Wissen, Infos

Inhaltsangaben
Kurzbeschreibungen
Zusammenfassungen
Seite 13

DuMont Kunst Reiseführer Zentralasien - Klaus PanderDuMont Kunst Reiseführer Zentralasien
Klaus Pander

Taschenbuch, Januar 2008
     Verkaufsrang: 116290      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 25,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Dieser Band will den Blick für eine Region öffnen, von der im Westen wenig bekannt ist. Er führt in die Städte aus Tausendundeiner Nacht, Smarkand und Buchara, aber auch zu vielen anderen bedeutsamen Zeugnissen der islamischen Kultur und zu antiken Stätten. In klarer und konzentrierter Form erfährt der Reisende das Wesentliche über Kunst und Kultur, Geschichte und Gegenwart der zentralasiatischen Republiken.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Genialer Reiseführer      5 von 5 Punkten
Man merkt sofort, dass Klaus Pander nicht nur ein ausgewiesener Kenner der Materie ist, sondern auch ein Liebhaber dieser wunderbaren Orte. Kein gewöhnlicher Allerweltreiseführer a la "Wo finde ich die billigsten Restaurants", dafür aber ein Wegweiser in das Innerste von Zentralasien, in die Heiligtümer, die lange verborgen und vergessen am Wegrande liegen und nun, seit einigen Jahren, in einem gigantischen Restaurierungsprogramm touristentauglich gemacht werden - zumindest was die bekanntesten angeht, zumindest, was die Vorderseite angeht. Sieht man hinter die atemberaubenden Kulissen, findet man den Dreck und Staub des 19.Jahrhunderts unverfälscht vor - und gottseidank noch Allerorten die natürliche Offenheit und Freundlichkeit der Menschen.


Der Wald als erlebnispädagogischer Lernort für Kinder - Margit Berthold und Jörg W. ZiegenspeckDer Wald als erlebnispädagogischer Lernort für Kinder
Margit Berthold und Jörg W. Ziegenspeck

Taschenbuch, April 2002
     Verkaufsrang: 90950      Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen.

Preis: € 9,75 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen



Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Den Wald als Lernort entdecken      5 von 5 Punkten


Wälder sind nicht nur für Kinder überaus geheimnisvoll. Dort ist es einerseits zumeist viel ruhiger als in den Städten, andererseits gibt es dort viele fremde und manchmal auch unheimliche Geräusche. Die vielen Bäume und das Unterholz lassen den Wald oftmals sehr dunkel wirken, die vielfältigen Formen der Pflanzen und die Geländebeschaffenheit weichen so deutlich von den uns ebenso vertraut wie wohl geordnet erscheinenden Produkten der städte- und straßenbaulichen Architektur ab, so dass wir dem unwegsamen Wald immer etwas Neues, Interessantes abgewinnen können. Die hiervon ausgehenden Wirkungen lassen sich auch kulturgeschichtlich zurückverfolgen, denn Menschen haben seit jeher auch passende Produkte ihrer Fantasie in den Wald verortet: So existieren spannende Geschichten über Kobolde, Hexen oder Räuber, die im Wald wohnen und dort zumeist geheimnisvolle Dinge tun. Aber auch um viele Quellen, Bäume, Kräuter und Steine des Waldes ranken sich Mythen, Geschichten und Sagen. Diese vielen Geheimnisse legen es nahe, den Wald als erlebnispädagogischen Lernort zu erschließen.

Margrit Berthold und Jörg Ziegenspeck haben in einem sehr spannenden Buch die erlebnispädagogischen Dimensionen des Waldes aufgearbeitet. Im Anschluss an einleitende Ausführungen und grundsätzliche Klärungen zum Zusammenhang aus Wald, Erleben, Lernen und Kinder folgt im zweiten Kapitel eine kulturhistorische Studie zur Waldthematik. Dort werden zahlreiche Bedeutungen, Mythen und Märchen aufgearbeitet, die Menschen auf den geheimnisvollen Wald hin auslegen. Im dritten Kapitel wird schließlich der Wert, den der Wald für Kinder haben kann, hinterfragt und mit zahlreichen Bedürfnissen von Kindern abgeglichen. Schließlich werden mögliche Waldaktivitäten tabellarisch zusammengefasst, Hinweise zur praktischen Umsetzung von Aktivitäten im Wald und Hintergrundinformationen zum Lernort Wald" gegeben.


Der Arschloch-Faktor: Vom geschickten Umgang mit Aufschneidern, Intriganten und Despoten in Unternehmen - Robert I. SuttonDer Arschloch-Faktor: Vom geschickten Umgang mit Aufschneidern, Intriganten und Despoten in Unternehmen
Robert I. Sutton

Gebundene Ausgabe, Oktober 2006
     Verkaufsrang: 32799      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 17,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Gibt es einen Arbeitnehmer, der solche Situationen nicht kennt? Da pirscht sich ein Kollege an den Schreibtisch, sein übler Atem umnebelt das Gesicht. Ein verächtlicher Satz: „Naaa, wie wärs wenn Sie mal statt Lorbeeren für Babykram einzuheimsen, ernsthafte Kunden übernähmen?“ Das Lob des Chefs, das einen soeben noch in Jubelstimmung versetzte, verpufft. Was bleibt, ist ein mieses Gefühl, in Wahrheit mal wieder unter seinen Möglichkeiten geblieben zu sein. Dem übel riechenden Menschen sei dank. Robert Sutton nennt diesen Menschen so wie er es verdient: Arschloch.

Welch erfrischendes Buch. Hier haut endlich ein Mangement-Professor der erlauchten Stanford-Eliteschmiede die verschwiemelte Wissenschaftssprache in die Tonne und nimmt mit unverstellten Worten ein Phänomen unter die Lupe, das alle betrifft: Die Arschlöcher, die uns täglich das Leben schwer machen. Ob in Stanford oder bei Daimler, ob in der Fabrikhalle, auf dem Bau oder im Callcenter. Dabei macht er klar: Die Bedeutung von Arschlöchern wird chronisch unterschätzt. Das ist nicht nur bedauerlich für unser Leben, sondern auch für den Erfolg von Organisationen. Wichtiger für die Zukunft von Unternehmen als jede Balanced Scorecard und jeder Ruf nach einer neuen Fehlerkultur ist laut Sutton das Nachdenken über all die destruktiven Charaktere in den Unternehmen, die „ihren Mitmenschen schaden und die Leistungsfähigkeit dieser Organisationen untergraben“. Sie vergraulen Kunden und Mitarbeiter, inszenieren arbeitszeitkostende Konflikte, höhlen die Leistungsfähigkeit von Teams und Management aus.

Präzise unterscheidet der Stanford-Prof zwischen “temporären Arschlöchern“, die mal aus einer Laune heraus einen Mitmenschen niedermachen und den „amtlichen Arschlöchern“, den permanent, man könnte sagen, strukturell fiesen, denen es eine Freude ist - vorzugsweise weniger mächtige - Mitmenschen abzukanzeln und zu demütigen. Unmissverständlich fordert uns Sutton auf, diese Kotzbrocken aufzuspüren und sie mit einer klug und gnadenlos verfolgten Anti-Arschlochstrategie in die Enge zu treiben. Wie das geht verrät Sutton auf knapp 200 herrlich geschriebenen Seiten. Wer die intus hat, wird fortan sicher leichter mit den Arschlöchern dieser Welt zurechtkommen. Wem das nicht gelingt, der sollte Suttons finalem Rat folgen: Der Versuchung widerstehen, mit einem Haufen Arschlöchern zu arbeiten, egal welche Vorzüge der Job bietet. Und gehen. -- Barbara Friedhelmi

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 15 Bewertungen)

Ein Muss!!!      5 von 5 Punkten
Da im Ausland lebend habe ich die die englische Ausgabe gelesen. Nach dem kurzen online anlesen der Deutschen Uebersetzung, denke ich, dass diese in nichts nachsteht. Das Buch ist einfach ein Muss fuer jeden Menschen. Es betrifft uns ALLE! Robert Sutton hat hier eine tolle und sehr mutige Leistung vollbracht und dem ist grossen Respekt entgegen zu bringen.


 Weitere Lesermeinungen



Die Expression: Der Mensch zwischen Kommunikation und Ausdruck - Arno SternDie Expression: Der Mensch zwischen Kommunikation und Ausdruck
Arno Stern

Broschiert, März 2008
     Verkaufsrang: 26134      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,80 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Expression heißt also: aus dem Inneren hervorziehen und und nach außen tragen. Das dreifache Thema: Erziehung - Expression - Gesellschaft läßt keinen unberührt. Das Buch"Die Expression"ist Arno Sterns grundlegende Arbeit zu diesem Thema



Die Revolution entlässt ihre Kinder - Wolfgang LeonhardDie Revolution entlässt ihre Kinder
Wolfgang Leonhard

Taschenbuch, April 2005
     Verkaufsrang: 82120      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Wolfgang Leonhards 1954 erstmals erschienenes Buch Die Revolution entläßt ihre Kinder, ist längst zu einem Klassiker der Kommunismusforschung avanciert. Zu Recht, denn auch nach 45 Jahren hat es nichts von seiner Aktualität und Brillanz verloren.

Wer die inneren Funktionsmechanismen des Stalinismus verstehen will, kommt an Leonhards Buch nicht vorbei. Doch was macht das Besondere seiner Arbeit aus? Der Autor genießt einen entscheidenden Vorteil bei der Analyse des Stalinismus: Die Erfahrungen eines zehnjährigen Lebens in der Sowjetunion und der vierjährigen Tätigkeit als Funktionär im zentralen Apparat der SED-Führung.

1935 nach Moskau emigriert, erlebte Leonhard die große stalinistische Säuberung der Jahre 1936 bis 1938 und wurde ab 1942 auf der Schule der Kommunistischen Internationale zum Funktionär ausgebildet. Im Mai 1945 kehrte er zusammen mit Walter Ulbricht nach Deutschland zurück. Bis zu seiner überraschenden Flucht nach Jugoslawien im März 1949 war er im Zentralkomitee der KPD/SED mit der ideologischen Schulung der Parteifunktionäre betraut. In dieser Funktion lernte Leonhard viele der damaligen Repräsentanten der sowjetischen Besatzungszone und der späteren DDR persönlich kennen.

Es ist diese intime Kenntnis der inneren Mechanismen des Systems: Die Möglichkeit, sich in die Menschen der kommunistischen Welt hineinzudenken und die Fähigkeit, die für viele so rätselhafte ideologische Wortklauberei entziffern zu können, die sein Werk auszeichnen. Vieles, was dem Außenstehenden oft so unwahrscheinlich anmutet, erscheint dem früheren Funktionär "von drüben" wie ein offenes Buch.

Diese Kenntnisse befähigen Leonhard, die Entwicklungen in der kommunistischen Welt objektiv zu analysieren. "Gleichermaßen entfernt von primitivem Antikommunismus und den Haßgefühlen, aber auch von Schönfärberei und Illusionen", wie er 1990 anläßlich der Neuauflage von Die Revolution entläßt ihre Kinder schrieb. Es ist dieser unverfälschte Blick eines Insiders, der dem Buch jenes Maß an Authentizität und Glaubwürdigkeit verleiht, das es bis heute auszeichnet. --Stephan Fingerle

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 14 Bewertungen)

Pflichtlektüre zum Thema Stalinismus und werdende DDR...      5 von 5 Punkten
Im Herbst 1955 erschienen, wurde dieses von 1935 bis 1949 handelnde Buch des 1921 in Wien geborenen Leonhard rasch ein politischer Bestseller und eines der wichtigsten Bücher überhaupt zum "real existierenden Sozialismus" von Sowjetunion und sich bildender DDR.
Mit 13 Jahren verläßt er mit seiner in der Illegalität arbeitenden kommunistischen Mutter 1935 Nazideutschland und emigriert über Schweden in die Sowjetunion Stalins. Während seine Mutter von dem "Volkskommissariat für innere Angelegenheiten" oder NKWD (das war eine sowjetische Behörde, die als Träger der Geheimpolizei gefürchtet war und unter diesem Namen von 1934 bis 1946 bestand, dann ins MWD (Ministerium für innere Angelegenheiten) überführt und 1954 zum KGB umgewandelt wurde) verhaftet wird und 12 Jahre in Arbeitslagern verbringt, muß Leonhard sich in Moskau allein durchschlagen in einem Heim für deutsche und österreichische Emigrantenkinder, studiert Fremdsprachen auf der Hochschule und wird Komsomolze. Nach dem Kriegsbeginn mit Hitlerdeutschland wird er zwangsumgesiedelt nach Karaganda. Weitere Stationen seines Aufstiegs in der Funktionärslaufbahn sind die Komintern-Schule und, nach deren Auflösung, die Mitarbeit im "Nationalkomitee freies Deutschland". Als Mitglied der "Gruppe Ullbricht" gelangt er in die sowjetisch bestimmte Besatzungszone Ostdeutschlands, genauer nach Ostberlin, um am Aufbau der künftigen DDR mitzuhelfen. Nach einem Besuch Jugoslawiens und Innewerden von dessen Versuch eines freieren und von Moskau abgesetzten eigenen Weges zum Sozialismus werden die inneren Widersprüche - seine "politischen Bauchschmerzen" - stärker, und er flieht im Gefolge von Titos Bruch mit Stalin im März 1949 nach Jugoslawien.
Das Werk ist autobiografisch und authentisch, es leistet einen ungemein wichtigen Beitrag zum Verständnis der geschichtlichen Entwicklung in der stalinistischen Sowjetunion der 30er und 40er Jahre des 20. Jhdts., zudem werden ungeschminkt die deutlichen Unterschiede des gemeinen Volkes, welches besonders während des 2. Weltkrieges hungert und friert, und dem immer reich gedeckten Tisch der chauffierten Funktionärsanwärter geschildert, die so gar nicht zur Theorie des Marxismus-Leninismus passen wollen und früh schon Zweifel am System bei Leonhard aufkommen lassen, wenn er auch lange noch alles "mitmacht". Das Buch zeichnet sich aus durch seine Objektivität, das System wird nicht nur schlecht gemacht, sondern seine Ansprüche durch den bekennenden Sozialisten Leonhard auch gewürdigt. Wie Leonhard im Vorwort zur 2005er Ausgabe berichtet, wurde das im Osten selbstverständlich verbotene Buch dort auch verbreitet mit falschen tarnenden Buchdeckeln und trug so nicht unerheblich zum Nachdenken bei SED-kritisch eingestellten Menschen der DDR bei. (3.08.06)


 Weitere Lesermeinungen



Ecce homo - Friedrich NietzscheEcce homo
Friedrich Nietzsche

Taschenbuch, November 2005
     Verkaufsrang: 27410      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 6,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

»Ich kennen mein Loos. Es wird sich einmal an meinen Namen die Erinnerung an etwas Ungeheures anknüpfen, - an eine Krisis, wie es keine auf Erden gab.«
Wer Nietzsches »Ecce homo« zur Hand nimmt, muss sich viele Frage stellen. Er kommt nicht umhin, zumindest für sich selbst zu klären, was von diesem Text und von der geistigen Verfassung seines Autors zu halten ist. Denn »Ecce homo« ist ein maßloses Buch eines maßlosen Menschen in maßloser Absicht.
Nietzsche polemisiert darin heftig gegen Moral, Seele, Geist, freien Willen und sogar Gott. Und er verkündet seine Weisheit, zu der es gehört, dass sie niemals schon gefunden, sondern immer erst zu suchen ist.

Mit einem Nachwort von Volker Gerhardt.




Theorie der Halbbildung - Theodor W. AdornoTheorie der Halbbildung
Theodor W. Adorno

Gebundene Ausgabe, September 2006
     Verkaufsrang: 42271      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

"Das Halbverstandene und Halberfahrene ist nicht die Vorstufe der Bildung, sondern ihr Todfeind."

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Extrem einseitig      1 von 5 Punkten
Adorno will seinen Begriff von Bildung und Halbbildung gesellschaftlich durchsetzen. Nach der Lektüre dachte ich, dies ist eine Form von Macht, die ein Sozialphilosoph ex cathedra verkündet. Es gibt aber in unserer multikulturellen Gesellschaft viele verschiedene Existenz-und Bildungsentwürfe. Adorno war da sehr einseitig, keineswegs demokratisch und tolerant. Denn andere Entwürfe als seine hat er diskreditiert. Er wollte offenbar dogmatisch bleiben. Damit auch rechthaberisch.

Fenster sein! Nicht Spiegel.      5 von 5 Punkten
::
Diese schöne Beschreibung von Bildung verdanke ich E.P. Fischer aus seinem Buch: Die andere Bildung. Rilke wird dort zitiert und was er in seinen poetischen Gedanken formte, lässt sich auch hier zur Theorie der Halbbildung bestens verwenden. Bildung ist Durchblick, das Natürliche, das Zusammenhängende wie das Durchdringende. Wissen ist Abfrage und Wettbewerb, Widergabe, Reflexion im eigentlichen physikalischen Sinne wie es ein Spiegel zeigt oder wie Heinrich von Kleist in: >Verfertigung der Gedanken beim Reden< schreibt , "nur ganz gemeine Geister, Leute, die was [...] sei, gestern auswendig gelernt, und morgen schon wieder vergessen haben, [...]."

Halbbildung geht nach Adorno nicht der Bildung voraus, sondern folgt ihr. Damit ist Kritik ohne Kenntnis des Bildungsbegriffs unmöglich, dieser wird vorausgesetzt als der Ausgangs- und Messpunkt (vergleichbar dem Ur-Meter), zum Vergleich einer als unzulänglich bewerteten Bildung. Ein halbgebildeter Mensch hat sich dasselbe Wissen angeeignet, über das auch ein Gebildeter verfügt, aber er gebraucht sein Wissen, indem er Phänomene klassifiziert und subsumiert, anstatt sie in ihrer vollen Lebendigkeit zusammenhängend zu begreifen. Die Freiheit der Bildung, die Aufklärung, Lebensnähe, Autonomie und sonstige Bildungsideale werden nach Liessmann (vgl. Die Theorie der Unbildung) in eine PISA Rangfolgendiskussion umgewandelt. Bildung quasi als Wert, wie Adorno sagt, der aber nicht einer natürlichen Bewegung entsprechend sich den Veränderungen schmiegsam anpasst, sondern nur statisch vorgeben sich präsentiert. Mit dieser Starrheit präsentiert sich der Halbgebildete dem völlig Ungebildeten unterlegen. Denn letzterer verfügt zumindest über den natürlichen, ursprünglichen, kindlich unvoreingenommenen Blick. Diese kindliche Unvoreingenommenheit fehlt dem domestizierten Halbgebildeten. Sein Wissen ist reine Faktizität. Abendliche Ratesendungen wie Kreuzworträtsel bestimmen sein Leben. Adorno kommt zu dem Schluss, dass in der modernen Gesellschaft die zunehmende Verbreitung von Halbbildung einer "Allgegenwart des entfremdeten Geistes" gleichkommt.

Vielleicht erklärt eine Parabel Bildung im Sinne von gedanklicher Grenzüberschreitung über das rein Vorgefundene, (mit Dank an Schwanitz).

Ein sterbender Vater vererbt seinen drei Söhnen 17 Kamele. Der Älteste bekommt die Hälfte, der Zweite ein Drittel, der jüngste ein Neuntel. Nun stehen Sie vor dem Dilemma des Rechnens, welches ein vorbereitender Weiser wie folgt löst. Er nimmt sein Kamel, stellt es daneben und die nunmehr 18 Kamele teilt er in 9, 6, und 2 für die jeweiligen vererbten Anteile.
Das übriggebliebene Kamel ist seins, er verabschiedet sich und begleitet vom Dank der Brüder reitet er weiter.

Nun wie die PISA Studie eine Rangfolge europäischen Ausmaßes gebiert, ist auch die Rangfolge bei Amazon scheinbar eine Handhabe, Wissen und Halbbildung in Starrheit zu empfinden. Sie ist selbstbezüglich. Die Rezensionen verkümmern daher zum Gerangel um Plätze. Oder mit Rilke: Die Platznummer ist der Spiegel des eignen Wertes ohne Fenster. Gemessen an Adornos Bildungsbegriff verbessert niemand seine Bildung im Vergleich mit Mit-Rezensenten, sondern ausschließlich im Vergleich zum ursprünglichen Messpunkt. Auf diesem Wege sind doch alle Menschen und deren abgewogene Meinung von positivem Wert.

"Denn Bildung muss der Zweck unserer [Lebens]Reise sein und wir müssen ihn erreichen oder der Entwurf ist unsinnig wie die Ausführung ungeschickt". (H. v. Kleist)


Der Wille zur Macht: Hauptwerke der großen Denker - Friedrich NietzscheDer Wille zur Macht: Hauptwerke der großen Denker
Friedrich Nietzsche

Gebundene Ausgabe, August 2007
     Verkaufsrang: 39130      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 6,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Unter dem Titel "Der Wille zur Macht", den Nietzsche für das geplante, aber unvollendet gebliebene Hauptwerk seiner letzten Schaffensperiode vorgesehen hat, versammelt dieser Band Aufzeichnungen Nietzsches aus den Jahren 1883-1888. Sie enthalten die grundlegenden Ergebnisse nietzscheanischen Denkens zur Heraufkunft des europäischen Nihilismus, zur geistigen Lage seiner Zeit, zur Moral- und Religionskritik und zum Entwurf einer neuen Wertsetzung.
Die von Elisabeth Förster-Nietzsche und Peter Gast vorgenommene Anordnung der Fragmente wurde in dieser Ausgabe als historisches Dokument beibehalten; auf der Ebene der Sätze und Einzelstellen wurde im Vergleich mit der Colli/Montinari-Ausgabe ein kritischer Text hergestellt.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

Nietzches Nihilismus und das Dynamit      5 von 5 Punkten
Kaum besser ist der Begriff des europäischen Nihilismus von Nietzsche beschrieben worden als in diesem Buch. Wer Nietzsche kennt, wird ihn hier mit Sicherheit wieder begegnen, denn so kann man Nietzsche nicht fälschen. Soviel Explosives auf so kleinem Raum ist noch nie jemanden in dieser Form gelungen. Dies haben schon viele öffentlich und für sich allein versucht und sind kläglich gescheitert. Lesenswert also, weil schon die geweckten Widersprüche, ein muss für jeden Ästhetiker sind.


 Weitere Lesermeinungen


Geschichte des Waldes. Sonderausgabe: Von der Urzeit bis zur Gegenwart - Hansjörg KüsterGeschichte des Waldes. Sonderausgabe: Von der Urzeit bis zur Gegenwart
Hansjörg Küster

Taschenbuch, Februar 2003
     Verkaufsrang: 111329      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Seit Jahrmillionen beeinflußt ein merkwürdig diffuses Ökosystem das Bild unserer Erde: Der Wald. Hansjörg Küster nimmt den Leser in seinem schön illustrierten Buch mit auf eine Reise durch die Jahrmillionen: Er zeigt, wie die ersten Pflanzen sich den Weg auf das Land bahnten, wie sie im Laufe der Evolution um das Licht kämpften, und welche Bedingungen das Entstehen des Lebensraumes Wald ermöglichten. Er wagt Thesen, daß der Wald mit für Klimaveränderungen verantwortlich war und noch immer ist. Er zeigt die ökologischen Zusammenhänge zwischen Tieren und ihrem Lebensraum Wald auf, die selten so klar dargestellt wurden. Auch der Mensch wurde von den Möglichkeiten, die ihm der Wald bot, stark beeinflußt. Aber auch der Wald veränderte sein Gesicht unter dem Einfluß des Menschen. Man kann bei einem vom Menschen nicht genutzten Wald, kaum noch von einem natürlichen Wald sprechen. Der Wald hat ein Gedächtnis, daß sich gut an die Geschichte der Menschheit erinnert und Sie nicht vergessen kann. Wie wird sich diese komplexe gegenseitige Beziehung weiter entwickeln?

Nach der Lektüre der Geschichte des Waldes werden Sie mit Sicherheit nie wieder den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen. Ein anspruchsvolles Buch mit Atmosphäre. --Sven A. Zörner

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Eine wahre Geschichte      5 von 5 Punkten
Wenn wir im deutschen Sprachraum das Wort "Wald" hören oder lesen, so taucht bei sehr vielen von uns eine Vorstellung von unberührter Wildnis und Natur auf, ein weites Meer aus Blättern und Zweigen und Tieren in freier Wildbahn; das grüne Gegenstück zur menschlichen Zivilisation. Doch hat es den unberührten Naturzustand Wald in Mitteleuropa fast nie gegeben, selbst zur Zeit der alten Germanen nicht. Auch was wir heute als Wald sehen, ist keine ursprünglich gewachsene Natur, sondern ein Ergebnis, das über die Jahrhunderte durch ständige Einwirkung des Menschen entstanden ist. Warum und wie kam es aber sogar zu einem Mythos vom "wilden urwüchsigen germanischen Wald"?

Hansjörg Küster liefert in seinem Buch eine ernüchternde und zugleich faszinierende Bilanz: Wald in Europa ist kein Zustand ursprünglicher Natur, sondern er ist das Ergebnis von Kultur! Die Entwicklung der Wälder ist eng verbunden mit der Entwicklungsgeschichte des Menschen, denn ohne Holz als Rohstoff hätte sich nie eine Zivilisation entwickeln können! Wald und Mensch hatten immer eine komplexe gegenseitige Beziehung, und Landschaft und Zivilisation entstanden und beeinflussten sich gegenseitig in einem eng verflochtenen historischen Prozess. Der Autor erzählt auf hervorragende Weise, wie sich das alles abgespielt hat, und irgendwann wurde mir beim Lesen bewusst, dass ich mit diesem Buch über die Geschichte des Waldes gleichzeitig auch ein faszinierendes Buch über die Entwicklungsgeschichte der Menschheit Mitteleuropas in den Händen halte, so eng ist alles miteinander verknüpft!

Abschließend zeigt der Autor anhand der historischen Zusammenhänge, dass es beim Waldschutz heute so manche Faktoren gibt, die es gilt, ganz neu zu überdenken! Trotzdem man inzwischen weiß, dass das Ende des Waldes nicht gekommen ist, wäre eine Verharmlosung der Umweltsituation fatal! Glücklicherweise hat gerade das "Phänomen Waldsterben" zu einer intensiveren Waldschadenforschung geführt, die wesentliche neue Zusammenhänge aufdecken konnte und noch weitere aufdecken wird!

Das Buch hat mir geholfen, den Wald auf eine neue Art zu sehen und zu verstehen, um ihn nun dadurch noch inniger zu lieben, zu achten und zu schützen! Wald ist etwas Besonderes, und seine Geschichte gibt wertvolle Anstöße für eine neue Zeit!


 Weitere Lesermeinungen



Freiheit: Der Mut, Du selbst zu sein - OshoFreiheit: Der Mut, Du selbst zu sein
Osho

Broschiert, März 2005
     Verkaufsrang: 11804      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Für Osho gibt es drei Stufen der Freiheit. Die erste Stufe ist die "Freiheit von" - mit ihr lösen wir uns aus der Sklaverei von Vorurteilen, Traditionen und Weltbildern. Die zweite Stufe - die "Freiheit zu" - ist die positive Entscheidung für eine eigene Vision, zum Beispiel künstlerischer, politischer oder humanitärer Art. Die ultimative Freiheit aber ist erst in der dritten Stufe erreicht. Osho nennt sie "nur Freiheit". Es ist die Freiheit, die darüber hinausgeht, für oder gegen etwas zu sein - die Freiheit, einfach du selbst zu sein und an jedem Augenblick des Lebens wahrhaftig teilzunehmen.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Spenge deine eigenen Ketten!      5 von 5 Punkten
Osho sieht die alltäglichen Dinge immer ein wenig anders und für meine Begriffe beleuchtet er die Phänomene aus einem übergeordneten Betrachtungswinkel -
sie bekommen einfach einen anderen Stellenwert und so mancher Leser wird sich erstmals überhaupt Gedanken über das eine oder das andere Phänomen machen.
Für Osho gibt es drei Stufen der Freiheit. Die erste Stufe ist die »Freiheit von« - mit ihr lösen wir uns aus der Sklaverei der Erziehung - von Vorurteilen, Traditionen und Weltbildern.
Die zweite Stufe - die »Freiheit zu« - ist die positive Entscheidung für eine eigene Vision, zum Beispiel künstlerischer, politischer oder humanitärer Art.
Die ultimative Freiheit aber ist erst in der dritten Stufe erreicht. Osho nennt sie »nur Freiheit«. Es ist die Freiheit, die darüber hinausgeht, für oder gegen etwas zu sein - die Freiheit, einfach du selbst zu sein und an jedem Augenblick des Lebens wahrhaftig teilzunehmen.
Dieses Buch von Osho erweitert einfach unseren Horizont. Es erweckt Freude beim Lesen und jeder wird erkennen können, dass er im wahrsten Sinnen des Wortes eingesperrt ist. Doch diese Gitter versperren uns den Weg in den Himmel - sie zu durchbrechen wurden wir geboren.
Und niemand außer uns selbst ist schuld an unserer Misere. Was kann man da machen?
Die Antwort steht in diesem Buch, was ich jedem Sucher nur bestens empfehlen kann, denn die Worte Oshos haben schon bei vielen einen „Umdenkungsprozess" bewirkt, der es leichter macht, sich aus den eigenen Ketten zu befreien - Freiheit!


 Weitere Lesermeinungen


Kinder mit Wahrnehmungsstörungen: Ein Ratgeber für Eltern, Pädagogen und Therapeuten - Heidrun BeckerKinder mit Wahrnehmungsstörungen: Ein Ratgeber für Eltern, Pädagogen und Therapeuten
Heidrun Becker

Taschenbuch, April 2005
     Verkaufsrang: 63483      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,40 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Dieses Buch möchte Ihre Aufmerksamkeit für das Spüren und Tasten, für das Bewegt-Werden und Sich-Bewegen, für das Riechen und Schmecken, für das Sehen und Hören wecken. Über die Wahrnehmung erleben wir unsere Umwelt, durch die Wahrnehmung können wir uns in ihr zurechtfinden, mit ihr in Kontakt treten und sie verändern.
Kommt es zu Störungen im komplizierten Prozess der Wahrnehmung, können für Kinder daraus viele Probleme im Alltag entstehen. Auch die Familien erleben dann häufig Belastungssituationen.
Der Ratgeber richtet sich an Eltern und Bezugspersonen von Kindern mit Wahrnehmungsstörungen. Er bietet Informationen und Anregungen, damit Sie Ihr Kind besser verstehen und es dabei unterstützen können, im täglichen Leben leichter zurechtzukommen.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

alles interessant zusammengefasst      5 von 5 Punkten
Den Ratgeber hat man im Hand um drehen durchgelesen. Es ist alles logisch aufgebaut und wichtige Informationen sind hervorgehoben.


Über die ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reihe von Briefen: Mit den Augustenburger Briefen - Friedrich von SchillerÜber die ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reihe von Briefen: Mit den Augustenburger Briefen
Friedrich von Schiller

Taschenbuch, März 2000
     Verkaufsrang: 15886      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 6,40 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen



Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Klassisches Deutsch...!      5 von 5 Punkten
Ein von mir hochverehrter Kunstlehrer empfahl mir dieses aus zahlreichen Briefen zusammengesetzte Werk, da ging ich noch zur Schule. Erst vor kurzem habe ich es dann einmal vollständig gelesen. Zwar ist Schillers Unterteilung der menschlichen Psyche in sinnlichen Trieb und einem keinen Kausalgesetz unterworfenen ethischen Gestaltungsvermögen nicht mehr ganz up to date, die Schlüsse, die Schiller jedoch für die Lebensführung daraus zieht, sind immer noch wahr und richtig. Zum einen verteidigt Schiller die Natur als jenen Bestandteil in uns, der uns gleichermaßen den „Stoff" unserer Lebenspraxis und unseres künstlerischen Schaffens gibt, beharrt andererseits aber ebenso darauf, dass dieser Stoff einer Formung bedarf, die er unserem Vermögen zum ästhetischen und ethischen Urteil anheim stellt. Schließlich formuliert Schiller den tiefen Gedanken, dass der Mensch nur dort wirklich Mensch ist, wo er spielt, d.h. wo Formtrieb und Stofftrieb aufeinandertreffen und sich fruchtbar durchdringen.
Dass er das ganze auch noch in einem wunderbaren Deutsch, allerdings auch in einem schwierigen, formuliert, muss ich hier wohl nicht eigens erwähnen.

Der utopische Staat - Schillers Idee vom Schönen      4 von 5 Punkten
Die Schillersche Ästhetik (in einer Reihen von Briefen), die als ein Ausdruck der Freiheit sich in der noch zu erreichenden Totalität des Menschen entfalten soll, geht gewiss auf Schillers Entäuschung über den Verlauf der Revolution in Frankreich zurück, deren positive Auswirkungen auf den Staat er jedoch noch nicht erkannte. Ausgehend von den sozialen Misständen, die sich in Arbeitsteilung äußern und Akzente auf die Teilung des Individuums schlechthin diagonstizieren, entwirft Schiller in seinem Traktat eine transzendentale Erziehung des Menschen zum Schönen. Dabei will er die zwei divergierenden Triebe der menschlichen Natur, Formtrieb und Stofftrieb, zu einem harmonischen Geflecht des Spieltriebes vereinigen, so dass am Ende ein in Freiheit lebendes Individuum als Ganzes zusammen mit den anderen Bürgern den zweifellos utopischen Staat realisieren kann.
Die "Ästhetik" verlangt dem Leser an Abstraktionsvermögen und hochkonzentriertem Lesen alles ab. Der klassische Idealismus, der sich hier andeutet, bereit Verständnisschwierigkeiten: ein parallel zu dem Primärtext laufender Kommentar ist äußerst hilfreich. Empfehlenswert wäre eine an- und abschließende Kenntnis des Aufsatzes von Schiller "Über das Erhabene", weil er die "Ästhetik" inhaltlich komplettiert.


Das Wesen des Wassers: Originaltexte - Viktor SchaubergerDas Wesen des Wassers: Originaltexte
Viktor Schauberger

Gebundene Ausgabe, April 2006
     Verkaufsrang: 63647      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Kaum ein Wasserbuch, in dem er nicht zitiert wird: Viktor Schauberger, der legendenumwobene Wasserforscher. Es gibt zwar viele Bücher über Viktor Schauberger, aber bis auf eine Ausnahme (die Wiederveröffentlichung der Mahnschrift »Unsere sinnlose Arbeit«) kein Einziges, in dem seine eigenen Texte im Mittelpunkt stehen.
Dieses Buch schließt eine Lücke. Jörg Schauberger, der Enkel des Wasserforschers, hat aus der Vielzahl an Aufsätzen, Artikeln und Briefen Viktor Schaubergers, die dieser in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verfasst hat, die wichtigsten ausgewählt. Thematisch geordnet reihen sich Erlebnisse und Erkenntnisse des visionären Naturbeobachters aneinander. Über viele Jahrzehnte hinweg kommt er dem Wesen des Wassers immer deutlicher auf die Spur. Wortgewaltig entwickelt er in seinen Schriften ein völlig neues Bild des Ur-Stoffes und legt damit den Grundstein für die moderne Wasserforschung. Zu den hoch aktuellen Themen gehören auch Ansätze für eine völlig neue Art der Flussregulierung, die weitgehend auf harte Uferverbauungen verzichtet, denn Viktor Schaubergers Überzeugung war, dass man fließendes Wasser von innen, also durch die Beeinflussung des Mediums selbst, leiten kann.
Im Grunde geht es darum, das Wasser wieder als das wahrzunehmen, was es für uns Menschen, die Natur und den gesamten Planeten Erde ist: der Ursprung allen Lebens und die Grundlage unseres Seins.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Schauberger - ein Gigant      5 von 5 Punkten
In den letzten Monaten habe ich fast alle erhältlichen Bücher über Viktor Schauberger angesehen. Dieses ganz neu erschienene Werk hat ein sehr ansprechendes, modernes Layout und gefällt mir sehr gut. Eigentlich ist es kein Buch über Viktor Schauberger, sondern vielmehr eine Kompilation verschiedener Originalschriften, die von seinem Enkel, Jörg Schauberger, zusammengestellt und bebildert wurden. Thematisch geordnet reihen sich Erlebnisse und Erkenntnisse des visionären Naturbeobachters aneinander. Viktor Schauberger, Förster, genialer Erfinder, Forscher und Beobachter der Natur, kommt über viele Jahrzehnte hinweg dem Wesen des Wassers immer deutlicher auf die Spur. Eine besondere Eigenschaft dieser Texte ist ihre zeitlose Qualität: Auch nach mehreren Jahrzehnten lesen sie sich frisch und unverbraucht, und wenn einmal ein Begriff vorkommt, über den ein Leser der heutigen Zeit stolpern könnte, dann wird dies sofort von den sehr einfühlsamen und zurückhaltenden Kommentaren des Herausgebers aufgefangen, dem für seine umsichtige Arbeit ein besonderes Lob gebührt.
Ich kann jedem empfehlen, sich über Viktor Schaubergers Lebenswerk zu informieren. Der Mann war ein Gigant, und die Implikationen seiner Erkenntnisse reichen weit in verschiedenste Gebiete der Wissenschaft, sogar bis in die UFO-Frage hinein die Wasserforschung ist dabei jedoch die allseits gegenwärtige Quelle von Schaubergers Inspiration. Seine Überzeugung war, daß man fließendes Wasser von innen, also durch die Beeinflussung des Mediums selbst, leiten kann.
Im Grunde geht es darum, das Wasser wieder als das wahrzunehmen, was es für uns Menschen, die Natur und den gesamten Planeten Erde ist: der Ursprung allen Lebens und die Grundlage unseres Seins.


Kraft aus der Stille: Vom Wachsen des Bewußtseins - Joachim-Ernst BerendtKraft aus der Stille: Vom Wachsen des Bewußtseins
Joachim-Ernst Berendt

Taschenbuch, April 2003
     Verkaufsrang: 74822      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Die radikale Kraft der Stille
In diesem Buch vollendet Joachim-Ernst Berendt den Schritt vom Klang über das Hören zum Sein. Nur in der Stille, sagt er, können wir ganz bei uns sein, nur in der Stille wächst unser Bewusstsein. Auf das Lauschen nach innen kommt es an.
Joachim-Ernst Berendts letztes Werk ist eine intensive Auseinandersetzung mit der inneren und der äußeren Welt. Ein Weg zu sich selbst und damit zur Veränderung der Gesellschaft.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Die Stimme ist die Seele des Wortes      5 von 5 Punkten
Stille, Stille laß uns lauschen!

Wahrlich, in diesem Buch
sind die Wörter so schmackhaft
wie reife Früchte zum Beissen
einladen...

Im tiefen Herzen spüre
ich aus jeder Zeile
die Verbindung von
Seele zu Seele...

Die Wörter blühen
kann ich förmlich
vor mir sehen...

DANKE-Joachim-Ernst-Berendt

 Weitere Lesermeinungen



Mongolei: Zu Pferd durch das Land der Winde - Mongolei: Zu Pferd durch das Land der Winde

Broschiert, April 2008
     Verkaufsrang: 9616      Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen.

Preis: € 12,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Mongolei - allein dem Namen wohnt ein Zauber inne, dem sich auch Carmen Rohrbach nicht entziehen kann. Zu Fuß und auf dem Rücken von Pferden und Kamelen, alleine und in Begleitung durchstreift sie die schier endlose Weite der mongolischen Landschaft. Auf ihren oft waghalsigen Touren erlebt sie einzigartige Naturschauspiele und suchte die Nähe derer, die das wahre Wesen eines Landes ausmachen: seiner Menschen. Und auch mit ihrem treusten Begleiter, ihrem Pferd, versteht sich Carmen Rohrbach schon bald blind. Ein Mongoleibuch von berückender Intensität!

Wer mit Carmen Rohrbach unterwegs ist - und sei es nur als Leser -, der kann sicher sein, eine aufmerksame, einfühlsame Begleiterin an seiner Seite zu haben. Carmen Rohrbach sieht viel, weil sie einen geschulten Blick hat; sie weiß viel, weil sie sich auf ein Reiseland gründlich vorbereitet; aber, was am wichtigsten ist: Sie spürt viel. In den Menschen, denen sie begegnet und mit denen sie Zeit verbringt, erkennt sie das wahre Wesen eines Landes - eher als in seinen Bauwerken und technischen Errungenschaften. Über eine Familie in Ulaanbaatar bekommt sie den lang ersehnten Kontakt zu Nomaden, bei denen sie eine Zeit lang leben darf. Sie teilt mit ihnen den Alltag in der Jurte, lernt ihre Mahlzeiten zubereiten und die Tiere melken, erfährt das harte, aber ungebundene Leben in der Steppe und die grandiose Natur des Altai-Gebirges. Sie feiert mit ihnen das wichtigste Fest des Jahres, den Naadam, besucht den Geburtsort von Dschingis Khan, besteigt den heiligen Berg Burchan Chaldun, sieht Schamanen bei Ritualen und Adlerjägern bei der Arbeit zu und macht sich in der Gobi auf die Suche nach den letzten wildlebenden Eseln der Erde, den Kulan. Mit der Beobachtungsgabe der studierten Biologin und der Gelassenheit der erfahrenen Reisenden, vor allem aber dank ihrer Menschenkenntnis gelingt es ihr, ein präzises und zugleich berührendes Bild einer Landschaft und deren Bewohner zu zeichnen - ein Bild, das den Zauber der Mongolei im geschriebenen Wort fortleben lässt.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Sehr guter Reisebericht      5 von 5 Punkten
Da wir im Sommer 2007 in die Mongolei reisen wollen, haben wir Reiseberichte gesucht. Dabei kamen wir auf Carmen Rohrbach's "Zu Pferd durch das Land der Winde".
Uns hat dieses Buch wirklich sehr gut gefallen. Gute Reiseberichte und sehr interessante geschichtliche Hintergründe sind hier gut vereint worden. Auch der Umgang mit den Einheimischen war sehr interssant.
Dieses Buch hat die Vorfreude auf unseren Urlaub weiter gesteigert.
Sehr empfehlenswert !


klassisches Beispiel einer "modernen Reisereportage"      5 von 5 Punkten
Ich mag Konzeption, Stil und Thematik der "Reiseberichte" von Dr.Carmen Rohrbach sehr, die übrigens durch den Verlag Frederking & Thaler in einem absolut passenden, würdigen Rahmen dargeboten werden.
Was ist das Besondere an diesen Schilderungen?
Zunächst: alle ihre Reisen sind bestens vorbereitet durch Literaturstudium und jahrelange Vorarbeiten, immer auch den Versuch, die Landessprache (ein wenig) zu lernen und vor allem, viel Zeit zu haben. Die Autorin ist insgesamt etwa ein 3/4 Jahr mit dem Auto, auf dem Rücken der Pferde oder zu Fuß, in Gruppen, mit Begleiter(n) oder allein kreuz und quer durch dieses riesige Land gereist. Dabei ist es ihr wichtig, die Menschen in ihrem Lebensraum zu besuchen, sie zu verstehen und einfach mit ihnen zu leben und zusammen zu sein. So entstehen Freundschaften und wir werden Zeugen bewegender Begegnungen. Sie nimmt uns einfach mit auf ihren Pfaden und versteht es, Stimmungen, Erlebnisse und Erfahrungen so zu schildern, dass wir wirklich dabei sind und sozusagen hautnahe miterleben, was sie uns da so alles zeigt. Das schließt ein wenig von der bedrückenden jüngeren Geschichte dieses Volkes ein, geht dann über in die sehr intensive Schilderung der Natur, der Landschaft, der Tiere und vor allem der Menschen, die in ihren Jurten leben und als Nomaden mit ihren Viehherden immer wieder neue Weidegründe suchen. Wir besuchen Schamanen, dann ein fast ausgestorbenes Völkchen im Norden der Mongolei, halten uns in Klöstern auf, natürlich in der Hauptstadt und kommen schließlich durch wilde absolut menschenleere Regionen.
Als Biologin versteht sie es, uns so ganz nebenbei eine Menge an Wissen zu vermitteln über die Tiere, die ihr über den Weg laufen und die wir ohne sie ganz sicher gar nicht wahrgenommen hätten. Oder wir erleben den überraschenden Moment, als sie zufällig einen Fachkongress in der Hauptstadt Ulaan Baatar besucht und feststellt, dass er just von der Uni Halle ausgerichtet wird, und zwar genau von jenem Institut, an dem sie vor 30 Jahren studiert hatte und mit dem sie schon damals in die Mongolei reisen wollte, was aber zu diesem Zeitpunkt abgelehnt wurde.
Für uns Eilige, die wir in wenigen Tagen oder allenfalls Wochen ein fremdes Land oder eine Stadt "touristisch abarbeiten" ist dieses Buch ein Lehrstück, ein Vorbild und - natürlich - eine unverzichtbare Ergänzung, sollte uns der Weg wirklich einmsal hierhin in die Mongolei führen. Etwa 30 Bilder dokumentieren und komplettieren den Text.
Soll ich Ihnen sagen, worüber ich mich besonders freue? Derzeit ist C.Rohrbach in Südamerika: ziemlich sicher werde ich mich daher im nächsten Jahr wieder an einem weiteren dieser wundervollen Bücher begeistern können.....


Die Freiheit ist immer nur Freiheit des Andersdenkenden. Politische Schriften - Rosa LuxemburgDie Freiheit ist immer nur Freiheit des Andersdenkenden. Politische Schriften
Rosa Luxemburg

Gebundene Ausgabe, Mai 2006
     Verkaufsrang: 64635      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 6,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Rosa Luxemburg schrieb diesen Satz im Sommer 1918 in kritischer Auseinandersetzung mit den Bolschewiki in ihrer Schrift " die russische Revolution"



Demokratie - Zumutungen und Versprechen - Christoph MöllersDemokratie - Zumutungen und Versprechen
Christoph Möllers

Broschiert, Februar 2008
     Verkaufsrang: 33881      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

'Demokratie - Zumutungen und Versprechen' ist ein Vademecum der Demokratie. In kurzen, prägnanten, häufig polemischen Aphorismen geschrieben, bleibt keine unserer Fragen zur Demokratie offen: Wer über ¯die Politik® und ¯den Staat® klagt, verrät seine eigene obrigkeitsstaatliche Gesinnung. Wir schulden den Gegnern der Demokratie Gründe für die Demokratie, keine moralische Empörung. Die Demokratie verspricht kein gutes Leben. Sicherheit und Freiheit lassen sich in der Demokratie nicht gegeneinander abwägen. Konsens ist kein demokratisches Ideal. Unsere individuelle Freiheit können wir über Grenzen mitnehmen, unser demokratisches Selbstbestimmungsrecht nicht. Moralismus und politische Empfindsamkeit ersetzen in der Demokratie weder Argumente noch politische Konflikte. Christoph Möllers fordert zu aktivem politischem Denken heraus. Wer ihn liest, muss Position beziehen.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

gut geschrieben und sehr anregend      5 von 5 Punkten
ich finde dieses buch hervorragend und absolut empfehlenswert! mein verständnis von demokratie, dessen was sie ist und was sie nicht ist, was sie fordert und gibt, hat sich stark erweitert.
es ist wirklich sehr anregend geschrieben, und verzichtet auf fachjargon - weil ja demokratie für alle da ist

lesen!


Russisches Tagebuch - Anna PolitkowskajaRussisches Tagebuch
Anna Politkowskaja

Broschiert, Juni 2008
     Verkaufsrang: 47975      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Das Vermächtnis der Anna Politkovskaja Das »Russische Tagebuch« entstand zwischen Dezember 2003 und September 2005. Anna Politkovskajas Aufzeichnungen beginnen mit Putins Kampagne zu seiner Wiederwahl und enden mit der eindringlichen Frage: Habe ich Angst? Bis zur Selbstaufgabe engagiert, persönlich und mit Blick für das Schicksal des Einzelnen, beschreibt sie im »Russischen Tagebuch« die Politik ihres Landes dieser zwei weichenstellenden Jahre. Dabei geht es ihr um politische Ereignisse ebenso wie um die Stimmung in der Be-völkerung. Ein Bericht aus erster Hand, der wagt, was in Putins Russland lebensgefährlich ist: die Wahrheit. So zeigt Anna Politkovskaja nicht nur die Verbrechen der russischen Armee in Tschetschenien, sondern auch jene an den russischen Soldaten und den Kampf ihrer Mütter um die Rechte und Würde ihrer Söhne. Sie prangert Putins »starken Staat« an und schildert das Klima der Resignation, der Angst und der Rechtlosigkeit.Immer wieder beklagte Anna Politkovskaja die Blindheit und mutwillige Ignoranz des Westens gegenüber den Missständen in ihrer Heimat. Nun, da sich die Welt betroffen zeigt und um sie trauert, sollten wir endlich hören, was sie zu sagen hat. Buchpräsentation und Gedenkveranstaltung auf der Leipziger BuchmesseAnna Politkovskaja wurde 1958 geboren. Sie war die bekannteste russische Journalistin, mit ihren Berichten und Reportagen über Tschetschenien erlangte sie Berühmtheit und wurde mit zahlreichen Preisen geehrt. Sie arbeitete für die Moskauer Zeitung »Novaja Gazeta« und verbrachte seit dem Anfang des zweiten Tschetschenien-Krieges im September 1999 viele Monate als Korrespondentin in der Kaukasus-Republik. Am 7. Oktober 2006 wurde Anna Politkovskaja in Moskau erschossen - an Putins Geburtstag.Im DuMont Literatur und Kunst Verlag erschienen 2003 ihre Dokumentation »Tschetschenien. Die Wahrheit über den Krieg« und 2005 das Buch »In Putins Russland«.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Ein bewegendes Dokument einer engagierten und furchtlosen Frau      5 von 5 Punkten
Als die engagierte russische Journalistin Anna Politkovskaja am 7. Oktober 2006 in Moskau erschossen wurde, da wurde ihr Name plötzlich rund um den Globus bekannt. Man hat ihren Tod immer wieder in Zusammenhang gebracht mit dem russischen Geheimdienst, und obwohl man in einer "Halbdiktatur", wie Politkovskaja Putins Russland nennt, einen Mord nicht wirklich aufklären kann, dürfte ziemlich klar sein, dass vielleicht sogar Putin selbst, in der Art, wie Despoten das tun, den direkten oder indirekten Auftrag zu diesem Mord erteilt hat. Die Aufregung in der westlichen Öffentlichkeit war heftig, aber kurz. Zu sehr ist leider die herrschende Politik den wirtschaftlichen Interessen verfallen, als dass sie Kraft gehabt hätte, hier wirklich auch nachdrücklich zu protestieren. Die Art und Weise, wie sich ein deutscher Exkanzler, Gerhard Schröder, hier hat "einkaufen" lassen mit seinen millionenschweren Beraterverträgen für Gasprom, ist beschämend. Wohltuend dagegen, wie Angela Merkel immer wieder sich eines kritischen Tons gegenüber Wladimir Putin bedient, der in diesen Wochen sich zu einem wirklichen Despoten echt russischer Provenienz zu entwickeln scheint.

Einer kleinen, kritischen Öffentlichkeit in Deutschland war Anna Politkovskaja schon seit Jahren bekannt. Ebenfalls im Dumont-Verlag erschien schon 2003 ihre Dokumentation "Tschetschenien. Die Wahrheit über den Krieg" und dann 2005 das Buch "Putins Russland", in dem sie genau beschrieb, wie Putin seine Macht ausgebaut hat und dass er vor nichts zurückschreckt, um sie zu sichern.

Ihr jetzt mit einem berührenden Vorwort der ehemaligen ARD-Korrespondentin in Moskau und jetzigen Leiterin der Monitor"-Redaktion des WDR, Sonja Mikich eingeleitetes Tagebuch umfasst den Zeitraum von Dezember 2003 bis zum Herbst 2005. Lückenlos wird hier eine innenpolitische Situation dokumentiert, die in den westlichen Medien nie so kritisch und nüchtern beschrieben wurde. Deutlich wird die Art und Weise, wie das "System Putin" funktioniert und mit welchem dramatischen Verlust von Grund- und Menschenrechten es bezahlt wird. Eine Presse, die immer stärker scharfen Restriktionen unterworfen und wenn diese nicht zur Disziplinierung helfen, auch kurzerhand gleichgeschaltet oder verboten wird, ist nicht mehr fähig, größeren Widerstand entgegenzusetzen. Tut sie es doch, müssen ihre Vertreter damit rechnen, es mit dem Leben zu bezahlen.

Das Buch ist ein bewegendes Dokument einer engagierten und furchtlosen Frau. Nach seiner Lektüre und auch nach der Bewertung der jüngsten Nachrichten aus Russland fragt man sich, ob dieses Volk und Land überhaupt fähig ist zu einem demokratischen Gemeinwesen, oder ob es, wie es Rudi Dutschke in einen Aufsatz 1977 einmal formuliert hat, so stark seiner halbasiatischen Produktionsweise verhaftet ist, geschuldet seiner schier unvorstellbaren Flächen und Dimensionen auf der Landkarte, dass es immer anfällig ist für zaristische und despotische Entwicklungen, die nur noch Einzelpersonen das ausrücken lassen, was in einem demokratischen Land Parteien, eine unabhängige Presse und andere kulturelle und religiöse Organisationen und Bewegungen tun.

Sonja Mikich scheint das ähnlich zu sehen, wenn sie am Ende ihres Vorwortes schreibt:
"Mich berührte der Mord an Anna Politkovskaja besonders, weil sie unerschrocken und uneitel vorlebte, dass Journalismus und humanistische Werte sehr wohl etwas miteinander zu tun haben. Ein Vorbild, vor dem ich mich gern verneige. Ich muss nur ihr Gesicht erinnern, scharfsinnig, klar, schön, bewusst. Sie lehrt bis weit in die Zukunft hinein: Russland ist nicht nur Beute der zynischen Elite. Nicht nur eine von 'Plünderern und Invaliden' bevölkerte Gesellschaft. Russland ist auch eine Frau, die die Kommandozentralen herausforderte - so gut wie im Alleingang."



 Weitere Lesermeinungen


Radikaler Konstruktivismus: Ideen, Ergebnisse, Probleme - Ernst von GlasersfeldRadikaler Konstruktivismus: Ideen, Ergebnisse, Probleme
Ernst von Glasersfeld

Taschenbuch, Juni 2008
     Verkaufsrang: 74440      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 13,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Der Radikale Konstruktivismus ist, folgt man Artikeln in Fachzeitschriften, ja schon in Tageszeitungen, zur neuen Modephilosophie geworden. Befürworter und Gegner liefern sich erbitterte Argumentationsgefechte, in denen die bedeutsamen Hypothesen konstruktivistischen (Nach-)Denkens oft unterzugehen drohen. In dieser Situation erscheint Ernst von Glaserfelds Darstellung der Ideen, Ergebnisse und Probleme des Radikalen Konstruktivismus zum richtigen Zeitpunkt. Sie verbindet drei Stränge miteinander: die Schilderung seiner eigenen intellektuellen Biographie, die sein 'Heranwachsen zum Konstruktivisten' überzeugend nachvollziehbar macht; die Analyse der Werke prägnanter Denker der Philosophiegeschichte, die grundlegende Ideen entwickelt haben, auf denen konstruktivistisches Denken aufbaut; die Demonstration der Viabilität konstruktivistischen Denkens bei der Auseinandersetzung mit zentralen Problemen der Philosophie, der Psychologie und der Pädagogik.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Konstruktivismus ist die Grundlage der Subjektivität      5 von 5 Punkten
Was ist radikaler Konstruktivismus ? Kurz gesagt, die Idee das jedes Denken, jede Auffassung über irgend einen Sachverhalt im wesentlichen subjektiv sind bezeichnet man als radikalen Konstruktivismus. Das bedeutet aber auch, dass in einer Kommunikationstheorie oder in jeder Kommunikation ein jeder Laut subjektiv wahrgenommen wird. Wenn der eine den anderen nicht versteht kann das also unter anderem daran liegen, dass der Tonfall des anderen nicht oder besser falsch verstanden worden ist. Ein exaktes Formulieren hilft also nichts, wenn die ‚Wellenlänge' des Partners nicht einigermaßen getroffen worden ist. Ähnliches gilt für die Schrift, in der es zu Komplikationen kommen kann, wenn die Formulierung nicht den Standards des jeweiligen Lesers entspricht; von Glasersfeld erläutert sehr überzeugend diese und andere Ideen.


 Weitere Lesermeinungen


Das politische System der Europäischen Union - Wolfgang WesselsDas politische System der Europäischen Union
Wolfgang Wessels

Taschenbuch, 15. November 2007
     Verkaufsrang: 66351      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Wer am Anfang des 21. Jahrhunderts die politischen Realitäten Europas verstehen will, muss einen beträchtlichen Teil seiner Aufmerksamkeit dem EU-System widmen: Es gilt die Formen zu verstehen, in denen und nach deren Verfahren die Organe der EU im Namen und für die Unionsbürger regieren. Mit wachsender politischer Relevanz wird das EU-System leider auch immer unverständlicher. Entsprechend nimmt die Vielfalt der wissenschaftlichen Ansätze zu. Angesichts der Komplexität und Unübersichtlichkeit bedient sich das Lehrbuch eines institutionellen Ansatzes, der ein sinnvolles methodisches Angebot zur Beschreibung, Erklärung und Bewertung des EU-Systems bietet. Mit den Institutionen als Ausgangs- und Orientierungspunkt der Analyse sollen mehrere übliche Kategorien politikwissenschaftlichen Arbeitens verknüpft werden. In einer komparativen Perspektive wird die Entwicklung der Vertragsorgane mit bekannten Institutionen nationaler (Verfassungs-)Systeme oder internationaler Organisationen ve
rglichen, um besser die allgemeinen und besonderen Eigenschaften der EU-Institutionen herauszuarbeiten.




Vorige SeiteSeiten:
 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12  13  14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 
Nächste Seite