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Das neue Philosophenportal: Ein Schlüssel zu klassischen Werken - Robert ZimmerDas neue Philosophenportal: Ein Schlüssel zu klassischen Werken
Robert Zimmer

Taschenbuch, Oktober 2007
     Verkaufsrang: 129560     

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Mit dem ersten "Philosophenportal" ist Robert Zimmer auf begeisterte Zustimmung gestoßen. Hier eröffnet er den Zugang zu weiteren zentralen Werken der Philosophiegeschichte, von der Metaphysik des Aristoteles bis zur Dialektik der Aufklärung von Horkheimer und Adorno. In einer Art Kurzbesichtigung beschreitet er die Räume dieser Klassiker, stellt die Kerngedanken einer jeden Schrift vor, beschreibt ihren Entstehungsrahmen und stellt den Bezug zu Leben und Denken des Autors her. Eine unterhaltsame und informative philosophische Bildungsreise!

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Ein erstklassiger Einstieg in die Welt der Philosophie und ein schöner Überblick! Entdecken sie ihren Lieblingsphilosophen!      5 von 5 Punkten
Der Autor Robert Zimmer beschreibt nach seinem ersten Buch Das Philosophenportal: Ein Schlüssel zu klassischen Werken in diesem Buch 18 weitere Philosophen, die unsere westliche Welt stark geprägt haben. Dem Autor gelingt es die jeweiligen Philosophen, auf etwa 12 bis 15 Seiten, mit ihren wesentlichen Kerngedanken interessant zu schildern. Die Texte in dem Buch sind sehr gut und klar formuliert, oft geht es dabei um das Menschsein, die Religion bzw. was Gott genau ist oder nicht ist. Am Ende jeder Darstellung erfolgt immer ein Literaturhinweis, für den Leser eine gute Möglichkeit zur weiteren Vertiefung der Texte.
Folgende Philosophen und Themen werden behandelt:
- Aristoteles: Metaphysik
- Marc Aurel: Selbstbetrachtungen
- Boethius: Trost der Philosophie
- Thomas von Aquin: Summe der Theologie
- Nikolaus von Kues: Die belehrte Unwissenheit
- Thomas Hobbes: Leviathan (Rückkehr zur Natürlichkeit)
- Baruch de Spinoza: Die Ethik
- David Hume: Eine Untersuchung des menschlichen Verstandes (Erkenntnis aus Erfahrung)
- Charles de Montesquieu: Vom Geist der Gesetze (die Regierungsformen, die Umweltfaktoren)
- Jean-Jacques Rousseau: Emile (über Erziehung)
- Hegel: Phänomenologie des Geistes
- Ludwig Feuerbach: Das Wesen des Christentums
- John Stuart Mill: Über die Freiheit
- Oswald Spengler: Der Untergang des Abendlandes
- Jean-Paul Sartre: Das Sein und das Nichts
- Max Horkheimer/ Theodor W. Adorno: Dialektik der Aufklärung
- Hans- Georg Gadamer: Wahrheit und Methode
- Paul Feyerabend: Wider den Methodenzwang
Fazit: Ein sehr gutes Buch!


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Von der Erfahrung: Montaignes letzer Essai - Michel de MontaigneVon der Erfahrung: Montaignes letzer Essai
Michel de Montaigne

Broschiert, 25. August 2009
     Verkaufsrang: 116441      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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In seinem letzten Essai zeigt sich Montaigne auf dem Höhepunkt seiner Kunst. Stilistisch glanzvoll und gewohnt weltweise schreibt er über Kindererziehung und Ernährung, den Geist der Gesetze und die Freuden der Natur. Vor allem aber ist der Essai eine großartige Meditation über das Alter und den gelassenen Umgang mit Schmerzen, Krankheit und Tod. In der kongenialen Neuübersetzung von Helmut Knufmann spricht dabei aus jeder Zeile die bedingungslose Liebe zum Selberdenken und zum Selberlernen, kurz: zum Leben.

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

"Weg-Weiser"      5 von 5 Punkten
Montaine lebte von 1533 -1592, er beschäftigt sich zuerst auf einigen Seiten mit den Juristen und Gesetzen, diese vergleicht er mit dem Text von Menon, wo über den Begriff der Tugend gestritten wird. Er selber war eine gewisse Zeit Richter am städtischen Gerichtshof und er zeigt dem Leser wie Menschen oft den formalen Rechtsgrundsätzen geopfert werden.
Seine weiteren gelungenen Reflektionen gehen von Seneca, Plato, Xenophon, Euthydomos, Pythagoras, Epikur, Sokrates, Scipio und Cicero zurück zu seinen eigenen Erfahrungen und Gedanken. Dabei springt er mit seiner Gedankenführung ein wenig hin und her, er behandelt dabei folgende Themen: den Schlaf, das Essen, die Gesundheit, die Krankheit, die Lebensführung, die Harmonie, die Seele und Sterblichkeit. Seine schönen Ausführungen sind wirklich lesenswert.
Zitat aus dem Buch:
"Wir müssen zu ertragen lernen, was wir nicht ändern können. Unser Leben setzt sich, wie die Harmonie der Welt aus gegensätzlichen Elementen zusammen, ihr gleich besteht es aus unterschiedlichen Tönen, lieblichen und rauen, schrillen und tiefen, sanften und wuchtigen. Ein Musiker, der nur die einen liebte, wie wollte er das rechtfertigen?"


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Strukturwandel der Öffentlichkeit: Untersuchungen zu einer Kategorie der bürgerlichen Gesellschaft - Jürgen HabermasStrukturwandel der Öffentlichkeit: Untersuchungen zu einer Kategorie der bürgerlichen Gesellschaft
Jürgen Habermas

Taschenbuch, 18. Juni 2009
     Verkaufsrang: 87312      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 13,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Aufgabe der vorliegenden Untersuchung ist die Analyse des Typus bürgerliche Öffentlichkeit." Um dieser komplexen Aufgabe gerecht zu werden, integriert Habermas Aspekte aus soziologischen, ökonomischen, staatsrechtlichen, politologischen sowie sozial- und ideengeschichtlichen Untersuchungen. Bürgerliche Öffentlichkeit begreift er als eine epochaltypische Kategorie, die sich nicht aus der spezifischen Entwicklungsgeschichte der im europäischen Hochmittelalter entspringenden bürgerlichen Gesellschaft herauslösen läßt. Öffentlichkeit faßt er als eine historische Kategorie und zeigt beispielsweise, daß in einem präzisen Sinn etwa von öffentlicher Meinung erst im England des späten 17. und im Frankreich des 18. Jahrhunderts die Rede sein kann.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Ein Klassiker      5 von 5 Punkten
Bei "Strukturwandel der Öffentlichkeit" handelt es sich um die Habilitationsschrift von Habermas.
In der Abhandlung beschreibt Habermas den strukturellen Aufbau der Öffentlichkeit, i.e. sowohl Institutionen der Öffentlichkeit als auch die Beschaffenheit des Privaten und setzt sich darüber hinausgehend mit der politischen Funktion der Öffentlichkeit, der bürgerlichen Ideologie (mit Bezug auf Marx, Hegel, Tocqueville, Kant und Mill) und dem Begriff der öffentlichen Meinung auseinander.
Die Thesen Habermas lassen sich sicherlich - und das werden sie auch von Gegnern - kritisieren, doch prägte er unbestreitbar wichtige Begriffe, die im Rahmen der Soziologie immer wieder aufgegriffen werden.
Meiner Meinung nach ein, wenn auch etwas schwer verdaulicher aber umso brillianterer, Klassiker, den man kennen muss!
Philosophisches Vorwissen ist sehr ratsam und vereinfacht das Lesen enorm.

Viel kritisiert und trotzdem weiterhin aktuell      5 von 5 Punkten
Wer einen Einblick in die Struktur und Funktionsweise der zeitgenössischen massenmedialen Demokratie gewinnen will kommt an der habermaschen Analyse des Öffentlichkeitsbegriffs nicht vorbei. Ausgehend vom Begriff der repräsentativen Öffentlichkeit beschreibt Habermas die Geschichte und den Wandlungsprozess jener, hin zu einer räsonierenden bürgerlichen Öffentlichkeit, welche als das grundlegende Strukturelement einer jeden neuzeitlichen demokratischen Staatsform angesehen werden muss. So streitbar ein Begriff von Öffentlichkeit in der zeitgenössischen Diskussion auch ist, der Strukturwandel der Öffentlichkeit ist und bleibt das grundlegende Werk zum Verständnis eben dieser.
Dem aufmerksamen Leser wird ebenso nicht verborgen bleiben, wie sich im Verständnis des aufgeklärten, räsonierenden Publikums der Keim einer späteren Diskursethik und eines Anspruches an den öffentlichen Austausch von Gründen findet.
Wer dem habermaschen Denken und der Frage nach einem Ort und Raum der Vernunft in einer sich massenmedial konstituierenden Gesellschaft auf die Spur kommen will sollte diese Buch nicht nur aufschlagen, sondern intensiv studieren.


Vom Gemeinwesen / De re publica - Marcus Tullius CiceroVom Gemeinwesen / De re publica
Marcus Tullius Cicero

Taschenbuch, 2001
     Verkaufsrang: 81582      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Marcus Tullius Cicero (106-43 v. Chr.) römischer Staatsmann, Redner und Philosoph, studierte Recht, Rhetorik, Literatur und Philosophie in Rom. Sein Durchbruch als Anwalt und Politiker gelang ihm 70 v. Chr. im Prozess gegen Verres, 64 v. Chr. wurde er gegen Catilina zum Konsul gewählt. Als dieser einen Staatsstreich zum Sturz der Regierung organisierte, deckte Cicero die Verschwörung auf und ließ Angehörige der Gruppe hinrichten. Nach einjährigem Exil wurde er von Pompeius nach Rom zurückgerufen. Cicero wurde am 7. Dezember 43 v. Chr. ermordet.



Traumatische Tropen: Notizen aus meiner Lehmhütte - Nigel BarleyTraumatische Tropen: Notizen aus meiner Lehmhütte
Nigel Barley

Taschenbuch, 1. November 1997
     Verkaufsrang: 83090      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Die witzigste Abrechnung mit der ethnologischen Euphorie der letzten Jahre." (FAZ)


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 14 Bewertungen)

realistik und endloser spass      5 von 5 Punkten
der autor nigel barley begibt sich als ethnologe und feldforscher in entlegene regionen afrikas und schildert hier seine erlebnisse mit einer gänzlich anderen kultur.
er bleibt dabei respektvoll, beschreibt aber eindringlich und deftig was ihm in dieser zeit so alles widerfahren ist. ob das der kuriose umgang mit der bürokratie eines entwicklungslandes, der kontakt mit der herrschenden fauna - von fledermäusen bis hin zu rieseninsekten - oder seine begegnungen mit der küche und kulinarik der dowayos ist: NB hat einfach die gabe, alles realistisch und lebensnah nicht nur so zu erzählen, dass man das gefühl hat, dabeigewesen zu sein, er tut dies auch mit einem unglaublichen humor, der auf seinem ungetrübten blick für das skurile, das bizarre, das andersartige, fusst.
ein buch, das nicht nur authentische einblicke in das leben eines fremden volkes bietet, sondern auch verständnis weckt, und dabei ist das alles zum ablachen, stellenweise zum brüllen und schenkelklopfen.
eines der lustigsten und lehrreichsten bücher, die mir in dieser kombination bisher untergekommen sind.
wer das nicht liest ist selber schuld....
ein muss!


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Die Kraft im Wassser. CD: Gewitterregen, Quellbach, Fluss, Meer - Adalgis WulfDie Kraft im Wassser. CD: Gewitterregen, Quellbach, Fluss, Meer
Adalgis Wulf

Audio CD, 2. Januar 2004
     Verkaufsrang: 26289      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 11,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Authentische und unverfälschte Naturklänge von Gewitterregen über einen Quellbach bis zu einem Fluss der schließlich im Meeresrauschen endet. Den Sounds wurden KEINE Kompositionen hinzugefügt um ihre Kraft nicht zu überdecken oder abzuschwächen. Die qualitativ hochwertigen Aufnahmen des Wassers setzen beim Abspielen unmittelbar die Wirkung des Elementes Wasser frei: Man kann die CD im Sinne des Feng Shui nutzen, um Räume zu reinigen oder das Element Wasser einzubringen, wenn man keinen Brunnen installieren möchte. Tests haben ergeben, daß Besucher die Raumtemperatur bei laufender CD kühler einschätzten als ohne CD. Durch die Stereobildaufnahme und die Reduzierung auf das Westentliche kann sich der schamanisch Praktizierende dieser CD hervorragend bedienen, um auf Reisen zu gehen, da die Bewegung des Wassers einen rhythmischen Bewußtseinsstrom erhält. Wer einmal die unglaubliche Kraft des Wassers erleben möchte, sollte diese CD ohne musikalische "Verwaschung" wählen, denn in der Qualität des Wassers liegt mehr Obertonmusik, als sie bisher dachten.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

Wasser, oh du mein Lebenselixier      5 von 5 Punkten
Brilliant, meiner bescheidenen Meinung nach. Die Natur zeigt einem
dann doch hin und wieder, wie man richtige "Musik" macht. Dramaturgisch
schön und nachvollziehbar aufgebaut. Keine abrupten Übergänge, sondern
man hat immer Gelegenheit sich langsam auf die nächsthöhere Stufe
vorzubereiten.
Der erste Gewitterregen leitet also die erholsame Reise ein, die
durch Bach und Fluss bis ins Meer führt.
Lediglich der Gewitterregen am Schluss kommt ein bisschen isoliert
daher, nach ca. 2 min Leerlauf. Also, kein fließender Übergang zwischen
diesem und dem letzten Meeresrauschen.
Jedenfalls, habe ich schon lange nach sowas gesucht und war mir auch
sicher, dass mir das gefallen wird, aber letztlich war ich dann doch
erstaunt darüber, wie schnell ich beim ersten Hoeren vor Ehrfurcht
erstarrt war. Im positiven Sinne.
Ich hatte mir vorher zum Abdriften Sachen von Jonn Serrie (Tipp:
"& The Stars Go With You") und Liquid Mind zugelegt, aber
"Die Kraft im Wasser" finde ich fast noch entspannender. Natur pur eben.
Einstiegsvoraussetzung ist allerdings, dass man einem Regenschauer
was positives abgewinnen kann.


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Rußland im Zangengriff: Putins Imperium zwischen Nato, China und Islam - Peter Scholl-LatourRußland im Zangengriff: Putins Imperium zwischen Nato, China und Islam
Peter Scholl-Latour

Broschiert, November 2007
     Verkaufsrang: 55040      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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'Auf ganz unpolitologische Weise kommen scharfe politische Analysen zustande, die sich so spannend und anregend wie ein Abenteuerbericht lesen.' (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
'Klassische Reportagen über seine Reisen in russische Konfliktregionen verbindet der Vollblutjournalist mit treffenden Analysen des Status quo und seiner Auswirkungen auf Mitteleuropa.' (dpa).
'Scholl-Latour versteht es glänzend, unmittelbare Erlebnisse und jahrzehntelange Erfahrungen zu einem eindringlichen Gesamtbild zusammenzufügen und deutlich zu machen, daß die Vorgänge in diesen Konfliktregionen uns unmittelbar betreffen.' (Preußische Allgemeine Zeitung)
'Die Leser machen seine Bücher zu Bestsellern, die Zuschauer des Fernsehens erheben seine Sendungen zum Medienereignis.' (Die Welt)


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 12 Bewertungen)

Russland im Zangengriff      4 von 5 Punkten
Peter Scholl-latur wie er seit jahrzehnten schreibt und nichts hinter den berg hält. Einfach klasse.


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Kleine Geschichte Afghanistans: Die Geschichte Afghanistans von der Antike bis zur Gegenwart - Conrad SchetterKleine Geschichte Afghanistans: Die Geschichte Afghanistans von der Antike bis zur Gegenwart
Conrad Schetter

Taschenbuch, 2. Mai 2007
     Verkaufsrang: 51232      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Kaum ein anderes Land ist politisch und kulturell so vielfältig wie Afghanistan. Unterschiedliche Sprachen, Ethnien, Glaubensrichtungen und Herrschaftsvorstellungen behinderten immer wieder die Schaffung einer nationalen Einheit und den Aufbau eines Staates. Dieser Zersplitterung ist es aber auch zu verdanken, daß Afghanistan nie für längere Zeit von fremden Mächten - seien es Briten oder Sowjets - beherrscht wurde. Conrad Schetter schildert knapp die Geschichte des Landes von der Antike bis zur Gegenwart. Der Schwerpunkt der Darstellung liegt auf den letzten beiden Jahrhunderten, in denen sich die Spannungen immer wieder in Rebellionen, Umstürzen und Kriegen entluden. Nicht zuletzt erläutert das Buch die besonderen Beziehungen zwischen Afghanistan und Deutschland und warum Deutsche eine besondere Rolle beim Wiederaufbau des Landes spielen können.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Einiges bleibt unklar      5 von 5 Punkten
Schon im 19. Jahrhundert gab es Versuche, ein für alle Menschen gerechtes politisches System in Afghanistan zu errichten. Schon 1923 versuchte Amanulla, Schulen für Mädchen zu bauen. Sein Nachfolger hat das dann wieder eingestellt. 1979 marschierten die Sowjets in Afghanistan ein. Der Autor macht nur Andeutungen, warum das passiert. In Wirklichkeit wollten manche Afghanen einen totalitären Gottesstaat errichten. Das kann man nachlesen in dem Buch "Afghanistan. Wegweiser zur Geschichte" von Bernhard Chiari. Leider fühlen sich die Amerikaner von den Sowjets bedrängt und unterstützen die Taliban gegen die Russen. 1989 ziehen sich die Russen aus Afghanistan zurück. 1996 errichten die Taliban erneut einen totalitären Gottesstaat. Merkwürdigerweise fühlt sich gerade Iran von den Taliban bedroht, obwohl auch die Iraner seit 1979 einen totalitären Gottesstat im Land haben. Frauen, die vorher als Ärztinnen usw. arbeiteten und deren Männer gestorben waren, durften nicht mehr arbeiten. Musik, Kinos und sogar Drachensteigen war verboten, weil es als unislamisch angesehen wurde. Da die Taliban nach 9/11 Osama bin Laden nicht rausrückten, bombadierten die Amerikaner schon 2001 Stellungen der Taliban, bis die Amerikaner und ihre Verbündeten 2003 in das Land marschierten und die Taliban entmachteten. Leider gibt es einen endlosen Guerilla-Krieg zwischen den Taliban und den Amerikanern mit ihren Verbündeten. Vor kurzer Zeit wurden einige junge Frauen mit Säure ins Gesicht bespritzt, weil sie es nach dem Empfinden der Taliban gewagt haben, zur Schule zu gehen. Die rückstängen Taliban glauben noch immer, dass es besser ist, wenn Mädchen nicht zur Schule gehen. Das ist ihre Interpretation des Islams. Allerdings sollten sie berücksichtigen, dass wir im 21. Jahrhundert leben und dass auch Mädchen das Recht haben sollten, zur Schule zu gehen und einen Beruf zu erlernen. Etwa 60% der Einwohner Afghanistans sind Analphabeten. Das hat wohl eher etwas damit zu tun. Als ich las, dass der Präsident Karzai zu Beginn die Taliban unterstützte, war ich geschockt, denn wie kann man einen Mann wählen, der die Taliban unterstützt? Aber vielleicht denkt er heute anders darüber. Das Buch liest sich sehr schnell. Ich finde es gut trotz einiger Mängel.


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Ägypten - Rainer HagenÄgypten
Rainer Hagen, Rose-Marie Hagen

Gebundene Ausgabe, 27. September 2009
     Verkaufsrang: 33249      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Was wissen wir eigentlich wirklich über unsere Vorfahren? Nicht über die Herrscher und Generäle, sondern die Arbeiter, Bauern, Soldaten und deren Familien. TASCHENs Egypt erzählt uns vom Alltagsleben einer mythologisierten Welt - dem Reich der Pharaonen. Hätten Sie gewusst, dass der erste Streik der Geschichte im Jahre 1152 v.Chr. im Tal der Könige stattfand? Die Arbeiter protestierten für mehr Öl und Mehl. Auf den ersten Blick banale Wünsche aus prägewerkschaftlicher Zeit, aber bei genauem Hinsehen erfahren wir über die Notwendigkeit dieser Produkte: Das Öl schützt die Haut vor dem trockenen Wüstenklima, während Mehl Grundlage für dreißig verschiedene (und enorm nahrhafte) Speisen war. TASCHEN hat diesen unbekannten Teil der Geschichte untersucht und ein detailreiches Buch über Unbekanntes in Zeiten von Cheops, Ramses, Tutanchamun & Co. geschaffen. Die Kapitel widmen sich u.a. den zwischenmenschlichen Beziehungen, der Freizeitgestaltung und der Rolle der Frau bei der Herstellung von Mumien. Ebenso faszinierend und lebendig wie die Mumien selbst ("zerbrechlich wie eine Eierschale, aber massiv wie eine Statue") erleben wir in diesem Buch Land und Leute im Nildelta.

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Absolut empfehlenswert!      5 von 5 Punkten
Für mich DAS Buch über das alte Ägypten auf dem aktuellen Stand. Es wird auf alle Aspekte dieser Hochkultur eingegangen, die sie für uns so interessant machen. Egal ob Baukunst, Mythologie, Pharaonen, Mumifizierung, Totenkult, Hieroglyphen, täglicher Alltag usw. usw. Es wird dabei nicht zu sehr ins allerletzte Detail gegangen, so dass man auch als "Nicht-Ägyptologe" alles gut und vor allem besser verstehen kann. Dazu ist der Band ausgestattet mit zahllosen prächtigen Farbbildern, die das Geschriebene verdeutlichen. Zeichnungen und Skizzen ergänzen das Ganze.
Für mich das ideale Buch vor und nach dem Ägypten-Urlaub oder auch, wenn man sich "nur mal" fortbilden will. Der Band ist in jedem Falle sein Geld wert!

Ein Prachtband!      5 von 5 Punkten
Dieses Buch vermittelt tiefen Einblick in das Leben des Alten Ägypten. In viele Themen gegliedert, zeigt es dem Laienägyptologen, wie der Alltag, der Götterglaube, die Mumifizierung und mehr zu verstehen sind. Auf edlem Papier sind Glanzfotografien der Kunstwerke zu sehen.
Viele Fragen werden aufgeworfen und beantwortet: Welche Rolle spielte der Nil in der Entwicklung des Landes? Wie wurden die Pyramiden gebaut? Was bedeutete die Schrift den Menschen? Wie war die gesellschaftliche Stellung der Frau in dieser Zeit? Welche Götter beteten die Menschen an? ...
Rose-Marie und Rainer Hagen liefern uns spannende Texte, ein ziemlich lebendiges Kunst- und Geschichtsbuch.
Ich schaue sehr gern in dieses Buch, weil ich immer wieder Anregungen für mein Lieblingshobby bekomme.


Mao: Das Leben eines Mannes, das Schicksal eines Volkes - Jung ChangMao: Das Leben eines Mannes, das Schicksal eines Volkes
Jung Chang, Jon Halliday

Broschiert, 18. Juni 2007
     Verkaufsrang: 18076      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Wer gedacht haben sollte, über Mao Tse-tung sei im Wesentlichen alles gesagt, hat sich gründlich getäuscht! Im Gegenteil nämlich dürfte vieles, nein: das meiste, was in der Vergangenheit über Mao publiziert wurde, aufgrund dieses grandiosen Buches von Jung Chang und Jon Halliday als überholt gelten. Man wird sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, wenn man voraussagt, dass diese Arbeit auf Jahrzehnte hinaus als die Mao-Biografie Bestand haben wird.
Mit Maos Lebensgeschichte resümieren die Autoren des klug gegliederten Bandes zugleich die Geschichte Chinas im 20. Jahrhundert. Schritt für Schritt folgen wir Maos Weg vom schwer erziehbaren Schüler in das Zentrum der Macht. Die Lektüre entlarvt den chinesischen Revolutionsführer außer als einen Mann, den der Anblick sich gegenseitig erschlagender Bauern körperlich erregte, als einen ökonomischen Analphabeten sonder gleichen: Während die eigene Bevölkerung Not litt, unterstützte Mao befreundete Länder, deren wirtschaftliche Situation zum Teil deutlich besser war als die eigene, chinesische Waffenlieferungen erfolgten in aller Regel ohnehin zum Nulltarif, die Rückzahlung von gewährten "Krediten", die zu gewähren man sich eigentlich überhaupt nicht leisten konnte, wurde von befreundeten Staaten nicht erwartet. Und selbst die nach der bisher einhelligen Lesart ihm zuzurechnenden militärisch-strategischen Leistungen, wie namentlich der "Lange Marsch" 1934/35, werden von den Autoren als ihm in den Schoß gefallene (Fehl-)Leistungen anderer entzaubert.
Mehr als ein Jahrzehnt haben Chang und Halliday recherchiert, zahllose Zeitzeugen, zum Teil aus der nächsten Nähe des Diktators befragt. Sie haben eine Unzahl von Archiven in aller Welt durchforstet, unbekannte Quellen gehoben, ausgewertet und schließlich aus einer unschätzbaren Zahl an Puzzlesteinen ein Bild vom "Großen Vorsitzenden" zusammengefügt, das endlich mit den Legenden aufräumt, die sich bis heute um ihn rankten. Unvorstellbar nach der Lektüre der knapp tausend Seiten, dass das Abbild dieses an nichts, aber auch gar nichts anderem als der Macht um ihrer selbst willen interessierten Massenmörders (ohne Berücksichtigung der Kriegstoten sollen seiner Herrschaft über 70 Millionen Menschen zum Opfer gefallen sein!) in China bis heute den Status eines Heiligenbildes besitzt. - Andreas Vierecke


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 36 Bewertungen)

sehr fundiert      5 von 5 Punkten
Dieses Buch über Mao beruht auf sehr guten und umfangreichen Recherchen und ist trotzdem nicht langweilig geschrieben. Manchmal können die Autoren sich einer emotionalen Haltung nicht erwehren, ws bei dem >Thema aber auch nicht gut möglich ist. Ich bin noch nicht dorch mit lesen, weil es auf Dauer depressiv macht all ds über China zu erfahren. Dennoch ist es für jeden an Weltpolitik Interessierten wichtig zu kennen und natürlich für alle China-Fans!


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Russland mit und ohne Seele - Susanne SchollRussland mit und ohne Seele
Susanne Scholl

Gebundene Ausgabe, 29. August 2009
     Verkaufsrang: 111979      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 22,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Russland mit und ohne Seele ist eine introspektive Retrospektive, eine Sammlung von philosophischen, teifenpsychologischen Gedanken über eine teilweise zerfallende, zersplitternde Großmacht. Die sensiblen, detailliert recherchierten Porträts der Protagonisten an der Spitze und der Basis des Staates stellen den Versuch dar, zu erklären. (...) Hinter der subjektiven Auswahl liegt stets eine Objektivierung, eine Relativierung öffentlicher und inoffizieller Wahrheiten. Einschränkungen geografischer, sprachlicher wie auch medialer Natur beschreibt Scholl subtil in an Fabeln erinnernden Geschichten über Nostalgie, Traditionalismus, Menschenrechtsverletzungen und Pressefreiheit, Nationalismus und private Refugien. Scholls Buch ist ein persönlicher Versuch, dieses Land, seine Menschen, trotz aller Repressalien, verständlich zu machen, in Kontext zu setzen, mit der Vergangenheit und Zukunft. -Der Standard, 02.09.2009

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

Russland mit und ohne Seele      5 von 5 Punkten
sehr interessantes Buch. Klar verständlich geschrieben und spiegelt ein Russland wie man es wohl vermutet, aber nicht wirklich wahrhaben will.


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Die Gesetze des Denkens und Glaubens: Sie werden, was Sie denken und glauben.: Sie werden, was Sie denken und glauben. (Grenzwissenschaften/Esoterik) - Joseph MurphyDie Gesetze des Denkens und Glaubens: Sie werden, was Sie denken und glauben.: Sie werden, was Sie denken und glauben. (Grenzwissenschaften/Esoterik)
Joseph Murphy

Taschenbuch, 1. November 1982
     Verkaufsrang: 32562      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Bestsellerautor Dr. Joseph Murphy erläutert die "Spielregeln", nach denen sich Glück und Erfolg im Leben einstellen. Mit Hilfe dieses faszinierenden Buches gelingt es jedermann, die in ihm schlummernden seelisch-geistigen und emotionalen Kräfte zu mobilisieren und zielbewusst einzusetzen.
Die Gesetze des Denkens und Glaubens: - Das erstaunliche Gesetz der Verbindung: Sie können werden, was Sie sein möchten - Das geheime Gesetz des Glaubens: Sie werden, was Sie glauben - Das wunderbare Gesetz des Heilens: Geistige Selbstbehandlung - Das mächtige Gesetz der inneren Ermutigung: Wie Sie ihre Wünsche verwirklichen können - Das wunderbare Gesetz der Sicherheit: Ihr Weg in die bessere Zukunft - Das große Gesetz der Liebe: Der heilende Balsam der Liebe - Das beglückende Gesetz des Wohlergehens: Der Schlüssel zum Wohlergehen


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

Die gesetze des Denkens und Glaubens von Dr.Joseph Murphy      5 von 5 Punkten
Ich kann nur sagen , dieser wunderbare Mensch hat es erfasst um was es geht.Schade daß er nicht mehr unter uns ist .Seine Bücher sollte sich jeder Mensch zu Herzen nehmen und daraus lernen zu leben.Die meisten Menschen sind nähmlich zu Lebzeiten schon tot.Ich kann seine Bücher nur empfehlen !Wenn sich jemand für das Leben entscheidet und dabei Hilfe braucht,dann sollte er diese Bücher lesen.
Ciulla Astrid


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Schopenhauer und Die wilden Jahre der Philosophie - Rüdiger SafranskiSchopenhauer und Die wilden Jahre der Philosophie
Rüdiger Safranski

Broschiert, Juni 2006
     Verkaufsrang: 45199      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Dieses Buch blickt zurück auf eine versunkene Welt, als die Philosophie noch einmal, zum letzten Mal vielleicht, in prächtiger Blüte stand. Die "wilden Jahre der Philosophie": Kant, Fichte, Schelling, die Philosophie der Romantik, Hegel, Feuerbach, der junge Marx. So erregend und erregt war eigentlich noch nie gedacht worden. Schopenhauer kommt aus den "wilden Jahren der Philosophie" und ist doch aufs erbittertste mit ihnen verfeindet. (...) Er steht quer zu seiner Zeit. Nicht die Kunst des Machens beseelt ihn, sondern die Kunst des Nachlassens: eine ergreifende Philosophie der Handlungshemmung entwirft dieser "rationalste Philosoph des Irrationalen" (Thomas Mann)."
Rüdiger Safranski


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

Ein Philosoph des Heulens und Zähneklapperns      5 von 5 Punkten
Ein komischer Kauz muss er gewesen sein, dieser 1787 in Danzig geborene Arthur Schopenhauer. Schon früh zeigte sich sein dominanter Charakter mit einem Hang zur Besserwisserei. Den Grund hierfür sieht Safranski in der fehlenden Bindung zur Mutter in Arthurs frühester Kindheit: "Wem es an grundlegender Lebensbejahung mangelt, nicht aber an stolzem Selbstbewusstsein, der ist, wie Arthur, dafür disponiert, auf alles Lebendige jenen verfremdenden Blick zu werfen, aus dem die Philosophie kommt: die Verwunderung darüber, daß es überhaupt Leben gibt" (31). Im Alter von 27 Jahren schrieb Schopenhauer sein bahnbrechendes Werk Die Welt als Wille und Vorstellung: Die Welt als Wille und Vorstellung I: Bd 1, welches aber bis zum Jahr 1853 von der Öffentlichkeit ignoriert wurde, was Schopenhauers Eitelkeit tief verletzte, so dass er sich immer wieder abschätzig über seine Zeit äußerte: "Mein Zeitalter [...] ist nicht mein Wirkungskreis, sondern nur der Boden auf dem meine physische Person steht, welche nur ein unbedeutender Theil meiner ganzen Person ist" (394). Gegen Lebensende lief er oft mit seinem Hund lautstark Selbstgespräche führend durch Frankfurt und als er in hohem Alter endlich die Anerkennung erfuhr, die er sich immer gewünscht hat, kommentiert er selbstbewusst: "Der Nil ist in Kairo angekommen".
Nicht nur aufgrund seiner Person, auch aufgrund seiner Philosophie passte Schopenhauer nicht so recht in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts. Hegel, der große Dominator des Zeitgeistes, predigte sein Konzept des Weltgeistes, welches den Weg in eine bessere Zukunft wies. Fichte, der Ich-Philosoph, konzentrierte sich auf die schaffenden Kräfte des Individuums und Marx sah diese schaffende Kraft zwar nicht im Individuum, dafür aber in der Körperschaft des Proletariats. Anders Schopenhauer. Er gilt bis heute als der große Pessimist unter den Philosophen, für den das Leben weniger als etwas zu Gestaltendes, sondern vielmehr als etwa zu Erduldendes gilt. Unvergessen sein Satz: "Eine Philosophie [...] in der man zwischen den Seiten nicht die Tränen, das Heulen und Zähneklappern und das furchtbare Getöse des gegenseitigen allgemeinen Mordens hört, ist keine Philosophie" (453).
Kernelement der Philosophie Schopenhauers ist das Konzept des Willens. Der Wille ist die der menschlichen Existenz zu Grunde liegende Grundstruktur. Und diese Grundstruktur ist nichts Schaffendes, nichts Positives, sondern etwas Destruktiv-Negatives: Der Wille, der allem zugrunde liegt, ist eben nicht Geist, der sich verwirklicht, sondern ein blindes, wucherndes, zielloses, sich selbst zerfleischendes Treiben, ohne Transparenz auf etwas Gemeintes, auf etwas Sinnvolles hin" (310f.). Safranski fasst prägnant zusammen: "Der Wille hat kein Ziel, er kreist als blinder Drang. Er berechtigt zu keinen Hoffnungen. Man kann ihm das Projekt einer geschichtlichen Vernunft nicht anvertrauen" (329). Dieser Wille manifestiert sich nach Schopenhauer am Ursprünglichsten im Sexualakt: "Wenn man mich fragt, wo denn die intimste Erkenntniß jenes inneren Wesens der Welt, sein Ding an sich, das ich den Willen des Lebens genannt habe, zu erlangen sei? [...] - so muß ich hinweisen auf die Wollust im Akt der Kopulation. Das ist es! Das ist das wahre Wesen und der Kern aller Dinge, das Ziel und Zweck alles Daseyns" (400). Man kann sich vorstellen, warum es so lange gedauert hat, bis Schopenhauer und seine Zeit zueinander gefunden haben.
Rüdiger Safranski schafft es wie kaum anderer deutscher Philosophie, anspruchsvolle Themen massenkompatibel zu verpacken ohne zu große inhaltliche Reibungsverluste in Kauf nehmen zu müssen. Seine Biografien über Nietzsche: Biographie seines Denkens (2000) und Ein Meister aus Deutschland: Heidegger und seine Zeit (1994) waren allesamt Bestseller und Safranskis neuestes Buch Romantik. Eine deutsche Affäre (2007) befindet sich seit Monaten in den Bestsellerlisten. Ein Grund hierfür dürfte sein, dass Safranski ein sehr guter Erzähler ist, der in der Lage ist, auch schwierige Sachverhalte rhetorisch anspruchsvoll und dennoch verständlich zu vermitteln. "Schopenhauer" ist viel mehr las die Rekonstruktion des Lebens eines Mannes, sondern vielmehr die Darstellung eines gesamten Zeitabschnitts aus philosophischer Perspektive. Detailliert geht Safranski auf Teile von Kants Philosophie ein, da Schopenhauer sein Konzept des Willens aus Kants Konzept des "Ding an sich" entwickelte. Auch Hegels Philosophie, die die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts bestimmte, wird näher umschrieben.
Fazit: Sehr gut geschriebene Biografie eines schwierigen Mannes und eines großen Philosophen, der bis heute nachwirkt. Nachfolgende Denker wie Nietzsche oder auch Michel Foucault ließen sich von Schopenhauer inspirieren. Zugleich entwirft die Darstellung ein Panorama des gesamten philosophischen Diskurses der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.


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Dem Österreichischen auf der Spur: Expeditionen eines NZZ-Korrespondenten. Mit Karikaturen von Michael Pammesberger - Charles E. RitterbandDem Österreichischen auf der Spur: Expeditionen eines NZZ-Korrespondenten. Mit Karikaturen von Michael Pammesberger
Charles E. Ritterband

Gebundene Ausgabe, 7. Oktober 2009
     Verkaufsrang: 115147      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Von den Höhen der Anden, der Weite der Pampa, aus der Tangometropole Buenos Aires in der Walzermetropole Wien eingetroffen, hätte der NZZ-Korrespondent eigentlich erwartet, im Herzen Europas ein längst vertrautes Land vorzufinden. Falsch. Als höchst genussreiche, aber nicht immer ganz gefahrlose Expedition in exotisches Terrain erwies sich der Vorstoß des weltgewandten Eidgenossen in die geheimnisvolle Domäne des Almdudlers und des Apfelstrudels - wo man sich den Wiener Charme von der Unesco patentieren lassen will, wo Plätze selbst nach ihrer Umbenennung immer noch so heißen wie zuvor. Der Autor schildert die umjubelte Rückkehr der Römer nach Baden bei Wien, bereist das skurrile Kärnten, dringt vor ins wilde Tschickistan und in das noch wildere Tirol, wo man für das falsche Absingen der Landeshymne mit Buße belegt wird, wo im Winter Teufelsgestalten ihr Unwesen treiben und in lauen Sommernächten das Wasser auf geheimnisvolle Weise bergaufwärts fließt. In ausgewählten Reportagen erschließt Ritterband das unbekannte Nachbarland Österreich. Mit spitzer Feder und augenzwinkerndem Humor nimmt er in seinen Glossen aufs Korn, was ihm in acht Jahren Korrespondententätigkeit in Österreich am Rande des politischen Geschehens aufgefallen ist - begleitet vom Karikaturisten Michael Pammesberger, der mit seinen Zeichnungen stets unfehlbar ins Schwarze trifft.

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Das ist Oesterreich      5 von 5 Punkten

Herr Charles E. Ritterband hat m.E. die österreischische aktuelle Politik und die österreischische Mentalität sehr gut verstanden und karakterisiert.
Ich empfehle Jedem die Lektüre dieses interessanten Buches.


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Hegel für Anfänger. Phänomenologie des Geistes - Hegel für Anfänger. Phänomenologie des Geistes

Taschenbuch, 1. November 1997
     Verkaufsrang: 19658      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Durch das Labyrinth des Hegelschen Geistes
Friedrich Hegel (1770-1831) gilt als der deutsche Philosoph, dessen Werk am stärksten die Weltgeschichte beeinflusste. Er vollendete den Deutschen Idealismus und entwarf das umfassendste und einheitlichste System der deutschen Philosophie.
Sein prominentester Schüler war Karl Marx.
Doch die berühmte "Phänomenologie" bleibt mitunter selbst Fachgelehrten dunkel. Dieses Buch bietet sich als Wegbegleiter an und führt Schritt für Schritt durch das Labyrinth des Hegelschen Geistes.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Endlich der Wegweiser....      5 von 5 Punkten
Ich habe dieses Buch für eine Hausarbeit (Studium) über Hegel gekauft, und es war nicht das einzige, aber das beste.
Bei der Phämonenologie hatte ich immer das Gefühl, ich ahne wovon er spricht, aber ich verstehe seine Argumentation nicht. Hegel für Anfänger stellt eindeutige Wegweiser auf, die dafür sorgen, sich nicht zu verirren und zu wissen, auf dem richtigen Weg zu sein. Dies tut es mit nachvollziehbaren, teilweise alltäglichen Beispielen. Eben genau das, was Hegel fehlt: Das Konkrete. Und damit auch genau das, was ich gesucht habe.
Mit diesen Wegweisern schafft man es dann auch relativ schnell, die Texte zu verstehen, was teilweise wirklich nicht einfach (und ohne Hilfen oder sehr viel Arbeit beinahe unmöglich) ist. Dadurch, dass man die Grunddenkweise begriffen hat, erschliesst sich einem Hegel wie eine Sprache aus einer anderen Welt, die man plötzlich versteht. So kann man dann auch wirklich mit den Originaltexten arbeiten und ist nicht mehr auf eine Übersetzung angewiesen, sondern kann sich seine eigene machen.
Die Einführung ist teilweise wiederum wieder etwas zu abstrakt geworden, sie bleibt zu sehr im Hegelschen Denken gefangen, sie ist so etwas anspruchsvoller geraten. Ansonsten würde ich das Buch sicher auch Anfängern empfehlen (bin ja im Prinzip selber einer), wer Hegel hier nicht versteht, versteht ihn nie. :)


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Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren: Anleitung zum subversiven Denken - Hubert SchleichertWie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren: Anleitung zum subversiven Denken
Hubert Schleichert

Broschiert, 18. Dezember 2008
     Verkaufsrang: 40344      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Anhand zahlreicher Beispiele entlarvt der Philosoph Hubert Schleicher wienerisch charmant, witzig und bissig die rhetorischen und argumentativen Tricks von Politikern und Fundamentalisten jeder Couleur. Er zeigt, wie man die Schwachstellen ihrer Diskussionsweisen und Weltanschauungen nutzt und den Gegner aushebelt. Ein bestens verständlicher Grundkurs in Logik und Argumentation, ein wahres Lesevergnügen.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 30 Bewertungen)

Wirklich empfehlenswertes Buch, leider...      5 von 5 Punkten
...mit einem etwas reißerischen Titel, von dem man sich aber nicht abschrecken lassen sollte.
"Wie man mit Fundamentalisten diskutiert..." ist zunächst eine aufschlussreiche Einführung in die Diskussionskultur, in diverse Argumentationsfiguren.
Der Untertitel, dass es sich auch um eine Anleitung zum subversiven Denken handeln soll, ist meiner Meinung nach irreführend - dankenswerterweise. Versprechungen dieses Stils findet man sonst eher in esoterisch angehauchten Ratgebern á la "Anleitung zum Glücklichsein".
Die zweite Hälfte des Buches beschäftigt sich nun auch im Wesentlichen mit Beispielen aus der Geschichte, vornehmlich aus der Auseinandersetzung mit dem Christentum. Die offensichtliche Begeisterung des Autors für Voltaire beginnt man irgendwann zu teilen; ich werde mir demnächst auch mal das eine oder Werk von ihm zu Gemüte führen ;-)
Stilistisch ist das Buch angenehm zu lesen; gelegentlich wird auch etwas Humor eingestreut. Wissenschaftlichen Ansprüchen kann "Wie man mit Fundamentalisten..." zwar nicht genügen, von einer Kampfschrift wie "Der Gotteswahn" ist es dennoch weit entfernt. Hubert Schleichert ist prinzipiell schon um Objektivität bemüht, lässt seine eigene Meinung aber immer wieder in den Text einfließen - was aber nicht störend wirkt.
Wer sich für Diskutieren im Allgemeinen und die Auseinandersetzung zwischen Glauben und Unglauben im Speziellen interessiert, kann beruhigt zugreifen.


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Das kulturelle Gedächtnis: Schrift, Erinnerung und politische Identität in frühen Hochkulturen - Jan AssmannDas kulturelle Gedächtnis: Schrift, Erinnerung und politische Identität in frühen Hochkulturen
Jan Assmann

Broschiert, 19. Dezember 2007
     Verkaufsrang: 63410      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Hinweise auf Bücher
Vom Fluss der Dinge
lx. Der Ägyptologe Jan Assmann setzt in seiner (1997 erstmals erschienenen und nun als Taschenbuch vorliegenden) Studie die Erinnerungsleistungen früher Hochkulturen in Verbindung mit der gegenwärtig feststellbaren Virulenz des Themas "Gedächtnis und Erinnerung". Es seien drei Faktoren, welche die Konjunktur des Gedächtnisthemas begründeten - erstens die enorme Speicherkapazität elektronischer Medien, zweitens das gegenwärtige Gefühl, in einer Phase der "Nachkultur" (George Steiner) zu leben, sowie etwas Drittes, was uns viel persönlicher und existentieller betreffe: "Eine Generation von Zeitzeugen der schwersten Verbrechen und Katastrophen in den Annalen der Menschheitsgeschichte beginnt nun auszusterben." Auch wenn die Debatte um Geschichte und Gedächtnis teilweise höchst abstrakte Formen angenommen habe, sei doch feststellbar, dass der Begriff "Erinnerung" ein neues Paradigma der Kulturwissenschaften aufgebaut habe. - Auf diesem Hintergrund ist Jan Assmanns Rückgang zu den frühen Hochkulturen zu sehen: Als Versuch, über das Fixativ Kultur etwas vom unendlichen Fluss der Dinge festhalten zu können.


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Eine prall gefüllte Werkstatt      4 von 5 Punkten
Assmann entfaltet seine Hauptthese vom kulturellen Gedächtnis in Auseinandersetzung mit dem Alten Ägypten, Israel und dem klassischen Griechenland. Er begreift dabei die Entwicklungen der Achsenzeit nicht als rein mediengebundenes Phänomen wie Havelock noch als rein geistesgeschichtliche Evolution wie Jaspers, sondern als ein komplexes Zusammenspiel von Gesellschaft, Medien und Erinnerungstechnik.
Viele spätere Populärthesen Assmanns, darunter auch der Zusammenhang von Gewalt und Monotheismus, finden sich hier noch zaghaft angedeutet und eben das macht den besonderen Reiz dieses Buches aus: man befindet sich geradezu in der Werkstatt seines Denkens. Vorgängertheorien werden dargestellt, verworfen oder verändert, Schrifquellen neu gelesen und interpretiert, um dann schließlich fundiert kulturgeschichtliche Thesen zu formulieren.
Ein großes Stück Wissenschaft, das aber gerade deswegen auch ein gründlicheres Lektorat verdient hätte - teilweise wiederholen sich kurze Passagen wortwörtlich innerhalb eines Absatzes: deswegen ein Stern Abzug, aber alles in allem sehr empfehlenswert.

Die (Un-) Beständigkeit der Erinnerung      5 von 5 Punkten
Jan Assmann, seines Zeichens Ägyptologe hat mit diesem Werk, sei es beabsichtigt oder nicht geschehen, einen Klassiker der modernen Forschung geschaffen, der in sämtlichen Bereichen dessen, was als Geisteswissenschaft bezeichnet werden kann durchschlagenden Erfolg gefunden hat. Der Grund hierfür muss wohl in der Konzeption der Untersuchungen liegen, die das Fundament aller Teilaspekte der menschlichen Kultur freilegen, und auf die Kernbegriffe "Erinnern", "Vergessen" und "Identifizieren" reduzieren. Aus diesen atomaren Bestandteilen wiederum vermag es Assmann, so verschiedenartig erscheinende Ausprägungen der Gesellschaft wie Religion, Politik und Wissenschaft in deren Entstehung zu rekonstruieren. Während im ersten Teil des Buches die theoretischen Grundlagen von Erinnerungskultur, Schriftkultur und kultureller Identität gemäß den o.g. Kernbegriffen verhandelt werden (u.a. durch eine Wiederbelebung des beinahe in Vergessenheit geratenen Soziologen Maurice Halbwachs, ein sehr interessantes Kapitel!), findet im zweiten Teil die Konkretisierung jener Konstruktionen am Beispiel dreier Fallstudien aus der Antike statt (Ägypten und der Staat, Israel und die Religion, Griechenland und die Wissenschaft). Bemerkenswert erscheint mir ferner, dass in diesem Werk entgegen aller bisheriger Leseerfahrung die theoretischen Ausführungen deutlich spannender und anregender sind als die althistorischen Exkurse, die teilweise sogar einige Längen aufweisen.
Aber nichtdestotrotz: An alle Althistoriker, Ägyptologen, Mediävisten, Semiologen, Kunsthistoriker, Theologen, Literaturwissenschaftler, Ethnologen, Soziologen, Kulturgeschichtler, Archäologen, Philosophen und natürlich alle unbefangenen Interssierten kann ich nur die Empfehlung richten: Lest dieses Buch, ihr werdet davon profitieren.


dtv-Atlas Ethnologie - Dieter Hallerdtv-Atlas Ethnologie
Dieter Haller

Taschenbuch, 1. November 2005
     Verkaufsrang: 12147      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Freude wird heute gern mit einem freundlichen Smiley-Mund symbolisiert. Dieser dtv-Atlas, eine geglückte Einladung zur Ethnologie, hat sich viele verdient." (Eckart Klaus Roloff, Rheinischer Merkur)

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Ein wahrer Fan      5 von 5 Punkten
Zuerst war ich kritisch als ich die Literatur Liste für das Anthropologie Seminar bekam, wir sollten uns den DTV Atlas Ethnologie anschaffen, geschrieben von Prof. Dieter Haller. Nun, ich halte grundsätzlich nicht so sonderlich viel von Menschen, die einen zwingen sich ihre Bücher zu kaufen. Ja, Herr Haller ist "mein" Professor an der Ruhr Uni in Bochum. Es blieb mir aber ja quasi nichts anderes übrig, etwas widerwillig bestellte ich das Ding. Das Paket kam, ich schlug die erste Seite auf und war positiv überrascht...und dann bekann ich zu lesen. Das Werk ist ein ditaktisches Meisterwerk, die vielen Abbildungen verdeutlichen was Haller erklärt. Mittlerweile habe ich das Werk durch, ich habe es quasi in mich hineingesogen. Sicherlich ist es nicht sonderlich unterhaltsam und man muss sich auch für die grundsätzliche Thematik interessieren, aber wenn man das tut wird es schnell zum "besten Freund", was Haller macht ist nämlich "Völkerkunde für Dummies". Er schreibt einfach ohne schnörkel und fängt von ganz vorne an. Dafür das es wissenschaftliche Literatur ist, liest es sich wie von selbst. ich würde es jederzeit wieder kaufen.
P.S.: in seinen Seminaren ist Haller übrigens ein didaktischer Vollprofi, so viel gelernt habe ich selten in einem Semester.


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Romantik. Eine deutsche Affäre - Rüdiger SafranskiRomantik. Eine deutsche Affäre
Rüdiger Safranski

Gebundene Ausgabe, 25. August 2007
     Verkaufsrang: 34991      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Es ist, wie so oft bei diesem Meister der lesbaren Philosophie-Erzählung, ein unterhaltsamer ideenhistorischer Spaziergang." Michael Braun, Der Tagesspiegel, 30.08.07 "Safranski ist einer der kompetentesten und bekanntesten Historiker deutscher Ideen- und Kulturgeschichte." Paul Michael Lützeler, Die Literarische Welt, 01.09.07 "Rüdiger Safranskis großes Romantikbuch beschreibt eine "deutsche Affäre" so mitreißend, als fände sie mitten in unserer Gegenwart statt. ... Safranski ist ein Zauberkünstler, dem man lieber nicht widersteht." Christian Geyer, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.09.07 "Safranskis "Romantik" ist überfällig - eine aufgeklärt helle, ja heitere Beschreibung eines Sonderwegs. Es ist der Roman des deutschen Geistes." Matthias Matussek, Der Spiegel, 03.09.07 "Rüdiger Safranski macht uns glanzvoll mit der Romantik und dem Romantischen vertraut. Sein grandioses Buch verbindet philosophische Analyse mit anekdotischer Anschauung derart gekonnt, dass wir Seltenes vor uns haben: spannend erzählte deutsche Geistesgeschichte. Einer, der es infolge seiner Belesenheit und seiner Sprachkraft versteht, die Schatzkammer der Geistesgeschichte gangbar zu machen." Ulrich Greiner, Die Zeit, 06.09.07 "Vom Sieg der Fantasie über die Wirklichkeit, vom Unbehagen am Leben in einer entzauberten Welt und von Religiosität als Reaktion auf die Moderne. Von all dem erzählt der Philosoph Rüdiger Safranski in seinem grandiosen Buch über die deutsche Romantik." Denis Scheck, Der Tagesspiegel, 07.10.07

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 17 Bewertungen)

Mehr als Romantik      5 von 5 Punkten
Das Buch von Rüdiger Safranski ist eine meisterliche Beschreibung der Romantik und darüber hinaus eine ebenso meisterliche Darstellung, wie sich die Romantik und die Romantiker im Weltgeschehen eingliedern und wiederfinden. Die einzelnen Vertreter abhendelnd führt Safranski atmeberaubend durch die Romantik und eben auch durch das gesamte relevante Zeitgeschehen.(Ohne unangenehm weitschweifig zu werden!!!) Darüber hinaus ist jeder Satz ein Schatz voller Informationen, obgleich man immer sagen kann, dass das Buch auch etwas für den Laien ist, aber interessiert muss er sein.


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GEO Themenlexikon 31 Wetter und Klima: Begriffe, Forschung, Prognosen: BD 31 - GEO Themenlexikon 31 Wetter und Klima: Begriffe, Forschung, Prognosen: BD 31

Gebundene Ausgabe, 27. Februar 2008

Verkaufsrang: 51794

Bei Amazon z.Zt. leider nicht lieferbar!



 


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