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Ensel und Krete: Ein Märchen aus Zamonien von Hildegunst von Mythenmetz. Mit Erläuterungen aus dem Lexikon der erklärungsbedürftigen Wunder, Phänomene ... Umgebung von Professor Dr. Abul Nachtigaller - Ensel und Krete: Ein Märchen aus Zamonien von Hildegunst von Mythenmetz. Mit Erläuterungen aus dem Lexikon der erklärungsbedürftigen Wunder, Phänomene ... Umgebung von Professor Dr. Abul Nachtigaller

Gebundene Ausgabe, Juni 2000
     Verkaufsrang: 34801      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Urlaub mit den Eltern kann so langweilig sein. Die beiden Fhernhachen-Kinder Ensel und Krete erleben das am eigenen Leibe, als sie mit ihren Eltern den zamonischen Großen Wald bereisen. Dabei hatten sie gehofft, dort endlich einmal etwas zu erleben! Und so ziehen sie auf eigene Faust los, um das Abenteuer zu suchen, verlaufen sich jedoch nach kurzer Zeit. Damit nimmt ein rasantes Märchenabenteuer seinen Lauf, bei dem selbst den Gebrüdern Grimm bald die Puste ausgegangen wäre. Die beiden Zwergenkinder treffen auf zahlreiche gefährliche oder einfach nur sonderbare Geschöpef: einen Laubwolf, Erdgnömchen, Geheimbären, Fledertratten, Schuhus, Einhörnchen, einen sprechenden Meteor und allerlei andere Seltsamkeiten. Natürlich finden auch ein Hexenhaus, und der fantasievolle Showdown hat mehr mit dem Blair Witch Project als mit unseren alten Hausmärchen gemeinsam.

Erzählt wird die Geschichte übrigens vom berüchtigsten Dichter Zamoniens, Hildegunst von Mythenmetz, einem tausend Jahre alten, aufrecht gehenden Zwergsaurier, der die Handlung -- meist an ihren spannendsten Stellen -- unterbricht, um weiterführende Erläuterungen zu geben, die sogar noch interessanter und witziger sind als die Handlung selbst. Diesem Stilmittel lieh der Dichter sogar seinen Namen: die "Mythenmetzsche Abschweifung". Und so erfährt man ganz nebenbei haarsträubende Details über zamonische Zahlensysteme, die sieben Grundtugenden des Dichters oder auch Insiderinformationen über den zamonischen Literaturbetrieb. Abgerundet wird das Buch durch die halbe Biografie des Hildegunst von Mythenmetz unter dem Titel "Von der Lindwurmfeste zum Bloxberg".

Auf die Frage, wieso dieses Buch keine direkte Fortsetzung von Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär sei, antwortete Walter Moers: "Das hat verschiedene Gründe. Erstens glaube ich, dass ein Buch mit über 700 Seiten für eine Figur genügen sollte. Zweitens war für mich schon beim ersten Buch der eigentliche Held nicht der Blaubär, sondern der Kontinent Zamonien. Dessen Geschichte -- und die seiner Bewohner -- möchte ich weitererzählen, in alle möglichen Richtungen." Und so besteht die Hoffnung, dass es auch weitere Zamonien-Bücher geben wird, selbst wenn Walter Moers die zweiten 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär im Dunklen lässt. --Hardy Kettlitz

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 76 Bewertungen)

Hexen stehen immer zwischen Birken      5 von 5 Punkten
Auf ein neues: Was für eine geniale und kranke Fantasie hat Walter Moers eigentlich? Das ist mal wieder so cool!!
Eine schöne Quasi-Gute-Nacht-Geschichte aus Zamonien - angespickt mit den besten Verwicklungen die man sich nur ausdenken kann, wenn man wie Abdul Nachtigaller über diverse Gehirne verfügt...
Sehr schön, ich hoffe, wir bekommen noch viel aus Zamonien zu lesen. Achja: Vorsicht, denn Hexen stehen immer zwischen Birken...


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Blitzeis - Peter StammBlitzeis
Peter Stamm

Taschenbuch, Oktober 2001
     Verkaufsrang: 14336      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Nach seinem fulminanten und mehrfach ausgezeichnetem Debüt Agnes, einem vielschichtigen Roman über Identität, legt Peter Stamm einen schmalen Band mit neun Erzählungen nach. Seinem bewährten kurzen, knappen, lakonischen Stil bleibt er in seinen Stories treu. Die Sätze sind bis aufs Skelett abgemagert, da gibt es nicht ein Gramm einer überflüssigen Beschreibung.

Seine Themen sind die großen Sujets der Literatur: Einsamkeit, Krankheit, Tod. Sie spielen in der Schweiz, in Schweden und New York. Stamms Könnerschaft setzt ein, wenn es darum geht, alltägliche Kleinigkeiten genau zu beobachten, die, ohne daß er es explizit erwähnt, zu den großen, oft tödlichen Konsequenzen im Leben eines Einzelnen führen.

In der Geschichte "Am Eisweiher" treffen sich eine Gruppe Jugendlicher, um abends baden zu gehen. Stefanie hat eine Fahrradpanne und ihr hilfsbereiter Freund Urs radelt noch einmal ins Dorf zurück, um die nötigen Werkzeuge für die Reparatur zu holen. Währenddessen vergnügt sich die Schöne mit einem anderen Jungen beim Schwimmen. Es wird dunkel. Die beiden Schwimmer ziehen sich ins Bootshaus zurück und sind nicht erfreut, als Urs plötzlich auch am Bootshaus auftaucht. Keiner von ihnen sagt wenige Stunden später der Polizei, warum der Junge völlig kopflos in den See gesprungen ist, ohne an die Pfähle im Wasser zu denken, die sie alle aus ihrer Kindheit kennen.

Der Reiz: Bei Peter Stamm bleibt immer ein wesentlicher Teil der Handlung unter der Oberfläche seiner Geschichten verborgen, er läßt ihnen und dem Leser ihr Geheimnis. --Manuela Haselberger

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 13 Bewertungen)

Das ist es!!      5 von 5 Punkten
In den letzten Jahren wurden viele Autoren von Erzählungen hoch gepriesen: Judith Hermann, Julia Frank, Jenny Erpenbeck... und dann natürlich noch Peter Stamm, der als einziger niemals enttäuscht. Wenn man sich einmal damit abgefunden hat, dass da einer schreibt, als sei er ein Zeitgenosse von Carson McCullers und Ernest Hemingway, dann stellt man fest, dass Peter Stamm die klassische Kurzgeschichte perfekt beherrscht. In knapper, schmuckloser Sprache ohne jede Manierismen präsentiert Stamm seine Momentaufnahmen aus unserer Zeit. Verblüffend ist dabei, wie gut die klassische Form zum völlig gegenwärtigen Inhalt passt: Ruderurlaub in Schweden, Praktikum in New York - was sie halt so tun, die Angehörigen der Generation Golf. Durch meist ganz unspektakuläre Wendungen macht Stamm seine Szenen unvergesslich; meistens ist das ziemlich melancholisch, aber das sind ja fast alle guten Bücher. - Besonders hoch rechne ich es Peter Stamm an, dass er nie lügt: Um seine Geschichten interessant zu machen, braucht er keine originellen Unwahrscheinlichkeiten, denen man den Stolz des Autors anmerkt - und ihre Entstehung am Schreibtisch.

Ein außergewöhnliches, wunderbares Buch, mit dem man es auch dann versuchen sollte, wenn man meint, keine Erzählungen zu mögen. Es lohnt sich!!

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Die entführte Prinzessin: Von Drachen, Liebe und anderen Ungeheuern - Karen DuveDie entführte Prinzessin: Von Drachen, Liebe und anderen Ungeheuern
Karen Duve

Broschiert, Februar 2007
     Verkaufsrang: 54093      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Es war einmal, zu unbekannten Zeiten, ein Reich mit einem unaussprechlichen Namen, das jeder wegen seiner geografischen Lage nur Nordland nannte. Nördlicher als die Nordländer lebte niemand auf der Welt, außer Eisbären und Robben natürlich, und einen Herrscher gab es auch im kalten Land, der hieß Rothafur und hatte eine etwas widerspenstige Gemahlin, einen Thronfolger und eine Tochter, die es zu verheiraten galt. Normalerweise geben Märchen, die so beginnen, gerade einmal Stoff für 20 Seiten. Karen Duve hat mit ihrem Buch Die entführte Prinzessin einen ganzen Schmöker daraus gemacht, der 20 mal 20 Seiten misst -- und ein kleines narratives Wunder ist. Denn als plötzlich ein schwarz gekleideter Anwärter im Königreich erscheint, dessen unlautere Absichten ruchbar werden und der die Prinzessin gegen ihren Willen mit sich führt, nur um seine Mutter zu ärgern, entspannt sich plötzlich ein allzumenschlicher Reigen aus Machtgelüsten, Hass, Rache -- und auch Liebe! --, der über jede der blendend geschriebenen Seiten die Spannung trägt.

Nach ihren Bestsellern Regenroman und Dies ist kein Liebeslied nun also der dritte Roman von Karen Duve, der so sehr seinen Vorgängern ähnelt und doch ganz anders ist. Wegen ersterem hat auch Die entführte Prinzessin das Zeug dazu, erneut die Verkaufs-Hitlisten zu stürmen; wegen letzterem werden nicht nur echte Duve-Fans neue Seiten an „ihrer“ Autorin entdecken, sondern auch neue Leser, die bisher mit der Autorin weniger anzufangen wussten, gewonnen werden können. „Karen Duve ist Gott“, hat der Schriftsteller Wolfgang Herrndorf angeblich einmal gesagt. Und wenn das auch nicht stimmt, so kann sie doch märchenhaft erzählen. --Isa Gerck

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 27 Bewertungen)

Empfehlenswert!      5 von 5 Punkten
Das Buch ist soo schön! Romantisch, spannend und lustig, die perfekte Mischung! Es gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern und ich habe es auch schon mehrmals gelesen-absolut empfehlenswert!


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Herr der Hörner - Matthias PolityckiHerr der Hörner
Matthias Politycki

Broschiert, Juni 2007
     Verkaufsrang: 176059      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Das theoretische Stützkorsett zu seinem Roman lieferte Matthias Politycki schon vorab in einem Aufsatz in der Zeit. In seinem „Nachruf zu Lebzeiten“ sieht er den „Untergang des weißen Mannes“ voraus, attestiert der westlichen Gesellschaft geistige Entwurzelung und Glaubenslosigkeit, beklagt den Rückzug in Privat-Esoterik und eine „müde Generalironie“. Kopflastigkeit und Verweichlichung allerorten, aber aufgeklärt daherkommend! Während eines mehrmonatigen Kuba-Aufenthaltes fand Polityckis Erweckungserlebnis statt. In der „ungebremsten Wildheit des Willens“, sowie dem tief verinnerlichten Glauben der schwarzen Bevölkerung, fand der Autor das authentischere Menschenbild. Nicht wenige Zeit-Leser zeigten sich gelinde beunruhigt!

Genau dahin, wo die Angst regiert, schickt Politycki nun seinen Protagonisten mit dem merkwürdigen Namen, wie ihn nur Romanautoren ersinnen können. In einer versifften Kneipe in Santiago de Cuba sollte der saturierte Banker Broder Broschkus, „Feind allen karibischen Frohsinns“, sein kaltes europäisches Intellektuellenherz verlieren. Hier das ewig Weibliche, in Gestalt einer jungen Kubanerin; dort der käsegesichtige, übergewichtige und sich seiner Hässlichkeit schmerzlich bewusste deutsche Herrenmensch auf Ferienfahrt. Auf der Tanzfläche plötzlich die pure Magie der Körperlichkeit. Ausgerechnet beim „verhassten Salsa“ mutiert der steife Teutone zur geschmeidigen Raubkatze. Broschkus beginnt zu schwingen, aus ist es mit dem hochmütigen europäischen Blick, der ganzen Kultiviertheit. Der Instinkt war erwacht. Vergessen war Kristina, die eigene Frau. Broder Broschkus` Verwandlung hatte begonnen!

Auf mächtigen 730 Seiten schickt Politycki nun seinen buchstäblich etwas blassen Protagonisten auf der Suche nach der unbekannten Tänzerin mitten ins Herz der Finsternis. Als Kontrapunkt zu dieser schwarzmagischen Welt perfekt gesetzt, der hohe, steifleinene literarischeTon (Percussionisten heißen auf Kuba immer noch „Schlagwerker“, bitteschön!). Broschkus, einem ungläubig staunenden und ständig um Fassung ringenden Forschungsreisenden gleich, taucht tief ein in die archaische Welt der magischen Zeichen, der afrokubanischen Gottheiten und blutigen Opferungsrituale. Wie seriös der Autor von seiner Vision vom Niedergang der westlichen Kultur infiziert ist, zeigt das angehängte akribische Register der „wichtigsten Tiere, Personen, Heiligen und Götter“. Werden wir hier schon auf die Herren einer künftigen Welt eingestimmt? Darüber wird noch zu reden sein! --Ravi Unger

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

¡Tú sabes!      5 von 5 Punkten
tolles buch! tolle sprache! habe am ende eines laengeren Cuba urlaubes angefangen zu lesen, und es dann innerhalb von zwei wochen "verschlungen"... das ende des buches war so spannend, dass ich nur mit "licht an" schlafen konnte...

"¡Coño, tú sabes!" sagte ein anhaenger des Palo Monte (den ich durch zufall in Trinidad kennenlernte) nur, als ich ihm verschiedene der rituale beschrieb... das buch habe ich ihm dann geschenkt, da er die zeichnungen und das glossary sehr informativ fand...

die darstellung von Cuba im allgemeinen und Santiago im besonderen sind sehr sehr zutreffend...auch jetzt, 2008.

P.S.: auch als vorbereitungslektuere fuer einen Cuba trip sehr zu empfehlen.


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Flughunde - Marcel BeyerFlughunde
Marcel Beyer

Taschenbuch, August 2008
     Verkaufsrang: 63831      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Flughunde sind fledermausähnliche Flattertiere mit hundeartigem Kopf. Für Hermann Karnau sind sie von Kindheit an Sinnbild einer Welt, die vor dem Zugriff fremder Stimmen geschützt ist. Die Stimme ist der Fetisch des Akustikers Karnau, der 1940 den Plan faßt, systematisch das Phänomen der menschlichen Stimme zu erkunden. Die eine Erzählstimme gehört Hermann Karnau, dessen Namen der Autor einem Wachmann im Berliner Bunker unter der Reichskanzlei entliehen hat. Die andere gehört der achtjährigen Helga, einer Tochter des Propagandaministers. Immer wieder kommt es zu Begegnungen der beiden, zuletzt im April 1945, als Karnau in Berlin ist, um die Führerstimme aufzuzeichnen. Ein Zeitsprung führt in den Sommer 1992. Hermann Karnau, der nach dem Krieg untertauchen konnte, findet in seinem Plattenarchiv die Stimmen, die Gespräche von Helga und Helgas Geschwistern während ihrer letzten Tage und Nächte wieder. Auch den Kindern hat er die Stimmen - bis zum letzten Atemzug - abgelauscht.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Beklemmender Eindruck von Authentizität      5 von 5 Punkten
Marcel Beyer lässt uns in seinem 1996 veröffentlichten Roman Zeugen einer Entwicklung werden, die mit der Hoffnungslosigkeit der Familie Goebbels, der Vergiftung ihrer sechs Kinder und dem Selbstmord der Eltern im Bunker der zerstörten Reichskanzlei endet. Obwohl der Autor betont, dass es sich um eine Fiktion handelt, entsteht beim Lesen der beklemmende Eindruck von Authentizität. Erzählt wird aus der Perspektive der ältesten Goebbels-Tochter Helga und des Familienfreundes Hermann Karnau, eines Tontechnikers, der Kinder und Hunde liebt, aber Menschen für brutale akustische Experimente missbraucht.

Dieter Wunderlich, Autor (u.a. von "Göring und Goebbels. Eine Doppelbiografie")

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Liebediener - Julia FranckLiebediener
Julia Franck

Broschiert, 1. Dezember 2007
     Verkaufsrang: 21814      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Beyla liebt es, in Kellerwohnungen zu hausen. Sie muß nur die Treppe hinauf und einen Schritt aus der Tür und schon steht sie mitten auf der Kastanienallee. Auch von unten läßt sich das Geschehen auf der Straße gut überblicken. Wenn sie sich bis zur Luke unter der Decke ein bißchen streckt, kann sie den Mann genauer sehen, der da gerade mit Mühe sein kleines rotes Auto aus der Parklücke bringt. Aber warum sieht er denn die Frau nicht, die hinter seinem Auto erschrocken ausweicht und unter die Räder der Straßenbahn gerät?

So beginnt der zweite Roman Liebediener der Berliner Autorin Julia Franck. Ganz behutsam erfährt der Leser gleich zu Beginn von den drei Protagonisten dieser eigentümlichen Dreiecksgeschichte.

Die Tote auf den Gleisen entpuppt sich als Charlotte, die im selben Haus wohnt wie Beyla. Oft sah Beyla sie nachts mit einem unbekannten Paar Schuhe vor ihrem Kellerfenster stehen. Auch wenn sie sich vor ihrem Tod noch nicht gut kannten, so hätte sie doch eine Freundin von Beyla werden können. Hätte!

Jetzt bekommt Beyla Charlottes helle Wohnung im dritten Stock des Hauses. Aus dem Küchenfenster kann sie nun Albert beobachten, der entweder telefoniert oder Klavier spielt. Seine Stimme tönt schön und dunkel in ihrer Wohnung. Daß er der Besitzer des roten Autos ist, kann Beyla nur vermuten. Aber daß er ein Liebhaber Charlottes war, weiß sie sicher. Und dennoch verliebt sie sich in ihn.

Julia Franck erzählt auf hohem sprachlichem Niveau und mit einer bestechenden Lust an feinen Konstruktionen eine erotische Liebesgeschichte mit Leerstellen. Da ist die Abwesenheit von Charlotte, die nun nach ihrem Tod umso präsenter scheint. Da ist die rätselhafte Existenz von Albert, der nichts von sich preisgibt außer ein paar erfundener erotischer Geschichten. Erfundener? Und nicht zuletzt ist da Beyla, die über beide Ohren verliebt, mit ihren Verdächtigungen in einer Liebedienerei landet und nicht glücklich wird. All das zusammen ergibt eine gelungene Mixtur für ein schönes Buch um Liebe und Tod. --Jana Hensel

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 17 Bewertungen)

nett, aber das war`s auch      3 von 5 Punkten
Julia Franck entführt uns mit ihrer Liebesgeschichte nach Ostberlin, als die DM noch gültiges Zahlungsmittel ist, und der Potsdamer Platz zu einer riesigen Baustelle mutiert. Beyla, von Beruf Zirkusclown, wird eines Tages Zeugin, als Charlotte, eine ihr bekannte junge Frau aus dem Haus, von der Straßenbahn tödlich erfasst wird. Sie kann in die Wohnung von Charlotte ziehen, und ihre Aufmerksamkeit wird gefesselt von Alfred, der eine Etage tiefer wohnt. Beyla verliebt sich bis über beide Ohren in diesen Traummann. Sie geht ganz auf in ihrer Liebe zu diesem schönen Geliebten mit der erotischen Stimme, der auch noch toll Klavier spielt. Sie liebt Alfred, und hat schnell ihr Leben vor diesem Mann ausgebreitet. Sie möchte auch alles über Alfred wissen, aber selbst nach Monaten des Zusammenseins ist dieser Mann für Beyla noch ein Buch mit sieben Siegeln, da er weder Vergangenes noch Gegenwärtiges aus seinem Leben erzählt, und ihre Beziehung stets von anderen Menschen abzuschirmen weiß. Die Liebe Beyla`s bekommt kleine Risse, als sie Ungereimtheiten im Verhalten und in den Äußerungen Alfred`s entdeckt. Wie in einem Puzzlespiel fügen sich immer mehr kleine Details und Begebenheiten sowie Hinweise anderer Personen zu einem Bild zusammen, bis Beyla die Wahrheit über Alfred erfährt. Ihre Liebe kracht wie ein Kartenhaus zusammen.

Julia Franck hat einen recht flotten Erzählstil. Sie beschreibt sehr treffend die vielfältigsten Gedanken und Gefühle der weiblichen Protagonistin vom beginnenden Verliebsein, über das Hochgefühl der Zweisamkeit, bis hin zu den ersten nagenden Zweifeln und Unsicherheiten. Fast mutet es den Leser wie ein Krimi an, wie hartnäckig Beyla die Puzzelsteinchen ihrer "Entdeckungen" zusammensetzt, kombiniert, und nach möglichen Lösungen sucht. Man fühlt sich förmlich in einem Sog, möchte wissen, wie es mit den beiden weiter geht, welches Geheimnis hinter Alfred steckt.
Als Frau macht es Spaß, in die Innenwelten von Beyla einzutauchen. Ihre Gedanken sind überraschend ehrlich, und immer nachvollziehbar. Wer hat nicht schon selbst den einen oder anderen Gedanken gehabt....
Ein kurzweiliges Buch, allerdings ohne Anspruch, ideal für einen verregneten Sonntag auf dem Sofa, oder als Strandlektüre...


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Die Vermessung der Welt - Daniel KehlmannDie Vermessung der Welt
Daniel Kehlmann

Gebundene Ausgabe, 29. Januar 2008
     Verkaufsrang: 145278      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 17,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Das Verfahren ist bekannt und bewährt: Man nehme einen Denker aus der deutschen Geistesgeschichte und schlage literarischen Profit aus dessen Verschrobenheit. Ganz vorzüglich ist das beispielsweise Gert Hofmann mit Georg Christoph Lichtenberg in Die kleine Stechardin gelungen. Bernhard Setzwein hat mit Nicht kalt genug einen vorzüglichen Nietzsche-Roman vorgelegt, und Klaas Huizing widmete sich in Das Ding an sich auf hoch vergnügliche Weise dem Königsberger Philosophen und Kant-Vertrauten Johann Georg Hamann. Nun versucht sich auch Daniel Kehlmann erfolgreich an diesem Genre und porträtiert in seinem Roman gleich zwei deutsche Geistesgrößen: Das Mathematikgenie Carl Friedrich Gauß und den Universalgelehrten und großen Naturforscher Alexander von Humboldt. Im Zentrum steht ein Treffen der beiden 1828 in Berlin, auf einem Naturforscherkongress, für den Gauß nur sehr widerwillig sein Göttingen verlässt. Die zwei Großdenker haben sich beide auf ihre eigene Weise der Vermessung der Welt gewidmet, kommen sich aber nur zaghaft näher.

Der Roman kann sich auf knapp 300 Seiten Leben und Werk der beiden allerdings nur schlaglichtartig widmen, eher skizzenhaft und sehr kurzweilig erleben wir wichtige Stationen ihres Schaffens in einer geschickten Mischung aus Fakten und Fiktion: Humboldt auf seinen strapaziösen Exkursionen nach Südamerika, Gauß dagegen eher zerrissen zwischen der hehren Welt der Zahlen und dem schnöden Alltag, denn auch ein Genie hat Zahnschmerzen und muss sich mit Frau und Kindern herumplagen. Die Komik des Romans speist sich dabei nicht nur aus den ironisch beleuchteten Charakteren von Gauß und Humboldt, sondern auch aus der Spannung zwischen Größe und Lächerlichkeit. Humboldts große Forschungsreise nach Russland etwa gerät zur Farce, weil er schon zu berühmt ist: die ganze Expedition gerät zur Massenveranstaltung mit über 100 Teilnehmern, und statt zu Forschen verbringt Humboldt die meiste Zeit auf Empfängen.

Am Ende kann man Daniel Kehlmann gleich doppelt gratulieren: Zu diesem ebenso unterhaltsamen wie niveauvollen Roman -- und zur Nominierung von Die Vermessung der Welt zum in diesem Jahr erstmals verliehenen Deutschen Buchpreis. --Christian Stahl

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 298 Bewertungen)

So wunderbar kann Geschichte sein      5 von 5 Punkten
Diese ironische Entzauberung deutscher Intelligenzgeschichte ist eine der immanenten Deutungsmöglichkeiten. Gauß scheitert grandios an seiner Menschenrolle, der ältere Bruder Humboldts wehrt sich haarspalterisch gegen die Vorstellung, die Erfolge der Humboldtbrüder seien auf ihre banale Rivalität zurückzuführen: Weil es Dich gab, mußte ich Lehrer eines Staates, weil ich existierte, hattest Du der Erforscher eines Weltteils zu werden, alles andere wäre nicht angemessen gewesen." (Großschreibung im Original.)

Eine weitere Bedeutung erschließt sich aus der Antwort auf die Frage nach den Auswirkungen der Wissenschaft auf die sie tragende Gesellschaft. Gauß' politisch reaktionäre Einstellung ist auch im Roman deutlich - er wird eine Verbesserung der Lage der Untertanen seines Herrn nicht einmal gewünscht haben. Anders der Franzosenfreund Humboldt, der im Roman Zweifel äußert, ob seine amerikanische Flussreise Wohlfahrt für den Kontinent gebracht" habe und damit z. B. auch anknüpft an Diogenes von Sinope, der schon im 4. Jahrhundert vor Christus gefragt haben soll, ob alle Entdeckungen und Erfindungen etwas an der Mühsal der Mehrheit geändert hätten.

Einen dritten Aspekt offenbart das Kapitel, das die Russlandexpedition Humboldts von 1829 schildert. Im Roman ist der alte und hier schon trottelige Forscher während der Reise von Lakaien umzingelt, die im Auftrage des Zaren und des preußischen Königs verhindern, dass Humboldt mehr zu sehen bekommt, als er sehen soll. Der Forscher wird unfreiwillig zu einem embedded scientist und die von ihm bereiste Welt zu seinem potemkinschen Dorf". Was kann ein Wissenschaftler wirklich jenseits der Hauptstraßen der Macht erkennen? Hat somit Humboldt oder Gauß mehr gesehen von der Welt? Humboldt jedenfalls ist sich da am Ende nicht mehr sicher, er hätte auf einmal nicht mehr sagen können, wer von ihnen weit herumgekommen war und wer immer zu Hause geblieben." Die Vermessung der Welt darf daher auch als ihre Ver-Messung gelesen werden.


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Der Weltensammler - Ilija TrojanowDer Weltensammler
Ilija Trojanow

Gebundene Ausgabe, März 2006
     Verkaufsrang: 43948      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Der uralte Rhythmus einer indischen Tabla-Trommel, ein Menschenmeer, der Geruch von Henna und faulem Fisch -- tausend Eindrücke schwappen dem Neuankömmling entgegen. Als Kundschafter der englischen Krone soll Richard Francis Burton in der Kolonie Britisch-Indien dienen. Für den wissensdurstigen Burton ist dies eine verlockende Aufgabe. Doch aus Neugierde erwächst bald eine regelrechte Obsession, das Fremde zu enträtseln und darin aufzugehen.

So spannend Ilija Trojanows Roman Der Weltensammler beginnt, so spannend geht es weiter: Einen Brahmanen fleht Burton an, sein Lehrer zu sein. Binnen kurzem ist er in der Lage, Tradition und Sprache wie Kleider an- und abzulegen. Als ein englischer General Burtons Wandlungsfähigkeit erkennt, schickt er ihn als Spion unter die Einheimischen. Burton jedoch geht eigene Wege: Von Indien aus reist er nach Arabien, wo er sich als Moslem ausgibt und die Hadsch, die Pilgerreise beginnt. Vom Strudel der Pilger lässt sich Burton treiben, sucht die heiligen Orte Medinas auf und erreicht völlig ausgezehrt Mekka. Wunderbares und Schreckliches gräbt sich tief in sein Gedächtnis ein. Aber auch dieser Fleck Erde kann den Rastlosen nicht halten, der längst ein neues Ziel vor Augen hat -- die Suche nach der Quelle des Nils in Ostafrika.

In drei Etappen und aus der Perspektive vieler Figuren erzählt, nähert sich Trojanow einem außergewöhnlichen Menschen. Dabei spielt er mit Fiktion und Realität, denn Der Weltensammler Burton lebte tatsächlich zwischen 1821 und 1890. Trojanow selbst hat eine Vita, die ihn von Bulgarien nach Deutschland, Kenia, Indien, Arabien bis nach Südafrika führte. In den Reisereportagen An den inneren Ufern Indiens und Zu den heiligen Quellen des Islam verarbeitete er als scharfer Beobachter eigene Erfahrungen. Kein Wunder also, dass Der Weltensammler ein so gelungener historischer Roman geworden ist. --Fenja Wambold

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 39 Bewertungen)

viele Stimmen      5 von 5 Punkten
Viele Stimmen erzählen von Richard Burton, dem Weltensammler, der als erster Europäer nach Mekka kam, der die Quellen des Nils suchte, der Indien erforschte: Es gibt den Autor, der aus der Sicht des Entdeckers berichtet. Was das Buch so spannend macht, sind die anderen Stimmen, die sich hineinmischen - Stimmen der "Eingeborenen", des indischen Dieners von Burton, der die gemeinsamen Abenteuer einem Briefeschreiber diktiert; der Reisegefährten nach Mekka, die im Nachhinein bei der Behörden über ihre Beziehungen zu diesem Mann Auskunft geben müssen; des afrikanischen Führers der Expedition, der als alter Mann seinen Freunden und Nachbarn in Sansibar von den Strapazen und Entbehrungen berichtet. Für sie ist das Fremde ja nicht fremd, fremd ist ihnen oft das Verhalten der Kolonialherren. Immer wieder wird deutlich, wie wenig die Weißen wirklich verstanden haben.

Ein wichtiger Erzählstrang in diesem Buch sind die Religionen, denen Burton begegnet und von denen er fasziniert ist - dem Hinduismus, dem Islam und den afrikanischen Naturreligionen.

Das ist kein Abenteuerroman im herkömmlichen Sinne. Es ist ein langsames Buch - eines für das der Leser Zeit braucht. Wenn man sie sich nimmt, dann ist diese Lektüre ein großer Gewinn.


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Moralische Geschichten - Maxim BillerMoralische Geschichten
Maxim Biller

Taschenbuch, April 2005
     Verkaufsrang: 110379      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Maxim Billers gefeierte "Moralische Geschichten"
Jeden zweiten Sonntag muss man die Kaffeetasse sicher abstellen, bevor man Billers Kürzesterzählungen in der FAS am Frühstückstisch liest, denn es wird gefährlich: entweder bleibt das Brötchen im Halse stecken, oder man bricht in prustendes Lachen aus - meistens irgendwie beides.
Heftige Reaktionen sind sicher, wenn Biller sich den ganz alltäglichen, allgemein-menschlichen Abgründen im Leben von Juden, Nicht-Juden und anderen menschlichen Wesen zuwendet. Da wird ein Lippenstiftrest nach einem feuchten Traum zum Gottesbeweis, die tätowierte Nummer auf dem linken Arm zum Lottogewinn und ein Fleischermesser zum Garanten einer glücklichen Ehe. Eine irrwitzige Komik entsteht, weil mit Titeln wie "Kosmos", "Der Sinn des Lebens", "Dichtung und Wahrheit" oder "Apokalypse" die ganz großen Themen angeschlagen, dann aber rasant auf das Alltagsniveau heruntergebrochen werden. Träume, Phantasien und Freud'sche Fehlleistungen führen zu den überrasch endsten und befreiendsten Erkenntnissen. So stößt der Literaturstudent Orlovsky in Kafkas Tagebüchern auf den Eintrag "Manchmal denke ich, ich bin einfach nur bescheuert" und erhält dadurch ein völlig neues Kafka-Bild, ohne den Satz später jemals wiederfinden zu können.
Maxim Biller schreibt seit zwanzig Jahren seine "Moralischen Geschichten", die seit drei Jahren in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung abgedruckt werden. Diese Auswahl größtenteils unveröffentlichter Geschichten versteht sich als wertvoller Beitrag zur Unterhaltungsliteratur und zur kulturellen Verständigung.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

fundierte Kritik      5 von 5 Punkten
Natürlich sind Woody Allens Erzählungen hintergründiger und die Bücher von Irene Dische viel gehaltvoller. Und bei Binnie Kirschenstein bleibt einem ständig das Lachen im Halse stecken.
Leider habe ich trotz aller fundierten Kritik Billers Moralische Geschichten verdammt gern gelesen.


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In Afrika: Mythos und Alltag - In Afrika: Mythos und Alltag

Taschenbuch, November 2007
     Verkaufsrang: 87956      Gewöhnlich versandfertig in 3 bis 6 Tagen.

Preis: € 11,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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"Im ersten Treppenhaus laufen uns zwei Ziegen entgegen. Offene Feuer flackern auf dem Beton; die Massaifrauen bereiten das Essen in der althergebrachten Manier. In den Bodenritzen spriesst das Unkraut, und man spürt, dass die Massai, die Natur und die Zeit mit vereinten Kräften diesen Betonbau besiegen werden..." Ilija Trojanow, der seine Kindheit und Jugend in Kenia verlebte, fühlt sich dem Schwarzen Kontinent zutiefst verbunden. Eine erste Begegnung sah jedoch anders aus: "Ich guckte nach links: Steine. Nach rechts: Steine. Nach hinten: Steine. So lernte ich das Reisen in Ostafrika kennen, gemeinhin Safari genannte. In der scheinbar menschenleeren Landschaft war es eine Pflicht anzuhalten, als plötzlich ein gebrechlicher Mann, in Tuchfetzen gehüllt, am Wegrand winkte - der Nomade wollte mitgenommen werden. Er stieg hinten ein, neben mir, sass unbeweglich auf dem Kunststoffpolster. Wir tauschten verstohlene Blicke aus. Meine Mutter sank in sich zusammen, ich rückte so nahe wie möglich ans Fenster - im Nu war das Auto von sehr fremden Gerüchen erfüllt..." Es brauchte eine Zeit, bis aus dem Befremden des Jungen starkes Interesse und tiefe Zuneigung für seine zweite Heimat erwuchs. "In Afrika" ist die überarbeitete und erweiterte Textausgabe des wunder-schönen gleichnamigen Bildbandes des Marino Verlages, dessen Verleger Trojanow war und erster Berater immer noch ist. Seit Juli 1999 gehört der Marino Verlag zu Frederking & Thaler.



Faserland - Christian KrachtFaserland
Christian Kracht

Broschiert, Mai 2007
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Preis: € 8,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Vielleicht sollte sich über Faserland nur jemand äußern, der weiß, was eine "Barbourjacke" ist. So oft wie dieses Kleidungsstück erwähnt wird, muss es jedenfalls etwas ungeheuer Tolles und Symbolträchtiges sein für junge, schicke Menschen mit dem nötigen Kleingeld, die an Sylter Stränden Champagner trinken oder mit Porsches Seevillen am Bodensee ansteuern.

Krachts Icherzähler lässt sich mittreiben, nimmt teil am müßigen Luxusleben, steigt in den besten Hotels ab, Hamburg, Frankfurt, Zürich, stilvolle Partys, viel Alkohol, noch mehr Zigaretten, und bleibt doch bei all dem seltsam unbeteiligt. Nur hin und wieder kann er sich für Momente zu ein klein wenig Hass oder Mitleid aufraffen. So etwas wie Begeisterung glimmt einzig in ihm auf, wenn er von Isabella Rossellini träumt, mit der er Kinder haben und auf einer Schweizer Alm leben möchte, weit weg von Deutschland, dieser großen Maschine im Norden, "die sich selber baut".

Karg ist dieses Faserland, sein Reiz steckt eher zwischen den Zeilen, vielfältige Deutungen sind möglich; vielfältig waren auch die Reaktionen auf das Buch, reichten von Begeisterung bis Abscheu. Nun können sich die Kritiker davon überzeugen, dass Christian Kracht ein ausgezeichneter Interpret seines Textes ist (was man wirklich nicht von vielen Autoren behaupten mag): ruhig und von sanfter Melancholie ist diese Stimme, der man gerne noch etwas länger -- die Lesefassung ist etwas gekürzt -- gelauscht hätte und die viele Fragen zurücklässt. Zum Beispiel, wie wohl Isabella Rossellini in einer Barbourjacke aussehen mag... --Christian Stahl

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 158 Bewertungen)

Irgendwie traurig stimmend...      5 von 5 Punkten
Faserland von Christian Kracht habe ich an einem Tag durchgelesen.
Am Anfang hat mich das Buch nicht sonderlich überzeugt; ein gesichtsloser und unpersönlich wirkender Ich-Erzähler pendelt von Ort zu Ort durch Deutschland ohne das man eine Ahnung hat warum.
Er trifft an jedem dieser Orte scheinbar zufällig Freunde oder Bekannte, betrinkt sich mit ihnen dass man um sein Leben bangt und zwischendurch erinnert er sich aus heiterem Himmel an Episoden aus seiner Kindheit.
Die ganze Zeit fehlten mir, obwohl das Buch fesselnd geschrieben war, die Hinweise darauf, worauf das Ganze hinaus läuft, aber vielleicht ist das gerade das Gute daran.
Man weiß nicht sicher was passiert, wer da spricht und was er uns sagen will, aber dennoch spürt man mit jeder Seite mehr und mehr die unbestimmte Einsamkeit und Isolation, das Fehlen eines Ziels des Ich-Erzählers und sympathisiert auf eine Weise mit ihm.
Nach dem Lesen war ich immer noch ein bisschen unsicher, worauf Kracht eigentlich hinauswollte, aber das Gefühl was ich beim lesen hatte, hat sich danach noch verstärkt und mich lange nicht losgelassen.
Das Buch ist ein geschickt geschriebener, den Leser einwickelnder Ausschnitt aus dem Leben eines einsamen Menschen, der eigentlich nicht einsam sein sollte. Es wirkt langsam aber stark und man kann es nicht weglegen. Und nicht zuletzt ist die Gesellschaft in der der Ich-Erzähler sich bewegt und die er beobachtet unsere. Deshalb hat das Buch 5 Sterne verdient.


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Bauchlandung: Geschichten zum Anfassen - Julia FranckBauchlandung: Geschichten zum Anfassen
Julia Franck

Taschenbuch, Mai 2002
     Verkaufsrang: 181310      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Nach dem Spiel ist vor dem Spiel -- Julia Franck inszeniert in ihrem neuesten Buch Bauchlandung abgründige Geschichten um die Liebe. "Ich will einen treffen, den ich lieben kann", denkt die junge Frau im Zugabteil und weiß, der Leberwurststullen verzehrende Mann ihr gegenüber wird es nicht sein. Auf dem Weg zur Hochzeit ihrer Freundin in Italien kann sie das Gefühl nicht loswerden, sich übrig geblieben zu fühlen. Obwohl sie sich nicht sicher ist, ob sie ihre Freundin um die Liebesexzesse vor der Ehe und die Kochexzesse danach wirklich beneiden soll.

Alle Figuren in Julia Francks Erzählband Bauchlandung sind Einzelgänger. Wider Erwarten sind sie doch ebenso ständig auf der Suche nach einem Gegenüber. Sie sehnen sich nach verzehrenden Abenteuern, wissen um die Einsamkeit der Lust und kennen bereits im Moment des Glücks den Absturz danach. So auch die junge Frau, die in der Geschichte "Mir nichts, dir nichts" mit ihrer Freundin Emily heimlich den Liebhaber teilt. Als Emily morgens verheult bei ihr eintrifft -- sie hatte die ganze Nacht nach Paul gesucht, ohne zu wissen, wo er war, und er war natürlich gerade hier -- muss sie trösten, was sie hassen möchte. Noch in der Umarmung gleiten die Arme der Freundin da entlang, wo seine Küsse vor Minuten ihre Haut berührten, wo sein Körper noch zu riechen ist. Ihre Liebe teilt den Takt mit Emilys Leiden.

In Julia Francks Geschichten zerrinnt das Glück in der Sekunde, in der der Jäger glaubt, das Opfer erlegt zu haben. Denn die Zeit vom Schuss bis zum Ziel ist lang. Wo ein anderer bereits im Siegestaumel liegt, schaut sie lieber mit lauerndem Blick der Kugel hinterher und verfolgt ihren Lauf. Im Moment des Todes verlischt das Interesse. Bauchlandung ist trotz der reißerischen Aufmachung ein Buch auf den zweiten Blick. Was daherkommt wie eine Sammlung kurzweilig erotischer Geschichten offenbart alsbald einen morbiden Charme, der geradewegs in den Abgrund weist. Hier lauern die wahren Geschichten. Und wenn man glaubt, Julia Franck habe sich dort leichtfüßig ein paar Stunden herumgetrieben, so sollte man erst einmal die nächste Reise abwarten. Die Leberwurststulle kommt bestimmt. Auch wenn wir sie nicht sofort erkennen. --Jana Hensel

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)

Geschichten, die berühren      4 von 5 Punkten
Bauchlandung heißt der Titel eines dünnen Bändchens mit Erzählungen der jungen deutschen Autorin Julia Franck.
Die Erzählerinnen sind alle ziemlich einsam und leben zu einem guten Teil in ihrer Phantasiewelt. Der Untertitel des Bändchens lautet "Geschichten zum Anfassen". Anfassen kann man schon, denn es sind Geschichten über die Liebe, manchmal nur die körperliche Liebe und über den Tod.
Beeindruckend mit welcher Distanz sie den nahen Tod eines Großvaters schildert und wie knapp sie vom Tod eines Vaters zu berichten versteht. Die Geschichten haben immer einen "Höhepunkt". Irgendwie knallt da immer ein Sektkorken. Bei der kurzen Geschichte über den Tod eines Vaters denkt der Leser zunächst an alles andere als daran. Denn ein junges Mädchen erzählt von der Bekanntschaft zu einem wesentlich älteren Mann. Na, das kann ja heiter werden. Doch dann ist es der Vater und der ist plötzlich tot.
Oder der Hausfreund, der am Maifeiertag mit Mutter und deren beiden Kindern flüchtet, während der Vater in Ostberlin bleibt und sich die Bettdecke über die Ohren zieht.
Die Texte haben es in sich. Sie gehen unter die Haut, sie berühren. Insoweit ist der Untertitel vielleicht sogar falsch es sind nicht Geschichten zum Anfassen, sondern Geschichten, die berühren!


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Ruf! Mich! An! - Else BuschheuerRuf! Mich! An!
Else Buschheuer

Taschenbuch, April 2005
     Verkaufsrang: 132917      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Paprika sieht gut aus, hat Erfolg und ist ziemlich neurotisch. Mensch und Tier sind ihr ein Gräuel. Im Kampf um Parkplätze und gegen die grassierende Broilerisierung Berlins helfen nur Valium und eine geladene Knarre. Im Kampf gegen das Unglücklichsein hilft nur tabuloser Sex mit einem geheimnisvollen, gefährlichen Liebhaber.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 134 Bewertungen)

selten so gelacht      5 von 5 Punkten
wer sich elke buschheuer als wetterfee bei pro 7 eingeprägt hat, denn das war sie ja mal, und daher etwas unsicher ihr buch in die hand nimmt, wird entweder schockiert oder völlig begeistert sein. der wetterjob gab ihr wahrscheinlich den finaziellen freiraum dieses wunderbar sarkastische buch zu schreiben. ein buch zum superschnellen durchlesen, denn weglegen kann man es eh nicht, ein buch zum totlachen, ein buch mit themen, die jeder kennt, aber so noch nie erlebt oder betrachtet hat.
genial !!


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Die Stadt der träumenden Bücher. Ein Roman aus Zamonien von Hildegunst von Mythenmetz - Walter MoersDie Stadt der träumenden Bücher. Ein Roman aus Zamonien von Hildegunst von Mythenmetz
Walter Moers

Gebundene Ausgabe, Juni 2007
     Verkaufsrang: 16659     

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Falls Sie sich schon einmal gefragt haben, womit sich Walter Moers, Schöpfer von ”Das kleine Arschloch” und ”Käpt'n Blaubär” in seiner knapp bemessenen Freizeit beschäftigt: Er übersetzt zamonische Literatur ins Deutsche. Soeben erschienen ist Die Stadt der Träumenden Bücher, ein autobiographisches Werk des legendären Hildegunst von Mythenmetz, dessen ”Mythenmetzsche Abschweifung” bereits in Ensel und Krete viele Leser an den Rand des Wahnsinns getrieben hat -- und darüber hinaus.

Hildegunst ist als junge Großechse auf der uneinnehmbaren Lindwurmfeste aufgewachsen, einem Ort, an dem jeder davon träumt, einmal ein ganz großer Schriftsteller zu werden und zu diesem Zweck von den Eltern mit einem ”Dichtpaten” ausgestattet wird. Hildegunsts Abenteuer nimmt seinen Anfang, als sein Dichtpate Danzelot von Silbendrechsler das Zeitliche segnet und ihm ein Manuskript hinterlässt, das es in sich hat: Nur zehn Seiten umfasst es, aber es ruft beim Leser eine Vielzahl stärkster Empfindungen hervor wie kein anderer Text der zamonischen Literaturgeschichte.

Leider kennt Hildegunst den Namen des Autors nicht, denn Danzelot hatte die Erzählung von einem angehenden Schriftsteller erhalten und diesem empfohlen, sein Glück in der Bücherstadt Buchhaim zu versuchen. Und so macht sich Hildegunst auf den Weg in die Stadt der Träumenden Bücher, wo an jeder Straßenecke finstere Antiquariate auf Kunden lauern, magisch begabte Buchimisten ihr Unwesen treiben und auch sonst zahllose Gefahren die dem ahnungslosen Bücherliebhaber drohen ...

Um es gleich zu sagen: Moers' Übersetzung aus dem Zamonischen ist vorzüglich gelungen. Mit großer Sprachgewalt beschwört er die exotische Bücherstadt mit all ihren merkwürdigen Lebensformen herauf. Ob gepanzerte Bücherjäger, Nebelheimer Trompaunenkonzerte oder Katakomben voller Erstausgaben und ”Gefährlicher Bücher” -- das vorliegende Werk ist eine Großtat der Völkerverständigung. Nicht nur die gekonnt ins Deutsche gerettete Makrostruktur des Buches und die zahllosen Illustrationen legen Zeugnis ab von Moers' Kunst, auch im Detail hat er Herausragendes geleistet. Überaus staunenswert sind vor allem die herrlichen Alliterationen in Sätzen wie ”Eine Weile lauschte ich den beängstigenden Lauten der Labyrinthe ...” -- man kommt aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. Die Stadt der Träumenden Bücher ist ein Roman, der auch in Buchhaim für größtes Aufsehen sorgen würde, und das will etwas heißen! --Hannes Riffel

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 251 Bewertungen)

Kein Buch das mehr über die Liebe zum lesen aussagen kann, als dieses.      5 von 5 Punkten
Ohne Zweifel ist dies eines der besten Bücher die sich auf dem deutschen Markt finden lassen. Selten findet man so viel Einfallsreichtum und Fantasie wie hier. Jeder der Bücher liebt muss es mindestens einmal gelesen haben...


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42 - Thomas Lehr42
Thomas Lehr

Gebundene Ausgabe, August 2005
     Verkaufsrang: 94898     

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Thomas Lehr hält für Sie die Zeit an
Nicht weit von Genf, der Stadt der Atomphysiker, Diplomaten und Uhrmacher, liegen die unterirdischen Anlagen des Kernforschungszentrums CERN. Als an einem sonnigen Augusttag eine Besuchergruppe wieder ans Tageslicht tritt, ist die gesamte Genfer Region, ja ganz Europa in einen Dornröschenschlaf gefallen. Die Besucher bewegen sich wie in einer "Fotografie der Welt". Steht die Zeit still? Was ist geschehen? Hat der Teilchenbeschleuniger eine Zeit- katastrophe verursacht? Die 70 "Chronifizierten" müssen mit einer traumatischen Situation von Einsamkeit, Macht und Ohnmacht zurechtkommen, Theorien entwickeln und Strategien des Zusammenlebens erproben. Obwohl für sie die persönliche Zeit weiterläuft, in der sogar Kinder geboren werden, sind sie scheinbar in alle Ewigkeit gefangen in der 42. Sekunde um 12:47 dieses Sommertags - bis nach fünf Jahren aus wahrhaft heiterem Himmel die Weltzeit plötzlich für 3 kostbare Sekunden weitertickt. Aus ihrer Lethargie gerissen, sammelt sich die inzwischen durch Krankheiten und mörderische Auseinandersetzun-gen dezimierte Gruppe zu einem "finalen Experiment". In diesem furiosen Roman schießen die erzählerischen Momente wie in einem Teilchenbeschleuniger zusammen: modernste Zeittheorien, existentielle Deutungen und eine mitreißende Sprache. Thomas Lehr legt mit diesem Roman das wichtigste Buch seines bisher vielfach preisgekrönten Werkes vor.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 47 Bewertungen)

beeindruckendes Leseerlebnis      5 von 5 Punkten
Bei der Bewertungt dieses Romans scheint die Waage kräftig zu wippen. Ganz schlecht oder richtig gut. Unentschieden gilt nicht.
Ich finde, dieser Autor hat gewagt und gewonnen. Okay, das Buch ist nicht perfekt. Okay, der Schluß ist etwas wirr und für mich nicht immer nachvollziehbar. Aber andererseits stecken so wahnsinnig viel Wahnsinn, Genie, Erfindungsgabe, Phantasie, Klugheit, Humor, Bitterkeit und - wie soll ich es ander formulieren - einfach WELT in diesem Buch, dass mir die Entscheidung leicht fällt.
Fünf Sterne für ein rundum beeindruckendes Leseerlebnis!


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Beste Jahre - John von DüffelBeste Jahre
John von Düffel

Gebundene Ausgabe, August 2007
     Verkaufsrang: 73372      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Der Erfolg seiner Familienromane »Vom Wasser« und »Houwelandt« hat John von Düffel bekannt gemacht - sein neuer Roman erzählt davon, wie wenig selbstverständlich Familie geworden ist: Bis in die besten Jahre hinein scheint die Gründung einer Familie nur eine Option unter vielen. Ein Schauspieler stellt fest, dass das Dramatische aus seinem Leben verschwunden ist. Mit Anfang Vierzig muss er nicht mehr jedem Rock hinterherlaufen. Zusammen mit seiner Frau Lisa genießt er die ruhiger gewordene Zeit. Da taucht im Grundriss der neuen Wohnung das Wort »Kinderzimmer« auf. Die beiden gestehen sich ein, dass sie mit einem Kind noch glücklicher wären. Doch auf Kommando ist da nichts zu machen, ihr »Fruchtbarkeitswett­bewerb« kennt keinen Sieger. Also lassen sie sich helfen - und das Dramatische kehrt in ihr Leben zurück.John von Düffel macht aus dem ebenso wichtigen wie aktuellen Thema der späten Familie einen höchst gewitzten Roman: »Beste Jahre« erzählt eine verwickelte Liebesgeschichte aus Deutschland - der Weg vom Paar zur Familie hält manche Überraschung bereit.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)

Der Rezensent, selbst im Alter von 50 spät Vater geworden, ist begeistert von diesem ehrlichen und gleichzeitig lustigen Buch      5 von 5 Punkten
John von Düffels neuer Roman ist ein Männerroman, ein Roman über das Vaterwerden und das Vatersein. Vor allen Dingen ist es ein Roman über das teilweise Überflüssigwerden des Mannes nach der Geburt seines Kindes.

John von Düffels namensloser Held ist Anfang Vierzig und arbeitet als Schauspieler an einem Hamburger Theater. Er, der frühere Frauenheld, der nichts ausliess, lernt in einem langen Prozess die Gegenwart zu schätzen und das Jetzt: "Er musste nicht mehr unbedingt mit dieser oder jeder Frau schlafen, auch nicht länger seinen Vater umbringen. Er hatte keinen Konflikt mehr mit der älteren Generation und noch keinen mit der jüngeren."

Es gibt nichts mehr Dramatisches in seinem Leben, nicht ganz ohne negative Folgen für seinen Beruf. Doch bald ist eine neue Dramatik in seinem Leben. Nach langen, schmerzhaften und quälenden Versuchen, ein Kind zu bekommen, sagt seine Frau eines Tages zu ihm . "Du wirst Vater."

Und nun beginnt eine spannende Zeit, die John Düffel in einer genau beobachtenden Sprache erzählt, so genau, dass mit Fug und Recht vermutet werden darf, dass dieser köstliche und gleichzeitig anspruchsvolle Roman viele autobiographische Züge hat.

Mit diesem Werk, das auf der Liste für den Deutschen Buchpreis stand, ist John von Düffel ein wunderbares Porträt eines Mannes in den "besten Jahren" gelungen. Der Rezensent, selbst erst vor einigen Jahren später Vater geworden und sich auch in den besten Jahren wähnend, war jedenfalls begeistert.


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Die Reise nach Trulala - Wladimir KaminerDie Reise nach Trulala
Wladimir Kaminer

Taschenbuch, Juni 2003
     Verkaufsrang: 164685      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Der in der ehemaligen Sowjetunion gepflegte schöne Brauch, verdienten Proletariern einen Ferienaufenthalt in den Kapitalistenhochburgen Paris oder London zu ermöglichen, ließ Onkel Boris' Herz hüpfen. Was unser Held der Arbeit nicht wusste: Um etwaigen Verlockungen im imperialistischen Ausland vorzubeugen, ließ das listige Sowjetregime in der südrussischen Steppe eine Art Potemkin'sches Geister-Paris aufbauen, das in der Herbstsaison mit wenigen Handgriffen in London umgestaltet werden konnte. Auch der merkwürdig vertraute Busfahrer, den Onkel Boris als Kollegen aus dem Arbeitslager identifizierte, trübte den Genuss in der Seine-Metropole nicht. Jahrelang noch sollte die Familie von den Montmarte-Eindrücken des lebenshungrigen Onkels zehren.

Mit solchen und ähnlichen Schnurren über das Fernweh und die oftmalige Ernüchterung angesichts des Ziels vermeintlicher Träume, beweist Wladimir Kaminer erneut seinen lakonischen Scharfblick für den ganz alltäglichen Wahnsinn. Bekannt geworden durch den Erzählungsband Russendisko, durchstreift der witzige Exilrusse neuerdings für das ZDF-Morgenmagazin als stoischer Kommentator bundesdeutscher Befindlichkeiten seine Berliner Wahlheimat. Hier (im Ausländerwohnheim Marzahn) endete 1990 für's Erste auch Kaminers Traum von der großen Freiheit.

Die titelspendende Reise nach Trulala unternahm ein befreundetes Künstlerpärchen auf seiner Spurensuche nach Joseph Beuys, der, im Krieg auf der Krim abgeschossen und von dortigen Tataren gesund gepflegt, fortan in Fett und Filz machte. Des Autors Warnung vor der Krim als tatarenfreiem Touri-Neppland stieß bei den Beuys-Jüngern auf taube Ohren. Noch heute erinnert sich Kaminer an ihren aufgeregten Anruf aus dem ominösen Krimtatarendorf Trulala. Tataren, so weit das Auge blickt? In Filz gewandet? Beuys' Sohn gar entdeckt? Spätestens hier dämmerte es Kaminer, dass die Krimbewohner ihrem Ruf erneut gerecht geworden waren.

Ob wehmütige Post-Perestroiker im Reisefieber, Glücksritter auf Talfahrt, geheimnisvolle "Papstkinder", Wessi-Touristen, die in der Nähe von Stawropol Schweineställe mit Rundbogenfenstern bestaunen (siehe Onkel Boris) -- sie alle haben in Wladimir Kaminer ihren liebevollen Chronisten und Reisebegleiter gefunden. --Ravi Unger

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 19 Bewertungen)

Nette Geschichten      3 von 5 Punkten
Nachdem ich schon einiges von den Kaminer-Büchern gehört hatte, war es nun mal an der Zeit, mir eines der zahlreichen Bücher des Autors für die Urlaubszeit zu kaufen. Die Erzählungen, dieses Buch enthält fünf Kurzgeschichten, sind kurzweilig erzählt und so findet man schnell Zugang zur Story.

Allerdings fragte ich mich immer wieder, nimmt der Autor mich jetzt auf die Schippe, nennt man das jetzt schriftstellerische Freiheit, oder was? Irgendwie konnte ich den Erzählungen nicht viel abgewinnen und war dann auch froh als ich durch war. Anfangs fand ich sie noch ganz witzig, aber irgendwann hab ich mich ziemlich gelangweilt.

Für die witzige Schreibweise gebe ich drei Amazon-Sterne, ich werde mir aber keinen weiteren Roman des Autors zulegen.


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Die fingierte Revolution: Bulgarien, eine exemplarische Geschichte - Ilija TrojanowDie fingierte Revolution: Bulgarien, eine exemplarische Geschichte
Ilija Trojanow

Broschiert, Dezember 2006
     Verkaufsrang: 145624      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Wunschdenken und osteuropäische Realität
Bulgarien ist Nato-Mitglied und ab 2007 auch EU-Mitglied. Laut Brüssel verfügt es über eine funktionierende Marktwirtschaft. Die Zusammenarbeit ist bilateral und vertrauensvoll, heißt es. Wer will bezweifeln, dass dieses Land zur europäischen Gemeinschaft gehört? Seit dem Fall des eisernen Vorhangs hat Ilija Trojanow sein Herkunftsland regelmäßig bereist. Sein bitteres Resümee: die alte Nomenklatura herrscht nach wie vor überall, die Wirtschaft ist nicht privatisiert, sondern piratisiert, es gibt keine Aufarbeitung der Vergangenheit, sondern eine fatale Mischung von Korruption und Elend. Eine provozierende Analyse, die auch für andere ehemalige Ostblockländer gilt.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Brillant!      5 von 5 Punkten

Dieses Buch ist ein Muss für jeden Bulgarien Interessierter. Es spricht offen mehreren Tabu Themen an. Sehr kühl und neutral geschrieben, wenn man das Hitzepotenzial des Themas vor Augen hat. Und trotzdem sehr tief und gründlich. Unbedingt lesen!


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Leben bis Männer - Thomas BrussigLeben bis Männer
Thomas Brussig

Broschiert, April 2005
     Verkaufsrang: 31117      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 6,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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"Wichtig ist auf'm Platz." Oder: "Nach dem Spiel ist vor dem Spiel." Brauchen wir noch mehr solche Fußballer-Weisheiten, die uns diesen Sport im Besonderen und das Leben im Allgemeinen erklären? Bevor ich Leben bis Männer gelesen habe, hätte ich Nein gesagt. Doch nach diesem atemlosen Monolog eines Vereinstrainers aus der Magdeburger Börde revidiere ich meine Meinung gerne.

Hier spricht kein seriöser Nadelstreifen-Stratege à la Hitzfeld, kein neunmalkluger Fußballintellektueller, sondern ein bierbäuchiger Malocher, der die Linien noch eigenhändig kalkt und die Eckfahnen in den Boden rammt. Was man als cholerisches Brüllen am Spielfeldrand missverstehen könnte, nennt er "leidenschaftliches Denken". Genau das führt er dann ausführlich vor, das springt und flitzt so unvorhersehbar wie die Lederkugel auf dem holprigen, regennassen Fußballacker: vom Frauenfußball zum Mauerschützenprozess, vom Torwandschießen zur Kolonialmacht England. Kein Wunder, denn "Fußball ist alles" -- und alles ist Fußball.

Irgendwie schafft es Brussig, uns diesen ostalgischen Grantler sympathisch zu machen. Nicht immer schmeckt einem die Mischung aus gesundem Menschenverstand und gesundem Volksempfinden, doch man erfährt hier mehr über ostdeutsche Befindlichkeiten als in den meisten Artikeln und Reden zum 3. Oktober. Mit ein Grund dafür ist der schlagende Witz, der mal an Karl Valentin ("zu wenig Fuß im Gehirn"), mal an Harald Schmidt erinnert: Warum muss man sich um die Zukunft des deutschen Fußballs keine Sorgen machen? Weil die besten Spieler bekanntlich aus den Slums kommen. Oder der Grund für die kurze Blüte seines Sportgeschäfts: "Von Baseballschlägern allein kannste auf Dauer auch nicht überleben". Gegen Ende hört der Spaß dann auf, sogar der Fußball wird plötzlich zweitrangig.

Fazit: Reporter Brussig bleibt immer dicht am Mann, berichtet hart, aber fair. Das Buch hat neunzig Seiten -- und am Ende gewinnen die Leser. --Patrick Fischer

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)

ein tolles Buch!      5 von 5 Punkten
Ich habe dieses Buch von Anfang bis Ende mit groBem Vergnügen gelesen. Man kann sich kaum vor Lachen auf das Lesen selbst konzentrieren. Ich habe selten solch ein gutes, witziges und doch bissiges Buch gelesen!Daher kann ich es nur wärmstens weiterempfehlen!


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Ich habe einfach Glück - Alexa Hennig von LangeIch habe einfach Glück
Alexa Hennig von Lange

Taschenbuch, Dezember 2003
     Verkaufsrang: 129019      Gewöhnlich versandfertig in 7 bis 9 Tagen.

Preis: € 8,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 19 Bewertungen)

doppelbödig      5 von 5 Punkten
Schon der Titel hat es in sich. Da erwartet man eher eine "heile Welt", doch was die 15jährige Protagonistin in der Ich-Perspektive von sich und ihrer Familie zu erzählen hat, ist ziemlich brüchig. Das Besondere ist, wie die Geschichte erzählt wird: eben doppelbödig, naiv-witzig mit viel Situationskomik. Was sich in dem eher spießigen Wohnviertel mit den gezirkelten Vorgärten hinter den Gardinen so abspielt, ist genau beobachtet und brillant beschrieben. Zu Recht ist die Autorin für dieses Buch mit dem Deutschen Jugenliteraturpreis ausgezeichnet worden.

Übertrieben... lustig!      5 von 5 Punkten
Ich habe während ich, um mich vor meinen Deutschhausaufgaben zudrücken, in meinem Deutschbuch herumgeblättert hab plötzlich einen Ausschnitt aus dem Buch gefunden. ich war totaaal gelangweilt, doch als ich anfing diesen text zu lesen musste ich dauernt lächeln und konnte richtig nachvollziehen was gerade geschah. Eigentlich hat mich so etwas noch nie wirklich intressiert, bei dem Wort Jugendbuch hab bin ich früher immer geflüchtet. Doch dieser Ausschnitt aus dem Text hat mich begeistert. Sofort ging ich zu meiner Mutter und sagte ihr, dass sie mir dieses Buch sofort bestellen müsse.
Na klar oft sind einige Aktionen in dem Buch sehr übertrieben, aber ich glaube, dass gerade das Die Absicht von Alexa Henning ist, ich glaube damit will sie uns dazu ermutigen weiterzulesen. Ich kann mir nicht vorstellen das die Autorin die Entjungpherung mit dem Tonpenis ernst meinte, ich glaube eher das sie die Leser damit zu lachen bringen wollte.
Übrigens... Ich bin erst 14 Jahre.

glück ist subjektiv...      2 von 5 Punkten
ich selbst habe das buch an einem tag durchgelesen und mich gewundert, als es zu ende war. für mich ist das ende irgendwie immer noch offen. was passiert mit der ehe der eltern? was macht cotsch? ...
außerdem habe ich mich andauernd gefragt, in welcher -annähernd- normalen familie die kinder damit drohen, sich umzubringen und die mutter meint, jeden moment einen herzinfarkt zu bekommen. vom prinzip her ist das natürlich möglich, nur meiner meinung einfach nicht genau so, wie es beschrieben ist.
die probleme, die lelle in diesem buch hat, gibt es natürlich auch in der realität: magersucht, einsamkeit, die entdeckung der sexualität, probleme mit den eltern, probleme in der ehe der eltern, die erste liebe, fehlende zuneigung, undundund. aber kann wirklich alles so zusammen kommen?
vielleicht habe ich mit meinen 14 jahren einfach noch zu wenig lebenserfahrung, das ist möglich, aber vieles in diesem buch ist meiner meinung nach einfach viel zu weit hergeholt.
alles in allem ist es ein unterhaltsames, aber nicht sehr gelungenes jugendbuch.

ein gutes Buch      3 von 5 Punkten
Das Buch "ich habe einfach Glück" ist ein schönes Buch für Jugendliche zwischen 13 und 15 jahren. Ich selbst habe es vor ca 3 jahren gelesen. Damals war ich 15 und habe es in einer Nacht durchgelesen. Während des Lesens kann man sich gut in die Situationen hineinversetzen (auch wenn es manchmal etwas übertrieben ist..)kleine Probleme die man gerade haben sollte werden sich nach lesen des Buches wohl in Luft auflösen im Gegensatz zum turbulenten leben was Lelle führt;)
Heut zu Tage interessieren mich zwar andere Romane doch mit 15 hatte ich wirklich Spaß dran.

Das ganz normale Familienchaos?      3 von 5 Punkten
Eine Mutter, die sich die ganze Zeit einen Herzinfakt herbeisehnt, ein Vater, der bei jedem Problemchen ins Geschäft fährt, oder im Keller Schuhe putzt, eine Schwester, die ständig rumjammert, dass sie nicht geliebt wird, ein Nachbarsjunge, der sich angeblich prostituiert und noch viele durchgedrehte Charaktere mehr treten in diesem Roman auf. Man gewinnt den Eindruck, dass es eigentlich keine "normalen" Menschen auf der Welt mehr gibt. Generell ließ sich das Buch gut lesen, doch ich fand die Szenarien ziemlich übertrieben und ein wenig weit hergeholt. Von einem Buch, das den Jugendliteraturpreis gewonnen hat habe ich allerdings mehr erwartet.


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