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| Gesellschaft, Politik | Inhaltsangaben Kurzbeschreibungen Zusammenfassungen | |
Kopfschüsse: Wer PISA nicht versteht, muss mit RÜTLI rechnen Brigitte Pick Broschiert, Februar 2007 Verkaufsrang: 194233 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Brigitte Pick, bis zum Jahr 2005 für 22 Jahre Leiterin der Rütli-Schule in Berlin-Neukölln, fasst in diesem Buch ihre Erfahrungen von 36 Jahren an der pädagogischen Front zusammen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Scharfer kompromissloser Blick auf die Schulsituation 5 von 5 Punkten Brigitte Pick war 36 Jahre lang Schulleiterin der Rütli-Schule in Berlin-Neukölln. Diese Schule hat vor einem Jahr Schlagzeilen gemacht. Das Buch widmet sich den Ereignissen davor, erzählt von der Geschichte der Schule, den Erfahrungen der Autorin und beschreibt mit scharfem kompromisslosem Blick die Situation in der sich Schule mit all ihren Facetten heute befindet.
Die Ereignisse der Rütli-Hauptschule beleben seitdem die bundesweite Diskussion neu über die Hauptschule als Ort der geballten Perspektivlosigkeit und stellen unser Schulsystem in Frage, das in allen Schulformen auf Aussonderung und Abschiebung von Schülern baut.
Der provokante Untertitel des Buches "Wer PISA nicht versteht, muss mit RÜTLI rechnen" ruft alle Menschen auf den Plan, die mit Schule zu tun haben und nach Möglichkeiten suchen um gegenzusteuern?
Weitere Lesermeinungen |
Anfänge einer Weltmacht: Theodore Roosevelt Und Die Transatlantischen Beziehungen Der USA 1901-1909 (Berliner Nordamerikastudien) Raimund Lammersdorf Gebundene Ausgabe, 1994 Verkaufsrang: 122735 Die Studie analysiert den außenpolitischen Wandel der USA zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Aus einer Regionalmacht, deren Außenpoltik wesentlich auf die eigene Hemispäre beschränkt gewesen war, wurde eine Weltmacht, die sich aktiv an europäischer Machtpolitik beteiligte. Es wird dargestellt, wie die europäischen Mächte Deutschland, Großbritannien und Frankreich auf die außenpolitische Neuorientierung der USA unter ihrem jungen Präsidenten Theodore Roosevelt reagierten. Von allen bisher vorgelegten Studien unterscheidet sich diese durch ihren multilateralen Ansatz, der auf umfassender Forschung in europäischen und amerikanischen Archiven beruht.
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Maggie Thatchers Rosskur - Ein Rezept für Deutschland? Dominik Geppert Taschenbuch, September 2003 Verkaufsrang: 160472 Fast niemand bleibt indifferent, wenn die Rede auf sie kommt. Ihre Anhänger verglichen Margaret Thatcher mit Elizabeth I., Winston Churchill oder Charles de Gaulle. Ihre Gegner bezeichneten sie als weiblichen Rambo oder »Attila die Henne«. Die Briten zollen ihr in Meinungsumfragen Respekt oder bekunden Abscheu, aber nie Gleichgültigkeit. Helmut Schmidt nannte sie »ein Rhinozeros«, Helmut Kohl pflegte Thatchers England als abschreckendes Beispiel für einen entfesselten Kapitalismus anzuführen. Deutschlands Politiker wagten es lange nicht, den parteiübergreifenden Konsens, der sich in der Bundesrepublik seit 1949 herausgebildet hat, in Frage zu stellen. Seine Voraussetzung war die Gewissheit stetig zunehmender sozialer Sicherheit und immer weiter wachsenden Wohlstands, etwas, was heute fragwürdiger denn je ist. In Britannien schwanden schon in den siebziger Jahren die Grundlagen, auf denen die Gesellschaft der Nachkriegszeit ruhte. Überkommene wirtschaftspolitische Instrumente erwiesen sich als unbrauchbar, um den ökonomischen Niedergang des Landes zu bremsen. Thatcher hat radikale Konsequenzen daraus gezogen und sie so entschlossen wie niemand sonst in die Tat umgesetzt. Dominik Gepperts Essay kontrastiert die britische Krise der siebziger Jahre, ihre Überwindung in den achtziger und deren Folgen in den neunziger Jahren mit den gegenwärtigen Entwicklungen in unserem Land. Was kann man vom britischen Weg lernen?
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Spitze 5 von 5 Punkten Geppert als Kenner und langjähriger Beobachter der Thatcher'schen Politik kennt sich aus wie kein Zweiter. In Deutschland eher unbeliebt, erfährt hier Margaret Thatcher endlich die Würdigung, die sie verdient: Eine knallharte Machtfrau, die im Interesse ihres Landes einen Totalumbau betrieben hat und die die Geschichte letztlich bestätigt hat! Die Macht der Gewerkschaften brechen, die Eigenverantwortung in den Mittelpunkt stellen, wegkommen von Subventionen - was Thatcher 1979 anfing, muss im Jahre 2005 auch in Deutschland geleistet werden |
Entwicklung gestalten: Gesellschaftsveränderungen in der Einen Welt Andreas Novy Broschiert, Mai 2002 Verkaufsrang: 214811 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ein engagierter Diskussionsbeitrag für eine Kultur universeller Solidarität, die auf internationalem Dialog und globaler Vernetzung basiert. AUTOR: Andreas Novy, außerordentlicher Universitätsprofessor an der Abteilung für Stadt- und Regionalentwickung an der Wirtschaftsuniversität Wien. Zahlreiche Publikationen zu Fragen der Entwicklungstheorie und -politik, zuletzt Brasilien: Die Unordnung der Peripherie. Seit 1987 Bezirksrat in Wien.
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Minsk - Musterstadt des Sozialismus: Stadtplanung und Urbanisierung in der Sowjetunion nach 1945 Thomas M. Bohn Gebundene Ausgabe, Oktober 2008 Verkaufsrang: 123681 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die weißrussische Hauptstadt Minsk wurde nach 1945 als sozialistische Musterstadt geplant und aufgebaut. Die Stadtplaner fanden hierzu ideale Voraussetzungen vor: Weißrussland war bis vor dem Zweiten Weltkrieg ein reines Agrarland und zudem hatten die deutschen Besatzer die Stadt komplett zerstört. Am Beispiel von Minsk verdeutlicht das Buch den Wandel des städtebaulichen Leitbildes in der Sowjetunion von den 1930er- bis in die 1950er-Jahre und die damit verbundene Errichtung des »Systems der geschlossenen Städte«. Der Autor zeigt den Prozess der Industrialisierung und Modernisierung ebenso auf wie die Entwicklung der Stadt Minsk vom lokalen Handelszentrum zur sowjetischen Industriemetropole. Die vorliegende Studie widmet sich damit dem Problem von Stadtwachstum und Verstädterung in »Nachzüglergesellschaften« und will auf dieser Grundlage dazu anregen, die Urbanisierung als ein Leitmotiv der Sowjetunionforschung zu etablieren.
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Handbuch zur deutschen Außenpolitik
Gebundene Ausgabe, Januar 2007 Verkaufsrang: 205758 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Im Gegensatz zu der eben skizzierten Außenpolitik der Regierung Schröder/Fischer wird die Außenpolitik der seit 2005 amtierenden großen Koalition unter Angela Merkel folgendermaßen charakterisiert: Der Stil der neuen Regierung ist...unstrittig sachlicher, zurückhaltender und tendenziell stärker auf Ausgleich und Kooperation bemüht, ohne allerdings Interessengegensätze zu verleugnen. Zweitens scheint die Außenpolitik der Großen Koalition weniger einseitig auf einige wenige Partner (Frankreich, Russland) fixiert, sondern bemüht zu sein, eine vermittelnde Rolle und, damit zusammenhängend, eine Verbesserung der Beziehungen zu den kleineren EU-Partnerstaaten und den USA zu erreichen Die Europäische Union und das transatlantische Verhältnis gelten wieder als die beiden wichtigsten Bezugsrahmen deutscher Außenpolitik, die zwar in einem Spannungsverhältnis zueinander stehen, deren Vermittlung allerdings zu den wichtigsten Aufgaben deutscher Außenpolitik gerechnet wird." (ebd., S. 39). Die - spannende - Frage, ob die Außenpolitik der Regierung Merkel/Steinmeier, der im Jahre 2006 als neuer Außenminister diese Politik mit der Metapher: selbstbewusste Bescheidenheit" in bewusstem Kontrast zur Politik der Vorgängerregierung formuliert hat, eine Rückkehr" zum alten bundesrepublikanischen Integrationskurs" darstellt oder ob sich Tendenzen einer schleichenden Ent-Europäisierung" durchsetzten, sei zum jetzigen Zeitpunkt (die Bewertung der Außenpolitik der großen Koalition datiert vom Stand April 2006) noch ungewiss. Soweit die Grundaussagen des Handbuches zur neuen deutschen Außenpolitik" seit 1990. Das Ziel des Handbuches, einen umfassenden und fundierten Überblick über die Außenpolitik Deutschlands zu geben" ist unzweifelhaft erfüllt. Neben der Einleitung werden Konzepte und Rahmenbedingungen der deutschen Außenpolitik dargelegt, bevor ein weiteres Kapitel Institutionen und innerstaatliche Akteure untersucht. Staaten und Regionen werden im umfangreichen Kapitel 5, Politikfelder (etwa die Sicherheitspolitik oder die Entwicklungspolitik) in Kapitel 6 untersucht. Dirk Peters untersucht schließlich Ansätze und Methoden der Außenpolitikanalyse, bevor in einem Anhang ein - sehr sorgfältig editiertes - Gesamtliteraturverzeichnis, eine Chronologie der deutschen Außenpolitik seit 1989, eine kommentierte (einführende) Linkliste zur deutschen Außenpolitik sowie ein Verzeichnis politikwissenschaftlicher Nachschlagewerke erfolgt. Insgesamt eine immense Forschungsleistung, die seinesgleichen sucht. Wer über die deutsche Außenpolitik umfassend informiert sein möchte, sollte zu diesem Buch greifen. Etwas schade finde ich, dass ein Kapitel über Großtheorien, also z. B. Realismus, Neo-Realismus, Liberalismus, Konstruktivismus, leider fehlt. Dabei hatte Dirk Peters diese Theorien sehr lesenswert in seinem Beitrag: The debate about a new German foreign policy after unification" in dem Sammelband: German foreign policy since unification (hrsg. von Volker Rittberger) kurz und überblicksartig dargestellt. Es sollte nicht schwer sein, eine überblicksartige Darstellung dieser Theorien in einer Neuauflage unter dem Kapitel Konzepte" zu berücksichtigen. Die Begründung für das Fehlen der Beschreibung dieser Theorien - Zielgruppe des Handbuches sind ja auch Laien - überzeugt mich leider nicht. Überhaupt stellt sich für mich ein Problem: das Handbuch ist von seinem Informationsgehalt her sehr gut. Aber die Behauptung, es richte sich an einen breiten Leserkreis" scheint mir zu weit hergeholt . Dafür gibt es zu viele unerklärte Fremdwörter ( so werden etwa die Begriffe systemisch" und subsystemisch" eingeführt, jedoch nicht sauber definiert) und es wird für den interessierten Laien einfach zu viel vorausgesetzt (etwa die Kenntnis der oben erwähnten Großtheorien). Schade finde ich auch, dass nicht immer sachlich und ausgewogen argumentiert wird. Die Behauptung etwa, Annahmen der sogenannten neo-realistischen Schule (die verstärkt auf Staaten und Staatengruppen und deren Interessen als Triebfedern in der Internationalen Politik abhebt) hätten sich nur in geringem Ausmaß bestätigt" (S. 43) wird - naturgemäß - von den Vertretern dieser Theorie - etwa Werner Link, der selber mit einem Beitrag in diesem Sammelband vertreten ist - nicht geteilt (vgl. etwa seinen Beitrag in der außenpolitischen Debatte in der Zeitschrift Welttrends", auf die die Herausgeber sich mehrfach beziehen). Es wäre für eine Neuauflage wünschenswert, die andere Sicht dieser Wissenschaftler zumindest darzustellen, diese Wissenschaftler mit einer alternativen Sicht der Dinge zu Wort kommen zu lassen oder eine solche Behauptung zumindest sauber zu begründen, denn ein Handbuch sollte sich stark - und in diesem Fall stärker - um Objektivität bei der Darstellung und Bewertung der unterschiedlichen wissenschaftlichen Positionen bemühen. Ansonsten haben mir vor allem die Länderanalysen, insbesondere die von Russland und den USA (wo von Stephen F. Szabo zutreffend ein Einflussverlust der sogenannten Neokonservativen" gegenüber Nationalisten und Realisten seit 2005 diagnostiziert wird (S. 363), sehr gut gefallen. Insgesamt bleibt für mich daher festzustellen: ein erstklassiges, sehr sorgfältig gemachtes Buch, welches in Zukunft das" Standardwerk für die deutsche Außenpolitik sein wird.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
"Das" Standardwerk der deutschen Außenpolitik nach 1990 4 von 5 Punkten Siegmar Schmidt, Gunther Hellmann und Reinhard Wolf haben aus meiner Sicht das" deutsche Standardwerk zur deutschen Außenpolitik seit der Wiedervereinigung 1990 vorgelegt. Es wird aus meiner Sicht auf Jahre hinaus das wichtigste Fach- und Standardwerk zur deutschen Außenpolitik bleiben. Neben Hellmanns stärker theoriebezogenen Einführungslehrbuch zur deutschen Außenpolitik von 2006 sowie dem ebenfalls als Einführung gedachten Grundlagenwerkes von Wilfried von Bredow aus dem gleichen Jahr ist es auch die neueste Publikation zu dem Thema. In einigen Beiträgen sowie in der Einleitung wird auch auf die Außenpolitik der großen Koalition unter Angela Merkel (CDU) eingegangen. Inwiefern die Politik des wiedervereinigten Deutschlands seit 1990 mit der Politik der alten Bundesrepublik Deutschland (vor 1990) zu vergleichen ist, inwieweit also Elemente von Kontinuität oder Wandel vorherrschen, wird in dem Einleitungsbeitrag - wie in den nachfolgenden Einzelbeiträgen der Autoren ebenso untersucht. Fazit der Herausgeber: die deutsche Außenpolitik habe sich gegenüber der der alten Bundesrepublik Deutschland gewandelt: sie strebe vermehrt nach Einfluss, wie ihr Streben nach einem ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat beweise und das Prinzip des Multilateralismus, also die Tendenz, mit den anderen Mächten und nicht gegen diese unilateral zu agieren, werde - zwar schleichend, jedoch zunehmend neu ausgerichtet, da der Begriff zunehmend instrumentell verstanden werde: Gewiss: Revisionismus" à la Schröder war ungleich sanfter als die revisionistische Machtpolitik der untergegangenen Reiche und der Weimarer Republik. Bei aller Selbstbewusstseins"-Rhetorik blieb die derart normalisierte" neue deutsche Außenpolitik für die Nachbarn und Partner Deutschlands trotz mancher Eigenmächtigkeiten (Irak, Stabilitäts- und Wachstumspakt) alles in allem erträglich...Aber aus theoretischer Perspektive wurde dieser außenpolitische Wandel im Sinne einer Hinwendung zu einer stärker eigenständigen und machtorientierten Politik nicht selten als unter den neuen Rahmenbedingungen unausweichlich begriffen...In dem Maße, in dem Deutschland verstärkt an informellen internationalen Koordinierungsmechanismen beteiligt wurde, schwand sein Interesse an langwierigen, eher formell institutionalisierten Verfahren im großen Kreis...Prestigeorientierte Statuspolitik und instrumenteller Multilateralismus in der Schröder/Fischer-Ära summieren sich sicherlich nicht zu einer Wiedererstehung eines deutschen Machtstaates"....Unabhängig davon, wie diese neueren Tendenzen im einzelnen beschrieben und bewertet werden, herrscht mittlerweile jedenfalls Konsens, dass sich die gegenwärtige deutsche Außenpolitik im Vergleich zur alten westdeutschen Bundesrepublik in beachtlichem Maße verändert hat." (S. 37). [Diese Feststellung stimmt m.E. nur bedingt; differenzierter und m. E zutreffender hat es der Politikwissenschaftler Thomas Risse konstatiert, der in einer auch in dem Handbuch zitierten Analyse aus dem Jahre 2004 in der Zeitschrift: Aus Politik und Zeitgeschichte" feststellte es habe bei der Mittelwahl zum Teil beträchtliche Veränderungen der deutschen Außenpolitik gegeben, z.B. durch die zunehmenden Auslandseinsätze der Bundeswehr), allerdings herrsche bei den außenpolitischen Zielen Kontinuität.]
Im Gegensatz zu der eben skizzierten Außenpolitik der Regierung Schröder/Fischer wird die Außenpolitik der seit 2005 amtierenden großen Koalition unter Angela Merkel folgendermaßen charakterisiert: Der Stil der neuen Regierung ist...unstrittig sachlicher, zurückhaltender und tendenziell stärker auf Ausgleich und Kooperation bemüht, ohne allerdings Interessengegensätze zu verleugnen. Zweitens scheint die Außenpolitik der Großen Koalition weniger einseitig auf einige wenige Partner (Frankreich, Russland) fixiert, sondern bemüht zu sein, eine vermittelnde Rolle und, damit zusammenhängend, eine Verbesserung der Beziehungen zu den kleineren EU-Partnerstaaten und den USA zu erreichen Die Europäische Union und das transatlantische Verhältnis gelten wieder als die beiden wichtigsten Bezugsrahmen deutscher Außenpolitik, die zwar in einem Spannungsverhältnis zueinander stehen, deren Vermittlung allerdings zu den wichtigsten Aufgaben deutscher Außenpolitik gerechnet wird." (ebd., S. 39). Die - spannende - Frage, ob die Außenpolitik der Regierung Merkel/Steinmeier, der im Jahre 2006 als neuer Außenminister diese Politik mit der Metapher: selbstbewusste Bescheidenheit" in bewusstem Kontrast zur Politik der Vorgängerregierung formuliert hat, eine Rückkehr" zum alten bundesrepublikanischen Integrationskurs" darstellt oder ob sich Tendenzen einer schleichenden Ent-Europäisierung" durchsetzten, sei zum jetzigen Zeitpunkt (die Bewertung der Außenpolitik der großen Koalition datiert vom Stand April 2006) noch ungewiss.
Soweit die Grundaussagen des Handbuches zur neuen deutschen Außenpolitik" seit 1990. Das Ziel des Handbuches, einen umfassenden und fundierten Überblick über die Außenpolitik Deutschlands zu geben" ist unzweifelhaft erfüllt. Neben der Einleitung werden Konzepte und Rahmenbedingungen der deutschen Außenpolitik dargelegt, bevor ein weiteres Kapitel Institutionen und innerstaatliche Akteure untersucht. Staaten und Regionen werden im umfangreichen Kapitel 5, Politikfelder (etwa die Sicherheitspolitik oder die Entwicklungspolitik) in Kapitel 6 untersucht. Dirk Peters untersucht schließlich Ansätze und Methoden der Außenpolitikanalyse, bevor in einem Anhang ein - sehr sorgfältig editiertes - Gesamtliteraturverzeichnis, eine Chronologie der deutschen Außenpolitik seit 1989, eine kommentierte (einführende) Linkliste zur deutschen Außenpolitik sowie ein Verzeichnis politikwissenschaftlicher Nachschlagewerke erfolgt.
Insgesamt eine immense Forschungsleistung, die seinesgleichen sucht. Wer über die deutsche Außenpolitik umfassend informiert sein möchte, sollte zu diesem Buch greifen. Etwas schade finde ich, dass ein Kapitel über Großtheorien, also z. B. Realismus, Neo-Realismus, Liberalismus, Konstruktivismus, leider fehlt. Dabei hatte Dirk Peters diese Theorien sehr lesenswert in seinem Beitrag: The debate about a new German foreign policy after unification" in dem Sammelband: German foreign policy since unification (hrsg. von Volker Rittberger) kurz und überblicksartig dargestellt. Es sollte nicht schwer sein, eine überblicksartige Darstellung dieser Theorien in einer Neuauflage unter dem Kapitel Konzepte" zu berücksichtigen. Die Begründung für das Fehlen der Beschreibung dieser Theorien - Zielgruppe des Handbuches sind ja auch Laien - überzeugt mich leider nicht.
Überhaupt stellt sich für mich ein Problem: das Handbuch ist von seinem Informationsgehalt her sehr gut. Aber die Behauptung, es richte sich an einen breiten Leserkreis" scheint mir zu weit hergeholt . Dafür gibt es zu viele unerklärte Fremdwörter ( so werden etwa die Begriffe systemisch" und subsystemisch" eingeführt, jedoch nicht sauber definiert) und es wird für den interessierten Laien einfach zu viel vorausgesetzt (etwa die Kenntnis der oben erwähnten Großtheorien).
Schade finde ich auch, dass nicht immer sachlich und ausgewogen argumentiert wird. Die Behauptung etwa, Annahmen der sogenannten neo-realistischen Schule (die verstärkt auf Staaten und Staatengruppen und deren Interessen als Triebfedern in der Internationalen Politik abhebt) hätten sich nur in geringem Ausmaß bestätigt" (S. 43) wird - naturgemäß - von den Vertretern dieser Theorie - etwa Werner Link, der selber mit einem Beitrag in diesem Sammelband vertreten ist - nicht geteilt (vgl. etwa seinen Beitrag in der außenpolitischen Debatte in der Zeitschrift Welttrends", auf die die Herausgeber sich mehrfach beziehen). Es wäre für eine Neuauflage wünschenswert, die andere Sicht dieser Wissenschaftler zumindest darzustellen, diese Wissenschaftler mit einer alternativen Sicht der Dinge zu Wort kommen zu lassen oder eine solche Behauptung zumindest sauber zu begründen, denn ein Handbuch sollte sich stark - und in diesem Fall stärker - um Objektivität bei der Darstellung und Bewertung der unterschiedlichen wissenschaftlichen Positionen bemühen.
Ansonsten haben mir vor allem die Länderanalysen, insbesondere die von Russland und den USA (wo von Stephen F. Szabo zutreffend ein Einflussverlust der sogenannten Neokonservativen" gegenüber Nationalisten und Realisten seit 2005 diagnostiziert wird (S. 363), sehr gut gefallen. Insgesamt bleibt für mich daher festzustellen: ein erstklassiges, sehr sorgfältig gemachtes Buch, welches in Zukunft das" Standardwerk für die deutsche Außenpolitik sein wird.
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DRG nach der Konvergenzphase
Broschiert, 1. Oktober 2008 Verkaufsrang: 217724 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der Inhalt: In den nächsten Monaten des Jahres 2008 hat der Deutsche Bundestag u. a. zu entscheiden, nach welchem Abrechnungssystem die Krankenhäuser weiterhin ihre Vergütung von den Krankenkassen erhalten. Es scheint wohl allgemeiner Konsens zu bestehen, dass das G-DRG-System zumindest kurzfristig nicht wieder "in der Versenkung" verschwindet. Trotz weiterer Ausgabensteigerungen der Gesetzlichen Krankenkassen im Krankenhausbereich war der bürokratische Aufwand bei der Etablierung dieses Systems zu hoch, als das es jetzt wieder für ungültig erklärt wird. Das Ziel des Buches besteht zum einen in der kritische Dokumentation der Erfahrungen und der (sozial-)rechtlichen Auseinandersetzungen einiger Akteure mit diesem Abrechnungssystem sowie zum anderen in der Erörterung der Anforderungen, die an ein zukunftsweisendes Abrechnungssystem im Krankenhaus aus heutiger Sicht zu stellen sind. Nach Verabschiedung des Gesetzes zur Stärkung des Wettbewerbs in der gesetzli-chen Krankenversicherung (GKV-WSG) zum 1. Januar 2009 wird der Gesundheitsfond als eine wesentliche Neuerung wirksam werden; der vorliegende Band erörtert deshalb die konzeptionellen Grundlagen des Gesundheitsfonds. Das Buch wendet sich sowohl an das Krankenhausmanagement als auch an die Krankenkassenmanager sowie an die Akteure in den entsprechenden Ministerien und im Hochschulbereich.
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Wohlfahrtspluralismus
Broschiert, 1996 Verkaufsrang: 125863 Bei Amazon z.Zt. leider nicht lieferbar! |
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Wohlfahrtsstaat mit neuen Denkansätzen 5 von 5 Punkten Dieses Buch gibt einen guten Überblick über die Akteure eines Wohlfahrtstaates zu denen der Staat, der Markt und die viel zu häufig vergessene Zivilgesellschaft gehört. Der Autor macht auf die häufig mangelnde Zusammenarbeit der oben genannten Akteure aufmerksam und veranschaulicht dieses an verschiedenen Beispielen des Nonprofit-Sektors und dem intermediären Bereich. Der Leser kommt zu der Erkenntnis das eine Steigerung der Wohlfahrt nur durch synergetische "mixes" von unterschiedlichen Ressourcen und Handlungsrationalitäten zu erwarten ist, welche durch neue Steuerungs- und Planungskonzepte flankiert werden müssen, die die zivilgesellschaftliche Perspektive und das darin enthaltene "soziale Kapital" nicht aus den Augen verlieren darf. Das Buch ist für jeden empfehlenswert, der seinen kritischen Blickwinkel in der Sozialpolitik erweitern möchte. |
Welten des Wohlfahrtskapitalismus. Der Sozialstaat in vergleichender Perspektive.: Der Sozialstaat in vergleichender Perspektive Ilona Ostner, Stephan Lessenich Taschenbuch, 1998 Verkaufsrang: 254496 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Beitäge dieses Bandes widmen sich Fragen der Einheit und Vielfalt, der Stabilität und Dynamik, der Vergangenheit und Zukunft entwickelter Wohlfahrtsstaatlichkeit. Theoretischer Bezugsrahmen ist das Konzept wohlfahrtsstaatlicher Regime, das in der internationalen Diskussion Karriere gemacht hat. Das Buch bietet damit eine Bestandsaufnahme vergleichender Wohlfahrtsstaatsforschung mit grundlegenden Analysen für die aktuelle politische Debatte um die Zukunft des Sozialstaats.Autoren des Bandes sind - neben den Herausgebern - Jens Borschert, Gosta Esping-Andersen, Ulrike Götting, Herbert Obinger, Elmar Rieger, Fritz W.Scharpf, Roland Schettkat, Manred G.Schmidt, Bernd Schulte und Uwe Wagschal.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Aktuelle Beiträge zur Sozialstaatsforschung 5 von 5 Punkten Anfang der 90er Jahre machte die These von den „Drei Welten des Wohlfahrtskapitalismus" die Runde und prägt die Forschung im Bereich Sozialstaatssysteme bis heute nachhaltig. Anlaß genug also für die Autoren, sich mit dem aktuellen Stand der Forschung zu befassen. Zunächst geben der Herausgeber und die Herausgeberin sowie der Begründer der These, Gösta Esping-Andersen, noch einmal einen Überblick über die Theorie von den verschiedenen Regimen der Sozialpolitik. Dieses Konzept des Regimes - der Wohlfahrtsstaat und seine Gestaltung prägt die Wirtschaftspolitik und den Arbeitsmarkt sowie die gesellschaftliche Rolle von Arbeit und Arbeitslosigkeit - wird dann in vier Aufsätzen überprüft, jeweils aus verschiedenen Blickwinkeln. Dem folgen drei Kapitel, die das Konzept verwenden, um internationale Vergleiche anzustellen. Abgerundet wird das Buch durch einen Ausblick auf Veränderungen in der Sozialpolitik und behandelt in diesem Zusammenhang die Frage, ob und wie dieser theoretische Ansatz auch in diesem Kontext nutzbringend sein kann. Das Buch zeichnet sich durch eine gelungene Strukturierung und eine gute Balance von Theorie und Empirie aus und ist vor allem für Studierende, die sich erstmals mit der Theorie des Sozialstaates beschäftigen eine große Hilfe. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.) |
Soziologie des Wohlfahrtsstaates: Eine Einführung Carsten G. Ullrich Broschiert, November 2005 Verkaufsrang: 285830 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Campus Studium Sozialpolitik umfasst alle Regelungen, mit denen eine Gesellschaft versucht, die Lebensverhältnisse ihrer Mitglieder zu verbessern. Carsten G. Ullrich erläutert die aktuelle Sozialpolitik aus soziologischer Perspektive es geht also nicht um die ökonomischen Vorund Nachteile, sondern um die gesellschaftlichen Ursachen und Wirkungen der Sozialpolitik. Anhand zentraler Problemkreise wie Armut, Ungleichheit und sozialer Sicherheit diskutiert er die wichtigsten Auswirkungen der Sozialpolitik auf die Gesellschaft und die Bedeutung der sozialen Sicherung für die Individuen. Dabei werden auch die Probleme, die mit der Ausgestaltung sozialer Sicherungssysteme verbunden sind, und die Zukunftsaussichten des Wohlfahrtsstaates erörtert.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Gelungene Einführung 5 von 5 Punkten An Einführungswerken zur Sozialpolitik besteht grundsätzlich kein Mangel. Diesen stellt der Campus-Verlag nun das Einführungsbuch von Carsten G. Ullrich zur Seite, das sich von den auf dem Markt erhältlichen Einführungswerken durch seine konstant durchgehaltene soziologische Perspektive unterscheidet. Das Buch ist einer durchweg verständlichen und zugänglichen Sprache geschrieben, die ohne Jargon oder prätentiöse Formulierungen auskommt. Die durch die soziologische Perspektive vorgenommene Schwerpunktsetzung auf die gesellschaftlichen Ursachen und Wirkungen des Wohlfahrtsstaates heben Ullrichs Einführungsbuch wohltuend von anderen Einführungen zur Sozialpolitik ab, die durch ihr Augenmerk auf rechtliche Regelungen oder historische Entwicklungen einzelner Institutionen zuweilen recht dröge ausfallen (können). Die Diskussionsfragen am Ende der einzelnen Kapitel sowie die Hinweise auf weiterführende Literatur regen zur näheren Auseinandersetzung mit den behandelten Problematiken an und ermöglichen so auch gut die eigenständige Erarbeitung wichtiger Themenfelder der soziologischen Wohlfahrtsstaatsanalyse. Lobenswert ist außerdem, dass der Autor, obwohl er exemplarisch den deutschen Fall behandelt, immer auch einen vergleichenden Blick über Ländergrenzen wirft. Insgesamt liegt hier also ein sowohl für den Einsatz in der akademischen Lehre als auch für das Selbststudium bestens geeignetes Einführungsbuch für diejenigen vor, die sich aus einem soziologischem Blickwinkel mit dem Wohlfahrtsstaat beschäftigen wollen. |
Was ist uns die Gesundheit wert?: Gerechte Verteilung knapper Ressourcen
Broschiert, September 2007 Verkaufsrang: 127855 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen. Die finanziellen Grenzen des Gesundheitssystems werden immer deutlicher erkennbar. Medizinischer Fortschritt und demographischer Wandel lassen in den nächsten Jahren weitere Kostensteigerungen erwarten. Einsparpotentiale müssen ausgelotet, neue Möglichkeiten der Effizienzsteigerung und Qualitätssicherung gefunden werden. Die Beiträge des Bandes gehen der schwierigen Frage nach, wie die knappen Ressourcen in Zukunft - gerecht und im Sinne kranker Menschen - verteilt werden könnten.
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Entwicklungspolitik: Entwicklungspolitik, 4 Bde., Bd.3, Außenwirtschaftliche Aspekte des Entwicklungsprozesses: Bd 3 Werner Lachmann, Harald J. Bolsinger Taschenbuch, 1. Mai 1998 Verkaufsrang: 128058 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Dieses Lehrwerk geht auf die in den siebziger Jahren erhobenen Forderungen der Entwicklungsländer zur Neuordnung der Weltwirtschaftsbeziehungen ein und stellt alternative Konzepte der Verbesserung der internationalen Wohlfahrt vor.
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Globalisierung der Wirtschaft: Segen oder Fluch?
Broschiert, Juni 2005 Verkaufsrang: 128295 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Das Reizwort "Globalisierung der Wirtschaft" spaltet die Bevölkerung in zwei Gruppen. Die einen bedauern die sich aus der Globalisierung ergebenden Beschränkungen nationaler Wirtschaftspolitik. Die anderen sehen darin die Chance, verkrustete Strukturen aufzubrechen und die wirtschaftliche Entwicklung voran zu bringen. Das Problem liegt weniger in der Notwendigkeit der Globalisierung, sondern vielmehr an der Art und Weise wie globalisiert wird; daher reflektieren die in diesem Band gesammelten Beiträge vielmehr das "Wie" der Globalisierung und deren ethische Begründung aus unterschiedlichen Perspektiven.
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Robert Michels: Soziale Bewegungen zwischen Dynamik und Erstarrung, Essays zur Arbeiter-, Frauen- und nationalen Bewegung
Gebundene Ausgabe, 17. Dezember 2007 Verkaufsrang: 128362 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Edition präsentiert den Elitetheoretiker Robert Michels von einer bislang völlig unbekannten Seite. Der Klassiker der Soziologie beschäftigte sich vor und nach seiner 1911 publizierten Entdeckung des ehernen Gesetzes der Oligarchie in der modernen Parteiorganisation derart intensiv mit den neuen sozialen Bewegungen seiner Zeit, dass man ihn als einen Pionier der Bewegungsforschung kennzeichnen kann.Der Schwerpunkt der Edition liegt dabei auf Michels frühen Schriften zur Arbeiter- und Frauenbewegung sowie zu nationalen Befreiungsbewegungen. Sein dreidimensionaler Begriff der sozialen Frage nimmt die Gegensätze zwischen den einzelnen Klassen, Rassen und Geschlechtern gleichermaßen in den Blick und sieht im Streben nach ökonomischer, sexueller und nationaler Emanzipation die drei wesentlichen sozialen und prinzipiell gleichrangigen Herausforderungen der Moderne.Michels Studien analysieren aber nicht nur die dynamischen Entstehungsmuster sozialer Bewegungen, sondern auch die Mecha nismen ihres Wandels und ihrer Erstarrung, die ihr ursprüngliches Programm ins Gegenteil verkehren können. Denn werkgeschichtlich wie systematisch ist Michels Einstieg in die Organisationssoziologie die Fortsetzung der Bewegungsstudien mit anderen Mitteln, da die Organisation und ihre elitäre Struktur das Schicksal jeder sozialen Bewegung sind. Die Edition bildet somit einen unverzichtbaren Ergänzungsband zu Michels berühmter Soziologie des Parteiwesens .
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Kooperative Demokratie: Das politische Potenzial von Bürgerengagement Lars Holtkamp, Jörg Bogumil, Leo Kißler Broschiert, Mai 2006 Verkaufsrang: 220430 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Studien zur Demokratieforschung Kooperative Demokratie meint die systematische Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an der Politik vor allem auf kommunaler Ebene. Ziele dieses neuen Demokratieansatzes sind bedarfsgerechtere Planungen und effizientere, bürgernahe Problemlösungen. Daneben sollen Bürger zunehmend städtische Leistungen ehrenamtlich übernehmen, um Haushaltsdefizite zu minimieren. In dem Band werden die Aufgaben und Probleme einer kooperativen Demokratie und die Voraussetzungen einer erfolgreichen Umsetzung des Konzepts dargelegt.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Übersichtswerk mit Schwächen 3 von 5 Punkten "Kooperative Demokratie" reiht sich in eine Vielzahl von Publikationen der drei Autoren zum Thema Bürgerkommune ein. Im Zentrum des Buchs steht die Darstellungen verschiedener Formen von Bürgerpartizipation auf kommunaler Ebene. Es versucht Wege zu zeigen, wie Kommunen einerseits eine demokratische Legitimation, andererseits Nutzen aus Bürgerengagement ziehen können. Dabei knüpft das Werk an vorhergehende Publikationen der drei Autoren an, was sich unerfreulich in der seitenweisen Wiedergabe von Text aus früheren Veröffentlichungen zeigt. Auch wenig erbaulich sind die zahlreich vorhandenen Rechtschreib- und Formatierungsfehler. Ein gründliches Lektorat hätte dem Abhilfe schaffen können.
Zu empfehlen ist das Werk vor allem für Studierende, die sich mit kooperativer Demokratie beschäftigen, sowie kommunale Entscheidungsträger, die Konzepte der Bürgerkommune verwirklichen wollen. Nicht zu empfehlen ist das Werk für Demokratieforscher und interessierte Bürger.
Insgesamt ist "Kooperative Demokratie" für die Sichtweise dieser drei (ehemaligen) Hagener Soziologen das ausführlichste und übersichtlichste Werk und lässt sich in diesem Rahmen als Standardwerk bezeichnen. |
Psychiatrie in der Gemeinde. Grundlagen und Praxis Loren R. Mosher, Lorenzo Burti Broschiert, 1994 Verkaufsrang: 195196 Dieses Buch entwirft das Modell einer Gemeindepsychiatrie und zwar nicht nur als flüchtige Skizze, sondern ausgebreitet auf allen relevanten Ebenen. Auch den gesellschaftlichen Kontext lassen die Autoren nicht außer acht und sprechen die Probleme von Obdachlosigkeit und staatlicher Gesundheitspolitik an. Es gibt detaillierte Handlungsanregungen, die auch für AnfängerInnen hilfreich sind. Der Umgang mit Medikamenten wird ebenso erläutert wie das Führen eines Erstgespräches. Psychiatrie in der Gemeinde wird vielen Ansprüchen gerecht, es ist vor allem ein ausgezeichneter Ratgeber für die Praxis und macht die LeserInnen mit zentralen Konzepten der Gemeindepsychiatrie bekannt.
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Kinder_Sichten: Städtebau und Architektur für und mit Kindern und Jugendlichen Christa Reicher, Silke Edelhoff, Päivi Kataikko, Angela Uttke Broschiert, Januar 2007 Verkaufsrang: 308610 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Kinder-Sichten regt dazu an, Kinder und Jugendliche in Planungs- und Bauprozesse stärker einzubinden und Architektur bzw. Stadt als Bildungsthemen aufzugreifen. Kinder-Sichten leistet in Deutschland Pionierarbeit auf dem Gebiet der baukulturellen Bildung. Das Buch liefert nicht nur theoretische Hintergründe, sondern stellt vor allem gelungene Projekte und Initiativen vor. Methodische Hinweise, konkrete Projektbausteine und Übungen dienen als Inspiration und Anleitung für eigene Projekte.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Baukultur: jung, kooperativ, zukunftsgewandt 5 von 5 Punkten Wie kann man den Städtebau und die Architektur für und mit Kindern und Jugendlichen so gestalten, dass die Interessen und unterschiedlichen Ansichten ausreichend berücksichtigt werden?
Zusammen mit der LBS-Initative "Junge Familie" haben die Herausgeberinnen, welche allesamt im Ruhrgebiet initiativ und städteplanerisch tätig sind, ein internationales Fachteam zusammengerufen und ihre Beiträge für diese Buch zusammengestellt. Herausgekommen ist gut lesbares, engagiertes Fachbuch, das wunderbar verdeutlicht, wie hilfreich es ist, europäisch und überegional zusammenzuarbeiten bzw. sich auszutauschen. Denn ob es nun die Erfahrungen aus Schweden, Finnland, Schottland, den Niederlanden und Frankreich oder aus den diversen Regionen Deutschlands sind: alle Projekte und Ideen haben die kreative Planung und Gestaltung der Zukunftsräume im Blick und möchten hierbei die jungen Menschen nicht aussen vor lassen.
Wie bedeutungsvoll der schulische Bereich ist, wird im ersten der drei Buchteile klargestellt: 9 Beiträge befassen sich mit der baukulturellen Bildung unter Titeln wie "Baukultur macht Schule", "Baukultur in der Ausbildung von Pädagogen" oder "Baukultur als Bürgerbildung".
Die Textbeiträge sind dabei nicht zu wissenschaftlich, sondern verknüpfen Theorie und Erfahrungswissen zu einer einzigartigen Gestaltungspraxis. Sorgsam ausgewählte Fotos zeigen, wie es mit Hilfe guter Planung und kindgerechter Aufbereitung möglich ist, Kinder und Jugendliche an die Gestaltung ihrer Lebensräume heranzuführen. Dabei wird baukulturelle Bildung nicht als Einbahnstraße verstanden, sondern als Begegnungsstraßennetz, wo jung und alt, Erfahrung und Neugier, Können und Lernen, Spiel und Arbeit, Planung und Umsetzung sich immer wieder neu begegnen und verschiedene Gestaltungs(um)wege gehen mit dem Ziel, angemessene Räum efür die Zukunft zu gestalten.
Im Teil zwei des Buches mit sechs Beiträgen geht es insbesondere um die unterschiedlichen Formen, wie man Jugendliche und Kinder an planerischen und politischen Prozessen beteiligen kann. Dabei kommt es den Autoren/-innen auch darauf an, nicht Alibi-Projekte zu initiieren, sondern vielmehr nachhaltige Projekte umzusetzen, welche den Kidnern tatsächlich zeigen: Meine Interessen werden ausreichend berücksichtigt. Welche Methoden zur Beteiligung hilfreich sind, wird auch durch die sehr alltagsnahen Fotos vermittelt. Diese zeigen Kinder und Jugendliche in Aktion, wie sie den Stadtraum erkunden, Ideen sammeln und wie schließlich umgesetzte Ideen ausschauen können. Herausgegriffen sei hier der zukunftsweisende Beitrag "Spielleitplanung", welcher verdeutlicht, wie elementar wichtig für die gemeindliche und regionale Entwicklung eine kinder- und familienfreundliche Städteplanung ist.
Im Teil 3 des Buches wird eine Projekt- und Methodikbörse vorgestellt.
"16 Beispiele und Übungen für die baukulturelle Bildung und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen" wurden übersichtlich mit klarer Zuordnung der Altersgruppe und des jeweiligen Zieles zusammengestellt.
Die Schlußbetrachtung der Herausgeberinnen fasst noch einmal die Grundideen des Buches zusammen und ist ein engagiertes Plädoyer dafür, die Stadtplanung nicht allein den Politikern/-innen und Architekten zu überlassen, sondern den jungen Menschen ein angemessenes Gestaltungsrecht zukommen zu lassen. Ein englischsprachiges Abstrakt sowie ein Anhang mit Kurzbiographien der Autoren/-innen und einem Verzeichnis von verwendeter bzw. weiterführender Literatur sowie einigen Internetlinks runden das Praxisfachbuch ab.
"Kinder_Sichten" ist ein ausgesprochen engagiert gestaltetes und verfasstes Ideen- und Erfahrungsbuch, das sowohl in der Jugendhilfe und Schule als auch in den Archtekturbüros und Stadtplanungsämtern zum Standard gehören sollte; damit in Zukunft kind- und familiengerecht eine menschenachtende Stadtgestaltung praktisch umgesetzt wird. |
Anfänge westdeutscher Sicherheitspolitik 1945-1956, 4 Bde., Bd.4, Wirtschaft und Rüstung, Souveränität und Sicherheit Werner Abelshauser, Walter Schwengler Gebundene Ausgabe, November 2000 Verkaufsrang: 122016
| Sozialgeschichte der Sozialpolitik in Deutschland. Vom 18. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg Florian Tennstedt Broschiert Verkaufsrang: 124589
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Kultur und Entwicklung Gerald Faschingeder Taschenbuch, 2001 Verkaufsrang: 124540
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