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| Gesellschaft, Politik | Inhaltsangaben Kurzbeschreibungen Zusammenfassungen | |
Varianten des Wohlfahrtsstaats: Der deutsche Sozialstaat im internationalen Vergleich Franz-Xaver Kaufmann Taschenbuch, Mai 2003 Verkaufsrang: 149502 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Franz-Xaver Kaufmanns Buch ist kein weiterer Schnellschuss-Beitrag zur aktuellen Reformdiskussion unserer Sozialsysteme, sondern ein Stück bester wissenschaftlicher Grundlagenforschung. Jeder, der sich in vergleichender Perspektive kompetent mit dem Thema Wohlfahrtsstaat beschäftigt, wird an dieser Analyse des Altmeisters der deutschen Sozialstaatsforschung nicht vorbei kommen. Die vergleichende Anlage der Untersuchung lässt nichts zu wünschen übrig. Sicherlich kann man sich über die Auswahl der Länderstudien streiten, doch sind die Auswahlkriterien schlüssig begründet. Ausgehend von der Annahme, dass Begriff und Ausgestaltung des Wohlfahrtsstaates auf normativen Grundlagen beruhen, stellt Kaufmann zwei antipodische Leitbildkonzeptionen von Staat und Gesellschaft an den Anfang: die USA mit ihrer liberal-kapitalistischen Tradition und die ehemalige Sowjetunion mit ihren sozialistischen Forderungen. In diesem Spannungsfeld haben sich in Westeuropa nach dem Zweiten Weltkrieg verschiedene Varianten des Wohlfahrtsstaates herausgebildet. Neben diesen internationalen Einflüssen identifiziert der Autor historische und ideengeschichtliche Eigenheiten der Staaten als Gründe: die Armutsfrage als Leitproblem der britischen Gesellschaft, das Gleichheitsproblem in Schweden oder die Arbeiterfrage in Deutschland. Als Vergleichsdimensionen wählt Kaufmann "Staat und Gesellschaft", "Wirtschaftssystem -- Gewerkschaften -- Arbeitsrecht", "Leitproblem", "Rolle des Staates" sowie strukturelle und institutionelle Spezifika. Eingerahmt sind die Länderstudien von einer umfangreichen methodisch-theoretischen Einführung am Anfang und etwas skizzenhaft wirkenden synoptischen Schlussbemerkungen. Darin wird die Entwicklung Deutschlands von Anfang bis etwa Mitte der 1990er-Jahre im Vergleich zu den OECD-Staaten analysiert sowie ein kurzer Ausblick auf die "wohlfahrtsstaatliche Entwicklung im Rahmen der europäischen Integration" gegeben. Wermutstropfen: Die Studie ist abgesehen von einigen Aktualisierungen auf dem Stand von 1999, was daher rührt, dass sie eigentlich für eine im Jahr 2000 publizierte Schriftenreihe des Sozialministeriums verfasst wurde. Fazit: Trotz dieser Einschränkungen ist das Ergebnis eine an Informationen sehr dichte, hervorragend strukturierte und gut zu lesende Analyse mit großem Erkenntnis- und Nutzwert. --Dr. Manfred Schwarzmeier
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Praxiswissen für Kommunalpolitiker: Erfolgreich handeln als Gemeinde-, Stadt-, Kreis- und Bezirksrat Franz Dirnberger, Emil Schneider, Roland Wölfel Broschiert, 1. Februar 2008 Verkaufsrang: 239761 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Diese völlig auf die Praxis ausgerichtete Hilfe bietet eine äußerst anschauliche Einführung in das "tägliche Brot" der Kommunalpolitik. Übersichtlich vermittelt es die Grundlagen des Gemeinderechts und erläutert elementare Arbeitsbereiche von der Amtshaftung über das Baurecht bis hin zur Personalwirtschaft in leicht verständlicher Form. Enthalten sind ein Leitfaden sowie ein lexikalisch aufgebauter Teil mit Begriffsdefinitionen. Dies garantiert eine schnelle und sichere Orientierung im Dschungel kommunaler Verfahrens- und Entscheidungsabläufe. Die Autoren sind sämtlich erfahrene Mandatsträger, Bürgermeister und Mitarbeiter kommunaler Spitzenverbände. Kurz - ein "Muss" für jeden, der schnell, richtig und bürgernah handeln möchte.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Ängstliche Gedanken und Vertriebsmentalitäten 2 von 5 Punkten Das Buch malt eine aussichtlose Lage der bayrischen Kommunen und zeigt keine wahren Lösungsansätze. Schade, der Präsident des Bayerischen Gemeindetages ist nicht in der Lage eine Analyse mit handfesten Lösungen zu präsentieren.
Ein Muss für jeden Bayerischen Kommunalpolitiker 5 von 5 Punkten Das Buch sollte ein Muss für jeden Bayerischen Kommunalpolitiker sein. Die Autoren beschreiben anschaulich die verschiedenen Felder der Kommunalpolitik und beleuchten dabei auch Gemeinsamkeiten und Unterschiede der einzelnen Ebenen (Gemeinde, Kreis, Bezirk). Für mich als Neuling im Kreistag ist dieses Buch eine wichtige Grundlage um die Entscheidungswege und Zuständigkeiten zu verstehen. Selbst als langjähriger Parteifunktionär hilft mir das Buch mein Amt als Kreisrat besser zu verstehen und auszuüben. |
So wird's gemacht: So wird's gemacht, Bd.65, Fiat Uno (von 9/82 bis 7/95): Bd 65 Hans-Rüdiger Etzold Taschenbuch, Juni 2001 Verkaufsrang: 268042 FIAT UNO von 9/82 bis 7/95- 0,9 l / 33 kW ( 45 PS) 146A .000+A1.000 01/83-05/85- 1,0 l / 32 kW ( 44 PS) 156A2.000+A2.048 06/85-10/91- 1,0 l / 33 kW ( 45 PS) 156A2.246 05/88-07/95 KAT- 1,1 l / 37 kW ( 50 PS) 156C .046 05/91-07/95 KAT- 1,1 l / 41 kW ( 55 PS) 138B .000 03/83-01/86- 1,1 l / 43 kW ( 58 PS) 146A4.048 08/84-09/88- 1,3 l / 48 kW ( 66 PS) 138B2.000 09/82-09/88- 1,3 l / 50 kW ( 68 PS) 149A7.000 09/82-09/88- 1,3 l Turbo / 74 kW (100 PS) 146A2.246 01/86-09/91 KAT- 1,3 l Turbo / 77 kW (105 PS) 146A2.146 04/85-09/91- 1,4 l / 51 kW ( 70 PS) 160A1.046 10/89-07/95 KAT- 1,4 l Turbo / 82 kW (112 PS) 146A8.046 10/91-07/95 KAT- 1,5 l / 55 kW ( 75 PS) 149C1.000 01/86-07/95 KAT- Diesel 1,7 l / 43 kW ( 58 PS) 149B3.000 01/86-07/95-
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Kunst für alle Kunst im öffentlichen Raum zwischen Partizipation, Intervention und Neuer Urbanität Uwe Lewitzky Taschenbuch, Januar 2005 Verkaufsrang: 274320 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Kunst im öffentlichen Raum entwickelt sich verstärkt zum weichen Standortfaktor des Stadtmarketings. Es gilt nicht mehr der hehre Anspruch einer Kunst für alle, vielmehr funktioniert Kunst als Instrument der Homogenisierung und Inszenierung im Interesse der herrschenden Wachstumskoalition.Das Buch beleuchtet vor diesem Hintergrund den Kontext Stadtentwicklung/Neue Urbanität. Es erarbeitet anhand der Theorien Pierre Bourdieus und Henri Lefebvres neue Kriterien der Beurteilung, die dann u.a. bei den Kunstprojekten "Park Fiction" (Hamburg, seit 1995) und "Wochenklausur" (international, seit 1993) angewandt werden. Die Lektüren dieser Kunstwerke eröffnen eine Perspektive für die Schaffung kommunikativer Freiräume und ergänzen damit das herrschende Paradigma der Stadt.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Kunst im öffentlichen Raum 4 von 5 Punkten Das Besondere dieses Buches ist weniger der eigenständige Ansatz bei der Betrachtung von Kunst im öffentlichen Raum als vielmehr das Zusammenbringen und umfassende Darstellen der unterschiedlichen Faktoren, die für eine Wahrnehmung und Einschätzung künstlerischer Praxis im öffentlichen Raum heute notwendig geworden sind. Das Buch beginnt mit der Betrachtung des Verhältnissses von Kultur und Gesellschaft und führt mit Jameson, Schulze und Debord Positionen an, die sich mit eben jener Fragestellung auseinander setzen. Im zweiten Teil des Buches geht es dann um den urbanen bzw. räumlichen Kontext. Lewitzky setzt sich hier zum einen mit der sogenannten neuen Urbanität der unternehmerischen Stadt auseinander - etwa am Beispiel der Stadtentwicklung Hamburgs und der Hafencity - und untersucht gleichzeitig aktuelle Strategien kommunaler Kulturpolitik. Der dritte Teil des Buches widmet sich den Theorien von Lefebvre, Bourdieu und erneut Debord und ihren Versuchen zur Überwindung eines menschenfeindlichen Urbanismus zu gelangen, wobei Lefebvre mit seiner Utopie einer kreativen urbanen Gesellschaftsform in Anbetracht der traurigen Realität leider einmal mehr als altlinker Träumer da steht. Abschliessend wird sowohl die Entwicklung der Kunst im öffentlichen Raum seit 1950 dargestellt, als auch der sich permanent weiterentwickelnde Begriff der Ortspezifik erläutert. Es werden darüberhinaus exemplarisch unterschiedliche affirmativ bis kritische Projekte von Künstlern, bzw. Künstlergruppen wie Ayse Erkmen, Wochenklausur und Park-Fiction vorgestellt und anhand der im Vorfeld dargelegten Diskurse bewertet, wobei der Autor besonderes Augenmerk auf das Projekt Park Fiction gelegt hat, dass auch schon auf der letzten Documenta in Kassel zu sehen war und in dessen Rahmen es um die Errichtung eines von Anwohner gestalteten Parks im Hamburger Stadtteil St.Pauli geht. |
G8 Macht Politik: Wie die Welt beherrscht wird
Broschiert, April 2007 Verkaufsrang: 190769 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der Band versammelt international renommierte Fachleute, engagierte Wissenschaftler und Aktivisten. Ihre Beiträge klären über die neoliberalen Strategien und Folgen der G8-Politik als globaler Architektur auf. Sie verdeutlichen, weshalb der Abbau weltweiter Ungleichheiten - wie ihn sich die G8-Regierungschefs beim Gipfeltreffen in Heiligendamm auf die Fahnen schreiben - nicht stattfinden wird. Stattdessen verdichtet sich die globale Vernetzung der herrschenden Eliten. Der G8-Gipfel 2007 findet unter der Präsidentschaft Angela Merkels statt. Auf der Tagesordnung angieren die Ausgestaltung der globalisierten Weltwirtschaft und die Entwicklung Afrikas ganz oben. Der Reader behandelt u. a.: Struktur der G8, globale Wirtschaftspolitik, multipolare Tendenzen der Welt(un)ordnung und Konflikte um natürliche Ressourcen, Wasserhandel, Technologie-, Klima und Umweltfragen, Hunger und Ernährung, globale Ungleichheit aus Geschlechterperspektive, Entwicklungs- und Sicherheitspolitik sowie "G8 und Afrika". Entwürfe und Protestformen der globalen Gegen-Bewegung bis hin zum Weltsozialgipfel in Nairobi Anfang 2007 (an dem einige der AutorInnen beteiligt sind) werden ebenfalls vorgestellt und diskutiert. Der Band entsteht in Zusammenarbeit mit der Dag Hammarskjöld Stiftung, Uppsala.
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Die Klimaprioritäten. Was wir jetzt zu Rettung der Umwelt tun müssen: Wo die wirklichen Chancen zur Rettung des Klimas liegen Michael Streck Gebundene Ausgabe, 15. September 2008 Verkaufsrang: 234449 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Leben mit dem Klimawandel Der Klimawandel wird kommen, das ist sicher. Was ist zu tun? Wie können wir unser Leben mit einem anderen Klima gestalten? Michael Streck fordert effiziente Lösungen statt warmer Worte und zeigt, dass der Schlüssel für wirksamen Klimaschutz in der Privatwirtschaft liegt. Die Politik versagt, die Klimadebatte wird noch scheinheilig geführt. Die Buhmann-Rollen sind klar verteilt: Industrie- und Energiekonzerne gelten als Klimakiller, die Chinesen sowieso. Die Gesamtrechnung wird nicht aufgemacht. Der Klimawandel ist Folge unseres heutigen Wohlstands und andere Länder wollen ebenfalls an diesem Wohlstand teilhaben. Klimaschutz ist daher auch eine Frage globaler sozialer Gerechtigkeit und ökonomischer Entwicklung. Michael Streck benennt klare Prioritäten für den Klimaschutz und erläutert erfolgreiche Anpassungsstrategien.
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Welt ohne Weltordn Wer wird die Erde erben? Michael Stürmer Gebundene Ausgabe, August 2006 Verkaufsrang: 201388 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Drastische Bedrohungsszenarien für unsere Welt 4 von 5 Punkten Wenn man sich das Cover dieses Buches anschaut, muss man schon rein optisch den Eindruck haben, es wird gefährlich. Diese Welt glüht doch sehr Lava rot und es sieht nicht gerade heimelig aus. Das ist aber nicht nur ein Einfall des Grafikers, sondern der Autor zeichnet relativ drastisch Bedrohungens Szenarien auf in denen sich unsere Welt, vor allem die westliche Welt, befindet.
Professor Dr. Michael Stürmer ist Historiker, Publizist in vielen Zeitungen, seit 1998 Chefkorrespondent der Welt und er war Regierungsberater bei Helmut Kohl. Er bringt alle Voraussetzungen mit, um aus der historischen Vergangenheit die richtigen Schlüsse für die Zukunft zu ziehen. Und das macht er in einer markigen Form. Anders als der amerikanische Politologe Francis Fukuyama von der Johns Hopkins University of Washington, der Ende der 80 er Jahre meinte, die Welt sei am Ende der Geschichte angekommen, glaubt der Historiker Stürmer, dass die Welt sich anschickt in neue Krisen, um nicht zu sagen, neue Kriege hinein zu schlittern.
Er legt dabei besonderen Wert auf die genuinen Machtprozesse. In der Welt finden ja nicht nur wirtschaftliche Macht- und Verteilungsprozesse statt, sondern gleichzeitig, damit eng verbunden, praktisch darüber gestülpt, finden politische Machtprozesse statt. Und wenn, wie es im Oktober dieses Jahres geschehen ist, Nordkorea als Bedrohungspotential eine Atombombe oder eine atomare Vorrichtung zündet, dann ist das ein gravierender Bruch in der Ordnungsstruktur dieser Welt.
Wie die Machtstrukturen sich entscheidend verändert haben und verändern werden, möglicherweise zu einer Welt ohne Weltordnung" führen, das arbeitet der Autor in den Kapiteln über die Machtverteilung der Nuklearwaffen sehr anschaulich heraus. So schreibt er zum Beispiel:" Wo Todeskult und Endzeitbewusstsein sich mit der Atombombe verbinden, wie im heutigen Iran, ist das Undenkbare jeder Zeit denkbar". Die Iraner haben nach heutigem Kenntnisstand noch keine Atombombe, aber sie streben danach. Sie haben Raketen die bis nach Europa reichen. Sie dienen nicht unbedingt der Kriegsführung, aber mit Bestimmtheit der Erpressung. Man muss diese Massenvernichtungswaffen ja nicht zwingend abfeuern, um Respekt zu bekommen oder Unterwürfigkeit zu erlangen. Und im Einknicken haben ja die Europäer in letzter Zeit ihre Meisterschaft unter Beweis gestellt. Was bedeutet das für die Weltordnung? Europa ist nicht in der Lage seine Interessen selbst zu schützen. Bisher konnten wir uns da immer auf Amerika als Weltpolizei verlassen. Aber Amerika hat in letzter Zeit mit sich selbst mächtig viel zu tun. Der verlorene Irakkrieg wird ein gewaltiges Syndrom hinterlassen, vergleichbar mit Vietnam. Die Europäer müssen antreten, wenn es darum geht, Maßnahmen gegen nukleare Emporkömmlinge, gegen Terrorismus jeglicher Art zu ergreifen. Das Spektrum der Möglichkeiten, die zur Nervenlähmung der modernen Gesellschaft führen können, ist ja sehr breit und vielleicht sind es Dinge die nicht im allgemeinen Bewusstsein vorhanden sind. Der Terrorismus, wie wir ihn heute erleben, ist ein relativ billiges Unternehmen welches nicht nur menschlichen und moralischen Schaden, sondern gleichzeitig auch kaum zu messenden ökonomischen Schaden anrichten kann. Terror, ein lateinisches Wort, heißt Schrecken und so ist es nicht nur der objektiv vorhandene Schrecken, sondern es ist auch der Schrecken der sich in der Seele der Opfer befindet, man beugt sich schließlich dem Terror.
Herr Prof. Stürmer spricht in seinem Buch vom alt" gewordenen Europäer. Nach seiner Sicht ist Europa weder Ernstfall bewusst, noch Ernstfall fähig, weil man immer noch glaubt, dass Fukuyama Recht gehabt hat. Wir glauben das Ende der Geschichte ist erreicht, den Rest erledigen wir mit etwas Polizei, Interventionen hier und dort und ein paar milden Gaben. Das Gegenteil ist der Fall, wie wir inzwischen durch die Ereignisse auf dem Balkan, im Nahen Osten, im Fernen Osten, usw. hätten lernen können. Die Interessen der Europäer reichen weiter als wir sie schützen können und wollen. Vieles funktioniert heute noch, weil Amerika das Potential besitzt um für Ordnung zu sorgen. Das wir bald nicht mehr der Fall sein, weil die Interessen der Amerikaner nicht deckungsgleich mit denen der Europäer sind. Sie werden andere Prioritäten setzen und das bedeutet für die Europäer, sie müssen sich zusammen tun, Europa muss sich in dieser komplizierter gewordenen Welt bewegen.
Die Fähigkeit dazu erkennt der Autor an, er bezweifelt jedoch, ob die Europäer dazu auch den Willen haben. Seit 1993 reden die Europäer via Europäische Union von den so genannten Petersberg Hoffnungen. Das sind bisher große Sprüche geblieben. Doch wenn man auf der einen Seite erfolgreich Intervenieren will, dann kann man auf der anderen Seite nicht kontinuierlich die Militärhaushalte kürzen.
Dieses Buch sollte man sich nicht entgehen lassen, weil es engagiert und mit außerordentlich großer Sachkunde geschrieben ist. Die heutigen Konflikte, Krisenherde und Kriege sind nicht mehr die des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts. Die Gesellschaften sind dazu viel zu komplex. Es entsteht bei der Lektüre dieses Buches eine unglaubliche Lesearbeit, weil es so viele verschiedene Reflexionsebenen aufzeigt. Wenn der Autor auch einen möglichen nuklearen Supergau nicht ausschließen will so wollen wir doch alle die Hoffnung nicht aufgeben, dass wir nicht miterleben müssen, wie denn diese Welt zu Grunde geht.
Gestern, heute und morgen 5 von 5 Punkten Michael Stürmer Welt ohne Weltordnung
Gestern, heute und morgen
Im seinem neuen Buch, die Welt ohne Weltordnung widmet sich Michael Stürmer, Historiker und Chefkorrespondent der Tageszeitung Die Welt der Analyse der politischen Zukunft, ihre Risiken und Chance, Gefahren und Potenzen.
Die Gliederung unterliegt in drei Teilen, der Kalte Krieg, die aktuelle Lage der Welt und die zukünftigen Bedrohungen und Herausforderungen.
Die Ära des Kalten Krieges war gekennzeichnet vom Frieden, der durch eine hypothetischen gesicherten Vernichtung ermöglicht wurde. Michael Stürmer skizziert die wichtigsten Entwicklungen zu solch einem Frieden, ratifiziert in verschiedenen Abrüstungsverträgen, in dieser Epoche. Ferner werden die Gründe für das Beenden des Kalten Krieges, politisch sichtbar durch den Zerfall der Sowjetunion, niedergeschrieben und in Verbindung zu einander gestellt.
Der Zusammenbruch der Sowjetunion und die daraus resultierende politische Weltlage und ihre Entwicklung in ein Jahrzehnt werden im zweiten Kapitel des Buches Mächte ohne Gleichgewicht verfasst.
Der Begin des 21. Jahrhundertes ist gekennzeichnet von Europas Suche nach ihre Lage im Weltgefüge, sichtbar in der Ohnmacht auf Konflikt zu reagieren und der Inakzeptanz der europäischen Bevölkerung; Russlands Aufstreben zur alter Stärke, finanziert durch Rohstoffe, durchgesetzt durch eine fromme politische Führung; Chinas wirtschaftliche und politischer Aufstieg zum globalen Schwergewicht und der amerikanische war on terror und Durst nach Rohstoffen.
Im dritten Teil des Buches Die Potenzen der Zukunft probierte der Autor die westlichen politischen Herausforderungen und Chance der nahen Zukunft aus der aktuellen Lage der Welt herzuleiten.
Die vier wesentlichen Herausforderungen sind die islamische Welt, die ständige Nachfrage nach Rohstoffen, Terrorismus und die illegitimen Verbreitung von nuklearem Material.
Die islamische Welt steht auf vielen Ebenen im Umbruch. Der Iran strebt mit sehr viel Selbstbewusstsein, resultierend aus dem Bewusstsein der Abhängigkeit der westlichen Welt an Rohstoffen und dem nuklearen Programm,
die Hegemonialvormacht im Mittleren Osten an. Die Büchse der Pandora ist im Irak auch noch nicht geschlossen, geschweige vom Israel Palästina Konflikt.
Nicht nur der Iran ist dem Durst der westlichen Welt nach Öl bewusst, auch andere Ländern sehen im Öl einen neuen politischen und wirtschaftlichen Faktor. Somit entwickelt sich das Öl zu einem weiteren Risikofaktor in naher Zukunft.
Spätestens nach dem Nine Eleven ist der Terrorismus allgegenwärtig. Auch der Autor sieht insbesondere im religiösen, motivierten Terrorismus eine Gefahr, die auf vielen unterschiedlichen Ebenen bekämpft werden muss.
Die wohl apokalyptische Bedrohung der nahen Zukunft ist die Verbreitung von nuklearem Material, trotz des Nonproliferationsvertrag.
Michael Stürmer schreibt seine politische Analyse in einer sehr gut nachvollziehbaren Art nieder, das die Zusammenhänge der verschiedenen Herausforderung erkennbar zeigt und somit ein besseres Verständnis zur politischen Lage, ihre Gefahren und Chancen, beiträgt.
Verdiente fünf Sterne!!! Lesen und die gestrige, heutige und zukünftige Lage verstehen und nachvollziehen. |
Rechtshandbuch Medizinische Versorgungszentren: Gründung, Gestaltung, Arbeitsteilung und Kooperation Franz-Josef Dahm, Karl-Heinz Möller, Rudolf Ratzel Gebundene Ausgabe, Juni 2005 Verkaufsrang: 190083 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Schreiben Sie eine Online-Rezension und teilen Sie Ihre Meinung anderen Kunden mit.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Umfassend informativ 5 von 5 Punkten Zum 01.01.04 ist das GKV Gesundheitssystem-Modernisierungsgesetz in Kraft getreten, das die Gründung Medizinischer Versorgungszentren (MZV)ermöglicht. Das Buch befasst sich ausführlich mit den rechtlichen Probleme, die sich mit der Schaffung und Führung eines MZV usw. ergeben, beginnend mit seiner Gründung, dem Status des angestellten- oder Vertragsarztes, ihrer Honorierung, den rechtlichen Problemen des Zulassungsverfahrens usw.,dh. mit allen Bereichen die sich mit dem bzw. um das MVZ ergeben können. Anders als andere Werke zu diesem Thema, ist dieses Buch gespickt mit weiteren Fundstellen aus Literatur, Rechtsprechung und Hinweisen auf weitere Veröffentlichungen in der Fachpresse. Die rechtlichen Probleme, die sich durch das konzeptionell bzw. redaktionell unvollkommene Gesetzeswerk ergeben, werden aufgezeigt, abgehandelt und insbesondere mit eigenene rechtlichen Stellungnahmen des Autors versehen. Für mich blieb keine Frage zum MVZ ungeklärt. Selbst Randbereiche, die als Folge aus der Schaffung eines MVZ resultieren, wurden ebenfalls sehr sorgfältig erörtert, ohne dass das Werk langatmig ist. Die rechtlichen Probleme werden in knappen,aber prägnanten Ausführungen thematisiert. Wer sich Informationen und Hintergrundwissen über das MVZ verschaffen will, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Absolut empfehlenswert. |
Wohlstand auf Pump Adrian Ottnad Taschenbuch, 1996 Verkaufsrang: 117602 Die am IWG Bonn entstandene Studie zeigt, wohin wachsende Staatsverschuldung auf Dauer führt. Das Beispiel Deutschland macht deutlich, daß die eigentliche Ursache in der Entsolidarisierung einer gegenwartsbezogenen Gesellschaft liegt. Adrian Ottnad lotet die Chancen, die sie soziokulturelle Evolution hierzu bietet, aus und zeigt, wie sie durch Formen der institutionellen Selbstbindung genutzt werden können.
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Deutschland verblödet: Wem nutzt der dumme Deutsche? Gustav Sichelschmidt Broschiert, Juli 2002 Verkaufsrang: 217608 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Vor genau 25 Jahren schrieb Dr. Gustav Sichelschmidt ein Buch mit dem Titel -Verblöden die Deutschen?- Damals interpretierte er den allgemeinen Niveauabstieg noch als Folge des Westdeutschen Reichtums. Heute ist er davon überzeugt, daß es sich dabei um eine von außen gezielt betriebene Vernichtungsstrategie anti-deutscher One-World-Kräfte handelt, mit der die zweite deutsche Republik in eine kulturell-wissenschaftliche Zweitrangigkeit und unüberbietbare moralische Verkommenheit gestürzt wurde. In seinem neuesten Buch untersucht er die Frage der systematischen Verdummung unter völlig neuem Blickwinkel und kommt zu dem Ergebnis: Durch gezielte Verblödung werden wir ein unterentwickeltes Land mit totalitären Tendenzen.
Vor genau 25 Jahren schrieb Dr. Gustav Sichelschmidt ein Buch mit dem Titel "Verblöden die Deutschen?" Damals interpretierte er den allgemeinen Niveauabstieg noch als Folge des westdeutschen Reichtums. Heute ist er davon überzeugt, daß es sich dabei um eine von außen gezielt betriebene Vernichtungsstrategie anti-deutscher One-World-Kräfte handelt, mit der die zweite deutsche Republik in eine kulturell-wissenschaftliche Zweitrangigkeit und unüberbietbare moralische Verkommenheit gestürzt wurde. In seinem neuesten Buch untersucht er die Frage der systematischen Verdummung unter völlig neuem Blickwinkel und kommt zu dem Ergebnis: Durch gezielte Verblödung werden wir ein unterentwickeltes Land mit totalitären Tendenzen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
Nur ein Zitat dazu 5 von 5 Punkten "Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten."
Das stammt von keinem geringeren als dem türkischen Präsidenten Tayyip Erdogan.
Insofern sit das Buch absolut lesenswert. Kein brauner Abklatsch, sondern regt zum Nachdenken an.
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Kommunales Wirtschaftsrecht in Baden-Württemberg: Systematische Darstellung zur Finanzwirtschaft der Kommunen Friedrich Faiß, Manfred Lang, Klaus Notheis Taschenbuch, Januar 2002 Verkaufsrang: 274567 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Empfehlenswert zur Prüfungsvorbereitung & zum Nachschlagen 5 von 5 Punkten Dieses Buch hat mir zur Prüfungsvorbereitung auf die Zwischenprüfung im Bereich Kommunales Wirtschaftsrecht sehr geholfen. Alles was man wissen muss, kann man hier nachschlagen. Es ist systematisch und übersichtlich aufgebaut, so dass man sich leicht zurecht finden kann. Auch ist es verständlich geschrieben, somit kann man zügig an seine Informationen kommen. Es ist auch prima zur Ergänzung von Manuskripten und Vorlesungsmitschrieben. Ich kann es nur jedem empfehlen, der die Ausbildung im gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst anstrebt. Leider ist die aktuellste Auflage auf einem Stand von 1994, so dass die neuesten Gesetzesänderungen noch nicht enthalten sind. Diese Informationen muss man sich dann von anderer Seite besorgen. Abschließend ist zu sagen, dass dieses Fachbuch ein Muss für jeden ist, der sich im Kommunalen Wirtschaftsrecht zurecht finden und eine gute Note schreiben will. |
Empire. Die neue Weltordnung Michael Hardt, Antonio Negri Gebundene Ausgabe, 18. März 2002 Verkaufsrang: 202547 Schreiben Sie eine Online-Rezension und teilen Sie Ihre Meinung anderen Kunden mit.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)
Die Rückgewinnung des Politischen 5 von 5 Punkten Seit Spinoza ist in der abendländischen Philosophie nicht mehr ein derart beeindruckender Versuch unternommen worden, die Welt als Ort der vollkommenen Immanenz zu denken, wie in Hardt/Negris "Empire". In Zeiten einer praktisch wie theoretisch schwer zu fassenden "Globalisierung" war dieser erneute Versuch überfällig - und er ist derart überzeugend und aufwühlend geraten, einen Nerv der Zeit präzise treffend, dass man in der Tat von einem epochalen Werk sprechen muss. Jenseits altlinker Scholastik, Dogmen und Träumereien wird hier der König - globaler Kapitalismus und permanenter Weltbürgerkrieg - bis auf die nackte Haut entkleidet - darunter zum Vorschein kommt der Mensch als Möglichkeitsform. Ein großes humanistisches Werk, ein Werk der Liebe und der Rückgewinnung des Politischen. Vergleiche mit Autorenpaaren wie Marx/Engels, Horkheimer/Adorno oder Negt/Kluge liegen nahe, doch ist "Empire" weit mehr - es versammelt die vielfältigen Stimmen der Multitude zu einem gemeinsam Chor: Denken und Handeln haben wieder einen Horizont und die tote und tötende Politik der Gegenwart zeigt im Spiegel dieses Werkes ihre eigentliche Fratze und wir glauben nicht, sondern wir w i s s e n jetzt, dass Demokratie, Frieden und Humanität jenseits der gegenwärtigen Ordnung entstehen. Wir müssen es nur denken und tun.
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Das HAARP-Projekt: Über Mobilfunk zur Strahlenwaffe über Wetterveränderung zur Bewußtseinskontrolle Ulrich Heerd Taschenbuch, Juni 1998 Verkaufsrang: 237110 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 16 Bewertungen)
Ein Buch, das Pionierarbeit leistet! 5 von 5 Punkten Bücher wie dieses sind immens wichtig, weisen sie doch die Menschen auf Themen und Probleme hin, die von den etablierten Medien totgeschwiegen werden. Wer noch nicht mit der Haarp-Thematik vertraut sein sollte, findet hier wichtige Informationen, die das Bewußtsein schärfen und sensibilisieren.
Viel heiße Luft und wenig Substanz 2 von 5 Punkten Vorweg... ich zweifle nicht daran, daß vieles, wenn nicht alles, was diesem HAARP-Projekt an guten und bösen Fähigkeiten zugeschrieben wird, zutreffend ist. Allerdings wird mit diesem Schreibwerk nichts davon untermauert. In der Tat merkt man, daß Heerd mit der Thematik nicht wirklich etwas anfangen kann, weil das Buch ließt sich wie ein Sammelsurium an Ideen, Phantasien, Theorien und Phobien, was HAARP alles ist bzw. sein könnte, gemischt mit den tpischen Argumenten von Mobilfunk-Gegnern. Belegt oder bewiesen wird auf den 200 (sehr großzügig beschrieben) Seiten allerdings nichts, abgesehen von der Konstruktion einiger abstruser Zusammenhänge (z.B. ein Tornado-Absturz in der Nähe eines starken US-Propaganda-Senders in Deutschland ist für ihn Beweiß, daß man HAARP als Waffe gegen Flugkörper einsetzen kann... Hmm?!). Technische oder wissenschaftliche Infos sind sowieso Mangelware. Im Vorwort hat Heerd gemeint, es war ihm ein Anliegen, dieses Buch vom Niveau her so zu schreiben, daß er selbst es verstehen kann. Nun, wenn DAS das Nievau ist, auf dem er sich bewegt, hätte er sich an diese Thematik nie herantrauen dürfen. 2 Sterne, weil man zumindest mit der - durchaus kontroversen und interessanten - Materie vertraut gemacht wird. Mehr aber nicht, weil der Inhalt gerade mal für einen Aufsatz auf einer Webseite reicht und frei zu Verfügung gestellt werden sollte - zumal er ja so brisant ist. Für'n Buch ist das zu mager.
Ein Buch das man lesen sollte 5 von 5 Punkten Selten hat mich ein Buch so aufgerüttelt. An den Vielzahl von belegten Fakten und den vielen Quellen kommt keiner vorbei. Der Autor zeigt auf wie die wichtigsten Patente zu den größten Rüstungskonzernen gelangte. Wie weit die Technologie vorangeschritten ist um Menschen und Wetter zu manipulieren. Dieses Buch sollte für jeden Gymnasiasten zur Pflichtlektüre in der Oberstufe werde. Erst war ich versucht es als ein "Verschwörungsbuch"abzutun aber die Vielzahl von exakten Angaben, die Internetseiten, die Quellen, das Buch erscheint auf alles Mögliche hin abgeklärt worden zu sein. Wahrscheinlich auch der Grund warum es noch im Handel erhältlich ist.
Verschenktes Thema 1 von 5 Punkten Schade, dass "Herausgeber" Ulrich Heerd, der eigentlich der Autor ist (132 Seiten stammen von ihm), und der Michaels-Verlag dieses Thema verschenkt haben. Ganzseitige Zitate werden in Großbuchstaben mehrmals abgedruckt, auf fast jeder Seite finden sich in Fußnoten Hinweise auf andere Bücher dieses Verlages, jedesmal brav mit ISBN-Angabe, Adresse des Verlages, Erscheinungsdatum usw. Auch so werden die Seiten voll. Dabei wird auf den letzten 11 Seiten ohnehin (nochmals) Werbung für diese Bücher gemacht. Wirklich kurios sind die Aufsätze im Anhang: Garry Vassilatos widerspricht in seinem Text so ziemlich allen Behauptungen, die Ulrich Heerd vorne anführt: die ELF-Wellen sind gar nicht so böse, wie behauptet wird. Nikola Teslas Text ist 100 Jahre alt und wird nicht kommentiert. Der (interessante) Text von Jim Keith ist keine zehn Seiten lang; dazu ist Keith als Autor nur im Inhaltsverzeichnis ersichtlich. Dazwischen unzählige Patentnummern, Jahreszahlen, Abkürzungen in Großbuchstaben - und ein Autor/ Herausgeber, der angesichts der Menge an Material (im Internet) offensichtlich den Überblick verloren hat und mehr verschleiert als klärt. Zum Schluß bleiben mehr Fragen offen als zuvor. Ein wichtiges Thema, über das man sich informieren sollte. Aber nicht mit diesem Buch.
Genial 5 von 5 Punkten Vielleicht das wichtigste Buch zum Thema Bewußtseinskontrolle und amerikanische Geheimwaffen
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Wieviel Wissen brauchen wir?: Politik, Geld und Bildung Wolfgang Frühwald Gebundene Ausgabe, 1. September 2007 Verkaufsrang: 130638 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Wieviel Wissen braucht der Mensch? Wer Medien befragt, erhält den Eindruck, dass nur ständig wachsende Berge aufgetürmten Fachwissens den Überblick über unsere komplexe Welt erlauben. Dieses Buch plädiert gegen diese landläufige Meinung.
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Deutsche Außenpolitik: Eine Einführung Gunther Hellmann Broschiert, Januar 2006 Verkaufsrang: 95120 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lehrbuches über die deutsche Außenpolitik liegt der Schwerpunkt auf einer problemorientierten Einführung anhand gängiger theoretischer und methodischer Instrumentarien, wie sie in der Analyse von Außenpolitik und internationaler Politik zur Anwendung kommen. Das Buch bietet keine historische bzw. systematische Gesamtdarstellung deutscher Außenpolitik. Das Buch führt im ersten Kapitel in den Begriff der Außenpolitik ein und erläutert systemische und subsystemische Ansätze der Außenpolitikanalyse. Kapitel 2 beleuchtet die Geschichte, die Entstehung und die Entwicklung von Außenpolitik, wobei auch auf Begriffe wie Demokratisierung von Außenpolitik, Europäisierung, Transnationalisierung und Globalisierung eingegangen wird. Kapitel 3 untersucht die Frage, welche Institutionen und Personen im politischen System der Bundesrepublik Deutschland Außenpolitik gestalten, bevor in Kapitel 4 die Theorie des Realismus bzw. Neorealismus als systemischer Ansatz in den Internationalen Beziehungen (IB) erklärt und die Geschichte der deutschen Außenpolitik zwischen 1871 und 1945 aus realistischer Sicht skizziert wird. Interdependente Ansätze wie der der politischen Ökonomie in einem Handelsstaat und die Theorie des soziologischen Institutionalismus werden in den Kapiteln 5 und 6 verwendet, um die Außenpolitik des 'Handelsstaates' Deutschland seit 1945 zu skizzieren, wobei auf die Integration Deutschlands in Europa und Nato eingegangen und diese im Lichte dieser Theorien erklärt wird. Leider wird auf die Theorie des Liberalismus, der einen Zusammenhang zwischen Innen- und Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland skizziert hier nicht eingegangen. Die starke Betonung, die Theorie des soziologischen Institutionalismus lege auf gemeinsame Werte, Prinzipien und Normen wert (so wird etwa das Beharren Deutschlands, auch nach der Wiedervereinigung in der NATO zu bleiben, primär mit seinem Wunsch begründet, in der westlichen Wertegemeinschaft zu verbleiben (S. 104). Dies stimmt zwar, allerdings scheint mir diese Erklärung eher aus der Wechselbeziehung zwischen demokratischem System und Außenpolitik begründet zu sein, also eher ein liberalistischer als ein institutionalistischer Erklärungsansatz zu sein. Eine eingehende Darstellung und Erklärung der deutschen Außenpolitik aus der systemischen Perspektive des Liberalismus sollte in einer Neuauflage berücksichtigt werden. Kapitel 7 untersucht Individuen und Außenpolitik, Kapitel 8 beschäftigt sich mit der Rolle von Bürokratien und Entscheidungsprozessen in der Außenpolitik. Der Einfluss von Verbänden und Nichtregierungsorganisationen wird in Kapitel 9, der der Öffentlichen Meinung in Kapitel 10 untersucht. Kapitel 11 widmet sich dann der Frage, wie politische Kultur und nationale Identität Entscheidungen in der Außenpolitik begründen, wobei erörtert wird, ob die 'Kultur der Zurückhaltung', die die Außenpolitik der Bundesrepublik bis zur Wiedervereinigung prägte, beendet wurde oder wiederkehrte. Insgesamt eine sehr gute problemorientierte Einführung in theoretische und methodische Instrumentarien der Außenpolitikanalyse, die meines Wissens in der Tat in dieser Form eines Lehrbuches einzigartig ist. Dies stellt eine große Leistung dar. Punktabzug gebe ich vor allem deshalb, weil die Literaturliste unvollständig ist und zahlreiche im Text zitierte Literaturangaben in dieser Liste fehlen. Inhaltlich vermisse ich - wie oben dargestellt - eine Analyse der Außenpolitik unter der systemischen Theorie des Liberalismus. Angesichts der Fokussierung auf außenpolitische Theorieansätze ist dies ein wirkliches Manko. Außerdem ist das Kapitel über die politische Kultur der Zurückhaltung arg kurz gehalten. Hier wäre es wünschenswert, eine Neuauflage entsprechend zu erweitern. Ansonsten: lesenswert.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Gute Einführung in theoretische Instrumentarien der Außenpolitik 4 von 5 Punkten Im Zentrum des vorliegenden, für die Fernuniversität Hagen konzipierten,
Lehrbuches über die deutsche Außenpolitik liegt der Schwerpunkt auf einer
problemorientierten Einführung anhand gängiger theoretischer und
methodischer Instrumentarien, wie sie in der Analyse von Außenpolitik und
internationaler Politik zur Anwendung kommen. Das Buch bietet keine
historische bzw. systematische Gesamtdarstellung deutscher Außenpolitik.
Das Buch führt im ersten Kapitel in den Begriff der Außenpolitik ein und
erläutert systemische und subsystemische Ansätze der Außenpolitikanalyse.
Kapitel 2 beleuchtet die Geschichte, die Entstehung und die Entwicklung von
Außenpolitik, wobei auch auf Begriffe wie Demokratisierung von
Außenpolitik, Europäisierung, Transnationalisierung und Globalisierung
eingegangen wird. Kapitel 3 untersucht die Frage, welche Institutionen und
Personen im politischen System der Bundesrepublik Deutschland Außenpolitik
gestalten, bevor in Kapitel 4 die Theorie des Realismus bzw. Neorealismus
als systemischer Ansatz in den Internationalen Beziehungen (IB) erklärt und
die Geschichte der deutschen Außenpolitik zwischen 1871 und 1945 aus
realistischer Sicht skizziert wird. Interdependente Ansätze wie der der
politischen Ökonomie in einem Handelsstaat und die Theorie des
soziologischen Institutionalismus werden in den Kapiteln 5 und 6 verwendet,
um die Außenpolitik des 'Handelsstaates' Deutschland seit 1945 zu
skizzieren, wobei auf die Integration Deutschlands in Europa und Nato
eingegangen und diese im Lichte dieser Theorien erklärt wird.
Leider wird auf die Theorie des Liberalismus, der einen Zusammenhang
zwischen Innen- und Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland skizziert
hier nicht eingegangen. Die starke Betonung, die Theorie des soziologischen
Institutionalismus lege auf gemeinsame Werte, Prinzipien und Normen wert
(so wird etwa das Beharren Deutschlands, auch nach der Wiedervereinigung in
der NATO zu bleiben, primär mit seinem Wunsch begründet, in der westlichen
Wertegemeinschaft zu verbleiben (S. 104). Dies stimmt zwar, allerdings
scheint mir diese Erklärung eher aus der Wechselbeziehung zwischen
demokratischem System und Außenpolitik begründet zu sein, also eher ein
liberalistischer als ein institutionalistischer Erklärungsansatz zu sein.
Eine eingehende Darstellung und Erklärung der deutschen Außenpolitik aus
der systemischen Perspektive des Liberalismus sollte in einer Neuauflage
berücksichtigt werden.
Kapitel 7 untersucht Individuen und Außenpolitik, Kapitel 8 beschäftigt
sich mit der Rolle von Bürokratien und Entscheidungsprozessen in der
Außenpolitik. Der Einfluss von Verbänden und Nichtregierungsorganisationen
wird in Kapitel 9, der der Öffentlichen Meinung in Kapitel 10 untersucht.
Kapitel 11 widmet sich dann der Frage, wie politische Kultur und nationale
Identität Entscheidungen in der Außenpolitik begründen, wobei erörtert
wird, ob die 'Kultur der Zurückhaltung', die die Außenpolitik der
Bundesrepublik bis zur Wiedervereinigung prägte, beendet wurde oder
wiederkehrte.
Insgesamt eine sehr gute problemorientierte Einführung in theoretische und
methodische Instrumentarien der Außenpolitikanalyse, die meines Wissens in
der Tat in dieser Form eines Lehrbuches einzigartig ist. Dies stellt eine
große Leistung dar.
Punktabzug gebe ich vor allem deshalb, weil die Literaturliste
unvollständig ist und zahlreiche im Text zitierte Literaturangaben in
dieser Liste fehlen. Inhaltlich vermisse ich - wie oben dargestellt - eine
Analyse der Außenpolitik unter der systemischen Theorie des Liberalismus.
Angesichts der Fokussierung auf außenpolitische Theorieansätze ist dies ein
wirkliches Manko. Außerdem ist das Kapitel über die politische Kultur der
Zurückhaltung arg kurz gehalten. Hier wäre es wünschenswert, eine
Neuauflage entsprechend zu erweitern. Ansonsten: lesenswert.
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Grenzen der Globalisierung: Ökonomie, Ökologie und Politik in der Weltgesellschaft Elmar Altvater, Birgit Mahnkopf Broschiert, März 2007 Verkaufsrang: 68954 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Globalisierung" ist in aller Munde - was konkret mit diesem Kürzel gemeint ist und was tatsächlich empirisch bedeutsam ist, wird hingegen selten expliziert. Elmar Altvater und Birgit Mahnkopf geben sich nicht mit dem ersten Eindruck und entsprechenden Schlußfolgerungen zufrieden, sondern versuchen, den gemeinten Sachverhalt gesellschaftstheoretisch zu entschlüsseln.
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Die Lobbyisten: Wer regiert uns wirklich? Johann-Günther König Gebundene Ausgabe, Februar 2007 Verkaufsrang: 189244 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen. Lobbyisten sind die professionellen Interessenvertreter der wirtschaftlichen Macht gegenüber den gewählten Regierungen. Ihr Einfluss und ihr Druck auf die Politiker wächst unaufhaltsam – national und international. Mehr als 6000 agieren in Berlin, 15 000 in Brüssel, 27 000 in Washington. Viele Gesetze sind – bis hin zum Wortlaut! – das unmittelbare Werk von Lobbyisten. Kein Wähler hat sie je gewählt – sind sie dennoch unsere heimlichen Herrscher? Johann-Günther König, bekannt durch seine Analysen des Börsengeschehens und der Finanzkriminalität, legt nach intensiven Recherchen ein spannendes Buch über die Lobbyisten und ihre wachsende Rolle im Zeitalter globaler Wirtschaftsverflechtungen vor. Es häufen sich die Gerüchte über die "Leihbeamten", Lobbyisten in den Ministerien. Treffen sie wirklich die Entscheidungen? Johann-Günther König enthüllt die Fakten und Hintergründe.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Ein Leckerbissen für alle politisch Interessierten 5 von 5 Punkten "In dieser Stadt wimmelt es dermaßen von Lobbyisten, dass man in keine Richtung einen Ziegelstein schmeißen kann, ohne einen von ihnen zu treffen", polterte der amerikanische Präsident Woodrow Wilson 1913. Wer diesem eigenwilligen Sport heute in Washington, Brüssel oder Berlin nachgehen wollte, dürfte sich nicht über einen Mangel an Zielobjekten beklagen. Allerdings scheint es zunehmend schwierig, zwischen den Einflüsterern und Beeinflussten zu unterscheiden: Die mächtigsten Wirtschaftslobbyisten sitzen heute in den Expertenausschüssen der EU, des Bundestags oder der Ministerien, und ganze Gesetzesentwürfe tragen ihre Handschrift. Für den wirtschaftskritischen Autor ist dies Grund genug, am Kapitalismus und der repräsentativen Demokratie zu zweifeln. Die Geschichte des Lobbyismus stellt er als einen gewissenlosen Triumphzug des Kapitals dar, der letztlich nur durch ein radikal neues Politikverständnis gebremst werden könnte. Man darf diese Ansicht teilen oder als 68er Rhetorik abtun. Doch egal, von welcher Seite des politischen Spektrums man sich dem Buch nähert - aufschlussreiche Fakten bietet es allemal, finden wir und empfehlen es jedem politisch und wirtschaftlich Interessierten.
Alles für alle über Lobbyismus 5 von 5 Punkten Sehr erhellend, sehr viel Hintergrund und Wissen, aber auch für nicht-im-Thema-Steckende ausgesprochen verständlich geschrieben und flüssig zu lesen. Ist ja bei Sachbüchern durchaus nicht immer der Fall.
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Der Auftritt. Deutschlands Rückkehr auf die Weltbühne Gregor Schöllgen Broschiert, November 2004 Verkaufsrang: 258429 Gregor Schöllgen beobachtet die deutsche Außenpolitik seit langem aus der Nähe. Er hat vor Jahren schon ein viel beachtetes Überblickswerk über Die Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland. Von den Anfängen bis zur Gegenwart vorgelegt. Der Auftritt ist gleichsam als Fortsetzungskapitel davon zu lesen. Darin geht es vor allem um das neue Selbstbewusstsein, mit dem sich die deutsche Politik, nach dem sie sich über mehr als ein Jahrzehnt an die wieder gewonnene volle Souveränität hat gewöhnen können, heute auf der Bühne der Weltpolitik zu bewegen beginnt. Das Beharren auf einem eigenen, der amerikanischen Position entgegengesetzten Standpunkt in der Irakkrise 2002/2003 interpretiert der Autor dabei als eine Art -- bestandener -- Reifeprüfung. Auch in den vergangenen Jahrzehnten war den deutschen Regierungen stets bewusst, wie fragil die Freundschaft mit den USA entgegen dem äußeren Anschein tatsächlich immer war und dass es in Washington als nicht opportun angesehen wird, wenn man in Deutschland den Interessen der USA widerspricht. Der in Washington von den Deutschen erwartete vorauseilende Gehorsam fiel dabei keinem Kanzler oder Außenminister immer ganz so leicht. Hier und da testete der eine oder andere auch schon mal an, ob man sich denn tatsächlich immer ganz so schnell und unter Hintanstellen eigener Interessen auf die Seite der amerikanischen Freunde schlagen müsse. Bis 1990 freilich waren solche Vorstöße aus verständlichen Gründen ebenso selten wie zaghaft. Helmut Schmidt hat -- nach seiner Kanzlerschaft, doch Jahre vor der Vereinigung der beiden deutschen Staaten -- einmal gesagt, dass man, solange Westeuropa nicht geschlossen einen eigenen gemeinsamen strategischen Entwurf zu vertreten in der Lage sei, "immer wieder mit amerikanischen Alleingängen konfrontiert" würde. Das sieht Schöllgen ganz ähnlich und freut sich deshalb darüber, dass sich Deutschland durch Gerhard Schröders kompromisslose Haltung in der Irak-Frage (und das Glück in Frankreich und Russland gewichtige Mitstreiter gefunden zu haben) als Gegenmacht der USA behaupten konnte. Zweierlei gibt sich Schöllgen keine große Mühe zu verbergen: seine Nähe zur SPD sowie seine Vorbehalte gegen die von ihm an einer Stelle als "hemdsärmlig" bezeichnete Art und Weise, wie die USA gegenwärtig ihre eigenen Interessen über die anderer stellen. Auch wenn sich vielleicht mancher an den parteipolitischen Streicheleinheiten stoßen mag, die Kritik an der amerikanischen Regierung wird anhand einschlägiger Beispiele gut begründet. Verwiesen wird in diesem Zusammenhang außer auf die Nichtratifizierung des CTBT-Abkommens über den Teststopp für Atomwaffen auf die Ablehnung des Kyoto-Protokolls zur Verringerung der Emission so genannter Treibhausgase, auf den Widerruf der Unterschrift unter dem Statut des Internationalen Strafgerichtshofes sowie den Umgang mit den Vereinten Nationen. Vor diesem Hintergrund fällt es bei aller Skepsis nicht schwer, die Hoffnung des Autors zu teilen, dass Europa nun "wieder eine Mitte" habe. Aber hat es die tatsächlich? --Andreas Vierecke
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Solide Analyse der deutschen Außenpolitik von 1990-2003 5 von 5 Punkten Gregor Schöllgen hat mit diesem Buch eine sehr interessante Analyse der deutschen Außenpolitik seit der Wiedervereinigung vorgelegt. Er schreibt somit sein Werk: "Die Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland" fort. Detailliert zeigt Schöllgen, dass mit der Wiedervereinigung, die durch den Wegfall des Ost-West-Konfliktes erst möglich wurde, neue Erwartungen einer aktiveren weltpolitischen Rolle an das größere wiedervereinigte Deutschland geknüpft wurden - so etwa bei den Auslandseinsätzen der Bundeswehr. Deren veränderte Rolle und ihre wachsenden weltweiten Einsätze werden detailliert nachgezeichnet. Schöllgen analysiert auch die Bedeutung der USA für Deutschland und Europa im 20. Jahrhundert und die Veränderung der deutsch-amerikanischen Beziehungen insbesondere seit Sommer 2002. Doch schon mit der deutschen Einheit wandelte sich allmählich das Verhältnis zwischen Deutschland und seiner Schutzmacht, wie Schöllgen minutiös belegt. Der Autor zeigt detailliert bereits frühere "Zumutungen" im deutsch-amerikanischen Verhältnis seit 1949 auf, die Deutschland "zähneknirschend" ertragen musste. Außerdem zeigt Schöllgen, dass Deutschland mit der Wiedervereinigung wieder als europäische Großmacht wahrgenommen wurde und spricht - in Anspielung an Hans-Peter Schwarz: "Zentralmacht Europas" (1994) von der "neuen Macht in der Mitte Europas" (S. 73).Schöllgen gehört zu der sogenannten neo-realistischen Schule in den internationalen Beziehungen, die die Interessen der Staaten und nicht der Gesellschaften in den Mittelpunkt ihrer Analyse stellt. Schöllgen zeigt, dass Europa gebaut wurde, um Deutschland einzubinden. Außerdem zeichnet Schöllgen ausführlich die Entwicklungen nach, die Deutschland zur Gegenmacht der USA in Europa werden ließ. Schöllgen konstatiert eine in der bisherigen deutschen Außenpolitik seit 1949 "nicht bekannte selbstbewußte Haltung" (S. 157) und spricht davon, dass die Bundesrepublik ihre Rolle auf der Weltbühne akzeptiert habe, die ihr in Folge der weltpolitischen Umbrüche seit Anfang der 1990-ger Jahre zugefallen sei. Die transatlantische Epoche, so die Folgerung Schöllgens, gehe zu Ende, was nicht überraschend gewesen sei. Die europäische Gemeinschaft müsse in der Lage sein, "gegebenenfalls aus eigener militärischer Kraft und in eigener politischer Verantwortung zu handeln" (S. 163), insbesondere in innereuropäischen Angelegenheiten. Handlungsfähig werde Europa allerdings nur dann, wenn der Aufbau seiner Sicherheits- und Verteidigungsunion mit einer klaren Definition seiner Interessen einhergehe. "Wegen seines politischen Gewichts, wegen seines weltweiten militärischen Engagements, wegen seiner historisch begründeten Reputation in der Dritten Welt und wegen der Erfahrung, welche die Bundesrepublik während des Ost-West-Konflikts mit Souveranitätsverzichten gesammelt hat, ist Deutschland wie kaum ein zweites Mitglied der Europäischen Union gefordert, daran federführend mitzuwirken. Seit der Vereinigung hat das Land die Statur für diese Rolle, seit der Irak-Krise auch das Selbstbewusstsein, sie mit Augenmaß auszufüllen. Sie anzunehmen, ist ein nationales Interesse." Mir fällt auf, dass seit der Wiedervereinigung verstärkt von wichtigen Politikern und Publizisten im Inland von der "Zentralmacht Europas" oder der "neuen Macht in der Mitte Europas" gesprochen und daraus folgend die "Wahrnehmung deutscher Interessen" gefordert wird, die offenbar - so muss man es wohl lesen - in der alten Bundesrepublik nur unzureichend wahrgenommen worden sei. Genau dies wird aber nur angedeutet. Die Forderung, die deutschen Interessen deutlicher wahrzunehmen, ist nicht neu. Dies kann man etwa auch in dem neuen Buch von Egon Bahr: "Der deutsche Weg" nachlesen. Europa - und Deutschland in ihm - sollten selbstbewußt eigene Interessen formulieren und - gegenüber der zunehmend als Konkurrenz empfundenen USA- durchsetzen. Dieses fordert auch Schöllgen. Kein Wort fällt über die "Zivilmacht Deutschland" oder über den Einfluss der Gesellschaft auf die Außenpolitik, der "Gesellschaftswelt" wie sie Ernst-Otto Czempiel in seinem Buch: "Weltpolitik" formuliert hat. Das Unbehagen über den Unilateralismus der Regierung von George W. Bush junior lässt diese Forderungen derzeit sehr populär werden. Es fällt auf, dass wieder vom "deutschen Weg" - in Anlehnung an eine Äußerung von Bundeskanzler Schröder vom 05. August 2002 - und nicht von Europa als Wertgemeinschaft gesprochen wird. Auffällig ist ebenso die Betonung der deutsch-französischen Partnerschaft, die gerade in der Irak-Krise als Interessengemeinschaft gegen die Politik der USA empfunden wurde. Stärker noch als bei Bahr kommt für mich der Eindruck auf, dass Schöllgen die Parole: "Wir sind wieder wer" - in Anlehnung an Hans-Peter Schwarz - hoffähig macht. Dies gilt auch für die Publikation Egon Bahrs, den Kissinger in seinen Memoiren als "Nationalisten" bezeichnet hat. Es scheint mir auch klar, dass aufgrund des negativen Eindrucks, den die Außenpolitik der Bush-Regierung mehrheitlich auf die europäische und die deutsche Bevölkerung m macht, derartige Publikationen immer populärer werden. Wie auch das Buch von Egon Bahr verdeutlicht, scheint sich allmählich in unserer politischen Klasse ein Konsens herauszubilden, der eine derartige offensivere deutsche Interessenwahrnehmung innerhalb Europas und gegenüber den USA fordert. Dies macht das Werk von Schöllgen, der sehr viele Informationen zusammengetragen hat und lesbar schreibt, sehr deutlich. Man mag dies mit gemischten Gefühlen begleiten oder auch missbilligen. Außer Frage steht aber, dass dieses Buch - ähnlich wie das von Egon Bahr - ausgesprochen wichtig ist, um Entwicklungen, die in naher oder mittlerer Zukunft deutsche und europäische Politik werden (können), zu erkennen. Dazu trägt dieses Werk, welches sicherlich kontrovers diskutiert werden wird, ebenso wie Bahrs Essay bei. Abgesehen von seinen durchaus nicht unumstrittenen Thesen bietet Schöllgen einen wirklich exzellenten Überblick über die Außenpolitik des wiedervereinigten Deutschland und die Auslandseinsätze der Bundeswehr. Wer über die Außenpolitik unter Bundeskanzler Schröder noch intensiver informiert werden möchte, der sei auf das Werk: "Deutschland im Abseits? Rot-grüne Außenpolitik 1998-2003", herausgegeben von Hanns Maull, Sebastian Haarnisch und Constantin Grund hingewiesen. |
Kraftfeld Unternehmen: Menschen führen - Energien wecken Peter Gruber Gebundene Ausgabe, 7. August 2007 Verkaufsrang: 243461 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ein Unternehmen soll den Menschen mehr Kraft geben, als es Energie von ihnen abzieht. Der persönliche Erfolg ist eine Quelle der Kraft und der Gesundheit, und der Erfolg des Unternehmens ist die Wurzel der Selbstachtung. Es soll allen gut gehen. Unternehmen überstehen selten die dritte Generation. Wo das dennoch gelingt, können sie auf eine Kultur verweisen, die auf einer nachhaltigen Pflege von Werten, Normen und Regeln basiert. In Zeiten rasanter Veränderungen, zunehmender Komplexität und notwendiger Flexibilität müssen Konstanten für Effektivität und Effizienz gefunden werden sowie Grundmuster erfolgreichen Miteinanders, Leitgedanken und Vorbilder für ein gesundes, leistungs- und lebensförderndes Arbeiten. Wo es gelingt, die richtigen Dinge zu tun und die richtigen Dinge richtig, da entsteht Zufriedenheit beim einzelnen Menschen und im Miteinander soziale Gesundheit: ein gesundes Unternehmen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)
Kraftfeld Praxis 5 von 5 Punkten Peter Gruber vermag vor allem durch die praxisorientierte Aufbereitung zu begeistern. Das ist allerfeinste How-to-Tradition, wie man sie im deutschsprachigen Markt so schmerzlich vermißt. Der Autor nutzt das Setting des Mediums Buch, um seine methodischen Erfahrungen aus der Unternehmensberatung einem überraschend gut gelungenen Transfer (aus den Managementetagen in das Printmedium) zu erschließen.
Wer in seinem beruflichen Alltag als Führungskraft auf kompetenten Rat aus jahrelanger Erfahrung zurückgreifen möchte, ohne sich dafür in die Klausur eines Seminarhotels zurückzuziehen, dem steht "Kraftfeld Unternehmen" gleichsam als Coach zur Seite - mit klaren und nachvollziehbaren Impulsen, die in ihrem praxisrelevanten Aufbau und ihrer Zusammenstellung auch erfahrene Praktiker der Unternehmensführung zu inspirieren vermögen.
Weitere Lesermeinungen |
Aktivierung statt passive Leistung: Der Wandel der dänischen Arbeitsmarktpolitik seit 1990 Marion Linke-Sonderegger Broschiert, November 2008 Verkaufsrang: 114603 Noch nicht erschienen. Dänemark gilt als Vorreiter aktivierender Arbeitsmarktpolitik. Statt passiver staatlicher Geldleistungen steht dabei die Aktivierung der Arbeitslosen im Vordergrund. Marion Linke-Sonderegger schildert, wie diese Aktivierung konkret aussieht, wie sie sich von der klassischen Arbeitsmarktpolitik unterscheidet und wie sich das staatliche Handeln im Zuge des Wandels verändert hat. Dabei zeigt sich, dass die Aktivierungspolitik keineswegs so sanft verlaufen ist, wie bisher angenommen.
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