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Ich will was wissen über Traktor & Co
Gebundene Ausgabe, 1. März 2004 Verkaufsrang: 76650 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Wenn große Fahrzeuge vorbeifahren, staunen fast alle kleinen Jungen - und auch Mädchen - Bauklötze. Und wenn die Gefährte nicht auf normalen vier Rädern unterwegs sind, um so besser. Dieses Buch zeigt und erklärt, wie Sämaschinen, Erntefahrzeuge und Traktoren funktionieren und was sie alles können. Großformatige Fotografien und Detailaufnahmen lassen die Kinder das Geschehen aus nächster Nähe erleben, Info-Kästen erklären den kleinen Lesern Fachausdrücke. Ab 4 Jahren.
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Afghanische Reise Wille Roger Broschiert, April 2007 Verkaufsrang: 106875 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Eine einzigartige Situation ist es, in der sich Roger Willemsen in das legendenumwobene Afghanistan aufmacht: Nur wenige Monate nachdem hier eine über 25-jährige Kriegsgeschichte zu Ende ging, begleitet er eine exilierte afghanische Freundin auf ihrem Weg in die Heimat, von Kabul bis in das kriegserschütterte Kundus im Norden des Landes. Willemsen beobachtet ein Land, das erste Schritte in den Frieden wagt, sich sammelt, Lebensfreude gewinnt und diese auch zeigt. Er spricht mit einfachen Frontsoldaten, Kommandanten und Generälen, trifft Drogenschmuggler, Nomaden und Weise, begegnet Verstörten und Traumatisierten, Menschenrechtlerinnen und Häftlingen, ehemaligen Mudschaheddin und Taliban-Funktionären, Fußballerinnen und Musikern. Er besucht Fabriken, Märkte, Schulen und den Ältestenrat eines Dorfes, ist Gast bei einer Verlobungsfeier und inszeniert eine Kinovorführung für Frauen und Kinder. Er überquert den lebensgefährlich verminten Salang-Pass, besucht die schwer zugänglichen Dörfer der Tadschiken, trifft turkmenische Kamelhirten in der Steppe und gelangt schließlich an die Ufer des mythischen Flusses Oxus, der die Grenze Afghanistans zu Turkmenistan, Tadschikistan und Usbekistan bildet. Am Ende ist Roger Willemsens Buch weit mehr als der persönliche Bericht von einer faszinierenden Reise, sondern eine literarische Betrachtung der Grundlagen allen Reisens und eine Suche nach dem Eingang in die Fremde.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)
"Quo vadis" Afghanistan 5 von 5 Punkten "Afghanische Reise", ein sehr kurzweilig geschriebener, aufschlussreicher Reisebereicht mit sehr viel persönlichen Eindrücken. Der Autor berührt dabei Afghanistans Vergangenheit, setzt sich hart mit der Gegenwart auseinander und macht sich Gedanken über die Zukunft des Landes resultierend aus den Gesprächen mit der Bevölkerung.
Sehr zu empfehlen für alle Freunde Afghanistans, die sich um sein Schicksal Gedanken machen. Dieses Buch wäre Pflichtlektüre für Alle, die diesem Land helfen und helfen wollen. Regt zum Nachdenken an, ob die gegenwärtige Strategie einer alles beherrschenden Supermacht die richtige ist und lässt mehrheitlich zu dem Ergebnis kommen: Nein!
Freiheitsliebe, Unabhängigkeit, selbstlose Gastfreundschaft gepaart mit berechtigtem Stolz nicht zuletzt auf eine mehr tausendjährige Kultur ("ihr habt zwar 120 Jahre elektrisches Licht, wir haben dagegen vier tausend Jahre Kultur" Zitat), verbunden mit einer Perspektivlosigkeit vor allem der männlichen Jugend ziehen sich als Fakten wie ein roter Faden durch die geschilderten Erlebnisse des Autors.
Ich selbst durfte in den frühen 70-iger Jahren für einige Monate dieses herrliche Land ("die Schweiz Asiens" Zitat) bereisen und vermag die Schilderungen nachzuvollziehen und die - verglichen mit damals - leider negativen Veränderungen.
Ein sehr empfehlenswertes Buch
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Die Grenzen der Vernunft: Kognition, Intuition und komplexes Denken Laszlo Meroe Taschenbuch, August 2002 Verkaufsrang: 73946 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Zwei Quellen sind es, aus denen unser menschliches Denken entsteht: Logische Rationalität und Intuition.Vor allem letztere befähigt uns, in "höhere" spirituelle Bewusstseinszustände zu gelangen. Mit zahlreichen Beispielen zeigt der Autor, daß nur in der Verknüpfung beider Fähigkeiten der Schlüssel zu komplexem Denken liegt.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Wie menschliches Denken funktioniert... 5 von 5 Punkten Laszlo Merö schreibt ein auch für Laien sehr verständliches und zugängliches Buch über die Grundlagen und Komplexität menschlichen Denkens. Er bringt eine Reihe alltäglicher Beispiele, in denen er zeigt, warum der Mensch eben nicht ausschließlich rational denkt. Seine Untersuchungen zur Hypnose und der ihr verhafteten Trance-Logik waren für mich sehr überraschend und interessant. Die Modelle des Kurz- und Langzeitgedächtnis waren sehr anschaulich und überzeugend. Weiterhin entwirft er ein Modell, mit dem nahezu jedes Fachgebiet in seiner "Tiefe" vergleichbar wird. Sehr viele Beispiele sind dem bekannten Schachspiel entnommen. Durch dieses Buch wird jedem klar, auf welchem Gebiet er Anfänger, Fortgeschrittener, Experte bzw. Großmeister ist. Für jedermann nur zu empfehlen !!!
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Wissen, wie das Wetter wird: So mache ich meine eigene Vorhersage Claus Keidel Broschiert, Mai 2006 Verkaufsrang: 49770 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Vom Laien zum Wetterfrosch: Wolken und Wind interpretieren, Beobachtungen in der Natur, Wetterkarten richtig lesen, Fallbeispiele und regionale Besonderheiten.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Fantastisches Basisbuch zur Einführung in die Wetterkunde 5 von 5 Punkten Ein fantastisches Basisbuch zur Einführung in die Wetterkunde. Größe und Gewicht einer Wolke sind genauso erklärt, wie die Entstehung von Wolken und Wind, sowie verschiedene Beobachtungskriterien in der Natur. Besonderen Umfang nimmt die eigene sichere Kurzzeit-Wettervorhersage vorort ein. Eingerahmt wird der überwiegend populärwissenschaftlich gehaltene Text von wunderschönen Farbfotos. Das Buch ist eine Schnittstelle zur weiterführenden Vertiefung des Themas Wetter. Absolut empfehlenswert! |
Natur Ralph Waldo Emerson Taschenbuch, Januar 2003 Verkaufsrang: 85465 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Es ist zwecklos, ja unmöglich, Emersons Philosophie zu reproduzieren oder zu erläutern, denn wie ein Kristall oder eine Landschaft beschreibt und kommentiert er sich selbst. Seine Sätze sind da, unvorbereitet, undiskutierbar, gleich Matrosensignalen aus einer nebelhaften Tiefe. Emerson hallt still, lauscht auf sein Herz und schreibt mit."Zu Lebzeiten als Prophet verehrt, bei seinem Tod von ganz Amerika betrauert, war Emersons Einfluß auch in Deutschland groß. Seine Theorie der Natur, des Lebendigen, der Schöpfung ist kein System der Naturwissenschaft, sondern der Versuch, alles Sichtbare in einfache Kategorien zu bringen und den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Die Souveränität der Persönlichkeit, der unabhängige Mensch war sein Anliegen. Emerson zu interpretieren ist müßig. Wer Natur liest, wird zu den Urfragen des Lebens hingeführt, in einer Sprache, die schwierige geistige Zusammenhänge durchsichtig macht."(ORF)
Ralph Waldo Emerson - Natur »Zu Lebzeiten als Prophet verehrt, bei seinem Tod von ganz Amerika betrauert, war Emersons Einfluß auch in Deutschland groß. Seine Theorie der Natur, des Lebendigen, der Schöpfung ist kein System der Naturwissenschaft, sondern der Versuch, alles Sichtbare in einfache Kategorien zu bringen und den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Die Souveränität der Persönlichkeit, der unabhängige Mensch war sein Anliegen. Emerson zu...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Die amerikanische Philosophie der Natur 5 von 5 Punkten Emersons "Natur" ist ein doppelbödiges Buch. Vordergründig geht es um das Wesen der Natur und darum, wie der Mensch durch diese zu sich selbst finden kann. Eher über Gefühle als über konkrete Handlungsanweisungen versucht Emerson eine bestimmte Haltung zu entwerfen: durch die unverfälschte Wahrnehmung der Natur sein eigenes Wesen zu entdecken. Auf einer zweiten Ebene aber ist dieses Plädoyer, der eigenen Wahrnehmung mehr zu trauen als allem anderen, auch eine handfeste politische Aussage - nämlich die, sich von überkommenen Vorstellungen zu lösen, und das heißt vor allem von dem europäischen Erbe. Deshalb ist "Natur" ein sehr amerikanisches Buch. Wie ein fernes Echo spricht hier eine Stimme aus jener Zeit, als Amerika seine kulturelle Identität zu entwickeln begann. Die Denkweise, die Emerson u. a. pflegten, wird in der Philosophie als Transzendentalismus bezeichnet - ein nicht sehr glücklicher Begriff, denn es handelt sich weniger um eine philosophische Schule als um eine geistig-moralische Haltung, die oft konkrete politische Konsequenzen hatte. So war Emersons Eintreten gegen die Sklaverei, die er als der natürlichen Ordnung zuwiderlaufend empfand, seinerzeit nicht ungefährlich. In diesem Buch aber, seinem ersten, ist von Politik nur wenig die Rede. Es ruht in sich selbst und ist von tiefer Weisheit durchdrungen.
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Praxisfelder der Sozialen Arbeit: Eine Einführung
Taschenbuch, April 2008 Verkaufsrang: 59684 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Dieser Band liefert einen umfassenden Überblick über die Praxisfelder der Sozialarbeit und Sozialpädagogik. Konzeptionell gibt das Buch die traditionelle Trennung von Sozialarbeit und Sozialpädagogik auf, indem vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Modernisierungs- und Ausdifferenzierungsprozesse die Verzahnung der beiden historisch gewachsenen Perspektiven zu dem nunmehr weitgehend integrierten Handlungsfeld einer Sozialen Arbeit sichtbar gemacht wird. Diese Modernisierung und Ausdifferenzierung der Sozialen Arbeit verfolgt der Band einerseits als Sozialpädagogisierung der Lebensphasen. Soziale Arbeit als Sozialisationshilfe ist tendenziell nicht mehr nur für Kindheit und Jugend zuständig, sondern betreut angesichts neuer und veränderter biographischer Problemlagen und eines lebenslangen Bildungsbedarfs potentiell alle Lebensalter. Andererseits ist mit diesem sozialen Wandel eine institutionelle Ausdifferenzierung der sozialen Dienste verbunden mit der Tendenz zu höherer Spezialisierung in den Hilfsangeboten sowie der Erschließung neuer Aufgaben- und Problemfelder. In den Beiträgen wird jeweils eine umfassende Einführung in das entsprechende Praxisfeld gegeben mit den zentralen Grundbegriffen und theoretischen Prämissen, Methoden und Handlungskonzepten, institutionellen Rahmenbedingungen und aktuellen Entwicklungsperspektiven.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Gutes Werk für Studenten von Sozialarbeit oder Sozialpädagogik 4 von 5 Punkten Sehr gut verwertbare Zusammenfassung der gängigsten Arbeitsfelder in der Sozialarbeit, die aber manchmal noch etwas griffiger sein könnte. Da die Beiträge von verschiedenen Autoren stammen, unterscheidet sich der Stil hier und da etwas. Prinzipiell ist aber für viele Hausarbeiten oder Projekte schnell zugängliche Hilfe gegeben. Besonders für SozArb-Studis im GS zu empfehlen.
Bringt Struktur in ein unübersichtliches Feld 4 von 5 Punkten Seit langem suche ich als Nicht-Sozialarbeiter in der Sozialarbeiterausbildung ein Buch, das kompakt und systematisch einen Überblick über die Felder der sozialen Arbeit gibt. Mit diesem Buch habe ich es gefunden. Es führt in die einzelnen Arbeitsfelder der sozialen Arbeit (Kinder- und Jugendhilfe, Erziehungs- und Familienhilfe, Altenhilfe, Frauen, Armut und weitere spezifische Bereiche) mit je 10 - 20 Seiten ein. Die Beiträge sind von verschiedenen durchaus bekannten Autoren geschrieben, so dass man sich auch gut informiert fühlt. Man vermisst manche (Rand-?)Bereiche, in denen Sozialarbeiter tätig sind (Bildungsarbeit, Beschäftigungsgesellschaften, Behindertenarbeit) und manche Fragen werden in allen Beiträgen aufgegriffen, z.B. die Fragen der gesetzlichen Grundlagen oder der Finanzierung. Hier muss man dann doch noch woanders nachsehen. Deshalb nur die vier Sterne. Insgesamt verdient das Buch jedoch große Anerkennung und ich möchte es nicht mehr missen, weil es für mich Struktur in ein so unübersichtliches Feld gebracht hat. Klaus Schellberg |
Weltwissen der Siebenjährigen: Wie Kinder die Welt entdecken können Donata Elschenbroich Gebundene Ausgabe, April 2001 Verkaufsrang: 80659 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Kindheit nicht verschulen! -- Diese Forderung veränderte in den letzten Jahren die Kindergärten und bereicherte sie durch Rückzugsecken mit Klangmulden, Duftkojen und Hängematten. Doch wo bleiben Schreibecken und Werkbänke, fragt sich Donata Elschenbroich, die am Deutschen Jugendinstitut auf dem Gebiet der international vergleichenden Kindheitsfoschung arbeitet. Denn gerade in den ersten Lebensjahren ist der Entdeckerdrang und die Begeisterung fürs Lernen besonders ausgeprägt. "Um uns in der Welt schrittweise einquartieren zu können, sind wir darauf angewiesen, dass man sie uns zeigt", schreibt die Autorin in ihrem Buch Weltwissen Siebenjähriger. Doch was sollen Eltern ihren Kindern in den ersten Lebensjahren vermitteln, mit was sollen sie in Berührung kommen? Diese Frage stellte Donata Elschenbroich zwischen 1996 und 1999 Menschen jeden Alters, aller Schichten und Bildungshintergründe: "die eigene Anwesenheit als positiven Beitrag erleben, einen Schneemann bauen, in einer anderen Familie übernachten" sind nur einige Erfahrungen, die Siebenjährige der Umfrage zufolge gemacht haben sollten. "Wissen, das sind ebenso Erinnerungsspuren des Kindes, Routinen, Zweifel, offene Fragen, intelligentes Raten. Auch entscheiden zu können: das interessiert mich jetzt nicht. Wissen heißt nicht, über etwas viel reden, sondern etwas tun können", erklärt die Autorin. So geht sie in ihrem Buch auch auf das Kind als Lebens-Unternehmer ein, als Forscher, Sammler, Erfinder und wirft einen Blick auf beispielhafte Initiativen in anderen Ländern. Das Buch bietet keine Patentrezepte oder Checklisten, welches Wissen Kindern vermittelt werden sollte. "Im Kind die Kraft zu bestärken, sein eigener Lehrer zu sein, darum geht es", so die Autorin. Donata Elschenbroich gibt daher Anregungen, das Kind bestmöglich zu fördern und ihm wichtige Erfahrungen nahe zu bringen -- Inspirationen für Eltern, die sich gezielter mit der frühkindlichen Erfahrungswelt beschäftigen möchten. --Gabriele Hilchenbach
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 19 Bewertungen)
Weltbewegende, bewegende Anregungen 5 von 5 Punkten Wer dieses Buch und die "Liste" dessen, was ein Kind können solle, kritisch einschätzt, wird dieses Buch schnell schätzen lernen. Verhilft es doch, gängige Vorstellungen zu relativieren und sich mehr und mehr auf das Kind selbst einzustellen.
Wer jedoch schnell aus allem funktionalistische Folgerungen macht, hat die Autorin selbst nicht verstanden.
Besonders gelungen ist es, die verschiedenen Dimensionen von Bildung nicht gegeneinander auszuspielen, sondern selbst so kritische Punkte wie Religion selbstverständlich ins Spiel zu bringen.
Wer Kinder hat oder mit ihnen umgeht, wird durch dieses Buch viele Anregungen erhalten und es im Herzen bewegen. Und das kommt in jedem Fall den Kindern zu gute - nicht nur den Siebenjährigen!
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99 philosophische Rätsel Martin Cohen Gebundene Ausgabe, Dezember 2007 Verkaufsrang: 64704 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Wenn jemand erklären würde, alle Bewohner Kretas seien Lügner, wäre das zwar ziemlich dreist, aber ansonsten nicht sonderlich bemerkenswert. Ist es aber ein Kreter selbst, der dies behauptet, entsteht eines jener Paradoxa, die Philosophen so sehr lieben, weil die Gesetze der Logik in Frage gestellt scheinen und man sich stundenlang darüber den Kopf zerbrechen kann. Wer Gefallen findet an solchen Gedankenspielen und kniffligen Rätsel ist mit Martin Cohens Buch wirklich gut bedient und kann sich am bekannten "Gefangenen-Dilemma" die Zähne ausbeißen oder sich in die scheinbar ausweglose Lage des "Friseurs vom Hindukusch" hineinversetzen, der laut strengem Befehl des Herrschers allen Untertanen die Haare zu schneiden hat, wobei sich aber niemand selbst einen Haarschnitt verpassen darf. Wer Rätsel wie dieses Barbierproblem für eine Kleinigkeit hält, erfährt von Cohen, dass selbst ein Großdenker wie Bertrand Russell "wochenlang kaum essen und schlafen konnte", weil er an dessen Lösung herumtüftelte. Mit den Lösungen ist das überhaupt so eine Sache. Zwar nimmt der Lösungsteil fast die Hälfte des Buches ein, heißt aber wohlweislich nicht "Lösungsteil", sondern "Erörterungen". Denn ebenso wie in der Philosophie das Zweifeln und Fragen wichtiger ist als die Antworten, haben auch philosophische Rätsel eher selten eine konkrete Lösung -- sie dienen vielmehr als anschauliche Einführung in ein Problemfeld, eine Fragestellung. Und weil dem so ist, kann man 99 philosophische Rätsel durchaus als eine Art Einführung betrachten, die "die ganze Schatztruhe philosophischen Denkens" vor einem öffnet -- weil neben der Logik noch ganz andere Bereiche der Philosophie wie Ethik, Erkenntnistheorie oder Religion mithilfe der Rätsel erschlossen werden. Auf recht witzige Weise erklärt Cohen Grundbegriffe der Philosophie, stellt wichtige Denker vor und macht Lust, diese Schatztruhe noch genauer zu inspizieren. Der Friseur vom Hindukusch übrigens floh angesichts seines Dilemmas in die Berge und hielt sich dort 20 Jahre lang versteckt. --Christian Stahl
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 18 Bewertungen)
Eigentlich ungerechtfertigte 4 Sterne... 4 von 5 Punkten ...aber ich kann mir nunmal nicht helfen,ich brauche etwas eindeutigere Antworten. Denn die fand ich z.T. dort weniger. Trotz allem ist dieses Buch äußerst anregend und interessant,vielseitig und für jmd mit Interesse an Philosophie geeignet. Ich beschäftige mich immer wieder gern damit.
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Krieg im Lande des Mahdi: Darfur und der Zerfall des Sudan Thilo Thielke Gebundene Ausgabe, 26. September 2006 Verkaufsrang: 35194 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Quer durch den Sudan verläuft die Bruchstelle zwischen dem arabischen Norden Afrikas und dem"Schwarzen"Kontinent, zwischen dem Islam und dem"ungläubigen"Rest. Und daran droht der größte Staat Afrikas zu zerbrechen. Doch Religion und kulturelle Unterschiede sind nur eine Erklärung für die immer wieder aufflammenden Unruhen in den südlichen Provinzen und in Darfur. Handfeste wirtschaftliche Interessen großer ausländischer Mächte lähmen die Handlungsfähigkeit der Weltgemeinschaft.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)
Erstklassige Reportage über den Sudan 5 von 5 Punkten Thilo Thielke hat mit diesem Buch die Probleme eines afrikanischen Landes dargestellt, welches mit den Folgen des Kolonialismus, mit den Folgen des Zusammenlebens vieler Völker in einem Staat, sowie mit der auswärtigen Einmischung von Staaten oder Gruppen konforntiert ist. Hierbei hat er sein eigenes Leben aufs Spiel gesetzt, um seinen Mitmenschen diese hervorragende Reportage zu vermitteln. Ausserhalb der Begebenheiten vor Ort findet der Leser zusätzlich Einblicke in die Vergangenheit, sowie Rückblicke auf die gesamten politischen Entwicklungen, sowohl im Sudan als auch in den Nachbarländern.
Das grösste Land Afrikas kommt aus dem Sumpf der Bürgerkriege nicht mehr heraus. Hauptgegensatz ist dabei der islamische Norden und der animistisch-christliche Süden. Diese Konfrontationen haben allerdings später auch auf andere Regionen wie Darfur, übergegriffen. Zu den Unterschieden von Hautfarbe sowie Religion kommen dann noch die Aufteilungen in verschieden Volksstämme, welche sich bereits traditionnel feindlich gegenüberstanden.
Ein sozialer Staatsaufbau kann unter diesen Umständen nicht funktionnieren und der Grossteil des Landes befindet sich im totalen Chaos. Ausländische Hilfe wirkt dabei noch eher negativ, trotz guter Ansätze verschiedener Organisationen. Verschieden ausländische Unternehmen sind aber lediglich an den Bodenschätzen des Sudan interessiert, profitieren hierbei von dem Chaos, und provozieren diesen zum Teil selbst. Entwicklungshilfe macht die Leute hiervon abhängig, schadet zudem dem einheimischen Handel und der Landwirtschaft, da die Bauern ihre Produkte nicht mehr verkaufen können bei einer Überschwemmung mit Lebensmitteln aus dem Ausland. Der inländische Handel wird in den Ruin getrieben. Es kommt zur Bildung von parasitären Cliquen, welche ihr Land ausbeuten und gleichzeitig nach mehr Auslandshilfe rufen. Die Bevölkerung wird so abhängig von der Auslandshilfe, und gibt es auf für sich selbst zu sorgen.
Die Konflikte greifen ebenfalls über die Grenzen über, der Sudan unterstützt Rebellengruppen des Tschad, Ugandas, Äthiopiens, und umgekehrt unterstützen diese Länder die Rebellen aus dem Sudan.
In Afrika ist der Sudan hierbei kein Einzelfall, viele Länder sind mit identischen Problemen konfrontiert (Kongo, Tschad, Uganda, um nur einige zu nennen). Es bleibt zu hoffen dass die verschiedenen Stämme und Völker sich besinnen um ein friedlicheres Zusammenleben zustande zu bringen. Zudem müssen die negativen Einwirkungen aus dem Ausland (Waffenlieferungen, wirtschaftliche Ausbeutung) aufhören, damit das Land die Möglichkeit erhält, wieder auf die Beine zu kommen.
Ein Buch das zum besseren Verständnis dieser Region und deren Problemen beiträgt. Absolut empfehlenswert.
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Traum, Schlaf und Tod: Grenzbereiche des Bewußtseins. Der Dalai Lama im Gespräch mit westlichen Wissenschaftlern Francisco J. Varela Taschenbuch, Juni 2001 Verkaufsrang: 13713 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Das Bewußtsein von Traum, Schlaf und Tod in den Kulturen: Der Dalai Lama führt im Gespräch mit renommierten Wissenschaftlern Ansätze aus dem Buddhismus mit modernen Erkenntnissen der Psychologie und Neurophysiologie zusammen und ebnet den Weg für eine Synthese zwischen östlicher und westlicher Weisheit.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
An den Grenzen des Bewusstseins 5 von 5 Punkten In diesem Band sind Beiträge interdisziplinärer Dialoge mit dem Schwerpunkt der Neurowissenschaften versammelt. Es geht um die Themen Was steckt hinter dem Ich ?, Was passiert, wenn das Gehirn schläft ?, Träume und das Unbewusste, luzides Träumen, Tod und Christentum, Wie stirbt der Körper ?, Nahtod-Erfahrungen.Der Dalai Lama ist meines Wissens nach der einzige Religionsführer, der sich ernsthaft in einen fruchtbaren Dialog mit der Wissenschaft begibt. Dabei kommt es zu so markanten Aussagen wie (sinngemäß): "Wenn die Wissenschaft eindeutig Aussagen des Buddha widerlegt, muss sich eben der Buddhismus ändern." Wer im wahrsten Sinne des Wortes seinen geistigen Horizont erweitern möchte, dem sei die Lektüre diese Buches sehr ans Herz gelegt. |
Unnützes Wissen Kalender 2009: Was man nicht wissen muss
Kalender, Juli 2008 Verkaufsrang: 119414 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Elefanten schlafen zwei Stunden am Tag, in Indien sind Spielkarten rund: Unnützes, aber unterhaltsames Wissen aus allen Wissensgebieten für jeden Tag. Die staunens-werten Fakten sind immer für ein Gesprächthema gut!
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Schau so geht das! Die Licht-Werkstatt: Spannende Experimente rund um Licht und Farben
Gebundene Ausgabe, Juni 2007 Verkaufsrang: 30117 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Einfache und verblüffende Experimente mit Licht und Farben. Chemie zum Mitmachen und Physik zum Anfassen: Taschenlampen lassen sich ausgießen, Milch macht Wasser blau, Filzstifte laufen um die Wette und eine Lupe löst eine Mini-Explosion aus...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
kinderleichte Experimente ... 5 von 5 Punkten ... rund um das Thema Licht und Farben werden im 2. Band der Reihe "Schau, so geht das!" kindgerecht präsentiert. Aus haushaltsüblichen Materialien lassen sich schnell und leicht anschauliche Experimente und Versuche aus den Bereichen Chemie und Physik durchführen. Ideal für forscherbegeisterte Kinder. Ganz nebenbei lernen sie alltägliche Phänomene kennen und verstehen.
19 ungefährliche Versuche werden einfach und anschaulich beschrieben und gelingen fast immer.
Unter www.lehrerbibliothek.de finden Sie weitere Informationen sowie eine genaue Auflistung des Inhaltsverzeichnisses. |
Was ist Kunst? Positionen der Ästhetik von Platon bis Danto Michael Hauskeller Taschenbuch, Februar 2002 Verkaufsrang: 112541 Nie zuvor herrschte eine solche Unsicherheit wie heute hinsichtlich der Frage, welche Dinge als Kunst gelten dürfen und welche nicht. Verdutzt steht man oft im Museum und fragt sich: Sollte dies wirklich Kunst sein? Offenbar wird es von manchen dafür gehalten, sonst wäre es nicht dort, aber wir haben keine Ahnung, warum. Zur Beurteilung fehlt uns ganz einfach der Maßstab, ein Begriff davon, was Kunst ist. Dieses Buch stellt sechszehn verschiedene Theorien vor, die durch die Jahrhunderte der Frage nachgehen, was es mit der Kunst auf sich hat.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
" Die Menge macht den Künstler irr und scheu !" ( Goethe, Tasso) 5 von 5 Punkten Dr. Michael Hauskeller befasst sich im vorliegenden Büchlein mit der Frage : " Was ist Kunst ?" und stellt 16 Positionen der Ästhetik vor. Zur Sprache kommen die Kunstbetrachtungen von Platon, Aristoteles, solche des Mittelalters, der Renaissance, von Kant, Schiller, Schopenhauer, Hegel, Rosenkranz, Croce, Heidegger, Adorno, Goodman, Lyotard und Danto.
Hinterfragt wird also was Kunst eigentlich ist und es wird verdeutlicht , dass es nach heutiger Sicht keinen allgemein gültigen Kunstbegriff gibt, der für alle Zeiten und Werke anwendbar ist.
Bei Platon und Aristoteles wurde die "Mimesis", die Nachahmung als Grundproblem der Kunst betrachtet, jedoch nicht als Nachahmung einer Naturerscheinung, sondern vielmehr als Abbildung der Ideen ( Platon) oder als Gestaltung in Richtung der Vollendung der Natur( Aristoteles), weil in der Kunst wie auch in der Natur die Form Prinzip des Werdens sei.
Im Mittelalter meinte man in der sichtbaren Schönheit die Schönheit Gottes erahnen zu können. Schön zu sein bedeutete etwas zu beleuchten oder deutlich zu machen , nämlich das ordnungsstiftende Wirken Gottes. Man begriff die Welt als ein einziges großes Licht, zusammengesetzt aus vielen Lampen, in deren Schein das Göttliche sich zeigte. Im gesamten Mittelalter galt die sichtbare Schönheit als ein Bild der unsichtbaren. Alles Helle , Bunte und Leuchtende, glänzende Materialien und strahlende Farben bringen den Lichtcharakter des göttlich Schönen zu Ausdruck.
In der Renaissance wurde einerseits die Natur Mutter der Kunst genannt, aber auch die Erfindung erhielt diesen Rang, wir der Autor verdeutlicht. Der Entwurf wurde als das ursprünglich Künstlerische betrachtet. Er ist gleichbedeutend mit präexistenten Idee im Geist. Aufgrund dieser Idee ergreift der Künstler die Wirklichkeit in reiner Gestalt. Nur deshalb ist Kunst erst natürlich.
Für Kant ist das Schöne mit dem subjektiv bestimmbaren Angenehmen identisch. Was auch immer uns gut gefällt, muss begrifflich bestimmt sein. Das ästhetische Urteil ist bei Kant ein Geschmacksurteil, weil es unabhängig von der Vernunft getroffen wird.
Die Vertreter der Klassik, beispielsweise Schiller , greifen übrigens die Idee der Renaissance wieder auf und knüpfen hier an. Das Universum schenkt uns kein reines Abbild des Ideals. Kunst möchte das Ideal, sprich die wahre Natur darstellen und zwar in der Aufgabe des Zufälligen und im Ausdruck des Notwendigen. Der Künstler ist in der Lage im Besonderen das Allgemeine zu sehen.
Hegel bestimmte das Schöne als das sinnliche Scheinen der Idee.
Im 20. Jahrhundert ist man bestrebt den hergebrachten Kunstbegriff als zu eng abzuschütteln.
Benjamin versteht beispielsweise die Fotographie und den Film als innovative Kunstformen. Die neue Kunst benötigt keine Aura mehr, die Benjamin definiert als " einmalige Erscheinung einer Ferne, so nah sie auch sein mag ".
Kunst öffnet sich jetzt ,so der Tenor auch von Heidigger und Adorno, jeder nur denkbaren Form in der Hoffnung oder Utopie einer allgemeinen Veränderung der Erlebensweisen.
Ein hochinteressantes Büchlein! Sehr zu empfehlen!
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Katzen würden Mäuse kaufen: Schwarzbuch Tierfutter Hans-Ulrich Grimm Broschiert, April 2009 Verkaufsrang: 87437 Noch nicht erschienen. Glaubt man der Werbung, ist für unsere Tiere das Beste gerade gut genug. Doch die Realität sieht anders aus: Mit Aromen, Geschmacksverstärkern, Farbstoffen und dem ganzen Arsenal der Kunstnahrungshexenküche wird ein "leckeres" Menü für Waldi, Minka und Co. zubereitet. Neben Abfällen, Krallen und Klauen landen auch Klärschlamm, Bakterien und Pilze im Fressnapf unserer Lieblinge. Die Tiere leiden und werden krank. Und nicht nur sie, sondern durch den Verzehr von Nutztieren auch der Mensch. Schockierende Fakten, brillant recherchiert - Werbung und Wahrheit bei der Tierfutterproduktion. "Ein brillant recherchiertes Buch über die Tierfutterindustrie." Deutschlandradio Kultur "Tatsächlich ist das Schwarzbuch für die Branche harter Tobak und Autor Grimm nicht irgendwer. Seit Jahren nimmt er Ernährungsgewohnheiten und Lebensmittelproduktion publizistisch aufs Korn, von Bio bis zu den Zusatzstoffen. Seine Bücher wurden Bestseller." Handelsblatt "Hans-Ulrich Grimm, hat mit 'Katzen würden Mäuse kaufen' ein brillant recherchiertes Buch über die Tierfutterindustrie abgeliefert und darin uns Menschen einen Spiegel vorgehalten, die wir uns so gern betrügen lassen, wenn man bloß unserer Sehnsucht nach Harmonie und Frieden entgegenkommt." Deutschlandradio Kultur
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 37 Bewertungen)
Unbedingt lesen! 5 von 5 Punkten Von einer ausführlichen Inhaltsangabe werde ich an dieser Stelle absehen. Herr Grimm gibt einen "kleinen" Einblick hinter die Kulissen der Tierfuttermittelindustrie. Erschreckende Tatsachen über den waren Inhalt der beliebten Dosen und Tüten, was so alles verschwiegen wird und über die Machenschaften der Tierfuttermittelindustrie. Das sollte jeder lesen/wissen, der seinem Fellpopo täglich die Dose aufmacht.
Und ich kann allen nur raten, macht das Futter für eure Lieblinge selbst. So schwer ist es nicht, und teurer auch nicht.
Mit leckeren Grüßen an alle Fellpopos! Miaou & Wuff!
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Zur Welt kommen. Zur Sprache kommen: Frankfurter Vorlesungen Peter Sloterdijk Broschiert, Februar 2008 Verkaufsrang: 142238 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
"Nachtigallenchöre" - gibt es nicht... 5 von 5 Punkten Wenn man zur Welt gekommen ist, kann man noch nicht sprechen. Das bedarf einer zweiten Anstrengung. Selbst das Nachplappern des Gehörten kann nicht gemeint sein. Falsche Vorbilder gibt es genug: das Besitzstandswahrungsdeutsch der Interessenverbände, die pedantische Objektivität und der zynische Schaum, das Ambitionsdeutsch der Habilitanden, das Therapeuten- und Mediendeutsch. Zielpunkt ist natürlich, zur eigenen Sprache zu kommen, das selbst Gefühlte andern verstehbar zu machen, eine begehbare Brücke zwischen Innen- und Außenwelt zu konstruieren. Sloterdijk beschreibt mit viel Liebe zum Detail des Themenkomplexes, dass die "Entbindung" von Sprachgewohnheiten der sozialen Umgebung in hohem Grade nötig ist, vielleicht auch eine psychoanalytische Selbsterforschung, die bis an den Anfang der eigenen Biographie zurückreicht, um von allen hinderlichen Fixierungen wirklich frei zu werden, außerdem sei notwendig ein Absagen an alle vordergründigen Ideologien oder nationalen Beeinflussungen. Ohne Dialogfähigkeit und die Bereitstellung einer Plattform ginge es zudem wohl auch nicht - sei es Papier oder Mikrofon (oder wie der Rezensent etwas spöttisch hinzufügen möchte: sei es Internet oder ZDF-Talkshow). Die Rolle der Poesie, betont Sloterdijk, sei in diesem Zusammenhang die Leistung, von keiner Ideologie mehr verhext zu sein. Den undialogischen Terror der Geschichte muß Dichtung beiseite legen können. Poesie darf nicht der Spiegel irgendeiner geistesgeschichtlichen Strömung sein; magnetische, kompassverdrehende Macht haben sie aber alle, das weiß der Philosoph Sloterdijk zu berichten: Sokrates hinterließ die Gefahr des "Tugenddünkels", Platon die der "Verstiegenheit", Diogenes die Gefahr der "Verwahrlosung". Buddha verleite zur Depressivität, die monotheistischen Religionen wärfen einen paranoiden Schatten. Der Marxismus habe zur Gewaltanwendung angestiftet und der "großdeutsche Sektenführer Hitler" habe mit dem Stoff hantiert, aus dem die "Höllenträume" seien. Sloterdijk verfasst hier also einen flammenden Aufruf zum Selbstwerden im Schreiben und Sprechen. Mut zur Individualität sei dabei konstituierend, wer sich im Chor der Meute aufhalte, habe nicht wirklich singen gelernt: "Nachtigallenchöre" - so formuliert Sloterdijk im wieder an Wortschöpfungen reichen Vortrag - "Nachtigallenchöre" - gibt es nun mal nicht... |
Mana: Die Geheimnisse der marquesischen Tätowierung Jörg Klein Broschiert, Juli 2006 Verkaufsrang: 18999 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ein Ausnahmewerk mit über 100 Fotos und Abbildungen nicht nur für den Eingeweihten.
Der in der Tattoo-Szene bekannte Mindener Autor Jörg Monte Klein machte sich mit Rucksack und Gitarre auf den Weg in die Südsee, um die Rätsel der Tribal-Tätowierung der Marquesaner zu entschlüsseln. Auf seiner Reise über Tahiti nach Nuku Hiva besuchte er viele einheimische Tä-towierer und fotografierte jede Menge Tattoos. Der Leser begleitet den Autor beim Trampen durchs Paradies mit all seinen Schattenseiten: beim wilden Campen in einsamen Buchten, aber auch in schmuddelige Absteigen mit 25 Kilogramm Gepäck eine interessante Mischung aus Südseeromantik und Fußblasen. In seinem Tagebuch notierte Monte regelmäßig seine neuesten Erkenntnisse in Sachen Tattoos und teilt sie dem Leser nun in Buchform sehr direkt und authentisch mit. Im Anhang befinden sich informative und interessante Abbildungen, in der Hauptsache vom deutschen Anthropologen Karl von den Steinen, mitsamt den Erklärungen der Symbolik. Wer eine Inspiration für ein geplantes Tattoo braucht, wer sich für eine erstaunliche Kultur begeistern möchte bzw. einen Südsee-Urlaub plant, der ist mit Mana bestens bedient.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)
Freunde der gepflegten Unterhaltung, 5 von 5 Punkten Jörg "Monte" Kleins "Mana- die Geheimnisse der marquesischen Tätowierung" hat mich zum Weinen gebracht. Mich plagt seitdem das Fernweh, ich will nach Tahiti und außerdem soll mein ganzer Körper von Tattoos bedeckt sein, auch die Stellen, an denen es weh tut.
Aber mal im Ernst, dieses Buch ist nicht nur eine Empfehlung für Menschen die sich gerne mit fremden Kulturen und Reisen beschäftigen, sondern auch für Leute, die mehr über die Geschichte des Tätowierens erfahren möchten. Und da erfahren wir eine ganze Menge über die Symbolik der marquesischen Tätowierungen, über Schildkröten, Stingrays, Tribals und anthropologischen Untersuchungen Karl von den Steinens.
Auf der anderen Seite steht der Reiseaspekt des Buches und man betrachtet die wunderschöne Landschaft Tahitis und seine Menschen. Dazwischen finden sich immer wieder Reiseimpressionen, über die man auch getrost mal lachen kann, denn wir wissen ja, wenn man einmal die heimische Umgebung verlässt, dann ...
Und da wären wir mal wieder bei der Sache mit dem Fernweh, die den Autor wahrscheinlich genauso plagte, als er 2001 mit Sack und Pack loszog, ab in den Flieger, mal schnell eben nach Nuku Hiva düsen und sich dort mit Trampen, Gitarre spielen über Wasser halten. Dann wieder ab nach Hause, schnell mal eben ein Buch veröffentlichen und warten bis Leute wie ich bei amazon.de Rezensionen zu diesem wunderbaren Werk schreiben. Was bleibt mir da noch mehr zu sagen, als:
"Prädikat wertvoll, sehr empfehlenswert!"
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Ich weiß, dass ich nichts weiß: Die vier großen Philosophen der Antike Arnulf Zitelmann Gebundene Ausgabe, Februar 2007 Verkaufsrang: 38699 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. Sokrates und Platon, Diogenes und Aristoteles formulierten die großen Fragen, die uns bis heute beschäftigen. Kenntnisreich, anschaulich und dabei auf das Wesentliche konzentriert, ist diese Biographie zugleich Einführung in die Philosophie und in die antike Welt. Wer sind wir? Was können wir erkennen? Wie sieht die ideale Gesellschaft aus?, wollten die Urväter der Philosophie wissen. Und versuchten, diese Fragen erstmals nicht mehr mit der Berufung auf die Götter zu beantworteten - sondern logisch und rational. Ihre Ideen beeinflussten nicht nur die Zeitgenossen, sondern später auch das Christentum, den frühen Islam und unsere modernen Wissenschaften. Arnulf Zitelmann erzählt von vier großen Denkern und vier Visionen. Von Sokrates, der die Kunst des Fragens lehrte und dafür den Gifttod starb. Von Platon, der mit seiner »Akademie« die erste Universität der Welt gründete und das berühmte »Höhlengleichnis« formulierte. Von Diogenes, der in einer Tonne wohnte und der erste Weltbürger war. Und von Aristoteles, der nicht nur eine wissenschaftliche Autorität war, sondern auch Erzieher von Alexander dem Großen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Wie gelingt das Leben? 5 von 5 Punkten Arnulf Zitelmann stellt in diesem Buch die griechischen Philosphen Sokrates, Platon, Diogenes und Aristoteles vor.
Er erzählt von deren Leben und verdeutlicht, gut nachvollziehbar, deren spezifische, philosophische Betrachtungen.
Alle vier Philosophen versuchen die Fragen zu klären: Wie gelingt das Leben? Wie kommt das Gute in die Welt?
So fragte der 469 v. Chr. geborene Sokrates,- Zitelmann nennt in einen Stadtphilosphen, weil er sich stets Dialoge führend, primär in den Straßen Athens aufhielt-, seine Gegenüber immer wieder:" Was ist Tugend?",
" Wir gewinnen wir Wahrheit?", Welches ist die beste Staatsverfassung?".
Dabei trieb er fragend seine Gesprächspartner immer weiter in die Enge, bis sie erschöpft ihr Nichtwissen eingestanden. Dies war das Ergebnis, was Sokrates erzielen wollte.
Seine Kindheit und Jugend, seine Militärzeit, viele Episoden seines Lebens, selbst die leidigen Auseinandersetzungen mit seiner Ehefrau Xanthippe werden von Zitelmann erwähnt und es wird nicht zuletzt über den Prozess wegen angeblicher Gottlosigkeit, den man ihm zu Ende seines Lebens machte, gesprochen.
Das griechische Männer-Ideal, dessen höchste Werte Selbstdisziplin, Handlungskontrolle und Leistungsbereitschaft waren, werden dargestellt, nicht zuletzt weil diese wohl die Grundvorraussetzung für die jeweiligen Denkgebäude der vier vorgestellten Philsophen bildeten.
Erklärt wird auch der Sinn des Dialogs, der als Wechselrede stets darauf abzielt, das Wissen des Gegenübers zu hinterfragen.
Für Sokrates galt, nichts unbesehen hinzunehmen, alles musste hinterfragt werden, weil man nur so zu gesicherten Erkenntnissen gelangen konnte.
Sokrates fühlte , dass eine innere Stimme in ihm war, die ihn leitete und von ungerechten Handlungen abhielt. Er nannte sie " daimonion" , das Gewissen.
Der Philosoph dachte es sei möglich das Rechte zu tun, sofern man es nur kennt. Wenn man den Menschen über die wahre Tugend belehrt, so glaubte Sokrates, werde man ihn auch tugendhaft machen. Die Verknüpfung der Tugend mit dem Wissen ist das eigentlich Neue an der Lehre von Sokrates.
Er will mit der Aufdeckung des Nichtwissens die Menschen zur Selbsteinkehr und Selbstprüfung aufrufen.
Alles, was man von Sokrates weiß, haben hauptsächlich Platon, Xenophon und Aristoteles berichtet, denn Sokrates hinterließ nichts Schriftliches, dennoch ist die einzigartige Persönlichkeit bis heute in aller Munde, vielleicht weil er, wie Xenophon festhällt ein Musterbild moralischer Tugenden war und " Weisheit, Bescheidenheit, Unbeugsamkeit, feste Redlichkeit gegen Tyrannen und Demos( Volksvertretung) entfernt von Habsucht und Herrschsucht..." verkörpert hat.
Wissen ist nach Sokrates fortdauerndes Lernen und dieses Wissen ist nichts, wenn es nur äußerlich Gewusstes bleibt.
Platon, geb. 433 v. Chr. war Schüler( das eigentliche Schwanenküken) des Sokrates. An die Stelle des sokratischen" Ich weiß, dass ich nichts weiß" setzt er die Lehre, dass uns in den ewigen Ideen ein Maß des Denkens und Handelns gesetzt ist, dass wir denkend und ahnend alles erfassen können. Antrieb allen Philosophierens sei der Eros. Nur mittels eines philosophischen Antriebs könne man sich zur Erkenntnis der Ideen gelangen.
Eros ist das Streben vom Sinnlichen ins Geistige fortzuschreiten, der Drang des Sterblichen sich zur Unsterblichkeit zu erheben.
Alle Beschäftigung mit dem Schönen nährt den Trieb, insbesondere die Musik. Sie wird als Vorbereitung für Philosophie betrachtet, die Mathematik ebenfalls, weil sie die reinen Formen anzuschauen lehrt. Platons ursprüngliche Interessen galten übrigens der Mathematik.
Der Philosoph glaubte jede Seele sei im Besitz ewiger Wahrheiten, wobei ihr Erkenntnisvermögen letztlich beeinträchtigt werde durch den Körper. Erst dann, wenn sie an ihren Ursprungsort zurückkehre, könne sie sich voll entfalten, weil sie dann eins werde mit der göttlichen Vernunft.
In der Folge wird Platons Höhlengleichnis thematisiert und in diesem Zusammenhang seine Vorstellung von Ideen und Erscheinungen näher ausgeführt. Soviel nur: für Platon sind die Ideen die eigentliche Wirklichkeit.
Im Reich der Ideen nimmt die Idee des höchsten Guten die oberste Stelle ein. Sie ist sozusagen die Idee der Ideen.
Diogenes, geb. 410 v. Chr., nach Zitelmann der Weltbürgerphilosph, war gewissermaßen ein Aussteiger, der sich von all seiner Habe getrennt hatte, um in einem Fass zu leben.
Alexander soll so sehr von der Bedürfnislosigkeit des Philosophen beeindruckt gewesen sein , dass er zu ihm sagte: " Wünsche mir von mir alles, ich gebe Dir, was Du willst. Diogenes antwortete: " Dann geh mir aus der Sonne."
Diogenes war davon überzeugt, dass man um so mehr man vom Leben an sich habe, desto weniger man an Dinglichem benötige.
Man erfährt Einzelheiten auch aus dem Leben des Diogenes für den Parrhesia, die demokratische Denk- und Redefreiheit, das Wertvollste für einen Menschen ist.
Wichtige Werte sind für ihn Selbstachtung, Selbsterkenntnis, Selbstsicherheit und Selbstverantwortung.
Mit öffentlichem Sex beabsichtigte Diogenes zu demonstrieren, dass man sich der Last aller Konventionen entledigen müsse, um leichter zu leben.
Hauptsächlich aber ist er davon überzeugt, dass man sich in kynischer Selbstgenügsamkeit üben müsse. Sein Credo lautet: Reich ist, wer an sich selbst genug hat.
Der letzte vorgestellte Philosoph ist Aristoteles, geb. 384 v. Chr.. Wie Sokrates wurde er wegen Gottlosigkeit angeklagt,entzog sich aber dem Todesurteil durch Flucht.
Aristoteles hat eine Vielzahl von Schriften zur Ethik verfasst, bekannt als "Nikomachische Ethik", zudem Schriften zu Politik, Literatur und Rhetorik, auf die sich der Autor immer wieder bezieht.
Logik als die Lehre vom richtigen Denken war für Aristoteles eine eigene Wissenschaft. Die Elemente Begriff, Kategorie, Urteil, Schluss, Beweis und Induktion werden nicht näher erörtert, weil dies sicher den Rahmen des Buches gesprengt hätte.
Philosophie war für Aristoteles die höchste und reizvollste Beschäftigung. Als Lehrer von Alexander dem Großen erkennt er: " In der Jugend treibt man alles auf die Spitze. Liebe und Hass. Sogar die Fehler..."
Wohl dem, der sich in späteren Jahren zu mäßigen weiß und damit die Grundlagen für Wohlgemutheit, die Griechen nannten sie " Euthymia", Seneca nennt sie später Gemütsruhe, legen kann!
Zu resümieren ist,dass alle vier Philosophen ein selbstbestimmtes, authenisches Leben vor Augen hatten, um auf diese Weise schließlich dem Guten Vorschub zu leisten. Wie man sich einem solchen Leben annähern kann veranschaulicht Arnulf Zitelmann, indem er den Leser kurzweilig an der Gedankenwelt dieser großen Griechen teilhaben lässt.
Empfehlenswert!
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