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Psychologie für Erzieherinnen und Erzieher: Grundlagen für die Praxis
Broschiert, Oktober 2007 Verkaufsrang: 101290 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ein Buch voller Anregungen für die direkte Anwendung psychologischen Wissens in der Praxis. Darin geht es z.B. um die Person der Erzieher/in im psychologischen Kontext, den Gegenstand der Psychologie und Entwicklungspsychologie sowie Fragestellungen aus der Praxis, die Kommunikation und Interaktion als Erzieherin. Dabei haben sich die namhaften Autor/innen an den Ausbildungsrichtlinien der Fach(hoch)schulen/-akademien für Sozialpädagogik orientiert, an den aktuellen Bildungsrichtlinien der Länder, den derzeitigen psychologischen Theorieerkenntnissen - vor allem aber an der Praxis von Erzieher/innen. Mit seiner Übersicht über psychologische Begriffe, seinem didaktischen Konzept und der ansprechenden Gestaltung lädt es nicht nur zum Lernen, sondern auch zum Schmökern ein.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 2.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Interessante Themen - wenig Inhalt 2 von 5 Punkten Das Inhaltsverzeichnis verspricht viele interessante Themen. Leider werden die Inhalte so stark verkürzt, dass dieses Buch nur bedingt eine Hilfe zur Bewältigung der beruflichen Praxis darstellen kann. |
Wetter an Bord
Broschiert, Oktober 2005 Verkaufsrang: 119552 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Das Autorenteam des Seewetteramtes hat ein handliches Praxisbuch kreiert, das anhand farbiger Fotos und Abbildungen zeigt, wie - ein Törn wetterabhängig geplant wird, - Wetterinformationen genutzt werden, - Wetter beobachtet wird und welche Schlüsse aus dieser Beobachtung gezogen werden können, - mithilfe von Wetterkarten Wind- und Seegangsprognosen erstellt werden, - eine eigene Wettervorhersage gemacht wird, - bei Regatten das Wetter erfolgreich genutzt wird.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Kurz kompakt und praxisnah - nichts für Einsteiger 4 von 5 Punkten Aus ca. 200 Seiten mit vielen graphischen Elementen wird kompakt erklärt, wie man einen Törn in punkto Wetter vorbereitet. Mögliche Quellen für Wetterinformationen werden ausführlich aufgeführt. Sicherlich hätte das Buch noch besser gegliedert sein können. Meiner Meinung nach, nichts für Einsteiger.
Praxisnah von Profis 5 von 5 Punkten Das Buch "Seewetter" vom Seewetteramt ist das vollständigste und beste Buch für alle, die sich theoretisch mit dem Thema Segeln und Wetter auseinandersetzen (SSS oder SHS-Prüfung) – von diesen Autoren ist nun dieses Werk neu erschienen und das in der gleichen Qualität. Allerdings mit einem völlig anderen Schwerpunkt: hier geht es um die Praxis. Wie komme ich an eine gute Wetterprognose oder wie bereite ich einen Törn vor (im Hinblick auf das Wetter versteht sich) sind die zentralen Themen im Buch. Dazu gibt es tolle praktische Anleitungen, von der Interpretation des Wolkenbilds (das gibt es in vielen Büchern – mehr oder weniger gut), über eine super Hilfe bei der Auswertung von Wetterkarten und Wettermeldungen, bis hin zu Anleitungen für die eigene Wettervorhersage mit einem kompakten Regelwerk. Die weitaus meisten Beispiele beziehen sich auf die Nord- und Ostsee. Und da das Buch 2005 zum ersten Mal erschienen ist, sind alle Infos brandaktuell. Toll. |
Verteidigung der Freiheit: Politische Essays Albert Camus Taschenbuch, Juli 1997 Verkaufsrang: 151110 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Essays eines Meisters 5 von 5 Punkten Camus' Verteidigung der Freiheit steht in einer langen Tradition. Der Essay als Literaturform stammt aus Frankreich (Montaigne), und in diesem Land hat er immer schon eine besondere Rolle gespielt.
Camus war ein extremer homo politicus - man merkt dies auch an diesen politischen Essays, geschrieben von einem combattant, der für Algerien und dessen Unabhängigkeit kämpfte, der sehr früh schon politisches Theater machte und der seine politischen und existentialistischen Ideen schon bald in Theater und Literatur umsetzte.
Doch was ist das Besondere gerade an der "Verteidigung der Freiheit"?
Camus kann man nicht restlos mit den soeben angedeuteten Traditionen erklären. Die Freiheit war für ihn nicht nur eine abstrakte Größe, sondern ein demokratischer Wert, vielleicht neben der Gerechtigkeit der wichtigste Wert einer Demokratie, ein Wert, den man immer schützen, eben verteidigen muss, weil er permanent Gefährdungen ausgesetzt ist, weil er sich nicht vereinnahmen und einfach auf Fahnen schreiben lässt.
Und bei Camus kommt natürlich hinzu, dass er zum einen in der großen französischen Tradition der Menschenrechte gestanden hat und selbst in einer Zeit der geistigen Unfreiheit aufwachsen musste.
Die Analysen zur Tyrannei und zu den Risiken, die die politische Existenz des Menschen - politisch in einem ganz allgemeinen Sinne - immer bedrohen, gehören zum Scharfsinnigsten und zugleich Sensibelsten, was je publiziert wurde.
Große Literatur!
Essays über Spanien, Algerien, über Tyrannei und Revolte 5 von 5 Punkten «Bei uns in Westeuropa [...] steht die Freiheit offiziell hoch im Kurs», schrieb Albert Camus schon im Jahr 1953. Seine Worte haben seitdem nicht mehr an Aktualität verloren, im Gegenteil. Heute beschäftigt der Kampf um „Freiheit" nicht mehr nur Politiker aller Herren Länder (Camus: «Wenn wir die Rechtsbrüche und die vielfältigen Mißbräuche zusammenzählen, von denen heute die Rede war, können wir den Tag voraussehen, da sich in einem Konzentrationslager-Europa nur noch Gefängniswärter auf freiem Fuß befinden.»), sondern in einem immer größer werdenden Umfang den zivilisierten Alltag jedes/r Einzelnen. Präzise Hinweise auf eine damit einhergehende Zuspitzung allen individuellen Drängens und Scheiterns an einer der vielbedeutendsten Tugenden demokratischer Herrschaft formuliert der nobelpreisgekrönte Autor ("Der Fall" 1957) mit großartiger Klarsicht und Vernunft. Lesen, Lesen, Lesen! |
Superkapitalismus. Wie die Wirtschaft unsere Demokratie untergräbt Robert Reich Gebundene Ausgabe, 14. Januar 2008 Verkaufsrang: 47415 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Triumph des Kapitalismus Ende der Demokratie Nie zuvor war die Wirtschaft so mächtig wie heute. Sie dominiert alle anderen Bereiche des öffentlichen Lebens, auch die Politik. Robert Reich berichtet, wie es dazu kam und wie wir als Bürger die Demokratie stärken können. Früher gab es einfach nur Kapitalismus. Heute gibt es den Superkapitalismus. Unter dem Druck der globalen Konkurrenz und der Finanzmärkte haben die einzelnen Unternehmen an Macht verloren, hat die Wirtschaft insgesamt an Dynamik und Stärke gewonnen. Sie expandiert und nutzt alle Mittel, bemächtigt sich der Politik und gefährdet so die Demokratie. Dieser Konflikt steckt in jedem von uns.Wir sind Anleger und Verbraucher und als solche werden wir von der Wirtschaft gut bedient. Zugleich sind wir Bürger und spüren die Schwäche der von der Wirtschaft dominierten Politik. Robert Reich ruft dazu auf, unsere bürgerlichen Interessen wieder klar zu erkennen und den Superkapitalismus aus der Politik zu verbannen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Kritk am System und eigenem Verhalten 5 von 5 Punkten Ich habe mir, ganz ehrlich gesagt, ein klein wenig mehr erhofft von diesem Buch, ohne das jetzt näher erläutern zu können. Aber Reichs messerscharfe Darstellung über Vergangenheit und Gegenwart des Wirtschaft-Gesellschaft-Politik - Zusammenspiels ist es dennoch allemal wert gelesen zu werden.
Dass sich Reich dabei fast ausschließlich auf die Vereinigten Staaten bezieht ist nachvollziehbar und auch passend. Davon abgesehen, dass er in den 1990er Jahren als Arbeitsminister unter Clinton tätig war und somit aus seinem Metier schreibt, sind es die USA selbst, die man als Geburtsstätte und ausgereifteste Form des Kapitalsmus bezeichnen kann. Man könnte sich auch daran mokieren, dass GM und WalMart stets als Beispiele herangezogen werden, aber auch hier wurde die bestmögliche unter vielen Entscheidungen getroffen, um einfach den Rahmen des Buches nicht zu sprengen.
Abgesehen von der Darstellung gut recherchierter Ereignisse aus Vergangenheit und Gegenwart sind gerade die Ausführungen der dahinterliegenden Strukturen das Herzstück dieses Buches. "Wie die Wirtschaft unsere Demokratie untergräbt" lautet der Untertitel und deutet damit schon auf den hier auch kritisierten Lobbyismus hin. Weitaus spannender fand ich jedoch die Ausführungen über das paradoxe Verhalten der Menschen selbst, die mit dem steten Wunsch nach immer mehr zu einem großen Teil selbst für die negativen Entwicklungen verantwortlich sind.
Wer dieses Buch gelesen hat wird in Zukunft eher erst einmal nachdenken, bevor er voreilige Schuldzuweisungen äussert. Und damit wird Reich wohl sein Ziel erreicht haben, nämlich die Menschen zu verstärktem Nachdenken und bewussterem Konsum hin zu bewegen.
Das Buch fällt unter die Rubrik "populärwissenschatliche
Wirtschaftsliteratur" und befriedigt nicht jedermanns Erwartungen, aber es ist gut geschrieben und leicht zu verstehen, es richtet sich an die Masse und will etwas bewegen innerhalb der, von vielen als erdrückend wahrgenommenen, Umstände - und somit ist es in meinen Augen längst überfällig gewesen! Herr Reich verdient dafür große Anerkennung...
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Wem gehört das Heilige Land?: Die Wurzeln des Streits zwischen Juden und Arabern Michael Wolffsohn Taschenbuch, Februar 2002 Verkaufsrang: 66076 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Frage, wem das Heilige Land gehört, ist heute aktueller denn je. Die Debatten zu diesem Thema sind oft von Ignoranz und starken Emotionen geprägt, noch immer verstellen Parteilichkeit und Machtinteressen den Blick auf die politische Lage im Nahen Osten. In seinem unentbehrlichen Standardwerk wagt es Michael Wolffsohn, an überkommenen Mythen und Vorurteilen zu rütteln. Umfassend und gut verständlich erklärt er die historischen Wurzeln des Konflikts zwischen Juden und Arabern, der bis in die Gegenwart nichts von seiner Brisanz verloren hat. »Ein informatives, auch der Allgemeinheit zugängliches Buch, das zum Weiterdenken anregt.« (Münchner Merkur)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Danke. 5 von 5 Punkten Hervorragender Überblick über den hartnäckigen Konflikt.
Die Qualität dieser Arbeit wurde schon in früheren Rezensionen beschrieben, daher möchte ich nur hinzufügen, dass Wolffsohn es schafft diesen Konflikt doch recht "neutral" zu betrachten.
Er schafft es mehr als einen Blickwinckel einzunehmen und als Leserin mit orientalischem Familienhintergrund kann ich nur zu solch ehrlichem Umgang, mit den Herausforderungen im heiligen Land, gratulieren.
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Über die Regierung John Locke Taschenbuch, Januar 1974 Verkaufsrang: 53071 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Staatsphilosophie die man gelesen haben muß 5 von 5 Punkten Über die Regierung von John Locke gehört definitief zu den bedeutensten Werken der Staatsphilosophie. Er formuliert zum ersten Mal die Prinzipien der Geweltenteilung aus und hilft somit auch dem heutigen Leser die Prinzipien zu verstehen, auf denen unsere Gesellschaft fußt. Zeitgeschichtlich war dieses Werk eine regelrechte Revolution und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass sich in Europa Demokratien entwicklet haben. Aber auch in Anbetracht der neuerlichen Debatten im Kontext der Terrorbekämpfung bekommt dieses Werk wieder neue Aktualität und Autorität. Dieses Buch ist jedem zu empfehlen, der ein besseres Verständnis von unserer Gesellschaft erlangen möchte. Für Leute, die sich für Philosophie, Staatenkunde und/oder Geschichte interresieren, ist dieses Werk ohnehin eine Pflichtlektüre, die man in dieser Ausgabe zu einem äußerst geringen Preis erwerben kann.
Standartwerk der politischen Philosophie 4 von 5 Punkten John Locke (1632-1704) hat mit "Über die Regierung" ein Meilenstein geschaffen, da er als einer der ersten war, der die Gewaltenteilung formulierte und herbeiführen wollte. Seine Postulate sind in die amerikanische Unabhängigkeitserklärung und in die Erklärung der Menschen und Bürgerrechte der franz. Revolution eingegangen. Für Politilogen Pflichtlektüre, allerdings ist es in der Übersetzung leicht zu lesen und gut nachvollziehbar. |
Gouvernementalität der Gegenwart: Studien zur Ökonomisierung des Sozialen
Taschenbuch, August 2000 Verkaufsrang: 111181 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der Sammelband enthält die deutsche Übersetzung von Foucaults Vorlesung La Gouvernementalité von 1978. Er erschließt Foucaults Regierungsbegriff' als Instrument der Analyse aktueller gesellschaftlicher Umbrüche und der neoliberalen Ökonomsierung des Sozialen.
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EUV. Europäischer Unionsvertrag: Vertrag über die Europäische Union. Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union. Protokollen und Erklärungen. ... von Nizza. Übereinstimmungstabellen
Taschenbuch, Juni 2008 Verkaufsrang: 46865 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. EG-Vertrag in den Fassungen von Amsterdam und Nizza mit Protokollen, Schlussakten und Erklärungen; EU-Charta der Grundrechte.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
sinnvoll.... 4 von 5 Punkten Dieses Buch ist eine sinnvolle Investition, insbesondere, wenn man sich im Rahmen des Studiums mit europäischem Arbeits- und Sozialrecht auseinander setzt. Sollten nicht jeder EU-Bürger mehr über diesen Vertrag wissen?? Schließlich betrifft er uns alle und beeinflußt unser Leben unmerklich in wesentlichen Alltags-Situationen!! |
Wissenschaftstheorie zur Einführung Martin Carrier Broschiert, Mai 2008 Verkaufsrang: 100248 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Wissenschaftliches Wissen ist besonders streng geprüftes Wissen, das sich von der bloßen Meinung abheben soll. Dieser Anspruch beruht auf der methodischen Prüfung wissenschaftlicher Behauptungen an der Erfahrung. Wesentlicher Teil der Wissenschaftstheorie ist die Methodenlehre, die sich damit befasst, welche Verfahren der Prüfung in der Wissenschaft akzeptiert sind und in welchem Zusammenhang sie mit dem wissenschaftlichen Erkenntnisanspruch stehen. Im Mittelpunkt dieser Einführung stehen daher die Verfahren der Geltungssicherung in der Wissenschaft in ihrem historischen Wandel. Wichtige Herausforderungen für die Methodenlehre ergeben sich u.a. daraus, dass Wissenschaft ihr Erkenntnisziel im Spannungsfeld von gesellschaftlichen Nutzenerwartungen und Wertvorgaben verfolgen muss.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Prägnant und gut verständlich 5 von 5 Punkten Diese Einführung besticht durch ihren klaren Aufbau und ist vor allem sehr gut lesbar, was in diesem Feld leider nicht selbstverständlich ist. Zwar könnten einige Themen ausführlicher behandelt werden, aber dann wäre es ja keine niedrigschwellige Einführung mehr. Auch als Unterrichtslektüre empfehlenswert. |
Was ist was? Bd. 117, Bauernhof Monika Wohlert Gebundene Ausgabe, Februar 2004 Verkaufsrang: 14251 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Wenn wir ein Glas Milch trinken, in ein Brötchen beißen oder Fleisch und Gemüse auf dem Teller haben, denken wir meist nicht daran, dass wir unser reiches Angebot an Lebensmitteln der täglichen Arbeit der Landwirte zu verdanken haben. Doch wie sieht eigentlich ein Tag auf dem Bauernhof aus? Wie viele Liter Milch gibt eine Kuh? Wie wird Getreide gesät? Und wie funktioniert ein Mähdrescher?
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Verfall und Ende des öffentlichen Lebens. Die Tyrannei der Intimität Richard Sennett Taschenbuch, Mai 1998 Verkaufsrang: 88268 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Was geschieht, wenn die Öffentlichkeit als Forum gesellschaftlicher Erfahrung und kulturellen Austauschs zerfällt? Welche Folgen hat die zunehmende Abkoppelung der Privatsphäre von den Belangen des Gemeinwesens? Wo liegen die Ursachen für fortschreitende Auszehrung der "offenen Verhaltensstile" durch die "Tyrannei der Intimität"? Die Formen und Verlaufsweisen des "Verfalls der öffentlichen Lebenswelt" in den Industriegesellschaften bilden das Thema der Studie von Richard Sennett. Gestützt auf eine Vielzahl von Quellen, untersucht er diesen Prozeß seit dem Ancien régime. Und er untersucht ihn an mannigfaltigen Gegenständen: an dem Bedeutungswandel der städtischen Märkte und Plätze, an der Mode, der Familie, den Auswirkungen der Industrialisierung und der Warenproduktion, an der politischen Rhetorik, dem "Star-System", dem Theater der Architektur, den "Ressentiments gegen Fremde", der sozialen Karriere des Narzißmus, der "Psychologisierung der Politik und der menschlichen Beziehungen", den Zivilisationssymbolen. Sennetts ebenso materialreiche wie scharfsinnige Darstellung ist die sozialpsychologische und kulturgeschichtliche Ergänzung zu David Riesmans Die einsame Masse und Jürgen Habermas' Strukturwandel der Öffentlichkeit - ein Werk intensivster Nachdenklichkeit, in dem analytischer Einfallsreichtum und historisches Urteilsvermögen sich zu einer großen Zeit-Diagnose verbunden haben; ein aufstörender Beitrag zur Strukturgeschichte der Moderne.
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Fortunatus
Taschenbuch, Februar 1996 Verkaufsrang: 46602 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
"Fortunatus", ein frühneuzeitlicher Prosaroman. 3 von 5 Punkten Fortunatus (1509)„Fortunatus" ist ein Prosaroman, der nach heutigen Erkenntnissen Ende des 15. Jahrhunderts entstanden ist und 1509 erstmals gedruckt wurde. Mit grosser Wahrscheinlichkeit kommt der Verfasser aus einem der merkantilen Zentren des süddeutschen Raums, vermutlich aus Augsburg. Der Roman gehört zu den populärsten Volksbüchern des 16. Jahrhunderts. Es existieren davon frühneuzeitliche Übersetzungen in 13 andere Sprachen. Der Verfasser verwendet herkömmliche Märchenmotive, gibt aber auch Einblick in Gesellschaftsverhältnisse und schildert realistisch die Welt des späten 15. Jahrhunderts. In unseren Tagen ist der Text zu einem exemplarischen Repräsentanten der epischen Literaturgattung der frühen Neuzeit avanciert. Der Roman ist zweigeteilt. Der erste Teil handelt von Fortunatus, dem Sohn verarmter Eltern, der in die Welt zieht um dort das Glück zu suchen. Von einer Glücksjungfrau erhält er eine Glücksgabe, welche er vorsichtig nutzt und so zu Macht und Reichtum kommt. Der zweite Teil handelt von seinen beiden Söhnen, welche die Glücksgaben erben, sie aber nicht richtig einsetzen und daran zugrunde gehen. Zu Beginn der Lektüre hatte ich ein wenig Mühe mit der frühneuzeitlichen Sprache. Im Vergleich zu andern Büchern dieser Epoche (z.B. Dil Ulenspiegel) scheint mir die Sprache im „Fortunatus" etwas anspruchsvoller zu sein. Doch sobald die Sprache einmal vertraut ist, wird der Roman unterhaltsam. Auch kann aus jedem Märchen etwas gelernt werden und für mich ist es interessant herauszufinden, was der Autor mit dem Buch sagen will. Ich finde es schwierig, eine Sprache zu analysieren, die mir nicht geläufig ist. Im Roman besteht keine eigentliche dichterische Gestaltung. Ich kann auch keinen besonderen Stil erkennen, die Ausdrucksweise des Verfassers ist ähnlich wie bei anderen Autoren dieser Zeit. Er erzählt die blossen Ereignisse, die Charakterisierung der Personen erfolgt nicht durch Gedanken oder Äusserungen. Meiner Meinung nach ist das Geld-Weisheit-Motiv das Hauptmotiv des Romans. Ich denke aber, dass man das Problem nicht schwarz-weiss (Geld = negativ, Weisheit = positiv) auffassen kann, denn Reichtum bedingt auch ein gewisses Ausmass an Weisheit. Das Wichtige ist die Kombination der beiden Motive, was der Verfasser mit der Person von Fortunatus darstellt. Den Gegenbeweis dafür liefert der Untergang der beiden Fortunatussöhne, die durch Unklugheit ihren Reichtum (und ihr Leben) einbüssen. Die erzieherische Absicht des Erzählers ist es, dem Leser sowohl ein nachahmenswertes Vorbild (Fortunatus) als auch ein abschreckendes Beispiel (Söhne) verschiedener Verhaltensweisen im Zusammenhang mit Geld respektive Reichtum zu geben. Die Stadt und mit ihr das städtische Bürgertum als repräsentative Verkörperung der neuen Zeit spielen im Volksbuch eine entscheidende Rolle. Ich denke, dass sich der Verfasser aufgrund seiner genauen Schilderungen von Handelsangelegenheiten in dieser Sparte sehr gut auskannte. Was im Roman auch immer wieder zum Ausdruck kommt, ist die neuzeitliche Spezialisierung der Berufe und Handwerke (im Buch vor allem im Wirtschaftssektor dargestellt). Dass der Besitz von Geld allein nicht mit dem „richtigen" Reichtum und mit dem Grossadel im Verbindung gebracht wird, zeigt mir die Tatsache, dass immer noch Wert auf Besitz von Land und Leuten gelegt wird. So sieht Fortunatus die soziale Gleichstellung mit dem Grossadel als erstrebenswertes Ziel. Im Roman kommt der strukturelle Umbruch des späten 15. Jahrhunderts zum Ausdruck: der Niedergang des Adels und der Aufstieg der bürgerlichen Welt. Ich denke, der Verfasser steht nicht auf Seite des Adels, was viele Stellen mit beschämenden Bildern des Adels zeigen. Aber er kritisiert auch das Bürgertum, und gegen das Bauerntum hegt er tiefe Verachtung. Meiner Meinung nach bezieht der Verfasser allgemein kritische Stellung zu dem grob-materialistischen Verhalten sowohl der Vertreter des Bürgertums wie auch des Adels. Eine Parallele zur Epoche zeigt sich mir im humanistischen Bildungsstreben, welches der Autor durch Streben nach Weisheit darstellt. Ein Beispiel für die Zunahme der Bildung des Bürgertums ist Fortunatus, der einen Lernprozess durchläuft und Verhaltensweisen entwickelt, um sich in der von Eigennutz und Gewinnsucht beherrschten Gesellschaft zu behaupten. Im Gesamten zeigt der Verfasser dieses Romans die Probleme und Möglichkeiten des Übergangs vom Feudalen zum Bürgerlichen Zeitalter sehr deutlich auf. Seiner schwierigen Sprache wegen kann ich das Buch nur bedingt empfehlen. Wer aber ein für die epische Literatur der frühen Neuzeit repräsentatives Buch sucht, ist mit „ Fortunatus" gut bedient. Ein Anreiz für die Lektüre dieses Romans könnten die verschiedenen extremen Deutungspositionen sein, denn damit ist die Aufgabe, den Text zu deuten, dem Leser selber überlassen. Gian Andrea Prevost, Kantonsschule Chur |
Leben lernen: Eine philosophische Gebrauchsanweisung Luc Ferry Gebundene Ausgabe, März 2007 Verkaufsrang: 41565 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden »Während der Ferien in einem Land, in dem es früh dunkel wird, baten mich Freunde, einen Philosophiekurs für Eltern und Kinder zu improvisieren. Die Aufgabe zwang mich - wie nie zuvor - zum Kern der Sache zu kommen, ohne Fachbegriffe, gelehrte Zitate und Sekundärliteratur...« Was ist der Kern der Philosophie? Dieses ungewöhnliche Philosophiebuch gibt darauf eine ebenso einfache wie anspruchsvolle Antwort. Nicht um einen Bildungskanon der Namen, Jahreszahlen und Theorien geht es Luc Ferry, sondern um die Lebens-Fragen und die Antworten, die die großen Philosophen - in Abgrenzung zur Religion - über die Jahrhunderte darauf gefunden haben. Welche Vorstellung haben wir von der Welt, welche Mittel, sie zu verstehen? Wie können wir die Furcht vor dem Tod, vor Schmerz und Vergänglichkeit überwinden und ein glückliches, ein wahrhaft freies Leben führen? Der französische Philosoph zeigt an großen Momenten der Philosophiegeschichte, wie sehr unsere Sinnfragen, unsere Überzeugungen und Werte vom Denken früherer Generationen geprägt sind und was sie uns bei der Suche nach einem neuen, zeitgemäßen Humanismus bis heute zu sagen haben.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Lebendige Einführung zum Thema Philosophie 5 von 5 Punkten Der Titel dieses Buches ist ziemlich reißerisch und läßt es als einen der Ratgeberflut "Wie kann ich mein Leben verbessern, indem ich ein Buch lese und nichts tue" entsprungenen Publikationen erscheinen.
Das hat zur Folge, das man auf den ersten Blick meint: "Hier ist jemand der nicht zurecht kommt," wenn es im Bücherregal steht. Dem ist nicht so.
Ferry stellt eine frische, lebendige Einführung zum Thema Philosophie zur Verfügung, verpflichtet sich der Neutralität und stellt trotzdem seine eigene Meinung, ohne anzubiedern, dar.
Existentielle Fragen werden in diesem Buch behandelt und eine Annährung, eine Wegbereitung, zur Antwort gegeben.
Ein wahrhaftig gelungener seriöser Einstieg der den Leser mit einbezieht und Fragen aufwirft.
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Bekenntnisse Aurelius Augustinus Taschenbuch, Mai 1989 Verkaufsrang: 150705 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Augustinus beginnt mit harscher Kritik an den Bildungsinhalten, die er in der Schule erlernte, die ihn aber nur von Gott entfernten. Ebenso scharf geht er mit sinnlichen und körperlichen Vergnügungen ins Gericht. Ausführlich beschreibt er seine fehlgeleitete Leidenschaft, die er auf körperliche Genüsse und materiellen Reichtum zurückführte, anstatt sie als eine Sehnsucht nach Gott zu verstehen. Mit Verachtung schildert er seine Jugendzeit voller Irrtümer,...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 15 Bewertungen)
Ein Klassiker von dem man viel lernen kann!! 5 von 5 Punkten Bei den Bekenntnissen des Aurelius Augustinus handelt es sich um eine Autobiographie des Augustinus. In 13 Büchern (besonders in den ersten 10) schildert er, von seiner Kindheit angefangen, seinen Weg zum Christsein. Die Bekenntnisse des Augustinus sind auch gleichzeitig eine Werbeschrift für das Christentum, da er sie schreibt, als er bereits Christ ist. Das Spannende ist sein Lebensweg, der sich als Suche nach dem christlichen (augustinischen) Gott gestaltet, obwohl er von Geburt an in einer christlich geprägten Familie aufwächst. Besonders seine Mutter Monica ist für ihn der Inbegriff einer Christin. Auf seinem Weg begegnet Augustinus den verschiedensten religiösen und philosophischen Strömungen seiner Zeit. Dazu gehören u. a. die Manichäer, die Skeptiker und die Platoniker. Alle diese Strömungen lassen Augustinus, der wiederum als Prototyp des Fragenden und Suchenden erscheint, unbefriedigt. Letztlich findet er den Gott nach dem er sucht, auch wenn seine Suche nicht endgültig zufriedengestellt erscheint. In seinen Bekenntnissen bleibt Augustinus stets selbstkritisch und das macht auch das Besondere an dieser Schrift aus, da hier geradezu ein "moderner" Charakter-/ Wesenszug erkennbar wird. Augustinus hinterfragt und zwar ständig, er gibt sich nicht leichtfertig zufrieden, sondern bastelt vielmehr stets an seiner Identität (Patchwork-Identität). Er ist keineswegs indifferent gegenüber bestehenden gesellschaftlichen und religiösen Mustern und Normen. Neben dem reflexiven Charakter des Augustinus, in dem man manchmal auch sich selbst wiedererkennt, bekommt man besonders viele Eindrücke über eine ganze Epoche. Besonders von den bereits erwähnten phil. Strömungen und deren Lehre und Wahrnehmung in der spätantiken Gesellschaft erhält man einige Eindrücke.
Die Lektüre lohnt sich also, Augustinus bleibt immer "Kind" seiner Zeit - wie sollte es auch anders sein - und deshalb sollte man auch vorschnell keine modernen Deutungsmuster an seine Sinnwelt herantragen. Am besten ein jeder macht sich ein eigenes Bild. 5 Sterne, absolut empfehlenswert!!!
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dtv-Atlas Ethnologie Dieter Haller Taschenbuch, November 2005 Verkaufsrang: 55380 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ein einmaliges und reichbebildertes Nachschlagewerk Der dtv-Atlas Ethnologie führt anschaulich und verständlich in das Fachgebiet ein. Informative Farbgraphiken und ausführliche Texte geben einen Überblick über Theorien und Arbeitsweisen der Ethnologen, um dann die Themenbereiche Wirtschaft, Gesellschaft, Verwandschaft und Religion darzustellen. Dieser Atlas stellt dem Leser das Handwerkszeug zur Verfügung, mit dem er das Wissen, das er über einzelne Gruppen und Kulturen hat mit dem Wissen über andere Gruppen und Kulturen in Beziehung setzen kann und so in der Lage ist, urmenschliches Verhalten von kulturspezifischem zu unterscheiden. Mit 127 Abbildungsseiten in Farbe!
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Ein wahrer Fan 5 von 5 Punkten Zuerst war ich kritisch als ich die Literatur Liste für das Anthropologie Seminar bekam, wir sollten uns den DTV Atlas Ethnologie anschaffen, geschrieben von Prof. Dieter Haller. Nun, ich halte grundsätzlich nicht so sonderlich viel von Menschen, die einen zwingen sich ihre Bücher zu kaufen. Ja, Herr Haller ist "mein" Professor an der Ruhr Uni in Bochum. Es blieb mir aber ja quasi nichts anderes übrig, etwas widerwillig bestellte ich das Ding. Das Paket kam, ich schlug die erste Seite auf und war positiv überrascht...und dann bekann ich zu lesen. Das Werk ist ein ditaktisches Meisterwerk, die vielen Abbildungen verdeutlichen was Haller erklärt. Mittlerweile habe ich das Werk durch, ich habe es quasi in mich hineingesogen. Sicherlich ist es nicht sonderlich unterhaltsam und man muss sich auch für die grundsätzliche Thematik interessieren, aber wenn man das tut wird es schnell zum "besten Freund", was Haller macht ist nämlich "Völkerkunde für Dummies". Er schreibt einfach ohne schnörkel und fängt von ganz vorne an. Dafür das es wissenschaftliche Literatur ist, liest es sich wie von selbst. ich würde es jederzeit wieder kaufen.
P.S.: in seinen Seminaren ist Haller übrigens ein didaktischer Vollprofi, so viel gelernt habe ich selten in einem Semester.
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Schande J. M. Coetzee Taschenbuch, Juli 2001 Verkaufsrang: 135450 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden David Lurie ist schon in seinem eigenen Leben kein Held, geschweige im dem von jemand anderem. Mit 52 Jahren ist der Protagonist von Schande am Ende seines beruflichen wie auch seines Liebeslebens angelangt und scheint geradezu absichtlich mit dem Unglück zu flirten. Seit langem Professor für Neuere Philologien am Cape Town University College in Kapstadt, wurde er kürzlich zum Assistenzprofessor für Kommunikation derselben Einrichtung degradiert, die mittlerweile ostentativ in Cape Technical University umbenannt wurde. Obwohl er seiner neuen Disziplin täglich viele Stunden widmet, findet er deren erste Prämisse, wie sie im "Communications 101"-Handbuch formuliert ist, geradezu absurd: "Die menschliche Gesellschaft hat die Sprache erfunden, damit wir unsere Gedanken, unsere Gefühle und unsere Absichten einander mitteilen können." Seiner Ansicht nach -- die er für sich behält -- liegen die Ursprünge der Sprache im Gesang, die Ursprünge des Gesangs wiederum in der Notwendigkeit, die übergroße und ziemlich leere menschliche Seele mit Klang zu erfüllen. David, der bereits zweimal geschieden ist und dessen äußerliche Anziehungskraft nachläßt, verführt auf ziemlich unbarmherzige Weise eine seiner Studentinnen; sein unschickliches Verhalten wird bald aufgedeckt. In seinem achten Roman wäre J.M. Coetzee vielleicht damit zufrieden gewesen, eine tiefgründige akademische Satire zu schreiben. Aber in Schande hat er sich weitaus mehr vorgenommen, und seine Kunst ist so kompromißlos wie seine Hauptfigur -- allerdings auch unendlich komplexer. Nicht bereit, das Spiel der öffentliche Reue mitzumachen, läßt sich David schließlich feuern -- eine letzte Geste der Verachtung. Nun, denkt er, kann er sich hinsetzen und etwas über Byrons letzte Lebensjahre schreiben -- keine leere, ungelesene Kritik, "Prosa als Meterware" sozusagen, sondern ein Libretto. Zu diesem Zweck reist er in die Ost-Kap-Provinz zur Farm seiner Tochter. Lucy, die Mitte Zwanzig ist, kehrte dem Schick der Stadt den Rücken und lebt nun auf fünf Hektar Land vom Blumen- und Gemüseanbau und einem Hundeasyl. "Nichts könnte einfacher sein", denkt David. In Wirklichkeit könnte nichts schwieriger sein -- oder, jetzt im neuen Südafrika, gefährlicher. Weit davon entfernt, die Zuflucht zu sein, die er gesucht hat, ist in Salem kaum etwas sicher. Gerade als sich David in seine vorübergehende Rolle als Landarbeiter und wenig begeisterter Freiwilliger im Tierheim eingelebt hat, werden er und Lucy von drei schwarzen Männern überfallen. Unfähig, seine Tochter zu beschützen, ist Davids Schande nun komplett. Ihre ist allerdings weitaus größer. Es gibt in Coetzees schmerzlichem Roman viel mehr zu erkunden, und wenig davon ist tröstlich. Es wäre zu einfach, seinen Titel aufzugreifen und Schande als eine komplizierte Aufarbeitung persönlicher und politischer Schande und Verantwortung zu betrachten. Aber das Anliegen des Autors ist die Geschichte seines Landes, die Brutalitäten und der Verrat. Coetzee setzt sich auch mit der Frage auseinander, wieviel Seele und wieviele Rechte wir Tieren zugestehen. Nach dem Überfall nimmt David seine Rolle im Hundeasyl viel ernster und findet schließlich eine Art Zuhause und ein gewisses Maß an Liebe. In Coetzees The Lives of Animals, vor kurzem in der Schriftenreihe der Princeton University erschienen, erzählt eine alternde Romanschriftstellerin ihren Zuhörern, daß die Frage, die alle Labor- und Zootiere beschäftigt, lautet: "Wo ist mein Zuhause, und wie komme ich dorthin?" Obwohl er im Vergleich zu den ungewollten Tieren, die in seiner Obhut sind, geradezu allmächtig ist, ist David letztendlich genauso gefangen und genauso verloren wie sie. Schande ist geradezu gewollt einfach. Und doch besitzt es seine ganz eigene magere,herzzerreißende Lyrik, vor allem in den Beschreibungen der ungewollten Tiere. Am Anfang der Geschichte erklärt David seiner Studentin, daß Lyrik den Leser entweder sofort anspricht -- "eine plötzliche Offenbarung und eine plötzliche Reaktion" -- oder überhaupt nicht. Coetzees Buch spricht da anders; seine Schichten und Traurigkeiten wickeln sich endlos ab. --Kerry Fried
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 49 Bewertungen)
Als Gleichnis zu verstehen. 5 von 5 Punkten Das Faszinierende an diesem Buch ist die komplette Umsetzung von hintergründigen Gedanken und politisch-brisanter Situationsschilderung in Handlung und Charakterisierung von Personen. Da gibt es kein überflüssiges Räsonieren. So ein Buch - das man am besten in einem Zuge liest - und so ein Schriftsteller hat tatsächlich den Nobelpreis verdient!
Ein weißer Schriftgelehrter, dessen Ehen gescheitert sind und dessen einziges Kind irgendwo in der Provinz lebt, bemüht sich um eine Studentin.
Als ich um 1965 Student war, gab es einige Professoren und Assistenten, die Verhältnisse mit Studentinnen hatten. Manche endeten in glücklichen Ehen, manche auch nicht, aber keiner fand damals etwas Besonderes daran. Heute kann das, was das Normalste unter erwachsenen Menschen ist, nicht nur in Südafrika rasch als Nötigung gedeutet werden und, wie im Buch hier, zur Entlassung des Mannes führen. Als formaler Anlaß dient eine falsche Anwesenheits-Eintragung für die Angebetete in einem Seminar des Gelehrten. (Aber auch das von mir mit Kopfschütteln und als Zeichen der Verschultheit der heutigen Universität registriert. 1965 durfte man ohne jede Entschuldigung maximal zweimal in jedem Seminar fehlen.)
Der Gelehrte versucht nun ein Theaterstück zu schreiben (für das es in einigen Jahren vielleicht gar keine Bühne mehr geben wird, die noch von irgendjemandem finanziert wird, darf man dabei denken). Er fährt zu seiner Tochter, die Land bewirtschaftet und verpachtet und von ihrer Einsamkeit und demzufolge biologischen Sterilität durch schwarze Vergewaltiger geradezu erlöst wird. Die Schwangere fügt sich in ihr Schicksal. Ihr Kind wird als Mitglied der schwarz dominierten Gesellschaft aufwachsen. Der schwarze Pächter übernimmt das Land.
Die intensive Handlung rollt mit auswegloser innerer Logik ab.
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Zwischen Gut und Böse: Elementare Fragen angewandter Philosophie Ekkehard Martens Taschenbuch, Februar 1997 Verkaufsrang: 148462 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Dieses Bändchen bietet philosophische Orientierung in elementaren Fragen unseres Lebens wie den folgenden: Kann ein anderer wissen, was mich glücklich macht? -Warum kann nicht jeder denken und sagen, was er will? - Muß man immer dankbar und gehorsam sein? - Wer will ich werden? - Warum soll ich gut sein? - Wie unterscheiden wir uns von den Tieren? - Ist Abtreibung erlaubt? - Können Computer für uns entscheiden? - Ist alles nur eine Frage des Geldes? - Welche...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Grundlegende philosophische Überlegungen 4 von 5 Punkten In relativ kurzen und verständlichen Abhandlungen wird den grundlegenden philosophischen Fragestellungen nachgegangen: Warum soll ich meinen Eltern gegenüber dankbar und gehorsam sein? Was unterscheidet den Mensch vom Tier? Ist man für Fremde verantwortlich? u.v.m. Die Antworten auf diese Fragen werden nach philosophischer Tradition teilweise nicht konkret gegeben, sondern durch den Leser anhand ausgewählter Diskussionsbeiträge selbst entwickelt. Ein empfehlenswerter Band fürs Studium oder für Interessierte, die sich aktiv mit den unterschiedlichen Thematiken auseinandersetzen möchten. |
Leselöwen Wissen. Dinosaurier- Abenteuer- und Sachgeschichten Insa Bauer Gebundene Ausgabe, Juni 2004 Verkaufsrang: 153321 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Wahnsinn! Staunend betrachtet Sarah das Fossil in ihren Händen. Ist das vielleicht ein versteinerter Archäopteryx? Eigentlich sollte sie diesen Fund ihren Eltern zeigen. Doch dann darf sie die Steinplatte bestimmt nicht behalten ... Fünf spannende Geschichten und zusätzliche Sachseiten bieten viel Wissenswertes rund um das Thema Dinosaurier: Welche verschiedenen Arten gab es? Wie groß war der größte Urzeitriese? Und warum leben heute keine Dinosaurier mehr? · Lesealter ab 8 · Kurze Geschichten · Ergänzende Sachtexte · Große Fibelschrift
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Philosophie als Kulturpolitik Richard Rorty Gebundene Ausgabe, 16. April 2008 Verkaufsrang: 154486 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Mit Richard Rorty verstarb im Sommer 2007 einer der einflußreichsten Intellektuellen des 20. Jahrhunderts. Spätestens seit seiner aufsehenerregenden Demontage des cartesianischen Selbstverständnisses der Philosophie in "Der Spiegel der Natur" gehörte er zu den meistgelesenen Philosophen weltweit, der auch aufgrund seiner politischen Interventionen Bekanntheit erlangte. Heidegger, Wittgenstein und vor allem John Dewey waren seine Gewährsmänner, deren Einsichten er mit analytischer Brillanz für die Gegenwart fruchtbar machte. Romantische Ironie und weltbürgerliche Solidarität galten ihm mehr als philosophische Besserwisserei. Philosophie - das war für Rorty kein akademisches Fach, exklusiv zuständig für die "ersten Fragen", sondern vielmehr eine Stimme unter vielen im großen zivilisatorischen Gespräch der Menschheit. Philosophie als Kulturpolitik, der letzte von Rorty selbst zusammengestellte Band mit zum Teil bislang unveröffentlichten Essays, kann als sein Vermächtnis gelesen werden: Religion und Moralphilosophie, Wittgenstein und Kant, Naturalismus, romantischer Polytheismus und immer wieder die analytische Philosophie und ihre "Heilung" durch den Pragmatismus sind die scheinbar disparaten Themen, die gleichwohl durch ein starkes Band zusammengehalten werden, nämlich die Frage nach der Rolle der Philosophie in der westlichen Kultur, genauer: Wie muß man philosophieren, um als Philosoph einen sinnvollen Beitrag zur menschlichen Kultur leisten zu können? Rortys Antwort: Man muß sich entscheiden, und zwar gegen den Elfenbeinturm und für den kulturellen Wandel durch das Gespräch - mit den Naturwissenschaften, der Kunst, der Literatur, der Religion und der Politik.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Eine gute Einführung in das Werk eines bedeutenden Philosophen, der den Pragmatismus von William James wieder belebt hat 5 von 5 Punkten Die hier in diesem neuen Band versammelten, zwischen 1996 und 2006 geschriebenen und zum Teil bisher unveröffentlichten Arbeiten des im Sommer 2007 verstorbenen amerikanischen Philosophen Richard Rorty bieten für genaue Kenner seiner philosophischen Arbeiten wenig Neues, wie er in seinem Vorwort einräumt.
Doch interessierte Zeitgenossen, die sich mit der Arbeit dieses nicht nur in Amerika durchaus umstrittenen Philosophen zum ersten Mal auseinandersetzen wollen, finden in diesen Aufsätzen die geeignete Lektüre und Einführung in ein Werk, das, so wage ich zu behaupten, erst in den nächsten Jahrzehnten zu seiner wirklichen Geltung kommen wird.
Denn seine politische wie seine Moralphilosophie werden auf der rechten Seite wie auf der linken Seite des Spektrums angegriffen, ein Phänomen, das seine Arbeit nur noch interessanter machen sollte. Während die Rechte ihm Relativismus und Unverantwortlichkeit vorwirft, kritisiert die Linke mangelnde Grundlagen für ein Konzept der sozialen Gerechtigkeit und eine zu starke Parteinahme von Rorty für die Außenpolitik der USA.
Seine hier vorliegenden Aufsätze charakterisiert er so:
"In vielen dieser Aufsätze geht es mir darum, dass wir relativ spezialisierte und technische Auseinandersetzungen zwischen modernen Philosophen im Lichte unserer Hoffnungen und kulturellen Wandel betrachten sollten. Die Philosophen sollten bei diesen Auseinandersetzungen Partei ergreifen und im Auge behalten, wie sich der Gang des Gesprächs verändern lässt. Sie sollten sich fragen, ob die Entscheidung für diese oder jene Seite Auswirkungen hat auf soziale Hoffnungen, Handlungspläne und Prophezeiungen einer besseren Zukunft. Ist das nicht der Fall, lohnt sich die Entscheidung vielleicht gar nicht."
Man versteht, warum ihm viele die Relativierung und damit die Aufweichung des Wahrheitsbegriffes vorgeworfen haben.
Er hofft, dass seine Leser nach der Lektüre den Pragmatismus, den er von William James und John Dewey übernommen hat, in einem günstigeren Licht betrachten und sagt:
"In einem überschwänglichen Moment verglich James das Potential des Pragmatismus zur Herbeiführung radikaler kultureller Veränderungen mit den Chancen der protestantischen Reformation. Gerne würde ich meine Leser davon überzeugen, dass dieser Vergleich nicht so abwegig ist, wie er vielleicht zu sein scheint."
Eine gute Einführung in das Werk eines Philosophen, der sich wie hierzulande vielleicht nur Jürgen Habermas mit den Fragen von Religion und Moralphilosophie, analytischer Philosophie und Pragmatismus auseinandergesetzt hat, und dessen Ansatz sich auch für Theologen lohnt, weiterverfolgt zu werden.
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Flugwetterkunde: Vom PPL zum ATPL nach JAR-FCL-Kriterien Josef Struber Gebundene Ausgabe, Juni 2003 Verkaufsrang: 108776 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Gutes Flugwetterbuch 5 von 5 Punkten Das Buch ist, soweit überblickbar, das beste Flugwetterbuch in dt. Sprache. Es eignet sich auch sehr gut als Nachschlagewerk, und nicht nur zur Prüfungsvorbereitung.
Das konzentrierte Studienbuch für die Pilotenausbildung 5 von 5 Punkten - Flugwetterkunde - ist ein Buch zum Selbststudium.Meteorologie-Bücher gibt es viele, doch nur wenige, die gezielt das behandeln, was in der Pilotenausbildung gefordert wird. Nach den neuesten Richtlinien (JAR-FCL) aufgebaut, deckt das Buch konzentriert alle meteorologischen Themenbereiche ab. So behandelt die - Flugwetterkunde - neben Wetterschlüsseln auch die modernen Entwicklungen der Satelliten- und Radarmeteorologie, etwas, was man bei anderen flugmeteorologischen Werken bisher vermisst hat. Durch zahlreiche farbige Abbildungen und Fotos werden die Lerninhalte auch memo-technisch gut unterstützt, d.h. die optimale Vorbereitung für die jeweilige Flugwetter-Prüfung. Aber selbst für - elder pilots - ist dies Buch eine unbedingte Empfehlung, um gelerntes Fachwissen wieder aufzufrischen. Meteorologen werden dagegen die Theorie vermissen - für sie ist dieses Buch auch nicht geschrieben worden. Ihnen sei das Paperback von H.J. Lange - Die Physik des Wetters und des Klimas - nahegelegt. Dort sind die neuesten Theorien zum System Atmosphäre zusammengefasst. Für die Pilotenausbildung gibt es dagegen zur Zeit kaum ein vergleichbares Buch, das die geforderten Ausbildungsinhalte so konzentriert und optisch gut aufbereitet wiedergibt. |
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