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Wahrnehmungsförderung durch Rhythmik und Musik Sabine Hirler Taschenbuch, Februar 2007 Verkaufsrang: 40705 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Viele Ideen zur sensomotorische Wahrnehmungsförderung 5 von 5 Punkten Sabine Hirler ist gelernte Rhythmik- und Musikpädagogin und setzt seit vielen Jahren rhythmische Spiele und Musik in der Behandlung und Prävention von Wahrnehmungs- und Konzentrationsstörungen bei Kindern ein. In ihrem Theorieteil, der zirka ein Drittel des Buches ausfüllt, widmet sie sich zunächst den KapitelnDie Sinnessysteme im Wahrnehmungsprozess, Wahrnehmung als Grundlage der Intelligenz- und Persönlichkeitsentwicklung, Ganzheitliche Wahrnehmung, Sensomotorik in der Rhythmik sowie Wahrnehmung und Konzentration /Aufmerksamkeit. Wer hierbei eine trockene und schwer verständliche theoretische Abhandlung befürchtet, kann sich auf lebendige und vor allem praxisnahe Erläuterungen freuen, die für die alltägliche pädagogische Arbeit zahlreiche wertvolle Informationen bereithalten. Die Ideen zur praktischen Umsetzung von Wahrnehmungsförderung durch Spiele und Übungen sind im zweiten Teil des Buches noch einmal schwerpunktmäßig unterteilt und ausführlich beschrieben. So gibt es folgende Kapitel: Die Fortbewegungsarten als Basis für die Rhythmikstunden, Rhythmische Wahrnehmungsspiele mit Materialien (Reifen, Seile, Bälle, Stäbe, Tücher, Papprollen und Märchenwolle), Rhythmische Wahrnehmungsspiele mit Instrumenten, Rhythmischen Wahrnehmungsspiele mit Reimen, Rhythmische Wahrnehmungsspiele mit Liedern (inklusive Noten und Texte) sowie Beispiele für thematische Rhythmikstunden. Die Spielideen eignen sich zumeist für 3- bis 12-jährige Kinder. Für mich selbst konnte ich jede Menge Anregungen für meine pädagogische Arbeit finden und kann dieses lesenwerte wie informative Buch allen Erzieherinnen, die im Kita- und Hortbereich tätig sind, nur empfehlen.
Vorzüglicher Gesamteindruck 5 von 5 Punkten Die spielerische Förderung der Wahrnehmung von Kindern im Alter von drei bis zwölf Jahren steht im Mittelpunkt dieses sehr kreativen und fantasievollen Buches von Sabine Hirler. Mit vielen praxiserprobten rhythmischen (Bewegungs-)Spielen, pfiffigen Liedern und spielgeschichten motiviert sie die Kinder zum aktiven Umgang mit Musik, zum Teil auch zum Selbst-Erfinden und Selbst-Gestalten. Bei desem rhythmisch-musikalischen Erziehungskonzept Hirlers werden alle Sinne gefordert und dabei die ganzheitliche Wahrnehmung geschult, außerdem werden zugleich die Konzentration und Aufmerksamkeit der Kinder und ihr Sozialverhalten gefördert. Genaue Bewegungsanleitungen, Altersangaben und viele Lieder tragen zum vorzüglichen Gesamteindruck dieses Buches bei. aus NMZ, 2/2000 |
Der Kampf mit dem Dämon: Hölderlin, Kleist, Nietzsche Stefan Zweig Broschiert, 1. Oktober 2007 Verkaufsrang: 50845 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Hölderlin, Kleist, Nietzsche - drei Außerordentliche, denen sich Stefan Zweig als "Psychologe aus Leidenschaft, Gestalter aus gestaltendem Willen" zutiefst verbunden fühlte. Unverstanden von ihrer Generation, enden alle drei "vorzeitig in einer furchtbaren Verstörung des Geistes, einer tödlichen Trunkenheit der Sinne, in Wahnsinn oder Selbstmord." Sigmund Freud rühmte Stefan Zweigs "Vollkommenheit der Einfühlung" in Wesen, Charakter und Gedankenwelt schöpferischer Menschen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Dionysos in Weimar 5 von 5 Punkten Es sind keine Biographien im herkömmlichen Sinn, die Stefan Zweig hier geschaffen hat, sondern eher psychobiographische Essays oder Psychogramme. Historisches oder Biographisches im engeren Sinn interessiert ihn nur insofern, als es geeignet ist, das Wesentliche und Typische seiner Figuren sichtbar zu machen. Im Vergleich miteinander soll dieses Typische herausgearbeitet und sichtbar gemacht werden. Das erinnert an Plutarchs Methode der vergleichenden Doppelbiographik und Zweig nennt ihn im Vorwort auch einen "erlauchten Ahnherren".
Was ist nun das Wesenhafte, das Hölderlin, Kleist, Nietzsche miteinander verbindet? Zweig nennt es das "dämonische" Element. Das Dämonische, das ist Übermaß und Ekstase, Selbstentäußerung und Selbstvernichtung, tragische Atmosphäre, "ein Gewitterhimmel von Gefahr und Gefährdung des Lebens", Rauschkunst und fieberhaftes Schaffen. Es ist auch kein Zufall, dass in diesem Kontext immer wieder altgriechische Sprachbilder auftauchen: Das Dionysische, das Pythische (Orakelhafte), das Orphische, das Tragische. Hölderlin und Nietzsche und zu einem guten Teil auch Kleist, sie mögen im Deutschland des 19ten Jahrhunderts gelebt haben, aber ihr Denken wurzelt fest in griechischem Boden.
Es hat aber seinen Preis, als Altgrieche in deutschen Ländern zu leben. Das ist die andere Seite, die Zweig herausarbeitet: Nomadische Existenzen sind es, Besitzlose, Heimatlose, Familienlose, die ständig an der Grenze leben, physisch und psychisch. Und an der äußersten Grenze ihrer Existenz, kurz vor dem geistigen Verfall (Hölderlin, Nietzsche) oder der Selbstvernichtung (Kleist) schaffen sie Ungeheuerliches, Großartiges: Nietzsche verglüht zum Klang seiner Dionysos-Dithyramben, Hölderlin verdämmert in der Rhythmik seiner Nachtgesänge, Kleist zelebriert seine Selbstauslöschung in der dunklen Messe seiner Todesbriefe. Dieser Weg in den Abgrund, in die letzte Götterdämmerung ist der rote Faden, den Zweig in seinen Psychogrammen nachzeichnet.
Nie "psychologisiert" Zweig. Das ist deshalb bemerkenswert, weil er sich selbst als "Psychologe als Leidenschaft" bezeichnet und das Buch Sigmund Freud gewidmet ist. Zwar notiert er manchen bemerkenswerten Gleichklang in der Familienkonstellation (alle drei wachsen sie früh vaterlos auf, bleiben ein Leben lang von den Müttern abhängig), in der Sozialisation (deutsche Gymnasialtradition), im späteren Bindungsverhalten (distanziert und zugleich schwärmerisch) oder in den künstlerischen Neigungen (zentral bei allen drei: die Musik). Aber diese psychologischen Erkundungen dienen immer nur dazu, die Kräfte und Temperaturen des "Dämonischen" freizulegen, niemals aber dazu, die dionysischen Gesänge selbst auf einen Familienroman zu reduzieren. Davor schützt Zweig - neben seinem Kunstverständnis - sicher auch die tief empfundene Nähe zu den Portraitierten.
Nie "moralisiert" Zweig. Zwar führt er die "Dioskuren" aus Weimar, Goethe und Schiller als Gegenpole zu Hölderlin, Kleist und Nietzsche ein und zeigt wie die beiden den "Dämon" bändigen konnten, während ihm die drei verfallen sind. Der Vergleich impliziert aber keine Wertung. Keine künstlerische, aber auch keine moralische. Gewiss, Goethes Dichtung (wie auch sein Leben) ist, bei aller Dämonie im einzelnen (Werther, Faust) doch an sich "gesund". Kräfte und Gegenkräfte balancieren sich aus, Sinnlichkeit und Vernunft, Einzelstreben und Gemeinschaftsgefühl gehen eine harmonische Verbindung ein. Nicht umsonst gilt Goethe als Sinnbild des Klassischen, des Humanistischen. Anders die Jünger des Dionysios: Deren Werk und Leben ist bei aller Harmonie im einzelnen doch an sich "ungesund", grenzüberschreitend, zerstörerisch. Die Abgründe des Dämonischen sind augenfällig: Rausch, Gewalt, Exzess liegt hier in der Luft. Aber in ein paar Randbemerkungen zeigt Zweig auch die von vielen gefühlten Untiefen des Humanistischen auf: das Abgleiten ins Pietistische, Quietistische.
Kann man es sich aussuchen, ob man zum "Hammer des Herren" (Nietzsche) wird, oder zum "orphischen Sänger des Göttlichen" (Hölderlin) oder zum "Herrn Geheimrat" (Goethe). Ja? Das wäre dann aufklärerisch-deutsch gedacht. Nein? Das wäre dann tragisch-griechisch gedacht. Ich denke, Zweig neigt mehr zur griechischen Antwort...
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Sumo Sushi Dauerlächeln - Ein Gaijin in Japan Hans-Georg Kaethner Broschiert, Juni 2008 Verkaufsrang: 42416 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Vier Jahrzehnte als Gaijin im Land der aufgehenden Sonne hinterlassen Spuren. Spuren der Faszination für eine Gesellschaft, in der Massentiefschlaf im überfüllten Nahverkehrszug genauso selbstverständlich ist wie feucht-fröhliche Friedhofsgelage unter Kirschblüten zur Unterhaltung der hochverehrten Ahnen.Immer auf Augenhöhe, mit viel Humor und einer Fülle unbekannter Details erzählt Sumo Sushi Dauerlächeln von einzigartigen und wundersamen Erlebnissen, wie sie nur in Japan denkbar sind.Das Ergebnis ist eine amüsante Charakterstudie einer andersartigen und nicht minder skurrilen Gesellschaft, verfasst von einem Gaijin, der trotz aller Wunderlichkeiten nie seine Bewunderung verloren hat. Sumo- Sushi- Dauerlächeln ist ein ungewöhnlicher Leitfaden zum Verständnis der eigentlich unverständlichen Volksseele des Japaners.Er spannt sich durch eine Gesellschaft, in der die berühmte Skulptur der Venus von Milo das Schönheitsempfinden mandeläugiger Japanerinnen so nachhaltig beeinflusste, dass sich Nasen- und Augenoperateuren eine wahre Goldgrube eröffnete und wo Traditionsbewusstsein und unermüdliche Kaisertreue der Yakuza ebenso selbstverständlich sind wie Reinschieber im Nahverkehrszug zu Stoßzeiten. Emsiger Chronist dieser Gesellschaft ist ein Gaijin, der seit rund vier Jahrzehnten versucht, das Mysterium Nippon zu ergründen. Obwohl oder vielleicht gerade weil er mit einer lieben japanischen Ehefrau beglückt ist, wird ihm das, allen Bemühungen und Recherchen zum Trotz, niemals perfekt gelingen. Echte Japaner empfinden dieses Scheitern mit innerer Genugtuung als völlig normal und insgeheim mag jeder der freundlich lächelnden Söhne Nippons sogar Mitleid empfinden ist der bedauernswerte Gaijin ja nicht direkt selbst dafür verantwortlich zu machen, dass er kein Japaner ist.Aus vielfältigen Perspektiven durchstreift Sumo Sushi Dauerlächeln den japanischen Alltag, stets unentwirrbar eingekeilt in den stoßenden und drängenden Menschenmassen. Dabei bleibt es, wenn auch in bissiger und humoristischer Form, eine Liebeserklärung an das Land der aufgehenden Sonne, die in einer originellen, aber sehr gründlichen Charakterzerpflückung des Japaners ihren Höhepunkt findet.Sumo Sushi Dauerlächeln ist ein unentbehrlicher Wegweiser für jeden Gaijin, der Japan wirklich erleben und erleiden möchte.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Und der Autor hat wirklich über 40 Jahre in Japan gelebt? 1 von 5 Punkten Der Presseinformation "Der Autor...hat...seine Erfahrungen in einem humoristischen Buch zusammengefasst. Mit Respekt und ohne die sonst so oft durchklingende westliche Arroganz erzählt er ..." können schon die ersten Seiten nicht mehr folgen.
Kitschiger Schreibstil.
Fesselnde Einblicke hinter das Dauerlächeln 5 von 5 Punkten Sumo, Sushi, Dauerlächeln da denkt man an japanische Klischees vom ewig höflichen, exotischen und undurchdringlichen Asiaten. Klischees, denen in diesem unterhaltsamen und zugleich äußerst informativen Buch auf den Grund gegangen wird. Land und Leute werden mit viel Liebe zum Subjekt und zum Detail geschildert. Mit Ironie und sprudelndem Wortwitz dringt der Autor unter die Oberfläche gängiger Japanvorstellungen, hinterfragt sie und erklärt den Ursprung typisch japanischer Phänomene.
Dabei ist der Blickwinkel oft satirisch und die Perspektive immer eine sehr persönliche. Genau diese Mischung aus zutiefst subjektiver Sicht und eigenen Erfahrungen mit einer Fülle von Fakten macht das Buch für mich zur vergnüglichen Lektüre. Ein bisschen Reiseführer, ein bisschen Reisebericht, liest es sich, als würde man einem weit herum gekommenen und landeskundigen Freund bei der Schilderung seiner Abenteuer lauschen: Man lernt viel Neues, oftmals verblüffende Details. Je nach Temperament und Neigung des Lesers erlaubt es, Japan an der Seite des Autors im bequemen Lesesessel mitzuerleben oder steigert das Verlangen, dieses faszinierende Land selbst zu erkunden, herauszufinden, ob es ähnlich auf einen wirken würde, oder regt den schon Japankundigen an, Eindrücke zu vergleichen. Es macht neugierig auf mehr.
Das Buch ist in 9 Kapitel unterteilt, die sich thematisch klar abgegrenzt und relativ unabhängig voneinander mit verschiedenen Aspekten des Lebens in Japan beschäftigen, sei es die Esskultur, das Bildungswesen und -unwesen, die verwirrende Vielfalt der japanischen Götterwelt, ur- und neujapanische Sportarten oder der Charakter des Japaners im Allgemeinen und des Taxifahrers im Speziellen. Unterstützt von einem übersichtlichen Glossar erlaubt es diese Gliederung, auch quer zu lesen und sich über einzelne, gerade interessierende Themen kundig zu machen. Ein Schnellkurs in japanischer Küche vor dem abendlichen Treffen in der Sushibar vielleicht oder einen vertiefenden Ausflug in die 8 Millionen starke japanische Götterwelt angeregt durch einen Museumsbesuch oder eine Fernsehdokumentation. Letzteres für mich vielleicht das informativste Kapitel, während die fesselnde Geschichte des Sumos (Über Japans vergötterte Diabetiker und andere Körperkultur) und das Plädoyer für die japanische Umwelt (Über Mikrofontraktierer und sonstigen Umweltkomfort) besonders deutlich machen, wofür das Herz des Autors schlägt. Sein Spott hat Biss und ist doch am Ende liebevoll. Hinter all dem Exotischen und Anderem zeigt er uns am Ende den liebenswerten, nervenden Mitmenschen. Viel Spaß beim Kennenlernen!
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München: Die Kinder-Uni erzählt die Geschichte der Stadt Volker Ufertinger Gebundene Ausgabe, April 2008 Verkaufsrang: 63776 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der Kinder-Reiseführer durch die Münchner Geschichte In kurzen, lebendigen Episoden erzählt Volker Ufertinger die wichtigsten Ereignisse in der Geschichte Münchens, erklärt die Entstehung der prominentesten Bauwerke und den Ursprung und Sinn bekannter Münchner Bräuche. Münchner und Nicht-Münchner Kinder begegnen dabei interessanten historischen Figuren und lernen, die Stadt mit anderen Augen zu sehen. München ist weltbekannt, dafür sorgen der FC Bayern und das Oktoberfest. Aber München ist viel mehr als Fußball- und Wiesnfieber. In anschaulichen Geschichten wird die nun 850 Jahre währende Geschichte der Stadt seit ihrer ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1158 lebendig. Sie erzählen vom dreisten Handstreich, der am Anfang der Stadtgeschichte stand, von aufmüpfigen Bürgern, die sich nicht nur an der dafür vorgesehenen Meckertür beschwerten, von weltlichen und kirchlichen Herren, die ihre Spuren in der Stadt hinterließen, von Krieg und Belagerung, Feuer und Pest, die den Aufstieg des kleinen Nestes zur heutigen Millionenstadt nicht verhinderten. Die Kinder erfahren, warum das Münchner Kindl eine Mönchskutte trägt, weshalb die Frauenkirche so groß ist, warum das bayerische München ausgerechnet einen Englischen Garten hat und woher das im September gefeierte Oktoberfest kommt. · Die Stadt München feiert 2008 ihren 850. Geburtstag · Nicht nur Geschichtsbuch, sondern auch Stadtführer: Ein Stadtplan zeigt die Schauplätze der Geschichte(n) · Macht Stadtgeschichte für Kinder sichtbar und begreifbar · Ein liebevoll ausgestattetes Bändchen im kleinen "Kinder-Uni"-Format, durchgängig farbig illustriert
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Wörterbuch der Soziologie Karl-Heinz Hillmann Gebundene Ausgabe, Februar 2007 Verkaufsrang: 30226 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Jenseits von weltanschaulicher Einseitigkeit und politischer Opportunität, offen für alle bedeutenden soziologischen Richtungen, ausgewogen und verständlich in der Darstellung, erweist sich dieses Wörterbuch als zuverlässige Arbeitshilfe für den Fachmann sowie als hervorragendes Orientierungsmittel für den gesellschaftlich interessierten Laien.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
empfehlenswert! 5 von 5 Punkten Eine Anschaffung, die sich lohnt!
Das Buch ist eine gute Mischung aus wichtigen Soziologen und Stichwörten der Soziologie.
Vor allem auch die soziologische Zeittafel am Ende des Buches ist ein weiteres Extra.
Die Eintäge sind in einer verständlichen Schreibweise verfasst.
Für mein Soziologiestudium wird mir dieses Buch sicher stets von Nutzen sein!
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Kemal Atatürk: Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten Bernd Rill Taschenbuch, April 2006 Verkaufsrang: 67612 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)
Interessantes Buch über "den großen Reformer" der Türkei 5 von 5 Punkten Wer öfter schon einmal in der Türkei war, wird festgestellt haben, dass man immer wieder auf Kemal Attatürk trifft, da man überall auf Fotos von ihm stößt. Wenn man sich die Frage stellt, wer Attatürk war und was er bewegt hat, so gibt dieses kleine und preiswerte Buch, einen guten Einblick in sein Schaffen.Kemal Attatürk wurde mit dem Namen Mustafa 1881 in Saloniki als Sohn zweier Türken (einem Zollbeamten und einer Bauerntochter) geboren. Seine Eltern waren sehr arm und konnten Kemal somit nicht viel ermöglichen. 1893 trat Mustafa Kemal Attatürk in die Militärschule in Saloniki ein. Von hier aus schaffte er es bis zur Generalstabsakademie in Istanbul. An den Kriegsakademien gab es oppositionelle Treffen, die sich Watan (arab. Vaterland) nannten. Nachdem Attatürk sein Abschlußexamen absolviert hatte, benutzte er seine Zeit, um die Geheimzeitungen von „Watan" zu drucken und heimliche Versammlungen abzuhalten. Er wurde erwischt und kam ins berühmt berüchtigte „Rote Gefängnis" in Istanbul. Seine revolutionären Treffen legte man ihm als Jugendsünde aus und versetzte ihn als Hauptmann nach Damaskus. Aber Attatürk ließ sich nicht abschrecken: In Damaskus gründete er erneut Watan-Zirkel und verbreitete seine Theorien unter den Soldaten, so dass es - mit dem Marsch auf Istanbul im Jahr 1908 - zu einer Revolution gegen den Sultan kam. Diese Revolution war aber erst der Auftakt vieler jahrelanger Säuberungskriege gegen die Russen, die Griechen, die Deutschen, Engländer und Franzosen und den Sturz des Sultans. Kemal Attatürk war dem Westen zugeneigt und wollte aus der Türkei einen modernen Staat nach westlichem Vorbild machen. Er hatte zudem auch eine Abneigung gegen die Verbindung von Staat und Religion, wie sie unter dem Sultan Brauch war. Unter Kemal Attatürk wurde die traditionelle Kopfbedeckung, der Fes, verboten und gegen westliche Hüte ausgetauscht. Alle Beamten mussten westliche Kleidung tragen. Pluderhosen, Mantel und Turban waren verboten. Zudem trieb Attatürk die Gleichberechtigung der Frau voran, indem er im „Türkischen Bürgerlichen Gesetzbuch" von 1926 gleiche Rechte zwischen Mann und Frau vorsah. Mädchen wurde die Möglichkeit der höheren Schulbildung, inklusive Universitäten, eröffnet. Er forderte die Frauen auf, den schwarzen Überwurf (Tscharschaf) bzw. den Schleier abzulegen. Durch ein Gesetz im Jahr 1928 wurde die lateinische Schrift (zuvor wurde das arabische Alphabet), nach europäischem Vorbild verwendet. Die gesamte türkische Sprache wurde in einer linguistischen Aufräumaktion neu gestaltet. Aber dies sind nur einige Fakten über die Epoche unter Kemal Attatürk. Dieses kleine Buch liest sich packend wie ein Krimi. Attatürks reformerische Erfolge werden dargestellt, aber es wird auch ein Attatürk aufgezeigt, der hitzig, durchgreifend und dem Alkohol und Frauen zugewandt war. Alles in allem ein packendes Buch über einen großen Staatsmann und Reformer.
Guter Überblick über Atatürk, die Geschichte der Türkei 5 von 5 Punkten Bis auf eine, für oberflächliche Leser, mißverständliche/unglückliche Analogie mit Hitler ein überraschend gut recherchiertes Buch. Habe es in einem Zug durchgelesen. Hilft sicher viele Vorurteile gegen über das osmanische Reich, die Türkei und Atatürk abzubauen und verändert bei manchem Leser die Perspektive auf die türkische Geschichte, Kultur und Gesellschaft. Sehr empfehlenswert.
Schmales Buch, große Wirkung 5 von 5 Punkten Überschaubar, verständlich und absolut ausreichend für denjenigen, der eine schnelle, doch möglichst umfassende Information sucht. 158 engbedruckte Seiten, aufgelockert durch eine Vielzahl historischen Bildmaterials, ergeben eine geballte Ladung Wissen über diesen sicherlich außergewöhnlichsten Politiker seiner Epoche in Europa. Die Schwierigkeiten des heutigen türkischen Staates, hinsichtlich seiner Anpassungsversuche an die Europäische Gemeinschaft, werden aufgrund des ausführlich geschilderten Hintergrundes des politischen Wirkens von Kemal Pasha Atatürk verständlich. Desgleichen die Befürchtungen der modernen Demokraten in der Türkei vor einer erneuten Hinwendung zu althergebrachtem, religiös eng geprägtem Denken und Verhalten der Bevölkerung, insbesondere in den ländlichen, anatolischen Gebieten, in denen die von dieser Lichtgestalt türkischer Politik eingeführten Reformen bis zum heutigen Tage nur sehr unvollständig umgesetzt werden konnten. Aber auch die unschönen Seiten des Machtmenschen Atatürk werden nicht verschwiegen, sondern in aller gebotenen Sachlichkeit geschildert. Ein schmales Buch, mit dem ein großer Wurf gelang. HMcM
Ein Staatsmann mit Weitblick 4 von 5 Punkten Auf Grund einer Istanbulreise faszinierte mich die Allgegenwärtigkeit eines bereits seit Generationen verstorbenen Politikers. Also wollte ich die Gründe kennenlenen. Anhand des vorliegenden unscheinbaren Buches wurde mir klar welche Ausstrahlung dieser Mann gehabt haben muß. Sehr kompetent geschrieben mit viel Hintergrundinformation. Sehr zu empfehlen.
Kompakte Einführung in die jüngere türkische Geschichte 5 von 5 Punkten Wer als Deutscher mehr Verständnis für die oft sehr temperamentvollen Diskussionen seiner türkischen Kollegen oder Freunde erlangen möchte, dem sei dieses Buch empfohlen. Es schildert sachlich und spannend die Herausbildung der heutigen Türkei aus dem zerfallenen osmanischen Reich. Die Klugheit, Entschlossenheit, Kraft und Willenstärke dieser außergewöhnlichen Persönlichkeit Kemal Atatürk zerrte die Türken Anfang dieses Jahrhunderts in die Moderne. Nun liegt es an Ihnen, ob sie dieses Erbe annehmen und weiterführen oder ihr Glück in der romantischen Verklärung der Vergangenheit suchen. Wer sich mit diesem Thema noch weiter auseinandersetzen will, dem sei auch Peter Scholl-Latours großes Türkeibuch ("Allahs Schatten über Atatürk")empfohlen.
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Klassiker des politischen Denkens 01. Von Plato bis Hobbes Hans Maier, Horst Denzer Taschenbuch, März 2001 Verkaufsrang: 12343 Nach 30 Jahren legt der C.H. Beck-Verlag die beiden langbewährten Bände Klassiker des politischen Denkens in neuer Aufmachung als Taschenbuchausgabe vor. Da dies bei solchen Unternehmen keine Selbstverständlichkeit ist, sollte man hervorheben, dass wirklich alle Artikel zu diesem Zweck überarbeitet und teilweise von jüngeren Autoren neu geschrieben wurden. Herausgekommen ist dabei ein grundsolides und nützliches Nachschlagewerk: Jeder Artikel wird durch eine Zeittafel eröffnet, und eine Auswahlbibliographie ergänzt die beiden Bände. Auch wenn man den Herausgebern bei der Auswahl der behandelten Autoren keine Einseitigkeit vorwerfen kann, hätte man sich für die Neubearbeitung doch eine Reaktion auf neuere Entwicklungen des politischen Denkens gewünscht: So findet man zwar alle Namen, die man in einer solchen Sammlung ohnehin erwartet, sogar solche, wie zum Beispiel Nietzsche, mit denen man nicht in diesem Kontext rechnen würde. Doch was ist mit dem in den letzten zehn Jahren zu neuer Prominenz gelangten Carl Schmitt? Warum wurde auf John Rawls, der längst zu den Klassikern des politischen Denkens der Nachkriegszeit gerechnet werden kann, verzichtet? Hier haben die Herausgeber, offenbar fixiert auf das Ideal des Klassischen, wie aus der um diese Kategorie müßig kreisenden Einleitung hervorgeht, die Chance verpasst, mit den Bänden Anschluss an die neueren Diskussionen zu suchen. --Jens Kertscher
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)
Besser geht es nicht! 5 von 5 Punkten Meiner Meinung nach, sind beide Bände absolut empfehlenswert. Mir ist keine bessere Zusammenstellung der wichtigsten Staatsphilosophen bekannt. Wer sich einen Überblick über deren Leben und Werk verschaffen will, ist mit "Klassiker des politischen Denkens" bestens beraten. Besonders die Zeittafeln erleichtern das Einordnen in den geschichtlichen Zusammenhang. Die Darstellungen der Theorien ist absolut verständlich, insbesondere werden auch wichtige Passagen aus den Originalquellen zitiert. Wer sich für Rechts- und Staatsphilosophie interessiert oder sich auf eine Prüfung in diesem Gebiet vorbereitet, ist hier bestens bedient. Auch Schulreferate sollten sich damit relativ leicht bewältigen lassen.
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Die CIA und der 11. September: Internationaler Terror und die Rolle der Geheimdienste Andreas von Bülow Taschenbuch, Oktober 2004 Verkaufsrang: 85666 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Wer steckt hinter den Terroranschlägen vom 11. September? Der ehemalige SPD-Bundesforschungsminister Andreas von Bülow präsentiert in diesem Buch eine Aufsehen erregende These: Nicht die 19 muslimischen Selbstmord-Attentäter mit dem Al-Qaida-Paten Osama bin Laden im Hintergrund seien für die Angriffe auf das World Trade Center verantwortlich. Vielmehr gehe der 11. September auf das Konto von westlichen Geheimdiensten -- mutmaßlich der CIA und des israelischen Mossad. Für sein stark von Verschwörungstheorien geprägtes Buch hat von Bülow mehr oder weniger plausible Zweifel an der offiziellen Version des Tathergangs zusammengetragen. Der Autor entwirft ein ganz eigenes Szenario: Die entführten Passagierflugzeuge seien von Geheimdienstagenten per Fernsteuerung unter Kontrolle gebracht und in die Türme des WTC gelenkt worden. Der Aufprall der Flugzeuge habe aber längst nicht ausgereicht, um die Gebäude tatsächlich einstürzen zu lassen. Daher seien die tragenden Elemente der Türme zeitgleich gezielt gesprengt worden. Sinn der Aktion laut von Bülow: Die USA und Israel wollten die Anschläge als Vorwand benutzen, um danach ungehindert ihre vor allem gegen muslimische Länder gerichtete Politik weltweit durchsetzen zu können. Wer solch Ungeheuerliches behauptet, muss gute Argumente haben. Doch genau da liegen die gravierenden Schwächen des Buches. Von Bülow beruft sich auf teilweise hanebüchene Quellen, etwa auf vorgebliche Stellungnahmen anonymer Experten im Internet. Immer wenn es konkret werden sollte, weicht der Autor ins Ungefähre aus, formuliert im Konjunktiv oder bläst Nebensächlichkeiten zu schwerwiegenden "Beweisen" auf. Zwar hat er Recht, wenn er auf die vielen Ungereimtheiten hinweist, die es bei den Ermittlungen gab. Und zweifellos wurden die Terroranschläge von der US-Regierung nachträglich für politische Ziele instrumentalisiert. Doch daraus den Vorwurf abzuleiten, der Tod tausender Menschen sei von westlichen Geheimdiensten bewusst geplant und inszeniert worden, ist absurd. --Christoph Peerenboom
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 2.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 46 Bewertungen)
spannender, kurzweiliger Politik-"Thriller" 4 von 5 Punkten Das Buch gehört, trotz mancher Kritik, zu den auf jeden Fall lesenswerten zum 11.September. Von Bülow beginnt mit den Grundlagen dieses Anschlags, den geheimen Geschäften der CIA, insbesondere im Nahen Osten. Der Schreibstil ist spannend, manche langen Sätze mit vielen eingeschlossenen Gedanken muß man mehrmals lesen um alles zu verstehen. Ein paar Abbildungen mehr als die vorhandenen 12 wären sicher noch informativer gewesen. Das Buch kommt ohne jede Haß-Parade auf die USA aus, bedankt sich von Bülow doch bei den Amerikanern, ohne deren Mitarbeit und kritischen Blicken das Buch kaum so hätte geschrieben werden können. Zudem heißt es:
"Die Menschheit braucht das alte ideale Amerika, das Land der Freiheit, der Verheißung für Milliarden von Menschen, das Land, dem Frankreich die Freiheitsstatue zum Dank dafür errichtete, daß es der Welt noch vor der französischen Revolution zeigte, wie Menschen selbstbewußt und stolz in einer Demokratie leben...Wir Europäer sind nach dem Sturz von Nationalsozialismus und Faschismus auch heute noch dankbar für diese Botschaft. Doch könnte heute nicht auch Amerika von Europa lernen...?"
Leider macht der Inhalt des Buches kein besseres Gefühl für die Zukunft und weißt auf das "Neue Amerikanische Jahrhundert" hin, ein Projekt, das vor dem 11.9.2001 von Mitgliedern der Regierung unterzeichnet wurde. Eine düstere Prognose für Europa und die Welt, wenn es um die neue internationale Machtverteilung und die letzten Ressourcen geht und wem sie gehören sollen.
Vor allem die Macht der Geheimdienste wird aufgezeigt, die ihre Operationen mit dem Drogenhandel finanzieren, wobei wir hier nicht von 10 Gramm-Geschäften sprechen dürfen.
Das Buch eröffnet immer wieder unbekannte, erstaunliche Informationen zu dem Anschlag und ist eine wirklich spannende Faktenlektüre. Der Schreibstil ist sachlich geprägt und "verkümmert" nie zu einem Science-fiction-Roman.
Es wird manchmal kritisiert, daß das Buch in manchen Fällen keine wirklichen Beweise vorlegt für die aufgestellten Behauptungen. Herrn von Bülow geht es auch nicht um das Beweisen sondern vielmehr um das schlüssige "Zusammenreimen", Zusammensetzen von Tatsachen und Puzzles zu einem Bild. Alleine die vielfältigen Tatsachen, die offiziell verschwiegen oder unlogisch zusammenhängend präsentiert wurden, sollen Anlaß zum Nachdenken geben. Es geht ihm hier nicht darum einen Untersuchungsbericht zu schreiben, sondern er fordert, daß man jedem der diese Theorien unterstützt doch mit wahrheitsgetreuen Antworten vom Gegenteil überzeugen kann. Warum werden sogar Beweismittel zurückgehalten, die doch die offiziellen Darstellungen untermauern könnten?
Ein erschütterndes, spannendes unbedingt lesenswertes und gut lesbares Zeitdokument.
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Drück mich mal ganz fest. Geschichte und Therapie eines wahrnehmungsgestörten Kindes Roswitha Defersdorf Taschenbuch, Juli 2007 Verkaufsrang: 57624 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Daniel - ein scheinbar ganz normales Kind? Und doch mißlingen Sätze, Geräusche werden falsch zugeordnet. Daniel sondert sich oft ab. Seine Wahrnehmungsstörung ist Folge einer leichten Fehlfunktion des Gehirns. Viele Kinder sind davon betroffen, ohne daß die Eltern und Erzieherinnen das Problem erkennen. Eine betroffeneMutter erzählt vom Weg der Therapie, macht Mut zu Vertrauen und Geduld. Sie zeigt allen Eltern, wie erste Signale von Verzögerungen zu entdecken sind und wie sie späteren Störungen vorbeugen können: damit die Kinder einen guten Start ins Leben haben.
Daniel - ein scheinbar ganz normales Kind? Und doch mißlingen Sätze, Geräusche werden falsch zugeordnet. Daniel sondert sich oft ab. Seine Wahrnehmungsstörung ist Folge einer leichten Fehlfunktion des Gehirns. Viele Kinder sind davon betroffen, ohne daß die Eltern und Erzieherinnen das Problem erkennen. Eine betroffene Mutter erzählt vom Weg der Therapie, macht Mut zu Vertrauen und Geduld. Sie zeigt allen Eltern, wie erste Signale von Verzögerungen zu...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Sehr empfehlenswert,auch für Nichtbetroffene 5 von 5 Punkten Als bei unserer Tochter Wahrnehmugsstörungen ähnlicher Art diagnostiziert wurden,war es auch für uns Neuland.
Vieles war schwer zu verstehen.
In der Frühförderung empfahl man uns dieses Buch,was ich auch kaufte.
Beim Lesen wurde für uns als Eltern vieles verständlicher.
Viele "Warum's" wurden plötzlich klar.
Mir als Mutter hat das Buch sehr geholfen!
Ich gab es all denen weiter,wo ich es leid war immer und immer wieder zu erklären,warum unsere Tochter so ist,wie sie ist.
Es gibt zwar immer noch Menschen um uns die es nicht wahr haben wollen,aber ich kann jedem der Antworten auf Fragen zur Wahrnehmungsstörung braucht,dieses Buch wärmstens empfehlen.
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Die Schule neu denken: Eine Übung in pädagogischer Vernunft Hartmut von Hentig Taschenbuch, Dezember 2006 Verkaufsrang: 11435 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir." Ein weiser Spruch, doch mal ehrlich: Wer von uns kann behaupten, in der Schule wirklich etwas fürs Leben gelernt zu haben? Leistet unser bis zur PISA-Studie so hoch gelobtes deutsches Bildungssystem wirklich das, was es leisten soll -- und zwar jungen Menschen Erfahrungen mit auf den Weg zu geben, die sie zu selbstständigen, mündigen Bürgern machen? Hartmut von Hentig, einer der größten Schulreformer unserer Zeit, hat schon 1993 -- also vor PISA, Erfurt und Hoyerswerda -- mit Die Schule neu denken für eine andere Schule plädiert, eine Schule, die das Leben zulässt und auf das Leben vorbereitet. Jetzt ist von Hentigs erfolgreiches Buch erstmals als Taschenbuch erschienen, ergänzt durch ein 60-seitiges Vorwort, in dem sich der Pädagoge zum ersten Mal eingehend zur PISA-Studie, zum Amoklauf von Erfurt und zum 11. September äußert. Was sagt PISA wirklich über die Qualität unserer Schulen? Und wie kann Schule der jungen Generation trotz Terrorismus und Massenarbeitslosigkeit Zuversicht geben und sie zu Mündigkeit und Verantwortung erziehen? Von Hentigs antwortet darauf, erschöpft sich dabei jedoch nicht in der Kritik am Ist-Zustand der Schule von heute als "Gemischtwarenladen für nützlich erscheinende Kenntnisse und Fähigkeiten". Vielmehr liefert Die Schule neu denken eine sorgfältige Analyse, warum dem so ist und zeigt auf, wie Lehrer, Schüler, Eltern und die Verantwortlichen in den Ministerien gemeinsam daran arbeiten können, die Schule wieder zu einem Lebens- und Erfahrungsraum werden zu lassen, in dem sich die jungen Menschen in Selbstständigkeit, Hilfsbereitschaft, Konfliktfähigkeit und Verantwortung für sich selbst und andere üben können. Ein utopischer Gedanke? Eine romantische Vorstellung von Pädagogik? Sicher, es bedarf einer beträchtlichen Anstrengung seitens aller Beteiligten, um das System Schule grundlegend zu reformieren. Aber von Hentigs Erfolge in seiner Versuchsschule in Bielefeld zeigen, dass Veränderung möglich und vor allem lohnenswert ist. Fangen wir an! --Andrea Zeller
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Schule heute 4 von 5 Punkten Hentig beschreibt zunächst ausführlich den veränderten Lebenskontext, in den die Schule zwangsläufig eingebettet ist. Schule als die größte gesellschaftliche Veranstaltung unserer Kultur trägt mit dem Auftrag der Erziehung und Bildung der jungen Generation, eine schwere Last. Die Verfehlung dieses Auftrags, seine Einseitigkeit, seine wirtschaftliche Ausrichtung, sein Automatismus und Schematismus und das mangelnde Bewusstsein darüber macht Hentig zum Gegenstand seiner Kritik. Nach Hentig wird die Schule der veränderten Wirklichkeit nicht gerecht, indem sie versucht die jungen Menschen den Verhältnissen anzupassen, anstatt sie zu einem bewussten und kritischen Umgang mit ihnen zu befähigen, der Mündigkeit und Verantwortungsgefühl jedes einzelnen mit einschliesst. |
Vom Tempo der Welt - und wie man es überlebt Karlheinz A. Geißler Taschenbuch, April 2004 Verkaufsrang: 60592 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Im Zeitalter des Internet hat die Uhrzeit ihre Monopolstellung als Zeitmaß verloren. Europas bekanntester Zeitforscher fragt: Wie können wir ein menschliches Zeitmaß bewahren oder neu entwickeln?
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Tempo! Tempo! 5 von 5 Punkten Wie ging man früher mit der Zeit um? Wie tun wir es heute? Wie wird die Zeit in Zukunft wahrgenommen? Kann dieses Buch nur empfehlen!!
Kleiner Tipp: /Zeit im Sand/ von Kay Fischer lesen!
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Geschichte des Vietnamkriegs: Die Tragödie in Asien und das Ende des amerikanischen Traums Marc Frey Taschenbuch, März 2006 Verkaufsrang: 35944 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der Vietnamkrieg war die längste militärische Auseinandersetzung des 20. Jahrhunderts. Er begann 1941 als Konflikt zwischen der Kolonialmacht Frankreich und der national-kommunistischen Bewegung der Viet Minh und endete erst dreißig Jahre später mit dem Rückzug der USA aus Vietnam, dem Fall Saigons und der Vereinigung des Landes. Für die USA endete der Konflikt mit der ersten militärischen Niederlage ihrer Geschichte. Der Krieg beeinflußte die Einstellung vieler Amerikaner zu ihrem Land und führte zu einem weltweiten Ansehensverlußt der Vereinigten Staaten. Und während die Sowjetunion im Schatten von Vietnam ihre Rolle als globaler Akteur untermauern konnte, beschleunigten die gewaltigen Kosten des Vietnamkrieges den Zusammenbruch des Weltwährungssystems und führten so zu einem relativen Bedeutungsverlust Amerikas in der Weltwirtschaft. "Vietnam gewann den Krieg und verlor den Frieden. Die Vereinigten Staaten dagegen verloren den Krieg und gewannen den Frieden." Marc Freys ernüchterndes Fazit mag vor diesem Hintergrund überraschen, doch die Fakten sprechen für sich. Der Krieg hat in Vietnam tiefe Wunden hinterlassen, und noch immer leidet das Land ökologisch, sozial und wirtschaftlich unter den Spätfolgen des Krieges. Dies gilt auch für Laos und besonders für Kambodscha, wo der Vietnamkrieg eine Spirale der Gewalt in Gang setzte, deren Auswirkungen nach wie vor die Geschicke des Landes bestimmen. Die Position der Vereinigten Staaten in der Welt beeinträchtigte der Konflikt dagegen kaum. Während die Sowjetunion in den 80er Jahren ihrem Untergang entgegenschritt, demonstrierten die USA Stärke, und als sich die osteuropäischen Staaten aus der sowjetischen Hegemonie lösen konnten, hatten die Amerikaner mehrheitlich das Gefühl, den Kalten Krieg gewonnen zu haben. Dennoch prägt das "Vietnam-Syndrom" die amerikanische Außenpolitik bis heute, und es bleibt abzuwarten, ob die Vereinigten Staaten die richtigen Lehren aus den Erfahrungen des Vietnamkrieges gezogen haben. --Stephan Fingerle
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 20 Bewertungen)
Guter Überblicke über die Geschehnisse in Vietnam 5 von 5 Punkten Das Buch gibt einen sehr guten Überblick über die Gesehnisse im Vietnamkrieg und die Verwickelung der USA in diesem Krieg.
Im Anhang werden noch weitere (englische) Bücher zu diesem Thema empfohlen.
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DuMont Kunst-Reiseführer Heiliges Land: Ein 10 000 Jahre altes Kulturland zwischen Mittelmeer, Rotem Meer und Jordan Erhard Gorys; Andrea Gorys Broschiert, September 2006 Verkaufsrang: 16605 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Zahlreiche Photos führen die vergängliche Schönheit der Architektur der alten Herrscher des Heiligen Landes vor Augen. Stadtpläne, Umgebungskarten und detaillierte Grundrisse dienen der raschen Orientierung und dem leichten Verständnis der Baubeschreibungen. Der umfassende Geschichtsteil zeigt die vergangenen Ereignisse in ihren Zusammenhängen auf. In den praktischen Reiseinformtionen werden Verkehrsmittel und Urlaubsaktivitäten vorgestellt, die Öffnungszeiten von Museen, religiösen Stätten und Ausgrabungen angegeben.
Das Heilige Land ist die Wiege dreier großer Weltreligionen und seit mehr als 2000 Jahren Ziel von Reisenden und Pilgern auf der Suche nach den Ursprüngen ihrer Kultur. Der umfassende Geschichtsteil zeigt die vergangenen Ereignisse in ihren Zusammenhängen auf. Hier und da eingestreute kurze Passagen aus der Bibel lassen Geschehnisse des Alten und Neuen Testaments Gestalt annehmen. Ein großzügiges Jerusalem-Kapitel und elf Reiserouten machen mit der kulturellen und religiösen Vielfalt des Landes vertraut. Antike Stätten der Römer und Nabatäer finden sich ebenso wie Kreuzritterburgen oder Moscheen. Betlehem und Nazaret, Tiberias und Tel Aviv, Kafarnaum und Qumran, Caesarea und Jericho, das Katharinenkloster und der See Gennesaret werden ausführlich erläutert. In den praktischen Reiseinformationen werden Verkehrsmittel und Urlaubsaktivitäten vorgestellt, die Öffnungszeiten von Museen, religiösen Stätten und Ausgrabungen angegeben.
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Die Realität der Massenmedien Niklas Luhmann Broschiert, Januar 2004 Verkaufsrang: 92380 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Was wir von der Gesellschaft und ihrer Welt wissen, wissen wir fast ausschließlich durch die Massenmedien. Gleichzeitig haben wir jedoch den Verdacht, dass dieses Wissen manipuliert wird. Zumindest kommt es extrem selektiv zustande, gesteuert zum Beispiel durch wenige Faktoren, die den Nachrichtenwert von Informationen bestimmen oder Unterhaltungssendungen attraktiv erscheinen lassen. Aber dies Gegenwissen wirkt sich nicht aus. Die Realität ist so hinzunehmen, wie sie von den Massenmedien präsentiert und rekursiv, auf sich selbst aufbauend, reproduziert wird. Der aus einem Vortrag in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften hervorgegangene Text versucht, diesen Widerspruch zu klären und ihn in einer allgemeinen Theorie operativ geschlossener Sozialsysteme aufzuheben.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
wegweisend 5 von 5 Punkten fuer mich ein wegweisendes buch, das mich bis heute beeindruckt und beeinflusst. eine erstaunlich klare darstellung der funktionsweise von medien und massenmedien.es sei jedem, der sich mit systemtheorie und luhmann im speziellen beschäftigen möchte, als einstieg empfohlen. ich hab's dann mit luhmann gelassen.
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Geheimakte Gizeh-Plateau. Rätsel unter dem Sand Andreas von Rétyi Gebundene Ausgabe, August 2005 Verkaufsrang: 78891 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Mysteriöse Vorgänge in Ägypten: Tief unter der Großen Pyramide von Gizeh forscht eine anonyme Gruppe nach jahrtausendelang versiegelten Räumen und geheimen Gängen. Diese Aktivitäten werden selbst vor Archäologen verborgen gehalten. Nur wenige wissen mehr. Hinter vorgehaltener Hand kursieren vage Informationen. Eine ungeahnte Entdeckung steht bevor, so wird gemunkelt...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 14 Bewertungen)
Starker Autor, starkes Buch 5 von 5 Punkten Andreas von Rétyi hat eine Menge zu erzählen und schreiben kann er auch. Viele der Dinge, über die er in seinem neuen Buch berichtet, hat er selbst gesehen und oftmals auch photographiert. Und das, was er nur vom Hörensagen kennt, markiert er auch entsprechend. Das gefällt mir; schließlich gibt es zum Thema Gizeh-Pyramiden schon genug wilde Vermutungen, die kein Mensch überprüfen kann. Doch Andreas von Rétyi versteht es, jederzeit die Balance zu halten: Von ihm selbst-recherchierte Fakten kommen an erster Stelle, einander widersprechende Theorien deutlich auf dem zweiten Platz, und dunkle Vermutungen müssen ganz hinten anstehen. Klar, dass sich mit dieser Einstellung mehr Fragen als Antworten ergeben, aber das liegt am Thema selbst, das durch und durch geheimnisvoll ist. Aber auch diese Fragen bleiben jederzeit klar umrissen und im Bereich des Realen. Einem Autor, der so schreibt, vertraut man instinktiv. Wenn er gleichzeitig, im besten Sinne des Wortes, populär schreibt, dann ahnt man, dass sich dieses Buch gut verkaufen wird.
Besonders hat mir darüber hinaus gefallen, dass der Autor sich viel Zeit nimmt, das Umfeld der heutigen Gizeh-Forschung zu beschreiben: Er beleuchtet ein paar der großen Spieler und ihre verschlungenen Verbindungen zum großen Geld und zu den Geheimdiensten, die interessanterweise ein starkes Interesse am Gizeh-Plateau und seinen Rätseln zu haben scheinen. Für Andreas von Rétyi, der ja auch schon Bücher über den Skull&Bones Geheimbund sowie über die Illuminaten geschrieben hat, wäre es wahrscheinlich ein Leichtes, hier weitgehende Spekulationen anzusetzen. Dass er sich das größtenteils verkneift, halte ich für eine Zeichen seiner Professionalität. Wer mehr wissen will, soll eben die anderen Bücher lesen.
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Die verfehlte Schöpfung Emile M. Cioran Taschenbuch, März 2008 Verkaufsrang: 28124 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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"Der Wahnsinn ist vielleicht nichts anderes als ein Kummer, der keine Entwicklung mehr erlebt." (Cioran) 5 von 5 Punkten -
Emile M(ichel) Cioran gehört zu den großen Philosophen, die, das was ist, nicht als endgültig betrachten. Er gehört zu den Menschen, für die das In-Frage-Stellen allerhöchste Priorität einnimmt. Über Grenzen zu gehen, heißt lebendig bleiben und doch zeichnet er die Welt jenseits der Grenzen so, dass man erschrickt ob dieser Gedanken und das Leben wie die Schöpfung gern wieder in den Bahnen hätte.
I)
In "Der böse Demirug" zeigt er, dass der Mensch nicht zum Guten neigt, aber es einen Gott geben muss, der ihn dazu drängt. Doch im Sinne der Schöpfung ist dieser erste Gott ebenso böse, denn nur im Bösen wird die Phantasie reichen, so etwas zu schaffen. Der Mensch, eben Abbild, ist damit ebenso böse und Zeuge dieser Gottheit und über Zeugen der tatkräftige Vermehrer dieses Bösen. Engel sind nun mal kinderlos weil geschlechtslos und damit die Inkarnation des Guten. Die Fortsetzung des Lebens ist damit den Gefallenen vorbehalten, die in einer ohne Freude erschaffenen Welt doch im Genuss zeugen, deren zuvor gehende Wollust just in dem Moment der Ekstase katastrophal in sich einstürzt. Der Mensch erhält seine Kraft aus der Unwissenheit seiner Einsamkeit, in dieser Kraft beginnt er zu glauben, es gäbe keinen Gott und doch fordert sein tägliches Staunen dessen Wirklichkeit. Sich von der Angst vor dem bösen Demiurgen zu befreien, heißt das Staunen bleibt vor neuen Fundamenten, die dazu zwingen, sich einem anderen Schöpfer anheimzugeben.
II)
"Die neuen Götter" und schon der Plural zeigt, dass einer niemals reicht. Im Schatten verbrauchter Götter kann man frei atmen, daher scheint es gerade oder nur in der Entstehung von Religionen diesen gewissen Zauber gegeben zu haben, dem man gern folgte. Und wie frenetisch war die Begeisterung, wenn ein Einheimischer sich bekehrte. Im Gegensatz zu allen konnte er sich nur hassen und dieser Hass musste später umgeleitet werden, so dass er ansteckte, um die bisherigen Götter gegen den einen auszutauschen. (Diese Geschichte ist die Konstantins und gerade in Trier im Dreier! Pack anzusehen) Und aus Sicht der Römer musste man sich gegen die Juden wenden, waren sie doch diejenigen, die ihr ganzen Bemühen nur einem Gott gaben. Dieser einzige Gott macht das Leben unausstehlich, das katholische Christentum sah dieses ein und erschuf die Heiligen neben der Dreifaltigkeit.
Cioran geht auf der Suche nach all den Göttern durch die Geschichte und findet nicht Halt, selbst dort nicht, wo aus dem Geist der Treue gegenüber einem Gott die Verirrten vernichtet wurden. Die Christen, verfolgt und ermordet über 4 Jahrhunderte hinweg, wurden nun selbst zu unerbittlichen Verfolgern und beharrlichen Rächern ihrer Märtyrer. Ein neuer Gott wird auch in Zukunft kein Mitleid kennen, alles auf seinem Wege zermalen, um soviel Raum wie möglich zu gewinnen. Der Mensch ist folgsam, sagt Cioran, egal gegenüber welchem Führer.
III)
Alle unsere Erfolge einem Gott zuzuschreiben, glauben, dass uns alles gegeben ist, ist nach Ignatius von Loyola das einzige wirksame Mittel gegen Hochmut. Nun, mag das spirituelle Niveau sich heben, der Mensch ändert sich nicht qualitativ, er bleibt begrenzt, da kein Geschöpf in seiner Natur eine höhere Stufe erreichen, ohne dass es aufhörte, zu existieren, bemerkt Aquinus. Will man sich davon befreien, bleibt einem letztendlich nur die Freiheit von dieser Freiheit, man muss alles auf die Stufe des Vorurteils setzen. Man handelt dann ohne zu begehren. Ohne Begehren genießt man die Vorrechte einer Sache oder eines Gottes, und man hängt von niemandem mehr ab. Leuchte für dich selber wie dein eigenes Licht, ist der Ratschlag des indischen Dhammapada.
IV)
Aphorismen folgen, sie begegnen dem Selbstmord. Wenn man begriffen hat, dass nichts ist, dass die Dinge nicht einmal den Status eines Anscheins verdienen, so hat man nicht mehr nötig, gerettet zu werden, man ist auf alle Zeit gerettet und unglücklich. Vielleicht nur deshalb, weil man zu schwach ist, ohne Ziel zu leben.
Weiteres Lesen über Unbefreite und erwürgte Gedanken überlasse ich Ihnen.
Damit aber ein Eindruck von Cioran entsteht, ein Auszug aus dem Kirchenlexikon
CIORAN, Emile Michel: mit rumänischem Namen Emil Mihai C., * 1911 in Rèõinari bei Sibiu (Hermannstadt) im ungarischen Teil der Habsburgermonarchie, heute Rumänien, + 1995 in Paris. Der spätere Philosoph und Essayist ist das zweite Kind des orthodoxen Priesters und späteren Erzbischofs von Sibiu Emilian Cioran und seiner Frau Elvira Comaniciu. - Schon während seiner Zeit als Schüler am Gymnasium »Gheorghe Laz×r« in Sibiu (1920-1928) wird Cioran von anhaltender, zermürbender Schlaflosigkeit geplagt, die einerseits in ihm in Zusammenhang mit einem allgemeinen Unbehagen am Dasein die Obsession des Todes auslöst, ihn andererseits quasi ekstatische Zustände erleben läßt. Ab 1926 beginnt C. mit seiner ersten Phase intensiver philosophischer Lektüre und nimmt 1928 sein Studium der Ästhetik und Philosophie an der Universität Bukarest auf. Seine Schwerpunkte sind Kant, Fichte, Hegel, Schopenhauer, Nietzsche, Simmel, Spengler, Husserl, Heidegger, die russischen Spiritualisten und die orientalischen Mystiker. Äußerst unterschiedliche, kulturell divergierende, ihrem Wesen nach jedoch miteinander verwandte philosophische Tendenzen prägen C.s Denken. Die spanische Mystik, das deutsche Mittelalter, die Widersprüchlichkeit des Pascalschen Menschen, die Verzweiflung Kierkegaards, Nietzsches Negativismus und Vitalismus, der russische Spiritualismus, die Endzeitstimmung eines Spengler, Keyserling, Klages oder Barrès, die Lebensphilosophie seines rumänischen Lehrers Nae Ionescu sind dabei nur die wichtigsten Einflüsse. Indem er sich gegen jede Form von Systemen wendet, spricht er einem Individualismus das Wort, das erst im entgrenzten Erleben zu sich selbst findet. Auch wenn C.s Leben und Werk tiefe mystische Züge tragen, entscheidet er sich zwischen den zwei Möglichkeiten, der Verzweiflung angesichts der Erkenntnis philosophisch zu entkommen: der Mystik und dem Skeptizismus, für den letzteren. Dieser Schritt kommt für ihn einem »Erkennen ohne Hoffnung« gleich. Dabei richtet sich sein Skeptizismus nicht allein gegen Sprache, Philosophie, Geschichte und Religion, sondern in einem beinahe selbstzerstörerischen Duktus auch gegen sich selbst. Im Laufe der Jahre entwickelt sich C.s Philosophie auf eine stoische Position zu, deren Mittelpunkt die Beschäftigung mit dem von Leid, Tod und dem Bösen geprägten Dasein des Menschen bildet. Aufgrund seiner Ideen und seiner eigenwilligen Persönlichkeit kann C. als bedeutendster Skeptiker und radikalster Kulturkritiker des 20. Jahrhunderts angesehen werden.
Cioran ist heftig, nicht am Abend zu lesen, schrieb jemand.
Was ist er: Er ist der kühnste Belastungszeuge für das Leben.
Viel zum Nachdenken 5 von 5 Punkten Cioran zu rezensieren ohne in Gefahr zu laufen ihm in manchen Punkten zu widersprechen ist unmöglich. Seine Ansichten sind so weit gefächert, dass es praktisch unmöglich ist etwas Konkretes zu schreiben ohne das schlechte Gefühl, er würde das partout verneinen. Egal ob es Religion, Sexualität, Tod oder einfach nur Sinngedanken sind, Cioran sucht in allen Winkeln des Bewusstseins nach Antworten und verarbeitet sie, gliedert sie in sein Denken ein und vergrößert ohne Widersprüche die Bandbreite seines Denkens. Dabei vergisst er jedoch nicht leicht und locker und allgemeinverständlich zu schreiben, weshalb der Leser am Ende ein Gefühl des Vestandenseins hat. Dass seine Aphorismen so wenig zitiert werden ist schade, aber auch wieder gut, weil es die Qualität seines Denkens bezeugt. Ein unbedingtes Muss! |
Wegziehen in die USA. Das Wichtigste zu Visa, Wohnung, Arbeit, Auto, Finanzen Antonio Elster Taschenbuch, Februar 2004 Verkaufsrang: 32501 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Rückentext: Die USA sind Top-Einwanderungsziel unserer Erde. Um sich dort jedoch erfolgreich einzurichten - sei es nun zeitweilig oder permanent - ist fundiertes amerikanisch-es Know-How gefragt, das mit üblichem Urlaubswissen nichts gemeinsam hat. Dieser Ratgeber liefert die Basis für den ersten Schritt ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Leicht verständlich wird der Leser über die grundlegenden Fragen informiert: Visa-Arten, Kauf und Miete von Wohnung/Haus, Arbeitssuche, Selbständigkeit, Autokauf, Finanzen. Weitergehende Informationen zum Leben in den USA sind in aufbauenden Titeln von E. Antonio Elster erhältlich.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 14 Bewertungen)
Endlich einmal 5 von 5 Punkten Endlich einmal ein schneller Ratgeber ohne schwülstige Seitenschindung. Den hier konnte ich an einem Nachmittag im Cafe lesen und meistenteils nachvollziehen. Auch der Preis ist in Ordung. Verbesserungswürdig wäre aus meiner Sicht das Layout, und vielleicht bei den Behördenerläuterungen eine Aktualisierung hier und da. Ob es dann allerdings bei dem günstigen Preis bleiben würde ist unklar.
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Einführung in die formale Logik für Philosophen (Uni-Taschenbücher S) Thomas Zoglauer Taschenbuch, 1. Oktober 2005 Verkaufsrang: 25879 Dieser Grundkurs im logischen Schließen führt in leicht verständlicher Form in die analytische Philosophie, Aussagenlogik, Prädikatenlogik und das natürliche Schließen ein. Es werden auch solche Logik-Kalküle behandelt, die für die Philosophie von besonderer Bedeutung sind: die Modallogik und die deontische Logik (Normenlogik). Die sorgfältige didaktische Konzeption, die zahlreichen Beispiele und Übungsaufgaben machen das Buch auch für das Selbststudium geeignet. Mathematische Kenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Viele formale Schlüsse werden anhand von Beispielsätzen erläutert und erleichtern so den Übergang von einer sprachlichen zu einer formalen Denkweise.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Brilliant 5 von 5 Punkten Geniale Einführung in die Logik. Für den schnellen Logikkurs ideal, jedoch wermehr wissen und sich in den Themen auch besser zu recht finden will muss unbedingt weitere Werke studieren.
Gruß
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Wetterkunde für alle: Wolkenbilder und andere Wetterphänomene, Großwetterlagen, Wettervorhersage Günter D. Roth Taschenbuch, Juli 2002 Verkaufsrang: 13002 Alle reden über das Wetter. Wer das immer währende Naturschauspiel besser verstehen möchte, dem bietet die handliche Wetterkunde das notwendige Wissen über die genauen Zusammenhänge. Was geschieht da eigentlich über uns und um uns herum? Wie entstehen Regen, Nebel und Hagel, was passiert beim Aufeinanderprall der unterschiedlichen Luftmassen? Nach einer kurzen Einführung in die grundlegenden wetterbestimmenden Kräfte werden erst einmal Seite für Seite einzelne Phänomene vorgestellt, die zumindest oberflächlich jedem bekannt sind. Ob Mondschein oder Sonnenstrahlen, Höfe um Mond und Sonne, ob Tiefdruckgebiete, Kumuluswolken, Hagel oder Schnee -- jedes Phänomen wird sehr sachlich beschrieben, die zu Grunde liegende Physik erläutert und die Bedeutung für Wetterprognosen erklärt. In weiteren Kapiteln behandelt der Autor die meteorologischen Elemente wie Luftdruck oder Lufttemperatur, beschreibt die typischen Großwetterlagen und erklärt, wie man eine Wetterkarte liest. Vertieft wird die Wetterkunde durch die Zusammenhänge von Land, Wasser und Luft, die Auswirkung der Erddrehung und der Gebirge sowie durch einen Überblick über die menschlichen Einflüsse auf das globale Klima. Ein weiteres Kapitel beschreibt die Arbeit der Wetterdienste und Wettersatelliten. Abgerundet wird das Buch durch Anregungen zu eigenen Wetterbeobachtungen, durch eine Klassifikation der Wolkenarten und Windstärken sowie ein kleines Lexikon wetterkundlicher Begriffe. Die Wetterkunde für alle ist durchweg für Laien verständlich, allerdings ist sie durch die hohe Informationsdichte keine leichte Lektüre. Der Autor schreibt sehr sachlich und scheut keine Fachbegriffe. Auch verleitet der Aufbau des Buches eher zum Blättern und Nachschlagen als zu einer kontinuierlichen Lektüre. Doch wer sich ernsthaft für das Phänomen "Wetter" interessiert, dem bietet die Wetterkunde einen wahren Schatz an Informationen, durch die der Blick zum Himmel in Zukunft eine neue Welt erschließt. --Birgit Will
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
besser geht nicht 5 von 5 Punkten Wer ein informatives Nachschlagewerk zum Thema Wetter braucht, ist hier bestens bedient.Auf der linken Seite wird z.B. beim Thema Nebel unterteilt in:Beobachtung, Physik, Wettergeschehen, Wetterprognose. Auf der rechten Seite sind 1-2 Fotos. So geht es fortlaufend mit Wolkenformationen, Niederschlägen,Lichterscheinungen usw. Gut finde ich auch die Erklärung von Großwetterlagen - rechte SEite gibt es die Wetterkarte dazu, links die Erklärungen in sehr guten Unterteilungen. Kurzum ,man kann sehr schnell nachschlagen, was sich draußen abspielt. Da das Buch handlich ist, kann man es mit auf Reisen nehmen. Auch was man ansonsten noch wissen möchte, z.B. welche Einflüsse wirken auf das Klima,Klimawandel ect. - alles da - deshalb 5 Sterne.
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USA. Das vermessene Imperium
Broschiert, 2. Mai 2008 Verkaufsrang: 67305 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Good-bye America? In der Welt unbeliebt, zu Hause zerstritten: Die Supermacht USA ist angeschlagen. Und doch träumen nicht nur mexikanische Migranten immer noch den amerikanischen Traum, während im richtigen Leben ein rassistischer Richter in Louisiana "Recht" sprechen darf. In diesem Heft der EDITION Le Monde diplomatique vermessen u.a. Noam Chomsky, Dietmar Dath und Barbara Ehrenreich das Imperium americanum.
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