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Ein Buch namens Zimbo: Sie werden kaum ertragen, was Ihnen mitgeteilt wird Max Goldt Gebundene Ausgabe, 18. September 2009 Verkaufsrang: 598 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Max Goldt gehört gelesen, gerühmt und ausgezeichnet." (Daniel Kehlmann)"Warum ich, obwohl ich schlecht lesen kann, begonnen habe zu schreiben, kann ich nicht gut sagen. Weiß nicht hat sich so ergeben. Spät hat es sich ergeben: Als ich mein erstes Stück Literatur verfasste, das über einen Songtext, ein Gedicht oder einen Sketch hinausging, war ich knapp dreißig. Ich dachte wohl: Mal sehen, ob es möglich ist, der Neigung meines Temperaments zum Schieben einer ruhigen Kugel für ein, zwei Tage einen Riegel vorzuschieben und dem ständigen Gedankengang, an dem ich mich meist erfreue, selten auch mal leide, einen irgendwie gearteten Prosaklumpen abzutrotzen. Das Stück hieß Zehn hoch achtundfünfzig und es ging darin, soweit ich mich entsinne, ums Universum und um meine Hose. Genaueres kann ich nicht sagen, denn ich würde schwitzen wie nach dem Genuss eines stark gewürzten asiatischen Gerichtes, wenn ich mir den Text noch einmal anschauen müsste. Was ich danach geschrieben habe: Auch schwer zu sagen, doch glaube ich, unter anderem einen hoffentlich verzeihlichen Hang zur hoffentlich nicht allzu platten Gesellschaftskritik entwickelt zu haben, wobei ich Gesellschaftskritik nie mit System- oder Regierungskritik verwechseln wollte, denn Gesellschaftskritik, die das Grölen von Fußballfans in Bahnhöfen ganz unerwähnt lässt, ist keine." (Max Goldt, aus der Dankesrede zum Kleist-Preis)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
ein Genuss 5 von 5 Punkten Die Geschichten von Max Goldt gehören sprachlich nach wie vor zum Elegantesten, was unsere moderne Literatur zu bieten hat, die Texte sind wie gewohnt klug und treffend formuliert. Mein Eindruck ist, dass Goldt in den letzten Jahren zunehmend eine gewisse Moral sowie etwas Kulturpessimismus in seine Geschichten einflechtet - ohne aber zum Oberlehrer zu werden. Ganz im Gegenteil - man fühlt sich in diesen Geschichten geborgen, verstanden und manchmal auch ertappt und am Ende des wie immer zu kurzen Vergnügens erfrischt wie nach einem Schaumbad. Was gibt es Besseres?
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Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär: Roman: Die halben Lebenserinnerungen eines Seebären; mit zahlreichen Illustrationen. Unter Benutzung des 'Lexikons ... Umgebung' von Prof. Dr. Abdul Nachtigaller Walter Moers Taschenbuch, 1. Dezember 2002 Verkaufsrang: 1019 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Seemannsgarn vom Feinsten: ein Feuerwerk bäriger Ideen Daß Walter Moers mehr als das Kleine Arschloch zeichnen kann, hat er längst bewiesen. Sogar in den Sprechblasen ist er hervorragend ohne Worte ausgekommen, als der Pinguin zweimal klopfte. Und nun sein erster Roman: Eine genial dicke Schwarte von 720 Seiten, in der ein Geistesblitz den nächsten jagt. Grün und gelb möchte man vor Neid werden: Wo hat der Mann bloß die vielen Ideen her? In seinen dreizehneinhalb Leben begegnet der Blaubär gehässigen Stollentrollen, unangenehmen Nattifftoffen, quasselnden Tratschwellen, durch die Wüste ziehenden Gimpeln, dem Wahnsinn, Fredda, der Berghutze ?- eine Figur skurriler als die andere. Ab und an illustriert der Zeichner Moers die Gestalten des Erzählers Moers, ein Glücksfall natürlich, aber im Vordergrund steht der Text, unerschütterlich. Und hier entfaltet sich in vollen Zügen, was der eine oder andere bereits geahnt haben mag: Moers ist ein begnadeter, ironischer Erzähler. Mit wieviel Sprachwitz er arbeitet, wie er an Ausdrücken feilt, Begegnungen verschachtelt komponiert, Satzrhythmen herstellt und wieder auflöst, das nötigt Respekt ab. Und man freut sich über die irrwitzigen Inhalte der Abenteuer. Ob er mit dem Rettungssaurier Mac als Navigator fliegt, eine Fata Morgana am Wüstenboden verklebt, durch Dimensionslöcher stürzt oder sich ein Duell mit dem Lügengladiator liefert: die Spannung bleibt ungebrochen (außer beim sechsten Kapitel), die unzähligen Geschichten sind unglaublich. Münchhausen entpuppt sich als blutiger Lehrling im Vergleich zu Moers. Auch wenn sich beim Lesen gelegentlich Assoziationen zu Texten von Michael Ende oder Janosch einstellen mögen: Der Roman ist kein Kinderbuch, sondern nachdenklich machende (haben Sie schon mal über eine Tornado-Haltestelle nachgedacht?) Literatur, die bestens unterhält. Das vielgesuchte Leichte, das so schwer zu machen ist: hier ist es. -Sophie Thoma
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 246 Bewertungen)
Einfach genial! 5 von 5 Punkten Bei diesem Buch handelt es sich jetzt um das zweite Buch das ich von Walter Moers gelesen habe und ich bin absolut begeistert. Das Buch steckt voller Phantasie und Witz und ist ein wahrer Pageturner. Die Sprache ist wie immer super gewählt und auch in diesem Werk finden sich reichlich versteckte Wortspiele. Das Buch ist klasse bebildert, was es einem noch leichter macht sich all die merkwürdigen zamonischen Figuren vorzustellen. Dieses Buch eignet sich hervorragend als Urlaubslektüre.
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Der Schrecksenmeister: Ein kulinarisches Märchen aus Zamonien von Gofid Letterkerl. Neu erzählt von Hildegunst von Mythenmetz Walter Moers Broschiert, 13. März 2009 Verkaufsrang: 2958 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der Schrecksenmeister ist das neue Meisterwerk von Hildegunst von Mythenmetz - und Walter Moers hat es auf sich genommen, es aus dem Zamonischen zu übersetzen. Es ist eine großartig fabelhafte Abenteuergeschichte, die ganz schnell zum modernen Klassiker werden könnte. Moers heißt uns willkommen in Sledwaya, dem krankesten Ort von ganz Zamonien. Hier sind sogar die Straßen nach Krankheiten benannt, man begrüßt sich mit "Ohwehohweh" und verabschiedet sich mit "Gute Besserung". Ein Husten, Röcheln und Schniefen liegt in der Luft, es riecht nach Eiter, Mundgeruch und Durchfall. Hoch über der Stadt thront in einem bizarren Schloss "Eißpin der sehr Schreckliche", der Schrecksenmeister, der die Bevölkerung und natürlich die Schrecksen mit immer neuen Gemeinheiten malträtiert. Derweilen schleppt sich verzweifelt die halbverhungerte Hauskratze Echo durch die Straßen von Sledwaya. Sie schließt mit dem schaurigen Eißpin einen Teufelspakt. Der Schrecksenmeister darf sie töten und ihr wertvolles Kratzenfett auskochen, wenn er sie zuvor einen Monat fürstlich bewirtet und unterhält. Im schwarzen Schloss des Schrecksenmeisters lernt Echo die geheime Welt der Alchimie kennen, erfährt, wie man "Schmerzenskerzen" oder "gekochte Gespenster" fabriziert, er lernt Fjodor F. Fjodor und die Schloss-Ledermäuse kennen und wird mit der Zeit fetter und fetter. Es wird höchste Zeit, aus dem Schloss zu fliehen... Die Atmosphäre mag düster sein, und dennoch geht einem schon nach den ersten Zeilen das Herz auf: Es ist diese hochkomische, ganz eigene Fabulierkunst und Fabulierlust, die man sonst vielleicht noch bei Michael Ende oder Cornelia Funke findet. Fast glaubt man, dass es ebenfalls mit Magie zu tun haben muss, wenn Leser um Leser sich in die überbordende Fantasiewelt aus grübelnden Eiern, einem Baum der Erkenntnuss, Knilschbrömen, metamorphosen Malzeiten oder Schrecksenquetschen hinabziehen lässt. Der aufwendig ausgestattete Band ist natürlich von Walter Moers selbst illustriert und hervorragend dazu geeignet, sich in ihn zu vertiefen, daraus vorzulesen oder sich vorlesen zu lassen. Ein großartig amüsantes Zamonien-Abentuer! - Henrik Flor, Literaturtest
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 123 Bewertungen)
sehr empfehlenswert 5 von 5 Punkten Stadt der Träumenden Bücher, Rumo, Schrecksenmeister... so ziemlich das beste im deutschsprachigen Raum was man lesen kann, Fantasy mit satirischem Beigeschmack.
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Der Mann schläft Sibylle Berg Gebundene Ausgabe, 17. August 2009 Verkaufsrang: 1389 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Einen Liebesroman hätte man von niemandem weniger erwartet als ausgerechnet von Sibylle Berg. Dabei ist ihre Heldin eigentlich typisch Berg: "Ich misstraute der Liebe zutiefst. Ein Marketinginstrument, um Waschmittel zu verkaufen." Erst mit Mitte 40 hat ihr verzweifeltes Singledasein ein Ende, und sie trifft den einen, den sie einfach nur den Mann nennt. Doch das Glück ist nicht von Dauer. Irgendwo in China verschwindet der Mann beim gemeinsamen Inselurlaub plötzlich spurlos. Sibylle Berg lässt ihre Ich-Erzählerin auf verschiedenen Zeitebenen berichten, die sie gegen- und ineinander laufen lässt: vor der Liebe, verliebt, nach der Katastrophe. So kann die Heldin wunderbar mit der ganzen Welt granteln und schon ein paar Absätze weiter erklären, warum Liebe denn nun plötzlich doch funktioniert, in ihrem Fall aber nichts mit dem so verhassten Paarungsgekreische zu tun hat. "Der Mann schläft" hat also alle Pluspunkte der bisherigen Berg-Bücher zu bieten. Und zusätzlich darf man bei dem bewährten Gemisch aus Melancholie und Boshaftigkeit zum allerersten Mal auf ein Happy End foffen. Theoretisch zumindest. (cs)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 18 Bewertungen)
Ein anspruchsvolles Buch, ein Stück geradezu existenzialistischer Literatur, die sich einem Sinn im Leben verweigert 5 von 5 Punkten Man hat die 1962 in Weimar geborene Schriftstellerin Sibylle Berg einmal die "Hasspredigerin der Single-Generation" genannt und ihr schon damals mit dieser Bezeichnung großes Unrecht getan. Sie hat in ihren früheren Büchern nichts anders getan, als immer wieder die Sinnlosigkeit des Daseins zu beschreiben, sich dagegen gewehrt mit den Mitteln der Sprache. Und wie für so viele andere bitter am Leben verzweifelte Autoren vor ihr, war ihr das Schreiben, die Literatur sozusagen der letzte Sinn-Rettungs-Acker in einer von ihr und entsprechend auch von ihren Romanprotagonisten als sinnlos und leer empfundenen Welt. In ihrem neuen Roman "Der Mann schläft" ist sie etwas ruhiger geworden. Zwar ist der lesenswerte Roman immer noch voller bitterböser Bilder und sie kann es auch hier nicht lassen, immer wieder mit bissigen Nebenbemerkungen auf die Sinnlosigkeit des Daseins hinzuweisen, und dennoch spielt sie erstmals auf ihrem literarischen Klavier auch andere, teilweise sogar symphonisch klingende Melodien, manchmal sogar regelrechte Liebeslieder, voller Leidenschaft und Schwung. Sie erzählt die Geschichte der 40-jährigen Ich - Erzählerin. Nach vielen unbefriedigenden und nicht selten auch sehr befremdenden kurzen Affären, lernt sie eines Tages "den Mann" kennen: "Es stört mich nicht, so weit weg von zu Hause zu sein. Es gibt kein Zuhause mehr. Jeder Ort, an dem ich mich aufhalte, ist gleich. Jeder Ort, an dem der Mann nicht ist." Man spürt: diese Frau ist über beide Ohren verliebt. Attraktiv ist er nicht der Mann, 110 Kilo bringt er auf die Waage mit seinem schwammigen Körper. "Er ist nicht das, was man gemeinhin als Kleinod" bezeichnet". Vielleicht sind es gerade die bisher von ihr so hochgehaltenen Eigenschaften bei Männern, die diesem Mann fehlen, und ihn deshalb für sie so besonders machen. Melancholisch und eher pessimistisch bleibt Sibylle Bergs Protagonistin aber trotz der sie durchflutenden Liebe, wenn sie sich und ihren Lover beschreibt als "zwei mit der gleichen Müdigkeit und dem Wunsch nicht allein zu sterben." Als die beiden auf einer südchinesischen Insel vor Hongkong Urlaub machen, kommt der Mann nach einem Einkauf nicht zurück. Er bleibt verschwunden. Die Ich-Erzählerin sucht ihn verzweifelt, immer mehr und täglich tiefer in eine schwere Depression rutschend. Sie kann sich nicht von der Insel lösen, und verbringt ihre Tage, herumlaufend nach dem Man zu suchen. Sibylle Berg hat den Roman in zwei Erzähl- und Zeitebenen geteilt. In der einen beschreibt sie die Gegenwart, in der anderen lässt sie die Erzählerin sich erinnern, bis im letzten Kapitel die beiden Ebenen zusammenfließen. Ein anspruchsvolles Buch, ein Stück geradezu existenzialistischer Literatur, die sich nach wie vor weigert, irgendetwas als einen unser Leben tragenden Sinn anzuerkennen, und selbst die Liebe dafür nicht wirklich geeignet hält. Vor dem Lesen in eigenen trübsinnigen Stunden wird daher gewarnt.
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Die Mittagsfrau Julia Franck Taschenbuch, 4. März 2009 Verkaufsrang: 2258 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Als der siebenjährige Peter in der Küche in seinem improvisierten Bettchen liegt, singt Frau Kozinska durch die Risse im Boden in der Wohnung unten. Die Russen, die neuerdings bei ihr wohnen, halten sie nicht davon ab. Dann reißt die Mutter Peter unsanft aus seinen Träumen. Er müsse zur Schule, sagt sie, der Lehrer Fuchs warte. Aber der Lehrer wartet schon lange nicht mehr auf jeden Schüler, seit die Schule zerbombt und in den Milchladen von Fuchs? Schwester umgezogen ist. Der Krieg ist verloren, Hoffnungslosigkeit hat sich breit gemacht. Was soll man da noch lehren und lernen? In Die Mittagsfrau entrollt die 37-jährige Berliner Autorin Julia Franck ihre Geschichte, die vor den ersten Weltkrieg zurück reicht, vom Ende her. Mit ihrem Sohn Peter geht Helene, deren unbeschwerte Kindheit in der Lausitz 1918 abrupt beendet wurde, 1945 wie fast jeden Tag zu einem Bahnhof in Vorpommern, um vor den Russen Richtung Berlin zu fliehen. Am Bahnhof lässt sie Peter stehen und verschwindet: die traurige Konsequenz eines Lebens, dass selbst kaum Liebe erfahren hat und dem von daher auch die kindliche Liebe unerträglich wird. Von den Männern enttäuscht und von der Familie verlassen, fasst Helene einen Entschluss, der so grausam ist wie die Schicksalsschläge, die sie selbst erlitten hat... Offenbar gibt es heute nichts mehr zu erzählen. Nur so lässt sich erklären, warum auch die jüngste Generation deutscher Autorinnen und Autoren literarisch immer wieder zum Krieg und seinen Schrecken Zuflucht nimmt. Solange dies allerdings auf so blendende Art und Weise wie bei Julia Franck geschieht, will und kann man sich nicht beschweren. Die Mittagsfrau jedenfalls entwirft am Einzelschicksal ein grandioses Panorama einer erbarmungslosen Zeit. Unbedingt lesenswert. - Stefan Kellerer
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 90 Bewertungen)
Sehr intensiv und fesselnd 5 von 5 Punkten Der Roman Die Mittagsfrau von Julia Franck erzaehlt sehr inteniv und fesselnd vom immer staerkeren emotionalen Rueckzug der Protagonistin Helen aus der sich kontinuierlich verdunkelnden Welt zwischen den Enden der beiden Weltkriege als Halbjuedin in Deutschland. Sehr empfelenswert.
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Ensel und Krete: Ein Märchen aus Zamonien: Ein Märchen aus Zamonien von Hildegunst von Mythenmetz. Mit Erläuterungen aus dem Lexikon der ... Umgebung von Professor Dr. Abdul Nachtigaller Walter Moers Taschenbuch, 1. Juli 2002 Verkaufsrang: 2769 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Urlaub mit den Eltern kann so langweilig sein. Die beiden Fhernhachen-Kinder Ensel und Krete erleben das am eigenen Leibe, als sie mit ihren Eltern den zamonischen Großen Wald bereisen. Dabei hatten sie gehofft, dort endlich einmal etwas zu erleben! Und so ziehen sie auf eigene Faust los, um das Abenteuer zu suchen, verlaufen sich jedoch nach kurzer Zeit. Damit nimmt ein rasantes Märchenabenteuer seinen Lauf, bei dem selbst den Gebrüdern Grimm bald die Puste ausgegangen wäre. Die beiden Zwergenkinder treffen auf zahlreiche gefährliche oder einfach nur sonderbare Geschöpef: einen Laubwolf, Erdgnömchen, Geheimbären, Fledertratten, Schuhus, Einhörnchen, einen sprechenden Meteor und allerlei andere Seltsamkeiten. Natürlich finden auch ein Hexenhaus, und der fantasievolle Showdown hat mehr mit dem Blair Witch Project als mit unseren alten Hausmärchen gemeinsam. Erzählt wird die Geschichte übrigens vom berüchtigsten Dichter Zamoniens, Hildegunst von Mythenmetz, einem tausend Jahre alten, aufrecht gehenden Zwergsaurier, der die Handlung - meist an ihren spannendsten Stellen - unterbricht, um weiterführende Erläuterungen zu geben, die sogar noch interessanter und witziger sind als die Handlung selbst. Diesem Stilmittel lieh der Dichter sogar seinen Namen: die "Mythenmetzsche Abschweifung". Und so erfährt man ganz nebenbei haarsträubende Details über zamonische Zahlensysteme, die sieben Grundtugenden des Dichters oder auch Insiderinformationen über den zamonischen Literaturbetrieb. Abgerundet wird das Buch durch die halbe Biografie des Hildegunst von Mythenmetz unter dem Titel "Von der Lindwurmfeste zum Bloxberg". Auf die Frage, wieso dieses Buch keine direkte Fortsetzung von Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär sei, antwortete Walter Moers: "Das hat verschiedene Gründe. Erstens glaube ich, dass ein Buch mit über 700 Seiten für eine Figur genügen sollte. Zweitens war für mich schon beim ersten Buch der eigentliche Held nicht der Blaubär, sondern der Kontinent Zamonien. Dessen Geschichte - und die seiner Bewohner - möchte ich weitererzählen, in alle möglichen Richtungen." Und so besteht die Hoffnung, dass es auch weitere Zamonien-Bücher geben wird, selbst wenn Walter Moers die zweiten 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär im Dunklen lässt. -Hardy Kettlitz
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 91 Bewertungen)
Ein kleiner Ausflug nach Zamonien 4 von 5 Punkten "Ensel und Krete" ist zwar wieder nach Walter Moers Manier sehr unterhaltsam und humorvoll gestaltet, kommt aber (allein von der geringeren Seitenzahl) nicht an seine Folgewerte heran. Wer die Art zu schreiben und Zamonien liebt, wird sich aber auch an diesem Buch erfreuen können und für Walter Moers Neulinge bietet "Ensel und Krete" eine gute Einstiegsmöglichkeit, sich in Zamonien einmal umzuschauen.
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Sieben Jahre Peter Stamm Gebundene Ausgabe, 5. August 2009 Verkaufsrang: 4942 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ein Mann zwischen zwei Frauen, die eine ist begehrenswert, bei der anderen ist er frei. Sonja ist schön und intelligent und lebt mit Alex. Eine vorbildliche Ehe, er müsste glücklich sein. Aber wann ist die Liebe schon einfach? Und wie funktioniert das Glück? Iwona wäre neben Sonja fast unsichtbar, sie ist spröde und grau. Aber Alex fühlt sich lebendig bei ihr und weiß nicht, warum. Sie liebt ihn. Er trifft sie immer wieder, und als sie von ihm schwanger wird und das Kind kriegt, das Sonja sich wünscht, setzt er alles aufs Spiel. Peter Stamm erzählt so lakonisch und leidenschaftlich wie kein anderer von widerstreitenden Gefühlen und der Sehnsucht nach dem Leben. Sieben Jahre ist ein großer Roman über die Zumutung des Glücks, geliebt zu werden.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 27 Bewertungen)
Danke Peter Stamm 5 von 5 Punkten Ich habe das spannende Buch bis zur Hälfte in einem Zug gelesen. Für die zweite Hälfte aber ließ ich mir Zeit, um noch lange mit dem Buch zusammen sein zu können. In einer fließenden eindrucksvollen Sprache wird in indirekter Rede die Geschichte einer ungewöhnlichen Dreierkonstellation erzählt. Überwältigend und faszinierend die Gefühlswelt des Protagonisten! Lesen Sie das Buch!
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Faserland: Roman Christian Kracht Taschenbuch, 1. Juni 2002 Verkaufsrang: 2956 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Vielleicht sollte sich über Faserland nur jemand äußern, der weiß, was eine "Barbourjacke" ist. So oft wie dieses Kleidungsstück erwähnt wird, muss es jedenfalls etwas ungeheuer Tolles und Symbolträchtiges sein für junge, schicke Menschen mit dem nötigen Kleingeld, die an Sylter Stränden Champagner trinken oder mit Porsches Seevillen am Bodensee ansteuern. Krachts Icherzähler lässt sich mittreiben, nimmt teil am müßigen Luxusleben, steigt in den besten Hotels ab, Hamburg, Frankfurt, Zürich, stilvolle Partys, viel Alkohol, noch mehr Zigaretten, und bleibt doch bei all dem seltsam unbeteiligt. Nur hin und wieder kann er sich für Momente zu ein klein wenig Hass oder Mitleid aufraffen. So etwas wie Begeisterung glimmt einzig in ihm auf, wenn er von Isabella Rossellini träumt, mit der er Kinder haben und auf einer Schweizer Alm leben möchte, weit weg von Deutschland, dieser großen Maschine im Norden, "die sich selber baut". Karg ist dieses Faserland, sein Reiz steckt eher zwischen den Zeilen, vielfältige Deutungen sind möglich; vielfältig waren auch die Reaktionen auf das Buch, reichten von Begeisterung bis Abscheu. Nun können sich die Kritiker davon überzeugen, dass Christian Kracht ein ausgezeichneter Interpret seines Textes ist (was man wirklich nicht von vielen Autoren behaupten mag): ruhig und von sanfter Melancholie ist diese Stimme, der man gerne noch etwas länger - die Lesefassung ist etwas gekürzt - gelauscht hätte und die viele Fragen zurücklässt. Zum Beispiel, wie wohl Isabella Rossellini in einer Barbourjacke aussehen mag... -Christian Stahl
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 169 Bewertungen)
Hat mich vor 15 Jahren bewegt. 5 von 5 Punkten Habe das Buch vor 15 Jahren geliehen bekommen, da war ich 24 Jahre. Damals hat mich das Buch bewegt. Da war der Schreibstil neu und relativ unbekannt im Massenmarkt. Heute 15 Jahre später ist der Stil oft kopiert. Dieses Buch ist somit ein Klassiker, denn es hat mindestens eine Generation junger Autoren beeinflußt.
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Wilde Reise durch die Nacht: Roman Walter Moers Taschenbuch, 1. Oktober 2003 Verkaufsrang: 3751 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Eigentlich ist es ja immer andersrum: Ein Autor schreibt ein Buch, und irgendwann später kommt ein Illustrator und macht sich ans Bebildern. So hat es Zeit seines Lebens auch Gustave Doré gehalten, dem wir wundervolle Stiche zu Orlando Furioso, Don Quixote, Gargantua und Pantagruel oder der Bibel verdanken. Walter Moers macht immer alles anders. Und so ist er auch diesmal den umgekehrten Weg gegangen und hat Dorés Kupferstiche zu einem neuen erzählerischen Kabinettstück versammelt. Dabei schickt er den 12-jährigen Gustave in seine eigenen (Alb-)Traumbilder und lässt ihn nach klassischer Märchenmanier (sechs gelöste Aufgaben = Todesaufschub) auf dem Pferd Pancho Sansa im "Reich der Ungeheuer" allerlei Abenteuer mit Fabelwesen, Rittern und Jungfrauen bestehen. Hier hat Gustave gegen treulose Kumpanen und die erste (kurze) Liebe gleichermaßen anzukämpfen. Dazwischen bringen diverse Diener des Todes unseren Helden in immer neue Gefahren: "Wenn er aus den Fluten auftauchte, hatte Gustave die Wahl, gefressen, von Krallen zerfetzt, bei lebendigem Leibe verbrannt oder gekocht zu werden". Er hat also keine Chance - und die nutzt er gut. Früher war Moers ja für seine Lügengeschichten bekannt, die er Käpt'n Blaubär in die sympathische Schnauze legte. In Wilde Reise durch die Nacht nun erzählt er endlich die ganze Wahrheit über die Welt der Mythologie: Hierzu gehört die Erkenntnis, dass Drachen nur dressierte Kampfhunde und Jungfrauen so richtig böse sind. Da ist sehr viel geklaut von Italo Calvino und den Rittern der Kokosnuss. Aber schon Ensel und Krete war eine kongeniale Verballhornung Grimm'scher Volksmärchenkunst. Und dass Moers die Illustrationen von Doré stibitzte, um sie mit neuem fantastischem Erzählstoff zu umgarnen, dafür ist man ihm bei der vergnüglichen Lektüre Seite für Seite dankbar. -Thomas Köster
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 48 Bewertungen)
Eine wilde Reise... ins Vergrnügen 5 von 5 Punkten Eine sehr amüsante, phantasievolle, kauzige Geschichte über die (Lebens-)Prüfungen im Kampf mit Gevatter Tod, hin- und mitreißend unterhaltsam gesprochen von Dirk Bach. Dieses Hörbuch darf als großes Hörvergnügen bewertet werden!
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Russendisko Wladimir Kaminer Taschenbuch, 1. Juli 2002 Verkaufsrang: 4401 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Als sich im Sommer 1990 die Ära Gorbatschow ihrem Ende zuneigt, Putin noch lange nicht Präsident, sondern KGB-Schlapphut ist und Helmut Kohl nach dem Mantel der Geschichte langt, beschließt der 23-jährige Moskauer Wladimir Kaminer, sein Leben zu ändern. "Go west", lautet die Parole - doch warum in die Ferne schweifen, wenn das Ticket nach Ost-Berlin schlappe 96 Rubel kostet und man kein Visum benötigt? So schlüpft Kaminer in den himmelblauen Sonntagsanzug und setzt sich mit seinem Freund Mischa, einer Stange russischer Zigaretten sowie einer Flasche Wodka der Marke "Lebewohl" in den Zug. Do swidanija! Nur 48 Stunden später treffen die beiden mit Brummschädel in Berlin-Lichtenberg ein: "Die ersten Berliner, die wir kennen lernten, waren Zigeuner und Vietnamesen. Wir wurden schnell Freunde." Die Tage im Plattenbau-Ausländerheim von Marzahn sind längst vorbei. Heute gehört der DJ, Autor und Theatermann Wladimir Kaminer zu den Szene-Stars des neuen Multi-Kulti-Berlin: Die "Berliner Seiten" der FAZ drucken seine Texte ebenso gern wie die untergangsbedrohte taz, beim SFB moderiert er eine eigene Sendung (Wladimirs Welt). Im Kaffee Burger, das sich nach der Übernahme durch den Prenzlauer-Berg-Poeten Bert Papenfuß zur kuschligen Party-Location wandelte, zelebriert Kaminer einmal im Monat seine berüchtigte "Russendisko" - Völkerverständigung und proletarischer Internationalismus, einst von Wladimir Iljitsch Lenin gepredigt, werden auf der engen Tanzfläche geübt, dazu wirft ein Videobeamer alte sowjetische Zeichentrick- und Kriegsfilme an die Blümchentapete. Russendisko hat Kaminer auch seine erste Buchveröffentlichung genannt: 50 Erzählungen aus einem Berliner Alltag, den die üblichen Verdächtigen aus der "Paris Bar" nur vom Hörensagen kennen. Wer hier überleben will, muss wandlungsfähig sein: Die Türken im Imbiss nebenan erweisen sich als Bulgaren, den biederen Beamten vom Arbeitsamt trifft man abends in der Schwulenbar - und selbst die vietnamesischen Zigarettenhändler sind nicht viel mehr als ein medial erzeugtes Klischee: Sie kommen mehrheitlich aus der inneren Mongolei. Kaminers Helden haben alle Hände voll zu tun, sich zwischen den Fallstricken des Asylrechts, Liebeshändeln und obskuren Jobs durch den Großstadtdschungel zu hangeln. Da ist der Slawistikstudent Sascha, der als Tellerwäscher im australischen Krokodilsteakhaus jobbt; da ist der "Radiodoktor" aus der Ukraine, der den Berliner Russen erklärt, was man gegen Pickel tun kann: "Die sagen Clerasil, aber ich kann mich noch gut erinnern, Benzin tut es auch." Die Damen vom russischen Telefonsex ("Mach deine Hose auf, wir nostalgieren zusammen!") dürfen ebensowenig fehlen wie der namenlose Asylbewerber, der sich, von der Polizei verfolgt, beim rettenden Sprung aus dem Fenster an einem REP-Plakat ("Mut zur Wahl - wähle national!") abseilt. Wer Kaminer bei all dem für einen plumpen Possenreißer und Zyniker hält, hat nichts begriffen. Der Mann kann nicht nur genau beobachten - er liebt sie, seine skurrilen Großstadtindianer, die wohl vom Leben gebeutelt, aber nie ohne Hoffnung sind. Und, mal ehrlich: Wer, wie Kaminer, nicht nur deutsch schreibt, sondern unsere komplizierte Sprache mit der sowjetischen Fibel Deutsches Deutsch zum Selberlernen gepaukt hat - der kann kein schlechter Schriftsteller, ach was: Der kann kein schlechter Mensch sein. Also: Kaufen Sie Kaminer! Und tun Sie, was ein russischer Berlin-Reiseführer seinen Lesern als ultimativen Kick empfiehlt: "Hissen Sie Ihre ganz persönliche Flagge auf dem neuen Reichstag - Berlin erleben und erobern!" -Niklas Feldtkamp
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 105 Bewertungen)
Super Buch! 5 von 5 Punkten Ich habe wirklich sehr viel Spaß beim lesen dieses Buches gehabt! Wladimir hat wirklich hier die 5 ***** verdient für seinen beobachtenden und unterschwelligen Humor, der mich persönlich wirklich begeistert.
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Ich bin kein Berliner: Ein Reiseführer für faule Touristen Wladimir Kaminer, Vitali Konstantinov Taschenbuch, 12. März 2007 Verkaufsrang: 4848 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Sicher, Wladimir Kaminer, der Deutsche russisch-jüdischer Abstammung, der mit dem Buch Russendisko und der gleichnamigen Partyreihe international bekannt wurde, ist weder in Berlin geschweige denn in Deutschland geboren noch besitzt er den typische Berliner Schnauze. Demnach ist er tatsächlich kein Berliner, auch wenn er seit 1990 dort lebt. Andererseits verkörpert er mit seinen kreativen Ideen, seinem Humor und seiner ganzen Lebenseinstellung das Berlinerische der Gegenwart so wie kein Anderer. Demnach ein echter Berliner also. Letzte Zweifel, ob Kaminer einer ist, der sich in Berlin auskennt, verfliegen, wenn man die 33 heiteren Kurzkapitel liest, denn die zeugen von einer echten Ortskenntnis. In jeder Episode erzählt er eine kleine Geschichte rund um ein Thema oder einen Ort, den man als Nicht-Berliner durchaus einmal besuchen sollte - als Berliner sowieso. Eine kurze Auswahl: Welchen Unterschied gibt es zwischen Ost- und Westberliner Steuerberatern? Wo kriegt man zehn Kilo Bananen für 50 Cent und mit etwas Glück noch einen Opel Kadett obendrauf? Und was machen eigentlich die Tschuktschen, Berlins kleinste Minderheit? Wie so meist bei Kaminer sind die Pointen sehr schön gesetzt, wer nicht zumindest schmunzelt, hat sich entweder am Kaminerschen Stil sattgelesen oder ist gerade einfach nicht in der Stimmung. Doch es geht nicht nur um spaßige Anekdoten. Denn bei "Ich bin kein Berliner" kommt noch der reisepraktische Aspekt dazu. Am Ende jeden Kapitels und hinten im Buch finden sich sämtliche Adressen zu den Orten sowie einige Informationen zu ihnen. Wer die beherzigt, kann wahrlich kein fauler Tourist sein, denn allein die Tippsammlung erstreckt sich über 35 Seiten. Fazit: Ein schönes Beispiel, wie es gelingt, einen Reiseführer einmal anders, als Geschichtenband, zu gestalten und dennoch einen konkreten Nutzwert zu schaffen. Ob dieses Konzept auch für andere Städte gelingen kann? Nur, wenn sich adäquate Autoren finden lassen - das wird nicht so einfach sein. - Christian Haas
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 21 Bewertungen)
Einfach köstlich! 5 von 5 Punkten Ich habe mich bei diesem Hörbuch so köstlich amüsiert, dass ich es gleich mehrmals hintereinander gehört habe. Der subtile Humor der scheinbar naiven Beschreibung der Erlebnisse des sympathischen Russen in Berlin ist schon sehr speziell. Dass Kaminer selbst mit seinem unvergleichlichen Akzent liest, ist ein großes Plus und unterstützt die "Authentizität" der ironischen, aber niemals verletzenden Erfahrungsberichte des staunenden Berliner Neubürgers. Die Sprache ist unkompliziert und pointiert. Anders als viele andere Autoren des Genres stellt Kaminer sich nicht wertend über die Dinge, sondern bleibt als Person bescheiden im Hintergrund und bringt seine Erlebnisse wie ein Kind, das mit großen Augen die "ganz normalen" Geschehnisse in der Hauptstadt mit großem Interesse aufnimmt, in eine amüsante Erzählform. Der Titel mag für diejenigen, die Kaminer nicht kennen, ein wenig irreführend sein, da es sich hier nicht wirklich um einen Reiseführer handelt. Offenbar beinhaltet das Buch Tips für Berlin-Reisende, die beim Hörbuch leider fehlen. Die Informationen, die man über Berlin bekommt, sind hier ausschließlich in die Erzählungen eingebettet, die an Schulaufsätze zum Thema "mein Ferienerlebnis" erinnern. Dieses Hörbuch war mein Einstieg in die Welt von Vladimir Kaminer und hat mich zu einem großen Fan seines Humors gemacht.
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Ich und Kaminski Daniel Kehlmann Taschenbuch, 2. Oktober 2009 Verkaufsrang: 4878 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Daniel Kehlmann schrieb einmal: "Aus irgendeinem Grund hören viele Menschen einen Text lieber, als ihn selbst zu lesen, und sie hören ihn lieber dargeboten von einem stotternden und hustenden Vorlese-Dilettanten, der sein Verfasser ist, als von einem Profi". Und dann machte er sich daran, selbst als Vorleser seines Romans Ich und Kaminski auf drei CDs zu dilettieren und so seine eigene Aussage zu bestätigen. Gehustet und gestottert wird zwar nicht, aber Kehlmanns Vortrag ist doch dazu angetan, sich ein allgemeines Verbot von Autorenlesungen zu wünschen. Umso mehr, wenn man vergleicht, wie genial und berauschend, Kehlmanns Bestseller Die Vermessung der Welt vom Schauspieler Ulrich Matthes interpretiert wurde. Der Schuss geht leider gleich doppelt nach hinten los. Durch den eher unangenehmen und laienhaften Vortragsstil des Autors treten die literarischen Schwächen des Romans noch deutlicher hervor. Und eigentlich muss man sich wundern, dass Kehlmann sich mit seinem nächsten Roman, dem gefeierter Bestseller Die Vermessung der Welt, so steigern konnte. Auf dem Cover wird der Autor zitiert: "Mit Ich und Kaminski habe ich mir die Komik als Stilmittel erarbeitet". Wenn das stimmen sollte, dann merkt man es dem Roman leider nicht an. Am schlimmsten aber ist, dass der Autor seinen Text mit einem Tonfall liest, als wäre er schreiend komisch. Also Finger und Ohren weg. Wer ein Hörbuch von Daniel Kehlmann haben möchte, sollte unbedingt zu Die Vermessung der Welt greifen. -Christian Stahl Spieldauer: ca. 215 Minuten, 3 CDs, Autorenlesung
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 47 Bewertungen)
Die Vermessung des Künstlers 5 von 5 Punkten Ein zweitklassiger Kunsthistoriker möchte seine stagnierende Karriere durch eine Biographie des Malers Kaminski aufpolieren. Mit reichlich Egozentrik und Arroganz im Gepäck besucht er den Künstler im abgelegenen Gebirge und erlebt dort viele Überraschungen. Daniel Kehlmann hat eine einzigartige Gabe, die Weltanschauungen selbsternannter Helden auf subtile Weise zu bedeutungslosen Bläschen im Wasserglas zu degradieren. 5 Punkte von mir
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Die Vermessung der Welt Daniel Kehlmann Gebundene Ausgabe, 23. September 2005 Verkaufsrang: 3841 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Das Verfahren ist bekannt und bewährt: Man nehme einen Denker aus der deutschen Geistesgeschichte und schlage literarischen Profit aus dessen Verschrobenheit. Ganz vorzüglich ist das beispielsweise Gert Hofmann mit Georg Christoph Lichtenberg in Die kleine Stechardin gelungen. Bernhard Setzwein hat mit Nicht kalt genug einen vorzüglichen Nietzsche-Roman vorgelegt, und Klaas Huizing widmete sich in Das Ding an sich auf hoch vergnügliche Weise dem Königsberger Philosophen und Kant-Vertrauten Johann Georg Hamann. Nun versucht sich auch Daniel Kehlmann erfolgreich an diesem Genre und porträtiert in seinem Roman gleich zwei deutsche Geistesgrößen: Das Mathematikgenie Carl Friedrich Gauß und den Universalgelehrten und großen Naturforscher Alexander von Humboldt. Im Zentrum steht ein Treffen der beiden 1828 in Berlin, auf einem Naturforscherkongress, für den Gauß nur sehr widerwillig sein Göttingen verlässt. Die zwei Großdenker haben sich beide auf ihre eigene Weise der Vermessung der Welt gewidmet, kommen sich aber nur zaghaft näher. Der Roman kann sich auf knapp 300 Seiten Leben und Werk der beiden allerdings nur schlaglichtartig widmen, eher skizzenhaft und sehr kurzweilig erleben wir wichtige Stationen ihres Schaffens in einer geschickten Mischung aus Fakten und Fiktion: Humboldt auf seinen strapaziösen Exkursionen nach Südamerika, Gauß dagegen eher zerrissen zwischen der hehren Welt der Zahlen und dem schnöden Alltag, denn auch ein Genie hat Zahnschmerzen und muss sich mit Frau und Kindern herumplagen. Die Komik des Romans speist sich dabei nicht nur aus den ironisch beleuchteten Charakteren von Gauß und Humboldt, sondern auch aus der Spannung zwischen Größe und Lächerlichkeit. Humboldts große Forschungsreise nach Russland etwa gerät zur Farce, weil er schon zu berühmt ist: die ganze Expedition gerät zur Massenveranstaltung mit über 100 Teilnehmern, und statt zu Forschen verbringt Humboldt die meiste Zeit auf Empfängen. Am Ende kann man Daniel Kehlmann gleich doppelt gratulieren: Zu diesem ebenso unterhaltsamen wie niveauvollen Roman - und zur Nominierung von Die Vermessung der Welt zum in diesem Jahr erstmals verliehenen Deutschen Buchpreis. -Christian Stahl
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 391 Bewertungen)
Geschichtsklitterung als Lesevergnügen 4 von 5 Punkten Da hat sich ein junger Autor offenbar sehr genau mit den Biographien zweier Geistesgrößen des neunzehnten Jahrhunderts beschäftigt, einander entgegenstehende klassische wissenschaftstheoretische Positionen ausgeforscht und als paradigmatisch erkannt. Daniel Kehlmann scheut sich überhaupt nicht, zwei Berühmtheiten deutscher Wissenschaftsgeschichte, den Mathematiker und Astronomen Gauß und den Forschungsreisenden Alexander von Humboldt, auf Comicgröße schrumpfen zu lassen und vermittelt gerade dadurch deren Biographien nicht als nüchterne Forscherleben, sondern als das eifernde Ringen sehr eigensinnig Hochbegabter um ihr Bild von der Welt. Wie er das versteht, das dürfte als literarisch einmalig gelten können. Vorbilder darin, zwei reale Gestalten auf diese Weise literarisch zu transformieren, gibt es m. E. nicht. Die künstlerische Freiheit wird mit ganz besonderem literarischem Geschick genutzt. Im Kehlmannschen Sinne nämlich werden zwei Prinzipien lebendig, die mindestens philosophisch nach wie vor in produktiver Konkurrenz um die Beschreibung der Welt stehen. Während der Universalist Humboldt als Reisender empirisch-weitschweifig ein systematisches Bild des Kosmos einzufangen versucht, setzt Gauß auf die typisch mathematische Ansicht, dies wäre rationalistisch und rein aus apriorischer Anschauung heraus effizienter und bequemer möglich. Humboldt findet den Kosmos in den res extansa der ausgebreiteten Welt, Gauß in den res cogitans des Verstandes. Empirismus versus Rationalismus. Wo dem Mathematiker Papier, Bleistift, ein Mann und ein astronomisches Fernrohr für das Entdecken der Weltformel genügen, da bedarf es des langwierigen und entbehrungsreichen Ausforschens von Amazonasdschungel, Anden und russischer Steppe durch den Erfahrungswissenschaftler. In ähnlicher Weise werden Gauß und Humboldt darüber hinaus als politische und sinnliche Komplementärereignisse angelegt. In laufendem Perspektivwechsel verwebt Kehlmann die beiden Biographien zu einem Wissenschaftsdrama der besonderen Art. Die Dialoge sind sehr lebendig, erfolgen oft in indirekter Rede und vermitteln in suggerierter Innenansicht den sympathischen Widerstreit zweier völlig verschiedener Charaktere, die zu dialektischen Prinzipien werden. Gewitztheit, Überzeichnung und eine burleske Phantasie gestalten die Lektüre zu einem farbigen Kopfkino, wobei der feine Humor gerade nur durch seine Tiefsinnigkeit funktioniert. Eine Klitterung der Geistesgeschichte, und gerade dadurch ein Lesevergnügen ersten Ranges.
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Der Weltensammler: Roman Ilija Trojanow Taschenbuch, 1. August 2007 Verkaufsrang: 5403 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der uralte Rhythmus einer indischen Tabla-Trommel, ein Menschenmeer, der Geruch von Henna und faulem Fisch - tausend Eindrücke schwappen dem Neuankömmling entgegen. Als Kundschafter der englischen Krone soll Richard Francis Burton in der Kolonie Britisch-Indien dienen. Für den wissensdurstigen Burton ist dies eine verlockende Aufgabe. Doch aus Neugierde erwächst bald eine regelrechte Obsession, das Fremde zu enträtseln und darin aufzugehen. So spannend Ilija Trojanows Roman Der Weltensammler beginnt, so spannend geht es weiter: Einen Brahmanen fleht Burton an, sein Lehrer zu sein. Binnen kurzem ist er in der Lage, Tradition und Sprache wie Kleider an- und abzulegen. Als ein englischer General Burtons Wandlungsfähigkeit erkennt, schickt er ihn als Spion unter die Einheimischen. Burton jedoch geht eigene Wege: Von Indien aus reist er nach Arabien, wo er sich als Moslem ausgibt und die Hadsch, die Pilgerreise beginnt. Vom Strudel der Pilger lässt sich Burton treiben, sucht die heiligen Orte Medinas auf und erreicht völlig ausgezehrt Mekka. Wunderbares und Schreckliches gräbt sich tief in sein Gedächtnis ein. Aber auch dieser Fleck Erde kann den Rastlosen nicht halten, der längst ein neues Ziel vor Augen hat - die Suche nach der Quelle des Nils in Ostafrika. In drei Etappen und aus der Perspektive vieler Figuren erzählt, nähert sich Trojanow einem außergewöhnlichen Menschen. Dabei spielt er mit Fiktion und Realität, denn Der Weltensammler Burton lebte tatsächlich zwischen 1821 und 1890. Trojanow selbst hat eine Vita, die ihn von Bulgarien nach Deutschland, Kenia, Indien, Arabien bis nach Südafrika führte. In den Reisereportagen An den inneren Ufern Indiens und Zu den heiligen Quellen des Islam verarbeitete er als scharfer Beobachter eigene Erfahrungen. Kein Wunder also, dass Der Weltensammler ein so gelungener historischer Roman geworden ist. -Fenja Wambold
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 53 Bewertungen)
interessant einblicke in die kulturen 4 von 5 Punkten ein buch in drei spannenden abschnitten erzählt die "biografie" von richard burton aus verschiedenen erzählperspektiven. das macht die lektüre außerordentlich abwechslungsreich und kurzweilig. "biografie" in anführungszeichen - weil man nicht alles so historisch genau nehmen darf, aber gerade das macht das buch so hinreissend. und trotzdem regt es zum nachlesen der historischen wahrheit an, zum lesen über die erfoschung der nilquellen etc. an dieser stelle kann ich auch den film "land der schwarzen sonne" von 1990 sehr empfehlen, der sich auf brutal, spannende und zugleich tiefsinnige weise mit dem 3. kapitel von trojanows buch auseinandersetzt, mit den forschungsreisen in ostafrika, die burton und speke unternahmen um die quellen des nils zu finden. weiters gibt das buch interessante einblicke in verschiedene kulturen und zeichnet den charakter der hauptfigur burton sehr detailreich und feinsinnig. die negative kritik, welche in manchen rezessionen über die blumige, ausschweifende sprache gemacht wird, kann ich nicht teilen. ich finde der autor schreibt in einer wunderschönen bildreichen sprache aber er schwafelt nicht übertrieben. fazit: eine sehr empfehlenswerte lektüre!
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QQ Max Goldt Broschiert, 1. Oktober 2008 Verkaufsrang: 13556 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Max Goldt ist ein Meister der freischwebend-assoziativen, dabei aber überaus präzisen und sich aus (teils absurden) Alltagssituationen aufs Wundervollste speisenden Sprache. Das fängt schon bei den Überschriften an. So ließ es sich Goldt 2006 nicht nehmen, einen seiner Zweiseiter in der Satirezeitschrift Titanic nach der gesellschaftlich damals gerade viel diskutierten Hochschulqualitätshebungsaktion "Die Exzellenzinitiative" zu nennen - wohl deshalb, weil er dieses Kleinod deutscher Sprache nicht ungenutzt an sich vorüberziehen lassen wollte. Der Text freilich handelte gar nicht von eben jener, sondern unter anderem von den diversen Verwendungsmöglichkeiten der Pelikane in einer immer hitziger werdenden Welt und hätte auch einen ganz anderen Titel haben können: was er im Sammelband QQ - dort taucht er als "Die Prophezeiung" auf - auch hat. QQ ist auch einer von diesen freischwebend-assoziativen Titeln, zumindest auf den ersten Blick. Laut Auskunft seines Trägers steht er als Kürzel für "quiet quality", einem Schlagwort aus den USA "für alles, was nicht schreit und spritzt". Der zweite Blick offenbart also bereits, wie klug der Titel ist. Denn in den 21 Essays, die allesamt auf Erstveröffentlichungen in Titanic aus den Jahren 2005 und 2006 basieren, schreit und spritzt es an keiner Stelle, ganz im Gegenteil: es fließt alles in einer so wohlfeilen Stille dahin, dass man richtig erschrickt, wenn sie einmal ins Plätschern gerät: dann nämlich, wenn Goldt - wie in seiner grandiosen Reflexion "Über Fernsehmusik" - die fulminant komische Dichte des Anfangs (es geht um die Legende zweier lesbischer Heiliger, die sich im Mittelalter in ein und denselben Turm einmauern) nicht halten kann. Aber das ist, wie gesagt, nicht oft der Fall. An einer Stelle von QQ zeigt sich Goldt irritiert darüber, dass offenbar kein griechischer Name für die Angst existiere, "einen mit Denkerstolz und Manneskraft geschriebenen Aufsatz auf eine so schlaffe, ja sogar Heckenknöterich angähnende Weise zu beschließen, aber, mein Gott, angstlösende Tabletten muss man wegen einer solchen Angst wohl keine schlucken - da muss man einfach durch, das werden die Leute schon akzeptieren in ihrer herben, volkstümlichen Milde." Ja, die Leute würden sogar das, wenn sie denn müssten. Aber heckenknöterichgähnende Schlüsse kann Goldt, so scheint es, ohnehin gar nicht schreiben. - Thomas Köster, Literaturanzeiger.de
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 13 Bewertungen)
high quality entertainment 5 von 5 Punkten In "QQ" strapaziert Max Goldt mal wieder die Lachmuskeln der Freunde von Nebensaetzen und Sarkasmus aufs Aergste. Noch souveraener und wortwitziger als in "Ae", kommt der Leser bei diesen Kurzgeschichten, die sich so gut fuer die Zugfahrt oder das Warten beim Arzt eignen, auf seine (Humor-)Kosten.
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Mein Leben im Schrebergarten Wladimir Kaminer Taschenbuch, 7. September 2009 Verkaufsrang: 6517 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ob ihm die Kritik nun den "berufsjugendlichen Russenschelm" vorhält, ihn bezichtigt, seine "unprätentiöse Lakonie" liefe allmählich Gefahr, "zur Manier" zu werden, er habe gar seine Unschuld verloren -, Wladimir Kaminer kann dies alles ziemlich piepegal sein. Der Mann mit dem gespielt naiven Blick auf den Wahnsinn des Alltags ist längst zur festen Satiregröße herangewachsen. Und solange der Vielschreiber auf solch urdeutsche Tümeleien stößt wie eine Laubenpieperkolonie mit dem fast schon drohend programmatischen Namen "Glückliche Hütten?, solange sein irritiertes Auge auf pralle deutsche Hintern fällt, deren gebückte Besitzer die heimische Scholle liebevoll wenden -, solange wird auch Kaminers satirische Futterkrippe stets randvoll sein. Allzugerne hätte es der gärtnerisch unbeleckte Autor beim distanzierten Blick durch Buxus und Taxus belassen. Wäre da nicht Olga gewesen, die eigene Frau, die partout ihre Erinnerungen ans großmütterliche Gärtlein im tschetschenischen Grosny wieder aufleben lassen wollte. Dass die Übernahme von Parzelle 118 durch die Kaminers zu einem Stück Realsatire entgleitet, wundert bei diesem Autor nun wirklich niemanden mehr. Ebensowenig wie die Tatsache, dass beim Selbstversuch "Glückliche Hütten" nach nur zwei Monaten Kleingärtnerei gegen so ziemlich alle Paragraphen des Bundeskleingartengesetzes, der Baumschutzverordnung, des Kreislaufwirtschaftsgesetzes, sowie der Abfall und Biotoilettenverordnung verstoßen wurde. Kaminer-Freunde wissen längst, dass solch erwartbare Gags zum ehernen Humorgesetz des Exilrussen gehören. Ob man nun mit Parzellennachbar Günther Grass (natürlich nicht jenem, hihi!) das WM-Spektakel "Deutschland, ein Sommermärchen" parzellenübergreifend erleiden muss; ob man sich auf Sinnsuche mit dem amerikanischen Naturburschen und Einsamkeitsfreak Henry Thoreau begibt, dem natürlich ein weitaus grandioseres Rückzugsgebiet zur Verfügung stand; Kaminers Schrebergartenjahr trug ergiebige Früchte, die Fans werdens ihm erneut danken. Auch wenn Elke Heidenreich etwas kleinlaut anmerkt, dass es fast schon ein wenig peinlich geworden ist, Kaminer immer noch gut zu finden. Es gibt weitaus Peinlicheres, ihr Gartenzwerge! - Ravi Unger
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 12 Bewertungen)
Pflichtlektüre für passionierte (Klein-) Schrebergärtner 5 von 5 Punkten Kaminer hat in einer so netten & unterhaltsamen Art und Weise über das Leben in einem Klein- oder Schrebergarten geschrieben, so dass man dieses kleine Büchlein nicht nur für unterhaltsame Stunden - sondern auch manchem Vorstand eines Gartenvereins - empfehlen kann. Seine Einbindung der Erlebnisse in die großen weltgeschichtlichen Entwicklungen machen aber auch nachdenklich (z.B. Krieg in Afganistan durch die Sowjetunion damals und die westlichen Länder einschließlich unserer Bundesrepublik)! Wir schenken als Vorstand eines Waldgartenvereins an den Lübschützer Teichen dieses Büchlein unseren Vorstandsmitgliedern als dank für ihre Arbeit!
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Die Stadt der träumenden Bücher: Ein Roman aus Zamonien von Hildegunst von Mythenmetz. Aus dem Zamonischen übertragen und illustriert von Walter Moers Walter Moers Gebundene Ausgabe, 21. November 2009 Verkaufsrang: 10465 "Es ist die größte, schönste Liebeserklärung an das Lesen und die Literatur, die zu haben ist." Die Welt
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
allgemeine Zufriedenheit 5 von 5 Punkten Ein wunderbares Buch von einem wunderbaren Autor - alles schön fantasiereich und spannend ohne dabei allzu anspruchsvoll zu sein. Dazu kommen die gelungenen Illustrationen.
Ein traumhaftes Buch! 5 von 5 Punkten Ich habe selten ein Buch gelesen, das wie dieses die Fantasie anregt, gleichzeitig unwahrscheinlich spannend ist und auch noch traumhaft geschrieben. Die Figuren sind einfach faszinierend (und auch schauderlich schön)! Die Geschichte fesselt von der ersten bis zur letzten Seite. Und die Illustrationen sind einfach Spizte! Also: auf jeden Fall lesen! |
Der Fönig Walter Moers Audio CD, Oktober 2008 Verkaufsrang: 21749 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Stell Dir vor es ist Frieg und feiner geht hin. Weil nämlich der Klohmarft viel fomischer ist. Das jedenfalls findet der Fönig in Walter Moers gleichnamigen Bilderbuch, der aus purer Langeweile befohlen hat, dass in seinem Königreich alle Ks und Fs vertauscht werden müssen. Aber so einfach geht das nicht, wenn man von zwitschernden Fohlmeisen, Folibris und Faninchen träumt. Denn das bedeutet nach Aussage des föniglichen Traumdeuters Frieg gegen Kranfreich, und wenn man feine Klotte hat und feine Luftwakke, feine Fernwakken, Klugzeugträger oder Kernlenfrafeten, dann ist man ganz schön am Arsch. Facfe. Ja, richtig gelesen: "Facfe" und nicht etwa "Faffe". Denn auch wenn der König befohlen hat, alle Ks und Fs in mündlicher Rede zu vertauschen, spricht man von "Krühstücf" und nicht von "Krühstüff" im neuen Buch von Walter Moers. Es entstand offenbar, als sein ansonsten ja sehr verdienstvoller Verfasser bemerkte, dass sich durch einen einfachen Vertauschungseinfall aus "kiffen" "fikken" machen lässt. Um diese Idee herum hat Moers ein ganzes Buch geschrieben, in dem es glücklicherweise neben etwas platten Anzüglichkeiten rund um die Kellatio mit der Fönigin vor komischen Anspielungen an diverse Märchenmotive nur so wimmelt. Denn das Sprachspiel allein macht das Buch zwar mühsam zu lesen, nicht aber wirklich witzig. So aber ist Der Fönig doch noch ein fomisches "Moerschen" um Frieg und Kriegen geworden, bei dem Freunde des Kleinen Arschlochs eher als Fans von Käpt'n Blaubär auf ihre Kosten kommen werden. -Stefan Kellerer
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 36 Bewertungen)
Sehr lustig!!! 5 von 5 Punkten Ich bin absoluter Walter Moers Fan! Die Geschichten und die Welt die er schafft ist einfach toll! Und Dirk Bach als Sprecher der Hörbücher passt einfach! Es könnte nicht besser harmonieren als bei dieser Kombi!
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Ä: (Kolumnen) Max Goldt Taschenbuch, 1. März 2004 Verkaufsrang: 8999 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ä ist bereits der dritte Band mit Max Goldts sagenhaft orginellen Kolumnen aus dem Satiremagazin Titanic. Der 1958 geborene, in Berlin lebende Autor, ist allerspätestens durch Die Radiotrinkerin zur Kultfigur innerhalb der deutschsprachigen Literaturszene geworden, und liest man die Texte aus Ä, begreift man auch wieso. Goldt ist sprachlich ganz nah am Puls der Zeit, seine Texte entwickeln sich mehr als schräg. So beginnt "Finanztantenhappen in Freiheit heißen Hering" mit der Einkommens- und Umsatzsteuerpflicht, handelt jedoch bald vom Laienrichtertum und dem zu verhandelnden Fall einer 2CV-fahrenden, schwangeren und obendrein nervösen Lehrerin, die von einem Motorradfahrer "mit Ungentlemanlikem bekübelt wurde", nachdem er ihr "eine reingehaut hatte". Goldt verläßt daraufhin das Gericht und geht ins gegenüberliegende Lokal. Dort entdeckt er auf der Speisekarte eine "Gerichtsdiener-Terrine", einen "Ratsherrentopf" oder einen "Senatorenhappen", der sich als Hering in Tunke aus der Dose herausstellt, wo doch jeder weiß, daß diese "Fischdosen hergestellt werden, damit betrunkene Heimkommende was Weiches und Würziges zum Reinschaufeln haben". Woraus Goldt schließt, die Konservenhersteller würden die Bevölkerungsgruppe der Senatoren pauschal der Besoffenheit bezichtigen, wenngleich er einräumt, daß "sicher auch ein Senator mal seine Sorgen in ein Glaserl Wein schüttet, weil seine Existenz verschattet ist". "Doch auch Finanztanten (um zum Ausgangspunkt, der Einkommens- und Umsatzsteuerpflicht zurückzufinden) haben ihren Anteil an Sorge, Schatten & Wein. Der Fisch könnte ebenso Finanztantenhappen heißen". Ä ist ein unbeschreibliches Buch, besonders empfehlenswert zum Beispiel für "Björk"-Konzertbesucher oder so. -Mike Markart
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 33 Bewertungen)
Achtung, Achtung !!! 5 von 5 Punkten ... dieses Buch auf keinen Fall in öffentlichen Einrichtung, umringt von Mitmenschen lesen! Die könnten nämlich doch sehr irritiert sein, wenn man plötzlich in schallendes Gelächter ausbricht. Und das WIRD passieren! Auch in diesem Buch beweist Max Goldt wie grandios er mit dem deutschen Wortgut umgehen kann. Hier reihen sich Alltagssituationen, verpackt in feinsinnigen Ausführungen, aneinander, die auf jeder einzelnen Seite Schmunzler und Lacher zur Verfügung stellen. Bis zur Mitte des Buches sind die Beiträge schon recht komisch, aber nach der munter untertitelten Fotoreihe, wird es richtig lustig. Schon wenn man die skurillen Texttitel wie z.B. "Veränderungen des Neigungswinkels von Hutablagen sind keine Hausmädchenarbeit" oder "Zur Herzverpflanzung fährt man nicht mit dem Bus" liest, weiß man als Goldt-Fan, was einen erwartet und wird nicht enttäuscht. Ich finde es jedes mal beeindruckend, dass sich mein "Häh"-Gedanken beim lesen des Texttitels, am Ende des jeweiligen Beitrages klärt und in einen "Ah-So"-Gedanken verwandelt. Auch in diesem Buch sind feine Beiträge versammelt, in denen Max Goldt nach gewohnter Art vom Schnüpselchen ins Hüpfelchen springt um am Ende doch wieder beim Anfang anzukommen und alles aufzuklären. Hier kann man(n) bzw. Frau nur 5 Sterne vergeben! Großartig unterhaltsam!
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Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot Sibylle Berg Broschiert, Januar 2008 Verkaufsrang: 9278 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Voller Kühlschrank, leeres Herz Sibylle Bergs Episodenroman aus einer frostigen Zeit Sie leben im Herzen der Finsternis, im Siechenhaus der westlichen Hemisphäre: die deutschen Schriftsteller Jahrgang 60. Leer ist ihr Herz und überfüttert ihr Hirn; in Kiton-Jacketts und Papas Mercedes jagen sie, wie Christian Kracht (1966 geboren) in seinem deutschen Roadmovie durch das öde "Faserland" - von Hamburg bis Zürich eine Konsum- und Party-Meile. Auch in Venedig, Marokko und Hongkong "ist es nie besser, nur eben anders". Sie sind die "beschissene Generation", unsere sorg- und illusionslose Jugend am Ende dieses Millenniums. Das wäre ein guter Grund, traurig zu sein - für sie ist es Anlass, sich kaputt zu lachen. "Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot " heisst der erste Roman der 1962 geborenen Sibylle Berg, die sich laut Klappentext auch als "Lastwagenfahrerin, "Zeit"-Kolumnistin und Tierpräparatorin" hervorgetan hat; letzteres mag ihrem Hang zum Makabren Nahrung geliefert haben. - Ein paar Leute suchen das Glück und hängen rum; und rumhängen tun sie im Taunus ebenso wie in Venedig und in Berlin. Sie kennen keinen Hunger, sie sind magersüchtig, sie haben eine Fussbodenheizung und ein bibberndes Herz. Mit "Warhol und mit Mapplethorpe gross geworden", aufgewachsen ohne Geldsorgen, Religion oder Ideologien, bleibt ihnen nicht einmal mehr der Kampf gegen etwas; statt dessen gehen sie "Junkies angucken" (Kracht) oder stopfen die Hotel-Minibar mit Kopfkissen voll und den Einkaufskorb mit Gebissreinigern. "Sie haben uns alle Sorgen genommen, bis nur noch wir übriggeblieben sind", klagen diese Eingeborenen der Einkaufspassagen. "Es müsste etwas geben. Irgendwas, das uns von uns ablenkt." Was sollte das sein? Etwa das Glück? Und wie müsste es aussehen, das Glück in den späten neunziger Jahren? Etwa so? "Meine Wohnung ist teuer. Sie hat viele Zimmer, in denen nichts steht. Ich liege immer nur in einem kleinen Raum auf einer Matratze. Wenn mein Kühlschrank voll ist mit Essenssachen, sehe ich mir das immer wieder an. Manchmal mache ich auch ein Polaroid von dem vollen Kühlschrank. Gerne sehe ich fern und esse dabei Kartoffelbrei." Oder so? "Vera hat auf einmal keinen Job mehr und keine Familie, und eigentlich sind das gute Bedingungen, um alles anders zu machen. Sie geht ins Bad. Da steht eine eine Handwaschlotion. 400mal Händewaschen steht auf der Flasche. Vera schafft nur 345mal. Scheiss-Befehle denkt sie. Morgen wird sie sich einen neuen Job suchen. Und einfach dableiben." Sibylle Berg hat "ein paar Leuten" auf der Jagd nach dem Glück das Wort erteilt, Männern und Frauen, ziemlich durchgedreht und "beschissen jung", die sich vom Leben noch immer zuviel versprechen. Das wird ihnen gründlich ausgetrieben. Dumm ist das Herz und unbelehrbar die Sehnsucht nach einem "eigenen Menschen" - lieber Gott, betet Bettina, schenk mir einen eigenen Menschen. Aber Gott ist gemein und setzt einen sabbernden Tattergreis vor sie hin, der "hat definitiv einen Dachschaden" und gehört jetzt ihr. Oh sorry, sagt sie, nimm den weg. Und der liebe Gott nimmt ihn weg und sagt: "Jetzt kriegst du gar keinen mehr." So erzählt man heute die Fabel von Adam und Eva. Stur ist das Herz und trotzig die Sehnsucht, und der eigene Mensch und die blöde Sehnsucht sehen für Männer und Frauen immer ganz anders aus. Da passt nichts zusammen. Ob bei Nora und Tom oder Vera und Pit oder Ruth und Karl, immer liebt das dumme pochende Herz gerade eins, das es nicht zurückliebt. Und während sie sich verlieben, Nora oder Bettina, denken sie schon, "eigentlich habe ich da gar keine Lust drauf". Nein, Glückspilze sind sie nicht, diese spätgeborenen Idioten der Therapiegesellschaft, da hilft kein Guru und keine "Uterusatmung". Vor allem die Frauen. Die Frauen wollen immer reden und so, und dann auch noch über Gefühle. Wo es doch gar nichts zu sagen gibt in einem hässlichen kleinen Leben voller Muss-man- und Kann-man-nicht-Sätze. Tarantino muss man gesehen haben, Grass kann man nicht lesen und dazwischen Wörter wie tschüssikowsky und geilomat oder nullproblemo. Oder man sitzt in der Sitzung, die jetzt meeting heisst, und quatscht protziges Zweireiherdeutsch, irgend etwas von wordings, locations und motivationaler Schubkraft. Wie soll nicht die Sprache verhunzt sein, wenn die Welt nur aus Markenartikeln besteht und das Leben aus Surrogaten: im Schlafzimmer hängt die Phototapete mit einer "Bergsituation", und in Venedig fahren aufgemotzte Gondeln durch die Kulisse. Der grossmäulige Ton, mit dem Sibylle Berg ihre Helden ausstattet, wird souffliert von einem Lebensgefühl, das sich von aussen fürchterlich cool und von innen furchtbar frostig anfühlt. Schliesslich kann man nicht gar nichts sagen, obwohl diese Leute, deren Kopfgequassel die Autorin hier zu Papier bringt, vor allem eines zu suchen scheinen - das Glück der wortlosen Zweisamkeit. Sie suchen es immer da, wo es nicht ist - in der Wüste, in fremden Betten oder bei einem pulverschwenkenden Wahrsager. Und - Macht der Gewohnheit, Fluch der Biologie? - manchmal passiert es dann doch, dass man sich verliebt, obschon man gar keine Lust da drauf hat. Und manchmal, ganz selten, kommt es auch vor, dass sich beide verlieben. Dann "sind beide ein bisschen froh. Und traurig, weil Liebe oder die Sache hinter dem blöden Wort so schwer ist." Ja, schwer ist das Glück in sorglosen Zeiten, aber schwer ist es auch, ein leichtes trauriges Buch zu einem glücklichen Ende zu bringen. Sibylle Berg hat es sich damit zu einfach gemacht; sie bringt ihre Unglücksraben am Schluss kurzerhand um. Diesen Turbo-Aktionismus in Comicmanier haben sie nicht verdient, und das Buch hat es auch nicht. Mag der kaltschnäuzige Ton zuweilen auch reichlich forciert sein - es ist der trostlos-trotzige Sound der neunziger Jahre. Man nimmt ihn ernst, weil das Buch so unbeugsam, mehr noch: dickköpfig, mit dem Gewicht einer Welt spielt, die glückloser wird mit jedem Tag. Andrea Köhler
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 28 Bewertungen)
Grausam schockierend 5 von 5 Punkten Ich habe wirklich schon viele verstörende Bücher gelesen, aber noch keines wie dieses. All das Unglück, welches "ein paar Leuten" widerfährt, ist pointiert und genau beschrieben.. und so schnell vorbei, wie es anfing. Frau Bergs klare, unverblümte, ja fast gleichgültige Erzählweise, vor allem in diesem Buch, habe ich in sonst noch keinem anderen Autor wiedergefunden. Dieses Buch muss Mann und Frau gelesen haben!!!!
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