Wissen, Infos

Inhaltsangaben
Kurzbeschreibungen
Zusammenfassungen
Seite 15

Frag doch mal ... die Maus!: Die meistgestellten Fragen an die Maus - Frag doch mal ... die Maus!: Die meistgestellten Fragen an die Maus

Gebundene Ausgabe, 3. November 2005
     Verkaufsrang: 33744      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

"Wer das Buch 'Frag doch mal… die meistgestellten Fragen an die Maus' liest, muss nicht dumm sterben, denn dabei wird man klug. Und man muss mit dem Klugwerden noch nicht mal warten, bis die Maus das nächste Mal im Fernsehen kommt." (Tagesspiegel / Rolf Brockschmidt )

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Endlich ein Buch für die vielen Kinderfragen      5 von 5 Punkten
Ein tolles Buch, das die meisten alltäglichen Fragen von Kindern auf knappe aber sehr verständliche Weise erklärt.
Zum Beispiel: Warum und das Wasser im Meer blau, im Glas aber durchsichtig. Warum ist der Morgenhimmel rot und der am Mittag blau.
Wie entsteht ein Regenbogen? Alles über den Maulwurf... Wer hat die Schule erfunden und wer die Sprache?
Viele Fragen, viele tolle kurze Antworten und selbst als Eltern kann man noch eine Menge lernen.
Es sollte viel mehr Bücher dieser Art geben.
besonders positiv: Kompakt, gut erklärt und die Antworten auf genau die Fragen, die 99% aller Kinder stellen!


 Weitere Lesermeinungen


Schande - J. M. CoetzeeSchande
J. M. Coetzee

Taschenbuch, April 2002
     Verkaufsrang: 57788      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

David Lurie ist schon in seinem eigenen Leben kein Held, geschweige im dem von jemand anderem. Mit 52 Jahren ist der Protagonist von Schande am Ende seines beruflichen wie auch seines Liebeslebens angelangt und scheint geradezu absichtlich mit dem Unglück zu flirten. Seit langem Professor für Neuere Philologien am Cape Town University College in Kapstadt, wurde er kürzlich zum Assistenzprofessor für Kommunikation derselben Einrichtung degradiert, die mittlerweile ostentativ in Cape Technical University umbenannt wurde.
Obwohl er seiner neuen Disziplin täglich viele Stunden widmet, findet er deren erste Prämisse, wie sie im "Communications 101"-Handbuch formuliert ist, geradezu absurd: "Die menschliche Gesellschaft hat die Sprache erfunden, damit wir unsere Gedanken, unsere Gefühle und unsere Absichten einander mitteilen können." Seiner Ansicht nach - die er für sich behält - liegen die Ursprünge der Sprache im Gesang, die Ursprünge des Gesangs wiederum in der Notwendigkeit, die übergroße und ziemlich leere menschliche Seele mit Klang zu erfüllen.
David, der bereits zweimal geschieden ist und dessen äußerliche Anziehungskraft nachläßt, verführt auf ziemlich unbarmherzige Weise eine seiner Studentinnen; sein unschickliches Verhalten wird bald aufgedeckt. In seinem achten Roman wäre J.M. Coetzee vielleicht damit zufrieden gewesen, eine tiefgründige akademische Satire zu schreiben. Aber in Schande hat er sich weitaus mehr vorgenommen, und seine Kunst ist so kompromißlos wie seine Hauptfigur - allerdings auch unendlich komplexer. Nicht bereit, das Spiel der öffentliche Reue mitzumachen, läßt sich David schließlich feuern - eine letzte Geste der Verachtung. Nun, denkt er, kann er sich hinsetzen und etwas über Byrons letzte Lebensjahre schreiben - keine leere, ungelesene Kritik, "Prosa als Meterware" sozusagen, sondern ein Libretto. Zu diesem Zweck reist er in die Ost-Kap-Provinz zur Farm seiner Tochter. Lucy, die Mitte Zwanzig ist, kehrte dem Schick der Stadt den Rücken und lebt nun auf fünf Hektar Land vom Blumen- und Gemüseanbau und einem Hundeasyl. "Nichts könnte einfacher sein", denkt David. In Wirklichkeit könnte nichts schwieriger sein - oder, jetzt im neuen Südafrika, gefährlicher. Weit davon entfernt, die Zuflucht zu sein, die er gesucht hat, ist in Salem kaum etwas sicher. Gerade als sich David in seine vorübergehende Rolle als Landarbeiter und wenig begeisterter Freiwilliger im Tierheim eingelebt hat, werden er und Lucy von drei schwarzen Männern überfallen. Unfähig, seine Tochter zu beschützen, ist Davids Schande nun komplett. Ihre ist allerdings weitaus größer.
Es gibt in Coetzees schmerzlichem Roman viel mehr zu erkunden, und wenig davon ist tröstlich. Es wäre zu einfach, seinen Titel aufzugreifen und Schande als eine komplizierte Aufarbeitung persönlicher und politischer Schande und Verantwortung zu betrachten. Aber das Anliegen des Autors ist die Geschichte seines Landes, die Brutalitäten und der Verrat. Coetzee setzt sich auch mit der Frage auseinander, wieviel Seele und wieviele Rechte wir Tieren zugestehen. Nach dem Überfall nimmt David seine Rolle im Hundeasyl viel ernster und findet schließlich eine Art Zuhause und ein gewisses Maß an Liebe. In Coetzees The Lives of Animals, vor kurzem in der Schriftenreihe der Princeton University erschienen, erzählt eine alternde Romanschriftstellerin ihren Zuhörern, daß die Frage, die alle Labor- und Zootiere beschäftigt, lautet: "Wo ist mein Zuhause, und wie komme ich dorthin?" Obwohl er im Vergleich zu den ungewollten Tieren, die in seiner Obhut sind, geradezu allmächtig ist, ist David letztendlich genauso gefangen und genauso verloren wie sie.
Schande ist geradezu gewollt einfach. Und doch besitzt es seine ganz eigene magere,herzzerreißende Lyrik, vor allem in den Beschreibungen der ungewollten Tiere. Am Anfang der Geschichte erklärt David seiner Studentin, daß Lyrik den Leser entweder sofort anspricht - "eine plötzliche Offenbarung und eine plötzliche Reaktion" - oder überhaupt nicht. Coetzees Buch spricht da anders; seine Schichten und Traurigkeiten wickeln sich endlos ab. -Kerry Fried


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 60 Bewertungen)

Ein Roman über Südafrika, über sexuelle Tabuthemen und über die Beziehung eines Vaters zu ihrer Tochter      5 von 5 Punkten
J.M. Coetzee (geboren 1940) ist ein südafrikanischer Schriftsteller mit niederländischen Wurzeln. Er studierte in Kapstadt Englisch und Mathematik, war dann in England als Programmierer tätig, übersiedelte wieder nach Kapstadt und nahm einen Lehrauftrag für Englisch, Linguistik und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität von Kapstadt an. Er lehrte an unterschiedliche Universitäten: u.a. New York, Harvard, John Hopkins, arbeitete auch als Übersetzer von Romanen und Lyrik aus dem Niederländischen und Afrikaans. Seit 2002 lebt er in Adelaide in Australien. Bereits 1974 veröffentlichte er seine ersten Erzählungen. In all seinen Werken beschäftigt er sich mit sozialen- gesellschaftlichen- und politischen Missständen. 2003 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.
In seiner Heimat stieß er gerade mit dem Roman "Schande" auf Ablehnung.
David Lurie, ein 52 jähriger Professor der Kommunikationswissenschaften in Kapstadt und Hauptfigur in diesem Roman, verliert seine Anstellung an der Uni wegen seines Verhältnisses zu einer seiner 20 jährigen Studentinnen. Nachdem er seinen Posten verliert, reist er in den Osten zu seiner Tochter, die eine Art "Farm" besitzt und im Gegensatz zu ihrem Vater ein ganz einfaches, jedoch hartes Leben führt. Dort werden er und seine Tochter von drei "Schwarze" überfallen, ihn versuchen sie zu verbrennen, sie wird vergewaltigt. David bleibt noch einige Zeit bei der Tochter, versucht sie zu motivieren in eine Stadt zu ziehen und ihr Leben zu ändern, kümmert sich indessen um die Beseitigung von toten Hunden, fährt dann zurück nach Kapstadt, wird sich bewusst, dass er dort kein neues Leben mehr anfangen möchte und zieht wieder in die Nähe seiner Tochter. Dies ist der grobe Rahmen des Buchinhalts.
Sehr stark betont wird die sexuelle Rolle bzw. sexuelle Neigung der Protagonisten. Es scheint als würde sich David und auch seine vergewaltigte Tochter Lucy nur durch die Sexualität am Leben erhalten. Beide setzen den Geschlechtsverkehr und seine Folgen im Mittelpunkt ihres fühlenden Lebens. David fühlt sich nur dann lebendig wenn er eine sexuelle Beziehung, auch wenn nur flüchtig, mit einer Frau eingeht. Zunächst begnügt er sich mit einer Prostituierten, dann schläft er mehrmals mit Melanie, eine blutjunge Studentin um sich schließlich mit einer verheirateten, älteren, nicht sehr hübschen Frau einzulassen. Er will sich für seine sexuellen Neigungen nicht vor andere Menschen rechtfertigen, im Gegenteil, als seine Kollegen ihn öffentlich seine Tat bereuen lassen wollen, damit er eine Chance hat, seinen Posten als Universitätsprofessor zu behalten, wird er wütend und reist ab. Er gesteht zwar, dass er schuldig ist, sieht jedoch gefühlvolle Entschuldigung in der Öffentlichkeit als nicht angebracht an und fühlt sich in seiner Privatsphäre gestört, in seiner Freiheit eingeschränkt. Beinahe die gleiche Reaktion zeigt seine Tochter ihm gegenüber als sie vergewaltigt wird. Sie empfindet das auch als private Angelegenheit. Die Tochter gibt vor lesbisch zu sein, ordnet ihre Sexualität jedoch ihrem Lebensplan unter. Von den Vergewaltigern geschwängert will sie trotzdem in ihrer "Farm" bleiben und im Notfall ihren Nachbarn Petrus heiraten, der sie beschützen soll. Petrus ist ein Schwarzer, sie ist weiß, er ist Oberhaupt in einem Familienclan, sie ist ganz alleine. Sie bezahlt ihn für verschiedene Arbeiten, er muss sich ihr gegenüber nicht rechtfertigen, er ist nicht (mehr) ihr Sklave. Dieser Roman ist in der Post- Apartheidszeit entstanden. Trotzdem bemerkt man gewisse Schwierigkeiten und Vorurteile, die sich bilden, wenn "Weiße" und "Schwarze" zusammenleben. Lucy will sich dem Land unterordnen und akzeptiert, dass die Schwarzen eine andere Mentalität haben. David tut sich sehr schwer und wird öfter wütend oder er resigniert, er kommt auch drauf, dass sein ganzes geistige Leben im Hinblick auf das reale "brutale" Leben, im Hinblick auf die reale Alltäglichkeit nichts ausrichten kann, umsonst ist, nichts wert ist. Er kann sich und andere in entscheidenden Situationen nicht helfen und verzweifelt eher als seine Tochter. Von sich selbst behauptet er ein schlechter Lehrer zu sein, der nur des Geldes wegen seinen Beruf ausübt, seine wirkliche Berufung ist es hingegen über tote Dichter zu schreiben. Neben seinem kompliziertem Leben beschäftigt er sich mit der Liebesgeschichte zischen Lord Byron und Teresa und versucht schließlich eine Oper daraus zu komponieren. Die Literatur wird sozusagen zu seinem Fluchtort, dort kann er sich von der Realität erholen.
Ein weiteres Hauptthema in diesem Roman ist das Verhältnis vom Menschen zu den Tieren. Der Protagonist David wundert sich als er sieht wie Bev Shaw, eine Frau die ein Tierheim besitzt, nett zu den Tieren sein kann. Für ihn besitzen Tiere keine Seele, kein Bewusstsein. Schlussendlich fängt er an sich für die Hunde, die in Überzahl am Land hausen, zu interessieren und wird sogar zum Sterbebegleiter in der Tierklinik, wo die bereits gebrechlichen Hunde mit einer Spritze getötet werden und deren Körper er wegschafft zu einer Verbrennungsanlage. Er wird sich bewusst, dass die Hunde genauso wie die Menschen Todesangst haben und dass auch sie aus einem Körper und einer Seele bestehen.
David ist auf der Suche nach der Liebe ohne Sexualität. Für ihn sind die beiden Dinge getrennt, er kann mit einer Frau schlafen ohne sie zu lieben. Im Gegenteil, für ihn ist der sexuelle Akt eher wie ein Tötungsakt, wo der Mann die Frau mit seinem Gewicht erdrückt, mit seiner Potenz am liebsten umbringen würde.
Insgesamt finde ich, dass das sexuelle Thema bzw. die Beziehung zwischen David und Lucy, zwischen David und den Hunden das Hauptthema dieses Romans darstellt. Was die Apartheid betrifft kommt die Angst der "Weißen" vor den "Schwarzen" zur Geltung, die Angst vor "anarchische Verhältnisse" in Afrika, aber auch der Versuch vonseiten der "Weißen" sich an afrikanische Sitten und Gebräuchen anzupassen.
Besonders gut gefallen haben mir die ausgeschriebenen Gedankengänge von David, der sich ununterbrochen Fragen stellt und versucht auf geistige Art Erkenntnisse zu gewinnen. Außerdem wirkt der Erzählstil ziemlich plastisch, so dass ich mir den Überfall auf dem Land richtig vorstellen konnte sowie das "rohe" Afrika, in vielen seiner gesellschaftlichen und landschaftlichen Facetten.
Autobiographische Züge kommen zum Vorschein als der Protagonist David seiner Tochter empfiehlt zu ihrer Mutter in den Niederlanden zu fahren. Auch David kann als Literaturprofessor in Kapstadt, wenn er Namen wie Wordsworth, Byron und Victor Hugo nennt, mit dem Autor verglichen werden.
Die Sprache ist ziemlich einfach und die Sätze sind kurz und bündig. Vom Sprachstil ist "Schande" eher gewöhnlich.


 Weitere Lesermeinungen


Poetik - AristotelesPoetik
Aristoteles

Taschenbuch, 1994
     Verkaufsrang: 13125      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 5,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)
Poetik
OT Peri PoietikesEZ nach 335 v. Chr. EA 1481 DE 1753 Form Schrift Epoche griech. Antike
Ursprünglich als Schrift für die Hörer der Athener Akademie verfasst, begründet die fragmentarische Poetik des Aristoteles die Tradition der Dichtungstheorie. In der Auseinandersetzung mit dem Drama, primär mit der Tragödie, stellt das Werk gleichsam eine Theorie der Gattung dar.
Aufbau: Die Schrift gliedert sich in drei Abschnitte: Ein allgemeiner Teil hebt hervor, dass das Wesen der Dichtung, die Nachahmung (Mimesis), der Natur des Menschen entspringt und deren oberstes Prinzip ist. Der folgende Teil behandelt die Tragödientheorie, die letzten Kapitel beschäftigen sich mit dem Epos. Im abschließenden Vergleich der beiden Gattungen entscheidet sich der Verfasser für die Tragödie, da sie "das Ziel der Nachahmung bei einem geringeren Umfang [erreicht]" und über szenische Mittel verfügt.
Inhalt: Die Tragödie besteht nach Aristoteles aus den sechs qualitativen Elementen Handlung (Mythos), Charakter (Ethe), Sprache (Lexis), Schau (Opsis), Gedanke / Absicht (Diánoia) und Gesang (Melopoiia). Die Handlung besteht aus einer Verknüpfung von Begebenheiten zu einem einheitlichen Ganzen. Innerhalb des Handlungsverlaufs des Dramas muss ein Wendepunkt, die Peripetie, eintreten. Dieser Umschlag vom Glück ins Unglück wird durch das Handeln des Protagonisten erzeugt, der ein tüchtiger, aber fehlbarer Charakter sein sollte und durch seinen Fehler, sei es Unwissenheit oder Hybris, dem Zuschauer ähnelt. Die fehlerhafte Handlungsweise des tragischen Helden zwingt diesen, schweres Leid zu ertragen und führt, oft verbunden mit einem Umschlag von Unkenntnis in Kenntnis, zur Katastrophe. Die Wirkung der Tragödie auf den Zuschauer gründet sich auf die Erregung der physischen Affekte Jammer (eleos) und Schauder (phobos) mit dem Ziel der Katharsis, die als Erleichterung und Befreiung erlebt werden soll.
Rezeptionsgeschichte: Die Poetik des Aristoteles begründete neben der Schrift Über die Dichtkunst (Ars Poetika, um 18 v. Chr.) von R Horaz (65 v. Chr. - 8 v. Chr.) sowie einige Beispiele antiker griechisch-römischer Dramen das Dramenverständnis der Antike und der Neuzeit. In der Renaissance ergänzten vor allem französische Kommentatoren das vorhandene Wissen zu einem Regelsystem. Aufgrund des aristotelischen Verweises, die Tragödie suche bessere Menschen nachzuahmen, als sie in der Wirklichkeit vorkommen und die Komödie schlechtere, wurde seit dem 16. Jahrhundert die sog. Ständeklausel begründet, nach der die Tragödie hoch gestellte Personen behandelt, die Komödie niedrig gestellte. Die Poetik hatte ihre Blütezeit im europäischen Klassizismus, dem die Kunst und Literatur der Antike zum Leitbild wurde.
In der Hamburgischen Dramaturgie (1769) von Gotthold Ephraim Lessing (1729-81) dient der Vergleich mit der Poetik dem Versuch, dem bürgerlichen Trauerspiel ein theoretisches Fundament zu bereiten. Das Werk enthält Lessings falsche Deutung des Begriffspaars eleos und phobos zur Wirkung der Tragödie, die er mit "Mitleid" und "Furcht" als sittlich-moralische Wirkung im Sinne des philanthropischen Aufklärungsgedankens übersetzt. Das antiaristotelische Drama von Bertolt R Brecht zeugt von dem beträchtlichen


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Das merkwürdige Vergnügen am Tragischen      5 von 5 Punkten
In seiner Poetik geht Aristoteles einem offenbar tief in der menschlichen Natur verankerten Phänomen nach: der Lust, die wir beim Verfolgen einer tragischen Handlung erleben. Normalerweise würden wir über uns selbst erschrecken, wenn wir Vergnügen dabei empfänden, andere ins Unglück stürzen zu sehen. Im Theater, im Kino oder beim Lesen hingegen geben wir dem Verlangen nach tragischen Geschichten hemmungslos nach. Aristoteles findet in seiner Poetik eine bemerkenswerte Erklärung für diese Tatsache: Die Tragödie ruft die schädlichen Gefühle Jammer und Schaudern hervor und reinigt uns gewissermaßen von ihnen - wie eine Impfung, die vor Krankheiten schützt. Das Vergnügen an den durch das Bühnengeschehen hervorgerufenen Gefühlen ergibt sich aus einer angeborenen Freude am Nachahmen und am Nachgeahmten. Gerade dieses Element der aristotelischen Poetik erweist sich immer wieder als aktuell, doch auch das Werk als Ganzes, das sich als erstes seiner Art wissenschaftlich der Dichtkunst näherte, überzeugt bis heute mit tiefsinnigen Beobachtungen und Denkanstößen.


 Weitere Lesermeinungen


Die Kunst, mit Frauen umzugehen - Arthur SchopenhauerDie Kunst, mit Frauen umzugehen
Arthur Schopenhauer

Taschenbuch, 17. Februar 2006
     Verkaufsrang: 54983      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Seit der Antike, so zeigt der Fall Sokrates und Xantippe, ist das Verhältnis zwischen Philosophen und der Damenwelt generell konfliktgeladen. Schopenhauer, der bei seiner Mutter wohnte, einer Grande Dame in den Salons, wenn auch auf Kosten des Familienfriedens, war durch das strapaziöse Zusammenleben in dieser Hinsicht ebenfalls ein gebranntes Kind. Mit erstaunlicher Auffassungsgabe sieht er die dräuende Gefahr kommen, die im Weib an sich liegt, und leistet Widerstand. Unaufhörlich erhebt er seine Stimme, um das männliche Geschlecht vor lockenden Fallen, verhängnisvollen Fährnissen und nervtötenden Verwicklungen zu warnen, die unweigerlich entstehen, wenn ein Mann auf Frauen trifft. Seine Überlegungen ergeben einen Leitfaden, wie man als Mann mit dem schönen Geschlecht füglich umgehen solle. Für Schopenhauer selbst haben diese Überlegungen in erster Linie den Zweck, der weiblichen Launenhaftigkeit wirksam Paroli zu bieten. Für uns heutige Leserinnen und Leser hingegen sind sie eine vergnügliche Lektüre.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Der wahre Knigge      5 von 5 Punkten
Verehrter männlicher Amazon-Kunde. Man darf vermuten, dass Sie sich aus einem bestimmten Grund für dieses Buch interessieren. Haben Sie schon alles ausprobiert? Erst Gentleman dann Macho; erst besorgt und mitfühlend, dann still und geheimnisvoll; erst intelligent und geistreich, dann roh und ordinär. Hat auch bei Ihnen nichts funktioniert? Wollen Sie nicht auch das älteste Rätsel der Menschheit lösen, dass die Welt von Anbeginn beschäftigte, und an dem die größten Köpfe und Geister scheiterten: "Was will die Frau?"
Wenn dem so ist, dann zücken Sie denn Geldbeutel; denn wer hätte dieses Rätsel besser lösen können, als Arthur Schopenhauer. Nach Lektüre seiner Essay-Sammlung über das "schöne" Geschlecht (einen Begriff gegen den er hier zürnt und wettert), werden Sie Frauen unwiderbringlich mit anderen Augen sehen. Frauen kommen und gehen, ihre Posen, Tricks und Spielchen bleiben die selben. Und um die Verwirrung zu beenden, wie man es schafft, einer Frau zu gefallen, kennt Schopenhauer die richtigen Antworten. Egal wie oft man schon verletzt wurde, Arthur Schopenhauer trifft die richtigen Töne, dass man sich schon nicht mehr ganz so alleine mit dem Problem fühlt.


 Weitere Lesermeinungen


Was bedeutet das alles? Eine ganz kurze Einführung in die Philosophie - Thomas NagelWas bedeutet das alles? Eine ganz kurze Einführung in die Philosophie
Thomas Nagel

Taschenbuch, 1990
     Verkaufsrang: 9226     

Bei Amazon direkt z.Zt. nicht lieferbar,   Bei anderem Anbieter bestellen



Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 24 Bewertungen)

"Das Leben ist vielleicht nicht nur sinnlos, sondern absurd"      5 von 5 Punkten
Woher wissen wir etwas? Können wir überhaupt mit Gewissheit sagen, dass außerhalb von uns etwas existiert? Nein, denn es könnte ja auch sein, dass alles nur eine Halluzination ist. Nur über das Innere des eigenen Bewusstseins können wir sicher sein, über das Vorhandensein der Außenwelt aber nicht. Denn wie könnten wir überprüfen, dass die Außenwelt mit dem Wahrgenommenen übereinstimmt, wenn die Außenwelt selbst nur durch das Bewusstsein wahrgenommen werden kann?
Der Autor führt in radikaler Weise in die Probleme der Philosophie ein. Er schafft es, ohne den Namen irgendeines Philosophen in den zehn Kapiteln auch nur zu erwähnen, wichtige philosophische Fragen zu behandeln. Dabei geht es ihm nicht darum, ein ganzes System oder klare Antworten zu präsentieren, sondern, dass der Leser selber ein Gespür für philosophische Probleme entwickelt.
Vielleicht ist es am besten, wenn ich kurz auf die wohl wichtigste Frage von Nagels aufgeworfenen Fragen eingehe, nämlich auf die Frage nach dem Sinn des Lebens. Welche Antwort hat die Philosophie also zu bieten, nachdem klar geworden ist, dass der Mensch nichts mit Sicherheit wissen kann (sein eigenes Bewusstsein ausgenommen)? Die verschiedenen Teile des Lebens, so der Autor, können Sinn ergeben: Essen, weil man Hunger hat; in den Urlaub fahren, um sich zu erholen etc. Aber das Leben als Ganzes als sinnvoll zu betrachten, dem Leben als Ganzes von außen einen Zweck zu zuschreiben, das ist nicht möglich. Nagel erklärt das wie folgt:
"Wenn jemandes Leben als Teil von etwas Größerem einen Sinn hat, so kann man immer wieder in Beziehung auf dieses Größere fragen, welchen Sinn es hat. Entweder es gibt eine Antwort, die auf etwas noch größeres verweist, oder es gibt sie nicht. Gibt es sie, so stellt sich die Frage erneut. Gibt es sie nicht, so sind wir mit unserer Suche nach einem Sinn am Ende und bei etwas angelangt, das keinen Sinn mehr hat." (102 - 103)
An dieser Stelle bringt Nagel Gott ins Spiel. Gott selbst als Idee soll der End-Zweck, die letzte Erklärung von allem sein, das keiner Erklärung mehr bedarf. Aber genau an diesem Tatbestand stößt sich Nagel, denn die Warum-Fragen hören ja nicht auf: "Worin besteht der Zweck Gottes?" usw. Nagel ist sich nicht sicher, ob er den Gedanken Gottes versteht (Hierbei habe ich jedoch ebenso wie bei der Rolle des Gottes als endgültigem Erklärungsgrund das Problem, nicht sicher zu sein, ob ich den Gedanken verstehe"). Somit stimmen Nagels Gedanken genau mit dem überein, was die Bibel uns über Gott selbst sagt (z.B. Röm 11,34). Aber das ist eine Wahrheit, die geglaubt werden muss.


hm....      5 von 5 Punkten
schwer zu sagen was mir an diesem kleinen buch ;) so gefallen hat. vielleicht, dass ich es meiner tochter (16) leihen konnte die es verschlungen hat und tausend fragen hatte...:)klasse !!!!!

Ist im Grunde eine Einführung in philosophisches Denken!!!      5 von 5 Punkten
Wer eine Einführung in die Philosophie will, der findet haufenweise Bücher dazu und sei es auch nur die "Philosphische Hintertreppe" oder "Das Philosophen Portal" oder noch einfacher "Sophies Welt".
Das Buch von Nagel ist eine Einführung in das philosophische Denken und eine vorzügliche sogar.
Leider ist Nagel nur einmal ein so großer Wurf gelungen, seine anderen Bücher sind kompliziert und schwer verständlich.
Wer dieses Buch liest und wer es begreift, der kann sich wirklich glücklich schätzen. Aber, wie gesagt, es ist so geschrieben, dass viele Leute es begreifen können. Dieses Buch ist ein Geschenk an alle seine Leser.

Fragen, aber keine Lösungen      5 von 5 Punkten
Wie der Verfasser bereits in seiner Einleitung schreibt, geht es in diesem kurzen Werk um die wichtigsten Fragestellungen zu unserem Weltverständnis. Er verhehlt dabei nicht, dass die Philosophie zu jedem Problem eine Vielzahl von unterschiedlichen und gegensätzlichen Antworten aber keine Lösungen liefert.
Dieses Buch ist ehrlich. Es will zum Denken anregen und keine Versprechen abgeben wie der Zeitgeistphilosoph Richard David Precht, der diese dann doch nicht einlösen kann.
Kurz: Die Philosophie kann Fragen stellen. Lösungen können - wenn wahrscheinlich auch nie allumfassend - nur die Naturwissenschaften liefern.


Ich lebe - also bin ich!? Philosophische Betrachtungen      4 von 5 Punkten
Ich lebe also bin ich!? Philosophische Betrachtungen
Seit der Mensch denken kann, ist er auf der Suche nach seiner Schöpfung.
Solche Fragen wie die nach der Entstehung der Welt, der Entwicklung der Geschöpfe und seiner Selbst sowie die Frage nach dem Sinn des Lebens, beschäftigten ihn bisher in jeder Epoche.
In früheren Jahrhunderten, ja bis in die heutige Zeit hinein, versucht er sich mit Hilfe der unterschiedlichsten Religionen und/oder Glaubensbekenntnisse, eine Antwort auf diese Fragen zu geben. Philosophisches Denken entwickelte sich aus dem mystischen Denken,
neben Chinesen und Indern zuerst bei den Griechen. (griechische Philosophie)
Sie schufen die Grundlagen der abendländischen Philosophie.
In der Neuzeit und der Moderne setzten sich jedoch mehr und mehr auch naturwissenschaftliche Erklärungen durch. Allerdings vermögen auch diese nicht solche Fragen wie: Wer bin ich? oder Was ist der Tod? zu beantworten.
, doch womöglich gibt es zwischen Himmel und Erde mehr, als man mit den Mitteln der Naturwissenschaften verstehen kann.
Der Brockhaus definiert die Philosophie als Streben des menschlichen Geistes, die Zusammenhänge des Seins und die Grundsätze der Lebensführung und Daseinsgestaltung zu erkennen. Dabei ist der Umkreis der philosophischen Themen und Fragestellungen gar nicht fest umrissen. Man philosophiert einzig, indem man fragt, argumentiert, bestimmte Gedanken ausprobiert und mögliche Argumente gegen sie erwägt und darüber nachdenkt, wie unsere Begriffe wirklich beschaffen sind.
Fazit:
Nagels Werk ist deswegen tatsächlich nur eine ganz kurze Einführung in die Philosophie.
Ob sie auch in ihrer Gänze immer leicht verständlich ist, so wie es der Umschlagtext verspricht, muss der interessierte Leser selbst herausfinden.
Auf jeden Fall vermittelt Nagel einen ersten Eindruck in die Welt der Philosophie, ohne dem Leser jedoch fertige Antworten zu präsentieren. Vielmehr möchte er Anregungen geben,
tiefer in die Vielzahl philosophischer Theorien einzutauchen.
Dies ist ihm meiner Meinung nach mit diesem Büchlein auch gelungen.
Berlin, 15.09.2009
Herzlichst Th.S.
Meine Bewertung: 4 Sterne / lesenswert


 Weitere Lesermeinungen


Tatort Zürich: Einblicke in die Schattenwelt der internationalen Finanzkriminalität - Leo MüllerTatort Zürich: Einblicke in die Schattenwelt der internationalen Finanzkriminalität
Leo Müller

Broschiert, August 2007
     Verkaufsrang: 77616      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

An der Zürcher Bahnhofstraße wird ein Drittel des Weltprivatvermögens verwaltet. In seiner Reportage deckt Leo Müller die geheimen Geschäfte und Machenschaften prominenter Geldtouristen auf und erklärt, wie das System von der mächtigen Kundschaft geschützt wird. Beim Ausflug in die Welt des modernen Corporate Crime begegnet man nicht nur gewieften Gehilfen in Geldhäusern und Anwaltskanzleien mit ihren raffinierten Steuertricks, sondern auch machtlosen Strafverfolgern - und bekannten Gestalten ...

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Von der Unfassbarkeit der Wirtschaftsverbrechen      5 von 5 Punkten
Es ist die dankenswerte Leistung des vorliegenden Buchs, ein Thema greifbar(er) zu machen, das anders als z.B. Gewalt- oder Sexualdelikte, kaum recht fassbar ist: Weder für die Darstellung in den Medien noch für die staatlichen Ermittler. Zu verschlungen und ungreifbar sind für den Laien, oft aber auch für den Profi, die Wege der über alle Kontinente verschobener Gelder, zu undurchsichtig die unterschiedlichen Rechtslagen verschiedener Länder. Genau dieses Gestrüpp, in dem Legalität und Illegalität nur über undeutliche Grenzen getrennt zu sein scheinen, machen sich die Künstler der Profitgier zunutze. Genau davon berichtet dieses Buch.
Und es berichtet in höchst lesbarer und gründlich recherchierter Art und Weise. Aufgerollt werden einige der prominenten, aber auch weniger bekannte Fälle von Wirtschaftskriminalität, die den Finanzplatz Zürich zwischen 1990 und 2004 beschäftigt haben. Als Personal treten auf Figuren der echten Schattenwelt (Yakuza-Bosse und Betrüger), der Halbschattenwelt (Oligarchen), vor allem aber scheinbar integre Akteure der Banken, Politiker mit Wasser-Wein Problemen, und schliesslich ihre Gegenspieler bei Polizei und Statsanwaltschaft. Der Autor schildert Fälle von Geldverschiebung, schwarzen Politkonten, Betrug, und den Schicksalen (wie dem Selbstmord des deutschen Politkers Möllemann), die sich an die Aufklärung solcher Fälle knüpften.
Dem Autor gelingt es, auch in Finanzsachen wenig beschlagenen Lesern die Funktionsweise der Werkzeuge im Spiel um das Geld verständlich zu machen: Domizilgesellschaten und Stiftungen, die Arbeitsweise der Treuhänder, das vielgescholtene Schweizer Bankgeheimnis und vertrackte Unterschiede in Gesetzeslagen zwischen den Ländern (z.B. der Begriff Arglist). Er entlarvt Politikerscheinheiligkeit und zeigt, wie dicht unter der Oberfläche der rechtsstaatlichen Schweiz die dunklen Mechanismen der Geldkünstler spielen - mit voller staatlicher Unterstützung (doch andere Länder, allen voran Liechtenstein und die USA, kommen in der Darstellung kaum besser weg). Der Autor spart dabei nicht mit wohlbegründeter Kritik an diesen Staatswesen und ihrer Rechtsordnung. Es ist eine beachtenswerte (sprachliche) Leistung des Autors, dass er technische Erklärungen und eine spannende Darstellung der Fälle harmonisch zu verbinden weiss. Zu loben auch die ausführlichen Nachweise am Ende des Buchs, die auf eine gründliche Recherche schliessen lassen.
Das Buch sei allen empfohlen, die auf unterhaltsame Art einige der wichtigen Fälle von Finanzkriminalität mit Zentrum Bahnhofstrasse Zürich revue passieren lassen wollen und Interesse an den Mechanismen dieser Delikte haben. Bleibt zu hoffen, dass der eine oder andere Leser das Buch nicht schliesst, wie er den Fernseher nach einem ARD-Tatort abschaltet - denn die hier vorgestellten Fälle sind bittere Wahrheit.


 Weitere Lesermeinungen


Termin mit Kant: Philosophische Lebensberatung - Andreas MussenbrockTermin mit Kant: Philosophische Lebensberatung
Andreas Mussenbrock

Taschenbuch, 1. Februar 2010
     Verkaufsrang: 72985      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Das Schönste an diesem Ratgeber: Er nimmt einem das Denken nicht ab. 'Termin mit Kant' lädt zu Selbsterkenntnis ein. Wie das funktionieren kann, zeigt Andreas Mussenbrock anhand von fiktiven Lebensgeschichten sinnsuchender Menschen. ... Fix und fertige Gebrauchsanweisungen für ein glückliches Leben gibt diese 'philosophische Lebensberatung' nicht und ist eben deshalb eine echte Bereicherung. Petra von der Linde, Hamm Live

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 13 Bewertungen)

Denken macht glücklich!      5 von 5 Punkten
Eine äußerst geistreiche Auseinandersetzung mit den philosophischen Theorien abendländischer Tradition, die die konkreten Probleme menschlichen Daseins in den Mittelpunkt rückt - angewandte Philosophie vom Feinsten!


 Weitere Lesermeinungen


Der Staat Hitlers: Grundlegung und Entwicklung seiner inneren Verfassung - Martin BroszatDer Staat Hitlers: Grundlegung und Entwicklung seiner inneren Verfassung
Martin Broszat

Gebundene Ausgabe, 18. Januar 2007
     Verkaufsrang: 12557      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 5,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Wer geglaubt haben sollte, die Geschichte des Dritten Reiches sei bereits erschöpfend erforscht, wurde in den letzten Jahren eines Besseren belehrt. Die hitzige Debatte um Daniel Goldhagens Buch Hitlers willige Vollstrecker und die umstrittene Wehrmachtsausstellung heizten die wissenschaftlich-publizistische Auseinandersetzung erneut an und führten zu einer wahren Flut an Veröffentlichungen zum Staate Hitlers.
Die Forschung der zurückliegenden Jahrzehnte verliert damit aber noch nicht automatisch an Bedeutung. Gerade deutsche Historiker haben in der Vergangenheit zahlreiche Studien vorgelegt, deren Ergebnisse weiterhin Gültigkeit beanspruchen können, und die den Vergleich mit aktuellen Publikationen nicht zu scheuen brauchen. Zu ihnen gehört zweifellos Der Staat Hitlers, Martin Broszats bahnbrechende Arbeit aus dem Jahre 1969, die kürzlich neu aufgelegt wurde.
Mit seiner Verfassungs- und Strukturgeschichte des NS-Regimes gelingt Broszat die zwingend notwendige theoretische Erfassung der Grundstrukturen nationalsozialistischer Herrschaft. Am Beispiel von Beamtentum und Verwaltung sowie von Justiz und Kirchen konkretisiert Broszat seine eher abstrakten Darlegungen und arbeitet die dualistische Natur des Regimes heraus, die in den Gegensätzen zwischen Staat und Partei oder Reichsregierung und Führerabsolutismus - um nur einige zu nennen - ihren Ausdruck fand.
Selbstverständlich wurden Broszats Ergebnisse durch neuere Detailstudien wesentlich erweitert, in einigen Punkten sicherlich auch korrigiert; an seinen grundlegenden Aussagen über die Konsequenzen der nationalsozialistischen Herrschaft ändert dies jedoch wenig.
1969 schloß Broszat sein Buch mit der schmerzlichen Erkenntnis, daß in der Bundesrepublik die "lastende Hypothek" des Nationalsozialismus in den "zahlreichen Äußerungsformen gestörten nationalen und politischen Selbstbewußtseins noch täglich spürbar ist". Dieses Fazit hat auch drei Jahrzehnte später nichts von seiner Aktualität eingebüßt. -Stephan Fingerle


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Ein typisches "Broszat-Buch" eben...      5 von 5 Punkten
"Der Staat Hitlers" von Martin Broszat gibt in gut verständlicher Weise Einblicke in unterschiedliche Themenbereiche der Organisation der NSDAP und der Reichsregierung unter Hitler.
Im Vorfeld werden kurz die Gründe dargestellt, die das Scheitern der Weimarer Republik verursacht und den Aufstieg der NSDAP erst ermöglicht haben.
Im Weiteren wird der NS-Staat unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet. Nach der Erläuterung der Struktur der Partei mit den ihr angehörigen Verbänden und deren Führungsstruktur befasst sich ein großer Teil des Buches mit der Vorgehensweise des Diktators in der Anfangszeit seiner Schreckensherrschaft. Gleichschaltung der Länder, Verbot der Gewerkschaften, Kommunisten und anderer Parteien werden ebenso verständlich geschildert wie die Verflechtung von Staat und Partei.
In den nächsten Kapiteln werden dann die Bereiche Beamtentum, Reichsregierung (u.a. mit den Gebieten Reichsarbeitsdienst, Himmler als Reichsführer-SS und Chef der Polizei, Machtbereich Görings) behandelt.
Ein weiterer Abschnitt befasst sich dann mit den thematisch direkt mit dem Kriegsvorhaben verbundenen Themen, wie etwa Vierjahresplan, Außenpolitik, wirtschaftliche Lenkung, Gliederung der Wehrmacht.
Den Abschluss bildet eine Betrachtung des Bereiches Recht und Justiz in der Vorkriegszeit des Hitler-Regimes.
Insgesamt muss ich sagen, dass ich dieses Buch wirklich jedem empfehlen kann, der sich eingehender, als es in vielen Büchern zu diesem Thema der Fall ist, mit den oben genannten Bereichen befassen möchte. Die Fachkompetenz des Autors auf diesem Themengebiet ist seit Jahrzehnten bekannt und international anerkannt. Wer bereits andere Bücher von ihm gelesen hat, der weiß, dass Broszats Art des Schreibens gut verständlich ist.

Historisierung des Nationalsozialismus      5 von 5 Punkten
Lange bevor in Deutschland der Historiker-Streit der achziger Jahre ausbrach betrieb Martin Broszat in seinen Veröffentlichungen jene "Historisierung des Nationalsozialismus", welche im Verlauf der Debatte u. a. auf dem Prüfstein stand:
Würde eine von moralischen Kategorien losgelöste Beschäftigung mit der inneren Verfassung des NS-Staates, eine Betrachtung der Nazi-Funktionäre unter sozialhistorischen oder auch poltikwissenschaftlichen Aspekten unter Auslassung der üblichen dämonisierenden Attribute, eine Relativierung der einzigartigen Verbrechen und ein schließliches Vergessen einläuten?
Auch Broszat beteiligte sich unter anderem in Form eines längeren Briefswechsels mit seinem jüdischen Kollegen Saul Freidländer an der Debatte in den Vierteljahresheften für Zeitgeschichte. Seine Antwort las sich solcherart, dass nur eine empirische Untersuchung der NS-Zeit unter sozial- und gesellschaftshistorischen Kategorien, welche eine "Entschlackung" der üblichen, mit metaphysischen Konnotationen belegten Sichtweise nach sich zöge, eine Opfer-Täter-Relationen gebührend darstellende, und damit moralisch gewinnbringende Arbeit wäre. Jedwede Mystifizierung des Nationalsozialismus würde hingegen die Täter aus ihrer Verantwortung entlassen, indem ihre Verbrechen den Charakter kosmisch vorbestimmter Notwendigkeiten annähmen.
Diesen Anspruch Broszats findet sich auch in seinem erstmals 1969 veröffentlichten Buch "Der Staat Hitlers" zur Perfektion verwirklicht. Indem er die innenpolitische Entwicklung Deutschlands von den Präsidialregierungen am Ende der Weimarer Republik bis zur "Endlösung der Judenfrage" mit äußerster Akribie nachzeichnet, gibt er dem Leser einen fulminanten Einblick in den widersprüchlichen Charakter eines Staates, welcher seinen Bewegungscharakter auch in der Institutionalisierung nie verlieren durfte, um jene "Energie-Entfesselung" zu ermöglichen, welche schließlich zu der Ermöglichung des industriellen Massenmordes in den Vernichtungslagern führte.
Verfassung, Partei, Staat, Verwaltung, Beamtentum, Recht und Justiz werden jeweils in eigenen Kapiteln behandelt. Zudem wird der Dualismus zwischen "Polykratie der Ressorts" und dem Führerabsolutismus in einem eigenem Abschnitt beschrieben. Der eigentümliche Charakter der Nazi-Diktatur, welche Elemente der kontrollierten Anarchie und des Chaos mit einer disziplinierten, straff organisierten Staatsführung verband, gewinnt durch Broszats empirische Recherchen hinreichende Plastizität, und hat seine Aktualität noch heute, mehr als dreissig Jahre nach seinem Erscheinen, nicht verloren.


KulturSchock USA - Ingrid HenkeKulturSchock USA
Ingrid Henke

Taschenbuch, 1. Januar 2009
     Verkaufsrang: 49816      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Manches fremde Land erscheint uns doch eigentlich recht bekannt. Warum fühlen wir uns trotzdem oft so hilflos, wenn wir ein solcherart "vertrautes" Land besuchen? Weil wir den sogenannten Kulturschock erleben, jenen unvermeidlichen Prozess, den wir alle durchlaufen, wenn wir mit einer fremden Kultur in Berührung kommen. Denn plötzlich stellen wir fest, dass in der fremden Kultur andere Regeln die Daseinsgestaltung bestimmen, ein völlig andersartiges Wertesystem gilt.
Welche Position hat der Einzelne in der Gesellschaft? Wie stehen Frauen und Männer zueinander? Wie sieht Bildung aus und welche Bedeutung hat sie? Welche Hierarchien gibt es? Wie verhalten sich die Menschen in der Öffentlichkeit und wie im privaten Umfeld? Welche Rolle spielt die Religion? Wann sind die Menschen abergläubisch? Woran freuen sie sich, was bedrückt sie? Wie wohnen und arbeiten die Menschen? Wie verbringen sie ihre Freizeit? Wie begegnet man dem Fremden? Wie sollte der ausländische Gast sich verhalten? Welche s Mitbringsel erfreut den Gastgeber?


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Tolles Buch, was sehr kompakt ist      5 von 5 Punkten
Ich habe dieses Buch über Amazon bestellt und kann es nur empfehlen. Es bietet einen kompakten Überblick zu allen gesellschaftlichen Fragen; gelegentlich finden sich kurze Hinweise, welches Verhalten unangemessen aus amerikanischer Sicht erscheint. Toll ist auch, dass z.T. die Originalquellen genannt werden, also auf weiterführende Literatur verwiesen wird. Ich finde dieses Buch deutlich anspruchsvoller als einen Reiseführer.


 Weitere Lesermeinungen


Meditationen über die Erste Philosophie / Meditationes de Prima Philosophia - Rene DescartesMeditationen über die Erste Philosophie / Meditationes de Prima Philosophia
Rene Descartes

Taschenbuch, 2008
     Verkaufsrang: 22281      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 6,20 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen



Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Der preisgünstigste Quell der Erkenntnis      5 von 5 Punkten
Mit diesem,in jeder Hinsicht empfehlenswertem,Buch revolutioniert Descartes die Philosophie von Grund auf!
Darüber hinaus ist der Preis,der vom Reclam-Verlag dafür beanschlagt wird, mehr als zufriedenstellend...Also:"Besser geht's nicht,Danke!"


Cogitatio est, ego sum, ego existo      5 von 5 Punkten
René Descartes hat wie kein anderer Philosoph seit Aristoteles das Denken des Abendlandes geprägt. Seine Cartesische Philosophie symbolisiert den Übergang von der mittelalterlichen Mystik zum neuzeitlichen Rationalismus. Bis in unserer Tage werden seine Gedanken der Trennung von Geist und Materie, von Subjekt und Objekt diskutiert. Viel ist über ihn geschrieben worden und so gibt es nur wenige Denker, die sich seinem Einfluss entziehen konnten.
Sein Hauptwerk ?Meditationen über die erste Philosophie' ist nach eigenem Bekunden die Suche nach Beweisen auf die entscheidenden Fragen der Metaphysik: die Existenz Gottes und der Verbleib der menschlichen Seele. Descartes unterscheidet zwei Methoden: die analytische und die synthetische. Erstere geht von den Ursachen - a priori - aus und schließt auf die Wirkungen während letztere den Weg von den Wirkungen - a posteriori - zurück zu den Ursachen sucht. Um zu a priori Urteilen zu gelangen, muss man mit den traditionellen Vorstellungen - besser gesagt Vorurteilen - brechen und über die Meditation zu den inneren, subjektiven Quellen der Erkenntnis vorstoßen. Descartes führt uns in sechs Meditationen zu seiner Erkenntnis.
Meditation 1: "Woran man zweifeln kann".
In der ersten Medikation führt uns Descartes vor Augen, wie leicht der Mensch Opfer von Sinnestäuschungen werden kann: " Schon vor Jahren bemerkte ich, wie viel Falsches ich von Jugend auf als wahr hingenommen habe und wie zweifelhaft alles sei, was ich später darauf gründete." Als Quelle der Täuschungen erkennt er die reinen Sinneswahrnehmungen: "Alles nämlich, was ich bis heute als ganz wahr gelten ließ, empfing ich unmittelbar oder mittelbar von den Sinnen; diese aber habe ich bisweilen auf Täuschungen ertappt, und es ist eine Klugheitsregel, niemals denen volles Vertrauen zu schenken, die uns auch nur ein einziges Mal getäuscht haben." Aus diesem Grunde entschließt sich Descartes, zunächst alles anzuzweifeln. Alles? Nein nicht alles, denn der Vergleich mit den Farben der Malerei und dem Dreieck der Geometrie weist darauf hin, dass "Einfacheres und Allgemeineres wirklich sein müsse."
Meditation 2: "Über die Natur des menschlichen Geistes..."
Trotz aller Zweifel ist sich Descartes eines ganz gewiss: "Ich bin, Ich existiere". Doch wer ist dieses Ich fragt er weiter. Wem kann er noch vertrauen? Sein Körper könnte das Ergebnis einer Sinnestäuschung sein. Allein das Denken, das Bewusstsein ist wahrhaft und wirklich, "es allein kann von mir nicht abgetrennt werden". Und weiter folgert er: "Ich weiß jetzt, dass die Körper nicht eigentlich von den Sinnen oder von der Einbildungskraft, sondern von dem Verstand allein wahrgenommen werden..." Der Verstand tritt seinen Siegeszug an und wird ihn bis zum heutigen Tag verteidigen.
Meditation 3: "Über das Dasein Gottes"
Für Descartes ist offenkundig, dass "weder etwas aus dem Nichts entstehen kann noch ein Vollkommeneres aus einem weniger Vollkommenen". Da er sich seiner Unvollkommenheit und Sinnestäuschung bewusst ist, muss folglich etwas existieren, das die Ursache von allem ist. Diese Ursache, die ewige, unveränderliche, allweise und allmächtige Substanz kann nur Gott selbst sein: "So ergibt sich aus dem oben Gesagten, dass Gott notwendig existiere... Die Vorstellung, die ich von Gott habe, ist damit die wahrste, klarste und deutlichste aller meiner Vorstellungen". Descartes zieht den Schluss, dass eine solche Vorstellung ebenso wie die Vorstellung des Ich nur angeboren sein kann.
Meditation 4: "Über das Wahre und Falsche"
Descartes stellt die Regel auf, dass alles, was sein Verstand klar und deutlich wahrnimmt, wahr ist. Irrtümer entstehen nur aus dem Unterschied zwischen dem Erkenntnisvermögen im Subjekt und der Wahlmöglichkeit untern verschiedenen Alternativen bzw. der Freiheit des Willens: "...ein eigentlicher Irrtum kann im Verstand nach diesem genauen Sinn gar nicht vorkommen."
Meditation 5: "Vom Wesen der materiellen Dinge..."
In der ersten und dritten Meditation gelangt Descartes zu dem Schluss, dass allgemeine, unveränderliche Vorstellungen existieren, die "nicht von mir erdichtet, nicht von meinem Geist abhängig" sind. Daraus folgt natürlich nicht zwingend die Existenz des Gedachten, da unserem Verstand keine Grenzen gesetzt sind.
Meditation 6: "Vom Dasein der materiellen Dinge..."
Wodurch unterscheiden sich Körper und Geist? Der Körper ist ein "ausgedehntes, nicht denkendes Ding" konstatiert Descartes, "seiner Natur nach stets teilbar". Demgegenüber ist der Geist unteilbar und besitzt keine Ausdehnung.
Am Ziel angekommen gelangt Descartes zu der Einsicht: "Ich darf zwar jetzt nicht alles, was ich offenbar von den Sinnen übernommen habe aufs Geratewohl hinnehmen; ebenso aber darf ich es durchweg in Zweifel ziehen." Als Prüfstein der Wahrheit gilt ihm der Verstand und das Gedächtnis. Mit ihrer Hilfe überführt er Irrtümer und Täuschungen und kann so gewappnet zum Kampf antreten: "Täusche mich, wer es vermag!"

cogito, ergo sum      4 von 5 Punkten
So oft zitiert, irgendwann muss man die Meditationen lesen.
Schopenhauer meint, Descartes' Vorgangsweise sei ein Taschenspielertrick, vor dem man keinerlei Ehrfurcht haben soll. An der Problematik hat sich nichts geändert: Was wäre, wenn alles nur erlogen und erfunden wäre? kann man allein durch denken über die erfundene Welt hinausgelangen? Nach Descartes gäbe es in der erfundenen Welt nur zwei Fixpunkte: Sich selbst (man denkt ja, also existiert man) und den lieben Gott.
Descartes liegt heute irgendwo zwischen dem nulldimensionalen Wesen in Abbotts Flächenland (es füllt sein Universum aus und denkt daher, alles sei aus sich geschaffen) und Tom Cruise in Vanilla Sky (der sich ein Leben in seinen Vorstellungen kaufen wollte).
Irgendwann sollte man das Werk wohl gelesen haben.

Klassiker in empfehlenswerter Ausgabe      5 von 5 Punkten
Descartes' /Mediationen/ sind einer der absoluten Klassiker der Philosophie, gleichzeitig zählen sie zu den am einfachsten lesbaren und sogar stilistisch schönsten Texten. Dieses Buch ist also jedem zu empfehlen, der einfach einmal wissen möchte, was Philosophie ist oder sein will - und wer gar Philosophie studieren möchte, sollte es ohnehin mit in einem der ersten Semester lesen.
Allerdings gibt es sehr viele sehr unterschiedlich gute und teure Ausgaben, und hier ist die Reclam-Ausgabe besonders hervorzuheben: sie bietet eine gute, relativ neue Übersetzung, einen guten lateinischen Text (sogar mit den humanistischen Akzenten!) und eine knappe, aber nützliche Einleitung.
Fazit: diese Ausgabe ist die wohl billigste und zuleich mit die beste Möglichkeit, diesen Klassiker zu lesen.

Eines der wichtigsten Werke der Philosophie.      5 von 5 Punkten
Die Meditationes von Descartes sind eines der einflußreichsten Werke der Philosophie ueberhaupt - sie stellen sein Hauptwerk dar. Die Orginalausgabe (1641) umfaßte zwei Teile: den kurzen Haupttext der sechs Meditationen und umfangreiche Einwände von Prominenten seiner Zeit, darunter T. Hobbes, Arnauld und Gassendi. Die in ihrem Stil fast dramatische Darstellung beschäftigt sich mit diversen philosophischen und theologischen Grundfragen: "Bin ich?", "Was bin ich?", "Gibt es Gott?" und vielen anderen mehr.
Am Anfang der Argumentation steht bei Descartes der methodische Zweifel. "Was kann ich wissen?" Er nimmt sich vor, das gesammte Fundament seines bisherigen Wissens umzuwerfen, um auszutesten, ob es die Möglichkeit sicherer Erkenntnis gibt. Im Laufe dieses Gedankengangs kommt D. zu der Erkenntnis, dass es sicher ist, DASS er ist. Denn: Er kann an seiner Existenz nicht zweifeln, ohne dass er gerade durch diesen Zweifel merkt, dass er existiert. Und diese Eigenschaft, das Denken, macht denn nach D. auch den einzigen sicherern Charakter seines Wesens aus: Er ist wesentlich ein denkendes Wesen.
Das Buch ist sehr gut zu lesen, und sicherlich einer der wichtigsten Texte der Philosophie überhaupt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)


Theorie der Halbbildung - Theodor W. AdornoTheorie der Halbbildung
Theodor W. Adorno

Gebundene Ausgabe, 18. September 2006
     Verkaufsrang: 12682      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

"Das Halbverstandene und Halberfahrene ist nicht die Vorstufe der Bildung, sondern ihr Todfeind." Adornos fesselnder Vortrag aus dem Jahr 1959 liest sich in heutigem Kontext brisanter denn je.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Es gibt keine Wirtschaftskrise sondern eine Bildungskrise      5 von 5 Punkten
Die beiden Bücher, Adornos "Theorie der Halbbildung" und Liessmanns "Theorie der Unbildung" sollte man unbedingt zusammen lesen, weil sie, beide, einen analytischen, von Emotionen freien Blick, auf eine fatale, von der, ja noch einigermaßen hoffnungsfrohen "Halbbildung" in die hoffnungslose "Unbildung", statttgefundene Entwicklung, innerhalb einer Generation, werfen. Wie kann es sein, daß wir uns von "bolognesichen Besserwissern" plötzlich vormachen lassen müssen, was es heißt, einen Menschen zu bilden, anstatt ihn mit zusammengewürfelten Artefakten zu überhäufen? Adorno hat erkannt, daß aufgrund der "Entmenschlichung" des "kapitalistischen Produktionsprozesses, den Arbeitenden alle Voraussetzungen zur Bildung, vorab Muße"(!), verweigert werden. Nahtlos fügt Liessmann hinzu, daß "Kindern deren mangelnde Lesefähigkeit nach jedem Pisatest, zwar wortreich beklagt wird, nicht aber etwa das Lesen beigebracht wird, sondern "Motiviation und selbstreguliertes Lernen"". Hat Adorno noch den Kaptialismus bemühen müssen, reicht heutzutage eine, in Mode gekommene Evaluationswut aus, um der nachfolgenden Generation, Bildung zu veweigern! Nicht die leseunfähigen Kinder machen was falsch, sondern wir, die wir uns der Exekutierung der Theorie der Unbildung gnadenlos verschrieben haben: Ein mußisch studierender Student hat schließlich keine Zeit(!) oder etwa keine Lust(?), Pisa- und andere Punkte zu sammeln und fällt somit durch's Unbildungsraster, sic!


 Weitere Lesermeinungen


Die Flüsterer: Leben in Stalins Russland - Orlando FigesDie Flüsterer: Leben in Stalins Russland
Orlando Figes

Gebundene Ausgabe, 9. August 2008
     Verkaufsrang: 69777      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

"Die Bedeutung dieses Buches kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden." (Antony Beevor in The Times)

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Ein absolutes Muss      5 von 5 Punkten
für alle, die sich für Politik aus der Sicht des Einzelnen interessieren.
Ein absolutes Muss für alle, die verstehen wollen, wie man ein ganzes Volk einschüchtern und große Teile für Denunziation und Terrror gewinnen kann. Dieses Verstehen ist auch hilfreich beim Verständnis der Vorgänge in der Nazizeit in Deutschland oder der Kulturrevolution in China.


 Weitere Lesermeinungen


Die Hauptwerke: Mit einem Nachwort von Axel Honneth und Martin Saar (Quarto) - Michel FoucaultDie Hauptwerke: Mit einem Nachwort von Axel Honneth und Martin Saar (Quarto)
Michel Foucault

Taschenbuch, 17. November 2008
     Verkaufsrang: 21387      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 30,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Michel Foucault, Philosoph und Historiker, politischer Aktivist und Professor am Collège de France, verband die Arbeit im Archiv mit unmittelbarem politischem Engagement und verstand es wie kein zweiter, die historisch-philosophische Analyse unserer Kultur für eine kritische Diagnose der Gegenwart fruchtbar zu machen. Seine Analysen der neuzeitlichen Ordnungen der Sexualität und des Wissens, der modernen Biomacht und der Gouvernementalität haben das theoretische Terrain abgesteckt, auf dem die aktuellen Debatten um eine Neubestimmung der condition humaine geführt werden. Vor allem seine diskurs- und machttheoretischen Schriften haben eine ganze Generation von Intellektuellen geprägt. Der Band versammelt die einschlägigen Hauptschriften Foucaults, die nach wie vor den Königsweg zu seinem Denken darstellen: Die Ordnung der Dinge, Archäologie des Wissens, Überwachen und Strafen und die drei Bände der Studien über Sexualität und Wahrheit: Der Wille zum Wissen, Der Gebrauch der Lüste und Die Sorge um sich.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Foucaults Hauptwerke für überschaubares Entgelt      4 von 5 Punkten
Hier ist in Nuce das Denken Michel Foucaults für wenig Geld zu haben. Die Schwere des Bandes macht ihn für mobiles Lesen ungeeignet und aufgrund der dünnen Seiten ist das Durcharbeiten mit Stiften auch nicht zu empfehlen. Aus meiner Sicht fehlt der noch sehr lesenswerte Band Wahnsinn und Gesellschaft in dieser Zusammenstellung, aber sicherlich musste man sich auf irgendetwas festlegen und so hat man je 2 Bände aus den drei unterschiedlichen Schaffensperioden des Franzosen. Im Grunde kann man nur hoffen, dass es noch von weiteren Gesellschaftskritikern und Philosophen solcherlei Zusammenstellungen gibt, deren Nachteil natürlich ist, dass sie sich auf einen Teil des Werkes beschränken müssen, aber für überschaubares Geld eine Quantität an Text zugänglich machen.


Reisegast in Korea - Christine LiewReisegast in Korea
Christine Liew

Broschiert, 30. Mai 2010
     Verkaufsrang: 18670      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 17,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

"Ausführlicher, handlicher Reisebegleiter, der Interesse an Land, Kultur und Natur Südkoreas weckt und mit vielen Details aufwartet. Sehr anschaulich, detailliert und mit liebevollem Blick auf Land und Leute führt die Autorin ein in Geschichte, Vielfalt der Religionen, in die Auswirkungen extremer Jahreszeiten, die Entwicklung der politischen Verhältnisse, die Südkorea wirtschaftlich zum Trendsetter im ostasiatischen Raum machte. Neben den aufklärenden Kapiteln werfen Info-Artikel einen Blick auf kleine Besonderheiten wie den Kult um die Mülltrennung, die richtigen Tischmanieren oder die ungebrochene Tradition, Wahrsager aufzusuchen. - Ein sehr informatives, ausführlich in Land, Leute, Politik und Geschichte, und Lebensgewohnheiten einführender Reisebegleiter." -EKZ, 1/09

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 11 Bewertungen)

Korea      5 von 5 Punkten
Wunderbare, leicht zu lesende Einführung in eine interessante Kultur, viele praktische Tipps und Verhaltenshinweise, direkt umsetzbar, sehr zu empfehlen.


 Weitere Lesermeinungen


Ganz normale Männer: Das Reserve-Polizeibataillon 101 und die "Endlösung" in Polen. Mit einem Nachwort (1998) - Christopher R. BrowningGanz normale Männer: Das Reserve-Polizeibataillon 101 und die "Endlösung" in Polen. Mit einem Nachwort (1998)
Christopher R. Browning, Jürgen Peter Krause

Taschenbuch, 1. September 1999
     Verkaufsrang: 33269      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Im Sommer 1942 wurde ein Bataillon der Hamburger Polizeireserve, etwa 500 Männer, die zu alt zum Dienst in der Wehrmacht waren, nach Polen zu einem Sonderauftrag gebracht. Dort wurde ihnen eröffnet, dass sie die jüdische Bevölkerung in polnischen Dörfern aufzuspüren, die noch arbeitsfähigen Männer für den Lagereinsatz auszusondern, die übrigen - Alte, Kranke, Frauen und Kinder - auf der Stelle zu erschießen hätten. Vor ihrem Einsatz mchte der Kommandant den Leuten das Angebot, wer sich dieser Aufgabe nicht gewachsen fühle, könne sein Gewehr abgeben und würde dann zu einer anderen Aufgabe eingesetzt. Nur etwa 12 Männer von fast 500 traten vor. In ganz Polen und Russland wüteten in der Folgezeit diese Polzeibataillone, erschossen Tausende von Menschen und brachten weitere Tausende in Konzentrationslager. Durch minuziöse auswertung aller verfügbaren Quellen versucht der Autor nicht zu erklären, aber doch Gründe und beeinflussende Umstände dafür zu finden, wie "ganz normale Männer" zu Massenmördern gemacht werden konnten. In einem neuen Nachwort von 1998 setzt sich Browning mit den Thesen Daniel Jonah Goldhagens ("Hitlers willige Vollstrecker") kritisch auseinander.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 10 Bewertungen)

Bestürzendes Buch!      5 von 5 Punkten
Das Buch habe ich mit Bestürzung gelesen. Ich bin da auch pessimistisch, dass sich so etwas bei uns nicht wiederholen kann. Leider! Man sieht es auch scon an den Übergriffen in U-Bahnen, dass "Menschenwürde" ein Wort ist, das viele noch nie gehört haben, und das Sprichwort "Was du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu!" überhaupt unbekannt zu sein scheint.


 Weitere Lesermeinungen


Vollkommene Freiheit: Das große Krishnamurti-Buch - Jiddu KrishnamurtiVollkommene Freiheit: Das große Krishnamurti-Buch
Jiddu Krishnamurti

Taschenbuch, April 2006
     Verkaufsrang: 38284      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Vollkommene Freiheit - das war Jiddu Krishnamurtis Leitmotiv. Dieser Band versammelt seine wichtigsten Aufsätze, Reden und Gespräche aus fünfzig Jahren weltweiter Lehrtätigkeit - viele davon hier zum ersten Mal in deutscher Übersetzung.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 11 Bewertungen)

Vollkommene Freiheit      5 von 5 Punkten
Soweit zufrieden und Empfehlungswert, es gibt in Spirituelle Richtung unter andere vielen Büchern von Meher Baba; Viel Schweigen, Dre Göttlicher Plan dder Schöpfung soweie Darlegunge und Das nicht und das Alles, wenn jemand wirklich interesiert ist sollte unbedingt lesen oder Lord Meher von Meher Baba (Bhau Kalchuri) lesbar im Internet auch.Vollkommene Freiheit: Das große Krishnamurti-Buch


 Weitere Lesermeinungen


Die Ordnung der Dinge: Eine Archäologie der Humanwissenschaften - Michel FoucaultDie Ordnung der Dinge: Eine Archäologie der Humanwissenschaften
Michel Foucault

Taschenbuch, 11. November 1974
     Verkaufsrang: 84404      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 16,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)
Die Ordnung der Dinge
OT Les Mots et les choses. Une archéologie des sciences humaines OA 1966 Form Sachbuch Bereich Philosophie
Mit Die Ordnung der Dinge begibt sich der Psychologe Michel Foucault nach intensiven Forschungen zum ersten Mal in einem größeren Werk auf das Gebiet der Ideengeschichte. Das Buch markiert gleichzeitig Foucaults erste systematische Darstellung der Diskurstheorie.
Aufbau: Foucault untersucht den Wandel der Idee der Wissenschaft von der Renaissance über das "klassische Zeitalter" des 17. und 18. Jahrhunderts bis hin zum 19. Jahrhundert. Dabei konzentriert er sich auf die sprachlichen Kategorien und die elementaren Denkmuster, nach denen Wissen geordnet sei und die daher die Diskursinhalte vorbestimmen. So entstehe Wissen laut Foucault nicht als Ergebnis des rationalen Denkprozesses der Menschen, sondern ergebe sich aus der grundlegenden Struktur des Diskurses, die teils auf zufällige "Entdeckungen" zurückgehe, teils von politischen Machtinstanzen durchgesetzt werde.
Inhalt: War das Denksystem der Renaissance vom bestimmenden Prinzip der Verwandtschaft der Dinge untereinander gekennzeichnet, so existiere laut Foucault im klassischen Zeitalter eine neue, wesentlich andere Ordnung, in der es sich "nicht mehr um die Frage der Ähnlichkeiten, sondern um die der Identitäten und der Unterschiede handelt".
Diese Änderung des Denksystems erklärt Foucault im Einzelnen durch einen Rückgriff auf die Semiotik, in dem er für das klassische Zeitalter eine neue "dualistische Theorie des Zeichens" feststellt, welche drei Elemente impliziere: "das, was markiert wurde, das, was markierend war, und das, was gestattete, im Einem die Markierung des Anderen zu sehen." Dieses auf der Repräsentation basierende Zeichensystem sei die Grundlage einer allgemeinen Ordnungswissenschaft gewesen, deren Begriffsraster Foucault rekonstruiert. Anschließend zeichnet er dieses System in drei scheinbar unterschiedlichen Teildiskurse der Zeit, in der allgemeinen Grammatik, in der Naturgeschichte und in der Analyse der Reichtümer, nach. So leite sich beispielsweise der Wert vom Geld nicht mehr aus seinem Edelmetallbestand ab, sondern aus der auf ihm abgebildeten Repräsentation des Souveräns.
Im zweiten Teil des Werks widmet sich Foucault einem erneuten Wandel des Denksystems im 18. Jahrhundert: in einer Analyse schildert er, wie aus der Betonung der Zirkulation von Geld die bestimmende Rolle der Arbeit entstanden sei, wie die Analyse der äußeren Merkmale von Pflanzen und Tieren in der Naturgeschichte der Vorstellung von Organisation und Funktion in der sich formierenden Biologie gewichen sei, und wie anstelle einer reinen Kategorisierung der Unterschiede der Sprachen durch die Entdeckung der Flexion ihre gemeinsamen Verbindungen festgestellt wurden.
Wirkung: Für Foucault habe seine "Archäologie des Denkens" weit reichende Folgen für die menschliche Existenz. Indem er der Sprache eine konstituierende Rolle einräumt, relativiert er gleichzeitig die bisweilen als absolut empfundene Bedeutung der menschlichen Vernunft. Daher proklamiert er den Tod des Menschen als autonomes Wesen, was die teils sehr kritische Rezeption des Werks erklärt. B. A.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

interessant!      5 von 5 Punkten
ein sehr schlaues Buch und eine klasse Interpretation - die es wert ist, zu lesen.


 Weitere Lesermeinungen


Traumatische Tropen: Notizen aus meiner Lehmhütte - Nigel BarleyTraumatische Tropen: Notizen aus meiner Lehmhütte
Nigel Barley

Taschenbuch, 1. November 1997
     Verkaufsrang: 46813      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

"Die witzigste Abrechnung mit der ethnologischen Euphorie der letzten Jahre." (FAZ)


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 18 Bewertungen)

Sehr unterhaltsam und lehrreich      5 von 5 Punkten
Ic habe das Buch von Freunden geschenkt bekommen und war zunächst etwas skeptsch, aber nachdem ich es einmal begonnen hatte konnte ich es praktisch nicht mehr aus der Hand legen. Der Autor beschreibt unterhaltsam die Tücken und weniger bekannten, zeitraubenden (und für den Leser lustigen) Hindernisse auf dem Weg zur und bei der Feldforschung bei "seinem" Eingeborenenstamm. Zusätzlic hierzu lernt man sozusagen nebenbei etwas über die Ethnologie als Wissenschaft und über das Dorf, welches von dem Autor besucht wird. Dabei gelingt es ihm dem Leser die Eingeborenen und Ihre Lebensweise, grade weil er auch ihre negativen Seiten schildert, lebensnah darzustellen und man lernt praktisch dazu, ohne sich dessen bewußt zu sein, wie es etwa bei der trockenen Lektüre eines Lehrbuchs oder einer Monographie der Fall wäre.
Darum 5 Sterne :-)


 Weitere Lesermeinungen


MI 5: Die wahre Geschichte des britischen Geheimdienstes - Christopher AndrewMI 5: Die wahre Geschichte des britischen Geheimdienstes
Christopher Andrew

Gebundene Ausgabe, 10. März 2010
     Verkaufsrang: 23173      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

"Die nötigen Lehren aus der eigenen Geschichte ziehen das ist es, was der britische Historiker Christopher Andrew in seinem höchst interessanten Buch einfordert ... Ein wichtiges Buch." (Rheinischer Merkur, 25.03.2010)

"Der Stoff, aus dem die Filme und die Romane sind: Christopher Andrew publiziert seit fast 30 Jahren über Geheimdienste nicht nur über die britischen, sondern auch über die sowjetischen. Nun legt er zum 100. Jahrestag der Gründung des Security Service eine sachlich-nüchterne Überblicksdarstellung über den Zeitraum von 1909 bis 2009 vor." (Rainer Blasius, FAZ, 6.4.2010)

"Wer einen Spionage-Thriller à la James Bond erwartet, wird nicht enttäuscht. Information, Spannung ( atemberaubend , schreibt The Guardian), literarisches Talent und britischer Humor machen Andrews Buch zu einem großen Lesevergnügen und gleichzeitig zu einem unverzichtbaren geschichtswissenschaftlichen Standardwerk über die letzten 100 Jahre mit tiefen Blicken hinter die Kulissen der internationalen Diplomatie." (Deutschlandradio Kultur, Lutz Bunk, 22.04.2010)

"Detailliert schildert Andrew, wie es dem MI 5 gelang, während des Zweiten Weltkrieges deutsche Agenten umzudrehen und beispielsweise durch gezielte Fehlmeldungen zum Erfolg der Landung der Alliierten in der Normandie beizutragen.Doch nie hat das Ganze den Charakter einer Anekdotensammlung. Der Leser erhält zugleich Einblicke in die Strukturen und Mechanismen, wie ein Geheimdienst funktioniert und wo seine Grenzen liegen." (Ralf Balke, Handelsblatt, 23.4.2010)


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Nichts Neues      3 von 5 Punkten
Im wesentlichen nichts Neues.
Sicher: viele nette kleine Details. Aber wer sich für die Geschichte des 20. Jahrhunderts bisher schon interessiert hatte, findet zu den Themen "Verrat der Atombombe durch Klaus Fuchs und andere", "The Magnificent Five = Philby & Co", "Beherrschung des gesamten deutschen Agentennetzes zwecks Doppelspiel zur Täuschung der Deutschen in Zusammenhang mit der Invasion am 6. Juni '44" und der Aufklärung von Terroranschlägen der einheimischen Islamisten nichts wirklich Neues.
Fazit: eine Fleissarbeit, aber die Geschichte des 20. Jahrhunderts muss nicht umgeschrieben werden.

Geschichten aus der Geschichte      5 von 5 Punkten
Fern ab aller Agentenidylle aus TV oder Kino hat im letzten Jahr der bis heute immer noch geheimnisumwitterte britische Security Service MI 5 seinen 100. Geburtstag gefeiert.
Es ist eine kleine Sensation, dass aus diesem Anlass dieses Buch erscheinen konnte. Einmalig in der internationalen Geheimdienstgeschichte dürfte sein, dass ein Autor und in diesem Falle der führende Geheimdienstexperte schlechthin Christopher Andrew die Archive des MI 5 nutzen durfte. Herausgekommen ist die bisher einzige Geschichte dieses Geheimdienstes. Historiker werden an diesem Buch nicht vorbeikommen.
Folgerichtig beginnt der Autor dann auch im Jahre 1909. Mit dem Auftrag "Natur und Umfang der ausländischen Spionage, die gegenwärtig in unserem Land betrieben wird, und die Gefahr, die sie für uns darstellt zu untersuchen." wurde der Geheimdienst im Oktober 1909 gegründet. Fast immer galten Deutschland und Russland als die größten Feinde.
Akribisch und äußerst faktenreich geht der Autor chronologisch in seiner Geschichte vorwärts. Dabei beschreibt er auch das Scheitern des deutschen Geheimdienstes zu Zeiten des I. Weltkrieges. Er geht ein auf die Zeit zwischen den Weltkriegen und arbeitet sehr gut und ausführlich die Zeit des kalten Krieges auf. Lebendig und stellenweise sehr aktionsreich wird es dort, wo Andrew persönliche Schicksale und bislang unbekannte Geschichten erzählt. Eine Vielzahl von Fotos lässt die Geschichte einmal mehr lebendig werden.
Letztes Kapitel des Buches und heutiger Hauptfeind zugleich ist der religiös motivierte Terror. Nach den Anschlägen in Amerika hat sich die gesamte Aufgabenausrichtung grundlegend geändert.
Dieses Buch ist sowohl eine äußerst interessante Geschichte des MI 5, aber auch eine unter neuem Blickwinkel geschriebene Geschichte Englands. Es lebt von vielen Geschichten und von der spannenden Art wie unterhaltsam Geschichte in diesem vorliegenden Fall zum Leser transportiert wird.


Der Siebenjährige Krieg: Ein Weltkrieg im 18. Jahrhundert - Marian FüsselDer Siebenjährige Krieg: Ein Weltkrieg im 18. Jahrhundert
Marian Füssel

Broschiert, 27. August 2010

Verkaufsrang: 28428
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95
(versandkostenfrei nach D, CH und A,
 Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Weiter bei Amazon



 


Vorige SeiteSeiten:
 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14  15  16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 
Nächste Seite