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Seite 16

Der Glasmaler und die Hure - Michael WilckeDer Glasmaler und die Hure
Michael Wilcke

Broschiert, September 2005
     Verkaufsrang: 2882      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

Überzeugender historischer Roman      5 von 5 Punkten
Mit "Der Glasmaler und die Hure" hat Michael Wilcke einen wirklich spannenden und unterhaltsamen Roman vorgelegt. Die Story ist packend, die Figuren plastisch und liebenswert, man kann wunderbar mitfiebern. Die Ereignisse rund um Martin und Thea, eingebettet in die Geschichte des Dreißigjährigen Krieges, sind so mitreißend dargestellt, dass man das Buch am liebsten in einem Rutsch auslesen möchte. Ich freue mich schon auf die anderen Bücher des Autors, die ich sicher alle lesen werde!

Hervorragend      5 von 5 Punkten
Endlich wieder ein Roman der fünf Sterne verdient!

Die historischen Ereignisse sind sehr gut und detailgetreu dargestellt. Es lässt sich sehr gut nachvollziehen wie es bei der Erstürmung Magdeburgs ausgesehen haben muss.

Die Geschichte ist packend. Die Wandlung von Martin, vom Glasmaler zum Wanderchirurgen ist überzeugend. Thea ist eine Figur die es so gegeben haben könnte, deren Schicksal sich als Hure zu verdingen sicherlich in dieser Zeit kein Einzelfall war.

Unterhaltung fast in Bestform      5 von 5 Punkten
Ich hatte dieses Buch gekauft, weil der Hintergrund des Dreißigjährigen Krieges interessant klang. Die Story sowieso, und da flutscht man auch wunderbar hinein. Eine klare Sprache, nicht übertrieben getrimmt, eine Handvoll interessante Charaktere und ein sehr gut recherchierter (soweit ich das beurteilen kann) Hintergrund. Die Story hat keine Hänger und bleibt spannend bis zum Schluss.
Kleinere Kritikpunkte: Wie schon hier angesprochen, geht Martins Wandel vom Thea-Genervten zum Thea-Liebenden zu flott. Vor allem, da er danach anscheinend ständig mit ihr poppen will. ;-) Der Glasmaler: Es gab irgendwie keinen rechten Aufhänger oder Grund, warum der Held ein Glasmaler ist. Die Katze: unrealistisch (und überflüssig).
Trotzdem war ich so gut unterhalten, dass es mir fünf Sterne wert ist.

schön zu lesen, aber auch ein bisschen Kritik...      4 von 5 Punkten
Grundsätzlich liegt diesem Buch eine historisch gut recherchierte, flüssig und gut zu lesene Geschichte zugrunde. Der Leser kommt gut in die Geschichte um den Glasmaler Martin und seine Jugendliebe Thea, die sich mittlerweile als Hure verdingt, hinein und erfährt interessante Details um den Sturm auf Magdeburg und entscheidende Schlachten im Dreizigjährigen Krieg. Ausserdem wird das Leben zu dieser Zeit, besonders auch das Leben im Tross des schwedischen Heers, sehr gut und realistisch beschrieben. Und auch wenn die Szenen im Feldlazarett, wo Verwundeten bei lebendigem Leib und vollem Bewusstsein Gliedmaßen abgesägt werden, gelegendlich nichts für schwache Nerven sind, unterstützen sie den realistsichen Eindruck, den die Geschichte vermittelt.
Kritisch ist aus meiner Sicht jedoch anzumerken, dass die Personen ein wenig blass und fablos bleiben, weshalb es mir gelegentlich schwerfiel, ihre Entscheidungen nachzuvollziehen. Beispielweise konnte ich den Wandel Martins, der plötzlich erkennt, dass er seine Jugendliebe Thea doch noch liebt, nachdem er ihr vorab vielzähligen Beleidigungen an den Kopf geschmissen hat (und das obwohl sie ihm das Leben gerettet hat) nicht ganz nachvollziehen. Hätte der Autor mehr Eindrücke in die Psyche der Personen gewährt, wäre mir das Verständnis sicher leichter gefallen. Zudem empfand ich die Geschichte, auch wenn sie historisch gut recherchiert ist, etwas dünn: das Rachebedürfnis Martins an seinen Vettern für den Tod seiner Frau reicht mir als Aufhänger nicht so ganz aus.
Insgesamt verdient das Buch aber sicher 4 Sterne und liefert ein schönes, kurzweiliges Lesevergnügen!

Ein toller historischer Roman !Volle Punktzahl!!      5 von 5 Punkten
Der Titel des Buches weckte es mein Interesse , ich kaufte es direkt und war total begeistert,in 2 Tagen hatte ich diesen spannenden historischen Roman ausgelesen und hoffe,daß dieser Schriftsteller noch viel von sich hören läßt.......
In Magdeburg im 16.Jahrhundert lebt der Glasmaler Martin glücklich mit seiner Frau Sophia , die schwanger ist.Bis der Feldherr Tilly mit seinen Truppen die Stadt belagert,mordet und schändet,auch seine Familie bleibt nicht verschont.....herrlich geschriebn,wunderbar zu lesen!!


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Gegen den Tag - Thomas PynchonGegen den Tag
Thomas Pynchon

Gebundene Ausgabe, 1. Mai 2008
     Verkaufsrang: 1740      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Ein guter......      5 von 5 Punkten
Ein guter......Jules Verne dachte ich beim Lesen der ersten Seiten, sollten sie jetzt an mir Zweifeln lesen sie "Robur" von genantem Autor.
Aber mehr noch wie der Start des Luftschiffes zur Weltaustellung in Chicago die, die technikverliebte Zeit des aufbrechenden 20Jahrhunderts umhüllt einen die beschriebene Geschichte auch mit außerordentlich klugen und scharfen Beschreibungen der vorkommenden Figuren.
Würde man von diesem Roman die literarische Bürde nehmen, es wäre schlicht ein spannender Abenteuerroman auf allerhöchstem intellektuellen Nivaeu.
Was hindert sind die vielen nicht zu Ende geführten Geschichten, die auseinandersetzung mit Gewalt,Krieg usw. und nicht zuletzt die sicherlich manchmal fraghaften Gedankenfolgerungen des Autors.
Aber wie auch immer, das Buch ist spannend geschrieben,lehrt zum Nachdenken über sich und die Welt und hat einen wunderschönen Schreibstil.
Etwas ärgerlich ist sicherlich bereits oben genanntes das manchmal sogar profan erscheint.
Ich habe das Buch jedenfalls neben meine komplette Jules Verne Sammlung gestellt und selbst beim mehrmaligen wiederdurchblättern sah ich mich bestätigt, es ist ein Abenteuerroman des letzten Jahrhunderts.

Irritationswurfkörper      3 von 5 Punkten
Noch so ein dicker amerikanischer Wälzer, wie eine nochmalige Invasion in der Normandie, im amerikanischen Alleingang. Nur diesmal sind die Deutschen schon erobert. Die phantastischen Helden und all jene, die als literarisches Kanonenfutter bezeichnet werden können, sterben, wie in jedem Krieg, auch in dem der Worte, wie die Fliegen, vergeblich. Denn der zum Franzosen konvertierte Landsmann Pynchons, Littell, fiel schon mit DEN WOHLGESINNTEN, im literarischen Deutschland ein.
Pynchons, GEGEN DEN TAG, diese irisierende Blendgranate, hat sich damit die Erstürmung des literarischen Raumes zum Ziel gesetzt. Sie wollen wissen was eine Blendgranate ist? Eine Blendgranate ist eine Granate, die in einem lauten Knall (ca., 170-180 dB) und sehr hellem Licht (6-8 millionen Candela) explodiert. Personen die sich in der Nähe des Explosionsbereiches aufhalten werden dabei kurzzeitig orientierungslos, da Seh- und Hörwahrnehmung stark beeinträchtigt werden. Knall und Blitz der Explosion hinterlassen in der Regel keine bleibenden Schäden. Die Verzögerungszeiten liegen zwischen 0,5 und 1,5 s. Es wird zwischen taktischen Blendgranaten und Irritationswurfkörpern (der liegt in diesem Buch vor) unterschieden. Bei der Blendgranate wird durch den Überdruck/Lautstärke der Gleichgewichtssinn im Innenohr überlastet. Beim Irritationswurfkörper, der zwischen sechs und neun Knalleffekte besitzt, (das ist hier auch der Fall) sollen die Dauer und die Lautstärke den Täter von der eigentlichen Aktion (z.B. Zugriff der Polizei? sic) ablenken.
Im Ablenken waren die Amerikaner schon immer Weltmeister. Wir sehen das am Krieg im Irak und an der Vorbereitung eines Einsatzes im Iran und Palästina. Sie denken, das hat nichts mit Literatur zu tun? Irrtum, alles hat mit Literatur zu tun. Pynchon macht sich rar, äußerst rar. Ein durchsichtiger Trick. Er wirft seine Massenvernichtungswaffe, von 1596 Seiten, aus der Deckung, auf den Büchermarkt und aus dieser nicht einsehbaren Deckung heraus, zündet er seinen Irritationswurfkörper in der Mitte, unserer literarischen Welt-Markt-Gesellschaft.
Dabei verhält er sich und schreibt, als wolle er subversiv, die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, bekämpfen, was ich als Grundlage für eine persönliche Motivation, Bücher zu schreiben, ansehe. Vielleicht hat er ja diese ehrsame Absicht wirklich. Ich wage es nicht zu bezweifeln. GEGEN DEN TAG, hat mich im Grunde überfordert und ich wollte meine Kritik sein lassen. Als ich dann die Kritik von Fritz J. Raddatz in der ZEIT vom 15. Mai las, atmete ich auf. Ich durfte sie fallenlassen. Alles was ich über Pynchon sagen wollte steht dort schon geschrieben. Warum soll ich das Rad neu erfinden? Lesen Sie es.
Ach so: Der Künstler Philip Burke, präsentiert dort seine bildliche, farbige Vorstellung vom unbekannten Thomas Pynchon - sollten sie es anschauen: Nun, dann wissen Sie wie ich ausschaute, nach der Lektüre von GEGEN DEN TAG - Danke Philip - Danke Fritz.
Peter A. Bruns


Ein gewaltiges Epos - leicht zu lesen, ein wenig anarchisch und reich an Humor      5 von 5 Punkten
Der amerikanische Autor Thomas Pynchon ist für die Literaturwelt ein Mann ohne Gesicht. Seit gut 50 Jahren scheut er Fotos, Interviews und den literarischen Mainstream überhaupt und beschränkt sich darauf, von Zeit zu Zeit ein gutes Buch zu schreiben. Mit seinem neuen Roman Gegen den Tag" hat Pynchon nun nach fast zehnjähriger Arbeit einen Wahnsinnswälzer vorgelegt, der den Vergleich mit dem besten, was heute auf den Büchermarkt kommt, nicht zu scheuen braucht. Einziges Handicap ist der monumentale Umfang mit fast 1600 eng bedruckten und auf Dünndruckpapier vom Rowohlt Verlag präsentierten Seiten, die wohl manchen potentiellen Leser im Vorfeld abschrecken könnten. Wer sich aber dem literarischen Monumentalwerk stellt wird von Thomas Pynchon überaus reichlich belohnt. Nicht nur, dass dieses Buch - auch Dank der hervorragenden Übersetzung von Nikolaus Stingl und Dirk van Gunsteren - leicht und flüssig zu lesen ist, Pynchon bringt auch alle seine ihm stets wichtigen Themen in einer personell weit verzweigten Handlung unter, die doch nur einen Zeitraum von gut 25 Jahren vom Ende des 19. Jahrhunderts bis nach dem ersten Weltkrieg umfasst. Viel Geschichte ist in dem Buch verpackt, die Bergarbeiterunruhen von Colorado und der Kampf des Minenkumpels Webb Traverse und seiner Söhne gegen die allgegenwärtige Ausbeutung geben dem Buch ein bissiges Gesicht. Es ist - wie immer bei Pynchon - der Kampf des Individuums gegen die Umwelt, die es nicht herbeigerufen hat, in der es aber als Teil der Gesellschaft gefangen, zum Dulden und gar zum Mitmachen gezwungen ist. Und Webb, Bombenleger aus Überzeugung, macht mit...
Der Roman Gegen den Tag" ist wahrhaft gelungen, er macht beim Lesen Spaß, ist trotz kleinerer Längen immer von einem nicht versiegenden Spannungsbogen getragen und flüssig wird der Leser durch eine Familiengeschichte geschippert, der er sich nicht zu entziehen vermag. Ein neuer großer Wurf von Thomas Pynchon und ein fantastisches Alterswerk. Und hoffentlich noch nicht das letzte Buch.


Ode an den Menschen      4 von 5 Punkten
Am 20. November 2006 hat das schreibende Mysterium namens Thomas Pynchon seinen neuen Roman "Against the Day" veröffentlicht, welcher nun auch in deutscher Übersetzung vorliegt. Dies ist erst der sechste Roman des Autors, der vor gut 40 Jahren die literarische Weltbühne betrat. Verwirrend, chaotisch, unverständlich; Pynchon sprengte und sprengt alle Maßstäbe. Konsequent verweigert er sich den Konventionen des hergebrachten Erzählens und katapultiert den willigen Leser in eine Welt bestehend aus unzähligen Charakteren samt deren Schicksalen, die mal mehr, meist aber weniger miteinander verknüpft sind, verwirrt mit seitenlangen Diskussionen diverser mathematischer Problematiken auf Doktorandenniveau sowie drogengeschwängerten Gesprächen über die Möglichkeiten einer vierten Dimension samt deren Auswirkungen auf unsere als natürlich empfundene Raum-Zeit-Struktur. Mit nahezu 1800 Seiten ist "Gegen den Tag" Pynchons bisher längster Roman, deren Inhalt und Charakter kaum im Rahmen einer Rezension adäquat repräsentiert werden kann. Kein Grund natürlich, es nicht trotzdem zu versuchen.

Es gibt sogar so etwas wie einen Plot, der viele der im Roman auftauchenden Figuren, sei es auch noch so periphär, miteinander verbindet. Im Auftrag des grundbösen Großkapitalisten Scarsdale Vibe wird der Anarchist Webb Traverse von den beiden Auftragskillern Deuce Kindred und Sloat Fresno ermordet. Webbs Söhne schwören Rache, was sie im Laufe der Handlung aus unterschiedlichsten Gründen in alle Ecken der Welt und darüber hinaus verschlägt. Kit studiert, auf Kosten von Scarsdale Vibe, Mathematik in Göttingen, bis Vibe sich eines besseren besinnt und Kit auf seine persönliche Abschussliste setzt. Reef gerät auf vielen Wegen und über seinen Bruder Kit in die Gesellschaft der schönen Mathematikerin Yashmeen Halfcourt sowie des Strichers Cyprian Latewood und bereist im Auftrag der geheimen TWIT Organisation die halbe Welt. Zur Entspannung zelebrieren die drei die wildesten Sexorgien. Frank, dem dritten Bruder, gelingt es recht schnell, einen der beiden Killer zu töten, muss dann aber selbst um sein Leben fürchten. Lake, Webbs einzige Tochter, heiratet einen der beiden Mörder ihres Vaters und wird deren beider Sexsklavin.

Das Rachemotiv kommt auch im Titel des Romans zum Ausdruck. Im fünften Buch Mose heißt es: "Is not this preserved in my treausury, Against the day of vengeance and requital, against the time they lose their footing. Close at is the day of their disaster and their fate is rushing upon them" (Deut. 32, 34-5). Doch die Rachestory ist, wie gesagt, nur eines von vielen Thematiken des Romans. Daneben bilden Zeit und unserer Sinn für Geschichte weitere Schwerpunkte: "Your whole history has been one religious war, secret crusades, disguised under false names" belehrt der Engländer Prance den Amerikaner Kit. "You tried to exterminate African shamanism by kidnapping half the continent into slavery, giving them Christian names, and shoving your particular version of the Bible down their throats, and look what happened" (777).

Da sich der Roman zwischen den Jahren 1893 und der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg abspielt, spielt sie "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts", so die Bezeichnung des Historikers George Kennan, die Rolle des unfassbaren, unabwendbaren Unglücks im Leben der Charaktere. Nur einige Zeitreisende, die den Horror bereits erlebt haben, wissen ob der Zukunft und fungieren als Propheten des Untergangs der Welt, so wie sie im Roman noch ist: "This world you take to be 'the' world will die, and descend into Hell, and all history after that will belong properly to the history of Hell [...] Flanders will be the mass grave of History" (554). Und auch Cyprian wird auf dem Balkan eines besseren belehrt, was den Sinn der Geschichte angeht: "What North Europe thinks of as its history is actually quite provincial and of limited interest. Different sorts of Christian killing each other, and that's about it. The northern powers are more like administrators, who manipulate other people's history but produce none of their own [...] Lives as they are lived, deaths as they are died, all that is made of flesh, blood, semen, bone, fire, pain, shit, madness, intoxication, visions, everything that has been passing down here forever, is real history" (828). Doch was hat das alles nun zu bedeuten? Vielleicht, dass der einzelne Mensch mit seinem eigenen Leben, von denen es im Roman so viele gibt, hilflos ist gegenüber den großen historischen Entwicklungen, die aber wiederum vom Menschen erst möglich gemacht wurden. So ist der Erste Weltkrieg ohne den menschgemachten technischen Fortschritt nicht zu erklären.

Es bedarf schon einiges, sich auf diesen Roman einzulassen. Bei einigen Kapiteln wusste ich weder, wo und zu welchem Zeitpunkt die Handlung spielt und wer eigentlich die Beteiligten sind. Und irgendwann taucht dann ein Name auf, der vor hunderten von Seiten schon einmal in einem Nebensatz erwähnt wurde. Und wenn plötzlich Hunde anfangen, in alten slavischen Sprachen zu sprechen (vgl. S.784) oder Romane von Henry James zu lesen (vgl. S.5), muss man das auch zuerst einmal sacken lassen. Zentrum der Handlung ist eben nicht der Plot, sondern die Lebensgeschichten der einzelnen Menschen mit ihren Schicksalen, Tragödien, Ängsten, Obsessionen, Sehnsüchten, Mordgelüsten, Geldgier usw. Sie befinden sich in einer Welt, in der Geschichte und Zeit sich dermaßen beschleunigt haben, dass der Einzelne die Kontrolle über sein persönliches Schicksal nicht mehr in den eigenen Händen hält. Die Katastrophe, der Krieg, lauert am zeitlichen Horizont und im Angesicht des industrialisierten Massenmordes erscheint es zunehmend seltsam, was allein der Tod eines einzelnen Menschen, Webb Traverse, für Entwicklungen auslöst. Mehr als 1700 Seiten für einen Toten. Was für ein Buch wäre denn dann zu schreiben, um die Schicksale der Millionen Toten des 20. Jahrhunderts darzustellen? So ein Buch kann es gar nicht geben! Vielleicht liegt allein dieser genuin humanistischer Gedanke dem Roman zu Grunde.

"On this island [...] no one ever speaks plainly [...] - all English, spoken or written, is looked down on as no more than strings of text cleverly encrypted. Nothing beyond. Any who may come to feel betrayed by them, insulted, even hurt, even grievously, are simply 'taking it too seriously'" (224). Es ist, als ob Thomas Pynchon höchst selbst hier auf die Reaktionen auf seine Romane in den vergangenen vierzig Jahren reagiert und der Welt zuruft: "Grämt euch nicht, erfreut euch einfach an meiner Sprache, meinen Charakteren und deren aberwitzigen Abenteuer. Spart euch eure geradezu krankhafte Sinnsuche in jedem Nebensatz." Und in der Tat bietet "Gegen den Tag" zahllose Einzelepisoden, die das gesamte Spektrum menschlicher Erfahrungsmöglichkeiten abdecken. Was bleibt ist ein Leseerlebnis der besonderen Art, auch wenn man "den Sinn" nicht zu entdecken vermag. Einen Stern Abzug gibt es, weil Pynchon sein Meisterwerk "Gravity's Rainbow" von 1974 nicht überbieten kann und nun wohl damit leben muss, immer daran gemessen zu werden. Trotzdem natürlich ist auch "Gegen den Tag" nichts weniger als ein magnus opum der englischsprachigen Literatur.


Habe Mutter, brauche Vater - Susan MalleryHabe Mutter, brauche Vater
Susan Mallery

Taschenbuch, 3. März 2008
     Verkaufsrang: 1523      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)

Irrtümlich.....      4 von 5 Punkten
mit Teil 2, Habe Mutter, brauche Vater, angefangen. War ganz nett, ein bißchen hervorsehbar das Ganze, habe inzwischen mit Teil 1: Suche Köchin, biete:Liebe, angefangen. Muss sagen, diese Geschichte gefällt mir besser und ich habe mir heute gleich mal Teil 3: Kenne alle, will nur eine, bestellt (erscheint Anf. August 08), Susan Mallery fehlt es zwar an Wortwitz (einen Stern weniger), aber dafür schreibt sie inhaltlich vorstellbar, man kann sich gut in die verschiedenen Personen reindenken.Die Romantik kommt auch nicht zu kurz:-)und versch.Handlungen sind doch manchesmal erschreckend realitätsbezogen.Ganz nette Serienromane!

Super!      5 von 5 Punkten
Das zweite Buch über den Buchanan-Clan ist noch schöner als das erste. Wunderbare Charaktere und sehr liebenswert erzählt.
Da es noch zwei Buchanan-Geschwister gibt, hoffe ich auf Fortsetzungen.

Teil 2 der Buchanan-Reihe ist eine nette, aber keine außergewöhnliche Romanze      4 von 5 Punkten
Als allein erziehende Mutter strampelt sich Elissa Towers tagtäglich ab, um über die Runden zu kommen. Längst bereut sie, als Teenager ausgerissen zu sein und sich mit einem Drogensüchtigen eingelassen zu haben, der sie noch immer aufsucht, sobald er Geld braucht. Um ihre Tochter vor ihm zu schützen, gibt sie stets klein bei. Unterstützung findet sie in einer älteren Hausbewohnerin. Den Männern hat Elissa seither abgeschworen. Doch ihr neuer Nachbar bringt diesen Entschluss gehörig ins Wanken. Walker Buchanan ist gerade aus dem Militärdienst ausgeschieden, die schwere Zeit hängt ihm noch nach. Er ist alles andere als auf der Suche nach einer Frau. Aber für Elissa, die weiterhin betont, dass sie gut allein zurechtkommt, hegt er bald beschützerische Gefühle. Da bringt Walkers gemeine Großmutter sie in Schwierigkeiten ...

Während sich "Suche: Köchin, Biete: Liebe" witzig und charmant präsentierte, ist dem zweiten Teil der Buchanan-Reihe eine solche Leichtigkeit nicht anzumerken. Es blitzt durchaus immer wieder Humor hervor, besonders in den Szenen mit Elissas betagter Nachbarin. Der Grundton der Story ist aber in viel ernsterem Ton gehalten. Elissa ist eine bewundernswerte Person. Sie beeindruckt durch ihre zupackende Art, dass sie sich von kaum etwas unterkriegen lässt. Schwäche zeigt sie nur im Umgang mit ihrem Exfreund, was aber gut erklärt und dadurch verständlich wird. Walker übernimmt den Part als Retter in der Not perfekt. Ihre Romanze ist nett, ihr fehlt jedoch etwas Außergewöhnliches, um sich von ähnlichen Geschichten abheben zu können. Mal sehen, ob Susan Mallery in den letzten beiden Bänden wieder zu Hochform aufläuft. (TD)


schön zu lesen      4 von 5 Punkten
Susan Mallery schreibt recht spannend und mit Humor. Ich habe ihren Roman gerne gelesen; obwohl die Handlung in einigen Kapiteln teilweise nicht sonderlich fesselnd ist, ist das Buch in einem Schreibstil verfasst, dass man es schlicht und einfach gerne liest und nicht mehr weglegen mag. Es ist auf eine seltsame Art so geschrieben, dass man auf jeden Fall wissen möchte, wie es weitergeht.

Sehr interessant!      5 von 5 Punkten
Als Walker seine Nachbarin Elissa kennenlernt, können beide nicht verhindern, mehr für einander zu empfinden, als gewollt, denn er sucht keine neue Frau und sie keinen neuen Mann. Kompliziert wird's, als Walters Großmutter mitmischt, die eine Verbindung der zwei vereiteln möchte. Und dann ist da noch Elissas Tochter Zoe, die meint, Walker wäre genau der richtige Papa für sie... super verstrickte Geschichte. Hab' das Buch bis zur letzten Seite fast nicht aus den Händen legen können.
Ein sehr spannendes Buch. Ich finde es bemerkenswert, mit was für einer Raffinesse mich Mallery durch die Handlung geführt hat. Großartig!
Susan Mallery hat mich problemlos in ihre fiktive Welt entführt. Und da ich selbst auch schreibe, weiß ich, wie sehr es einen Schriftsteller freut, wenn er das schafft... denn nur, wenn man den Leser in seine Geschichte eintauchen lässt, hat man erreicht, was man auch erreichen wollte... ;-))))) Hoffe, ich erreiche das mit 'Mariposa' und 'Diagnose: Schizophasie' eines Tages auch.
Mallery fesselt ihren Leser mit ihrem ganz persönlichen Stil an ihr Buch. Einfach toll!



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Siddhartha (Siddharta). Sonderausgabe: Eine indische Dichtung - Hermann HesseSiddhartha (Siddharta). Sonderausgabe: Eine indische Dichtung
Hermann Hesse

Gebundene Ausgabe, März 2004
     Verkaufsrang: 954      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 120 Bewertungen)

Wunderbares Buch      5 von 5 Punkten
Ich kann mit Sicherheit sagen, dass dieses Buch eines der besten Bücher ist, die ich je gelesen habe. Ich pflege Stellen in Büchern die ich mag anzustreichen und in diesem Buch gibt es keine Seite auf der ich nichts angestrichen habe. Dieses Buch strotzt, bei näherem betrachten, vor Lebensweisheiten und ist für mich wie eine Art "Buddha- Bibel" geworden...

WUNDERSCHÖN      5 von 5 Punkten
Alles was wichtig ist im Leben, ist in diesem Buch enthalten.
Jetzt gibt es hier schon so viele Rezensionen, dass sich eine weitere eigentlich gar nicht lohnen würde. Aber die Begeisterung, in die mich dieses Buch versetzt hat ist so groß, dass ich nur jedem an's Herz legen kann, sich verzaubern zu lassen!

Ein Energiebuch      5 von 5 Punkten
Muss man wirklich eine Rezension zu einem Buch schreiben, zu dem es auf Amazon bereits 116 Rezensionen gibt?
Sicher nicht um ganz neue Erkenntnisse zum Besten zu geben. Vielmehr um dem Werk und seinem Meister eine winzig kleine Ehrerbietung zukommen zu lassen.
Dieses Buch hat mir schon so oft in meinem Leben geholfen, Kraft gegeben und mir gezeigt, worum es im Leben wirklich gehen könnte, wohl wissend, dass ich es nie erreichen werde. Danke!

Unvergesslich schön      5 von 5 Punkten
Es war mein erstes Buch, welches ich von Hermann Hesse gelesen habe. Für jemanden wie mich, der Bücher in dieser Schreibform noch nicht gelesen hat, war es am Anfang ein wenig schwer. Aber die Geschichte lies mich sehr schnell eintauchen in die Welt von Siddhartha.

Oft lies mich dieses Buch lächeln, aber oft musste ich auch weinen. Nicht weil es so traurig ist, sondern weil es Hermann Hesse gelingt, die Gefühle und Emotionen der Menschen zu berühren.

Dieses Buch hat das Tiefste meiner Seele gestreichelt. Es ist so beeindruckend, dass ich es nicht in Worte fassen kann.

Ich habe mich mit zwei Freundinnen über dieses Buch unterhalten und erstaunlicherweise haben wir drei alle etwas anderes aus diesem Buch für uns heraus gezogen. Das macht dieses Buch sicher auch zu etwas ganz Besonderem. Jeder findet Parallelen zu seinem Leben und seiner Denkweise.

Dieses Buch werde ich sicher noch sehr oft zu Hand nehmen und auch immer wieder lesen. Ein wundervolles Buch!



einmalig.      5 von 5 Punkten
kurz und knapp: dieses buch hat mir mehr gegeben, als je eines zuvor. es lehrt, das keine lehre taugt - außer das leben selbst.

meine persönliche meinung: wer dieses buch nicht mag, ist noch nicht soweit [ohne wertung!] und sollte es in einigen jahren nochmals zur hand nehmen. vielleicht kann er/sie dann auch lächeln.


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Wachsen Ananas auf Bäumen?: Wie ich meinem Kind die Welt erkläre - Harald MartensteinWachsen Ananas auf Bäumen?: Wie ich meinem Kind die Welt erkläre
Harald Martenstein

Taschenbuch, Dezember 2003
     Verkaufsrang: 1703      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Trailer Effekt - Zum Schmunzeln, aber nicht überragend.      3 von 5 Punkten
"Wachsen Ananas auf Bäumen" wurde vor Kurzem in der MDR Sendung "Was liest Du?" von Jürgen von der Lippe und Ralph Morgenstern vorgestellt. Der vorgetragene Auszug, das Kapitel "Wurst", eine 'geringfügige Abwandlung' der Schöpfungsgeschichte, die recht ironisch die Verteilung der Nahrungsmittel auf der Welt wiedergibt, fand ich einfach fantastisch: "Dann kam Gott der Herr zu den Deutschen: "Hm", sprach er, "nehmt's mir nicht übel, aber ihr habt irgendwie Wurstgesichter. Soll ich euch die Wurst geben? Nein, das wäre ein Klischee. (...) Also gab Gott der Herr den Deutschen den Broccoli."

Von diesem Auszug begeistert, habe ich das Buch dann auch gleich bei Amazon bestellt - und fühlte mich nach der 20. Seite wie nach dem Besuch eines Kinofilms, dessen Trailer so unglaublich vielversprechend war, der aber dann in voller Länge bei Weitem hinter der Vorschau zurückstand.

Mit dem Kapitel "Wurst" hat Ralph Morgenstern wohl das wirklich Beste aus diesem Buch herausgesucht. Sicher, die restlichen Episoden ließen mich das ein oder andere Mal schmunzeln, der Effekt eines wirklich packend-guten Buches, es überhaupt nicht mehr aus der Hand legen zu wollen, stellte sich bei mir allerdings nicht ein.

Alles in allem ist das Buch "nett" geschrieben, spielt ein bisschen mit den Klischees des Alltags, bietet aber dennoch oder vielleicht gerade deshalb recht wenig Neues. Wer ab und an ein wenig über alltägliche Skurilitäten schmunzeln möchte, ist mit diesem Buch gut bedient. Wer herzhaft lachen möchte, nicht.

Lustig, aber distanziert...      3 von 5 Punkten
Es ist viel mehr ein Buch über einen Vater, der seine kleinen Abenteuer mit seinem Sohn niedergeschrieben hat.. lustig und mit viel Liebe und Hingabe.. allerdings schreibt er distanziert.. nicht persönlich.. die Aussagen wie "das Kind" oder "die Frau" statt "mein Kind" oder "meine Frau" bauen eine Distanz zwischen dem Erzähler und den Familienmitgliedern auf.. es führt zu einer Verfremdung.. unpassend für ein Buch diesen Charakters..

Ganz wunderbar      5 von 5 Punkten
Vielleicht ist der Titel tatsächlich missverständlich. Denn das Buch hat nichts zu tun mit den vielen "Trendbüchern", die alltägliche Phänomene leicht verständlich erklären ("Warum müssen wir gähnen" etc.) Würde das Buch heute erscheinen, würde man deshalb sicher einen anderen Titel wählen.
Martenstein erzählt vielmehr kleine Geschichten und Anekdoten, wie sie ein Vater erleben kann, der mit seinem Sohn unterwegs ist. Es hat also eher etwas von Axel Hacke.
Mit dem Unterschied, dass Martenstein oft noch direkter, deftiger und kurioser ist. Und deshalb auch noch witziger.
Leseproben von Herrn Martenstein gibt es übrigens außer im Tagesspiegel auch in der "Zeit". Dort erscheint in der Beilage "Leben" jeden Donnerstag seine Kolumne "Lebenszeichen". Die ist wirklich sehr zu empfehlen und sagt doch eine Menge über seinen Stil - auch wenn es dort meist nicht um seinen Sohn geht.

Erwartungen nicht erfüllt      2 von 5 Punkten
Leider entspricht das Buch nicht den Erwartungen, die in der Kurzbeschreibung geweckt wurden. Der Schreibstil und die Erzählweise sind witzig und interessant, jedoch ist die Anzahl der Erklärungen dünn gesät, schade eigentlich

Witziger, kurzweiliger Lesestoff für Eltern      4 von 5 Punkten
Ein wirklich witziges Buch über die Erklärungsnot von Eltern. Die Kapitel sind kurz gehalten, sodaß auch streßgeplagte Eltern, die nur wenig Zeit haben, mal das ein oder andere Kapitel zwischendurch lesen können. Obwohl man das schlecht kann, denn es ist so kurzweilig, interessant und intelligent geschrieben, daß einen die Sucht packt, und man einfach Kapitel für Kapitel weiterlesen muß.
Die Themen sind teilweise sehr aktuell (Computer, Tolenranz, etc) und werden nicht nur lustig, sondern auch mit ernsten Untertönen behandelt.
Ein sehr gut geeignetes Buch zum verschenken und selberdrüber lachen.


Kassandra. SZ-Bibliothek Band 59 - Christa WolfKassandra. SZ-Bibliothek Band 59
Christa Wolf

Gebundene Ausgabe, 26. Mai 2007
     Verkaufsrang: 1026      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 5,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)

Perspektivwechsel      4 von 5 Punkten
Über den Mythos Troja muss man wohl keine Worte verlieren - er ist hinlänglich bekannt. Christa Wolf verarbeitet diesen Mythos, indem sie die trojanische Seherin und Königstochter zur Erzählerin werden lässt. Diese schildert ihre ganz persönliche Sicht auf ihr Leben in der Retrospektive. Dies beinhaltet zwei (vielleicht von einander stark abhängige) neue Sichtweisen. Ersten wird durch die moderne Erzählung der trojanische Krieg seiner heldenhaftigkeit beraubt, indem der Krieg in seiner Grauenhaftigkeit und Sinnlosigkeit entlarvt wird und zweitens ist die Erzählerin in ihrer Betrachtungsweise konsequent weiblich. Letzteres will heißen, dass die Protagonisten und ihre Handlungen auf ihr Geschlecht zurück geführt werden. Den Vorwurf allerdings das Buch sei Männerfeindlich kann ich nicht teilen. Zwar wird hier animalisch-männliches Verhalten verurteilt (personizifiert durch den Griechenheld Achill), aber Männer kaum pauschal verurteilt. Es gibt durchaus 'positive' Männergestalten.
Die Erzählung ist, fast ausschließlich, als innerer Monolog von Kassandra verfasst, ein Umstand der dazu führt, dass, ins Besondere zu Beginn der Lektüre, wenig klarheit über Chronologie und Wirkungszusammenhänge herrscht. Andererseits kann die Autorin erreichen, dass man so ein Gefühl für die Situation in der sich Kassandra befindet bekommt und sich durch das Geschilderte betroffen fühlt. Die Autorin geht bei der Beschreibung der Charaktere nach mit sehr viel psychologischem Scharfsinn vor. Meiner Meinung nach ist es im Besonderen hervorragend gelungen, die Tragik der Geschichte, die Unausweichlichkeit der Unglücks darzustellen.
Insgesamt eine Lektüre, die mich gefesselt hab und die ich mit Gewinn gelesen habe. Ein wenig Vorwissen um den Mythos kann nicht Schaden, ist allerdings auch nicht unbedingt von Nöten. Kauf- und Leseempfehlung von mir.

Brad Pitt, "das Vieh"!      4 von 5 Punkten
Alter Stoff aus neuer Perspektive: In der 1983 erschienenen Erzählung "Kassandra" der in der DDR aufgewachsenen Autorin Christa Wolf wird die Belagerung sowie der Fall von Troja aus der Sicht Kassandras, der Tochter des Königs Priamos, dargestellt. Und die interessiert nicht so sehr für den Schlachtenverlauf oder die heroischen Taten mutiger Krieger. Vielmehr wettert sie gegen den Wahnsinn einer patriarchalen Gesellschaft, in der Männer ihren Trieben auf dem Schlachtfeld und im Schlafzimmer ungestraft freien Lauf lassen und Frauen keine Möglichkeit des Widerstandes besitzen. Besonders der Griechenheld Achill, im Blockbuster "Troja" recht positiv von Brad Pitt auf Leinwand verewigt, bekommt sein Fett weg: "Achill das Vieh, Achill das Vieh [...] Zwischen der Nachwelt und dem Vieh ein Abgrund der Verachtung oder des Vergessens. Apollon, wenn es dich doch gibt, gewähre dies. Ich hätte nicht umsonst gelebt" (84). Kassandra sieht Achills Brutalität als Strategie, um seine Impotenz sowie seine Homosexualität zu verbergen: "Jünglinge, nach denen es ihn wirklich verlangte, und Mädchen als Beweis, daß er wie alle war. Im Kampf ein Unhold, damit jeder sah, daß er nicht feige war, wußte er nichts mit sich anzufangen nach der Schlacht" (88). Männer im Allgemeinen seien doch sowieso nur darauf aus dahin zurückzukehren, wo sie alle hergekommen sind: "[U]nter eure Röcke" (96).

Ein weiterer Schwerpunkt der Erzählung liegt auf der Darstellung der Überwachungsmethoden innerhalb der Mauern Trojas, die deutlich an die Methoden der Staatssicherheit der DDR erinnern. Je unerträglicher die Situation wurde, desto intensiver wurde das Spitzelsystem: "Er zog die Schrauben an. Er warf sein Sicherheitsnetz, das bisher die Mitglieder des Königshauses und die Beamtenschaft gedrosselt hatte, über ganz Troia, es betraf nun jedermann" (107).

Christa Wolf gilt bis heute als die bekannteste und einflussreichste Schriftstellerin der ehemaligen DDR. Sie tritt früh in die SED ein und glaubte bis zuletzt an die Möglichkeit der Weiterentwicklung der Staatsform des Sozialismus, allerdings abseits der damaligen DDR-Staatsführung. Für Marcel Reich-Ranicki war Wolf nichts anderes als eine "DDR-Staatsdichterin". Im Rahmen ihrer 1979 geschriebenen Erzählung "Was bleibt", die aber erst 1990 nach dem Fall der Mauer veröffentlicht wurde und sich um die Bespitzelung einer Schriftstellerin dreht, warfen konservative Kritiker wie Frank Schirrmacher von der FAZ Wolf vor, die Erzählung aus purer Berechnung erst so spät veröffentlicht zu haben, um sich im Nachhinein reinzuwaschen.

Wolfs Utopie eines reformierten Sozialismus findet auch seinen Platz in "Kassandra". Nach dem Fall Trojas lebt Kassandra mit einer Gruppe befreundeter Menschen in den Höhle vor den Stadtmauern, wo jeder jedem hilft und nicht in Reichweite des Spitzelsystems liegt (vgl. 137ff.). Ob Opportunismus oder Ausdruck eines wahren Bedürfnisses: Die Bücher Christa Wolfs nehmen in der deutsch-deutschen Literaturgeschichte eine wichtige Position ein.


Kassandra      5 von 5 Punkten
Für alle die den Einstieg in das Geschehen schwierig finden: Das Buch spielt in drei Zeitebenen. Kassandra sitzt auf einem Schiff der Griechen, auf dem sie zu Ihrer Hinrichtung gebracht wird. Das ist also die Ist Ebene. Auf dem Schiff denkt Sie, diese Gedanken sind der Inhalt des Buches-daher die assoziative Schreibweise. Man denkt ja nun auch nicht unbedingt strukturiert und vor allem weiß Sie das Sie getötet werden wird, sie rekapituliert quasi Ihr Leben!!! Dieses Leben teilt Sie bzw. Christa Wolf in drei Zeitphasen. Vor dem Krieg, während des Krieges und nach dem Krieg. außeredem in mehrere Welten zum einen die königliche Pristerin
und die Frauen Göttinnen Welt. Das Buch hat natürlich mehrere Handlungsstränge, denn Ein Leben besteht nun mal nicht nur aus Schlafen und Wach Sein...Ich hoffe Euch bringt diese kurze Info etwas. Das Buch ist wundervoll und mein Vorredner hat keine Ahnung. Lasst euch bitte nicht abschrecken durch die Assoziative Schreibweise. Jetzt wißt Ihr ja warum Christa Wolf diesen Stil für Kassandra gewählt hat.Und Ihr wißt um die verschiedenen Ebenen. das hat mir sehr geholfen. Genießt diese Lektüre einfach, es ist ein so kluges, wundervolles Buch. Und enorm Gesellschaftskritisch und daher immernoch hoch aktuell. Und Männer Ihr braucht wirklich keine Angst haben. Es ist nicht Diskrimminierend weder in die eine noch andere Richtung! Nur weil Kassandra als starke Frau beschrieben wird, oder auch mal als äußerst schwacher Mensch...heißt das noch lange nicht das sich das Buch gegen Männer richtet. Ich habe selten so einen Schwachsinn gehört. Sorry.

Die Illias aus weiblicher Perspektive      5 von 5 Punkten
Ich finde das Buch einfach grandios. Der Trojanische Krieg ist einem eigentlich nur aus der Sicht der betroffenen (männlichen Kriegs-)parteien bekannt. Troja als verschwundene, untergegangene Stadt ist ein Phantasiegespinst, durch die Schliemann'schen Fundstücke seltsam konkret geworden und aktuell durch den blonden Brad Pitt als Achilles in "Troy" sehr einseitig in der Vorstellungskraft zum Leben erweckt.
"Kassandra" von Christa Wolf erzählt die Geschichte nun aus der weiblichen Perspektive, nämlich aus der der Königstochter und Seherin Kassandra, deren Tragik darin besteht, dass niemand ihren Prophezeiungen Glauben schenkt. Eindrucksvoll wird beschrieben, wie sich das Unglück ankündigt, wie sich Stimmungen im Umfeld des trojanischen Königs ändern und von den Männern aus verschiedenen Motivationen heraus der Krieg angebahnt wird. Die schöne Helena, deren Raub durch Paris schließlich den "gesichtswahrenden" Krieg auslöst, wird nur kurz erwähnt, ihre Entführung sofort als Vorwand entlarvt. Gleichzeitig schildert Kassandra eine parallele Welt, nämlich die der Frauen Trojas, in welcher Standesunterschiede unwichtig sind. Hätten die weisen alten Frauen Trojas das Sagen gehabt, so wäre dieser Krieg der Eitelkeiten nicht geführt worden...
Die bekannten "Mitwirkenden" des Trojanischen Krieges (Aineas, die Amazonen, Achilles und Odysseus, Agamemmnon, Klytamnestra und Iphigenie, Paris, Hektor und Briseis) werden bei Christa Wolf in einen anderen Zusammenhang gestellt und werden Teil einer Geschichte, die eine fatale Eigendynamik erhält bis zum bitteren Ende. Auch ich finde den Ton der Erzählung poetisch aber stark. Die eindeutig weibliche Perspektive wird den ein oder anderen Leser vielleicht allerdings verwirren.
Gelungen finde ich auch die Beschreibung der Entwicklung der Kassandra zur Seherin. Aus ihrer Sicht wird geschildert, wie damals das Orakel befragt wurde, aus den Eingeweiden der Opfertiere gelesen und Träume gedeutet wurden. Es wird deutlich, dass von den Priestern letztlich politisch opportune Vorhersagen erwartet wurden. Kassandra wünscht sich die Sehergabe und wird schließlich zur Priesterin ernannt. Erst später jedoch beschreibt sie spontane Visionen, die in ihrem Umfeld mit Befremden zur Kenntnis genommen werden, da unbequem und unkontrollierbar.
Ein wunderbares Buch, unkonventionell und kraftvoll.

als pflichtlektüre durchaus in Ordnung      3 von 5 Punkten
Als uns in der Schule gesagt wurde, dass wir dieses Buch lesen sollen, habe ich mich zuerst gefreut. Das Thema hörte sich durchaus interressant an. Doch schnell habe ich gemerkt, dass dieses Buch alles andere als leicht zu lesen ist.
Es enthält viele Zeitsprünge und die Sprache, in der das Buch geschrieben ist, ist am Anfang schwer zu verstehen, man muss sich wirklich reinlesen.
Hinzu kommt , dass man direkt mit sehr vielen verschiedenen Charakteren bombardiert wird, die nicht vorgestellt werden.
Erst nach ungefähr einem viertel des Buches beginnt man schließlich die Handlung zu verstehen.
Wenn man sich einmal eingelesen hat, ist es leichter den Inhalt nachzuvollziehen und das Buch kann an manchen Stellen sogar ganz spannend und interressant werden.
Abschließend kann man sagen, dass es zwar kein Buch ist, dass ich abends zum Einschlafen lesen würde, es aber durchaus in Ordnung ist.


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Frisch gepreßt - Susanne FröhlichFrisch gepreßt
Susanne Fröhlich

Taschenbuch, März 2000
     Verkaufsrang: 1030      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 87 Bewertungen)

Köstlich amüsiert      5 von 5 Punkten
Als ich das Buch zum ersten Mal in der Hand hatte konnte ich gar nicht wieder mit lesen aufhören. Ich glaube diese Szenen hatte jede frisch gebackene Mutter mal erlebt. Die Gedankengänge und lebensnahen Situationen sind eigentlich von "jeder" Frau nachvollziehbar. NAch dem 1. Buch folgten dann auch die anderen Teile. Ich finde den Schreibstil und den Wortschatz einfach köstlich. Selbst mein Mann konnte sich für diese Bücher begeistern. Also jedem sehr zu empfehlen.

Locker und lustig      5 von 5 Punkten
Wir lernen Frau Schnidt kennen. Und das mit viel Humor. Frisch Gepresst ist ein sehr lockeres und erfrischendes Buch, das sich leicht lesen laesst. Ein Buch, das wohl hauptsaechlich fuer Frauen geschrieben wurde. Ich war so vergnuegt beim Lesen, dass ich oft laut lachen musste. Eine Geschichte, die man lesen kann, egal ob man ein Kind hat oder nicht. Lacher garantiert.

Nett zu lesen, aber...      3 von 5 Punkten
Das Buch ist ganz gut zwischendurch zu lesen, hat mich aber zum Beispiel bei der viel zu überzogenen Darstellung der Bettnachbarin, in der wirklich ALLE Klischees vereinigt sind, dann doch manchmal genervt. Lustig dagegen fand ich zum Beispiel das Hessisch der Schwiegereltern.

unterhaltsame, leichte Lektüre...      4 von 5 Punkten
...zum Schmunzeln und Lachen!

Den Nachfolger "Familienpackung" kann ich auch nur empfehlen.

Mäßig witzige Erzählung von Allerweltsbanalitäten      2 von 5 Punkten
Nach den ganzen Vorschusslorbeeren der Amazonrezensionen bin ich enttäuscht: Die Darstellung der typischen, menschlichen Situationen erscheint zu wenig überspitzt. Die Geschichte ist allzu beliebig, die Charaktere sind zu stark am richtigen Leben angelehnt. So in der Art könnte wahrscheinlich jede Frau ein Buch schreiben, nur ist das nötig?
Ich persönlich hätte gerne mehr Tiefgang oder mehr Witz. Kein Vergleich zu "Vollidiot" oder anderen konstruierten aber besseren Geschichten


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Herr meiner Träume - Samantha JamesHerr meiner Träume
Samantha James

Broschiert, Mai 2008
     Verkaufsrang: 2626      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 6,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Wunderschön      5 von 5 Punkten
Ein muss für jeden Fan von Historischen Liebesromanen. Die Geschichte und die Hauptcharakter sind einfach klasse und man fiebert mit beiden so richtig mit. Am Ende liefen mir nur noch die Tränen und ich habe total mitgeliten und auf ein Happy End gehofft, so das ich das Buch nicht zur Seite legen konnte bis ich die letzte Seite gelesen hatte, genauso wie es sein sollte bei einen guten Buch.

Glaubwürdige Story mit sympathischen Tortured-Hero      5 von 5 Punkten
Als Annabel, ihre Cousine und deren Kinder in London durch einen Park schlendern, läuft der kleine Jack, der immer zu Streichen aufgelegt ist, davon und gerät fast vor die Hufe eines herangaloppierenden Pferdes. Retter des Jungen ist Sir Simon Blackwell, der Jack in letzter Sekunde zurückreißen kann. Als Annabel endlich zur Beinahe-Unglücksstelle" gerät, beschimpft sie Jacks Retter aufs Übelste. Doch Annabel hat das überschäumende Temperament ihrer schottischen Vorfahren geerbt und so bietet sie dem unverschämten Flegel; mag er ein Retter sein oder nicht, die Stirn.
Doch Caro, Annabels Cousine ist Simon Blackwell so dankbar für die Rettung ihres Sohnes, dass sie ihn kurzerhand zum Dinner einlädt und ihm auch keine Chance lässt, ihre Einladung auszuschließen.

Zähneknirschend fügt sich Annabel ins Unvermeidliche, doch beim Dinner am Abend bemerkt sie zu ihrem Befremden, dass Simon Blackwell nicht nur zu ihr schroff ist, er verhält sich den Kindern gegenüber äußerst distanziert. In der Hoffnung ihm nie wieder begegnen zu müssen, verlässt sie die Tafel frühzeitig und macht am nächsten Tag einen Spaziergang bei dem sie abermals auf Simon Blackwell trifft. Obwohl sie ihm ablehnend gegenübersteht, findet sie ihn insgeheim jedoch äußerst attraktiv. Doch eine düstere und traurige Aura umgibt ihn, die ihr besonders auffällt, als sie ihn ein weiteres Mal bei einem Fest zu Ehren seiner Tante trifft. Dort lässt sie sich zu einem unüberlegten Handeln hinreißen- sie lässt sich von Simon küssen und wird prompt dabei erwischt.
Ihr Bruder besteht natürlich auf eine sofortige Hochzeit, da er sie zu sehr liebt, als dass er ihr die Folgen eines Skandals zumuten möchte und auch Simon erklärt sich dazu einverstanden.

Nach der Hochzeit reist das frisch verheiratete Ehepaar zu Simons Landsitz in Yorkshire. Dort erklärt Simon der überraschten Annabel jedoch, dass er keinesfalls vor hat, jemals mit ihr sexuell zu verkehren- denn nur so lasse sich nach einem Jahr eine Annullierung der Ehe vollziehen.
Annabel ist wie vor den Kopf geschlagen und mehr als erzürnt und enttäuscht über sein rätselhaftes Verhalten, das sie nicht verstehen kann. Da sie sich zu Simon hingezogen fühlt, beschließt sie jedoch den Kampf um seine Liebe aufzunehmen und das Geheimnis, das ihn umgibt und ihn auch zu quälen scheint, zu lüften. Wird es ihr gelingen?

Der aktuelle Roman von Samantha James ist der Auftakt einer neuen Serie um die Familie McBride, deren Ahnen schottische Wurzeln besitzen.
Im ersten Teil nun, trifft Annabel McBride, eine äußerst impulsive, schnell aufbrausende und kein Blatt vor den Mund nehmende junge Frau, auf Simon Blackwell, einem zwar gutaussehenden, aber auf den ersten Blick sehr kühlen und distanzierten Mann, den eine sehr düstere Aura umgibt. Obwohl Annabel ihn zwar nicht ausstehen kann, fühlt sie sich dennoch zu ihm hingezogen, was sie ziemlich verwirrt. Aber auch Simon zeigt Interesse an Annabel, obwohl er sich nach einem tragischen Vorfall in seiner Vergangenheit einst geschworen hat, niemals wieder eine Frau zu begehren. Beiden macht diese gegenseitige Anziehungskraft anfangs sehr zu schaffen, besonders da Simon nach der Hochzeit klarstellt, dass er mit Annabel nur eine platonische Ehe auf Zeit führen will.
Die kühle Distanziertheit, mit der Simon Annabel begegnet, ist ein weiterer Reibungspunkt zwischen beiden.

Der Kampf zwischen Held und Heldin bis sich langsam eine erste Vertrauensbasis aufbaut, ist sehr interessant geschildert. Desweiteren fand ich Simons Kampf gegen die Dämonen seiner Vergangenheit sehr glaubwürdig und sensibel beschrieben und konnte sein Verhalten und sein Zögern sich Annabel zu öffnen, gut nachvollziehen.
Obwohl ich auch die starke, couragierte Heldin Annabel mochte, verhielt sie sich meiner Meinung nach in manchen Situationen doch ein wenig zu impulsiv und zu vorlaut.
Wer sich für diesen Roman entscheidet, bekommt einen wunderschönen unter die Haut gehenden Roman, der mit einem Tortured-Hero" aufwartet, dessen Schicksal kein Leserherz kalt lassen kann. Die Handlung ist perfekt auf die Gefühle, die langsame Annäherung von Annabel und Simon und die seelische Heilung des Helden reduziert. Ein meiner Meinung nach perfekter Liebesroman der ohne großen Spannungsbogen funktioniert und nebenbei mit sehr erotischen Liebeszenen aufwartet.
Einen kleinen Kritikpunkt habe ich jedoch noch zuletzt anzubringen, der die Übersetzung des Romans betrifft. Etwas befremdlich fand ich den Ausdruck für das männliche Geschlechtsorgan in diesem Roman. Des öfteren wird es als Rute" beschrieben- kein schöner, passender Vergleich, wie ich finde. ;-) (NG)

Gute Geschichte      5 von 5 Punkten
Geschlechterkampf auf die ganz leise Art. Sympathische Hauptdarsteller bei denen man mitfühlen kann. Der innere Kampf von Simon ist sehr gut dargestellt und glaubwürdig.
Annabel die als selbstbewußte Frau langsam sein Leben verändert und dabei bis an ihre Grenzen getrieben wird, wächst einem sehr schnell ans Herz.
Insgesamt ein guter Roman den man nicht aus der Hand legen will.


Der König der purpurnen Stadt - Rebecca GableDer König der purpurnen Stadt
Rebecca Gable

Taschenbuch, November 2004
     Verkaufsrang: 2073      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Lehrjahre sind weiß Gott keine Herrenjahre, wie der 18-jährige Jonah Durham täglich zu spüren bekommt. Die Ausbildung im Hause seines Cousins, des Tuchhändlers Rupert Hillock, erlebt der verschlossene Waisenjunge als regelrechtes Fron- und Prügelmartyrium. Allein Großmutter Cecilia, eigentliche Herrin des Hauses und mit geheimnisvollen Mächten im Bunde, kann die schlimmsten Übergriffe des trunksüchtigen Lehrherrn verhindern. Was der ewig bierumwölkte, tumbgeile Rupert nicht einmal ahnt - für die Alte ist es Gewissheit: Unter ihrem Dach reift eine künftige Perle heran. Wie hoch der schweigsame Jonah allerdings noch gespült werden sollte, hätte auch sie sich nicht träumen lassen!
Das neueste Werk von Historienfachfrau Rebecca Gablé, ein mit annähernd 1.000 Seiten Ehrfurcht gebietendes Sittengemälde, entführt uns ins England des 14. Jahrhunderts. König Edward II. ist tot, ermordet im Auftrag seines Erzfeindes Roger Mortimer. Edwards Günstlingswirtschaft und außenpolitisches Ungeschick hatten Englands Macht schwinden lassen. Sein Sohn, der frisch gekrönte Edward III. (eine Lieblingsfigur der Autorin), und dessen Gemahlin, die schöne Flämin Philippa von Hainault, versuchen nun die Adligen auszusöhnen, die sich während der Amtszeit seines Vaters heftigst beharkten. Im Krieg mit Schottland herrscht Waffenruhe, nun will Edward III. die Wirtschaft wieder ankurbeln.
In diesen historischen Kontext webt Rebecca Gablé geschickt ihre fiktiven Gestalten ein. Jonah, der im Tuchgewerbe Englands Rettung sieht, beginnt geschäftlich Blut zu lecken. Auch verschaffen ihm Kaltschnäuzigkeit und erotische Anziehungskraft karrierefördernden Zutritt zu allerhöchsten Kemenaten. Erst ein Treffen aber mit dem Königspaar bringt den Durchbruch. Jonah wird jüngstes Mitglied in der elitären Tuchmachergilde, traditionelles Sprungbrett für höchste Ämter. Zusammen mit der Königin importiert er Tuchspezialisten aus ihrer flandrischen Heimat und führt das Gewerbe zu Englands höchster Blüte.
Zu Ausbruch des Hundertjährigen Krieges ist Jonah ein gemachter Mann - in der Minne jedoch hoffnungslos aufgerieben zwischen einer Hure, einer Bürgerstochter - und der Königin daselbst! Zudem lauern jede Menge Feinde am Tor, allen voran sein missgünstiger Ex-Quälgeist Rupert Hillock! Gablé kommt langsam, aber gewaltig. Keine Lektüre für Minuten, sondern Kraftstoff für lange Leseabende. -Ravi Unger


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 157 Bewertungen)

Spannender Roman mit Einblick in das Mittelalter      5 von 5 Punkten
Der König der purpurnen Stadt ist der junge Kaufmann Jonah, zu welchem aufs Mittelalter zugeschnitten die Geschichte des amerikanischen Traumes erzählt wird. Seine Geschichte beginnt mit ihm als geschundenem Lehrling und führt ihn zum reichsten Kaufmann Englands. Die Geschichte um Jonahs Lebenswerk von bettelarmen Kaufmann bis zum Major von London ist zwar etwas fantastisch, aber mit etwas Wohlwollen kann man dies als durchaus möglich nachsehen.

Die Geschichte lässt sich einfach weg lesen, Freude von komplizierten Sätzen aller Schiller werden hier nicht auf ihre Kosten kommen. Der Plot hat nicht nur eine Bergspitze, sondern geht auf knapp 1000 Seiten hoch und runter, was mir persönlich gefällt und die nötige Durchhaltekraft bei 1000 Seiten liefert.

Meine begrenzten historischen Kenntnisse werden in dem Buch positiv gefördert und ich kann keine schlampigen Recherchen sehen, wie verschiedene Vorrezensionen mokieren. Einziger die kleinen Zeitsprünge sind nicht immer sofort ersichtlich, trotzdem muss ich dem Buch gerade wegen der Spannung bis zum Ende 5 Sterne geben.


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Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär: Die halben Lebenserinnerungen eines Seebären; mit zahlreichen Illustrationen. Unter Benutzung des 'Lexikons der erklärungsbedürftigen ... Umgebung' von Prof. Dr. Abdul Nachtigaller - Walter MoersDie 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär: Die halben Lebenserinnerungen eines Seebären; mit zahlreichen Illustrationen. Unter Benutzung des 'Lexikons der erklärungsbedürftigen ... Umgebung' von Prof. Dr. Abdul Nachtigaller
Walter Moers

Taschenbuch, Dezember 2002
     Verkaufsrang: 1462      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Seemannsgarn vom Feinsten: ein Feuerwerk bäriger Ideen
Daß Walter Moers mehr als das Kleine Arschloch zeichnen kann, hat er längst bewiesen. Sogar in den Sprechblasen ist er hervorragend ohne Worte ausgekommen, als der Pinguin zweimal klopfte. Und nun sein erster Roman: Eine genial dicke Schwarte von 720 Seiten, in der ein Geistesblitz den nächsten jagt. Grün und gelb möchte man vor Neid werden: Wo hat der Mann bloß die vielen Ideen her? In seinen dreizehneinhalb Leben begegnet der Blaubär gehässigen Stollentrollen, unangenehmen Nattifftoffen, quasselnden Tratschwellen, durch die Wüste ziehenden Gimpeln, dem Wahnsinn, Fredda, der Berghutze - eine Figur skurriler als die andere. Ab und an illustriert der Zeichner Moers die Gestalten des Erzählers Moers, ein Glücksfall natürlich, aber im Vordergrund steht der Text, unerschütterlich. Und hier entfaltet sich in vollen Zügen, was der eine oder andere bereits geahnt haben mag: Moers ist ein begnadeter, ironischer Erzähler.
Mit wieviel Sprachwitz er arbeitet, wie er an Ausdrücken feilt, Begegnungen verschachtelt komponiert, Satzrhythmen herstellt und wieder auflöst, das nötigt Respekt ab. Und man freut sich über die irrwitzigen Inhalte der Abenteuer. Ob er mit dem Rettungssaurier Mac als Navigator fliegt, eine Fata Morgana am Wüstenboden verklebt, durch Dimensionslöcher stürzt oder sich ein Duell mit dem Lügengladiator liefert: die Spannung bleibt ungebrochen (außer beim sechsten Kapitel), die unzähligen Geschichten sind unglaublich. Münchhausen entpuppt sich als blutiger Lehrling im Vergleich zu Moers.
Auch wenn sich beim Lesen gelegentlich Assoziationen zu Texten von Michael Ende oder Janosch einstellen mögen: Der Roman ist kein Kinderbuch, sondern nachdenklich machende (haben Sie schon mal über eine Tornado-Haltestelle nachgedacht?) Literatur, die bestens unterhält. Das vielgesuchte Leichte, das so schwer zu machen ist: hier ist es. -Sophie Thoma


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 216 Bewertungen)

Endlose Fantasie      5 von 5 Punkten
Nachdem ich "Rumo" und "die träumenden Bücher" gehört habe, habe ich mir dieses Mal "Die 13 1/2 Leben des Käptn Blaubär vorgenommen. Und auch in diesem Roman hat Walter Moers mir bewiesen, daß seine Fantasie endlos ist.
Grandios auch wieder mal Dirk Bach als Leser. Wie alle anderen Zamonienromane ist auch dieses Werk ein "Muß" für alle, die diesen fiktiven Kontinent lieben.


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Die Verbrechen von Frankfurt. Galgentochter - Ines ThornDie Verbrechen von Frankfurt. Galgentochter
Ines Thorn

Broschiert, April 2008
     Verkaufsrang: 2010      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 18 Bewertungen)

Morde im mittelaltlichem Frankfurt      4 von 5 Punkten
Eine Wanderhure wird unter dem Galgen der freien Reichsstadt Frankfurt ermordet aufgefunden. Daneben hängt wohl als Zeichen der Schande ein Hund. Der ermittelende Richter kommt zu dem Schluß, daß es sich dabei um Selbstmord handelt und legt den Fall zu den Akten. Doch nach und nach werden immer mehr Tote unter dem Gageln gefunden. So sehen sich nun die örtlichen Behörden gezwungen eine ausgedehnte Utersuchung durchzufühen. Doch welche Person oder Personen kennen eine Wanderhure, einen Gewandschneider, einen Priester des neuen Glaubens und einen Ratsherrensohn?

Dieser Roman hat mir sehr gefallen. Die Autorin hat es bei mir geschafft mich von der ersten bis zur letzten Seite gefangen zunehmen. Die Charaktere sind einigermaßen gut durchdacht und die Handlung in sich ist stimmig. Als besonders hervorzuheben sind die zwei Erzählstränge. Der eine widemt sich den Ermittlungen, der andere beschäftigt sich mit den Erlebnissen und der Gedankenwelt des / der Mörder. Doch mir scheint die Sprache an einigen Stellen etwas zu deftig und die genaue Beschreibungen von Gewaltakten ( eine Vergewaltigung eines jungen Mädchens, die genaue Beschreibung der Bestrafung eines Übeltäters, die übertriebenen Züchtungen eines Pfarrers) veranlssen mich einen Stern abzuziehen.

Empfehlenswert!      5 von 5 Punkten
Unlängst wurde ich von einer Kollegin zu einer Lesung von Ines Thorn eingeladen und so auf diese Autorin und "Die Glagentochter" aufmerksam gemacht. Das Buch kann ich nur empfehlen, noch mehr aber rate ich allen, die Gelegenheit dazu haben, eine Lesung von Frau Thorn zu besuchen. Es macht nicht nur große Freude zu erleben, wie eindrucksvoll Frau Thorn aus ihrem Buch liest, sondern vor allem, mit wieviel Wissen, Witz und Eloquenz sie vom "Darum herum" erzählen kann: Vom Schreiben, von der Recherche und natürlich vom Mittelalter. Dass diese Autorin etwas davon versteht, haben mir die zahlreichen historischen Anekdoten bewiesen, von denen sie zu berichten wusste.
Aber zum Buch: Ich mag es uneingeschränkt als spannenden Schmöker empfehlen. Man begleitet zwei - wie ich finde leicht skurrile - Damen auf ihren kriminalistischen Spürpfaden und hat das Vergnügen, sich anhand nach und nach eingeschobener Szenen selbst auf Spurensuche begeben zu dürfen und Stück für Stück ein Mosaik zusammen zu setzen. Ich glaube, es handelt sich um einen Fortsetzungsroman, also werde ich die nächste Folge unbedingt auch lesen.

Auftakt einer Serie      4 von 5 Punkten
Die Verbrechen von Frankfurt ist der Auftakt einer Serie von historischen Kriminalfällen. Als dem Richter Heinz Blettner frühmorgens die Nachricht überbracht wird, dass eine Hure tot am Galgenberg gefunden wurde, ahnt er noch nicht, dass das nur der Auftakt einer Mordserie ist. Zunächst glaubt er noch an einen Selbstmord. Hilfe bei der Aufklärung bekommt er durch seine Frau Hella und deren Mutter Gustelies. Für die beiden ist es eindeutig Mord und sie ermitteln auf unkonventionelle Art.

Ein zweiter Handlungsstrang beschreibt das Leben eines Mädchens, das im Hurenhaus bei ihrer Mutter aufwächst. Nach einem sehr brutalen Ereignis flüchtet es und gerät als Haushaltshilfe an einen Pastor. Fast scheint es, dass diesem Mädchen die gesamte Palette an Grausamkeiten wie Vergewaltigung, emotionale und körperliche Misshandlung widerfährt. Die Autorin schafft damit die Gratwanderung zwischen platter Action und der Beschreibung, wie viel Leid ein Mensch ertragen kann, bis er innerlich abstumpft.

Die Kombination aus Kriminalfall und historischem Roman ist Ines Thorn sehr gut gelungen. Nicht nur das damalige Frankfurt um 1536 wurde exakt recherchiert, sondern auch die seinerzeit üblichen Handlungen. Das spiegelt sich zum einen in den Wiedergaben der üblichen Rezepte und Lebensweise und zum anderen in der Art Handel zu treiben. Die Protagonisten werden sympathisch und humorvoll beschrieben, sodass man leicht Zugang zu der Geschichte findet. Das Rätseln um den Mörder bietet ausreichend Spannung, um das Buch zügig zu lesen. Dennoch hinterlässt es nachhaltig beim Leser Emotionen, die von Erleichterung bis Ablehnung alles beinhalten können. Ich kann es sowohl den Krimifans als auch Liebhaber historischer Romane nur empfehlen und warte auf einen weiteren Fall dieser Serie aus Frankfurt.

Gelebtes Mittelalter      5 von 5 Punkten
Einmal mehr versteht es Ines Thorn die Leser mit in die Welt des Mittelalters zu entführen, ohne Klischees zu propagieren. Die Verfasser einiger Rezensionen haben anscheinend das falsche Buch gelesen oder konnten den Inhalt nicht nachvollziehen. Es war eben nicht Friede, Freude, Eierkuchen und das Leben ein Ponyhof, so, wie es gerne immer wieder beschrieben wird. Der Autorin gelingt dieser Blick und gerade das ist ja die Gabe, aus der Istzeit in der Vergangenheit zu schreiben. Die Menschen hatten doch ganz andere Probleme, sie wollten einfach überleben und da gab es keine Diskussionen mit dem Partner übers Fernsehprogramm oder die Finanzen. Wer lesen konnte, hatte es gut, das ist übrigens heute auch noch so. Für mich bekommt das Buch 5 Sterne, denn mir hats gefallen und ich freue mich schon heute auf den zweiten Teil.

Kein Sachbuch - Gott sei Dank!      5 von 5 Punkten
Was erwartet man von einem historischen Roman? Eine spannende Story mit sympathischen Helden. In jeder Zeit gab es emanzipierte Frauern, Alice Schwarzer ist wirklich nicht die erste. Dass sie in historischen Romanen gehäuft auftreten, sehe ich als Zugeständnis der Autoren an die Gegenwart. Daraus der Autorin einen Vorwurf zu machen ist anachronistisch. Mir haben Figuren und Geschichte gefallen, von einem historischen Krimi erwarte ich genau das. Deswegen möchte ich das Buch allen wärmstens ans Herz legen, die Lust auf einen spannenden und mitreissenden Ausflug ins Frankfurt von 1532 haben.


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Ein perfekter Freund - Martin SuterEin perfekter Freund
Martin Suter

Taschenbuch, November 2003
     Verkaufsrang: 1006      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Welch ein Erwachen! Kaum Gefühl im Gesicht, keine Ahnung, wo man ist. Und die Frau, die sich so rührend um einen kümmert, soll die eigene Freundin sein? Der Journalist Fabio Rossi hat einen Gedächtnisverlust erlitten. Irgendjemand hat ihm kräftig auf den Schädel gehauen. 50 Tage fehlen ihm seitdem. Und in diesen paar Tagen habe er sein Leben komplett umgekrempelt, habe Wohnung und Partnerin gewechselt, sei überhaupt nicht mehr der, der er einst wahr. Und das nicht zu seinem Vorteil. Als Journalist begibt er sich nun auf Recherche in eigener Sache und rekonstruiert die letzten Tage vor dem Black-out.
Martin Suter hat die Geschichte raffiniert konstruiert und taucht die Leser immer wieder in widersprüchliche Gefühle. Ist Rossi nun wirklich der moralisch überlegene Journalist, hat ihm sein Kumpel den Scoop um BSE in Schokostängeln geklaut? Warum ist die frisch gebackene Witwe des Forschers so glücklich - und plötzlich auch finanziell gut gepolstert? Rossi stand - und steht nun wieder - kurz vor der Enthüllung eines riesigen Skandals, als er die Macht der Lebensmittelkonzerne zu spüren bekommt. Ihr Angebot ist eines, das man nicht ablehnen sollte.
Martin Suters Romane sind fehlerlos. Die Sprache ist präzis, manchmal von einer fast unheimlichen Trockenheit. Und vor allem ist Ein perfekter Freund höchst spannend - und nebenbei auch noch lehrreich. Dass der Humor bei Suter nicht zu kurz kommt, vor allem der schwarze, kennt man. Und auch da liefert er höchst amüsante Müsterchen, die beispielsweise die Techniken des Gedächtnistrainings betreffen. So in dem Stil, wenn die Marlen plötzlich Lilli heißt. -Martin Walker


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 68 Bewertungen)

irrsinnig spannend      5 von 5 Punkten
Was würden Sie tun, wenn Sie in einem Krankenhaus wach werden, erfahren, dass sie überfallen und zusammengeschlagen wurden und ein paar Tage bewusstlos waren? Was, wenn Sie sich noch dazu an die letzten 50 Tage Ihres Lebens nicht mehr erinnern können? Wenn Sie dann noch herausfinden, dass Sie sich in dieser Zeit komplett verändert, Ihr Leben gänzlich umgekrempelt haben?
Fabio ist genau dies passiert. Als er im Krankenhaus munter wird besucht ihn eine Frau, die behauptet seine Freundin zu sein. Erst seit kurzem. Die Freundin, an die er sich erinnern kann hat ihn angeblich verlassen. Grund dafür - er hat sie offenbar zweimal mit der Frau an seinem Krankenbett betrogen. Und ist mitlerweile auch bei dieser eingezogen.
Auch sein gern gemachter Job als Journalist ist weg. Er selbst hat ihn gekündigt. Auch daran hat er keine Erinnerungen.
Für Fabio wird so das eigene Leben zu einem Kriminalroman. Was ging da vor? Warum habe ich mich so verändert? Welches Ziel habe ich verfolgt? Und was war die ganz große Sache, an der er angeblich dran war und von der er nicht einmal seinem Kollegen und besten Freund erzählt hatte?
Ein Buch über Verrat und Freundschaft, Misstrauen und Vertrauen, Wut, Zorn, Liebe.


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Liebe unter Kannibalen - Sabine WerzLiebe unter Kannibalen
Sabine Werz

Gebundene Ausgabe, 2002
     Verkaufsrang: 1402      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Kurzweilig, witzig = lohnenswert!      5 von 5 Punkten
Zuerst dachte ich, das Buch beschreibt eine der üblichen Herz-Schmerz-Liebes/Familiengeschichten. Weit gefehlt! Die Familiengeschichte der Hauptperson Charlotte Dornfelder wird kurzweilig, witzig, aber auch an den angebrachten Stellen ernst dargestellt. Dank vieler (sehr gut nachvollziehbarer) Zeitsprünge, arbeitet Charlotte ihre Vergangenheit und die ihrer Familie auf.
Das Buch könnte man glatt in einem Zug durchlesen!


Herr Lehmann - Sven RegenerHerr Lehmann
Sven Regener

Taschenbuch, August 2003
     Verkaufsrang: 868      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Kreuzberger sind schon komische Vögel. Sie sitzen Abend für Abend am Tresen, trinken Kristallweizen ohne Zitrone und gehen erst ins Bett, wenn Mutti in Bremen schon wieder aufsteht. Und wenn draußen die Mauer fällt, bestellen sie erst mal in Ruhe noch ein Bier. Denn was ist schon das Ende der Geschichte (denkt sich der Leser am Ende dieser Geschichte) gegen die Frage, ob die Zeit schneller oder langsamer vergeht, wenn man betrunken ist?
Herr Lehmann ist Kreuzberger. Kreuzberger sind Menschen, die irgendwann einmal aus Schwaben, Achim oder Herford nach Berlin gekommen und dort "hängen geblieben" sind. Herr Lehmann kommt ursprünglich aus Bremen und möchte eigentlich Frank genannt werden, aber das ignorieren seine Freunde: denn bald ist Herrn Lehmanns dreißigster Geburtstag. Und 30 Jahre alt zu werden, weiß Herr Lehmann, ist Scheiße, weil man da langsam "beginnt, eine Vergangenheit zu haben, eine gute alte Zeit und den ganzen Scheiß." Und weil auf einmal alle anfangen zu fragen, was man denn bitte schön anfangen wolle mit dem eigenen Leben. Denn dass jemand zufrieden damit ist, Kellner zu sein, ist in dieser Stadt, in der alle "eigentlich Künstler" sind, nicht vorgesehen - "aber was ist das für ein trauriger Umgang mit dem, was man tut, wenn man es immer nur als Zwischenlösung ansieht, als nichts Richtiges?"
Sven Regener kennt, wovon er schreibt. Als Sänger und Texter der Berliner Band Element of Crime ist er seit genau jenen Spätachtzigern, in denen die Romanhandlung spielt, immer auch genauer Chronist eines Kreuzberger Lebensgefühls jenseits von "Kreuzberger Nächte sind lang" gewesen. Mit Herr Lehmann ist ihm das erstaunliche Kunststück gelungen, jene zärtlich-rotzige Nonchalance, die seine Lieder auszeichnet, umstandslos in die lange Form zu überführen - und das gleich in seinem literarischen Erstlingswerk!
Mit seinem Roman setzt Regener jenem merkwürdig zeitlosen Kreuzberg der Vorwendezeit, das einem heute so weit weg erscheinen will, so etwas wie ein Denkmal - für die Zeit Damals hinterm Mond. Doch trotz so schöner Einsichten wie "Der Elekrolytmangel ist der größte Feind des Trinkers. Von der Dehydrierung einmal abgesehen", geht es hier keineswegs nur ums Bohème-Leben im Allgemeinen und ums Trinken im Besonderen. Das Ganze ist nämlich auch eine Art Entwicklungsroman - freilich zu Kreuzberger Bedingungen: Muss doch der Held - für den es anfangs noch eine Qual ist, wenn er auf dem Weg von Kreuzberg nach Kreuzberg durch Neukölln muss - gegen Ende des Romans immerhin zur Kenntnis nehmen, dass es auch hinter der Oberbaumbrücke noch Menschen gibt. Das Ende der Geschichte? Erst mal losgehen, denkt sich Herr Lehmann. "Der Rest wird sich schon irgendwie ergeben." Pflichtlektüre für die Jahrgänge 1959-1969, für Kreuzberger sowieso. -Axel Henrici


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 217 Bewertungen)

Tränen gelacht !      5 von 5 Punkten
Ich habe zur gleichen Zeit in Berlin gelebt und mich selten so wiedergefunden wie in diesem Buch... Kreuzberger Trashkultur vom Feinsten, permanent weht einen der Wind einer fast vergessenen Lebensart an. Keine Verantwortung für nichts, viel Zeit für die Gedanken um Details und meistens sind es Details, über die man herrlich stolpern kann und ins Straucheln gerät. Sven Regener beobachtet und schildert das Zeitgefühl in Kreuzberg genial. Sein Protagonist kachelt dabei so lustig vor die Wand, dass man aus dem Lachen nur noch schwerlich herauskommt. Viel besser als "Neue Vahr Süd".


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Das kleine Gespenst - Otfried PreusslerDas kleine Gespenst
Otfried Preussler

Gebundene Ausgabe, 2005
     Verkaufsrang: 898      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Der letzte Schlag der Eulenberger Rathausuhr verklingt: Mitternacht. Aber nanu - huscht da nicht nebenan auf Burg Eulenstein eine schneeweiße Gestalt über die Zinnen? Natürlich - es ist das kleine Gespenst! Seit uralten Zeiten wohnt es dort, tut niemandem etwas zuleide und ist überhaupt ganz freundlich.
Eigentlich liebt das kleine Gespenst den Mond und die Nacht. Wäre es allerdings nicht schrecklich aufregend, die Welt einmal bei Tag zu sehen? Freund Herr Schuhu (der Uhu) rät ab. Auch ist jeder Versuch vor dem Morgengrauen nicht wieder einzuschlafen umsonst, bis eines Tages das kleine Gespenst pünktlich um zwölf aus seiner Schlaftruhe schwebt und Sonnenlicht erblickt. Kein Wunder: Es ist aus scheinbar unerklärlichen Gründen zwölf Uhr mittags. Die Freude darüber verfliegt jedoch schnell, als Mensch und Gespenst aufeinander treffen. Vom ersten Sonnenstrahl schwarz verfärbt, flüchtet das kleine Gespenst in einen Brunnenschacht. Dieser führt durch labyrinthische Geheimgänge nach Eulenberg, wo das kleine Gespenst mit seinem "Hu-hu-huhhhhh" als "Schwarzer Unbekannter" für ordentlichen Wirrwarr sorgt. Ob es wohl jemals wieder zurück zur Burg findet und zu einem echten schneeweißen Nachgespenst werden kann?
Geisterstunde, Gespenster - das sind nach wie vor heiß begehrte Erzählstoffe. Ein netteres Gespenst als das von Otfried Preußler kann man sich jedoch kaum vorstellen. In 32 Sprachen übersetzt und 1967 sogar in der Auswahlliste zum Deutschen Kinderbuchpreis, zählt es zu den Größten unter den Kinderbuchklassikern! So manche Grundschullehrerin dürfte ihrer ersten und zweiten Klasse den Unterricht mit dem Vorlesen dieser Geschichte versüßt haben - ganz zu schweigen von den Erwachsenen, die sich beim Vorlesen wahrscheinlich selbst wieder wehmütig ihre Kindheit mit Preußlers Büchern zurückerinnern. Wer Das kleine Gespenst längst kennt und schon zu den größeren unter den Kindern gehört, darf sich trösten: es gibt zum Glück noch Krabat, bei dem man sich so richtig gruselt. -Fenja Wambold


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 12 Bewertungen)

Das kleine Gespenst      5 von 5 Punkten
Auf Burg Eulenstein haust seit uralten Zeiten ein Gespenst. Es war eines jener harmlosen Nachtgespenster, die niemanden etwas zu leiden tun.
Das kleine Gespenst mit Großen dunklen Augen, ist im Grunde ein harmloses Gespenst, dass niemand etwas zu leide tun kann, es lebt mit dem UHU Schuhu im Burgmuseum, wo sie gemeinsam viel Unfug treiben und sich Geschichten erzählen. Allerdings hat das kleine Gespenst einen sehnlichsten Wunsch.
Es möchte einmal die Welt bei Tageslicht sehen.
Doch so sehr es sich auch bemüht über die Geisterstunde wach zu bleiben, pünktlich um 1 Uhr schläft es für die nächsten 23 Stunden ein. Eines Tages jedoch geht sein größter Wunsch in Erfüllung und es wacht um 12 Uhr mittags auf. Anfangs ist die Freude riesig. Voller Neugier mach es sich auf in die Stadt um diese zu erkunden. Sobald das Nachtgespenst aber mit dem Sonnenlicht in Kontakt kommt verwandelt es sich in ein schwarzes Taggespenst.
Als die Stadtbewohner es erblicken sind alle in Angst und Schrecken versetzt.
Da merkt das kleine Gespenst das es gar kein Taggespenst mehr sein möchte.
Traurig wendet es sich an 3 Kinder, die ihm helfen wollen.
Nachdem sie sich Rat bei der weißen Eule holen wissen sie, dass die Rathausuhr 12Std. nach geht. Mit Hilfe des Uhrmachers stellen die Kinder die Rathausuhr um die besagten 12 Std. vor. Seid dem erwacht das kleine Gespenst wieder um Mitternacht und erklärt durch den Mondschein wieder seine weiße Farbe.
Das kleine Gespenst ist dem Gense märchenhaft-phantastische Erzählung zuzuordnen. In einer eigentlich realistischen Welt passiert plötzlich etwas vollkommen unrealistisches. Allerdings ist das kleine Gespenst im Buch als liebenswürdig dargestellt und die Ereignisse mit vielen lustigen und komischen Szenen geschmückt, so dass es den Leser gar nicht in Angst und Schrecken versetzt. Dadurch wird dem Leser die Angst vor Gespenstern genommen. Und die Dunkelheit oder der Keller wirkt auch nicht mehr so bedrohlich. Das kleine Gespenst selbst wirkt wie ein kleines Kind, das einen großen Wissensdurst hat, welches die Welt kennen lernen will. Somit können sich Kinder gut mit dem kleinen Gespenst identifiziere.
Dennoch werden durch mystische Faktoren wie z.B.: die Eule, das Burgmuseum und Gegenstände wie der Schlüssel die Spannung aufrecht erhallten. Dem Leser werden in seiner Phantasie keine Grenzen gesetzt.
Die Geschichte ist in der er-Erzählform geschrieben und leicht zu verstehen. Die Kapitel sind kurz und die Illustrierten harmonieren mit dem jeweiligen Verlauf. Daher eignet sich das Buch auch sehr gut zum vorlesen.
Am Ende des Buches gibt es eine Moral, bleib wer du bist und du wirst glücklich!

Regina W., Stefan T., Janik M.


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Hände weg - oder wir heiraten - Eva VöllerHände weg - oder wir heiraten
Eva Völler

Taschenbuch, Juni 2005
     Verkaufsrang: 856      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 6,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 24 Bewertungen)

Hab meine Lachmuskel traniert.      5 von 5 Punkten
Ein total geniales wirklich witziges Buch.
Es könnte auch heißen: Hände weg oder du kannst nicht mehr aufhören zu lesen.
Dieses Buch ist einfach herrlich komisch durch und durch lustig.
Muss man lesen. Kann ich nur weiter empfehlen.

Super!!      5 von 5 Punkten
Ich habe mir dieses Buch für den Urlaub gekauft. Habe nur kurz reinlesen wollen und habe es nun leider schon durch. Es wäre genau das richtige Buch gewesen, um am Strand unter dem Sonnenschirm zu liegen. Nun ja, Eva Völler hat ja noch einige andere Bücher geschrieben. Werde versuchen vorher nicht reinzulesen.

gutes Buch, aber bestimmt nicht zum Totlachen!!!!!      3 von 5 Punkten
Ein Frauenroman durch und durch, etwas zu übertrieben für meinen Geschmack! Im Gegensatz zu den anderen Rezesionen konnte ich bis jetzt (3/4 des Buches habe ich gelesen) noch nicht lachen oder weinen! Leider habe ich mich von den vielen superguten Rezesionen zum Kauf des Buches leiten lassen...

Trotzt alledem ein empfehlenswertes Buch zum Abschalten!

PS. Wer wirklich lachen will, kauft besser K. Gier!

zum kaputtlachen und weinen      4 von 5 Punkten
so stellt man sich einen weiberhaufen vor, chaotisch und liebevoll, ich habe mich stellenweise schier kaputt gelacht musste aber auch heulen, zum schluss hin ist es etwas wirr (oder war ich schon ganz wirr nach den ganzen ereignissen? ;-))

Super klasse      5 von 5 Punkten
Eva Völler schafft es einfach klasse Situationen zu schaffen die ins totale Chaos führen, die sowohl peinlich wie auch komisch sind. Die Charakter sind einfach toll, so normal. Die Situation in den die Personen gelangen, führen dann von einer Katastrophe in die nächste und natürlich sind noch die ganzen Missverständnis die alles nur noch schlimmer machen.

Diese Buch garantiert echtes lesevergnügen und den einen oder anderen lacher und natürchlich kommt die Liebe auch nicht zu kurz.


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Feuermohn: Erotischer Roman - Astrid MartiniFeuermohn: Erotischer Roman
Astrid Martini

Broschiert, 30. Mai 2008
     Verkaufsrang: 2080      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Lesefreude trotz S/M      5 von 5 Punkten
Auf dem Buchrücken steht drauf dies sei ein romantischer S/M Roman. Hätte ich das vorher gewusst hätte ich wahrscheinlich vom Kauf abgesehen denn S/M ist nicht so mein Interesse.
Zunächst war ich dann beim Lesen auch erschrocken.Dass es ein erotischer Roman ist wusste ich bei der Bestellung, doch war ich wie schon gesagt
nicht darauf gefasst, der es ein S/M Roman ist.
Nicht zuletzt wegen der schönen Sprache und den wunderbar heraus gearbeiteten Charaktere fand ich dann dennoch mehr und mehr Gefallen an dieser Geschichte. Und im Nachinein bin ich nachhaltig froh, den Hinweis auf einen romatischen S/M Roman nicht vorher gesehen zu haben.
Die Umgebung in der der Roman spielt wurde hinreissend beschrieben und auch die S/M Szenen verfügen über den nötigen Stil, der mich hat gerne weiter lesen lassen.


Hart...      3 von 5 Punkten
Dieser Roman konnte mich leider nicht so fesseln wie Zuckermond. Hier geht es tatsächlich um harten SM Sex und wenig Geschichte drum herum. Vielleicht bin ich ein Weichei, aber das war für mich zu harter Tobak und ich habe mich das ein oder andere mal 'etwas komisch gefühlt'!!! Es gibt durchaus andere Bücher, wo es auch um Unterwerfung oder dergleichen geht, aber meiner Meinung nach stilvoller. Für SM Fans sicherlich ein empfehlenswertes Buch.

Delikat und leidenschaftlich      5 von 5 Punkten
Ich hab dieses Buch zweifelnd gekauft, denn der Preis ist für 184 Seiten ja doch sehr hoch. Aber Inhaltsangabe und Titel machten mich neugierig und ich hab bestellt, worüber ich froh bin, denn es hat sich gelohnt! Nicht nur weil ich mit zahlreichen delikaten, erotischen Szenen belohnt wurde, sondern auch weil das Format des Buches sehr großzügig ist. In normaler Taschenbuchgröße wären es auf jeden Fall doppelt so viele Buchseiten!
Die verschiedenen Sexszenen reichen von deftig, über leidenschaftlich bis zu berührend.
Bilder und vor allem Gefühle werden überzeugend zu vermitteln.
Die Figuren die mich durch den Roman führten haben die psychologische Vielschichtigkeit, die zur Identifikation nötig ist.
Rundum empfehlenswert und garantiert ungetrübtes Lesevergnügen!
Aber: Nur anfangen zu lesen, wenn man genug Zeit hat. Man kann das Buch nämlich nur schwer aus der Hand legen.


Ein WOW-Buch      5 von 5 Punkten
Nicht nur die teils zarten - teils harten und immer abwechslungsreichen Erotikszenen haben mich angesprochen, sondern auch die Möglichkeit, ausführlich am Gefühlsleben der Romanfigur Anna teilhaben zu dürfen und zu erleben in welche Abgründe sie sich führen lässt. Ihr Wunsch, sich in jeder Hinsicht vollkommen hinzugeben, wächst, und das ist trotz manch harter Gangart sehr schön und ästhetisch nieder geschrieben.

Wieder ein Top Buch      5 von 5 Punkten
Die Geschichte fängt harmlos an und ende in einem Feuerwerk. Ich fand,es ist wieder ein gelungenes Buch von Astrid Martini. Es regt sämtliche Nerven an.

Sehr lesenswert.



Gut gegen Nordwind - Daniel GlattauerGut gegen Nordwind
Daniel Glattauer

Gebundene Ausgabe, November 2006
     Verkaufsrang: 1847      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 17,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 124 Bewertungen)

Ein Genuss!      4 von 5 Punkten
die geschichte ist zwar nicht unbedingt einfallsreich, halt aus dem (mittlerweile) täglichen leben. aber... der schreibstil!! echt schön! nix gegen männliche schriftsteller, bin absolut keine feministin, aber ich war doch nach jeder email erstaunt, dass diese worte von einem mann stammen. super schön zum lesen, für zwischendurch! nicht sonderlich anspruchsvoll, dafür genussvoll!

Leicht zu lesen und schnell im Abgang      4 von 5 Punkten
Beim spazieren gehen schaue ich gern durch die Fenster, besonders am Abend wenn es draußen kalt ist und die kleinen Räume schlicht beleuchtet sind.
Ja ich gebe zu, da bin ich etwas voyeuristisch. Ich muss nicht mal etwas sehen, nur das schimmern des Lichtes und ein eventuell auftauchender Schatten an der Wand genügt.
Wen verwundert es dann, dass mir genau dieser Roman gefällt.

Gut er hat bestechende Stärken, sehr viel Wortwitz und der Autor kann sehr gut schreiben.
Aber ein E-Mail Roman?
Genau das war auch das Erste was ich sagte als ich dieses Buch empfohlen bekommen habe. Aber nach einer nur sehr kurzen Leseprobe war ich schon überzeugt. Der Roman liest sich rasant schnell, die kleinen Mail-Abschnitte sind witzig und Intelligent.

Es geht um Emmi und Leo. Emmi will ein Zeitungsabonnement kündigen und verschreibt sich bei der Mailadresse. Und daraus entwickelt sich eine
bizarre Story.

Schade, nein sehr Schade ist das Ende. Entweder ist dem Autor nichts mehr eingefallen, oder ich verstehe nicht. Vielleicht verstehe ich sogar, aber das wäre kein wirkliches Ende für mich. Es ist ja nicht so das man sich durch den Roman quälen musste, aber Herr Glattauer hat einem von einem Abgrund springen lassen und nun?
Es ist, als ob es an der Tür geklingelt hätte und als man sich wieder zum lesen hinsetzt ist das Buch verschwunden.

Aber selber lesen und herausfinden was für euch das Ende ist.

Trotz, des für mich nicht so gut zu ende gebrachten Romans, gebe ich immerhin noch 4 von 5 möglichen Sternen.

Gut gegen -triviale Liebesromane- Gut für Leseerlebnisse      5 von 5 Punkten
Eine falsche Email-Adresse evoziert durch einen falschen Buchstaben als Anstoß für einen leidenschaftlich kulminierenden Austausch über die virtuelle Email-Landschaft unserer modernen Zeit.

Ich beäugte das Buch zuerst kritisch, da ich mich schwer für die hektischen, schnellen, knappen und modernen Texte der Gegenwart begeistern kann. Es dauerte nicht viele Seiten (Emails), bis mich Gut gegen Nordwind" auf eine faszinierende Weise gefesselt hat und ich in die Welt von Leo und Emmi eintaucht war.

Glattauer schafft zwei Persönlichkeiten, die sich getragen von gegenseitigen Wortwitz und Sprachkunst eine virtuelle Welt erschaffen, wobei es bis zum Schluss offen bleibt, ob es ihnen gelingt, den Grenzgang in die Realität zu beschreiten.
Während den ganzen monologen Dialogen" schaffen sich Emmi und Leo eine sprachliches, emotionales Luftschloss, welches greifbarer ist, als ihr jeweiliger gegenüber.

Die Intensität des schriftlichen Austausches, der sich sukzessiv steigert und in einem unerwarteten Gefühlshöhepunkt mündet, ist so authentisch von Glattauer geschaffen, sodass die Geschichte eines Echtheitssiegel" würdig ist und dem Leser triviale Liebesfloskeln erspart.

Und um mit dieser Rezension dem Buch ebenbürtig zu werden:
Schreiben ist küssen mit dem Kopf"


Ein Schatz, dieses Buch gefunden zu haben!      5 von 5 Punkten
Ich stehe immer noch unter Schock.
Bin so durcheinander. Das Buch....
...es war seit langem mal wieder
eines das mich wirklich berührt hat.
Und ich bin so entsetzt über das Ende.
Oder froh, da doch alles offen ist.

Und ich war mir so sicher ich wüßte
wie es zu ende geht.
Warum das Licht gelöscht werden sollte.
Nur ein Kuss....

Und dann so etwas.

1.Für alle die sich gerade überlegen ob
das eventuell das richtige Geschenk für
Ihre Frau oder Freundin ist - ja das ist
es.
2.Sie werden sie nicht mehr so schnell
zu Gesicht bekommen, da sie zuerst über
dem Buch hängen wird, und anschließend
am PC, also überlegen Sie sich das gut.



Gut für Romantiker!      5 von 5 Punkten

...mein erster Atemzug, nach dem Ende des Buches!
Für mich ist die Zeit & mein Herz still gestanden!
Ich bin noch ganz emotional gerührt & verwirrt!
Es ist das beste Buch, seit langem wieder!
Mit so viel Gefühl, Spannung & Erotik!
Einfach ein muss für Romantiker!
(& für die die es werden wollen!)

Grüßle
Nadine


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Marquis de Sade. Gesammelte Werke: Die Philosophie im Boudoir. Die 120 Tage von Sodom. Justine - oder die Leiden der Tugend. Juliette - oder die Wonnen des Lasters - Donatien A. Fr. Marquis SadeMarquis de Sade. Gesammelte Werke: Die Philosophie im Boudoir. Die 120 Tage von Sodom. Justine - oder die Leiden der Tugend. Juliette - oder die Wonnen des Lasters
Donatien A. Fr. Marquis Sade

Gebundene Ausgabe, Dezember 2006
     Verkaufsrang: 476      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

Marqui