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Wer bin ich - und wenn ja wie viele?: Eine philosophische Reise Richard David Precht Taschenbuch, 17. September 2007 Verkaufsrang: 41 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ein gutes Buch: angetrieben von unbändiger Erkenntnislust und ansteckendem Wissensdurst unternimmt Richard David Precht eine Rundreise ins Reich der Philosophie und Hirnforschung, verzichtet dabei wohltuend auf Originalität um der Orginalität willen und hat gerade deshalb etwas sehr seltenes geschaffen: einen kompetenter Ratgeber, der seine Leser nicht für dümmer verkauft, als sie sind. "Druckfrisch - Neue Bücher mit Denis Scheck" vom 2. 3. 2008
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 157 Bewertungen)
Ein Bestseller den man gelesen haben muss 5 von 5 Punkten Was soll ich viel über den Inhalt sagen - ich würde nur zahlreiche Rezensionen inhaltlich wiederholen. Ein Bestseller der diesen Titel verdient. Das Buch muss man gelesen haben.
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Das Handbuch übersinnlicher Wahrnehmung: Übersinnliche Fähigkeiten entdecken und trainieren. Feinfühligkeit, Intuition, Hören innerer Stimmen, Hellsehen, Aurasehen und Selbstheilung Pete A. Sanders Taschenbuch, 14. Dezember 2009 Verkaufsrang: 587 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der Mensch ist eine Seele, die einen Körper hat, lautet die Botschaft dieses Buches. Es zeigt uns, auf welche Weise wir grenzenlos sind und danach streben, unser volles Potenzial und unser höheres Wissen zu leben. Die Welt der inneren Weisheit ist real, und jeder kann ein Teil von ihr sein, denn alle Menschen haben bisweilen Fähigkeiten, die über das Gewohnte hinausgehen. Doch nur wenige wissen, dass es möglich ist, diese Sensitivität bewusst zu nutzen. Übersinnliche Wahrnehmung kann eines der größten Abenteuer unseres Lebens sein. Beim medialen Fühlen dient der Körper als übersinnliche Antenne. Die Intuition erweist sich für das innere Wissen als ständige Informationsquelle. Mediales Hören ist die Stimme, die aus unserem Inneren spricht. Die Gabe des Hellsehens sowie das Wahrnehmen der Aura gehören ebenfalls zu diesen erweiterten Wahrnehmungsbereichen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 17 Bewertungen)
Differenzierte Literatur,die hält, was der Titel verspricht 5 von 5 Punkten Dieses Buch ist sehr umfassend und gut strukturiert geschrieben: Vom Autor wird auf die verschiedensten "Typen" der Wahrnehmung eingegangen, mit den Aspekten: - Wie nimmt ein Mensch wahr (über welchen "Kanal")? -Wie erkenne ich solche Menschen? -Wie gehe ich mit diesen Menschen um? -Wie kann ich selbst erkennen und trainieren, diesen "Kanal" der Wahrnehmung zu entwickeln bzw. entfalten? Sehr interessant und empfehlenswert! Best regards,
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Ein amerikanischer Traum: Die Geschichte meiner Familie Barack Obama Taschenbuch, 1. Mai 2009 Verkaufsrang: 2062 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Bis zu seine Ankündigung, er wolle demokratischer Präsidentschaftskandidat werden, kannte kaum jemand außerhalb von Illinois Barack Obama. Dass der Senator aus diesem Bundesstaat schon wenige Monate später als Shooting-Star der Primaries und charismatischer Hoffnungsträger gefeiert wurde, hat das politische Establishment in seinen Grundfesten erschüttert. In seiner Autobiografie erzählt er von seinen ersten 34 Lebensjahren. Obama ist nicht nur aufgrund seines raschen Erfolgs ein Phänomen. Er ist sperrig und lässt sich nur schwer irgendeinem Lager zuordnen; wenig verwunderlich, dass die amerikanischen Demoskopen regelmäßig in ihren Vorhersagen scheitern. Obama ist schwarz, stammt aber nicht von aus Afrika verschleppten Sklaven ab. Sein Vater kam aus Kenia als Gaststudent in die USA, die Mutter ist eine weiße Amerikanerin aus Kansas. So ist er vielen Schwarzen zu weiß und hat bei den ersten Vorwahlen im "weißen" Iowa demonstriert, dass er eine Mehrheit unter weißen Wählern einfahren kann. Anderen wiederum gilt er wahlweise als neuer Martin Luther King oder J.F. Kennedy. Obama tritt in einem Land an, das hinsichtlich seiner verschiedenen Ethnien noch immer tief zerissen ist, in dem die Konfliktlinien auch für Insider mitunter schwer verständlich sind. Seine Autobiografie zeigt, wie sich diese Zerrissenheit in dem Werdegang eines Mannes spiegelt, der lange um seine Identität rang. Obamas Autobiografie ist 1995 zum ersten Mal erschienen. Er nennt sie einen "Beitrag zum Verständnis der Rassenprobleme in unserem Land..." Aus ihr lässt sich einiges über die frühen Prägungen des Newcomers erfahren und auch über seine Visionen von einem neuen Amerika. Dass er diese Erinnerungen heute anders schreiben würde, darf als gesichert gelten. So erzählt er freimütig von studentischen Marathon-Partys mit nächtelangen Diskussionen, jeder Menge Dosenbier und Zigaretten. Es sind Passagen wie diese, die nicht zum klassischen Image eines Präsidentschaftskandidaten passen wollen, die aber etwas Wichtiges leisten: Sie helfen, eine Persönlichkeit zu verstehen, die ihren eigenen, keineswegs immer geraden Weg gegangen ist; die eine juristische Karriere in Harvard begann, dann aber in der armen Chicagoer South Side Bürgeranwalt wurde, sich um die Menschen am Rande der Gesellschaft kümmerte und erst langsam in die Lokal-, Landes- und schließlich nationale Politik hineinwuchs. Entstanden ist eine fast intime Autobiografie, "eine persönliche, innere Reise ... die Suche eines Jungen nach seinem Vater und damit auch nach einem überzeugenden Lebensinhalt für ihn, den schwarzen Amerikaner." -Henrik Flor, Literaturtest
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 38 Bewertungen)
Tiefgehend und authentisch! 5 von 5 Punkten Dies ist eine authentische, kluge und tiefgehende Geschichte einer Selbstfindung, die mir allen Respekt abverlangt. Obama bescheibt, wie er seine beiden Herkunftswelten in sich selbst erlebt, klärt, versöhnt, vereint. Und dies in aller Offenheit und nicht in Selbstbeweihräucherung. Auch mein Vater war nicht-europäischer Student in Deutschland in den 1970ern und ging zurück in sein Land. Ich habe viel wiedererkannt an Auseinandersetzung mit dem eigenen Fremdsein, in einem Land, zu dem man sich eigentlich 100%ig zugehörig fühlt, wären da nicht "die anderen", die dies ganz anders sehen. Barack Obama hat diese "binationale" Lebe- und Erfahrungswelt außergeöhnlich treffend beschrieben. Aus meiner Sicht ist dies ein mutiges, ehrliches Zeugnis eines interessanten Lebenweges - beeindruckend und lesenswert, egal ob Barack Obama Präsident oder Friedensnobelpreisträger ist oder nicht.
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Die Welle: Bericht über einen Unterrichtsversuch, der zu weit ging Morton Rhue Taschenbuch, 1. November 2008 Verkaufsrang: 453 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Wäre Die Welle ein Roman, man könnte den Inhalt des Buchs kaum glauben. Aber so (oder doch zumindest ähnlich) ist es wirklich passiert, in der Klasse des Lehrers Ron Jones in den USA - einer Klasse an einer Schule also, die sich so weit weg wähnte vom deutschen Nazi-Terror, und die dann doch auf schmerzliche Weise am eigenen Leib erfahren musste, dass die Regeln des Faschismus auch heute noch funktionieren und dass es jeden treffen kann. In Die Welle beginnt alles mit einem Film über den Holocaust. Der junge Lehrer Ben Ross zeigt den Schülern der Gordon High School Bilder von ausgermergelten Juden im Konzentrationslager. Alle sind angewidert und entsetzt, aber eine Gruppe um Laurie Saunders von der Schülerzeitung "Die Ente" kann und will nicht glauben, dass Menschen zu derlei Grausamkeiten überhaupt fähig sind. Um sie und andere zu überzeugen, startet Ross ein Experiment, dass auf fast unbemerkte Art und Weise Methoden der Diktatur installiert. Und plötzlich zerfällt der Klassenverbund in Opfer und Täter - bis die Situation auf schreckliche Weise eskaliert. Inzwischen gehört Die Welle des 55-jährigen Autors Morton Rhue (Ich knall euch ab!, Asphalt Tribe) zum Kanon auch an deutschen Schulen. Und das ist gut so. Denn das Buch räumt mit dem weit verbreiteten Vorurteil auf, dass der Nationalsozialismus ein historisches Phänomen war, das nicht wiederkommen kann. "Wie kann man Millionen von Menschen abschlachten, ohne dass jemand etwas davon weiß?" Auch wenn Die Welle Fragen wie diese nicht beantworten kann, so wirft der Roman sie doch auf. Umso wichtiger ist seine Lektüre. -Isa Gerck
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 215 Bewertungen)
Für jeden leicht verständlich 5 von 5 Punkten Ben Ross, Lehrer an einer typischen amerikanischen High School, wagt aus einer Laune heraus ein Experiment: Er drillt die Schüler nach seinen Vorstellungen und gibt dieser Bewegung schließlich auch einen Namen und ein Zeichen: Die Welle, eine Schlagenlinie in einem Kreis. Sogar den Gruß gibt es. Er versucht, die Schüler davon zu überzeugen, dass jeder zu jedem Zeitpunkt Mitglied einer faschistischen Bewegung werden kann. Natürlich gerät das Experiment außer Kontrolle, obwohl die Lehrer anfangs sehr zufrieden mit dem gehorsamen Verhalten ihrer Zöglinge sind. Doch viele haben plötzlich das Gefühl, Roboter entwickelt zu haben. Es gibt sogar Leute, wie früher bei der Stasi, die andere verraten sollen, wenn sie sich nicht den Regeln der Welle konform verhalten. Dies erinnert schon sehr an einen Überwachungsstaat. Laurie Saunders ist anfangs sehr interessiert, als sie aber merkt, dass auch ihr Freund David sich von ihr abwendet, sobald sie etwas Falsches über die Welle sagt, wird ihr unheimlich zu mute und sie lehnt sich auf. So bekommt die High neben der Welle und ihrem Führer Ben Ross auch die Widerständler, so ähnlich wie die Weiße Rose zum Beispiel. Das Buch wendet sich hauptsächlich wohl an junge Menschen, die in der Schule Lektüren lesen sollen. Doch auch für mich (20) war dieses Buch sehr gut auf den Punkt gebracht. Soll man die Charaktere noch mehr verinnerlichen und ausweiten? Nein, das ganze bleibt an der Oberfläche, man kann selber seine Empfindungen herein setzen und versteht die Charaktere aus ihren Worten heraus. Hier mache ich keine Abstriche. Das Buch behandelt eben diese eine Sequenz. Zudem muss man einfach sagen, dass dies ein Tatsachen-Roman ist, der nicht unnötig aufgeputscht werden muss. Schließlich ist der reine Inhalt der Story schon aufwühlend und unheimlich. Am Anfang im Buch oder in der Mitte wird etwas gesagt, was man sich merken sollte: Man darf es nicht vergessen. Man darf Hitler nicht aus dem Lehrplan streichen (obwohl weniger mehr wäre!!!), obwohl wir, die Nachfolger der Kriegsgeneration sind. Man muss sich damit auseinandersetzen. Doch wie diese Schüler in dem Buch dies getan haben, davon sollte man Abstand nehmen. Fazit: Für den Unterricht ist dieses Buch unerlässlich. Jeder Mensch kann aus diesem Buch lernen. Es ist leicht verständlich und rüttelt noch mehr wach.
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Die 50 besten Wahrnehmungsspiele Andrea Erkert Broschiert, 1. Oktober 2008 Verkaufsrang: 389 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Spiele, die hellhörigmachen und die Augen öffnen für Spürnasen und Feinschmecker, damit das Fingerspitzengefühl nicht leidet und das Luftholen wieder funktioniert.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Klein aber fein 5 von 5 Punkten Das kleine Büchlein ist dank seiner Größe ein hilfreicher Begleiter in den unterschiedlichsten Situationen. Für meine Arbeit im Behindertenbereich konnte ich mir schon kleine aber feine Ideen daraus entnehmen. Alle Anleitungen sind auch ganz nach den eigenen Ansprüchen noch wandelbar, und so einfach beschrieben, dass auch Kinder noch eigene Ideen mit einbringen können.
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Der ganz normale Wahnsinn: Vom Umgang mit schwierigen Menschen Francois Lelord, Christophe André Taschenbuch, 2008 Verkaufsrang: 1172 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Unterhaltsames Plädoyer, im Umgang mit schwierigen Menschen nicht gleich das Handtuch zu werfen." (Der Tagesspiegel)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 13 Bewertungen)
ein Muss für jedermann 5 von 5 Punkten Das Buch ist ein wahres Muss für jedermann. Hier werden die psychologischen Erscheinungsformen von Persönlichkeitsstörungen auf eine einfache, nachvollziehbare Art und Weise erklärt. Dieses Buch erleichtert das Verständnis von Persönlichkeiten mit all ihren Facetten. Wer es einmal anfängt kann es auch nciht mehr weglesen bis man es nicht zu Ende gelesen hat. Ich kann es nur jedem empfählen, der sich für Persönlichkeit interessiert.
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Das Ende der Welt, wie wir sie kannten: Klima, Zukunft und die Chancen der Demokratie Claus Leggewie, Harald Welzer Gebundene Ausgabe, 2. September 2009 Verkaufsrang: 2507 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Wie sollen Demokratien auf die Krisen in Ökonomie und Ökologie gerecht und nachhaltig reagieren? Finanz- und Wirtschaftskrise, Klimawandel, schwindende Ressourcen und der Raubbau an der Zukunft der kommenden Generationen bilden einen beispiellosen sozialen Sprengstoff. Die Analyse der sich auftürmenden Krisen zeigt, wie Demokratien dabei unter die Räder kommen, wenn sie nicht radikal erneuert werden und den Weg aus der Leitkultur der Verschwendung finden.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Ganzheitliche Sicht auf Konsequenzen der Klimakatastrophe 5 von 5 Punkten Die beiden Autoren stellen die Bedrohungen für die Welt, wie wir sie (noch) kennen, sachlich dar, überzeichnen nicht und schaffen gerade dadurch Betroffenheit. Man fühlt sich in eigenen Beobachtungen und Erfahrungen bestätigt, die man aber so noch nie zu Ende gedacht und auf den Punkt gebracht hat. Der Handlungsdruck für alle, für Bürger, Politik und Wirtschaft, wird dargestellt und aus Fakten abgeleitet. Die Frage, ob unsere Demokratie diesen Handlungsdruck in die dringend erforderlichen Handlungen umsetzen kann, wird optimistisch mit den "Chancen der Demokratie" beantwortet. Dieses Buch ist nicht nur lesenswert, sondern Pflichtlektüre.
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Denkanstöße 2010: Ein Lesebuch aus Philosophie, Kultur und Wissenschaft
Broschiert, Januar 2010 Verkaufsrang: 7753 Gewöhnlich versandfertig in 5 bis 7 Tagen. "Sie haben wenig Zeit, wollen aber trotzdem viel wissen? Die ›Denkanstöße‹ fassen die wichtigsten Erkenntnisse zusammen." Spiegel online
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Seit Jahren wunderbar 5 von 5 Punkten Seit Jahren wunderbar. Ich bekomme ab 1996 dieses Buch zu Nikolaus geschenkt. Man ist immer wieder überrascht was Piper alles so verlegt. Weiter so. Gerd v. Hoff
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Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister Friedrich Nietzsche Gebundene Ausgabe, Februar 2006 Verkaufsrang: 1224 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Nietsches Vermächtnis, das seine berühmteste Sammlung von Aphorismen auf den Punkt bringt, ist der Nihilismus als lebensbejahende Kraft. Er ist die Voraussetzung für die Entfaltung eines neuen und befreiten Lebens. Denn nur die Zerschlagung des alten Denkens in Kunst, Religion und Moral gibt dem "freien Geist" die Möglichkeit, in ironischer Distanz zu sich und der Welt die überlieferten Illusionen zu überwinden und zu den eigentlichen Werten, dem besten Teil seiner diesseitigen Existenz vorzudringen. Dieser geistigen Haltung entspricht das aphoristische Denken Nietzsches, das starre Begriffe und Systeme meidet.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Super aktuell !!!! 5 von 5 Punkten Wer den Menschen schwer versteht, braucht dieses Buch. Wer denkt früher war alles besser, wird eines besseren belehrt. Der Mensch war in seinem Verhalten schon immer gleich, Nietzsche beweist es. In der Gesellschaft gibt es seit jeher immer die gleichen Rollen, aber in welcher bist du? Dein Nachbar, Mutter, Vater, Freund.... Ein Phänomen? Etwas für Hobby-Psychologen und Philosophen.
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Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?: Eine philosophische Reise Richard David Precht Audio CD, 21. April 2008 Verkaufsrang: 2067 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Wenn Sie dieses Buch lesen, haben Sie den ersten Schritt auf dem Weg zum Glück schon getan. [...] Dieses Buch ist unverzichtbar. Elke Heidenreich
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 157 Bewertungen)
Ein Bestseller den man gelesen haben muss 5 von 5 Punkten Was soll ich viel über den Inhalt sagen - ich würde nur zahlreiche Rezensionen inhaltlich wiederholen. Ein Bestseller der diesen Titel verdient. Das Buch muss man gelesen haben.
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Der Mythos des Sisyphos Albert Camus Taschenbuch, 2. Juni 2000 Verkaufsrang: 1676 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Camus Essay erschien 1942. Der Existenzialismus, der in diesem Text seine vielleicht repräsentativste Ausformulierung erfährt, entsprach einem Lebensgefühl, das von der Erfahrung des Zweiten Weltkriegs, des politischen Widerstands in der Résistance und des Zerfalls traditioneller Wertordnungen und Orientierungen geprägt ist. Es findet seinen Ausdruck in einer besonderen Sensibilität für die Absurdität der menschlichen Existenz, die für diese Generation von Philosophen charakteristisch ist. Sie entspringt dem Gegensatz zwischen dem selbstbewussten, von Hoffnungen erfüllten und in Handlungen sich entäußernden menschlichen Geist und der ihm gegenüberliegenden undurchdringlichen, immanenten Welt, an der sein Streben immer wieder scheitert. Diese Absurditätserfahrung wirft die Frage nach Sinn und Wert des menschlichen Lebens auf. Camus verwirft jeden Versuch, die in eindringlichen Schilderungen diagnostizierte Absurditätserfahrung durch einen Sprung in metaphysische, religiöse oder rationalistische Versöhnungsangebote zu bewältigen. Einen Weg bietet nur die permanente Revolte des Menschen gegen die Absurdität, in der er unabhängig von jeder gesetzten Wertordnung seine eigentümliche Würde zu gewinnen vermag. So bietet Camus Essay einen Ansatz zu einer neuartigen Ethik, die auf der Idee der entschlossenen Tat und der daraus resultierenden größtmöglichen Lebensintensität beruht. An deren Nutzlosigkeit kann, so Camus, angesichts der Absurdität des Daseins kein Zweifel bestehen, doch vermag der Mensch in der Revolte eine besondere Verwirklichung seiner selbst zu erfahren. Darin gleicht der Mensch der mythologischen Figur des Sisyphos, dessen Tun gerade in seiner äußersten und beharrlichen Sinnlosigkeit als Selbstverwirklichung erscheint - wenn es denn gelingt, wie Camus schreibt, sich Sisyphos glücklich vorzustellen. -Jens Kertscher
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 21 Bewertungen)
Die Begründung der Freiheit 5 von 5 Punkten Albert Camus diskutiert in seinem Essay das philosophische Problem des Selbstmords. Lohnt sich das Leben oder sollten wir den Tod als logische Konsequenz aus der Absurdität ziehen. Er zeigt, dass die Beziehung zwischen dem individuellen Denken und dem Selbstmord neue Problem aufwerfen und gelöst werden müssen. Das Absurde ist für Albert Camus der Vergleich zwischen einem Tatbestand und einer bestimmten Realität. In dieser Gegenüberstellung findet er das Absurde. Für ihn ist es eine Leidenschaft, in dem er das Leben bejahrt und die Welt als absurd einschätzt. Eine Welt ohne Gott ist für ihn lebenswert. Durch die Auflehnung gegenüber der Welt bekommt das Leben seinen Sinn. Er bezieht sich auf Nietzsche und sagt, in der Kunst, in der Musik und in der Vernunft sowie Geistigkeit liegt das Göttliche. Der Absurde Mensch lebt in der Zeit und mit der Zeit. Seine Freiheit soll schöpferisch gestaltet werden. Der absurde Mensch wird nur in der Kunst und Literatur seine Bestimmung finden. Die Entfremdung des Menschen ist gleichzeitig seine Freiheit. Durch die Gegenüberstellung zum Absoluten findet er seine Berechtigung.
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Die Kunst des Krieges mit psychologischen Kommentaren: Die älteste bekannte militärische Abhandlung der Welt Sun Tzu, Gitta Peyn Broschiert, 1. April 2007 Verkaufsrang: 1470 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Sun Tzu, Sūnzǐ (chin. 孙子/孫子 „Meister Sun“, eigentlich: 孙武 Sūn Wŭ; alternative Transkription: Sun Tsu, Sun Tzu, Sun Tse, Ssun-ds ´, * um 500 v. Chr. in Wu) war ein chinesischer General und Militärstratege und verfasste die älteste militärische Abhandlung der Welt. Sein Meisterwerk ist überall auf der Welt bekannt, und seine Weisheiten lassen sich nicht nur auf die Kunst des Krieges anwenden, sondern sie sind für jeden Anführer, jeden Manager, jeden Chef, Abteilungsleiter von Bedeutung. Überall dort, wo es um Führungsqualitäten oder einfach nur um die Frage geht, nach welchen Richtlinien man alltägliche Entscheidungen klug und zum Erfolg führend fällt, wird Sun Tzu zitiert.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 24 Bewertungen)
Sehr gut interpretiertes Werk! 5 von 5 Punkten Das Buch ist einfach aufgebaut und schnell zu lesen. Das Verstehen und die Umsetzung jedoch werden etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen. Die Kommentare sind nicht in einem Index am Buchende aufgeführt, sondern stehen direkt auf der Seite, zu der sie Bezug haben (als Fussnote). Dies ermöglicht unkompliziertes Arbeiten mit dem Buch ohne großes Suchen. Ich beschäftige mich schon längere Zeit mit den beiden Themen Strategie und angewandte Psychologie. Dieses Buch verbindet beide Themen sehr gut, und bringt sie mit der heutigen Zeit in einen nachvollziehbaren Zusammenhang. Natürlich sind es mögliche Interpretationen, die zu den einzelnen Themenbereichen zu finden sind, und jeder aufmerksame Leser wird auch eigene finden, die auf seine Situation passender sind. Fakt ist aber, dieses Buch ist ein Standartwerk und sollte von jedem, der aus sich persönlich etwas machen möchte, gelesen werden. Ich finde es empfehlenswert, das Buch zweimal zu lesen. Einmal ohne die Kommentare, um sich ein eigenes Bild zu machen, und beim zweiten Mal mit den Kommentaren. Die Strategien, die in diesem Buch genannt werden, oder besser gesagt die Grundlagen zum Aufbau von Strategien, lassen sich mühelos auf den Alltag übertragen, so dass jeder Leser an diesem Buch wachsen kann und eine gute Grundlage aufbauen kann, um Situationen des täglichen Lebens aus einer anderen Sicht zu betrachten und diese einfacher zu meistern. Der Autor geht auf Grundlagen ein. Man wird in diesem Buch, anders wie zum Beispiel in "Vom Kriege" von Carl von Clausewitz, keine großen Reden finden. Sun Tzu geht nicht auf die verschiedenen Interpretationen und Definitionen von Krieg ein, sondern beschränkt sich auf das Wesentliche. Er gibt die Grundlagen von angewandter Psychologie und den Aufbau von Strategien preis, auf den sich in allen folgenden Jahrtausenden andere Autoren solcher Werke beziehen. Der Autor hatte großes Verständnis um menschliche Verhaltensweisen und wusste genau ihnen zu begegnen. Meiner Meinung nach ist dieses Buch ein Muss für jeden, denn jeder kann daraus etwas lernen!
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Philosophische Temperamente: Von Platon bis Foucault Peter Sloterdijk Gebundene Ausgabe, 16. November 2009 Verkaufsrang: 3048 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die großen Weltendeuter im Portrait Vierzig Jahre nach Wolfgang Weischedels Philosophischer Hintertreppe präsentiert Peter Sloterdijk philosophische Temperamente von Platon bis Foucault und öffnet damit einen neuen Zugang zu den Meisterdenkern des Abendlands. Seine Toasts auf die zwanzig bedeutendsten Köpfe der Geistesgeschichte sind die perfekte philosophische Einstiegsdroge. Prägnanter und treffender wurden Platon, Marx & Co. noch nicht porträtiert. Vierzig Jahre nach Wolfgang Weischedels Philosophischer Hintertreppe präsentiert Peter Sloterdijk philosophische Temperamente von Platon bis Foucault und öffnet damit einen neuen Zugang zu den Meisterdenkern des Abendlands. Seine Toasts auf die zwanzig bedeutendsten Köpfe der Geistesgeschichte sind die perfekte philosophische Einstiegsdroge. Prägnanter und treffender wurden Platon, Marx & Co. noch nicht porträtiert. Aus dem Inhalt: Platon Aristoteles Augustinus Descartes Leibniz Kant Fichte Schelling Hegel Kierkegaard Marx Schopenhauer Nietzsche Wittgenstein Sartre Foucault
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Philosophische Tannenbäume 5 von 5 Punkten Die Lektüre des Buches hat die Fähigkeit erhöht, sich abzuwenden von dem, was unwichtig ist. Was Sloterdijk beschreibt ist wichtig. Und wie er es beschreibt, kennzeichnet ihn auch selbst: "You see, what you are": Die Philosophen, die er beschreibt, sind wie Tannenbäume, an denen das Lametta hängt, das er selber gern hätte: zumeist die Fähigkeit, sich abzuwenden vom Mittelmäßigen, herauszusteigen aus der verordneten Blödheit von Fernsehen und Partei-Parolen, um zu werden, was man eigentlich sein sollte: ein unverwechselbares Ich und nicht die Marionette irgendwelcher aufgepfropfter Fremderwartungen. Dieses Buch zu lesen ist eine therapeutische Übung auf dem Wege zu eigenem, unerschrockenen Denken und Urteilen.
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Und Nietzsche weinte Irvin D. Yalom Taschenbuch, 4. Februar 2008 Verkaufsrang: 1787 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Eine Ménage à trois zwischen Lou Andreas Salomé, Nietzsche und der Psychoanalyse Das Wien des Fin de siècle: Die selbstbewusste junge Russin Lou Andreas Salomé drängt den angesehenen Arzt Josef Breuer, dem suizidgefährdeten Friedrich Nietzsche zu helfen und ihn von seiner zerstörerischen Obsession für sie zu kurieren. Breuer willigt ein und unterzieht Nietzsche einer neuartigen Heilungsmethode, deren Ausgang jedoch für beide unerwartet ist.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 63 Bewertungen)
Geschichte zum Greifen nahe 5 von 5 Punkten Yalom hat hier wieder einmal ein faszinierendes Werk geschaffen, das sehr anschaulich die ersten Entwicklungslinien der Psychoanalyse bei Freud und Breuer beschreibt. Sein typisch angenehm zu lesender Schreibstil hilft dabei, das Buch möglichst in einem durch verschlingen zu wollen. Sehr gelungen!
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Die Simpsons und die Philosophie: Schlauer werden mit der berühmtesten Fernsehfamilie der Welt
Broschiert, November 2009 Verkaufsrang: 3042 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Früher waren die Simpsons die Größten - heute sind sie bigger than life. Nicht mal das Überfahren von Landesgrenzen rettet einen dieser Tage vorm gelben Filmplakatwald und vor um sich greifender Donuthysterie. Nicht, dass man sich unbedingt Rettung wünschte. Schließlich ist es schön, dass die Springfielder Chaotensippe nach erfolgreich auskurierter Witzabwanderung zu Matt Groenings geflopptem Zweitprojekt "Futurama" wieder obenauf ist. Aber dass einem just zum Filmstart auch in der Sachbuchabteilung Simpsons-Lektüre mit dem hochtrabenden Zusatz "und die Philosophie" in die Hände fällt, fordert Skeptizismus. Doch der ist angesichts des vorgelegten Bändchens so ungerechtfertigt wie das Serien-Aus von "Futurama". Denn die Essaysammlung, zu der fast ein Dutzend (Assistenz-)Professoren beitrugen, ist bereits sechs Jahre alt - und alles andere als ein hastig zusammengestümpertes Buch zum Hype. Zwar ersetzt die Lektüre weder das Simpsons-Gucken noch den Philosophiekurs, aber Homer mal durch die Aristoteles-Brille zu sehen, Nietzsches Tugenden des Bösen auf Bart anzuwenden oder die kantsche Perspektive des familiären Moralgefüges zu beleuchten kitzelt auf angenehme Weise den Geist. Und ja: Lustig ist's auch noch. (kab) kulturnews.de
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 18 Bewertungen)
Toll! 5 von 5 Punkten Ich finde das Buch toll. Die schlechten Kritiken verstehe ich überhaupt nicht. Im Vorwort zum Buch steht eindeutig dass es nicht um die "Philosophie der Simpsons" geht sondern um "die Simpsons UND die Philosophie", das heisst es ist ein Buch über die Philosophie das immer wieder mit Beispielen aus den Simpsons untermauert wird. Ich finde es toll auch anspruchsvollere Gedanken zu lesen, und ab und zu durch ein heiteres "Simpsons"Gedankenspiel aufgelockert zu werden. Wer mehr Simpsons in dem Buch haben möchte, der schaut sich lieber gleich die Serie an - denn wie richtig angemerkt wurde - wer braucht schon den Humor der Simpsons erklärt - den versteht man auch so. Eine meiner Meinung nach sehr gut abgewogene Mischung von Philosophe und Simpsons.
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Wie wirklich ist die Wirklichkeit?: Wahn, Täuschung, Verstehen Paul Watzlawick Taschenbuch, Januar 2010 Verkaufsrang: 1714 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Neue Taschenbücher Ein neues Outfit 25 Jahre Taschenbuchreihe "Serie Piper" In 25 Jahren kann sich eine Taschenbuchreihe bis zur Unkenntlichkeit wandeln. So ist es in gewisser Weise der Serie Piper ergangen. Sie veränderte sich durch Nebenserien und Sonderreihen mit jeweils anderem Outfit so gründlich, dass sie immer unübersichtlicher wurde. Mehr und mehr verlor sie ihre - wie man heute sagt - Corporate Identity und damit ihre Attraktivität. Um diese wiederzufinden, musste etwas getan werden. Das Jubiläum - 25 Jahre Serie Piper - kam da gerade recht. Die Bände der Serie Piper (SP) haben zum Jubiläum ein neues Layout bekommen. In der Fülle der Taschenbuchreihen werden die SP-Bände dank ihrer markanten Ausstattung nicht mehr untergehen, sondern ordentlich Eindruck machen. Sie werden nicht mehr zu übersehen sein. In neuem Gewande sollen von Oktober 1995 bis März 1996 sechzig Titel aus 25 Jahren Serie Piper vorgelegt werden. Die ersten zehn Bände der Jubiläumsedition "The Best of Piper" konnten rechtzeitig zur Buchmesse erscheinen. Unter ihnen befindet sich auch jener Band, mit dem im August 1970 die Serie Piper ihren Anfang nahm: mit der Studie "Macht und Gewalt" von Hannah Arendt (1906-1975). Gelesen mit dem Blick auf die grossen globalen Veränderungen seit 1989, erweisen sich Arendts Analysen vielfach als prophetisch hellsichtig. In den Band wurde auch ein Interview aufgenommen, das Adelbert Reif mit Hannah Arendt geführt hat. Arendt zeigt sich darin "wirklich schockiert", als Reif auf marxistische Intellektuelle verweist, die der Meinung sind, "dass der Sozialismus trotz aller Verfremdungen immer wieder aus eigener Kraft im Stande ist, sich zu regenerieren". Die Herrschaft Stalins eine "Verfremdung" zu nennen sei, erwidert die Philosophin, "ein Euphemismus, mit dem man nicht nur Tatsachen, sondern ungeheure Verbrechen unter den Teppich kehrt". Ein solcher "Jargon" verändere Tatsachen, indem er Verfremdung nenne, was nichts anderes gewesen sei als "ein Verbrechen von gigantischen Ausmassen". Hannah Arendt war davon überzeugt, dass Wirtschaftsreformen den Sozialismus nicht mehr retten können. Denn den Menschen gehe es nicht um ökonomische, sondern um politische Reformen: "Worum es ihnen geht, ist Freiheit mit allem, was dazu gehört: eine geltende Verfassung, gesetzlich gesicherte Rechte, Pressefreiheit, Mitbestimmungsrecht; vor allem das Recht zu sagen, zu schreiben und zu drucken, was ihnen beliebt." Die Sowjetunion werde immer "zuschlagen", wo sich dieses "Streben nach Freiheit" manifestiere. Aber sie könne nicht mehr überall zuschlagen, denn - so Arendt 1970 - "als Grossmacht sitzt sie nicht mehr so fest im Sattel". 1989 fiel sie dann, um bei diesem Bild zu bleiben, endgültig aus dem Sattel der Weltgrossmacht, weil das Streben nach Freiheit nicht mehr zu unterdrücken war. Zu den anderen SP- Editionen, die im neuen Outfit eine neue Auflage erleben, gehören zum Beispiel der Roman "Das Geheimnis der Pineta" von Carlo Fruttero und Franco Lucentini; von Edith Wharton der Roman "Zeit der Unschuld", den Martin Scorsese 1993 verfilmt hat; als ein weiteres Buch zum Film figuriert Jim Carrolls Roman "In den Strassen von New York" auf der SP-Bestenliste; "Die Entdeckung der Langsamkeit" von Sten Nadolny - mit 1,7 Millionen verkauften Exemplaren der Gesamtauflage ein Bestseller - findet sich ebenso darunter wie Reinhold Messners Bericht über sein Bergsteigerleben "Die Freiheit aufzubrechen, wohin ich will"; ausserdem noch von Paul Watzlawick der Versuch, eine Antwort zu geben auf die Frage "Wie wirklich ist die Wirklichkeit?"; oder von Karl Jaspers der erste Band eines nicht vollendeten Opus, das einer "unerhörten Aufgabe" gewidmet ist: "Die grossen Philosophen". Die unerhörte Aufgabe des Buches sieht Jaspers darin, durch die grossen Philosophen "uns den Raum erhellen zu lassen, in dem wir selbst wirklich werden": "Wir möchten in die Welt der Grossen gelangen, als Hörende, Lernende und Liebende dort Heimatrecht erwerben dadurch, dass wir in ihrer Gesellschaft, der besten, die wir finden können, zu dem gelangen, was sie selbst sein können." Dass die Gesellschaft der Philosophen die beste aller möglichen gesellschaftlichen Welten sein soll, mag man in idealistischer Hochstimmung freudig behaupten. Dass es aber in dieser Gesellschaft oft so furchtbar menschlich oder allzu menschlich zugeht wie in anderen menschlichen Gesellschaften, weiss man auch. In ihr herrscht "die kategorische Impertinenz". So lautet der Untertitel einer Sammlung mit Verbalinjurien, die sich Philosophen gegenseitig - heimlich oder öffentlich - angetan haben. Der Philosoph Steffen Dietzsch hat sie herausgegeben: "Philosophen beschimpfen Philosophen - Die kategorische Impertinenz seit Kant" (Reclam Leipzig). Und wie sie sich beschimpfen; z. B. als "Spassmacher", "Sesselfurzer", "Playboy", "Wirrkopf", "Moraltrompeter", "Plattkopf", "Dreiviertelskopf", "Begriffskrüppel", "Maschinist", "Magister Dunkelhut" usw. Man sieht: Philosophen beweisen Geschmack und erweisen sich als geistreich auch dort, wo es um ihren besonderen Beitrag zur Sitten- oder Unsittengeschichte der Menschheit geht. Rainer Hoffmann
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 28 Bewertungen)
Super Buch 5 von 5 Punkten Es war zwar ein Geschenk für meinen Freund, aber laut seinen Erzählungen ist das Buch echt toll. Er ist zufrieden damit :-)
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Das Master Key System Charles F. Haanel, F. H. Burgess, Gitta Peyn Broschiert, 27. Juni 2008 Verkaufsrang: 2312 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Einleitung Uns alle drängt die Natur dazu, sich durchs Leben zu bewegen. Wir könnten nicht stillstehen, wie sehr wir es auch wünschten. Jede richtig-denkende Person will sich nicht lediglich wie ein geräuschproduzierendes, umherdriftendes Gewächs durchs Leben bewegen, sondern sie will sich entwickeln sich verbessern und mit der Entwicklung mental bis zum Ende des physischen Lebens fortfahren. Diese Entwicklung kann nur durch die Verbesserung der Qualität des individuellen Denkens und der Ideale, Handlungen und Bedingungen, die als eine Konsequenz daraus entstehen, vonstatten gehen. Daher ist ein Studium der schöpferischen Prozesse des Denkens und wie man sie anwendet für jeden Einzelnen von uns von höchster Wichtigkeit. Dieses Wissen ist das Mittel, wodurch die Evolution menschlichen Lebens auf Erden beschleunigt und im Verlauf emporgehoben werden kann. Eifrig sucht die Menschheit „Die Wahrheit“ und erkundet jeden Weg zu ihr hin. Im Verlauf dessen hat sie eine besondere Literatur hervorgebracht, welche die ganze Skala des Denkens, vom Trivialen zum Sublimen, umfasst beginnend mit Divination, durch all die Philosophien hindurch, bis hin zur letzten erhabenen Wahrheit des „Master Key“. Der „Master Key“ wird der Welt hier als ein Mittel gegeben, um die große kosmische Intelligenz anzuzapfen und das von ihr anzuziehen, was den Bestrebungen und Hoffnungen eines jeden einzelnen Lesers entspricht. Ein jedes Ding und jede Institution, die wir in unserer Umgebung sehen, erschaffen durch menschliche Aktivität, musste zuerst als ein Gedanke in einem menschlichen Bewusstsein existieren. Denken ist deshalb konstruktiv. Menschliches Denken ist die spirituelle Kraft des Kosmos, die durch ihr Geschöpf, den Menschen, wirkt. „Das Master Key System“ unterrichtet den Leser darin, wie er diese Kraft nutzen kann, und sie in beiderlei Hinsicht zu nutzen, sowohl konstruktiv als auch kreativ. Die Dinge und Umstände, von denen wir wünschen, dass sie Realität werden, müssen wir zuerst im Denken erschaffen. „Das Master Key System“ erklärt und leitet den Vorgang ... Die „Master Key“ Lehre ist bislang in Form eines Fernkurses aus 24 Lerneinheiten, von denen den Studenten eine pro Woche übersandt wurde, veröffentlicht worden. Der Leser, der jetzt alle 24 Teile zugleich erhält, sei gewarnt, nicht zu versuchen, das Buch wie einen Roman zu lesen, sondern es wie einen Studienkurs zu behandeln und die Bedeutung eines jeden Teils sorgfältig und bewusst zu verinnerlichen indem er lediglich einen Teil pro Woche liest und wiederholt liest, bevor er zum nächsten übergeht. Ansonsten werden die späteren Teile eher missverstanden und des Lesers Geld und Zeit werden verschwendet sein. So benutzt wie angewiesen, wird „Das Master Key System“ aus dem Leser eine größere und bessere Persönlichkeit machen, ausgestattet mit einer neuen Kraft, jede persönliche Absicht, die es wert ist, zu vollenden, und mit einer neuen Fähigkeit, sich an den Wundern und der Schönheit des Lebens zu erfreuen. F.H. Burgess
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 21 Bewertungen)
Nach diesem Buch... 5 von 5 Punkten ... ist für den Leser nichts mehr wie zuvor. Danke, Charles! Ich habe verschiedene Übersetzungen verglichen und festgestellt, dass diese Übersetzung am wenigsten sinnverfälschend ist. Sehr lesenswert sind auch die ausführlichen Kommentare des Übersetzers.
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Du mußt dein Leben ändern: Über Religion, Artistik und Anthropotechnik Peter Sloterdijk Gebundene Ausgabe, 19. März 2009 Verkaufsrang: 3474 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Sind wir heute Zeugen des Abwrackens abendländischer Aufklärung und der machtvollen Wiederkehr der Religion? Oder haben wir uns endgültig im Technikpark des Konsums eingerichtet, in dem Transzendenz nur noch in Slogans von Esoterikanbietern auftaucht? Wenn es nach Peter Sloterdijk geht, lautet die Antwort zwei Mal eindeutig: Nein! In Du musst dein Leben ändern begründet er eindrucksvoll, warum der Gegensatz zwischen Glauben und Unglauben eine Unterscheidung aus der Vergangenheit ist und es heute nur noch eine "einzige Tatsache von universaler ethischer Bedeutung" gibt: die "allgegenwärtig wachsende Einsicht, dass es so nicht weitergehen kann." Dies ist die Kurzformel für den "absoluten Imperativ", der an Anfang und Ende dieses ehrgeizigen philosophischen Projekts steht und ihm zugleich seinen Titel gibt: Du musst dein Leben ändern. Der Befehl, der im Idealfall zugleich Erkenntnis ist, lautet, im eigenen Leben ernst zu machen mit dem Konzept "Menschheit", ein "Fakir der Koexistenz" zu werden und so mitzuarbeiten am "Projekt eines globalen Immundesigns", dessen Ziel nicht mehr und nicht weniger ist als: Leben. Wie alle Propheten weiß auch Sloterdijk, dass die Zeit drängt. Bei der unausweichlichen, weil für jede Erkenntnis notwendigen Begegnung mit der Fratze der Apokalypse sind wir auf "Anthropotechniken" angewiesen, auf die "mentalen und physischen Übungsverfahren, mit denen die Menschen verschiedenster Kulturen versucht haben, ihren kosmischen und sozialen Immunstatus angesichts von vagen Lebensrisiken und akuten Todesgewissheiten zu optimieren." Und so bekennt sich Sloterdijk nicht nur "zu dem Kontinuum kumulativen Lernens, das wir Aufklärung nennen", sondern nimmt auch "die zum Teil jahrtausendealten Fäden auf, die uns an frühe Manifestationen menschlichen Übungs- und Beseelungswissens binden". Sloterdijk ordnet und sichtet das Arsenal der Anthropotechnik: von der indischen Teleologie bis zu Kafka, von den Aposteln bis zu Nietzsche. Das Ideal für die Gegenwart, das sich aus diesem zum Teil atemberaubendem Gang durch Kultur- und Menschheitsgeschichte ergibt, ist "ein Leben in Übungen", das sich der unausweichlichen Überforderung des Menschen durch Tod und Schicksal erkennend und handelnd stellt. Diese Haltung ist für Sloterdijk die einzige Alternative zur "lähmenden Harmlosigkeit sämtlicher gängigen Diskurse", die sich zu fragen scheinen, wie man Arbeitsplätze auf der Titanic sichert, anstatt ihrem Untergang entgegenzuwirken. Der Philosoph Sloterdijk geht also zum pragmatisch-prophetischen Angriff über. Auch wenn er sich sprachlich und insbesondere metaphorisch ("Schlaflos in Ephesos") manchmal irgendwo zwischen Nietzsche und Luhmann verirrt, ist ihm unbedingt zu wünschen, dass sein Exerzitium lebensbejahenden Stänkerns erstens Gehör findet und er es zweitens noch weiter verfeinert, um noch dunkler und eindringlicher formulieren zu können, was einzugestehen jeden Tag leichter werden dürfte: die Katastrophe hat bereits begonnen. - Roland Große Holtforth, Literaturtest
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 28 Bewertungen)
Zwischen den Stühlen 5 von 5 Punkten Peter Sloterdijk hat über eine Phänomenologie des Übens sein Eintreten für Fleiss, Leistung und das Abmühen aufgedeckt. Das ist angesichts des eigenen Schaffensdrangs und seiner Belesenheit nicht verwunderlich. Er lässt damit seiner Generation die bunten Pluderhosen etwas herunter, in der zuweilen die kultivierte Funktions- Leistungsstörung als Evolution verstanden wird. Daher der Aufschrei in manchem Feuilleton, der Mann sei reaktionär konservativ geworden. Die konservative Seite findet es auch nicht nur klasse, weil die Änderung eingefordert wird zu den aktuellen Krisen, also auch dezidiert der ökologischen und der wirtschaftlichen. Dabei fällt durchaus ein Name wie Hans Jonas. Das Einrichten im Gemütlichen, der unangestrengten Kunst und einer Schulerziehungskultur ohne Werte und Leistungskultur werden ebenfalls Absagen auf die Zukunftsfähigkeit erteilt. Globalisierte Herausforderungen benötigten gemeinsame Werte und die Zurückdrängung des Hegemoniellen. Für den Rundumschlag holt er fast 700 Seiten lang aus in einer Detailierung- ja fast Apotheose- des Übens. Artistik, Askese, trainierende Übertreibung und Sport werden behandelt- auch in ihren Auswüchsen. Die vergessene Meisterschaft des lange erlernten Handwerks hat ihren Platz. Eine Aufnahme im Geistigen über 3000 Jahre von den Stoikern über die Brahmanen und östlichen Meister zu christlichen Exercicienleitern der Kirchenväter arbeitet erstaunliche Parallelen heraus. Nitzsches philologische Kulturleistung begegnet einem ebenso wieder wie das bekannte Arsenal des Autors von Hugo Ball bis Heidegger. Der Titel des Buches, der für sich nahe am Punktabzug wäre, stammt aus einem Gedicht Rilkes, dessen furiose Interpretation alleine schon "das Eintrittsgeld" wert wäre. Angesichts vergangener Debatten wundern die Hiebe auf die Frankfurter Schule ebenso wenig, wie die kritische Sicht zu Sartres Gulagleugnung und eigener geistiger Leistung. Man könnte noch mehr erzählen, doch lesen Sie lieber selbst! Es lohnt sich.
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Jenseits von Gut und Böse: Warum wir ohne Moral die besseren Menschen sind Michael Schmidt-Salomon Gebundene Ausgabe, 11. September 2009 Verkaufsrang: 4812 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Moral steht in der aktuellen Wertedebatte wieder hoch im Kurs, und mit unseren Urteilen sind wir meist schnell bei der Hand. Doch setzen wir vielleicht auf das falsche Pferd? Michael Schmidt-Salomon, streitbarer Kämpfer gegen den (Un)-Geist unserer Zeit, entlarvt den freien Willen und die religiös verankerte Aufteilung in Gut und Böse als Illusionen. Aber was bedeutet es, Ernst zu machen mit dem Abschied von der Willensfreiheit? Und was heißt es tatsächlich, die Kategorien Gut und Böse hinter sich zu lassen? Der Autor zeigt nicht nur die fatalen Konsequenzen moralistischer Weltdeutungen auf, sondern vor allem, wie es uns in ihrer Überwindung gelingen kann, eine säkulare und menschenfreundliche Ethik zu entwickeln - mit erstaunlichen lebenspraktischen und gesellschaftlichen Folgen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 21 Bewertungen)
Gefangen im Wahn von Gut und Böse 5 von 5 Punkten Wenn Michael-Schmidt-Salomon ein Buch veröffentlicht, sind heftige Reaktionen und Diskussionen vorprogrammiert. Bereits in der jüngeren Vergangenheit hat der Philosoph und bekannteste Vertreter der Neuen Atheisten in Deutschland in seinen Darstellungen, vor allem im Manifest des evolutionären Humanismus, in aller Deutlichkeit Position bezogen für eine säkulare Gesellschaft verbunden mit heftigen Attacken gegen den schädlichen Einfluss vor allem der monotheistischen Religionen auf unsere Gesellschaft. Für noch mehr Aufregung sorgte er mit seinem religionskritischen Kinderbuch Wo bitte gehts zu Gott?, gegen das von verschiedenen Institutionen ein schließlich gescheitertes Verbotsverfahren angestrengt wurde. Und auch sein neues Buch "Jenseits von Gut und Böse" lässt die Emotionen hoch kochen, wie sich auch in den verschiedenen Rezensionen sowie deren Kommentaren hier bei Amazon verfolgen lässt. "Das Böse ist eine Wahnidee, die zwar in unseren Köpfen herumspukt, für die wir in der Realität jedoch keine Entsprechung finden" (9). In seinem einleitenden Satz stellt Schmidt-Salomon klar, als was er die Kategorien von "Gut" und "Böse" betrachtet: Es handele sich um von Menschen gemachte Konstrukte, um einfache Antworten und Handlungsrichtlinien für eine als zu komplex empfundene Umwelt zu erhalten. Hauptakteure dieses Konstruktionsprozesses seien seit jeher die Religionen dieser Welt gewesen, welche das "Böse" mit bestimmten Wesensmerkmalen versehen haben (vgl. 39f.). Das Gut-und-Böse-Schema, oder, in der auf Richard Dawkins basierenden Terminologie Schmidt-Salomons, der "Gut-versus-Böse-Memplex" (85), habe sich in der kulturellen Evolution der Menschheit durchsetzen können, da sich die eigene Gemeinschaft besser habe behaupten können, wenn Abweichler in den eigenen Reihen oder fremde Kulturen mit dem absoluten Begriff des "Bösen" bezeichnet worden sind (vgl. ebd). Jedoch müsse man sich nun bewusst werden, dass die Einteilung der Welt in "Gut" und "Böse" zu viel Unheil geführt habe, so dass sich die Menschheit nun von dieser liebgewonnen Illusion verabschieden müsse: "Aus Auschwitz lernen, heißt daher, auf den Memplex des Bösen zu verzichten, der in der Geschichte der Menschheit immer wieder zur Eskalation von Ingroup-Outgroup-Konflikten und auch maßgeblich zum Völkermord unter Hitler beitrug" (99). Im 2. Kapitel begründet Schmidt-Salomon, warum es für die Kategorien "Gut" und "Böse" keine Rechtfertigung mehr gebe. Die Willensfreiheit, und somit auch die Freiheit, zwischen gut und böse zu unterscheiden, sei lediglich eine Illusion. Dazu der Autor in den Worten Schopenhauers: "Du kannst tun, was du willst: aber du kannst in jedem gegebenen Augenblick deines Lebens, nur ein Bestimmtes wollen und schlechterdings nichts Anderes, als dieses Eine" (121). In eigenen Worten formuliert er: "Willensfreiheit ist nichts als eine Chimäre, ein Trugbild, für das es in der Realität keinerlei Entsprechung gibt" (146). Besonders lesenswert ist hierbei Schmidt-Salomons Differenzierung zwischen Willens- und Handlungsfreiheit, auf die er seine Argumentation stützt" (vgl. 122ff.). Schmidt-Salomon sieht in dem Abschied von der Willensfreiheit jedoch keinen Grund zur Verzweiflung, sondern begreift es vielmehr als Auf- und Herausforderung, sein eigenes Leben in den gegebenen Grenzen frei zu leben und zu gestalten: "Die Tatsache, dass wir stets nur das wollen können, was wir [...] wollen müssen, steht keineswegs im Widerspruch zu der für unser Freiheitsempfinden so wichtigen Intuition, dass die Zukunft offen ist. Vielmehr sind wir als lebende, Wohl und Wehe empfindende Wesen geradezu dazu determiniert, tagtäglich auf kreative Weise Probleme zu lösen, was den Fluss der Ereignisse immer wieder in neue Bahnen lenkt" (177f.). Es sei, so der Autor, gerade diese "Akzeptanz der metaphysischen Sinnlosigkeit unserer Existenz" (232), die uns Menschen die Freiheit zur individuellen Sinnstiftung gebe. Hier steht Schmidt-Salomon ganz in der Tradition des großen existentialistischen Freiheitsphilosophen Jean-Paul Sartre, der die Verantwortung des Menschen nach dem Tod Gottes mit den Worten "[W]ir sind zur Freiheit verurteilt" (Das Sein und das Nichts, S. 838) umschrieb. Fazit: Der Weg zu einem im wahrsten Sinne des Wortes zwanglosen Leben liegt für Schmidt-Salomon in der Überwindung eben jener Konstrukte, die seit Jahrtausenden die Menschen mithilfe falscher Gewissheiten manipulieren. Erst so könne man sich seiner individuellen Verantwortung für sich und seine Mitmenschen bewusst werden, worin der Schlüssel zu einer friedlicheren Welt liege. Egal, wie man persönlich zu dieser Thematik steht oder ob einem der sicherlich provozierende Stil der Darstellung zusagt: "Jenseits von Gut und Böse" ist ein mit Feuer geschriebenes und höchst aktuelles Buch, welches eine möglichst breite Leserschaft verdient.
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Kollaps: Warum Gesellschaften überleben oder untergehen Jared Diamond Taschenbuch, 14. September 2006 Verkaufsrang: 4327 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Eines vorweg: Jared Diamonds Buch skizziert keineswegs ein Schreckensszenario ohne Auswege, dazu ist der Geografieprofessor aus Kalifornien zu sehr Realist und auch Optimist. Die bedrohliche Covergestaltung und der Titel sind hier ein wenig irreführend. Der Pulitzer-Preisträger Diamond - er erhielt diese Auszeichnung für Arm und Reich - untersucht, welche Bedingungen dazu führen, dass eine Gesellschaft untergeht. Prototyp dieses Untergangs ist für ihn die Gesellschaft der Oster-Insel. Daneben erzählt der Autor z.B. die Geschichte der Mayas oder der Wikinger, wendet sich aber auch heutigen Gesellschaften zu. U.a. stellt er das Beispiel Ruanda vor; das Land, in dem bekanntlich ein Völkermord von monströsen Ausmaßen stattfand. Ganz Wissenschaftler benennt Diamond zunächst einmal fünf Faktoren, die beim Untergang einer Gesellschaft eine Rolle spielen können. Da wären zunächst Schäden, die der Umwelt unabsichtlich zugefügt werden. Als Zweites hebt Diamond Klimaveränderungen hervor. Weiterhin können feindliche Nachbarn ein Faktor der Zerstörung sein. Viertens: Die Hilfe freundlicher Nachbarn nimmt ab. Die fünfte und laut Diamond wichtigste Frage lautet jedoch: Wie reagiert eine Gesellschaft auf ihre Probleme? Keiner der fünf Faktoren dürfte für sich genommen zum Untergang führen, vielfach wirken sie in Kombination. Der fünfte Faktor aber, also wie man ökologischen und anderen Problemen begegnet, ist laut Diamond besonders bedeutsam. Gesellschaften miteinander zu vergleichen, ist natürlich nicht unumstritten. Diamond nimmt diese Herausforderung an und legt eine kenntnisreiche Analyse vor, die man gleichermaßen unter kulturgeschichtlichen wie unter gesellschaftskritischen Aspekten lesen kann. Dem Ethos des Wissenschaftlers folgend, verzichtet der Autor dabei auf wilde Untergangsszenarien. Vielmehr hält er den Menschen den Spiegel vor und zeigt, wie Gesellschaften ihre eigene Existenz bedrohen. Ein denkwürdiges Lern- und Lesebuch. -Mathias Voigt
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 44 Bewertungen)
ganz großes werk; 5 von 5 Punkten vielleicht bedeutsamer als Michael Moore; aber auch seriöser. eins der ganz großen bücher. ein meilenstein, der wissenschaft wie 'laientum' im gedächtnis bleiben wird. ein großer verdienst; mich hat es jedenfalls nachhaltig beeindruckt und geprägt. sehr zu empfehlen !
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