigen Leitfaden für die Steuererklärung. Zeile für Zeile werden alle benötigten Formulare durchgegangen. Mit vielen Steuersparmodellen und den besten Tipps zum Umgang mit dem Finanzamt. Der Steuerratgeber für Rentner und Pensionäre, der keine Fragen offen lässt Mit allen Hintergrundinformationen zur Besteuerung der Alterseinkünfte Kompetente Hilfe beim Ausfüllen der Steuerformulare - Zeile für Zeile




Die Kosovo Bilanz - Scheitert die internationale Gemeinschaft? - Helmut KramerDie Kosovo Bilanz - Scheitert die internationale Gemeinschaft?
Helmut Kramer, Vedran Dzihic

Broschiert, 2005
     Verkaufsrang: 185489      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 18,80 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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In dieser Studie wird ein systematischer Überblick über die Entwicklung im Kosovo vom Ende des NATO-Kriegs im Juni 1999 bis zum Frühjahr 2005 vermittelt. Auf der Grundlage einer eingehenden Analyse der Bereiche Sicherheit und organisierte Kriminalität, der Situation der Flüchtlinge und der Minderheiten, der Einrichtung demokratischer Strukturen und des wirtschaftlichen Wiederaufbaus wird eine kritische Bilanz des bisher umfangreichsten "State-Building"-Projektes der Vereinten Nationen und anderer internationaler Akteure gezogen. In der Untersuchung werden auch die großen offenen Fragen wie der ungelöste Status und die konkreten Perspektiven für die Zukunft eines demokratischen und stabilen Kosovo thematisiert.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Rezension von Norbert Mappes-Niediek      5 von 5 Punkten
Das politische Buch: Über Lösungen nachdenken

Im Herbst kommt ein vergessenes Stück Europa wieder auf die Tagesordnung: das Kosovo. Noch im Oktober sollen nach dem Fahrplan des Weltsicherheitsrates Albaner und Serben über den künftigen Status der Provinz verhandeln.

Pünktlich dazu haben zwei Wiener Politologen ein Buch geschrieben, in dem alles steht, was ein Kosovo-Interessent wissen muss: Alle Zahlen, alle wichtigen Namen finden sich, die wenigen Sozialstudien und die wichtigsten Analysen werden gewürdigt, alle wichtigen Ereignisse seit der Besetzung des Gebiets durch eine natogeführte Friedenstruppe 1999 sind verzeichnet.

Als Bettlektüre eignet sich eine solche Materialsammlung schlecht. Für Interessierte ist das Buch trotzdem gut lesbar, vor allem wegen einer manchmal journalistisch anmutenden Liebe zum konkreten Detail. Helmut Kramer und Vedran Dzihic haben sich nicht der Versuchung hingegeben, das Problem aus dem Blickwinkel einer Ideallösung zu betrachten. Alles erscheint hier so verstreut, manchmal widersprüchlich, wie es auch jedem internationalen Verwalter vorkommt, der in diesem schwer durchschaubaren Landstrich Entscheidungen treffen soll.

Auf der anderen Seite aber hält sich das Buch auch erfrischend frei von der schönfärberischen Routine, die die Berichte der hilflosen Bürokraten durchzieht. Dass etwa die Wirtschaftslage des Kosovo eine säkulare Katastrophe ist und niemand nur im Ansatz eine Lösung weiß, sprechen die Autoren unverblümt aus. Wer frei von Scheuklappen und ohne diplomatische rosa Brille mit nachdenken will über Lösungen für die Herausforderung Kosovo, ist mit dem Werk bestens bedient



Der Krebs lebt nur vom Blut allein: Chemotherapie am Ende - Thomas BöhmDer Krebs lebt nur vom Blut allein: Chemotherapie am Ende
Thomas Böhm

Gebundene Ausgabe, 5. März 2008
     Verkaufsrang: 35262      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Dieses Buch wurde ausdrücklich nicht für Fachleute geschrieben - obwohl zu hoffen bleibt, dass diese sich der konstruktiven Kritik an ihrer Zunft stellen. Die Darstellung richtet sich primär an Laien, die gerne wüssten:

- Was ist Krebs und was ist er nicht?
- Wie wird er traditionell behandelt?
- Warum können Chemotherapie und Immuntherapie nicht funktionieren?
- Ignorieren die Forscher fundamentale biologische und physikalische Grundgesetze?
- Was ist und wie funktioniert Angiogenese-Hemmung?
- Ist sie das Behandlungsparadigma der Zukunft? Erste Erfolge mit Avastin und Nexavar belegen das und berechtigen zu weiteren Hoffnungen.
- Warum wurde dieses Behandlungskonzept über vier Dekaden weitgehend vernachlässigt?
- Welche Strukturen und Prozesse haben eine frühere Anerkennung verhindert?

Dieses Buch ist das erste im deutsch- wie im englischsprachigen Raum, das sich offen und ehrlich mit den Limitationen von Chemotherapie auseinandersetzt. Es beschreibt detailliert das Angiogenese-Konzept als die wohl beste, der Autor meint sogar: die einzige Lösung für das Krebsbehandlungsdilemma.

Dieses Buch versucht ein paar Missverständnisse zu (er)klären. Neue Ideen, auf welchem Gebiet auch immer, hatten und haben zu allen Zeiten einen schweren Stand, sich gegen das so genannte Bewährte durchzusetzen. Das liegt allerdings weniger an der Qualität der alten Konzepte als vielmehr an deren Interessensvertretern. Sie verteidigen natürlich verbissen ihr Terrain, in das sie oft Jahre ihres Lebens investiert haben.

Dieses Buch ist auch ein Appell, alte Dogmen zu überdenken, die keine neuen Erkenntnisse mehr liefern, und sich neuen, hoffnungsvolleren Ansätzen zu öffnen. In diese sollte entsprechend investiert werden - im Sinne des Patienten, für den letztlich nur die Verbesserung seiner Lebensqualität und die Lebensverlängerung zählen.


Da ich aber nicht so schnell aufgebe und man mir schon im Spital Hoffnung auf Heilung gemacht hat, war mein nächster Weg, dass ich mir eine Lektüre besorge, wo ich nachlesen kann, was da wirklich vorgeht.
Durch eine Bekannte bin ich auf das Buch aufmerksam gemacht worden und ich muss sagen, ich bin begeistert. Schon beim Durchblättern hab ich gesehen, dass ich das Buch auch mit meinen 9 Jahren Schulbildung verstehen kann, es ist also wirklich auch für Laien verständlich geschrieben.
Es gibt schon Stellen, die für Fachleute sind, aber auch da versucht der Autor später trotzdem noch, auch das für Laien aufzubereiten.
Ich sehe meinem Termin für die Behandlung schon gelassener entgegen und möchte mich hiermit auch beim Autor bedanken, da er mir viel von der Unsicherheit genommen hat.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

auch für Laien sehr gut verständlich      5 von 5 Punkten
Die Tatsache, einen Tumor zu haben, der mit einer Chemo behandelt werden muss, hat mich zuerst mal tief getroffen.
Da ich aber nicht so schnell aufgebe und man mir schon im Spital Hoffnung auf Heilung gemacht hat, war mein nächster Weg, dass ich mir eine Lektüre besorge, wo ich nachlesen kann, was da wirklich vorgeht.
Durch eine Bekannte bin ich auf das Buch aufmerksam gemacht worden und ich muss sagen, ich bin begeistert. Schon beim Durchblättern hab ich gesehen, dass ich das Buch auch mit meinen 9 Jahren Schulbildung verstehen kann, es ist also wirklich auch für Laien verständlich geschrieben.
Es gibt schon Stellen, die für Fachleute sind, aber auch da versucht der Autor später trotzdem noch, auch das für Laien aufzubereiten.
Ich sehe meinem Termin für die Behandlung schon gelassener entgegen und möchte mich hiermit auch beim Autor bedanken, da er mir viel von der Unsicherheit genommen hat.


Macht und Gegenmacht im globalen Zeitalter: Neue weltpolitische Ökonomie - Ulrich BeckMacht und Gegenmacht im globalen Zeitalter: Neue weltpolitische Ökonomie
Ulrich Beck

Taschenbuch, Oktober 2002
     Verkaufsrang: 253092      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 20,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Mit dem Fortschreiten der Globalisierung taugen die überkommenen Konzepte ihrer Bewältigung immer weniger. Und auch die überkommenen Muster der Beschreibung der politischen und gesellschaftlichen Wirklichkeit haben ihre Erklärungskraft eingebüßt. Ebenso jene ihrer Gestaltung. Längst haben sich die Zentren der Macht gravierend verschoben. Entscheidungen werden immer häufiger nicht dort getroffen, wo man sie aus Erfahrung vermutet. Dieser grundlegend veränderten Wirklichkeit muss sich dabei nicht nur die Politik selbst stellen. Auch die Sozialwissenschaften müssen sich neu orientieren, schließlich sollen sie uns diese Wirklichkeit erhellen. Ganz in diesem Sinne arbeitet Ulrich Beck seit Jahren unter der Überschift Reflexive Modernisierung fleißig an einer soziologischen Theorie zur Neuvermessung der politischen und gesellschaftlichen Räume. Mit seiner Arbeit Macht und Gegenmacht im globalen Zeitalter legt er denn auch nicht nur eine "neue weltpolitische Ökonomie" -- so der Untertitel -- vor, er will zugleich eine "Neue Kritische Theorie in kosmopolitischer Absicht" begründen.

Außer der in vielem sehr genau beobachteten Verschiebung von Machtzentren thematisiert der Autor sehr ausführlich und hellsichtig die Strategien transnational-zivilgesellschaftlicher Bewegungen als möglicher neuer Heimstatt des Politischen. Diese "Nichtregierungsorganisationen", die neben den Akteuren der Weltwirtschaft in den letzten Jahren sowohl national wie inter- und transnational unübersehbar an Bedeutung gewonnen haben, sieht er dabei als grundlegende Elemente für die Rückkehr des Politischen in der Gestalt einer kosmopolitischen Zivilgesellschaft. Dieser Zivilgesellschaft empfiehlt der Autor seine neue kritische Theorie gleichsam als intellektuellen Überbau. Ein sehr inspirierendes Buch, dessen kleiner Schönheitsfehler (mehr ist es nicht) nicht verschwiegen werden soll: Angesichts mancher, nicht ganz präziser empirischer Angaben wäre es hilfreich gewesen, wenn alle Quellen sauber zitiert worden wären. --Andreas Vierecke

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Kluge Analysen der neuen Weltordnung      5 von 5 Punkten
Ulrich Beck wird seinem Ruf als Soziologe von Rang gerecht: Wortgewaltig und mittels differenzierter Begrifflichkeiten (Achtung: Keine ganz leichte Lektüre!) versucht er, die kosmopolitischen und transnationalen Entwicklungen zu Beginn des 21. Jahrhunderts in den Griff zu bekommen. Er sensibilisiert für die offenen Machtverhältnisse und die zahlreichen Widersprüche zu Beginn der "zweiten Moderne", welche sich aber nicht nur schwächend, sondern auch systemstabilisierend auswirken können. Er zeigt auf, welche Lösungen für welche Akteure viel versprechend sind, wirft aber auch immer wieder Fragen auf, die er unbeantwortet lassen muss. Denn das Netz von Wirkfaktoren und Globalisierungsakteuren (die teilweise sogar das Gegenteil von dem hervorrufen, was sie anstreben) ist ausserordentlich komplex. Das tut dem Werk aber keinen Abbruch: Wir legen es allen ans Herz, die das globale Geflecht von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik, auf hohem Niveau reflektiert, verstehen wollen.


 Weitere Lesermeinungen



Die glückliche Gesellschaft: Kurswechsel für Politik und Wirtschaft - Richard LayardDie glückliche Gesellschaft: Kurswechsel für Politik und Wirtschaft
Richard Layard

Gebundene Ausgabe, März 2005
     Verkaufsrang: 201571      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Der Wirtschaftswissenschaftler Richard Layard lehrt an der renommierten London School of Economics und arbeitet als Berater unter anderem für die britische Regierung. Der Mann ist also in seiner Wissenschaft alles andere als ein Außenseiter. Dies ist wichtig zu betonen, denn sein Buch Die glückliche Gesellschaft überrascht -- zumindest angesichts des wissenschaftlichen Hintergrunds des Autors -- mit geradezu unerhörten Thesen.

Wie andere Autoren auch fordert Layard von Politik und Wirtschaft einen "Kurswechsel". Dies wäre für sich genommen alles andere als originell. Aber was für einen Kurswechsel fordert der Ökonom? Weniger Staat? Mehr Leistung und Eigeninitiative? - Weit gefehlt! In gewisser Weise fordert er sogar das genaue Gegenteil. Auch sind es nicht etwa die notwendigen Bedingungen für ein möglichst kräftiges Wirtschaftswachstum oder dergleichen, die den Direktor des Center of Economic Performance umtreiben. Nein. Dem Mann man geht es um unser Glück! Und zwar nicht um die allgemein hierfür angesehenen ökonomischen Bedingungen, die eine möglichst prall gefüllte Brieftasche dafür angeblich bereitstellt, sondern tatsächlich um das Glück selbst!

"Eine Gesellschaft", heißt es zum Ende dieses lesenswerten Plädoyers für einen grundlegenden Perspektivenwechsel unserer ökonomischen und politischen Orientierung sowie des Umgang mit uns selbst und mit anderen, "kann sich nicht entfalten ohne ein gemeinsames Ziel". Damit sei jedoch mehr als die "Selbstverwirklichung des Einzelnen" gemeint, die heute in aller Munde ist. Wenn nämlich der Einzelne immer nur das Beste für sich selbst suche, sei das Leben aufreibend, einsam und könne nicht gelingen. Was wir stattdessen bräuchten -- ein jeder auch um seiner selbst willen -- sei "das Gefühl, dass unser Leben einen höheren Sinn hat". Ein Buch, das so manchen der Maßstäbe wieder zurechtrückt, die wir längst verloren haben! -- Andreas Vierecke

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 11 Bewertungen)

Wie Politik und Wirtschaft und man selbst die Menschen/sich selbst glücklich macht      5 von 5 Punkten
Meiner Meinung nach ist dieses ein super Buch, bei dem ich meine Ansicht mit "wernerdrger" teile und dessen Rezension als vollkommen treffend ansehe.
Eine Richtigstellung zu einem Rezensenten möchte ich aber machen: Richard Layard bekräftigt nicht das Urteil: "arm aber glücklich". Er legt dar, dass ab einer bestimmten Einkommengrenze, bei der man sich Bildung schon leisten kann, die Menschen mit steigendem Einkommen nicht entscheidend glücklicher werden (wichtiger ist der Vergleich zu anderen).


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Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung - Joseph SchumpeterTheorie der wirtschaftlichen Entwicklung
Joseph Schumpeter

Broschiert, Februar 2006
     Verkaufsrang: 55874      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 38,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Fünfundneunzig Jahre nach der Veröffentlichung der 1. Auflage von Schumpeters "Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung" präsentiert der Verlag in einem Nachdruck die "Urauflage" mit einer Einführung der Marburger Ökonomen Jochen Röpke und Olaf Stiller. Der Leser kommt so in den Genuß, die ungekürzte, 548 Seiten umfassende erste Auflage des frühen Schumpeterwerkes studieren zu können. Damit wird eine gänzlich neue Sicht dieses volkswirtschaftlichen Klassikers ermöglicht. Hatten Ökonomen bereits mit späteren, theoretisch "entschärften" Auflagen Schwierigkeiten, müssen sie sich auf Überlegungen einstellen, die in ihrer Radikalität und Weitsicht von keinem Ökonomen der Entwicklungs- und Evolutionsökonomik bis heute erreicht wurden - würden sie Schumpeter 1911 lesen (können).Insbesondere das zweite Kapitel, "Das Grundphänomen der wirtschaftlichen Entwicklung", und das unbekannte siebente Kapitel, "Das Gesamtbild der Volkswirtschaft", der ersten Auflage bedeuten einen enormen Mehrwert
für die heutige wissenschaftliche Diskussion und bieten handlungspraktische Orientierung für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Gerade Schumpeters Ruf nach einer neuen wissenschaftlichen Methode bzw. einem neuen theoretischen Ast für das Phänomen der Entwicklung ist für die moderne Ökonomie und die politische Steuerung von komplexen Innovationssystemen von zentraler Bedeutung. Die klare, in sich konsistente Entwicklungstheorie mit einem neuen Paradigma jenseits der "Neoklassik" und der "reinen Ökonomie" gibt Antworten auf Entwicklungs- und Wachstumsvorgänge in Volkswirtschaften, sei es für das Zeitalter der Automobile, des Internets und der Nano- und Biotechnologie.
Die Neuauflage gewährt daher nicht nur dem Fachmann neue Einsichten in das frühe Denken eines Theoriegenies, sondern jedem am Fortschritt der Wirtschaft und der Wirtschaftspolitk Interessierten junggebliebene Erkenntnisse und frische Argumente jenseits der Tagespolitik und der Medienroutine.




Einsatz ohne Ziel?: Die Politikbedürftigkeit des Militärischen - Klaus NaumannEinsatz ohne Ziel?: Die Politikbedürftigkeit des Militärischen
Klaus Naumann

Gebundene Ausgabe, September 2008
     Verkaufsrang: 223691      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Der Bundeswehreinsatz in Afghanistan gerät zum Offenbarungseid. Hier zeigen sich beispielhaft die Fehlleistungen und Strukturdefizite der deutschen Sicherheitspolitik  ihre Begründungsschwächen und die überzogenen Ansprüche, der geringe Mitteleinsatz und die kurzatmigen Mandate, die realitätsblinden Aufträge mit gravierenden Strategie- und Koordinationsmängeln, das Missverhältnis zwischen den militärischen und den zivilen Komponenten. Das Versagen hat System. Den Übergang von »Verteidigung« zu »Sicherheit« hat die politische Klasse nicht bewältigt, denn sie lebt noch aus dem Fundus der Bonner Republik. Weder die politischen Strukturen noch das politische Personal sind auf die neuen Bedingungen globaler Sicherheitsvorsorge eingerichtet. Auch die Militärelite hat die neuen politischen Lektionen noch nicht gelernt, sondern verharrt in professionalistischer Selbstbeschränkung. Beides zusammen begünstigt eine Vertiefung der Kluft zwischen der Sicherheitspolitik, dem Militär und einer Bürgergesellschaft, die sich aus militärischen Verpflichtungen weitgehend verabschiedet hat. Klaus Naumann liefert in diesem Band eine Bestandsaufnahme der fehllaufenden Entwicklungen. Er gibt Anstöße zu einer Neujustierung der sicherheitspolitischen Strukturen und formuliert die neuen Anforderungen an die Sicherheitseliten.



Der Erziehungsnotstand: Wie wir die Zukunft unserer Kinder retten - Petra GersterDer Erziehungsnotstand: Wie wir die Zukunft unserer Kinder retten
Petra Gerster, Christian Nürnberger

Taschenbuch, März 2003
     Verkaufsrang: 212824      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Expertenmangel in Deutschland. Die Wirtschaft schlägt Alarm: Schulen seien nicht praxisorientiert, die Ausbildung dauere zu lange. Und die Politik reagiert: Das Bildungssystem ist wieder Thema -- für Petra Gerster und Christian Nürnberger ein Zeichen, dass sich politische Entscheidungen in erster Linie an den Interessen der Wirtschaft orientieren. Dabei liegt ihrer Meinung nach die Misere nicht in fehlenden Wirtschaftsspezialisten, sondern im Erziehungsnotstand: Lehrermangel, veraltete Unterrichtsmethoden, eine vernachlässigte Erziehung und verhaltensauffällige Kinder. Mit ihrem Buch Der Erziehungsnotstand wollen die Autoren daher eine öffentliche Diskussion über Werte und Erziehung anregen.

Gerster und Nürnberger haben beobachtet, dass viele Eltern in der Erziehung unsicher geworden sind und sie deshalb auf ein Minimum reduzieren. Doch nur erzogene Kinder können sich in der Schule so verhalten, dass ein erfolgreicher Unterricht möglich ist. "Wer eine bessere Bildung will, muss daher zuerst die Erziehung verbessern", fordern die Autoren. Sie sehen Bildung als reinen Selbstzweck. Wie bereits Humboldt forderte, sollen Humanität und "gelungenes Menschsein" Ziele der Bildung sein -- und nicht Nützlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Gerster und Nürnberger akzeptieren daher nicht, dass Schulen und Universitäten lediglich als "Fitmacher" für künftige Jobs missbraucht werden. Denn nur aus Bildung entstehe Kultur. Und nur in einem kultivierten Umfeld können Kinder wichtige Eigenschaften wie Interesse, Neugier, Leistungswille und Engagement entwickeln, betont das Autoren-Paar.

Die profilierten Journalisten Petra Gerster und Christian Nürnberger sind selbst Eltern zweier schulpflichtiger Kinder und beschreiben den Erziehungsnotstand aus eigener Erfahrung. Sie analysieren Situationen in Familie und Schule, die dem Leser nur allzu bekannt vorkommen. Der Erziehungsnotstand ist ein äußerst lesenswerter Beitrag zur aktuellen Diskussion um das Bildungssystem. --Gabriele Hilchenbach

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 11 Bewertungen)

Was man schon immer über Erziehung ahnte, aber nicht zu sagen wagte      5 von 5 Punkten
Ausgehend von ihren eigenen Kindern und deren Freunden beschreibt das Ehepaar Gerster/Nürnberger, wie Kinder heute erzogen werden oder auch nicht! Die Autoren sprechen alle Bereiche an, die auf Kinder einwirken, sie formen, und ihr Leben bzw. Heranwachsen tangieren. Dazu gehören Umgangsformen zu Hause und anderswo, Freizeitverhalten, elektronische Medien (Nintendo, Computer), Fernsehkonsum, Konsumverhalten, Umgang mit Peer Groups, Schulen, Bildung, Computer in der Schule. Jedes dieser Themen wird kritisch untersucht und hinterfragt. Zahlreiche konkrete Beispiele machen die Abhandlung anschaulich, verständlich und kurzweilig zu lesen. Man ertappt sich immer wieder dabei, zustimmend mit dem Kopf zu nicken. Dieser Text formuliert, was man immer schon ahnte, aber selbst nicht in konkrete Worte zu fassen vermochte. Und er traut sich, in Teilen durchaus unpopuläre Meinungen zu vertreten und nimmt in Kauf, damit anzuecken. Eine wissenschaftliche Abhandlung über Erziehung ist dieses Buch nicht. Allerdings bringt es gesellschaftliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen schlüssig mit Erziehung und Bildung in Verbindung und weist kritisch auf Zusammenhänge hin. Als Einstieg in die Lektüre pädagogischer Ratgeber ist dieses Buch sehr gut geeignet und absolut empfehlenswert.


 Weitere Lesermeinungen



Holzrausch: Der Bioenergieboom und seine Folgen - Peter WohllebenHolzrausch: Der Bioenergieboom und seine Folgen
Peter Wohlleben

Broschiert, Juni 2008
     Verkaufsrang: 272812      Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen.

Preis: € 14,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Bioenergie boomt. Ob als Pellets, Biodiesel oder Biogas, die Nachfrage nach Energie aus Biomasse steigt und steigt. Nicht zuletzt des Klimas wegen, wird den sympathischen Energieträgern doch eine ausgewogene Ökobilanz nachgesagt. Und politische Zielvorgaben, Förderprogramme sowie der steigende Ölpreis heizen die grüne Goldgräberstimmung weiter an.
Doch welche Folgen hat die steigende Nachfrage für Wälder, Felder, Wiesen? Tritt der Anbau von Energiepflanzen auf begrenzt vorhandenen Flächen nicht in unmittelbare Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion, wie die jüngsten Meldungen über steigende Lebensmittelpreise nahelegen? Und bedeutet nicht jede Neugewinnung fruchtbarer Böden die Rodung von Wäldern, sei es am Amazonas oder in Indonesien? Wie positiv ist die Klimabilanz wirklich und welche Auswirkungen sind für Artenvielfalt und Naturschutz zu befürchten? Ist Bioenergie wirklich eine Alternative zu fossilen Brennstoffen und Atomenergie, oder kann sie bestenfalls eine Ergänzung sein?

Ausgehend vom Trend hin zu vermeintlich umweltfreundlichen Energie- und Wärmequellen, der mit Kaminöfen und Pelletheizungen in unseren Häusern beginnt, schlägt der Förster und Autor Peter Wohlleben eine Schneise in das Dickicht von Für und Wider der Bioenergie. Seit Langem beobachtet er die Veränderungen, die die mitteleuropäischen Wälder angesichts einer Branche im Holzrausch erleben. Doch sein Blick reicht - buchstäblich - weit über den Tellerrand. Das Dilemma von "Tank oder Teller?" ist in Nordamerika ebenso zu Hause wie in den Schwellenund Entwicklungsländern. Und seine Bilanz ist eindeutig: Bioenergie kann die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllen. Schlimmer noch; durch das kollektiv beruhigte "grüne Gewissen" leistet sie einem weiterhin ungebremsten Energieverbrauch Vorschub und fördert damit Umweltzerstörung und Hunger.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Ein leicht verständliches, populärwissenschaftliches Buch, das jedem Bürger, vor allem den Politikern, wärmstens empfohlen sei      4 von 5 Punkten
In seinem neuen Buch beschäftigt sich der Forstingenieur Peter Wohlleben mit dem brisanten und hochaktuellen Thema der Klimaveränderung und dem verzweifelten Versuch mit alternativen, biologischen Energierohstoffen eine Katastrophe abzuwenden.
Dabei grassiert zur Zeit ein regelrechter Boom in erneuerbare Energien aus biologischen Rohstoffen, wie Holz, Raps, Chinagras etc.
Dass diese Medaille, wie alle anderen, auch eine andere Seite besitzt, beschreibt Wohlleben in seinem Buch Holzrausch, dessen Titel sich an den großen Goldrausch des 19. Jahrhunderts in Amerika anlehnt. Mittlerweile hat die Gier nach dem nachwachsenden Rohstoff Holz bisweilen ebenso bizarre Züge angenommen.
In dem ersten Abschnitt Energie aus dem Wald beschreibt der Autor die Vor- und Nachteile der Holzöfen und Pelletheizungen und informiert den Leser auch über die Schlagzeile Feinstaub, die immer wieder in Zeitungen und Nachrichten auftaucht. Was wenige wissen, ist, dass die wachsende Nachfrage nach Brennholz und alternativen Energien bereits jetzt eine Holzknappheit hervorgerufen hat und die Wälder vor einer erneuten Nährstoffverarmung bewahrt werden müssen. Denn es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis der komplette Baum, vom Stammfuß bis zu Zweigspitze verwertet wird und keinerlei Biomasse mehr übrig bleibt, um in Ruhe vor sich hinzufaulen und damit unzähligen Tier- und Pflanzenarten eine erneute Lebensgrundlage zu bieten.
Welche Auswirkungen dieser Holzrausch auf das Ökosystem Wald hat und wie die Prognosen aussehen, zeigt Wohlleben in dem Kapitel Lebensraum Wald auf leicht verständliche Art und Weise.
Wie schizophren und kurzsichtig der derzeitige Boom nach Holz, Raps oder auch Chinagras als neue Energieträger ist, wird in dem Abschnitt Überstrapaziert geschildert. Hier erfährt der Leser einige interessante Hintergründe über Weltwirtschaft und Umweltpolitik.
In Klima, prima! setzt sich Wohlleben mit der aktuellen Klimaproblematik auseinander und den derzeitigen Versuchen dem steigenden Treibhauseffekt entgegen zu wirken. Auch hier wird differenziert auf die verschiedenen Methoden und Alternativen eingegangen.

Das zweite Buch von Peter Wohlleben beschäftig sich auf kritische Weise mit einem sehr wichtigen Thema, welches jeden von uns angeht und immer mehr in den Fokus von Gesellschaft und Politik rückt. Noch vor knapp zehn Jahren war Heizen mit Holz wenigen Naturliebhabern überlassen, mittlerweile ist daraus eine florierende Industrie entstanden, die bereits deutlich Auswirkungen auf das Ökosystem Wald genommen hat. Und nicht nur dort ist der derzeitige Bioenergieboom zu spüren, auch in der Landwirtschaft sind die Folgen bereits unverkennbar. Riesige Ackerflächen werden zum Anbau von Raps und Mais genutzt, um diese zu Öl oder Biogas umzuwandeln. Wie sehr die Lebensmittelindustrie davon betroffen ist, zeigen die steigenden Import-Zahlen. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Peter Wohlleben beschreibt leicht verständlich welche Auswirkungen die derzeitige Ausbeutung unserer Umwelt haben wird und warnt vor allzu euphorischen Stimmen, welche die Bioenergie als Rettung vor der Klimakatastrophe preisen. Dabei hat Wohlleben eine ausgezeichnete Recherche betrieben, von der eine Unmenge an Zahlen zeugt, die der Autor dem konsternierten Leser um die Ohren haut. Sicherlich sehr interessant, manchmal aber auch zuviel des Guten. An der einen oder anderen Stelle hätte ein Diagramm den Text auflockern können, beziehungsweise das Anliegen des Autors besser verdeutlicht. Das Buch hat einen sehr negativen Tenor und manches Mal steht man allein beim Lesen kurz vorm Verzweifeln, ob der Ausweglosigkeit der derzeitigen Situation.
Doch Peter Wohlleben informiert und kritisiert nicht nur, sondern spendet auch Hoffnung, denn es ist (fast) nie zu spät noch etwas zu ändern und dem aktuellen Trend eine neue Richtung zu geben, um unsere Wälder und unsere Umwelt dauerhaft zu bewahren. Leider ist das Buch mit knapp 15 Euro für 160 Seiten nicht gerade günstig.


Weltmacht USA , Ein Nachruf, 5 Audio-CDs - Emmanuel ToddWeltmacht USA , Ein Nachruf, 5 Audio-CDs
Emmanuel Todd, Helmut Winkelmann

Audio CD, 2003
     Verkaufsrang: 268834     

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Aggressiv und unberechenbar -- so verhalten sich die USA derzeit nach Ansicht des französischen Sozialwissenschaftlers Emmanuel Todd. Sind also die Amerikaner als einzig verbliebene Supermacht der Erde zu stark geworden? Im Gegenteil, meint Todd in dieser Streitschrift. Denn: "Die USA beherrschen längst nicht mehr die Welt, sie sind dabei, die Kontrolle zu verlieren." Genau darin sieht er den Grund, warum Washington vom "internationalen Ordnungsfaktor" zum "Unruhestifter" geworden sei.

Seine provokante These vom Niedergang der "Weltmacht USA" unterfüttert der Autor mit einigen, teils durchaus überzeugenden Beobachtungen. Der Franzose verweist beispielsweise auf das immense Defizit in der amerikanischen Handelsbilanz: Die Vereinigten Staaten importieren ein Vielfaches von dem, was sie exportieren. Sie sind, mit anderen Worten, wirtschaftlich stark vom Ausland abhängig -- und damit verwundbar. Auch politisch würden die USA nach dem Ende des Kalten Krieges nicht mehr als Schutzmacht gegen den Kommunismus gebraucht. Aus dieser tiefen Verunsicherung heraus resultiert nach Ansicht Todds der "theatralische Militarismus" der USA: Mit Angriffen auf schwache Gegner wie Afghanistan oder den Irak wolle Washington eine Stärke demonstrieren, die es de facto längst verloren habe.

Todd betont immer wieder, dass er sich nicht zum Lager der Antiamerikaner zählt. Und er gibt sich alle Mühe, seine Argumente wissenschaftlich zu begründen, oft mit recht ausufernden Theoriegebäuden. Gleichwohl sind Todds Thesen zuweilen holzschnittartig. In der Zeit zwischen 1950 und 1990 stilisiert er die USA zum "gütigen Hegemon", ja sogar zum "Reich des Guten". Umgekehrt hätten die Vereinigten Staaten heute das "Lager der Gerechten" verlassen. Beide Zuschreibungen sind sprachlich wie inhaltlich platt. Und die "Rede vom weltweiten Terrorismus" mag den USA zwar gelegen kommen -- eine Erfindung Washingtons, wie von Todd unterstellt, ist die Terrorgefahr aber ganz sicher nicht.

Fazit: Streitschriften dürfen überspitzen und provozieren. Und deshalb ist Todds Buch ein lesenswerter und zur Diskussion herausfordernder Beitrag zu einer wichtigen Debatte, die uns alle angeht. --Christoph Peerenboom

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 55 Bewertungen)

Weltmacht am Abgrund      5 von 5 Punkten
Todd schildert plastisch, wie es die theoretisch-philosophischen Defizite einer irrational-trivialreligiösen und esoterischen Waffenscheinbesitzernation ohne zukunftsweisende Eigenprodukte (mit Ausnahme der Raumfahrt und IT-Technologie) schaffen, in einer unheilvollen Kombination das vor Nationalismus und Machtanspruch trotzende Land an den Rand der Bedeutungslosigkeit zu bringen. Sehr deutlich ist dies mittlerweile an der Rolle Chinas abzulesen. Die Gefahr dabei ist, daß der bombenabwurferfahrene kranke Mann USA, noch vor Waffen starrend, zunehmend beißwütig reagieren könnte. Damit wüchse das von ihm ausgehende Gefahrenpotention noch weiter. Die brillianten US-Intellektuellen sitzen ihrerseits an den Rand gedrängt und Washington verachtend in ihren Instituten und können wenig bewirken. Die größten Intellektuellen, wie beispielsweise der "Einstein der Geisteswisschenschaften" Chomsky sind die vehementesten Kritiker der eigenen Nation geworden.


 Weitere Lesermeinungen



Völker klagen an - Elazar BarkanVölker klagen an
Elazar Barkan

Gebundene Ausgabe, 2002
     Verkaufsrang: 116900     

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Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

In den Wind gesprochen ?      4 von 5 Punkten
Eigentlich kommen derartige Bücher,wie dieses, immer etwas zu spät.
Es ist schon geschehen, was da moniert wird. Und eine Moral wäre doch schon da gewesen. Eine späte oder gar eine neue Moral gibt es eigentlich nicht.
Nun gut.
Völker klagen an.
Doch hier in diesem Buch erscheint beispielsweise nur ein kleiner Ausschnitt aus dem unendlich grausamen Geschehen historischer Verantwortung.
Und damit bin ich auch schon am Kern der Sache.
Die Schuld - und darum geht es doch - ist immer auch bewußt, also gewollt.
Und so geht es also munter weiter, denke ich, sieht man sich nur den nahen Osten an.
Was ist mit Indianern geschehen, was hat es mit der Versklavung der Schwarzen auf sich, wie laufen die neuen Versklavungen, die Vermarktung von Mädchen, Jungen, Frauen, willigen (sehr armen!)Arbeitslosen weltweit bei weiterer Steigerung der Rationaliät in bezug auf Arbeitsvorgänge ?
Und was sollen Kinder im Alter von 3 bis 14 Jahren davon halten, wenn ihre Väter (und z.T. Mütter!) als Kämpfer vorbereitet werden, um einen Feind abzuwehren.
Also: wir stehen noch am Anfang und jedes Buch dieser Art kommt eigentlich zu spät.
Da schüttelt man gerne den Kopf bei Sonntagsreden auch hochrangiger Politiker, aber das kennen wir ja.
Trotzdem ist dieses Buch schon lesenswert.


Die Absteiger. Planet der Sklaven? - Des GriffinDie Absteiger. Planet der Sklaven?
Des Griffin

Broschiert, April 1988

Verkaufsrang: 154358

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Handbuch Europäische Wohlfahrtssysteme: Ein Handbuch - Handbuch Europäische Wohlfahrtssysteme: Ein Handbuch

Broschiert, 12. Dezember 2007

Verkaufsrang: 164170
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 49,90
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