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Die Tore der Welt: Roman - Ken FollettDie Tore der Welt: Roman
Ken Follett

Broschiert, 16. Januar 2010
     Verkaufsrang: 5      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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18 lange Jahre hat Ken Folletts nicht eben kleine Fan-Gemeinde auf eine Fortsetzung seines Bestsellers Die Säulen der Erde warten müssen. Lange hat sich der Autor geziert, bis er dem Bitten des Publikums und der Verlage endlich nachgab und sich für einen Vorschuss von immerhin 49 Millionen Euro an die Arbeit machte. Und schon nach ein paar der stattlichen 1.300 Seiten von Die Tore der Welt weiß man: Für die Verlage hat sich dieser Vertrauensbonus ebenso gelohnt wie für die Leser das Warten.
200 Jahre sind in im südenglischen Kingsbridge vergangen, wo Follett seine Geschichte auch diesmal angesiedelt hat. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die Nachfahren der Helden von einst. Entlang ihrer Schicksale führt uns der Autor, der sich bei seinen Recherchen von gleich drei Historikern zuarbeiten ließ, ausgesprochen kundig durch die Welt des 14. Jahrhunderts: Durch Caris, die der Verbrennung als Hexe durch den Eintritt in ein Kloster entkommt, lernen wir Manches über die Pest und die mittelalterliche Medizin. Mit der Baukunst der Zeit macht uns der Architekt Merthin, Caris? Geliebter, vertraut. Auch den Gegensatz zwischen einem ebenso selbstsüchtigen wie hemmungslosen Adel auf der einen und der Masse der besitzlosen Leibeigenen auf der anderen Seite führt uns der Autor mit großer Souveränität in seiner gewohnt schnörkellos-direkten Sprache anhand persönlicher Schicksale vor Augen: ein Sog, dem man sich kaum entziehen kann...
Gewiss: In Wahrheit hat es wohl keine beinahe verbrannte Hexe zur Leiterin eines Nonnen- und erst recht keines Mönchsklosters bringen können. Und überhaupt muss man natürlich davor warnen, seine historische Bildung nur aus historischen Romanen zu beziehen: Dennoch: Die Tore der Welt ist eine nicht nur spannende, sondern sehr wohl auch historische lehrreiche Lektüre. - Alexander Dohnberg, Literaturanzeiger.de


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 284 Bewertungen)

Gute wie alles      5 von 5 Punkten
Das ist mal wieder ein Follet wie ich ihn liebe. Da ich viele gute und auch schlechte History Romane gelesen habe,ist es nicht leicht mich zufrieden zu stellen. Aber dieses Buch hat es mal wieder geschafft.


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Echo der Hoffnung: Roman - Diana GabaldonEcho der Hoffnung: Roman
Diana Gabaldon

Gebundene Ausgabe, 27. November 2009
     Verkaufsrang: 98      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Die Feder ist mächtiger als das Schwert
1777 – die Zeichen für einen Sieg der Kolonien im Unabhängigkeitskrieg gegen die Briten stehen schlecht. Nur Claire Randall, die Zeitreisende aus dem 20. Jahrhundert, und ihr geliebter Mann Jamie Fraser wissen, wie er ausgehen wird. Jamies Herz schlägt für die Aufständischen – doch sein unehelicher Sohn William kämpft in der britischen Armee …
Jamie weigert sich, zur Waffe zu greifen, doch er will mit dem gedruckten Wort in die revolutionären Kämpfe eingreifen. Dafür braucht er seine Druckerpresse, und die steht immer noch in Edinburgh. Während es in den Straßen der Kolonien schon nach Pulverdampf riecht, macht sich Jamie bereit für eine Rückkehr in die schottischen Highlands, mit Claire an seiner Seite.
Dort scheint seine Tochter Brianna, die im Jahr 1979 lebt, in Sicherheit. Doch mysteriöse Zwischenfälle lassen sie begreifen, dass in den Highlands gefährliche Geheimnisse aus der Vergangenheit ihrer Eltern ins Licht der Gegenwart drängen …
Der heiß ersehnte siebte Roman der Highland-Saga um Claire Randall und Jamie Fraser!
EXTRA: Farbiger Familien-Stammbaum zum Ausklappen im Schutzumschlag!


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 115 Bewertungen)

Eigentlich habe ich gar nicht mehr erwartet....      3 von 5 Punkten
Dieses Buch ist ein reines Übergangsbuch zum nächsten und wohlmöglich auch letzten Band der Highland-Saga. Erstaunlich ist für mich, dass ich so fast gar nichts aus der Geschichte um Jamie und Claire ( oder besser " Geschichten " ) wiedergeben kann, ich habe sämtliche Geschehnisse schlichtweg vergessen, oder einfach nicht richtig verstanden.
Woran lag es meiner Ansicht nach ? Es wurden zu viele Geschehnisse offen gehalten, der Bürgerkrieg hat sehr viel Raum bekommen, die Highland-Saga hat sich in eine andere Richtung verselbständigt.
Trotzdem lesen, es gehört halt einfach dazu und erfahrungsgemäß wage ich zu behaupten, dass der nächste Band wieder sehr schön wird.
Durchhalten !!!


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Die Henkerstochter - Oliver PötzschDie Henkerstochter
Oliver Pötzsch

Broschiert, 1. April 2008
     Verkaufsrang: 133      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Das spannende Porträt eines verrufenen, geheimnisvollen Berufsstandes." MÜNCHNER MERKUR/ 04.04.08/ dil "Spannend, lebensnah und bewegend" IN / 30.04.08 "Ein historischer Roman wie man ihn sich wünscht, gut recherchiert und mit viel Leidenschaft geschrieben." 06/08 Filter "Oliver Pötzsch schafft es auf ungemein elegante Weise, neben der spannenden Kriminalhandlung so viele kleine Details und Wissenswertes aus dem Leben einer Henkersfamilie einflechten zu lassen, dass einem alle Vorurteile über Henker schneller genommen werden als man lesen kann." 10.06.08/ www.historische-romane.de "Pötzsch ist ein packender Krimi gelungen, der zudem viele Informationen zu dem Handwerk des Scharfrichters bietet [ ] Wir freuen uns auf die Fortsetzung." 18.08.08/ Nürnberger Zeitung

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 135 Bewertungen)

ein wundervolles Buch      5 von 5 Punkten
Ein tolles Buch,
Gerade habe ich die Henkerstochter gelesen. Es ist ein interessanter historischer Krimi. Es geht um den Henker, seine Tochter und den Medicus, die versuchen die als Hexe angeklagte Hebamme zu retten und dem wahren Mörder der Kinder zu finden. Es ist eine bis zum Schluss spannende Geschichte. Aber es geht auch um das Leben der Menschen in der damaligen Zeit, mit den Problemen. Vor allem um die Henkersfamilie, die ja unbeliebt bei den Bürgern ist. Gut finde ich, das der Henker und sein Beruf mal von einer anderen Seite beleuchtet wird, denn nicht alle Henker waren gewissenlose Mörder. Sie hatten auch medizinisches Wissen.
Den Schreibstil finde ich super. Es liest sich sehr flüssig. Man weiss immer wer was gesagt hat und kann der Handlung gut folgen. Das die Personen einen leichten Dialekt sprechen finde ich schön und macht sie liebenswert.
Von den Erdställen habe ich auch das erste Mal in dem Buch was gehört, ist interessant, man lernt eben nie aus.
Daher kann ich das Buch sehr empfehlen.


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Hiobs Brüder - Rebecca GabléHiobs Brüder
Rebecca Gablé

Gebundene Ausgabe, 9. Oktober 2009
     Verkaufsrang: 346      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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England 1147: Eingesperrt in einer verfallenen Inselfestung, fristen sie ein menschenunwürdiges Dasein, weil sie nicht zu den Kindern Gottes zählen: Simon hat die Fallsucht. Edmund hält sich für einen toten Märtyrerkönig. Regy ist ein Mörder und so gefährlich, dass er an einer Kette gehalten werden muss. Losian hat sein Gedächtnis und seine Vergangenheit verloren. Ausgerechnet Letzterem fällt die Führung dieser sonderbaren Gemeinschaft zu, als eine Laune der Natur ihnen den Weg in die Freiheit öffnet. Er bringt die kleine Schar zurück in die "wirkliche" Welt, wo Hunger, Not und Rechtlosigkeit herrschen. Auf ihrer Reise gelangt er zu erschreckenden Erkenntnissen über den Mann, der er einmal war. Und gerade als er einer Frau begegnet, mit der ein Neuanfang möglich scheint, beginnt Losian zu ahnen, dass er die Schuld an dem furchtbaren Krieg trägt, der England zugrunde zu richten droht...

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 56 Bewertungen)

Wenn das nicht 5 Sterne sind - was dann ???      5 von 5 Punkten
Hiobs Brüder gehört zu den besten Hörbüchern, die ich je gehört habe. Rebecca Gable hat (wieder einmal) einen sehr spannenden, gut recherchierten und wundervoll inszenierten historischen Roman geschrieben.
Der mir bis dahin unbekannte Detlef Bierstedt liest diesen Roman ganz hervorragend. Gut betont, immer auf der Höhe der Geschichte, spannend und die Personen größtenteils mit verschiedenen Tonlagen. Er macht das ganz brilliant. Besonders faszinierend dabei für mich persönlich Godric und Wulfric. Leider hatten die aber nur eine Nebenrolle.
Das Hörbuch ist teils mit Musik und teils mit Geräuschen unterlegt. Die Geräusche (wie z. B. Regen) sind dabei so sanft eingesetzt, daß sie förmlich mit dem Vorlesen von Herrn Bierstedt eins werden.
Man merkt es diesen Zeilen an - ich bin immer noch begeistert. Das Buch werde ich mit Sicherheit später auch noch lesen, da das Hörbuch ja gekürzt wurde.
Hiobs Brüder


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Die Tochter der Wanderhure - Iny LorentzDie Tochter der Wanderhure
Iny Lorentz

Broschiert, 22. Dezember 2009
     Verkaufsrang: 72      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Als Trudi erwacht, kann sie sich zunächst an nichts erinnern. Dann aber dämmert ihr wieder, was soeben im Weinrausch zwischen ihr und Georg von Gressingen vorgefallen ist. Aber Trudi braucht sich nicht zu schämen. Immerhin wird sie den Ritter ohnehin bald heiraten. Zumindest glaubt sie das. Aber Georgs Onkel hat andere Pläne als den, seinen Neffen mit einer Frau zu verheiraten, die ihm nur Burg Kibitzstein bieten kann - und deren Mutter zudem von zweifelhaftem Ruf sein soll. Dann wird auch noch Trudis Vater Michael ermordet, ein einflussreicher Gönner stirbt. Trudi und ihre Mutter, die Wanderhure Marie, stehen plötzlich in einer feindlichen Welt. Auf der Suche nach Rettung macht sich Trudi auf den gefahrvollen Weg zum Hof König Friedrichs - und wird in einer lebensgefährlichen Situation ausgerechnet von jenem Mann gerettet, den sie für den Mörder ihres Vaters hält...
Die Tochter der Wanderhure ist die Fortsetzung der erfolgreichen historischen Romane Die Wanderhure und Das Vermächtnis der Wanderhure aus der Feder von Bestseller-Autorin Iny Lorentz. Fans dieser Figur werden sich über ein Wiedersehen mit Marie ebenso freuen wie darüber, dass es in der nächsten Generation mit Lorentz? Geschichte aus der deftigen und intriganten Welt des Mittelalters weitergeht.
Fans von historischen Romanen hingegen werden sich vielleicht über die ein oder andere Fragwürdigkeit und literarische Merkwürdigkeit wundern. Dass etwa die "Ritter und Burgherren dieser Gegend schwerer unter einen Hut zu bringen" seien "als ein Sack Flöhe", ist eine Formulierung, die zumindest schmunzeln macht (weil man sich eben fragt, warum es schwerer sein soll, einen Sack Flöhe unter einen Hut zu bringen als, sagen wir, einen Sack mit Mehl). Solche Dinge kennt man ansonsten nur von den vielschreibenden Drehbuchautoren diverser Soap Operas, die im Eifer ihres schnellen Geschäfts Sprichwörter durcheinanderbringen oder auf schiefe Bilder setzen. Aber das sind nur Kleinigkeiten. Im Großen und Ganzen nämlich ist Die Tochter der Wanderhure ein spannendes, teils auch historisch überaus informatives Buch. Gute Unterhaltung ist es auf jeden Fall. - Stefan Kellerer, Literaturanzeiger.de


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 51 Bewertungen)

Tolles Buch      5 von 5 Punkten
Bin ein Iny Lorentz Fan, besitze sämtliche Romane - bin immer wieder fasziniert über die spannenden Geschichten! Wenn man einmal angefangen hat, dann kann man einfach nicht mehr aufhören!!!Warte bereits auf das nächste Taschenbuch!!!


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Die Vermessung der Welt - Daniel KehlmannDie Vermessung der Welt
Daniel Kehlmann

Broschiert, 29. Februar 2008
     Verkaufsrang: 256      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Das Verfahren ist bekannt und bewährt: Man nehme einen Denker aus der deutschen Geistesgeschichte und schlage literarischen Profit aus dessen Verschrobenheit. Ganz vorzüglich ist das beispielsweise Gert Hofmann mit Georg Christoph Lichtenberg in Die kleine Stechardin gelungen. Bernhard Setzwein hat mit Nicht kalt genug einen vorzüglichen Nietzsche-Roman vorgelegt, und Klaas Huizing widmete sich in Das Ding an sich auf hoch vergnügliche Weise dem Königsberger Philosophen und Kant-Vertrauten Johann Georg Hamann. Nun versucht sich auch Daniel Kehlmann erfolgreich an diesem Genre und porträtiert in seinem Roman gleich zwei deutsche Geistesgrößen: Das Mathematikgenie Carl Friedrich Gauß und den Universalgelehrten und großen Naturforscher Alexander von Humboldt. Im Zentrum steht ein Treffen der beiden 1828 in Berlin, auf einem Naturforscherkongress, für den Gauß nur sehr widerwillig sein Göttingen verlässt. Die zwei Großdenker haben sich beide auf ihre eigene Weise der Vermessung der Welt gewidmet, kommen sich aber nur zaghaft näher.
Der Roman kann sich auf knapp 300 Seiten Leben und Werk der beiden allerdings nur schlaglichtartig widmen, eher skizzenhaft und sehr kurzweilig erleben wir wichtige Stationen ihres Schaffens in einer geschickten Mischung aus Fakten und Fiktion: Humboldt auf seinen strapaziösen Exkursionen nach Südamerika, Gauß dagegen eher zerrissen zwischen der hehren Welt der Zahlen und dem schnöden Alltag, denn auch ein Genie hat Zahnschmerzen und muss sich mit Frau und Kindern herumplagen. Die Komik des Romans speist sich dabei nicht nur aus den ironisch beleuchteten Charakteren von Gauß und Humboldt, sondern auch aus der Spannung zwischen Größe und Lächerlichkeit. Humboldts große Forschungsreise nach Russland etwa gerät zur Farce, weil er schon zu berühmt ist: die ganze Expedition gerät zur Massenveranstaltung mit über 100 Teilnehmern, und statt zu Forschen verbringt Humboldt die meiste Zeit auf Empfängen.
Am Ende kann man Daniel Kehlmann gleich doppelt gratulieren: Zu diesem ebenso unterhaltsamen wie niveauvollen Roman - und zur Nominierung von Die Vermessung der Welt zum in diesem Jahr erstmals verliehenen Deutschen Buchpreis. -Christian Stahl


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 391 Bewertungen)

Geschichtsklitterung als Lesevergnügen      4 von 5 Punkten
Da hat sich ein junger Autor offenbar sehr genau mit den Biographien zweier Geistesgrößen des neunzehnten Jahrhunderts beschäftigt, einander entgegenstehende klassische wissenschaftstheoretische Positionen ausgeforscht und als paradigmatisch erkannt. Daniel Kehlmann scheut sich überhaupt nicht, zwei Berühmtheiten deutscher Wissenschaftsgeschichte, den Mathematiker und Astronomen Gauß und den Forschungsreisenden Alexander von Humboldt, auf Comicgröße schrumpfen zu lassen und vermittelt gerade dadurch deren Biographien nicht als nüchterne Forscherleben, sondern als das eifernde Ringen sehr eigensinnig Hochbegabter um ihr Bild von der Welt. Wie er das versteht, das dürfte als literarisch einmalig gelten können. Vorbilder darin, zwei reale Gestalten auf diese Weise literarisch zu transformieren, gibt es m. E. nicht. Die künstlerische Freiheit wird mit ganz besonderem literarischem Geschick genutzt. Im Kehlmannschen Sinne nämlich werden zwei Prinzipien lebendig, die mindestens philosophisch nach wie vor in produktiver Konkurrenz um die Beschreibung der Welt stehen. Während der Universalist Humboldt als Reisender empirisch-weitschweifig ein systematisches Bild des Kosmos einzufangen versucht, setzt Gauß auf die typisch mathematische Ansicht, dies wäre rationalistisch und rein aus apriorischer Anschauung heraus effizienter und bequemer möglich. Humboldt findet den Kosmos in den res extansa der ausgebreiteten Welt, Gauß in den res cogitans des Verstandes. Empirismus versus Rationalismus. Wo dem Mathematiker Papier, Bleistift, ein Mann und ein astronomisches Fernrohr für das Entdecken der Weltformel genügen, da bedarf es des langwierigen und entbehrungsreichen Ausforschens von Amazonasdschungel, Anden und russischer Steppe durch den Erfahrungswissenschaftler. In ähnlicher Weise werden Gauß und Humboldt darüber hinaus als politische und sinnliche Komplementärereignisse angelegt.
In laufendem Perspektivwechsel verwebt Kehlmann die beiden Biographien zu einem Wissenschaftsdrama der besonderen Art. Die Dialoge sind sehr lebendig, erfolgen oft in indirekter Rede und vermitteln in suggerierter Innenansicht den sympathischen Widerstreit zweier völlig verschiedener Charaktere, die zu dialektischen Prinzipien werden. Gewitztheit, Überzeichnung und eine burleske Phantasie gestalten die Lektüre zu einem farbigen Kopfkino, wobei der feine Humor gerade nur durch seine Tiefsinnigkeit funktioniert. Eine Klitterung der Geistesgeschichte, und gerade dadurch ein Lesevergnügen ersten Ranges.


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Die Säulen der Erde - Ken FollettDie Säulen der Erde
Ken Follett

Taschenbuch, 27. Oktober 1992
     Verkaufsrang: 88      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Die Säulen der Erde. Von Follett, Ken


Gewicht: 686 g
Umfang: 1151 S.
Format: 19 cm
Einband: kartoniert
(7)


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 645 Bewertungen)

uneingeschränkt zu empfehlen      5 von 5 Punkten
"Was bringt es den Leuten, die 600. (Hausnummer) Rezension zu einem Buch zu schreiben?" Diese Frage wurde mal in einem Forum aufgeworfen. Ich persönlich habe vor kurzem damit angefangen, alle Bücher, die ich gelesen habe, hier bei Amazon zu bewerten. So habe ich stets einen Überblick, welche Bücher ich bereits gelesen habe, wie sie mir zu gefallen haben und wie lange das schon wieder her ist.
Bei der 646. Rezension zu diesem Buch erspare ich mir daher eine Inhaltsangabe, die besten Beschreibung des Buches kommt für mich persönlich von GannerRhysode83 (9.9.2008), denn genauso wie dort geschildert ist es mir beim Lesen ergangen. Ich selbst hätte das alles nicht in diese Worte fassen können, die das Buch so wunderbar auf den Punkt bringen.
Beim Lesen fiebert man richtig mit den handelnden Personen mit und man ist gespannt, wie es weiter geht. Obwohl mehrere Handlungsstränge gleichzeitig erzählt werden, ist es weder verwirrend noch fad. In jedem Kapitel wird die Spannung aufgebaut und wenn sie schon fast am Zerreißen ist, beginnt ein neues Kapitel, wo der nächste Handlungsstrang weitergeführt wird. Beim Lesen war das dann doch immer wieder ein wenig ärgerlich, denn schließlich will man wissen, wie es weitergeht. Stattdessen wird man noch einige Zeit hingehalten. Aber gerade das hat es ausgemacht, dass ich das Buch wahrlich verschlungen habe. Auf jeden Fall werde ich bald die Fortsetzung lesen.


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Die Artus-Chroniken. Arthurs letzter Schwur - Bernard CornwellDie Artus-Chroniken. Arthurs letzter Schwur
Bernard Cornwell

Broschiert, 1. Dezember 2009
     Verkaufsrang: 318      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Arthur ist am Ende. Zwar scheint die Friedenszeit nach der vermeintlichen Entscheidungsschlacht gegen die Angeln und Sachsen endlich Bestand zu haben, aber der Ehebruch seiner Frau und der Tod eines Großteils seiner Getreuen hat den König zu einem gebrochenen Mann gemacht. Und jetzt droht doch noch eine weitere Schlacht. Obwohl er sich eigentlich zum Christentum bekannt hat, übergibt Arthur seinem Zauberer Merlin, der inzwischen die dreizehn Heiligtümer des Landes gefunden hat, das legendäre Schwert Excalibur, damit der Druide am Tag der lebendig gewordenen Toten damit die alten Götter Britanniens anrufen kann. Dabei soll sogar Arthurs Sohn den Göttern geopfert werden...
Nach Der Winterkönig und Der Schattenfürst ist Arthurs letzter Schwur der letzte Band jener Trilogie, in der sich der inzwischen in den USA lebende ehemalige BBC-Reporter und Bestseller-Autor Bernard Cornwell mit der Sage rund um König Artus beschäftigt. Dabei ist es ihm gelungen, die literarischen Qualitäten seiner neuen Heimat mit den Talenten seines ehemaligen Berufs zu verknüpfen. Denn alle Bücher sind spannend geschrieben und historisch blendend recherchiert.
Das Cornwell dabei nicht den Fehler macht, die schon tausendfach beschriebenen Legenden noch ein weiteres Mal wiederzukäuen, ist wohl sein größtes Verdienst. Tatsächlich sind die aus der Überlieferung scheinbar sattsam bekannten Helden hier psychologisch ausdifferenzierte Figuren mit vielen positiven, aber auch negativen Eigenschaften, die sich bis zu Arthurs letzter Schwur permanent weiterentwickeln. So wird weniger der Mythos lebendig (selbst der Versuchung, die zwölf Ritter der Tafelrunde zu aktivieren, ist Cornwell nicht erlegen), als viel mehr eine Zeit heraufbeschworen, in der beim Wandel von Heiden- zum Christentum im keltischen Reich vieles, wenn nicht gar alles im Umbruch war. Das macht die Lektüre ? trotz der vielen, zum Teil äußerst brutalen Kriegsdarstellungen ? von der ersten bis zur letzten Seite zum Genuss.
Wer allerdings noch keinen anderen Band der Trilogie gelesen hat, sollte unbedingt mit Der Winterkönig beginnen. Sonst fällt die Orientierung im Universum Cornwells vielleicht doch ein bisschen schwer. - Stefan Kellerer


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 14 Bewertungen)

Cornwell-Pflicht      5 von 5 Punkten
Sehr gut. Die zuerst große Skepsis (großer Fan der Wikinger-Saga von Cornwell) wurde rasch wiederlegt. Großer Lesespaß bei Genreinteressierten!


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Die Winterrose - Jennifer DonnellyDie Winterrose
Jennifer Donnelly

Broschiert, Oktober 2008
     Verkaufsrang: 225      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Ein herrlicher Schmöker, sehr gut geschrieben. Wir haben lange auf ein solches Buch gewartet." Frankfurter Neue Presse "Absoluter Bestsellercharakter!" Literatursofa "Ein echter Pageturner für Frauen, die Schmöker lieben." ekz-Informationsdienst "Ein farbenprächtiges Gemälde der damaligen Zeit mit eisernen und wackeren Charakteren, mit Heldentum und Liebesschwur. Ein Historienroman de luxe!" Bild am Sonntag "Ein herrlicher Schmöker, dazu sehr gut geschrieben. Wir haben lange auf das Buch gewartet." Frankfurter Neue Presse

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 75 Bewertungen)

Jeden Cent wert.....      5 von 5 Punkten
.....und das obwohl ich das Buch letztes Jahr zum Geburtstag geschenkt bekam, gleichzeitig mit dem 2.Teil. Und was soll ich sagen? Dieses Buch ist Wahnsinn.
Ich kann jedem der es liest nur versprechen das man am Ende wirklich traurig ist wenn das Buch vorbei ist...man möchte immer mehr! Aus der Hand legen kann man es sowieso nicht.
Die Geschichte ist stimmig vor dem Hintergrund der Zeit und die Hauptfigur ist einem mehr als sympathisch, fast wünscht man sich diese Frau zu kennen und als Freundin zu haben. Während man liest ist es fast so als wäre man befreundet mit ihr, und durch die lebendige Schreibweise ist es auch so als wäre man tatsächlich dabei. Das Buch ist farbenfroh beschrieben und sehr detailreich. Man kann sich alles gut vorstellen, wie es dort ausgesehen hätte.
Und die Reise führt nicht nur nach England...aber mehr verraten möchte ich nicht!
Dieses Buch ist einer der Schätze in meinem Bücherregal!


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Die Päpstin - Donna Woolfolk CrossDie Päpstin
Donna Woolfolk Cross

Taschenbuch, 2008
     Verkaufsrang: 356      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Das neunte Jahrhundert ist eines der finstersten des Mittelalters. Blutrünstig fallen Christen und Normannen übereinander her. Die Sarazenen aus Afrika versuchen Rom zu erobern. Viel Blut fließt. Verrat, Mord und Tod sind an der Tagesordnung. In dieser Zeit haben Frauen so gut wie keine Rechte. Sie sind Leibeigentum des Mannes und müssen ihm gehorchen. Johanna erlebt als Kind, wie ihr Vater, der ein ärmlicher Dorfpriester ist, ihre geliebte Mutter Gudrun tyrannisiert und schlägt. Gudrun ist Normannin und wurde bei der gewalttätigen Bekehrung dieses Volkes zum Christentum von ihrem zukünftigen Mann mit nach Ingelheim in Franken gebracht. Heimlich erzählt Gudrun ihrer Tochter die Geschichten von den Göttern der Heiden. Ihr Mann, der fanatische Christenpriester, darf das nie erfahren. Sie beschwört ihre Tochter, nachdem sie von ihm wieder einmal übel zugerichtet wurde: "Du mußt aus deinen Fehlern lernen ... damit dir nicht das gleiche passiert. Wenn du heiratest, gibst du alles auf - nicht nur deinen Körper, auch deinen Stolz, deine Unabhängigkeit, sogar dein Leben. Verstehst du? Verstehst du? ... Falls du jemals glücklich sein möchtest, dann merk dir meine Worte Tochter: Gib dich niemals einem Mann hin."
Diesen dringenden Rat aus der Not vergisst Johanna zeit ihres Lebens nicht. Johanna ist außergewöhnlich intelligent, und durch einen Glücksumstand erhält sie als Mädchen Untericht. Als sich nach wenigen Jahren plötzlich alle Möglichkeiten verschließen, als Frau weiter zu studieren, beschließt sie, ihr Leben als Mann fortzusetzen. In Männerkleidung, mit kurz geschorenem Haar, messerscharfem Verstand, umfassendem Wissen, Warmherzigkeit und Intuition gelingt es ihr nach zahlreichen Stationen ihres Lebens und einigen gefährlichen Situationen, in denen ihre wahre Identität fast aufgedeckt wird, den Papststuhl zu besteigen. Vom 12. Lebensjahr bis zu ihrem Tod verbindet sie eine starke und tiefe Liebe zu dem Markgrafen Gerold. Sie empfinden sich als Zwillingsseelen. Einige Male retten sie sich gegenseitig das Leben, aber die Umstände verhindern oft ihr Zusammensein, manchmal über Jahre hinweg, die jedoch ihre ungewöhnliche starke Verbundenheit nie brüchig werden lassen. Johanna stirbt, nachdem sie sich als Päpstin besonders für die Armen und die Frauen eingesetzt hat, einen unerwarteten und spektakulären Tod, der laut Historie authentisch sein soll. Dennoch triumphiert Johanna, denn es ist nicht die Hand des Feindes, die sie niederstreckt.
Während die katholische Kirche die Existenz einer Päpstin Johanna, die den Papststuhl höchstwahrscheinlich von 953-955 innehatte, leugnet, sprechen geschichtliche Forschungen auf diesem Gebiet bestechend dafür, dass es eine Päpstin gegeben haben muss. Sehr aufschlussreich dazu ist das Nachwort der Autorin, indem sie Für und Wider der Existenz einer Päpstin abwägt. Wer sich ausführlich mit dieser Thematik befassen will, dem sei das Buch Die Päpstin Johanna von Elisabeth Gössmann empfohlen.
Cross hat sich in ihrem Roman präzise an die historischen Begebenheiten gehalten, vor deren Hintergrund die Geschichte von Johanna erzählt wird. Die Schlacht bei Fontenoy, der Vertrag von Verdun, die Plünderung der Sankt Peters Kirche, der Mord an Papst Leo und die Feuer- und Flutkatastrophen bei Rom fanden tatsächlich statt. So hat der Roman von Donna W. Cross viele Vorzüge: Er basiert auf wahren Begebenheiten, er vermittelt ein Stück Geschichte und er ist so spannend geschrieben, dass er den Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Johanna wird man nach der Lektüre dieses Buches so schnell nicht vergessen. -Daphne Großmann


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 515 Bewertungen)

Absolut berechtigt ein Weltbestseller!      5 von 5 Punkten
So eben habe ich "Die Päpstin" zu geklappt und bin mehr als beeindruckt. Dieses Buch ist eines der wenigen Bücher die ich zu meinen Besten zählen. Es ist durchweg gelungen und spannend geschrieben. Um ehrlich zu sein bin ich immer noch erstaunt darüber wie spannend dieses Buch tatsächlich war. Aber nicht nur der Zwang ständig und andauernd lesen zu müssen ist Grund meiner endlosen Begeisterung. Die Autorin hat mir tiefe Emotionen entlockt. Ich habe mich nicht nur gefreut als Gerold und Johanna ihre Liebe zueinader entdeckt haben und immer mal wieder im laufe des Buches zusammen gekommen sind. Frau Cross hat diese zwischenmenschliche Beziehung so intensiv beschrieben, dass ich sie direkt spüren konnte um so mehr schmerzte mich das bittere Ende und dem Entsprechend kullerten meine Tränen. Aber die Liebesgeschichte zwischen Johanna und Gerold ist nur die Randgeschichte.
Hauptsächlicht geht es um das gesamte Leben der Johanna von Ingelheim im rauhen und brutalen Mittelalter des 9 Jahrhunderts. Von der Geburt über den Besuch der Domschule zu Dorstedt, die Jahre im Kloster von Fulda und später Pristerin in Rom und Leibarzt des Papstes Sergius bis schließlich zur eigenen Papstweihe und ca. 2 jähriger Amtszeit verfolgen wir wohl das interessanteste und sagenumwobenste Leben einer Frau aus jener Zeit. Um in der Männerbeherschten Welt Bildung erlangen zu können gibt sich Johanna schon früh als Junge Später als Mann aus. Als Johannes Anglicus wird sie verehrt und berühmt weit über die Grenzen Roms hinaus.
Wenn es möglich wäre, dann würde ich noch viele viele weitere Sterne verteilen. Ich empfehle dieses Buch wärmstens weiter, weil auf den Leser atemberaubende Lesestunden warten.


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Die Tore der Welt (12 CDs) - Ken FollettDie Tore der Welt (12 CDs)
Ken Follett

Audio CD, 29. Februar 2008
     Verkaufsrang: 195      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 21,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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18 lange Jahre hat Ken Folletts nicht eben kleine Fan-Gemeinde auf eine Fortsetzung seines Bestsellers Die Säulen der Erde warten müssen. Lange hat sich der Autor geziert, bis er dem Bitten des Publikums und der Verlage endlich nachgab und sich für einen Vorschuss von immerhin 49 Millionen Euro an die Arbeit machte. Und schon nach ein paar der stattlichen 1.300 Seiten von Die Tore der Welt weiß man: Für die Verlage hat sich dieser Vertrauensbonus ebenso gelohnt wie für die Leser das Warten.
200 Jahre sind in im südenglischen Kingsbridge vergangen, wo Follett seine Geschichte auch diesmal angesiedelt hat. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die Nachfahren der Helden von einst. Entlang ihrer Schicksale führt uns der Autor, der sich bei seinen Recherchen von gleich drei Historikern zuarbeiten ließ, ausgesprochen kundig durch die Welt des 14. Jahrhunderts: Durch Caris, die der Verbrennung als Hexe durch den Eintritt in ein Kloster entkommt, lernen wir Manches über die Pest und die mittelalterliche Medizin. Mit der Baukunst der Zeit macht uns der Architekt Merthin, Caris? Geliebter, vertraut. Auch den Gegensatz zwischen einem ebenso selbstsüchtigen wie hemmungslosen Adel auf der einen und der Masse der besitzlosen Leibeigenen auf der anderen Seite führt uns der Autor mit großer Souveränität in seiner gewohnt schnörkellos-direkten Sprache anhand persönlicher Schicksale vor Augen: ein Sog, dem man sich kaum entziehen kann...
Gewiss: In Wahrheit hat es wohl keine beinahe verbrannte Hexe zur Leiterin eines Nonnen- und erst recht keines Mönchsklosters bringen können. Und überhaupt muss man natürlich davor warnen, seine historische Bildung nur aus historischen Romanen zu beziehen: Dennoch: Die Tore der Welt ist eine nicht nur spannende, sondern sehr wohl auch historische lehrreiche Lektüre. - Alexander Dohnberg, Literaturanzeiger.de


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 284 Bewertungen)

Gute wie alles      5 von 5 Punkten
Das ist mal wieder ein Follet wie ich ihn liebe. Da ich viele gute und auch schlechte History Romane gelesen habe,ist es nicht leicht mich zufrieden zu stellen. Aber dieses Buch hat es mal wieder geschafft.


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Blut und Silber - Sabine EbertBlut und Silber
Sabine Ebert

Gebundene Ausgabe, 2. November 2009
     Verkaufsrang: 910      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Sabine Ebert hat sich mit ihren Romanen um die Freiberger Hebamme Marthe eine große Fangemeinde erobert. 1,4 Millionen Mal sind die Bücher bisher verkauft worden und in ihrer sächsischen Wahlheimat Freiberg wird die Autorin als Heldin gefeiert. Fans können sich nun die Wartezeit auf den vierten Band der Saga mit der Lektüre von Blut und Silber verkürzen, dem ersten Hardcover von Sabine Ebert. Schauplatz ist abermals das mittelalterliche Freiberg, allerdings setzt die Handlung 100 Jahre später ein, im Jahre 1296.
König Adolf von Nassau giert nach Macht und Reichtum. Er will das Haus Wettin entmachten und ein großes Königreich in Mitteldeutschland errichten. Mit einem großen Kriegsheer zieht er nach Freiberg, um die reiche Silberstadt zu erobern. Angesichts der bedrohlichen Übermacht der königlichen Truppen müssen sich die Freiberger Bürger entscheiden: Sollen sie sich dem König widersetzen und ihre Stadt verteidigen oder sich ergeben? Es beginnt ein bitterer Verteidigungskampf. Auch die junge Änne, eine Nachkommin der Hebamme Marthe, kämpft um ihre Stadt. Als Mündel des Apothekers führte sie zwar bisher ein erbärmliches Leben, doch ihr heilkundiges Wissen rettet während der Kämpfe vielen Verletzten das Leben. Sie verliebt sich in Markus, den Hauptmann der Wache, der aber nach der blutigen Eroberung der Stadt durch die königlichen Truppen fliehen muss. So sieht sich Änne gezwungen, den alten Medicus zu heiraten, der ihr zwar Schutz und Sicherheit bieten, nicht aber ihr Herz erobern kann.
Geschickt hat Ebert ihre Handlung und Figuren in die historischen Gegebenheiten integriert, die gut recherchiert und präzise dargestellt werden. Es wird viel gekämpft und es fließt viel Blut in diesem Buch. Dabei gilt das besondere Augenmerk der Autorin dem Schicksal des einfachen Volkes, das unter dem grausamen Krieg am meisten zu leiden hat. Ihr Überlebenskampf, ihre Machtlosigkeit, ihr Hunger und Schmerz werden dem Leser eindringlich vor Augen geführt. Wer sich nicht daran stört, dass die Rollen der Guten und Bösen klar verteilt sind, wird mit den Hauptfiguren bis zum Schluss mitfiebern. Ein flüssig und lebendig geschriebener historischer Roman, der nicht nur Fans von Sabine Ebert zu empfehlen ist. - Alexandra Plath


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 27 Bewertungen)

Geschenk      5 von 5 Punkten
Ich habe das Buch als Geschenk gekauft - der/die Beschenkte war sehr zufrieden damit - daher 5 Sterne.


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Das Parfum: Die Geschichte eines Mörders - Patrick SüskindDas Parfum: Die Geschichte eines Mörders
Patrick Süskind

Taschenbuch, Juni 1994
     Verkaufsrang: 615      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Zu all den herausragenden Merkmalen, die Patrick Süskinds Klassiker mit den Jahren auf sich vereint hat, kommt nun ein neues hinzu: Hans Korte lässt die Geschichte des Pariser Massenmörders Jean- Baptiste Grenouille in akustischer Brillanz aufleben. Markant spricht er, lässt mit seiner eindrucks- und ausdrucksvollen Stimme schnell Atmosphäre und Bilder im Kopf entstehen.
Das Buch habe ihm sehr gefallen, sagt Korte in einem Interview, deshalb habe er es auch gerne gelesen. Das kommt über, man nimmt es dem 1929 geborenen Vollblutschauspieler, der auch studierter Musiker und Dirigent ist, ab. Immerhin, es ist eine lange Strecke, fast zehn Stunden, eine unglaubliche Herausforderung! Und dann ist es ja auch nicht irgendein Buch: weltweit über 15 Millionen verkaufte Exemplare, übersetzt in 20 Sprachen, jetzt verfilmt. Mit dem Leben jenes geruchlosen, aber mit einem genialen Geruchssinn ausgestatteten Ungeheuers, dieser vom Teufel Besessenen ?abscheulichen Gestalt?, die im bestialischen Gestank der Pariser Armenviertel des 18. Jahrhunderts groß wird, hatte Süskind den richtigen Riecher. Und nun ist ein ganz anderer Sinn gefragt: das Zuhören macht Spaß, auch, wenn man das Buch bereits gelesen hat- und wer hat das nicht? Schnell erliegt man der großväterlich ruhig erzählenden Stimme, die einen leise in das dramatische Geschehen wiegt. In Kortes Sprechweise spiegelt sich angenehm Lebenserfahrung, Reife und Alter. Mit seiner Art, nicht zu hetzen, manchmal aufbrausend, dann wieder nachsichtig zu sein, Dialoge gut im Griff zu haben, Pausen zu gönnen und Bilder stehen zu lassen und auch mit dem Sprechtempo auf seine eigene Art zu interpretieren, wird aus Süskinds genialem Roman ein akustischer Genuss, der Grenouilles mörderische Welt gruselig belebt. Eine Meisterleistung.
Musikalisch zu sein, habe ihm sicher bei den Aufnahmen geholfen, gesteht Korte. Aber da war auch die Faszination über den Stoff und die Bewunderung des Süskind Talents: "Eine völlig irreale Handlung ganz überzeugend so darstellen zu können, als wäre sie Realität, das ist verblüffend. Das macht die Geschichte noch geheimnisvoller." Für das Hörbuch trägt Hans Korte dazu seinen Teil nun auch bei. -Barbara Wegmann


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 737 Bewertungen)

Sehr unterhaltsam      5 von 5 Punkten
Ich habe mir zuerst die Verfilmung angesehen und musste zugeben, dass ich mich nicht ganz mit einem Film anfreunden konnte, der krampfhaft versucht, Sinneswahrnehmungen bildlich darzustellen. Also schaffte ich mir das Hörbuch an weil ich etwas lesefaul bin und war fasziniert. Jean-Baptiste Grenouille ist ein Mörder, wie es ihn noch niemals gab. Seit seiner Geburt an hat er einen unglaublichen Geruchssinn und will unbedingt Parfums kreieren, die die Welt noch nie gerochen hat. Doch da er ein Waisenkind ist und in einer Gerberei arbeitet, scheint dieser Traum unmöglich, bis er beim Parfümeur Giuseppe Baldini die Gelegenheit bekommt, sein Talent unter Beweis zu stellen. Doch schon bald merkt Grenouille, dass er anders ist als die anderen Menschen: Er hat keinen eigenen Körpergeruch und folglich ist er unauffällig für die Menschen, da der Geruch die optische Wahrnehmung beeinflusst.
Bald aber, als er den Geruch eines kleinen Mädchens wahrnimmt und überwältigt von ihrem Duft ist, begeht er seinen ersten Mord und will lernen die Gerüche festzuhalten. Schon bald kreiert er das Meisterparfüm, welches aus dem Geruch der schönsten Mädchen besteht.
Trotz des eigenartigen Charakters Grenouilles ist die Geschichte sehr unterhaltsam, wobei das Thema Geruch nur schwer in einen Roman gepackt werden kann und es viel Fantasie braucht, um Süskinds Roman verinnerlichen zu können. Auch die Hauptperson, also Grenouille, ist nicht gerade die Hauptperson, die man sich gerne vorstellen würde: Er hat Narben und Rückstände von Krankheiten, ist kein schöner Anblick, hinkt mit einem verkrüppelten Fuß und lebt in seiner eigenen Welt der Gerüche. Die Menschen selbst sind ihm vollkommen egal. Trotzdem geht eine gewisse Faszination von ihm aus, da er eine unglaubliche Gabe hat und den Einfluss der Gerüche auf Menschen stets zu seinem Vorteil zu nutzen weiß.
Das Hörbuch höre ich schon zum 20. Mal und liebe diese Geschichte. Jedoch ist das Hörbuch so auch der Roman nur bedingt zu empfehlen denn dieser Roman ist kein Mittelalterkrimi oder ein Thriller. Es ist unterhaltsam aufgrund der Geschichte selbst, auf Spannung wartet man vergebens. Wer nur spannende Geschichten sucht, der sollte dieses Hörbuch/ Buch beiseite lassen.
Hörbuch-Fans möchte ich noch sagen, dass der Leser Hans Korte zu Anfangs vielleicht eine ungewöhnliche Stimme hat, da er eine ältere Stimme hat als andere Hörbuch-Leser. Trotzdem versteht er es gut, die Geschichte unterhaltsam zu machen und manchmal habe ich das Gefühl, einer Geschichte meines Großvaters zu lauschen. Ein grandioses Meisterwerk!


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Die Artus-Chroniken 01. Der Winterkönig - Bernard CornwellDie Artus-Chroniken 01. Der Winterkönig
Bernard Cornwell

Broschiert, 1. September 2008
     Verkaufsrang: 1012      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Cornwell, der Großmeister der Ritterromane, führt uns ins frühe Mittelalter - in die Zeit, da die Sachsen das Reich König Uthers bedrohen. Als er stirbt, beginnt die fieberhafte Suche nach dem Retter Britanniens. Mit Der Winterkönig hat Bernard Cornwell den ersten Teil einer vielversprechenden Artus-Trilogie vorgelegt.
Wer kennt sie nicht oder hat nicht zumindest schon von ihr gehört: die Artus- bzw. Arthur-Sage? Zugrunde liegt der Geschichte, die später immer weiter zur Legende von den Rittern der Tafelrunde ausgeschmückt wurde, der Kampf der Briten gegen die Sachsen, die nach dem Ende der Römerzeit im 5. Jahrhundert immer zahlreicher auf die Insel kamen und immer tiefer ins Land vordrangen.
Der in Großbritannien aufgewachsene und seit langem in den USA lebende Autor Bernard Cornwell ist im angelsächsischen Sprachraum vor allem mit seinen mehr als 20 Sharpe-Romanen über einen britischen Soldaten zur Zeit der napoleonischen Kriege bekannt geworden. Er erzählt in diesem Buch die Geschichte Arthurs als packendes Epos von Kampf und Tod, Liebe und Verrat. Am stärksten ist er, wenn er Kampfszenen so lebens- und sterbensnah schildert, dass man als Leser selbst mitten im Schildwall zu stehen glaubt, mit den Füßen im Schlamm steckt, die Angst in den Augen der Männer sieht, den Schweiß riecht, die Schwerter klirren hört.
Cornwell, der lange für die BBC gearbeitet hat und weiß, wie wichtig eine solide Recherche für eine gute Geschichte sind, lässt aber nicht nur Kämpfe, Überfälle, Plündern und Brandschatzen lebendig werden, sondern auch eine ganze Epoche mit ihren Auflösungserscheinungen und Wirren, indem er viele historische Details einfließen lässt. Er nimmt sich dabei aber immer seine dichterische Freiheit - zumal die Basis an gesicherten Fakten aus dieser Zeit sehr schmal ist. Als Schriftsteller weiß er auch, dass eine fesselnde Erzählung mehr braucht als Schlachtenlärm. Und so nutzt er diese Freiheit, um seine Figuren und Helden mit ihren Träumen und Zielen, ihren Ängsten und Nöten, ihren Leidenschaften und ihrer Liebe zu lebendigen, lebensechten Menschen werden zu lassen. Ganz nahe kommt Cornwell ihnen, indem er seine Geschichte vom alten Mönch Derfel erzählen lässt, der einst Krieger und enger Vertrauter Arthurs war. Und da Cornwell seinem Erzähler eine ganz und gar unverstellte Sprache in den Mund legt und die Charaktere psychologisch überzeugend konturiert, erreichen seine Figuren und ihre Geschichten auch den Leser im 21. Jahrhundert. Denn wie in jeder großen Sage geht es auch in Cornwells "Artus-Chroniken" um die ewigen großen Themen der Menschen - und damit letztlich um uns selbst. -Holger Sweers, Literaturtest


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 32 Bewertungen)

Eine Artur Geschichte der anderen Art      5 von 5 Punkten
Der Beginn einer Artur-Saga, die nicht wie sonst üblich im Hochmittelalter spielt und bei der bekannte Charaktere neu gezeichnet werden. Artur, ein königlicher Bastard ohne Land; Lancelot, ein Blender und nicht der sonst übliche Inbegriff der Ritterlichkeit; Galahad, der Kämpfer.
Ähnlich wie bei seiner Uthred-Sage schildert Cornwell ein Britannien, dass von Invasoren bedroht wird. Sind es bei Uthred die Dänen, die nach Britannien eindringen, sind es in der Artur-Saga die Sachsen. Klar, dass es dabei wieder viele blutige geschilderte Kampfszenen gibt.
In Summe ein sehr unterhaltsamer Roman mit vielen Seitenhieben auf die übliche Artur-Legende. Sprachlich wie immer gut.


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Titan - Robert HarrisTitan
Robert Harris

Gebundene Ausgabe, 19. Oktober 2009
     Verkaufsrang: 689      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 21,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Nachdem Robert Harris in seinem Bestseller Imperium den Aufstieg des Marcus Tullius Cicero vom ehrgeizigen, rhetorisch und politisch brillanten Anwalt bis zur Erringung des Konsulats ? des höchsten politischen Amtes in der römischen Politik ? so spannend wie ein Politkrimi nacherzählt hatte, wendet er sich in seinem zweiten Band der Cicero-Trilogie den folgenden fünf Jahren 63 bis 58 v. Chr. zu, in denen die Römische Republik unaufhaltsam ihrem Untergang zustrebt. Der Roman setzt genau da ein, wo Imperium geendet hatte: zwei Tage vor Ciceros Amtseinführung als Konsul. Erzählt wird die Geschichte wiederum von Ciceros Sekretär Tiro: eine klug gewählte Perspektive, da sie Nähe zu dem großen Staatsmann und zugleich wertende Distanz ermöglicht.
Die erste Hälfte des Buches ist allein dem bewegenden Jahr 63 gewidmet, in dem Cicero mit der berühmten Verschwörung des korrupten Patriziers Catilina konfrontiert wird, der in der Konsulatswahl gegen ihn verloren hatte und nun auf Rache sinnt. Catilina rottet eine Schar Mitverschwörer um sich und versucht einen Putsch, bei dem Cicero ermordet und die Stadt von den Truppen der Verschwörer eingenommen werden soll. Der Staatsstreich kann von Cicero vereitelt werden, die Verschwörer werden zum Teil hingerichtet, zum Teil als Staatsfeinde der Stadt verwiesen. Doch die Probleme sind für Cicero damit noch nicht beendet: Der zweite Teil des Buches beschreibt, wie der immens reiche, intrigante Crassus, der populäre Heerführer Pompeius und insbesondere der aufstrebende Gaius Julius Caesar zu seinen mächtigen Gegenspielern werden, und als diese drei sich 60 v. Chr. zum Triumvirat zusammenschließen, muss Cicero all sein rhetorisches und taktisches Geschick aufbringen, um nicht in politische Isolation zu gelangen. Und dann erfährt er auch noch, dass ihm abermals nach dem Leben getrachtet wird?
Die Geschehnisse, die in Titan geschildert werden, sind hinlänglich bekannt. Aber genau das macht den Reiz aus: Robert Harris gelingt es ähnlich wie in Imperium, eine historisch bestens ausgeleuchtete Epoche der Weltgeschichte so mit Leben zu füllen, dass man sich fragt, wie man das früher im Geschichts- oder Lateinunterricht nur hatte langweilig finden können. Manche Episoden sind zwar, das muss einschränkend gesagt werden, etwas holzschnittartig geraten ? dramaturgisch war Imperium das gelungenere Buch ?, insgesamt aber ist Titan ein empfehlenswerter historischer Thriller, dessen Handlung, wäre sie nicht tatsächlich geschehen, man sich kaum besser hätte ausdenken können. - Christoph Nettersheim


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 14 Bewertungen)

Cicero die Zweite, sehr lesenswert!      5 von 5 Punkten
Aus der Sicht seines Sklaven Tiros erzählt Harris nun nach "Imperium" die Episode aus dem Leben Ciceros, die geprägt ist von seinem Konsulat, der Verschwörung Catilinas und vor allem der Konfrontation mit mit seinem großen Widersacher Gaius Julius Caesar.
Harris lässt so - sehr geschickt und sehr gut lesbar wie ich finde - den Leser in die Zeit der zerbrechenden römischen Republik eintauchen und erlaubt Einblicke in eine ausgesprochen spannenende Epoche der Antike.
Sicher bleiben es Einblicke und manche Dinge erklären sich dem weniger kundigen Leser nicht. Vielleicht sind die Beschreibungen der Personen, wie hier an anderer Stelle ja schon zu Recht angemerkt, etwas zu holzschnittartig.
Sicher würden manche Altphilologe oder Althistoriker Details kritisieren bzw. anders interpretieren. Harris räumt ja selber ein, dass er der Story an manchen Stellen den Vorrang vor historischen Details eingeräumt hat. Dies sind aber nur Kleinigkeiten und insgesamt denke ich, dass der Rahmen sehr stimmig geblieben ist.
Deshalb denke ich, dass dieses Buch auch historisch weniger vorgebildete Leser faszinieren dürfte. Dümmer wird man durch die Lektüre keinesfalls, denn Harris schafft es für meinen Geschmack sehr gut, eine perfekte Synthese aus guter Information und spannender Unterhaltung abzuliefern.
Ich freue mich schon auf den nächsten Teil!


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Das Spiel der Könige - Rebecca GabléDas Spiel der Könige
Rebecca Gablé

Broschiert, 11. August 2009
     Verkaufsrang: 359      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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1997 gelang der Autorin der große Durchbruch mit Das Lächeln der Fortuna, 2005 folgte Die Hüter der Rose und nun mit Das Spiel der Könige der fulminante dritte Streich. In England tobt der legendäre "Rosenkrieg" (1455-85) zwischen den beiden Adelshäusern Lancaster und York. Der glänzende Abschluss einer ehrgeizigen Trilogie!
Es sollte ein langer und blutiger Weg werden, ehe endlich Edward IV. die Krone erlangt - aber auch damit sind die Kämpfe und Intrigen noch nicht beendet... Julian of Waringham und seine Schwester Blanche, beide Außenseiter in ihrer Familie, schlagen sich durch ein England, das zwischen Chaos und Krieg zerrieben wird. Dabei steht Julian, der zum Earl of Waringham wird und sich zunächst auf die Seite des Hauses York schlägt, beispielhaft für die wechselnden Allianzen und Bündnisse dieser Zeit. Julian und Blanche müssen sich am Schluss gegen die Yorkisten zur Wehr setzen, und dann ist da noch dieser Junge in Wales, der die Karten im unerbitterlichen Machtkampf noch einmal völlig neu mischen könnte. Dabei hält sich Gablé weitgehend an das historische Personal, fügt ihm aber mit Julian of Waringham eine fiktive Hauptfigur hinzu. Da die historischen Figuren konsequent die Namen ihrer Väter/Mütter übernahmen, erdachte sich die Autoren klugerweise Spitznamen, um diese unterscheidbar zu machen.
"Das Spiel der Könige" - so wird gemeinhin das Schachspiel genannt. Und auch wenn wir es bei dem Rosenkrieg nicht mit einem nüchternen Strategieplan zu tun haben (auch Eifersucht, Jähzorn, Leidenschaft und Vergebung lernen wir kennen) - der Krieg der Könige macht England über 30 Jahre zu einem Schlachtfeld, auf dem Könige und Königinnen eine entscheidende Rolle spielten und Fußvolk, Bauern und Läufer gerne geopfert werden.
Bleibt die Frage, was eigentlich Rebecca Gablé von anderen Autoren unterscheidet, die sich zwar ähnlich erfolgreich, aber doch viel weniger überzeugend auf dem Markt der historischen Romane bemühen? Vielleicht ist es der fachliche Hintergrund der studierten Anglistin, Germanistin und Mediävistin. Vielleicht ist es auch die fundierte historische Recherche oder die sorgfältige Übersetzung mittelalterlicher Sprache für das Sujet Roman. Ganz sicherlich aber gehört auch ein besonderes Talent dazu, ein solch umfangreiches historisches Opus durchzukomponieren, einen kühn konstruierten Spannungsbogen durchzuhalten und am Ende wieder die richtige Mischung aus mittelalterlichem Drama, Abenteuer, Machtkämpfen, großen Gefühlen und einer Menge Ironie zu finden. Darüber hinaus ist Das Spiel der Könige ein prächtig ausgestatteter Schmöker von fast 1.200 Seiten. Da finden sich schon auf dem Vor- und Nachsatzpapier Karten der Handlungsorte, dazu doppelseitige Stammbäume der Häuser York, Lancaster/Tudor und Nevilles. - Henrik Flor, Literaturtest


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 127 Bewertungen)

Wie immer Fesselnd      5 von 5 Punkten
Und wieder einmal hat mich die Familiensaga der Waringhams gefesselt! Sehr gut auch die Stammbäume im Einband, denn es kommen wie immer sehr viele Charaktäre in dem Roman vor.


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Feuer und Stein: Roman: Band 1 der Highland-Saga - Diana GabaldonFeuer und Stein: Roman: Band 1 der Highland-Saga
Diana Gabaldon

Taschenbuch, 1. Mai 2004
     Verkaufsrang: 611      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Das ist eine Warnung: Diese Bücher können süchtig machen. Durchgelesene Nächte, gerötete Augen, geschwundene Kilos Millionen von Lesern und v. a. Leserinnen leiden unter diesen Symptomen. Die Geschichte ist so wildromantisch, humorvoll, aber auch geschichtstreu, dass man sie nicht mehr aus den Händen gibt. Diana Gabaldon schreibt und schreibt. Gottseidank." (Berner Zeitung)

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 590 Bewertungen)

Sehr spannend      5 von 5 Punkten
Wer gerne abends in einem Roman "schmökert" dem wird dieses Buch sehr gefallen. Man fühlt sich beim Lesen im Geschehen eingebunden also- spannend = empfehlenswert!


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Die Wanderhure - Iny LorentzDie Wanderhure
Iny Lorentz

Taschenbuch, 1. April 2005
     Verkaufsrang: 463      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Eigentlich kann Wina stolz sein auf Marie. Als Maries Mutter im Kindbett starb, hatte sich die Haushälterin des Säuglings angenommen: Nach einer kurzen Sturm- und Drangphase ist das Mädchen nun zu einer "gehorsamen und gottesfürchtigen Jungfer" geworden. Seit Marie aber weiß, dass sie an Graf Ruppert verheiratet werden soll, schleicht sie sich immer öfter verstohlen aus der Küche fort. Wo "andere Mädchen jubelten, wenn sie erfuhren, dass ein Mann aus angesehener Familie um sie warb", macht das Kind von Meister Matthis ein miesepetriges Gesicht.
Es war schon ein unfreies Leben in Konstanz zu Anfang des 15. Jahrhunderts - und unfrei soll es für Marie auch in der Folge weitergehen. Denn der Graf entpuppt sich als intriganter, krimineller Mitgiftjäger, der es nur auf das Geld des Vaters abgesehen hat. Schließlich bleibt Marie nur die Alternative zwischen Selbstmord und einem Dasein als Wanderhure, die zum Vergnügen der Männer unstet durch die Lande zieht. Marie wählt letztere Variante - auch und gerade, um sich an jenem Menschen rächen zu können, der sie auf diese Lebensbahn gestoßen hat.
Im Hauptberuf ist die Münchner Autorin Iny Lorenz Programmiererin bei einer Versicherung, und ein wenig programmiert auf möglichen Erfolg wirkt auch Die Wanderhure hin und wieder. Das aber tut der genüsslichen Lektüre keinen Abbruch. Wer historische Schmöker liebt, der ist bei Lorenz bestens aufgehoben. Denn hübsch und spannend geschrieben ist die Geschichte der "Hübschlerin" allemal. -Isa Gerck


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 345 Bewertungen)

Zurück ins Mittelalter      5 von 5 Punkten
1410 in Konstanz am Bodensee.
Maries Vater ist überglücklich, als Graf Ruppert um die Hand seiner Tochter anhält und völlig ahnungslos über dessen wahre Beweggründe. Außerdem ist das hübsche Bürgerfräulein von diesen Heiratsplänen wenig angetan.
Die Geschichte beginnt und zeigt wieder einmal mehr die Welt des Mittelalters in all seinen grausamen Facetten. Als Vater und Tochter Opfer eines heimtückischen Doppelspiels werden, wird Marie mit dem Stempel der Hure vor die Tore der Stadt getrieben.
Hedwig, eine Prostituierte nimmt die völlig entkräftete Marie bei sich auf. Wieder genesen bleibt ihr keine andere Wahl ihren Lebensunterhalt ebenfalls als Hübschlerin zu verdienen.
Ihr Plan eines Tages wieder nach Konstanz zurückzukehren und Vergeltung zu üben, dieser eiserne Wille, lässt sie alle Niederschläge verkraften.
Mir hat die Wanderhure sehr gut gefallen, selbst wenn einiges klischeehaft und vorhersehbar war, hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen. Bin bereits auf die Fortsetzung gespannt.
Allerdings habe ich inzwischen mit "Dezembersturm" begonnen.
Alex


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Das Lächeln der Fortuna - Rebecca GabléDas Lächeln der Fortuna
Rebecca Gablé

Taschenbuch, 25. November 1997
     Verkaufsrang: 728      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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England 1360: Nach dem Tod seines Vaters, des wegen Hochverrats angeklagten Earl of Waringham, zählt der zwölfjährige Robin zu den Besitzlosen und ist der Willkür der Obrigkeit ausgesetzt. Besonders Mortimer, der Sohn des neuen Earls, schikaniert Robin, wo er kann. Zwischen den Jungen erwächst eine tödliche Feindschaft. Aber Robin geht seinen Weg, der ihn schließlich zurück in die Welt von Hof, Adel und Ritterschaft führt. An der Seite des charismatischen Duke of Lancaster erlebt er Feldzüge, Aufstände und politische Triumphe - und begegnet Frauen, die ebenso schön wie gefährlich sind. Doch das Rad der Fortuna dreht sich unaufhörlich, und während ein junger, unfähiger König England ins Verderben zu reißen droht, steht Robin plötzlich wieder seinem alten Todfeind gegenüber ...

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 489 Bewertungen)

Unterhaltung pur      5 von 5 Punkten
Unterhaltung pur auf für historische Romane gehobenem Niveau. Der Roman hat mich absolut gefesselt. Immer wieder musste ich einfach weiterlesen. Schade, dass die 1200 Seiten dann doch irgendwann vorbei waren. Aber mit "Die Hüter der Rose" gibt es ja einen "Teil 2".Die Hüter der Rose


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Die Tore der Welt - Ken FollettDie Tore der Welt
Ken Follett

Gebundene Ausgabe, 29. Februar 2008
     Verkaufsrang: 1047      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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18 lange Jahre hat Ken Folletts nicht eben kleine Fan-Gemeinde auf eine Fortsetzung seines Bestsellers Die Säulen der Erde warten müssen. Lange hat sich der Autor geziert, bis er dem Bitten des Publikums und der Verlage endlich nachgab und sich für einen Vorschuss von immerhin 49 Millionen Euro an die Arbeit machte. Und schon nach ein paar der stattlichen 1.300 Seiten von Die Tore der Welt weiß man: Für die Verlage hat sich dieser Vertrauensbonus ebenso gelohnt wie für die Leser das Warten.
200 Jahre sind in im südenglischen Kingsbridge vergangen, wo Follett seine Geschichte auch diesmal angesiedelt hat. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die Nachfahren der Helden von einst. Entlang ihrer Schicksale führt uns der Autor, der sich bei seinen Recherchen von gleich drei Historikern zuarbeiten ließ, ausgesprochen kundig durch die Welt des 14. Jahrhunderts: Durch Caris, die der Verbrennung als Hexe durch den Eintritt in ein Kloster entkommt, lernen wir Manches über die Pest und die mittelalterliche Medizin. Mit der Baukunst der Zeit macht uns der Architekt Merthin, Caris? Geliebter, vertraut. Auch den Gegensatz zwischen einem ebenso selbstsüchtigen wie hemmungslosen Adel auf der einen und der Masse der besitzlosen Leibeigenen auf der anderen Seite führt uns der Autor mit großer Souveränität in seiner gewohnt schnörkellos-direkten Sprache anhand persönlicher Schicksale vor Augen: ein Sog, dem man sich kaum entziehen kann...
Gewiss: In Wahrheit hat es wohl keine beinahe verbrannte Hexe zur Leiterin eines Nonnen- und erst recht keines Mönchsklosters bringen können. Und überhaupt muss man natürlich davor warnen, seine historische Bildung nur aus historischen Romanen zu beziehen: Dennoch: Die Tore der Welt ist eine nicht nur spannende, sondern sehr wohl auch historische lehrreiche Lektüre. - Alexander Dohnberg, Literaturanzeiger.de


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 284 Bewertungen)

Gute wie alles      5 von 5 Punkten
Das ist mal wieder ein Follet wie ich ihn liebe. Da ich viele gute und auch schlechte History Romane gelesen habe,ist es nicht leicht mich zufrieden zu stellen. Aber dieses Buch hat es mal wieder geschafft.


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