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Die Vermessung der Welt - Daniel KehlmannDie Vermessung der Welt
Daniel Kehlmann

Broschiert, 29. Februar 2008
     Verkaufsrang: 104      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Das Verfahren ist bekannt und bewährt: Man nehme einen Denker aus der deutschen Geistesgeschichte und schlage literarischen Profit aus dessen Verschrobenheit. Ganz vorzüglich ist das beispielsweise Gert Hofmann mit Georg Christoph Lichtenberg in Die kleine Stechardin gelungen. Bernhard Setzwein hat mit Nicht kalt genug einen vorzüglichen Nietzsche-Roman vorgelegt, und Klaas Huizing widmete sich in Das Ding an sich auf hoch vergnügliche Weise dem Königsberger Philosophen und Kant-Vertrauten Johann Georg Hamann. Nun versucht sich auch Daniel Kehlmann erfolgreich an diesem Genre und porträtiert in seinem Roman gleich zwei deutsche Geistesgrößen: Das Mathematikgenie Carl Friedrich Gauß und den Universalgelehrten und großen Naturforscher Alexander von Humboldt. Im Zentrum steht ein Treffen der beiden 1828 in Berlin, auf einem Naturforscherkongress, für den Gauß nur sehr widerwillig sein Göttingen verlässt. Die zwei Großdenker haben sich beide auf ihre eigene Weise der Vermessung der Welt gewidmet, kommen sich aber nur zaghaft näher.
Der Roman kann sich auf knapp 300 Seiten Leben und Werk der beiden allerdings nur schlaglichtartig widmen, eher skizzenhaft und sehr kurzweilig erleben wir wichtige Stationen ihres Schaffens in einer geschickten Mischung aus Fakten und Fiktion: Humboldt auf seinen strapaziösen Exkursionen nach Südamerika, Gauß dagegen eher zerrissen zwischen der hehren Welt der Zahlen und dem schnöden Alltag, denn auch ein Genie hat Zahnschmerzen und muss sich mit Frau und Kindern herumplagen. Die Komik des Romans speist sich dabei nicht nur aus den ironisch beleuchteten Charakteren von Gauß und Humboldt, sondern auch aus der Spannung zwischen Größe und Lächerlichkeit. Humboldts große Forschungsreise nach Russland etwa gerät zur Farce, weil er schon zu berühmt ist: die ganze Expedition gerät zur Massenveranstaltung mit über 100 Teilnehmern, und statt zu Forschen verbringt Humboldt die meiste Zeit auf Empfängen.
Am Ende kann man Daniel Kehlmann gleich doppelt gratulieren: Zu diesem ebenso unterhaltsamen wie niveauvollen Roman - und zur Nominierung von Die Vermessung der Welt zum in diesem Jahr erstmals verliehenen Deutschen Buchpreis. -Christian Stahl


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 345 Bewertungen)

Gefällt mir gut !      5 von 5 Punkten
In fremde Welten, andere Zeiten abzutauchen mache ich gerne und in diesem Hörbuch gelingt mir das wunderbar ! wenn jemand das ganze kompl. zerlegen muss auch gut mir hats nur einfach extr. gut gefallen diese Beiden zu begleiten !


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Die Stadt der träumenden Bücher. Ein Roman aus Zamonien von Hildegunst von Mythenmetz: Aus dem Zamonischen übertragen und illustriert von Walter Moers - Walter MoersDie Stadt der träumenden Bücher. Ein Roman aus Zamonien von Hildegunst von Mythenmetz: Aus dem Zamonischen übertragen und illustriert von Walter Moers
Walter Moers

Taschenbuch, Oktober 2007
     Verkaufsrang: 694      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Falls Sie sich schon einmal gefragt haben, womit sich Walter Moers, Schöpfer von ?Das kleine Arschloch? und ?Käpt?n Blaubär? in seiner knapp bemessenen Freizeit beschäftigt: Er übersetzt zamonische Literatur ins Deutsche. Soeben erschienen ist Die Stadt der Träumenden Bücher, ein autobiographisches Werk des legendären Hildegunst von Mythenmetz, dessen ?Mythenmetzsche Abschweifung? bereits in Ensel und Krete viele Leser an den Rand des Wahnsinns getrieben hat - und darüber hinaus.
Hildegunst ist als junge Großechse auf der uneinnehmbaren Lindwurmfeste aufgewachsen, einem Ort, an dem jeder davon träumt, einmal ein ganz großer Schriftsteller zu werden und zu diesem Zweck von den Eltern mit einem ?Dichtpaten? ausgestattet wird. Hildegunsts Abenteuer nimmt seinen Anfang, als sein Dichtpate Danzelot von Silbendrechsler das Zeitliche segnet und ihm ein Manuskript hinterlässt, das es in sich hat: Nur zehn Seiten umfasst es, aber es ruft beim Leser eine Vielzahl stärkster Empfindungen hervor wie kein anderer Text der zamonischen Literaturgeschichte.
Leider kennt Hildegunst den Namen des Autors nicht, denn Danzelot hatte die Erzählung von einem angehenden Schriftsteller erhalten und diesem empfohlen, sein Glück in der Bücherstadt Buchhaim zu versuchen. Und so macht sich Hildegunst auf den Weg in die Stadt der Träumenden Bücher, wo an jeder Straßenecke finstere Antiquariate auf Kunden lauern, magisch begabte Buchimisten ihr Unwesen treiben und auch sonst zahllose Gefahren die dem ahnungslosen Bücherliebhaber drohen ...
Um es gleich zu sagen: Moers? Übersetzung aus dem Zamonischen ist vorzüglich gelungen. Mit großer Sprachgewalt beschwört er die exotische Bücherstadt mit all ihren merkwürdigen Lebensformen herauf. Ob gepanzerte Bücherjäger, Nebelheimer Trompaunenkonzerte oder Katakomben voller Erstausgaben und ?Gefährlicher Bücher? - das vorliegende Werk ist eine Großtat der Völkerverständigung. Nicht nur die gekonnt ins Deutsche gerettete Makrostruktur des Buches und die zahllosen Illustrationen legen Zeugnis ab von Moers? Kunst, auch im Detail hat er Herausragendes geleistet. Überaus staunenswert sind vor allem die herrlichen Alliterationen in Sätzen wie ?Eine Weile lauschte ich den beängstigenden Lauten der Labyrinthe ...? - man kommt aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. Die Stadt der Träumenden Bücher ist ein Roman, der auch in Buchhaim für größtes Aufsehen sorgen würde, und das will etwas heißen! -Hannes Riffel


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 269 Bewertungen)

Fanatastisches Buch      5 von 5 Punkten
Dieses Buch ist uneingeschränkt lesenswert! Meine Lesegeschwindigkeit wurde zu Ende immer langsamer, weil ich nicht wollte dass dieses großartige Buch zu Ende ist.


 Weitere Lesermeinungen


Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär: Die halben Lebenserinnerungen eines Seebären; mit zahlreichen Illustrationen. Unter Benutzung des 'Lexikons der ... Umgebung' von Prof. Dr. Abdul Nachtigaller - Walter MoersDie 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär: Die halben Lebenserinnerungen eines Seebären; mit zahlreichen Illustrationen. Unter Benutzung des 'Lexikons der ... Umgebung' von Prof. Dr. Abdul Nachtigaller
Walter Moers

Taschenbuch, Januar 2003
     Verkaufsrang: 1016      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Seemannsgarn vom Feinsten: ein Feuerwerk bäriger Ideen
Daß Walter Moers mehr als das Kleine Arschloch zeichnen kann, hat er längst bewiesen. Sogar in den Sprechblasen ist er hervorragend ohne Worte ausgekommen, als der Pinguin zweimal klopfte. Und nun sein erster Roman: Eine genial dicke Schwarte von 720 Seiten, in der ein Geistesblitz den nächsten jagt. Grün und gelb möchte man vor Neid werden: Wo hat der Mann bloß die vielen Ideen her? In seinen dreizehneinhalb Leben begegnet der Blaubär gehässigen Stollentrollen, unangenehmen Nattifftoffen, quasselnden Tratschwellen, durch die Wüste ziehenden Gimpeln, dem Wahnsinn, Fredda, der Berghutze ?- eine Figur skurriler als die andere. Ab und an illustriert der Zeichner Moers die Gestalten des Erzählers Moers, ein Glücksfall natürlich, aber im Vordergrund steht der Text, unerschütterlich. Und hier entfaltet sich in vollen Zügen, was der eine oder andere bereits geahnt haben mag: Moers ist ein begnadeter, ironischer Erzähler.
Mit wieviel Sprachwitz er arbeitet, wie er an Ausdrücken feilt, Begegnungen verschachtelt komponiert, Satzrhythmen herstellt und wieder auflöst, das nötigt Respekt ab. Und man freut sich über die irrwitzigen Inhalte der Abenteuer. Ob er mit dem Rettungssaurier Mac als Navigator fliegt, eine Fata Morgana am Wüstenboden verklebt, durch Dimensionslöcher stürzt oder sich ein Duell mit dem Lügengladiator liefert: die Spannung bleibt ungebrochen (außer beim sechsten Kapitel), die unzähligen Geschichten sind unglaublich. Münchhausen entpuppt sich als blutiger Lehrling im Vergleich zu Moers.
Auch wenn sich beim Lesen gelegentlich Assoziationen zu Texten von Michael Ende oder Janosch einstellen mögen: Der Roman ist kein Kinderbuch, sondern nachdenklich machende (haben Sie schon mal über eine Tornado-Haltestelle nachgedacht?) Literatur, die bestens unterhält. Das vielgesuchte Leichte, das so schwer zu machen ist: hier ist es. -Sophie Thoma


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 233 Bewertungen)

Hochzufrieden!      5 von 5 Punkten
Sowohl mit dem Artikel als auch mit dem schnellen und zuverlässigen Lieferservice bin ich hochzufrieden!


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Ensel und Krete: Ein Märchen aus Zamonien von Hildegunst von Mythenmetz. Mit Erläuterungen aus dem Lexikon der erklärungsbedürftigen Wunder, ... Umgebung von Professor Dr. Abdul Nachtigaller - Ensel und Krete: Ein Märchen aus Zamonien von Hildegunst von Mythenmetz. Mit Erläuterungen aus dem Lexikon der erklärungsbedürftigen Wunder, ... Umgebung von Professor Dr. Abdul Nachtigaller

Taschenbuch, 3. September 2008
     Verkaufsrang: 1375      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Urlaub mit den Eltern kann so langweilig sein. Die beiden Fhernhachen-Kinder Ensel und Krete erleben das am eigenen Leibe, als sie mit ihren Eltern den zamonischen Großen Wald bereisen. Dabei hatten sie gehofft, dort endlich einmal etwas zu erleben! Und so ziehen sie auf eigene Faust los, um das Abenteuer zu suchen, verlaufen sich jedoch nach kurzer Zeit. Damit nimmt ein rasantes Märchenabenteuer seinen Lauf, bei dem selbst den Gebrüdern Grimm bald die Puste ausgegangen wäre. Die beiden Zwergenkinder treffen auf zahlreiche gefährliche oder einfach nur sonderbare Geschöpef: einen Laubwolf, Erdgnömchen, Geheimbären, Fledertratten, Schuhus, Einhörnchen, einen sprechenden Meteor und allerlei andere Seltsamkeiten. Natürlich finden auch ein Hexenhaus, und der fantasievolle Showdown hat mehr mit dem Blair Witch Project als mit unseren alten Hausmärchen gemeinsam.
Erzählt wird die Geschichte übrigens vom berüchtigsten Dichter Zamoniens, Hildegunst von Mythenmetz, einem tausend Jahre alten, aufrecht gehenden Zwergsaurier, der die Handlung - meist an ihren spannendsten Stellen - unterbricht, um weiterführende Erläuterungen zu geben, die sogar noch interessanter und witziger sind als die Handlung selbst. Diesem Stilmittel lieh der Dichter sogar seinen Namen: die "Mythenmetzsche Abschweifung". Und so erfährt man ganz nebenbei haarsträubende Details über zamonische Zahlensysteme, die sieben Grundtugenden des Dichters oder auch Insiderinformationen über den zamonischen Literaturbetrieb. Abgerundet wird das Buch durch die halbe Biografie des Hildegunst von Mythenmetz unter dem Titel "Von der Lindwurmfeste zum Bloxberg".
Auf die Frage, wieso dieses Buch keine direkte Fortsetzung von Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär sei, antwortete Walter Moers: "Das hat verschiedene Gründe. Erstens glaube ich, dass ein Buch mit über 700 Seiten für eine Figur genügen sollte. Zweitens war für mich schon beim ersten Buch der eigentliche Held nicht der Blaubär, sondern der Kontinent Zamonien. Dessen Geschichte - und die seiner Bewohner - möchte ich weitererzählen, in alle möglichen Richtungen." Und so besteht die Hoffnung, dass es auch weitere Zamonien-Bücher geben wird, selbst wenn Walter Moers die zweiten 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär im Dunklen lässt. -Hardy Kettlitz


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 83 Bewertungen)

Absolut Genial, selbst für Nicht-Märchen-Fans      5 von 5 Punkten
Walter Moers hat mit diesem Buch etwas ganz Fantastisches geschaffen!
Der Grundriss entspricht dem des Märchens Hänsel und Gretel, ist aber eben auf "Mörsische" Art und Weise erzählt. Das heißt kurz: es ist lustig, spannend, liebevoll, fantastisch und ein super Buch für Walter Moers Einsteiger!


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Mahlers Zeit - Daniel KehlmannMahlers Zeit
Daniel Kehlmann

Taschenbuch, 29. Januar 2010
     Verkaufsrang: 2625      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Der Physiker David Mahler beschäftigt sich mit der Frage, ob die Richtung der Zeit wirklich ein unumstößliches Naturgesetz ist. Gibt es etwas, was ihren Lauf umkehren könnte? Eines Nachts findet er in seinem Traum die Lösung... Wird endlich ein Menschheitstraum wahr? Ist es möglich, in die Zukunft zu schauen? Und können die Menschen diesen Blick aushalten? Mahler will seiner Entdeckung Gehör verschaffen, aber ohne Autorität im Wissenschaftsbetrieb...

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 27 Bewertungen)

Das bleibt hängen ...      5 von 5 Punkten
Ich habe jetzt - wie auch die meisten anderen - neben "Die Vermessung der Welt" und "Ich und Kaminski" endlich auch "Mahlers Zeit" gelesen und war von diesem Buch einfach nur begeistert.
Der Physiker Mahler hat durch eine geniale Entdeckung endlich das "Rätsel der Zeit" (überspitzt formuliert) gelöst. Leider glaubt ihm das niemand. Der Leser wird nun während des Lesens hin und her gerissen zwischen den beiden Polen, ob er nun Mahler glauben soll oder doch lieber der andere Seite, die seine Idee für absurd halten. Je wahnsinniger oder besser besessener Mahler im Buch wird, desto mehr verschwimmt auch für den Leser die Grenze zwischen Fiktion und Wirklichkeit im Roman. Das macht das Lesen aber nicht anstrengend, ganz im Gegenteil hat man so das Gefühl, mit dem Physiker mitzudenken und die Welt komplett durch seine Augen zu sehen. Genial!
Ich kenne mich persönlich mit Physik und den Hauptsätzen der Zeit Null aus, was mich aber nicht gestört hat und mir vielleicht bei diesem Buch auch nicht zum Nachteil gereicht hat. Aber immerhin wurde soviel Interesse geweckt, mich darüber nach dem Lesen zu informieren. Ob es das spätere Recherchieren war, oder einfach das Darüber-Wissen-Wollen ob das was Mahler gesagt hat prinzipiell möglich wäre - das Buch ist echt haften geblieben und hat bleibende Eindrücke hinterlassen. Das geschieht so selten, dass ich am liebsten sechs Sterne vergeben würde - aber da das leider nicht geht müssen fünf reichen.


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Becks letzter Sommer - Benedict WellsBecks letzter Sommer
Benedict Wells

Gebundene Ausgabe, September 2008
     Verkaufsrang: 6678      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Ein liebeskranker Lehrer, ein ausgeflippter Deutschafrikaner und ein musikalisches Wunderkind aus Litauen auf dem Trip ihres Lebens, von München durch Osteuropa nach Istanbul. Unter den Fittichen eines alternden Folkstars und seiner unsterblichen Songs. Becks letzter Sommer ist Künstlerroman, Roadmovie und Odyssee durch die Anfechtungen von Genialität und Mittelmaß.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 18 Bewertungen)

Eines meiner Lieblingsbücher diesen Jahres      5 von 5 Punkten
ich blätterte durchs Börsenblatt (Buchhändler-Fachzeitschrift) und mir fiel ein netter junger Mann auf und weil mein Dad an dem Tag ganz spontan meine Wunschliste (Weihnachten) haben wollte, hab ich mir es umgehend bestellt. Natuerlich fand ich die Story fein!!!. An Weihnachten war es dann soweit.. ich bin angefangen zu lesen und konnte es nicht wieder weglegen. :)
Ein wirklich gelungedes Debüt!! eines jungen Autor! Hut ab!
Inhaltsverzeichnis wird durch Tracklist ersetzt. Kapitel durch Songs.
Wunderbare Sprache. Es erinnerte mich einwenig an John Irving ;)
Man fühlt mit dem Protagonisten mit. Man ist einfach mittendrin. Fein!
Weiter so.. Ich hoffe da kommt bald was neues ;)


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Rumo und Die Wunder im Dunkeln. Ein Roman in zwei Büchern - Walter MoersRumo und Die Wunder im Dunkeln. Ein Roman in zwei Büchern
Walter Moers

Taschenbuch, 22. Juli 2004
     Verkaufsrang: 2756      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Im fünften Kapitel seiner 13 1/2 Leben nahm Käpt'n Blaubär als Navigator des vagabundierenden Rettungssauriers Mac an einer folgenschweren Aktion teil: Er befreite Dutzende kleiner, herzzerreißend jaulender Wolpertingerwelpen aus einem Haus, das nur Sekundenbruchteile später von einem Bolloghintern zerquetscht werden sollte. Sieben Leben später begegnete er einem dieser Welpen wieder, der inzwischen zu einem ausgewachsenen Raubtier im Dienste des Lügentycoons Volzotan Smeik herangewachsen war. Aus Dankbarkeit befreite der Wolpertinger Blaubär aus den Klauen seines Chefs. Sein Name war Rumo.
Zu Beginn des neuen Zamonien-Romans ist Rumo noch ein kleiner, schutzbedürftiger Welpe, der von Fhernhachenzwergen auf einem Bauernhof aufgezogen und verhätschelt wird. Diese Idylle hat jedoch bald ein Ende: Eine Horde bösartiger Teufelszyklopen überfällt das Anwesen und verschleppt alles, was sich bewegt. Und so verbringt Rumo seine intensivste Wachstumsphase in der Speisekammer auf den Teufelsfelsen, einer schwimmenden Insel. Dort halten die Zyklopen ihre lebendige Nahrung, und mit Gier und Begeisterung sehen sie zu, wie Rumo immer größer und appetitlicher wird.
Glücklicherweise findet der verängstigte Wolpertinger unter den Gefangenen bald einen Freund: Die Haifischmade Volzotan Smeik - genau, der spätere Lügentycoon - nimmt den Welpen unter seine Fittiche. Er erzählt ihm Geschichten und bringt ihm viel Wissenswertes über das Leben in Zamonien bei, bis Rumo zu seiner endgültigen Größe herangewachsen ist und die beiden Fluchtpläne schmieden können. Bald erleben die Teufelszyklopen ihr blaues Wunder!
So weit nur das erste der zahlreichen neuen Abenteuer aus der fantastischen Welt Zamoniens. Neben einer ganzen Reihe von Figuren aus den 13 1/2 Leben und Ensel und Krete hat Walter Moers viele neue ungewöhnliche Gestalten ersonnen. Auch Rumo ist eine eigenwillige und eigenständige Hauptfigur, die Moers zu gänzlich neuen Betrachtungen Anlass bietet. Ein Geschenk des Himmels für Zamonien-Fans also, ein dicker Schmöker voll schräger Ideen und abgefahrener Zeichnungen. Ergo: Computer abschalten und den Telefonstecker ziehen - und den Nachbarn Bescheid sagen, dass lautes, lang anhaltendes Gelächter kein Anzeichen aufkeimenden Wahnsinns ist. Der neuen Moers ist eben erschienen. -Hannes Riffel


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 173 Bewertungen)

düster,schaurig auf wundervolle art      5 von 5 Punkten
nachdem ich zuvor die 13 1/2 leben des käptain blaubär, ensel und krete und die stadt der träumenden bücher gelesen hatte, hab ich mich natürlich riesig auf den neuen roman gefreut. zugegeben, die geschichte ist um einiges düsterer als ihre vorgänger und teilweise ziemlich brutal. dennoch finde ich sie vollkommen gelungen. jede welt hat ihre finsteren seiten und leichen im keller. warum sollte es bei zamonien anders sein? außerdem finde ich, dass rumo genauso ist, wie er für den verlauf der geschichte sein muss. ein wortgewandter prahlhals, der bewusst zum helden wird, hätte einfach nicht dieselbe sympathie geweckt. so hab ich während des ganzen buches gehofft, dass es doch noch gut ausgeht und er am ende glücklich wird.


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Am kürzeren Ende der Sonnenallee - Thomas BrussigAm kürzeren Ende der Sonnenallee
Thomas Brussig

Taschenbuch, 16. Mai 2001
     Verkaufsrang: 1731      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Micha liebt Miriam. Nur ist er da leider nicht der Einzige. Denn Miriam ist "das Ereignis" schlechthin, was sich vor allem daran zeigt, daß auf der Straße "ein ganz anderer Rhythmus" einsetzt, wenn sie das Haus verläßt: Ehrfürchtig stoppen die Autofahrer, Bauarbeitern fallen die Preßlufthammer aus der Hand, und die Grenzsoldaten auf dem Wachtturm im Todesstreifen reißen ihre Ferngläser herum. Thomas Brussigs von Erinnerungen an die früheste Jugend inspiriertes Werk spielt nämlich Am kürzeren Ende der Sonnenallee; und damit sind jene sechzig Meter der kilometerlangen Straße gemeint, die zu Mauer-Zeiten in der DDR-Hauptstadt lagen. Michas Eroberung der "Schulschönsten" vollzieht sich daher unter der demütigenden Beobachtung durch westdeutsche Abiturklassen, die von ihrem Aussichtsturm am längeren Straßenende aus auf den Osten herunterspotten.
Dort ziehen neben Miriam, Micha und dessen Clique eine subversive Existentialistin, dubiose Schallplattenhändler, ein angstbesetzter Westonkel und lästige Staatsdiener ihre Kreise; dort wird man zu linientreuen Diskussionsbeiträgen verdonnert, hört verbotene Songs und bewerkstelligt mit Asthma-Medikamenten astreine Drogen-Exzesse. Mit anderen - nämlich Michas - Worten: "Es war von vorn bis hinten zum Kotzen, aber wir haben uns prächtig amüsiert".
Und prächtiges Amüsement stellte sich auch auf seiten der Rezensentin ein: Wie schon in seinem Erfolgsroman Helden wie wir erweist sich Thomas Brussig als begnadeter Komiker; treibt er Personal und Ereignisse in eine schrille Groteske. Bei alledem aber klingt der Ton in den Geschichten vom kürzeren Ende der Sonnenallee leiser: Brussigs Ost-Topographie kommt - zehn Jahre nach dem Mauerfall - trotz aller Schrägheit, nicht unzärtlich daher.
Übrigens will der Autor sein Werk keinesfalls als "Buch zum Film" verstanden wissen. Zwar basiert es auf dem preisgekrönten Sonnenallee-Drehbuch, das er gemeinsam mit dem Regisseur Leander Haußmann verfaßte. Aber die cineastische Mauerkomödie erlebte an Brussigs Schreibtisch noch einmal die eine oder andere Akzentverschiebung und wurde um etliche Episoden reicher. -Christine Wahl


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 79 Bewertungen)

Lustig!      5 von 5 Punkten
Vor allen denjenigen zu empfehlen, die ein Buch lesen wollen, welches wahnsinnig viel Geschichte und Humor in einem beinhaltet.
D.h. Man ist nach dem Buch auf geschichtlicher Ebene "weiter" und um einige Lachfalten reicher!


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Ich und Kaminski - Daniel KehlmannIch und Kaminski
Daniel Kehlmann

Taschenbuch, 6. März 2009
     Verkaufsrang: 1931      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Daniel Kehlmann schrieb einmal: ?Aus irgendeinem Grund hören viele Menschen einen Text lieber, als ihn selbst zu lesen, und sie hören ihn lieber dargeboten von einem stotternden und hustenden Vorlese-Dilettanten, der sein Verfasser ist, als von einem Profi?. Und dann machte er sich daran, selbst als Vorleser seines Romans Ich und Kaminski auf drei CDs zu dilettieren und so seine eigene Aussage zu bestätigen. Gehustet und gestottert wird zwar nicht, aber Kehlmanns Vortrag ist doch dazu angetan, sich ein allgemeines Verbot von Autorenlesungen zu wünschen. Umso mehr, wenn man vergleicht, wie genial und berauschend, Kehlmanns Bestseller Die Vermessung der Welt vom Schauspieler Ulrich Matthes interpretiert wurde.
Der Schuss geht leider gleich doppelt nach hinten los. Durch den eher unangenehmen und laienhaften Vortragsstil des Autors treten die literarischen Schwächen des Romans noch deutlicher hervor. Und eigentlich muss man sich wundern, dass Kehlmann sich mit seinem nächsten Roman, dem gefeierter Bestseller Die Vermessung der Welt, so steigern konnte. Auf dem Cover wird der Autor zitiert: ?Mit Ich und Kaminski habe ich mir die Komik als Stilmittel erarbeitet?. Wenn das stimmen sollte, dann merkt man es dem Roman leider nicht an. Am schlimmsten aber ist, dass der Autor seinen Text mit einem Tonfall liest, als wäre er schreiend komisch. Also Finger und Ohren weg. Wer ein Hörbuch von Daniel Kehlmann haben möchte, sollte unbedingt zu Die Vermessung der Welt greifen. -Christian Stahl
Spieldauer: ca. 215 Minuten, 3 CDs, Autorenlesung


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 42 Bewertungen)

Geschichte eines Selbstgefälligen      5 von 5 Punkten
Die Geschichte eines sich selbst überschätzenden, skrupellosen Aufschneiders. Geistreich und humorvoll, einfach köstlich. Unbedingt lesen.


 Weitere Lesermeinungen


Die Vermessung der Welt - Daniel KehlmannDie Vermessung der Welt
Daniel Kehlmann

Gebundene Ausgabe, 23. September 2005
     Verkaufsrang: 1361      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Das Verfahren ist bekannt und bewährt: Man nehme einen Denker aus der deutschen Geistesgeschichte und schlage literarischen Profit aus dessen Verschrobenheit. Ganz vorzüglich ist das beispielsweise Gert Hofmann mit Georg Christoph Lichtenberg in Die kleine Stechardin gelungen. Bernhard Setzwein hat mit Nicht kalt genug einen vorzüglichen Nietzsche-Roman vorgelegt, und Klaas Huizing widmete sich in Das Ding an sich auf hoch vergnügliche Weise dem Königsberger Philosophen und Kant-Vertrauten Johann Georg Hamann. Nun versucht sich auch Daniel Kehlmann erfolgreich an diesem Genre und porträtiert in seinem Roman gleich zwei deutsche Geistesgrößen: Das Mathematikgenie Carl Friedrich Gauß und den Universalgelehrten und großen Naturforscher Alexander von Humboldt. Im Zentrum steht ein Treffen der beiden 1828 in Berlin, auf einem Naturforscherkongress, für den Gauß nur sehr widerwillig sein Göttingen verlässt. Die zwei Großdenker haben sich beide auf ihre eigene Weise der Vermessung der Welt gewidmet, kommen sich aber nur zaghaft näher.
Der Roman kann sich auf knapp 300 Seiten Leben und Werk der beiden allerdings nur schlaglichtartig widmen, eher skizzenhaft und sehr kurzweilig erleben wir wichtige Stationen ihres Schaffens in einer geschickten Mischung aus Fakten und Fiktion: Humboldt auf seinen strapaziösen Exkursionen nach Südamerika, Gauß dagegen eher zerrissen zwischen der hehren Welt der Zahlen und dem schnöden Alltag, denn auch ein Genie hat Zahnschmerzen und muss sich mit Frau und Kindern herumplagen. Die Komik des Romans speist sich dabei nicht nur aus den ironisch beleuchteten Charakteren von Gauß und Humboldt, sondern auch aus der Spannung zwischen Größe und Lächerlichkeit. Humboldts große Forschungsreise nach Russland etwa gerät zur Farce, weil er schon zu berühmt ist: die ganze Expedition gerät zur Massenveranstaltung mit über 100 Teilnehmern, und statt zu Forschen verbringt Humboldt die meiste Zeit auf Empfängen.
Am Ende kann man Daniel Kehlmann gleich doppelt gratulieren: Zu diesem ebenso unterhaltsamen wie niveauvollen Roman - und zur Nominierung von Die Vermessung der Welt zum in diesem Jahr erstmals verliehenen Deutschen Buchpreis. -Christian Stahl


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 345 Bewertungen)

Gefällt mir gut !      5 von 5 Punkten
In fremde Welten, andere Zeiten abzutauchen mache ich gerne und in diesem Hörbuch gelingt mir das wunderbar ! wenn jemand das ganze kompl. zerlegen muss auch gut mir hats nur einfach extr. gut gefallen diese Beiden zu begleiten !


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Der Weltensammler - Ilija TrojanowDer Weltensammler
Ilija Trojanow

Broschiert, August 2007
     Verkaufsrang: 4863      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Der uralte Rhythmus einer indischen Tabla-Trommel, ein Menschenmeer, der Geruch von Henna und faulem Fisch - tausend Eindrücke schwappen dem Neuankömmling entgegen. Als Kundschafter der englischen Krone soll Richard Francis Burton in der Kolonie Britisch-Indien dienen. Für den wissensdurstigen Burton ist dies eine verlockende Aufgabe. Doch aus Neugierde erwächst bald eine regelrechte Obsession, das Fremde zu enträtseln und darin aufzugehen.
So spannend Ilija Trojanows Roman Der Weltensammler beginnt, so spannend geht es weiter: Einen Brahmanen fleht Burton an, sein Lehrer zu sein. Binnen kurzem ist er in der Lage, Tradition und Sprache wie Kleider an- und abzulegen. Als ein englischer General Burtons Wandlungsfähigkeit erkennt, schickt er ihn als Spion unter die Einheimischen. Burton jedoch geht eigene Wege: Von Indien aus reist er nach Arabien, wo er sich als Moslem ausgibt und die Hadsch, die Pilgerreise beginnt. Vom Strudel der Pilger lässt sich Burton treiben, sucht die heiligen Orte Medinas auf und erreicht völlig ausgezehrt Mekka. Wunderbares und Schreckliches gräbt sich tief in sein Gedächtnis ein. Aber auch dieser Fleck Erde kann den Rastlosen nicht halten, der längst ein neues Ziel vor Augen hat - die Suche nach der Quelle des Nils in Ostafrika.
In drei Etappen und aus der Perspektive vieler Figuren erzählt, nähert sich Trojanow einem außergewöhnlichen Menschen. Dabei spielt er mit Fiktion und Realität, denn Der Weltensammler Burton lebte tatsächlich zwischen 1821 und 1890. Trojanow selbst hat eine Vita, die ihn von Bulgarien nach Deutschland, Kenia, Indien, Arabien bis nach Südafrika führte. In den Reisereportagen An den inneren Ufern Indiens und Zu den heiligen Quellen des Islam verarbeitete er als scharfer Beobachter eigene Erfahrungen. Kein Wunder also, dass Der Weltensammler ein so gelungener historischer Roman geworden ist. -Fenja Wambold


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 45 Bewertungen)

Ein erzählerisches Meisterwerk      5 von 5 Punkten
Ilija Trojanow ist mit diesem sprachlich brillanten Portrait eines besessenen Weltenbummlers zu Recht ein Bestseller gelungen.
In prächtigen, atmosphärischen Bildern, gekoppelt mit einem Feuerwerk aus wunderschönen Vergleichen und Metaphern, werden in drei Abschnitten die wichtigsten (geografischen) Stationen des britischen Abenteurers, Übersetzers und Entdeckers Richard Francis Burton erzählt.
Herausragend das schreiberische Handwerk Trojanows, der jeden Abschnitt seiner Geschichte aus zwei Perspektiven darstellt. Einerseits aus der Sicht Burtons, im Präsens, andererseits, im Rückblick, aus der Wahrnehmung seiner früheren Gefährten. Im ersten Erzählteil, dem indischen, ist es sein Diener, der sich einem Schreiber mitteilt. Im zweiten Teil sind es (abwechselnd) Begleiter auf seiner Hadj nach Mekka, im dritten und letzten Abschnitt, der Expedition zu den unbekannten Nilquellen, ist es ein indischer Karawanenführer, der über seinen Freund berichtet.
Faszinierend erschien mir die Dialogtechnik des Autors, der in diesem 500seitigen Werk ohne jede Sprecherzuweisung auskommt.
Das Buch ist mitreißend geschrieben, es gibt tiefe Einblicke in Land und Leute, ihre Sitten und Gebräuche. Man schmeckt die indischen Currys, riecht den Gestank der Gosse in Bombay, hört das Gebrüll der Kamele Arabiens, vernimmt die Gebete der Gläubigen in Mekka und ist verzückt von den wunderschönen Landschaftsbeschreibungen dreier Kontinente. Ein Buch, vielmehr ein Werk, das ich nur wärmstens empfehlen kann.
Inhalt:
Sir Richard Francis Burton ist Abenteurer und Weltensammler im wahrsten Sinne des Wortes. Als britischer Offizier (Spion?) verbringt er sieben Jahre im Indien des ausgehenden 19. Jahrhunderts, vorwiegend im Sindh, dem heutigen pakistanisch-indischen Grenzgebiet. Schon bald wird er der Spionage für das britische Empire beschuldigt, es gibt Verhöre, ohne jemals angeklagt zu werden, verlaufen alle Untersuchungen im Sand. Mit seinem unstillbaren Interesse an Volk und Sitte erlernt er in dieser Zeit nahezu alle wichtigen indischen Sprachen und Dialekte. Darunter Gujarati, Hindustani, Sindhi, Marathi und fast nebenher auch Persisch. Bereits in jungen Jahren hat er sich Lateinisch, Französisch, Italienisch und Roma angeeignet, später, während seiner Zeit in Ägypten kommen Arabisch, Suaheli und einige afrikanische Dialekte hinzu. Seine verschollenen Tagebücher sind ständiger Begleiter, alles scheint für ihn von Interesse zu sein, täglich notiert er Eindrücke und Erlebnisse, ergänzt sie mit Skizzen und Zeichnungen. Als erster Europäer übersetzt er Das Kama Sutra" ins Englische, ebenso die arabischen Geschichten aus Tausend und einer Nacht."
Aber Burton ist nicht nur ein Sprachengenie. Er liebt es, sich in landesüblicher Kleidung, vollbärtig, das Gesicht dunkel gefärbt, unter die Einheimischen zu mischen, um ihre Sitten und Gebräuche aus nächster Nähe zu studieren. Er beschäftigt sich intensiv mit Glaubensfragen, konvertiert? zum Islam und lässt sich beschneiden. So unternimmt er, als moslemischer Pilger verkleidet, eine Hadj über Medina nach Mekka, heute wie damals für Ungläubige strengstens verboten. Er gibt sich während der Pilgerreise als Perser mit indischen Wurzeln aus, so perfekt ist seine Tarnung, dass nicht einmal seine engsten Gefährten Zweifel an seiner Glaubensausrichtung hegen. Erneut gerät er unter Spionageverdacht, seine Reisebegleiter werden von den Behörden ausgefragt, die Untersuchung bleibt ohne weitere Konsequenzen für ihn.
Wieder einige Jahre später unternimmt er gemeinsam mit dem britischen Geografen John Henning Speke, eine Expedition zu den noch unentdeckten Quellen des Nils. Die beiden trotzen unsagbaren Entbehrungen, Krankheiten wie Malaria und schwere Augeninfektionen werfen sie nieder, dennoch gelangen sie an den damals noch unentdeckten Tanganjikasee, den Burton irrigerweise für die Nilquelle hält. Die beiden entzweien sich auf dieser Reise, es kommt zu Hasstiraden seitens Speke, lebenslange Spannungen sind die Folge. An einer zweiten Expedition nimmt der Empire-Kritiker Burton nicht mehr teil, seine Regierung hat John Speke den Vorzug gegeben, entspricht er doch eher dem Idealbild des Vorzeigeentdeckers.
Burton beschließt seinen Lebensabend als britischer Konsul in Triest, er stirbt im Alter von 69 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts. Trotz lebenslanger Suche nach der Wahrheit, vermutlich als Agnostiker. Auf dringenden Wunsch seiner Gattin erhält der Bewusstlose in seiner Todesstunde die christlichen Sterbesakramente. Der Priester sträubt sich instinktiv, muss aber den Anordnungen seines Bischofs gehorchen.
Über dem Totenbett des Weltensammlers hängt eine gestickte Kalligrafie. In persischer Schrift steht darauf: "Auch das wird vergehen!"


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Faserland - Christian KrachtFaserland
Christian Kracht

Taschenbuch, Juni 2002
     Verkaufsrang: 5220      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Vielleicht sollte sich über Faserland nur jemand äußern, der weiß, was eine "Barbourjacke" ist. So oft wie dieses Kleidungsstück erwähnt wird, muss es jedenfalls etwas ungeheuer Tolles und Symbolträchtiges sein für junge, schicke Menschen mit dem nötigen Kleingeld, die an Sylter Stränden Champagner trinken oder mit Porsches Seevillen am Bodensee ansteuern.
Krachts Icherzähler lässt sich mittreiben, nimmt teil am müßigen Luxusleben, steigt in den besten Hotels ab, Hamburg, Frankfurt, Zürich, stilvolle Partys, viel Alkohol, noch mehr Zigaretten, und bleibt doch bei all dem seltsam unbeteiligt. Nur hin und wieder kann er sich für Momente zu ein klein wenig Hass oder Mitleid aufraffen. So etwas wie Begeisterung glimmt einzig in ihm auf, wenn er von Isabella Rossellini träumt, mit der er Kinder haben und auf einer Schweizer Alm leben möchte, weit weg von Deutschland, dieser großen Maschine im Norden, "die sich selber baut".
Karg ist dieses Faserland, sein Reiz steckt eher zwischen den Zeilen, vielfältige Deutungen sind möglich; vielfältig waren auch die Reaktionen auf das Buch, reichten von Begeisterung bis Abscheu. Nun können sich die Kritiker davon überzeugen, dass Christian Kracht ein ausgezeichneter Interpret seines Textes ist (was man wirklich nicht von vielen Autoren behaupten mag): ruhig und von sanfter Melancholie ist diese Stimme, der man gerne noch etwas länger - die Lesefassung ist etwas gekürzt - gelauscht hätte und die viele Fragen zurücklässt. Zum Beispiel, wie wohl Isabella Rossellini in einer Barbourjacke aussehen mag... -Christian Stahl


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 160 Bewertungen)

"American Psycho" ohne Blut      5 von 5 Punkten
Liest sich sehr locker und angenehm. Lustig und mit interessanten Beobachtungen und einem großartig geisteskranken/sarkastischen/dekadenten gut betuchten Alkoholiker, dem man gerne zuhört.


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Wilde Reise durch die Nacht - Walter MoersWilde Reise durch die Nacht
Walter Moers

Taschenbuch, 17. Juli 2008
     Verkaufsrang: 3108      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Eigentlich ist es ja immer andersrum: Ein Autor schreibt ein Buch, und irgendwann später kommt ein Illustrator und macht sich ans Bebildern. So hat es Zeit seines Lebens auch Gustave Doré gehalten, dem wir wundervolle Stiche zu Orlando Furioso, Don Quixote, Gargantua und Pantagruel oder der Bibel verdanken.
Walter Moers macht immer alles anders. Und so ist er auch diesmal den umgekehrten Weg gegangen und hat Dorés Kupferstiche zu einem neuen erzählerischen Kabinettstück versammelt. Dabei schickt er den 12-jährigen Gustave in seine eigenen (Alb-)Traumbilder und lässt ihn nach klassischer Märchenmanier (sechs gelöste Aufgaben = Todesaufschub) auf dem Pferd Pancho Sansa im "Reich der Ungeheuer" allerlei Abenteuer mit Fabelwesen, Rittern und Jungfrauen bestehen. Hier hat Gustave gegen treulose Kumpanen und die erste (kurze) Liebe gleichermaßen anzukämpfen. Dazwischen bringen diverse Diener des Todes unseren Helden in immer neue Gefahren: "Wenn er aus den Fluten auftauchte, hatte Gustave die Wahl, gefressen, von Krallen zerfetzt, bei lebendigem Leibe verbrannt oder gekocht zu werden". Er hat also keine Chance - und die nutzt er gut.
Früher war Moers ja für seine Lügengeschichten bekannt, die er Käpt'n Blaubär in die sympathische Schnauze legte. In Wilde Reise durch die Nacht nun erzählt er endlich die ganze Wahrheit über die Welt der Mythologie: Hierzu gehört die Erkenntnis, dass Drachen nur dressierte Kampfhunde und Jungfrauen so richtig böse sind. Da ist sehr viel geklaut von Italo Calvino und den Rittern der Kokosnuss. Aber schon Ensel und Krete war eine kongeniale Verballhornung Grimm'scher Volksmärchenkunst. Und dass Moers die Illustrationen von Doré stibitzte, um sie mit neuem fantastischem Erzählstoff zu umgarnen, dafür ist man ihm bei der vergnüglichen Lektüre Seite für Seite dankbar. -Thomas Köster


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 47 Bewertungen)

Die beste Paarung seit langem!      5 von 5 Punkten
Wie oft bin ich schon an diesem Buch verbei gegangen! Nun hab ich das Hörbuch geschenkt bekommen! Mein erster Gedanke toll! Und dann viel mein Blick auf den Sprecher! Dirk Bach = Das Dschungel Camp= Oh mein Gott, nein danke! Und hatte schon fast keine Lust mehr mir das an zuhören.
Zu meiner Überraschung ist es die beste Paarung seit langem. Es macht so viel spaß seiner Stimme und Walter Moers Geschichte zu lauschen. Wer "Rumo" und "Die Stadt der träumen Büchern" liebt wird auch dieses großartige Werk in sich aufnehmen und es nie wieder los lassen. Tut euch mal was gutes!


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Ich hab die Unschuld kotzen sehen - Dirk BernemannIch hab die Unschuld kotzen sehen
Dirk Bernemann

Taschenbuch, 3. Januar 2005
     Verkaufsrang: 13773      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Ansonsten ist "Ich hab die Unschuld kotzen sehen" einfach eine andere Art von Hörspiel, als es die meisten kennen. Es gibt hier sozusagen keinen wirklichen Spannungshöhepunkt, vielmehr ist jede Geschichte eine Welt für sich, in der sich der Hörer immer wieder neu einfinden kann. Das Hörbuch muss nicht unbedingt in einem Fluss durchgehört werden, sondern kann immer und zu jeder Zeit unterbrochen werden. Die vielen Kapitel machen es einfach, immer dann einzusteigen, wenn man Lust hat. Man braucht keine Angst zu haben, den roten Faden verloren zu haben.
In Bernemanns Werk geht es allerdings überwiegend um Sex und Gewalt. Wenn nicht gerade jemand stirbt, denkt die Person an Geschlechtsverkehr oder sonstige anderen Sachen. Viel Fantasie ist nicht unbedingt in das Buch hineingesteckt worden.
Zu Gute muss man Bernemann allerdings halten, dass die beiden CDs durchaus schnell und kurzweilig zu hören sind, da sie doch immer etwas Interessantes bieten, was so noch nicht wirklich auf dem Markt erschienen ist.
Das Buch ist durchschnittlich gesehen in Ordnung, rechtfertigt den Preis zwar nicht unbedingt, aber ist durchaus für viele, die Tragik und Leid in Büchern mögen, entsprechend gut.
Der Vorleser Helmut Krauss passt wie die Faust aufs Auge zu diesem Hörbuch. Seine etwas ältere Stimme verleiht der Geschichte das richtige Flair.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 55 Bewertungen)

gemischte Gefühle      3 von 5 Punkten
Also ich ging mit der Erwartung an das Buch, dass es weltkritisierent ist mit einer Story die einen Umhaut. Zugegeben es war kritisierent, aber nicht so wie ich es mir erhofft hatte.
Das Buch besteht aus lauter kleinen Geschichten, welche meistens nicht zusammengehören. Das fande ich nicht so gut. Aber ja der Inhalt der Geschichten war ok. An der Umsetzung hat es aber gehagelt, denn auch hier symbolisieren kurze, abgehackte Sätze den Satzbau des Buches.
Ich weiß nicht genau was ich von dem Buch halten soll..
Fazit:
-> + : EINFALLSREICHTUM
-> - : Aufbau des Buches


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Rumo & Die Wunder im Dunkeln. Ein Roman in zwei Büchern - Rumo & Die Wunder im Dunkeln. Ein Roman in zwei Büchern

Broschiert, Oktober 2007
     Verkaufsrang: 17787      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Im fünften Kapitel seiner 13 1/2 Leben nahm Käpt'n Blaubär als Navigator des vagabundierenden Rettungssauriers Mac an einer folgenschweren Aktion teil: Er befreite Dutzende kleiner, herzzerreißend jaulender Wolpertingerwelpen aus einem Haus, das nur Sekundenbruchteile später von einem Bolloghintern zerquetscht werden sollte. Sieben Leben später begegnete er einem dieser Welpen wieder, der inzwischen zu einem ausgewachsenen Raubtier im Dienste des Lügentycoons Volzotan Smeik herangewachsen war. Aus Dankbarkeit befreite der Wolpertinger Blaubär aus den Klauen seines Chefs. Sein Name war Rumo.
Zu Beginn des neuen Zamonien-Romans ist Rumo noch ein kleiner, schutzbedürftiger Welpe, der von Fhernhachenzwergen auf einem Bauernhof aufgezogen und verhätschelt wird. Diese Idylle hat jedoch bald ein Ende: Eine Horde bösartiger Teufelszyklopen überfällt das Anwesen und verschleppt alles, was sich bewegt. Und so verbringt Rumo seine intensivste Wachstumsphase in der Speisekammer auf den Teufelsfelsen, einer schwimmenden Insel. Dort halten die Zyklopen ihre lebendige Nahrung, und mit Gier und Begeisterung sehen sie zu, wie Rumo immer größer und appetitlicher wird.
Glücklicherweise findet der verängstigte Wolpertinger unter den Gefangenen bald einen Freund: Die Haifischmade Volzotan Smeik - genau, der spätere Lügentycoon - nimmt den Welpen unter seine Fittiche. Er erzählt ihm Geschichten und bringt ihm viel Wissenswertes über das Leben in Zamonien bei, bis Rumo zu seiner endgültigen Größe herangewachsen ist und die beiden Fluchtpläne schmieden können. Bald erleben die Teufelszyklopen ihr blaues Wunder!
So weit nur das erste der zahlreichen neuen Abenteuer aus der fantastischen Welt Zamoniens. Neben einer ganzen Reihe von Figuren aus den 13 1/2 Leben und Ensel und Krete hat Walter Moers viele neue ungewöhnliche Gestalten ersonnen. Auch Rumo ist eine eigenwillige und eigenständige Hauptfigur, die Moers zu gänzlich neuen Betrachtungen Anlass bietet. Ein Geschenk des Himmels für Zamonien-Fans also, ein dicker Schmöker voll schräger Ideen und abgefahrener Zeichnungen. Ergo: Computer abschalten und den Telefonstecker ziehen - und den Nachbarn Bescheid sagen, dass lautes, lang anhaltendes Gelächter kein Anzeichen aufkeimenden Wahnsinns ist. Der neuen Moers ist eben erschienen. -Hannes Riffel


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 173 Bewertungen)

düster,schaurig auf wundervolle art      5 von 5 Punkten
nachdem ich zuvor die 13 1/2 leben des käptain blaubär, ensel und krete und die stadt der träumenden bücher gelesen hatte, hab ich mich natürlich riesig auf den neuen roman gefreut. zugegeben, die geschichte ist um einiges düsterer als ihre vorgänger und teilweise ziemlich brutal. dennoch finde ich sie vollkommen gelungen. jede welt hat ihre finsteren seiten und leichen im keller. warum sollte es bei zamonien anders sein? außerdem finde ich, dass rumo genauso ist, wie er für den verlauf der geschichte sein muss. ein wortgewandter prahlhals, der bewusst zum helden wird, hätte einfach nicht dieselbe sympathie geweckt. so hab ich während des ganzen buches gehofft, dass es doch noch gut ausgeht und er am ende glücklich wird.


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Die Mittagsfrau - Julia FranckDie Mittagsfrau
Julia Franck

Gebundene Ausgabe, 10. September 2007
     Verkaufsrang: 7944      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Als der siebenjährige Peter in der Küche in seinem improvisierten Bettchen liegt, singt Frau Kozinska durch die Risse im Boden in der Wohnung unten. Die Russen, die neuerdings bei ihr wohnen, halten sie nicht davon ab. Dann reißt die Mutter Peter unsanft aus seinen Träumen. Er müsse zur Schule, sagt sie, der Lehrer Fuchs warte. Aber der Lehrer wartet schon lange nicht mehr auf jeden Schüler, seit die Schule zerbombt und in den Milchladen von Fuchs? Schwester umgezogen ist. Der Krieg ist verloren, Hoffnungslosigkeit hat sich breit gemacht. Was soll man da noch lehren und lernen?
In Die Mittagsfrau entrollt die 37-jährige Berliner Autorin Julia Franck ihre Geschichte, die vor den ersten Weltkrieg zurück reicht, vom Ende her. Mit ihrem Sohn Peter geht Helene, deren unbeschwerte Kindheit in der Lausitz 1918 abrupt beendet wurde, 1945 wie fast jeden Tag zu einem Bahnhof in Vorpommern, um vor den Russen Richtung Berlin zu fliehen. Am Bahnhof lässt sie Peter stehen und verschwindet: die traurige Konsequenz eines Lebens, dass selbst kaum Liebe erfahren hat und dem von daher auch die kindliche Liebe unerträglich wird. Von den Männern enttäuscht und von der Familie verlassen, fasst Helene einen Entschluss, der so grausam ist wie die Schicksalsschläge, die sie selbst erlitten hat...
Offenbar gibt es heute nichts mehr zu erzählen. Nur so lässt sich erklären, warum auch die jüngste Generation deutscher Autorinnen und Autoren literarisch immer wieder zum Krieg und seinen Schrecken Zuflucht nimmt. Solange dies allerdings auf so blendende Art und Weise wie bei Julia Franck geschieht, will und kann man sich nicht beschweren. Die Mittagsfrau jedenfalls entwirft am Einzelschicksal ein grandioses Panorama einer erbarmungslosen Zeit. Unbedingt lesenswert. - Stefan Kellerer


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 59 Bewertungen)

Zeitgeschichte aus einer weiblichen Perspektive      5 von 5 Punkten
Ich fand es ungemein faszinierend, Vorgänge, Erlebnisse ganz konsequent nur aus weiblicher oder (im Eingangskapitel) aus kindlicher Sicht geschildert zu bekommen. Die Welt fühlt sich anders an, andere Details kommen ins Blickfeld. Dass das Geschilderte - zeitlich angesiedelt zwischen 1. und 2. Weltkrieg - zwangsläufig nicht stimmunghebend ist, dass es kein logisch zusammenbaubares & für jede/n nachvollziehbares Ende gibt, dass diese Geschichte Fragen offen lässt, ja lassen muss, das alles ergibt sich für mich aus dem Sujet selbst und erscheint mir konsequent. Nicht der Roman als solcher hinterlässt ein unbefriedigendes Gefühl, sondern der Fakt, dass so etwas passieren kann und passiert.
Ich war allerdings überrascht, wie verständlich mir durch die Erzählung der Lebensgeschichte der Protagonistin die Distanz zwischen Mutter und Kind wurde - und dies ohne dass Franck den geringsten Zweifel daran ließ, wie grausam die Erlebnisse für das Kind sein mussten. Die Grausamkeit dem Kind gegenüber begann jedoch nicht mit der Aussetzung am Bahnhof sondern mit der vorausgehenden anhaltenden Erschöpfung, Sprachlosigkeit und Beziehungsarmut der Mutter. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass man die Entstehung eines solchen Unglücks in Worte fassen könnte. Immer noch bin ich erstaunt, dass und wie dies Julia Franck gelungen ist. Ich bin froh, dass dieses Werk den deutschen Buchpreis erhalten hat.
P.S. Interessant finde ich, dass in den Zuschriften zu diesem Buch keine/r Unverständnis und Empörung darüber zeigt, dass der Vater des Kindes seine hochschwangere Frau und den eigenen Sohn offen und unverhohlen im Stich gelassen hat. Das ist wohl zu 'normal', als dass dies irgendeine Leser-Reaktion auslösen würde... Das Kind wurde zunächst vom Vater im Stich gelassen, später dann, ausgestattet mit sämtlichen Ersparnissen der Mutter und der Adresse eines unbekannten Verwandten, von der Mutter.


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Ä: (Kolumnen) - Max GoldtÄ: (Kolumnen)
Max Goldt

Taschenbuch, 1. März 2004
     Verkaufsrang: 16323      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Ä ist bereits der dritte Band mit Max Goldts sagenhaft orginellen Kolumnen aus dem Satiremagazin Titanic. Der 1958 geborene, in Berlin lebende Autor, ist allerspätestens durch Die Radiotrinkerin zur Kultfigur innerhalb der deutschsprachigen Literaturszene geworden, und liest man die Texte aus Ä, begreift man auch wieso. Goldt ist sprachlich ganz nah am Puls der Zeit, seine Texte entwickeln sich mehr als schräg.
So beginnt "Finanztantenhappen in Freiheit heißen Hering" mit der Einkommens- und Umsatzsteuerpflicht, handelt jedoch bald vom Laienrichtertum und dem zu verhandelnden Fall einer 2CV-fahrenden, schwangeren und obendrein nervösen Lehrerin, die von einem Motorradfahrer "mit Ungentlemanlikem bekübelt wurde", nachdem er ihr "eine reingehaut hatte". Goldt verläßt daraufhin das Gericht und geht ins gegenüberliegende Lokal. Dort entdeckt er auf der Speisekarte eine "Gerichtsdiener-Terrine", einen "Ratsherrentopf" oder einen "Senatorenhappen", der sich als Hering in Tunke aus der Dose herausstellt, wo doch jeder weiß, daß diese "Fischdosen hergestellt werden, damit betrunkene Heimkommende was Weiches und Würziges zum Reinschaufeln haben". Woraus Goldt schließt, die Konservenhersteller würden die Bevölkerungsgruppe der Senatoren pauschal der Besoffenheit bezichtigen, wenngleich er einräumt, daß "sicher auch ein Senator mal seine Sorgen in ein Glaserl Wein schüttet, weil seine Existenz verschattet ist". "Doch auch Finanztanten (um zum Ausgangspunkt, der Einkommens- und Umsatzsteuerpflicht zurückzufinden) haben ihren Anteil an Sorge, Schatten & Wein. Der Fisch könnte ebenso Finanztantenhappen heißen".
Ä ist ein unbeschreibliches Buch, besonders empfehlenswert zum Beispiel für "Björk"-Konzertbesucher oder so. -Mike Markart


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 31 Bewertungen)

Einfach nur großartig      5 von 5 Punkten
Das sind Kolumnen, wie sie sein sollten: Das Gegenteil von platt. Eine scharfe Wahrnehmung, die Fähigkeit, intelligent zu formulieren und der Sinn für echte Komik zeichnen Max Goldt aus. Ein absolutes Ausnahmetalent.


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Beerholms Vorstellung - Daniel KehlmannBeerholms Vorstellung
Daniel Kehlmann

Broschiert, 2. Juli 2007
     Verkaufsrang: 13389      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Bernholms Vorstellung ist der Debütroman des 22-jährigen österreichischen Autors Daniel Kehlmann. Kehlmann lebt in Wien und arbeitet als freier Mitarbeiter der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Der Roman erzählt die Lebensgeschichte des Magiers Arthur Beerholm. Gleichzeitig ist es das Buch eines Suchenden, eines Suchenden auf der Suche nach einer Art höherer, magischer Existenz.
Beerholms Kindheit und Jugend ist dadurch gekennzeichnet, dass er moderat unglücklich wurde. Mit zehn Jahren kam er in ein Schweizer Internat, mit 23 empfing er die niederen Priesterweihen. Diese Faszination für Theologie entstand aus einem noch undeutlichen Lebenziel heraus, "Ich wollte mir über eine Möglichkeit, die in der Ferne Gestalt annahm, klar werden, über eine irritierende mathematische Konstellation, über zwei Parallelen, die sich in einer nebligen Unendlichkeit berühren wollen.", so reflektiert Beerholm über die ersten Zauberkunststücke seiner Jugendzeit.
Vom Priesterkandidaten wechselt er zum Zauberer, macht kleine Kunststücke und arbeitet als Betrüger beim Pokerspiel. Sein Traum verwirklicht sich aber, als er sich als Schüler dem großen Magier Jan von Roden aufdrängt. Arthur Beerholm bringt es mit von Rodens Hilfe zum besten Täuschungskünstler der Welt. Auf dem Höhepunkt seines Schaffens gelingt es ihm sogar, der Materie seinen Willen aufzuzwingen. Er kann Schaufensterscheiben zersplittern lassen und setzt in einem Park einen Busch in Brand. Ihn selbst lassen seine Erfolge allerdings ziemlich kalt, denn das Ziel seines Lebens, jene zwei Gegensätze, Realität und Fiktion haben sich für ihn ununterscheidbar vermischt.
Fasziniert beobachtet er, wie er als Magier so perfekt wird, dass Dinge und Welt ihm zu gehorchen scheinen und seine Zauberkunststücke wie von selbst gelingen. Am Ende kündigt er an, aus dem Fenster zu springen und seinem Leben ein Ende zu bereiten.
Beerholms Vorstellung ist ein solide erzählter Roman ohne große Aussetzer. Beerholm ist ein bemühter Selbstdarsteller, ruhig und abgeklärt erzählt er sein Leben. Sein Erzählstil ist erklärend, reflexiv, allerdings ohne geschwätzig zu sein oder Überflüssiges zu erzählen. Die faszinierende Kälte von Beerholms Empfinden fängt Kehrmann mit Hilfe eines äußerst lakonischen und zurückhaltenden Stils ein. Allerdings ist das Buch nicht ohne Längen, die vor allem auf den ersten 100 Seiten des Buches zu suchen sind.
Der Roman ist ein beachtlicher Erstling ohne große Schwächen, gut zu lesen, allerdings auch ohne große Stärken und spektakuläre Schilderungen; ein interessantes Stück reflexiver Prosa. -Christoph Steven


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 12 Bewertungen)

zauberhaft      5 von 5 Punkten
Beerholms Vorstellung
Daniel Kehlmann
Ein Buch, so Neugier weckend, das man es nicht aus der Hand legen möchte.
Daniel Kehlmann beschreibt den Werdegang eines Menschen zu einem der größten Magier über den Umweg des Theologiestudiums und der Priesterweihe.
Auch die fantastischen Traumszenen geben einem das Gefühl von tatsächlich erlebter Wirklichkeit und führen realitätsnah zum logischen Ende.
Selten einen so beeindruckenden Roman gelesen.


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Soloalbum: Roman - Benjamin von Stuckrad-BarreSoloalbum: Roman
Benjamin von Stuckrad-Barre

Taschenbuch, 15. März 2005
     Verkaufsrang: 6519      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Die Ausgangssituation ist klassisch: Der Ich-Erzähler, gerade mal Anfang Zwanzig, ist soeben von seiner Freundin verlassen worden; nach vierjähriger Beziehung nun per Fax der Schlussstrich. Ende, aus, vorbei. Natürlich ist der Verlassene im Moment des Aus so verliebt wie in all den Jahren nicht. Trotz verschiedener "Soloprojekte" in der gemeinsamen Zeit, trotz der gelegentlichen Gastrolle als Single, fühlt sich der Erzähler schlecht wie schon lange nicht mehr: ach, wie immer schon. Gebührend wird der Verflossenen hinterhergetrauert: er ruft sie an, legt auf, geht joggen, sucht trinkend nach schnellem Ersatz, um doch nur wieder zurückzufallen, auf sie, auf sich und auf: OASIS. Denn natürlich hört er genau die Musik, die zu all seinem Unglück noch gefehlt hat. Götter des Britpop! "You and I gonna live forever?" Von wegen.
"Soloalbum" erzählt von schönen Mädchen und blöden Parties, von coolen CDs und steinewerfenden Greisen - aber wie jedes wirklich gute Buch erzählt es die ewige Story v om Lieben und Sterben, von sterbender Liebe. Und wie im richtigen Leben macht auch hier der Ton die Musik: Zurückgeworfen auf sich selbst, mit sich, der Liebe und dem Leben kämpfend, entwickelt der Erzähler einen Sound, der seinesgleichen sucht in der deutschen Gegenwartsliteratur. Und das ist auch noch äußerst lustig zu lesen.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 224 Bewertungen)

Supertollesgutes Buch      5 von 5 Punkten
Ich finde das Buch gut. Der Protagonist ist ein Chaot und ich denke viele können sich mit ihm in den beschriebenen Alltagssituationen identifizieren.
Wer das Buch gelesen hat unbedingt Film anschauen!
MfG
Viele Grüße an die K13


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Satt. Sauber. Sicher - Dirk BernemannSatt. Sauber. Sicher
Dirk Bernemann

Gebundene Ausgabe, 14. Februar 2008
     Verkaufsrang: 19731      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 16,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Mein Leben tut weh!
Wünsche verschwinden auf nimmerwiedersehen.
Meine Träume stehen mit kaputten Rücken an Wänden.
Und die Liebe ist ein Massengrab."
Roland ist Huberts und Karlas Sohn und genau hier liegt sein Problem. Nur zu gerne würde er seine Abstammung leugnen, sie abwaschen, aber durch jede Pore atmet seine Herkunft. Und was nutzt der schönste Schein, wenn im Inneren alles fault ...
Dirk Bernemanns bis dato umfangreichstes Werk ist eine schmerzhafte Abrechnung mit der deutschen Durchschnittsfamilie, mit ihrer Unfähigkeit zur Kommunikation und den Folgen, die für alle Beteiligten daraus erwachsen. Sein erster Roman ist sprachlich ähnlich verdichtet und konzentriert wie seine ersten beiden Werke, doch dieses Mal seziert er seine Protagonisten bei lebendigem Leib, sieht in sie hinein und durch sie hindurch.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

LANG ERSEHNT...      5 von 5 Punkten
...das neue Buch von Dirk Bernemann.
Sofort gekauft, gleich ausgelesen :)
Super genial wie die anderen Bücher.
KAUFEN und weitermachen...


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